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CORNELL UNIVERSITY LIBRARY
3 1924 078 203 019
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t
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4"
ZEITSCHR1FT
des
FERDINANDEUMS
fiir
Tirol und Vorarlberg.
Herausgegeben
Ton
dem. VeirwaltungB-Au8BOhu8se desselben.
Dritte Folge.
Neunzehntes Heft
*&&*
INNSBRUCK,
X>raok der WAGNER'schen UniYersit&ti-Bachdrackerei.
187 5.
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<3
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I.
Gesekichtliche Abtleilung.
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Die
Antiken im Museum
m
Innsbruck.
Von
Adolf Pioliler.
— fCveXs*^-
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Die Lage Tirols an den P&ssen des Brenners, wo sich
die bequemste Verbindung zwischen Norden and Suden er-
•chliesst, bedingt es wesentlich, dass dieses Alpenland schon
in grauer Urzeit zur grossen VSlkerstrasse wurde. Jede
Periode Hess ihren culturhistorischen Niederschlag zuriick;
es giebt kaum ein deutsches Gebiet, das in dieser Hinsicht
interessanter wfcre. Die Seen Nord-Tirols sind aaf Pfahl-
banten noch nicht untersucht; hieher gehftrt vielleicht ein
behauener Balken, der zu Seefeld aaf dem Kies nnterhalb
der Torfschichten, welche audi ein durchbohrtes Ktlgelchen
von Bernstein lieferten, geftinden wurde. Vom neolitbischen
Steinalter des Innthales erhielten wir bis jetzt nur einen flacben
Keil aus dem grfinlichen Carditasandstein von Ried in Ober-
innthal, dann einen Keil aus der Gegend von der Hungerburg,
welcher nicht aus Hornstein, sondern aus einem bei Mauls an-
stehenden, sebr zihen grflnen Schiefer fein und sorgfoltig ver-
fertigt ist. Dagegen fand man bei Roveredo auf einem Acker
zwei GrSber aus unbehauenen Steinen. Unter dem Kopf des
Skelettes, das jedes barg, lag ein Meissel aus einem lauch-
gr&nen nephrit&hnlichen Gestein.
Einen grossen Reichthum von Ueberresten hinterliess
una die Bronzezeit und noch immer bringt fast jedes Jahr
nene Entdeckungen. Wir wollen den Streit fiber den Stamm
der alten Einwohner: ob Kelten oder Etrusker? — unbe-
rfihrt lassen, noch jetzt tragen viele DOrfer Tirols
theils romanische Namen, wie Vill, Pradl, Pontikel,
thetls solche, die mit denen toscanischer Orte zusammen-
fallen, wie Volders, Volterra, wfihrend Rum an Rom, Taur
wie die Tauero an die sagenhaften Taurisker erinnert.
Google
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Manche Namen spotten des scharfsinnigsten Etymfiogen,
mag er auch alle Schltissel versuchen. Bekannt sind in
dieser Beziehung die Arbeiten von Christian Schneller and
Ludwig Steub; so viel diirfte sicher sein, dass lang vor den
Romern selbst die entlegensten Hochth&ler von einem Volke
bewohnt waren, das von den Getreidearten wenigstens die
Gerste anbaute und verschiedene Hausthiere, wie die Ziege, das
kurzhdrnige Rind, das Pferd und Schwein, zuchtete. Das
beweisen die Reste der Ustrine, welche ich zu Ampass unter-
suchte. Dieses Volk begrub oder verbrannte seine Todten,
die Asche" legte es in grosse, nnglasirte Urnen von dem un-
reinen Thone, den man in Bachrunsen und Einrissen unser^s
Gebirges haofig antrifft. Solche FriedhOfe eutdeckte man zu
Wiltau, H5tting, bei Sonnenburg und Matrei. Neben den
Knochen barg die Erde Bronzegerathe , Schraucksachen,
Messer, Streitkeile, Schwerter, Pfeile, zugespitzte Knochen:
was das einfache Leben jener Zeit forderte und wiinschte.
Manches Stuck verloren jene Menschen da und dort; so
giebt es fast keine Gegend Tirols, wo man nicht eine oder
die andere Bronze gefunden h&tte. Wir kdnnen nur bedaoern,
dass Herrn Hermann Genthe fQr sein schfttzbares Werk:
„ Der Tauschhandel der Etrusker nach dem Norden* dieses
Materiale nicht in vollem Unfang bekannt war.
Es scheint ein lebhafter Verkehr gewesen zu sein: das
Zinn der Bronze musste England senden, die fertige Waare
trug dann der tyrrhenische oder massilische Kaufmann von
Ort zu Ort. In SMtirol fand man nicht selten Mfinzen
von Massilia, bei Brentonico einmal sogar tausend Stfick.
Abgesehen von diesem Umstand dilrfen wir die Bronze-
zeit in unsereu Alpen weit zurflcksetzen. Kleine und ein-
fache Gegenst&nde wurden wohl auch im Lande selbst
gegossen und umgegossen. So fand man in der Nfthe von
Untervinti im Pusterthal eine Menge fertiger und zerbroche-
ner Bronzeger&the auf einem Haufen. Unsere Bauern ver-
zetteln derlei Dinge nur zu h&ufig , Vieles wurde aber in das
Museum zu Innsbruck gerettet, darunter neben Dingen, wie
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lie jede Sammlung besitzt, wahre Unica, so das herrliche
Hesser mit breiter, vorae ausgeschweifter Klinge von Kron-
bnrg. Eine Publication mit einfachen Umrissen w&re gewiss
hochwillkomraen. Erst dann wurde sich zeigen, welche Schatze
das Museum besitzt!
Wichtiger als diese Ger&thschaften sind die Bruchstiicke
yon gewalzten dunnen Bronzeplatten aus Morizing bei Bozen
und Matrei sudlich von Innsbruck. Ueber ihren Zweck lfisst
sich wenig sagen, ob sie zu Schalen, Schildern oder Be-
schl&gen irgend einer Schmucksache gehSrten. Diese Bleche
tragen Flachreliefs von getriebener Arbeit: Thiere und Men-
sehen, die Umrisse scharf eingeschlagen. Sie stimmen in
Styl und Technik mit einem Prachtstucke des Museums von
Modena, einem Metallspiegel aus Castelvetro. Die Manner
tragen sackartige, faltenlose Gew&nder ohne Aermel, sie
reichen bis zur Wade und sind unten von einer Bordure oder
Fransen eingefasst. Die B&nder, welche sich auf den Platten
von Bozen wie bei einem Wickelkinde gekreuzt urn diesen
Paletot Ziehen, widerlegen die Ansicht des Arch&ologen B.
Giovanelli, der hier eine Toga zu sehen w&hnte. Auf dem
Eopf tragen sie napfartige Hauben oder flache Miitzen fast
wie die preussischen Soldaten. Auf den in der Sammlung
des Gymnasium zu Bozen befindlichen Blechen von Mori-
ring, welche Professor Flavian Orgler im XXI. Programm
des Gymnasiums zu Bozen veroffentlichte, sehen wir einen
Reiter ohne Sattel und Steigbugel, Wagen und einen Ein-
sp&nner mit vier Rfidern; im boot&hnlichen Wagen hocken
drei Personen in der oben geschilderten Tracht mit aufge-*
zogenen Knien. Die Pferde sind uberm&ssig schlank, fast
windhundartig , die MShnen gestutzt; am meisten Verstand-
niss der Natur zeigt die Platte mit dem Einsp&nner.
Noch wichtiger sind die Bruchstiicke von Matrei. . Gio-
vanelli glaubt, sie seien vielleicht die ftltesten bildlichen
Ueberreste, die wir von den Etruskern haben. Man darf
wohl annehmen , dass sie ebenso wie die wol etwas jungeren
Platten von Morizing zu einer Zeit verfertigt warden, wo
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sich noch nicht der Keil der Cenomannen zwisohfen die
Stammesvettera in den rh&tischen Alpen and nordwestlich
vom Apennin gedr&ngt batte. An dem etroskischen Ur-
sprung all dieser Bronzebleche ist nicht zu zweifeln,
nach der Form der Verzierungen k5nnte man sie der ari-
rischen Gmppe anreihen, zn der man wol auoh die Vasen
mit scbwarzen Fignren auf rQthlich-gelben Thon zablte, wie
Conze deren in den Schriften der k. k. Akademie der Wissen-
schaften 1870 abbildete.
Vorzfiglich interessirt uns jenes Blech von Matrei, welches
den Fanstkampf darstellt. Am zng&nglichsten dtirfte die Litho-
graphie sein, welche Albert J&ger in den Sitznngsberiohten
der k. k. Akademie der Wissenschaften , Jahrgang 1865,
ohne weitere Erlanterung gab. Wir machen die Kanst-
historiker ausdriicklich auf dieses Blatt auftnerksam. Die
imposition ist sehr einfach and vflllig symmetrisch. Die
beiden Faastk&mpfer — Livios erz&hlt: Equi pugilesque ex
Etrnria acciti! — stehen sich wie Fechter mit ganz
gleichen Geberden gegenuber: in jeder Hand den Cestns mit
den Bleikugeln, bereit zu Angriff and Abwehr. Die derben
mit starken Genitalien ansgestatteten Burschen — der Kopf
des erhaltenen linken ist haar- and bartlos — tragen am
linken Oberarm em Band, am den Leib einen breiten Gtirtel;
sonst sind sie nackt. Es sind vertracte Gestalten , aber die
Bewegungen voll Energie. In der Mitte zwisohen ihnen sehen
>rir aaf einem Baamstock einen Helm mit Kamm and Feder-
basch aufgeh&ngt und eine Lanze angelehnt. Links davon ragt
eine Lanze mit dorchbrochener Spitze and einem Warfriemen
am Schaile; die Scheibe rechts wird man wohl als ein Sym-
bol deuten. Da ist offenbar der Kampfpreis ausgestellt, wie
uns Aehnliches die 24. Rhapsodie der Hias erz&hlt. Yon
beiden Seiten kommen mit gemessenen Schritten wQrdige,
glattgeschorne, bartlose Manner in der bereits beschriebenen
Tracht, einer nach dem andern: Eampfrichter oder Zu-
schaaer. Vielleicht linden sich aaf Vasen fthnliche Dar-
stellongen. Ausfllhrlich and im Zasajnmenhang mit andern
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btUkungen oamentlioh you der Certosa behandelt die Bronze-
ftcke von Matrei , welebe uns alter scheinen als jene von
prizing, Herr E. firizio im Balletino dell istituto di cor-
Vndenza. axcheologica per Fanno 1872. S. 211. Er be-
Vitet sie als TJeberreste einer Situla.
Die Brotizezeit dCLrfte in den Alpen schwerlich zu
jjjode gewesen seio, als die Beriihrung mit den RQmern
erfo^gte. I>ie strategische Wichtigkeit des Landes am Bren-
ner veratilausste sie, als Eroberer einzurucken. Sie stiessen
oof hettigen "Widerstand; der Hofpoet Horatius verherrlichte
ia der XIV. Ode: des IV. Buches diesen Krieg:
Milite nam tuo
I>ru8us Genaunos, implacidnm genus
Breunosque veloces et aroes
Alpibus impositas tremendis
Dejecit acer plus vice simplici;
Major Neronum mox grave prwlium
Coromisit, immanesque Raetos
Aaspiciis pepulit secundis.
Die Namen der Brennen, Genaunen, dann der Venosten
rind noch im Munde des Volkes erhalten : ein Seitenthal des
Brenners heisst Val Venn und zum Kirchlein am Genain
enter Sterang steigt noch mancher Wallfahrer. Die Rflmer
mordeten, nm einen Aosdruck Fallraerayers anzuwenden,
diese Gebiete nicbt aus , wohl aber romanisirten sie die Be-
wohner, welche sie nicht als Sclaven anf ihre Latifundien
schleppten. Im Thai und im Hochgebirg finden wir lateinische
Sprachreste; wenn wir den Senner fragen: Wie heisst
dieses Joch bei Battenberg? so antwortet er Rovan! und
jene Aim bei Wattens? er erwiedert Val rupp! Rovan gleich
Jtuine, Vail rupp gleioh vallis rupta. Solche Beispiele liessen
«ch zu hunderten anflihren. Es blieb der Grundstock der
alten Bewohner in den abgelegen Thalwinkeln gewiss ohne
jjeimischung deutsohen Blutes, wfihrend wir an den Haupt-
fl ftssen neben vielen romanischen KOpfen audi eeht deutsohen
oder im Pusterth&l slavischen Schadeln begegnen. Die
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Rftmer oolonisirten; die alten Niederlassungen waren ihnen
als Stationen gehr gelegen, so Mauls, Matrei and Wilten;
den Strassen, welche diese Orte verknflpften, war die Bahn
durch die Gestaltung des Bodens vorgeschrieben.
Manche Meileosteine blieben erhalten; das Dorf See-
feld, wo ein kleiner Eros von Bronze gefunden worde und.
jetzt die blutige Hostie angebetet wird, befindet sich zwi-
schen zweien, die noch aufrecht stehen. Mit den Rftmern
zogen auch die m&chtigen Gfltter Roms ein; in der Halle
des Museums steht der Altar der Diana von der Toll, ein
Abgnss der Mitbras-Platte von Mauls, ein Eckstein aus Lienz
mit Basreliefs: vorn einer der Dioskuren mit dem Pferde,
den Stern zu H&upten, an der Schmalseite eine naokte
weibliche Gestalt, die das Kleid von den Fussen vorzieht.
Vielleicht Helena! Beide Figuren sind auf das roheste be-
sch&digt, keusohe Hftnde wollten die nackten Leiber nicht
dulden. Mit diesem Basrelief stimmt in alien wesentlichen
die Abbildung eines Gem&ldes aus Pompeji im 9. Band
des Museo Borbonico, so dass uns hier wieder nur Copien
eines wahrscheinlich beriihmten Originale gerettet warden.
Das Museum besitzt keine antike Statue; nur eine am
Gelenk abgebroohene schdne Frauenhand in naturlicher GrOsse
aus Bronze, — die Finger ausgestreckt , mit langen schmalen
Nageln — gelangte wahrsoheinlich aus Sudtirol in dieSammlung.
Dagegen enth< diese eine grOssere Anzahl kleiner
Bronzen, deren etliche eine ausfuhrliche Beschreibung ver-
dienen warden.
A Jove principiam!
Beim Gaisenhof auf dem Inniohberge bei' Innichen im
Pusterthale wurde 1811 eine kleine Statuette des Zeus ge-
funden. Innichen gait fruher allgemein als das alte, von
Slaven zerstdrte Agunt, doch bei Berechnung der Entfer-
nungen nach Antonins Beisebuoh worde schon Sinnacher
etwas stutzig, w&hrend jetzt Mommsen die Identit&t beider
Orte geradezu in Frage gestellt.
Wir lassen das auf sich beruhen and wenden uns am
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\
9 —
j%er Statuette. S\e ist 8.6 Centimeter hoch nod bis auf
^ rechten Schenkel mit Patina tlberzogen. Der Gott ist
\oackt, steliend, er ruht auf dem rechten Fosse, der
•%seherikel ist etwas zurttakgezogen. Der linke Puss, ober
^ Knochel abgetooohen . wurde wieder angelSthet; der
wollte sich ttberzeugen , ob die Goldbronze vielleicht
>i sei. X>er Kopf ist ein wenig nach rechts — also gegen
jig )mke Seite des Beschauers — vorgeneigt. Die Haare
•wen liber die Stirae mftchtig empor und fallen in grossen
^^jBu ax&f die Schultern, die Augeoknocben , ober den
•gfttttR stark gewOlbt, sind von dem hOheren Stirntheile
^xc\i cine ISinsenkung geschieden, der Mund ist leise ge-
t)fiuet, der Bart lockig. Milde und Gate leuchtet aus diesen
Zftgpu, sis ob der unsichtbare Gott sich des Segens freue,
den er der Welt gespendet Es ist der Otricoli-Typus im
Kleinen. Fehlt auch die Binde, die Anordnung der Haare
auf dem Scheitel und am Nacken ist vflllig gleich. Diese
Statuette best&tigt die Ansicht, dass wir hier keinen Typus
?on Phidias haben, mag man nun dabei mit Petersen an
Lysippus denken oder nicht. Der rechte Arm streckt sich
aus dem Ellbogengelenke vor- und etwa abw&rts, die abge-
brochene Hand mag das Soeptron gehalten haben, der linke
Arm ist leicht gebogen , so dass er fiber den Trochanter des
Oberschenkels hinausreicht, vom Leib in einem spitzen Winkel
abgelenkt, der verletzte Daumen und die zwei ersten Finger
sind ausgestreckt, die anderen eingezogen; diese Hand hielt
einen Gegenstand, der abgebrochen ist:' wohl den Blitz.
Die Biceps und die Oberseite des Vorderarmes sind abge-
rieben sowie auch an der linken Seite der m&chtigen
JBrust eine breite Schramme sich herabzieht. Die Mus-
culatur des schlanken m&nnlichen Kftrpers ist gut ausgewirkt,
die Ausfflhrung durchwegs sorgf&ftig. Das Museum besitfct
liier ein kleines Juwel aus der besten Eaiserzeit.
Handwerksm&ssig und roh ist der Jupiter, welcher bei
dem Bauernhofe Viersch unweit Klausen gefunden wurde.
Pie Hfthe betar> 8.3 Centimeter. Alle Locken tiber der
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Stirne streb&i atifwarts, den Scheitel umschlingt die Binde,
derea Bander laog auf die Schulterbl&tter niederfallen. Der
lange Bart ist wenig gelockt. Der rechte Arm ist gesenkt;
die Hand halt in gleicher Hflhe mit den Hflften den Blitz.
Der linke Oberarm steht horizontal vom Leibe ab, der Vor~
derarm erhebt sich aus dem Ellbogengelenke fast senkrecht,
das Handgelenk gewaltsam gebogen, die geschlossene Hand
fasste wohl das Sceptron.
Von der linken Schnlter geht das Himation im leisen
Bogen fiber den Bauch zur rechteo Hiifte nnd von bier wie-
der fiber den R&cken zur linken Schulter. Es deckt den
Korper bis fiber das Knie des - linken nod zor Mitte der
Wade des rechten Fnsses, der gewaltsam verbogen ist. Der
Gott 8tfitzt sich aaf den rechten Fuss. Der lioke ist vorge-
streckt, das Kniegelenk etwas eingeknickt. Aus der spateren
Kaiserzeit, wahrscheinlich nach einem Cultusbilde.
Von Poseidon besitzen wir zwei Statuetten; die erste
wurde bei Schloss Presets unweit Gastelrntt gefunden; die
H5he betr> 8.5 Centimeter. Sie ist von Patina iiberzogen,
deren dicke Schichte vom linken Ellbogengelenk and den
beiden Schienbeinen abbrSselte and sie dadarch verunstaltete.
Der Gott ist v5llig nackt, in einer Stellung, wie man sie
dem isthmischen Hauptbild oder der Statue von Anticyra
zuschreibt. Der rechte Fuss isterhoben, auf einen Felsblock
gestfitzt; der Oberschenkel fast horizontal. Poseidon lehot
sich bequem mit dem Ellbogen des rechten Armes darauf
die iinke untere Extremitat ist nur wenig im Kniegelenk
gebogen.
Das Gleichgewicht zu unterstfitzen, diente wohl der
Schaft des Dreizackes, an dem sich die geschlossene Linke
hielt Der linke Oberarm ist horizontal erhoben, der Vor-
derarm aus dem Ellbogen fast im rechten "Winkel vorge-
streckt. Der sehr bartige Kopf wendet sich bei geneigtem
Balse zor linken Seite geradeaus, die Zfige sind ernst and
ruhig, als blickte der Gott auf den Spiegel des Meeres
dessen Wogen er soeben gebftndigt. Deber der Stirn at *
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J
\
*— u —
K Locke, von der tonn die langen Haare zn beiden Seiten
\Mi schlicbt vom Scheitel fallen. Die Behandlung ist
^dwerksm&ssig, Jedoch noch mit Verst&ndniss der Anatomie
* kr&ftigen EL&rpers. Fast ganz — nur der linke Vor-
w^na ist etwas mehr gesenkt — stimmt unser tirolischer
Aidon in Stellung mid Geberde mit dem Bild des
*0ttes ttt>ereiii , -wie ihn der Revers eioer Mttnze des
ftfypetrios Poliorketes zeigt, die wir in Viscontis Icono-
^ph\e grecque pi. 40 Nr. 1 finden, fthnlioh ist auch eine
<tf$0*& der "Brettier, welche iin Museo real borbonico, Band V,
^{e\ liXI, Figur 7, abgebildet ist. Auf dieser Mfinze setzt
& &eu Fuss nicht auf einen Felsblock, sondern auf den
inauf einer jonischen S&ule.
A.us Cavedine erhielt das Museum einen 8.5 Centimeter
bohen stehenden Neptun mit sch5ner Patina. Yon fleissiger,
handwerksmiasiger Behandlung und reinem Gusae, ist er
wohl aus etwa sp&terer Zeit als der Zens von Inniehen,
jedoch diesem stylverwandt. Das mit einem Band geschmiickte
Haopt ist leise rechts gewendet, die Haare sind fast schlicht
ober der Stirn gescheitelt, ziemlich kurz, gegen das Band
zuriikgestrichen , oder sagen wir lieber: vom Hauch der
Seeluft zurflckgeweht ; die Stirne niedrig, der Mund leicht
gedffnet, der voile Bart in zwei Reihen knrzer Locken ge-
legt, eine fiber der anderen. Der Gott bat eine rubige
Haltnng. Es ist der Poseidon friedlicher Meeresstille, der
den Schiffem glQcklicbe Fabrt gew&hrt. Der reohte Oberarm
ist horizontal ausgestreckt , der Vorderarm mit der ge-
sohlossenen Hand, welche sich anf ein Sceptron stlitzen
mochte, zur H5he des Scheitels erboben. Der linke Ober-
arm senkt sich dem Leib nahe gegen die Hftfte, der Vor-
derarm ist nach vorn gerichtet. Von der linken Schulter
h&ngt riiekwarts, den Oberarm frei lassend, das kleine
Himation herab, dann ist es zwischen dem Leib und dem
EUbogen vorgezogen, deckt den Vorderarm und ist dann mit
der Hand abgebrochen.
Aflf diesem Stiisk des Mantels liegt flach, cUe Z*ck*u
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mit Widerhaken gegen die Betige des Ellbogens gerichtet,
der furchtbare Tridens. Mit der Hand fehlt anch der
Schaft knapp unter der Dreigabelung. Der Gott ruht auf
dem rechten Fuss, der linke ist etwas zurflckgezogen. Die
Musculatur des mageren, schlanken Leibes ist gut, wenn
auch etwas derb behandelt. Ueber diesen Poseidon wol nor
die Copie eines Tempelbildes , verdffentlichte 1825 Pro-
fessor Stoffella eine Abhandlung and nannte ihn Jupiter
Stator.
Von Hermes haben wir aus sp&terer Kaiserzeit drei
Statuetten, die sich trotz einiger Verschiedenheiten auf das
n&mliche Original zuriickfiihren lassen. Zwei gehOren un-
mittelbar zusammen.
Die grOssere, von Sigmundskron, erreicht die HOhe von
zehn Centimetern. Der Kopf, weloher sich leicht nach rechts
wendet, tr> den Flflgelhut, das Haar ist kurz und schlicht
Beide Oberarme senken sich gegen die H&fte, die Vorder-
arme sind vorgestreckt, die rechte Hand h< das gefQllte
. Marsnpium mit den zwei Seitenzipfeln, auf der linken ruhte
das Eerykeion. Die Chlamys ist auf der linken Schulter
in einen Knopf zusammengefasst, sie deckt die linke Seite,
ihre Lappen erreichen das Kniegelenk. Der Gott sttLtzt
sich auf den rechten Fuss, den linken zieht er ein wenig
zuriick. Beide sind geflugelt. Es ist eine mittelm&ssige
Handwerksarbeit, die Musculatur leidlich, der Faltenwurf
gut. Die Patina ist stellenweise abgeschabt.
Die sehr rohe Statuette von Welsberg im Pusterthal
misst 7 Centimeter und stimmt bis auf das Detail mit der
ersten, nur sind die Flugel des Petasus abgebrochen. Sie
ist an verschiedenen Stellen angefeilt, man hielt sie fUr
Gold! Diese beiden Statuetten entsprechen genau Sackens
Nr. 8 auf Tafel 17 der „Antiken Bronzen". IhneD reihen
wir den Merkur von Vezzano an, welcher keine Patina bat
und 12 Centimeter misst. Auf dem lockigen Haupte kein
Flftgelhut, an den FQssen keine Flugel, hier der Heroldsstab
in der Linken erbalten. Die Chlamys, auf der rechten
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Schulter geknSpft, zfeht sich als schmaler Streifen quer fiber
Brust and Rficken and fallt dann links fiber den Oberarm
hinnnter.- Der Leib ist l&ssiger links gewendet als bei den
zwei anderen, die Motive der Stellong sind die gleichen. In
den Unterschenkeln sind Stficke eingefothet Rohe Arbeit.
Wir haben also hier den Hermes Kerdoos, den Gott der
Kanfleote, in drei verschiedenen Repliken, gewiss nach einem
trefflichen Originate.
Anf Tafel XXXIX theilt Sacken in seinen antiken
Bronzen, Fig. 7, einen Hercules mit. Dieser wurde bei Lienz
im Pnsterthale gefunden; bereits Roschmann giebt in seinem
ungedruckten Nachlasse eine Zeichnung desselben mit dem
Beisatz, dass er der Ambraser-Sammlung fibergeben wor-
den seL
Ariadne erlaube ich mir eine gut modellirte weibliche
Bfiste des bacchischen Ereises zu nennen. Sie erreicht eine
Hdhe von 13 Centimetern und ist nur fur die Vorderansicht
berechnet. Die schflne Patina ist nirgends zerstdrt. Der
Eopf ist gegen die rechte Sohulter sanft nach aufw&rts ge-
wendet) das reiche Haar in Locken zurfickgedreht, von zwei
EpheuAstchen mit Laub und Tr&ubchen gehalten, welche sich
fiber dem Scheitel in einander verschlingen, zu beiden Seiten
des Halses schmiegen sich lange Locken zum Saume des
feingefalteten Grewandes, dessen Aermel — der Lftnge nach
beiderseits durch eine Reihe von Kndpfen festgehalten —
die Entblossung des Oberarmes hindern. Unter dem Haare
umschlingt die Stirn eine Taenia. Die Augensterne sind
funkelnde Rubine, die dem sanften Gesicht einen fremd-
artigen Ausdruck verleihen. Der zarte Mund ist ge5ffhet
wie zu leiser Klage. Von einem Enoten fiber der rechten
Schulter zieht sich die haarige Nebris mit gezacktem, fiber-*
geschlagenem Rande unter der linken Brust zur Achselhdhle.
Ueber der rechten Schulter liegt ein Stfick des Mantels. Die
schdne Bfiste dfirfte der ersen Kaiserzeit angeh5ren. Der
Guss ist gelongen, die CSselirung ziemlich flfichtig. Diese
Bfiste stammt aus der Gegend von Brixen. Eine fthnliche
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— 14 —
yon fast gleicher Grftsse, wenn auch von roherer Arbeit,
befindet sich im Bronzekabinet der Uffiden zu Florenz.
Sie hat zu unserer Bfiste die verwendete Stellung im SpiegeL
Die angebliche Venus aos S. Marco ist in jedem Sbne
zu bedenklich, nm hier elne Besprechung fordern zu dtbfen.
Eine nackte Fran anf einem Baumstock sitzend, die Ffisse
fiber einander gescblagen. Bernoulli erw&hnt in seiner
„ Aphrodite" keine fthnliche Darstellung der Venus. Der
rohe Guss ist nirgends gegl&ttet oder auch nur dfirftig
ciselirt; wir haben da wohl ein Werk der Renaissance.
Eine langgezogene, wie von Knabenhand aus Lehm ge-
knetete Fratze, bei der man zweifeln mtisste: ob Mannlein
oder Weiblein? wenn sie nicht die Linke vor den Schooss
hielte, wfchrend die Rechte eine Kugel halt, gehSrt bereits
dem tiefsten Verfalle der Eunst und interessirt weder durch
die Darstellung, noch durch die Form. Sie wurde bei Wilten
gefunden.
Auch ein agyptisches Idol von 7 Centimeter H5he hat
sich hieher verirrt. Es hat einen Hundskopf mit Spuren
von Vergoldung der Augen. Das Kleid reicht bis unter die
Mitte der Waden, die Ffisse sind fast parallel hinter ein-
ander gestellt Diese Bronze ist an vielen Stellen tief ab-
gefeilt, wodurch die ursprfingliche Form noch unkenntlicher
wird. Den Fundort wissen wir nicht
Die folgenden Gestalten fallen ausserhalb des Gdtter-
kreises. Zuerst ein Genius. Ein Jfingling von 15^ Cen-
timetern H5he, auf dem Lockenhaar ein durchbrochenes
Diadem, der OberkSrper nackt, die unteren Extremitfiten bis
zu den Waden bedeckt ein Mantel, der rfickw&rts von der
linken Schulter hinabfiUlt Der rechte Arm ober dem Ell-
bogengelenk abgebrochen, der linke, fiber den der Mantel
fUlt, gesenkt und etwas vorgestreckt Die Ffisse beschuht,
der rechte etwas zurfickgezogen. Keine Patina; rohe Arbeit.
Wohl nur ein ziemlich neuer Nachguss einer Antike, wie
auch manche andere SAchelchen: ein vergoldeter Jupiter,
zwei Schildh<er, der Akt&on u. s. w., die als antik im
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gleichen Schranke stehen, ram mindesten fir dieseFirma sehr
xweifelhaft sind. Angeblich aus Innichen.
Schwer zu deuten ist eine kleine geflflgelte Figur von
11-7 Centimetern H5he in phrygischer Tracfat. Der rechte
Arm ist hoch fiber den Kopf erhoben und stQtzt ein schlan-
kes Horn, das die vorgestreckte Linke halt. Unter dem
Gurtel dffhet rich das Eleid, so dass es den UnterkOrper
blosslasst Die Haltung der Fusse dentet darauf hin, dass
die Gestalt im Aufschweben gedacht ist Die Proportionen
der Glieder sind gut, Doch ist die Gestalt an der Ober-
fliche ganz zerfressen; fast scheint es, man hat sie mit einer
starken Saure bShandelt, urn die Patina zu beseitigen, oder
nun vornherein die Gusshaut nicht geglattet. Vielleicht
nnr ein Falsificat. Aus Matrei.
Von Portraits hat das Museum die 4 Centimeter hohe
Bfiste eines ROmers mit kahlem Kopf; die Toga ist tun die
Brust gelegt. Die rohe Arbeit stellt wohl einen spateren
Kaiser vor, der schwer zu identificiren sein dSrfte. Aus
Eva.
Roschmann bildet die Bfiste eines Imperators mit Lor-
beerkranz undHarnisch ab, welche bei Wiltau gefunden wurde.
Von Thieren haben wir ein stehendes B5cklein, ftinf
Centimeter hoch, angeblich aus Matrei , mittelmassige Arbeit
Interessanter ist ein Stier aus Trient von 7 Centimetern
Lange. Der dicke Kopf ist etwas nach rechts gewandt, der
Schwanz in der Luft aufgedreht. Er schreitet langsam vor-
warts, doch sind drei Ftisse abgebrochen und nur der linke
Vorderfuss erhalten, aber verbogen. Unsere Bronze und ein
kleiner Stier von Pompeji, den man in GypsabgfLssen erhalt,
sind jedenfalls Repliken des gleichen Originals.
Einen stehenden Stier auf einer dicken Bronzeplatte von
6 Centimetern Lange erhielt das Museum aus dem Puster-
thaL Dieses ganz unbeholfene, misslungene Gusswerk hat
gar keinen Werth, wurde jedoch frflher geschatzt und wir
theilen daftr zur Erheiterung das Begleitschreiben des Ein-
seodera mit; „ Dieses Basrelief von Bronze, so einen Stier
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vorstellt, wurde von Herrn v. Vintier zu Bruneck dem Fer-
dinandeum zu Innsbruck den 20. Mai 1825 fiberschickt mit
der Bemerkung, dass der Fundort ihm ganz unbekannt sei,
und der lezte Besitzer gar nichts davon zu sagen wusste.
Da dieses durch seine Rohheit ein hohes Alterthura
anzeigt nnd ohne Zweifel im Pusterthal gefunden worden,
diirfte es als ein Idol der Tanrisker , welche an den Tauern-
Gebirgen wohnten, zu halten sein. Denn es ist bekannt,
dass die alten V5lker jene Dinge , welche ihnen am meisten
frohnten, vorz&glich verehrten.* — Keine alte Arbeit!
Die kleinen flachen unfSrmlichen M&nnchen mit dem Priapns
aus Bronze; deren mehrere bei Landeck gefunden warden,
sind wohl Votive, ttbrigens werthlos, wie ein Priapns aus
Trient. Die Lampen nnd Thongef&sse rOmischen Urspronges
aus Sftdtirol fibergehen wir.
Eurz besprechen wir nocb einige gescbnittene Steine:
Intaglio's. Bei Ealtern wurde ein goldener Siegelring ge-
funden. Er tragt einen flacben Onyx , leberbraun mit bl&n-
lichweisser Schicht, in welche ein stehender Jupiter geschnitten
ist; der mit dem Kranz geschmdckte Kopf im Profil links
gewendet, der KSrper von der Vorderseite. Der erhobene,
rechte Arm , von dem das Himation niederh&ngt, stntzt sich
anf das lange Sceptron, der linke Oberarm wendet sich
gegen die Hufte, der Vorderarm ist ansgestreckt, die Hand
halt den Blitz. Der Schnitt sehr scharf, die Formen
schablonenhafl ohne kiinstlerische Auffassong. - Lftnge des
elliptischen Steines 1.2, Breite 1 Centimeter.
Aus Gardumo stammt ein flacher, br&unlicher Achat
lftnglich-runder Form. L&nge 1.5, Breite 1.2 Centimeter.
Ein devot nach links gebogener jngendllcher Heros steht vor
einem Altar und nahert die linke Hand der Flamme, um
zu spenden , mit der zur&ckgezogenen Rechten h< er Pfeil
und Bogen. Wohl aus dem trojischen Sagenkreise? Die
weichlichen Formen deuten auf Paris. Mittelm&ssige Arbeit.
Der spaten Kaiserzeit gehSren zwei Carneole aus der
Gegend von Roveredo an. Beide sind oval und flach. Der
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erste, mit einer LSnge von 0.9, Breite von 0.7 Centimetem
zeigt einen maonlichen Kopf , auf dem kurzgeschorenen Haar
die Zackenkrone. Das Profil wendet sich links. Der zweite
ist 1.4 Centimeter hoch, 1.1 breit. Links sitzt, das Haupt
gekranzt, den Oberleib nackt, den rechten Arm in die
Hufte gestemmt, die Linke auf den Scepter gestlitzt, eioe
mannlicbe, nach rechts gewandte Gestalt, vielleicht ein Kaiser,
dem eine geflugelte Nike entgegentritt. Diese beiden Stticke
sind roh and fliichtig gearbeitet, ohne alle Prficision der
Form.
Ein hohes KSrbcben, in einen rothen Jaspis von 8
Cectimeter H5he und 5 Breite mit ungeubter Hand ge-
schnitten, interessirt nor durch das Materiale. Es ist der
bekannte Jaspis von der Naif bei Meran. Das Steinchen
wnrde am gleichen Ort mit den zwei vorigen Nummern ge-
faoden , und so mag man es auf Treu und Glauben als antik
hiunehmen.
Wir wunschen zum Schlusse nur, dass man in Zukunft
alterthumlichen Funden in Tirol mehr Aufmerksamkeit zu-
wenden m5ge als bisher. Wie Vieles wurde vertrddelt oder
io den Ofen des Gelbgiessers geworfen, was fur Kunstge-
schichte und Arch&ologie von Wertb gewesen ware!
Diese Aufmerksamkeit zu erregen ist auch der Zweck
unserer Skitze, die von vornherein nicbt darauf aogelegt, den
Gegenstand zu erschOpfen, zuerst in der Abendpost vom
Janner 1874 erschien und hier mit mancher Beobachtung,
welcbe wir in italienischen Museen machen konnten, er-
weitert, dem Freund des Alterthums zu nachsichtiger Auf-
nahme vorgelegt wird.
Ferdinandeums-ZeitschrilL
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Zu den Ausgrabungen
auf der
alten Begrabnisstatte
Innsbruck.
Von
Johann Schuler.
-*>*Mc-
2*
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Ende Mai 1874 kaufte der Handelsmann und Haus-
besitzer Alois Malfatti einen Theil des Scherer'schen Gar-
tens, Anfangs der Hottingergasse, um fur seine hinter dem
genannten Garten befindlichen Besitzungen einen freien Aus-
weg auf die HSttingergasse zu erhalten. Der Umstand, dass
bei der Herstellung dieses Weges eine allgemeine Abgrabung
des erhohten Terrains und theilweise in der Richtung der
zu erbaaenden Grenzmauer eine Grundaushebung bis zar
Tiefe von 2*5 Meter vorgenommen werden sollte , rief mir die
Thatsache in Erinnerung , dass bereits im Herbste 1864 der
k. k. Herr Statthalterei-Archivar D. Sch5nherr im anstossen-
den Theile des Scherer'schen Gartens alte Graber mit hochst
interessanten ThongefSssen und Gegenstanden aus Bronce
geftinden und im I. Jahrgange des Archives fur Geschichte
und Alterthumskunde Tirols, 1864, S. 328 ff. beschrieben
nnd durch einen lithographirten Plan der Ausgrabungen er-
laatert hatte.
Die Eichtung der Grenzmauer, bei deren Grundlegung
nachstehende Funde gemacht wurden , k5nnte in jener Bei-
lage durch eine am rechtsseitigen Ende des Thores auf die
Richtung der HSttingergasse errichtete Senkrechte bezeichnet
werden; bei einer Lange von 15*85 Met. biegt sie recht-
winklig nach links um und lauft parallel mit der Hottinger-
gasse in einer L&nge von 4 Met., wo sie dann abermals
rechtwinklig umbiegt und parallel mit ihrer urspriinglichen
Richtung weiterlauft.
Der Boden besteht oberflachlich aus einer 0'5 bis 0'7
Met. dicken Lage von lehmiger schwarzer Gartenerde; dar-
unter liegt scharf geschiedeu eine 0*7 bis 0.85 Meter dicke
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Schichte schlammigen gelben Sandes von durchaus gleich-
massiger Feinheit und Schichtung. Ebenso scharf geschieden
schliesst sich onter dera Sande eine 1 bis 1*3 Meter dicke
Schichte von verh<nismassig feinem rdthlichen Ealkschotter
an. In gr5sserer Tiefe wird dieser Schotter immer grflber,
bis er in einer Tiefe von 4 Metern unter der Erdoberflache
in ein wiistes GerQlle von faust- und noch grosseren Kalk-
steinen tibergeht
Herr Schonherr hatte in dem erw&hnten Plane darge-
stellt, wie die Grftber systematisch so fcngeordnet waren,
dass ihre Standorte ann&herungsweise in die Ecken an ein-
ander liegender Quadrate von 8 — 9 Fuss Seitenl&nge fielen.
Ich zog nun die durch die Lage der Graber gegebenen Linien
bis zur Greozmauer, d. h. der oben angegebenen Senk-
rechten , aus, und veranlasste die Arbeiter an den betreffen-
den Punkten ganz besonders vorsichtig vorzugehen.
Dem Grabe VIII. gegenuber fand sich nichts, wahr-
scheinlich weil bei einer <ern Abgrabungdes gegen dasThor hin
abschflssigen Weges das Grab verworfen worden war. Hin-
gegen fand sich dem Grabe IV. gegenuber eine Urne. Sie
stand auf der Oberfl&che des feinen Kalkschotters mitten im
gelben Sande. Leider war sie offenbar durch den nur wenig
abgeplatteten unfbrmlichen Kalkstein eingedrQckt worden, der
urspriinglich als Deckel gedient haben mochte, und nun oben
auf der Asche lag. Ich kann daher ihre Dimensionen theil-
weise nur nach den Eindrucken angeben, die sich in dem
umgebenden Sande erkennen liessen.
Im Allgemeinen hatte sie die Form derjenigen, welche
Herr SchOnherr in der schon 5fter erwfihnten Beilage unter
I abgebildet hat, nur war sie an der W5lbung rund abge-
bogen und besass oben einen nicht gerade sondern gerundet
aufsteigenden Hals mit sehr starkem nach aussen uinge-
bogenen Rande. Ihre H5he mochte 0*36 Met, der Durch-
messer der Wdlbung 0*4 Met., der der Mundung 024 Met.
betragen. Der Boden mass 01 2 Met. Das Materiale be-
steht aus grobem Lehm mit vielen mitunter 3 — 4 mm
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dicken Kalketeinkomern gemischt; die Dicke der Scherben
betrSgt 5 — 10mm; anfangs waren sie ganz weich, sp&ter
aber warden sie fest und zeigten eioe schwarze Farbe , - nor
an der Aussenseite Bind sie bis auf 2mm rfthlich. Eine
Spur von Verzierung konnte ich ebenso wenig entdecken,
vie die einer Glasur. Die Sussere Wandung war ertrfiglich
wahrscheinlich mit Wasser geglattet, die Innenseite wellig
und wie mit dem Finger ausgestrichen. Die Urne war mit
Asche, Kohlenstacken und verbrannten Gebeinen gefftllt. Von
den Gebeinen mass kein Sttick mehr als 005 Met. in der
L&nge. Ira oberen Theile der Urne befanden sich eine
Schale nnd ein T5pfchen. Die Schale hat vollst&ndig
die Form der H&lfte einer Hohlkngel von 0*09 Met. Durch-
messer. Abgesehen von einer nnr an der Anssenseite be-
merkbaren geringen Abplattung itt ibr Boden abgerundet.
Das TBpfchen hat eine Hflhe von 65 mm, der Boden misst
45mm, die weder nach aussen noch innen gebogene Miin-
dung 82 mm, die Wanddicke 3—4 mm. Die Seitenw&nde
sind fast ganz gerade. In gleicher Hfthe mit dem obern
Rande befindet sich ein knnstloser Henkel, der knapp einem
Finger Raum bietet. Das Materiale der Schale sowohl, wie
des TSpfchens ist zwar etwas feiner als das der Urne , jedoch
immer noch als ^rob jzn. bezeichnen. Ebenso scheint mir
Form and Glattung auf reine Handarbeit hinzudeuten. Beide
waren sehr locker nnd nnvollstandig mit Asche gefiillt.
Ich hatte vermuthet, irgend welche Bronzegegenst&nde
za finden and siebte deshalb sowohl die Asche wie den in
der n&chsten Umgebang liegenden Sand, konnte aber nnr
ein 16 mm langes and 5 mm weites, nach einer Seite hin
etwas konisch zalanfendes Rdhrchen finden, welches ganz zu
Grunspan geworden za sein schien.
Im weitern Verlaufe der Aasgrabung bis zur ersten
rechtwinkligen Abbiegung der Mauer fand sich nichts, ebenso
in dem mit der H5ttingergasse parallel verlaufenden Theile;
als aber nach der abermaligen Abbiegung der Mauer weiter-
gegraben worde, stiessen die Arbeiter in einer Entfernung
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von 16 Met. senkrecht unter dem Grabe VlLL in einer Tiefe
▼on 1*5 Met. auf zwei ungleichgrosse Umen, die ganz
nahe nebeneinander standen. Beide waren unmittelbar von
dem feinen rSthlichen Kalkschotter eingeschlossen und &hn-
lich der frflheren nur mit einem unfftrmlichen Kalksteine be-
deckt, der leider auch sie ganz zerdrttckt hatte. Der leh-
mige gelbe Sand fehlte bier ganz nnd da der Kalkschotter
locker war and leicht zasammenrieselte , konnte ich bei der
ganzlichen Zertrtimmerung der Urnen nur so viel feststelleo,
dass die grOssere derselben hOchstens 0*25 Met. hoch ge-
wesen sein kann ; der Durchmesser der grOssten Ausbauchung
Gbertraf die Hflhe gewiss um mehr als 0*1 Met Der Hals
scheint sehr kurz nnd die Ausbiegung des oberen Randes
eine geringe gewesen zu sein. Der Boden misst O'll Met
im Durchmesser. Die Seitentheile verlaufen fast geradlinig.
Henkel fand sich keiner. Die Oberflftche ist leidlich glatt
und ohne Verzierung; die Dicke im Verhaituis zur grossen
Ausdehnuog geriog. Das Materiale ist grob, roh gearbeitet
und unvollstandig gebrannt, nicht viel besser als bei der
frQher besprochenen. Inoerhalb dieser Urne fanden sich
mitten in der mit Kohlen und verbrannten Gebeinen ge-
mischten Asche 2 Schalen. Die gr5ssere ist 55 mm hoch
und misst unten 90 oben 150 mm im Durchmesser; ihre
Seitenw&nde sind gerade. Die andere ist 55 mm hoch und
misst unten 40 mm; die Mftndung ist nach einer Richtung
97 mm, nach der andern 10 1°*™ weit; der Rand ist uneben,
die Seitenw&nde convex, der Boden innen erhaben.
Die zweite Urne war ganz zertrfimmert, doch hatte sich
in der Asche derselben ein N&pfchen erhalten, welches
dem, welches Herr Schonherr in der Beilage in Fig. a ab-
bildete, sehr fthnlich ist. Es ist 72 mm hoch, die grdsste
Ausbauchung misst 95 m™, die Halsweite 52 mm, der Boden
30 mm, der ziemlich gerade aufsteigende Hals mit dem sanft
ausgebogenen Rande 25 mm. Um die W5lbung zieht sich
eine Verzierung, die sich von der in Fig. a abgebildeten nur
daduroh unterscheidet, dass die Spitzen der Dreiecke nach
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aufWarts gerichtet sind. Materiale und Form sind feiner als
bei den andern Gef&ssen , die Farbe aber ebenfalls schwarz.
Unmittelbar neben dem Napfchen lag eine einseitige
Schale ohne Henkel. Der Durchmesser des Bodens betragt
50 mm, der Mundung 130 mm, die gerade Seitenwand misst
an einer Seite 70mm, an der gegeniiberliegenden 60 mm.
Dieses Doppelgrab befaod sich an einer Seitenwand des
aosgehobenen Grabens; durch den zufalligen Einsturz der
gegeniiberliegenden Wand kam in einer Entfernung von
0*6 Met. noch ein Grab zum Vorschein , in welchem ich nur
die gewdhnliche Asche nnd eine grob gearbeitete 90 mm hohe
und 90 mm breite Schale aus demselben schwarzen Thone
wie die fruheren finden konnte.
Im weiteren geradlinigen Verlaufe des Grabens bis auf
7 Met. kam nichts mehr zum Vorschein.
Sammtliche Gefasse , die sich mit Ausnahme der Urnen
fast vollst&ndig erhalten haben, iibergab ich dem Laudes-
museum. Nur die halbrunde Schale tiberliess ich einem
Freunde. Zum Schlusse erlaube ich mir noch folgende Be-
merkungen.
Weder in unmittelbarer Nahe der Graber, noch sonst
irgendwo zeigte sich die geringste Spur davon , dass der Ver-
brennungsakt an Ort und Stelle vorgenommen wurde. Es
ist dies um so sicherer, als wenigstens in der Richtung von
Nordwest bis Ostnordost an den verschiedensten Stellen bis
auf eine Entfernung von 25 bis 30 Met. der Boden mit-
unter auf eine Flache von 16 bis 20 Quadr.-Meter und 3
Meter Tiefe aufgedeckt wurde. Es liess sich ferner weder
bei dem ersten noch bei dem letzteren Grabe in dem un-
mittelbar fiber den Urnen gelegenen Bodendurchschnitt nick-
sichtlich der Schichtung und sonstigen Beschaffenheit die
geringste Aenderung im Vergleiche zu der Umgebung be-
merken, so dass mir unwillkiirlich der Gedanke kam, dass
zu jenerZeit, in welcher die Gefasse in den Boden versenkt
wurden, die jetzt bei 3' tiefe Humusschichte noch nicht vor-
baoden war, sonst hatten bei dem Wiedereinfullen der Grabes-
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Offnung doch wohl nothwendiger Weise auch Theile des oberen
Erdreiches mit hinunterfallen rmissen, was bei der auffallen-
den Farbung und Struktar des gelben Sandes und des r6th-
lichen Kalkschotters, der noch bei 06 Meter tief ftber den
Grabern liegt, sich hatte bemerkbar machen miissen. An-
dererseits steht aber auch fest, dass seit jener Zeit eine
neuerliche Anschwernmung von Sand oder Kalkger5lle an
dieser Stelle nicht raehr stattfand.
In keinem der Graber fand sich irgend ein Mauer-
werk, es waren uberhaupt mit Ausnahme des einzelnen
grossen Steines von 0*3 Met im Durchmesser, der alle-
mal oben auf der Asche lag, keine gr5sseren Steine in der
Umgebung.
Die den Inhalt der Gr&ber bildende Asche war durch-
wegs weisslich gran, ausser den Kohlen- und Knochen-
stuckchen fanden sich nur vereinzelt kleinere schwarzbraune
Knollen, die ich fur vermodertes Holz hielt.
Auffallig kam mir endlich noch vor, dass mehrere von
den Schalen und besonders den Topfchen nur theilweise mit
Asche gefullt waren. Dieser Inhalt war sehr locker und
auffallend fein und fettig anzufuhlen. Soil ten diese kleinen
Gefasse vielleicht urspriinglich oben auf die Asche der Urne
gestellt und mit Milch, Blut von Opferthieren , Fett oder
dgl. gefullt gewesen sein?
Mit Ausnahme des erwahnten kleinen Rdhrchens war
durchaus kein Metal Igegenstand zu finden. Nach dem theil-
weisen Einsturze der Seitenwand bei dem letzteren Grabe
fand ich wohl einen kleinen Hacken, wie es schien, aus zu*
sammengedrehten Dr&hten in der Form eines ? ganz mit Griin-
span bedeckt, doch bin ich nicht sicher, ob er nicht aus
einer h6her gelegenen Stelle heruntergefallen war.
Endlich bemerke ich noch, dass ganz ahnliche Bronze-
nadeln wie die , welche Herr SchSnherr in den andern Gra-
bern fand, h&ufig in den Pfablbauten der Schweizerseen vor-
kommen; ebenso verhalt es sich mit den Bronzemessern, die
mit den aus dem Pfahlbau bei Estavayer am Neuenburger-
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tee fast ganz Gbereinstimmen. *) Die Urnen, Schaleo und
Tdpfcben stimmen bezflglich des Materiales und der Bear-
beitung der Haupteache each mit denen liberein , die man in
den schweizerischen, baierischen und 5sterreichiscben Pfahl-
baoten nnd zablreichen prfthistorischen Tumulis and ebenen
Gr&bern Oesterreichs and Norddeutschlands gefunden bat.
Wirklich iiberraschend ist aber die Aehnlichkeit , welche die
im hiesigen Garten gemachten Funde sowohl mit Bezug auf
Materiale, Bearbeitung, Form nnd Verzierung, als auf den
Iobalt, die Verh<nisse des Bodens, in welcbem sie vor-
kommen , nnd die systematiscbe Anordnnng mit denen haben,
die vor einigen Jahren auf der alten Jtegr&bnisst&tte bei
Rossitz in B5hmen gemacht warden. Vergl. F. Freiherr
y. Andrian: Ueber eine alte Begrabnisst&tte bei Rossitz in
BOhmen, im I. Bde. der Mittheilangen der anthropolog. Gesell-
schaft in Wien 1871, S. 227 ff.
*) Keller, Mittheil. der antiq. Ges. in Ziirich. Bd. XIII. Ahth. 2.
Hft. 3. T*f. V. Fig. 19.
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Die
Tiroler WappenMcher
im Adelsarchive
des
V. k. Ministerium des Innern zu Wien.
Mitgetheilt
Hugo von Goldegg.
I. TheiL
-&£$*&-
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Vorliegende Arbeit, urspr&nglich nur zu dem Behnfe
zusammengestellt, einem im Entstehen begriffenen heraldisch-
geoealogischen Werke uber Tirols und Vorarlbergs Adels-
geschlechter neue Nahrung zuzufiihren, verfolgt auch jetzt,
gekfirzt und des heraldischen Schmockes beraubt der Oeffent-
lichkeit fibergeben, lediglich nur den Zweck, sowol als Theil
der geschichtlichen Abtheilung dieses Jabrbuches als auch als
Materiale zur Durchforschung tirolischer Zustftnde im sechs-
zehntenund siebzehnten Jahrhuqderte als bescheidenerLticken-
busser zu dienen. Trotzdem gibt sich der Sammler nachstehender
Eegesten, so trocken der Inhalt derselben auf den ersten An-
blick hin manchem Leser auch erscheinen mag, der Hoff-
nung hin, dem tirolischen Culturhistoriker immerhin An-
haltspunkte genug geliefert zu haben , urn uber das Hofleben
der letzten in Innsbruck residirenden LandesfUrsten und
einige mit demselben eng verschlungene PersSnlichkeiten mehr
Licht verbreiten zu konneo.
Leider ist keine Periode tirolischer Geschichte so stief-
mutterlich behandelt worden, wie gerade die Zeit der letzten
selbststandigen tiroler Landesregierung , welche, von gering-
fugigen Unterbrechungen abgesehen, uber ein Jahrhundert
(1564 — 1665) gedauert hat. Mit Ausnahme einzelner
gr5sserntheils in frftheren Banden dieses Sammelwerkes, in
den f&nf Banden des seither leider eingegangenen ^Archive
fur Geschichte und Alterthumskunde Tirols a und in ver-
schiedenen Zeitschriften zerstreut abgelagerten Abhandlungen,
Beda Weber's fiberschwenglichen Buches „ Tirol und die Re-
formation", Adam Wolfs verdienstvoller Monographie^ Lucas
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— 32 —
Geizkofler" uDd der diesen Zeitraam behandelnden Ab-
theiluugen der wenigen completen tirolef Geschichtswerke
Seel*s, Zoller's, Thaler's und namentlich Egger's ist kaum
eine bedeutendere einschlagige Pablication zu verzeichnen.
Das Materiale zur Specialgeschichte dieses Zeitraumes
liegt noch meistentheils brach in den Archiven, und so ist
es wol an der Zeit, damit zu beginnen, es endlich an's Tageslicht
zu fordern. Zu derlei Archivalien z&hlen eben auch die der vor-
liegenden Sammlung zu Grunde liegenden unter dem Namen
„Tiroler Wappenbiicher" (T. W. B.) bekannten, aus
funfzehn dickleibigen Foliobanden bestehenden Saalbucher im
Wiener Adelsarchive , welche die leider nicht in streng chro-
nologischer Ordnung zusammengebundenenConcepte von Wap-
penbriefen , Pradicatsverleihungen und StandeserhOhungen,
womit tirolisch-5sterreichische Landesfursten verdiente Manner
und Giinstlinge begnadet, enthalten.
Die ersten eilf Bande umfassen die Regierungszeit Erz-
herzogs Ferdinand, welcher den ersten Wappenbrief im
kdniglichen Schlosse zu Prag am 7. Februar 1565 fertiget
(Nr. 1) und das letzte Diplom zu Innsbruck, den 17. No-
vember 1594, kurz vor seinem am 24. J&nner 1595 erfolgten
Hinscheiden, verleiht (Nr.993). Dann zeigt sich, mit Aus-
nahrae eines vom Erzherzoge Mathias, welcher ein halbes
Jahr nach Ferdinands Tod, um im Namen des Kaisers
Rudolf II. und des gesammten Erzhauses die Huldigung
des Landes entgegen zu nehmen , nach Tirol gekommen war,
am 15. Nov. 1596 ausgestellten Wappenbriefes (Nr. 948)*),
eine mehr als siebenjahrige Liicke, die dadurch entstanden
ist, dass die ober- und vorderosterreichischen Lande nach
dem Hintritte Erzherzogs Ferdinand dem Kaiser selbst als
oberstem Landesherrn huldigen. mussten, die kaiserlichen
Diplomsconcepte aber nicht den tirolischen SaaMchem son-
*) Unter Nr. 947 a u. 948 a and b habe icb auch drei ddo. Innsbruck,
1. und 20. November 1596 vom aelben Erzheriog dem nacbmaligen
Kaiser Mathias gefer/igte Diplome beigefiigt.
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^ 33 —
fa ^eicha- od^r Hofkanzlei-Acten einverleibt wur-
#* J)er "XT*- ™d der XIII. Band begreifen den Zeit-
j^ 'D sicl*„ ^rBhrend welchem Erzherzog Maximilian der
**& * und X>eut8chniei8ter als Gnbernator nnd dann als
Jobber I^auadesftrst regierte (Diplome vom 27. Juli 1602
i^^n 23. I>€ceml)er 1618), der erste Theil des XIV.
\fo + QFol- 1- — ^®) wnft^^ die Zeit Erzherzogs Leopold
^^ie vom -*. Juni 1619*) bis znm 12. August 1632),
^\*\SEfce Theil desselben Folianten (Fol. 221— Ende) nnd
** fcrftoag des XV' Bande8 (Fo1 !— 132) ftber *• der
* tjwettogiti-^'itwe Claudia, welche w&hrend der Minder-
•"YatoWfc Uwrer SCflne unter der Obervormundschaft der beiden
leaser Feidinand n. (+ 1637) und Ferdinand III. die Ztigel
derUe^erung White (Diplome „Wir Ferdinand H. (resp. HI.)
und Claudia* vom 4. Februar 1634 bis zum 24. October
1643), die weitere Folge des XV. Bandes (Fol. 133—877)
die Zeit Erzherzogs Ferdinand Earl als selbstst&ndiger
Landesregent (Diplome vom 23. Mai 1646 bis zum 22. Sep-
tember 1662) und endlich der Schluss dieses Riesenbandes
(Fol. 818^-Ende) die Zeit des Erzherzogs Sigmund Franz
(Diplome vom 14. J&nner 1663 bis zum 11. Juni 1665),
welcher, der letzte Mannssprosse der toterreichisch-tirolischen
Nebenlinie, am 25. Juni 1665, vergiftet duroh seinen Leib-
ant Agricola, die Reihe der zu Innsbruck residirenden
LandesfBrsten beschloss, worauf Kaiser Leopold L Tirol und
die Vorlande wieder dauernd mit den iibrigen Erblanden ver-
ebigte, nachdem duroh den Wortlaut des westf&lischen
Friedensschlussinstrumentes aus diesem L&ndercomplexe be-
reits 1648 das Sundgau (Pfirt), Oberelsass und Theile von
Niederelsass an Frankreich verloren gegangen waren.
Fur jetzt beschr&nke ich mich auf die Bearbeitung der
•fiegesten der ersten eilf B&nde, d. h. der w&hrend der Be-
gierungszeit Erzherzogs Ferdinand II. ertheilten 1250 Di-
•) Ein am 15. Mai 1618 miter Erah. Ifaximillana Regiernng con*
^ipirtet, ent am 4. April 1619 rom Enh. Leopold gefertigtes Adels-
«mplom encheiiit berettt im XUL Bande, FoL 768.
Ferdinandeami-Zeitiehrift. 3
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— 34 —
plome*). Sie bestehen aus allerleiStandeserh5hungen undFrei-
heitsverleihungen an Adelige und Nichtadelige, worunter die
Ertheilungen von bttrgerlichen Wappen mit oder ohne dem
Rechte der Lehensf&higkeit („Wappenbriefe mit* oder ohne
ftLehenartikel") den Hauptstock bilden, weiters aus einer
Wappenbesserung fur das adelige Hallerstift (Nr. 1026),
einer Wappenverleihung an den Flecken Sipplingen (Nr. 569)
and einer an die Pfarrei zu Villanders (Nr. 1151), endlich
aus ein paar andern wol nur aus Versehen hier eingeffigten
Urkunden (Nr. 480, 523 und 1098).
Viele Concepte mSgen wol verloren gegangen sein. Bei-
spiele, wie man in alteren Zeiten mit derlei Papieren ver-
fahren, liegen sub Nr. 990 bis incl. Nr. 992 vor, bei wel-
chen defecten Stiicken das betreffende sammt dem Schluss-
blatte fehlende Datum nur angegeben werden konnte; weil
es bei jedem Stiicke, freilich oft differirend, am ersten Blatte
wiederholt erscheint. Daraus allein erkl&rt sich, dass von
den funf tiroler Erz&mtern, welche der prachtliebende Erz-
herzog den bereits vordem bestandenen funf andern beizu-
f&gen far gut fand, in den „Tiroler Wappenbftchern* nur des
einzigen 1578 neugeschaffenen Erblandjfigermeisteramtes Er-
wahnung geschieht. **) Ebenso m6gen manche Adelsdiplome,
manche Wappen- und Prftdicatsverleihungen in den Reihen
der Regesten fehlen. ***) Immerbin bleibt eine stattliche An-
zahl frir tirolische und vorderdsterreichische Genealogie und
Heraldik unl&ugbar wich tiger Documente beisammen, aus
welchen ich derjenigen in Ktlrze noch zu gedenken mir er-
*) Dass die Regestennnmmern nnr die 2ahl 1248 erreichen, ent*
springt einem Versehen, welches nur dadaroh wieder gatgemacht wer-
den konnte, dass die beiden Nnmmeta 500 nnd 950 je iwei Urkunden
(500, 500 a, 950, 950 a) umfassen.
**) Die Yerleihnngen der ubrigen dnrchwegs 1568 creirten Landes-
erb&mter sind andern Quellen entnommen nnd inr Yerrollstandigung
hier an passender SteUe eingefiigt worden snb Nr. 49 a. nnd 51a.
***) Solcher Yermissten habe ieh mien bereits dnrch Einfi&gnng der
Nummern 30 a, 947 a, 948 a, 948 b, 984 a and .990 a angenommen.
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- 35 —
lanbe, welche fur die Adelsgeschichte der Lender Erz-
herzogs Ferdinand Werth za haben scheinen:
I. Die Verleihung des Erblandjagermeisteramtes in Tirol
an das Geschlecht der Schurff za Sch5nwerdt (Nr. 417).
II. Vier Freiherrn- und Herrnstandsverleihungen an
Franz Welser (Nr. 24), des Efzherzogs Schwiegervater,
dessen Nachkommenschaft erloschen ist, an Johann Wel-
linger von Ferchingen mit dem Titel eines Freiherrn zu
Schneeberg (Nr. 41), welches Geschlecht 1771 bei seinem
Aussterben die namensverwandten noch blahenden Freiherren
ton Schneebnrg zu Erben eingesetzt, an Jakob von Boy-
mund znPayrsberg(Nr.62), dessen letzterweiblicherSprosse
im Grafenstande erst unlangst den Stamm beschlossen hat,
und an die Brfider Anton und Hanns Heinrich v. Brandis
za Leonburg und Vorst (Nr. 464), deren letzterer ein Ahn
der noch blfthenden Grafen gl. N. ist.
in. Siebzig Palatinats-, Prfidicats- and Rotwachsfreiheits-
Verleihungen, Wappenvermehrungen and Wappenbesserungen,
Adelsbest&tigungen und Freisitzerhebungen fax die sich bereits
im Adelstande befindlichen: Aichner vonPaschbach (nachher
Aichner von Aichberg, welche die „Bestatigunga darch die
irrige Angabe, von den bereits 1586 erloschenen Aychnern
zaRametz abzustammen, offenbar nor erschlichen haben), B if 1
von and za Mossburg, Gapriana, Castelleti Herren zu
Nomi (spaterhin Grafen, nun todt), Gazin, Ellinger von
Elling, Eyrl, Freundt (oder Frundt), von Freysing zu
Aichach, Gadolt von Selosshausen, Geyrpiihler von und za
Rainfels, Giovanelli von Gersburg (in alterer Schreibart Zua-
nell, Joannelli, die im Grafen- and Freiherrnstande bliihende
tirolische Linie), von and za Goldegg, Graber von Gra-
benstein, Guareschi (Quaresci), Herter von Hertler,
Eeyrling za Winckl, HSrtmair (Hiertmair) von H5r-
tenberg, Hildteprandt von Edlhausen, Hipp von Re-
mingshaim, von Hirschau zu Hirschegg, J&ckhlin von
und zu Hohenrealt, Janard, Jonas von Buch, Kirch-
mair von Ragen, von Kfiepach zu Ried, Lanser von
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— Sft —
Moos (aus welchem Stamme iibrigens eine andere gleiches
Stammwappen fiihrende Linie 1593 in unadeligem Stande
lebte, Nr. 1227), Leopold von und zu Schwarzenhorn,
Lioffelholz von Kolberg (jetzt freiherrlich), Lustrier von
Liebenstein, Man ichor (Manincordi) von Casez (daraus eine
freiherrliche Linie 1790 4Tloschen), Maschwander von und
zu Schwanau, Mirana, Mitterhofer zum Freyenthurn,
Mohr von und zu Liechtenegg (friiher Mor zu Sibenkirchen,
das noch bliihende Grafengeschlecht), Mor (ein anderes mir
unbekanntes Geschlecht mit geviertetem Schilde, im ersten
und vierten goldenen Felde je ein Mohrenkopf mit schwarz-
goldner Binde, im zweiten nnd dritten schwarzen Felde je
ein goldener Greif, auf dem gekr5nten Helme der Mohren-
kopf, Decken schwarz und golden), Mor zn Sonnegg, von
Mornberg zn Jaufen (1746 erloschenes Grafengeschlecht),
von Parmatin zu Ratzetz, Pilati (ein von den jetzt im
Grafen-, Freiherrn- und Adelstande noch bliihenden Pilati
von Tassul ganz verschiedenes Geschlecht, welches einen von
Geld und Rot gevierteten mit einem blauen Querbalken be*
legten Schild gefuhrt), Freisassen von und zu PI a wen, von
Prittschwi tz (Britschwitz), Wettin (die sich nachhin mit
Weglassung ihres Stammnamens nur Edle und Ritter von
Rafenstein genannt), von Rauchenberg, Recordin
von Neun (spSterhin Grafen), Re utter von und zu Kalten-
brun, eine adelige Linie der Rottenbuecher von Rotten-
buech, Ruedl von Ruedlsperg, Ruepp (wahrscheinlich die
Vorfahren der 1768 erloschenen Grafen Ruepp zu Flins-
bach), Sagmaister von Sagburg, von Sal a (spater Frei-
herren?), von Saltz, Sattlberger von Schickenburg, de
Sbardelatis, Schmid von Grfienegg , Schnabl von
Sch5nstain, Schrenck von Notzing (in freiherrlichem
Stande bltihend), Schiiestl von und zu Lichtenthurn, von
Seebach, Freiherren (nachhin Grafen) zu Spaur und Va-
I5r, von und zuStachlburg (1809 im Mannsstamme und
1860 ganzlich erloschenes Grafengeschlecht), Slaigerwal-
der von und 2U Sprengeustain, Undterperger, vonYelss
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— 37 —
(zu Pirschhehn, erioschen als Freiherren), Viloss, Weigele
(JUterer Zweig), Freiherren (nachher Grafen) zu "Welsperg
und Prim5r, von "Winckhelhofen zu Engl5s (dann theil-
weise freiberrlich) , Zach nod Zottl von Griesenstein.
IV. Hundertundzwei Adelsdiplome („Adelsfreiheitsa-
Yerleihnngen) fiir die Andre von Neundorff, Atzenholtz
genannt Wachsler, Baltern von Neubau (ursprtlnglich
•Walter oder Walther von und zu Neuenpau), Barthold,
Bertolf, Bollt, Bonomo, Burglehner*), deCavale-
riis**), Ceschi (jetzt Freiherren), von. Crosina (als
Freiherren erioschen), Diepoldt, Dietz von "Weiden-
herg***), Ebner, Egger (haben mit deu gegenw&rtig
in Tirol blQhenden Adelsfamilien gleichen oder Shnlichen
Namens nichts gemein), Ehrhardt (aus Augsburg, er-
ioschen), Endorffer, Endrigi, von Enzenberg (deren
Nachkommen die jetzigen Grafen) , von Ettenhard,
Eyring, Farcher, Faustner, Feckhtner (sp&ter
FBekhtner von und zu Windegg), de Ferrariis
(aus Roveredo und Ala), de Ferrariis (aus Trient), de
Ferraris (aus Sacco), Finenz, Gall von Ansiedl und
Teisegg, Ghebel (oder G6bel), Girardi de Castellf),
Godl, Grebmer von Wolfsthurn, Haid von und zu Hai-
denburg, Hartman, Holtzapffel, Hueber, Hueber zu
Maur (als Freiherren erioschen), Hueter, von Hurlach,
In der Maur von und zu Strelburg (sp&terhin theilweise
freiherrlich), Jager von und zu Pirchenberg, Jenewein,
*) Der Sohn des Adelserwerbers war der als tirolischer Historiker
bekannte oberffsterreichische Kanzler Mathias Burglehner.
•*) Der geadelte Joannei de Caraleriis war jener Priester, welcher
1557 insgeheim die Training Erzherzogs Ferdinand, seines Beichtkindes,
nit Philippine Welserin rollsogen hatte.
***) Der geadelte Konrad Dietz t. Weidenberg war der Uebersetzer
und Heransgeber der Gerard de Boo'schen „Annales".
t) Warden 101/, Jahre ror ihrer Adelang erst mit einem Wsp.
pen begnadet, nngeachtet sie sich nachher gleich so rielen neuern Ge-
sehtoehtern eines gam fabelbaft alten Adels zu rohmen wossten, — sind
spltexhin baronisirt warden.
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Jurgitsch, Khembter (andern Stammes als die bluhen-
den Kempter von Riggburg), Khofler (aus Brixen, der
Heimat mehrerer Adelsfamilien gleichen Namens), Klftsel,
Kolumbin, Kribl, Lang, Laturner von Thurn, Lein-
senman, Leyss von Laimburg, Lingahol, a Martinis
(die jetzigen Grafen Martini von Griengarten und Neuhof
in Calliano), Meyrl (nicht zu verwechseln mit bltihenden
Geschlechtern Shnlichen Namens), Oberhofer, Pardeller,
Passoto, von Pendt, Pentzinger, Pintzner, Pockh
von und zu Arnholtz, P5gler, Ptichler, Puntele, Pundt-
schin, deQuadria von Laimegg, Rainold von Baben-
woll, Reichart, Rentz, Riess, von Rorif zu Rainau,
eine Linie der Rottenbuecher, Ryss zu Sterzing (jetzt
bekannt als Freiherren von Risenfels), Sardegna von
Mozatis (als Sardagna von Hohenstein im gr&flichen, frei-
herrlichen and Adelstande bluhend), Schardinger, Schep-
pelin, Schuelpeckh von Merenstain, Seydeman, So-
meda von und zu Claremont, Spezalanza, von Sprin-
zenberg, Starckh, Syrena, T&ndl, Thalhamer von
Thalegg (als Freiherren erloschen), Tinsel, Underviseher,
Unverdorben, de Vastis, Vescovi (sp&terhin theilweise
gefreit mit dem Pr&dicate von Ulzbach), Vintschger (deren Nach-
kommen, um nicht mit einer andern 1669 geadelten Linie ver-
mengt zu werden, mit kaiserlicher Genehmigung seit 1674 den
Namen Ritter von Vintschgau fQhren), Wagner von
Bintzenheim, Walser, Weigele (jtiogerer Zweig), Wey-
man, Wild von Sterzing (nachhin bekannt als von und zu
Wildenburg), Witz, deZenonis (aus Italien), Zinn von
Zinnenburg (nachherige Freiherren) und Zuppini.*)
V, Endlich Wappenverleihungen , Wappenbesserungen
und Vermehrungen an Stammvater von Familien, welche erst
in der Folge den Adelstand erlangt haben, so u. A. an die
Adam, Albmair, Althamer, Bartl (von Sommersberg),
*) Za erw&hnen 1st hier noch der sab Nr. 947 a und 948 a einge-
schalteten Adelsdiplome Enhenogt Mataiai fiir Paul Alber yon Ehren-
treuts and Gteorg Haeber.
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— 39 —
Ebner, Fencher, Franzi n (auch Freiherren von Zinnenberg),
Freytag, F r 6 h 1 i c h (von Fr5hlichspurg, j ftngern Stammes),
Gaun, Goldrainer, Hueber, Job, Kerschbaumer,
Rolb (so sehr man es auch verstanden hat, die bereits
zu Beginn des 15. Jahrhonderts ausgestorbenen nradeligen
Kolben als Ahnen dieses Geschlephtes zu preisen), L archer,
Plankenstein, Platter, Prez, Prig), Prngger, Rea-
per ger, Rigoss, Boschmann, Ratter, Schgraffer,
St5ckl, Triangi (die Grafen), Tschitscher, VerdToss,
Wallpach, Walther, Wentzl (auch Freiherren von
Sternbach), Werndl, Wiesenegg, Wohlgemuth,
Zieglauer, Zfircher etc.
Auffallend ist in den Adelsdiplomen Erzherzogs Ferdi-
nand, dass durch keines derselben der „ritterm&ssige"
Adelstand verliehen worden *). Offenbar betrachtete man da-
mals die Vergebung dieser Adelswfirde als alleiniges Vorrecht
des Hanptes des heiligen r5mischen Reichs.
Dass es im sechszehnten Jahrhunderte noch keinem
Vernfinftigen einfallen konnte, die heutzutage so unsinnig
missbrauchten WSrtchen „vona und „zua als adelige Ehren-
w5rter zu betrachten, ist zur Genuge bekannt; sie drtickten
eben einfach Besitz oder Heimat aus und wurden zu solchem
Zwecke von nichtadeligen Personen mit ebensolcher Berech-
tigung gefuhrt wie von adeligen. Beweise dessen finden sich in
diesen Regesten nicht selten (ich verweise auf die Nummern
319, 369, 483, 589, 673, 848, 1055, 1136) und kommen
noch heutzutage in unsern heimischen Thalern, sonderlich an
der Westgr&nze unseres Landes und im Vorarlberg'schen
*) Den modernen erblichen „Ritter ronu- Stand mit den obli
gaten xwei Helmen kannte man zur selben Zeit noch nicht. Er ist erst
Ende des 17. Jahrhunderti in Oesterreich er fan den worden. Bis zur
Zeit des Verfalls des Ritterthums gait jeder Adelige fur ritterbtirtig,
d. h. dnrch Gebnrt xum Ritterschlage beffthigt, and anter Ritterstand
Terstand man den gesammten niedern Adelstand (Edelknechte, milites)
im Gegensatze ram Herrenstand (nobiles, domini). Sieh daruber „Der
Bitterstand" in der Wiener heraldisch-genealogischen Zeitsehrift, III. Jahr
gmg (1873), S. 185.
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— 40 —
biirgerliche tind b&aerliche Geschlechter vor, denen es nicht
einmal der in Adelstitulaturangelegenheiten so feinf&hlige
selige Hofrath X. hatte verwehren k5nnen, das altherge-
stammte ,vona ihren Familiennamen vorzusetzen, so den
Vonbank, Vonbun, von Ptttz, von Spinn u. m. A. Noch
haufiger flndet sich das „aa, 9dea, »del* and „dala bei
Italienern nnd Ladinern (Nr. 47, 128, 249, 271, 289, 329,
484, 493, 510, S57, 712, 735, 772, 810, 1066, 1113).
Nen mag aber manohem Leser sein, dass Nichtadeligen
selbst wirkliche Predicate anstandslos verliehen warden;
wir finden sub Nr. 43, dass dem Hanns Werdaloss nebst
einem nenen Wappen der Titel „von Alber*, nnd sub
Nr. 476, dass dem Leonhard Schiesser nebst Vermehrnng
seines Wappens mit dem Wappen eines erloschenen Adels-
geschlechtes das Pr&dicat „von Andermansperg* verliehen
worden sei, ohne dass in beiden Diplomen die Verleihnng von
Boffenen Turnierhelmen* oder sonstigen adeligen ,Freiheitena
eine Nobilitation erkennen liesse.
Ein eigenthQmliches Licht auf jene alten gnten Zeiten
werfen die Merit en der Begnadeten, wenn nicht in der
Kegel so doch in sehr vielen Ansnahmen. Dass der Lflwen-
antheil der landesfiirstlichen Gnadenfulle die Hofbeamten,
Hofcaplane, Hoflieferanten , Hofbedienten nnd Hofschranzen
jeder Art mitsammt der gaozen bezuglichen Sippschaft traf,
findet wol Jeder bei nur fllichtigem Durchbl&ttern dieser
Sammlnng herans, geht man aber anf die Einzelnheiten der
Diplome, deren Wortlaut naturlich hier nicht wiedergegeben
werden konnte, n&her ein, so uberk5mmt einen ein ganz
eigenes GrefUhl, so echt katzenj&mmerlich zwischen Wehmuth
und Heiterkeit schwankend. Mag man sich noch so ehr-
fdrchtsvoll bengen vor der Gottesgelehrtheit, heiligm&ssigem
Wandel und selbstloser Hingebung an das Himmlische,
welohe sogar einen aus W&lschland importirten Franciscaner-
mSnch sammt seinen - Vettern in den Adelstand gehoben
(Nr. 1148), vor all den ruhmwurdigen Thaten, welche mit
dem Schwerte in der Faust vollbracht worden sind in Hun*
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- 41 —
gam gegen den christlicben Erbfeind, vor der Dieostes-
beflissenheit pffichterffillter Beamten^vor der Treue ehren-
wertfaer Diener, — Iftcheln muss man doch beim Durchlesen
des von Pendt'schen Adelsdiploms (Nr. 1095), worin der
Besnch des h. Grabes zu Jerusalem als einer der Haupt-
verdienste des geadelten Kammerdieners der fiberfrommen
zweiten Gemalin des Erzherzogs, der nachmaligeo Kloster-
frau Anna Juliana gepriesen, oder des Piichler'schen Adels-
diploms (Nr. 463), wodurch dem Simon Puchler, welcher
ausnahmsweise nicht einmaJ mit dem ftblichen „ Vnser lieber*
angesprochen erscheint, Adel und Wappen einfach „aus
sonndern Vns darzue bewegenden Vrsachen" taxfrei „von
Newemtf verliehen wird. Den Grand der Adelung notirt
una aber der Concipist, dem die Verleihnngsart doch gar zu
unmotivirt erschienen sein mag, am Rande unter dem Namen
des PQchler mit den vielsagenden Worten „Herrn Georgen
Fuegers yetzig Hausfraw Vatters Adelsfreiheit". Der reiche
Herr Georg Fiieger wollte eben eine Hausfrau aus edlem
Geschlechte, nachdem die Mesalliance bereits vollzogen war,
und so wurde — was dem Einen recht, ist dem Andern
billig — Ffiegers Schwiegervater zum Edelmann, just so wie
ein Duzend Jahre vorher des Erzherzogs Schwaher Franz
Welser zum Freiherrn geworden. *) Einzig aber steht die
BegrQndung der Wappen- und Lehensfahigkeitsverleihung an
den erzherzoglichen Thiergfirtner zu Ambras Hanns P e sen-
dor ffer da (Nr. 938): Am 1. Juli 1593 verleiht Erzh.
*) Nach St. t. Mayrhofen war obiger Georg Fieger ron Hirech-
berg and Scheidenstein, Pfandsinhaber der Hemchaft Imst, O. Oe. Kam-
merrath and Salzmayr in Hall, geb. 1528, riermal rerehlicht, and swar
mit 1) Elisabeth Weitmoserin, 2) Catharina Pichlerin v. Weitenegg, 3)
Anna Catharina t. Liechtenstein, 4) Agnes Freiin v. Pacheim, sp. 1584.
Daas die ureite Hausfrau Catharina ursprftuglich nichtadeligen Standes
war and nicht dem altadeligen bereits im 16. Jahrhanderte erloschenen
Stamina der Puchler yon Weitteneokh, die ein ganz anderes Wappen
gefuhrt, angehOrt haben kann, erhellt aus Obigem. Yon ihr stammen
tie noch lebenden letsten 3 Grtfinen Fieger von Hirschberg in Iinx ab<
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— 42 —
Ferdinand demselben wegen der Dienste, die er von Jugend
auf erzeugt und bewitsen, „vnd darummen zn genedigister
erkhantnus auch aus der Vrsach, dass Er vm solcher Zeit
seines Dienens ainen Hirschen von Jugent an, solohermassen
abgerichtet vnd gewenet, dass Er sich Satteln vnd Zeimen
lass en, vnd Er Pesendorffer denselben etlich raalen also ge-
sattelt vnd gezainet ffir vnser Person vnd gar die fdrstlich
Tafel fiber stiegen geritten, Item dass Jener ainsmals ain
Hass In vSlligen lanff begegnet, dselb fiber Ine ausspringen
wellen, Er aber den Im sprung fiber die Achsel bey ainen
hindern Fuess also lebendig, seinem Anzaigen vnd betheurn
nach, gefangen", — sammt dem Lehensartikel „von Newem"
folgendes Wappen: Schild getheilt von Rot und Weiss,
darin auf grfinem Dreibiihel ein gesattelter und gezaumter
Hirsch, darauf sitzend ein grungekleideter Jagersmann mit
braunem Haar und Barte, Spornstiefeln, umgehangter Seiten-
wehr und Jagerhorn, bedeckt mit griinem Hute; auf dem
Schilde ein Stechhelm mit roten und weissen Decken, be-
deckt mit einem roth-weissen Bausche, darauf der Vorder-
theil einer Mannsperson in Kleidung und allermassen wie im
Schilde, mit der rechten Hand fiber die rechte Achsel einen
springenden Hasen bei einem hintern Laufe haltend und tragend.
Minder lustig ist die Wahrnehmung, dass sich Heer-
paucker, Musiker und Trommeter, Hof-, Mund- und andere
KOche, Zergadens-, Kanzlei- und allerlei Diener, Barbiere,
Kammerheizer, Stiefelbewahrer, Lakaien, Portner, Hatschiere,
Hofeinspannig, reitende Kammerboten, Rossbereiter , Leib-
trabanten, Leibschiitzen, Biichsenspanner, Thiergartner, See-
huter, Hof- und Gemsjager, Falkner und Forstknechte, dem
Biirgermeister der landesfiirstlichen Haupt- und Residenzstadt
Innsbruck gleichgestellt (Nr. 693), spielend taxfreie Wappen-
briefe mit dem Lehenartikel erwirken konnten, wfihrend ein
Bfirgermeister der Stadt Glurns (Nr. 199), Landrichter
(Nr. 836, 897, 941 etc.) und derlei Leute gegen Taxerlegung
mit einer einfachen Wappenverleihung ohne Lehensfahigkeits-
berechtigang vorlieb nehmen mussten.
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- 48 —
Man wUrde weit fehlen, wollte man annehmen, class
rile bier als begnadet Angeflihrten den ober- und vorder-
ftsterreichischen Landen angehdrt h&tten: eio ganzes Heer
von b5hmischen Masikanten und Bedienten, w&lschen Ktlnst-
lern and Mftnchen, kfirntnerischen, sohlesischen und baieri-
schen Schmarotzern fiodet sich darunter. Die Namen klingen
in alien Mundarten, slavisch (Jurgitsch, Pivinitzki), nieder-
dentsch (de Boo, von der Zoo), rato-ladinisch (Cazio, Iheoet),
itah'enifch (de Duca, de Zenonis, Zuanell etc.), die Mehrzahl
derselben immerhin in nnserer Muttersprache, darunter die
durchwegs demokratischen Mair, Mayer, Mayr und
Meyer (die Aitl-, Buch-, Engel-, Lungl-, Schafinayr etc.
ungezfihlt) in zwanzig Exemplaren vertreten.
Weil wir uns schon einmal bei den Maiern befinden, so
erlaube ich mir einen kieinen Excursus fiber das fast aus-
nahmslose Wappenbild deiselben, fiber den Mohren, welcber
uns bald nackt bald bekleidet, mit oder ohne Kopf binde, mit
oder ohne Pfeil und Federschurz, in ganzer Fignr, als Moh-
renrumpf oder Mohrenkopf in den meisten Maier'schen Wappen
begegnet. Auch die vielen Geschlechter Mor und Mohr
f&hrten und fuhren das Mohrenbild im redenden Wappen,
aber da wissen wir wenigstens den wahrhaftigen Grand, zu-
mal bei den Graf en von Mohr und ibren „Stammesbruderntf
den Grafen von Morzin, deren alte Chronik auf Schloss
Dornsberg mich in meinen Jugendjahren belehrt hat, dass
dieses Geschlecht von keinem geringem Sterblichen abstainme,
denn von Kunig Maurus in Afrika, Shnlich dem ebenso
antiken Geschlechte der Welser, so den griechischen Feldherrn
Belisar zum Ahnherrn angenommen *). Schwieriger scheint
die Wappendeatung der Maier mit den Mohren, und doch
glaube ich den Schlfissel zu diesem Rathsel gefunden zu
haben; wir haben es eben auch hier init Namenwappen
*) Wer fiber ichwindelhafte Fabeleien rieler Adelsfamilien ein
Mehreret leaen will, dem empfehle ich Dr. Karl Bitter yon Mayer's aas-
g&ekhnttea Werk: Heraldiaches A. B. C. Bach, Munchen, 1857,
ft 28 jl s. t
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— 44 —
za than: Im oberdeutschen and ganz besonders im 5ster-
reichischen Dialekte spricht sich Mair wie „Maar*, Mohr
aber wie „Moara aas, ersteres mit offnerem a, letzteres mit
dumpferem o, beide Wdrter aber immerhin sehr &hnlich klin-
gend. Was Wander, dass der dem Moar (Maar=Mair) laut-
verwandte Mohr den sich am Sprachkande blatwenig kftm-
mernden Herolden&mtern der Vorzeit ein willkommenes Wap-
penbild bot, die im Reiche weitverzweigten Maier zu einer
Art von Wappengenossen zn gliedern! Mit dem Zartsinne
in Erfindang redender Wappen nahm man es ja dortzamal
fiberhaupt nicht so genan: Nr. 550 ist nns ein abschrecken-
des Exempel, wie derlei Namenwappen zasammengestoppelt
warden. Man hflre and staane : Anno 1572 wird dem Con-
rad Bardt ein Wappen verliehen, and ein rLeoparta mit
einer „Hellebarta ist dessen Wappenbild! Die Zeit der
Decadenz der Heraldik war eben schon herangenaht, am bald
darauf (im 17. Jahrhunderte), widersinnigstem Ungeschmacke
huldigend, dem unanfhaltsamen Verfalle derselben Thor and
Angel za Offnen.*)
Mich in diesen der Regestensammlang vorgesetzten
Worten nor aaf die Aafz&hlang weniger bemerkenswerthen
Thatsachen beschr&nkend, iiberlasse ich getrost Anderen eine
weitere Ausntitzung des Materiales, and bleibt mir allein
noch iibrig, darauf aafmerksam za machen, dass das & der
Manuscripte jener Zeit in den seltensten Fallen das m der
Jetztzeit, gew5hnlich aber das offene a zum Unterschiede von
dem zwischen a and o die Mitte haltenden a (welches mit a
geschrieben wurde) bedeutet, wesswegen z. B. ^L&nthaler,
Lftnser, L&rcher" als „Lanthaler, Lanser, Larcher* gelesen
werden m6gen, gleichwie das 6 als 5. Ich bin absichtlich
der Schreibart des Urtextes treu geblieben, am das Original
mSglichst genan za spiegeln, und hoffe, mich dadarch in den
*) Sieh tiber die nicht selten za Lftcherlichkeiten fthrende Sacht,
redende Wappen za schaffen : Dr. Karl Bitter Ton Mayer's Heraldischei
A* B. C. Bach, S. 40 u. * f.
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— 45 —
Augen der Wissenden keines Fehlers schuldig gemacht zu
haben, so wenig wie dnrch die etwa vorzeitige Anlegung eines
separaten Namensverzeichnisses fBr den heuer erscheinenden
L TheQ der Sammlung.
Schliesslich entledige ich mich der angenehmen Pflicht,
Sr. Excellenz dem k. k. Herrn Minister des Innern Josef
Freiherrn Lasser von Zollheim, dessen offene Liberalitat mir
die ungehinderte Benntzung des Wiener Adelsarchivs er-
mdglicht hat, meinen tiefgefuhlten Dank auszusprechen. Eben-
sovenig kann ich umhin, der liebenswiirdigen nnd eingehenden
Unterstutzung, welche mir von Seite der beiden Herren
Archivsbeamten , der k. k. Adjunkten Franz Altmann nnd
Albert Heilmann, bei jeder einschlagigen Gelegenheit zu Theil
geworden ist, dankbar Erwahnung zu thnn.
Innsbruck, im Jfinner 1875.
H. t. Goldegg.
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Der Regesten I. Theil.
(Die den Regesten rorgesetzte Zahl bezeiohnet das Folium des Ori-
ginals, die am Schltusse angebrachte aber die fortlanfende Regesten-
nommer).
Erzherzog Ferdinand 1565—1594 und Erzherzog Mathias 1596.
I. Band.
(Fol. 1 — 11 unbeschrieben.)
12. Wappenbrief fur Ludwig Gambert. E5n. Schloss
zu Prag, 7. Februar 1565. 1
14. Wappenbrief mit Lehenartikel fUr Mychel Taler.
K. Schloss zu Prag, 3. Juli 1565. 2
16. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Pdckh
(oder Beckh) von Pfullendorff. K. Schloss zu Prag,
27. September 1565. 3
(Fol. 21—32 unbeschrieben.)
33. Adelsfreiheit und Besserung des seinen Voraltern
von Kaiser Carl V. ertheilten Wappens fttr Steffan Godl,
Verwalter der 1. f. Herrschaft GreifFenstein. E. Schloss zu
Prag, 26. April 1566. 4
39. Wappenbrief fur die Gebrfider Hanns, Absalon
und Martin die Mar der. K. Schloss zu Prag, 27. April
1566. 5
43. Wappenbrief fur Hanns Luckess, Baumeister
zu Ambras. K. Schloss zu Prag, 30. April 1566. 6
47. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Niclas Martin
und Hainrich die Mailer, Gebrftder. K. Schloss zu Prag,
30. April 1566. 7
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— 47 —
51. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Andre Pfurner,
Bergrichter zu Kitzbiihl. K. Schloss zu Prag, 20. Juni
1566. 8
55. Freiheit, mit rotem Wachs zu siegeln , fiir den
edlen Georg Geyrpfthler, erzh. Rath und 0. 0. Kammer-
secretSr. K. Schloss zu Prag, 21. Juni 1566. "9
59. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir HansMaurer.
Vischermund, 13. August 1566. 10
63. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanss, Zelt-
meister, und Fridrich die Haidenrich (oder Haidrich),
Gebrflder. Feldlager bei Rab, 8. October 1566, 11
67. - Adelsbestatigung und Wappenbesserung fur die
Gebrfider Caspar und Osswald Mitterhofer. K. Schloss
zu Prag, 30. December 1566. 12
83. Palatinatsertheilung an Augustinus de Sbarde-
latis. Innsbruck, 29. Januar 1567. 13
91. Wappenbrief ffir Georg Merckh. Innsbruck,
18. MUrz 1567. 14
95. Wappenbrief far Peter, Hanns Anthoni und Simon
die Faschung genannt die Pfitscher. Innsbruck,
2. April 1567. 15
99. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Kilian Eelich,
Burger und Stadtmessner in Innsbruck. 9. April 1567. 16
103. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gabriel Vi e c h-
hauser. Innsbruck, 14. April 1567. 17
107. Wappenbrief fi&r die Schmaltzen, Gebrfider.
Innsbruck, 16. April 1567. 18
111. Wappenbrief fur Hanns und Christof die Mut-
ter, Gebrfider. Innsbruck, 17. April 1567. 19
116. Wappenbrief ffir Georg Hagn. Innsbruck,
20. April 1567. 20
120. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar Rai-
ner. Innsbruck, 20. April 1567. 21
123. Wappenvermehrung fur die Gebrfider Franntz
Maximilian und Vait von Dornberg (soil richtig heissen
ton Mornberg) mit dem erledigten Wappen der mit Hie-
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— 48 -
ronymu8 ausgestorbenen von J an fen. Innsbruck, 26. April
1567. 22
129. Wappenbrief mitLehenartikel fiir Gregorj Zwinckh.
Innsbruck, 28. April 1567. 23
133. Freiherrnbrief and Wappenvermebrung fftr den
erzh. Ratb Frantz Welser nebst seinen S6hnen Carl, erzh.
Camerer und Landvogt der Markgrafschafl Burgau, und
Hans Georg, erzh. Rathen, und all seinen Leibserben, mit
dem Namen und Titel Freyherrn oder Freyfrewlein
von Zynnburg. 5. Mai 1567. 24
141. Wappenbrief fur Cristian Neuhauser. Inns-
bruck, 7. Mai 1567. . 25
145. Wappenbesserung mitLehenartikel fur Veit Sag-
in a i s t e r , Steiereinnebmer an der Etsch. Innsbruck,
7. Mai 1567. 26
162. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Sebastian,
Rathsburger zu Meran, Veit, Burger zu Brixen, und Cristan,
Burger zu Prauneggen, die Ziegler. Innsbruck, 31. Mai
1567. 27
156. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Schiiechl,
Mundback. Innsbruck, 1. Juni 1567. 28
160. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Martin Z e 1 1 e r.
Innsbruck, 14. Juni 1567. 29
164. Wappenbrief mit Lehenartikel far Martin Wier-
sickh und seine Gebrtider. Innsbruck, 1. Juli 1567. 30
(Hieher gehSrt das fehlende Concept eines Diploms,
dessen Original im Besitze des Schreibers dieser Zeilen ist:)
Best&tigung der dem kais. Rathe Hannss von Welsperg
und dessen Vettern Bartholome, Balthasar, Melchior, Paul
und Caspar Carl Gebriidern von Welsperg von Kaiser
Ferdinand I. ddo. Wien, 24. April 1564 verliehenen Ver-
mehrung ihres Wappens mit dem erledigten Wappen derer
von Villanders. Innsbruck, 1. August 1567. 30a
168. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Hild-
prandt Spezalanza, Wundarzt. Innsbruck, 25. August
1567. 31
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— 49 —
"U ^>. ""S^s^P'P^^rief mit Lehenartikel fur Martin Ke-
Iansbrack, 4. October 1567. 32
te% "Wa»PPeil^ef tv* Jatob Schneeweiss, Berg-
r^ gchaxl. Innsbruck, 7. October 1567. 33
X % I>«*** ^lrich Scbueler, Burgermeister zu Echin-
^\**> der" Donao, wird gestattet, sein Wappen auf die
^\Nwaa<3Lt-er* Ge(>rg, Conrad and Hanns die Mantzen,
> V\r Zifflbw^t Beringer, Hanns und Jorg die
^ ^ J fiafxrr. +.~a Vlrich die Lober zu vererben.
&
t Lehenartikel fur Balthasar,
atrdt und Veith Mockh. Inns-
35
• Caspar Sagmiiller, Richter
L567. 36
Georg Geyrspuchler, erzh,
tner-Secret&r, und dessen Erben,
1 s schreiben zu diirfen. 14. De-
37
Cristoff Hurlach, Zollner an
und Besserung des Wappens,
effan von Hurlach 1524 von
den, auch Vermehrung desselben
leiner Mutter Elis. Pfeneber-
7. 38
jehenartikel fur Hanns Str ass er.
567. 89
it Lehenartikel fiir Hanns El-
essen S5hne Hanns und Wigileus,
Cristoff und Bernhard Elsasser,
December 1567. 40
fur Johann Wellinger von
gast, Geh. Rath und Oberster
te, sich Freiherr zu Schne-
ind auch von andern Schlossern^
eiben zu diirfen, nebst Wappeu-
4
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— 50 —
vermehrung mit dera Schloss Schneeberg'schen Wappen.
Innsbruck, 1. Januar 1568. 41
235. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jakob L i n g k h
und dessen Sonne Martin, Mathes, Jakob and Jorg.
17. Januar 1568. 42
241. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hannss Wer-
daloss und Verleihung des Titels von Alber an denselben.
21. Januar 1568. 43
245. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar, Mel-
chior, Jacob, Hanns, Stefan und Ulrich die Premier, Ge-
briider. Innsbruck, 29. Januar 1568. 44
* 251. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar, Philipp
und Jeronimus Bartoldt, Gebriider. Innsbruck, 12. Febr.
1568. 45
251 %. Wappenbrief fur die Gebriider Georg, Caspar
und Melchior G a u n zu Margreidt im Gerichte Curtatsch.
Innsbruck, 17. Marz 1568. x 46
258. Wappenbrief fiir die Gebriider Jacob, Johann
Paul und Johannes de Fab r is. 20. Marz 1568. 47
264. Wappenbrief fiir Georg Khienlieb. 17. Marz
1568. 48
264 1/2- Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Benedict
S a tier, Stadtschreiber zu Sulgen. Innsbruck, 19. Marz
1568. 49
(Hieher mag folgendes Regest gehbren:) Verleihung
des Erbland-Stallmeister- und des Erbland-Vorschneider-
Amtes in Tirol an beide Linien des freiherrlich zu Wolckhen-
stain'schen Geschlechtes, namlich an die Vettern Christoph
und Caspar Freiherren zu Wolckhenstain. 24. Marz
1568. 49 a
268. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar, Rich-
ter zu Pflauu, und Anthony die Jo ben. 25. Marz 1568. 50
272. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Rueprecht
Merckh. 25. Marz 1568. 51
(Da mag der richtige Platz fiir folgendes mangelnde
Regest sein:)
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\
— 51 —
>c.
X
h
^leiYsoxig des Erblandkiichenmeister- und Erbland-
'eistersjoat^s in Tirol an das freiherrlich zu Wels-
^ Gesclilecht, als an Christoph Freiherrn zu
Brg x&nd PrimOr. 26. M&rz 1568. 51a
>\ ^6. ^w »rppenbrief far Sebastian Dreyer, Gegen-
dLes ZoUamts zu Leifers und Branzoll. 29. M&rz
52
fo^^O. ^^^appenbrief fur Hanss Platter, d. Z. Ge-
^breiber i*1 Vhen. Innsbruck, 21. April 1568. 53
JL14. "Wa^ppenbrief mit Lehenartikel fur Michel Fueg-
d dessen
1568.
\\
Gebrflder Sirhon and Andrft. Innsbruck,
54
292-
rich Sc"ho ng»r,
288. "^Vappenbrief fur Caspar Bftrtl genannt Graff
'BQ&exi. Innsbruck, 20. Jani 1568. 65 '
"XVappenconfirmation mit Lehenartikel fQr Hain-
Burger in Meran. Innsbruck, 7. Juli
1568. 66
298. A^delsfreiheit und Wappenvermehrung mit dem
\e4\crtjen ^Wappen derer voin Thurn zu Malss fiir Hannss
^e«4em a. n, Wolfgangs vom Thurn Eidam. 19. Juli
1568. 57
306. Wappenbrief far den Capellesinger Georg und fur
Hanu&B die Garttner, Gebriider. Innsbruck, 20. Juli
1568. 58
312. Wappenbrief fur Mattheus Ruepp, Stadtrichter
und Rathsburger von Hall im Innthal. 23* Juli 1568. 59
316. Wappenbrief fur Candidus Paler zu Inchingen.
Innsbruck, 24. Juli 1568. 60
322. Wappenbrief fiir Andra Wild. Innsbruck,
24. Juli 1568. 61
326. Freiherrndiplom fur Jacob von Boymund zu
Payrsperg und Schwannburg, Regimentsrath und Statt-
halteramtsverwalter der 0. 0. Lande, und Martin, dessen
Bruder, als Freyherren zu Boymund, Payrsperg
und Schwannburg. Ohne Wappenanderung. 12. August
, 1568. 62
4*
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— 52 —
332. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Simon Mayr.
Innsbruck, 1. September 1568. 63
336. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns, Valtin
und Bartlme die Stifler, womit denselben das erledigte
Wappen des ohne Erben verstorbenen Trabanten Hanns
Hey land, verliehen 15f>7 von K.Ferdinand, ertheilt wird.
14. September 1568. 64
340. Wappenbrief fur Caspar Raiflin, Burger zu
Stockach. Innsbruck, 29. September 1568. 65
344. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Conrad Spat,
Trabant. Innsbruck, 30. September 1568. 66
348. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andreas G a n t-
ner und seinen Sohn Andre , Hof- und Stadtlassl in Inns-
bruck. 4. October 1568. 67
352. Wappenbrief fiir Matheis, Hannss und Cristoff
die Frischen, GebrQder. Innsbruck, 14. Oct. 1568. 68
360. Wappenbrief fiir Hanns P r u g g e r , Berg-
gerichtsschreiber und Castner zu Rattenberg. 17. October
1568. 69
364. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns, Georg
und Bartlme die Fiirstenfellder, Gebruder. Innsbruck,
20. October 1568. 70
368. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Erasm und
Sigmund Zaig, Gebruder, 20. 'November 1568. 71
372. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Hanns
Caspar Tinsel von Rorbach. 22. November 1568. 72
380. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Leonhard und
Caspar die Ratter, Gebruder. 25. November 1568. , 73
384. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Edel-
knaben-Praceptor Bartholomeus P a n o v i n. Innsbruck,
14. December 1568. 74
388. Wappenbrief fur Hanns B 1 a s i g genannt P i e n d 1
zu Ladiss. Innsbruck, 20. December 1568. 75
(Fol. 391—397 unbeschrieben.)
398. Wappenbrief fur Christoff Kaltenpacher,
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I
— 53 —
&fc».<3Lt-'richter zu Hall im Inntal and Richter der
Tha-Tir. Innsbruck, 29. Januar 1569. 76
Wappenbe8tatignng mit Lehenartikel fur Christoff,
Geox-g and Engelhart die Ettenharder, Gebruder.
$\*\ Wappeu war dem verstorbenen Jobst Etten-
/\ ^ von. ^K. . Ferdinand I. verliehen worden. Innsbruck,
JvVw 1569. 77
1 w s ^8 "W ctppenl>rief mit Lehenartikel fur Caspar F e c h t i g.
\ 1569. 78
Ai2- "Wapp^brief mit Lehenartikel fur Leonhard
* ^ Burger zu Botzen. 26. MSrz 1569. 79
^e .g ^^«3Lelsfreiheit und Wappenbesserung fur Hanns
BLieTO*1^111118 Bernhardin Petter, jur. Dr., und Andre
rsviena, Gebriider. Innsbruck, 11. April 1569. 80
420 "VV»PPen^rie^ mft Lehenartikel fur Andree S c h m i d-
grabber im«* dessen Binder Rueprecht. 14. April
1569. 81
424- "Wappenbrief fur Hanns Lisch zu Untermaiss.
5. Mai 1569. 82
428- "Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ulrich und Hanns
die TLhynicher, Gebriider. Innsbruck, 5. Mai 1569. 83
428 Vo- Wappenbrief fur Hanns, Jacob und Georg die
"Hueber, Gebriider. Innsbruck, 21. Mai 1569. 84
432. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob, Stadt-
schreiber zu Menngen, und Hans die Weysen, Gebriider.
Innsbruck, 21. MaT 1569. 85
436. Wappenbrief fur Sambson, Isaac und Abrahamb
dieEgger, Gebriider. 12. Mai 1569. 86
440. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Christoph, Da-
vid, Jonas und Martin die Letitner (oder L^euthner),
Gebriider. Innsbruck, 19. Juni 1569. 87
444. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Onoffrius
Kupferle. Desselben Wappen, durch den Tod seiner
Vettern Hanns und Sebastian Wisser jetzt erledigt, war
denselben 1549 vom r5m. K5nige Ferdinand I. verliehen
worden. Innsbruck, 5. Juli 1569. 88
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— 54 —
448. Adelsfreiheit und Wappenverleihung (anstatt der
angesuchten Wappenbest&tigung) fiir Antonio P a s s a t o
(rectius Pass o to), Consul in Trient. Innsbruck, 11. Juli
1569. 89
455. Wappenbrief rait Lehenartikel fur Matern und
Jacob die Felitsch. Innsbruck, 28. Juli 1569. 90
460. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Melchior
St5rel, erzherzogl. Leibbarbier. Innsbruck, 23. Juli
1569. - 91
466. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Andree E fa-
ne r. Innsbruck, 23. Juli 1569. 92
470. Wappenbrief mit Lehenartikel far die Gebrfider
Hainrich, Hofmaler, und Gebhard die Teuffel. 20. Sep-
tember 1569. 93
474 Wappenbrief fur Hanns Storffner. 20. Sep-
tember 1569. 94
478. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Augustin,
Wolfgang, Hanns und Peter die Sch&bel. Innsbruck,
20. September 1569. 95
482. Adelsfreiheit fiir Hanns Finenz, Borgermaister
zu Horb. Innsbruch, 21. September 1569. 96
488. Wappenbesserung fiir Wolfgang Zollner, Zoll-
und Gegenhandler des Zolls bei Rovereit. Innsbruck,
30. October 1569. 97
494. Wappenbrief fur Martin und Florian Krandler,
Gebruder. Innsbrack, 21. November 1569. 98
498. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Christoph und
Hanns Riedler. Innsbruck, 1. December 1569. 99
502. Wappenbrief fiir Christoph Ma der, Kirchprobst
zu Schwaz. Innsbruck, 30. November 1569. 100
H. Band.
(Fol. 1 — 14 unbeschrieben.)
15. Wappenbrief fiir Thoman Setzenstollen, Berg-
richter zu Rattenberg. Prag, 19. M&rz 1570. 101
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— 55 —
19. Wappenbrief fur Steffani Triangj. Prag, 1. April
1570. 102
25. Wappenbrief fur Christan Kuttenrainer, Stadt-
und Landrichter zu Rattenberg. 25. April 1570. 103
29. Wappenbrief fur Steffan und Hannss Bernhart,
Gebr&der. Innsbruck, 29. April 1570. 104
33. Wappenbrief fur Marco Anthonj und Guerra
Kerschbaumer, Gebriider. Innsbruck, 1. Mai 1570. 105
37. Wappenbrief fur den andechtigen Johann Fuern-
schildt. Innsbruck, 17. Mai 1570. 106
41. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Vlrich Zyller,
Burger zu Bozen. Innsbruck, 17. Mai 1570. 107
45. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Balthasar und
Christan die Engelmaier, Gebriider. Innsbruck, 1. Juni
1570. 108
52. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael L &n e r,
Holzgegenschreiber an der Talfer zu Bozen. 14. Juni 1570. 109
56. Wappenbrief fiir Hans, Martin, Ludwig und Thoman
die Schdnen, Gebriider. Innsbrack, 14. Juni 1570. 110
64. Wappenbrief fiir Sigmund Girschner, erzh.
Trabant. 23. Mai 1570. - 111
70. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ge5rg Stetter.
Innsbruck, 26. Juni 1570. 112
74. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Erasmen K h n e i t-
tinger, Gerichtschreiber zu Altenburg. Innsbruck, 5. Juli
1570. 113
78. Wappenvermehrung fiir den erzh. Rath Cristoph
Freiherrn zu Welsperg und Primflr, Obersten Erb-
St&bl- und Kuchenmeister in der gef. Grafschaft Tyrol. 5. Juli
1570. 114
88. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Vlrich S e n f f 1 e,
al ten Borgermeister der Stadt Echingen an der Donau.
Innsbruck, 7. August 1570. < 115
91. Adelsbestatigung und Wappenbesserung fur n-A
tonius Capri an a, Artium & Medicinae Doctor, aus
Mantua. Innsbruck, 12. August 1870. (Latein.) 116
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— 56 —
92. Wappenbrief fur Christan trad Hanns die Wan-
derer, Gebruder. 23. August 1570. 117
96. Wappenbrief fur Wolffgang Jhenutt, Gerichts-
schreiber zu Castlbell. Innsbruck, 13. Sept. 1570. 118
99. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Mathefiss und
Florian die Frantzin, Gebrader. 19. Sept. 1570. 119
100. Wappenbrief mit Lehenartikel far Sebastian
Klayber, d. Z. Stadtamman zu Pfullendorf. Innsbruck,
26. September 1570. .120
1 04. Wappenbrief mit Lehenartikel far Erhardt V o c k h.
Innsbruck, 15. October 1570. 121
107. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns, Joss,
Michael, Martin, Matheass, Foder, Ambrosy, Thoman und
Daniel die Lecher, Gebrilder. Innsbruck, 21. September
1570. 122
(Fol. 108—156 unbeschrieben.)
157. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Paul, Land-
richter des Gerichts Sonnenburg, und Martin die K linger,
Gebrader. Innsbruck, 2. Januar 1571. 123
158. Wappenbrief far Petter Plattner sammt seinen
zwei Brftdern Valthin und Leopoldt. Innsbruck, 6. Jan.
1571. 154
162. Wappenbrief fiir Georg Closner, Burger und
Apotheker zu Innsbruck. Innsbruck, 6. Jan. 1571. 125
167. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Hof-
Capellen-Singer Hanns P a w r n f e i n d. Innsbruck, 6. Januar
1571. 126
173. Wappenbrief fur Jacob und Gregor die Pfeff erle
von Innsbruck, Gebrtider. Innsbruck, 13. Jan. 1571. 127
179. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hans Jacob
de Qwadria. Innsbruck, 13. Januar 1571. 128
179 !/2. Wappenbrief fftr den Bergrichter im Elsass
und Suntgau Melchior H e h e r. Innsbruck, 22. Jan* 1571. 129
183. Wappenbrief ffirGeorgSatler.10.Fehr.1571. 130
187. Wappenbrief far Jeremias und Hanns die Vi-
scher, Gebrader. Innsbruck, 16. Februar 1571. 131
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- 57 —
191. Wappenbrief mit Lehenartikel far den erzh. Tra-
banten Georg Grundtstainer. Innsbruck, 21. Februar
1571. 132
195. Wappenbrief fiir Andre und Christan die Steger,
Gebruder. 10. Februar 1571. 133
199, Wappenbrief mit Lehenartikel filr den erzh. Tra-
banten Georg Grunndtstainer. Innsbruck, 21. Februar
1571. (Wiederhohlung von II, 191.) ad 132
203. Wappenbrief rait Lehenartikel fttr den erzh. Tra-
banten Erasmus R a dinger (oder Rading). Innsbruck,
19. M&rz 1571. 134
207. Wappenbrief far Petter und Michael die Lant-
zoner. Innsbruck, 19. Marz 157L 135
211. Wappenbrief fur Balthasar P 1 a t z e r. Innsbruck,
10. August 1571. 136
215. Wappenbrief filr Hanns Niemands, Fuss-
knecht-Hauptmann , und seinen Bruder Oswald. 2. Mai
1571. 137
219. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur den erzh.
Hoffuttermeister Franntz Diepoldt Innsbruck, 17. Mai
1571. 138
225. Wappenbrief fiir Hanns, Albrecht und Laux die
Habissreittinger, genannt Costantzer im Thai, Ge-
brQder. Innsbruck, 20. Mai 1571. 139
229. Wappenbrief fiir Marx und Andre die Nobis,
Gebruder. Innsbruck, 12. Juni 1571. 140
233. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Andr&, Burger
zu Brichsen, und Georg die Gr&tzen, Gebruder. Inns-
bruck, 16. Juni 1571. 141
237. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur den erzh.
Secretarj und Schatz-Registrator Thomass Kribl. Inns-
bruck, 11. Juli 1571. 142
240. Adelsbest&tigung und Wappenbesserung fiir Ca-
mfllus Pi 1 at us, jur. utriusq. Dr. Innsbruck, 10. August
1571. (Latein.) 143
241. Wappenbrief mit Lehenartikel far den Tyrolischen
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— 58 —
Kammersecretar Mathiesen Barckhlehner und seine vier
Gebruder Harms, Leonhard, Martin und Georg. Innsbruck,
13. August 1571. 144
244. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Rap-
poldt. Innsbruck, 28. October 1571. 145
245. Wappenbrief fur Oswald Prugger, Burger zu
Clausen. 28. October 1571. 146
249. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir den erzh.
Verwalter des Zollamts im Sagkh bei Rouereit Paul S chu el-
peck h, mit der Bewilligung, sich von oder zu Mer en-
stain schreiben zu durfen. Innsbruck, 29. Oct. 1571. 147
255. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Ge-
genschreiber des Zollamts am Lueg Cristoph Wolfgrueber.
Innsbruck, 20. November 1571. 148
259. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Blasy Polin
zu Kaltern. Innsbruck, 26. November 1571. 149
264. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Sencrius und
Conrad die Weiuhardt, Gebruder. Innsbruck, 26. No-
vember 1571. 150
269. Wappenbrief fiir den Untervogt zu Stockach
Bernhard Gilman. 11. December 1571. 151
(FoL 273—321 unbeschrieben.)
322. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bernhard
Bogner (oder Pogner) und seines Bruders weiland Hannsen
nachgelassne zwei Sonne Bernhard und Alexander. Inns-
bruck, 11. December 1571. (Am Titel steht: 11. Januar
1572.) 152
328. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Hof-
Zftrgadner Hanns Fritschgo den Jungen und desselben
Gebnider Hanns den Aeltern, Dechant und Stadtpfarrer zu
Btthmisch Budweis, auch Bartlme und Sebastian die Fritschgo.
Innsbruck, 13. Januar 1572. 153
332. Wappenbrief mit Lehenartikel fur CristofF Ju n ck-
her, Burger zu Bozen, und seine Gebruder Anndre und
Michael die Junckhern. Innsbruck, 25. Febr. 1572. 154
332 %. Wiederholung desselben Wappenbriefes. ad 154
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335. Wappenbrief ffir Mathiass A lb an, Burger zu
Sifflan. 26. Februar 1572. 155
339. Wappenbrief fiir Hanns Tindtl, Burger und
Apotheker zu Braunegg. Innsbruck, 26. MSrz 1572. 156
343. Wappenbrief far Mathaus, erzb. Zollner auf dem
Gampen, Jacob, Marthin, Thomas, Bartlrae und Joseph die
Prunner, Gebruder. Innsbruck, 29. MSrz 1572. 157
347. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den Amman
zu Altdorff Adam und fur Bernhard die Buller, Gebruder.
Innsbruck, 23. April 1572. 158
351. Wappenbrief fur Friderich Oberhofer, Burger
in der Stadt Meran. Innsbruck, 13. Mai 1572. 159
355. Wappenbrief fur Georg, Burger an Meran, und
Hanns dieAesstendorffer, Gebruder. Innsbruck, 3- Mai
1572. 160
361. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzb. Hof-
Capellensinger Johannes Faber. Innsbruck, 20. Mai 1572. 161
365. Wappenbrief ffir Hannss, Georg und Wolfganng
die Refit ter, Gebrfider. Innsbruck, 20. Mai 1572. 162
369. Wappenvermehrung mit dem Wappen des er-
loschenen Geschlechtes derer von Sanct Lamprechtsburg
hn Pusterthal fur Georg und Cristan, auch Joachim, Philipp
Jacob, Lorenz und Rueprecht die edlen Eirchmair von
Ragen, Gebruder und Gevettern. Innsbrnck, 26. Mai
1572. 163
375. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hanns Mair
Erdinger, Richter der 1. f. Herrschaft Ernberg. Inns-
bruck, 26. Mai 1572. 164
379. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r den erzh.
Diener, den Salzfactor zu Retiti Georg Franckh, vormaligen
Richter und Gerichtschreiber der Herrschaft Erenberg. Inns-
bruck, 1. Juni 1572. 165
383. Wappenbrief fittr Hanns und Abraham die Fie-
ner, Gebruder. Innsbruck, 17. Juni 1572. 166
387. Wappenbrief f&r Arabrosy L&ntaler, erzh.
Bergrichter zu Windisch Matrey. 21. Juni 1571. 167
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391. Wappenbrief mit Lehenartikel far den erzh.
Mundkoch Iheronimus Tendler und seinen Bruder Georg.
Innsbruck, 25. Juni 1572. 168
395. Adelsfreiheit und Wappenbesserung flir Emanuel,
Thomas, Jacob und Aron die Gal leu, Gebriider und Ge-
vettern. Innsbruck, 26. Juni 1572. 169
401. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Gaiss-
ebner, Burger zu Sterzing. Innsbruck, 26. Juni 1572. 170
405. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Joseph
G eb e 1, Landrichter zu Persen. Innsbruck, 26. Juni 1572. 171
411. Wappenbrief mit Lehehenartikel fur den erzh,
Hoftischler Conrad auch Georg die Gotfrid, Gebrfider.
Innsbruck, 26. Juni 1572. 172
416. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg Betz
aus PfaffenwOrtt, erzh. Diener und Heerpaucker. Innsbruck,
10. Juli 1572. 173
420. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans, erzh.
Trabant, und Christoph dieSchalber. Innsbruck, 22. Juli
1572. 174
424. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar Vi-
scher. Innsbruck, 27. Juli 1572. 175
428. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Christoph
Burger, des Raths Burger der Stadt Meran. Innsbruck,
28. Juli 1572. 176
431. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh.
Weidhetzer Matheusen Mayenschwantz. 8. August
1572. 177
435. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar Or tt-
wein, Statutrichter im untern Engedein. Innsbruck, 15. Aug.
1572. 178
439. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Petter, Ge-
richtsschreiber der Herrschaft HeQnfells, auch Cristoph und
Blasy die Purw alder, Gebrfider. Innsbruck, 27. August
1572. 179
443 Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh.
Stiflbewarer Matbias, dessgleichen fiir Andre, Martin und
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Cristoph die Frfieauf, Gebr&der. Innsbruck, 5. Sep-
tember 1572. 180
446. Adelsbestatigung und Wappenbesserung fiir Hie-
ronimus Mi ran a, artiura & MedicinsB Doctor, and seines
verstorbenen Braders Girardas hinterlassene Sohne Simon
trod Franciscus, nachdem bereits Antonius Mirana, leg. Dr.,
Girardus, Jacobus, Adriolus und Joannes Antonius, Ge-
bruder, und Girardus , leg. Dr. , ihr Vetter , von Kaiser
Friedrich, ddo. Wien, 4. Mai 1467, geadelt worden sind.
Innsbruck, 10. September 1572. (Latein.) 181
447. Wappenbrief fur Cristan Finckh, erzh. Am-
man zu Altenburg. Innsbruck, 24. September 1572. 182
451. Wappenbrief fiir Clement und Michael die Kol-
ben, Gebruder. 29. November 1572. 183
455. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Bernhard Ru-
melin, Salzmair der Stadt Cosstanz. Innsbruck, 7. De-
cember 1572. 184
459. Wappenbesserung fiir den erzh. Rath und Fiir-
schneider, den edlen Ernst von Rauchenberg. Innsbruck,
7, December 1572. 185
467. Wappenbrief fur Erasmus, Burger zu Bozen, und
Veith die Chuntschier, Gebruder. Innsbruck, 24. De-
cember 1572. 186
473. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Hof-
capelldiener Leonhard Mayr. 2. Januar 1573. 187
477. Wappenbrief fiir Anthonj und Jacob am Pach,
Gebruder. Innsbruck, 24. Januar 1573. 188
481. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Fridrich,
Canzleischreiber bei der 0.0. Reg., und Simon dieSchme-
ling. Innsbruck, 16. Febr. 1573. 189
485. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Jacob Hal in,
d. Z. Stadt- Amman zu Bregenz. Innsbruck, 1. M&rz
1573. 190
489. Wappenbrief fur Melchior, Balthasar und Leon-
hardt die Lingken, Gebruder, zu Botzen. Innsbruck,
23. M&rz 1573. 191
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495. Wappenbrief fftr den erzh. Freytafl-Diener
Michael Leytgeb. 29. M&rz 1572. 192
499. Wappenbrief rait Lehenartikel fur Wolfgang
Nidermayr, zu Tschars, Gerichts Castelbell, sesshaft.
30. Mfirz 1573. 193
505. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Franciscus
Pro vis in, erzh. Hof-CaplaD, auch Josephen und Christoffen
seine Gebriider, dessgleicjien Jacob Josephen nnd Bernharden
seine Vettern die Prouisinen. Innsbruck, 17. April 1573. 194
512. Wappenbrief fiir den 1. f. Steuereinbringer ini
Stifte Trient und an den welschen Confinen Anthoni, dann
Jacob und Donat dieVnuerdorben, Gebriider. Innsbruck,
9. Juni 1573. 195
516. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Augustin
Musler, bedienstet in der 0. 0. Regiments-Canzlel Inns-
bruck, 4. Juli 1573. 196
521. Wappenbrief mit Lehenartikel far Petter Gann-
ser, wegen der Dienste seines Sohnes Hanns Gannser
bei der 0. 0. Regiiueuts-Canzlei. Innsbruck, 2. Aug. 1573. 197
526. Wappenvermehrung init Lehenartikel fur Hanns
Putsch, Zollner zu Veldkhirch. Innsbruck, 10. August
1573. 198
532. Wappenbrief fur Gall Prugger, d. Z. Burger-
maister in der Stadt Glurns. Innsbruck, 14. Aug. 1573. 199
536. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Leonhardt
Wal linger. Innsbruck, 19. August 1573. 200
1540. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bartlmehen
W§gman. Innsbruck, 19. August 1573. 201
544. Wappenbrief fur Hanns Otten Waschk& yon
Stainssberg. Innsbruck, 21. September 1573. 202
548. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Koch
Moritz und fur ChristofF die Gross, Gebriider. Inns-
bruck, 21. September 1573. 203
554. Wappenbrief fiir Virgilius, Melchior und Wolff-
gang die Stainhauser, Gebriider und all drei Priester.
24. September 1573. 204
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558. Wappenbrief ftir Walther G a n t n e r, Hafoer and
Barger der Stadt Innsbruck. Innsbruck, 21. Sept 1573. 205
562. Wappenbrief fur Berchtold und Bernhardt die
Rosskhopf, Gebruder und Burger zu Meran. 27. Sep-
tember 1573. 206
566. Wappenbrief far Georg Hofer. 27. September
1573. 207
570. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur den erzh.
Hof-Secretarj Zacharias Eyring. Innsbruck, 29. September
1573. 208
574. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns und
Cristoph die Frolich, Gebruder, nachdem bereits K. Carl V.
Baithasarn Frdlich, dem Vorfahrer von Vettern der Obigen,
ein Wappen verliehen. Innsbruck, 29. Sept 1673. 209
578. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir den erzh.
Sattelknecht Hannsen Mayr und seine zwei Gebruder Petter
und Georgen. Innsbruck, 10. Nov. 1573. 210
582. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Hofkeller-
Pindter Cristoph Walther sammt seinen Gebrudern Georgen
und Casparn. Innsbruck, 10. November 1573. 211
586. Wappenbrief fiir Georg, Hanss, Leonhardt und
Wolfganng dieMair, deren Vater Wolfganng Mayr, Burger
und Schifmaister in der Stadt Hall im Innthal war. Inns-
bruck, 22. October 1573. 212
592. Wappenbrief fur Balthasar K a p f f e r e r. 22. Oc-
tober 1573. 213
597. Wappenbrief mit Lehenartikel far Georg, Andree,
Wolfgang und Matheus die Hollmayr, Gebruder. Inns-
bruck, 10. November 1573. 214
601. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Paul Kiiechl,
Kirchbrobst unserer lieben Frauen-Kirchen zu Schwatz. 2. De-
cember 1573. 215
605. Bestatigung des dem Thomas Zottl von K.
Maximilian I. 1515 verlieheuen Adels fiir dessen Sohn
Cristoph Zdttl und Oeffnung des geschlossenen Helms.
Innsbruck, 30. December 1573. 216
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611. Wappenbrief mit Lehenartikel far Michael K h e r e r,
Amtmann und Richter zu Nieder-L&na. Innsbruck, 31. De-
cember 1573. 217
615. Wappenbrief ftir Cristoff and Martin die Rodt
(oder Rott). Innsbruck, 31. December 1573. 218
619. Wappenbrief mit Lehenartikel fir den erzh.
Mundkoch Iheroniinus Stosser. Innsbruck, 31. December
1573. 219
623. Vermehrung des freiherrlich zu Spaur und Valdr-
schen Wappens mit dem Wappen der gar abgestorbenen
Anich, fur den erzh. Trabantenhauptmann Franzisk Frey-
herrn zu Spaur und Valdr und seinen Bruder Andre
Joseph, Gommenthur zu Trient, beide Erbschenken dgr fttrstl.
Grafschaft Tyrol. 1. Marz 1573. 220
634. Wappenbrief fur den erzh. Zollner an der
Rogkheta und Visiauner Clausen Bonuisin Aichner und
desselben Gebriider Niclaus, Gothardt, Hanns und Anthoni
die Aichner. Innsbruck, 20. Nov. 1571. 221
638. Adelsbestatigung ftir den erzh. Diener Ruedolff,
dann Anshelm, Hannss und Andree von Velss, Gebriider,
aus einera dritthalbhundert Jahre alten adelichen Geschlechte
der furstl. Grafschaft Tyrol. Ohue Wappenangabe. Inns-
bruck, 6. Februar 1571. 222
643. Adelsbest&tigung fiir Hanns undFridrich Schnabl
vonSch5nstain, Gebriider, welche bereits von K. Carl V.
(Brilssel, 28. November 1555) mit adlichen Freiheiten be-
gabt worden, und dariiber von K. Ferdinand (Augsburg,
28i Juni 1559) und K. Maximilian 11. (Augsburg, 4. Mai
1566) Confirmationen erlangt haben. Ohne Wappenbe-
schreibung. Innsbruck, 4. Mai 1571. 223
647. Freiheitsverleihung, mit rotem Wachse zu siegeln,
fur den erzh. Diener Hainrich Winckhelhofer zuEnng-
ldss und desselben zwei Gebriider Carl und Hans Joa-
chim die Winckhelhofer zu Englds. 20. Nov. 1571. 224
653. Benennung und Erhebung der Behausung Graben-
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$\m n -eioem adeliekeo Sitse fllr Christoff Graber, and
BmUigun&r aidh davon Graber von Grabenstain nennen
m dfirfeii* 20. November 1571. 225
m. Band.
1. "^Wappenbrief mit Lehenartikel Mr den erxh. Hof-
candey-Ttwirhftter Wolff Schr6ckhseisen sammt seinen
Gebruderct Hanns und Georgen Schr5ckhseisen. Innsbruck,
4. Fe\>rua.r 1574. 226
4. "Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hannss Pach-
man. Innsbruck, 4. Februar 1574. 227
lO. Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Hanns Gr5t-
zing, d.er Schmelzer und Gewerken des Yenpacherischen
Berg- und Schmelzwerkhandels zu Schwatz Diener. Inns-
bruck, 4. Februar 1574. 228
14. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hilteprandt
ReHperger, d. Z. Lateinischen Schulmaister zu Innsbruck,
dann Philipp, Lfipoldt, Georg und Hanns, Gebrfider, Christof,
Jakob, Mathes, auch Gebrflder, und dann Hanns und
Christ, Gebrfider die Reftperger. Innsbruck, 21. Mfirz
229
ikel fiir Balthauser
l Niclaus. 21. Mfirz
230
fiir Balthasar Rue ff.
231
i\ fur den erzh. Die-
irz 1574. 232
fQr Georg Tappei-
q Hans. Innsbruck,
233
fQr Leonhardt G 8 s s-
Innsbruck, 28. April
234
5
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— 66 —
38. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Die-
ner GeBrg Schmidthammer. Innsbruck, 28. April
1674. 235
42. Wappenbrief fur den 1. f. Schichtenmaister am
Rorerpichel Stephan Kreidenweiss. Innsbruck, 12. Mai
1574. 236
46. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns 0 c fa-
sen fu ess. Innsbruck, 4. Juni 1574. 237
50. Wappenbrief mit Lehenartikel fUr den 1. f. Berg-
gerichtschreiber und Froner zu Assla (!Elsass?) und Soda
(ISundgau?) ChristoffHaid sammt seinen Gebrudern Wolff-
gang Jacob und Cbristoff Sigmund den Haiden. 11. Juni
1574. * 238
54. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Die-
ner, Hof-Traid-Castner zu Hall im Innthal Georg SchSff-
pam. Innsbruck, 20. Juni 1574. 239
58. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns, 1. f.
Berggerichtschreiber zu Rattenberg am Inn, und Peter die
Lindner, Gebruder. Innsbruck, 4. Juli 1574. 240
62. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Die-
ner und Eammerheitzer Sebastian und fiir Hanns die
Giintzinger, Gebruder. Innsbruck, 6. Juli 1574. 241
66. Wappenbrief fiir Leonhardt Nachbaur sammt
seinem Sohne Carl Vlrich. Innsbruck, 4. Juli 1574. 242
72. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Thoman Hiiet-
lin, Burger und des Raths der Stadt Costanntz. Innsbruck,
13. Juli 1574. 243
79. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Lienhardt Hil-
ler, Stadtschreiber der Stadt Costantz. Innsbruck, 18. Juli
1574. 244
85. Wappenvermehrung fiir den erzh. Truchsess Hainrich
von Winckhelhofen zu Ennglos und dessen zwei
Gebruder Carl und Hanns Joachim mit des Cristophen
Arnoldt, ihres mutterlichen Enis, erledigtem Wappen.
18. Juli 1574. 245
92, Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Tra-
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branten Christian Griesser, Niclauss, dessgleichen Balthasar
nod Cristian den Jfingern, die Griesser, Gebriider and
Tettern. 18. Juli 1574. 246
96. Wappenbrief f&r Conrad Leitgeb, Maler in
Innsbruck. Innsbruck, 18. Juli 1574. 247
102. Wappenbest&tigung mit Lehenartikel fBr Adam
Korenman, Hauptmann auf Tyrol. 18. Juli 1574. 248
106. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Joannes
de Caualerijs, erzh. Beichtvater und Dompropst in Trient
(Propositus Dicecesis Tridentinae), sowie seine Neffen Anto-
nius, Joannes und Dominicus de Cavalerijs. Innsbruck,
20. Juli 1574. (Latein.) 249
112. Wappenbrief fur Thomas Walter, Burger in
der Stadt Rowreidt und der tirol. Landschaft Steuereinnehmer
an den welschen Confinen. Innsbruck, 30. September
1574. 250
117. Wappenbrief f&r Steffan und Hanns auch Georg
die Rosin, Gebriider und Vettern im Gerichte Altenburg.
Innsbruck, 26. November 1574. 251
121. Wappenbrief mit Lehenartikel far den erzh. Hof-
Trumetter Martin Taschner. Innsbruck, 15. December
1573. (Am Titel steht 1574.) 252
(Fol. 125 — 150 unbeschrieben.)
151. Wappenbrief fur Peter Trewer. 21. Januar
1575- 253
155. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Andre, Ge-
richtschreiber der Herrschaft Rodnegg, und Hanns die
Schiller, Gebrftder. Innsbruck, 21. Januar 1575. 254
159. Adelsbest&tigung und Wappenbesserung ftbr Au-
guatin und Hanns Christoph die Ellinger yon Elling.
28. Januar 1575. 255
165. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Anthonij
Stainhaus er, Burger und Postverwalter pi Botzen. Inns-
bruck, 28. Januar 1575. 256
171. Wappenbrief fur Georg Muller genanntFeur-
moser. Innsbruck, 28. Januar 1575. 257
6*
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17p. Wappenbrief mit Lehenartikel far dea Ober-
Oesterreichischen Regierungs-Ratsdiener Thoman Leiitl und
desselben Gebruder Benedict, Martin und Hans die Leiitl.
2. Februar 1576. 258
179. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob Lentz
von Hall. 2. Februar 1676. 259
183. Wappenbrief fur Melchior Hanns und Caspar die
Werndl, Gebruder, auch Veit, ihren Vetter. 17. Februar
1575. 260
1 87. Wappenbrief fur Hannss Ardiisser. Innsbruck,
17. Februar 1575. 261
191. Wappenbrief fur Hanns Metzger, Burger der
Stadt Kuefstain. 23. Februar 1575. 262
195. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Hans
Jacob von Quad ria, d. Z. fiirstlich Brixnerischer Hof-
castnerund&huchenmaister. Innsbruck, 23. Febr. 1575. 263
201. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Cristan Grundt-
ner, Burger der Stadt Hall im Intail. Innsbruck, 7. Marz
1575. 264
205. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Albrecht, Philipp
vnd Barthlrae die Char is, Gebruder, erzh. Beamte in Inns-»
bruck. Innsbruck, 7. M&rz 1575. 265
209. Wappenbrief fur Cristoph Clarer, Burger des
Rats der Stadt Innsbruck, und Stephan Clarer, Gebruder.
Innsbruck, 12. April 1575. 266
213. Wappenbrief fur Christoff und Adam die P r a n n t-
s tetter, Gebruder. 29. April 1575. 267
217. Wappenconfirmation fiir den Diener der Erzher-
zogin Magdalena, Hanns Off linger, womit ihm das seinera
Vetter gl. N. von Kaiser Maximilian I. im Jahre 1516 ver-
liehene Wappen erneuert und best&tigt wird. Innsbruck,
12. April 1575. 268
221. Wappenbrief fiir Georg Simon, Herrn Christoff
von Welsperg Diener. Innsbruck, 4. Mai 1575. 269
225. Wappenbrief fur den 1. f. Amtsschreiber des
Kelleramts zu Tyrol Hanns E 1 s a s s e r. 18. Juni 15*75. 270
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229. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gerardt de
Roo, erzh. Capellnsinger. Innsbruck, 10. Aug. 1575. 271
233. Wappenbrief fur Jobst Weibperger, Burger
der Stadt Meran. 4. September 1575. 272
237. Adelsflreiheit und Wappenbesserung fiir den erzh.
Chamerforier Petter Pundtschin sammt seinera Bruder,
den erzh. Diener Jacoben Pundtschin. 8. Sept. 1575. 273
243. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns R u e p p-
mayr den Altera und seinen Sohn, den erzh. Mundp5ckh
Niclaus Riieppraayr. 9. September 1575. 274
247. Wappenbrief fiir Cristoff Moser von Padua,
artium magister, seine drei Briider Georg, Michael und
Balthasar und seines verstorbenen Vatersbruders Sflhne Geflrg,
Hanns und Andree die Moser. Innsbruck, 12. Sept 1 575. 275
253. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, 1. f.
Frey-Arztkhauffer zu Schwatz, auch Christoff und Christan die
Kaltenhauser, GebrQder und Vettern. Innsbruck, 20. Sep-
tember 1575. 276
257. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns, Jacob,
Michael und Christianus die Kdberlin, Gebriider. Inns-
bruck, 24. September 1575. 277
261. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Augustin und
Hanns dieHueber, Gebruder. 28. September 1575. 278
265. Adelsflreiheit und Wappenverleihung fiir Johann
So me da. Innsbruck, 22. October 1575. 279
271. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Christoff
Grebmer, Stadt- und Landrichter zu Sterzingen, mit der
Erlaubniss, sich von oder zum Wolffs Thurn, welchen
adeliehen Sitz zu Mareidt er an sich gehradit, zu nennen.
Innsbruck, 6. November 1575. 280
27 5. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Paul P r e n n t-
ner, Beamter in der tyrol. Gamer Schatzregistratur. Inns-
bruck, 21. November 1575. 281
279. Wappenbrief mit Lehetaartikel f&r Georg und
Albrecht die Pfister, Gevetterb, erstrer 1. f. Bergmeister
zu Ratteaberg am Inn. Innsbruck, 20. Nov. 1575. 282
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283. Wappenbrief mit Lehenartikel for Zachariass
Balthasar and Georg die Widman, Gebrtider, Burger zu
Botzen. Innsbruck, 21. November 1575. 283
287. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob Har-
lan der und seinen Sohn, den Hof-Metzger Hans Har-
lander. 28. November 1575. 284
(Fol. 292—308 unbeschrieben.)
309. Wappenbrief ftir Melchior Pel lick an, Senior
des Gottshauses Wilthaw, und seinen Bruder Francisk.
Innsbruck, 8. Januar 1576. ' # 285
313. Wappenbrief fiir Hanns Bern hard, Burger zu
Glurns. 8. Januar 1576. 286
319. Wappenbrief far Crifltoff Rutter. Innsbruck,
22. Mara 1576. 287
323. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Ambrosy
Baldauf, Burger der Stadt Glurns. 27. M&rz 1576. 288
329. Wappenbrief fflr Christoff de Fabro. Inns-
bruck, 27. Marz 1576. 289
335. Wappenbrief fiir Christoff Pitscheider auf
Weitenthal,GerichtszumThurn. Innsbruck, 12. April 1576. 290
339. Wappenbrief fur Paul und Caspar die Trabel,
Gebrtider. Innsbruck, 12. April 1576. 291
343. Wappenbrief fur Hanns StSttner wegen der
Dienste seines Sohnes Hanns des Jtingern, erzh. Hof-Zer-
gadners. Innsbruck, 15. April 1576. 292
347. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Petter Wag-
ner, Burger zu Botzen. 15. April 1576. 293
351. Wappenbrief fiir Pjul, Balthasar, Hannss und
Caspar die Paumbgartner, Gebrtider. Innsbruck, 24. April
1576. y 294
357. Wappenbrief fflr Christoff, Hannss, Lorenz und
Lucass die Schwartzen, Gebrtider. Innsbruck, 29. April
1576. 295
361. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr den erzh. Hof-
Gartner Jacob Wolff und desselben Bruder Adrianus Wolff.
14. Juni 1576. 296
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- 71 —
365. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar und
Cristan die Treibgassner, Gebriider, zu Lana. 14. Juni
1576. 297
369. Wappenbrief mit Leheuartikel far Niclass und
Jacob, Gebriider, die Kaiser. Tnnsbruck, 14. Jali 1576. 298
375. Wappenbrief rait Lehenartikel fur Hanns Rue-
dolph, Vogt der beiden 1. f. Herrschaften Blndenz und
Sonnenberg. Innsbruck, 22. Jali 1576. 299
381. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bernhart Ber-
tholdi (oder Perchtold). Innsbruck, 22. Juli 1576. 300
387. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andree L u g h a,
erzh. Diener. Innsbruck, 4. Februar 1574. 301
391. Wappenbrief mit Lehenartikel for den tyrolischen
Camer-Canzleischreiber Hanns Khr op ff. 18. Juni 1575. 302
395. Wappenbrief mit Lehenartikel fBr Andre Hipp.
Innsbruck, 23. Jali 1575. 303
399. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Hof-
caplan Bartlme Mayrhofer sammt seinem Bruder Georgen
Mayrhofer. 22. October 1575. 304
403. Wappenbrief fur Vicenz und Cristoff die Tag-
gell. 4. December 1575. 305
407. Wappenbrief fiir Hanns und Michael die Sal tz-
geber, Gebriider. 2. Februar 1576. 306
411. Wappenbrief fur Hanns Hohenwarter zu
Sant Paulss zu Eppan. Innsbruck, 9. Febr. 1576. 307
415. 'Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Balthasar
Kraus, Burger zu Bozen. Innsbruck, 9. Febr. 1576. 308
419* Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob Rigoss,
erzh. Trabant, auch seinen Brader Thoman und Vetter Chri-
stoff die Rigosen. Innsbruck, 4. Juli 1576. 309
423. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gabriel Wol-
gemueth. 22. Juli 1576. 310
427. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Koch
Caspar Seytz und seine Briider Thoman, Matheuss und
Wolfgang die Seytzen. Innsbruck, 1. August 1576. 311
430. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Niclaus , An-
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— 72 —
dre and Martin die Harder, Gebriider. 19. September
1576. 312
434. Wappenbrief fur Christoph Kneferle. Inns-
bruck, 4. October 1576. 313
439. Wappenbrief mitLehenartikel flir GeorgStumpff
Fussknecht-Haubtmann, dessgleichen auch fiir dessen Bruder
Ilanns Stumpff. Innsbruck, 24. October 1576. 314
443. Wappenbrief fiir Adam, Anthoni und Michael
die Wider. 8. November 1576. 315
447. Wappenbrief fiir Andre und Hanns die Egg er.
8. November 1576. 316
451. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Marthin und
Augustjn die Hegwein, Gevettern. 12. Nov. 1576. 317
455. Wappenvermehrung und Besserung f&r die tyro-
lischen Landleuth Ludwig, Hauptmann zu Kunisperg, An-
thony und Iheronimus von Saltz. 11. Dec. 1576. 318
461. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar zu
Mi tter still, d. Z. Richter auf deni Ritten, auch Hanns,
Marthin, Niclauss und Balthaser zu Mitterstill, Gebriider.
Innsbruck, 11. December 1576. 319
465. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hannss, Tho-
man und Simon die E h e r e r, Gebriider. 12. Dec 1576. 320
469. Wappenbrief fur GeOrg und Hanns die S ch aid-
nag 1, Gebriider zu Uderns, Gerichts Rottenburg. 12. De-
cember 1576. 321
475. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den Eisen-
fertiger des 1. f. Salzmayramts zu Hall im Yntal Hanns
Newhofer. Innsbruck, 17. December 1576. 322
479. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg und
Leonhard dieL&schinger, Gevettern. Innsbruck, 22. De-
cember 1576. 323
(Fol. 483—486 unbeschrieben).
487. Rotwachs-Freiheit far Georg und Oristan, auch
Joachim, Philip Jacob, Lorenntz und Rueprecht die Kirch-
mair von Ragen, Gebriider und Gevettern. Innsbruck,
16. M&rz 1574. 324
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- n -
491 . Rotwacfts-FYeiheit flir Hainrich Rue d 1, Gemainer
SckmSlzer nod Gtferlch des Tenpacherisch^n Handelfe,
Oberster Berg- und Schmeltzwerks-FaCtor hi Tyrol. Inns-
brock, 22. M&te 1574. 225
495. VerleihuDg diss Pr&dicats von Edlhausen an
dtfn 1. f. Salzgadner beim Saltzmayrambt zu Hall im Yntbal,
Veit Hildteprandt, welcher samrat seinen Gebrudern
Hanns und Paul von Kaiser Carl V. geadelt worden, und
Benennung seiner Bdiattsung ausserhalb der Stadt Hall mit
gleicbem Namen. 2. August 1575. 326
499. Benennung des Stahelburger'schen adeligen Frey-
sitzes, die Thorenthueben genannt, zu Partschins init dem
Namen Stahelburg und Verleihnng des Namens von und
zu Stahelburg und der Rot-Wachsfreiheit an Ernst,
tyrolischen Camer-Raitrath, Leopoldt, Dietrich und Cristoff
Carl die Stahelburger, Gebriider. Innsbruck, 30. September
1576. 327
503. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hannss Frey,
Burgermaister der Stadt Radolfzell. 2. Jan. 1574. 328
509. Wappenbrief fiir Zftn Piero de Sora Troy zu
Puechenstain. Innsbruck, 12. April 1576. 329
IT. Band.
1. Wappenbrief fur Hanns Rueger. 17. Januar
1577. 330
5. Wappenbrief fiir Petter Priigl, Gerichtschreiber
zu Sand Matfenperg. 17. Januar 1577. 331
9. Adelafreiheit und Wappenverleihung fiir Georg
Riess, von Reuel Haubtman. Innsbruck, 20. Januar
1W7. 332
15. Wappenbrief tnit Lehenartikel fiir den 1. f. Artz-
kauffer zu Schwafe nnd Rfttttembttg Matheus Schfirer
sammt desselben Gfebrfkdern Gfcorg, Hans und Balthaser den
Schflrern. 26. Jaraar 1677. 333
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~ 74 —
18. Wappenbrief mit Lehenartikel Mr Matheus S u in er-
eisen, Burger and Stadtrichter der Stadt Hall im Tntal.
Innsbruck, 21. Februar 1577. 334
22. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Zollner
am Lafraun Sebastian Schuelbeckh. Innsbruck, 24. Mai
1577. 335
27. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ambrosj Oettl,
Burger zu Botzen. Innsbruck, 1. M&rz 1577. 336
31. Wappenbrief fur Georg und Christoff die K e 1 1 n e r,
Gebriider. 1. M&rz 1577. 337
35. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Hanns Adam.
Innsbruck, 16. M&rz 1577. 338
39. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Stephan, Matheis,
Christoph, Osswald und Adam, Gebriider die Wentzl.
Innsbruck, 24. Marz 1577. 339
43. Wappenbrief fiir Valthin Weylander. Inns-
bruck, 27. Marz 1577. 340
47. Wappenbrief fiir Cristan und Blasy die Prugl,
Gebriider, im Gericht Altenburg sesshaft. 27. Marz 1577. 341
51. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Tra-
banten Caspar Peiichl und dessen Gebriider Sebastian und
Thomas die Peiichl. 27. Marz 1577. 342
55. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Andreass und
Caspar die Alt man von Gflrlitz, Gebriider. Innsbruck,
30. April 1577. 343
59. Wappenbrief fiir den 1. f. Saltzfactor zu Nassreiit
Martin Sch wen tzen gas t. Innsbruck, 1. Mai 1577. 344
65. Wappenbrief fiir Jacob Semer, Burger zu Inns-
bruck, und desselben Gebriider Wolff, Andre und Hans die
Semer. Innsbruck, 27. Mai 1577. 345
68. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar Sartz,
Amtsverwalter zu Tramynn. Innsbruck, 28. Mai 1577. 346
72. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Niclaus, Blasy
und Leonhardt die H a 1 1 e r, Gebriider. 28. Mai 157 7. 347
76. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Orga-
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nkten Wilhallm Hurlacher und desselben Bruder Jacob
Hurlacher. 28. Mai 1577. 348
82. Wappenbrief mit Lehenartikel far Georg Schwartz-
pgckh, Burger zu Botzen. 28. Mai 1577. 349
86. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, Paulas
undAberham dieHueber, GebrfTder and Vettern. 7. Juni
1577. 350
89. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns, Gericht-
schreiber und Amptman der Herrschaft Newhaus, und Cri-
stoph S c b g r a f e r, Gevettern. Innsbruck, 19. Juli 1577. 351
93. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Wald~
pach, Burger und Tischler zu Hall im Inthal. Innsbruck,
27. Juni 1577. 352
97. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Peter A r n o 1 d t.
27. Juni 1577. 353
101. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Anthony Mel-
chior von Moyena, Gerichts Fleimbs. Innsbruck, 5. Juli
1577. 354
107. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Veith, Richter
zu Mdllten, und Gilg Linger, Gevettern. Innsbruck,
19. Juli 1577. 355
111. Wappenbrief fiir Mang Eberhard. Innsbruck,
4. August 1577. 356
115. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg W i n c kh-
ler, Burger zu SanctLorentzen. Innsbruck, 17. Aug. 1577. 357
119. Wappenbrief fur Michael Hannburger, kais*
Notarius und d. Z. Procurator des bisch. Hofs zu Gostnitz.
Innsbruck, 18. August 1577. 358
125. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Daniel Zieg-
ler, Burger zu Meran und seinen Bruder Joachim. 1. Sep-
tember 1577. 359
131. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Leonhart
Rieder, Hofpierproy. Innsbruck, 12. Sept. 1577. 360
137. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanss Hoy,
Lanndtschreiber der Herrschaft Beffort. Innsbruck, 12. Sep-
tember 1577. 361
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— 76 —
141. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Hof-
gartner Adrian, auch seine Gebruder Gisprecht und Georg
die Bis tin an. (So heisseo sie iin Diplomsconcepte, in dem
Bittgesuche und auf dem Wappenentwurfe aber nennt sich
der beziigliche Hofgftrtner deutlich „ Adrian Verwist.")
30. September 1577. 362
149. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Burger
zu Botzen Sebastian, dann Christoff, Hanns, Georg und Peter
die Leuttner, GebrQder. Innsbruck, 15. Oct 1577. 363
153. Wappenbrief fiir Hannss Mair. Innsbruck,
20. November 1577. 364
157. Wappenbrief fur den erzh. Hausmaister zu Giintz-
burg Jacob Reich. Guntzburg, 9. Dec. 1577. 366
161. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Wolffgang
Stockher, Richter zu Nauders. Innsbruck, 9. Dec. 1577. 366
164. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar, Pan-
gratz, Matheuss, Erhardt und Marx die Pretzen, Gebriider.
Innsbruck, 9. December 1577. 367
168. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Mayr,
Burger zu Costantz. Innsbruck, 30. Dec. 1577. 368
174. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh. Hof-
caplan Gissberth und seinen Bruder Anthony von He 11-
mont. Innsbruck, 31. December 1577. 369
178. Wappenbrief fiir Hannss Weiseisen, Berg-
richter im Leberthal auf Teutscher Seiten. Innsbruck,
20. Februar 1578. , 370
182. Wappenbrief fiir Adam S i n d 1 i n g e r, 30. (!) Febr.
1578. 371
1 86. Wappenbrief mit Lehenartikel fOr Augustin P e r g-
lefittner. Innsbruck, 1. M&rz 1578. 372
192. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Zoll-
Gegenschreiber an Neuiss Michael Mayr. Innsbruck, 8. M&rz
1578. 373
196. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzb.
Hofkellerdiener Getfrg Ynnerist. Innsbruck, 8. Mftrz
1578. 374
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— 77 —
200. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr den erzh.
Dieoer Cainer-Thiirhueter Franzisk Alleman. Innsbruck,
10. April 1578. 375
204. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andree, Lorenntz,
Petter, Jacob and Niclauss die Schmithofer, Gebrdder.
Innsbruck, 13. M&rz 1578. 376
208. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Martin und
Georg die Ettlinger, Gebrdder, zu Ebs in der 1. f. Herr-
schaft Kuefstain. Innsbruck, 17. M&rz 1578. 377
213. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Vlrich und
Peter die Gam per, GebrQder. 17. Marz 1578. 378
217. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar und
Michael Gebriider die Pilch ler, Burger zu Tramin. 22. M&rz
1578. 379
221. Wappenbrief fur Hannss Cristan und Michael
die Holtzer. Innsbruck, 2. April 1578. 380
225. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Wilhelm Pue ch-
in filler, Verwalter des Gottshauses Hauxhoven. Innsbruck,
13. April 1578. 381
233. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. Saltz-
gadner zu Hall irn Intal Christoff Greimnolt. Innsbruck,
10. April 1578. 382
237. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. Holtz-
zollner am Neuis Steffan Grueber. Innsbruck, 22. April
1578. 383
241. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Erasm Thur-
ner, Fuedertrager beim Salzsieden zu Hall. Innsbruck,
30. April 1577. 384
245. Wappenbrief fur Jacob, Peter und Hanns die
Weidacher, Gebrfider, wo von ersterer Burger zu Botzen.
Innsbruck, 1. Mai 1578. 385
249. Wappenbrief fiir den Hauptmann Georg Roller
von Meran. Innsbruck, 10. Mai 1578. 386
257. Wappenbrief fiir den 1. f. Salzfactor Hanns
Spleiss. Innsbruck, 23. Mai 1577. 387
261. Wappenbrief fiir den 1. f. Berggerichtschreiber
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— 78 —
im Leberthal Mathias St5ffl. Innsbruck, 27. Mai .
1578. 388
265. Wappenvermehrung far die edlen Machabeus und
Hanns von Parmatin zu Ratzetz, Gebruder, mit dem er-
ledigten Wappen der mit Anna erloschenen von Vilseckh.
Innsbruck, 29. Mai 1578. 389
271. Wappenbrief mit Lebenartikel fur Joss Henggi,
1. f. Bergrichter in Montafon vor dem Arlsperg. Innsbruck,
1. Juni 1578. 390
275. Wappenbrief mit Lebenartikel ftir Veit Fechts-
eisen und seinen Sohn, den 1. f. Zollner an der Zollstangen
zu Botzen Paul Fechtseisen. Innsbruck, 5. Juni 1578. 391
279. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Frantz PUh-
ler. Innsbruck, 16. Juni 1578. 392
283. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hanns Kar-
gesunger. Innsbruck, 1. Juli 1578. 393
287. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Hannss Kir-
mayr. Innsbruck, 1. Juli 2578. 394
291. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Iheremias
Lindner, kaiserlicher Notarius, Burger zu Landsperg.
Innsbruck, 1. Juli 1578. 395
297. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Kilian Kl em-
perl in. Innsbruck, 1. Juli 1678. 396
301. Wappenbrief fur Pauluss Scheblein von Bach.
Innsbruck, 23. Juli 1578. 397
305. Wappenbrief ftir Hanns und Vlrich die Pa tz el-
ler, Gebrftder. Innsbruck, 24. Juli 1578. 398
309. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Lucas Stoltz-
eisen, der Schmelzer und Gewerken zu Schwatz Ynslit- und
Eyerhandels-Buchhalter. Innsbruck, 2. Aug. 1578. 399
315. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Philip Jacob,
auch Hanns und Caspar die Stain ache r, Gebruder. Inns-
bruck, 2. August 1578. 400
319. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir des hochwir-
digen hochgebornen Fiirsten Andreen Gardinalen von Oester-
reich, Marggrafen d. h. r. R. zu Burgau etc., Einkaufer
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Simon and dann Raeprecht und Hanns, seiue Gebriider, die
Sch5ner von Puchlach. Innsbruck, 9. Aag. 1578. 401
323. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael Hut-
thaler zu Htttthal. Innsbruck, 10. Nov. 1578. 402
(Foi. 327—340 unbeschrieben.)
341. Wappenbrief fQr Leonhard und Georg die P e rck-
hamer, Gebrfider. Innsbruck, 16. Dec. 1578. 403
345. Wappenbrief fiir Georg und Petter die P 1 a 1 1 e n-
berger, Gevettern, im Gericht Altenburg sesshaft. Inns-
bruck, 6. Februar 1578. 404
349. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar K e r s c h-
pamer zu Salurn. Innsbruck, 12. Mfirz 1578. 405
357. Wappenbrief fiir Mathias Schafmayr,
Burger und Gredmaister zu Buechorn. Innsbruck, 16. Juni
1578. 406 >
361. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den Landge-
richUgeschwornen zu Schwatz Leonhart Sonnhaimer.
Innsbruck, 25. August 1578. 407
367. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Joseph und
Jacob die Feichtner, Gebriider, zu Margreit im Gerichte
Curtatsch sesshaft. Innsbruck, 5. Sept. 1578. 408
373. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Leonhardt
Strobl zu Sant Michel. Innsbruck, 13. Sept. 1578. 409
377. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hannss Kalt-
grueber. Innsbruck, 24. October 1578. 410
381. Wappenbrief mit Lehenartikel for Hanns K ft n i g,
audi seines Binders weiland Hansen Eftnigs nachgelassnen
Sohn, so auch Hanns genannt. Innsbruck, 17. November
1578. 411
386. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Georg
Eotzenperger, d. Z. 1. f. Verwalter der Pfleg und des
ZolIamU an Mftlbacher Clausen und Richter der Herrschaft
Rodnegg, mit der Bewilligung, sich vonEntzenberg zum
Freyenthurn, welches ein alter adelicher Sitz zu Mulbach
gelegen, den er an sich gebracht, zu nennen. Innsbruck,
16. December 1578. 412
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- eo —
391. Wappenbrief wit Leheoartijcel fur Vrban, Georg,
Jacob Marx, Barthlrae und Andreas die Soyer, Gebruder.
2. October 1577. 418
395. Wappenbrief mit Lehenartikel fiLr Georg und
Peter, auch Hannss and Peter die Pixner, Gebruder and
Gevettern. Innsbruck, 17. Marz 1578. 414
399. Wappenbrief mit Lehenartikel for Jacob and
Petter die Rotten, Gebruder. 25. April 1678. 415
403. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Wolff Diet-
rich, Burger zu Brauneggen. Innsbruck, 5. Jam 1578. 416
407. Verleihang des Erbland-J&germeisteramtes in
Tyrol an das altadelich rittermfissige Geschlecht der Schurffen,
n&mlich an Christoff, Thuembherr des Ertzstifts Saltzburg,
und Carl, erzh. Bath, Camerer and Pfleger zu Rottenbarg,
die Schurffen zu Schonwerdt, Gebruder, deren Gross-
vater Wilhallm Schurff kais. Testamentarius, Rath, Camerer
and Pfleger auf Ombras gewesen. Innsbruck, 30. August
1578. 417
417. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob Pr ag-
ger. Innsbruck, 5. September 1578. 418
421. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den tyrolischen
Camer-Canzleischreiber Marthin Grebner sammt seinem
Bruder Jfatheusen Grebner. Innsbruck, 23. December
1578. 419
425. Wappenbrief fur Haons Lindner, Burger zu
Innsbruck, und seine Bruder Benedict und Thoman die Lind-
ner. Ionsbruck, 3. October 1578. 420
429. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. War-
dein und Muntzgegenhandler zu Hall im Inthal Thomas
Eggen stain. Innsbruck, 6. November 1578. 421
433. Wappenbrief fur die erzh. Thiergartner Hanns
und Marx die Chris tl. Innsbruck, 16. Dec. 1678. 422
439. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. be-
stellten Haubtman Hannss Henckhli yon Villingen auf dem
Schwartzwald. Innsbruck, 2. Januar 1579. 423
443. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael Merl,
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— 81 —
Burger za Botzen, nod dann Benedict, Zipprian, Marx und
Michael die Merl auf Velss, seine Qevettern. Innsbruck,
5. Jannar 1579. 424
447. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den tyroli-
schen Cammerschreiber Georg, auch Petter und Asun die
Albmair,. Gebruder. Innsbruck, 16. Jannar 1579.- 425
451. Adelsfreiheit und Wappenbessetung fur den 1. f.
Zollner im Sagk bei Rouereit Jacob de Ferraris. Botzen,
10. Februa* 1679. 426
458. Wappenbrief fiir Bernhardt Reichardt, Burger
und d. Z. Stadtrichter zn Innsbruck, auch dessen Gebruder
und aodere n&chste Blutsverwandte Christoff den Aeltern,
audi Ge5rg, Veith, Christoflf den Jungern, dessgleichen Be-
nedict, Matheus, Hainrich und Thomas die Reichardt. Inns-
bruck, 14. Februar 1579. 427
462. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael W fir-
rat, Burger zu Sant Lorentzen. Innsbruck, 25. Febr. 1579. 428
466. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns R e 1 1 e r
und seinen Sohn, den tyrolischen Camer Canntzley Gopisten
Alexannder Retter. Innsbruck, 12. M&rz 1579. 429
470. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael Hey-
perger. Innsbruck, 12. M&rz 1579. 430
474. Wappenbrief for Lorentz, Burger des Raths der
Stadt Innsbruck, auch Hanns und Balthaser die Vischler,
Gebruder. Innsbruck, 12. M&rz 1579. 431
480. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns, Sixt
und Dionisy die TaubenwSrder, Gebrttder. Innsbruck,
5. April 1579. 432
486. Wappenbrief mit Lehenartikel far Ghristan
Platter. Innsbruck, 5. April 1579. 433
490. Wappenbrief fiir Georg Fencher, Landgerichts-
Procurator in Hegew und Madach. Innsbruck, 10. April
1579. 434
494. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Nicolauss
Herbst, d. Z. Stadtschreiber zn Sulgen. Innsbruck,
14. April 1579. 435
FerJinawleumsZeiUclirift. 6
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— 82 —
500. Wappenbrief mit Leheoartikel fiir Johann, dess-
gleichen seine Bruder Barthlme und Hanns Pontara. Inns-
bruck, 2. Mai 1578. 436
504. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Zollarats-
Gegenschreiber za Gebratzhofen ErhartMaurer. Innsbruck,
2. Mai 1578. 437
508. Rotwachsfreiheit fur Pari, Wilhelbra, Cail, An-
thoni und Partlnie Gebriider die edlen Mor zu Sonnegg.
Innsbruck, 20. Mai 1579. 438
514. Adelsfreiheit fiir den erzh. Hofprediger Anthonien
KlSsel, sammt Verleihung des seinem Bruder, dem erzh.
Leib- und Hofapotheker Balthaser Klflsel, von Kaiser Fer-
dinand I. ertheilten adeligen Wappens. Innsbmck, 30. Mai
1579. 439
520. Adelsfreiheit und Wappenbesserung far Leon-
hardt, der Rechten Doctor und Advocat bei der 0. 0. Re-
giernng, auch Sebastian und Georg die Sprintzenber-
ger, Gebruder. Innsbmck, 19. Juni 1579. 440
528. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Pa-
te ri an er, wegen der von seinem Sonne Georg dem Car-
dinal Andreas von Oesterreich geleisteten Dienste. Inns-
bruck, 29. Juni 1579. 441
532. Bestatigung des. den Gebriidern Christoff, tirol.
Steuereinnehmer an der Etsch, Bernhard, Veit und Vlrich
den Sagmai8tern von Sagburg von Kaiser Max U.
mit Diplom ddo. Wien, 28. December 1575 verliehenen Adelsv-
Innsbruck, 10. Juli 1579. 442
541. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Matheiss Sach-
ser, Fahnrich. Innsbruck, 22. August 1579. 443
.547. Wappenbrief fur Steffan Spat, Wirth zu Lana.
Innsbruck, 24. August 1579. 444
551. Erhebung der dem edlen Hanns von Freysing
zu Aichach gehorigen Behausung, ausserhalb der Stadt
Innsbruck zu Wilthen gelegen, zu einem adeligen Sitz mit
der Benennung Strasfrid, und Ertheilung des Pradikates
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— 83 —
zu und von Sttasfrid fur denselben. Innsbruck, 3. Sep-
tember 1579. 445
555. Wappenbrief mit Lehenartikel fUr Hans Moser,
d. Z. Vogt der Herrschaft Kallenperg, wegen der Verdienste
seines Sohnes Joseph Moser, Amtmann zn Bnechaw und
Vogt des Gottshauses Schfissenriedt. Innsbruck, 3. Septem-
ber 1579. 446
559. Wappenbesserung mit Lehenartikel fur den 1. f.
Gegenschreiber des Obersten Feld- und Haus-Zeugmaister-
Amts der Ober- und Vorder-Oesterreichischen Lande Hanns
Vogt und dessen Gebriider Caspar, Daniel und Hainrich
die Vogt. Innsbruck, 24. September 1579. 447
565. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Jacob
nod Franzisg dieSardegna von Trient, mit dem Predicate
von Mozatiss. Innsbruck, 1. October 1579. (»Das
Adelsdiplom wurde in lateinischer Sprache mit ganz an-
derem Wappen am gleichen dato umgefertiget." Note auf
FoL 565.) 448
574. Wappenbrief fur Vlrich Schwatz, Ammann auf
Thanhaim. Innsbruck, 5. October 1579. 449
578. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Benedict Di 1-
litz. Innsbruck, 5. October 1579. 450
582. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Christan
Reich art, Postbote zu Bergatzreitj, auch seinen Sohn den
Copisten bei der Hofcanzlei Hanns Reichart. Innsbruck,
5. October 1579. 451
586. Wappenbrief fttr Christan und Peter, Gebriider,
und Matheus, ibren Vetter uud Bruderssohn, die Kersch-
p&mer zu Salurn. Innsbruck, 15. October 1579. 452
590. Wappenbrief mit Lehenartikel "fiir Vlrich March-
egger aus Schnalss. Innsbruck, 10. Not. 1579. 453
594. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Peter, Caspar,
Hanns, Jacob und Christoff die RBggl, Gevettern. Inns-
bruck, 15. November 1579. 454
598. Wappenbrief mit Lehenartikel % fiir Christoff
Zimerman, Burger zuBotzen, auch Florian, Hanns, Christan,
6*
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— 84 —
Oeorg und Andre, Gebrader und Gevettern die Zimermanen.
Innsbruck, 15. November 1579. 455
602. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Valthiu Geb-
hardt, wegen der Verdienste seines Sohues, des I. f. Buch-
lialters und Cassiers des Berg- und Schmelzwerkshandels zu
Schwatz, Hanns Gebhardt. Innsbruck, 22. Nov. 1579. 456
608. Aenderung und Besserung des von Kaiser Fer-
dinand I. 1536 dem Wolffgang Jager verliehenen Wappens
fiir dessen Sohn Iheronimus J&ger, Burger zu Innsbruck,
und Enkel Abraham Jager. Innsbruck, 14. Dec. 1579. 457
614. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Paul Khern,
Oberschaffer beim Pfannhause und Salzsieden zu Hall im
Inthal, auch Hanns und Caspar die Kbern, Gebrtider. Inns-
bruck, 22. November 1579. 458
620. Vermehrung des Wappens des edlen Augustin
Freundt mit dem erledigten Wappen weiland seines Schwie-
gervaters Ciprian Metirl, Kaiser Ferdinand I. Rath und
tirolischen Camermaister. Innsbruck, 17. Dec. 1579. 459
V. Band.
1. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Lucius Sudr ell,
d. Z. Baumaister zn Bludentz. Innsbruck, 3. Jan. 1580. 460
5. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Thoman
Rentz, Landtamman zu Burgau. Innsbruck, 22. Januar
1580. 461
13. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den Hofcantz-
leyschreiber Hanns Pawer. Innsbruck, 23. Jan. 1580. 462
19. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Simon
Puchler. Innsbruck, 23. Januar 1580. 463
23. Erhebung in den Herrnstand auf den SchlOssern,
Herrschaften und Giiteru Brandis, Leonburg und Vorst fQr
den erzh. Rath und Regenten OberOsterreichischer Lande
-^ Anthonj und fur Hanns Hainrich von Brandis zu Leon-
burg undVorst, Gebriider. Innsbruck, 2. Febr. 1580. 464
29, Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh, Mu-
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\
• — 85 —
^ *• UtA fxometteY Sebastian, anch Hanns and Melcbior,
>J^#6rfider9 un4 ibres Vatersbruders Sohn Buedolff die Forst-
^ ebner. Inn&T>racfc, 3." Februar 1580. 465
33. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ambrosj und
^Martin, Gebrilcie:r* auch Andre tind Rueprecht ihre Vettern,
die Clarer. loosbruck, 19. Februar 1580. 466
39. "Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Thoman Ti ef-
fentaller, 3. Z. Richter zu Salurn. Innsbrack, 23. Februar
IbSO. * 467
45^ 'W'appenbrief mit Lehenartikel for den erzh. Keller-
*3\ener AimdreRamppl. Innsbruck, 23. Febr. 1580. 468
47. "Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Mu-
sicus mid Trometer Albrecht P i u i n i t z k j. Innsbruck,
S8. Februar 1580. 469
55. "Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Michael Fil-
oentsshofer. Innsbruck, 29. Februar 1580. 470
59. "Wappenbrief mit Lehenartikel far Alexander Jo-
lmannel, offher Notarius und d. Z. Verwalter der Haupt-
mannscbaft. *° Fleimbs, auch Johann Maria und Seraphin,
seine Grebrttder. Innsbruck, 8. M&rz 1580. 471
g3^ "VVappenbrief mit Lehenartikel fur den Obersten
Hof_Tappessier Benedict Moy, auch Franciscen, seinen
Bruder. Innsbruck, 10. MSrz 1580. 472
g7. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns und
Jacob die Schwartz, Gebrflder. Innsbruck, 28. Marz 1580. 473
*j\ Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh. Hof-
maler Antbonj Boys, auch Petter, seinen Bnider. Inns-
brack, lO. April 1580. 474
73. Bewilligung fur Hanns Jacob deQuadria, einen
alJfjUlig ibm gehflrigen nicht mit einem adeligen Namen be-
nannten Site in Tirol Laimegg nennen und sich davon
schreiben, auch mit rotem Wachse siegeln zu diirfen. Inns-
brock, 19. Mai 1580. . 475
83. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Balthaser Mes^
mer Burger zn Brichsen. Innsbruck, 27. Mai 1580. 476
g7M Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hannss Lftchl,
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— 86 —
Burger in der Stadt Hal) im Innthal, auch Gall und Mar thin,
seine Gebriider. Innsbruck, 28. Mai 1580. 477
91. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob, Haupt-
mann, ailch Hanss und Conrad die Sprenger, Gebriider.
Innsbruck, 9. Juni 1580. 478
95. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir den Bergrichter
zu Clausen Caspar, auch Valthin, Melchior, Balthauser,
Michael und Leonhart, Gebriider, die Rein thaler. Inns-
bruck, 1. Juli 1580. ^ 479
101. Bestatigung eines Entschlag- und Uebergabbriefs,
einen Gangsteig zu St Johann (bei Bozen) betreffend, fflr
den L f. Zollner am Eysackh zu Botzen Georg Hertmair.
Innsbruck, 13. Juli 1580. 480
105. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Zoll-
Gegenschreiber in der Vinnstermiinntz Marx Eberl. Inns-
bruck, 4. August 1580. 481
110. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Diener
des Eisen- und Innsslitt-Handels beim 1. f. Bergwerk zu
Schwatz Wolfgang, auch seine zwei Briider Hanns und
Vicentz die Wi dm an en. Innsbruck, 13. Aug. 1580. 482
113. Wappenbrief fiir Jacob, Hanns und Adam, Ge-.
bruder und Vettern, die Johaniser zu Sanct Johanis, Ge-
richts Villanders. Innsbruck, 13. August 1580. 483
117. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh.
Gartner zu Ombrass Hanns, auch Wilhelm, Abraham, Al-
brecht und Isac de Weiss, seine Gebriider. Innsbruck,
28. August 1580. 484
121. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Un-
terwaldmeister in Primflr Christan Pr and ts tetter, woraus
hervorgeht, dass das gleiche Wappen bereits 1547 von Kaiser
Carl V. dem Bruder Leonhard Prandtstetter, der aber seit-
her kinderlos mit Tod abgegangeo, verliehen worden ist.
Innsbruck, 19. September 1580. 485
125. Wappenbrief fiir Signmnd, Bernhard, Sebastian,
Hanns und Matheus die Strobl, Gebriider. Innsbruck,
19. September 1580. 486
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~ 87 -
130. Wappenbrief mtt Lehenartikel fir Wolfgang,
erxh. Hof-Curier, auch Hanns and Caspar die Seinser.
Innsbruck, 19. September 1580. 487
135. Wappenbrief rait Lehenartikel filr Jacob W ai-
de ser. Innsbruck, 20. September 1580. 488
139. Wappenbrief fur Balthaser G&sslhueber.
Innsbruck, 5. October 1579. 489
143. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg G r o s c h,
Fenderich, und seinen Bruder Friderich. Innsbruck, 1.. Oc-
tober 1586. 490
149. Adetefreiheit, Wappenbesserung und Verraehrung
desselben mit dem erledigten Manuale'schen adeligen Wap-
pen fur Francisc, Johann, Lorentz und Petter die Bono mj
(Bono mo). Innsbruck, 1. November 1580. 491
157. Adelsfreiheit und Wappenbesserung filr Mathias
Schardinger, d. Z. furstl. Brichsnerischer Camerer. Inns-
bruck, 1. November 1580. 492
163. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Antoni, Peter
und Johann die Girardi de Castell in Fleimbs, GebrBder.
Innsbruck, 1. December 1580. 493
167. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh.
Zeltschneider Conrad Neher. Innsbruck, 6. December
1580. 494
172. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Thoman Sca-
labrin. Innsbruck, 31. Januar 1581. 495
176. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Conrad, Veit,
Anndre, Vlrich und Christan diePdly, Gebriider und Vet-
tern. Innsbruck, 31. Januar 1581. 496
180. Wappenbrief fiir Thobiass Vnnderrainer.
Innsbruck, 15. Januar 1581. 497
185. Wappenbrief fiir Zacbarias Gschwendt wegen
seines Sohnes Lorentz Dienste als Hufschmid im erzh. Hof-
stalle. Innsbruck, 20. Januar 1581. 498
190. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Sebastian und
Hanns die Verdrossen, Gevettern. Innsbruck, 21. Januar
1581. 499
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— 88 —
196. Adelsfreiheit und Wappenverleihting fiir Augu-
stinus Zuppinus, nod seine SOhne Johannes Maria, beider
Rechte Dr., and Johann Baptista, Gebrttder die Zuppini*
Innsbruck, 28. Januar 1581. 500
204. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hanns M o r i t z.
Innsbruck, 31. Januar 1581. 500 a
208. Wappenbrief fiir Veyt, auch Bantheleon und
Mttnig, Gebrttder die Vid&ln. Innsbruck, 2. Februar
1581. 501
212. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir [den ehemals
erzh. Laggey und derzeit 1. f. Zollner zu Zirl Jobst, auch
Lorentz, Hanns, Abraham und Sebastian die Artperger,
Gebrttder. Innsbruck, 16. Februar 1581. 502
218. Wappenbrief mit Lehenartikel far Wolfgang,
Simon, Zacharias und Balthasar die Egg], Gebrttder, wegen
ihres Yaters Osswald Eggl und dessen Vorfahren Dienste
beim Mttnzwerke zu Hall im Inthal. Innsbruck, 22. Februar
1581. 503
224. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Anthoni,
1. f. Steuereinbringer im Stifle Trient und an den Wel-
schen Confinen, auch Jacob und Donat dieVnuerdorben.
Innsbruck, 24. Februar 1581. 504
230. Wappenbrief fiir Martin Schwenckh, derzeit
Richter zu Matrei, und seinen Bruder Thoman. Innsbruck,
24. Februar 1581. 505
234. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Bartholome,
Davit und Caspar die Wallnperger, Gebrttder. Innsbruck,
24. Februar 1581. 506
240. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir des Markgr.
Carl zu Burgaw Preceptor Johann Walser, auch seine
Gebrttder Caspar und Christoff die Walser. Innsbruck,
13. Mftrz 1581. 507
426. Adelsfreiheit und Wappenbesserung ffir Thomas
Walt her, Tirol. Landschaftl. Steuereinbringer an den Wel-
schen Confinen, sammt der Bewilligung, sich von seiner
eigenthttmlichen Bebausung ausserhalb und unfern der Stadt
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Rouereit von und zue Newenpaw schreiben zu diirfen.
Innsbruck, 13. M&rz 1B81. 508
252. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir den Tyrol*
Camer Copisten Hanos Rotten. Innsbruck, 22. Mfirz
1581. 509
256. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Thomas, Joan,
Michael nnd Gotthard, Gebrtider und Vettern Dal Ochio
genannt die Gottardelli, von Mori. Innsbruck, 26. M&rz
1580. 510
264. Wappenbrief far Ambrosi KrBl), d. Z. Richter
zu Axambs. Innsbruck, 30. Mftrz 1581. 511
268. Wappenbrief f&r Achacj, gewesten reitenden tirol»
Cammerbot, Niclaus, Jacob, Bartlome, Hanns und Michel
die Zierler, Gebrfider. Innsbruck, 7. April 1581. 512
274. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den erzh.
Puxenmaister und Pulfermacher Wolfgang Fiechtner, auch
Christoff, seinen Bruder. Innsbruck, 2. Mai 1581. 513
278. Adelsfreiheit und Wappenverleihung filr den erzh.
Hof- Organist en Servatius und seine Gebrtider Laurentius,
Johannes und Lampertus die Rorif , sammt der Berechti-
gung, sich von Rorif zu Rainau schreiben zu diirfen.
Innsbruck, 2. Mai 1581. 514
286. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Leonhard und
Vlrich die Pichler. Innsbruck, 2. Mai 1581. 515
290. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr des Andreas
Card, von Oesterreich Diener Wolfgang Vogl und seines
Vaters Bruder Michael Vogl. Innsbruck, 9. Juni 1581. 516
294. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Dieterich,
Diener des erzh. geh. Raths und obersten Hofmeisters Wil-
halm Graf und Herr zu Zimbern, Hanns und Gedrg die
Erckhenbrechten, Gebrtider. Innsbruck, 18. Juni
1581. 517
300. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Adam, Carl,
Georg, Cristoff und Hanns die Perckhamer, Gebrfider.
Innsbruck, 22. Juni 1581. 518
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305. Wappenbrief mit Lehenartikel Air Adam F r a y 8 s,
Burger zu Botzen. 3. Jali 1581. 519
310. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Schnatzer.
Innsbruck, 4. Juli 1581. 620
314. Wappenvermehrung und Rotwachsfreiheit far
die edlen Paul, Thoman, Jacob, Leonhart und Caspar, Ge-
brtider und Gevettern, die von Goldegg. 16. Juli
1581. 521
324. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Hofkanz-
leyschreiber Paul Prenndtner, dessen Vater Valthin beim
Schmelz- und Bergwerkshandel zu Schwatz bedienstet war.
Innsbruck, 19. Juli 1581. 522
328. Bestatigung eines Zehenttauschbriefes fur Hille-
brand von Wannga zu Wanngen und den Fiirsten
Beatus Bischof zu Chur als Pfarrer zu Tyrol. Innsbruck,
29. Juli 1581. 523
334. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Johann und
Simon die Khundter zu Sillian, GebrQder. Innsbruck,
10. August 1581. 524
338. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns K r 9 n d 1.
Innsbruck, 21. September 1581. 525
344. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Burger
und Barbierer in der Stadt Hall im Inthal Hannss, auch
Wolfgang, Andre, Caspar, Melchior und Balthasar die Feich t-
mair, Gebruder. Innsbruck, 22. September 1581. 526
350. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den Buch-
druckher Hanns Bawr, auch Georg und Conrad die Bawro,
Gebruder. Innsbruck, 22. September 1581. 527
354. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Michael, d. Z.
Pfarrher in Villnoss, und Matheus, fiirstl. Brichsnerischer
Hofcassier und Silber-Camerer, Gebruder die Weinperger.
Innsbruck, 1. October 1581. 628
358. Wappenbrief fiir Benedict Li p p , Notarius.
Innsbruck, 25. October 1681. 529
362. Wappenvermehrung und Rotwachsfreiheit fiir den
L f. Hauptmann auf Trasp, den edlen Conrad Jackhlin,
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- 91 —
auch seine Gebriider Petter, Caspar und Conradin den Jun-
gern, auch Dietrich, Nidaus, Hanns, Johaim Polin, Johann
Aminadeb und Gaudenz die Jackhlin, Gebriider und Vettern,
sammt dem Titel von und zu Hohen-Realt. 27. Oc-
tober 1581. 530
368. Wappenvermehrung mit dem erledigten Wappen
dec Balthasar Rehen und Rotwachsfreiheit fur den edlen
Ge5rg Leopoldt von Schwartzenhorn zu Hofstatt,
fftrstl. Brichsnerischen Bath, Hausmaister und Pfleger auf
Velthurns, auch seinenBruder Hanns Jacob Leopoldt von
Schwartzenhorn zuRechegg, Balthasars Rehens Schwie-
gersohn, sowie fur ihres abgestorbenen Bruders Hanns Cri-
sostomus Leopoldt SShne Hanns Caspar und Hanns Criso-
stomus. Iunsbruck, 27. October 1581. 531
378. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Paul Enugl,
Burger zu Brauneggen. Innsbruck, 11. Nov. 1581. 532
382. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Burger
und Schnit-, Leib-, Wund- und Augenartzt zu Khitzpuhel
Hanns, auch Chris tan und Caspar die Lanthaler, Ge-
briider. Innsbruck, 20. November 1581. 533
386. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar Awer.
Innsbruck, 14. December 1581. 534
390. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr den Burger
der Stadt Hall im Inthal Sebastian, auch Pangratz, Caspar,
Marthin, Hanns, Jacobi und Andre die B&rtl, Gebriider.
Innsbruck, 17. Januar 1582. 535
394. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Adam L a n n g,
Brobst des Gottshauss Newenstifft, und Georg Lanng, seinen
Vetter. 2. Februar 1582. 536
400. Wappenbrief mit Lehenartikel fur des Cardinals
Andreas von Osterreich, Markgrafen von Burgau, Laggei
Balthasar Faistenperger, auch dessen Gebriider Paul,
Hanns und Wolffgang die Faistenperger. Innsbruck, 18. Febr.
1582. 537
404. Wappenbrief mit Lekenartrkel ftir den Hofcanz-
ley-Diener Andreas Castner, der Dienste seines Vaters
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Hannss Castner beira 1. f. Salzsieden zu Hall im Inthal
halber. Innsbruck, 24. Febraar 1582. 538
408. Wappenbrief fur Hannss Planckh. Innsbruck,
4. Marz 1582. 539
412. Wappenbrief fur Bartlomee, bedienstet in der
erzh. Hofapotheke, und Lorentz die Wagner, Gebriider.
Innsbruck, 6. Marz 1582. 540
418. Wappenbrief rait Lehenartikel fiir Kossman,
Abbt des Gottshauss Sannt Marienberg, auch seine Gebrii-
der Iheronimuss und Hannss die Zinckhen. Innsbruck,
7. Mfirz 1582. 541
426. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Jacob
Ehrhardt. 11. Marz 1582. 542
432. Wappenbrief far Hannss Rieger. 11. Marz
1582. 543
436. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Christoff
Ober Ranch, Richter zum Stain auf dera Ritten, auch
Hannss, Gedrg und Ghristan die OberRauchen, Gebriider.
Innsbruck, 15. Marz 1582. 544
440. Wappenbrief fiir Jacob Frantz, d. Z. Burger-
maister der Stadt Kuefstain. Innsbruck, 30. Marz 1582. 545
444. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Christan
Freiseisen, d. Z. Marckhtrichter zu Matray, und seinen
Bruder Abraham Freiseisen. Innsbruck, 10. April 1582. 546
448. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Jacob,
Christoff und Hanss die Wat&in, Gebriider. Innsbruck,
6. Mai 1682. 547
452. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Vlrich Frey-
wiser genannt HfUderle, Burger der Stadt Veltkirch.
Innsbruck, 9. Juni 1582. 548
456. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Johann, d. Z.
Pfarrer zu Delmissingen, und Georg die Leuchten, Ge-
briider. 19. Juni 1582. 549
460. Wappenbrief fflr Conrad Bardt. 19. Juni
1682. - 560
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464 Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gall G a me-
rer, Burger zu Braaoegg. Innsbruck, 19. Juni 1582. 551
468. Wappenbesserung for Christoff, ehemaligen Hof-
caplan der Grossherzogin von Toscana Johanna, des Erzh.
Ferdinand verstorbenen Schwester, und d. Z. Stadtpfarrer zn
Innsbruck, und Thomas die Gam passer, Gebriider. Inns-
bruck, 19. Juni 1582. 552
472. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gaudentz,
Hainrich und Burckhard dieKnipser, Gebriider und Vet-
tern. Innsbruck, 19. Juni 1582. 553
476. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Joachim
Weltzenberg, Burger za Hall, auch Leonhard, Hannss
und Christoff, seine Gebriider. Innsbruck, 16. Juli
1582. 554
480. Adelsfireiheit und Wappenbesserung ftir Franaisc
und Sixt Gebriider die Geschi, auch ihres Bruders weil.
Joan Maria Ceschi nachgelassene SShne Jacob, der Rechten
Doctor, und Christoff die Ceschi. Innsbruck. 16. Juli
1582. 555
486. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Matheuss
Str5bl, Burger zu Botzen. Innsbruck, 16. Juli 1582. 556
490. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns M a r ck h,
auch Vlrich und Jacob die Marckhen, seine Gebriider. 557
494. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Adam, Hannss,
Matheus, Wolfgang, Andre und Jacob die Lochner, Ge-
bruder. Innsbruck, 7. August 1581. 558
498. Wappeubrief mit Lehenartikel ftir Martin M fil-
ler. Innsbruck, 14. September 1582. 559
502. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Richter
zu Salurn MichaSl L 0 cher er. Innsbruck, 6. Sept. 1582. 560
506. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Hanns Riss,
dessen Sohn Georg Riss Burger und Wirth zu Innsbruck
ist. Innsbruck, 22. September 1582. 561
510. Wappenbrief ffir Georg M&rtz, erzh. Hofmttller
und Peckh, auch seine Gebriider Hanns, Matheis und Veit
die Mfcrtzen. Innsbruck, 22. September 1582. 562
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. 514. Wappenbrief mil Lehenartikel fut Simon Pro-
raorer, Gerichtsgescbworaer der Herrschaft und Gerichts
Thauer, dessen Sohn Hannss Promorer Burger in der Stadt
Innsbruck ist. Innsbruck, 3. October 1 582. 563
518. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Artz-
kbaufer und Hiitprobierer beim Schmelzhtittwerk zu Khuudel
Jacob Landman, dessen Vater Hannss Landman Berg-
maister zu Ratenberg am In war. Innsbruck, 13. October
1582. 564
522. Adelsfreiheit und Wappenverleihung ftir Wolff-
gang Oberhofer. 20. November 1582. 565
528. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Hanns
Hueber und seinen Sohn Ferdinand. 20. Nov. 1582. 566
532. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hanns und
Marx die Hehl, Gebriider. Innsbruck, 20. November
1582. 567
536. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir des Markgrafen
Carl von Burgau Cammerhaitzer Christoff Mfiller. Inns-
bruck, 2. December 1582. 568
540. Wappenbrief fiir den Amman, Pfleger und die
ganze Gemeinde des Fleckens Sipplingen. Innsbruck,
14. December 1582. 569
544. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Joss Peckh,
Instruroenten- und Orgelraacher. 20. Dec. 1582. 570
549. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. Berg-
richter zu Hall Hannss Noel. 16. Januar 1580. 571
553. Wappenbesserung und Rotwachsfreiheit fur die
edlen Felix, Georg und Hannss die Record in von Neun,
nachdem schon ihrem Vater Petter Recordin von Neun das
altadelige Wappen 1568 von Kaiser Maximilian H. gebessert
worden. 4. J«ni 1580. 572
562. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Florian Mayr
von Weingartten. Innsbruck, 15. Januar 1581. 573
566. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Joseph Gren-
ner, audi Sigtnund und Martin, seine Brftder, Bergwerks-
Einfarer. lunsbruck, 15. Februar 1581. 574
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570. Wappenbrief rait Lehenartikei ffir Georg and
Thoman die A nngerer. Innsbruck, 2. Mai 1581. 575
574. Wappenbrief mit Lehenartikei ffir Mang, Moritz
and Nicolauss die Lentz, Gebriider. 31. Mai 1581. 576
580. Wappenbrief mit Lehenartikei fiir Erhard,
Achaci, Georg, Blasi and Jacob die Lener, Gebriider.
Innsbruck, 9. Juni 1581; 577
584. Wappenbrief mit Lehenartikei fur Paul Gung-
ger. Innsbruck, 2. August 1581. 578
588. Confirmation der von Kaiser Maximilian U.r ddo.
Wien, 22. November 1575 dem Bartlme Schrenckh von
Notzing ertheilten Adelsbest&tigung and Wappenvermehrung
fur dessen Sfthne Jacob, erzh. Secretar and Camerling,
Carl Alexander, furstl. Bayrischer Prouisioner and Pfleger
zu Eggmul, Octauian Augustus, der Rechten Doctor, furstl.
Bayrischer Rath, d. Z. bischofL Regenspurgischer Gantzler
and Lehenbrobst, Friderich, erzh. Hofsecretari, und Bartlme
dieSchrenckhenvonNotzing, Gebriider, sowieAusdehnung
dieser Privilegien auf ihre Vettern Caspar Schrenckh zu
Ematingen, fdrstl. Bayrischer Rath etc., und dessen Sfthne
Hanns, auch furstl. Bayrischer Rath und Unterstallmeister,
uad Christoff, des Innern Raths zu Munchen, auch weil.
Hieronymusen Schrenckhea, gewest. fdrstl. Bayr. Castners zu
Aibling, nachgelasseoe Sohne Ludwig, der Rechten Doctor,
Yicari des hohen Stifts zu Freysing, WilhaJm, auch der
Rechten Doctor, fdrstl. Leuchtenbergischer Rath zu Pfrembd,
Vrban, furstl. Bayr. Castner zu Pfaffenhofen, Alhrecht,
Georg and Ferdinand, wie auch Philips , Wolf und Ezechiel,
im Landt Meissen wohnend, die Schrenckhen von Notzing.
Innsbruck, 24. August 1581. 579
604. Wappenbrief mit Lehenartikei fur Dionisius Vi-
scher, Burger zu Weissenhorn. Innsbruck, 12. Febroar
1582. t - 580
608. Wappenvermehrung fiir den edlen Joseph Mor.
Innsbruck, 6* Mai 1582. 581
612. Wappenbrief mit Lehenartikei fiir Christan und
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Adam die Thumb en, Gebriider. Innsbruck, 1. Juli
1582. 582
616. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Valentin
Egghart wegen der Dienstwilligkeiten, deren er sioh son-
derlich in der Archischen Empdrung beflissen, auch Christan,
Bartholomee und Georg, Gebriider die Eggharten. Inns-
bruck, 1. September 1582. 583
620. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Balthasar und
Gristan die Gfalln, GebrQder. (Bei Balthasar ist der
Titel „vnser Hauss-Pfleger auf Bernegg, Im gericht Laudegg"
ausgestrichen.) Innsbruck, 13. October 1582. 584
624. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den 1. f. Zoll-
ner und Richter zu Yschgls Niclaus, auch Thoman, Clement
und Hanns die Pfeiffer, Gebriider. Innsbruck, 13. October
1582. 585
628. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hanns Grd-
ber von Sterzing, Oberschiner bei der ldblichen Gottsgab
des 1. f. Saltzberges zu Hall. Innsbruck, 3. Nov. 1582. 586
632. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar, Be-
nedict, Matheus und Abraham, Gebriider und Vettern die
Rorer, wegen der Dienste- des Caspar, welche er als Maler
dem Erzherzog erzeugt hat. 20. December 1582. 587
636. Wappenbrief fur Caspar Pacher in Vllteo..
Innsbruck, 19. Juli 1577. 588
642. Wappenbrief mit Lehenartikel far Adam, Michael,
Hannss und Fridrich von Tartsch, Gebrfider. Innsbruck,
9. December 1577. 589
646. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr den 1. f.
Pflegsverwalter und Richter zu Rottenburg am Inn Jacob
Schwaiger. Innsbruck, 20. Mai 1579. 590
652. Adelsfreiheit und Besserung des ihrem Ge-
schlechte von Kaiser Carl V. verliehenen Wappens fttr
Hanns, Fussknechts-Hauptman, -und Erasmen, derStadt Wien
Wachtmaister, die Wild en. Innsbruck, 29. Juni 1579. 591
658. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Abraham Fr8-
lich, Burger zu Meran. Innsbruck, 20. Mai 1579. 592
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VI. Band.
1. Wappenbrief fur Christoph und Hans die Platzen,
Gevettern, zu Latsch. Innsbruck, 3. Januar 1583. 593
5. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Martin Sauter
ru Stockhach. Innsbruck, 1. Februar 1583. 594
9. Wappenbrief fur Balthasar Friekh zu Schlanders.
Innsbruck, 3. Februar 1583. 595
13. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Adam Han.
Innsbruck, 3. Februar 1583. 596
17. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg und
Caspar Kirchmayr, Gebruder (eigentlich Bestatigung des
ihnen und ihrem verstorbenen Bruder Bernhard von Kaiser
Ferdinand I. angeblich 1559 verliehenen Wappens). Inns-
bruck, 15. Februar 1583. 597
22- Wappenbrief mit Lehenartikel fur den 1. f. Pfen-
werthandels-Gegenschreiber beim Berg- und Schmelzwerk in
Schwatz Michael und fur Abraham die Mayr, Gebruder.
Innsbruck, 15. Februar 1583. 598
27. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hanns Jacob
und Heinrich die Stolln. Innsbruck, 1. Mfe 1583. 599
32. Wappenbrief "mit Lehenartikel fur Michael, Wolf-
gang, Hans, Matheus und Ruprecht die Pardeller, Ge-
bruder. Innsbruck, 6. M&rz 1583. 600
36. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Niklas und
Hans die Mark hen, Gebruder. Innsbruck, 7. Marz
1583. 601
40. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Balthasar, Ni-
clas und Hans die Nflbl, Gebruder, zu Nauders. Innsbruck
10. M&rz 1583. 602
44. Wappenbrief fur Michael und Hans die Brand),
Gebruder. Innsbruck, 13. Marz 4583. 603
47. Wappenbesserung fur Veit Netlich, An wait der
1. f. Herrschaft in Luenz. Innsbruck, 13. Marz 1583. 604
53. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Johannes
Tschitscher, der freien Ktinst Magist r und Pfarrer zu
Ferdinandeuiitt-Zeitachrift, f
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Clausen, und seinen Bruder Paul. Innsbruck, 13. Marz
1583. 605
57. Wappenbrief mit Lehcnartikel fur Martin Kon n tz,
dessen Sohn Caspar Burger und Peckh in Hall im Innthal
ist. Innsbruck, 1& Marz 1583. 606
61. Wappenbrief mirLehenartikel fur Karl Spaurer
zu Trostburg. Innsbruck, 13. Marz 1583. 607
65. Wappenbrief mit Lehenartikel f tir Hanns P e t z i n e r
genannt Thurner. Innsbruck, 15. Marz 1583. 608
69. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Augustin Plat-
zoler. Innsbruck, 18. Mftrz 1583 609
75. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Anthoni,
Jacob und Christoff die Weiss en, Gebriider. Innsbruck,
18. Marz 1583. 610
80. Adelsfreiheit, Wappenbesserung und Rotwachs-
freiheit fur Engelhard, erzh. Kanzleiverwandter, und Ulrich,
Zolner an der Talfer in Botzen, , die Ettenharder und
far deren verstorbener Gebriider Christoff und Georg hin-
terlassene Kinder. Innsbruck, 18. Mftrz 1583. 611
87. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob Bore II,
Burger und Handlsman in Brixen, und fur seines verstorbe-
nen Bruders Matheus SOhne Hans, Burger und Handelsmann
zu Brixen, Anton und Jacob die Borell. Innsbruck,
3. April 1573. 612
91. Wappenbrief fur Hans Andre Daschera und dessen
Vettern Niklas, Wolff und Joseph Daschera. Innsbruck,
22. April 1583. 613
95. Bestatigung der den Gebriidern Conrad, 1. f. Haupt-
inann zu Arch, Simon, Steuerneinnehmer am Eysackh, Pan-
thaleon und Hans Jacob, erzh. Hofkanzlei-Expeditor, sowie
deren verstorbenen Bruders Martin Sohn Christof, denen
Schfiestl von Kaiser Rudolph H. untenn 9. October 1578
verliehenen Adelsfreiheit, nebst Wappenbesserung und Rot-
wacbsfreiheit. Innsbruck, 1. Mai 1583. 614
108. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans und Peter
dig Wernudl, Iauibruck, 1, Mai 1583, 615
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\V3. vV~«-f>f>eiibrief mit Lehenartikel fur Hans Platz-
*«, tessera &<*l»n Abraham Burger in Meran nnd Gericht-
*Coreiber an Gargoao ist. Innsbruck, 2. Mai 1683. 616
117. "Wa-PP^nlwief mit Lehenartikel fur Jacob Flyri
za Latech. loD*bmek, 2. Mai 1583. 617
121. Wappenkrief ftr Adam Sau miller, Burger zu
Prauneggeo. InnsbriKdt, 3. Mai 1583. 618
125. W»PPenl>«-ief mit Lehenartikel ftr Andreas T ham,
Burger in Botzen. Innsbruck, 3. Mai 1583. 619
129- 'WaPPenl>»ief mit Lehenartikel fur Georg Kdrb-
ler za St. Miohel> Oerichts Altenburg. Innsbruck, 3. Mai
1583. 620
133. W»ppen*>rief mit Lehenartikel filr Hans Prug-
ger, Burger zn Meran, und dessen BruderssShne Christof
Bad Valthin die Prugger. Innsbruck, 5. Juni 1583. 621
137. Adels- n.nd Rotwachsfreiheit nebst Wappen-
beuernag **»«" Hans Reich art, erzh. Hofsecretari. Inns-
brncfc, 17. Juni 1583. 622
143. Adels- nnd Rotwachsfreiheit nebst Bessernng des
jhren Vorfahreo von Kaiser Friedrich HI. verliehenen Wap-
pena far die Gebrflder Alexius, 0. 0. Regiments-Secretar,
Ladwig, O- °' R^inient8canrieiscbreiber, und Georg, Erz-
herzoga Carl f^^QrxaasUit zu Gratz, die Endorffer.
Innsbrack, X- J«* ^83. 623
l&l- *PSfDfr"ef «>«* Lehenartikel furMathes Spiess,
e«Sa- "LeH>- ««d Hof*t*r8chner, und seines rerstorbenen Vet-
\bc* August*0 Spies* hin^^^ g^^ HaDg) GabrieJ) Ao_
Justin nnd Balthaaar. inn8brnckt 2 ju]i 1533. 624
1&5. Wappenbrief m|t Lehenartikei n, Hann8 Kflgt_
-VeT. Innsbruck, 2. Julf 1683 626
159. Wappenbrief tfirSebastianPlannckhenstainer.
Innsbruck, 2. Jnl* 1583. 626
163. Wappenbrief mit Lehenartikel fnr Georg Hamerl
genaont Garber, Burger und Schiffmeister in Hall. Inns-
brock, 7. Juli 1583. Q21
169. Wappenbrief v^t Lehenartikel fur Georg, Mar-
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tin, Wolff, Erasmus, Joachim, Cristof und Bartlme die
Summer, Gebrtider, von P5mekh aus Meyssen. Innsbruck,
28. Juli 1583. 628
173. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Jacob
Stieferl, Sohn des verstorbenen Stadtschreibers Veit Stieferl
in Klagenfurt. Innsbrnck, 28. Juli 1583. 629
177. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebrtider
Conrad, Bartholome, Marx und Hans die Marckhart
von Karlstatt. Innsbruck, 28. Juli 1583. 630
181. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Jeremias,
Hanns, Jacob und Niklas die Dominicus, Gebrtider, aus
Zutz. Innsbruck, 28. Juli 1583. 631
185. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Gedrg und
Hans die Prunner, Gebruder. Innsbruck, 28. Juli
1583. 632
189. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Balthasar
Pinter genannt Gementarius, Richter zu Calthern und
Laimburg. Innsbruck, 28. Juli 1583. 633
193. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Caspar, Rich-
ter auf Tysens, und Adam A r qui n, Gebrtider. Innsbruck,
28. Juli 1583. 634
197. Wappenbrief fiir Hanns F ritzier, Burger zu
Silion. Innsbruck, 28. Juli 1583. 635
203. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Nicolaus T e u b I,
gesessen Gerichts zum Stain unnder Lebenberg. Innsbruck,
10. August 1583. 636
207. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r HansZwinckh.
Innsbruck, 22. August 1583. 637
211. Wappenbrief mit Lehenartikel fur den Doctor
der Rechte Leonhard Plebst und dessen Brtider Hans,
Sebastian, Daniel und Wolff. Innsbruck, 10. September
1583. 638
2 1 5. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Peter T r e u e r,
sesshaft im Gerichte Sarnthal. Innsbruck, 10. September
1583. 639
218. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Johann Egg,
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der freien Ktoste Magister. Innsbrack, 26. September
1583. 640
222. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Geflrg, Caplan
zu Undermaiss, and Jacob, der erzherzogl. Gemahlin Camer-
diener, die Zeller, Gebriider. Innsbruck, 29. October
1583. 641
228. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hans und
Caspar Gebriider die Friderich, Bedienstete bei der tyrol
und erzh. Hofcamer, und deren Vettern Hans und Friedrich
die Friderich. Innsbruck, 29. October 1583. 642
234. Adelsbestatigung und Wappenbesserung fur die
Gebriider Hans Jacob, Wilhelm Hans, Gaudenz und Jere-
mias die Schmid von Gruenegg. Innsbruck, 3. Januar
1583. 643
242. Wappenbrief fur die Gebrflder Jacob, Burger zu
Glurns, und Thoman und ihres verstorbenen Yaters Briider
Jacob und Balthasar die Weisskopf. Innsbruck, 3. Fe-
bruar 1584. 644
246. Wappenbesserung fiir den edlen VlrichMasch-
wander von und zu Schwanau, tyrol. Camerrath.
Innsbruck, 14. M&rz 1584. 645
256. Wappenbrief far die Gebriider Lorenz und Con-
radt die Hertz en. Innsbruck, 1. April 1584. 646
260. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Veit und Hans
die Strymer, Gebriider, und deren Vettern Christian,
Valthin, Moritz, Hans uud Veit die Strymer am Sonnen-
berg. Innsbruck, 7. April 1584. 64t
264. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebriider
Georg, Bergwerksverweser zu Stertzingen, und Leonhardt,
die Clausner. Innsbruck, 18. April 1584. 648
268. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Vrban T a u r e r
aus dem Gericht Marquartstain in Baiern. Innsbruck,
18. April 1584. 649
273. Wappenbrief ftir Caspar Voyt, Burger an
Meran. Innsbruck, 18. April 1584. 650
276. AdeUfreiheit mit Besserung des von Kaiser
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Maximilian (I.?) ihren Vorfabren verliehenen Wappens fiir
Julius, Gericht8 Secretar und Schatz Registrator der 0. 0.
Regierung, und Hans dieWeyman, Gebriider. Innsbruck,
18. April 1584. 651
282. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Leonhart, erzh. Camerdiener, Hans, Lukas, Cristof, Hein-
rich und Christof den Jungern die Mayr. Innsbruck,
18. April 1584. 652
288. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Daniel Puckh.
Innsbruck, 20. April 1584. 653
292. Wappenbrief ffir die GebrQder Wilhelm, Cristof,
Georg und Hans die K 6 b a 1 d t Innsbruck, 20. April 1584. 654
296. Wappenbesserung fiir die GebrQder Hanns, d. Z.
Richter zu Glurns und Malls, Christoff, Georg, Sebastian
und Vrban die Andreen. Innsbruck, 3. Mai 1584. 655
300. Wappenbesserung fiir den edlen Hans Mor zu
Sibenkirchen. Innsbruck, 1. Juni 1584. 656
304. Wappenbrief fiir die aus Sicilien stammenden
Gebriider Ludwig, Bildgiesser, Jacob Bernard, Franz Sal-
vator und Johann Vincenz de Due a. Innsbruck, 20. Juni
1584. (Latein.) 657
311. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Peter Putsch
aus Bozen. Innsbruck, 1. Juli 1584. 657 a
316. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Anton, Capel-
diener des Cardinals Andre von Oesterreich, Michael und
des verstorbenen Franz hinterlassene Sohne Hans, Jacob,
Medardus und Franz die Beringer, welches Geschlecht
tibrigens schon von Kais. Maximilian I. das nun „von Newem"
verliehene Wappen erhalten hatte. Innsbruck, 2. Juli 1584. 658
322. Wappenbrief fiir die Gevettern Peter und Hans
die Amman aus Bludenz. Innsbruck, 2. Juli 1584. 659
326. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gabriel Mayr,
Burger und Gastgeb zu Vllm. Innsbruck, 2. Juli 1584. 660
330. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg und
Caspar die Fellengiibel von der Lignitz. Innsbruck,
2. Juli 1584. 661
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334. Wappenbrief roit Lehenartikel fiir Petor Gorra
genannt Gorret, Burger ia Innsbruck. Innsbruck, 2. Jxili
1584. 662
338. Wappenbrief rait Lehenartikel fur Jacob V5gl,
Stadtamraan zu Bre^enz. Innsbruck, 2. Juli 1584. 663
342. Bestatigung der von Kaiser Rudolph II. untenn
29. October 1581 dem Balthasar Brits chwitz und dessen
Bruder Hans verliehenen Adelsfreiheit sammt Wappen fur
den Erstgenannten und die hirtterlassenen Kinder des ver-
storbenen Hans Britschwitz. Innsbruck, 24. Juli 1583. 664
358. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans R a 1 1 i c h,
Zoller in der Stadt Rovereit. Innsbruck, 3. Aug. 1584. 665
362. Wappenbrief fiir Harms Rheyhenfellder.
Innsbruck, 9. August 1584. 666
366% Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bartlome
Seytz. Innsbruck, 2. September 1584. 667
370. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Thomas
Jhenetto. Innsbruck, 31. December 1584. 668
374. Adelsfreiheit fur die Gebriider Bartlmee, Lanndt-
schreiber der Tyrol. Landtschaft an der Etsch, Cristof und
Caspar die Hueber, mit Besserung des ihren Yorfahren
von Kaiser Carl V. verliehenen Wappens. Innsbruck,
9. October 1584. 669
(Fol. 381=383 unbeschrieben.)
384. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Hire-
bain, Burger und Papierer zu Khemeten. Innsbruck,
9. October 1584. 670
388. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael Wi-
senegg, 1. f. Gerichtsanwald zu Botzen. Innsbruck, 14. Oc-
tober 1584. 671
392. Besserung des von Kaiser Maximilian II. ver-
liehenen Wappens fur Michael Stoltz, gew. Stadt- und
Landrichter zu Griess und Botzen, d. Z. Pfleger auf Tent*
schenofen. Innsbruck, 15. October 1584. 672.
400. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die
Georg, erzb. Leibschutz, Vallftr nnd^^& *^ ^HT^r
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— 104 —
auch deren Vettern Balltassar und Sigraund von Pendt.
Innsbruck, 4. November 1584. 673
404. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Arquin,
Wiirt und Gastgeb in Prissan, auch seine SChne Christof,
erzh. Leibschiitz, Simon .und Valetin. Innsbruck, 4. No-
vember 1584. 674
408. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Christof
Lang von Schembnitz und Zacharias und Andreas die Lan-
gen, Gebriider. Innsbruck, 14. November 1584. 675
414. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Christian Le-
ner, Wfirt underm SchSnberg. Innsbruck, 20. November
1584. 676
418. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Christof Bren-
hauss, Burger zu Neumarkt. Innsbruck, 2. December
1584. 677
422. % Wappenbrief rait Lehenartikel fur Michael
Baldauf. Innsbruck, 14. November 1584. 678
428. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andre Eberl,
erzh. Canzlei-UnterhofschaflFner. Innsbruck, 24. December
1584. 679
433. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gevettern
Valthin, O. 0. Regitnents-Canzleidiener , und Andre, des
Herzogs von Ferrara Hofdiener, die Hengler. Innsbruck,
31. December 1584. 680
VII. Band.
1. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Jacob und
Jorg die Haberl, Gebriider, aus Hall. Innsbruck, 1. Ja-
nuar 1585. 681
5. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bernhart B u e c k fa-
may r, Burger und des Raths zu Rosenhaim. Innsbruck,
1. Januar 1585. 682
9. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebriider
Hans, erzh. Hreibtrabant, Jacob, Stefan, Egydi und Thomas
die StockJier. Innsbruck, 1. Januar 1585. - 683
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— 105 —
13. "Wappenbrief nrit Lehenartikel fur Michael Steh-
Jin von Beblingen. Innsbruck, 1. Januar 1585. 684
17. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Oswald Khel-
ler, Burger zu Reiten, Gerichts Ernberg. Innsbruck,
1. Januar 1585. 685
(Fol. 20 und 21 unbeschrieben.)
22. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebruder
Anton, Med. I>r- nndCanonicus St. Mariae in Arcu, Johann,
Peter, Franz und .Alexander und deren Vetter Martin die
Binelll Iansbruck, 1. Januar 1585. (Lateio.) 686
29. Wappenbrief fur Conrad Zech. Innsbruck,
1. Januar 158&- m 687
33, "Wappenbrief mit Lehenartikel fur Wolffgang
ZwBlfpott Innsbruck, 1. Januar 1585. 688
37. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Niclas Schmid
von Regensbixrg- Innsbrnck, 1. Januar 1585. 689
41. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans und
Michael Phiss fc x* e r , Gebruder. Innsbruck , 1. Januar
1585: m 690
45. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Jacob, Schreiber
in der 0. O. BegitneIltscanzki. und Mathias die Bernhart,
Gebruder. Inii^br-ncfe, 15. Januar 1585. 691
51. Wappenbrief ffcr die Gebruder Cristof, Gerichts-
anwalt za Lass, ^j^nt^i\9 Valthin, Peter, Jacob, Hans, Paul
mid Andreas die "V er dross en. Innsbruck, 15. Januar
1585. , 692
55. WaCfrt*^*3**1"16^ m^ lehenartikel *"r Leonhard
Scheiben^o^^ *** BQr8^rraeister zu Innsbruck, und dessen
Bruder Paul xxncl Balthasar. Innsbruck, 17. Januar
irq?) 693
59 ^WapPetll:)rief mit Lehenartikel fur Peter Khapf-
" - xr it^biichl. Innsbruck, 1. Febrnar 1585. 694
finger m j^**--^ ., .
fio ^dLe!»^rellie nnd Wappenbesserung fur Johann
^ - " «** a. n. OT ^Hingen. Innsbruck , 1. Februar
Leinsenmau *
1585
71 Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Hieroni-
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— 106 —
mus Bo lit, Secret&r des Gottshauses zu St. George n ira
Schwarzwalde. Innsbruck, 1. Februar 1585. 696
77. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Vlrich
Meyrl und dessen Vetter Florian Meyrl. Innsbruck,
I. Februar 1585. 697
84. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg Reiss.
erzh. Camerheitzer. Innsbruck, 11. Februar 1585. 698
(Fol. 87 und 88 unbeschrieben.)
89. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans J&ggli,
des Kaths und Oberpaumaister zu Kostantz. Innsbruck,
II. Februar 1585. 699
94. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Ulrich Gass-
ner, Forstmeister der Landgrafschaft Nellenburg, und dessen
Bruder Wolfgang. Innsbruck, 11. Februar 1585. 700
(Fol. 97 und 98 unbeschrieben.)
99. Wappenbesserung fiir Melchior, Obristen Wald-
maister, Bergrichter an der Etsch und Holtz-Zollner in
Fleimbs, uod Martin, Gebriider, und deren Vettern Julius,
Erzh. Carl's Secretar, Leonhart, Jacob, Hans, Vrban,
Michael und Caspar die Kleiber. (Das alte Wappen war
der Familie 1548 vom rom. Konige Ferdinand I. verliehen
worden.) Innsbruck, 11. Februar 1585. 701
105. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Rasp
von Giintzburg, sowie fur dessen Sflhne Veit, erzh. Leib-
schutz, Hans, Michael, Ulrich und Georg. Innsbruck, 3. Marz
1585. 702
109. Wappenbesserung fiir den edlen Caspar von
Sal a aus Taufers. Innsbruck, 7. M&rz 1585. 703
113. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Augustin
Distelfinckh, Probst des Gotteshauses in der Neuenstift,
und dessen Vetter Hans. Innsbruck, 22. Marz 1585. 704
118. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Wolfgang, Priester in Innsbruck, Veit und Hans die Khai-
ser. Innsbruck, 29. Marz 1585. 705
123. Wappenbrief rait Lehenartikel fur Sigmund, Ka-
Kf
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poral der erzh. Leibschiitzen, und Andreas Ge ho rs am b-
8 tain, Gebriider. Innsbruck, 30. Marz 1585. 706
127. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir die Gebriider
Mathes, erzh. Hofcaplan, Peter, Christof und Valthin die
Mfintzen. Innsbruck, 30. Marz 1585. 707
131. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir die Gebriider
Oswald, erzh. Leibschfitz, Georg und Hans die Staudacher.
Innsbruck, 30. Marz 1585. 708
135. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gall Taler
von Alldein. Innsbruck, 30. Mftrz 1585. 709
139. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Conrad M oi-
ler an, Bediensteten bei der erzh. Cammer, und dessen Ge-
briider Hans, Nikolaus und Peter. Innsbruck, 30. M&rz
1585. 710
143. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebriider
Wilhelm, Hans, Simon und Leonhart die Fran ck hen.
Innsbruck, 30. Mfirz 1585. 711
147. Wappenbrief fur Niklas an derLinden. Inns-
bruck, 30. Marz 1585. 712
151. Wappenbest&tigung mit Lehenartikel fur Walther
Gandtner, Hofhafner und Burger in Innsbruck, dem das
Wappen bereits unter'm 21. September 1573 verliehen wor-
den, und Wappenverleihung mit Lehenartikel fur dessen
Gebruder Hans, Georg, Cristof und Thoman die Gandtner.
Innsbruck, 1. Mai 1585. 713
1 55. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenbesserung
ftir Conrad Dietz, erzh. Hofsecret&r, und dessen Vettern
Hans zu Kembnath, Hans zu Rovreuth, Hans zu Prossath,
Thomas und Georg. Innsbruck, 13. Mai 1585. 714
163. Wappenbrief fur die Gebriider Jacob, Heinrich
und Hans die Hugellen. Innsbruck, 1. Juni 1585. 715
167. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Leonhart
Praytenlochner, Burger zu Hall. Innsbruck, 8. Juli
1585. 716
173. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Leonhart
Schweninger, erzh. Hofprunuenmaister , &ucb dessen
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Sohn Leonhart, erzh. Silberdiener. Innsbruck, 18. Juli
1585. 717
177. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Thoinan P&l,
Burger zu Braunegg. Iunsbrack, 28. Jali 1583. 718
182. Wappenbrief mit Lehenartikel for Sebald Hutt-
ler, gewester Fehndrich. Innsbruck, 2. Aug. 1585. 719
187. Wappenbrief far Mang Chris tan aus Schlan-
ders. Innsbruck, 2. August 1585. 720
191. Wappenbrief mit Lehenartikel f8r Christian Gr i m-
perger. Innsbruck, 20. August 1585. 721
195. Wappenbrief ffir Hans Lehner, Burger zu
Sterzing. Innsbruck, 20. August 1585. 722
199. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Bruder
Hans und Cristof und die Vettern Hans, Michael, Georg,
Sigmund, Gregor, Hans und Jacob die Mayer zu Fritzens.
Innsbruck, 20. August 1585. 723
203. Wappenbrief fiir Georg Schreiber, der freien
Kunst und Filosofie Magister, von Ereckhertzhofen. Inns-
bruck, 1. September 1585. 724
207. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Mun-
ding. Innsbruck, 1. September 1585. 725
211. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr die Vettern
Hans, Valtin, Blasi und Hans die Psenner. Innsbruck,
2. September 1585. 726
215. Wappenbesserung fur Matheus Weingartner,
Pfleger des Spitals zum h. Geist zu Blaubeurn. Innsbruck,
6. September 1585. 727
219. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die GebrQder
Michael, der Gemalin des Erzh. Ferdinand Erzherzogin zu
Oesterreich Anna Katharina Leibschneider , Matheus und
Christof die Geylperger. Innsbruck, 9. Sept 1585. 728
223. Wappenbrief mit Lehenartikel fdr die Gebr&der
Mathias, Hans und Jacob die Hanibal. Innsbruck,
16. September 1585. 729
227. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Anton Schaf-
ler, erzh. Hofthiergartner. Innsbruck, 16. Sept. 1585. 730
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231. Wappenbrief fQr die Gebruder Hans, Balthasar
and Johann die Oberkhofler. Innsbruck, 24. September
1585. v 731
235. Wappenbrief fiir Georg Zwickh, Handelsmann
ans Schwatz. Innsbruck, 28. September 1585. 732
239. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Melchior, erzli. Leibschtltz, Caspar, Balthasar, Martin und
Johann die Kuntz. Innsbruck, 2. October 1585. 733
24 3. Wappenbrief fur Mathias Parzayer (oder B a r-
zayer), Burger in Botzen. Innsbruck, 2. Oct. 1585. 734
249. Wappenbrief fiir Johann Baptist, Jacob, Sal-
vator und Paul, Gebriider, und ihren Vetter Dominikus, die
del Ayo. Innsbruck, 2. October 1585. 735
254. Wappenbesserung und Rotwachsfreiheit fur den
edlen Christof von Hirschau zu HirschBgg, gewesten
erzh. Truchsess und Verwalter der Laudgrafschaft Nellenburg
Innsbruck, 10. October 1585. 736
263. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Melchior
Zieglauer, Gerichtsanwald in Leifers, Landgerichts Gries
und Botzen. Innsbruck, 10. October 1585. 737
267. Wappenbrief fur Andre Z i e g 1 e r, Burger zu Lienz.
Innsbruck, 1. November 1585. 738
271. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr die Gebruder
Matheus, G5rg und Linbart die L5 gen. Innsbruck, 29. No-
vember 1585. 739
276. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fiir Josef
Endrigi, Faktor der Probstei zu Trient. (Die Familie er-
bielt 1552 von Kaiser Ferdinand I. einen Wappenbrief.)
Innsbruck, 29. November 1585. 740
279. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Leonhard,
erzh. Leibtrabant, Hans, Wolfgang, Cristof und Balthauser
die H5rman, Gebriider. Innsbruck, 29. November
1585. 741
283. Adelsfreiheit und Wappenverleihung ffir Thomas
Crosinus genannt Bonportus, der freien Ktinste Magi-
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— na —
ster & Medicin® Dr., Biirger zu Trient. Innsbruck, 29. No-
vember 1585. (Latein.) 742
289. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Christof, erzh.
Rossbereiter, und Adam die Seelig, Gebrttder. Innsbruck,
29. November 1585. 748
293. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg S ea-
ter, erzli. Leibtrabant. Innsbruck, 29. Nov. 1585. 744
297. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Christian, Forstknecht za Mels, Hans und Wilhelm die
Bieder aus Hall. Innsbruck, 29. December 1585. 745
301. Wappenbrief ftir Veit Lunglmayer, Gerichts-
schreiber zu Schenna und dessen Vetter Bartlme. Innsbruck,
1. Januar 1586. 746
305. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenbes-
serung ftir Michael Lingahol, tyrol. Gamerrath. Innsbruck,
2. Januar 1586. 747
316. Adelsfreiheit ffir Christian Hart man, Pundts-
genosse aus dem Pretigau, mit Besserung des seinen Vor-
fahren von Kaiser Maximilian I. verliehenen Wappens.
Innsbruck, 2. Januar 1586. 748
321. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Christof D raxl,
erzh. Capellnsinger. Innsbruck, 3. Januar 1586. 749
325. Adelsfreiheituber die von Christof von Hirschau,
Verwalter der Landvogtei Nellenburg, in der Stadt Stockach
neuerbaute Behausung, und Bewilligung ftir denselben, sich
vonHirscheggzu nennen. Innsbruck. 3. Jan. 1586. 750
331. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Severin Heller,
Burger in Innsbruck. Innsbruck, 14. Januar 1586. 751
335. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Zacharias,
erzh. Musiker und Trommetter, und Johann die Sagittarien,
Gebrftder. Innsbruck, 27. Januar 1586. 752
339. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die erzh. La-
kaien Christof, Mathias und Martin, Gebrftder, und deren
Vater Martin, Burger in Innsbruck, die Kr inner. Inns-
bruck, 28. Januar 1586. 753
343, Wappenbrief mit Lehenartikel fur Bartlme
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<
\
^ ill -
BAii^wfc**' 8eTiatint S^hleich, A*tronom und Geo-
meter u» NMogen, und dessen Bruder gaos U|]d G
Innsbruck, 2. Fe\>x-oa.r 1586. ^
347. Wa.*>l>€*nl>Tief mit Lehenartikel fiir Thomas Hof-
man, auch Ae&scsr* Sohn Caspar, bedienstet in der erzh.
Hofapotheke. Innsbruck, 2. Febroar 1586. 755
351. \*Ta,pi>ent>rief fiir Jacob Mayr zu Lfina. Inns-
brock, 3. Februar 1586. 756
355. \*rappeiibrief mit Lehenartikel fiir den Lakai von
Erzh. Ferdinand GeiiiaJin Maria Catharina, Erzherzogin zu
Oesterreich, Hstns SteidJ. Innsbruck, 20. Febr. 1586. 757
359. Wappenbrief mjt Lehenartikel fflr Hans Hauss-
man den Eltern, Burger zu Teltz, und dessen Sohn Hans,
erzh. Hofzuscbrotter. Innsbruck, 20. Febr. 1586. 758*
363. Wappenbiiefflr Christof Doldt, erzb. Kooh
und Protmaister. . Innsbruck, 20. Februar 1586. 759
367. W»I>penbrief mit Lehenartikel fiir die GebrQder
Andre, Bediensteten bei den Glashiitten und Erzkftsten zu
Hall, M\ch\, Peter, Hans, Christian, Sebastian, Thomas,
Stefan, Jacob und Ambros die Schnitzer. Innsbruck,
20. Februar 1&86. rjQ^
371. Adelsbestatigung nebst Wappenbesserung fiir
Thomas Cazin, Statutrichter-Amts-Verwalter zu Sulsch im
Engedein. Innsbruck, 1. Mfirz 1586. 7gj
379. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Martin Nan-
wart, auch dessen Sohn Georg, erzh. Hofdrecbsler. Inns-
brack, 3. Marz 1586. 762
383. Wappenbrief mit Lehenartikel fdr Hans G5rg
Graser. Innsbruck, 3. Marz 1586. 753
387. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Johann, erzh. Bassista bei der Hofkapelle, und Wolfgang,
die.Koppen. Innsbiuck, 13. Marz 1586. 764
391. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Theodor
Reichenberg, Pfarrer zu Auer und Vikar von Eppan.
Innsbruck, 15. Marz 1586. 735
395. Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Qeorg und
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~ 112 —
dessen verstorbenen Bruders Adam Sohn Georg, Bergrichter
des Salzbergwerks zuHall, die Laimgrueber. Innsbruck,
23. Marz 1586. 766
399. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebruder
Hans and Leonhart und die Vettern Mathes and Leonhart
die Frickhen von Rottis. Innsbruck, 30. Marz 1586. 767
403. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebruder
Georg, erzh. Hofkhellerdiener, Stefan and Simon die YbJ.
Innsbruck, 13. April 1586. 768
407. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Stett-
ner und dessen Sohn Hans jun., erzh. Zergadensdiener.
Innsbruck, 15. April 1576. 769
411. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebruder
Urban, Martin, Georg, Leonhard und Dominik die Wiser,
Burger aus Neumarkt. Innsbruck, 5. Mai 1586. 770
415. Adelsbestatigung nebst Wappenbesserung und
Botwachsfreiheit fiir Georg, Zollner am Eisackh zu Botzeo,
und dessen Vetter Bartlme die Hiertmair von Hierten-
berg, auch Ausdehnung ihres Adels aufGeorgs verstorbenen
Bruders Leonhart Sohn Melchior Hiertmair von Hiertenberg.
Innsbruck, 8. Mai 1586. 771
(Fol. 423—427 unbeschrieben.)
428. Adelsfreiheit mit Besserung des ihren Vorfahren
von Kaiser Ferdinand I. verliehenen Wappens fur Balthasar,
erzh. Hofcaplan, und dessen Vettern Johann Maria und Ni-
colaus a Martinis, Einwohner von Calliano iin Tridentini-
schen. Innsbruck, 13. Mai 1586. (Latein.) 772
435. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Jacob Maue-
muller. Innsbruck, 10. Mai 1586. 773
439. Wappenbrief fur Melchior Loher, Waybl im
Oberamt der 1. f. Landvogtey Schwaben. Innsbruck, 10. Mai
1586. 774
443. Wappenbrief fiir Hans, Gericbtsanwalt zu Munt,
und dessen Vettern Anton und Peter, Gebruder, die Runtzen
aus Kaltern. (Der Familie Buntz war ein Slterer Wappen-
brief verbrannt) Innsbruck, 10. Mai 1586. 775
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— 113 —
447. Wappenbrief mit Lehenartikel far Georg, Pfarrer
zn Reichenspeinen (?), und Hans die Khessler, Gebriider.
Innsbruck, 10. Mai 1586. 776
451. Wappeubrief mit Lehenartikel fair die Gebriider
Johann, erzb. Hofcaplan, and Stefan die K op pen. Inns-
bruck, 10. Mai 1686. 777
456. Wappeubrief mit Lehenartikel far Leonbard
Brenner. Innsbruck, 10. Mai 1586. 778
459. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr die Gebriider
Lorenz, in Verwendnng beim 1. f. Salzhandel, und Conrad
die Schneider. Innsbruck, 10. Mai 1686. 779
463. Wappenbrief mit Lehenartikel fur die Gebriider
Matheus und Bartolome dieGagesser. Innsbruck, 10. Mai
1586. 780
467. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Cristof Piih-
ler und dessen Sohn Georg, des Markgrafen Carl zu Burgau
Kammerheitzer. Innsbruck, 1. Juni 1586. 781
471. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, be-
dienstet beim Abwagzollamt zu Niderhofen, und Galliii die
Wanner, Gebriider. Innsbruck, 10. Juui 1586. 782
476. Vermehrung des alten (am 15. Juli 1575 ver-
liehenen) Wappens der Schiesser mit dem erledigten uralten
adelichen Wappen der Settelin vora Stain fur Leon-
hard Schiesser bei der Landvogtei im obern Elsass, und
Freiheit, sich von oder zu An der man sp erg zu nennen.
Innsbruck, 10. Juni 1586. 783
485. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Sebastian A u e r,
Lendhffcetter zu Hall. Innsbruck, 12. Juni 1586. 784
493. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Ge-
massmer, Stadt- und Gerichtsschreiber zu Glurns und
Malls, und dessen Vettern Hanns auf Mfitsch, Hanns zu
Malls und Hanns auf Gemassen, die Gemassnier, wie aucb
fEbr die Gebriider Moriz, Gall, Cristan, Anton und Hanns
die Gemassmer in Schnalss. Innsbruck, 1. Juli 1586. 785
497. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Ferdimndeumi-ZeiUchrift. 8
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— 114 —
Mathias und Hans die Prett aus Leifers, Landgerichts
Botzen. Innsbruck, 1. Juli 1586. 786
501. Wappenbesserung mit Lehenartikel fur Johann
Baptista, Vlrich and Leonhard die Aichner zu Paschpach,
Gebriider, und deren Vetter Valthin Aichner zu Cortinig.
1. Juli 1586. 787
505. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Thoman Hert-
nagl von Gdtzens. Innsbruck, 1. Juli 1586. 788
510. Bestfitigung der dea Gebriidern Adam und Abra-
ham den L&nsern von Eppan von Kaiser Rudolph II.
am 4. Marz 1583 verliehenen Adelsfreiheit, mit Wappen-
besserung. Innsbruck, 2. Juli 1586. 789
617. Wappenbrief fur die Gebriider Adam und Georg
die Khnogler, Biirger in Innsbruck. Innsbruck, 21. Au-
gust 1586. 790
52 1 . Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gebhart H a i n e,
Unterbaumeister in Eostanz. Innsbruck, 6. Sept. 1586. 791
525. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Vettern
Anton und Christan die Prunner aus Marggreid. Inns-
bruck, 5. September 1586. 792
529. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hieronimus
Sultzner, Amtsgerichtsschreiber zu Brauneggen. Innsbruck,
10. September 1586. 793
533. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die Gebriider
Jacob, erzh. Leibharnischmacher und Hofplatner, Abraham,
Hans und David die Dopffen. Innsbruck, 19. September
1576. 794
537. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Barthlme
Wagner, Verweser des 1. f. Bergwerkhandels zu Baten-
berg am Ynn. Innsbruck, 27. September 1586. 795
541 . Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans H u e b e r,
Zeughauspiixen- und Zimmermaister. Innsbruck, 28. Sep-
tember 1586. 796
545. Wappenbrief fiir Leonhart Froschauer und
dessen Vettern Wolfgang, Gristof und Jacob. Innsbruck,
2. December 1586. 797
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— 115 —
548. Adelsfreiheit trod Besserung des 200 Jahre alten
Wappens far Hans Georg Wagner von Bintzenheim.
Innsbruck, 20. Februar 1586. 798
VDI. Band.
I. Adelsfreiheit far Cbristoff, Berggerichtsschreiber nnd
Froner in Elsass and Sundgau, auch Jakob and Christan,
Bedien8tete bei besagtein Bergwerk im Silberhandel and Pro-
biren, Gebruder die H aid en, und Freiheit fiir den Erst-
genannten, sich von seiner neuerbaaten Behaasang im Flecken
Chirameni (?) im Belfort'schen von and zu Haidenbarg
zu nennen. Innsbruck, 31. Aagast 1585. 799
II. Bestatigang des von Kaiser Rudolph II. unter'm
30. October 1577 dem Franziskus Wettin verliehenen Reichs-
adels, Rothwachsfreiheit und Wappenverbesserung fur dessen
Sohn Franciskus Wettin. Innsbruck, 29. Juli 1581. 800
21. Wappen brief mit Lehenartikel fur Hans St and er.
Innsbruck, 1. Januar 1582. 801
25. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Strobl,
Quardarober des Markgrafen Gar] von Burgau. Innsbruck,
30. Juni 1583. 802
29. Wappenbrief mit Lehenartikel far Heinrich, Hans
Heinrich, Caspar und Hans, Gebruder, und ihre Vettern
flans Felix, Hans Georg, Jakob und Peter die Erne.
Innsbruck, 28. Juli 1583. 803
33. Wappenbrief mit Lehenartikel f iir Jeremias, Pfar-
rer zu Matray, Georg und Hans dieTuttenkhofer, Gebru-
der. Innsbruck, 3. Januar 1586. 804
37. Uebertragung des von Kaiser Carl V. 1529 dem
Sebastian Aigner verliehenen und in Folge des Aussterbens
der Familie erledigten Wappens auf Mathias, Cyprian, Josef
und Thoman die Z archer, Gebruder. Innsbruck, 13. Ja-
nuar 1586. 805
41. Wappenbrief mit Lehenartikel for Leonhart, Caplan
8*
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— 116 —
am Cunterssweg, and dessen Vetter David die Plan ck he n.
Innsbruck, 10. August 1586. 806
45. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Thomas,
kon. spanisch. Fussknecht-Hauptmanu , Simon, k5n. span.
Fehndrich, Franz, Christof und Anton die Hueter, Ge-
brtider, von Stertzing. Innsbruck, 31. August 1586. 807
(Fol. 52 und 53 unbeschrieben.)
54. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Artz-
perger von Kapffingen. Innsbruck, 28. Sept. 1586. 808
58. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Schna-
bel. Innsbruck, 2. December 1586. 809
62. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Johannes
Baptista de Ferrarijs, artium & med. Dr., erzh. Physicus
und Medicu8, in Ansehung zehnjahriger Dienste, wie auch
far seine Gebruder Anton, Bernardin und Franciscus de
Ferrarijs, Einwohner von Roveredo und Ala in der tri-
dentiner Dioecese. Innsbruck, 31. Januar 1857. (Latein.) 810
70. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Martin Pap pin,
Burger und Handelsmann zu Rosenhaim. Innsbruck, 20. Fe-
bruar 1587. 811
74. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Joachim Weit-
gasser, Bergwerksverweser zu Klausen. Innsbruck, 28. Fe-
bruar 1587. 812
78. Wappenbrief f&r Marx Thurnherr, Schulthais
zu Habschaim, und seinen Sohn Nikolaus, der freien Kiinste
Magister und Vorderosterr. Regiments-Kanzleischrciber. Inns-
bruck, 1. M&rz 1587. 813
82. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Sebastian Zim-
merman. Innsbruck, 2. M&rz 1587. 814
86. Wappenbrief mit Lehenartikel filr Viktor L eh ner
Burger zu Kufstein. Innsbruck, 17. M&rz 1587. 815
91. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans, Bedien-
steter in der erzh. Hofapotheke, und Balthasar die Bit tier,
Gebruder. Innsbruck, 25. Marz 1587. 816
95. Wappenbrief mit Lehenartikel furMelchiorGaggia
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in der Vallis Solis (Sulzberg). Innsbruck, 25. Mftrz 1587.
(Latein.) 817
101. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Frei-
held, Zollamtsgegenschreiber am Eysackh zu Botzen, woinit
demselben das durcb das Aussterben der Familie Kiesf el-
der aus Botzen erledigte Wappen verlieheu wird. Inns-
brat*, 1. April 1587. 818
105. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Isak, als erzh.
Hofportratmahler die freie Kunst der Konterfeiturey ausubend,
nnd Jakob die Martin, Gebriider aus Antorff. Innsbruck,
3. April 1587. 819
109. Wappenbrief mitLehenartikel fur Narziss, Georg und
Bartlme die Z i n 1 i n, Gebriider. Innsbruck, 30. April 1587. 820
113. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Mathias Pilhl-
hueber, Bergrichter der 1. f. Herrschaft zu Kitzpiichl. Inns-
bruck, 4. Mai 1587. 821
118. Wappenbesserung und Rotwachsfreiheit fiir Chri-
stof, 1. f. Hofpfenningmeister, Hans, Sigmund und Wilhelm
die Sattlberger, nachdem dem Geschlechte bereits von
K. Ferdinand I. der Adel verliehen worden war. Innsbruck,
7. Mai 1537. 822
129. Wappenbrief mit Lehenartikel filrMatheus Wid-
man von Coreth. Innsbruck, 11. Mai 1587. 823
133. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gabriel, La-
kay des Fursten Carl Markgrafen von Burgau, und Moritz,
erzh. Leibschiitz, die Khnollen, Gebriider. Innsbruck,
11. Mai 1587. 824
137. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Wilhelm
Krauss, erzh. Mundkoch. Innsbruck, 11. Mai 1587. 825
141. Wappenbrief mit Lehenartikel^ fur Martin Hotz.
Innsbruck, 13. Juni 1587. * 826
145. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Leonhard Si-
mon Erlacher vonJSchwatz. Innsbruck, 25. Juni 1587. 827
148. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, Simon,
Rueprecht, Hans und Melchior die Hueber, Gebriider.
Innsbruck, 25. Juni 1587. 828
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152. Wappenbrief mit Lehenartikel far Martin Fr iieauf,
Burger zu Clausen. Innsbruck, 21! Juli 1587. 829
156. Wappenbesserung mit Lehenartikel fur die Ge-
brfider Dominik, erzh. Hofkupferstecher, Hieronimus, Peter,
Tobias, Johann Baptista und Rafael die Gustodis. Inns-
bruck, 2. August 1586. 830
160. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir ChristofKha-
ser, Arzneikunstler. Innsbruck, 10. August 1587. 831
(Fol. 164 und 165 unbeschrieben.)
166. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Michael We-
ber, Leibbarbier des Cardinals Andre von Oesterreich. Inns-
bruck, 22. August 1587. 832
170. Wappenbrief rait Lehenartikel fiir Paul, Sigmund
und Elias die Weyerlehner, Gebruder, Burger in Meran
Innsbruck, 11. September 1587. 833
174. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Melchior, Bur-
ger und Maler zu Hall, Ludwig und Cristof die Bitter 1,
Gebriider. Innsbruck, 13. September 1587. 834
178. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Leonhard
Wanger, Gerichtsanwaldt zu Uttenhaim. Innsbruck, 4. Sep-
tember 1587. 835
182. Wappenbrief fiir Georg, Richter der Herrschaft
zu Castelbel, und Peter, Gebrfider, und deren Vetter Ma-
theus, die Hartl. Innsbruck, 12. October 1587. 836
186. Wappenbrief mit Lehenartikel f3r Hans den
Aeltern und Hans den Jungero, Lakay beim FGrsten Carl
Markgrafen zu Burgau, die Grausen (oder Khraussen),
Gebruder. Innsbruck, 15. October 1587. 837
193. Adelsfreiheit fur die Gebruder Balthasar, Chri-
stof und Georg die Rottenbuecher nebst Besserung des
vom Kaiser Friedrich HI. 1488 ihren Vorfahren verliehenen
Wappens. Innsbruck, 19. October 1587. 838
198. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg B ab-
ler, gew. Landgerichtsschreiber der Grafschaft Werdenfelss,
auch dessen Sohn Balthasar, d. Z. des Obersten Vorst-
maisters in Tyrol Ambtsschreiber, wegen des erstern Dienste
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^^^8 VerwaLltex- ini Boflfiietermaister- hernach im 1. f. Vorst-
^* ^Uter- Ambt in T-yrol. Innsbruck, 6. Nov. 1587. 839
20S5. "^Va.ppexibrief mit Lehenartikel fur Hans tmd
C3^0t$r dio Siferlinger, GebrUder. Innsbruck, 4. Decem-
^^X \^%T . 840
206. "Wappeiibrief mit Lehenartikel fur Georg Khlin-
ger von Ratenberg und dessen Sohn Cristof, Zollamts-Ge-
genschreiber atif der Th5ll Innsbruck, 5. Dec. 1587. 841
210. "Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael und
JSeinricb die Krempschen, Vettern. Innsbruck, 18. De-
cember 1587. 842
214- AclelsfVeiheit mit Wappenbesserung fur Jenewein,
-Secretarj des JETfirsten Carl Markgrafen zu Burgau, und
i'elix, Gebruder, and deren Vetter Albein die Laturner,
*nit der Freibeit, sich von Thurn zu nennen. Innsbruck,
S. Januar 1588. 843
220. A^delsfireiheit und Wappenverleihung fur Hanss,
Xeattinandt des ITiirsten Carl Markgrafen zu Burgau, Urban,
[Michel, "Veit. und Barthlme die Khembter von Annenberg
fcxvft^LevcYisseT*, Gebruder. Innsbruck, 10. Jan. 1588. 844
230- ErYiebung des dem Hans Jacob Schuestl, 1. f.
Hofkanzlei-TSxpeditor, gehftrigen Gutes zum Turn in HSttin-
gen \>e\ Tnoslsruck zu einem frei-adelichen Sitz, nebst der
"Freibeit* sicli von Liechtenturn zu nennen, furdenselben
raid dessen Brflder Konrad und Simon. Innsbruck, 29. Ja-
nuar 1588. 845
234. Erhebung des im Dorfe Stans, Landgerichts
"Freindtsperg und Schwatz, gelegenen Hofes, ehemals der
TL\etioger- und Carlhof genannt, zu einem frei-adelichen Sitz,
nut der Freiheit, sich davon von Ruedlsperg zu nennen,
fur Heinrich Ruedl, obristen Fugg*rischen Bergwerk-Fak-
tor in Tyrol. Innsbruck, 29. Januar 1588. 846
240. Adels- und Rotwachsfreiheit fur Jacob Bertolf,
Miinzmaister in Hall. Innsbruck, 1G. Februar 1588. 847
246. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Albrecht von
Ortenstain den Aeltern, gewesten erzh. Falkner,und dessen
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Sohn Albreoht den Jilngern, Lakai bei dem Fttrsten Carl
Markgrafen zu Burgau. Innsbruck, 31. Marz 1588. 848
250. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jacob, beim
Rathe der 0. 0. Regierung bedienstet, und Georg die Eisen-
schmid, Gebrlider. Innsbruck, 31. M&rz 1588. 849
254. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Veit Wil-
li alb m von Mtsch, Gerichts Schlanders, und Hans Yeit
und Loyen die Wilhalbm, Gevettern. Innsbruck, 31. Mfirz
1588. 850
258. Adelsfreiheit und Wappenbesserung f&r Christof
Pintzner, Cammerdiener des F&rsten Carl Markgrafen zu
Burgau. Innsbruck, 31. Mfirz 1588. 851
266. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr Mathes Mayer,
erzh. Fehndrich, von Stertzing. Innsbruck, 31. Mfcrz 1588. 852
270. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans, Peter,
Veit, Barthlme und Martin die Kuttenrainer, Gebnlder.
Innsbruck, 31. M&rz 1588. 853
274. Wappenbrief mit Lehenartikel Mir Hans, Gabriel,
Rafael und Georg die Diettenshamer, Gebrtider, aus
Trient. Innsbruck, 31. Marz 1588. 854
278. Wappenbesserung fur den edlen Adam L5ffl-
holtz. Innsbruck, 4. April 1588. 855
285. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Matheus, Hans,
Georg und Josef die Schneider, Gebrflder von Stertzing.
Innsbruck, 5. April 1588. 856
290. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Andre Suit z-
pacher, Burger von Clausen, wodurch demselben das seinen
Anverwandten, den Niderist, vom rom. K5nig Ferdinand I.
1532 verliehene und durch das Aussterben dieser Familie
erledigte Wappen ertheilt wird. Innsbruck, 5. Mai 1588. 857
295. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andre Rust,
Burger zu Inchingen. Innsbruck, 5. Mai 1588. 858
298. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Abraham
Kopp und seines verstorbenen Bruders Veit hinterlassene
Sohne Abraham und Hans. Innsbruck, 5. Mai 1588. 859
(Fol. 302 und 303 unbeschrieben.)
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304. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gall, Hofbrods-
Vemriter, und Georg die Tulfer, Gebriider. Innsbruck,
11. Mai 1587. 860
(Fol. 308 und 309 unbeschrieben.)
310. Erhebung der neuerbauten Behausung zum alten
Prunn in Innsbruck zu einem adelichen Sitz fQr Erhart
Reutter, und Freiheit, sich darnach von und zu Kalten-
brun zu nennen, fur denselben und dessen Gebriider Georg,
Futtermeister des Bruders des Erzh. Ferdinand Erzherzog
Carl zu Oesterreich, und Caspar, des Thumbkapitels zu
Aichstet Obloyer. Innsbruck, 9. Juni 1588. 861
316. Adels- und Rotwachsfreiheit nebst Wappen-
besserung fur Christof, 1. f. Hofkanzlei-Registrator und
Taxator, und Thomas, Kuchelmaister des Johann Thomas
Bischofs zu Brixen, die Ebner, Gebriider. Innsbruck,
9. Juni 1588. 862
(Fol. 321—329 unbeschrieben.)
330. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Stefan
Vescovi, medic. Dr., und dessen Bruder Johann Peter.
Innsbruck, 2. Januar 1583. (Latein.) 863
335. Wappenbrief mit Lehenartikel far Urban T a u r e r
aus Marquartstain. Innsbruck, 18. April 1584. (Wieder-
holung von VI, 268.) ad 649
339. . Wappenbrief mit Lehenartikel far Hans, Cristof
und Sergius die Lamp pen, Gebriider. Innsbruck, 2. Ja-
nuar 1585. 864
343. Wiederholung des Adelsdiploms fiir die Hai-
den von und zu Haidenburg vom 31. August 1585.
(Originalconcept VIII, 1.) ad 799
(Fol. 349 und 350 unbeschrieben.)
351. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Domi-
nions de Ferrarijs, officio Capitaneatus ^t Datii Port®
St®. Cruris in Ciuitate Tridenti perfungens. 20. Januar
1586. (Latein.) 865
357. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Georg Zim-
merman, erzh. Hofdrechsler, und dessen Gebriider Bern-
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hart. Balthasar, Melchior and Friedrich. Innsbruck, 23. Marz
1586. 866
361. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Franz Borom.
Sold an, erzh. Hofbflchsenmacher (bombardae fusor), von
Bormio. Innsbruck, 10. Mai 1586. (Latein.) 867
363. Wappenbestatigung fflr Hans, 'Wolf, Filipp, Ja-
kob, Balthasar, Georg, Gebriider, und Caspar, Wolfgang and
Melchior, Vettern, die In der Maur, deren Vorfahren bereits
von Kaiser Friedrich 1479 ein Wappen verliehen und von
Kaiser Maximilian unter'm 23. October 1491 bestatiget er-
halten haben. Innsbruck, 1. August 1586. 868
372. Wappenbrief mit Lehenartikel fUr Franciscus,
Steuereinnehmcr (in exigendis et colligendis tributis), und
Bartholomeus die Scherpeperger, Gebriider. Innsbruck,
31. August 1586. (Latein.) 869
377. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andre, Ge-
richtsanwaldt auf Tysens, Hans und Bartlme die May r, Ge-
briider. Innsbruck, 27. September 1586. 870
381. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Maiss-
felder, Burger und Maler zu Hall. Innsbruck, 12. No-
vember 1587. 871
385. Bestatigung des den edlen Rottenbuechern von
und zu Rottenbuech von Kaiser Maximilian H. gebesserten
adelichen Wappens fur Josef Rottenbuoher zu Rotten-
buech. Innsbruck, 21. November 1587. 872
392. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Adam Die-
tinger den Aeltern, Bergwerks-Offizier in Schwatz. Inns-
bruck, 25. Mftrz 1587. 873
396. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Wolf, erzh.
Leibtrabanten, und Hans die Sch5l linger, Gebriider aus
Rosenheim. Innsbruck, 5. September 1587. 874
403. Wappenbrief mit Lehenartikel fOr Georg, erzh.
Leibtrabanten und Hoftischler, und Cristof P a si e r, Gebriider,
und deren Vetter Georg. Innsbruck, 5. Sept. 1587. 875
407. Wappenbesserung mit Lehenartikel fur die Ge-
brfider Mathes und Jakob, bedienstet bei der 0. 0. Regi-
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mentskanzlei , die Bernhart, deren Familie bereits von
Kaiser Maximilian I. mit einer Wappenverleihung begnadet
worden. Innsbruck, 12. September 1587. 876
413. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, erzh.
Maisterkhoch, und Hans die Tauberer, Gebruder. Inns-
bruck, 13. September 1587. 877
417. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans, Georg
und Marx die Gleurser, Gebrfider. Innsbruck, 16. Fe-
brnar 1588. 878
421. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ludwig, Leib-
trabant, Peter, Hans, Thoman und Bartholorae die Schwartz
zen, Gebruder. Innsbruck, 16. Februar 1588. 879
425. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Johann, Pfar-
rer zu St. Lorentz, und Veit die Mutij, Gebiiider. Inns-
bruck, 1. Marz 1588. 880
429. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Wan-
ner und dessen Sohn Thoman, beim Taufferischen Kupfer-
Bergwerk. Innsbruck, 12. Marz 1588. 881
(Fol. 433 und 434 unbeschrieben.)
435. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans und
Wolf die Zingl, Gebruder. Innsbruck, 31. Marz 1588. 882
439. Besserang des dem Geschlechte der Herter von
Hertl (Hertler) von Kaiser Ferdinand I. 1559 verliehenen
Wappens fur Hans Ulrich und Moriz die edlen Herter von
Hertler, Gebruder. Innsbruck, 31. Marz 1588. 883
445. Wappenbrief mit Lehenartikel furRuprecht, Port-
ner auf Ambras, und Adam, erzh. reitender Kammer-Port-
ner, die M filler, Gebrfider. Innsbruck, 31. M&rz 1588. 884
449. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Simon Hoch-
5dler, Feldschreiber fiber das eigen Fendl des Fursten
Carl Markgrafen zu Burgau. Innsbruck, 31. Marz
1588. 885
453. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Alexander,
Burger und Apotheker zu Brixen, Niklas, Johann Baptista,
Paul und Cesar Gebrfider die Zephiern und deren Vetter
Georg. Innsbruck, 31. Marz 1588. 886
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459. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Werner Attl-
mayr, Hnetschmfickher des Herrn Carl Markgrafen zu
Burgau. Innsbruck, 25. April 1588. 887
465. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Han,
Regiments-Profoss beim Fflrsten Carl Markgrafen zu Burgau.
Innsbruck, 27. April 1588. 888
469. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Ruepp,
Salzfaktor zu Weyer. Innsbruck, 9. Juni 1588. 889
474. Bestatigung der seinen Vorfahren von Kaiser
Carl V. 1541 verliehenen und vom r5m. KSnige Ferdinand L
1554 confirmirten Adelsfreiheit und des Wappens fur Lin-
hart Jonas. Innsbruck, 13. Juni 1588. 890
486. Wappenbrief far Niklas Haydacher. Inns-
bruck, 19. Juni 1588. 891
490. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Mathias, Pfar-
rer zu Mulls, und Sigmund, Caplan zu Mitterhof in der
erzh. Burg zu Innsbruck, die Schwartzenperger, Ge-
briider, ihrer Schwester S5hne Augustin, Georg und Caspar
die Rappoldter und zweiten Mann Hans Neumuller.
Innsbruck, 22. Juni 1588. 892
494. Rotwachsfreiheit und Vermehrung des Wappens
mit dem erledigten des mit Karl, Domherrn in Brixen, und
Lienhart, Truchsess und Kellner zu Tyrol, erloschenen Ge-
schlechtes der Loyen, und Freiheit, sich von dem frei-ade-
lichenSitze zuSeisseneck inMerau vonundzuSeissenegk
zu nennen, fur den Schwager der Obigen, Simon Juda Heyr-
ling zu Winckl, Keller- Amtsverwalter zu Tyrol. Inns-
bruck, 15. Juli 1588. * 893
503. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Quirin und
Lorentz die Schlatter, Gebrflder, Pfannhausamts-Holz-
fiirdinger, aus dem Oberinnthal. Innsbruck, 20. Juli
1588. 894
507. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Diebolt, Bur-
ger, Balbierer und Wundarzt, und Matheus dieWildbrecht,
GebrQder. Innsbruck, 20. Juli 1588. 895
511. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hieronimus,
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erzh. Hofjager, Ferdinand and Samuel die Seyler (oder
Sayler), Gebruder. Innsbruck, 20. Joli 1588. 896
514 !/2. Wiederholung des Diploma VUI, 254. ad 850
515. Wappenbrief fur Jakob, Landrichter zu Sonnen-
bnrg, und Paul die S c h w a i c k h o f e r, Gebruder. Innsbruck,
20. Juli 1588. 897
519. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Caspar
und Hans Ludwig die Schmid, Gebriider aus Kostanz.
Innsbruck, 14. September 1588. 898
523. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Hof-
stallmeister, und dessen Vettern Michael und Raspar die
Daser. Innsbruck, 15. September 1588. 899
527. Wappenbrief fiir Jacob H a e 1 1 1 i n, Stadtschreiber
zu Gostantz. Innsbruck, 17. September 1588. 900
533. Adels- und Rotwachsfreiheit nebst Wappen-
besserung fiir Dr. Albrecht Holtzapffel, geistlichen Richter
zu Speyer. Innsbruck, 25. September 1588. 901
539. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans, Martin,
Georg, Melchior und Mathes die Reinperger, Gebruder,
Burger zu Hall. Innsbruck, 14. October 1588. 902
543. Wappenbrief fiir Harms, Wachtmaister der 1. f.
Besatzung der Grafschaft und des Schlosses Arch, Gall und
Jakob die Plentz, Gebriider. Innsbruck, 19. October
1588. 903
547. Wappenbrief rait Lehenartikel ffir Hans und
Georg die Hess en, Gebruder, in kdn. spanischen Kriegs-
diensten. Innsbruck, 19. October 1588. 904
551. Wappenbesserung mit Lehenartikel fur Christoph
Cur tins aus Passau und dessen Bruder Matthias und Wolf-
gang. Innsbruck, 20. November 1588. (Latein.) 905
555. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Hof-
nnd Maisterkhoch, und Martin die Mannss, Gebruder.
Innsbruck, 1. November 1588. 906
559. Wappenbesserung mit Lehenartikel far Ruepp,
Burger zu Hall, und Leopold die Pletzl, Gebruder. Inns-
bruck, 1. December 1588. 907
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563. Wappenbrief fur Leonhardt, erzh. Hofkaplan,
und Balthasar, Kanonikus zu Ynnching, die L&ner, Ge-
briider, auf beider Lebenszeit. Innsbruck, 1. December
1588. 908
567. Wappenbrief mit Lehenartikel for Oswald Und-
terperger, Burger and Gastgeb zu Schwatz. Innsbruck,
15. December 1588. 909
571. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir die erzh.
Edelkuaben-Hofmeister Caspar und Hieronimus die Ear-
th olden, Gebriider. Innsbruck, 20. December 1588. 910
577. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ludwig Baull er,
Burger und Stadtarzt zu Ulm. Innsbruck, 31. December
1588. 911
IX. Band.
1. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Friedrich,
Sigmund, Bar time und Cristof die Rain old, Gebriider und
Vettern aus Feldkirch und Bregenz. Innsbruck, 4. April
1588. 912
13. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur die Ge-
brftder Balthasar, Fendrich, und Kaspar die Poekh, und
Freiheit, sich von dem adelichen Sitz Narrenholtz ober-
halb Matray von und zu Arnholtz zu nennen. Inns-
bruck, 22. Juni 1588. 913
19. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Alt-
ham er, Traidthandler zu Schwatz. Innsbruck, 21. M&rz
1589. 914
23. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Cristoff Stad-
ler, Burger zu Hall. Innsbruck, 3. Mai 1569. 915
27. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar Bon-
land, Gerichtsschreiber zu Pfundts, und seine Gebriider
Veit, Jakob und Hans. Innsbruck, 17. October 1589. 916
31 . Wappenbrief mit Lehenartikel fur Erhard K ii e c h 1,
Burger zu Innsbruck, und dessen Vettern Kaspar und Hans.
Innsbruck, 2. Januar 1590. 917
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34 V2. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenbes-
serung fur Georg, erzh. Hofkanzlei-Verwandten , Heinrich
and Wolfgang die Starckhen, Gebruder. Innsbruck,
1. Mai 1591. 918
35. Wappenbrief mit Lehenartikel far Simon K r a t z e r,
Schlossportier anf Ambras, und dessen Sohn Elias. Inns-
bruck, 1. September 1590. 919
39. Adels- und Rotwachsfreiheit und Verleihung des
erledigten adel. Wappens des ausgestorbenen Geschlechtes
der Baiern von Altenburg, ferners noch die Freiheit
8ich von und zu Altenburg zu nennen, fur Christof
Vintschger. Innsbruck, 22. August 1591. 920
47. Erhebung der dem Anton Jager gehSrigen Be-
haosung ausserhalb dem Flecken Telfs, Pirchenberg genannt,
zu einem adelichen freien Sitz, und Freiheit iiir Obigen und
dessen verstorbenen Bruders Josef Sohn Jakob, sich von
und zu Pirchenberg zu nennen, nebst Wappenbesserung
(Oeffnung des Helmes). Innsbruck, 22. August 1591. 921
55. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar, erzh.
Gemsjager, Urban, Georg, erzh. Leibschiitz, Conrad, erzh.
Plahenknecht und auch Gemsj&ger, und Wolfgang die
Rueffen, Gebrfider. Innsbruck, 3. October 1591. 922
60. Besserung des von Kaiser Maximilian II. am
16. April 1567 ihren Vorfahren verliehenen adeligen Wap-
pens nebst Rotwachsfreiheit fur Franciskus und Andre die
Janarden, Gebruder. Innsbruck, 9. Januar 1592. 923
65. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Anton, Cristof
und Michael die Metzger, Gebrfider. Innsbruck, 16. Fe-
bruar 1592. 924
69. Wappenbrief mit Lehenartikel far Benedikt
Franckhenberger, Burger zu Passaa. Innsbruck,
12. Juli 1592. 925
73. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Hans
Adam T&ndl. Innsbruck, 20. Juli 1592. 926
79. Wappenbrief mit Lehenartikel fur AchazSchon-
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felder, erzh. Kapellsanger (Tenorist). Innsbruck, 14. Sep-
tember 1592. 927
83. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Cristof Sailer,
Schlosser zu Ambras. Innsbruck, 14. Sept. 1592. 928
88. Wappenbrief fur Melchior Mullet, des Raths
Burger zu Meran, dessen zwei BrQder im Feldzuge gegen die
Tiirken gefallen. Innsbruck, 14. September 1592. 929
.93. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Asst,
erzh. Maisterkoch. Innsbruck, 3. Februar 1593. 930
97. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Jakob Z wi n c kh,
Burger und Weissgarber in Innsbruck, und dessen Binder
Blasius. Innsbruck, 3. Februar 1593. % 931
101. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Isak, Georg
und Lorenz die Weichsleder, Gevettern. Innsbruck,
20. Februar 1593. 932
105. Wappenbesserung fiir die edlen Johann Baptist,
erzh. Truchsess, und dessen Vettern Franz und Gregor,
Zahlmeister bei der Frau Maria Erzh. zu Oesterreich, die
von Seebach. Innsbruck, 1. April 1593. 933
111. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael Bo-
lan und dessen SShne Mathias, Stadthauptmann zu Ulm,
Melchior und Maximilian. Innsbruck, 12. April 1593. 934
115. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans, Paul,
Alexias, Andre und Lukas die Fischer, Gebrtider von
Kitzpiichl. Innsbruck, 23. April 1593. 935
LI 9. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Martin
Gschwendtner von Schwatz. Innsbruck, 1. Mai 1593. 936
123. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Benedikt
Wider, 1. f. Forstiiberreiter des Landgerichts Sonnenburg.
Innsbruck, 19. Juni 1593. 937
127. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir den erzh.
Thiergartner zu Ombras Harms P e s e n d o r f f e r. Innsbruck,
1. Juli 1593. 938
131. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir die tyrol. Lands-
unterthanen Leonhart und Cristof die Happacher, Ge-
briider. Innsbruck, 4. Juli 1593. 939
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— 129 —
135. "Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Filipp, Caspar,
flans, gaaat 3mJ eon und Gdrg die Riedl, Gebr&der. Inns-
bruck* 14. Jxili 1593. 940
139. AWappenbrief f&rGabrielDietenshamer, Land-
richter za Rotenstain in Karnten. Innsbruck, 29. Juli
1593. 941
143. "Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jakob und
Cbriataji die Leutgeb, Gebruder. Innsbruck, 31. Juli
1593. 942
147 . 'Wappenbrief fur Hans, Silberbrenner beim Berg-
werke xa Katzpuchl, und Sebastian, Landrichter daselbst, die
Simeringer, Gebruder. Innsbruck, 3. Aug. 1593. 943
l&l. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Adam Has s 1-
mayr, Burger und lateinischen Schulmeister zu Botzen.
Innsbruck, 15. August 1593. 944
156. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Adam, Ge-
richtsschreiber zu Toblach, Sebastian and Zaeheas die
Walther, Gebruder. Innsbruck, 16. Nov. 1593. 945
159. Wappenvermehrung mit dem erledigten Wappen
der ausgestorbenen Hueber von Villach in Karnten fur
Simon und Christof die Lechthaler, Gebr&der. Inns-
bruck, 24. August 1593. 946
165. Wappenbest&tigung mit Lehenartikel fur Paul,
Landschreiber an der Etsch, Hans, Abraham und Marx die
Stdckhl, Gebruder, welche Familie schon unter Kaiser
Ferdinand I. einen Wappenbrief erhalten hat, den ein Vetter
von Schwatz mit sich ausser Lands genommen. Innsbruck,
1. September 1593. 947
(Eingeschaltet aus den Hofkanzleiacten des k. k.
Adelsarchivs:) Adelswappenverleihung Erzherzogs Mathias
an Paul Alber, Pfleger zu Tawr, dessen Ahn Joachim
gewester Oberamtmann zu Faulgenstatt und Vetter Blasius
gewester Hofmeister des Gotteshauses Siiessen waren, mit
der Bewilligung, sich von dem ob dem Dorf Mulau gelege-
nen Ansitz Ehrntreutz, so von seiner Hausfraw nechst be-
freundten den Hoferischen herkhombt, und er anjetzo
Feiduundeuma-Zeitechrift 9
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— 130 —
aigenthumbliohansichbraclit, yooEhrn treats zunenuen.*)
Inosbruok, 1. November 1596. 947 a
l701/2. Wappenbrief mit Lehenartikel des Erzherzogs
Mathias fur Georg, Degenhard and Fridrich die. Kriener,
Burger zu Innsbruck. Innsbraok, 15. Not. 1596. 948
(Eingeschaltet aus denHof kanzleiacten des Adelsarchivs:)
Adelsverieihuug and Wappenbesserung Erzherzogs. Mathias
fiir Georg Hueber. Innsbruck, 20, November 1596. 948 a
(Eingeschaltet aus den Hofkanzleiacten des Adelsarchivs:)
Wappenbrief Erzherzogs Mathias fur Georg P i n g g e r a, dessen
Bruder Hieronymus und deren Vettern Hieronymus undQs*
wald. 20. November 1596. 948 b
170 V8 . Wappenbesserung fiir den edlen Darius C as t e 1-
letus Herrn zuNomj, der Gemaiin des Erzh. Ferdinand,
Erzherzogin Anna Gatharina, Obristen Hofmeister (supremos
curias praefectus). Innsbruck, 3. Sept. 1593. (Latein.) 949
171. Wappenbrief mit Lehenartikel ffLr Georg, Burger
and Gastgeb zu Innsbruck, Balthasar and Caspar die
Werckhmaister. Innsbruck, 15. Sept 1593. 950
175. Adelsfreiheit fiir Hans Farcher (oderForoher),
St&dtschreiber in Hall, nebst Besserung des von Kaiser Ma-
ximilian L seinen Vorfahren verliehenen Wappens, Inns-
brack, 18. September 1593. 950 a
181. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Wolfgang
Hohenfeider genannt Mdstl, der Gottesh&user zu Hail
Zinseinbringer. Innsbruck, 18. September 1593. 951
(Fol. 184 und 185 unbeschrieben.)
186. Adels- und Wappenbestatigung fur Philip und
Antoni, Gebriider, auch Bernhard, Sigmund Georg, Bartlmee
und Antoni, Gevettern, dieVilossen. Innsbruck, 29. Sep-
tember 1593. 952
191. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Post-
*J Der tiroler Kanzler Mathias Alber, dessen Erben seit 1563
der tiroler Adelsmatrikel (irriger Weise mit dem Predicate „von Ehren-
treizu) eiuverleibt erscheinen, war gone andern Stammes und Wappens.
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— 131 —
meister-Ambtsverwalter zu Fuessen, Michel, Mathias and
Bans, Gebruxler, and Georg, Caspar, Martin uod Balthazar,
Vettern, die Socher. Innsbruck, 12. October 1593. 953
195. Wappenbrief mit Lehenartikel far Martin Wit-
wer, Burger und Atlwdrucker zu Innsbruck, dessen Binder
Georg and Vetter Hans Jacob Witwer. Innsbruck, 20. Oc-
tober 1593. 954
199. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Peter Peer,
Gapellsinger zu Hall. Innsbruck, 22. Oct. 1593. 955
204 Wappenbrief mit Lehenartikel fur Blasy K u p f e r-
degen zn Niderdorff, Landgerichts Welsperg. Innsbruck,
5. November 1593. 966
206. Wappenbrief filr Michael, Burger zu Schwatz,
Wolfgang und Rueprecht die Burgstaller, Gebruder.
Innsbruck, 5. November 1593. 957
212. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andreas und
Jobst die Tober, Gebruder. Innsbruck, 5. Nov. 1593. 958
216. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Jakob, Gast-
geb zu Mulbach, und Abraham die Schlagl (oder Schlegl),
Gebruder. Innsbruck, 10. November 1593. 959
221. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Michael
Pardeller, Hallschreiber beim Pfadnhaus und Salzmayr-
amt zu Hall. Innsbruck, 7. Januar 1594. 960
229. Adelsfreiheit nebst Verleihung des dem abge-
storbenen Geschlechte der Pettenrainer von Kaiser Fer-
dinand 1. 1563 erthtilten und nun erledigten adelichen Wap-
pens ffir Melchior Undervischer, Deehant des Gottes-
hauses Neustift bei Brixen. Innsbruck, 8. Jan. 1594. 961
233. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andereas Ho f e r,
Burger zu Salfelden. Innsbruck, 31. Januar 1594. 962
237. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Mathias
Burgkhlehner, Obersten Kaiumersecret&r der 0. 0. Lande.
Innsbruck, 6. Februar 1594. 963
245. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Marx W ar-
te rv Burger und Goldschmid zu Brixen. Innsbruck, 24. Fe-
broar 1594. 964
9*
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— 132 —
249. Wappenbrief ffir Blasy und Veit die Salomon jo
geoanDt Kappler, Gebrfider. Innsbruck, 24. Februar \
1594 966
258. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Stefan, Georg
and Hans die Spennesperger, Gebrftder. Innsbruck, }
24. Februar 1594. 966
257. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Benedikt
Perger and dessen S5hne Christof, Burger, Seidensticker
and Perlhefter in Botzen, Habakak and Michael. Innsbruck,
1. Mara 1594. 967
261. Adelsfreiheit and Wappenbesserang fiir Georg
Schfirele. Innsbruck, 1. April 1594. 968
267. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Dominik
Ihenet, Statutrichter in Engedein, and dessen Vetter Ulrich
Ihenet Innsbruck, 11. Mai 1594. 969
271. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Valtin Mill-
berger zu Sch&rding. Innsbruck, 31. Mai 1594. 970
275. Wappenbrief fiir Georg, Peter and Andre die
Ratschiller, Gebrtkder. Innsbruck, 21. Mai 1594. 971
279. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Adam KSle,
Burger zu Innsbruck. Innsbruck, 21. Mai 1594. 972
283. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Empl,
Bergrichter zu Taufers. Innsbruck, 21. Mai 1594 973
288. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, Seba-
stian und Thoman die Prandtmair, Gebrtider, Burger zu
Meran. Innsbruck, 21. Mai 1594. 974
293. Adelsfreiheit and Wappenbesserang fiir Dionis
Talhamer nebst der Freiheit, sich von and zu Talegg
zu nennen. Innsbruck, 21. Mai 1594. 975
301. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Hans Dun ck hei-
st ainer, Bnrger zu Hall, dessen kinderlos verstorbene
Vatersbriider Sixt und Gall, jedoch mit Ausschluss seines
Vaters Haimeran Dunckhelstainer, schon von Kaiser Carl V.
1552 einen Wappenbrief erhalten hatten. Innsbruck, 1. Juni
1594. 976
307. Wappenbrief mit Lehenartikel Mr Augustin and
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— 133 -
„. aP^ ^° Schn a. idtperger und ihres verstorbenen Bmders
QeC**~&> nix^t«rla-B»onen Sohn Christof. Innsbruck, 2. Jum
16^*' 977
SIX). W stppenbrief fttr Valthin Raunabacher ge-
lt Picaleiner, Zollverwalter in Picalein. Innsbruck,
. 3um \594. 978
314. "VSTappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans "Weyer,
Torger in Meran, und seines verstorbenen Bmders Sohn
s^«kob. Ixmsbrock, 23. Jnni 1594. 979
3X8. "Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Wu-
^^ bell a, Anwalt in Taufers, Gerichts Glurns and Mais.
V^msbruck, 1. Juli 1594. 980
322. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar Ram-
perger, Zollgegenschreiber am Lneg. Innsbruck, 1. Juli
1594. 981
326. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Andre
und Caspar die L&rcher, Gebrftder zuBotzen. Innsbruck,
29. August 1594. 982
330- Wappenbrief mit Lehenartikel fur Franzisktis,
des Ratbs Burger an Meran, Hans, Andre und Gotthard
die G r o p p e n , Gebriider. Innsbruck , 7. September
\594. 983
334* Adelsfireiheit nebst Besserung des der Familie
^ELyas von Kaiser Maximilian I. yerliehenen Wappens, f&r
Christian Ryss zu Stertzing. Innsbruck, 12. September
A&94. 984
(Hieher mag das fehlende Concept eines "Wappen-
\snefes Itbr die Pern (Peer) gehdren, welcher am 3. October
1594 ausge8tellt sein soil, und dessen im Wappenbriefe des
Comes palatums Dr. Joh. Hildeprandt Meckher v. u. z.
Balghaimb f&r Hans Christan, auch Gall und Christan die
Pern, Gebriider, wohnhaft zu Plawen und in Schlinj, ddo.
Innsbruck, 3. Heumonats 1595, Erwfthnung geschieht) 984 a
342. Adels- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
von Kdnig Ferdinand L 1531 ihren Vorfahren verliehenen
und von Erzh. Ferdinand 1589 ge&nderten Wappens, flbr
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Wolfgang, erzh. Hofkanzleiverwandter, und Mathias die
Faustner, Gebrfider. Innsbruck, 20. Oct. 1594. 985
348. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Morandt
Scheppelin von Altkirch, Hauptmann. Innsbruck, 20. Oc-
tober 1594. 986
352. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Desiderius
Scararauza, des Fiirsten Carl Markgrafen zu Burgau ge-
westen Cammerdiener. Innsbruck, 20. October 1594. 987
356. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hieronimus,
Pfarrer zu Taufers, und Bartlme, Burger zu Sillian, die
Mayr, Gebrfider. Innsbruck, 20. October 1594. 988
360. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar P r e s 1 1,
Hausmaister der erzh. Hofkaplane. Inflsbruck, 20. October
1594. 989
364. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gabriel, Richter
zu Naudersperg, und Thomas die Jos en, Vettern. 24. Oc-
tober 1594. (Der Schluss fehlt.) 990
(Nach einer Notiz, welche im k. k. Statthalterei- Archive
zu Innsbruck an Stelle des dem tiroler standischen Archive
abgetretenen und dortselbst nicht mehr vorfindigen Diploms
hinterlegt ist, wird hier eingefugt:) Verleihung eines Burg-
friedens zu dem von Leoman Schiller von Herder n, 0. 0«
Kanzler, kauflich an sich gebrachten adelichen Ansitze
Grabenstein zu Miilau, mit der Freiheit fur denselben, sich
von und zu Grabenstein zu nennen (und Adelsbestati-
gung?). Innsbruck, 26. October 1594. 990 a
(Fol. 369—372 und 377 fehlen ganz, und die
hier notirten Fol. 373 — 376 sind aus Versehen dem
XI. Bande hinter Fol. 218 beigebunden.)
373. Schluss eines Wappenbriefes (mit Lehenartikel?).
Innsbruck, 31. October 1594. 991
374. Wappenbrief mit Lehenartikel flir Peter, Ambt-
und Postschreiber des 1. f. Hofpostmaisters Paul von Taxis,
und dessen Vetter Michael, die Roy ten. 1. November 1594.
(Der Schluss fehlt.) 992
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— 135 —
378. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Hieroni-
mus, Pflegsverwalter in Schlanders, Ulrich, 1. f. Kelnambts-
Gegenschreiber , audi Christof, Ludwig und Hans die
Penlzinger, Gebrttder. Innsbruck, 17. Nov. 1594 993
X. Band.
1. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg Tis ch-
in aoher, Burger und erzh. Hofschlosser. Innsbruck, 1. Ja-
nuar 1589. 994
5. Wappenbrief rait Lehenartikel fiir Georg Schdberl
und deasen S5hne Bantaleon, Burger zu Hall, Hans und Wil-
helm. Innsbruck, 2. Januar 1589. 995
9. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Bartlme Noth,
Burger und SpUeJmeister zu Botzen, und seinen Vetter
Peter Andre Noth. Innsbruck, 3. Januar 1589. 996
13. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Martin Mes-
ner. Innsbruck, 4. Januar 1588. 997
17. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Balthasar Heu-
serer, Burger zu Botzen. Innsbruck, 12. Jan. 1589. 998
21. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Gebhard, Prie-
ster, und Christof, 1. f. Einnehmer in der Landgrafschaft
Nellenburg, die Bluomen, Gehriider. Innsbruck, 6. Fe-
bruar 1589. 999
25. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Isaak, Adjunkt
oder Amt8schreiber in der Landgrafschaft Nellenburg, und
Fridrich die Meyer. Innsbruck, 6. Februar 1589. 1000
29. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Michael und
Hans dieSchwerttlin, Gebriider, Burger der Stadt Villin-
gen vor'm Schwarzwald. Innsbruck, 20. Febr. 1589. 1001
35. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Bitter-
lio. Innsbruck, 3. Marz 1589. 1002
39. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans Hager,
Burger zu Passau und Hofviktualien-Lieferant (Zufuerer),
Innsbruck, 7. Marz 1589. 1003
43. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Wo lfgang L a i m-
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— 186 —
grueber, Muller and Peck im Yhenbach. Innsbruck,
9. M&rz 1589. 1004
47. Wappenbrief mit Lebenartikel fur die GebrQder
Eberhart, des Fftrsten Carl Markgrafen zu Burgaa Leib-
balbier, Albrecht, Ludwig and Leonhart Heinrich and den
Vetter Paul, die Elfrenndorffer. Innsbruck, 9. M&rz
1589. 1005
51. Adeisfreibeit and Wappenverleihung fiir Hanns
Jen ewe in yon Botzen, Fendrich. Innsbruck, 10. M&rz
1589. 1006
57. Adelsfreiheit fiir Georg Feckbtner, nebst Bes-
serung des von Kaiser Maximilian I. der Familie verliehenen
Wappens. Innsbruck, 20. M&rz 1589. 1007
65. Wappenbrief mit Lebenartikel fur Georg Tau-
sentscbftn, Hofgartner zu Glintzburg. Innsbruck, 21. M&rz
1589. x 1008
69. Wappenbrief mit Lebenartikel fur Hans Alt-
hamer, TraidthandJer zu Schwatz. Innsbruck, 21. M&rz
1589. (Wiederbolung IX, 19.) ad 914
72. Wappenbrief mit Lebenartikel fur Sebastian R e s c b,
Burger zu Obernberg, Traidthandler. Innsbruck, 21. M&rz
1689. 1009
76. Wappenbrief mit Lebenartikel fiir ChristofSchlecht
and dessen Briider Andre und Hans Jakob. Innsbruck,
1. April 1589. 1010
80. Wappenbrief mit Lebenartikel far Lienbart Plecb,
Scbuldthaiss za L&nsser. Innsbruck, 17. April 1589. 1011
(Fol. 83 — 85 unbeschrieben.)
86. Wappenbrief mit Lebenartikel fiir Hans Kbuntz,
erzh. Hofapotheckhersgesell. Innsbruck, 10. Mai 1589. 1012
90. Wappenbrief mit Lebenartikel fur Sebastian
Hauertaler, Bergwerksverwandten in der Gastein, and
dessen Vetter Sebastian. Innsbruck, 15. Mai 1589. 1013
94. Wappenbrief mit Lebenartikel far Oswald Jan k-
holtzer, erzh. Seehtiter im MoserthaL Innsbruck, 1. Juli
1589. 1014
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— 137 —
98. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Leonhard, Hof-
bochbioder uud Burger in Innsbruck, nod Narciss, Burger
zn Brixeo, GebrBder die SchiechL Innsbruck, 5. Jani
1589. 1015
104. Besserong des vom rflm. Kdnige Ferdinand L
1531 Siren Vorfahren verliehenen Wappens far Hans Faust-
ner, Burger zu Ratenberg am Inn, and dessen Sflbne Wolf-
gang, erzh. Hofkanzleiverwandten, and Mathias and deren
Vettern Andre and Georg. Innsbruck, 1. Aug. 1589. 1016
109. Wappenbrief fur Thoman Ooldrainer za
Casstlbell. Innsbruck, 3. August 1589. 1017
113. Wappenbrief far Hanns G u f e r, Gerichtsprokurator
za Schlanders. Innsbruck, 3. August 1589. 1018
119. Best&tigung (sic!) der der Familie Aichner zu
Paschbach (?) voo Kaiser Fridrich III. 1471 verliehenen
Adelsfireiheit undBesserong des Wappens, far Johann Bap-
tista, d. Z. Pfleger auf Tefitschenofen und in Flass, audi
Ylrich und Leonhard, GebrSder, und deren Vetter Valtin
die Aichner zu Paschbach. Innsbruck, 3. August
1589. , 1019
„■ 129. Wappenbrief mit Lehenartikel far Urban, Schlosser
und MQntzer in Hall, Hans und Georg die Heisler, Ge-
brider. Innsbruck, 1, September 1589. 1020
133. Wappenbrief mit Lehenartikel furClaus zuRain-.
feWen und Hans zu Caltern die Zimmerman, Gebiiider.
Innsbruck, 7. September 1589. 1021
137. Wappenbrief mitLehenartikel far BlasiSchif erle,
Burger und Gastgeb zu Salurn. Innsbruck, 7. September
1589. 1022
141. Wappenbrief fur Simon und Hans, GebrOder, und
deren Vetter Christof, Postverwalter in Neumarckt, die Gart-
ner. Innsbruck, 11. September 1589. 1023
145. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hans, 1. f.
M&ntzwerchmaister zu Hall, Georg und Jakob die Kftgl,
Gebrtder. Innsbruck, 11. September 1589. 1024
149. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Hanns, 1. f.
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— 138 —
Muotztruckhwerchsmaieter zu Hal], Georg, Tobias und Helias
die Triichterbronen, Gebriider. Innsbruck, It. Septem-
ber 1589- 1025
153. Wappenbesserung fur das von der Erzherzogin Maria
Magdalena, Schwester des Erzh. Ferdinand, in der Stadt
Hall neu erbaute Gotteshans und fiirstliche Stift Innsbruck,
13. September 1589. 1026
129. Wappenbesserung and Rotwachsfreiheit fur den
edlen Andreas Undterperger. Innsbruck, 16. September
1589. 1027
166. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Johann,
Dr. der Rechte, geistl. "Vicar zu Brixen, und Cristof, Steuer-
einnehmer daselbst, die Walser, Gebruder. Innsbruck,
1. October 1589. 1028
171. WappenbriefmitLehenartikel furMoritz Jentsch,
Burger zu Liebenthal in Schlesien, und dessen Sohn Balthasar,
Ambtschreiber beim tyrolischen Kammermaisterambt. Inns-
bruck, 1. November 1589. 1029
176. Wappenbesserung fur Hans, Pfanhausamtsschreiber
zu Hall, und Balthasar, Gebruder, und deren Vetter Ma-
theus, Leib- und Hofkhftrsner , die S pi ess. Innsbruck,
1. November 1589. 1030
181. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg Fuer-
man, Schmid auf Ambras. Innsbruck, 3. Dec. 1589. 1031
185. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Johann
Anton, fiirstl. bayer'schen Schats-, auch Schloss-, Leib- und
Quardi-Hauptmann und des Landtspergischen Pundts be-
stellten Obrist, Peter und Jakob, Gebruder, dieZinen von
Zinenburg. Innsbruck, 31. December 1584. 1032
(Fol. 192—194 unbeschrieben.)
195. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Bene-
flziat bei der St. Jakobs-Pfarrkirche in Innsbruck, Leonhart
und Hans die Kainen, Gebruder. Innsbruck, 2. Januar
1590. 1033
199. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Anton
Girardi de Oastell, obersten Waldmeister , Berg-
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— 139 —
riehter und Zollner in Prim5r. Innsbruck* 3. Januar
1590. 1034
206. Wappenbrief fUr Sebastian Obser, Burger zu
Meran. Innsbruck, 11. Januar 1690* 1036
210. Wappenbrief fur Simon, Burger des Rath* zu
Meran, Pan], Hans, Wolfgang nnd Leonhart die Schwai-
ger, GebrGder. Innsbruck, 10. Pebruar 1690. 1036
214. Wappenbrief fiir Jacob Adam zu Malls*?, wo-
durch demselben das von Kaiser Ferdinand I. Jacoben Co-
radin, dem Mutterbruder des Obgenannten, verliehene Wap-
pen ertheilt wird. 10. Februar 1590. 1037
218. Wappenbrief far Caspar S i x t. Innsbruck,
10. Februar 1590. 1938
222. Wappenbrief mit Lehenartikel flir Hans Hfttzin-
ger. Innsbruck, 10. Februar 1590. 1039
226. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Caspar L ay-
may r, Matheyler. Innsbruck, 11. Februar 1590. 1040
230. Erhebung der dem Pflegsverwalter «u ScWann-
derss Gedrg Gifl eigenthtimlichen Bebaosung, Mossburg
geoannt, zn einem adelichen freien Sitz, nebst Freiheit far
denselben, sich des adelichen Titels von nnd zu Moss*
burg zu bedienen. Innsbruck, 20. Feblnar 1590. 1« 41
234. Wappenbrief ftlr Thomas und Niclas die Dfir-
singer, Gevettern. Innsbruck, 23. Februar 1590. 1042
238. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Quirin H5r-
warter, Burger zu Griess und Botzen. Innsbruck, 3. M&rz
1590. 1043
243. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Begin
von Tramyn. Innsbruck, 13. April 1590. 1044
246. Best&tigung der von Kaiser Rudolph IF. am
2. August 1589 den Gevettern Alexander, der Bechten
Doctor, und Adam den EQrl veriiehenen Adelsfreiheit, und
Rotwachsfireiheit fiir Adam Eyrl, Steuereinnehmer an der
Etsch. Innsbruck, 14. April 1590. 1045
256. Wappenbrief fiir Georg KhQrcbner. Inns-
bruck, 8. Mai 1590. 1046
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— 140 —
260. Wappenbrief ffir Hans Unterpertinger, Ge-
riohts Schttaeckh gesessen. Innsbruck, 8. Mai 1590- 1047
264. Wappenbrief mit Lehenartikel fOr Kaspar, Pfiur-
rer in Algunt, and Peter die J&ger, Gebrftder. Innsbruck,
8. Mai 1590. 1048
268. Adelflfreiheit und Bessernng des der Familie
Atzenholtz von Kaiier Maximilian L verliehenen Wappens
ffir Conrad Hannss und Ruedolph die Atzenholts genannt
Wechsler, Gebriider, deren Vatter weylandt Hanss Jacob
Stadtvogt der Stadt Cosstantz gewest Innsbruck, 12. Mai
1590. 1049
275. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans, Cosman
und Michael die Ranigler, Gebrfider, Burger in Botzen.
Innsbruck, 15. Mai 1590. 1050
280. Wappenbrief fOr Kolman, Pfiegsverwalter und
Gerichtsschreiber auf Tysens, und Leonhardt, Gebrtder, und
deren Vettern Sebastian und Paul dieSturtzeisen. Inns-
bruck, 23. Jfai 1590. 1051
284. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Michael, erzh.
Fatekner und Waidmann, Hans und Hieronimus die Ertl.
Innsbruck, 27. Mai 1590. 1052
289. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Balthasar,
Paul und Andre die Rot, Gebrftder, Burger zu Imbst.
Innsbruck, 27. Mai 1590. 1053
294. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Matheus
Vetzen, Burger in Hall. Innsbruck, 5. Juni 1590. 1054
298. « Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans von
Premen, Burger und Goldsohinid in Innsbruck. Innsbruck,
5. Juni 1590. 1056
303. Best&tigung der von Kaiser Rudolph II. der Fa-
milie Zuanell verliehenen Adelsfreiheit nebst Wappenbesserung
und Freiheit, sich von Gerspurg zu nennen, fflbr Joseph
Zuanell von Gandin. Innsbruck, 20. Juni 1590. 1056
314. Bessernng des von Kaiser Maximilian H. der
Familie Vischer verliehenen Wappens fur Jacob, Probst des
Gotteshauses Neuenstift, und dessen Vettern Gregor, Burger
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zu Brixen, and Hanns die Vischer. Innsbruck, 1. Jnli
1590. 1057
321. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Bernhard,
Caspar mid Hans, Gebrfider, mid deren Vetter Franz die
Montesardagna, Bttrger zu Triendt. Innsbruck, 27. Jnli
1590. 1058
327. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Hans Ant-
helm, Burger und Handelsmann in Dietrichsberg. Inns*
brock, 8. August 1590. 1059
333. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr Martin, erzh.
Mundkocb, und Hans, Burger und Gastgeb zu Lab in Mftr-
hern,dieLeitgeb, Gebrfider. Innsbruck, 3. Sept 1590. 1060
337. Wappenbrief mit Lehenartikel far Hans Tend*
ler, erzh. Koch, und seines Vaters Bruders Ulrich hinter-
lasaene Kinder. Innsbruck, 3. September 1590. 1001
341. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Johann H eg«n~
waldt, Apothekergesell in der erzh. Leib- und Hofapotbeken.
Innsbruck, 3. September 1590. 1062
345. Wappenbrief mit Lehenartikel ftir Sebastian,
Burger zu Weilhaim, dessen Sohn Hans, erzh. Hofohrmacher,
auch Hanns und Michael die Mair, Gebrfider. Innsbruck,
24. September 1590. 1063
349. Wappenbrief fttr Gristof, Landrichter zu Roten-
stain, und Lorenz Wolgemuet, Gebrfider. Innsbruck,
20. October 1590. 1064
353. Wappenbrief ftir Sebastian Reithardinger,
Gerichtsanwald zu Wilthan. Innsbruck, 10. November
1590. 1065
(Fol. 355 und 356 unbeschrieben.)
357. Wappenbrief mit Lehenartikel fftr Zuan Doni,
in Verwendung bei dem erzh. Montalbianischen Holzhandel,
Balthasar, Jacomo, Martin und Francesco, Gebrfider und
Vettern, de Zaneti. Innsbruck, 16. October 1589. 1066
361. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Peter Peiss-
ker, Hofgold8chmid der Schwester des Erzh. Ferdinand,
Erzherzogin Magdalena. Innsbruck, 12. Januar 1589* 1067
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367. Wappenbrief mit Lehenartikel filr Hans, Lien-
hart und Andre die Schwartz, Gebriider, von VillgreiC.
Innsbnck, 28. J«di 1583. 1068
37 1. Wappenbrief mit Lehenartikel for Georg, Berg-
riohter in Scharloch, and Martin die Raff], Gebriider.
Innsbruck, 2. Februar 1584. 1069
377. Wappenbrief mit Lehenartikel ttr Bernhart, Pe-
ter and Anton, Gebriider, and deren Vetter Anton Penolj,
tyroMsche Handelsleut. Innsbruck, 31. Dea 1564 1070
381. Wappenbrief filr Andreas Perscb, Burger an
Meran nnd gewesten Bediensteten beim 1. f. Kellnambt 2a
Tyrol. Innsbruck, 30. M&rz 1585. 1071
388. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Thoman N e i d-
h*rd,t, Burger und Glastnaler in Feldkirch. Innsbruck,
9. September 1587. 1072
391. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Michael Lurx.
Innsbruck* 20. December 1588. 1073
(Fol. 395 und 396 unbeschrieben.)
397. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andre Steger
(oder Stdger), erzh. Leibtrabant. Innsbruck, 1. Mai
1588. . 1074
402. Wappenbrief mit Lehenartikel filr Caspar Proy,
Freyartzkhaoffer-Amts-Gegenschreiber zu Schwatz. Inns-
bmek, 31. Mta 1588. 1075
406. Adel8freiheit und Wappenbesserung for Georg
Pogler. Innsbruck, 31. M&rz 1588. 1076
412. Wappenbrief mit Lehenartikel for Sigmund Fel-
der, Verweser des Schmiltzhandels beim 1. f. Bergwerch zu
Schwatz. Innsbruck, 11. April 1688. 1077
4 16. Adebfreiheit and Wappenverleihung fur Caspar
Balthasar Pun tele, Zoller zu Pronzoll. Innsbruck, 5. April
1588. 1078
420. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Johannes
Baptista de Vastis (oder Fastis), Burger zu Trient,
dessen Sohn Bernhard Kaplan des Cardinals Andreas von
Oesterreicb ist. Innsbruck, 20. Dec. 1588. (Latein.) 1079
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424. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Friderich Ott,
auch dessen Sohn Matheiss. Innsbruck, 1. Aug. 1588. 1080
428. Wappenbrief mit Lehenartikel for Caspar 8 a al,
(lessee Sohn Jacob erzb. Leibschtttz ist, Innsbruck, 30. Mai
1588. 1081
432. Wappenbrief mit Lehenartikel fi&r Caspar, Mel-
ehior, Andreas und Hans die Raltenhauser, Gebruder.
Innsbruck, 2. Mai 1588. 1083
439. Wappenbrief mit Lehenartikel Mr Jacob, Hans,
Conrad, Melcbior, Baltkasar und Thomas die Werner,
Gehrader von ViUiqgen am Schwarzwald. Innsbruck, 29. Au-
gust 1588. 1083
444. Wappenbrief ftlr Tboman, 1. f. SchinelUhutt-
scbreiber und gesch women Probierer za Sohyrameisen im
Bosenfelsenthal in Ober-Elsass, auch Paul, Erasmus and
Friedrich die Eggenstainer, Gebruder. Innsbruck, 2. Ja-
nuar 1589. 1084
448. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Baltbasar,
Hans, G3rg, Gilg, Gristof, Gristan und Michael die Ottl,
Gebruder. Innsbruck, 1. August 1589. • 1085
452. Wappenbrief fur Hans Rater. Innsbruck,
8. Mai 1590. 1086
456. Adelsbestatigung und Wappenbessemng fdr Jo*
hannes Dominicus Quaresci, Patricier aus Verona, Doctor
der Rechte. Innsbruck, 9. Mai 1591. (Latent) 1087
462. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Leonhard und
Max die Zip perl, Vettern. Innsbruck, 12. Mai 1590. 1088
466. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Helias, erzh.
Trader, Caspar, Hans, Martin, Jeremias und Thomas die
Liebl, Gebruder, Innsbruck, 30. Mai 1590. 1089
470. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Georg, Hans
and Daniel Lang, Gebruder. Innsbruck, 1. Juli 1590. 1090
(Fol. 474 und 475 unbeschrieben.)
476. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans Georg
Knitinger. Innsbruck, 18. Juli 1590. 1091
(Pol. 479—481 unbeschrieben.)
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482. Wappenbrief mit Lebenartikel fiir Anton Bider-
man, dessen Sohn Ilans erzk Leibschutz ist Innsbruck,
18. Juli 1590. 1092
486. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Paul Bekh,
Burger zu Ulm. Innsbruck, 2. August 1590. 1093
490. Wappenbrief fur Jacob und Steftua die Weygl-
mayr, Gebruder zu Schlanders. Innsbruck, 22. August
1590. 1094
494. Adelsfreiheit und Wappen&nderung f&r Georg
von Pendt, Kainmerdiener der Gemalin des Erzh. Ferdi-
nand Erzherzogin Anna Katharina, und dessen Gebruder
Yalorius und Hannss. Innsbruck, 1. Sept 1589. 1095
501. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Wolfgang
Rottmayr am Rothof, Landgerichts Sch&rding, dessen
Sohn Hans Burger und Handelsmann in Passau und Pro-
viant-Lieferant fur Tyrol ist. Innsbruck, 3* September
1690. 1096
505. Wappenbrief mit Lehenartikel for Michael Cron-
hftller von Schwatz, Capelldiener der Sch wester des Erah.
Ferdinand EAherzogin Magdalena. Innsbruck, 13. Septem-
ber 1690. 1097
509. Privilegium und Schutz- und Schirmbrief ftbr den
Hof schreiber zu Bregentz Michael Wittweyler. Innsbruck,
28. September 1590. 1098
517. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Conrad, Berg-
richter zu Nallss und Terlan, und Thomas die Wilhalm,
Gebruder, und deren Yetter Anton. Innsbruck, 2. October
1590. 1099
521. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Johann Khra u t,
Burger und des Raths zu Villiogen. Innsbruck, 2. October
1590. 1100
525. Wappenbrief mit Lehenartikel far Mathias,
Maurer, Georg, Stefan, Gebhart und Walthauser die Abm-
thung, Gebruder, Landgerichts Sonnenburg gesessen. Inns-
bruck, 2. October 1590. 1101
529. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Caspar Lang-
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grueber, gemainer Gewerkhen Buechhalter and Factor zn
Kitzbtthel. Innsbruck, 6. October 1590. 1102
533. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Georg, Kaplan
des Gottshaoses zum h. Geist in Innsbruck, Thoraan and
Jacob die Hauser, Gebriider, and deren Vetter Stefan.
Innsbruck, 6. October 1590. 1103
537. Wappenbrief mit Lehenartikel far Mathens, der
fireien Kttast Magister and Georgischen Amptmann zu^Vil-
lingen, Johann and Jacob die Hertter, Gebriider. Inns-
brock, 8. October 1590. 1104
543. Wappeobrief mit Lehenartikel ftkr Christan
Pendl Innsbruck, 16. October 1590. 1105
547. Wappeobrief mit Lehenartikel fQr Marx Dietl,
dessen Sohn Andre als erzh. Leibschtttz genannt wird. Inns*
brock, 5. November 1590. 1106
551. Wappeobrief far Andreas and Abraham die
Freytag, Gebriider, aus dem Gerichtsbezirk Altenbarg.
Innsbruck, 5. November 1590. 1107
556. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Andre K a i n t z,
Schaester aus Weilhaim in Oberbayern, sammt seinen Sfthoen
Georg, Michael, Bernhart and Balthasar. Innsbrack, 5. No-
vember 1590. 1108
56 1. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Easpar K n a a e r,
Burgermaister zum Jauer in der Schlesien. Innsbrack, 20. No-
vember 1590. 1109
566. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Simon, Bur-
ger and des Raths der Stadt Rattenberg, Georg, Handels-
mann za Schwatz, and Hans, Burger zu Mflnchen, die Ra-
in er, Gebriider. Innsbruck, 30. November 1590. 1110
571. Best&tigong der von Kaiser Rudolph II. am
20. Mai 1586 der Familie Manincordi verliehenen Adels-
freiheit fflr Hieronymus, Anton, Cyprian and Joannes Bap-
tista, Gebrflder, and deren Vettern Anton, Matheas and
Christophorus (quondam Joannis), dann Christophorus, An-
dreas und Anton (olim Petri), item Anton (quondam Vigilii)
Fwdiwmdettmi'ZeiUchrift 10
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undNicolaus (quondam Andre®) die Manincordi de Ca-
se tio. Innsbruck, 10. December 1590. (Latein.) 1111
576. Wappenbrief fiir Valentin Costantz. Inns-
brack, 13. December 1590. 1112
581. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Jacobus de
Meldi, Bormiensis ex valle Valtelina. Innsbruck, 22. De-
cember 1590. (Latein.) 1113
585. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans, Kam-
merportier des Ffirsten Carl Markgrafen zn Burgau, Niko-
laas und Dietrich die Michl genannt Battessey aus dem
Herzogthum Lothringen. Innsbruck, 1. Febr. 1591. 1114
589. Wappenbrief mit Lebenartikel ffir Cristof und
Hans die Werndle, Gebrttder. Innsbruck, 3. Jan. 1691. 1115
593. Wappenbrief fiir Georg Praun, Markrichter zu
Matrai. Innsbruck, 3. Januar 1591. 1116
597. Adelsfreiheit und Wappenbesserung f&r Hanns
Leyss, d. Z. Brandenburgischen Ambtman zu Calthera.
Innsbruck, 16. Januar 1591. 1117
605. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Andre, Hans,
Abraham, Martin und Daniel die Kammersperger, Ge-
briider. Innsbruck, 21. Januar 1591. 1118
608. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Peter
Khofler, f&rstlich Brixnerischen Diener und Zollner. Inns-
bruck, 1. M&rz 1591. 1119
615. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Wolfgang und
Paul, Gebriider, und Andre und Urban, Gevettern, die
Stampffer zu Lientz. Innsbruck, 21. M&rz 1591. 1120
620. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Niclaus Mfil-
t o bier, Burger zuBregentz. Innsbruck, 20. April 1591. 1121
625. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Michael Re in-
hard t, dessen Sohn Wilhelm tyrolischer Camerkanzlei-
schreiber ist. Innsbruck, 20. April 1591. 1122
630. Wappenbrief mit Lehenartikel ffirLudwig Khflb-
ler, der Thumbprobstey hohen Stiffts Kostantz Ambt-
man, und dessen Bruder Filipp. Innsbruck, 20. April 1591. 1 123
634. Wappenbrief f&r Stefan Pacher, dessen Sohn
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^i*\*Ky
— 147
\
*^» "Ffcrsten Carl Markgrafen zu Burgaa. Inns-
^^V ^ftm\ X591. 1124
ft&%. ^Ta>ppenbrief mit Lehenartikel fflr Anton Schlickh
Innsbruck, 2. Mai 1591. 1125
642. "Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Georg S t e m p 1,
Burger land. Haudelsmann za Nflrenberg. Innsbruck, 8. Mai
1591. 1126
646. ^Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Gebhart and
Daniel die I»abhardt, Gebrfider, Burger za Constants.
/ Innsbruck^ 8. Mai 1591. 1127
6€>0. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Georg Saur-
wein, Kauffinanskhnecht bei dem I f. Pfanhaass Ambt zu
Hall, trod dassen Vetter Bernhardt Innsbruck, 8. Mai
1591. 1128
654. WappSnyermehrong, resp. Verleihung des Wap-
pens des aosgestorbenen Geschlechts der von Haslbnrg aa
den Eigentbflraer des adelichen Ansitzes and Vesten, Hasl-
bnrg genannt, onweit Botzen, den ereh. Rath Ferdinand von
Kfkepach za Ried and dessen Binder Marx, nebst der
Freiheit, sich yon and za Haslbarg za nennen. Inns-
brack, 8. Mai 1591. 1129
660. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Georg Rie-
ger za Benedictpeurn, dessen Sohn Hans Burger za Inns-
brack, lhnsbrack, 8. Mai 1591. 1130
'664. Adelsfreiheit and Wappenverleihung fflr Thomas
Kolambin, Factor fiber die Trienter Probstei beira Car-
Anal Andreas von Oesterreich, and seinen Brader Johann
Baptist Innsbrack, 6. Mai 1591. 1131
668. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Gotthart,
Martin and Andre Aafm Bflhl, Gebriider, Gerichts Teat-
schenofen gesessen. Innsbruck, 27. Mai 1590. 1132
673. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hans, Burger
za Stertzing, dann dessen Vettern Leonhard, Blasi, Oswald,
Alexander and Michael die Schaiter. Innsbruck, 29. Mai
1691. 1133
676. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hans, dea
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Fiirsten Carl Markgrafen zu Burgau Pfleger in der Herr-
schaft Thaur, und Stefan, Gebrfider, and Anton, Andre,
Sebastian und Christan, Gevettem die Platzer. Innsbruck,
1. Juni 1591. 1134
680. Wappenbrief mit Lehenartikel for Andre An-
gerer, dessen Sohn Georg Pfarrer des Gotteshauses auf
dem Seefeld. Innsbruck, 1. Juni 1591. 1135
684. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Johann von
der Zoo, erzh. Gartner zu Thornegg. Innsbruck, 1. J«ni
1591. 1136
688. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Sebastian
Mayer, Nellenburgischen geschwornen Landgerichts-Procu-
rator and Burger zu Ratolffzell. Innsbruck, 1. Juni 1591. 1137
692. Wappenbrief mit Lehenartikel flirBlasi PQrBter,
erzh. Leibschutz, und dessen BrQder Jakob und Andre. Inns-
bruck, 12. Juni 1591. 1138
696. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Caspar, 0. 0.
Regierungsrath, Georg, Christof, Niclas und Michael, Ge-
briider, und deren Vetter Melchior die L at ten. Innsbruck,
1. Juli 1591. 1139
701. Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Balthasar
Mantel, dessen Sohn Onufrius am erzh. Hof bedienstet,
und dessen Vettern Filipp und Hans. Innsbruck, 1. August
1591. 1140
707. Wappenbrief fur Peter Seel, Gterichtsanw&ldt
zu Schluderns. Innsbruck, 22. August 1591. 1141
711. Wappenbrief fur Paul, Anton und Stefan die
Weggler, Gebriider. Innsbruck, 22. Aug. 1591. 1142
717. Wappenbrief mit Lehenartikel filr Hans Teys-
selbach, Burger in Hall. Innsbruck, 22. Aug. 1591. 1143
723. Wappenbrief ffir Filipp und Dominik die Ma u-
rer, Gebriider. Innsbruck, 22. August 1591. 1144
728. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Samuel, erzh.
Leibtrabant, Maximilian, Sambson und Hans Georg die
Braun, Gebruder, und ihres verstorbenen Bruders Bonifaz
SObne. Innsbruck, 22. August 1591. 1145
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733. Wappenbrief mit Lehenartikel far Mathias Friieauf,
erzh. Kammerdiener. Innsbruck, 22. August 1591. 1146
738. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Hans, bei der
O. 0. Cammerkanzlei bedienstet, und Thoman, Gebriider
die Schratzen von Reuti, Herrschaft Ernberg. Innsbruck,
22. August 1591. 1147
744. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fflr den
Qoardiao des Minoritenklosters zum fa. Ereutz in Innsbruck
BernarduB und dessen Vettern Joseph Georg und Peter
Anton de Zenonis. Innsbruck , 22. August 1591.
(Lafein.) 1148
749. Best&tigung der von Kaiser Rudolph II. am
3. December 1587 den Gebrfidern Hieronimus und Paul
Ruepp verliehenen Adelsfreiheit, und Wappenbesserung.
Innsbruck, 7. September 1591. 1149
(Fol. 757 und 758 unbeschrieben.)
759. Wappenbrief mit Lehenartikel fOr Simon, erzh.
Leibtrabant, Martin und Hans die Riser, Gebriider. Inns-
bruck, 12. September 1591. 1150
765. Wappenbrief fur Leonhard Aichelman, Pfarrer
bei St. Stefan, Gerichts Gufidaun, und den Pfarrwidumb zu
Villanders, auch alle kunftigen Pfarrer dortselbst
Innsbruck, 1. October 1591. 1151
769. (Reine Copie vorerw&hnten Conceptes.) ad 1151
771. Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Hans, Burger
und Beckh zu Innsbruck, Mang und Thoman die Eberl,
Gebrfider. Innsbruck, 7. October 1591. 1152
775. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Franz und
Valthin die Han n sen, GebrQder. Innsbruck, 7. October
1591. 1153
780. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Caspar und
Mathias die Wilderer zu Sch&rding. Innsbruck, 9. Oc-
tober 1591. 1154
783. Wappenbrief fQr Hans Bfifl (oder Bufl), Bur-
ger und Gerichts Prokurator zu Meran. Innsbruck, 10. Oc-
tober 1591. 1155
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— 150 —
787. Wappenbrief mit Lehenartikel far CriatofEder,
erzh. Silber-Cammerdiener. Innsbruck, 24. Oct 1591. 1156
790. Aenderang des von Kaiser Ferdinand L ihren
Vorfahren verliehenen Wappens, sammt dem Lehenartikel,
fflr Balthasar D5psel, Pfleger auf Englar, und des rer-
storbenen Bruders Johann hinterlassene Sfthne Hans, Adam,
Baptista, Lukas and Erasmus. Innsbruck, 1. Nov. 1591. 1 157
795. Wappenbrief fflr Peter and Michael d e M i ch e 1 i,
Gebrtder. Innsbruck, 1. December 1591. 1158
799. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Johann Sprin-
ger, Pfarrer zu Colls&ss. Innsbruck, 1. Deo. 1591. 1159
805. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hans Leon-
hart, erzh. Diener, and Veyt die Walbarger, GebrBder.
Innsbruck, 1. December 1591. 1160
8 12. Rotwachsfreiheit ffir den edlen Rudolph W e i g e 1 e,
Hauptmann. Innsbruck, 1. December 1591. 1161
816. Adels- und Rotwachsfreiheit far Cristof W e i g e 1 e,
Stadtschreiber zu Meran, mit Verleihung des von Kaiser
Ferdinand L seinem Vetter Rudolph Weigele ertheilten
adelichen Wappens. Innsbruck, 1. December 1591. 1162
824. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Rudolph Has-
lach, Burger und teutschen Schul- und Rechenmeister zu
Khaufpeurn. Innsbruck, 1. December 1591. 1163
828. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Lorentz
Eolbeyss, dessen Sohn Martin erzh. Leibschfltz. Inns-
bruck, 1. December 1591. 1164
834. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Gabriel
Schuldheis, erzh. Leibtrabant, und dessen Brfider Mi-
chael, Glaus, David und Hans die Schulthais. Innsbruck,
1. December 1591. 1165
838. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Georg Tei-
finger, erzh. Thiergartner. Innsbruck, 1. Dec. 1591. 1166
842. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hans, Werch-
meister der 1. f. Mftntze zu Hall, Georg und Jacob die
K6gl, Gebruder. Innsbruck, 11. September 1589. (Wie-
derholung von X, 145.) ad 1024
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XL Band.
1. Wappenbrief far Cristan Lehner zu Ober-Laoa.
Innsbruck, 10. Januar 1690. 1167
5. Wappenbrief fiir Leonhard PBllel tod Schwatz.
Innsbruck, 30. Januar 1591. 1168
9. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, Hans,
Caspar, Melcbior nnd Leonbart die Gemblich, Gebrfider.
Innsbruck, 2. Januar 1592. 1169
15. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg Reich,
Burger und Gastgeb der Stadt GBntzburg in der Markgraf-
schaft Burgau, und dessen drei Sfthne Johannes, Zacharias,
Cantor beira St Jacobs-Gotteshause in Innsbruck, und Filipp.
Innsbruck, 1. Februar 1592. 1170
19. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Ludwig, Niclaus,
Jaopb, Alexander, Sebastian, Gristof und Michael die W el-
linger, Gebrifcder. Innsbruck, 3. Februar 1592. 1171
23. Wappenbrief fflr Darius, Teutsch Ordens Ambt-
man aufn Bitten, und Balthasar, Ambtman im Teutschen
Hans zu Schlanders, die Sygel, Gebrftder. Innsbruck,
10. Februar 1592. 1172
27. Wappenbrief ftlr Andre, Jacob, Bartholome und
Caspar die Blemer, Gebrfider, Burger zu Botzen. Inns-
bruck, ia Februar 1592. 1173
31. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Albrecht H a g e n-
loch, Burger in Costantz. Innsbruck, 1. Marz 1591. 1174
35. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Hans und
Christoph die Glantzschnig, Gebriider, Burger zuSanct-
Patornian in Kftrnten. Innsbruck, 22. Marz 1592. 1175
39. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Caspar
und Wolfgang, Gebrfider, und deren Vetter Hans Wolfgang
die In der Maur, mitFreiheit, sich von und zuStrel-
burg zu nennen. Innsbruck, 20. Marz 1592. 1176
45. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, erzh.
Koch, Hanns, Jacob und Mathias die Othen, Gebrttder.
Innsbruck, 3. April 1592. 1177
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— 152 —
61. Wappenbrief fiir Niklat Sachser. Innsbruck,
3. April 1592. 1178
55. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Thomas Joas,
dessen Sohn Georg Kaplan zu Girlan iat. Innsbruck, 3. April
1592. 1179
61. Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Filipp nnd «
Moritz die Pfister, Gebriider in Costantz. Innsbruck,
2. Mai 1591. 1180
65. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Hans Rich sa-
ner, dessen Sohn Leonhart erzh. Leibschneider ist. Inns-
bruck, 2. Mai 1591. 1181
70. Best&tigung der von Kaiser Friedrioh III. 1465
dem Geschlechte der Plawener verliehenen und von Kaiser
Rudolph TL am 14. Januar 1579 mit der Freiheit, sich
von und zu Plauen zu nennen, confirmirten Adelsfreiheit
nebst Wappenbesserung , fttr Oswald, erzh. Hofkanzlei-
schreiber, Thoman und Lucius, Gebrttder, und Thoman,
ihren Vetter, die Plawener, nebst der Berechtigung, sich
Freisassen von und zuPlawenn zu nennen. Innsbruck,
7. Mai 1582. 1182
83. Wappenbrief mit Lehenartikel f&r Mathias, von
Traminn, Martin und Johann die Petzen, Gebriider. Inns-
bruck, 11. Mai 1592. 1183
87. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenbesserung
fQr Sambson Egger, Pfleger der 1. f. Herrschaft Kitzptthel.
Innsbruck, 11. Mai 1592. 1184
92. Wappenbrief f&r Jacob, Marx, Caspar, Hans und
Sebastian die TrSger, Gebrttder und Vettern. Innsbruck,
11. Mai 1592. 1185
97. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Sebastian, dessen
Sohn Martin in erzh. Diensten steht, Ghristof, Jacob und
HansJocher, Gebrttder. Innsbruck, 18. Mai 1592. 1186
104. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Hanns, Georg,
Matheus und Christof, Gebrttder die K r i n n s e r. Innsbruck,
20. Mai 1592. 1187
110. Erhebung der dem Abraham Staigerwalder,
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^V. Verwa>lter der Herrschaft Pettersperg, geh5rigen, im
s^rkte Ymbet gelegenen Behausung zu einem freien adelichen
a\ and Freihdt fflr denselben, sich von and zuSpren-
^^hst&in zo nennen. Innsbruck, 2. Juni 1592. 1188
116. "Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Rueprecht
T schurtschentaler, Gerichtsanwalt der Herrschaft Heiu-
^els in S^3*t^n, desseo Vater Christan vor ihm Anwalt der
{gleichen Herr«chaft war. Innsbruck, 26. Joni 1592. 1189
120. Bestitigung des von Kaiser Ferdinand I. am
29. November 1559 ihren Vorfahren verliehenen Wappens,
fte MelchioT und Ceaturi die L eh le titer, Gebrflder. Inns-
bruck, 2. Juli 1592. 1190
124. Wappenbrief fflr Hans Hart (oder Hartt).
Innsbruck, 2. Juli 1591. 1191
128. Wappenbrief fflr Michael Zierler. Innsbruck,
2. Juli 1592. 1192
132. Wappenbrief fflr Gregor In Stftft in Aichach,
Gericbts Rodnegg. Innsbruck, 2. Juli 1592. 1193
136. Wappenbrief fflr Bartolome, Futterschreiber des
Fftreten Carl Markgrafen zu Burgau, und Martin die Rein-
man, Gebrflder. Innsbruck, 20. Juli 1589 (?). 1194
141 . Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Hans S c h m i d,
erxh.Hoftnaler undConterfeiter. Innsbruck, 23. Juli 1592. 1 195
144. Wappenbrief mit Lehenartikel f8r Johann, Leib-
apotheker des Fflrsten Carl Markgrafen zu Burgau, Georg,
Sebastian, Albrecht, Fridrich und Herman die Aymer.
Innsbruck, 5. August 1592. 1196
148. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Bartlmee
Guetenmorgen im Gericht Altenburg und dessen Vetter
Hans. Innsbruck, 5. August 1592. 1197
154. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Herman
Roltz, Leibbarbier des Erzherzogs Ferdinand in Oesterreich,
Tetters des Erzh. Ferdinand in Tirol. Innsbruck, 14. Sep-
tember 1592. 1198
158. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Michael Tmb-
ler, Zoller in Bregentz. Innsbruck, 14 Sept. 1592. 1199
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— 154 —
162. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Peter, Ge-
richtsschreiber zu Tramynn, and Jacob die Tschusij, Ge-
briider. Innsbruck, 14. September 1592. 1200
166. Wappenbrief fur Gregor Mayr, Khessenthaleri-
schen Bergwerksverweser zu Stertzingen, und dessen Sflhne
Georg, Paul, Gregor und Thoman. Innsbruck, H.Septem-
ber 1592. 1201
170. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fQr Hans
Jurgitsch, Kammerdiener des Erzh. Ferdinand des Jungern
in Oesterreich. Innsbruck, 14. September 1592. 1202
176. Best&tigung der yon Raiser Rudolph H. am
7. April 1581 den Vettern Sebastian und Wolfgang den
Z&hen (Zachen) verliehenen Adelsfreiheit Innsbruck,
14 October 1592. 1203
184. Wappenbrief mitLehenartikel fiir GeorgNueber,
Pfleger auf Ernvelss. Innsbruck, 2. October 1592* 1204
188. Wappenbrief fttr Jacob Spiess, Gerichts-
schreiber auf SchCnach. Innsbruck, 20. Oct 1592. 1205
192. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Hanss,
d. Z. Richter zu Glomes und Malss, Cristoff, Geftrg, Seba-
stian und Vrban die Andre yon Neundorff, Gebriider.
Innsbruck, 31. October 1592. 1206
196. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Thoman und
Bartlwee die Lobenwein genannt Tenckhen, Gebr&der
zu Lanft. Innsbruck, 22. November 1592. 1207
201* Wappenbrief mit Lehenartikel fur Virgilj, Hans,
Andre, Erhardt, Michael, Veit, Paul, Abraham und Hans
die Innerhofer, Gebr&der. Innsbruck, 1. Februar
1593* 1208
205. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Caspar Ren-
ter, Burger zu Munchen, dessen Sohn Arsatius beim erzh.
Hofpfennigmaisterambt bedienstet. Innsbruck, 3. Februar
1593. 1209
209. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Georg, Hof~
roflller und Peckh, und Marx die W em die, Gebriider.
Innsbruck, 3. Februar 1593. 1210
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91 5. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Cristof P tt r c h-
ner, Burger und Hafner in Innsbruck. Innsbruck, 39. Mftrs
1593. 1211
(Zwischen Fo). 218 und 219 smd aus Versehen
die Pol. 373—376 des IX. Bandes gebunden, deren
IobaJt, beim betreffendeti Bande ersichtKch gemacbt ist)
219. Wappenbrief mit Lehenartikel ftbr Bartholme
Weydacher, Burger zu Rosenhaim. Innsbruck, 29. Mftrz
\5>33. 1212
223. Wappenbrief mit Lehenartikel far Andre, erzh.
Maisterltocli, Simon, Michael, Georg nnd Thoman die Bern-
stain er, Gebrflder. Innsbruck, 29. Marz 1593. 1213
227. Wappenbrief ftbr Georg Sagmaister zu Pigoa,
Gerichts Altenburg. Innsbruck, 29. Mftrz 1593. 1214
231. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Leonbard
PoVbinger, Burger zu Scherding. Innsbruck, 29* M&rz
1693- 1215
235. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Georg Ber-
f elder, erzh. reitenden Kammerpot, frtther Hatschier.
Innsbruck, a April 1593. 1216
239. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Balthasar
Campiller, Pfarrer zuBotien, uud dessen Vetter Thoman
Kranewitter, Gerichtsanwaldt auf Yillanders. Innsbruck,
3. April 1593. 1217
243. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Leonhard,
Bergwerks-Verweser zu Clausen und am Terlaner-Berg, auch
Hans, Leonhard und Sebastian die Mayrhofer, Gevettern.
Innsbruck, 22. April 1593. 1218
247. BesUUiguDg und Ausdehnung der yon Kaiser
Ferdinand L am 29. November 1559 verliehenen Freisitz-
Freiheit, fttr Basil Hipp von Remingshaim, erzh. Rath
und Obervogt zu Horb, seine Ehewtkrtin und Kinder. Inns-
bruck, 12. Mai 1593. 1219
251. Wappenbrief mit Lehenartikel fttr Wilhelm Bur-
ger, Burger zu Braunegg. Innsbruck, 20. Mai 1593. 1220
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255. Wappenbrief mit Lehenartikel fflr Georg Weg-
mant Amtsschreiber zu Bregentz. Innsbruck, 1. Jani
1592. 1221
259. Wappenbrief mit Lehenartikel far Wilhelm
Eltzenpaumer, dann den Sohn seines rerstorbenen Bin-
ders, Abraham, and seine zwei andern Vettern Sebastian and
Caspar. Innsbruck, 3. Februar 1593. 1222
263. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Niclaus, An-
ton, Peter, Dominikns, Barthlme und Peter den Jongern,
Gebrftder und Vettern die Noder. Innsbruck, 9. Mai
1593. 1223
267. Wappenbrief mit Lehenartikel fur Johann Mau-
ra a, Secretftr des Gottshauses Rott. Innsbruck, 15. MSrz
1593. 1224
273. Wappenbrief Mr Martin Krinner, Burger zu
Stertzirig. Innsbruck, 29. M&rz 1593. 1225
277. Wappenbrief mit Lehenartikel ftr Johann He-
ring, der Rechte Doctor aus Villingen. Innsbruck, 29. M£rz
1593. 1226
283. Besserung des von Kaiser Sigismund der Farailie
L&nser verliehenen Wappens, fflr Joseph, Leonhard, David,
Georg, Bartlme und Sigmund Bartlme, GebrtLder und Vet-
tern die L&nser zu Eppan, Gerichts Altenburg. Innsbruck,
29. Mftrz 1593. 1227
288. Besserung des bereits mit dem Frundt'schen
und MeurTscben Wappen vermehrten adelichen Wappens
der Schidbacher, deren Vorfahren als Hallschreiber beim
Pfannhausamt in Hall bedienstet waren, fur Ghristof, der
Rechte Doctor, Haubtman und Vitz-Domb der Grafschaft
Ortenburg, und Leopold, Bediensteten des Kaisers Rudolph II.,
die Schidbacher, Gebrtlder. Innsbruck , 29. M&rz
1593. 1228
293. Wappenbrief mit Lehenartikel far Peter, bedien-
stet beim Bergwerk in Rattenberg und in der Priohslegg,
Hans und Paul die Febel, Gebrftder. Innsbruck, 14. Juli
1593. im
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297. Wappenbesserang nod Rotwachsfreiheit ffir Cristof
and Michael die edlen Las trier, Gebriider. Innsbruck,
22. April 1693. 1230
304. Wappenbrief nrit Lehenartikel ffir Caspar, erzh:
Leibtrabant, Hans and Paul, Gebriider, and Blasy, ihren Vet-
ter, die Thar ner. Innsbruck, 23. April 1593. 1231
308. Wappenbrief fur Martin, Stefan and Jacob die
Fey r tag, Gebriider. Innsbruck, 23. April 1593. 1232
(FoL 311—313 unbeschrieben.)
314. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Georg Khrusl-
wurger (oder Khruslburger) and dessen Vettern Hans
and Georg. Innsbruck, 1. Mai 1593. 123S
318. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Valtin Prug-
ger, Stadt- and LandgerichUsehreiber-Ambtsverwalter in
Stertzing. Innsbruck, 3. Mai 1593. 1234
322* Erhebung der dem edlen Hanns Mor, Pfleger
and Haubtman iu Trasp, gehGrigen Behausung in Malls zu
einem frei-adelichen Sitz, and Freiheit ffir denselben, sich
hievon von and zu Liechtenegg zu nennen. Innsbruck,
10. Mai 1593. 1235
328. Adelsfreiheit und Wappenbesserang ffir Thoman
Witz. Innsbruck, 29. Juli 1593. 1236
333. Wappenbrief ffir Sebastian Gunst. Innsbruck,
29. Juli 1593. 1237
337. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Hans Pr ag-
ger, dessen Sfthne Bernhard, Mathaus und Gristof Biirger
zu Botzen sincL Innsbruck, 22. August 1593. 1238
343. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Peter und
Georg die Geschwendtner, Gebriider, als Schreiber bei
der tyrol. Kammer bedienstet Innsbruck, 24. Aug. 1593. 1239
347. Vermehrung des Wappens der edlen Gadolt
mit dem des erloschenen edlen Geschlechtes der Seloss
ffir Augustin, Hans, Vlrich, Cristof, Vincentz und Hanns
Ltenhart die Gadolter von und zu Selosshausen,
Gebrttder. Innsbruck, 2. December 1590. 1240
(Fol. 353 und 354 unbeschrieben.)
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— 158 —
355. Vermehrung des bGrgerlichen Wappens der
Roschman mit dera tod Kaiser Maximilian I. 1512 dem
Geschlechte der Hftrburger von HCrburg ertheilten and
durch Kaiser Carl V. best&tigten adelichen Wappen, ffir
Gristof, 0. 0. Regimentsschreiber, Hans, 0. 0. Kammer-
schreiber, und Georg die Roschman, QebrClder, and deren
Vetter Josef, Postverwalter zu Lermos. Innsbruck, 29. Ja-
nuar 1592. 1241
361. Freiheit, sich des yon ihren Voreltern gefQhrten
Namens Hasslegg von Hasslach wieder zu bedienen,
ttt Ludwig, Hof- and Gegenschreiber der Herrschaft Feld-
kirch, and Paal die Hasslach, Gebrfider. Innsbruck,
22. April 1592. 1242
365. Wappenbrief f&r Clement Amp erg, Burger zu
Gtarns. Innsbruck, 2. Juli 1592. 1243
869. Wappenbrief ffir Dominik, Anwalt zuMallss, and
Paal die Noder, Gebrftder. Innsbruck, 20. Jali 1592. 1244
373. Wappenbrief ffir Christan and Hans die Aaer,
GebrOder, Burger zu MGlbach. Innsbruck, 20. JoK 1592. 1245
377. Wappenbrief mit Lehenartikel ffir Simon, Bttch-
aenspanner and Waidman des Fftrsten Carl Markgrafen za
Bargaa, Florian and Filipp die Smetanckha, Gebrfider.
Innsbruck, 14. September 1592. 1246
381. Wappenbrief mit Lehenartikel fiir Gristof, erzh.
Hofeinspenig, and Peter dieHessler, GebrCkder. Innsbruck,
11. Mai 1692. 1247
387. Wappenbrief ffir Georg Jordan zu Yntzingen,
Gerichtsgeschwornen der Herrschaft Herttenberg. Innsbruck,
11. Mai 1592. 1248
(Zum Schlusse sei noch eines Diploma Erw&hnung ge-
than, dessen Concept in den Tiroler Wappenbfichern fehlt, des-
sen Original jedoch im t. Goldegg*schen Familienarcbive vor-
handen ist:) Benennang des Gold6gger'schen Ansitzes za
Ober Una, der auch ror oralten Jahren Goldtigg geheissen
and mit adelichen Freiheiten ffirsehen gewest, mit dem
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— 159 —
Namen Goldegg, und Erhebung desselben zu einem adelichen
Freisitz, fttr Paul, Thomao, Jacob und Lienhard die ed-
len Goldegger, Gebrfider, mit der Bewilligong, sieh furt-
hin von and zu Goldegg zu nennen. Innsbruck, 3. Mta
1580. 1248 a
Namensyerzeichniss.
(Der Dnick mit durchschossener Schrift deutet auf Adelsrang,
dag f auf das Erloschensein des betreffenden Geschlechtes, deuen er-
ledigteg Wappen auf eine andere Familie ttbertragen worden, der *
daranf bin, data der Name keln Familien- sondern ein Ortifteme sel.
Pie Zahlen geben die Begeitennnmmera an.)
Abmtbung. 1101.
Adam. 338.
Adam. 1037.
Aichner. 221.
Aichner. 787, 1019.
f Aigner. 805.
Alban. 155.
Alber. 947 a.
Albmair. 425.
Alleman. 375.
Althamer. 914.
Altman. 343.
Amman. 659.
Am Pach. 188.
Amperg. 1243.
An der Linden. 712.
Andre. 655, 1206.
Angerer. 1135.
f Anicb. 220.
Anngerer. 575.
Anthelm. 1059.
Ardftsser. 261.
f Arnoldt. 245.
Arnoldt 353.
Arquin. 634.
Arquin. 674.
Artperger. 502.
Artzperger. 808.
Asst. 930.
Asstendorffer. 160.
Attlmayr. 887.
Atzenholtz. 1049.
Auer. 534.
Auer. 784.
Auer. 1245.
Aufm BQhl. 1132.
Aymer. 1196.
Ayo, del. 735.
f Bairv.Altenburg. »20.
Baldauf. 288.
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— 160 -
Baldauf. 678.
Bardt 550.
Barthold. 45, 910.
B&rtl. 55.
Bfatl. 535.
Baseliga. 230.
Bjudler. 911.
Baur. 527.
Begin. 1044.
Bekh. 1093.
Berfelder. 1216.
Beringer. 34.
Berioger. 658.
Bernhard. 286.
Berahart. 104.
Berahart. 691, 876.
Bernstainer. 1213.
Bertholdi (Perchtold). 300.
Bertolf. 847.
Bete. 173.
Biderman. 1092.
Binelli. 686.
Bistman (?Verwist). 362.
Bitterlin. 1002.
Bittler. 816.
Bl&sig. 75.
Blemer. 1173.
Bloom. 999.
Bogner (Pogner). 152.
Bolao. 934.
Bollt. 696.
Bonland. 916.
Bonomo. 491.
Borell. 612.
B o y m u n d, Freiherren in. 62.
Boys, 474,
Brandis, Herren von. 464.
Br&odl. 603.
Braun. 1145.
Brenhanss. 677.
Brenner. 778.
Britschwitz. 664.
Bueckhmayr. 682.
BOfl (Bufl). 1155.
Biihl, anfm. 1132.
Btthler. 839.
Buller. 158.
Burger. 176.
Burger. 1220.
Burgkhlehner. 144,963.
Burgstaller. 957.
Camerer. 551.
Carapiller. 1217.
Capriana. 116.
Gastelleti. 949.
Castner. 538.
Cavaleriis, de. 249.
Cazin. 761.
CeschL 555.
Charts. 265.
Christan. 720.
Christl. 422.
Chuntschier. 186.
Clarer. 266.
Oarer. 466.
Clausner. 648.
Closner. 125.
f Coradin. 1037.
Costants. 1112.
CronhOller. 1097.
Crosini 742.
Curtius. 905.
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- l6i -
Customs. 830.
Dal Ochio. 510.
Daschera. 613.
Daser. 899.
Del Ayo. 735.
Diepoldt. 138.
Dietenshamer. 941.
Dietinger. 873.
Dietl. 1106.
Dietrich. 416.
DietteDshamer. 854.
Dietz. 714.
Dillitz. 450.
Distelfiockh. 704.
DSpsel. 1157.
Doldt. 759.
Dominions. 631.
Dopff. 794.
DrSxl. 749.
Dreyer. 52.
Duca, de. 657.
DQrsinger. 1042.
Danckhelstainer. 976.
Eberhard. 356.
Eberl. 481.
Eberl. 679.
Eberl. 1152.
Ebner. 92.
Ebner. 862.
Eder. 1156.
Eelich. 16.
Egg. 640.
Eggenstain. 421.
EggeD8tainer. 1 084.
Egger. 86, 1184.
Egger. 316.
FerdiaMdwms-Ztttfitiurift.
Egghart. 583.
Eggl. 503.
Ehrhardt. 542.
Eisenschmid. 849.
Elfrenndorffer. 1005.
El linger. 255.
Elsasser. 40.
Elsasser. 270.
Eltzenpaumer. 1222.
Empl. 973.
Endorffer. 623.
Endrigi. 740.
Eugelmaier. 108.
Enngl. 532.
Entzeoperger. 412.
Erckhenbrecht. 517. *
Erlacher. 827.
Erne. 803.
Ertl. 1052.
Ettenharder. 77, 611.
Ettlinger. 377.
Eyring. 208.
Eyrl. 1045.
Faber. 161.
Fabris, de. 47.
Fabro, de. 289.
Faistenberger. 537.
Farcher (Forcher). 950a.
Faschung. 15.
Faustner. 985, 1016.
Febel. 1229.
Fechtig. 78.
Fechtseisen. 391.
Feckhtner. 1007.
Feichtmair. 526.
Feichtner. 408.
U
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— 162
Felder. 1077.
Felitsch. 90.
Fellengiibel. 661.
Fencber. 434.
Ferrariis, de. 810.
Ferrariis, de. 865.
Ferraris, de. 426.
Feyrtag. 1232.
Fiechtner. 513.
Fiener. 166.
Filgentsshofer. 470.
Finckh. 182.
Finenz. 96.
Fischer. 935.
Flyri. 617.
Forstlehner. 465.
Franckh. 165.
Franckh. 71 1.
Franckhenberger. 925.
Frantz. 545.
Frantzin. 119.
Frayss. 5 1 9.
Freiheld. 818.
Freiseisen. 546.
f Freundt (Frundt).
1228.
Frey. 328.
Freysing. 445.
Freytag. 1107.
Frey wiser. 548.
Frickh. 767.
Friderich. 642.
Friekh. 595.
Frisch. 68.
Fritschgo. 153-
Fritzler. 635.
FrSlich. 209.
Frolich. 592.
Froschauer. 797.
Friieauf. 180.
Friieauf. 829.
Friieauf. 1146.
Fuerman. 1031.
Fuegler. 54.
Fiiernschildt. 106.
Fiirstenfellder. 70.
Gadolt. 1240.
Gagesser. 780.
Gaggia. 817.
Gaissebner. 170.
Gall. 169.
Gambert. 1.
Gam passer. 552.
Gamper. 378.
Gannser. 197.
Gantner, 67.
Gantner (Gandtner). 205, 7 13.
Gartner. 1023.
Garttner. 58.
Gasslhueber. 489.
459, Gassner. 700.
Gaun. 46.
Gebel. 171.
Gebhardt. 456.
Gehorsambstain. 706.
Gemassiner. 785.
Gemblich. 1169.
Geschwendtner. 1239.
Geylperger. 728.
Geyrspuchl er (G e y r-
ptthler). 9, 37.
QfalL 584.
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— 1Q3 —
Gifl. 1041.
Gilman. 151.
Girardi. 493, 1034.
Girschner. 111.
Glantzschnig. 1 175.
Gleurser. 878.
Godl. 4.
G5sswein. 234.
Goldegg, von. 521,1248 a.
Goldrainer. 1017.
Gorra. 662.
Gotfrid. 172.
Graber. 225.
Graf. 232.
Graser. 763.
Gratz. 141.
Graas (Khrauss). 837.
Grebmer. 280.
Grebner. 419.
Greimnolt 382.
Grenner. 574.
Griesser. 246.
Grimperger. 721.
Grdber. 586.
GrStzing. 228.
Gropp. 983.
Grosch. 490.
Gross. 203.
Grueber. 383.
Grundtner. 264.
Grnndtstainer. 132.
Gschwendt 498.
Gschwendtner. 936.
Gaetenmorgen. 1197.
Gufer. 1018.
Gttntzinger. 241.
Gungger. 578.
Gunst. 1237.
Haberl. 681.
Habissreittioger. 1 39.
Hagenloch. 1174.
Hager. 1003.
Hagn. 20.
Haid. 238, 799.
Haidenrich (Haidrich). 11.
Haine. 791.
Halin. 190.
* Hall, Stift. 1026.
Haller. 347.
Hamerl. 627.
Han. 596.
Han. 888.
Hanibal. 729.
Hannburger. 358.
Hanns. 1153.
Happacher. 939.
Harder. 312.
Harlander. 284.
Hart (Hartt). 1191.
H&rtl. 836.
Hartman. 748.
Haslacb. 1163.
tHaslburg, von. 1129.
Hasslegg von Hasslach. 1242.
Hasslmayr. 944.
Hatzinger. 1039.
Hauertaler. 1013.
Hauser. 1103.
Haussman. 758.
Haydacher. 891.
Hegenwaldt. 1062.
Hegwein. 317.
U*
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— 164 —
Heher. 129.
.HehL 567.
Heisler. 1020.
Heller. 751.
Hellmont, von. 369.
Henckhli. 423.
HeDggi. 390.
Hengler. 680.
Herbst. 435.
Hering. 1226.
H e r t e r von Hertler. 883.
Hertnagl. 788.
Hertter. 1104.
Hertz. 646.
Hess. 904.
Hessler. 1247.
Heuserer. 998.
+ Heyland. 64.
Heyperger. 430.
Heyrling. 893.
Hiertmair (HSrtmair). 480,
771.
Hildteprandt 326.
Hiller. 244.
Hipp. 303.
Hipp. 1219.
Hirebain. 670.
Hirschao, von. 736,750.
Hochfldler. 885.
f Hdrburger. 1241.
H5rman. 741.
HSrwarter. 1043.
Hofer. 207.
f Hofer. 947 a.
Hofer. 962.
Hofraan. 755.
Hohenfelder. 951.
Hohenwarter. 307.
Hollmayr. 214.
Holtzapffel. 901.
Holtzer. 380.
Hotz. 826.
Hoy. 361.
Hueber. 79.
Hueber. 84.
Hueber. 278.
Hueber. 350, 948a.
Hueber. 566.
Hueber. 669.
Hueber. 796.
Hueber. 828.
+ Hueber. 946.
Hueter. 807.
Hugelle. 715.
Huetlin. 243.
Huettlin. 900.
Hutthaler. 402.
Hurlach. 38.
Hurlacher. 348.
Huttler. 719.
lhenet. 969.
Ihenetto. 668.
Ihenatt 118.
In der Maur. 868, 1176.
Innerhofer. 1208.
In St&&. 1193.
Jackhlin. 530.
Jager. 457.
Jager. 921.
J&ger. 1048.
Jaggli. 699.
Janard. 923.
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— 165 —
f Jaufen, von. 22.
Jenewein. 1006.
Jentsch. 1029.
Joas. 1179.
Job. 50.
Jocher. 1186.
Johaniser. 483.
Johannel. 471.
Jonas. 890.
Jordan. 1248.
Jos. 990.
Junckher. 154.
Jankholtzer. 1014.
Jurgitsch. 1202.
Kain. 1033.
Kaintz. 1108.
Kaiser. 298.
Kaltenbanser. 276.
Kaltenhanser. 1082.
Kaltenpacher. 76.
Kaltgrueber. 410.
Kammersperger. 1 1 18.
Kapfferer. 213.
Kargesunger. 393.
Kegeler. 32.
Kellner. 337.
Kerschpamer. 405.
Kerschpamer. 452.
Kerschpaumer. 105.
Khaiser. 705.
Khapffinger. 694.
Kh&ser. 831.
Kheller. 685.
Khembter. 844.
Kherer. 217.
Kherer. 320.
Khern. 458.
Khessler. 776.
. Ehienlieb. 48.
Khlinger. 841.
Khneittinger. 113.
Khnogler. 790.
Khnoll. 824.
Khofler. 1119.
Khrauss (Graus). 837.
Khraut. 1100.
Khropff. 302.
Khruslwurger. 1233.
Khubler. 1123.
Khiirchner. 1046.
Khundtner. 524.
Khuntz. 1012.
Khynicher. 83.
f Kiesfelder. 818.
Kirchmair. 163, 324.
Kirchmayr. 597.
Kirmayr. 394.
Klayber. 120.
Kleiber. 701.
Klemperlin. 396.
Klinger. 123.
Kl5sel. 439.
Knauer. 1109.
Kneferle. 313.
Knipser. 553.
Knitinger. 1091.
Kobaldt 654.
K5berlin. 277.
KSgl. 1024.
K5le. 972.
KSrbler. 620.
Kolb. 183.
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— 166 —
Kolbeyss. 1164.
Roller. 386.
Kolumbin. 1131.
Konntz. 606.
Kopp. 764.
Kopp. 777.
Kopp. 859.
Korenman. 248.
Krlindler. 98.
Kranewitter. 1217.
Kratzer. 919.
Krauss. 308.
Krauss. 825.
Kreidenweiss. 236.
Krempsch. 842.
Kribl. 142.
Kriener. 948.
Krinner. 753.
Krinner. 1225.
Krinnser. 1187.
Kr5ll. 511.
Kr5ndl. 525.
Kttechl. 215.
Ktiechl. 917.
Kftepach, von. 1129.
Kunig. 411.
Kiipferle. 88.
Kiistler. 625.
Kuttenrainer. 853.
Kuntz. 733.
Kupferdegeo. 956.
Kuttenrainer. 103.
Labhardt 1127.
Laimgrueber. 766.
Laimgrueber. 1004.
Lampp. 864.
Landman. 564.
Laner. 109.
Laner. 908.
Lang. 675.
Lang. 1090.
Langgrueber. 1102.
Lanng. 536.
L&nser. 789.
Lanser. 1227.
Lantaler. 167.
Lanthaler. 533.
Lantzoner. 135.
Larcher. 982.
Laschinger. 323.
Latten. 1139.
Laturner. 843.
Laymayr. 1040.
Lecher. 122.
Lechthaler. 946.
LehleQter. 1190.
Lehner. 722.
Lehner. 815.
Lehner. 1167.
Leinsenman. 695.
Leitgeb, 247.
Leitgeb. 1060.
Lener. 577.
Lener. 676.
Lentz. 259.
Lentz. 576.
Leopoldt. 531.
Leucht. 549.
Leutgeb. 942.
LeftU. 258.
Leiitner (Leflthner). 87.
Leuttner. 363.
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— 167 —
Leyss. 1117.
Leytgeb. 192.
Liebl. 1089.
Linden, an der. 712.
Lindner. 240.
Lindner. 395.
Lindner. 420.
Lingahol. 747.
Linger. 355.
Lingk. 191.
Lingkh. 42.
Lipp. 589.
Lisch. 82.
Lobenwein. 1207.
Lochner. 558.
Ldcherer. 560.
L5chl. 477.
LSfflholtz. 855.
L5g. 739.
Lober. 34.
Loher. 774.
f Loy (!Low?). 893.
Luckess. 6.
Lugha. 301.
Lunglmayer. 746.
Lurx. 1073.
Lustrier. 1230.
Mader. 100.
Mair (Mayr). 212.
Mair. 364.
Mair. 1063.
Mair Erdinger. 164.
Maissfelder. 871.
Manincordi. 1111.
Manns*. 906.
Mantel 1140.
Mantz. 34.
+ Manuale. 491.
Marchegger. 453.
Marckh. 557.
Marckhart 630.
Marder. 5.
M&rkh. 601.
Martin. 819.
Martinis, a. 772.
Martz. 562.
Maschwander. 645.
Mauemiiller. 773.
Maurer. 10.
Manrer. 437.
Maurer. 1144.
Maurus. 1224.
Mayenschwantz. 177.
Mayer. 723.
Mayer. 852.
Mayer. 1137.
Mayr. 63.
Mayr. 187. .
Mayr. 210.
Mayr. 368.
Mayr. 373.
Mayr. 573.
Mayr. 598.
Mayr. 652.
Mayr. 660.
Mayr. 756.
Mayr. 870.
Mayr. 988.
Mayr. 1201,
Mayrhofer. 304.
Mayrhofer. 1218.
Melchior. 354.
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— 168 —
Meldi, de. 11 13.
Merckh. 14,
Merckh. 51.
Merl. 424.
Mesmer. 476.
Mesner. 997.
Metzger. 262.
Metzger. 924.
f Meiirl. 459, 1228.
Meyer. 1000.
Meyrl. 697.
Micheli, de. 1158.
Michl 1U4.
Mirana. 181.
Mitterhofer. 12.
MitterstilJ, zu. 319.
Mockh. 35.
Molleran. 7 10.
Montesardagna. 1 058.
Mor. 438.
Mor. 581.
Mor. 656, 1235.
Moritz. 500 a.
Mornberg, von. 22.
Moser. 275.
Moser. 446.
Moy. 472.
Mftlberger. 970.
Miiller. 7.
Mailer. 257.
Miiller. 559.
Miiller. 568.
MOller. 884.
Miiltobler. 1121.
Mfintz. 707.
Mullet. 929.
Munding. 725.
Musler. 196,
Mutius. 880.
Mutter. 19.
Nachbaur. 242.
Nauwart. 762.
Neber. 494.
Neidhardt. 1072.
Netiich. 604-
Neuhauser. 25.
Newhofer. 322-
Neuraiiller. 892.
f Niderist. 857.
Nidermayr. 1 93.
Niemands. 137.
Nobis. 140.
Noder. 1223.
Noder. 1244.
N5bl. 602.
Noel. 571.
Noth. 996.
Nueber. 1204.
Oberhofer. 159.
Oberhofer. 565.
Oberkhofler. 731.
Ober-Rauch. 544.
Obser. 1035.
Ochio, dal. 510.
Ochsenfuess. 237.
Ottl. 336.
Ottl. 1085.
Offlinger. 268.
Ortenstain, von. 848.
Orttwein. 178.
Oth. 1177.
Ott. 1080.
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— 169 —
Pach, am. 188.
Pacher. 588.
Pacher. 1124.
Pachman. 227.
Pal. 718.
Pftler. 60.
Panovin. 74.
Pappin. 811.
Pardeller. 600, 960.
Par matin, von. 389.
Parzayer (Barzayer). 734.
P&sler. 875.
Passoto (Passato). 89.
Paterianer. 441.
PatzeJler. 398.
Pawer. 462.
Panmbgartner. 294.
Pawrnfeind. 126.
Peckh. 570.
Peer. 955.
Peussker. 1067.
Peilickan. 285.
PendL 1105.
Pendt, von. 673, 1095.
Penoli. 1070.
Pentzinger. 993.
Per (Peer). 984 a.
Percbtold (Bertholdi). 300.
Perckhamer. 403.
Perckhamer. 518.
Perger. 967.
Pergleflttner. 372.
Persch. 1071.
Peaendorffer. 938.
t Pettenrainer. 961.
Petz. 1183.
Petziner. 608.
Peiichl. 342.
Pfefferle. 127.
Pfeiffer. 585.
f Pfeneberger. 38.
P6ster. 282.
Pfister. 1180.
Pfdrner. 8.
Phisstrer. 690.
Pichler. 515.
Pilati. 143.
Pinggera. 948 b.
Pinter. 633.
Pintzner. 851.
Pitscheider. 290.
Pivinitzki. 469.
Pixner. 414.
Planckh. 539.
Planckh. 806.
Plannckhenstainer. 626.
Platteuberger. 404.
Platter. 53.
Platter. 433.
Plattner. 124.
Platz. 593.
Platzer. 136.
Platzer. 1134.
Platzner. 616.
Platzoler. 609.
Plawener. 1182.
Plebst. 638.
Plech. 1011.
Plentz. 903.
Pletzl. 907.
Pockh. 913.
Pdckh (Beckb). 3.
S'
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— 170 —
P5gler. 1076.
Pollel. 1168.
PBly. 496.
Pokhinger. 1215.
Polin. 149.
Pontara. 436.
Prandtmair. 974.
Prandtstetter. 485^
Pranntstetter. 267.
Praun. 1116.
Praytenlochner. 7 16.
Premen, von. 1055.
Prenndtner. 522.
Premier. 44.
Prenntner. 281.
Prestl. 989.
Prett. 786.
Pretz. 367.
Promorer. 563*
Provisin. 194.
Proy. 1075.
Prugger. 69.
Prugger. 146.
Prugger. 198.
Prugger. 418.
Prugger. 621.
Prugger. 1234.
Prugger. 1238.
Priigl. 331.
Prugl. 341.
Pranner. 157.
Prunner. 632.
Prunner. 792.
Psenner. 726.
Puckh. 653.
PuechmdUer. 381.
Pfichler. 379.
Piichler. 463.
Piihler. 392.
Puhler. 781.
Puhlhueber. 821.
P tin tele. 1078.
Purchner. 1211.
Ptirster. 1138.
Putsch. 657 a,
Pundtschin. 273.
Purwalder. 179.
Putsch. 198.
Quadria, de. 128,263,475.
Quaresci. 1087.
Radinger. 134.
Raffl. 1069. ^
Raiflin. 65.
Rainer. 21.
Rainold. 912.
Ramer. 1110.
Ramperger. 981.
Ramppl. 468.
Ranigler. 1050.
Rappoldt. 145.
Rappoldter. 892.
Rasp. 702.
RS-ter. 1086.
Ratschiller. 971.
Ratter. 73.
Rattich. 665.
Rauch. 34.
Rauchenberg, von. 185.
Raunabacher. 978.
t Rech. 531.
Recordin. 572.
Reich. 365.
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— 171 -
Reich. 1170.
Reichardt 427.
Reichart 451, 622.
Reichenberg. 765.
Reinhardt. 1122.
Reioman. 1194.
Reinperger. 902.
Reiothaler. 479.
Reiss. 698.
Reithardinger. 1065.
Rents. 461.
Resch. 1009.
Retter. 429.
Reuperger. 229.
Renter. 1209.
Reutter. 162.
Reutter. 861.
Rheyhenfellder. 666.
Richssner. 1181.
Rieder. 360.
Rieder. 745.
Riedl. 940.
Riedler. 99.
Rieger. 543.
Rieger. 1130.
Riess. 332.
Rigoss. 309.
Riser. 1150.
Riss. 561.
Ritterl. 834.
Rodt (Rott). 218.
Rdggl. 454.
Roltz. 1198.
Roo, de. 271.
Rorer. 587.
Rorif. 514.
Roschman. 1241.
Rosin. 251.
Rosskhopf. 206.
Rot. 1053.
Rott. 415.
Rotten. 509.
Rottenbnecber. 838.
Rottenbuecher. 872.
Rottmayr. 1096.
Royt. 992.
Ruedl. 325, 846.
Rnedolph. 299.
Rueff. 231.
Rueff. 922.
Rueger. 330.
Ruepp. 59.
Ruepp. 889.^
Ruepp. 1149.
Raeppmayr. 274.
Rfist. 858.
Rumelin. 184.
Runtz. 775.
Rutter. 287.
Ryss. 984.
Saal. 1081.
Sachser. 443.
Sachser. 1178.
Sag burg, Sagmaister von.
26, 442.
Sagittari. 752.
Sagmaister. 1214.
Sagmiiller. 36.
Sailer. 928.
Sal a, von. 703.
Salemon. 965.
Saltz, von (a Salle). 318.
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— 172 —
Saltzgeber. 306.
+ Sanct Lamprechts-
purg, von. 163.
Sardegna. 448.
Sartz. 346.
Satler. 49.
Satler. 130.
Sattlberger. 822.
Saumiller. 618.
Saur wein. 1128.
Saater. 594.
Sbardelatis, de. 13.
Scalabrin. 495.
Scaramuza. 987.
Sch&bel. 95.
Sfth&fler. 730.
Schafmayr. 406.
Schaidnagl. 321.
Schaiter. 1133.
Schalber. 174.
Sch&rdinger. 492.
Scheblein. 397.
Scheffpam. 239.
Scbeibenpoden. 693.
Scheppelin. 986.
Scherpeperger. 869.
Schgrafer. 351.
Schidbacber. 1228.
Schiecbl. 1015.
Schiesser. 783.
Schiferle. 1022.
Schiller. 254.
Schiller. 990 a.
Schl&gl (Schlegl). 959.
Schlatter. 894.
Schlecht 1010.
Schlickb. 1125.
Schmaltz. 18.
Schmeling. 189.
Schmid. 643.
Schmid. 689.
Schmid. 898.
Schmid. 1195.
Schmidgrabner. 81.
Schmidthaiumer. 235.
Sehmidthofer. 376.
Schnabel. 809.
Schnabl. 223.
Schnaidtperger. 977.
Schnatzer. 520.
f Schneeberg, von. 41.
Schneeberg, Freiherren
za. 41.
Schneeperger. 754.
Schneeweiss. 33.
Schneider. 779.
Schneider. 856.
Schnitzer. 760.
Schflberl. 995.
SchSllinger. 874.
Sch9n. 110.
Schoner. 401.
Sch5nfelder. 927.
Schongar. 56.
Schratz. 1147.
Schrecksseisen. 226.
Schreiber. 724.
Schrenckh. 579.
Schuelbeckh. 335.
+ Schueler. 34.
Schnelpeckh. 147.
SchiiechL 28.
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- 1?3
Schflestl. 614, 845.
Schurele. 968.
Schorer. 333.
Schulthais(Schuldhtis). 1165.
Scharff. 417.
Schwaickhofer. 897.
Schwaiger. 590.
Schwaiger. 1036.
Schwartz. 295.
Schwartz. 473.
Schwartz. 879.
Schwartz. 1068.
Schwartzenperger. 892.
Schwartzpeckh. 349.
Schwatz. 449.
Schwenckh. 505.
Schwenninger. 717.
Schwentzengast. 344.
Schwerttlin. 1001.
Seebach, von. 933.
SeeL 1141.
Seelig. 743.
Seinser. 487.
t S el oss. 1240.
Semer. 345.
SeDffle. 115.
t Settelin. 783.
Setzenstollen. 101.
Senter. 744.
Seydeman. 57.
Seyler (Sayler). 896.
Seytz. 311.
S*ytz. 667.
Siferlinger. 840.
Simeringer. 943.
Simon. 269.
Sindlinger. 371.
* Sipplingen, FJecken. 569.
Sixt 1038.
Smetanckha. 1246.
Socher. 953.
Soldan. 867.
Someda. 279.
Sonnhaimer. 407.
Sora Troy, de. 329.
Soyer. 413.
Spat. 66.
Spat. 444.
Spaur, Freiherren zu. 220.
Spaurer. 607.
Spennesperger. 966.
Spezalanza. 31.
Spiess. 624, 1030.
Spiess. 1205.
Spleiss. 387.
Sprenger. 478.
Springer. 1159.
Sprintzenberger. 440.
Stadler. 915.
Stahelburger. 327.
Staigerwalder. 1188.
Stainacher. 400.
Stainhauser. 204.
Stainhauser. 256.
Stampffer. 1120.
Starckh. 918.
Staudacher. 708.
Stauder. 801.
Steger. 133.
Steger (StOger). 1074.
Stehlin. 684.
Steidl. 757,
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~ 174 —
Stempl. 1126.
Stetter. 1 12.
Stettner. 292, 769.
Stieferl. 629.
Stifler. 64.
Stockher. 366.
Stockher. 683.
St5cktal. 947.
Staffl. 388.
StOrel. 91.
Stoll. 599.
Stoltz. 672.
Stoltzeisen. 399.
Storffner. 94.
Stosser. 219.
Strasser. 39.
Strobl. 409.
Strobl. 486.
Strobl. 802.
StrSbl. 556.
Strymer. 647.
Stumpff. 314.
Sturtzei8en. 1051.
Sudrell. 460.
Sultzner. 793.
Sultzpacher. 857.
Samereiseo. 334.
Saramer. 628.
Sygel. 1172.
Syrena. 80.
Taggell. 305.
Taler. 2.
Taler. 709.
Talhamer. 975.
TftndJ. 926.
Tappeiner. 233.
Tartsch, von. 589.
Taschner. 252.
Taubenwerder. 432.
Taoberer. 877.
Taurer. 649.
TausentschOn. 1008.
Teifinger. 1166.
Tendler. 168.
Teodler. 1061.
Teubl. 636.
Teuffel. 93.
Teysselbach. 1143.
Tham. 619.
Thumb. 582.
+ ThurD, vom. 57.
Thurner. 384.
Thurner. 1231.
Thurnherr. 813.
Tieffentallen 467.
Tindtl. 156.
Tinsel. 72.
Tischmacher. 994.
Tober. 958.
Trabel. 291.
Treibgassner. 297.
Treuer (Trewer). 253, 639.
Triangi. 102.
TrSger. 1185.
Truchterbronen. 1025.
Tschitscher. 605.
Tschurtschentaler. 1169.
Tschusy. 1200.
Tiittenkhofer. 804.
Tulfer. 860.
* Tyrol, Pfarrei. 523.
(Unbekannt.) 991.
i
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175
Undervischer. 961.
Waldeser. 488.
Undterperger. 909.
Wallinger. 200.
Undterperger. 1027.
Wallnperger. 506.
Unnderrainer. 497.
Walser. 507, 1028.
Unterpertinger. 1047.
Walther. 211.
Unverdorben. 195, 504.
Walther(Walter). 250,508.
Vastis (Fastis), de. 1079.
Walther. 945.
Velss, von. 222.
Wanger. 835.
Verdross. 499.
Wanner. 782.
Verdross. 692.
Wanner. 881.
Verwist (Bistman?). 362.
Wannga, von. 523.
Vescovi. 863.
Warrat. 428.
Vetz (Vetzen). 1054.
Warter. 964.
Vidal. 501.
W&schka. 202.
Viechhauser. 17.
Watzin. 547.
f Villanders, von. 30a.
Weber. 832.
* Villanders, Pfarrei. 1151.
Weggler. 1142.
Viloss. 952.
Wegman. 201.
f Vilseckh, von. 389.
Wegman. 1221.
Vintschger. 920.
Weichsleder. 932.
Vischer. 131.
Weidacher. 385.
Vischer. 175.
Weigele. 1161, 1162.
Vischer. 580.
Weingartner. 727.
Vischer. 1057.
Weinhardt. 150.
Vischler. 431.
Weinperger. 272.
Vockh. 121.
Weinperger. 528.
V5gl. 663.
Weiseisen. 370.
Vogl. 516.
Weiss, de. 484.
Vogt. 447.
Weiss. 610.
Voyt. 650.
Weisskopf. 644.
Wagner. 293.
Weitgasser. 812.
Wagner. 540.
Wellinger. 41.
Wagner. 795.
Wellinger. 1171.
Wagner. 798.
Welser, Freiherren. 24.
Walburger. 1160.
Welsperg, Freiherren zu.
Waldpach. 352.
30 a, 51a, 114,
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— 116 —
Weltzenberg. 554.
Wentzl. 339.
Werckhmaister. 950.
Werdalas. 43.
Werndl. 260.
Werndle. 1115.
Werndle. 1210.
Werner. 1083.
Wernndl. 6 15.
Wettin. 800.
Weydacher. 1212.
Weyer. 979.
Weyerlehner. 833.
Weyglmayr. 1094.
Weylander. 340.
Weyman. 651.
Weys. 85.
Wider. 315
Wider. 937
Widman. 283.
Widman. 432.
Widman. 823.
Wiersickh. 30.
Wild. 61
Wild. 59K
Wildbrecht. 895.
Wilderer. j j 54.
Wilhalbm. 850.
Wilhalm. J099.
Winckhelhofen,von. 224,
245.
Winckhler 357.
Wisen%. 671.
Wiser. 770.
* w'sser. 88.
Witt*eyler. 1098.
Witwer. 954.
Witz. 1236.
Wolckheastain,Frhra. zu.
, 49 a.
Wolff. 296.
Wolfgraeber. 148.
Wolgemaet. 1C64.
Wolgemuetb. 310.
Wunderer. 117.
Wuschella. 980.
Tbl. 768.
Ymbler. 1199.
Ynnerist. 374.
Zach (Zfth). 1203.
Zaig. 71.
Zaneti, de. 1066.
Zech. 687.
Zeller. 29.
Zeller. 641.
Zenonis, de. 1148.
Zephier. 886. ,J
Zieglawer. 737.
Ziegler. 27.
Ziegler. 359.
Ziegler. 738.
Zierler. 512.
Zierler. 1192.
Zimerman. 455. ^ *
Zimmerman. 814.
Zimmerman. 866.
Zimmerman. 1021.
Zin v. Zinenbarg. 1032.
Zinckh. 541.
Zing). 882.
Zinlin. 820.
Zipperl. 1088.
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1
^v
1^- "■ 177 "
V „ <! J -, Zwinckh. 23.
^OS^^- Z*-kh- 637.
Zi&eB^s^ m. " Zwinckh. 931.
T^^C ^% Zw5lfpott. 688.
^V 500. Zyller. 107.
Sett*. BericKtigungen und Znsiitze.
]T^^» £ ^O ^oxi Oben, lies Fol. 878 statt Fol. 818.
^^^-» ^ 14: ton TJnteo, lies Gifl statt Bifl.
^*^^^, yj 1 ^ n lc5mmt einzureihen das Geschlecht der Soli id.
^*K 7L 7 -von Oben, lies Wechslor statt Wachsler.
<z^~^£> nnd 39, in dem Absatze V. sind noch folgende sp&torhin geadelte
Familien anzufuhren : Attlmayr, Baltheser (Freiherren, auch.
&aldessariv ^roTbin Wald&ser), Brenner, Burger, Cristani
^fvreiiierren von R»H f und Hernau , jungcrn Stammes , vorhe*
Cnristan), Elienbaum, Froschauer, Gaggia, Genetti
/Vordem Itkenetto), Leutner, Lobenwein, Meyer (von Jer-
^St^fcLof.» rordemMayr), Pach (die Freiherren, Yorhin Am Pach),
^^ier, Schaitter, TSpsel (auch DSpsel), Weyrleh—
e r Wid xxx an n und Z e p h y r i s (die Freiherren, ebemals Zepbier).
THe Zahl solcher Familien ist mit diesem Nacbtrage kaum ver-
Tollstandifipe*-
&Tt Rett. Nr. 13- Lateinisches Diplom.
15, schalte hinter Pfitscher ein: Gebriider, dess-
\ ™ oleicben ilxren Vetter Franzisk Ruschka auckPf itscher ge-
I nannt.
Bejr- Nr. *^- ^ie °chtoalt*en biessen: Jacob, Gerichtsan-
" waldt zu Altenburg, Hanss und Georg.
48, Reg- Nr- 2^* Die Zie£ler ^aren Gebriider. Vor Sebastian
ist *u setsen : Andre, Burger *u St. Lorentzen, Gericbts Michel »-
puTg.
n 49, Reg. Nr. 3 4. ScbueleT erlangte sein Wappen am 10. October
\ \ 1558 ron K- Ferdinand L Die Mantzen waren Gebrfcder*
' * ebenso die T^oher.
Bog. Nr. SB- I>ie Mockb waren Gebriider.
(
40 ~ 43- UeB werdaUs statt Werdaloss.
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Seite
50, Reg. Nr.
50.
52, „ n
64.
54, y> J)
90.
r> n n
95.
r> * n
99
178
Die J o b o n waren Gebriider.
Die Stif 1 er waren Gebriider.
Die Felitsch waren Gebriider.
Die Sch&bel waren Gebriider.
Chris to pb Riedler war Berggerichts-Anwald und
Holtzmaister in der Herrschaft J^nefstain, er and Hanns waren
Gebriider.
55, Reg. Nr. U6. Lies Antonius statt n-Atonius.
56, lies Reg. Nr. 124 statt 154.
57, Reg. Nr. 135. Die Lantioner waren Gebriider.
lies iastendorffer statt A ess tendorffer.
Die W i d e r waren Gebriider.
Die ▼. S a 1 1 z eracheinen am Wappenentworfe
Lies 1578 statt 2578.
Die Christl waren Gebriider.
521. Das Orijpnaldiplom iat in Innsbruck ansgefertiget.
Besitzer oder Kenner von Diplomen Erthenogs Ferdinand, die in
Torstehenden Blattern nieht beruhxt sein sollten, werden gebeten, mieh
daron in Kenntniss sn setsen, damit daren Regesten dem II. Theile
dieser Sammlnng als Nachtrag beigegeben werden kOnnen.
H. r. G.
69,
n
y>
160.
72,
»
y>
315.
n
i»
«
318.
als
% 8
alle.
78, Reg.
Nr
394.
80,
r>
«
422.
90,
r>
r>
521.
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n.
]jatarwtesensd»Midie AMMIung.
V
12*
Google
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\y
Die
\?ijrsien Tirols.
Von
M. Treuinfels, 0. S. B.
in Marienberg.
-^%c—
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Die
Cirsien Tiro]
s,
Von
loo M. Treuinfels, 0. S. B.
in Marienberg.
--^irc—
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Vorbemerkiing\
Seit dem Erscheinen von Dr. C. Nsegelif8 CSr '
Schweiz, sowie desselben „Dispositio Giraiarum Qer ^ der
Helvetia (in Kocli Synops. ed. H.) sind adkon 80^1, *
entschvninden. 1st dieser Zeitraum schon an „«^ *.. e
em bedeutender, so ist er es nin so niehr, ais ja gerade d'
NaturwigsenschcLf ten in der letzten Zeit eine besonders etfij '*
Pflege gefdnden baben.
So grosse cmd so gerechte Anerkenncng den genannten
Aibeiten Dr. Naegeli'szu Theil geworden 1st, bringt es einer-
seits eben die I^nge des seither verflossenen Zeitraumes mit
sich, dass sich unterdessen manches Neue angesamraelt haf
andererseits aber haben sich seitdem aach die Anschauungen
fiber die Bastartirung, die mit dem Genus Cirsium so innig
verbunden ist, theilweise ge&ndert; und so kommt es, dass
die MgefBbrtea vortrefflichen Abhandlungen zum Theil lttcken-
bafi geforden sinrf, und die Anorduung der Cirsien in den-
selben mit den beutzutage so ziemlich allgemein sur Aner-
taum&l ^\w\gten AtiaiCiViten sich mehrentheila im Wider-
%V*n&& Y>efcAet.
Darf somit eine den Verhaltnissen der Gegenwart ent-
sprechende Bebandlung der Cirsien ana den angedeuteten
Grunden anf eine giinstige Aufnahme rechnen, so mdchte
dieses zum Theil selbst von gegenw&rtiger -Arbeit geJten, die
sich iii den engen Grenzen Tirols eiogeschlossen h#Jt. Tirol
„ das Land der Berge", darch seine L»ge ein Ver-
bindnngsglied des Sftfdens und der Mitte Earopas hat eine !
" jhhaltige Flora and birgt namentlich aacb mo viele und I
so reich
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— 184 —
so interessante Girsien in sich, class eine Besprechung dieser
kaura mit Unrecht auch ausser seinen Grenzen auf einige
Theilnahme hoffen darf.
Ich darf es mir nicht ableugnen und beabsichtige nicht
es vor Andern in Abrede zu stellen, dass gegenwartiger
Arbeit mehrfache Spuren des Erstlingscharakters ankleben;
ich wurde es auch nicht gewagt haben, dieselbe der Oeffent-
liclikeit zu iibergeben, wenn ich nicht dazu von kompetenter
Seite ermuntert worden ware.
Sollte es sich herausstellen, dass dem hiermit Gebotenen
nicht aller Werth abgehe, so hoffe ich im Laufe der Zeit
an der Hand bereichertor Erfahrung und im Vertrauen auf
die Fortsetzung des Wohlwollens, das mir von so vielen
Seiten in der verbindlichsten Weise entgegengebracht wurde,
die Mangel derselben allmalig auszubessern.
Bedauern muss ich im Interesse der Arbeit, dass mir
grossentheiis eine Beobachtung der Pflanzen , im lebendeo
Zustande nicht mftglich war und ich mich nur an getrock-
nete Exemplare halten musste. Um dem gpneigten Leser
einen Masstab an die Hand zu geben, nach dem er die Ver-
lasslichkeit meiner Angaben beurtheilen kflnne, setzte ich den
einzelnen Diagnosen iuimer die Angabe vor, ob ich die be-
treflfende Pflanze im getrockneten oder im lebenden Zustande
zu beobachten Gelegenheit hatte (v. v.; v. s. = vidi viva;
vidi sicca).
Im Uebrigen glaube ich, erheischt es die Natur der
Sacbe, dass die muthmasslichen Hybriden in ziemlich aus-
fiihrlicber Weise behandelt werden, wahrend es bei den Arten
eben die Rucksicht auf die Hybriden wiinschenswerth er-
schemen lasst, dass sie genauer in's Auge gefasst werdeo,
da man, um Hybriden zu beurtheilen, ja vor Allem die
Kenntniss der Arten wohl innehaben muss.
Andererseitfs jedoch vermied ich es, zu sehr in's Klein-
liche einzugehen and Hess Manches bei Seite, dessen Er-
wahnung mir kaum einen merklichen Nutzen zu bieten schien,
so z. B. die Anzahl der Hullschuppen oder deren Ver&n-
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_ t85
imtm a^ssersteirKreise bis zum mtveirsteD, einzeln,
NnupftmnieiL (Die Angaben Oler die H&l]8chnppen °e
rielien sich, wcnn ich nicht speziell etwas anderes angedentet^
auf die mittleren)-
Damit durcli diese detaillirteren Beschreibongen dan
Moment der TJeb^rsichtlichkeit nicht ganz ausser Acht s*
lassen werde, vereinigte ich zuer'sfc immer die Haoptmerk
male zu einer gedrangten, lateiniscben JDiagnose.
Nicht onterlassen will ich es, anch an dieter Stelle
alien jenen P. T. Herren, die mfcb bei dieser Arbeit unter-
sttitzten, raeinen boflichsten und herzlichsten Dank atjszn^
sprechen. Namexitlich gebiihrt derselbe rneinem hochverehrten
Professor Dr. A- Kerner, der rair so WeJfach mit Rath und
That znr Seite stand, so wie der koin Opfer an Zeie nnd
Muhe scheaenden Dienstfertigkeit des P. T. Hrn. Aasser-
dorfet, der !At>eraHtat des Hrn. Baron Hanamann, der Hoch-
^mtdigetvHerreii Huter, Gander, Gremblich, Strobl und ab$r-
ma\s Ausserdorfer, die mir riickhaltslos ihro Herbariea zur
VeTfugung stellten u. s. w. u. s, w.
Somit ubergebe ich ira Vertrauen auf eine. nachsichtige
Beurtheilung gegenw&rtige Notizen alien Freunden der Flora,
Tirols und Allen Jenen, die bei ihrer Ergebenheit und Vor—
liebe fur die Botanik, diese scientia amabilis, auch. water den
Doroen der Cirsien jene interessanten Seiten entdeokeu, ^e
sie im beobaoitendea and forsohenden Auge 10 »o wch-
lichem Masse biete*.
Mribtrg, 1. tt*i 1875.
Leo M. Treuinfels, O. ®. d.
Werke nnd Schriften, die m dieser Arbeit bentttrts
warden :
Allioni Flor. Pedemont. (l?85) cum Auctuario-
( 17 89V
Ambrosi Flor. del. Tirol, meridion.' (1*5'7). '
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Google
— 186. —
BertoloniFIor. Italica IX. vol. (1853).
CelakovsJty Prodr. d. Flor. v. B5hroen (1872).
De CandoUe Prodrom. vol. VI. (1837).
Gaud in Flor. Helvet. vol. V. (1829).
Gremli Excursionsflora d. Schweiz (ed. 1. 1867
ed, 2. 1874).
Grenier & Godr. Flor. de France torn. II. (1850).
Grenier de Thybriditi etc.
Hausmaun Flor. v. Tirol (1851)
Jacquin Flor. Austriac. torn. I. (1773).
Kerner A. Konnen aas Bastarten Arten werden?
(1871).
Kerner Dr. A. Nieder5sterreicb. Weiden. (I860).
Koch, Taschenbuch (1844.)
Koch Synopsis ed. L (1837).
Koch Synopsis ed. III. (1857) continens Disposit. Cir-
sioram aact. C. Naegelio (unveranderter Abdrock der
zweiten Ausgabe v. J. 1843 — 1845).
Linn 6 Species plantar, ed. III. Vindob. (1764).
LBhr Enumeratio (1852).
NaBgeli Dr. C. Cirs. d. Schweiz (1842).
Neilreich Nachtrige zu Maly's Enameratio (1861).
Oesterreich. Botan. Ztschr.
Pollini Flor. Veronens. (1822).
Reichenbach fil. Deutschlands Flora. Die Cynaro-
cephalen (1853).
Schlosser & Vukot. flor. Croat. (1869).
Sitzuogsber. d. K. Bair. Akad. d. Wissensch. (v. Jahre
1866).
Sprengl System. 1825—1828.
Verhandhmgen der k. 1l Z. B, G. in Wien.
Vi liars Flor. de Dauphine (1789).
Waldstein & Kitaibel pi. rar. Hungar. (1802—
1812).
Willdenof Spec. Plant. HI. vol. (1800.)
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— 187 —
Ton nerbarien standen mir zn Gebote:
Das Herbar des Hrn. Prof. Dr. A. Kerner.
„ » * r> Baron v. Hausmann.
9 9 » » Hater, Coop, in Sexten im
Posterthal.
Das Herbar des Hrn. Ausserdorfer, Coop, in Virgen
im Pusterthal.
Das Herbar des Hrn. Gander, Coop, in Lienz im
Posterthal.
Das Herbar des Hrn. Gremblich, Prof, am k. k. Gym-
nasium in Halt.
Das Herbar der k. k. Universitat in Innsbruck.
Das Herbar des Ferdinandeums in Innsbruck und mein
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wBei Erweiterung des Wissens macht sich
,,ron Zeit zu Zeit eine Umordnung nCthig ;
„sie geschieht meist nach neneren Maiimen,
^bleibt aber iminer prarisoriach." GBthe,
Aphorismen iiber Naturwissenschaft.
Dass die Cirsien der beschreibenden Botanik nicht ge-
ringe Schwierigkeiten bieten, ist zu bekannt, als dass es
einer speziellen Erinnerung daran bediirfte.
Liegt in diesem Umstande einerseits der Grand, warum
zeitweilig iiber dies Genns eine ziemliche Verwirrang herrschte
ond raanche iiberfliissige Synonyma sich ansammelten, so
sind es doch auf der andern Seite eben diese Schwierig-
keiten, die auf den Botaniker immer wieder einen neuen
Reiz ausiiben: das Schwierige ist es ja, was zor Arbeit
herausfordert. Und dieser Reiz ist urn so mfichtiger, als
jene Schwierigkeiten zum guten Theil von einer Erscheinung
herrfihren, die schon an and fur sich Interesse beansprucht
Sind wir auch iange schon fiber die Zeit hinaus, wo
die Existenz der Bastarte in Zweifel gezogen wurde, ja diirfte
es heutzutage schwer sein auch nur einen Botaniker nam-
haft zu machen, der von derselben nicht (iberzeugt w&re, so
iibt das Phanomen der Bastartirung, oder iiben beziehungs-
weise die Resultate derselben doch noch immer ihre
Anziehungskraft. Denn abgesehen davon, dass sich bei
der Bastartirang einigermassen der Schleier zu luften scbeint,
der noch immer auf dem mannigfaltigen Ineinandergreifen
der organischen Krafte ruht, ist noch so Manches, was die
Bastartirung betrifft, dunkel, unaufgekl&rt, zum Wenigsten
zweifel haft*
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— 189 —
So iiegt es denn in der Natur der Sacbe, dass Jeder,
der sich mit Cirsien beschaftigt, den Fragen fiber die Bastar-
tirang seine Aufmerksamkeit zuwenden moss, nod es bedarf
keiner weitern Rechtfertigung, weun ich im Folgeoden die
dieselbe betreffenden Punkte einer kurzen Besprechung un-
teniehe.
Dieser Punkte sind der Hauptsache nach drei : 1. Stel-
lung der Bastarte im Systeme, 2. Benennung der Bastarte,
3. Zahl der inoglichen Bastarte zwiscbea zwei Arten.
1. Stellang der Bastarte im Systeme.
Dr. G. Nffigeli, dem das grosse Verdienst gebnhrt,
zuerst in die lange Reibe der Cirsien Ordnung uud Uebep-
sicht gebracht zu baben (zuerst in seiner Abhandlung „Die
Cirsien der Schweiz" 1842, ein Jahr spater in seiner „Dis-
positio Cirsiorum Germanise et Helvetia" im Anhange zu
Koch's Synopsis ed. II. seqq.) fiihrte zwisoben „ Species ge-
nuinae" and „ Species hybrid©* eine strenge IVennung
durch and verwies letztere in einen Anhang. Das legt den
Gedanken nahe, dass nach seiner Ansicht die Hybriden nicht
mit vollem Rechte in die deskriptive Botanik Zutritt haben.
Nflegeii spricht sich hieruber auch in seinen „ Cirsien der
Schweiz" nnzweideatig aus : 9Hinsichtlich der Beuennung and
systeauUischen Aaffuhrung, glaube ich, muss man die Bastarde
Von den natorlichen (I) Species and Subspecies unterscheideu.
Sie macben nicht eigentlich einen Theii der organischen Ent-
wicklung des Pftanzenreiches aus, es sind gleichsam nur
fruchtlose Versuche der Natur, sich mit ihren gegenwaxtigen
Kr&ften zu neuen specifischen Typen zu erheben.* (S. 7.)
«— Noch scharfer tritt uns die n&raliche Anschauung an
folgender Stelle entgegen: „Die natGiiichen (!) Species haben
gewiss mehr Chancen der Existenz, ais die Hybriden, eben
veil sie in Folge einer natiirlichen Entwicklung entstanden
sind, diese aber ibr Dasein einer widernattirlichen oder
weiiigstens unnaturlicben Entwicklung verdanken." (a. a.
0. S. 26.)
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— 190 —
Es ist nun aber sicherlich sohwer einzusehen, warum
der Vorgang der Bastartirung als ein unnatfirlicher oder gar
widernatftrlteher bezeiohnet werden soilte. Wenn dabei der
Mensch mit seiner Th&tigkeit in den Gang der Natur ein-
greifen wtkrde, dann allerdings w&re outer Umst&nden eine
Berechtigung vorhanden, yon Vorgangen zu reden, die auseer-
halb der Naturgesetze oder vielleioht sogar denselben ent-
gegen erfolgen, die somit „unnaturlicha oder „widernatarlicha
waren. Es sind aber doch in der That lediglich die der
Natur selbst eigenen Agenzien, die bei der im Freien statt-
findenden Bastartirung thatig sind. Und wenn wir uns nun
erlauben sollten, Prozesse, die in der Natur und von der
Natur vollzogen werden „unnatiirlioha oder „widernatiirlicb*
zu nennen, wer wird tins dann den Massstab in die Hand
geben, zu beurtheilen, was natorlich sei und was nioht? „Die
Natur hat zu Nichts gesetzm&ssige F&higkeit, was sie nteht
gelegentlicb ausfubrte und zu Tage br&chte* sagt Gdthe
(Aphorismen fiber Naturwiseenschaft). Der Satz beb<,
dfinkt mir, seine voile Richtigkeit, wenn wir ihn umkehren
und sagen, dass Alles, was die Natur gelegentlich ausfiihrt
und zu Tage bringt, das Ergebniss ihrer geseton&ssigen
Fahigkeit *ei.
Dr. NeBgeli's Ansieht von der widernaturlichen Eat-
stehung derBastarte erscheiut nur unter einerVoraussetzung
gerechtfertigt, unter der Voraussetzung namlich, dass die
organische Natur eine endgiltig abgeschlossene sei, die sich
im st&ten Kreislaufe um das iuimer gleicbbleibende Centrum
drehet ohne je von ihrer Bahn abzulenken. Dass Nageli
wirklich dieser Ueberzeugung ist, scheinen seine „formae rece-
dentes* darzuthun: denn diese deuten offenbar auf Pflanzen
bin, die im Begriffe sind, wieder in tfas alte Geleise einzu-
lenken, nachdem sie durch irgend eine ZufUligkeit davou ab-
gebracht worden waren, etwa ahnlich, wie ein Kdrper mit
stabilem Gleichgewicht nothwendig seine Gleichgewicbtslage
wieder einzunehmen sucht, wenn er durch fremde Einflilase
daraus entfernt worden ist
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— 191 —
Zugegeben ntin auch, dass uns die Natur im Allge-
meinen den Eindruck macht, als sei in ihrem staten JEnt-
wicklungsgange, wie uns denselbon die geologischen Monu-
meote bekunden, eioe grosse Pause eingetreten, so sind wir
doch nicht berechtigt, dieseu allgenieinen Eindruck als Alles
beherrschendes, ausnahmsloses Naturgesetz hinzustellen ; am
allerwenigsten bind wir berechtigt, ein solches Gesetz als
Ausgangspunkt zur Beurtheiluug von Thatsachen zu nehraen,
die uns die Natur bietet und die — offen zugesehen — mit
demselben geradezu in Widerspruch stehen.
Dass aber die Bastarte eine solche Thatsache konsta-
tiren, wird aus dem Folgenden erhellen.
Wie bekannt, machte man frfiher geltend, die Bastarte
seien „entweder unfruchtbar, oder wenn sie es nicht sind,
so sterben 6ie nach eiuigen Geuerationen aus oder kehren
m einer der erzeugenden Species zuruck" Dr. Naegeli a. a.
0. S. 14 f.) — Die neueren Erfahrungen oder Vielmehr die
Ergebnisse alterer und neuerer Erfahrungen best&tigen diesen
Ausspruch, in seiner allgemeinen Passung wenigstens, nicht.
— Vergleiche hieriiber A. Kerner. „Konnen aus Bastarten
Arten werden?" S 4. f„ sowie desselben „Nieder5sterreichiscbe
Weiden* S. 6. — Wir haben unbestreitbare Beispiele, dass
Bastarte sich fortpflanzen, nicht nor durch Verbinduug mit
einer der Stammarten, sondern auch bei reiner Inzucht.
Nicht Ubersehen dtirfeu wir iiberdiess den sehr wich-
tlgen Umstand, dass den Organ isinen des Pflanzenreichs
ttusser der reproduktiven Vermehrung noch ein anderer Weg
to ihrer Erhaltung oflfen stehe, namlich der Weg der vege-
tativen Veriuehruug. Gerade bei den Cirsien nan begegnen
wir einer solchen vegetativen Vermehrung und zwar in einer
viel weiteren Ausdehnung, als man es bisher glaubte. Bis
vor Kurzem war allgemein bekannt (wenigstens, was die
mitteleurop&ischen Cirsien betrifft) nnr die Vermehrung des
C. arvense durch Adventivknospen der Wurzel, sowie die
Stolonen des Cirs. Anglicum. Celakovsky in seinera Prodr.
der Flora von B6hmen (1872) bemerkt auch bei Cirs. hetero^
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— 192 —
phyllam, dass es Wurzelauslaufer treibe. — Ich biu nun
in der Lage, in dieser Hinsicht weitere Daten zu geben.
Schon a. 1863 hatte Baron von Hausman, der hoch-
geachtete Verfasser der „ Flora von Tirol a sich dahin ge-
aussert „Cirsien vermehren sich auf gutem Boden, z. B. auf
Gartenerde sehr leicht und rasch durch Wurzelauslaufer"
(briefl. Korrespondenz).
A. Ausserdorfer, ein iiberaus fleissiger and kritischer
Botaniker Tirols (gegenwartig in Virgen im Pusterthale) hat
spater bezuglich dieses Punktes die ira Freien vorkommen-
den Cirsien seiner Umgebung einer sorgfaltigen Beobachtung
unterzogen dnrch vier Jahre hindurch. Die Resultate seiner
Untersuchung, deren Mittheilung ich seiner iibergrossen Giite
verdanke und die ich hier in gedrangtera Auszuge wieder-
gebe, koustatiren nun, dass sicb C. Autareticum Rchb., spiuo-
sissimoides Ausserd., lanceolatum, eriophoruni, palustre,
Erisithales, acaule, flavescens Koch (Alles nach der Bestim-
inung des genannten Herrn) durch Wurzelauslaufer vermeh-
reny wenn anders das Terrain einigermassen locker ist (nicht
z. B. mit Gramineen dicht besetzt.) Aehnliche Erfahrungen,
wenn schon etwas weniger vollstaudig (durch zwei Sonimer
hindurch) stehen Ausserdorfer bei alien anderen Cirsien seiner
Umgebung zu Gebote. — Zum Beweise, welche Erfolge durch
diese Wurzelauslaufer, sowie andererscits durch die repro-
duktive Vermehrung Bastarte erringeu konnen, erwahne ich
die beiden Thatsachen, dass C. Autareticum Rchb. an einer
Stelle Pusterthals in einer Ausdehnung von circa 200 Qua-
dratmet. in Hunderten von Exemplaren steht, dass ferner
C. spinosissimoides Ausserd. sich an mehreren Stellen einer
Alpe so ausgebreitet hat, dass es sich sogar im Munde des
dortigen Landvolkes einen eigenen Namen erworbeu hat; es
wird namlich von demselben seiner guten Futtereigenschaften
willen wRahmdisteltt genannt.
Behalten wir diesen zweifachen Umstaud im Auge, er-
stens, dass sich Cirsicu-Bastarte durch Sauien vermehren
kOnnen, dass sie sich aber zweitens auch durch Wurzel-
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— 193 —
auslaufer aasbreiten, kSnnen, so wird es uns kanm raoglich
seio, die Bastarte aufzufassen als „frachtlose Versuche der
Natar, sich mit ihren gegenw&rtigen Kr&ften zu neuen spezi-
fischen Typen zu erheben.* Wir werden im Gegentheil an-
erkennen muss en, dass sich die Natar auf dem Wege
der Bastartirung nicht nur weiter entwickeln kSnne,
sondern dass in dem in Rede stehenden Falle thatsach-
lich eine solche Weiterentwicklung off en vor ansern Augen
da liegt.
Der haaptsachliche Unterschied, der Arten and Bastarte
yon einander trennen sollte, wurde aber ja ger&de in die
Fruchtbarkeit der Einen und Unfruchtbarkeit der Andern ver-
legt; ist also auch dieses Kriteriam nicht mehr stichh<ig,
so ist die letzte Scheidewand ge fallen und es erftbrigt in
Znknnft nor mehr der Differenzpnnkt zwischen beiden For-
men von Pflanzen, dass nns bei den Hybriden ihre Ab-
stammung von zwei bestimmten Arten mehr-weniger bekannt
ist, w&hrend wir bei den „ Arten* von einem solchen gene-
tischen Zusammenhange mit andern Arten nichts wissen.
Aber wer burgt nns dafttr, dass fthnliche Vorgange nicht
aach in fruherer Zeit stattfanden and Pflanzen, die nns jetzt
ganz aasgemacht als „ Arten" gelten, einen dergestaltigen
tJrsprung hatten? Wenn wir im weitern Verlaufe dieser Dar-
8tellnng Cirsien begegnen , bei denen sowohl Grilnde far, als
GrtLnde gegen die Bastart-Natur angeffthrt werden kflnnen,
so ist dies jedenfalls geeignet, nns obige Vermuthung nahe
zu legen.
Da somit eine dnrchgreifende Grenze zwischen Bastarten
nnd Arten nach dem heutigen Stande nnserer Kenntnisse
nicht aufgestellt werden kann, 90 werde ich diesen Gesichts-
pankt aach bei der systematischen Behandlung der Cirsien
festhalten and die mathmasslichen Bastarte nicht abgesondert
nod anhangsweise, sondern an der Stelle aufffthren, wohin
sie die verwandtschaftlichen Verhftltnisse zu den iibrigen
Cirsien weisen.
Ferdinandeunu-Zeitschrtft. 13
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— 194 —
2. Benennung der Bastarte.
In diesem Ponkte begegnen wir verschiedenen Ansichten,
die sich jedoch in der Hauptsache urn zwei Mittelpunkte
gmppiren, die kombinirte Benennung and die bin&re Be-
nennung.
Diejenigen, die fur die erstere — nach ihrera Autor
Schiede'sche genannt — Benennung einstehen, fuhren als
Motive ihrer Vorliebe an: erstens gehe es einmal nicht an,
Arten in gleicher Weise zu bezeichnen, wie solche Aus-
nahmebildungen; vielmehr erheische der ganz verschiedene
Charakter, der diese beiden Arten von Pflanzenformen scharf
trenne, auch eine verschiedene Benennung; zweitens sei es
das Vortheilhafteste, die Pflanze mit einera solchen Namen
zu belegen, der uns sogleich eine vollst&ndige Orientirung
ilber die Herkunft derselben biete und uns Eberdies das
ganze Aussehen der Pflanze in der btindigsten Form in
Erinnerung rafe.
Die Vertreter der zweiten Methode hingegen erklaren,
die angebliche scbarfe Scheidewand zwischen Arten und
Bastarten existire in Wirklichkeit nicht, iiberdiess stiitze
sich, abgesehen von seiner Unbequemlichkeit, ein solcher
Kombinationsname auf eine Vermuthung, fiir die man in den
wenigsten Fallen die Beweise zur Hand habe, und die sich
oft nachtraglich als irrig erweisen kdnne, ja sich wirklich in
manchen Fallen schon als irrig erwiesen habe,~wodurch dann
fiir Gegenwart und Znkunft die ohnehin schon bedeutende
Reihe von Synonymen zwecklos noch weiter vermehrt werde.
Mir scheinen die Giiinde der Letzteren flberzeugend
zu sein.
Was die Trennung zwischen zweiartigen Pflanzen und
„ Arten" betrifft, war eben vorhin davon die Rede. Was
die kombinirten Namen insbesondere angeht, so bringt man
es — wollen wir genau sprechen — bezuglich des hybriden
Ursprunges eider Pflanze in den meisten Fallen nicht weiter,
als bis zu einer Vermuthung. Allerdings hat diese Ver-
muthung sehr oft soviet Wahrscheinlichkeit fttr sich, dass
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— 195 —
sie sich bis zu einer Art Gewissheit steigert and man nicht
Bedenken tr>, eine Pflanze geradezu mit Sicherheit als die
Hybride dieser and jener Art zu bezeichnen. Besonders
g3t dieses dann, wenn man sich mit dieser Art von Angabe
— Hybride von A and B — zufrieden gibt. Aber selbst
fikr diese Art weist ans die Erfahrang Falle auf, wo man
sich geirrt hat — ich erinnere an Cirs. Freyerianum, pauci-
florum, brachycephalnm. Ab esse ad posse valet illatio;
was einmal war, kann wieder sein.
Erscheint ans aaf diese Weise der Werth der Schiede'-
schen Nomenklatar schon am des Umstandes willen, dass
sie den Namen, der eo ipso etwas Feststehendes sein soil,
aaf die Hypothese basirt, ein zweifelhafter, so werden wir
in diesem Eindrucke best&rkt, wenn wir die weitere Ent-
wicklung jener Nomenklatar oder ihre Anpassang an die
VerhMtnisse der Wirklichkeit ins Ange fassen.
Es gibt in der Natar — sagen wir vor der Hand, nach
der Ansioht Mehrerer — zwischen zwei Arten 5fters mehr
als eine Mittelform. Es ist bekannt, wie die Schiede'sche
Nomenklatar diesem Umstand gerecht zu werden suchte.
Entweder wollte man an gewissen Merkmalen den Yater and
an gewissen die Matter der Hybride erkennen and stellte im
kombinirten Namen jeoen an die erste, diesen an die zweite
Stelle; oder von dieser Genealogie absehend setzte man den
Namen jener Art voran, der die Hybride naher zu stehen
schien ; oder endlich, wenn mehr als zwei Hybriden vorlagen,
onterschied man noch mehrere Grade der Aehnlichkeit mit
Vorsetzung von „ super* and „suba, wenn man nicht gar
die Ursache dieser grSsseren Annaherung an eine der Stamm-
arten noch mit in den Namen hineinlegte, indem man von einem
CSrsiom heterophyllo-(heterophyllo-spinosissimum) sprach.
Dazu ist nun zu bemerkeo, dass, wenn man nicht schon vor
derlei sesquipedalia verba erschrickt, diese Nomenklatur
immerhin eine beschrS-nkte bleibt, indem man ja mehrere
Formen aoffinden kSnnte, als diese Kombination Variationen
gestattet, wie es thats&chlich schon vorgekommen sein soil
13 *
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— 196 —
(siehe A. Kerner Niederosterr. Weiden S. 14)., Oder es
kflnnte sich wohl auch treffen, dass nachdem wir eine Form
als super A — B bezeichnet haben, uns nachtr&glich eine
neue Form aufstosst, die der Art A noch naher steht, mit
deren Benennung wir dann, wollten wir uns anders nicht zu
einer Formel super super A — B entschliessen, unverholen am
Berge stehen. Wenn wir dann erst eine Pflanze vor uns
haben sollten, die sich als Ereuzungsprodukt von mehr als
zwei Arten darstellt (ich werde Gelegenheit haben, auf der-
Iei Hybriden hinzuweisen), was sollten wir dann anfangen?
Wer wollte es dann noch wagen, den Schiede'schen Namen
zn konstruiren nach dem verschiedenen Grade, in dem sich
die einzelnen Arten dabei betheiliget hatten? Oder nehmen
wir auch den seltenen Fall an, dass wir aus den Verh<-
nissen des Vorkommens, sowie den Merkmalen der vor-
liegenden Hybride mit vieler Wahrscheinlichkeit einen Schluss
bilden kdnnen, wie ein solcher Tripelbastart zu Stande ge-
kommen sein diirfte, sollten wir dann wirklich von einem
Cirsium Erisithali-spinosissimo-heterophyllum reden?
Ich glaube , die Erwagung aller dieser Umst&nde durfte
im Stande sein, einen Jeden geniigend zu rechtfertigen, der
sich fur die binare und gegen die Schiede*sche Nomenklatur
entscheidet.
Man konnte noch vorschlagen, solche Formen, deren
Bastart-UrspruDg zweifelhaTt sei, mit einem binaren Namen
zu belegen, jene dagegen, fiber deren Hybridit&t wir Gre-
wissheit hfttten, mit einem kombinirten. Aber auch dieses
fQhrt zu Nichts. Wir stiinden dabei auf subjektivem Boden
und 5ffneten vielfachen Differenzen Thiir und Thor: was dem
'Einen ausgemacht diinkt, scheint eben noch manchem An-
dern ungewiss. Der Zeitpunkt aber, in dem Versuche fiber
alle derartigen Bedenken entschieden haben wfirden, liegt
gewiss in so weiter Feme, dass es sich schon sehr empfiehlt,
w^nigstens ftir ein bequemeres Provisorium zu sorgen.
Urn jedoch dem Umstande, dass wir von manchen CSr-
mn mit vieler oder mit aller Wahrscheinlichkeit wissent
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welche Arten zu ihrer Erzeugtmg konkurrirt haben, Rech-
nung zu tragen, seize ich, dem Vorgange hochgeachteter
Botaniker folgend, derlei Formen das Zeichen „X" yor and
lasse in Parenthese die muthmassliche Kombination folgen.
1st es dabei der Fall, dass die Hybride der einen Art auf-
fallend naher steht, als der andern, oder namentlich, wenn
es sich trifft , dass zwischen zwei Arten mehrere Hybrideu
bekannt sind, so bezeichneu fettere Lettern jene Art, die in
der Hybride vorzugsweise oder wenigstens auffallend starker
zum Ausdrucke gekommen ist; im Uebrigeo wird die Auf-
einanderfolge der Artnamen durch die alphabetiscbe Ordnung
bestimmt.
3. Zahl der moglichen Bastarte zwischen zwei
Arten.
Dieser Punkt gebort vielleicht zu den beikelsten, die
bei der Behandlung der Bastartirurg zur Sprache komraen
kdnnen. Gewiss fehlt es auch in der Gegeswart noch hier-
fLber nicht an verschiedenen Ansichten und es soil desshalb
bei der Bebandlnng dieser Frage mit aller Rube vorgegangen
werden.
Dr. C. Naegeli unterschied bekanntermassen nnter den
Bastarten zwiscben je zwei Arten zwei Hanpttypen, *von
denen der eine das Ergebniss der Kreuzung $ a X 9 t>,
der andere das von (Jb X 9 a sein sollte. Der beriihmte
Botaniker ging dabei yon dem Grnndsatze aus, dass sich
die Pollen gebende Pflanze mehr in den Fruktificationsorganen,
die befiruchtete dagegen mehr in den Vegetationsorganen
ausprftge.
Diese Annahme hat in neuerer Zeit bedentenden Wider-
spnich gefunden. So sagt A. Eerner (anno 1860) in „Nie-
derosterr. Weidena S. 7 . . . . „Die Form dieser Erzeugnisse
fan Vorhinein anzogeben oder umgekehrt ans der Form anf
die Rolle zuriickscbliessen zu wollen, welche die Stammeltern
bei der Erzeugung der Blendlinge gespielt haben, sind wir
auf Grandlage der bisherigen Erfahrungen nicht berechtigt
Google
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— 198 —
uod ein solcbes Verfahren ist dafaer zum Wenigsten ver-
fruhta Dr. Naegeli selbst hat seine friihere Ansicht in der
bestimmtesten Weise zuriickgenommen (vgl. Sitzungsberichte
der kgl. baierischen Akademie der Wissenschaften ann. 1866
II. S. 244). Ja der gelehrte Forscher geht so weit, dass er
sogar behaaptet, es gebe nur eine eiozige hybride Mittelform
zwischen je zwei Artec, da es ftir die systematisohen Merk-
male ganz gleichgiltig sei, ob die eine oder die andere der
elterlichen Formen bei der Befiruchtung als Vater mitgewirkt
habe. Die thatsachlich existirenden mehrfachen Mittelformen
oder cUebergangs formen a werden von ihm dann in der Weise
erkl&rt, dass dem Bastarte die MQglichkeit inne wohne,
Variet&ten zu bilden, die sich den Eltern in anregelm&ssiger
Weise n&hern. Dieses soil namentlich in der zweiten und
den folgenden Generationen stattfinden, ausnahmsweise wohl
auch schon in der ersten Generation. Dabei sei jedocb nicht
ausgeschlossen, dass derlei Uebergangsformen auch aus der
Befrtichtung des Bastartes durch eine Stammart entstanden
sein kOnnen.
Was nnn diese nenere Anschauung Dr. Naegelis anbe-
langt, so steht sie mit dem allgemeinen Gefuhle, das man
znr Beurtheilung dieser dnnkeln Yorgange mitbringt, gewiss
im Widerspruche. Auch Dr. A. Kerner, der in seinen
„Nieder6sterr. Weiden" alle die Bastartirung betreffenden
Punkte mit der ihm eigenen Scharfe der Gedanken and
Klarheit des Ausdruckes behaodelt, &ussert sich im gegen*
theiligem Sinne, indem er sagt (S. 7): ^Dass entsprechend
der doppelten Rolle, welche jede Stammart bei der Befruch-
tang spielen kann, auch zweierlei Erzeagnisse zwischen zwei
Stammarten entstehen k5nnen, ist nicht zn bezweifeln."
So massiv ferner der Hinweis anf die ftltestbekannten
Bastarte aus dem Thierreich scheioen mag, so lasst sich doch
keineswegs in Abrede stellen, dass zwischen denselben und
den Bastarten aus dem Pflanzenreiche eine Analogic besteht;
denn hier, wie dort haben wir in den ersten Anfftngen der
Organismen eine befrnchtende Zelle und eine zu befruchtende
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— 199 —
ZeJJe. Wenn wir Dan in dem bekannten Falle aus der
Thlerwelt das Gegentheil der Naegeli'schen Ansicht in ekla-
tanter Weise zu Tage treten sehen, so kann man es Einem
scfaon desshalb allein nicht verargen, wenn man in Ermang-
Inng gegentheiliger positiver Beweise sicb erlaubt, uber die
Richtigkeit der genannten Ansicht Zweifel zu hegen.
Gehen wir aber auf das beriihrte Stadium der Bastart-
bildnng, anf den Akt der Befruchtung, etwas naher ein.
Die Befruchtung erfolgt also durch das Zuzammenwirken
von Pollenzelle und Eizelle. 1st die Befruchtung erfolgt, so
entwickelt sich eine Pflanze von im Wesentlichen bestimmter
Form. Es geschieht also ein Doppeltes, es entwickelt sich
uberhaupt eine Pflanze, was ohne Befruchtung nicht erfolgt
ware, und es entwickelt sich eine bestimmte Pflanze von
bestimmten Eigenschaften, was immer nur durch den Einfluss
einer bestimmten Pollenzelle auf eine bestimmte Eizelle er-
folgt. In der Wirklichkeit lassen sich natiirlich beide
Wirkungen nicht trennen, in Gedanken aber konnen wir recht
vohl beide Momente auseinanderhalten.
Was nun die zweitgenannte Wirkung betrifft, dass eine be-
stimmte Pflanze von bestimmten Eigenschaften resultirt, so ist be-
zuglich der dieser Wirkung zu Grunde liegenden Kraft ein Zwei-
faches mOglich. Entweder ist die Tendenz, diese bestimmte
Pflanze zu entwickeln oder, wenn man den Ausdruck erlaubt, die
Idee dieser bestimmten Pflanze an die Eizelle tind an die Pollen-
zelle in gleicher Weise gebunden und es hatte somit die
Pollenzelle ausschliesslich die Bedeutung der be/ruchtenden
Zelle; oder auch die Idee dieser bestimmten Pflanze ist auf
beide Zellen vertheilt, so dass, wenn es uberhaupt denkbar
wftre, die Eizelle allein eine andere, von der bewussten ver-
schiedene Pflanze erzeugen wiirde und ebenso auch die Pollen-
zelle allein, und die wirklich entstehende Pflanze ware somit
in diesem Falle ein Mischergebniss der zwei verschiedenen
(idealen) Pflanzenkeime , etwa &hnlich, wie im Krftften-
parallelogramme der Physik die Resultirende das Misch-
ergebniss der beiden Komponenten ist
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— 200 —
Trifft das Erste zu, so konnen wir uns die Sache
wiederum* auf zweierlei Weise denken. Entweder ist
die Kraft, befruchtend wirken zu k5nnen, an die chemisch
mit der Eizelle identische Polleozelle gebunden (denn die
Kraft moss doch offenbar an die Materie gebunden sein);
oder es hat diese der Pollenzelle eigene Kraft auch ein
chemisch verschiedenes Substrat, au dem sie haftet. Er-
steres kann man sich, scheint mir, wenn iiberhaupt, nor
schwer vorstellen ; denn warum sollte eine chemisch-identische
Masse, die somit nor dnrch die Portion von der Eizelle ver-
scbieden ware, auf diese befruchtend wirken kQnnen?
Ist aber Letzteres der Fall, dann liegt es wohl sehr nahe,
dass diese chemisch verschiedene Masse nicht bloss die
Wirkung der Befruchtung Sussern werde, sondern dass sie
auch auf die Gestaltung der wer(}enden Pflanze im Einzelnen
ihren Einfluss werde gel tend machen.
Nehmen wir aber die zweite oben erwfihnte Mftglichkeit
an, dass auch die Idee einer bestimmten Pflanze auf Eizelle
und Pollenzelle vertheilt sei und demnach nicht bloss die
Entwicklung, sondern auch die Gestaltung der Pflanze nur
durch das Zusammenwirken der beiden Zellen erfolge, so ist
von vorne herein klar, dass in diesem Falle die Nsegeli'sche
Ansicht entschieden unrichtig sein miisste.
Gedenken wir nun nochmals der friiher angezogenen
Analogie aus dem Thierreiche und fassen wir sie mit der
eben angestellten Betrachtung zusammen, so hat a priori die
Ansicht, dass die verschiedene Yertheilung der Rollen bei
der Befruchtung fiir die resultirende Pflanze nicht gleichgiltig
sei, jedenfalls mehr Ghancen fiir sich, als die gegentheilige.
Ich anerkenne jedoch vollkommen, dass sich die Sache
keineswegs a priori entscheiden lasse. Die Naturgeschichte
ist ihrem Wesen nach eine aposterioristische Wissenschaft;
naturam exponere, non componere muss die state
Devise des Naturhistorikers bleiben.
Uebrigens ist die Entscheidung der Frage, ob die ver-
schiedenartige Betheiliguog der Stammarten verschiedene
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— . 201 —
Bastarte hervorrufe, oder ob dabei immer ein and derselbe
Bastart resultire,, dem jedoch schon in erster Generation das
Verm5gen inne wohne, so merklich zu variiren, oder ob derlei
Verschiedenheiten einer in^gale action des Pollens auf die
befrnchteten Eier zuznschreiben seien (so Grenier de 1' hybri-
ds, Extrait des Annales des sciences naturelles, torn. XIX),
nicht so fast Aufgabe der bescbreibenden Botanik, als viel-
mehr der Pflanzen-Physiologie. Sacbe der beschreibenden
Botanik aber ist es, die Thatsachen zu regis triren, wie sie
die Natur bietet
Thats&che ist nun, dass sich in den Mittelformen zwi-
schen zwei Arten verschiedene Typen unterscheiden lassen,
will man sich anders bei deren Beschreibnng nicht darauf
beschranken zu sagen, dass die Hybride zwischen den Merk-
malen der beiden Stammarten schwankt. Wiederholt wird
es uns auch begegnen, dass sich zwischen zwei Arten zwei
Hybriden linden, von denen sich' die eine mehr der einen,
die andere mehr der andern Art n&hert, ohne dass dieses
jedoch in solchem Grade stattffinde, dass einem der Gedanke
an einen goneoklinischen Bastart nahe gelegt wurde. Ich
hebe diesen . Umstand besonders hervor, weil er gegeniiber
der Ansicht Dr. Naegeli's , als wfiren die Hybriden von
(5 a X 9 b und von (5 b X 9 a vollst&ndig gleich , eine
besondere Berlicksichtigung verdient.
Thatsache ist ferner, dass sich solche Mittelformen
fixiren, ja dass sich mehrere Mittelformen fixiren. Zu be-
achten bleibt hierbei namentlich, dass bei der Vermehrung
durch Wurzelauslaufer ein „Zuruckschlagenineineder Stamm-
arten^ schon von vorne herein hintangehalten wird, mag es
sich mit der Vermehrung durch Samen wie immer verhalten.
Nur daruber wird man also im Zweifel sein kflnnen,
wie viele Typen man gelten lassen solle. Man raochte aller-
dings meinen, es handle sich hier nicht um Geltenlassen oder
Nichtgeltenlassen, sondern man brauche einfach die Sache zu
nehmen, wie sie sei. Jedoch genflgt andererseits eine kurze
ErwUguDg, um Jedem klar zu machen, dass gerade dieser
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— 202 .—
Gegenstand der Subjektivitat mehr Anhaltspunkte biete, als
mancfaer andere.
Ich mQchte vor Allem darauf hinweisen, dass es ge-
wagt sei, eine allgemeine Regel auftustellen. Man bedeoke
nar, dass die Verschiedenheit zwischeo den einzelnen Arten
nicht so leichterdings als gleich gross angesehen werden
darf. Die nothwendige Folge hiervon ist, dass urn so inehr
bei dem Zusammentreten von je zwei end zwei Arten der
Abstand ihrer organischen Komplexion variiren wird. Geht
man nun von der Annahme aus, dass die Hybride immer
eine Mittelbildung sei im strengen Sinne des Wortes, so
liegt am Tage, dass nach der Variation des Unterschiedes
beider Arten auch die Zahl der betreffenden Hybriden ver-
schieden sein werde.
Ware es denn aber nicht auch denkbar, dass bei einer
solchen Vereinigung von zwei Arten auch neue Eigenschaften
auftreten kflnnten? Will man auch die organischen Krafte
nicht als bloss potenzirte chemische Krafte ansehen, immer-
hin dtirften dieselben zur chemischen Konstitution des Pflanzen-
kOrpers in einer bestimmten Beziehung stehen. Bei der
Vereinigung zweier verschiedener chemischen Stoffe entsteht
nun aber nicht immer ein Korper, dessen Eigenschaften zwi-
schen denen der beiden Komponenten mehr-weniger die
Mitte halten. — Die bisherigen Erfahrungen bieten hierfur
allerdings keinen Anhaltspunkt, man wollte denn den Urn-
stand, dass die Hybride einer roth und einer gelblich-weiss
bliihenden Art mitunter rein weisse Bltithen zeigen, als
solchen gelten lassen. Aber vielleicht hat der Mangel an
derartigen Erfahrungen bloss darin seinen Grund, dass man
vom Gegentheil als unbestreitbarem Axiom ausgieng und
manche Kleinigkeiten, die damit nicht stimmen wollten, nicht
weiter beach tete?
Jedenfafts, glaube ich, steht fest, dass wir noch nicht
auf dem Punkte aogelangt sind, iiber die Sache apodiktisch
sprechen zu kSnnen. Wir befinden uds erst im Stadium der
Untersuchung und Forschung, ungewiss, wohin uns diese
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— 203 —
Untersochung fahren werde. In diesem Stadium kommt Alles
daraof an, dass wir uns fiber den Weg klar sind, auf dem
wir sichpr vorw&rte gehen konnen.
Nach meinem Dafiirhalten nnn gehen wir am sichersten
zu Werke, wenn wir die einzelnen habitnell nnterscbeidbaren
Formen genauer ins Ange fassen, dieselben, so gut es eben
gehen mag, unter Diagnosen bringen and mit eigenen binaren
Namen belegen.
Es kann sich dann in der Folge ergeben, dass Typen,
die man fruher als mit hinreichenden Grttnden geschieden
ansab, dnrch so kontinnirliche Mittelglieder verbunden er-
scheinen oder so sehr in einander iibergehen, dass man die
fr&here Ansicht mit Bestimmtheit als T&uschung erkennt.
Gat! dann ist der Zeitpunkt gekommen, was vorher geschie-
den war, zu vereinigeu, den einen Namen fallen zu lassen
and nor den alteren beizubehalten.
Aber nur auf diese Weise scheint es mir ermdglicht
zu werden, dass sich Botaniker an verschiedenen Orten dar-
fiber ein gewisses Urtheil bilden k5nnen, ob ihre Funde mit
denen Anderer tibereinstimmen oder nicht; and daraof kommt
doch bei vereintem Streben and Forschen Vieles, wenn nicht
gar AUes an.
Nur auf diesem Wege der Theilang and Unterscheidung
kann das Ziel erreicht werden, das als Lohn dieser Unter-
sachangen winkt, ein tieferer Einblick in die VerhSltnisse der
Bastartirang, vielleicht auch in das Wirken der organischen
Kr&fte in weiterem Kreise.
Begnftgt man sich einfach damit zu sagen, diese Mittel-
biWung steht der Pflanze A naher oder der Pflanze B, oder
sie schwankt unstUt zwischen beiden hin. and her, so werden
wir jenem Ziele nie n&her nick en, weil wir ihm eben einfach
aus dem Wege gehen.
Eintheilung der Cirsien.
Beztiglich der Gruppiruog der Cirsien schliesse ich mich
der Hauptsache nach an Dr. Neegeli (G. d, Schweiz) an.
Google
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— 204 —
jedoch rait einigen Abweichungen: Seine beiden Gruppen
Epitrachys and Eriolepis ziehe ich zur Grappe Epitrachys
DC. zusammen (wie wohl schon Naegeli selbst that, cfr. Koch
Synops. edit. II., III. append.). Die Hybriden, die das C.
palustre mit Cirsien aus der Sektion Microcentron nod
Xanthopon bildet, vereinige ich zur Sektion X Hypoptero-
caulon. Die zahlreichen Hybriden, die aus der Verbindung
von Cirsien aus der Sektion Microcentron mit solchen aus
der Sektion Xanthopon hervorgehen, fasse ich als Gruppe
X Nothon zusammen. Die Hybriden dagegen, die sich
zwischen Cirsien einer und derselben Sektion finden, ordnete
ich eben dieser Section nnter.
Bei der Wahl der Namen Hypopterocaulon und Nothon
bestimmten mich einerseits dieselben Griinde, die mich bei
der Entscheidung zwischen binarer und kombinirter Nomen-
klatur der Hybriden leiteten; andererseits sind die ent-
sprechenden Naegeli'schen Namen auf die bereits besprochene
(urspriingliche) Ansicht des genannten Autors von der Ein-
flussnahme des Vaters und der Mutter auf die Gestalttrog
des Bastartes basirt; endlich umfasst die Sectio Hypoptero-
caulon sowohl die Sectio Xanthopo-Pterocaulon Naeg., wie
die Sectio Pterocaulo-Microcentron Naeg., welche beide mir
habituell zu wenig verschieden schienen, um ihre Trennung
beizubehalten.
Ich uoterscheide somit:
Sect. I. Epitrachys DC. Oberseite der Blatter dornig
rauhhaarig. Farbe der Bliithen purpura. An
der Krone der Saum weit kiirzer, als das Bohr.
Pappus immer kiirzer, als die Krone.
Yon tirolischen Cirsien hieher: C. eriophorum,
lanceolatum.
Sect II. Pterocanlon Naegeli. Oberseite der Blatter
nicht rauhhaarig. Die Blatter laufen ganz herab,
der Stengel daher dicht kraus und dornig geflftgelt.
BlUthenfarbe purpura. An der Krone der Saum
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\&nger, aLs das Rohr. Pappus immer kiirzer,
als die Krone.
Yon tiroliachen Cirsien hieher: C. palustre.
Sect HI. XHypopterocaulon. Oberseite der Blatter nicht
doraig-rauhhaarig. Die Blfttter laufen theilweise
herab, der Stengel ist somit unterbrochen ge-
fltigelt. Bliithenfarbe purpura oder gelblich.
An der Krone der Saum langer, als das Rohr.
Pappus immer kiirzer, als die Krone.
Von tirolischen Cirsien hieher: C. X Grem-
blichii, Oenanum, subalpinum, micranthum, hy-
bridum, Huteri, Ausserdorferi.
Sect. IV. Microeentron Nseg. Oberseite der Blatter nicht
dornig rauhhaarig. Die Blatter laufen nicht herab.
Bluthenfarbe purpura. An der Krone der Saum
langer, als das Rohr, selten kiirzer. Pappus
immer kurzer, als die Krone.
Von tirolischen Cirsien hieher: C. acaule, X
glaucescens, X alpestre, heterophyllum, rivulare,
montanum, Pannonicum.
Sect. V. X Nothon. Oberseite der Blatter nicht dornig
rauhhaarig. Die Blatter laufen nicht oder nur
unbedeutend herab. Bliithenfarbe purpura oder
gelblich oder eine etwas trfibe Mischfarbe. An
der Krone der Saum langer, als das Rohr.
Pappus immer kiirzer, als die Krone.
Von tirol. Cirsien hieher: C. X Gutnickianum,
acaule X oleraceum, Tirolense, heterophylloides,
Autareticum, spinosissimoides, affine, Tappeineri,
Hausmanni, Pustariacum, Kerneri, fissum, ob-
8curum, praemorsum, Linkianum, Erisithaloides.
Sect. VI. Xanthopon N»g. Oberseite der Blatter nicht
doraig-rauhhaarig. Die Blatter nicht oder nur
unbedeutend herablaufend. Bliithenfarbe weisslich-
gelb oder citrongelb. An der Krone der Saum
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iraraer l&nger, als das Rohr. Pappus immer
kurzer, als die Krone.
Yoo tirolischen Cirsien hieher: C. spinosissi-
mum, X Ganderi, X flavesoens, X triphyli-
num, oleraceum, X Oenipontanum, X Candol-
leanum, Carniolicum, X Benacense, Erisithales.
Sect. VII. CephalOnOples DC. Oberseite der Bl&tter
nicht dornig rauhhadrig. Blatter bald mehr , bald
weniger herablaufend. Wurzel kriechend. Bltithen-
farbe porpurn-lila. An der Krone der Sanm
weit kurzer, als das Rohr, dabei viel tiefer ge-
spaJten, als bei den vorhergehenden Gruppen.
Der Pappus der vollhommen entwiokelten Pflanze
bedeutend langer, als die Krone.
Von tirolischen Cirsien hieher: C. arvense.
Cirsiorum Tirolensium Species.
Cirsium (Tournef. Hall, hist 1. p. 73.
Involucram imbricatum. Flores hermaphroditi, vel dioici
homogami, omnes tubulosi. Filamenta libera. Pappus plu-
mosus, basi annulo conjunctus, deciduus. Receptaculum
setoso-paJeaoeum. (ex Koch Synops. HI. p. 338. s.)
Sectio I. Epitrachys De Candolle.
Folia facie spinuloso-hirta. Flores purpurei. Corollae limbus
quam tubus brevior. Pappus corolla brevior. Bienn.
1. C. eriophorum, (Card. er. I. sp. 1149) (v. v. et s.)
Cirs. eriophorum Scop. Carn. ed. 2. n. 1008.
Oaulis araclvnoideo-pilosue, supra ramosue, totus fo-
Uobu8. Folia semiampleooicauUa, non decurrenUa, oblonga,
facie epinxdosa, dorso dense arachnoidea, profunde pinna-
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— 207 —
tifida, pinme bipartiHs divaricatie , ladnUs lanceolatie,
eubintegerrimie, antice lobulatie, laciniis lobulisque epinie
forttbus terminatie, caeterum spinuloso-riliatis. Capitxda
globoea, dense araneoea, solitaria, bracteata, bracteis capi-
tula excedentibus. Squamae lanceolati-lineares, recurvae,
in 8pinulam brevem exeuntes. Corottae limbus, quam tubus
muUo brevier. Three purpureiy perraro albidi. Jul — Sept
Die Pflanze erreieht eine Grosse von 6 — 15 decim.
Der Stengel, der sich oben in mehrere Aeste theilt, ist dicht
mit zottigen Haaren bekleidet, dazwischen bemerkt man
einzelne spinnwebige Haare, im Alter, sowie im getrockneten
Zustande erscheint er beinahe kahl; er ist dnrchans be-
bl&ttert
Die Wurzelbl&tter erreichen o'ft eine L&nge von 5 — 7
decim.; einmal beobachtete ich, allerdings auf einem far
tlppige Entwicklang gfinstigen Terrain, Blatter mit einem
L&ngendnrchmesser von 1 Met and einem Qaefd. von mehr,
als V3 Met. Die halbumfassenden Stengelbl&tter sind sitzend,
im Umfang langlich, sehr tief, fast ganz bis zur Mittelrippe
fiederspaltig, die Fiedern selbst wieder ganz zweitheilig,
scharf aoseinander gespreitzt, so dass das ganze Blatt sich
als eine Achse darstellt, an der die fast gleich grossen
Fiederlappen in vier Reihen angeordnet sind; oft liegen die
zwei Sussern Reihen in einer Ebene, wahrend dann die
beiden innern unter sich nnd mit den ausseru Winkel von
wechselnder Grdsse bilden, oder die beiden &nssern treten
weiter zurftck, so dass die vier Reihen mehr— weniger ein
schiefe8 Krenz darstellen; vorne an der Basis tragen die
Fiederlappen kleine L&ppchen; sowohl diese als die lanzett-
lichen, meist ganzrandigen, seltener sparsam gezahmten Fie-
derlappen selbst endigen mit scharfen Dornen. Der tibrige,
etwas nach nnten amgerollte Blattrand nnd die ganze Ober-
seite der Bl&tter sind mit kleinen, im Leben ganz biegsamen
Dflrnchen besetzt Znr dunkelgriinen Farbe der Oberseite
hietet die von eihera ziemlich dichten, spinnwebig-filzigen
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— 208 —
Ueberzuge herriihrende weissliche Farbe der Unterseite einen
starken Gegensatz.
Die Edpfcheo, wohl die gr5ssten von alien Cirsien
(Querdurchmesser bis 7 Gent. !), sitzen einzelu am Ende der
Zweige, umgeben too Deckbl&ttern, die, den ubrigen Blattern
an Gestalt ahnlich, etwas aufgebogen abstehen and die
Kflpfchen an Gr5sse iibertreffen; nach innen zu folgen, oft
sehr zahlreiche, kleinere Deckblatter, die allm&lig in die
Hullschuppen iibergehen. Diese tragen zwischen sich ausge-
spannt ein dichtes Gewirre von Spinnenhaaren (hierauf be-
ziehen sich die Naraen weriophoruma, „Eriolepistf); sie sind
lanzettlich-lineal, mit dem oberen Theile zuriickgekriiinmt, in
der Mitte gewimpert und endigen in ein kleines (1 — 1.5mm),
schwaches Dornchen von gelblicher Farbe. Unmittelbar vor
diesem ist die Spitze immer mehr — weniger verbreitert (C.
spatulatum (Moretti) auf dieses einzige, so sehr schwankende
Merkmal hin von C. erioph. getrennt!); bei grosserer Ver-
breiterung ist die Stelle trockenh&utig gewimpert-gez&hnelt.
Von den 38mm der Blumenkrone entf alien nor 14 auf
den Saum. Die Bliithen sind sch5n purpura, nur in ver-
einzelten Fallen gelblich-weiss.
An Wegen, Rainen, auf Weideplatzen der Berg- und
Alpenregion bis gegen 2000 m s. m. (so z. B. auf der Seiser-
Alpe bei Ealkunterlage.) Scheint fast dnrch ganz Tirol ver-
breitet; nicht beobachtet wurde es in der Cmgebung von
Innsbruck, zweifelhaft ist sein Vorkommen auch um Meran.
Mitunter bildet es einen formlichen Bestand; so auf der
Marienbergeralpe (Ober-Vintschgau). — Die Form mit weiss-
lichen Bliithen beobachtete ich einmal in einem Exemplar
im Schlinigerthale. (Ober-Vintschgau).
2. C. lanceolatum, (Card. 1. L. sp. 1149) (v. v. et s.)
Cirs. lanceol. Scop. Cam. ed. 2. n. 1007.
Caulis aracJmoideopilo8U8> supra ramosus, toius fo-
Uo$u8, vaUde spinoso-alatus. Folia decurrentia, oblonga,
facie epimdoso-hirta, dorso araclmoidea, sinuato pirmati-
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fida^pimns ovatis bifidis lobulatis, pinrns lobuHsque in spinas
fortes desinentibus. Capitula ovata, arachnoidea, subglome-
rata, bracteata, br octets capitula subaequantibus. Squamae
tineari-lanceolatae in spinas fortes et longas acuminatae,
a medio recwrvo-patentes. Coroliae purpwreae lirribus tubo
multo brevior. Jul — Sept
Der Stengel der 8 — 15 decim. hohen Pflanze ist mehr-
weniger zottig behaart mit untermischten Spinnenhaaren; in
seiner obern H&lfte ist er immer verzweigt und von den nur
zor Halite herablanfenden Blattern unterbrochen gefliigelt,
wShrend ihn im untern Theile die ganz herablanfenden
Bl&tter derbdornig- nod lappig krans-geflfigelt erscheinen
lassen.
Die im Umrisse langlichen Blatter bedeckt anf der
Oberseite der n&mliche DSrnchen-Ueberzug, wie er sich bei
Cm. eriophor. findet; anf der nntern Seite findet sich immer,
bald mehr, *Wd weniger, eine weissliche Decke von ver-
filzten Spinnenhaaren. Sonst sind die Blatter bnchtig fieder-
spaltig, seltener nur bnchtig gelappt, die eimelnen Lappen
oder Fiedern stumpflich, eif&rmig bis lanzettlicb, zweilappig
oder zweitheilig, die Zipfel nicht gezfihnt, sondern ganzrandig,
aber vorne noch mit einem L&ppchen versehen, welches, wie
die Fiederzipfel selbst mit derbem, gelben Dome bewehrt ist
(in der Lange von 5 — 1™*). Die vordern Zipfel oder Lap-
pen sind gewdhnlich l&nger nnd nach oben gewendet, w&h-
rend die hintern kflrzern mehr in der Blattebene liegen.
Nach oben werden die Blatter znsehends starrer, da Rippen,
Nerven nnd Dornen nicht in demselben Masse abnehmen,
wie die eigentliche Blattfl&che. Die obersten Blatter dienen
als Deckbiatter ffir die einzeln stehenden oder dfter etwas
geh&uften, sitzenden oder knrzgestielten KSpfchen von eifftr-
miger Geatalt (Halle bei 25mm breit, bei 30mm hoch), unter
denen sie fast horizontal abstehen.
Zwischen den lanzettlichen , fast lineal-verschni&lerten
Schnppen bilden Spinnenhaare ein leichtes Geflechte. Die
Ferdinandtnmi*2«itochnft. 14
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— 210 —
Schuppen sind ober ihrer Mitte etwas eingezogen and (die
aussern) mit dem iibrigen Theile stark zuriick gekriiinrat oder
(die mittlern uad ionersteo) bloss horizontal oder noch weniger
abstehend, so dass die ganze Hulle eine nach oben etwas
ausgezogene Kugel darstellt, auf deren Oberfl&che die Dor-
nen in radialer Richtung atffgesetzt sind. Alle Schuppen
endigen namlich in lange, starke, gelbliche Dornen von bei-
l&ufig 5mm Lange.
Die pnrpurrothen Bliithen erreichen 34?®™, auf den Saum
entfallt davon nur der dritte Theil.
Allgemeiner verbreitet, als G. eriophorum, doch mehr
vereinzelt, sonst an denselben Lokalitaten; beginnt tiefer und
steigt weniger hoch, etwa bis zu 1700m s. m.
NB. Cirs. lanceolatum fi. hypoleucum DC. Prod. VL
p. 636, sowie C. nemorale Reichb. exc. 286 beziehen sich
anf jene Individaen, bei denen der filzige Ueberzng der Blatt-
Unterseite starker ansgepragt ist. — Als terminus technicns
fur derlei Formen mag die Bezeichnung variet hypoleucum
DC. immerhin gate Dienste leisten; der Art G. nemorale
Rchb. m5chte ich keineswegs das Wort reden, da ja Eiem-
plare mit nur leichtem Ueberzuge der Blatt-Unterseite wohl
mehr als Ausnahmen anzusehen sind. — (Diese Varietat
bei Bozen, Weg nach Runkelsteiu und im Gebftsch an der
Talfer (Hsm. in Fl. v. Tirol) ferner bei Ranalt im hintern
Stubaithal und haufig bei Trins im Gschnitzthale (Herb. Kern.),
auch bei Lienz im Pusterthal.)
NB. 2. Nach Hausmann Fl. v. Tirol S. 484 soil ana.
1847 Cirs. lanceolatum X palustre um Kitzbiichl gefunden
worden sein. Mir wurde dariiber nichts Weiteres bekannt.
SectH. Pterocaulon N»gell*C.d.Schw. p. 105.
Folia facie non spinuloso-hirta, penitus decurrentia. Spuamae
appressae, spinula patente. Flores plerumque purpurei.
Corollae limbus tubo longior. Pappus corolla brevior.
Bienne.
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- 211 —
3. G. palustre (Card. p. L. sp. 1151.) (v. y. et s.)
Curs, palustre Scop. Cam. ed. 2. n. 1004.
Caulis arachnoideo-pilosus , simpler vel ratnosus,
totus foUatus, crispo-spinoso alatus. FoUapemtvs decur-
rentia, lanceolate, obscuro-viridza, pilosa, sinuatoAobata
vel pkmatifida9 inaequaliter spinuloso-ciliata. Capitula
numerosa, ovata, racemoso-glomerata , inoc bracteata.
Squamae oblongo-ovatae , margine araneosae, viscosae,
Bpinula ternUnali subrecurva. CoroUae purpureas limbus
tubo paulo longior. Jul.-Aug. Sept
In der Grdsse schwankt die Pflaoze zwischen 7 trod
20 deeim., bewahrt nber sonst iui Allgemeinen strenge ihren
eigenthfimlichen Habitus.
Der von den ganz herablaofenden Bl&ttern mannigfach
kraus nnd derb-dornig gefliigelte Stengel ist durchaus be-
haart, in seinem nntern Theile raehr zottig, nach oben treten
Spinnenhaare anf nnd nehmen mehr and mehr zn, bis zn-
letzt die Blflthenstielchen unter den Kflpfchen ganz schmutzig-
weiss filzig erscheinen. Die Bebl&tterung ist bald reichlicher
bald sparlicher, umfasst aber immer den ganzen Stengel.
Die Blattspreite wird nach oben immer kleiner, w&hrend
die Domen der Blatter nnd ihrer herablaofenden Lappen fast
gleich gross bleiben (5— 7mn>). Der Umriss ist l&nglich oder
lanzettlich; bezflglich der Theilung herrscht eiuiger Wechsel:
zum Wenigsten sind die Blatter buchtig gelappt, die Lappen
wiedernm zweitheilig, tragen vorne noch ein kleines Lapp-
chen; oder die Theilang greift tiefer, nnd die Blatter er-
scheinen buchtig-fiederspaltig, die Fiedem zweispaltig, Zipfel
lanzettlich, der hintere stark zur&ckgebogen, die Lappchen
vorne an der Basis der Zipfel schlanker. Die Oberseite der
Blatter ist immer dnnkelgrtin, gegen den Rand hin brfinn-
licb, oder es ist die ganze Flache braungrfln mit Utageren,
dichter oder d&nner stehenden Haaren besetzt; diese be-
stehen an* mehreren Zellen nnd erscheinen im getrockneten
Zostande deutlich gegliedert, fast perlschaurftrmig (mehr oder
14*
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— 212 —
weniger findet sich dieses wohl bei alien Cirsien). Die Unter-
seite ist immer blasser, auf den Nerven zottig, sonst zer-
streut behaart, meist leichter oder auch etwas starker
spinnwebig.
Bei magerer Entwicklnng bleibt der Stengel einfach,
nnd der Bliithenstand ist ein dicht gekn&uelter; wird die
Entwicklung uppiger, so verzweigt sich der Stengel, oft auch
sehr stark and lang; alle einzelnen Zweige tragen dann
Bliithen, die Theilinfloreszenzen bleiben aber immer ziemlich
dicht gehauft.
Die K5pfchen sind eifBrmig-zylindrisch (Hiille bei l^™
hoch nnd gegen 10 br.), oft von den letzten Bl&ttchen ge-
stQtzt (die aber immer kurzer bleiben, als die Kflpfchen),
sitzend oder kurz gestislt. Die Hullschuppen von langlich-
eiformiger Gestalt sind am Rande spinnwebig, dicht anliegend,
endigen in gelbliche DSrnchen von 0'7 — 1*™ Lange, die ab-
stehen oder etwas zuriickgekrummt sind. Den Rficken der-
selben dorchzieht eine im Leben dunkelgrtin-purpurne, im
getrockneten Znstande schwarz-purpurne, klebrige, glftnzende
Schwiele ; die obere Halfte der Schnppen ist violett geforbt,
besonders an den innersten mit trockenhantiger Spitze.
Die Bliithen erreichen nor etwa 15mm, der Sanm fiber-
triffit das Rohr nnr nm 1— 1&™» Die Biathenfarbe ist
gewdnlich dnnkelpurpnrn, mitunter anch schSn weiss mit ganz
leichten Spuren von violett
An feuchten, quelligen Stellen von Wiesen nnd Wal-
dern, an Bachr&ndern n. s. w. gemein durch ganz Tirol, bis
etwa I500m; sehr grosse nnd ftstige Exemplare beispiels-
weise hftnfig in Zillerthal hinter Ried ; die Varietat flore albo
bei Marienberg (in Ober-Vintschgan).
NB. Durch die Wiesenschnr oder sonstwie veranlasste
Nachtriebe zeigen nur theilweise herablaufende Blatter (nament-
Kch die oberen), langere Bliithenstiele mit wenigeren Kdpf-
chen: Cirs. Chailleti Gaud, non Koch.
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— 213 —
Sect HI. X HypopterOCaulen. (Microcentron x
Pterocaulon et Pterocaulon X Xanthopon.)
Folia facie non spinulosohirta, snbdecurrentia. Squamae
plus minosve appressae, spinula patente. Flores purporei vel
ochroleuci. Gorollae limbus tubo loogior. Pappus corolla
brevior.
4. X C. GremblichiL (c. palustre X rivnlare) (v. s.)
Caulis infra viUosus, supra flocculosus, totus foliatus,
farce alatus. Folia inferiora aiato^petiolata, lanceolata,
smuatopinnaMfida, pinnis rhomboideis 3 — 4 lobis vel ova-
tis subbifidis, superiora apice longe protracta, omnia pe-
fdtus decurrentia, obscurius virentia. Capitula 10 — 15
parva, cylindrica, glomerate,, bracteolata. Squamae trian-
gulares, aracJmoideac, subviscosae. Floris purpurei limbus
tubo longior. Bierme. Jul
Der allgemeine Eindruck der Pflanze ist dem eines
Cirs. palostre sehr nahe.
Der Stengel weisst eine H5he von 9 decira. und ist im
ontern Theile ziemlich stark br&unlich zottig; allmfthlig wer-
den diese Haare kiirzer nnd machen einera schwach spinn-
webig-fleckigen Ueberzage Platz, der sich erst ganz unter-
halb der KSpfcben zn einera schnratzig granlichen Filze
verdichtet.
Die Bebiatterung reicbt durchans, die Blatter laufen
alle ganz oder fast ganz herab, jedocb, namentlich die obersten,
sehr schwacb, so dass oft nur einzelne Ddrnchen die Blatt-
8pur repr&sentiren. Sonst sind die ontern Blatter dem G.
rimlare ahnlicher, nach oben aber gewinnen sie mehr das
Aossehen von G. paL Ihr Umriss ist lanzettlich, nor die
obersten verschmMern sich fast lineal; bezfiglich der Theilung
sind sie bnchtig fiederspaltig, die einzelnen Fiedern ziemlich
▼eit von einander entfernt, an den nntersten fast rauten-
ffirmig mit 2 grflsseren and 2 — 3 kleineren Lappen, von
denen der hinterste (grOssere) sich merklieh nach hinten
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— 214 —
wendet; an den obern Bl&ttern werden die Fiedern schlanker,
eifftrmig-lfcnglich, zweitheilig mit einem vordern Lippchen,
der hintere Zipfel steht fast horizontal hinaus; die obersten
charakterisiren sich namentlich durch ihre in gleicher Breite
lang vorgezogene Spitze, sOwie dadurch, dass die Unterseite
st&rker spinnwebig ist, wahrend sie bei den ubrigen ebenso
wie die Oberseite rauhhaarig-flaumig ist, nor an den Nerven
etwas zottig, besonders an den untersten Bl&ttern und hier
an dem Hauptnerv. Das Grto ist an den nnteren Bl&ttern
ziemlich licht, wird aber an den obersten stark dunkeL Von
den nngleich grossen Dornen, die den ganzen Blattrand um-
s&umen, messen die langsten (die an der Spitze der Zipfel
und insbesondere an den herablanfenden Flugeln der nnteren
und untersten Blatter stehen) 3-4mm.
Der Biathenstand ist, abgesehen von ein Paar kleiner,
unterer Bliithen&stchen, ein gekn&uelter, besteht aus 10—15
kleinen, zylindrischen Kflpfchen (HGlle bei 11mm hoch, bei
gmm breit). Unmittelbar unter diesen stehen noch ganz kleine
Bl&ttchen. Die Hiillschuppen sind fast ganz, wie bei C.
palustre, nur um ein Geringes weniger spinnwebig, ebenso
nur ein wenig allm&hliger in die Spitze rerlaufend, dagegen
merklich weniger klebrig-schwielig.
Die lichtpnrpurnen Bldthen messen 13mm, der Saum
iibertrifft das Rohr tun 2mm.
Unter-Innthal bei Battenberg, am Ausgang des Moos-
thales. (Herb. Gremblich).
NB. Aus der Darstellnng ergibt sich, dass dieses
Cirsium mit allem Rechte als ein C. palustre X nvulare
angesehen werden kann, sowie, dass es dem C. palustre um
Vieles naher steht, als dem Cirs. rivulare.
NB. 2. Cirs. rivulari-palustre N»g. in Koch Syn. HI.
p. 750 kommt mit unserer Pflanze in manchen Stiicken
Uberein, weioht aber in anderen so da von ab (z. B. „capi-
tulis majoribu8, squamis non visoosis* etc.), dass ich es
nicht als synonym herzuziehen wage.
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5. X C. Oenannm (O. palustre X rivulare) v. s.
CauKs infra subvittosus, supra arachnoideus9 toius
instructus foliis raris, ex magna parte decurrentibus,
obscurius virentibus, lanceolatis, sinuatopinnatifidis, pinnis
bilobis, lobis divaricatis. Capitula 6 — 8 glomerata, brac-
Uolata, eubrotunda, mediocria. Squamae acuminato-
triangulares, obscuro purpurascentes, subvtecidae. Florid
purpurei limbus tubo longior. Bierme. Jul.
Die ganze Pflanze erinnert uns mehr an C. palustre.
Der Stengel 1st fiber 9 decim. hoch, zeigt im untern
Theile etwas, aber nur schwach die zottige Bekleidung des
Cm. pal., in der obern H&lfte dagegen einen leichten, etwas
flockig spinnwebigen Ueberzug; nnmittelbar unter den KQpf-
chen aber sind die ganz kurzen Stielchen dicht weiss-filzig.
Die Bebl&tterung erscheint als eine ziemlich sp&rliche.
In den unteren % des Stengels laufen die Blatter fast ganz
oder doch stark fiber die H&lfte herab, im obersten Drittel
nor mehr wenig, ganz die obersten kaum noch. Mit Aus-
nahme eben dieser, etwas lineal verschmalerten sind die
fibrigen im Umrisse lanzettlioh, tief buchtig-fiederspaltig, die
Fiedern zweilappig mit aaseinandergesperrten Lappen (be-
Bonders an den unteren Bl&ttern), von denen der hintere
stark zurfickgebogen ist. Die Dornen am Ende der Blatt-
lappen und an den Flfigeln sind ziemlich stark und lang
(mitnnter fiber 4mm). Die beiden Seiten der unteren Blfttter
sind rostfarbig ranhhaarig, an den oberen aber ist die Ober-
seite heller grfin mit branner Berandnng, die untere Seite
dagegen leicht spinnwebig; der Endzipfel auch der oberen
und obersten Bl&tter ist nor m&ssig in die L&nge gezogen.
Die 6—8 KSpfchen stehen ziemlich geh&uft beisaramen;
sie sind von zylindrisch-rundlicher Gestalt (Hfille bei 13mm
hoch, bei 10mm br.); an der Basis der kurzen Stielchen
stehen die letzten Bl&ttchen. Von den Hfillschuppen sind
die finsseren und mittleren aus dreieckiger Basis ein wenig
sugespitzt, schwfirzlich purpura, schwach glftnzend-klebrig,
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— 216 —
kurz bedornt, am Rande gewimpert, aber nlcht spinnwebig,
die innersten lanzettlioh verl&ngert mit trockenh&ntiger
Spitze.
An der purpornen Krone nut etwa 15.5m» L&oge ist
der Sanm mit got 8mm betheiligt
Unter-Innthal; Angerberg bei Rattenberg (Herb.
Gremblich.)
6. X C. subalpinum Gaud. Fl. Helv. V. p. 182 excl.
var. j&. lacteum. (C. palustre X rivulare) (v. s.)
Caulis infra villosus, supra arachnoideus, totus sed
ramus foliatue. Folia inferiora send-, superiora pcurum
decurrentia, oblongo-lanceolata, einuatopinnaiijida, pinnis
subbilobis horizontaUbus, superiora folia apice protracta^
subtus arachnoidal, ultima Unearia. Capitula 3 — 5
subrotunda. Squamae fere lawceokUae, mbviscidae, orach-
noideo-ciUatae. Floris purpurei limbus tubo longior.
Peremet
Gehen wir auf das Einzelne Aber, so finden wir einen
gegen 9 decim. langen Stengel, der im untern Theile ziem-
lich zottig ist, nach and nach aber werden diese Haare
kttrzer und seltener und es tritt eine schwaohe Spinnen-
haarbekleidnng ein9 unmittelbar nnter den Kdpfehen sind die
knrzen Stiele mit schwachem, schmutzig weissem Filxe
bedeckt.
Die Bebl&tterang ist darcbgehend, aber etwas sp&rlich,
namentlich im obern Theile; wahrend wir bei den untersten
Bl&ttern Dekurrenz bis «ur Mitte finden,- nimmt dieselbe nach
oben bin znsehends ab. Die nntersten verengern sich zu einem
geflflgelten Blattstiel, die oberen sitzen; der Umriss ist lftng-
lich-lanzettlich, die Theilung beinahe durchaus dieselbe: sie
sind bnchtig-fiederspaltig, die Fiedern massig von einander
entfernt, eiftrmig langlich, ziemlich deutlich zweispaltig mit
horizontal abstehendem hinterem (l&ngerem) Zipfel and vor-
derem kleinen L&ppchen, oder der vordere Zipfel gleicht
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— 217 —
mehr nor einem grossen Zahne, auf den gegen die Blatt-
spindel zu noch ein kleinerer (== dem LSppchen) folgt. An
den obern Blattern zieht sich die Endspitze sehr in die
L&nge, so dass znletzt die Bl&ttchen vollst&ndig lineale Ge-
stalt bekommen. 1st das GrUn der nnteren Blatter mittel-
m&ssig hell, so zeigt die Oberseite der oberen and obersten
ein ganz dnnkles Grun, die Unterseite der letzteren tr>
eine etwas scbwache aber deutliche Spinnenhaardecke ; an
den nnteren nnd untersten Blattern sind beide Seiten etwas
sp&rlich flaumig — raohhaarig, nnr iiber die Hauptnerven
setzt sich die zottige Bekleidnng des Stengels fort. Die
starksten Dornen finden sich an den Fliigeln der nntersten
Blatter mit einer L&nge von 4mm.
Die Infloreszenz wird nur von 3 — 5 KSpfchen gebildet,
die rnndlicb, mittelgross sind (HOhe nnd Breite der Hiille
bei 13mm) and einander ziemlich nahe stehen. Die Schup-
pen der Hulle sind aus etwas breiterer Basis langsam ver-
schmalert, endigen etwas stampflich mit ganz kleinen Dorn-
chen; die schwarzklebrige Schwiele ist zwar schwach, aber
deutlich ersichtlich, der iibrige Riicken stark flaumig, der
Rand spinnwebig gewimpert.
Die porporrothe Bltlthe misst 15 — 16mm, Saam iiber-
trifft das Rohr etwa am 2mm.
Die Warzel fehlt am vorliegenden Exemplar, durfte
aber der Analogic nach perennirend sein.
Standort wie bei den zwei vorigen. (Herb. Gremblich.)
Hierher geh5rt auch eine Hybride von C. palustre X rivulare
von Seefeld, deren Blatttheilung zwar etwas zarter ist, was
aber nur auf die entsprechende Blattverschiedenheit des
Cirs. palustre dieses Standortes znruckzafuhren sein durfte,
ohne dass somit dadurch ein anderes Stadium der Bastar-
tirung repr&sentirt wSre. (Herbb. Gremblich, Trfls.)
NB. Von Naegelis Diagnosen zu Cirs. palustre et rivu-
lare in Koch Syn. III. p. 750 passt, wenn auch nicht genau,
doch am ehesten die von C. palustri - rivulare.
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7. X C. mlcranthnm (C. olerac. X palustre) (v. s.)
C. palustri-oleraceum Naeg. in Koch Syn. IH. p. 751. (we-
nigstens annabernd).
Caulis ramosus viao pilosus, sub capitulis tenuiter
toment08U8. Folia infima et supremo, vix, media paulum
decurreniia, oblonga, profunde sinuatopinnaUfida, pinnis
lanceolatis, uno alter ove dente majore instructis, dorso
levissime arachnoidea. Capitula in singulis ramis 2 — 4,
universim ad 13, parva, cylindricaf glomerata, subbrac-
teata. Squamae oblongae, aracJmoideae, spinula breviori
recurvula. Floris ochroleeui limbus tubo multo longior.
Bienne.
G. oleraceum und C. palustre kombiniren sich in vor-
Kegender Pflanze auf souderbare Weise:
An dcm 9 Dezimeter hohen Stengel laufen die unter-
sten Blatter kaum inerklich berab, ehenso die obersten; die
Fliigel der mittleren nehinen etwa ein Drittel des Zwischen-
blattraumes ein, die der oberen belieutend weniger.
Der Stengel erscheint kanm behaart (wohl Folge des
Alters und zugleich etwas vernachlassigten Trocknens), irar
die Bltithenzweige sind rait einer leichten, etwas zerrissenen
(wie mitunter bei C. palustre), schmutzig-weissen Filzdecke
versehen.
Die Blatter sind im Umrisse l&nglich, tief buchtig-
fiederspaltig, die Fiedern lanzettlich, etwas ge-
z&hnt; am vordern Rand steht wohl auch ein oder der an-
dere grSssere Zahn, selten trSgt auch der hintere Rand einen
solchen, der nach hinten gewendet ist. Beide Blattseiten er-
scheinen fast kahl, erst bei genauerera Zusehen entdeckt man
auf der unteren Seite einen schwachen Spinnenliberzug. An
den obern und obersten Blattern gehen die Fiedern mehr in
Zfthne oder gar in dornige Wimpern fiber, ihre Gestalt.wird
mehr lanzettlich, so besonders an den Deckbl&ttern der
Seitenzweige, die durchaus ktirzer sind, als die K&pfchen;
am zentralen Bluthenzweig sind die fcusseren Deckblatter
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— 219 -
nodi ansehnlich gross and iiberragen die K5pfchen, die inner-
sten erreichen etwa K5pfchengr5sse.
Die Anzahl der auf vier Aeste vertheilten KBpfchen
betr> etwa 12 — 15. Sie sind cylindrisch, klein (Hulle
bei 11mm hoch, bei 6n"» breit), stehen auf den einzelnen
Aestchen geh&uft Die Hftllschuppen sind l&nglich, am
Rande dorch Spinnenhaare stark miteinander verwebt, zeigen
deutlich einen grunlichen, klebrigen Kiel nod endigen in
gelbe DSrncben von fast 1mm Lange, die etwas zuriick-
gebogen sind.
' Die gelblichen Bluthen messen gegen 14mm auf den
Saum treffen dayon mehr als 8.
Sftmpfe bei Leermoos in Aussfern. (Herb. Gremblich.)
NB. Der neu gewahlte Name bedarf einer Rechtfer-
tigung, urn so mehr, als wir gerade bei den Hybriden von
C. oleracenm X palustre einer ansehnlichen Reihe von Sy-
nonymen begegnen. (Vgl. Reichenbach's Flora Deutschlands.)
Cirs. hybridum Koch bezieht sich auf eine Form, die
in den Fraktifikationstheilen dem Cirs* olerac. naher steht,
Tgl. folgende Nummer.
Von Cirs. lacteum Schleicher in Koch Syn. I. 394 heisst
es ebendort: „Foliis inferioribus semidecurrentibus . . . pinnis
ovatis . . . capitulis subsex terminalibus . . . Capitnla paulo
minora, quam in C. rivulari.* — Diese Angaben, glaube
ich, lassen sich mit unserer Pflanze nicht vereinigen.
C. parviflorum Heller Wire, soppl. 76. beschreibt De
Candolle (Prodr. VI. 647) als mit „capitnlis 2—4 congesto-
racemosis, involucri sqnamis glabris lanceolato-linearibus*
versehen, was wieder auf nnser Cirsiom entschieden nicht passt.
Es waren noch die Namen Cirs. nudiflorum Scbleich.
exsicc. nnd Cirs. subalatum Thorn, exsicc. zu berficksichtigen ;
ich besitze aber leider weder von dem einen, noch von dem
andern ein Exemplar. Ancb im Herbar der Universit&t
Innsbruck, das doch mebrere Schleicher'sche Cirsien enthalt,
konnte ich keines von beiden entdecken. — Es evscheint
mir fiberhaupt unthunlich, solche Namen, die nur auf Eti-
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ketten existiren, ohne dass irgendwo eine genauere Beschrei-
bung davon niedergelegt ist, zu berucksichtigen.
8. X C. hybridom Koch ap. DC. fl. fr. 5. p. 463..
(C. olerac.. X palustre) (v. 8.)
C. recedens (ad C. oleraceum) Naeg. in Koch Syn. IIL p.
751, will man nicht roanchen Ausdruck (z. B. „foliis non
arachnoideis* etc.) urgiren.
Caulis ramosus, piloms, sub capituUs subtomentosus,
lotus foliatuB. Folia in/eriora subdecurrentia, oblonga,
sinuato-pinnatifida, pinnis bilobis divaricatis; folia supe-
rior a lanceolata, pinnato-dentata, dor so levissime arach-
noidea. Capitula sat numerosa, mecUocriay bracteatdj
bracteis capitula superantibus non decoloratis. Squamae
lanceolatae, vix viscosae, arachnoideae^ longius spinatae.
Floris ochroleuci limbus tubo multo longior. Perenne.
Unschwer gibt sich die Pflanze als eine Hybride von
G. olerac. und G. paluste zu erkennen.
Soviel ich aus dem mir vorliegenden (Theil-)Exemplar
schliessen kann, ist der Stengel betrachtlich hooh, sehr &stig,
durchaus beblattert, schwach behaart, erst zu oberst etwas
spinnwebig filzig, von den nur theilweise (nicht ganz bis znr
H&lfte) herablaufenden unteren Blattern unterbrochen ge-
fliigelt; die oberen Blatter laufen nur ganz wenig herab, die
obersten auch das nicht, wenigstens nicht deutlich.
Im Umrisse sind die unteren Blatter langlicb, die oberen
lanzettlich, die obersten beinahe lineal-lanzettlich. Bei den
unteren reicht die Fiedertheilung etwa bis %, die Fiedern
sind breit l&nglich, zweispaltig mit stark auseinander
gesperrten Zipfeln (der hintere, besonders an den untersten
Fiedern, ausgesprochen nach hinten gespreizt) und vorderem
kleinen L&ppchen; an den oberen Blattern nehraen die Fie-
dern nach und nach eine mehr horizontale Lage an, die
Zweitheilung wird undeutlich, die Fiedern gehen mehr in
Zfthne iiber. Beide Blattseiten sind nur sparlich behaart,
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ziemlich heDgrfin, die Unterseite ganz leicbt spinnwebig. Die
Dornen am Rande der Blatter sind schwacher, als an C.
palustre, st&rker als an G. oler., werden nach oben zu, ins-
besondere im Verhaltniss znr Blattspreite, starker.
Die Theil-Infloreszenzen bestehen aus 6— 10 KSpfcben,
die dicht zusammengeknauelt sind, von nicht entfarbten Deck-
blattern gestiitzt, yon denen die ausseren die Kopfchen weit
tiberragen ; die innern nebmen etwas ab, das innerste kommt
seinem Kdpfchen an Grosse gleich. Die Kdpfchen sind von
rundlicher Gestalt, mittelgross (Hiille bei I5mm
br. bei 17 hoch). Die lanzettlichen Htillscbuppen
zeigen einen leichten Kiel, der kaum wahrnehmbar
klebrig ist; sie sind deutlich spinnwebig, am meisten am
Rande und endigen in schlanke gelbe Dornchen von 1.5mm
Lange.
Die Blfithen sind gelblich, messen bei 16mm; davon
kommen 9.5 auf den Saum.
Patscb bei Innsbruck, auf einer sumpfigen Wiese (Herb.
Kerner), Sillthal, zwischen Patsch und Scbonberg (Herb.
Kerner); Jenbach in Unter-Inntbal (Kerner); Loretto bei
Ball (Herb. Kerner). — Ob das Exemplar des letzten
Standortes mit den vorhergebenden identifizirt werden darf,
kann ich vor der Hand nicht entscheiden, da mir gegen-
▼artig eine genauere Untersuchung unmdglich ist.
NB. W&hrend bei diesem Cirsium die Kdpfchen sich
mehr dem Cirs. oleraceum n&hern, die Blatter dagegen deut-
lich den Einfluss von G. palustre aufweisen, herrschte bei X
Cirs. micrantham im Stengel und in den Blattern C. olera-
ceum vor, in den Kdpfchen dagegen G. palustre.
9. X 0. Huteri Hausm. in herbar. 1863. (C Erisithales
X palustre) (v. s.)
C. palustri-Erisitbales Naeg. in Koch Syn. III. 750. (?)
CatiUs dense pilosus, siiperne araclmoideus , totus
foliatu$> Folia pauhim decurrentia, lanceolate, sinua-
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topiwnatifida vel vinuato-lobata, dorso arachnoideo-glaiiC€&-
centia. Capitula plura vel pauca, subroiunda, mediocria,
saepe nutantia. Squamae ovatae, viscosae, arachnoideae.
CoroUae purpureae limbus tubo longior.
Die Pflanze scheint eine betrachtliche Hohe zu erreichen;
iuir vorliegende, aber nicht vollst&ndige Exemplare weisen
eine L&nge yon 8 decim. anf. Der Stengel wird in seinem
untern Theile yon dichten, fast zottigen Haaren bedeckt, in
die sich nach oben mehr nnd mehr Spinnenhaare mischen,
so dass die Bluthenstiele unter den Kopfchen graulich filzig
oder braunlich flaumig-filzig sind. Der Stengel ist entfernt
aber durchaus beblattert.
Die untersten Blatter sind ziemlich tief buchtig-fieder-
spaltig, die Fiederu eif5rmig-l&nglicb, nngleich gezahnt, mehr-
weniger dreinervig, merklich von einander entfernt, etwas
nach vorne gekehrt; die Oberseite ist heller oder donkler
grtin, zerstreut oder dichter behaart, die Unterseite kaura
oder nur ganz schwach spinnwebig. Weiter nach oben wer-
den die Blatter lanzettlich, die Blattspindel verbreitert sich,
die Fiedertheiie werden zu immer stumpferen, eiformig-
dreieckigen Lappen mit wenigen groben Zahnen, die Unter-
seite ist glauk und deutlich spinnwebig oder spinuwebig-
flockig tiberzogen; der Endzipfel verl&ngert sich betrficht-
licher, die obersten Blatter sind lineal-lanzettlich. Auffalleu-
der Weise ist die Deknrrenz der Blatter an diesem Cirsinm
weniger stark, als an dera G. Ausserdorferi Hausm. (siehe
folgende Numraer), obwohl die Blattform des letzteren
dem G. Erisithales naher steht; bei den obersten Blattchen
schwindet die Deknrrenz fast ganz.
Kopfchen sind in kleinerer oder grosserer Anzahl vor-
handen; doch stehen an den einzelncn BHithenstielen immer
nur wenigere und von gr5sserer Dimension (Hfllle bei 1$™**
hoch, bei 18 br.) ; oft zeigt der Bluthenstiel das Nicken des
C. Erisithales in unzweifelhafter Weise ; die letzten Blattchen
dienen als Deckblattchen , sind aber entschieden kQrzer, als
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— 223 —
die Kopfchen, mitunter schuppenformig. Die Hiillschuppen
sind eiformig, etwas stumpflich, zuletzt rasch zugespitzt, mit
einem gelben Dorochen von 0.7mm, am Rande stark spinn-
webig-wimperig, oder auch nur mit einfachen, aber sehr
langen Wimperbaaren versehen, auf dem Riicken mit breitem,
dunkelpurpurnem, glanzend-klebrigem Kiele, stehen mit der
Spitze ab.
Die purpurne Krone misst 18mm, der Saum um 2mm
mehr, als das Rohr.
Michelsberg bei Nikolsdorf in Pusterthal an einem
bnschigen Feldraine bei 1000m sparsam und einzeln in
buschigen Waldern gegen die Dammer daselbst (1000 —
1100m) anf etwas kalkhaltigem Scbiefer mit G. Erisithales
und G. palustre. (Herb. Hausm.) Kals und Kerschbaumer-
alpe in Pusterthal sehr selten (Huter in Herb. Hausm.)
Gschnitzthal zwischen Trins und Gschnitz bei 1200m (Herb.Kern.)
NB. Deuten die Dekurrenz der Blatter, die Blattform
namentlich der oberen und mittleren Blatter, der Spinnen-
uberzug der Unterseite, die Bliithenfarbe, die Hiillschuppen
auf G. palustre, so verweisen die untern Stengelblatter, die
schwache Dekurrenz, das Nicken der Kdpfchen, Gr5sse der
Kdpfchen und Bluthen, die Infloreszenz, die sparsamere Be-
blatterung auf G. Erisithales.
NB. 2. Nsegeli's Diagnose stimmt zwar nicht ganz
genau, aber doch sehr annahernd zu unserem Cirsium.
10. X C. Ausserdorferi Hsm. 1863 in herbar. et in
litt ad. Ausserdorfer (v. s.) (C. Erisithales X palustre.)
Gaulis simplex, villosus, sub capitulis arachnoideo-
toment08us9 iotas foliatus. Folia plurima plus minusve
decurrentiay oblonga, profunde sinuatopinnatifida, pinnis
lanceolatiSy gracilius dentatis, dorso arachnoidea. Capitula
numerosiora, minora, glomerata, bracteolata. Squamae
ovatae, viscosae, araehnoideo-ciUataj, spinula brevi, flavida
et patente terminatae. Corollae purpureas limbus tubo
Umgior. Jul.~Aug*
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— 224 —
Die Pflanze mag gegen lm hoch sein. — Der Stengel
ist grosstentheils mit dicht stehenden Zottenhaaren bekleidet,
die sich auch iiber die Rippen der Blatter fortsetzen; im
obersten Drittel treten Spinnenhaare auf, die sich an den
kurzen BlQthenstielchen zu einera dichten, weisslichen oder
etwas br&unlich-weisslicben Filze vereinigen. Die Beblattemng
umfasst den ganzen Stengel, so dass am Grande der Bliltben-
stielchen noch ansehnliche9 an den Bliitbenstielchen selbst
aber und am Grunde der Kopfchen nur raehr ganz kleine
Blattchen steben.
Die Blatter laufen, mit Ausnahme der obersten, alle
herab, bis auf die Halfte oder etwas weniger, mitunter aber
auch etwas mehr; doch bleibt der Stengel immer nur unter-
brochen gefliigelt. Der Umriss der Blatter ist langlich; die
Fiedertheilung greift sehr tief, oft fast bis zur Rippe, die
Fiedern sind etwas schmal lanzettlich, an den mittleren und
unteren Blattern horizontal abstehend, an den obern ein
wenig vorgeneigt, mit schlankeren Zahnen versehen am
hintern, wie am vorderen Rande, doch hier mehr und oft
(besonders an den mittleren Blattern) mit einem auffallender
vorragenden Zahne (der von der Zweitheiligkeit der Fieder-
lappen yon G. palustre herruhrt), wobei dann die Nervatur
von G. palustre deutlich durchklingt, wfthrend sonst auch die
3 parallelen Nerven des G. Erisithales ziemlich ersichtlich
sind. Die Blatter sind auf der Oberseite ziemlich dunkel-
griin, rauh-flaumhaarig, an der Unterseite aber spinnwebig;
an den untersten Blattern fehlt der Spinnentiberzug, er tritt
aber wohl bald auf und nimmt dann gegen oben hin so zu,
dass die oberen und obersten Blatter einen Grad dieser
Filzdecke erreichen, der selbst bei den Blattern des reinen
G. palustre nicht immer zu beobachten ist Die Dornen sind
gelblich, massig stark, 2 — 3tom lang, nehmen aber auch,
wie bei G. palustre, an den oberen und obersten Blattern
nicht ab; bei letzteren ist die Spitze lineal ausgezogen.
Die mittelzahlreichen (8—16) Kdpfchen stehen locker
gehauft, sind von rundlicher Gestalt, ziemlich klein (HQlle
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bei 13mm br. bei 15 hoch.) Die HfUlschuppen sind etwas
Btumpflich dreieckig-eifSrmig, mit einem gelblichen, kleinen
(0.5-O.7mm) Ddrnchen bespitzt, welches absteht, w&hrend
aonst die Schuppen ziemlich angedruckt sind. Der Rand der
Schuppen ist spinnwebig-wimperig, der Rucken mit breitem
dunklem, klebrigem Kiele versehen.
An der unrein lichtpurpurnen Krone mit 18mm ubertrifft
der Saum das Rohr um beilaufig 3™°.
sPasterthal: Michelsberg bei Nikolsdorf (gegen 1000m)
an einem buschigen Feldraine auf etwas kalkh<igem
Schiefer mit den Stammeltern, sehr selten" (Ausserdorfer
in Herb. Hausm.)
NB. Die beiden Arten C. Erisithales and C. palustre
and an diesem CSrsium unverkennbar; ein Blick aof die
Blatter genfigt.
Sectio IV. Microcentron NaBgeli C.d.Schw.p.65.
Folia facie non spinuloso-hirta, non decurrentia. Squamae
in spinulam brevem acuniinatae. Flores purpurei. Corollffi
limbos tubo longior, rarius brevior. Pappus corolla brevior.
Perenne.
11. C. aerate (Card. ac. L. sp. 1156) (v. v. et s.)
Cirs. aeanle AIL Ped. n. 558.
Caulis nuttus aut parvus foliatue. Folia rosulata
vel caulina sessilia semiamplexicaulia, lanceolate^ utrinque
subglabra, sirmatopirvnatifida, pinnis ovaMs 3 — 4 lobis,
valide spinosis. Capitulum plerumque unicum, ovato-
cyUndricum. Squamae obhngae, obtusae, brevissime
spirmlatae, ecarinatae. Corollae purpurea* limbus tubo
muUo brevior. Jul.-Aug.
In Uebereinstimmung mit ihrem Namen hat die Pflanze
gew5hnlich keinen Stengel, sOndem unmittelbar fiber dem
innersten Blatt folgt sogleich das KOpfchen; oft jedoch ent-
wickelt sich auch ein Stengel, dessen 6r5sse dann von
Ferdiiundeums-ZeiUchrift. 15
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— 226 —
wenigen Millimetera bis zu 2—3 deoim. steigen kann; mit-
unter theilt er sich auch in 1 — 2 Aestchen. Fehlt der
Stengel, so sind die Bl&tter alle sch5n rosettig nm das eio-
zelne, seltener von einem zweiten begleitete KBpfchen an-
geordnet, was der Pflanze ein zierliches Aussehen verleiht;
ist ein Stengel vorhanden, so ist er von ktirzeren oder lfin-
geren Haaren flaumig oder fast zottig and auf and anf mit
sitzenden, aber am Grande nicht herzf&rmig erweiterten
Bl&ttern besetzt, die sich mitnnter sogar bis zu Deckblattern
fortsetzen und als solche wohl aach noch KSpfchengrdsse
erreichen.
Die lanzettlichen Blatter sind tief buchtig-fiederspaltig,
die Fiedern breit raatenflirmig, 3 — 41appig oder fast hand-
formig eingeschnitten ; die einzelnen Lappen sind dreieckig,
auseinandergesperrt, so dass sich die einzelnen Fiedern, die
einander ohnediess sehr nahe stehen, theilweise decken im
gepressten Zustande; im Leben ist eine eigentliche Schin-
delong durch die wellige Erhohung und Vertiefang grftssten-
theils vermieden. Lappen and Lftppchen (die vor den Lappen
stehen) endigen mit derben Dornen; anch der fibrige Urn-
fang des Blattes ist mit empfindlich stechenden Dornen be-
wehrt Die Oberseite ist heller oder dnnkler grfln and beinahe
kahl, die Unterseite blftsser and anf den Nerven ein wenig
zottig, im Uebngen ebenfalls fast haarlos.
Die Kflpfchenholle ist von eiformig-walzlicher Gestalt,
indem sie sich nach oben merklich verengert (15mm untere,
12mm obere Breite bei 22mm HOhe). Ihre eiformig-l&ng-
lichen Schuppen endigen ziemlich stumpf and tragen an ihrem
Ende ganz kurze DSrnchen (kaam O^111111 lang) and sind
stark an einander gepresst, selbst die Spitze steht nor ganz
wenig ab; der Rucken ist glatt, ein klebriger Ueberzag oder
Kiel ist nicht za bemerken, h5chstens die ftusseren Schappen
zeigen von letzterem eine ganz schwache Spar; der Rand
dagegen ist fein gewimpert, and die Spitze der ionerstea
Schappen hie and da etwas pnrparn tiberlaufen,
Die schon parpurnen Bldthen erreichen die ansehalioha
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Grfese von 30— 33™™; davon entfallen auf den Saum nur
12—14"".
Auf Wiesen and Weiden der Berge von 1100" -2200"
and zwar in Mittel- nnd Sftdtirol ziemlich gemein; dagegen
and in Nordtirol bisher nor wenige Standorte bekannt;
Oetzthal zwischen Rofen mid Vent (Herb. Kerner); Unter-
Innthal bei Wiesing (Herb. Kern.); Ehrwalderalpe in Auss-
fern (Gremblich); Ober-Innthal bei Serfaus (Haosm. Nach-
trige in FL v. Tir.).
NB. Carduus Roseni VilL, sowie Cnicus dnbins Willi
prodr. sind die Namen fur die bestengelten Formen, f&r die
▼ar. caolescens. — Im Uebrigen bemerkt Bertoloni fl. ItaL
IX, 35 nieht mitUnrecht: „Cum haec planta caulescit, lon-
gitudo caulis tarn varia occurrit, at ex ea nihil hauriri possit
ad varietates statuendas, nisi facere velimus varietatem ex
quaconque longitudine caulis. Id probe novi in plantis
viventibus spontaneis, qnae mihi oocurrerunt in Apennino
Florentine).* — Ich selbst beobachtete im botanischen Garten
der Universit&t Innsbruck, dass O. acaule, welches gans
stengellos eingesetzt worden war, nach wenigen (3— «4) Jahren
einen Stengel von 22 cent trieb. Es handelt sich somit
tier tun eine Variet&t, die keineswegs als einigermasser be-
standig aogesehen werden dart
12. X C.glaucescens, (C. acaule X heterophyllnm) (v. a.)
Cirs. alpertre a) glaucescens Naeg. C. d. Sohw. 84.
Cirs. recedens ad acaule Nag. in Koch. Syn. III. 754
Proximam Cirs. alpestri (cfr. numer. sequent); differt:
a) quod caulis fere totus est subglaber, sola suprema
pars arachnoideo-tomentosa;
b) folia facie obscurius viridia, dorso arachnoideo-
glau6escentia> pinnae magis horizontals, nunc bifidae et
lobatae, nunc integrae et denticulatae;
e) capitulum (urticum vel cum altero) bracteatum,
bracUa foliiformi una alterave capitulum eoocedente vel
saltern aeguantef
15*
v*"
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— 228 —
d) squamae magis acuminata*, margin* solum ciUo-
latae et dorso evidentius apparent carinulatae. .
„Bozen, Oberkeraaten bei 1600 aaf Porphyr, hfiafig
an einer feuchten fetten S telle. tf (Herb. Hansm.)
13. X C. alpestre (C. acaule X heterophyNum) (v. s.)
G. alpestre b) albicans N«g. C. d. Bchir. 85.
G. hererophyUo-acaule Naeg. in Koch Syn. IIL, 754.
Ckmlis brevis, villoso-aracJmoideus, totus foliatus.
Folia seesiUa, lanceolata, sinuaiopinnadfida^ pinnis bifidis
antiee lobatis, dor so arachnoideo-albicantia. Capitulum
ventriosum*) , ebracteatum. Squamae ovatae, obtusqte,
brevissime spinulatae, purpurascentes. Oorollae purpureas
Umbus tubum subaequam.
Die schSoe Pflanze stent offenb&r zwischen C. acatile
and heterophyllnm; and in dem Verb<niss, als beide
Stammformen habitnell von einander verschieden, sind, pr&gen
*ie sieh in der Zwischenbildung am so anverkennbarer aos,
nnd wd eben diese am so interessanter.
Das mir vorliegende Exemplar misst bei 2 decim.
Unten ist der Stengel reicb beblattert and zottig, nach oben
hin sparsamer and mit Spinnenhaaren bedeckt, die znletzt
einen dichten Filz bilden.
Die lanzettlichen Blatter sind tief bochtig-fiederspaltig,
die Fiedern deutlich nach vorne gekehrt, l&nglich, vorne
zweispaltig, der vordere Zipfel etwas kleiner, vorne gelappt,
der: hintere Rand ganz, selten mit einem oder dem andern
kleinen Zahnchep, der ganze Umfang stechend dornig-gewim-
pert, besonders Zipfel and Lappen mit starken Dornen be-
wehrt; die Oberseite der Blatter zeigt ein belles Gr&a, ist
kahl oder mit zerstrenten Flaambaaren bedeckt (besonders
an den untern Bl&ttera); die Unterseite erscheint von mittel-
mfissig starkem Spinnenfiberznge weisslich-filzig.
*) Saephu invtnitur ffventrieo$tm"9 $ed non bpn*
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— 229 —
Das einzelne KSpfchen (ein kleines KnBspchen sitzt
ansserdem in einer der obersten Blattachseln) muss wohl
deckblattlos genannt werden, da sich an seiner Basis nur
zwei ganz kleine, dornig-gewimperte, beinahe schuppenfernrige
B&ttchen vorfinden; es ist gross, bauchig (HCQle bei 27mm
hoch, bei Sbmm br.). Die HtUlschuppen von breit eiffcr-
miger GestaJt zeigen auch die fur C. acaule und heteroph.
charakteristischen Eigenschaften vereint: aus breit eiftrmiger
Bans etwas verl&ngert sind sie am Ende stumpf; das korze
Ddrnchen (CS-O-b™111) erhebt sich schon etwas auf der RQck-
seite, so dass der Endtheil dadurch fast kapuzenf5rmig ein-
gezogen erscheint; dabei steht der oberste Tbeil etwas
Weniges ab, das Ddrnchen aber biegt wieder etwas nach
vorne; der Rflcken ist beinahe nervenlos, nur in der oberen
Hfilfte findet sich eine schwache Spur eines Nervs, dafiir ist
er stark purpura fiberlaufen, namentlich das rautenfBrmige
Feld in der obern H&lfce, das iiberdiess kahl ist, w&hrend
der untere Theil fein mehlig best&ubt ist (niederster Grad
der Pubeszenz?); am Rande stellen sich merkwttrdiger Weise
nicht bloss Wimperhaare, sondern auch Spinnenhaare ein,
was doch sonst weder bei C. ac., noch bei C. het. vor-
komrat. — (Es scheint, als pflanzte sich hier die Spinnen-
Eberzugtendenz, um mich so auszudrflcken, des Cirs. heteroph.
auch noch auf die HtUlschuppen fort.)
An der heUpurpurnen Kjrone mit 31.5mm L&nge steht'
der Saum dem Rohre um 1*°™ nach.
Ritten(beiBozen): Ober-Pemmern bei 1600m auf Pbrphyr.
NB. Von Prof. Naegeli wurde nach einer mundlichen
Mittheilung desselben an Prof. Kerner, G. acaule X hetero-
phyllum 1871 auch auf dem Brenner und bei Vest iin Oetz-
thale gefunden: ob das X C. glauc. war od. alp., weiss ich nicht
14 C. heterophyllum (Card. het. L. sp. 1154.)
Cirs. heterophyllum Allion. * Ped. n. 554
Caulia plerwmque simpler, in/erne foliosus, orach-
noideo-tomentoeue. Folia non decwrrentia, cmpleocicaulia,
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— 230 —
lanceolata, facie glabra, dorso dense tomentosa, mtegra
vel intermedia pinnaUfida, pirmis integrie, lanceolatis, an-
troreum vereis9 spinuloso-ciliata. Capitula pauca, ghbosa
equamis oblongis, obtusis, breviter spimdath, ciliolattit
carinatis, purpurascentibus, Corollaelimbustubum aequans.
Perenine. Jul
Der Stengel (4-10 decim.) ist oft dfister roth, spinn-
webig, weiter nach oben flockig, znletzt dicht filzig; unten
stark bebl&ttert, von der Mitte an mehr nackt, einfach oder
seltener in 2 — 3 Aeste gespalten, von denen dann jeder ein
KSpfchen trfigt
Die Blatter sind immer sehr charakteristisch: mit breiter
Basis nmfassend, dariiber oft ein wenig eingeschntirt, so
dass ihr Aussehen geigenartig wird, sind sie im Umrisse
l&nglich-lanzettlich, nngetheilt oder, die mittleren, fiederspaltig
nnd zwar wieder ganz eigenthtlmlich : die Blattspindei beh<
eine ansebniiche Breite, die Zwischenrftume zwisehen den
Fiedern sind ziemlich gross, nicht bnchtig, sondern der vor-
dere Fiederrand trifft mit der Blattspindei nnter einem spitzen
Winkel znsammen, nnd der Rand der Spindel verl&nft mit
dem Mittelnerv des Blattes parallel; Fiederpaare sind wenige,
3 — 5, schmal lanzettlich, yollstftndig ganzrandig; immer stark
nach vorne gekehrt, der Endzipfel bedeutend ansgezogen;
der ganze Umfang ist sehr fein dornig-bewimpert. Die Ober-
seite der Blatter ist glatt, dunkelgrun, dagegen die Unter-
seite schdn weiss-filzig, oft fast schneeweiss. Letzteres, so-
wie das ansehiiliche (Hftlle bei 20xnm nnd darfiber breit nnd
hoch), schSn pnrpurne KOpfchen am Ende des Stengels (oder
mehrere vereinzelt an den Aesten) verleiht der Pflanze ein
stattliches Aussehen. Mitunter beobachtet man noch 2 — 3
kleine KOpfchen dicht nnter dem Hanptkdpfchen oder in den
Achseln der letzten Blatter, die ab nnd za dem Stengelende
ziemlich nahe kommen.
Die Hiillschuppen schindeln sich enge anschliessend fiber
einander; von l&nglicher Gestalt, oben anffallend stnmpf,
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— 231 —
spitzen sie sich plStzlich in ein ganz kleines D5rnchen zu,
das genan gesehen (wenigstens oft) nicht ganz am Ende der
Schuppen, sondern etwas vor demselben am Rttcken ent-
springt, wodurch bei getrockneten Exemplaren das Schuppen-
ende kapuzenformig erscheint; am obern Rande sind sie dicht
gewimpert nod bei den innern die trockenhSutige, etwas ver-
breiterte Spitze fern gez&hnelt; l&ngs der obern Mitte zieht
sich ein schmaler, klebriger Kiel, der schliesslich schwarz-
purpurn wird; auch sonst sind die Schuppen oft stark pur-
pura uberlaufen (im Leben dunkelgrtlnpurpurn); ihre Rficken-
seite ist fein flaumig.
An der 30mm langen, porpnrnen Krone betheiligen sich
Saum und Rohr im gleichem Verh<nisse, oder es fiberwiegt
bald der eine, bald der andere Theil urn ein Unbedeutendes.
Anf feuchten Wiesen der Gebirge und Voralpen stellen-
weise durch ganz Tirol verbreitet. — Dass es nur auf Granit
vorkomme (N»g. C. d. Schw. p. 38), erscheint durch Stand-
orte, wie Seefeld (Torf und Kalk), Patscherkofl bei Inns-
brock (Thonschiefer), Zirlerm&hder bei Innsbruck (Kalk),
Volderthal (Thonschiefer), Ritten bei Bozen (Porphyr),
Laaserthal (Glimmerschiefer, Thonschiefer, Kalk) widerlegt.
15.C.rivnlare(Card. riv. Jacq. Austr. 1. tab. 91 ann. 1773.)
Curs. riv. Link enum. h. Berol. 2. p. 301. (v. v, et s.)
Cautis viUosus9 arachnoid&us, sub eapitulis tomentosus,
simplex vel subramosus, superne subaphyttus. Folia awrl-
cuJato-ampleocicaulia, oblonga, dentata vel lobata vel pin-
naHfida, ladmis trianyulwribus obtusis vel lemceolatis
acttminatis , utrinque subpilosa. Capitula subrotunda,
subebracteata, 1-4 glomerata, aut plura eooterioribus pe-
dunculatis. Squamae lanceolato-amminatae, viscoso-cari-
natae, purpwascentes. CoroUae pwrpur.eae tubo Umbus
longior. Jul.
Je nach dem verschiedenen Grade der tippigen Ent-
wickhmg variirt die Grosse der Pflanze von 4-12 decim.
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— 232 —
Der etwas linger behaarte, dazwischen spinnwebige
Stengel ist ?iemlich einfach oder theilt sich bei fippigereu
Exemplaren in mehrere kleine Bliithenastchen, die nur bei
sebr grossen Individuen eine GrGsse von 12 — 15 centim.
erreichen. Die Bebiatterung umfasst die untere H&lfte oder
zwei Dritttheile des Stengels oder endigt mit sebr kleinen
Bl&ttchen erst an der Basis der Blflthenstiele oder gar erst
unter den KOpfchen selbst.
Die Blathenstiele sind nnterhalb der KSpfchen immer
weisslich-filzig.
Die Theilung der im Umrisse lfinglichen Bl&tter wech-
selt sebr; von beinabe ganzrandigen Bl&ttern bis zu tief
fiederspaltigen mit lanzettlichen Fiedern lassen sich alle
Mittelformen beobacbten; doch sind die mittleren Stengel-
bl&tter meist fiederspaltig. Die Fiedern sind ganzrandig,
sebr fein ges> oder auch, besonders am vorderen Rande,
mit einigen Zahnen verseben; hie und da zeigen sich solehe
auch am hinteren Rande, ja auch an der Blattspindel; geht
die Theilung tief, so sind die Fiedern meist etwas nach
vorne gerichtet; deutlicb tritt meist nur ein Nerv hervor,
etwas schwficher ein zweiter, mit ersterem paralleler am
vorderen Rande, seltener und nur ganz schwach ein dritter
am hinteren Rande; so entschieden dreinervig, wie bei C.
Erisithales, sind die Fiedern nie. Sonst sind die Bl&tter
oberseits sattgrfin, unterseits meergrfin, beiderseits bald mehr,
bald weniger behaart, unterseits auch nooh mitunter leicht
spinnwebig, besonders auf der Rippe.
Die Kdpfchen von ansehnlicher Grdsse (HQlle bei
20mm br. und hoch) und rundlicher Form stehen gedr&ogt
beisammen, oder es ist, bei ttppigeren Exemplaren, der Eben-
strauss ein mehr lockerer. Die Zahl schwankt von 1,
4 — 8, 10. Die ziemlich spitzen, lanzettlichen Hullschuppen
endigen in Ddrnchen von etwa 0.7mm, sind am Rande nicht
spinnwebig, wohl aber feingewimpert, in der oberen Mitte
deutlich gekielt und gl&nzend klebrig, im Leben dunkelgr&n-
purpurn, am meisten und mehr rein purpura die inneren
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_ 233 —
mit trockenhSutiger Spitze; getrocknet erscheinen die Schup-
pen purpura, der Kiel schwarz; mit dem tmteren, grosseren
Theile schliessen sie fest an einander, mit dem oberen stehen
sie ziemlich ab.
Die Blumenkrone ist bei 18mm lang; der Saum iiber-
trifflt das Rohr Tim 2#5— 3mm. Bliithenfarbe schon purpura.
Auf feuchten Wiesen der Gebirge und Voralpen, nicht
durch ganz Tirol : Oberinnthal bei Ried (Hausm. Fl. v. Tir.) ;
haufig in Au8serfern (Gremblich); Seefeld bei Innsbruck
(Hsm.); Unterinnthal bei Rattenberg (Herb. Kern.) ob nicht
auf dem Brenner? Passeyr bei Moos. (Hsm).
NB. 1. Haben von den angeftthrten Standorten die
fibrigen aucb Kalkunterlage, so verweisen Ried und Moos auf
Schieferboden ; aUerdings finden sich, der geognostischen
Karte von Tirol zufolge, nicht gar weit von den genannten
Orten auch Kalkeinlagerungen und ich muss es daher vor
der Hand, da es mir nicht gegOnnt war, selbst die Loka-
litaten einzusehen, dahin gestellt sein lassen, ob Dr. Naegeli's
Angabe (G. d. Schw. p. 39), dass C. rivulare nur auf Kalk
vorkomme, ausnahmslos richtig sei oder nicht.
NB, 2. In Hausmann's Fl. v. Tir., S. 48P, werden ffir
C. rivulare auch verschiedene Standorte aus S&dtirol nam-
haft gemacht. — Wahrscheinlich beziehen sich alle diese
Standorte auf Cirs. montanum (W. et K). Wenigstens gilt
das von den Exemplaren, die sich von diesen Standorten
aus Heufler's und Boni's Hand im Ferdinandeumsherbare
befinden. f
Ich werde in diesem meinem Urtheile bestarkt durch
Ambrosi (flora del Tirolo merid.), der unter den Synonymen
von C. rivulare Link (i. e. Jacquin) auch Cirs. montanum
Spreng. — De Cand. Prodr. VI., Cnic. montan. Waldst et
Eat. in Willd. spec, Bertoloni fl. Ital., Cnic alsophilus Pol-
Hm Veron. auffubrt*) (Die Griinde, die gegen die Ver-
*) Ich finde meine Ansicht nachtraglich such durch Herrn Baron
Hansmann bestatiget, gpeiieller noch duroh* Herrn Juratzka. In den
Schriften des Z. B. V. in Wien 1860 S. 71 heisst es namlich: „C. mon-
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einigung von Cirs. rivnlare (Jacq.) mid C. montanom (W.
et E.) sprechen, siehe bei leteterem).
16. C. montanom (Cn. mont. Waldst. et Kit. in Willd. sp.
Cirs. montannm Sprengl Syst. HI. 376. (▼. 8.)
Caulis glaber, euperne cvrachnoideo-tomentosus, solutus
in 2 — 3 pedunculos, totus foliatus. Folia amplemcauUa^
ovctfa, profunde rinuatopitmatijida, pirmis oblongis vel lan-
ceolate, dentatisy utrinque fere glabra. Capitula sub-
globosa, eubcongesta, subbracteata. Squamae oblongo-lan-
eeolatae9 pubescentes, subcarinatae, breviter epinatae, plus
mmusve apiee refleme. CoroUae plerumque purpureae
Kmbu8 tubo multo longior. Jul. Aug.
Der Stengel der immer flppig entwickelten Pflanze ist
in seinem nntern Theile glatt, nach oben hin etwas flockig-
spinnwebig, unfeer den Kdpfchen fibrig, eiofach, nur am Ende
in 2 — 3 kftrzere oder anch langere Aeste getheilt, von nnten
bis oben bebl&ttert, gegen die Spitze hinjedocb, sowohl was
Zahl als Grtose der Blatter betrifft, sparsamer.
Die Blatter sind breit umfassend, im Umrisse eiffirmig,
tief, oft fast bis znr Mittelrippe buchtig-fiederspaltig, die
Fiedern l&nglich, etwas breit, nach vorne gerichtet, grob
gezfihnt, oft (besonders an den nntern Blattern) dentlich
dreinervig, oder (mehr an den obern) der bintere Nerv tritt
sehr nahe an den Rand nnd ist nur mehr in seinem Be-
ginne dentlich wahrznnehmen. Beide Blattflachen sind fast
kahl, die Riickseite der obern Blatter ganz schwach spinn-
webig, am meisten die Rippe, iibrigens etwas blftsser, als
die dnnkelgrSne Oberseite.
tannm Rbach excurs. (Cn. alsophil. Poll. Cn. montanns Bertol.) nun
Theil Cirs. riynlare der Sfldtdroler, Ton mir (Baron Hansmann) im
Eggenthale gesammelt nnd in den Garten rerpflanit. Getrocknet besitie
ioh es ana mehreren Orten Sttdtirols. Herr Jnratska macht hiezu die
Bemerkung, dass diese Pflanze nach einem im kaiserlichen Museum (im
Herbar Pntterlik's) anfbewahrten Exemplar anch Ton Hem B. r. Henfler
im September 1838 win Bilru snbalpinia prope Boientt (Soharte am
Kankofel 5400') geiammelt worde.tt
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Die Kdpfchen von mittlerer GrBsse (Halle bei 20""»
hoch, bei 27mm br.) sind rundlich, stehen etwas geh&uft,
oder es sind, bei fippigeren Exemplaren die ftusseren Utager
gestielt; meist erscheinen sie von den letzten, mitunter noch
ziemlich grossen Bi&ttern gestiitzt. Die Hfillschuppen sind
l&nglich-lanzettlich, etwas spitz, flaumig, fein gewimpert,
leicht klebrig gekielt (mehr die innern), ebendprt schwarz
purpura, auch sonst purpura angelaufen, endigen in ein
Ddrachen von 0.8 — 1»»; der obere Theil ist fast immer
etwas zuruckgeschlagen.
Von den 21 — 24.5™™ der Blumenkrone entfallen auf
den Saum allein 14*5—16. Die Bliithen sind etwas hell
purpura, die Antheren mitunter gelblich, ja an einem Exem-
plare des Ferdinandeumsherbars (dort in dem Umschlage von
C. rivulare) glaubte ich auch gelbliche Bliithen zu beobachten.
In Sfldtirol: Wasser„waala bei £ana, Eggenthal bei
Bozen, Kankofel bei Eppan, Kaltera, Salurner Bergwiesen
Spinale, Stelle, entlang dem Bache Arno (?), Val Vestino, Monte
Baldo. (Herb, des Ferdinandeums, Herb. Hsm., Herb. Kern.)
NB. 1. Wird vo/i Ambrosi (fl. del Tir. mer.) mit CSrs.
rivulare (Jacq.) vereinigt. Schon Willdenow sp. HI, 1676
und Bertoloni fl. Ital. IX, 19 (gegen Allkrai Auot p. 10)
ftusaerten rich in gegentheiligem Sinne. — Die Grfinde , die
gegen eine solche Vereinigung geltend gemaobt wefden mussen,
sind folgende:
Der ganze Habitus der Pflanze ist ein anderer. Dieser
grundverschiedene Habitus liegt namentlich in der bedeuten-
deren Starke *der Beblatterung, sodann auch in der Form
der Blatter. Allerdings hat auch C. rivulare fiederspaltige
Bl&tter, jedoch seltener schon von seiner Wurzel an; und
trifft auch letzteres zu, so sind sie dann doch eigenthfimlich
plump, der Endlappen und wohl aiyh die Seitenzipfel eiftrmig,
nur etwa bis zur HUfte der Spreite reichend, w&hrend die
Fiedertheile der oberen Bl&tter ziemlich schmal und einnervig
sind. Hier aber haben wir von unten an tiefbuohtig-fieder-
spaltige Blatter, die einzelnen Zipfel breit, langlich, un-
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— 236 —
regelmassig grob gezahnt, die der untern immer deutlich,
meist alle ziemlich deutlich dreinervig. — Weitere, weniger
anflfallende Unterschiede von C. ritulare liegen in den zuriick-
geschlagenea, oberseits flaumigen Hiillschuppen and in der
aDgefiihrten Bliithenfarbe. Auch die Dimensionen der BlUthe
sind merklich verschieden.
NB. 2. Was den Namen Cirs. montannm (W. et K.)
betrifflt, erheischt derselbe eine eingehende Besprechung.
Pollini beschreibt in seiner flor. Veron* (1822) eiuen
Cnicus alsophilus, der seiner Diagnose znfolge von unserem
Cirsium nicht verschieden ist Bertoloni fl. Ital. p. 18 sq.
fiihrt uns einen Cnic. montanns anf mit einer trefflichen Be-
schreibung, die gehan anf nnser Cirsinm passt; nnter den
beigefflgten Synonymen begegnen wir dem Cnic. „also-
phyllus* (!) Pollin., Cnic. montanns "WillcL, Cirs. montan.
Spreng., DC. Prodr.*6, 650. Cirs. pyrenaicum Allioni. —
Zn letzterem bemerkt Bertoloni: „Allionius describens Cir-
sinm pyrenaicum suom habet folia sessilia et auricolata, de-
cnrrentia; forte scripserat „non decurrentia", sed particola
„nontt omissa fait a typographo, quae res facile apparet a
tab. 12 fl. Pedem. Pollinias in flora Veron. vidit identi-
tatem plantae snae cam ilia Allionii, sed dabiom aliqaod
de ea habuit ob vocem „decurrentia*t quod profecto non
habuisset, si ad figaram Allionii attendisset.* — Offenbar
w&re Cirs. Pyrenaicum All. der alteste Name fftr ansere
Pflanze; aber das leidige „decurrentiaa, das mit der Ab-
bildung kontrastrirt, tritt uns stdrend in den Weg. Man
mOohte allerdings glauben, im Falle, dass man zwischen
einer Beschreibung und einer vom Verfasser der Beschrei-
bung approbirten bildlichen Darstellung zu w&hlen habe, mtisse
man sich eher an diese als an jene halten, da die begriff-
liche Fassung der Eigenschaften von einer Sache nie ein
so treues Bild geben kann, als eine mit technischer Fertig-
keit ausgefiihrte bildliche Darstellung; zndem fuhrte uns ja
der von Bertoloni angegebeue Weg anf ungezwungene Weise
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**> ^a& miolx betrifft, bin ich der festen Ueberzeogang, dass
^toloni*a "Vennuthong der Wirklichkeit entspricht; denn im
*tafasure der Universit&t Innsbruck bfefinden rich aus Mori's
***&& ILxemplare eines piemontesischen Cirsiums, das einer-
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Utter v. KlekoYski mit der Bitte am ein kroatisches Exem-
plar. Der yerehrte Herr theilte mir mit, class es ihm selbst
bisher nicht mOglich gewesen, die Pflanze in Kroatien auf-
zufinden, die er nur aaf KlinggraFs Autorit&t bin in seine
Flora anfgenommen habe.
Durch die gfitige Vermittlong des Hrn. Prof. Kerner
hatte ich nun aber Gelegenheit, das Original-Exemplar aus dem
Willdenowischen Herbare selbst einzusehen.
DerVergleich mit tirolisohen ESxemplaren ergab folgendes :
Allerdings tritt beim Willdenowischeu Cnic. montanns
die ranhe Behaarong der Blfttter deutlich hervOr, w&hrend
bei den tirolischen Exemplaren die Blfitter weniger raoh
sind, besonders die obern meist fast kahl, ja unterseits ein
wenig spinnwebig. Im Uebrigen stimmen jedoch beide Pflanzen
vollst&ndig mit einander Uberein, machen anch habitaell ganz
denselben ESndruck. Selbst die Different in der Behaarang
der Blatter steht nicht unvermittelt da; ich fand n&mlich
im Herbar des Ferdinandeums anch aus SQdtirol ein Exem-
plar, welches diese ranhe Behaarnng der Blatter ebenso, ja
fast noch mehr zeigt.
Wir haben es somit bei diesem Differenzpnnkte nor mit
einem, wahrscheinlich nach Massgabe der Standorts-Ver-
schiedenheit, schwankenden Merkmale zn thun (Willdenow
sagt „ habitat in montibns sice is"; and es ist bekannt,
dass fenchtere Lokalitftten die ranhe Behaarnng der Blatter
vermindern, ja sogar in spinnwebige Bekleidnng fiberffihren,
vgL Naegeli G. d. Schw. S. 36. f.) nnd durfen daher die
tirolisGhe tmd kroatische Pflanze nicht auf Grundlage des-
selben von einander trennen.
Zur Bestatigung des Gesagten fiihre ich noch folgenden
Umstand an:
Ich konnte bei Herrn Prof. Kerner anch ein dalmatini-
sches Exemplar dieses Cirsiums einsehen. Es erwies rich
mit onseren tirolischen Exemplaren identisch. Die unteren
Bl&tter davon waren merklich raoh, die oberen mehr kahl,
der Stengel (der beim Willdenowischen Exemplar kaum
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merklich spinnwebig ist), gegen die K5pfchen hio etwas filzig,
zeigte audi schon weiter unten etwas spinnwebige Bekleidung.
Es ist nun nicht anzunehmen, dass Urol und Dalmatien
ein und das n&mliche Cirsium beherbergen sollten, w&hrend
das zwichen beiden befindflche Kroatien ein demselben zwar
nahe stebendes jedoch verschiedenes bes&sse; sondern es
steilt rich vielmehr heraus, dass der ganze sftdliche Ab-
hang der Alpen in fortlaufender Eette von Piemont bis Dal-
matien den einheitlichen Verbreitungsbezirk unserer Pflanze
bUde, dass es in Tirol, wie in Kroatien, in Piemont, wie in
Dalmatien eine nnd dieselbe Pflanze sei, nur mit unbedeuten-
den Abweichungen — das Cirs. montannm (Waldst et
KHaib. in Willd.).
NB. 3. Das Schwanken in der Bekleidung der Blatter
(mid des Stengels) in Verbindnng mit dem Weohsel in der
Blttthenfarbe (welchen letzteren aucb Schlosser 1. o. hervor-
hebt) kOnnten Einem auch die Vermuthung eines hybriden
DrspruDges nahe legen. Die Eombination C. Erisithales
X rivnlare erschiene mir auch in der That far unser Cir-
sium recht annehmbar, wenn nicht die Standortsverh<nisse
bedenklich in die Wagschale fielen; denn einerseits ist das
gleichzeitige Vorkommen des C. rivulare mit dem G. mon-
tannm sehr zweifelhaft, andererseits befindet sich auch der
Charakter beider Arten von Standorten in scharfem Gegen-
satze — Girsium rivulare auf sumpfigem Boden, C. mon-
tannm in subalpinen W&ldern.
17. C. Pannonicum*) (Card. p. L. 111.) (v. s.)
Cirs. Pann. Gaud. fl. Helv. VI. 363 (nach Koch Syn.)
Khizomatis fibrae filiformes. Caulis basi foliosus,
totus arachnoideus, simplex pel d—3 fidus. Folia sub-
decurrentia, lanceolate^ integerrima, spinuloso-denticulatOy
utrinque pilosa, dorso insuper arachnoidea. Capitulum
plerumque unicum vel 2 — 3 in fine ramorum, ebraeteata.
•) Die lateinische Orthographic fordert unbedingt, dass am Beginne
dsr Ton Eigennamen abgeleiteten Adjektira die Majoskel stehe, and es ist
kern Grand Torhanden, warum Botaniker dieseFordtruDgignoriren sollten.
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Squamae oblongae, acutae, arcmeosae, viscoso-carinatae,
spinula brevi terminatae, apice patulae. Corollae pur-
pureae Umbue tubo hngior. Jun.-Jkd.
Auf dem mit fadlichen Fasern besetzten Wurzelstocke
erhebt sich der Stengel 3 — 7 decim. hoch, unten reich be-
bl&ttert und von den kurz herablaufenden Blattdhrchen ganz
wenig gefliigelt; obenhin oder gewonlich schon vom zweiteo
Drittel an finden sich nor noch kleine Blattschuppen; deste
xnehr fallt ebenda der flockig-spinnwebige Ueberzug des Sten-
gels ins Auge, der auch ftir die Unterseite der Bl&tter
charakteristisch ist, wo er sich am starksten auf der Blatfc*
rippe zeigt; ausserdem sind beide Blattseiten mit einfachen
Ha&ren besetzt.
Did oberseits hellgrunen, unterseits blasseren Bl&tUr
sind lanzettlich, ober der Basis etwas eingeschniirt, unge-
theilt, am Rande fein gezahnelt und mit 2 Amm langen,
zarten Dornen gewimpert.
Kftpfchen findet sich gewfthnlich nur ein einziges, oder,
ist der Stengel 2-3theilig, stehen ebensoviele an der Spitze
der Zweige (seltener zwei auf einem Stiele, sitzend), auf-
recht, deckblattlos, rundlich, mittelgross (Hiille bei 15™™
hoch und br.). Die Hullschuppen von l&nglicher Gestalt
sind ziemlich zugespitzt, am Rande dicht spinnwebig, in der
Mitte gl&nzend klebrig gekielt, ebendort schwarzpurpurn,
endigen mit kurzen Dflrnchen, (von 0.5- lmm); mit der Spitze
stehen sie ab; der ganze Rucken, besonders der innersten
ist dunkelpurpurn tiberlaufen.
Die Blumenkrone ist 17mm lang, der Saum lO11"11.
Bluthenfarbe purpurn.
An gebirgigen Orten und auf feuchteren Bergwiesen
Siidtirols von Trient an abwarts.
NB. In Hausmann's Flora von Tirol S. 481 wird als
tirolisches Yorkommen auch G. Anglicum DC. (Lamark) er-
w&hnt mit den Standorten Trient und Val di Vestino, und
dem Gew&hrsmanne Facchini.
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Ambrosi (Fl. del Tir. werid. 2. p. 494) bestreitet
dieses Vorkoinnien in der eutschiedensteu Weise.
Im Herbare des Ferdinaudeums befindet sich uoch ge-
geawartig das fragliche von Facchini als C. anglicum etiquettirte
CSrsium. Es ist C. Pannonicum (L. fil.), wie Ambrosi 1. c.
behauptet. Der etwas starkere Spinnenuberzug und dunklere
Farbenton der Blatter (der Wurzelstok fehlt) mag Facchini
irre geleitet haben, der „dazumal (1840) noch nicht uber
das Cirs. Anglicum (Lam.) genfigend informirt gewesen zu
sein scheint" (Ambrosi 1. c.)
Einer brieflichen Verstandiguog des Herrn Baron v.
Hausmann zufolge ist durch ein Versehen des Setzers
-Has 9!tf hinter dem Namen des Gewahrsmannes (dem Autor
das Zeicben der Ablehnung der eigenen Zeogschaft) ausge-
geblieben- Bar. Hausmann selbst ausserte seine Bedenken
zor Faochinfschen Bestimmung in der Flor. v. Siidtirol von
Dr. Facchini p. 143, Anhang 90. (Innsbr. 1855 in Ztsch.
des Ferdinandeums).
Cirs. Anglicum (Lam.) ist somit aus der tirolischen
Flora zu streichen.
Sectio V. X Notlion (Microcentron XXanthopon.)
Folia facie non spinulosohirta, non decurrentia. Squamae
in spinulam brevem vel longiorem acuminata*. Flores pur-
pura vel fuscopurpurei vel ochroleaci. Gorollae limbus tubo
longior. Pappus corolla brevior. Perenne.
18. X C. Gutnicklanum Lohr Euumeratio ann. 1852.
(C. acaule X spinosissimum).
Cirs. spinosissimo-acaule N»g. C. d. Schw. 139. Tab. V.
Cirs. acauli-spinosissimuin N«g. in Kpch Syn. 111. 756.
Caulis hwnilisy simplex > foliosus, supra viUosus.
Folia lanceolata, semiamplextcaulia , sinuatopinnatifida,
pinms rhomboideis 3-4 lobis. Capitula 3-4 congesta, sub-
Ferdinandeums-Zeitschrift. 16
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ventriosa, bracteata, bracteis capitula excedentibus, ex parte
saltern decolor atis. Squamae acuminato-ovatae , flavide
breviusque spinulatae. Corollae ochroleucae limbus tubo
longior.
Der Stengel erreicht nur eine Hohe von 3 — 5 cent.
An der Basis ist er rothlich gefarbt, kahl oder fast kahl,
oberw&rts zottig, durchaus reichlich beblattert
Die unteren Blatter verschmalern sich deutlich in einen
gefliigelten Blattstiel, erweitem sich dann zu einer halb-
stengelumfa8senden Basis. Ihre Gestalt ist im Umrisse
lanzettlich, sonst tief buchtig-fiederspaltig, die Fiedern ein-
ander ganz nahe, getrocknet auch iibergreifend, 3-4-5 lappig
mit auseinander gespreitzten Lappen (eigentlick zweilappig,
jeder Lappen noch mit einem vordern Lappchen oder der
vordere aach mit zwei), scharf bedornt (Dornen 3-4mm lang),
in der Konsistenz ziemlich steif, unterseits fast kahl, an den
Nerven leichtzottig (starker bei den obern Blattern); ober-
seits weisen sie die fiir das C. spinosissimnm charakteristi-
scben weiss-seidigen Zottenbaare auf; die Farbe ist ein
ziemlich helles Grun. Die obersten Blatter erscheinen als
Deckblatter der KSpfchen; sie sind lanzettlich bis lanzettlich-
lineal, dornig zerschlitzt, an der Basis oder auch wohl ganz
verbleicht, mit den langen, weiss-seidigen Haaren auf der
Oberseite und uberragen die Kopfchen urn ein Bedeutendes.
Die Kopfchen zeigen betrachtliche Dimensionen (Hiille
bei 24mm hoch, bei 19mm br.), sind etwas bauchig. Die
Htillschuppen spitzen sich aus breit eiformiger Basis lanzett-
lich zu und endigen mit gelben Dornen von 1.5 — 1.8mm;
der Rand ist fein und lang gewimpert, der Rucken kaum
gekielt.
Die Blumenkrone ist im Leben milch-weiss, getrocknet
weiss-gelblich, misst gegeu 25mm, davon kommen auf den
Saum 13—14.
Pusterthal auf einer fetten, quelligen Trift der Berger-
Alpe in Virgen bei 2000™ ; auch — doch sehr selten —
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auf einem ziemlich trockenen Mahd allda bei 1800™ ; an
beiden Or (en auf kalkreichem Schiefer, in unmittelbarer Ge-
sellschaft der muthmasslichen Stammeltem (entdeckt von
Ausserdorfer). (Herb. Ansserdorfer, Herb. Kerner.)
NB. Naegeli sagt zwar „bracteis non decoloratis" (in
Koch Syn. III. 756); da aber alle andern Merkmale genau
zutreffen, glaube ich nicht, dass diese einzige Different die
Identificirung beider Pflanzen beeintrachtigen k5nne, umso-
weniger, als auch an unserer Pflanze die Deckblatter mit-
unter nur am Grunde entfUrbt sind. Dr. Naegeli wollte wohl
sagen, sie seien nicht so auffallend entfarbt, wie bei 0. spino-
sissimum.
NB. 2. Der Habitus unserer Pflanze steht dem G.
acaule naher, bedingt namentlich durch den kurzen Stengel;
auch in) Blattstiele und in der Blattbasis tritt C. acaule auf;
dagegen wiegt in der obern Region entschieden 0, spinosissimum
vor; man vergleiche nur die Bluthenmasse mit denen beider
Stammeltem !
19. X C. Tirolense. (C. acaule X Erisithales) (v. s.)
CauMs subsimplex, pubescens. Folia alatopetiolata,
seniiamplewicaulia , lanceolate, piloriuscula, profunde
riniuUopirvnatijida, pinnis ovatis trilobis. GapituLa pauca,
xubglobosa, bracteolata, subnutantia. Squamae oblongae,
non uiscosae, apice pusillum recurvae. Corollae purpureas
Umbus tubo brevior. Jul.
Dieses schQne Cirsium besitzt einen Stengel von 45 cent.
Lange, der unten glatt, weiter oben stark flaumig, zuletzt
uoter den Kopfchen etwas braunlich-flaumig behaart und zu-
gleich etwas klebrig erscheint; er ist auf und auf, jedoch
etwas sparsam beblattert, zuletzt theilt er sich in zwei
langere Aeste.
Die Blatter sind alle mehr-weniger gefliigelt gestielt,
die untern langer, die obern kurzer, an der Basis ein wenig
erweitert, hSchstens halb stengelumfassend, sonst im Umrisse
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lanzettlich, dabei tivf buchtig-fiederspaltig, die Fiedern ei-
rautenfSrnrig, dreilappig, an den untern einander sehr ge-
nahert, so dass der hiutere Lappen den nachsten Fieder-
theil etwas deckt, an den obern Blattern dagegen weiter
von einander entfernt ; die Endzipfel an den untersten stumpf-
lich, an den obersten zugespitzt. Die Oberseite der Blatter
ist duukelgriiu, die Unterseite niehr blaulich-grun; beide
Blattflachen sind zerstreut flaumhaarig (die Riickseite an den
Nerven etwas zottig); nach oben zu nimmt jedoch die Be-
haarung ab, und die Blatter werden fast kahl. Die Be-
randung ist ziemlich zart dornig-wimperig (besonders an den
untern Blattern).
Die beiden rundlichen Kopfchen sind fast banchig
(ntille bei 20mm hocli, bei 3Cmm br.), mit kleioen (so lang
als die K6pfchen selbst), Deckblattern versehen von lanzett-
lich-linealer Gestalt, nicken ein wenig. Die Hullschuppen
von eifflrmig-langlicher Form spitzen sich ein wenig zu,
endigen mit einem kleinen (0'7min), gelblichen DSrnchen,
Wahrend der Rand feine Wimpern tragt, ist die Riickseite
kahl, lichtgrlin, nicht klebrig; auch ein Kiel ist kaom er-
sichtlich, am ehesten noch bei den aussersten. Die Spitzen
sind etwas purpura, leicht zurfickgebogen. Die Blumenkrone
von trtibpurpurner Farbe zeigt eine Grftsse von 23min (ist
vielleicht jedoch nicht ganz vol Ist and ig entwickelt)* der Sautn
steht dem Rohre um Smm nach.
Sexten im Pusterthal auf einer Wiese unter Gebusch
(allwo sich auch C* acaule und 0. Erisithales vorfinden), von
Hrn. Coop. Gander entdeckt. (Herb. Trffs.)
NB. Dem Gesagten zufolge finden sich an diesem CSf-
sium die Eigenschaften von C. acaule und Erisithales ver-
einiget, jedoch so, dass erstere vorwalten} es sieht desshalb
einem C. acaule caulescens einigermassen ahnlich; nur die
bedeutende Lange des Stengels , sowie die nickenden Bluthen-
stiele und die Form der Kdpfchen deuten mit Nackdruck aof
etwas Anderes hin. Die genannten Mefkroale sowie der
klebrige, braunhaarige Ueberzug der Bluthenstiele unmittel—
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bar unter den Kopfchen trad die mildernde Modifikation, die
die Blatter erfahren haben, endlich auch die Bliithendimen-
sioneo sind alles Punkte, die theils unzweideutig C. Erisithales
als die zweite Stammart erschliessen lassen, theils sich recht
gut ans dieser Annahme erkl&ren.
NB. 2. Die Merkmale, die Reichenbach in seiner Flora
von - Deutschland, die Cynarocephalen, S. 92 von dem C.
Erifiitbali-acaule Schultz Bip. (gefunden von Toramassini auf
Bergweiden des kroatischen Schneeberges in Poglizza 29. Juli
1838) hervorhebt: „K5pfe langlich, Hiillschuppen lanzettlich
oder lanzettlich-dreieckig, Mittelnerv bis zur Mitte herab ge-
kieJt, Blumenrohr dem Saame fast gleich" beweisen hin-
reichend, dass jenes Cirsium mit dem in Rede stehenden
nicbt identisch sei, sondern dass letzteres in den hervorge-
hobenen Merkmalen dem C. acaule naher stehe als das C.
Erisithali-acaule Schultz Bip. (mit Ausnahme der lauglichen
Kftpfe). — Da selbst Neilreich in seinen Nachtriigen zu
Maly's Enumeratio (v. Jahre 1861) nur den genannten kroa-
tischen Standort auffiihrt, scheint diese Form zu den selten-
sten zu gehSren und bildet somit eine neue Zierde der Cir-
sien-Flora Tirols, wesshalb ich mir auch erlaubte, derselben den
wohlkliogenden Namen „X Cirsium Tirolense* beizulegen.
20. X C. heterophylloides, (G. heterophyllum X sPin0*
sissimum). (v. s.)
C. heterophyllo-spinosissimum N®g. in Koch Syn. III. 756 (?)
CauUs simplex, arachnoideus9 totus foliatus. Folia
late amplexicaulia, lanceolata, pirmatifido-lobata, apice
protracto, facie saturate viridia, infra plus rmnusve
Imugine atbicantia. Capitula 3-4 mediocria, subrotunda,
glomcrata, ulMmis foUis (capitula swperantibus) bracteata.
Squamae elongato-ovatae, levissime carinatae, spina flavida
terminates. CoroUae ochroleucae limbus tubo paululo
hngior.
In ihrem Habitus steht die Pflanze dem G. heterophyl-
lum vie! n&her, als dem C. spinosissimum.
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Der bei 8 decira. lange, ungetheilte Stengel ist zu
unterst weniger, nach oben iminer mehr, zaletzt dicbt spina-
webig und darchaus ziemlich reichlich beblattert.
Die untersten Blatter verengern sich zu einem knrzen,
klein dornig-geflugelten Blattstiele, die Obrigen umfassen den
Stengel mit ihrer breit herzfflrmigen Basis. An der
lanzettlichen Blattflache ist dieSpitze lange vorge-
zogen, die fiederigen Einschnitte reichen nicht
bis anf die Halfte der Blattspreite, sondern meist
nur bis y3 ; die Fiederlappen sind zweispaltig (der hintere
Zipfel langer), nach vorne gerichtet, an den untersten Blfittern
sind sie mehr rautenformig mit 3-4 nach Art des C. spino-
sissimum auseinanderfahrenden Lappchen; diese sind mit
ziemlich scharfen Dornen (bis 4mm lang) bewehrt und zwar
an den oberen und obersten Blattern mehr, als an den
unteren; der iibrige Rand ist feiner bedornt Die Oberseite
ist sattgrfin, sp&rlich behaart, die Unterseite vom filzigen
Ueberzuge weisslich. Die obersten Blatter erscheinen als
Deckbl&tter, welche die dicht beisaramen stehenden KSpfchen
weit uberragen, und daher die innersten Blattchen, die nicht
E5pfchengr5sse erreichen, verdecken; die Oberseite ist bei
ihnen lichter gefarbt, als bei den unteren.
Die Kflpfohen (Hulle 24mm br., 27™m hoch) sind rund-
lich und in der Zahl von 4-5 vorhanden ; ihre Hullschuppen
zeigen einen Anflug von Purpur, verengern und verlangern
sich etwas.tiber der eif5rmigen Basis, bis sie in eine hell-
gelbe Spitze von 1 — 1.5mm endigen; in der obern Halfte
tritt eine schwarzpurpurne Linie als leichter Kiel hervor;
der Rand ist fein bewimpert.
An der blassgelben Krone mit 23mm LS,nge iibertrifft
der Saum das Rohr nur um ein Weniges (kaum lmm).
Innerafers bei Brixen (Kalk) (Herb, Huter), Muhlwald
in Pusterthal (Schiefer mit und ohne Kalk) (Herb. Ausser-
dorfer), Virgen in Pusterthal (ibidem).
NB. Dass dieses Cirsium nicht mit C. purpureuni All.
identificirt werden durfe, ergibt sich schon aus dem ersten
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Einblick in die t Beschreibung und Abbildung Allioni's. Be-
zuglich ersterer verweise ich auf folgende Worte: „proxima
est haec Cirsii species Cirsio spinosissimo habitu suo; . .
flores sunt purpurei . . inter folia fere abconditi." —
N&her steht die Pflanze schon bedeutend dem C. Cer-
vini Koch Syn. I, 399 (nicht Thomas, der nach Naegelfs
Versicherung (in C. d. Schw. S. 86) 3 — 4 verschiedene
Pflanzen als C. Cervini (Name eines Berges) versandt haben
soil) Aber da Koch 1. c. ganz unbedingt die Blfithen seines
Cirsiums purpurn nennt, wage ich es nicht, diesen Namen
fiir gegenwartige Pflanze in Anwendung zu bringen. Es ist
allerdings wahr, dass die Farbe bei diesen Mittelbildungen
nicht so konstant ist, wie uns ein solcher Wechsel z. B.
bei den Cirsia Erisithales X heterophyllum, Erisithales X
Pannonicuin u. A. begegnet; aber so leichterdings, glaube
ich, darf man doch nicht Formen mit einander vereinigen,
von denen die einen konstant mit gelblicher Blfithe, die an-
deren mit purpurner auftreten. Gerade Cirsium heterophyllum
und C. spinosissimum zeigen in ihren Mittelformen eine solche
Mannigfaltigkeit, dass ihre Beschreibung und die Feststellung
gewisser Typen unter denselben in erhfthtem Masse erschwert
wird. — Meine frfiheren Bemerfcungen fiber die Zahl der
zwischen zwei Arten mftglichen Hybriden, oder was dasselbe
ist, fiber die Umfangsgrenzen der einzelnen Typen finden hier
ihre Anwendung.
21. X C. Autareticnm (Card. aut. Villars 1789).
(C. heterophyllum X spinosissimum) (v. s.)
Cautis simpleoo, araneosus, folio&us. Folia alatope-
tiolata vel semiampleancaulia, lanceolate, dorso albicantia,
rinuat&jrintwtijida, pinnia bifidis, antrorsum versis. Car-
pitula 3, 4 vel plura, mediocria, congesta, ultimis foUolis
(capitula exteriora superantibus) fulta. Squamae Icm-
ceolatae, spina fiavida longiore terminatae. Corollae
ochroleutae limbus tubo notabiliter longior.
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Durch die Tracht erionert C. Autareticum stark an das
C. spinosissimum.
Der 3—5 decim. hohe Stengel ist ira Verhaltniss zu
dicser seiner H5he dick, ziemlich stark spinnwebig-filzig,
starker nach oben zu und mit Aasnahme des obersten Theiies
reichlich beblattert.
Die untersten Blatter verscbmalern sich zu einem kurzen,
dornig-gefliigelten Blattstiele, die iibrigen dagegen sitzen mit
halbumfassender Basis, die Oehrchen laufen
wohl auch anbedeutend herab; sonst sind die Blatter
lanzettlich, oberseits griin, zerstreut mit etwas l&ogeren
Haaren besetzt, unterseits weisslich-filzig ; die Fieder-
theilang reicht bis zur Mitte der Spreite, die
Fiederlappen sind zweitheilig (der hintere Zipfel langer),
vorne noch mit einem kleinen Lappchen versehen (wahrend
der hintere Rand glatt ist) und nach vorne gewendet, stehen
einander ziemlich nabe. Der Endzipfel ist etwas, aber nicht
stark verl&ngert. Zipfel der Lappen sind mit langeren
(bis 4mnl), der Gbrige Umfang mit kurzeren Dornen besetzt
Weiter nach oben werden die Blatter zusehonds schm&ler
(die feinen Dornen dagegen etwas langer, bis zu 6mm), so
dass die letzten, die Deckblatter, in eine lange Jineale
Spitze auslaufen, welche die aussersten Kdpfchen iiberragt.
Die KOpfchen, nicht sehr zablrcich, stehen dicht ge-
drangt, sind nicht oder kauin gestielt, von mittelmassiger
GrSsse (Hulle 23 — 26mm breit und hoch) ; ihre Iltillschuppen
sind schlank lanzettlich, mit eiuer schwachen Spur von
Purpur in der oberen Halfte und ebendort von einer schwachen,
dunklen Mittellinie durchzogen, grosstentheils kahl, nur gegen
den Rand hin etwas flaumig; am Rande gewimpert und
laufen in eine 2— 3mm lange, gelbliche'Dornspitze
aus, mit der sie etwas abstehen.
Die blassgelben Blfithen werden 22 — 24mm lang, der
Saum ubertriflFt das Rohr urn 4 — 5mm.
NB. Der alteste Autor des Namens ^Autareticus* ist
M. Villar8 in seiner Histoire des plantes de Dauphin^
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Tom. III. 12. vom Jahre 1789. Es war mir wohl vergOnnt
von seiner Diagnose Einsicht zu nehmen, nicht aber von der
derselben beigegebenen Abbildang, was doch bei der kurzen
Fassung der ersteren in hohem Grade wfinschenswerth ge-
wesen ware. So schliesse ich raich denn bezfiglich der de-
taillirteren Auffassnng der Villars'schen Diagnose den aus-
gezeichneten Botanikern Grenier et Godron an, welche in ihrer
Flore de France den Nanien Card, autareticus Villars ihrem
X C. spinosissiino-heterophyllum als synonym beisetzen. —
Reicheobach fasst die Cirsia heterophyllam X spinosissimum
als C. purpureum All. zusamnien und unterscheidet dabei als
RAbartena C. antareticnm Mutel und C. Cervini Koch. —
Warnm ich den Naraen C. purpureum AIL, sowie C. Cer-
vini Koch nicht adoptire, daruber babe ich raich schon ge-
iussert (bei X C. heterophylloides) ; was die Unterscheidnng
in die beiden genannten „Abartentf betrifft, scheint mir eine
solche bei mnthmasslichen Bastarten nicht zweckm&ssig, ja
anch nicht zulassig, da der Grand der Verschiedenheit bei
solchen Mittelbildnngen nicht in ftusseren Einflflssen und auch
nicht in der der Pflanze eigenen Variability zu suchen ist,
wenigstens nicht nothwendiger Weise, sondern auch in dem
verschiedenartigen Zusammenwirken der beiden erzeugenden
Formen liegen kann. Die Zul&ssigkeit einer solchen Er-
klirung mftssen wir vor der Hand immerhin noch anerkennen;
denn Naegeli fBhrt fur seine gegenth^ilige Behauptung keine
zwingenden Beweise an (vgl. Sitzungsberichte der kfln. bair.
Akad. d. Wiss. 1866 II.), und andererseits gibt er selbst als thefl-
weisen Grand der verschiedenen Mittelformen die goneoklinische
Bastartirung zu. — Der Ausdruck „Abarteua k6nnte nur
dann gerechtfertigt werden, wenn die „Variabilit&t" der
Bastarte bereits fiber jeden Zweifel erhoben -w&re.
NB. 2. Der Name „4utareticusa sieht einem griechi-
schen "Worte t&uschend ahnlich; er staramt jedoch (cfr.
De Cand. Prodrom. VI, p. 649 n. 88 sub. C. erncagin.) von
dem Fundorte, Autaret oder L'Autaret, wesshalb er auch
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gross geschrieben werden muss, ebenso wie C. Cervini. —
Darch Dn
arcticum".
Darch Druckfehler entstand auch die Modifikation „ant
22 X C. spinosisslmoides Ausserdorfer in litt. ad
Kerner 1868, ad Hausmann 1869.
(C. heterophyllum X spinosissimum) (v. s.)
C. recedens ad spinosissimum NaBg. in Koch Syn. III. 756. (?)
Caidis simplex, villoso-arachnoideus, foliosus. Folia
alatopetiolata vel sessilia, late ampletvicaulia, oblonaay
subsinuatopinnafijida, pinnis bi-lrifulis, paidum antrorsum
verris, utrinque fere glabra. Capitula 4-6-8 dense con-
gesta, bracteata, bracteis parum decoloratis, capitula $u-
perantibus. Squamae elongato-ovatae, parte superiori pur-
purascentes, in acumen spinomm flavidum attenuatae.
Corollae ochroUucae limbus tubo multo longior. Jid.-Aug.
Der Name ist fur die Pflanze glucklich gewahlt, denn
der allgemeine Eindruck derselbeu ist der eines Cirs. spino-
sissimum.
Die H5he der Pflanze wechselt von 2 — 9 decim. Der
dicke Stengel ist durchaus reich beblattert, zu unterst kahl,
dann spinnwebig-flockig mit einzelnen untermischten Zotten-
haaren.
Die untersten Blatter verengern sich in einen kurzen,
dornig-gefltigelten Blattstiel; die oberen sitzen am Stengel
and umfassen ihn mit ihrer breit herzffirinigen Basis. Der
untere Theil des Blattes ist etwas breit, das ganze Blatt im
Umrisse Janglich-lanzettlich. Die Fiedertheilung der Spreite
umfasst beilfiufig drei Viertel, die Fiedern sind eifdrmig bis
langlich, 2 — 3spaltig, die Zipfel eilanzettlich oder lanzettlich
(der hintere, oder bei dreien der mittlere ist langer, als die
ubrigen), fahren nicht so auseinauder, wie bei C. spinosissi-
mum (nur an den untern Blattern etwas), sond rn siud
leicht nach vorne gewendet und an der vordern Basis mit
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eioem kleinen LSppchen versehen. Die Fiedem stehen ein-
ander so nahe, dass sie sich im getrockueten Zustande oft
etwas decken, doch nicht so stark, wie bei C. spinosissimum;
gew5hnlich ist die Einbuchtung auffallend breiter. Die Un-
terseite der Blatter ist meist fast kahl, nur selten entdeickt
man bei genauem Zusehen mit der Loupe eine ganz leise
Spur von Spinnenhaaren, die Mittelrippe ist etwas langer
behaart; dieOberseitn tiagt wenige, zerstreut stebende Flauin-
haare, die bei den Deckbl&ttern reichlicher werden. Die
Spitze der Blatter ist bei den unteren wenig, bei den oberen
burner raehr, langer und schmaler, bei den obersten ziemlicb
lange, fast lineal ausg^zogen. Zipfel und Lappchen der
Blatter und die Zahne ihrer Oebrchen sind mit starken,
gelben Dornen von 3— 4mm Lange bewehrt, der iibrige
Rand ist kurzer dornig-gewimpert.
Die etwas zahlreichen Kopfchen steben dicht beisammen,
uberragt von ihren an der Basis meist ein wenig ver-
bleichten, selten ganz grdnen Deckblattern.
Die Hfillscbuppen sind iiber der eifftrmigen Basis ver-
langert, im oberen Theile von einer schwachen, danklen
Mittellinie durchzogen und verschmalern sich zu einer
1.5 — 2ml* langen, gelblichen Dornspitze; am Uebergange in
dieselbe sind sie ein wenig verbreitert, trockenhautig, ge-
z&hnelt. Der Rand ist fein gewimpert, der Rftcken kahl,
hochstens in der untern Halfte gegen den Rand hin schwach
flaumig; die innersten, lineal verlangerten, lassen deutlich
eine leichte Purpurfarbung erkennen.
Die blassgelbe Krone misst nur 15mm, der Saum ist
urn 2.5 — 3mm langer, als das Rohr. Die Griffel sind oft,
sehr selten auch die Blilthen rothlich.
Pnsterthal: Marbe in M&hlwald inter parentes (bei
1800"*); Berger-Alpe in Virgen 1800m— 2200* stellen-
weise in betr&chtlicher Menge, immer unter den muthmass-
licben Stammarten (von beiden Orten Herb. Ausserdorfer) ;
Alpen in Antholz, ebenfalls mit den Stammelteru (Herb.
Huter).
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NB. Pdr die Betheiligung von G. heterophyllum an
onserer Pflanze sprechen die Spionenhaare am Stengel, die
beschriebene Modifikation der Blatter, breite Basis der Hiill-
schappen, ihr trockenh&atig gez&hnelter Uebergaog in die
Dornspitze, die pnrpnrne Fftrbung derselben, die Spuren
rother Farbe an den Bliithen.
NB. 2. Naegeli's Cirsiam recedens ad C. spinosissimam
stebt dieser Pflanze jedenfalls sehr nahe; ob es aber mit
demselben identisch sei, ist die Diagnose des ersteren za
kurz gebalten, am das entscheiden za konuen; „foliis snbtas
subarachnoideis" kaun von unsereua Cirsium kaum gesagt
werden.
23. X C. afflne Tausch (in exsicc. et Celakovsky Prodr.
d. Fl. v. Bflhnien.)
(C. heterophyllam X oleraceum) (v. v. et s.)
C. oleraceo-heterophylluin nnd C. heterophyllo-oleraeeom
Naeg. in Koch Syn. III. 758.
Caulis subsimpletV, aracTmoideus, totus foliatus. Folia
sessiUa, ampleocicauMa, oblonga, dorso atbido-tom&ntosa,
Integra, intermedia pinnatifida. Capitula pauea, vubglo-
merata vel longius pedtmculata, ampla, bracteata, bracteis
turn decoloratis, parum vel sat multo capitula excedenti-
bus. Squamae oblongo-lanceolatae, leviter ccvrinatae, sub-
viscidae. CoroUae ochroleucae Umbus tubo longior.
Jul -Aug.
Die ansehnliche Pflanze besitzt einen mitunter rtthlichen
Stengel von 6 — 10 decim; er ist spinnwebig, za oberst
ziemlicb filzig, seiner ganzen L&nge nach beblattert, tibrigens
einfach oder in 2 — 3 kleinere Aeste getheilt.
An ihm sitzen mit breiter Basis omfassend die l&ng-
lichen oder (weiter nach oben) eiffirmigen Bl&tter mit satfc-
grfiner Ober- and weisslich-filziger Unterseite, ungetheilt,
zart dornig gez&hnt oder gezShaelt, oder die mittleren spitz-
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fiederspaltig, jederseits 2 — 5 Fiedern, lauzettlich oder l&ng-
lich, nach vorne gewendet. Die obersten 2 — 3 Blatter fun-
giren als Deckblatter, sind jedoch ebenfalls griin, wie die
fibrigen, in ihrer Grosse vielfach wechselnd, bald kaum langer,
ab die K5pfchen, bald diese weit uberragend.
Die KSpfcheu sind nur in geringer Anzahl vorhanden,
etwas gehauft oder auch l&nger gestielt, ziemlich gross (Httlle
25 — 27mm br. and hoeh), bauchig, rundlich oder mehr
zyhndrisch. Ihre Schnppen sind laoglich, ofters auch lanzett-
lich, rGckwarts mit feinem Flaum bedeckt, gewimpert, mit-
unter am Rande spinnwebig, ganz leicht gekielt, ebendort
wenig oder kaum klebrig, endigen in ein gelbliches Ddrnohen
von 0.7— 1. 2™"; manchmal zeigt sich ein leichter Purpur-
Anflug; die innern, h&utig bespitzten sind vor dieser Spitze
mitunter verbreitert; alle stehen mit dem obern Theile ab
oder sind etwas zurflckgebogen.
Die Blnmenkrone misst 25 — 28mm, der Saum 13 — 15,
ist somit entschieden l&nger, als das Rohr. Die Farbe der
BHHhen ist getrocknet gelblich, an dem lebend beobachteten
Exemplar war sie milchweiss.
Obernberg bei Steinach im Wippthale, Trins ebendort,
Sellrain bei Innsbruck (von alien 3 Standorten Herb.
Kerner).
NB. Allgemein gilt G. aflfine Tausch als Bastart von
C. heterophyllum und C. oleraceum. Eine kurze Vergleichung
desselben mit den angeblicben Stammeltern genngt, nm die
Vermuthung mit aller Wahrscheinlichkeit anszustatten.
NB. 2. Allerdings lftsst sich ein Schwanken in den
Merkroalen der Pflanze erkennen, wodurch sie theils der
einen, theils der andern muthmasslicheu Stammart n&her
rQckt; aber habituell bleibt sie sich doch ziemlich gleicb,
wessWegen ich mich dafur entschied, die von Dr. Naegeli
I. c. getrennten Formen zu vereioigen. Nsegeli selbst fQgt
t c. bei 3C. hetetfophyllo-oleraceum et C. oleraceo-heterophyl-
lum non multum inter se diversa sunt*
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24 X C. Tappeineri Rchb. fll. (Icon. XV. 80)
(0. Erisithales X heterophyllum) (v. s.)
C. Eri8ithali- heterophyllum Naeg. in Koch Syn. III. 755.
Caulis mbsimplex, arachnoideopilosus, foliosus. Folia
afflvplexicaidia, pblonga, sinuatopinnatijida , pinnis ovatis
umnerviisy dorso albido-tomentosa. Capitulum urticum
pel plura, mbcongesta, ventriosa, ebracteata, suberecta.
Squamae elongato-ovatae, viscosae, recurvulae. CoroUae
plerumque purpureae Umbus, quam tubus longior.
JuL-Aug.
Der ziemlich beblatterte Stengel ist tbeils rait Spinnen-
haaren, theils mit einfachen Eaaren bekleidet, gegen das
Ende bin, wo er sich Afters in mehrere kleine, fast blattlose
Aeste theilt, filzig rait beigemischten braunlichen Flaura-
haaren.
Seine Blatter isind am Grunde breit herzformig, um-
fassend, langlich oder die obern lanzettlich, buchtig-fieder-
spaltig (bis zur Mitte, ofters auch weiter), die Fiedern
eiformig bis lanzettlich, einnervig (die der untersten Blatter
wohl auch ab und zu mehr-weniger dreinervig); der ganze
Umfang ist fein dornig gewimpert. Die sattgrune Oberflache
ist leicht flaumig oder beinahe kahl, wahrend die untere
Seite ein dichter, weisslicher Filz uberzieht. Gegen die
Spitze des Stengels hin gestalten sich die BlStter mehr
schuppenartig.
KSpfchen findpn sich in der* Anzahl von 1 — 2, oder
auch mehrere; sie stehen gehauft oder, wenn sich der
Stengel in mehrere Aeste theilt, an der Spitze dieser; ihre
GrSsse ist bedeutend (Ilulle 35mm br., 25mm hoch); sie
sind deckblattlos, aufrecht oder nickeri ein wenig. Die Hiill-
schuppen erscheinen aus eiformigem Grunde lanzettlich ver-
langert, am Kiicken flaumig, iiberdiess mit breitem, glanzend
klebrigem Kiele versehen, am Rande fein gewimpert, etwas
stumpflich, tragen am Eude ein kleines D5rnchen (von
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0.4 — (U)mln), mit der Spitze sind sie etwas zuruckge-
krummt
Die Bluraenkrone wird 22 — 27mm lang, der Samn er-
reicht 11.5 — 15m™. Die Bliithenfarbe ist purpura, eeltener
zitronengelb mit leicht purpurner Spitze.
Laaserthal in Vintschgau ; am Kitten bei Pemmern eme
Meoge Bastarte von C. Erisithales nnd heterophyllum, die
sich bald der einen, bald der andern Art mehr n&hern; bei
Moos in Passeir (Hausmann in PI. v. Tirol S. 483); Zirler
M&hder bei Innsbruck (Herb. Kerner); Gsies in Pasterthai
(Herb. Huter).
NB. Zur Rechtfertigung des Namens Folgendes:
Naegeli fiihrt als Synonyma zu Girs. ex heterophyllo et
Erisithali (1. c.) auf : Cnic. pauciflorus Waldst. et Kit pi. r.
h. t. 161; Cnic. arobignus Schleich. cat. 1807. Cirs. am-
bignura Koch Syn. J. p. 396.
Hierzu ist zu bemerken : Cnic. paucifl. W. et K. (Cirs.
paucifl. Sprengl) ist eine sehr gut charakterisirte Art, die
mit einem Cirs. Erisith. X heteroph. nichts zu schaffen hat;
das beweist ein einziger Blick auf die pr&chtige Abbildung
in plant, rar. Hung, zur Genuge. — Der Name Cn. am-
biguus Schleich. 1807 muss dem aiteren Cirs. ambiguum
Allioni (Auct. ad fl. Pedem. p. 10, ann. 1789) weichen
(Naegeli fiihrt letzteren Namen nicht auf). Cirs. ambiguum
All. ist aber, wie Allioni ausdriicklich sagt und wie man
auch ans der von ihm gegebenen Beschreibung *) entnebmen
*) Anmerknng. Es mass zugegoben werden, dass es manchmal
eine schwierige Aufgabe sei, bei Hybriden zu entscheiden, ob sich C.
rirnlare oder 0. Erisithalos bethoiliget babe, da sich die beiderlei
Formen mitunter sehr n&hern, so entferht und deutlich geschieden sie
andere Male scheinen m5gen. Jodoch Ausdriicke in der Allionischen
Beschreibung. wie „fulia prima non pinnatifida, sed integra dentata . .
Omnia (folia) sunt supra glabra . . . caulis ruber, erectus . . . flores
msiles 2 ad 4 congesti, purpurei . . . summus caulis evidenter sub-
to men tosus" passen doch besser auf ein Cirs. hctcrophyll. X rivulare. — ;
Auch Aug. Gremli (Excursions, fl. der Schweiz) nimmt C ambiguum
All. fur C. heterophyllum ^ rivuJare.
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kann, eine Mittelform von Cirs. rivulare und C. heterophyllum
(„helenioides" AIL).
Es bleiben somit yon binaren Namen fur die Cirsia
Erisithales X heterophyllous nor noch die von Reichenbach
in Icones (als Varietaten-Namen?) angewandten „C. Tap-
peineri nnd C. Hausmanoi."
NB. 2. Nach letztgenanntein Autor sullen C. Tapp. and
C. Hansm. zwei verschiedene Formen von Cirs. Erisithali-
heterophylloin Nseg. sein, dein er ein G. heterophyllo-Erisi-
thales Rbach. fil. entgegeustellt, das mitdem „Cirs. aaibiguam
Schleicher MSS. auf Etiketten, nicht Allioni* identisch
sein solL
Koch dagegen setzt seinem Cirs. ambiguuni (Syn. I. 396)
auch Allioni als Autor bei, entfernt sich auch von Allioni's
Diaguose in keinem wesentlichen Punkte und beroft sich
ebenfalls, wie Reichenbach, auf Schleicher, ja sogar mit dem
nftmlichen Beisatze „der den Standort nicht an gab.* Reichen-
bach kon8tatirt somit einen Gegensatz zwischen Cirs. ambig.
Schleicher nnd Cirs. ambig. Allioni, wahrend Koch fur sein
Cirs. ambiguum Allioni Schleicher als Gewahrsmann aufffthrt.
Das fuhrt anf die Vermuthung, dass Schleicher zwei ver-
schiedene Pflanzen als C. ambiguum versandte, von denen
die eine der Kombination C. Erisith. X heteroph., die an*
dere der C. heteroph. X rivul. entsprach. - Auch zwei
Schleicher'sche Exemplare von C. ambiguum ira Herbar der
Universitat Innsbruck legen diesen Verdacht einigermassen
nahe (das eine davon ist ziemlich mangelhaft).
25. X C. Hansmannl N&chb. fil. (Icon XV. 80) (v. s.)
(C. Erisithales X heterophyllum).
Caulis scabro-pubescens, auperne subaphyllus. Folia
semper prof wade sinuatopinnatifida, pinnis lanceolate*,
plus ntimisve trinerviis, dorso wraclmoideo-glaucescentia.
Capitula pduca) globosa. Squamae lcmceolataei leviter
carinataey visddae^ apiee reflexae. CoroUae fuscopurpureae
vd Jlavidae Umbus tubo hngior.
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Die 6 — 9 decira. hohe Pflanze besitzt einen in seinem
obern Drittel fast blattlosen Stengel, der nach Art des
Cirs. Erisithales rauh-haarig-flaumig ist bis auf den obern
Theil, wo er nebenbei von wenigen Spinnenhaaren fiber-
zogen ist; unter dqg Kopfchen bemerkt man die dem C.
Erisith. eigene braun-flaumige, oft auch etwas klebrige Be-
kleidung ziemlicb deutlich.
Die lanzettlichen Blatter sind durchgehends tief bucbtig-
fiederspaltig, die Fiedern langlich oder lanzettlich, fast hori-
zontal, meist dreinervig, klein gezahnt oder am bintern
Rande mit einem oder dem andern langen zahnartigen Zipfel
versehen; seltencr sind die. Fiedern etwas nach vorne ge-
wendet, kanm dreinervig, sondern mehr in zwei Zipfel ge-
spalten, von denen der hintere kiirzer ist. Die Unterseite
der Blatter ist immer von leichtem Spinnenuberzuge blaulich-
grtin, die Oberseite dagegen sattgrun und von zerstreuten
Flaumhaaren raub.
K5pfcben sind wenige vorhanden, am Ende des ein-
fachen Stengels oder der 2-3 knrzen Aeste, in die sich der
Stengel mitunter theilt, breit, randlich (Hulle bei 23n,m br.
bei 20mm boch), aufrecht oder ein wenig nickend ; ihre Hull-
schuppen sind lanzettlich, zicmlich zagespitzt, endigen in ein
Dornchen von 0.7mm, welches, wahrend der obere Theil der
Schuppe etwas zuriickgekriimmt ist, mitunter eine kleine
Beugnng nach vorne beobachten lasst. Die Riickseite der
Schuppen ist flaumig, von einem deutlicben, bald starker,
bald schwacher klebrigen Kiele darcbzogen, mehr-weniger
purpurn, der Kiel dankler.
An der Rlu men krone, deren Farbe triibpurpurn ist oder
wobl auch gelblich mit rotblichen Spitzen oder ohne diese,
ftbertrifft der Saum das Robr urn 2-3mm, beide zusammen
messen liber 20mm.
Bei Bozen (Pemmern) von Baron Hausmann geftinden
and hiernacb von Reichenbach abgebildet; auch in Puster-
thal bei Gsiess (Herb. Huter) undVirgen (Herb. Ausserdorfer).
Ueber den Namen vergleiche C. Tappeineri NB. 1.
Ferdinandeums-Zeitschrift. 17
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— 258 —
NB. Wenn schon in einigen Merkmalen sich einiges
Schwanken offenbart und die Grenze zwischen G. Hausmanni
und C. Tappeineri soinit raancbmal unsicher scheint, ist doch
bei ersterem imraer das Distinktivum der tiefen Fieder-
theilung und des leichten Spinnenfiberdtiges an der Unterseite
der Blatter, sowie iiberhaupt der bedeutenden habitaellen
Ann&herung in denselben an das Cirs. Erisithales vorhanden
und empfiehlt es sich demnach diese beiden Formen aus-
einander zu halten.
26. X C. Pustariacum Ausserdorfer in litt. ad me 1874.
(C. Erisithales X heterophyllora X spinosissimum) (v. s.)
Caulu simplex, arachnoideus parce foliatus. Folia late
ampleoDicaulia, dorso aracJmoidea, obtonga,pinnaUJida,pinm8
oblongis vel ovatis, minute dentatis, mitius spinosis, apice
paulum protacto. Capitula pauca, mediocria, subbractecUa.
Squamae acuminato-ovatae, purpurascentes, viscidae, in
spinulam tenuem etjlamdam desinentes, aliqucmtum reflecoae.
CoroUae citrinae limbus tubo distincte longior. Aug.
Die ziemlich boch gewacbsene (mir nur theilweise vor-
liegende) Pflanze besitzt einen von unten nach oben zu-
nehmend spinnwebigen Stengel, der aber seibst unter den
KSpfcben nicht ganz filzig wird. Die Beblatterung nimmt
von unten nach oben ab, die letzten Blattchen stehen jedoch
noch an der Abzweigungsstelle der kurzen Blfithenstiele.
Die Blatter sind stengelumfassend und zwar die unteren
mit Oehrchen, die oberen mit breiter Basis; im Umrisse
sind sie langlicb, die untern tief, fast bis zur Rippe, die
oberen bis zur Halfte fiedertheilig; die Fiedern bei den un-
teren langlich, bei den oberen eifSrmig, nur mit kleinen
Zahnen versehen. Die Oberseite ist sattgriln, die Unterseite
spinnwebig und zwar, im Einklange mit der Bekleidung des
Stengels, wenig an den unteren, ziemlich stark an den
oberen Blattem. Die Nerven stehen auf der Unterseite stark
hervor. Die Spitze des Blattes ist ziemlich vorgezogen.
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— 259 —
Kopfchen sind bei 3, ziemlich gross, rundliuh (Hiille
etwa 15mm br. und hoch), stehen aufrecht, haben keine
eigenen Deckblatter. Die Hftllschuppen sind aus breit
eiftrmiger Basis etwas verlangert, stark purpura uberlaufen,
flaumig, feingewimpert, in der oberen Halfte deutlich klebrig
gekielt, endigen in ein zartes, gelbes Dornchen von 0.6-1.2mm,
die Spitze erscheint (wenigstens getrocknet) umgeschlagen.
Die Blumenkrone misst bei 20mm, der Saura bei 11.5,
die Farbe ist zitronengelb, die Antheren eiues K6pfchens er-
scheinen blass-rSthlich.
Pusterthal bei Virgen, 1800m; auf kalkhaltigein Schitfer,
sehr selten. Entdeckt von Ausserdorfer. (Herbb. Ausser-
dorfer, Kern^r.)
NB. Die Arten die ich in Parenthese als bei diesem
Cirsram betheiligt bezeichnete, offenbaren sich in folgender
C. spinosissimum zeigt sich besouders in der Nervatur
der Better; das stark e Hervortreten der Nerven an der
Uoterseite, die Starke und Anzabl der Nerven (eioer , ist
•ttrker»alsalleubrigen, er verlauft meist nicht gerade und nicbt
in einer Linie; vorne tritt in den Fieder noch ein zweiter
schwficherer ein, der dritte, der die hintere Halfle durch-
zieht, zweigt sich vom ersten ab), dann die eigenthiimliche
Felderung, die durch das Zusammenfliessen der sekund&ren
und terti&ren Nerven entsteht, deuten mit Sicherheit auf C.
spinos.; vielleicht koramt auf seine Rechnung auch die ziem-
lich weithinaufreichende Bebl&tterung; das DOrnchen an den
Hftllschuppen, so klein es ist, wiirde bei einer Hybride von
G. Erisithales X heteroph. (ohne G. spinosiss.) nicht so
schlank und hellgelb sein.
C. heterophyllum fallt sogleich in das Auge durch die
Spinnenbekleidung von Stengel und Blattern, durch die vor-
gezogene Blattspitze, durch die purpurne Farbung der Hiill-
schuppen und deren breite Basis.
C. Erisitbalas tritt direkt zu Tage durch den klebrigen
Kiel der Httllschuppen, die uberdiess mit der Spitze zunlck-
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— 260 —
geschlagen sind, wohl auch in der zitronengelben Farbung
der Blfitbe; mittelbar aber gibt sich sein Einfluss kund be-
sonders in der Konfiguration der Blattfiedero ; vielleicht rGhrt
von ihm auch her die beziehungweise etwas schwache Be-
blatterung, das Vorhandensein von Bluthenstielen (von deneo
der unterste 6 cent, misst).
NB. StandortsverhaJtnisse and Beobachtung im lebea-
den Zustande fiihrten Ausserdorfer zur Annahme, es sei diese
Pflanze das Ergebniss der Kreuzung von C. Autareticum
Rchb. X flavescens Koch (nach Bestimmung von Ausser-
dorfer.)
27. X C. Kerneri Ausserdorfer in litt. ad me 1874 (v.s.)
(C. Erisithales X heterophyllum X spinosissimum).
Ca/uli8 simplex, foUosus, pilosus. Folia amplexi-
caulia, oblonga vel ovata, profunde sinimtopinnatifida,
piwnis oblongis vel lanceolatis, angulato-dentads. Capitula
paucdj subcongesta, mbventiriosa, ebracteata. Squamae
elongato-ovatae, purpurascentes, flavide acuminatae, sub-
vi8cidae. GoroUae ochroleucae Umbus tubo longior. Aug.
Die H5he der Pflanze mag 5-7 decim. betragen.
Der Stengel ist einfach, durchaus ziemlich stark kurz*
flamnig, wird aber unter den Kftpfchen ganz dicht br&unlich
flaomig ohne irgend welche Spinnenbaare. Die Beblatterung
ist st&rker und Wird erst gegen die Spitze des Stengels
sparlicher; Deckblatter fehlen vollstandig.
Die Blatter sind im Umrisse eifbrmig bis l&nglich, tief,
ganz oder fast bis zur Mittelrippe buchtig fiedertheilig, die
Fiedern l&nglich oder lanzettlich, an den untersten geflugelt
gestielten Blattern grob gez&hnt mit stark von C. spinosis-
simum beeinflasster Nervatur (siehe vorhergehende Nummer
NB. 1.), an den oberen mit bfeiter Basis umfassenden zarter
gez&hnt und nfthern sich in der Nervatur mehr dem G.
Erisithales.
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— 261 —
Die Oberseite ist sattgrun, ziemlich diGht kurz-behaart ;
die Unterseke ist an den Nerven der untersten Blatter zottig,
auch soDSt ziemlich lange behaart, bei den oberen stellen die
ziemlich h&ufigen Haare einen schSnen Uebergang von ge-
w5hnlichen Haaren in Spinnenhaare dar.
Die vier vorhandenen Kopfchen stehen locker gehSuft,
sind rundlich, ziemlich bauchig (Hulle bei 17mm br. and
hoch). Die stark purpurn fiberzogenen Hullschuppen ver-
langern sich aus breit eiformiger Basis ein wenig and endigen
mit einer hellgelben, platten Dornspitze von beilaufig lmm
Lange; am Rande sind sie gewimpert, sonst raehlig bestaubt
(nnter der Loupe), tragen einen deutlich klebrigen Kiel ; mit
der Spitze stehen sie merklich ab.
An der blassgelben Krone, deren Spitzen mitunter triib-
parpam sind, mit einer Lange von 21mm ubertrifft der
Saum das Rohr am 3mm.
„Pasterthal, bei Virgen in einer HOhe von 2000m mitten
outer C. Autareticum, flavescens, heterophyllum and spinosis-
simum auf kalkreichem Schtefer, ein einziges bliihendes Exem-
plar" (der Entdecker Ausserdorfer.) (Herb. Ktrner.)
NB. Ausserdorfer glaubt sich berechtigt, die Pflanze
for eine Hybride von G. flavescens X heterophyllum zu er-
klaren. — Ich meinerseits kann nor konstatiren, dass bei
uDserem Girsium die drei bezeichneten Arten konkurriren.
Die Nervatur (besonders der unteren Blotter), die Z&hne-
lung der Blattfiedern, die gelbe Dornspitze der Hullschuppen
(die etwas 1 a n g flaumige Bekleidung der Bliithenstiele) biir-
gen fur die Betheilignng von C. spinosissimnm.
C. Erisithales tritt hervor in der Konfiguration der
oberen Blatter, in der Bekleidung der Bliithenstiele, in dem
klebrigen Eiele der Schuppen.
C. heterophyllum aussert sich etwas in der Bekleidung
der Unterseite der oberen Blatter, in dem r5thlichen Anfluge
der Bluthen, deutlich aber in der purpurnen Farbung and
breiten Basis der Schuppen und in den betrachtlichen Dimen-
sionen der Kdpfchen.
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28. x C- flsram Ansserdorfer in litt. ad me 1874.
(G. Erisithales X heterophyllum X spinosissimum.)
Caulis simplex, arachnoideo-pUosus , remote foliates.
Folia ampleocicauUa, oblonga> profunda sinuatopinnaHfida,
pinm8 oblongie, perpulchre laciniato - dmtatis. Ccvpitula
pauca, conge&ta, bracteata, bracteis capitula superantibus,
non decoloratis. Squamae ovato-lanceolatae, leviter carir-
natae, non viscidae, longius et flavide spinatae. Corollas
citrinae limbics tubo longior. Jul.- Aug.
Der Stengel der etwa 9 decim. hohen Pflanze ist un-
getheilt, mehr-weniger behaart mit nntermischten Spinnen-
haaren, unter den Kdpfchen zerrissen graulich-filzig, durchaas
bebl&ttert.
Die unteren Blatter haben einen geflttgelten Blattstiel
mit 5hrig erweiterter Basis; die oberen sitzen. Im Umrisse
)&nglich, sind sie sonst tief buchtig-fiederspaltig, die unteren
fast bis zur Rippe, die Fiedern lftnglich, sehr niedlich aas-
gezackt-gez&hnt, am hintereir Rande ragen 1, 2 Z&hne in
Gestalt l&nglich-lanzettlicher Zipfel weiter vor; diese and
auch die grdsseren Z&hne, die sich am vorderen Rande be-
finden, sind selbst wieder mit kleineren Zahnen versehen.
Beide Blattfl&chen sind behaart, auf der bl&ulich-grflnen Un-
terseite treten ausserdem leichte Spinnenhaare anf, die an
den untersten nor mit Mfthe, an den obersten dagegen deot-
lich wahrzunehmen sind. Die obersten Blatter sind an der
Basis verhaitnissmassig viel mehr verbreitert und schnfiren
sich oberhalb derselben nicht ein; auch die Fiedertheilong
beginnt ernstlich erst im zweiten Drittel nnd reicht nor bis
auf die Halfte.
KCpfchen finden sich 3 — 5, die geh&uft stehen, rund-
lich und mittelgross (Halle bei 18mm br., gegen 20mni hoch)
und mit Deckblattern versehen sind, welche die K6pfchen
iiberragen, nicht verbleicht erscheinen und sonst eine fthnliche Ge-
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stalt besitzen, wie die nachst tieferen Stengelblatter. Die
Hiillschoppen sind aus eifftrmiger Basis lanzettlich verl&ngert
ond endigen mit einer langeren (2 — 3mm), hellgelben Dorn-
spitze; am Rande der Schuppen stehen feine Wimperhaare;
durch die obere Mitte des Ruckens zieht sich eine schwarz-
liche Kiel-Linie, die nicbt gl&nzt und nicht klebrig ist.
Die Blumenkrone von zitronengelber Farbe misst 14 —
15mm, der Saum um 2mm mehr, als das Rohr.
„Pusterthal: Virgen auf der Bergeralpe bei 1800m auf
kalkreichem Schiefer, doch bisber sehr selten, mitten enter
C. flavescens, Autareticum, Pnstariacum ; in der Nahe stehen
auch C. spinosissimum nnd heteropbyllum, etwas abseits noeh
C. oleraceum und Erisithales." (Herb. Ausserdorfer, von da
auch in Herbb. Kerner, Trfls.)
NB. Den Standortsverhaltnissen nach halt der Ent-
decker der Pflanze Ausserdorfer dafiir, dieselbe sei der Ab-
kOmmling von C. Autareticum X flavescens, wodurch die-
selbe, sollte sich die Vermuthung erwahren, dass grdsste In-
teresse beanspruchen wfirde.
Dass die drei anfangs genannten Arten hier intervenirt
haben, lasst sich aus der Gestalt der Pflanze unschwer er-
schliessen.
Die Nervatur der Blatter, die weit und in ansebnlicher
Starke hinaufreichende Bebl&tterung, die lange, gelbe Dorn-
spitze der Hflllschuppen und die ubrige Gestalt letzterer ver-
weisen unzweideutig auf G. spinosissimum.
Der schwache Spinneniiberzug der Blatt-Unterseite, die
breite Basis der oberen Blatter sammt deren seichterer
Fiedertheilung und die breite Basis der H&llschuppen lassen
C. heterophyllum erkennen.
Die Farbe der Blfithen ist genau von G. Erisithales,
dessen mittelbaren Einfluss auch die Blattform vermuthen
lasst
Dass speciell die Kombination G. Autareticum X fl&~
vescens richtig sei, daftir lasst sich aus der Gestalt unseres
Bastartes der Umstand anfuhren, dass die fur eine jede der
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drei genannten Stammarten charakteristische Blattform so
ziemlich verschwunden ist (am meisten kommt bei den un-
tern Bl&ttern C. spinosissimum und bei den oberen C. hete-
rophyllum zum Ausdruck) nnd dafiir eine so mannigfach
gezahnte nnd gezackte Blattform auftritt, die sich aus der
Kreuznng von C. Erisithales X (heteroph. X spinosiss.) oder
aus der von (C. Erisith. X spinosiss.) X heteroph. nicht
so leicht begreifen Hesse, als cs bei der angegebenen Ver-
bindung der Fall ist.
29. X C. obsctirum Kerner in herb. (v. s. c.)
(C. rivulare X spinosissimum?)
Caulis subglaber, ramulosus, foliosus. Folia ample-
xicauHa, ovata, pro/unde siniiatopinnatifida, pinnis Ian-
ceolatis, dentatis, postice fere semper tmo alterove dente
elongate Capitula numerosa, mbglomerata, globosOj brae-
teata, bracteis capitula aequantibus. Squamae elongato-
Icmceolatae, carinulatae, graciliter spinulatae. Corollae
fu8Copurpureae limbics tubo longior, Jun.-Jul.
Der Stengel ist in seinem untern nnd mittleren Theile
glatt, theilt sich aber zuletzt in mehrere spinnwebig-flaumige
Aeste, die unter den K5pfchen mehr-weniger filzig erscheinen.
Stengel und Aeste sind durchaus beblattert.
Von den im Umrisse eiformigen Blattern laufen die
untersten in den geflugelten Blattstiel herab und erweitern
sich an der Anheftungsstelle, die obern aber umfassen den
Stengel mit breit herzfOrmiger Basis, wobei die Oehrchen ein
klein wenig herablaufen; ihre Farbe ist dunkelgriin, unter-
seits etwas bliisser; beide Seiten sind ein wenig flaumig-
behaart, die Nerven unterseits starker, mitunter fast zottig
oder auch etwas spinnwebig. Die Fiedertheilung reicht bei-
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— 265 —
Nerv, aber nicht ebenso am hintern), kleiner oder grosser
gezabnt; besonders am hinteren Rande sind fast immer 1 — 2,
seltener 3 grosse, schmal-lanzettliche Zipfei zu beobachten, die
stark nach nick warts gerichtet sind; selbst an der Spindel
treten mitonter Z&hne auf; die Z&hne tragen langere, der
ubrige Rand kurzere Dornen.
Die zahlreichen Kopfchen, 6 — 8— mehrere, stehen locker
gehaaft am Ende der Aeste, sind rundlich, ziemlich gross,
(Hfille bei 20mm hoch, bei 25mm br.), mit Deckblftttern ver-
sehen; diese kommen den Kopfchen an Grftsse gleich oder
Qbertreffen sie auch, sind verl&ngert eiffirmig, fiederspaltig
oder zerschlitzt gezahnt, die einzelnen Vorsprttnge mit etwas
zarten, aber langen Dornen versehen; oberseits zeigen sich
langere Haare; der Grund, wenn ich recbt sah, tragt
Spuren von Entfarbung.
Die Hfillschuppen sind schmal verl&ngert lanzettlich,
flaumig, gewimpert, im obern Theile gekielt, purpura uber-
laufen (der Kiel dunkler, ist dabei leicht klebrig), endigen
in einen schlanken Dorn von 1.5mm, stehen mit der Spitze
ab oder sind etwas zuriickgebeugt.
Die Blumenkrone zeigt im Allgemeinen eine trubpur-
purne Farbe; mitunter treten auch Spuren gelblicher Farbe
auf, so in den Griffeln oder Antheren; an einem Exemplar
beobachtete ich auch ein K5pfchen mit gelblichen Bluthen.
Die BlOthen erreichen bei 22™", der Saum ist um 1.5-2mm
linger, als das Rohr.
Wiesen am Brenner (Herb. Kemer).
NB. Prof. Kerner fand die Pflanze frfther an mehreren
Puokten Nieder-Oesterreichs und beschrieb sie in den Ver-
handlungen des Z. B. V. in Wien (1857, S. 573) als C.
Erisithales X rivulare.
Sp&ter wurde die Pflanze ebendort h&ufiger gefunden,
so dass Neilreich (1869) in seiner Flora Niederftsterreichs
sagen konnte „in subalpinen Gegeoden minder selten.a
In der Folge entdeckte Prof. Kerner die Pflanze auch
in Tirol am Brenner.
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Neilreich bemerkt 1. c. „Ein Bastard zweifelhaften Ur-
sprunges, deon der Stengel iat bis zur Spitze bebl&ttert, ein
Merkmal, das keinem der Stammeltern (d. i. C. Erisithales
und G. rivulare) zukommt und vermuthen l&sst, dass aoch
eine dritte Beimischung (etwa G. oleraceum) stattgefun-
den habe.a
Prof. Kerner kam spater selbst von seiner friihern Ansicht
ab, veranlasst namentlich durch die eigenthumliohe Blattform.
Ich habe als muthmassliche Eltern unserer Pflanze C.
rivulare und C. spinosissimum hingestellt und will nun ver-
suchen, diese Annahme zu begriinden; ich bemerke nur noch
friiher, dass ich die Pflanze dem G. rivulare im Ganzen
nfther glaube, als dem C. spinosissimum.
Die reiche Bebl&tterung, die noch ansehnliche Deck-
blatter aufweist , erklart sich zur GenOge aus C. spinosissi-
mum. C. oleraceum wiirde zwar dieselbe scheinbar auch er-
klareo; gegen die Betheiligung dieses sprechen aber andere
Grande: Schon die grosse Zerschlitztheit der Blatter ware
f[ir ein C. olerac. X rival, auffallend, namentlich an den
obersten und untersten Blattero, die auffallenden Zipfel aber
am hinteren Rande der Fiedern mit ihrer scharf ausge-
sprochenen Richtung nach ruckwarts liessen sich durch C.
oleraceum kauin oder gar nicht erklareu; wohl aber erklart
diese C. spinosiss., das bei seiner Verbi&dung mit C. Eri-
sithales (in C. flavescens) dieselben in ahnlicher Weise her-
vorruft; vergleiche auch das G. fissum Ausserdorfer. Dass
aber diese Zipfel so verlangert auftreten und nicht breiter,
wie man etwa erwarten mochte , riihrt eben von der starken
Ingerenz des C. rivulare her. Ferner zeigen die oberen
Blfttter ein, wenn auch kleines Herablaufen der Blatt-
Qhrchen, was eben wieder bedeutsam auf C. spinosiss. weist.
Ausserdem sind die Deckblatter zerschlitzt gezahnt und lange
bedornt und erinnern eben dadurch sehr an C. spinosiss.
Erwahrt sich meine Beobachtung, dass sie arch etwas ent-
ftrbt seien (ein aMmliches Aussehen riihrt bei getrockneten
Pflanzen von starkem Druck in der Presse her), so lage
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— 267 —
darin em weiterer Hhiweis ad G. spinosiss., anf welches
ebenso anch die Hftllschuppen mit den langen Dftrnohen
deateo; m gleichem Sinne zeugen eodlich anch noch die
Iftogeren Haare auf der Oberseite der Deckblfttter. — Von
G. rivulare wftrde herzuleiteo sein die weitgehende, zarte
Blattheilung, grossentheils die Gestaltung der Blatotfiedern,
der spinnwebig-filzige Blttthenstiel, die Form and Grttsse der
Kftpfchen, naraentlich anch die purpomen nod etwas klebrig
gekielten HBllschuppen ond die rOthliche BKithenfarbe.
Allerdings wurde G. rivulare bisher auf dem Brenner
nicht beobaehtet; aber es fehlt nkht an analogen Fftllen.
Auch darf der Brenner nicht als so gut durchforscht ange-
sehen werden, dass aus jenem Umsiande das Vorkomnien
von G. rivnJare allda absolut in Abrede gestellt werden k5nnte.
Keineswegs aber mdchte ich C. obsourum dem C. spi-
nosissimo-rivnlare Nffig. C. d. Schw. p. 140, tab. VII. (C.
rivulari-spinosissimum w?* N»g. in Koch Syn. III. 755 und
Reichb. flor. v. Deutschl. die Cynarooephal. S. 96) gleich-
stellen, welches sich durch seine Blattform, sowie durch die
„ Sores lactei* als eine dem G. spinosiss. weit n&here Bil-
dung charakterisirt.
30. X C. praemorsum (Cnie. pr. Michl in bot. Ztg. 3
(anu. 1820) S. 317) (C. oleraceum X rivulare) (v. v. et s.)
G. ex rivulari X oleraceo Naeg. in Koch Syn. III. 757.
Caulis simplex, arachnoidetis, totus foliatus. Folia
lanceolate, inferiora alatopetiolata, pinnatifida, pirmis lan~
ceolatis, mbintegris, supernova amplexicaulia, mbintegra.
Capitula 3 — 5 subcongesta, bracteata, bracteis capitula
subaequantibus. Squamae lanceolatae, margine arachnoi-
deae, tenuiter spinulatae. Corollae ochroleucae Umbus tubo
longior. Jul.
Die Pflanze wird 6 — 9 decim. hoch; ihr Stengel ist
ungetheilt, spinnwebig-flookig, zu oberst filzig und dnrchaus,
aber sparsam bebiattert.
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— 268 -
Von den lanzettlichen Blattern verschm&lern sich die
nntern zu einem geflugelten Stiele und erweitern sich an der
Basis; die obern sitzen mit herzftrmiger Basis umfasseud;
jene sind bis zur H&lfte der Spreite fiederspaltig, die Fie-
dern lanzettlich, etwas nacb vorne gewendet, am vordern
Rande mit einem oder dem andern Zahne versehen, der
Endzipfel ist eifiSrmig; bei den obern Bl&ttern dagegen
wandeln sicb die Fiedern allraalig mehr in ungleiche Z&hne
um; an der Spitze von Fiedern und Zahnen stehen etwas
ISngere Dornen, an dem iibrigen Rande bilden nngleiche,
feine Dornchen eine Wimper-Einfassnng. Die Oberseite der
Blatter ist rauhhaarig, dunkelgrun, die Unterseite etwas in's
Lauchgrftne ziehend, auf Rippe nnd Nerven knrz behaart,
sonst mit einer ganz schwacbeu Spur eines SpinnenQber-
zages; auch auf der Oberseite (mehr der obern Blatter)
finden sich einzelne Spinnenhaare. Die obersten, nicht ent-
f&rbten Blatter dienen den ausseren KSpfchen als Deck-
blfttter und iiberragen als solche dieselben; beim innersten
E6pfchen ist kein Deckblattcben mehr vorhanden, oder es
ist doch kfirzer, als dasselbe.
K5pfchen sind 2—4 vorhanden, mittelgross, rundlich
(Hiille bei 20mm br., bei 18mm hoch); sie stehen etwas
locker gebaaft auf kurzen, ziemlich oder auch ganz weiss-
filzigen Blttthenstielen. Die lanzettlichen Hullschappen sind
am Rande gewimpert, zum Theil deutlich spinnwebig, auf
dem Riicken leicht flaumig, zeigen einen schmaJen, etwas
dunkeln, sebr schwach klebrigen (deutlicher bei den innern)
Kiel, endigen in schlanke DSrnchen von 1.2 — 1.5mm und
stehen mit der Spitze etwas ab.
Die Blumenkrone misst 15mm, der Saum ist um
2.5— 3mm Janger, als das Rohr. Ihre Farbe ist blassgelb,
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— 269 —
NB. 1. Standortsverh<nisee, wie auch die angegebenen
Eigenschaften lassen vermuthen , dass dieses Cirsium ein G.
oleraceum X nvulare set Bei den Seefelder Exemplaren,
die mir bei der Beschreibnng vorlagen, gelangte, der Art
ihres Vorkomins nach zu urtheilen, hOchst wahrscheinlich der
Pollen von G. oleraceum auf die Narben des C. rivalare.
NB. 2. Michl (Vikar in Elixhausen, 2 Std. nordSstl.
von Salzburg) 1. c. gibt seiner Pflanze capitula „ebracteata",
and mdchte dieser Umstand die Anwendung seines Namens
auf nnsere Pflanze nicht gerechtfertigt erscheinen lasssn,
jedoch da die andern Merkmale der allerdiugs etwas knappen
Diagnose zntreffen, durfte diese Angabe einer kleinen Un-
genauigkeit des Beschreibers zuzuschreiben sein, dem dabei
die so auffallenden (entfarbten) Deckbl&tter des C. oleraceum,
die sich allerdings an dieser Pflanze nicht finden, vorge-
schwebt haben rodgen; oder Michl hatte gerade eio Exem-
plar vor Augen , das nur mit kleinen Deckblattern versehen
war, wie sich solche auch finden, ohne dass sich sonst der
Habitus solcher iudividuen von der gewdhnliohen Form
merklich entfernte.
31. X C. Linklannm Lohr (Enumeratio ann. 1852.)
(C. Erisithales X Pannouicum) (v. s.)
G. pannonico-Erisithales Naeg. in Koch Syn. III. 752.
Cautis plerumque simplex, flocculoso-arachnoideus^ w-
ferne folio sits. Folia semiamplexicaulia, breviter dectir-
rentia, oblongo-lanceolata, sinuatopirmdUJida, subtus orach-
noidea. Capitula solitaria, globulosa> plus mirmsvenutantia.
Squamae oblongae, pubescentes, ciUatae, viscosb-carinatae ,
apice recurvulae. Corollae purpureae limbics tubo longior.
Jul.-Aug.
Die Pflanze erreicht erne Grdsse von 3 — 6 decim.; ihr
Stengel ist meist einfach, mitunter zweitheilig, unten ziein-
lich stark bebl&ttert, oben dagegen blattlos , nur mit wenigen
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— 270 —
entfernten Schuppen versehen, von unten bis oben flockig-
spionwebig, an der Spitze bald mehr, bald weoiger wollig-
fiWg.
Die l&nglich-lanzettlichen Bl&tter umfassen den Stengel
mit ihrer herzffirmigen Basis zur Halfte, die Oehrchen laufen
za beideo Seiten ganz wenig am Stengel herab; sie siod
buchtig-fiederspaltig , die Fiedersohoitte reichen bis zur Mitte
oder etwas weiter, seltener beinahe bis zur Blattrippe; die
Fiedern sind von eiftrmiger Gestalt, etwas nach vorne ge-
richtet, ziemlich deutlich von drei konvergirenden Nerven
durchzogen, klein gezahnt Beide Blattflachen sind rauh-
haarig, die Ruckseite uberdiess fast immer etwas spinn-
webig, wenn auch mitonter nur ganz leicht. Weiter nach
oben werden die Blatter lanzettlich, zuletzt schuppen-
formig.
Das Kftpfchen, oder bei zweigetheilteni Stengel, die
KOpfchen von mittlerer Grosse (lltille bei 17mm br. uad
hoch) and rundlicher Form zeigen etwas das far G. Erisith.
charakteristische Nicken oder stehen fast ganz aufrecht. Die
langlichen , etwas spitzen Hfillschappen sind riickwarts . flanm~
bedeckt, am Rande ziemlich lange gewimpert oder auch
spinnwebig, in der obern Halfte mit klebrigem Kiele ver-
sehen, der getrocknet sich einem schwarzlich-purpurnen Aus-
sehen nfthert; am Ende lanfen sie in ein Ddrnchen von
etwa 0.7 mm aus, die Spitzen sind leicht zuruckgekriimmt.
Die Blumenkrone wird 17— 19mm lang, das Rohr bleibt
am 2— 2.5«»m kflrzer als der Sauin. Bliitheufarbe bald
heller, bald dunkler purpura.
SUdtirol: Val die Vestino auf Alpentriften outer C,
Pannonicam ziemlich haufig.
NB. Beziiglich des Namens kommt hier die Priorit&ts-
frage in Betracht. Ausser G. Linkianum Ldhr 1852 haben
wir noch:
G. polymorphum Dolliner exsioc.
G. Dollineri Schultz Bip. herb.
C. Portae Haasmann Exsicc. (ab 1854).
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— 271 —
C. Portae Hausraann Z. B. G. 1868 (vgl. fiber diese
Synonyma Baron v. Hausmann's Bemerkungen ebendort
S. 373.)
Da nan nicht zu ermitteln ist, wann Dolliner die Pflanze
„polymorpbuma genannt habe*) (ein Name, der sonst sehr
gliicklich gewahlt ware), so mass man sich an den am
fruhesten publicirten Namen halten; das ist aber eben C.
Linkianum L5hr Enameratio, Geo. Cirsiam Mr. 41, ann. 1852.
NB. 2. Die Koiubination C. Linkianam = C. Erisithales
X Pannonicum hat alle Wahrscheinlichkeit fur sich; die nur
halb fiedertheiligen Blatter, die etwas herablaufen, der flockige
Spinneniiberzug des Stengels, die oft spinnwebigen HuJl-
schuppen, die rothe Blnthenfarbe deuten anverkennbar aaf
C. Pannonicum, dass aber G. Erisithales anch betheiliget sei,
. leuchtet beim ersten Blicke ein.
32. X C. Erisithaloides Huter in exsicc. Tirolens. 1871.
(C. Erisithales X Pannonicum) (v. s.)
G. recedens ad Erisithales Nrog. in Koch Syn. 752.
Proximum Oirsio Linkiano L6hr9 differt vero pro-
piusque accedit ad C. Erisithales:
a) caule sub capitulis rubiginoso-aracknoideo vel
rubiginoso-pubescenti ;
b) foUis vix deeurrentibus^ ad costam usque pirma-
tifidis, pinnis oblongis, magis horizontalibus;
c) squamis obtusiusculis, spinula brevissima (0.3 —
Q.4mm) terminatis, margine brevius ciUolatisy non arach-
n&ideis, callo gtandulari magis viridi;
d) floribus citrinis> rarius purpura/ntibus vel fusco-
purpureis.
Standort wie bei G. Linkianum Lohr.
*) Reichenbach in „Deutschlands Flora, die Cynarocephalenu (1853)
erv&hnt des C. Dollineri nicht.
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— 2*2 —
Sect VI. Xanthopon ftegeli C. d. Schw. p. 89.
Folia facie non spinuloso-birta, non aut parum decur-
rentia. Squamae lanceolatae, sensim longiasque acumioatae.
Flores ochroleaci vel citrini. Corollae limbus quam tubus
longior. Pappus corolla brevior. Perenne.
33. C. spinosissimnm (Gnic. sp. L. sp. 1157.) (v. ?. et a.)
Cirsium spiuosiss. Scop. Cam. ed. 2. n. 1006.
Caulis simplex, villoms, foliosus. Folia lanceolate,
alatopetiolata vel semiampleadcaulia, paululum decurren-
tia, rinuatopirmatijida, pinnis rhomboideis 3 — 5- fidis,
valide spinoso-ciliatae. Capitula cylindrica, congested
bracteata, bracteis lanceolato-Unearibus, decoloratis, capi-
tula supercuntibus. Squamae lanceotato-lineares, in spinam
longam et flavidam ewetmtes. Corollae ochroleucae limbus
tubo longior. Jul Aug.
Der zu seiner Lange (2 — 6 decim.) etwas dicke Stengel
ist durchaus zottig-behaart, besonders nach oben; nur inner-
halb der gedr&ngten Infloreszenz schwinden diese Zotten-
haare. Die Beblatterang ist durchaus reichlich; gegen die
Spitze hin aber folgen sich die Blatter schneller.
Die untern Blatter verschmalern sich ein wenig zu
einem dornig geflQgelten Stiele; die oben sitzen mit nicht
stark erweiterter und nur halbumfassender Basis und die
Oehrchen laufen darunter ein wenig herab, initunter gegen
1 cent. Alle sind ira Umrisse lanzettlich, buchtig fieder-
spaltig, aber nur bis etwa zur H&lfte der Spreite, die Fieder-
lappen breit rautenffirniig und 3-j-5- ja initunter noch inehr-
lappig, die einzelnen Lappchen dreieckig, auseinander ge-
sperrt (wesswegen sich bei getrockneten Exemplaren die
einzelnen Fiedern merklich decken, wahrend ira Leben dieses
dadurch verhindert wird, dass die Fiedern mit der Blatt-
ebene einen Winkel bilden und so untereinander hinein-
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— 273 —
greifen), niit starken, gelben Dornen (von 6mm Lange) be-
wehrt Die Oberflache ist hellgrun, zerstreat langer bebaart,
die Unterseite blasser, auf den Nerven fast zottig, sonst bei-
nahe kahl. W&hrend die Blattspreite nacb oben zu allmalig
schwindet, behalten die Dornen ihre Grosse bei, nehmen eber
daran zu (auch die Zottenhaare auf der Mitterrippe der
Unterseite, sowie die zerstreuten Haare der Oberseite, die
fast weiss-seidig hersehen, nehmen nach oben hin zu). Zu
oberst entfarben sich die Blatter uiehr und mehr, vom
Grunde und von der Rippe aus beginnend (so dass die mitt-
leren der entfarbten Blatter nur noch an den L&ppchen der
Fiedern grftn sind); zuletzt erscheint der Bluthenstand von
einem Konvolut schdn weisser, zierlicher Deckblatter einge-
hullt, ahnlich wie C. oleraceuro, nur dass die Deckbl&tter
oben nicht zusaniinen schliessen, sondern mehr aufrecht in
die flohe stehen. Sie sind lanzettlich- lineal mit sehr ver-
ULngertem Endzipfel und, besonders an der Basis, zierlich
doruig-zerschlitzt.
Die Kopfchen sind zylindrisch (Hulle 11mm br., 25mm
hoch), stehen dicht gehauft (bei recht ilppiger Entwicklung
soil sich der Stengel in einige Bliitheoaste theilen: Nseg. in
Koch Syn. III., 747; ich sah kein solches Exemplar). Die
lanzettlich-linealen Hullschuppen spitzen sich allm&lig in
lange, derbe, licht strohgelbe Dornen (von 4— b™*0) zu; bei
den innern wird aus den Dornen eine etwas schw&chere,
dornig trockenhautige Spitze, die fast noch einmal so lange
wird, als die Dornen der ftussern Schuppen. Auch bemerkt
man an den mittlern und innern Schuppen einen schwachen
MitteLierv, wfthrend die stusseren ganz glatt sind; der Rand
ist fein gewimpert; die Spitzen der Schuppen stehen
etwas ab.
Die blassgelben Blumenkronen werden nur 14mm lang,
ihr Saum 8mm.
Deberall auf den Alpen an feuchteren und uppigeren
Stellen bis 2600 oder 2700"> .
Ferdinandeumi-ZeiUchrift. 18
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— 274 —
34. X C Ganderi Huter in herbar. 1865. (v. s.)
(C. Erisithales X spinosissimum.)
C. spinosissimo-Erisithales Naeg. in Koch Syn. HI. 759.
Caulis simplex, subvillosus, foliosus. Folia lanceo-
lata, bad cordata, pusillum decurrentia, fere glabra, pro-
funde dnuatopinnatifida, pinnis ovatis oblongisve, lobato-
dentatis. Capiiula plura, congesta, bracteafa, bracteis
capitula siiperantihts, spinoso-laciniatia. Squamae elongato-
bmceolatae, longe spinatae, levisdme carinatae. Corottae
citrinae limbus tubo multo longior. Aug.
Dieses Cirsium steht jedeofalls dem C. flavescens Koch
nahe, nnterscheidet sich aber von ihm doch in mehreren
Stiicken and kommt eben hierin dem C. spinosissimum
n&her:
Der Stengel ist fast zottig, unter den Kdpfchen
braunlich wollig.
Die Blatter sind schmaler, lanzettlich, mit herz-
fdrmiger Basis stengelumfassend, wobei die Oehrchen etwas
herablaufen, oben hellgrun, unten blasser, auf beiden Seiten
schwach behaart oder fast ganz kahl; nur Rippen and
Nerven der Unterseite sind zottig. Die Fiedereinschnitte
reichen etwa bis zurMitte, die Fiedern sind eifSrmig,
eckig 3 — 41appig, die Lappen auseinander gesperrt, so
dass sich die Fiedern grosscntheils decken ; oder die Fiedern
sind langlich, an beiden R&ndern mannigfach gez&hnt and
dabei weiter von einander entfernt; Lappen and Zahne sind
stark, der Obrige Umfang schwacher bedornt.
Die Kopfchen treten in grosserer Anzahl auf (3 — 8),
sind geh&uft, von Deckblattern gestiitzt, die die Kopf-
chen uberragen, an ihrem Grunde mitunter etwas ent-
fftrbt (?), von verlangert lanzettlicher Form und zerrissen-
domig-gezahnt sind; auf ihrer Oberflache zeigen sich die fur
C. spinosissimum charakteristischen Haare. Die verlan-
gert lanzettlichen Hiillschuppen bedeckt oberseits ein
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— 275 —
ganz feiner Flaum, der Rand tragt feiue Wimperhaare;
8tatt des Kieles bemerkt man hochstens einen schwachen
Nerv; von einem klebrigen Ueberzage desselben ist
kaam eine Spar; dafur spitzen sich die Schnppen in
einen merklich langeren, hellgelben, etwas platt
gedrtickten Dorn (von 2— 3mm) zu. Der obere Theil
der Schnppen steht ab.
Die Dimensionen der Bliithe sind denen von C. flaves-
cens gleich, oder der Sauin ist noch langer, Bluthenfarbe ist
auch hier zitronengelb.
Pusterthal: Pragraten auf Alpentriften bei 1800m von
Gander gefunden (Herb. Hnter.) •
35. X C. flareseens Koch Taschenb. 292. (ann. 1844) (v. s.)
(G. Erisithales X spinosissimum).
C. recedens ad CXrs. Erisithales Naeg. in Koch Syn. III. 760.
Cautis simplex , scaber, foliosus. FoUa oblonga,
pimllum decurrentia, profunde dnuatopinnaUfida^ pinnis
oblvngis. Capitula paaca, nutantia> bracteata, bracteis
quam capitulis brevioribus. Squamae acunUnato-ovatae,
iriscoso-carinatae, spinula breviori terminatae, apice re-
curvae. CoroUae citrinae limbus tubo multo longior,
Jul.-Auff.
Der einfache Stengel ist von unten bis oben beblattert,
rauhhaarig, gegen sein Ende hin stark br&unlich fl an-
na ig, theilt sich zuletzt in wenige kurze Zweiglein.
Die l&nglichen Blatter urafassen den Stengel mit
ihrer herzforraigen Basis, wobei die Oehrchen etwas herab-
laufen, sind beiderseits zieralich behaart, unterseits auf der
Rippe fast zottig, beinahe bis zur Mittelrippe fieder-
spaltig, mit langlichen, grob gez&bnten Fiedern;
naraentlich am hintern Rande ragen einzelne Z&hne bedeu-
tend hervor, so dass sich an den untern Blattern die Fie-
dern theilweise decken. Fiedern nnd Z&hne sind mit st&r-
keren, der ubrige Rand mit schwachern Dornen bewehrt.
18*
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— 276 —
Die K5pfchen in der Anzahl von 3 — 6, stehen locker
gehauft am irickenden Stiele, sind rait Deckbl&ttern
versehen, die nicht entfarbt , zieralich derb dornig bewimpert,
von lanzettlich-linealer Gestalt und kiir/.er sind als die
Kflpfchen. An den zugespitzt eiformigen Holl-
schappen bemerkt man auf der Oberseite eine leiclite Fiaum-
decke; die obere Mitte erscheint griin klebrig gekielt;
der Rand ist fein gewimpert; am Ende steht ein etwas
kurzeres (1 — 1.3™m) Dornchen von gelblicher Farbe;
mit der Spitze stehen sie ab oder sind etwas zuriickgebeugt.
Die Blumenkrone misst bei 19mm, der Saum um 3 —
4mm mehr, als d^s Rohr. Die Bluthenfarbe ist mehr
zitronengelb , als blassgelb.
Vintschgau: Laaseralpen' bei 1400m; Alpenwiesen io
Prax; Ritteu sehr selten, Groden, Fleims nnd Fassa,
Monte di Pozza (alle diese Standorte nach flsm. Fl. v. Tirol
S. 483). Pusterthal : bei Virgen (?) (Herb. Ausserdorfer).
NB. Schon von Koch als C. Erisithales X spinosissi-
mum gedeutet, zwischen welchen beiden Arten die Merkmale
die Mitte halten. Die Blattfonn ist von G. spinosissi-
mum, jedoch durch G. Erisith. miidernd modifizirt; auch die
starke Bebl&tterung des ersteren ist durch letzteres ge-
schwacht; der nickende Bliithenstiel und der klebrige Kiel
der Schuppen gehflren zu C. Erisith., dagegen die Deck-
bl&tter, die zugespitzten Schuppen und l&ngeren Dornchen
wieder zu C. spinosissimum.
36. X C tryphilinura. (v. s.)
(C. Erisithales X oleraceum X spinosissimum).
Cautis simplex, dense pubescens9 totus foUatas. FoUa
ampteadcauUa) oblonga, utrinque hirteUa^ profunde sub-
sinuato-pintnatifida, pinms oblonffis, grosse dentatis. Ca-
pitula pauca, mediocria, subcongesta, bracteata, bracteis
viridibus, exterioribus capitula excedentibus. Squamae
lanceolatae, parum arachnoideae, leviter carinatae, non vis-
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— 277 —
cidae, longius tenuiterque spinulatae. Corollae fere citrinae
limbus tubo longior. Aug.
Abgesehen von der Nervatur und iibrigen Gestaltung
der Blattfiedern and der Bekleidung der Stengelspitze sieht
die Pflanze einem X Cirsium Candolleanum sehr ahnlich.
Sie besitzt einen dicht mit karzen Flaumhaaren besetzten,
am Ende sehr dicht und br&unlich-flaumigen, aber kaura
spinnwebigen Stengel, der durchaus, doch nicht eben stark
beblattert ist.
Von den ira Umrisse langlichen Slattern sind die antern
geflugelt-gestielt, die obern umfassend sitzend ; die untersten
sind in der vordern Halfte gelappt-gezahnt, nur in der hin-
tern fiedertheilig (Fiedern breit-l&nglich, kaura gezahnt, nur
vorne ein etwas gr5sseres, stumpfes Lappchen) und endigen
stumpf; die mittleren dagegen sind ganz und bis odgr fast
bis zur Mittelrippe fiedertheilig, die Fiedern sind langlich,
grobgezahnt, am hintern Rande ragt hSufig ein grosser Zahn
nacb ruckwart8 vor; das Blattende ist ziemlich spitz. Beide
Blattflfichen erscheinen von dicht stehenden kiirzeren Haaren
rauh, auf der Rippe und den Nerven der Unterseite sind die
Haare etwas langer. Die Nervatur weist auf G. spinosiss.
(vgl. Nr. 26, C. Pustariacum Ausserd. NB.)|; bei den ober-
sten Blattem wird die Fiedertheilung wieder zusehends seichter.
KSpfchen sind bei dem mir vorliegenden Exemplar vier
vorhanden, mittelgross (Hiille bei 17mm br., fiber 18mm
hoch); sie stehen Idcker gehanft; die ausseren sind mit an-
sehnlichen, nicht entfarbten Deckbl&ttern versehen, die am
Grande der kurzen Bluthenstiele stehen und die (noch un-
entwickelten) Kopfchen uberragen: unmittelbar unter diesen
Kdpfchen und am Grunde der innern stehen viel kleinere
Deckbl&tter, die den K5pfchen an Grftsse kaum gleich kommen ;
beim innersten ist das Deckbl&ttchen viel kiirzerund vermittelt
in seiner Form den Uebergang in die Hullschoppen. Diese
sind lanzettlich, am Rande fein gewimpert, ziemlich deutlich
spinnwebig, in der obern Mitte mit schwachem, dunklem
Kiele versehen, endigen in schlanke, gelbe DOrnchen von
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— 278 —
beinahe 2mm. Die Spitze steht raerklich ab oder ist fast
zurfickgeschlagen.
Die Bluthenfarbe ist naheza zitronengelb, die Krone
misst bei 19mm, der Saum urn 2mm mehr, als das Rohr.
Pasterthal in Virgen auf eiuer m&ssig fenchten Wiesen-
stelle der Bergeralpe bei 1700m auf kalkh<igem Schiefer
von Ausserdorfer gefanden. (Herb. Trfls.)
NB. Ueber die genauere Genealogie dieses Cirsiuras ist
mir, insoweit die Verhaltnisse des Vorkoramens eine Ver-
muthung an die Hand geben konnten, nichts bekannt; die
drei angegebenen Arten haben jedoch in der Pflanze so
merkliche Spnren hinterlassen , class man sie rait ziemlicher
Sicherheit daraus erschliessen kann:
C. spinosissimum ist an der Blattnervatur zu erkennen ;
C. oleraceura an den Httllschuppen und an der Form der
ontersten Blatter; von beiden gemeinsam stammt die inso-
ferng starke Bebl&tterung, als sie noch ansehnliche Deck-
blatter enth< C. Erisithales bekundet sich namentlich io
der tief reichenden FiedertheiluDg und in der Beeinflussung
der Nervatur des C. spinosiss.; dann aber ist seiner Be-
theiligung znzuschreiben die fur einen Abkdmmling von G.
oleraceum und spinosiss. immerhin etwas sparsame Be-
blatterung, sowie die griine Farbe der Deckblatter und die
dicht flaumige Bekleidung der Bliithenstiele, die nebenbei
durch ihre Starke und etwas lichtere F&rbung an G. spinosiss.
erinnert. *
37. C. oleraceura (Cnic. ol L. sp. 1156) (v. v. et s.)
Cirs. oleracerum Scop. Cam. ed 2. 998.
Caulis simple® vel ramoms, glaber vel arachnoideus,
totus folio*u8. Folia amplexicaulia, ovato-oblonga* *ufe-
glabra^ integra vel pinnatifida, pinnis ovatis. Capitula
congesta vel laociora, cylindrical bracteata, bracteis decolo-
ratis, ovatiSy capitula involventibu8. Squamae Unecuri-
laneeolatae, in spinulas attmuatae, apice patentee. Corollae
ockroleucae limbics tubo longior. Jul.-Sept
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So typisch die Pflanze im Allgemeinen ist, ermangelt
sie in ihren einzelnen Theilen doch nicht mehrfacher Schwan-
kungen. t
Der Stengel wechselt in seiner Grosse zwischen 4 und
12decim.; bald ist er einfach, die Infloreszenz dann dicht
gehauft, oder er theilt sich in wenige, kiirzere oder auch
mehrere und langere Aeste, wodurch dann die allgeineine
Infloreszenz eioe losere wird; ebenso ist er bald fast kahl,
bald etwas rauhhaarig oder auch spinnwebig, immer jedoch
nnter den Kopfchen wollig-filzig. Die Bebl&tterung reicht
stets in kraftiger Entwicklung bis zur Spitze, wo sie die
unser Cirsinra von weitem charakterisirenden gelblichen Deck-
blatter aufweist; die iibrigen (Stengel-)Blatter sind sitzend,
mit breiter Basis umfassend, yon eiformig-langlicher Gestalt
und wie der Stengel, bald kahl, bald zerstreut behaart oder
flaumig, bald unterseits leicht spinnwebig, immer aber ober-
seits sattgrun, unterseits blaulich-griin.
Die Blattspreite ist *fters bei den unteren und immer
bei den obersten Blattern ungetheilt, bei den mittleren da-
gegen wohl immer fiedertheilig und zwar in eigenthiimlicher
Weise : Die Fiedern sind elliptisch-eiformig, zugespitzt (ebenso
der Endzipfel), ihr Rand ist ungleich gezahnt und fein-dor-
nig gewimpert; beim Zusammentreffen mit der Blattspindel
bilden sie nicht so fast Buchten, als spitzige Einschnitte.
Gegen die Spitze des Stengels hin entfarben sich die Blatter
mehr und mehr, bis zuletzt'die eigentlichen Deckblatter
blassgelb sind. Von den Deckblattern sind die ausseren
eiffirmig, langer als die Kdpfchen und hullen die ganze In-
floreszenz ein, die innern dagegen sind kiirzer als die Kopf-
chen und mehr lanzettlich.
Die Kdpfchen sind eiformig-zyliadrisch, mittelgross
(Hulle bis 30mm hocb, bis 20mm br.). Die mit der Spitze
abstehenden Hiillschuppen sind lineal-lanzettlich, ganz fein
oder kaum flaumig, zart gekielt, ebendort ein wenig klebrig,
fein gewimpert, leicht spinnwebig, gehen in eine etwas lan-
gere (2mm), gelbliche, dornige Spitze fiber.
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- 280 —
Die Blumenkronen messen bei 19mm, der Saum ura
1.5 — 2™™ mehr, als das Rohr. Die BlUthenfarbe ist weiss-
gelblicb. *
In feuchten Wiesen, an Wassergr&ben, auf Triften bis
1600m: Ober-Innthal , Innsbruck, Unter-Innthal, Stnbai,
Navis, Brenner, Sterling, Brixen, Bozen, am Trient and Ala,
am Fosse des Baldo u. s. w. u. s. w., nicht beobachtet in
Vintschgau und am Meran.
38. X C.Oenipontanum(C.Erisitha]es Xoleraceum.) (v.s.)
C. recedens ad C. oleraceam Naeg. in Koch Syn. III. 760.
Caulis simplex, subaracJwwideus, totus foliosus. Folia
ampleocicaulia, ovata, profunde sinuato-pinnatifida, pinms
oblongis vel Icmceolatis, dentati.% dorso interdum subaraeh-
noidea. Gapitula subcongesta, infimis pedunculate, brac-
teata, bracteis quam capitulis longioribus. Squamae
elongato-lanceolatae, in spinam Vongiorem productae, leviter
arachnoideae, cmguste et viw viscose carinatae. Corollae
dtrinae Umbus tubo paulo longior. Jul.-Aug.
Der ganz bebl&tterte Stengel ist an seinem
nnteren Theile beinahe nackt, nach oben dagegen merklich
spinnwebig.
Die eifbrmigen Blatter amfassen den Stengel mit breit
herzffirmigem Grande. Gegen die sattgriine Oberfl&che sticht
die bl&ulichgrftne Unterseite merklich ab; an letzterer
treten auch, namentlich an den Nerven, leichte
Spinnenhaare auf. Die bachtigen Einschnitte erreichen
beinahe die Mittelrippe; die Fiedern sind lfinglich oder
lanzettlich, gez&hnt, die Zahne oft gross, besonders am hin-
tern Rande; mitanter bemerkt man auch am vordern einen
oder den andern grOsseren, lanzettlichen Zipfel; sonst sind
die Fiedern einander gen&hert oder mehr entfemt, and, wftb-
rend die hintern etwas nach rfickw&rts gewendet sind, sehen
die vordern mehr nach vorne; zu oberst werden die Bl&tter
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ULnglich, fiederspaltig gez&hnt, umfassen den Stengel nur
mehr zor H&lfte.
Die KSpfchen sind etwas locker geh&uft, die antersten
1 — 2 l&nger gestielt, die fibrigen fast siUend, mit Deck-
bl&ttern versehen, diese von eiftrmig-l&nglicher Gestalt,
t&bertreffen die R5pfchen an Grftsse, sind nicht
entfSrbt. Die Htillschuppen sind verl&ngertr-lanzettlich,
gehen in einen schlanken, feinen Dom von 1.5 — 2mm
fiber; die Rfickseite pubescirt ganz leicht, der Rand ist fein
gewimpert, da and dort sieht man Spinnenhaare,
besonders am Grande der Schuppen. Ueber die Mitte zieht
sich ein schmaler, schwach, oft kaum bemerkbar
klebriger Kiel.
Der Saum der Bliithen iibertrifft das Rohr um 0.5—
1.8mm, zusammen erreichen sie bei 20mm. Die Farbe ist
atronengelb.
„Kranewitter Klamm" bei Innsbruck (Herb. Kerner.)
NB. C. Oenipontanum ist mit G. Candolleanum Naeg.
nabe verwandt, steht aber dem C. oleracenm n&her, als
letzteres; man vergleiche nur die S&rke der Bebl&tterung,
Bekleidung der Blatter, Grdsse der Deckbl&tter, Form, Be-
kleidung and Bedornang der HiUlschuppen.
39. X C. Candolleanum Naeg, C. d. Schw. p. 98.
(C. Erisithales X oleraceum) (v. s.)
C. Erisithali-oleraceum N®g. in Koch Syn. III., 760.
Caulis simplex, superne subaphyllus, subarachnoidal*.
Folia ampleooicaulia, elongato-ovata, mbsinuatopinnatifidc^
pmnis saepe trmerviis, pube¢ia. Capitula pcmca, sub-
congesta, braeteata, bracteis capitula non aeqwmtibus.
Squamae lanceolatae, breviter spinulatae, via arachnoideae,
viscide carinatae. CoroUae citrinae limbics tubo Umgior.
Jul -Aug.
Der dorchaos leicht spinnwebige Stengel ist nur in
seiner uoteru flalfte reicher bebl&ttert.
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— 282 —
Die Blatter sind stengelumfassend , etwas buchtig Seder-
spaltig, vod Gestalt verl&ngert eiformig; die Fiedern sind
mehr horizontal angeordnet, gezahnt oder die Z&hne auch
sm Zipfeln verl&ngert, jedoch weniger, als bei C. Oenipon-
tanum, oft zeigen sich an den Fiedern die fur G. Erisithales
cbarakteristischen drei parallelen Nerven, seltener sind sie
bloss einnervig; beide Blattfl&chen sind beinahe kahl oder
auch zerstreut-flaumig; die obersten Blatter sind lanzettlicb,
dornig ungleich gezahnt.
Die Kopfchen finden sich in geringerer Anzahl vort als
bei C. Oenipont.; sie stehen etwas gehauft, nicken wohl
auch ein wenig, sind von Deckblattern gestiitzt, die durch-
aus griin und kiirzer sind, als die KSpfchen oder so gross,
wie dieselben. Das Ende der lanzettlichen Hiill-
schoppen bilden kurze D5rnchen von 0.5 — lmm; der
Rttcken ist flauraig, der Rand gewimpert, gewohnlich frei
von Spinnenhaaren ; der Kiel ist deutlich ersichtlich
und klebrig.
Bei fast gleicher Grftsse der Blumenkrone entftllt auf
den Saum ein grSsserer Theil, als bei C Oenipont. Bluthen-
farbe zitronengelb.
„Krane^itter Klamm" bei Innsbruck; Trins im Wipp-
thale (Herb. Kerner.)
40. C. Carniolicum Scop. Cam. n. 1005 (ann. 1760)
(v. s. et viv. cult.)
Caulis simplex vel subramosus, dense pubescens, totiis
folio8U8. Folia petiolata ses&ilia vel parum decurrentia,
cordato-oblonga, velutinosa, rtpando-sinuata vel pimia-
tifido-lobata, spinuloso-ciliata. Capitula ovata> glomerata
vel remotiora, nutantia, bracteata, bracteh longis spinulis
ciliati8 et capitula mbaequantibus. Squamae laneeolato-
lineares, longiu* spinulatae, pubescentes, spinulis vel longis
pilis ciliatae. CoroUae ochroleucae limbics tubo longior.
Jul.- Aug.
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Die Pflanze treibt einen Stengel von 6 — 12 decirn., der
von ziemlich langen Haaren dicht flaumig ist, besonders an
seiner Spitze, wo die Haare fast einen zottigen Ueberzog
bilden; sonst ist der Stengel einfaoh oder theilt sich oben
in einige wenige Aeste. Die Beblatterong reicht vom Grande
bis unter die K5pfchen.
Die untersten Blatter sind gestielt, der Stiel unter-
brochen igeflugelt, die mittleren und obern dagegen mit herz-
fdrmiger Basis sitzend, halb stengelumfassend, oder die
Oehrchen laufen ein wenig herab. Ihre Gestalt verandert
sich von unten nach oben von der herzf5rmigen in die
eiformige, lftngliche, zuletzt ziemlich schmal-lanzettliche bei
breiterer Basis. Ein sehr dichter Ueberzug von korzen,
glanzenden Haaren verleiht den Blattern, besonders an der
Oberseite und bei schief auffallendero Lichte ein seidig-
sammtenes Aussehen. Die Blatter sind nngetheilt oder
bucbtig- oder fiederspaltig-gelappt, die Lappen breit, dreieckig,
etwas grob gezahnt, fein-dornig gewimpert; an den oberen
Blattern dagegen werden die Dornen langer, noch langer bei den
lineal-Ianzettlichen Deckblattern, an denen sie sich hie nnd
da anch noch verasteln. Letztere sind sonst den fibrigen Blat-
tern gleich, nor langer, beinahe zottig behaart; sie erreichen
K5pfchengr5s8e oder anch nicht. Alle Lanbblattorgane, von
den untersten Stengelblattern bis zu den Hullschuppen,
zeigen ein kontinuirliches Ineinanderubergehen.
Die mittelgrossen, eif5rmig-rundlichen K5pfchen (Httlle
25— 30™™ hoch, 22—26 br.) stehen gehauft oder sind
lfinger gestielt und weiter von einander entfernt (je nachdem
der Stengel einfach oder getheilt ist), kommen aber nur in
geringerer Anzahl vor (3—6), nicken ebenso, wie die von
C. Erisithales. Von den larzettlich-Iinealen Hflllschuppen
sind die ausseren dornig-, die innern mit langen Haarchen
gewimpert, alle in einen langeren, aber wehrlosen Doru zu-
gespitzt, auf dem Riicken von ziemlich langen Haarchen
flaumig, ganz leicht oder kaum gekielt, beinahe von der
Mitte an zunickgeschlagen und auch auf der dadurch frei-
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— 284 —
gelegten innern Seite flaumig. — Die blassgelbe Blumen-
krone misst bei 19mm, der Saum um 1 — 1.5mm mehr, aJs
das Rohr.
Siidtirol in Vallarsa, am Cam pog rosso ; ausser der
Grenze aaf dem Bergzage westlich vom Gardasee, sfidlich
von Val di Vestino.
NB. Im Alter und im getrockneten Zostande werden
die Haare rostbraun, wodurch besonders der obere JTheil der
Pflanze ein charakteristisehes Aussehen erhalt. Oer stdo-
nyme Name Cirs. rufescens Ram. in DC. fl. fr. bezieht sich
offenbar hierauf.
41. X C. Benacense Treuinfels (Oest Bot. ztsehr
1874, S. 172.) (v. s.)
(C. Carniolicum X Erisithales.)
CauUs totus foliatue, pubescent. Folia ovata vel
oblonga, alato-petiolata vel sessiUa, profunde sinuato-
piwnatifida, pimds subtrinerviis, grosse dentatis, antrorsum
versis, utrinque pubescentia. Capitula nuttmtia, mbro-
twri&dy braeteata, bracteis capitula subaequantikus et longis
spinalis ornatis. Squamae graciUus spinulatae, tenuiter
carinatae, subviscidae, recurvae. Corollae citrinae Umbus
tubo multo longior.
Allem Anscheine nach (ich habe nur den oberen Theil
und ein nnteres Stengelstiick sammt Blatt vor rair) erreicht
die Pflanze eine betr&chtliche Hdhe.
Der Stengel ist rauhhaarig, zu oberst dicht brauu-
flaumig-filzig (nicht spinuwebig-filzig) und durchaus, aber
etwas sparsara beblattert.
Die unteren Blatter sind geflugelt-gestielt, am Grande
erweitert, die oberen sitzen mit breiter, herzfttrmiger Basis
umfassend. Die Gestalt der Blatter ist bei den untern
eiftrmig, bei den obern lftnglieh; sie sind tief fiedertheilig,
die unteren Blatter in ihrer untern H&lfte fast bis zur Rippe,
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— 285 —
in der obern nnr mehr bis 4/5 oder 3/4, die Fiedern sind
bier breit eiformig, fast rantenfSrmig, grobz&hnig, mit zwei
deatlichen parallelen Nerven (der binterste wendet sich mehr
gegen den Rand and zweigt sich meist erst ini Fiederlappen
vom mittleren ab) and schauen deutlich nach vorne; die
obern Blatter sind nor bis 3/4 oder 2/8 bnchtig-fiederspaltig,
die Fiederlappen eiformig, aucb noch etwas grober gez&hnt;
die obersten Blatter werden lanzettlich and dienen den aaf
zweilftngere Stiele vertheilten 3—5 Kdpfchen als Deckbl&tter;
die ausseren nberragen die Kopfchen, die inneren erreichen
die Grfose der letzteren nicht; diese sind fast lineal, die
Dftrnchen an ihren Zahncben and an ihren Oehrchen «ind
relativ, theilweise auch absolat grdsser, als an den antern
Blattern; sie gehen allmalig in die Htlllschappen fiber, so
dass von diesen die aussersten 2, 3 an ihrem unteren Rande
noch vereinzelte DOrnchen tragen.
Die *Ha11schappen sind aus breiterer Basis stark ver-
lftogert, endigen in feine Dornchen von 1 — 1.3mm; der
Rficken ist stark flaumig, mit Aasnahme eines rhombischen
Fleckes in der oberen Halfte, langs dessen lingerer Diagonale
ein griiner, klebriger Kiel verl&aft; der Rand ist dicht ge-
wimpert; die Spitze ist weniger als bei C. Garuiolicuin, aber
mehr als bei G. Erisithales zuriickgeschlagen.
Die rnndlichen, mittelgrossen Kdpfchen (Halle bei
20mm br. and hoch) nicken stark.
An der 20mm langen, zitronengelben Blomenkrone be-
trtgt das Rohr nur 7— 8mm!
Aof dem Gebirgszage westlich vom Gardasee (lacus
Benacos), sfidlich von Val di Vestino, also aasser der tiro*
lischen Grenze, aber kaam allzaweit (Herb. Hater).
NB. Habitaell macht dieses Cirsiam ziemlich den Ein-
drack eines C. Erisithales; die geschilderte Blattform, die
(far ein G. Erisithales) reiche Bebl&tterang, die schlank be-
dornten Deckblatter and Hiillschappen , die rostbraun filzigen
Blfithenstiele lassen die Betheiligang des Cirs. Corniolicam
an anserer Pflanze vollkommen glaabhaft erscheinen.
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— 286 —
42. C. Erisithales (Cnic. Er. 1. sp. 1157.) (v. v. et s.)
Cirs. Erisithales Scop. Carn. ed. 2. p. 125.
Caulis simplex vel H-trifidusy pilosus, superne sub-
aphyUus. Folia ovata vel oblonga, ad costam usque pin-
natifida, pinms fere imbricatis, horizontalibus, trinerviis,
utrinque pilosis. Capitula pauca, subglomerata, subrotunda,
nutantia, ebracteata. Squamae oblongae, breviter spinu-
latae, viscosae, apiee rejlexae. Coroliae citrinae timbus
tubo longior. JuL-Aug.
Aus der Mitte der rosettig ausgebreiteten 4 — 5 unter-
sten Bl&tter erhebt sich der 5 — 10 decim. bohe Stengel,
sparlich raoh-flauinhaarig, einfach oder oben in 2 —3 Bliithen-
aste getheilt; er tragt aach an seinein untern Theile nor
2 — 3 Blatter, nacb oben zu fehlen sie fast ganz, doch findet
sich eines oft noch fast unter den Kopfchen.
Die unteren Blatter sind kurz geflugelt-gestielt and am
Grande erweitert; die obern amfassen den Stengel mit
ohriger Basis. Iramer bewahren die Blatter eine charak-
teristische Form: eiformig oder langlich im Umrisse sind sie
bis zur Mittelrippe fiederspaltig, die einzelnen Fiedern, wenig-
stens an den antersten Blattern, etwas geschindelt, lanzett-
licb, sparsara gezahnt, von drei parallelen Nerven durch-
zogen, die anterseits langer behaart sind, aber nicht so stark,
wie z. B. bei G. spinosissimam, wahrend sonst beide Blatt-
flachen bald mebr, bald weniger raoh-flaunrig behaart er-
scheinen; die Fiedern stehen mehr- weniger rechtwinklig von
der Rippe ab, oder die hintersten wenden sich ein wenig
zuriick and die vordersten ebenso nach vorne; bei den ober-
sten Blftttern reichen die Einschnitte nicht mehr bis zor
Rippe and die Fiedern zeigen alle eine kleine Neigong nach
vorne; die zwei Seitennerven der Fiedern schwinden mehr
and mehr.
Unter den K5pfchen ist der Stengel (beziebangsweise
sind die Bliithenstiele) mit ziemlich dichten, anliegenden
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Flaumhaaren bedeckt, zwischen diesen erscheint er von einer
klebrigen Masse iiberzogen; getrocknet wird dann dieser
klebrige Ueberzug braunlich und die Eaare etwas rostfarben,
was zusammen ein far die Stengelspitze von C. Erisithales
charakteristisches Aussehen erzeugt.
Die Kopfchen nicken, sind randlich-eiformig, mittelgr.(Hfille
15 — 23mm br. und hoch), deckblattlos oder von dein letzten
Blatte (seltener von den zwei letzten) gestiitzt, entweder an
der Basis der Bliithenstiele, in welchem Falle das Blatt oft
noch von ansehnlicher Grosse ist, oder unmittelbar unter den
Kopfchen, wo dann die Blattchen sehr klein, fast schuppen-
f&rmig sind. Sie stehen einzeln auf den kurzen, seltener
langeren Stielen, oder sind auch enger gehauft.
Die Schuppen sind langlich-lanzettlich , am Ende sturapf-
lich mit kurzen Dftrnchen von 0.3 — 0.6mm, stark flaumig,
gewimpert, am Riicken mit einer klebrigen Schwiele ver-
seheD, die im Leben grun und weisslich iiberlaufen oder mit
einer weisslichen Mittellinie versehen ist, getrocknet oft
braunlich hersieht. Die Spitzen der Schuppen sind weit zu-
rackgeschlagen bei den untersten, horizontal oder etwas
weniger bei deu oberen und obersten; der umgeschlagene
Theil ist auch inwendig fein-flaumig.
Die zitronengelben Blumenkronen schwanken von 17 —
20mm, ihr Saum ist um 2 — 2.5mm langer, als das Rohr.
An buschigen Stellen, an felsigen, etwas trockenen Ab-
hangen der Berge bis etwa 1800m; scheint ftir Kalkunter-
lage einige Vorliebe zu haben , kommt aber auch auf an-
deren Gebirgsarten vor, so auf Porphyr (Ritten bei Bozen),
Thonschiefer (Trafoithal , Stilfserjochstrasse) , Hornblende-
8chiefer (bei Marienberg in Vintschgau). Allerdings sind die
genannten Gebirgsarten nicht kalkfrei.
C. Erisithales kommt meist etwas vereinzelt vor (mit-
uoter allerdings auch in ganz betraehtlicher Individuenanzahl),
durfte aber kaum einem ausgedehnteren sBezirke Tirols
fehlen.
NB. Sowohl Bertoloni (fl. Ital, IX, p. 21), als Grenier
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— 288 —
et Godron (fl. de fr. 2. p. 217), als Reichenbach (in
Deutschlds. Flora, Die Cynaroo'phalen S. 77), als Haus-
mann (FL v. Tirol S. 479) aussern sich dahin, dass G. Eri-
sithales mitunter auch mit purpurncn Bliithen vorkomnie,
wobei „keine Spur einer anderu befruchtenden Art za ent-
decken sei* (Rchbach 1. c).
Es liegt mir ferae, der Behauptung so gewiegter Bo*
taniker in ihrer Allgeraeinbeit nahe treten zu wollen ; jedoch
mit Rficksicht aof die von mir eingesehenen tirolischen
Exemplare vermuthe ich, dass bei diesen der Wechsel zwi-
schen gelber und rother Farbe mitunter za leicbt angenom-
men worden sein diirfte.
In Sudtirol ist es G. Pannonicum, welches ab and za
mit C. Erisithales Formen erzeagt, die letzterem tauschend
ahnlicb sehen und bei denen nur noch die rothe Bldtben-
farbe einen Uuterschied von dem gewohnlichen C. Erisithales
za begriinden scheint. Da und dort entdeckt man aber bei
genauerem Zusehen doch wieder minutidse Differenzen, die
wenn auch leise, auf deu zweiartigen Drsprang hindeaten.
Bald sind es leichte Spinnenhaare am Stengel, oder Spuren
davon an der Unterseite der Blatter*), bald sind es beinahe
aufrechte K5pfchen, bald der Mangel der charakteristischen
Bekleidung der Bluthenstiele oder eiue leichte Beimischang
dabei von Spinnenhaaren.
In Pasterthal diirfte G. palustre eine ahnliche Rolle
spielen, wie C. Pannon. in Sfidtirol; bei einem andern C.
Erisithales mit rothlicher Bliithe (von Lienz) glaubte ich
Spuren von G. heterophyllum zu entdecken.
Alle von mir eingesehenen (vielleicht iiberhanpt alle?)
„roth" bliihenden C. Erisithales zeigten eine trub rdthliche
*) Bertoloni 1. c. erwllhnt dieses bei der allgemeinen Chjtfakteri-
stik Ton C. Erisithales! Fiir das reine C. Erisithales besweifle ich die
Bichtigkeit dieser Angabe alles Ernstes: hfichst wahrscheinlieh ist es
aof die Srenigen nrothu bliihenden Exemplare einsoschranken oder aof
andere gelb blikhende, die richtiger als C. Erisithaloides Hater beaeich-
net werden.
Google
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— 289 —
Farbe. Auch dieser Umstand lasst den behaupteten Farben-
wechsel bedenklich erscheinen; denn, wenn ein solcber vor-
handeo ist, findet nicht so fast ein allmaliger Uebergang von
einer Farbe in die andere statt, als vielmehr ein Sprung
ohne wahrnehrabare Vermittlung; vergleiche Naegeli C. d.
Schw. S. 5, 6: „die Farbung Sndert sich plStzlich, ohne
durch quantitative oder qualitative Mittelstufen zu gehen.*
Sectlo VII. Cephalonoplos De Cand
Folia facie non spinuloso-hirta, subdecurrentia. Caulis
a radice ramosus. Flores purpurei, raro albl Corollae
limbus, qnam tubas multo brevior, fere ad basin quinquifi-
dus. Pappus corolla demum longior.
43. C. arouse (Serratula arv. J+ sp. 1149) (v. v. et s.)
Cirs. arvense Scop. Cam. ed. 2. n. 1001.
Rodin repens. Caulis subarachnoideust foUosus, a
basi ramosus. Folia subdecurrentia, lanceolata9 sinuato-
pinnatifida vel fere integra, undulata vel plana. Gapitula
ebracteata, cylindrica, numerosa. Squamae ovatae, ara-
neoso-ciliatae, breviter spmulatae. Corollae violaceae Um-
bos ad basin fere 5 fidus, tubo triplo vel quadruplo brevior.
Pappus demum corolla longior. Jul-Aug.
Pro foUorum diversitate disUngui possunt hoe
varietates:
a) horridum (Cirs. horridum Wimm. & Grab. fl.
SOL cma. 1827 — 29) : foliis undulatis9 pinnatifidis, valde
spmosis;
b) setosum (Serrat set. Willd. ann. 1800): foliis
plams, integerrimis vel subdentatis;
c) mite (Koch Synops. I. cum. 1837) : foliis caulims
sinuatis, rameis integris vel dentatis, mitius spmosis;
d) argenteum (Cirs. argenteum Vest man. bot. 1805):
foUis dorso atbo- vel mveo-tomentosis.
Ferdinandoums-Zeitschrift. 19
Google
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— 290 —
Dieses Cirsium nach seinem Standorte benannt and seit
Linn6 von den verschiedenen Botanikern als „pestis agrorum*
gebrandmarkt variirt namentlich in seinen Blattern so sehr,
dass man mit diesem Wechsel nicht vertraut sich schwer
daza verstehen mochte, manche Formeo desselben zu einer
nnd derselben Art zu ziehen.
Die Wnrzel ist stark kriechend and sendet da and
dort Schosse empor (daher die Ausrottung der Pflanze,
wenn nicht amndglich, so doch aasserst schwierig).
Der Stengel erreicht eine H6he von 6 — 15 decim., ist
in seinem antern Theile kahl oder fast kahl, nach oben zu
leicht spinnwebig, seltener dichtig filzig, unter den K&pfchen
immer etwas filzig. Aaf and aaf riemlich reich bebl&ttert
entwickelt er schon aas semen antersten Blattachseln
Seitenaste.
Wahrend die Blatter im antern Theile des Stengels
mehr-weniger herablaufen, sitzen die oberen mit nicht er-
weiterter Basis. Theilang der Blatter and Starke ihrer Be-
dornung variiren in der oben angegebenen Weise and be-
grtinden die Variet&ten sab a, b, c. Die Blatter besitzen
eine festere, beinahe lederartige Konsistenz and sind (var.
vestitum aosgenommen) oben dunkelgr&n, anten immer
blasser; die obersten fangiren wohl aach noch als Deck-
blatter, erreichen aber nie K5pfchengr5sse.
DieKOpfchen von zylindrischer Gestalt (Halle 8 — 12™m
br. 12 — 15 hoch) stehen etwas locker ebenstraussig aaf den
Spitzen des oben immer verzweigten Stengels. Die eifSr-
migen Hullschappen spitzen sich ein wenig zu, tragen am
Ende gelbliche, abstehende DSrnchen von 0.5-0.8-lmm ; der
Band ist von Spinnenhaaren filzig omsaamt; den Rucken
bedeckt leichter Flaam, and in der obern Mitte bemerkt man
einen dunkler gef&rbten Kiel, bald gr5sser, bald kleiner,
immer aber etwas klebrig; aach der ubrige Theil der Schup-
pen ist oft oder meist purpura iiberlaufen.
Die violetten, mitunter weissen (auctt. Bertoloni, Gren.
et Grodr., Celakovsky, Neilreich), ziemlich stark nach Honig
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— 291 —
riechenden Blutfaen erreichen eine Lftnge von 18mm, der
Swim nur 3 — 4mm nnd ist, abweichend von alien andern
Cirsien, fast bis auf seinen Grand ungleichm&ssig funf-
spaltig. ,
Eigenthumlich ist unserem Cirsium inch noch, dass der
Pappus von schmutzig weisser Farbe sich allm&lig fiber die
Krone verl&ngert, ja diese schliesslich tun ein Drittel
fibertrifft.
Ausser auf Aeckern, auch an Wegen, lichten Wald-
stellen etc. bis etwa 1800™, gemein dorchs ganze Land;
var. argenteum in der Rodlerau bei Bozen (Ham. in Ft. v.
Tirol) and bei Mittewald in Pusterthal (Herb. Gander).
NB. Naegeli in Koch Syn. Ill, 748 schreibt ,ramis
inferidribus brevibns foliosis sterilibus."
Da die allgemeine Blftthenentwicklung eine zentrifagale
ist, kommt die Reihe znm Aufblfthen an die nntersten Aeste
allerdings zuletzt, nnd mag es wohl diesem Umstande zuzu-
schreiben sein, dass man sehr h&ufig die nntersten Aeste so
findet, wie sie Naegeli 1. c. beschreibt; dass aber in ange-
messener Zeit nicht auch die untern Aeste sich weiter ent-
wickeln k&nnen sollten, kommt mir unwahrscheinlich vor;
wenigstens ein Exemplar beobachtete ich (bei Marienberg,
allerdings im Herbste), dessen untere Aeste sehr sch5ne
Blfithen trugen. Sollte das ein vereinzelter Fall sein?
NB. 2. Nach Hausm. Fl. v. Tir. S.4 84 soil urn Kitz-
bfkchl in Unter-Innthal ann. 1847 auch ein C. arvense X
oleraceum geranden worden sein. In Ermanglung weiterer
Nachrichten hier&ber beschr&nke ich mich darauf, diese Notiz
hier zu registriren.
Nachtrag.
44. P. T. Ausserdorfer fand 1874 bei Virgen in Poster-
thai auch ein C. acaule X oleraceum. Ich bin nooh
nicht in der Lage fiber das Verh<niss dieses Bastartes zu
den andern zwischen diesen beiden Arten bereits bekannten
Bastarten ein Urtheil zu fallen.
19*
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— 292 -
Schlussbemerkungen.
Ein naheres Eingehen auf die verwandtschaftlicheu Ver-
haltnisse der Cirsien oder die Darlegung eines muthmass-
lichen Stammbaumes kann nicht im Bereiche der gegen-
wartigen Arbeit liegen, die ja nor einen Bruchtheil der
Cirsien umfasst.
Was aber die Verwandtschaft der tirolischen Arten be-
trifft , versuchte ieh dieselbe in der beigelegten Zeichniuig in
folgender Weise darzustellen:
Ueber die Peripherie eines Kreises hinaus, in den icb
mir die frdheren Entwicklungsformen der Cirsien eingeschlossen
dachte, verlangerte ich soviele Radien, als die tirolischen
Arten Sektionen darstellen; diese Radien n&herte ich ein-
ander oder entfernte sie, je nachdem mir die Sektionen einander
naher oder entfernter zu stehen schienen. An den Radien
trug ich die einzelnen Arten auf, wobei ich mit jenen be-
gann, die unter sich am meisten Aehnlichkeit zeigen (C.
spinosissimum, acaule n. s. w.). —
Zugleich inachte ich auch die verschiedenen mnthmass-
lichen Bastartirungen dieser Arten, die uns bekannt sind,
ersichtlich , indem ich die betreffenden Arten miteinander ver-
band and in diese Linie die Ziffer hineinschrieb , die der
Anzahl der onterscheidbaren Typen entspricht.
Bei dieser Veranschaulichung fallen zwei Thatsachen
ins Auge:
1) Die Sektionen Xanthopon und Microcentron weisen
die grdsste Verbindungsfahigkeit auf; diese verringert sich
schon sehr bei Pterocaulon und schwindet fast ganz bei
Cephalonoplos und Epitrachys.
2) Was die Sektionen Xanthoppn und Microcentron
betrifft, so bilden die Arten, die zu einer Sektion gehoren
unter sich weniger Bastarte, als mit den Arten der andern
Sektion.
Allerdings wtbrde sich diese Darstellung etwas ver-
andern, wenn wir alle existirenden Hybriden der genannten
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— 293 —
Arten in Betracht «5gen, aber der allgemeine Gharakter
wtirde doch nicht merklich alterirt werden.
Fassen wir somit diesen allgemeinen Charakier in's
Aoge, so werden wir betreffs des ersten Punktes kaum fehl
gehen, wenn wir sagen, dass sich in der grossen Verbindungs-
fthigkeit, welch e die beiden Sektionen Xanthopon and Micro-
centron gegen einander bekunden, ihre nahe Verwandtschaft
ausspreche, sowie im Gegentheil in der geringeren Verbin-
dangsffihigkeit der andern Sektionen mit den genannten nnd
water sich der Mangel einer solchen n&heren Verwandtschaft.
Was den zweiten Ponkt belangt, mag dieses ver-
schiedene Verhalten immerhin darin seine theilweise Er-
klarung finden, dass die Arten einer and der namlichen
Sektion sich weniger an denselben Standorten oder an be-
nachbarten znsammenfinden, als dieses in Bezug auf die
Arten der andern Sektion der Fall ist. Ich vermuthe aber,
dass sich andererseits in dieser Thatsache das Gesetz aus-
spreche, dass die giinstigsten Bedingangen fur Bastartirung
nicht mit der grdssten Affinitat zusammenfallen, sondern in
einer gewissen mittleren Verwandtschaft liegen. Es gabe
somit nicht bloss ein Extrem der Entfernung, bei dem Ba-
starte weniger leicht oder gar nicht entstehen, sondern auch
ein Extreni der AnnSherung? —
Es w^re das erne schCne Analogie mit Beobachtungen,
welche die Physiologie auf andern Gebieten gemacht hat.
Von den tirolischen Cirsien- Arten zeigt die grOsste Zahl
von Hybriden:
C.Erisithales; es verbindet sich mit 7 Arten in 17Typen;
C. oleraceum verbindet sich mit 6 Arten in 8 Typen;
0. heterophyllous „ » » 4 » » 11 „
C. spinosissimam „ „„4„ „ 10 „
C.acaule * » » 4 » » 5 „
C. paluBtre „ „ „ 3 „ .„ 7 „
G. rivulare - . ■ » . 8 . » 5 »
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— 294 —
C. Panonicum verbindet sich mit 1 Art in 2 Typen;
C. Carniolicom „ „ „ 1 „ „ 1 Typos;
0. montanom.
G. arvense.
C. lanceolatom.
0. eriophonim.
4 I
Tafel zur analytischen Bestimmnng der
tirolischen Oirsien-Arten.
. I Oberseite der Blatter stachlig-ranh .... 2
\ v 9 9 nicht stachlig-rauh . . 3
/ Blatter nicht herablaofend O. eriophorum (L.)
\ „ herablaofend 0. lanceolatum (L.)
f Blnthen roth (selten weiss) 4
* \ 9 blassgelb oder zitronengelb .... 10
Pflanze stengellos oder mit sehr kurzem Stengel,
KCpfchen meUt einzeln, Hfllle zylindrisch-eifflrmig,
Alpenpfl. C. acauls (L.)
Pflanze mit wohl entwickeltem Stengel . . ♦ 5
Stengel von unten anf Seitenfete treibend, Bliithen
lila, Pflanze meistgesellschaitlich C. arvense (L.)
Stengel in der ontern H&lfte nicht verzweigt 6
Stengel von herablaufenden Blattem dornig kraus-
gefliigelt C. palustre (L.)
Blatter nicht oder nnr wenig herablaofend . . 7
Blfttter ein wenig herablaofend, lanzettlich, onge-
theilt C. Pavmonicum (L. fiL)
Blatter nicht herablaofend 8
Blatter nnterseits weiss-filzig C. heterophyttum (L.)
9 9 nicht filzig, hOohstens etwas
spinnwebig 9
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10
11
12
— 295 —
Stengel oben fast blattlos, untere Blatter meist
ungetheilt C rivulare (Jaeq.)
Stengel bis unter die Kflpfchen beblattert, Blatter
tief fiederspaltig C. montcmum (W. et K).
Blfithenstand mit entf&rbten (weiss-gelblichen) Deck-
blattern . 11
Bluthenstand ohne solche Hiille 12
DeckbL eif5rm., ziemlich ungetheilt, die K5pfchen
oft v511ig einhfUlend C. oleraceum (L.)
DeckbL verlangert lanzettlich, dornig zerschlitzt,
aufrecht abstehend. Alpenpflanze
C. spino&issimum (L.)
Stengel oben fast blattlos, Hullschiippen klebrig
G. JErisithales (L.)
Stengel bis zur Spitze beblattert, Hiillschuppen nicht
klebrig (sfLdlichstes Tirol) C. CarnioUcum Scop.
Cirsiorum Tirolensium index alphabeticus:
C. acau!e(L.) Nr. 11 pag. 225
XC. acaule X oleraceum
Nr. 44 pag. 291
XC.H.affineTauschNr.23p.252
X C. alpestre Nr. 13 pag. 228
G. arrense (L.) Nr. 43 pag. 289
X C. Au8serdorferi Hansm.
Nr. 10 pag. 223
X C. Autareticum (Vill.)
Nr. 21 pag. 247
X G. Benacense Treuinfels
Nr. 41 pag. 284
X C. Candolleanom Naeg.
Nr. 39 pag. 281
C. CarnioUcum Scop. Nr. 40
pag. 282
C. eriophorum (L.) Nr. 1
pag. 206
C. Erisithales (L.) Nr. 42
pag. 286
X C. Erisithaloides Huter
Nr. 32 pag. 271
X C. fissum Ausserdorfer
Nr. 28 pag. 262
X C.flavescens Koch Nr. 35
pag. 275
X C. Ganderi Huter Nr. 34
pag. 274
XCglftucesc. Nr.12 pag. 227
X C.Gremblichii Nr. 4 pag. 2 13
X C. Gutnickianum Lohr
>r. 18 pag. 241
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— 296 —
X C. Hausmanni Reicbb.
Nr. 25 pag. 256
X 0. heterophylloides Nr.20
pag. 245
C.heterophyllum(L.) Nr. 14
pag. 229
X C.Huteri Hsm. Nr.9 pag. 221
X C. hybridum Koch Nr. 8
pag. 220
X C. Kerneri Ausserd. Nr. 27
pag. 260
G. lanceolatum (L.) Nr. 2
pag. 208
X C. Linkiaoum Ldhr Nr.3 1
pag. 269
X C. micranthum Nr. 7
pag. 218
C. montanum (W. et K.)
Nr. 16 pag. 234
X C. obscurum Kern. Nr. 29
pag. 264
X C. Oenipontanum Nr. 38
pag. 280
X C. Oenanum Nr. 5 pag. 215
C. oleraceum (L.) Nr. 37
pag. 278
C. palustre (L.) Nr. 3 pag. 21 1
C. Pannonicum(L. fil.) Nr. 17
pag. 239
X G. praemorsum (Michl)
Nr.30 pag. 267
X C. Pustariacum Ausserd.
Nr. 26 pag. 258
C. rivulare (Jacq.) Nr. 15
pag. 231
X C. spinosissimoides Aus-
serdorf. Nr. 22 pag. 250
C. spinosissimum (L.) Nr. 33
pag. 272
X G. 8ubalpinum Gaud.
Nr. 6 pag. 216
X C. Tappeineri Hsm. Nr. 24
pag. 254
X C. Tirolense Nr. 19 pag. 243
X C. triphylinum Nr. 36
pag. 276
Conspectus specierum, quae, ut conjicitur, inter
se junguntur:
C. acaule X Erisithales
C. „ X heterophyllum
0. „ X oleraceum
C. 9* X spinosissimum .
D. Carniolicum X Erisithales
0. Erisithales X acaule
0. „ X Carniolicum
C. ,, X heterophylkun
Nr,
Nr. 19
12, 13
Nr. 44
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„ 19
„ 41
Nr. 24, 25
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. „ 34, 35
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X heterophyllum X spinosiss.
Nr. 26, 27, 28
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X oleraceum X spinosissimum . Nr. 36
C. heterophyllum X acaule
Nr. 12, 13
c „
X Erisithales
.. 24, 25
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X oleraceum
Nr. 23
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X spinosissimum
Nr. 20, 21, 22
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Erisithales X spinosissimum
„ 26, 27. 28
C. oleraceum X acaule .
Nr. 44
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X Erisithales
Nr. 38, 39
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X heterophyllum
Nr. 23
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X palustre
. Nr. 7, 8
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X rivulare
Nr. 30
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X Erisithales X spinosissimunr
. . Nr. 36
0. palnstre X Erisithales .
Nr. 9, 10
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X oleraceum .
Nr. 7, 8
c- „
X rivulare
. Nr. 4, 5, 6
C. Pannonicum X Erisithales
Nr. 31, 32
C. rivulare
X oleraceum
. -Nr. 30
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X palustre
Nr. 4, 5, 6
C n
X spinosissimum
. Nr. 29
C. spioosissimum X acaule
. Nr. 18
c
X Erisithales .
Nr. 34, 35
c
X heterophyllum
Nr. 20, 21, 22
c
X rivulare
X Erisithales X h
eterop
. Nr. 29
hyllum Nr. 26,
c.
Nr. 27, 28.
X Erisithales X oleraceum Nr. 36
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Die zoologische Literatar Tirol's seit 1869
▼erzeiohnet von
Yincenz Gredler.
Id der Zeitschrift des Ferdinandeums, Jahrgang 1869
verzeichnete der Verfasser einer an ihn ergangenen Auffor-
derong zufolge ^Tirol's zoologische Literatur*.
W&hrend des seitherigen, verhaltnissmassig kurzen Zeit-
raumes von 5 Jahren hat sich diese Literatur abermals so
bedeutend vermehrt, dass es sich wohl verlohnt, einen
bloseo bibliographischen Ueberblick zu machen. — Ausser
einigen erprobten Naturhistorikern haben sich namentlich
Lebramtskandidaten ihre Spornen und sowie die Auslander
Dr. L. Koch and dessen Sohn Karl in Nurnberg, Herm.
Krauss in Tubingen, Dr. Kriechbaumer in Munchen den Dank
ran die allmaiige Erforschnng der vaterlandischen Fauna
verdient
I Schriften gemischten Inhaltes.
Als solche dftrften nur ein paar kleine Piemen des Ver-
fassers gel ten, wie:
1. „Zweiter Beitrag zu den monstrSsen Erscheinungen
thierischer Organe." "Corresp. BL v. Regensburg 1869,
S. 34 fg.
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— 300 —
2. „Die Thiere des Kastanienbaumes". IX. Ber. d.
naturforsch. Ges. in Bamberg, S. 33 — 38.
3. ,,Die Thiere des Rebstockes." Mitth. d. landw.
"Vereins in Bozen 1874, Nr. 5. In denselben Mitth. auch
4. „Zum Kapitel der Rebenfeinde"; 1870, Nr. 8 und
5. ,,Bericht fiber Rebenschadlinge und einen Spring-
scbwanz"; 1872, Nr. 5.
6. Leucismus und Melanisraus v. Vogeln (nnd Sauge-
thieren). — Zoolog. Garten, 1873, II. S. 74.
II. Schriften iifoer besondere Thierklassen.
A, Wirbelthiere.
1. Gredler P. Vine. „Fauna der Kriechthiere und
Lurche Tirol's" XXII. Progr. des Gymn. v. Bozen, 1872.
Mit Beschreibungen d. Gattungen und Arten.
2. CobelliGiov. de: Prospetto sistemat. dei Rettili,
Anfibj e Pesci del Trentino. Constatirt als neu fur Tirol
Coronella Riccioli Met. v. Castione am Mt. Baldo; 14 S.
— XIV. Progr. d. Realsch. zu Roveredo, 1873.
3. Heller Cam. „Die Seen Tirols und ihre Fisch-
fauna." Festschrift zu Ehren d. 43. Vers, deutsch. Natur-
forsch. und Aerzte zu Innsbruck, 1869, S. 34 fg.
4. Heller Cam. „Die Fische Tirols und Vorarlbergs.*
Zeitschr. d, Ferdinand. 1871.
B. Insekten.
(Coleopteren).
1. Bertolini St. de,: „Una inondazione dell' Adige
(Soc. Ent. Ital. 1871). Enth< eine Aufzahlung der ge-
legenheitlicb der grossen Etschuberschwemmung im Sept.
1868 gesammelten Coleopteren.
2. Bertolini St. de,: Cenni sui Coleotteri della Talle
di Sole. Bullet, entomol. anno IV. 10 S.
3. Bertolini St.de,: Agabus Venturii Bert. (Bullet,
d. Soc. Ent. Ital. vol. II. 1870). — Auch desselben Ver-
faesers soeben in heftweiser Ausgabe begrMFener nCatalogo
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— 301 —
sinon. e topograf. dei Colleotteri d' Italia a (Firenze) nimmt
anf Tirol Bezug — bis an den Brenner.
4. GredlerVinc. „Zweite Nachlese zu den K&fern
v. Tirol." Harold's Col. Hft. VI. Als nova erscheinen
darin: Oxypoda Gobanzi; Meligethes lumbaris v. marginata;
Maltbodes vincens ; Mycetina cruciata v. interrupta. 18 S.
5. Gredler Vine. „Dritte Nachlese zu den Kafem
von Tirol." — Harold's Col. Hft. XI. 2. — Nova: Machae-
rites procerus; Pachyta clathrata v. nigrescens. 29 S.
6. Gredler Vine. „Proteinus longicollis Gredl." —
Harold's Col. Hft. XII.
(Hymenop.teren).
1. Aichinger Val. von: Beitr&ge zur Kenntniss
der Hymenopterenfauna Tirols. Blattwespen 144; Holz-
wesp. 6; Grabwespen 134 spec. (Sphex maxill. doppelt auf-
gefiihrt!), im Ganzen 284 Arten; darunter neu: Cimb«x
cuprea, Tenthredo poeeilopus, and halensis, Crabro
(Thyreopus) rhaeticus, Tachytes rufipes.
2. Kriechbauiner bescbreibt in s. „Hyuienopter.
Beitr&gen," IIL drei neue tiroler Bienen (Zool. bot. Ge-
sellsch. 1873.
3. Dal la to re K. v.,: Beitrag zur Kenntniss der
Hymenopterenfauna Tirols. Die Apiden Tirols. — Ztschr.
d. Ferdinand. 1874, 18 Hft. Enthalt vorlftufig (soweit die
Arbeit in Druck erschienen) nur erst Hunimeln (32 Arten)
und die Honigbiene.
(Lepidopteren.)
1. Gredler V. „Zur Literatur der Conchylis ani-
biguella HQbn." Zool. bot. Ges. 1869.
2. Curo A. Verzeichniss der am Stilfser Joch ge-
saminelten Schmetterlinge (Ballet, d. societ. entomol. 1873.
4 Heft).
(Dipteren).
1. Palm Jos. „Beitrag zur Dipterenfauna Tirol's."
Verb. d. k. k. zool. bot. Ges. in Wien, 1869, S. 395. ~
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~ 302 —
Eine sorgf<ige Zusammenstelhmg mit dem Ergebniss v.
777 Arten.
2. Palm Jos. „Zweiter Beitrag zur Dipterenfauna
Tirols." Ztschr. d. Ferdinand., 16. Hft. 1871, S. 370.
3. Palm J 0 8. „Beschreibung des (J v. Amalopis
gmundensis Egg." Ztschr. d. Ferdinand., 14. Hft. 1869.
4. Koch Karl; „ Beitrag zur Dipterenfauna Tirols."
Ztschr. d. Ferdinand., 17. Hft. 1872, S. 329—344
(Neuropteren.)
1. AussererKarl: „Neuroptera tirolensia." Nach
der analytischen Methode bearbeitet; 67 S. stark. Gleich-
zeitig erschien diese Studie, welche eine klaffende Lucke un-
serer Fauna schliesst und 31 genera behandelt, in italieni-
scher Sprache und vermehrt („colla diagnosi di tutti i generi
europei") zu Modena. — Ztschr. d. Ferdinand., 14. Hft
1869.
(Orthopteren).
1. Krauss Herm. „Beitrag zur Orthopteren-Fauna
Tirols"; mit der Beschreibung einer neuen Pterolepis
(Brunneri). Dadurch erh< die vaterlandische Orthopteren-
fauna einen Zuwachs v. 8 (und zahlt gegenwartig im Ganzen
90) Arten. — Zool. bot. Ges. 1873.
(Hemipteren).
1. Gredler V. M. „Rhynchota Tirolensia, 1. Wanzen.
Mit dem geograph. Nachweis v. 350 Arten, wovon Stygnus
cimbricus neu. — Zool. botan. Ges. XX Band 1870,
S. 69—108.
2. Gredler P. V. „Nachlese zu den Wanzen Tirols."
Zool. bot Ges. 1874. S. 553.
C. Spinnen.
1. Koch L. „Beitrag zur Kenntniss der ALrachniden-
fauna Tirols." — Derselbe ist vorziiglich der Beschreibung
neuer Arten aus Tirol gewidmet, und zwar aus der Famfl.
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— 303 —
der Opilioniden (7 nova), sowie der Gattung Epeira (2) und
Erigone (14 nova). — Ztschr. d. Ferdinand. Hft. 14. 1869.
2. Koch L. „Beitrag zur Kenntniss der Arachniden-
fauna Tirols"; II. Abhandlong; welche nicht weniger als 26
neue Spinnen beschreibt and noch andere f. einen 3. Beitrag
in Aussicht stellt — Ztschr. d. Ferdin. 17. Hft. 1872,
& 239—328.
Einzelne auf die Spinnen Tirols bezugliche Angaben
enthalten Prof. G. Canestrini's neuere Brochuren, wie:
„Nuovi Aracnidi Italiani" (Annuar. della Soc. dei Naturalist!
1868); — „Gli Opilionidi Ital." (Anal, del Museo civ. di
Genova, 1872) und „Nuov. spec, di Opilion. Italiani" (Bul-
let. Entom, Ano III.)
D. Erebse.
1. Heller Cam. „Untersuchungen fiber die Crusta-
oeen Tirols," Der Verfasser weist — haupts&chlich aus
Nordtirol — 12 Copepoden, 11 Ostracoden, stamtlich auch
sorg<ig beschrieben, nach. Darunter 3 abgebildete Novi-
taten: Cyclops Clausi und Gredleri und Candona brachyura.
— Ber. d. naturw.-mediz. Verein in Innsbruck, I. Jahrg.
2. Hea S. 67.
2. Heller Cam. „Kleine Beitrage zur Kenntniss der
Sftsswasser-Amphipoden". Ueber das Vorkommen v. Gam-
marus pulex b. Innsbruck. — Zool. bot. Ges. Bd. XX.
S. 939.
£• Molusken.
1. Gredler V. „Nachlese zu Tirols Land- und Suss-
wasser-Conchylien". Mit Erdrterungen liber die Novitaten:
Campylaea Gobanzi, Pupa tirolensis, Clausilia Lorinae. —
Zool. bot. Ges. 1869.
2. Gredler V. „Zweite Nachlese und Berichtigungen
zu Tirols Land- und Susswasser-Conchylien." Nachrichtsbl.
d. deutech. malak. Ges., IV. Jahrg. 1872, S. 66— 71,
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— 304 —
3. Miller Dr.: „Die Schalthiere des Bodensee's. * Mit
2 Taf. (leider nicht sehr kenntlicher Abb. v. sammtlichen
Arten). Die Anzahl wird auf 16 angegeben. — Schrift d.
Ges. z. Erforsch. des Bodensee's etc., 4. Hft. 1873.
4. Clessin S. berucksichtigt in s. Beitragen zur
Molluskenfauua der Oberbayerischen Seen'* (Corresp. Bl. v.
Regensb.) 1874, Nr. 3, 8, 10, 12) z. Th. auch vater-
landische Gebiete, wie den Achen-, Plan- und Boden-See. —
5. Gredler P. V. „Zur Kritik der Clausilia Ross-
massleri var. Lorinae Gredl. and Clausilia Funki Knst. Nach-
ricbtsbl. der deutschen malakol. Gesellschaft 1874 Nr. 11
S. 77—81.
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Yerzeichniss
der Institute und gelehrten Gesellschaften, mit denen das
Ferdinandeum in Tauschverbindung steht.
Aarau:
Historische Gesellschaft des Kantons Aargau.
Agram:
Verein for sudslavische Geschichte.
Altenburg:
Gesellschaft der Geschichte- and Alterthumsforscher.
Amsterdam:
Acad&nie Royale des sciences.
Ansbach:
Historischer Verein ffir Mittelfranken.
Augsburg:
Historischer Verein von Schwaben und Neuburg.
Naturhistorischer Verein. \
Bamberg:
Historischer Verein fur Oberfranken.
m Naturforschende Gesellschaft
Basel:
Historische Gesellschaft.
Gesellschaft fur vaterl&ndische Alterth&mer.
Naturforschende Gesellschaft.
Bayreuth:
Historischer Verein fur Oberfranken.
Ferdinandeumt-Zeitschrift, 20
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— 306 —
Berlin:
Kdnigl Akademie der Wissenschaften.
Verein fiir Geschichte der Mark Brandenburg.
Entomologischer Verein.
Bern:
Eidgendssisches Bundes-Archiv.
Soci&£ helv&ique des sciences naturelles.
Naturfor8chende Gesellschaft in Bern.
Schweizerische geologische Commission.
Historischer Verein des Kantons Bern.
Allgemeine Geschichtforschende Gesellschaft der Schweiz.
Bologna:
Accademia delle scienze.
Bonn:
Verein von Alterthnmsfrennden im Rheinlande. |
Natnrhistorischer Verein der preuss. Rheinlande nnd j
Westfalens. j
Boston:
Society of Natural History.
Brandenburg a. H.
Historischer Verein.
Bregenz:
Das Museum fiir Vorarlberg.
Bremen: |
Naturwissenschaftlicher Verein.
Breslau:
Verein fiir Geschichte und Alterthnm Sohlesiens.
Schlesische Gesellschaft fBr vaterl&ndische Kultur.
BrQnn:
Historisch - statistische Sektion der k. L mihrisch-
schles. Gesellschaft fQr Ackerbau-, Natur- und Lan-
deskunde.
Der Werner- Verein znr geologischen Durchforschung
von M&hren und Schlesien.
Der hohe m&hrische Landesausschuss.
Der naturforschende Verein.
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— 307 —
Brftssel:
Academe Royale des sciences etc.
Cherbourg:
SoditA nationale des sciences naturelles.
Christiana:
University Royale de Norv&ge.
Chur:
Naturforschende Gesellschaft Graubftndens.
Bandnerische geschichtsforschende Gesellschaft
Darmstadt:
Historischer Verein f8r das Grossherzogthum Hessen.
Donaueschingen:
Verein fttr Geschichte and . Naturgeschichte der Baar
nnd der angrenzenden Landestheile.
Dresden:
Eais. Leop. Carolinische deutsche Akademie der Natur-
forscher.
Dfirkheim:
Pollichia. Naturwissenschaftlicher Verein det Rheinpfalz.
Erfurt:
• Verein fttr die Geschichte und Alterthumskunde von
Erfurt.
Frankfurt a. H.
Verein fttr Geschichte und Alterthumskunde.
Deutscher und ftsterreichischer Alpenverein.
Frauenfeld:
Historischer Verein des Kantons Thurgau.
Freiberg:
Freiberger Alterthumsverein.
Freiburg i. d. Schweiz:
SociiftA d'Histoire du Canton de Frybourg.
Freiburg im Breisgau:
Gesellschaft zur Beftrderbng der Geschichts-9 Alter-
thums- und Volkskunde.
Genf:
SodtiA d'Histoire et d'Ardiiologie.
20*
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— 308 —
Giessen:
Oberhessische Gesellschaft fdr Nator- and Heilkunde.
Glarus:
Historischer Verein des Kantons Glarus.
G5rlitz:
Oberlausitzische Gesellschaft der Wisseoschaften.
Graz:
Joanneum.
Historischer Verein.
Natorwissenschaftlicher Verein fiir Steiermark.
Greifswald:
Greifswalder Abtheilang der Gesellschaft fdr Pommersche
Geschichte and Alterthumskunde.
Halle:
Thftringisch-s&chsischer Verein fiir Erforschung des
vaterlandischen Alterthums.
Hamburg:
Verein fUr Hamburgische Geschichte.
Hannover:
Historischer Verein fiir Niedersachsen.
Naturhistorische Gesellschaft.
Hermannstadt:
Verein fiir siebenbiirgische Landeskunde.
Siebenburgischer Verein fBr Naturwissenschaften.
Jena:
Verein f&r th&ringisch-s&chsische Geschichte.
Innsbruck:
NaturwissenschaftUch-roedizinischer Verein.
Forstverein far Tirol und Vorarlberg.
Kassel:
Verein fUr hessische Geschichts- and Landeskunde.
Kiel:
Schleswig - Holstein * Lauenburgische Gesellschaft fiir
vaterl&ndische Geschichte.
Klagenfurt:
Historischer Verein fur K&rnten.
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— 309 —
Naturhistorisches Landes-Museum.
K&ln:
ffistorischer Verein fttr Niederrhein.
Onigsberg:
K5nigliche PhysikaJisch-flkonomische Gesellschaft,
Laibach:
Hi8torischer Verein f&r Krain.
Juristische Gesellschaft.
Landsbut:
Historischer Verein von und ffir Niederbayern.
Botanischer Verein.
Lausanne:
Soci&£ d'Histoire de la Suisse Romande.
Leiden:
Maatschappiy der nederlandschen Letterkunde.
Linz:
Das Museum Francisco-Carolinom.
Verein fitr Naturkunde (Br Oesterreich o. E.
London:
Royal Society.
L&becP:
Verein fflr Lfibeckische Geschichte und Alterthums-
kunde.
Lftneburg:
Alterthums- Verein.
Luxemburg:
La Section historique de l'lnstitut royal grand-ducal de
Luxembourg.
Luzern:
Historischer Verein der 5 Orte : Luzern, Uri, Schwyz,
Unterwalden und Zug.
Lyon:
Acad&nie des sciences etc
Soci&6 Iann6enne.
Socitfti d* Agriculture.
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— 310 —
Madrid:
Academia de ciencias.
Magdeburg:
Natunrissenschaftlicher Verein.
Mains:
Yerein zur Erforschung der rheinischen Geschichte untf
Alterth&mer.
Meiningen:
Verein fiir Hennebergisehe Alterthftmer.
Mergentheim:
Historischer Verein f&r das wftrtembergische Franken.
Miinchen:
KBnigl. Akademie der Wissenschaften.
Das k. b. Reichsarchiv.
Historischer Verein von and f&r Qberbayero.
M&nchener Alterthums- Verein.
M&nster:
Verein f&r Geschichte and Alterthomskqnde Westfidens.
Nancy:
Sod&6 de sdences.
Nenohatel: %
Sod&6 des sdences natorelles.
New-York:
American Geographical and Statistical Society.
D. S. Sanitary Commission.
Nflrnberg:
Germanisches Museum.
Naturhistorischer Verein.
Offenbach:
Verein f&r Natnrkunde.
Osnabr&ck:
Historischer Verein.
Natonrissenschaftlicher Verein.
Pest:
Magyar tudominyos AcadAmia.
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— 311 —
Die k. ungar. geologische Anstalt
Petersburg:
Acad£mie des sciences.
Arch&ologische Gesellschaft.
Bibliotheque Implriale publique.
Commission Imp&iale Arch£ologique.
Philadelphia;
Academy of Natural Sciences.
Prag:
Verein ffir Geschichte der Deutschen in Btiunen.
Kdnigl. Bfthm. Gesellschaft der Wissenschaften.
Presburg:
Verein ffir Natur- und Heilkunde.
Regensburg;
Historischer Verein fQr Oberpfalz und Regensburg.
Zoologisch-mkeralogischer Verein.
Reichenberg:
Verein der Naturfreunde.
Salzburg:
Carolina-Augusteum.
Gesellschaft fur Salzburger Landeskunde.
Schaffhansen:
Historisch-antiquarischer Verein des Kantons Sohaffbausen.
Schweizerische entomologische Gesellschaft
Schwerin:
Verein ffir mecklenburgische Geschichte und Alteiihums-
kunde.
St Gallen:
St. Gallische naturwissenschaftliohe Gesellschaft
Historischer Verein.
Stettin:
Entomologischer Verein.
Stockholm:
Kdniglich schwedische Akademie der Wissenschaften.
Stuttgart:
Das kOnigliche Staats-Archiv.
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— 312 —
Wtirterabergischer Alterthumsverein.
Tettnang-Friedrichshafen:
Verein fUr Geschichte des Bodensee'sUnd seiner Umgetonng.
Triest:
Societa Adriatica di Scienze naturale.
Dim:
Verein fur Ennst and Alterthum.
Washington:
Smithsonian Institution.
United States Patent Office.
United States Coast Survey.
Wernigerode:
Harz- Verein fiir Geschichte and Alterthumskunde.
Wien:
Kaiserl. Akademie der Wissenschaften.
K. k. Centralkommission zur Erforschung und Erhaltung
der Baudenkmale.
K. k. Geologische Reichs-Anstalt
Der Alterthums- Verein.
K. k. Zoologisch-botanische Gesellschaft.
K. k. Geographische Gesellschaft.
Verein fiir Landeskunde von NiederBsterreich.
Verein zur Verbreitung naturwissenschaftl. Kenntnisse.
Der heraldische Verein ^Adler*.
Wiesbaden:
Historischer Verein fiir Nassau.
Verein fur Naturkunde in Nassau.
Wurzburg:
Historischer Verein far Unterfranken und Aschaffenburg.
Zurich:
Gesellschaft fiir vaterl&ndische Alterthumer.
Naturforschende Gesellschaft.
Zwickau:
Verein fiir Naturkunde.
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Personalstand
des iferdinaadeums
1875.
Unter dem besonderen Schutze Sr. Majestat des Kaisers
Ferdinand 1.
Protektors-Stellyertreter,
Se. kaiserl. Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog von Oester-
reich m s. w.
Verwaltungs-Ausschuss.
Vorstwnd.
Herr Johann Eiechl, Bitter des Ssterr. Leopoldsordens,
k. k. Hofrath.
Ouratoren.
Herr Friedrich v. Attlmayr, k. k. Landesgerichts-Prasident
Herr Josef v. Ehrhart, k. k. Statthatterei-Rath.
Herr Tobias Wildauer, Ritter des Ordens der eisernen Krone
III. Klasse, Dr. pML, k. k. Universitats-Professor, Land-
tags- und Reichsrathts-Abgeordneter.
Sehrettor.
Herr Anton Ritter von Schullern, Gntsbesitzer, k. k. Bezirks-
Schulinspektor and Gemeiaderath.
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— 314 —
Fachdirelctorm.
Artistische Sektion.
Herr Florian Blaas, Dr. jar., k. k. Landesgerichtsrath, Land-
tags- und Reichsraths-Abgeordneter.
Herr Franz Hellweger, Historienmaler.
Herr Georg Mader, Historienmaler.
Herr Jobann Wieser, k. k. Statthaltereirath.
Historische Sektion:
Herr Arnold Busson, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Herr Josef Egger, Dr. phil., k. k. Gyranasial-Professor.
Herr Alfons Huber, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Herr Dr. David Sch5nherr, kais. Rath und Archival*.
Naturwissenschaftliche Sektion.
Herr Camill Heller, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.
Herr Johann Hinterwaldner, k. k. Professor.
Herr Christian Schneller, k. k. Landes-Schulinspektor.
Herr Carl von Sonklar Edler von Innstadten, k. k. General-
Major.
Pr¶toren fur diese Sektion:
Herr Carl Fischnaller, Dr. jur.
Herr Anton Reiter, Kaufmann
Bibliothekar.
Herr Josef Durig, Direktor der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt.
Gassier.
Herr Josef Ritter v. Peer, Dr. jur., Gutsbesitzer.
Scriptor.
Herr Balthasar Hunold.
Museumsdiener und Cursor.
Gottfried Habicher.
Mandatare des Vereins.
In Tirol und Vorarlberg.
Hochw. Herr Anton Eberle, k. k. Feldkaplan und Militfcr-
Instituts-Professor i P. in Hall,
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— 315 —
Herr Josef Ritter von Pfeiffersberg, Gutsbesitzer in Brixlegg.
Herr Anion Hild, Dr. jar., Advokat in Kufstein.
Herr Christian Scharmer , Bitter des Franz- Josef- Ordens,
Dr. jur., Advokat in Imst.
Herr Andreas Angerer, k. k. Hanptmann in der Landwehr,
in Beatte.
Hochw. Herr Ghrisostomas Mitterrntzner, Dr. theol., Bitter
des Franz-Josefs-Ordens, k. k. Gymnasial-Direktor in
Brixen.
Herr Ernst Bitter von Menz, Dr. jur., k. k. Notar in Bruneck.
Herr Anton Lechthaler, Dr. jur., k. k. Notar in Lienz.
Herr Carl von Hepperger, Dr. jar., Advokat nnd Landtags-
abgeordneter in Bozen.
Herr Gottlieb Putz, Dr. med., Altbfirgermeister in Meran.
Herr Eduard Edler von Ferrari-Kellerhof, Dr. jur., k. k. Be-
zirks-Cominiss&r in Trient.
Herr Anton Edler v. Grabmayr, k. k. Staatsanwalt in
Feldkiroh.
Herr Albert Bhomberg, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
In der Hanpt- nnd Residenzstadt Wien.
Herr Carl Edler von Hofer, Bitter des Franz-Josef-Ordens,
Ministerial-Adjankt im k. k. Beichs-Finanz-Archiv in
Wien.
Herr Franz Oxenbauer, Dr. jnr., k. k. Hof- nnd Gerichts-
Advokat in Wien.
In der Stadt Salzburg.
Herr Alois Josef Hammerle, Besitzer des goldenen Ver-
dienstkrenzes mit der Krone, k. k. Bibliothekar in
Salzburg.
In der Stadt Linz.
Herr Franz Bitter von Glanz, k. k. Landesgerichts-Sekretar
in Linz.
In der Stadt Graz.
Hen: Josef von Sdlder Edler zu Frackenstein, Tiroler Land-
mann, Vorstand des Stadtmagistrates i. P. in Graz.
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— 316 —
Id der Stadt TriesU
Herr Franz Wiedemann, Direktions-Inspektor der k. k. priv.
Azienda Assicuratrice in Triest
In der Stadt Olmiitz.
Herr Johann Hausmann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olmiitz.
Fur das K5nigreich Bayern.
Herr Josef Mayrhofer, Dr. phil. und med.. Schriftstdler in
Miinchen.
Ehrenmitglieder.
Seine kaiserl. Hoheit Franz Carl, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Rudolf, Erzherzog und Kronprinz yon
Oesterreich.
Der hochgeborne Herr Franz Graf von Meran, erbliches
Mitglied des osterr. Herrenhauses u. s. w.
Seine Eminenz Friedrich Fflrst von Schwarzenberg, Kardinal
und Erzbischof zu Prag.
Herr Franz Freiherr von Hausmann zu Stetten, Tiroler Land-
mann, zu Bozen.
Hochw. Herr Vincenz Gredler, Professor am Gymnasium in
Bozen.
Herr Peter Merian, Rathsherr zu Basel.
Herr Dr. Moriz HOrnes, Vorstand und Custos des k. k. Hof-
Mineralien-Kabinets etc, in Wien.
Herr Carl Sonklar Edler von Innst&dten, k. k. General-
Major.
Herr Christian d'Elvert, k. k. Finanzrath, Vorstand der
historischen Sektion der m&hrisch-schlesischen Gesell-
schaft far Ackerbau, Natur- und Landeskunde m Brunn.
Herr Franz Eeil, Magister der Pharmacie, Geoplastiker in
Marburg.
Herr Albert Jfiger, Hitter des Franz-Josefs-Ordens, k. k.
p. Universitftts-Professor, papstlicher K&mmerer.
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r
— 317 —
Herr Oskar Ritter von Hierschel-Minerbi, Gutsbesitzer in Triest
Herr Josef von Solder Edler za Prackenstein, tirol. Land-
mann, Vorstand des Stadtmagistrats i. P. za Graz.
Herr Dominik Mahlknecht aus Gr5den, Bildbauer in Paris.
Herr Georg v. Pfaundler, k. k. jab. Archivs-OfBzial.
Herr Jobaon Ritter v. Ebner, k. k. Hofrath.
Herr Sebastian Ruf, Kaplan der Landes-Lrrenanstalt i P.
in Hall.
Herr Chrysost Mitterratzner, Dr. theol., Ritter des Franz-
Josefs- Ordens, k. k. Gymnasial-Direktor in Brixen.
Herr Joachim Barrande, Ehren-Doktor der Wiener Univer-
sitat a. s. w. in Prag.
Herr Anton Falger, Graveur and Gutsbesitzer in Elbigenalp.
Herr Carl Edler v. Hofer, Ritter des Franz-Josefs- Ordens,
Ministerial- Adjankt im k. k. Reichsfinanz-Archiv a. s. w.
in Wien.
Herr Franz Defregger, Historienmaler in Munchen.
Herr Johann Preleathner, k. k. Professor der Bildhauerei in
Wien.
Herr Josef Ritter von Peer, Dr. jur., Gfiterbesitzer, Gassier
des Ferdinandeoms.
Herr Ernst Birk, Dr pbil., k. k. Hofrath and Vorstand der
kais. Hof-Bibliothek in Wien.
Ordentliche Mitglieder.
(Diejenigeu P. T. Mitglieder, bei denen der Wohnort nicht angegeben
1st, wohnen in Innsbruck.)
Die Herren:
Adam Carl, Ritter des Ordens der eisernen Krone III. Klasse,
Kaofmann.
Aichinger Franz, k. k. Bergkoinmissar in Hall.
Aichinger, Valentin v., k. k. Gymnasial-Professor in Bozen.
Aichner Simon, Canonicus, Seminar-Regens, Dr. and Pro-
fessor der Theologie in Brixen.
Aigner Carl v., k. k. Oberfioanzrath.
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— 318 —
Albaneder Carl, Dr. jar., k. k. Landesgerichtsratb.
Albaneder Josef, Pfarrer in Kolsass.
Albrecht, kaiserl. Hoheit, Erzherzog tod Oesterreich,
k. k. Feldmar8chall, (Mitglied aaf Lebensdauer).
Amberg Johann, > Bischof von Europus, General- Vikar in
Vorarlberg.
Ampler Franz, Kaufmann.
Anchell Johann, Gemeindevorsteher in Brixlegg.
An-der-Lan Eduard v., Dr. phil., k. k. Haoptmann nnd
Landesvertheidigungs-Commando-Adjutant
Angerer Andreas, L k. Haoptmann in der Landwehr, Post-
meister in Beatte, Mandatar.
Angerer Johann, Dr. jur., k. k. Notar, Bfirgermeister in
Enfstein.
Appeller Casimir, Kanfmann.
Arneth Alfred Hitter v., Dr. phil., k. k. Hofrath nnd Direktor
des k. k. Hans-, Hof- nnd Staats-Archivs in Wien.
Arz Anton Graf v., k. k. Kammerer nnd Statthaltereiratb.
Atthnayr Alexins Hitter v., k. k. Statthaltereirath.
Attlmayr August, Kaufmann nnd Speditenr in Hall.
Attlmayr Ferdinand v.*, jnb. landschaftl. Hanptkassier.
Attlmayr Friedr. v., k. k. Landesgerichts-Prftsident L P.
Auer Josef, Bochhalter.
Auersperg Franz Josef Fiirst v., Oberst-Erbland-Marschall
von Tirol, zn Wien.
Anfschnaiter Ignaz v., Gttterbesitzer in Gries bei Bozen.
Angnst, KSnigliche Hoheit, Prinz v. Sachsen-Coburg-
Gotha.
Ansserer Anton, Dr. phil., k k. Gymnasial-Professor in Gfltz*
Ausserer Carl, k. k. Professor in Triest.
Bach Alexander Frhr v., k. k. geh. Rath in Wien.
Bandeson Franz, Banunternehmer.
Barach-Rappaport Karl Sigmund, Dr. phil k. k. Universitits-
Professor.
Barchetti Carl Ritter v., Dr. jur., k. k. Oberfinanzrath nnd
Finanzp rokorator.
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- 319 —
Barth Franz Ritter v., k. k. Hofrath.
Barth Ludwig Ritter v., Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Baomgarten Anton, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Baur Ferdinand, Fabriksbesitzer.
BeUegarde August Graf v., k. k. geh. Rath und General-
Adjutant Sr. Majestat des Kaisers. (Mitglied auf
Lebensdauer).
Bentzel-Sternau A. Graf v., k. k. Rittmeister.
Bereitter Georg, Dr. ined.
Bereitter Johann, k. k. Finanz-Landes-Direktor.
Beast Friedrich Graf v., k. und k. geh. Rath; Mitglied des
Herrenhauses etc.
Bidermann Hermann Ignaz, Dr. jur., k. k. Universit&ts-
Professor in Graz.
Biehl Wiihelm, k. k. Gymnasial-Direktor.
Bilger August, Kaffeehausbesitzer.
Bfllek Johann, Direktor der k. k. Lehrer-Bildungs-Anstalt
in Bregenz.
Blaas Alois, Gemeinderath.
Blaas Florian, Dr. jur., k. k. Landesgerichts-Rath.
Bdtsch Alois, Brauereibesitzer und Gemeinderath.
BoscarolK Josef, Gtlterbesitzer.
Brader C61estin, inful. Pralat und Abt zu Stams.
Brandis Anton Adrian Graf und Herr zu, k. k. K&mmerer,
erbhcher Reichsrath etc.
Brandis Ferdinand Graf und Herr zu, in Marburg.
Brandt Wiihelm, Gutsbesitzer und Fabrikant in Wattens.
Brogger Josef, Tischlermeister und Hausbesitzer.
Broneck, Stadtgemeinde.
Bonz Friedrich, Inspektor der k. k. priv. S&dbahn-Gesell-
schaft.
Burger Honorius, Abt, Ritter des Ordens der eisern. Krone,
kaiserl. Rath u. s. w., zu Altenburg. (Mitglied auf
Lebensdauer).
Borlo Anton, Ritter v., k. k. Feldmarschall-Lieutenant.
Bosson Arnold, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
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— 320 —
Cathrein Josef Ritter v., k. k. job. Oberfinanzrath.
Ceschi Alois Baron v., k. k. Kammerer in Trient.
Ceschi Julie Freyin v., geb. Freyin von Kubeck, in Wien.
Ceschi Josef Baron von, k. k. Oberst und Kammerer in
Wien.
Christ Alois, k. k. Oberfinanzrath.
Ghristallnigg Alfred Graf v., Giiterbesitzer in Karnten.
Crenneville Franz Graf v., k. k. Oberstk&mmerer and Feld-
zeugmeister u. s. w., in Wien.
Czichua Carl Alfred, Kunsthfindler.
Dallatorre Anna Edle v., Appellationsraths-Witwe.
Dannhauser Wilhelm, Fabrikant und Gemeinderath.
Dantscher Carl, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Daxenbichler Martin, Dr. jar., Advokat in Eufstein.
Demattio Fortunat, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Desaler Hanns, Dr. jar., Advokat in Brixen.
Dialer Gottfried, Gemeinderath.
Dipauli Al. Freiherr zu Treuheim, pensionirter k. k. Landes-
gerichtsrath.
Dipauli Anton Frhr. zu Treuheim, Dr. jur., k. k. Haupt-
mann in der Landwehr, in Kaltern.
Drasche Heinricb Ritter v., Commandeur des Franz- Josefs-
Ordens, Grossgrundbesitzer and Gewerke in Wien
(Mitglied aaf Lebensdaaer).
Drasche Richard Ritter v., Bergwerksbeaitzer etc. in Wien
(Mitglied auf Lebensdaaer).
Daregger Ladwig, Dr. jar., Advokat, Landtagsabgeordneter.
Durig Josef, Direktor der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt.
Eberle Anton, k. k. Feldkaplan und Milit&r-Instituts-Pro-
fessor i. P. in Hall, Mandatar.
Eberle Virginie, Malerin in Wien.
Ebner Johann Ritter v., k. k. Hofrath.
Ebner Robert Ritter v., Dr. jur., k. k. Statthalterei-SekretSr.
Ebner Viktor Ritter v., Dr. med., k. k. Universitfits-Pro-
fessor in Graz.
Egger Josef, Dr. phil.. k. k. Professor.
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- S21 —
Ehrhart Josef v., k. k. Statthaltereirath.
Eisendle Peter, Dr. jur., Advokat in Meran.
Engensteiner Hanns, Lehrer der Bftrgerschule.
Enzenberg Franz Graf v., k. k. geh. Rath and Kammerer,
Conservator der Bandenkmale.
Enzenberg Hngo Graf v.
Epp Alois, Seifenfabrikant und Parfamenr.
Erhart Gottfried, Hausbesitzer nnd Gemeinderath.
Erler Edaard, Hausbesitzer.
Erler Franz, akademischer Bildhaner in Wien.
Ernst, kBnigliche Hoheit, Herzog von Sachsen-Coburg-
Gotha.
Falk Heinrich, Dr. jur., Advokat.
Farfoglia Alois, k. k. Oberlandesgerichts-Pr&sident.
Fedrigotti, Filipp Graf v., k. k. Kammerer in Roveredo.
Fedrigotti Wilhelm v., Dr. jur., k. k. Oberlandesgerichtsrath
und Lande8hauptmann-Stellvertreter.
Felder Cajetan, Dr. jur., Ritter der eis. Krone, Biirgermeister
der Stadt Wien.
Felderer Carl, Dr. jur., Advokat
Ferrari Eduard, Dr. jur., k. k. Landesgerichts-Pr&sident.
Ferrari-Kellerhof Eduard Edler von, Dr. jur. k. k. Bezirks-
Commiss&r in Trient, Mandatar.
Ferraris Ludwig Graf v., Herr und Landmann in Tirol,
Privat.
Ficker Julius, Ritter des Ordens der eis. Krone III. KL,
k. k Hofrath, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Finetti Johann v., Gftterbesitzer.
Firmian Ludwig Graf v., Grossgrundbesitzer, Landtags-
abgeordneter, in Welschmetz.
Firraian Virgil Graf v., Jurist.
Fischer Alois, Dr. jur. k. k. pens. Statthalter.
Fischer Ferdinand v., k. k. Oberlandesgerichts-Sekretar.
Fischer Gebhard, k. k. Statthaltereirath.
Flatz Johann Gebhard, Historienmaler in Bregenz. (Aequiv.)
Flory Anton, Leonhard, Professor der Technologie.
Ferdinandeumi-Zeittchrift, 21
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— 322 —
Forcher Johann, Handelsraann and Spediteur in Wilteo.
Frank Carl Hitter v., k. k. Regierungsrath.
Frenninger Johann, inful Pralat nnd Abt zu Wilten.
Friedle Theodor, Gooperator in Stilfes.
Frftschel Berthold, Erdland-Oberhofkaplan nnd Pr&lat za
Klosterneubnrg.
Gapp Josef, Dr. jur., Advokat in Lienz.
Gasser Vinzenz, F&rstbischof von Brizen.
Gassner Theodor, k. k. Gymnasial-Direktor i. P.
Gassner Michael, p&pstficher Hauspr&iat and Domprobst in
Brixen.
Gasteiger Gustav von and za Rabenstein-Kobach, Dr. jur.,
k. k. Bezirkskommiss&r.
Gennari Heinrich, k. k. Bezirkshanptmann in Ampezzo.
Giovanelli Angus tin Frhr. v, Pfarrer in St. Pauls.
Giovanelli Johann Nepomuk .Frhr. v., Gutsbesitzer in Griefr.
Giovanelli Paul Frhr. v., Landtagsabgeordneter in Meran.
Glanz Franz Ritter v., k. k. Landesgerichts-Sekret&r in Linz.
Glanz Josef Ritter v., k. k. Rechnungs-OfBzial.
Glasmalerei-Anstalt, tirolische, in Innsbruck.
Glotz Carl Ritter von, k. k. Postdirektor fftr Tirol and
Vorarlberg.
Goldegg Hugo Ritter v., k. k. Kammerer, Hauptmann a. D.
Reichsraths- and Landtags- Abgeordneter.
Grabhofer Johann, Kaffeehausbesitzer.
Grabmayr Anton von, k. k. Staatsanwalt in Feldkirch,
Mandator.
Grebmer Eduard v., GUterbesitzer in Bruneck.
Greil Franz, Kaufmann, Magistratsrath.
Greater Josef, k. k. Gyinnasial-Professor, Landtags- and
Reichsrathsabgeordneter, p&bstlicher Kammerer.
Grignani Alois, Handelsmann in Irast.
Gross Johann, Kanst- und Masikalienh&ndler.
Gamer Carl Edler v., za Engelsbarg, Tiroler Landmann,
k. k. Landesgerichts-Pr&sidept.
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— 323 —
Gusenbauer Rudolf, Abt des Stiftes Gottweih in T^ieder-
fcterreich.
HSmmerle Heinrich, k. k. Bezirkshauptraann.
Hiosle Albert, Dr. jar., Advokat in Bregenz.
Hammer Anton, Dr. jar., Advokat
Hammer Franz, k. k. Landes-Hauptkasse-Difektor.
Hammerle A. X, k. k. Bibliothekar in Salzburg.
Harimayr Vinzenz Ritter v., Dr. jur., k. k. Oberstaats-
anwalt.
Hassenm&Uer Hugo Ritter v. Ortenstein, k. k. Major.
Hasshranter Anton, Dr. Jur., k. k. Hof- und Gerichtsadvokat
in Wien.
Haoser Josef, Kaufmann.
Hausmann Franz Frhr. v., Gutsbesitzer iu Bozen.
Hausmann Johann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olmfitz.
Hebenstreit Benedikt Ritter v., k. k. Statthaltereiratb.
Hechenberger Ferdinand, Dr. jar., k. k. Notar in Brixen.
Heigl Peter Pfcul, k. k. Bergverwalter.
Heintl Carl Ritter v., Dr. phi I., k. k. Trachsess in Wien.
Heintl Franz Ritter v., k. k. Trachsess, Dr. jur., emerit.
Rektor magnidcas der Wiener Universit&t etc. in Wien.
Heiss Johann, Gasthalter zura Elephanten in Brixen.
Heller Camil, Dr. med., k. k. Universitfits-Professor.
Hellweger Franz, Historienrnaler.
Hepperger Carl v., Dr. jur., Advokat zq Bozen, Mandator.
Hepperger Leopold, Kaufmann.
Heppner Alois, k. k. Bergverwalter in Hall.
Hibler Gedeon v., Kaufmann.
Hild Anton, Dr. jur., Advokat in Kufstein, Mandator.
Hinterwaldner Johann, k. k. Professor.
Hintner Valentin, Dr. phil., k. k. Professor am akademischen
Gymnasium in Wien.
Hdfel Josef, Jnwelier.
Hdflmayr Johann N., k. und k. Reichs-Archivs-Offizial.
Hfllzl Franz, Kaufmann.
Htohager Franz, Holzh&ndler in Bruclegg.
21*
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— 324 —
Hftrmann Ludwig v., Dr. phil, k. k. Universitats-Bibliotheks-
Scriptor in Graz.
Hftrtnagl Andreas, Hausbesitzer and Gemeioderath.
Hofer Andreas Edler v., Dr. jur., k. k. Notar nod Land*
tagsabgeordneter in Amstetten.
Hofer Anton Frhr. v., k. k. geh. Rath.
Hohenauer Anton, Bauunternehmer.
Hohenbtthel Carl Frhr. v., genannt Heufler zq Rasen, k. k.
geh. Rath, Kammerer nnd Oberlandesgerichte-Pr&sident
zu Bozen.
Hohenbtihel Ludwig Frhr. v., genannt Heufler zu Rasen,
k. k. Kammerer, Sektions-Chef i. P. zu Hall
Hohenlohe Cons tan tin Prinz, I. k. k. Obersthofmeister, k. k.
geh. Rath and General-Major a. 8. w.
Holzmann Johann, k. k. Steuereinnehraer.
Horinek Anton, k. k. Salinenverwalter in Hall.
Huber Alfons, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Haeber Adolf, k. k. Professor an der Ober-Realschule.
Homme) Philipp Jakob, Haosbesitzer and Gemeinderath.
Handegger Josef, Dr. jar., Advokat in Meraa.
Hater Willibald, Ingenieur-Assistent in Kufstein.
Janath Johann, Zahnarzt, mag. chirurg.
Jeitteles Adalbert, Vorstand der k. k. Universit&ts-Bibliothek*
Jele Kaspar, Historienmaler, k. k. Professor an der Ober-
realschule.
Iaama-Sternegg Carl Theodor v., Dr. jur. k. k. UniversiUtts-
Professor.
Ingramm Anton Ritter v., Privat.
Innsbruck, Stadt (immerwahrendes Mitglied).
J6rg Johann, k. k. Staatsbuchhalter.
Johann, Durchlaucht, regierender Furst von Liechtenstein
(Mitglied auf Lebensdauer.)
Irschara Dominik, inful. Probst and Abt zu Neastift.
Jttlg Bernhard, Dr. phil., k. k. Universitftts-Professor.
Jung Julius, Dr. phil., Privatdocent.
Kaiser Max, Dr. thepl., Domcapitular u. geistl Rath in Mfiaohea,
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— 325 —
lapferer Martin, Kaufmann.
Katschthaler Johann, Dr. theoL k. k. UniversitSts-Professor.
Kempter Kaspar Ritter v., k. k. Kreispr&sident.
Kerner Anton, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.
Khevenhflller-Metsch Richard Fflrst v., k. k. Kam merer,
Ritter des gold. Vliesses in Wien.
Kiechl Johann, Ritter des Leopold-Ordens, k. k. Hofrath.
Kirchebner Andreas, Gftterbesitzer und Kaufmann.
Kirchmayr Franz, Kaufmann.
Eliogler Josef, k. k. Hofrath.
KlinkowstrOm Alfons v., k. k. Hofrath in Wien.
Knoflach Car), Dr. jnr., k. k. Notar in Bozen.
KOpf Anton Ritter v., k. k. Kreisgerichts-Pr&ses.
Kraft Joh. Bapt, Kaffeehausbesitzer.
Kreyczi Franz, Ministerial-OfBzial im k. k. Reichs-Finanz-
Archiv in Wien.
Kripp Johann v., k. k. Gymnanial-Professor.
Krischek Eduard, Ministerialrath im k. k. Ministerium flir
Kultus und Unterricht in Wien.
Kflnigl Carl Graf v., k. k. K&mmerer und Major a. D. zo
Ehrenburg.
Kflnigl Heinrich Graf v., Deutschordens-Komthor, k. k.
Hauptmann u. s. w., zu Ehrenburg/
Ktinz Max Fidel, Dr. med., k. k. Bezirksarzt in Meran.
Kurschner Franz, Dr. phil., Archivs-Adjunkt im k. k. Reichs-
Finanzministerium in Wien.
Kohn Franz Frhr. ▼., k. k. Feldmarschall-Lieutenant in
Graz.
Kunerth Bernard, k. k. Salz-Oberamts-Verwalter in Hall.
Lachmftller Wilhelm Ritter v., k. k. Landesgerichts-Sekret&r.
Lama Hermann Ritter v., k. k. Statthalterei-Sekret&r.
Lammel Anton, k. k. Direktor der Oberrealschule.
Lang Eduard, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Lantschner Ludwig, Dr. med.
Larcher Pius v., Dr. jur., in Bozen.
Lasser-Zollheim Josef Frhr. v., k. k. Minister des Innern.
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— 326 -
Lechleitner Christian, Dr. phil, k. k. Professor.
Lechthaler Anton, Dr. jar., k. k. Notar in Lienz, Mandatar*
Leiss zu Laimburg, Johann v.. Ehrendomherr, Dekan und
Stadtpfarrer zu Innsbruck.
Leiss zu Laimburg Josef v., Tiroler Landmann, Gassier des
st&dt. Oberkammeramts iu Wien.
Leithe Friedrich, Dr. phil., k. k. Bibliothekar in Wien.
Leramen Alois v, k. k. Landesgerichts-Adjunkt.
Leon Franz Ritter v., in Meran.
Leonardi C6lestin, Dr. jur., k. k. Hofrath.
Liebe Johann Edler v. Kreutzner, k. k. Zahlamtskassier.
Liebener Julius v. Monte-Cristallo, k. k. Statthalterei-Con-
cept8-Adjunkt.
Lindner Julius, k. k. Rechnungsdirektor.
Linser Johann, k. k. Staatsanwalt.
Lisch Johann Michael, k. k. Gymnasial-Professor.
Lobkowitz FQrst Carl, Herzog v. Raudnitz u. s. w„ Mit-
glied des Herrenhauses.
Lodron Alois Graf v., Privat
L5we Markus, Hausbesitzer und Wechsler.
Loos Hubert v., k. k. Generalmajor in Wien.
Ludwig Viktor, kais. Hoheit, Erzherzog von Oeater-
reich. (Mitglied auf Lebensdauer.)
Lutterotti Eduard Ritter v., k. k. Kreisgerichts-Pr&sident in
Feldkirch.
Lutterotti Ludwig v., k, k. Statthalterei-Sekret&r.
Maas Ferdinand, k. k. Professor in Wien.
Mader Anton, k. k. Polizeirath.
Mages Alois, k. k. Hofrath in Wien.
Malfer Josef, Giiterbesitzer und Altbfirgermeister in Auer,
Matter Robert Ritter v. Auerheim, Giiterbesitzer in Auer.
Marchesani Anton, Magistratsratb.
Mathoy Johann, geistl. Rath, Dekan und Pfarrer in Zams.
Mayer Alexander, Dr. jur., Advokat in Bruneck.
Mayr Josef, Baumeister,
Mayr Ludwig, k. k. Professor in Lin*.
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— 327 —
Mayrhofen Virgil Ritter v., Dr. med., k. k. Univ.-Professor.
Mayrbofer Josef, Dr. phil. et med., in Munchen. Mandator.
Mayrhofer Wilhelm, Dr. jur., Privat in Salzburg,
Melchiori Josef Graf v., Dr. jur., k. k. Krasgerichts-Prft-
sident, Landtags- und Reichsrathsabgeordneter in Bozen.
Menz Ernst Ritter v., Dr. jar., k. k. Notar in Braneck, Mandatar.
Meran, Stadtgemeinde.
Meusburger Jodok, Dr. jar., Advokat in Bruneck.
Meyer Martin, President der Handelskamraer.
Miller Johann v., Dr. jar., k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Mitis Ferdinand Ritter v., Dr. jar., k. k. Ministerialrath and
Finanz-Landes-Direktor, in Meran.
Mdslein Martin, Tischlermeister.
Mdst Josef, Kunsthandler.
Moser Carl, Catechet an der Musterhauptschule.
MfUler Johann. Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Mutschlechner Georg, Seidenzeugfabrikant.
Nebert Josef, k. k. Postrath.
Neeb Philipp, k. k. Forstmeister, Correspondent der k. k.
Central-Commission fflr Erhaltung der Baudenkmale in
Bozen.
Netzer Tobias, Papierfabrikant in Hall.
Nenmann Max, Dr. med , Stabsarzt.
Norer Jakob, Baumeister.
Nu38baumer Felix, Dr. jur., k. k. Notar.
Nassbaumer Johann, Gemeinderath.
Obexer Michael, Kanfmann.
Oellacher Josef, Chemiker and Apotheker.
Oellacher Josef, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.
Oneatinghel C&sar, Dr. jur., Advokat, Landtagsabgeordneter.
OrUieb Leopold, Privat.
Ottenthal Albert v., Dr. med.
Ottenthal Friedrich v., k. k. Landesrath.
Oxenbauer Franz, Dr. jur., k.k. Hof- u. Geriohtsadvokat in Wien.
PaUang Anton, k. k. Landrichter, in Meran.
Palm Josef, Professor in Ried, Oberdsterreich.
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— 328 —
Paulweber Michael, k. k. Gyinnasial-Professor.
Peche Ferdinand, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Pechtold Friedrich, k. k. Oberftfrster.
Peer Johann, Dr. med. in Brixen.
Peer Josef Ritter v., Dr. jar., Cassier des Ferdinandeums
(Mitglied auf Lebensdauer.)
Peer Josef, Stadtpfarrer zu Sterzing.
Pek Edmund Anton, k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Perathoner Viktor, Dr. phiL, k. k. Gymnasial-Professor.
Perthaler Franz, Stadtpfarrer in Hall*
Pfaundler Carl, Bachhandler.
Pfaundler Leopold, Dr. phil, k. k. Universitats-Professor.
Pfeifer Johann, Sekretar Sr. kais. Hoheit Erzherzog Karl
Ludwig, in Meran.
Pfeiffersberg Josef Ritter v., Gutsbesitzer in Brixlegg, Mandatar.
Pfretschner Norbert, Dr. med.. Gutsbesitzer in Jenbach.
Philippovic Josef Frhr. v., k. k. Feldzeugmeister in Prag.
Pichler Adolph, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Pircher Josef, Dr. med., Kurvorstand in Meran.
Platter Julius, Dr. jur., Privatdocent.
Prato Vinzenz Frhr. v., k. k. Hofrath und Bezirkshaupt-
mann in Bozen.
Preleuthner Josef Ritter v., k. k. geh. Rath, President des
k. und k. obersten Rechnungshofes in Wien.
Preu August v., Dr. jur., k. k. Notar in Bludenz.
Preu Johann v., Direktor der Hilfs&mter der k. k. Finanz-
Landes-Direktion.
Preyer Josef, Kaufmann.
Protmann-Ostenegg Josef Frhr. v., k. k. Hofrath.
Puntschart Valentin, Dr. phil. et jur., k. k. Universit&ts-
Professor.
Pusch Anton, Dr. jur., Advokat
Putz Gottlieb, Dr. med., Altbiirgermeister in Meran.
Raggl Josef, Kaplan der Landes-Irrenanstalt in Hall.
Rapp Franz Ritter v., Dr. jur., k. k. Notar, Landeshaupt-
mann in Tirol.
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— 329 —
Rapp Johann, Dr. jur., Advokat in Kaltern.
Ratky v. Salamonfa Emit, k. k. Reichsarchivs-Offizial in
Wicn.
Ranch Felizian, Buchdrucker nnd Buchh&ndler,
Rantenkranz Anton, Dr. jar., Advokat nnd Bfirgermeister
in Hall.
Rantenkranz Wilhelm, k. k. Bezirkshanptmann in Rentte.
Regli Adalbert, Abt von Mnri and Prior zn Gries.
Reinhart Johann, Hotelbesitzer.
Reinisch Ferdinand Ritter v., Dr. jur.k.k.Staatsanwalt-Sabstitut.
Reiss Simon Alfons, Kunst- nnd Musikalienh&ndler.
Rembold Otto, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.
Renner Viktor v., Dr. phil., Professor in Wien.
Rentte, Zeichen-Fortbildangsschule daselbst.
Rhomberg Albert, Handelsmann in Dornbirn.
Rbomberg Rndolf, Fabriksdirektor.
Rhomberg Wilhelm, Kaufmann in Dornbirii.
Riccabona Benedikt v., Furstbischof von Trient.
Riccabona Julius v., Dr. jar., Landtagsabgeordneter.
R&ggla Josef Edler v. Mayenthal, k. k. Bezirkshanptmann
in Imst.
Rndigier Franz, Bischof in Linz.
Salzmann Johann, Fabriksbesitzer zu Dornbirn.
Sander Hermann, k. k. Professor in Feldkirch.
Santner Josef, k. k. Oberwundarzt in Triest.
Sarthein Gottfried Graf v., Dr. jur., Concipient der k. k.
Finanz-Prokuratur.
Scari Josef von, Dr. jur., k. k, Finanzrath, Landtags-
abgeordneter.
Scharmer Alois, Dr. jur., Gtiterbesitzer in Pmtz.
Scharmer Christian, Dr. jur., Advokat in Imst, Mandatar.
Schailer Josef Romed, k. k. Gymnasial-Professor.
Schenk Stefan, k. k. Professor an der Oberrealschule.
Schiestl Franz, Schlossermeister.
Schiestl Georg, Dr. jar., k. k. Finanzrath.
Schletterer Josef Ritter v., Dr. jur., k. k. Oberlandesgerichtsrath.
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— 330 —
Scbinid Franz, Hof-Parfumeur and Arzt
Schmuck Heinrich v., k. k. Professor an der Oberreal-Schnle.
Schmuck Joachim v., Magister der Pharmacie in SalEburg.
Schneeburg WHhelm Frhr. v., Domprobst zn Olmtttz.
Schneller Christian, k. k. Landes-Schulinspektor.
Schneller Josef, Dr. jur., in Salzburg.
SchQnach Anton, Dr. med.
Schdnbeck Leopold Ritter v. Rothenau, k. k. Oberfinanzrath,
Scbouberr David, Dr. phiL, kais. Rath.
Sch&pfer Anton, Hof- nnd Stadtapotheker.
Scholz Eduard, k. k. Landes-Schulinspektor.
Schranz Josef, Dr. jur, k. k. Finanz-Concipist in Triest
Schueler Josef* Bfirgermeister der Stadt Bozen.
Schueller Ludwig, Privatier.
Schnler Johann, k. k. Professor und Bezirks-Schulinspektor.
Scbullern Anton Ritter v., Sekret&r des Ferdinandeums.
Schumacher Anton, Buchdruckereibesitzer und Bucbh&ndler,
Gemeinderatb.
Schuster Franz, Dr. jur., Advokat.
Schwarz Anton, Gyranasial-Direktor in Horn.
Schwarz Carl Frhr. v., k. k. Baurath und Realitftten-Be-
sitzer in Wien. (Mitglied auf Lebensdauer.)
Schwarzenberg Johann Adolf, FOrst, Mitglied des dsterr.
Herrenhauses. (Mitglied auf Lebensdauer.)
Schwertling Carl Ritter v., k. k. Hofrath und Bezirkshaupt-
mann in Bregenz.
Semrad Ferdinand, k. k. Oberbaurath.
Senn Johann, Lehrer in St. Nikolaus.
Settari Franz, Dr. med. in Meran.
Sevignani Bernard, k. k. Landesgeriohtsrath in Bozen.
Siebinger Josef, k. k. Gyranasial-Direktor, in Graz.
Sizzo-Noris Heinrich Graf v., k. k. K&mmerer, Landtag*-
abgeordneter in Trient.
Spagnoli Dominik, k. k. Major.
Speckbacher Josef, k, k. Adjunkt bei der Hilfsfimter-
Direktion des k. k. Oberlandesgeriohtes.
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- 331 —
Staffler Alois, Privat.
Stainer Engelbert, Fonnator.
Staller Josef, Dr. und Professor der TJieologie zu Brixen.
Stapf-Ruedl Anton, k. k. Postbeaiuter.
Stapf-Ruedl Josef, Magistrats-Adjunkt.
Staudacher Tobias, Dekan und Pfarrer in Matrei.
Steinlechner Paul, Dr. jar., k. k. Universitftts-Professor.
Stentz Anton, Natarhistoriker zu Neusidel am See, (Aequiv.)
Sternbach Ferdinand Frhr. v. Herrschaftsbesitzer zu Triesch
in M&hren.
Sternbach Ferdinand Frhr. v., Reichsraths-Abgeordneter in
Mfihlau.
Sternbach Leopold Frhr. v., k. k. Kammerer, Gutsbesitzer.
Stippler Johann Baptist, furstb. Hofkaplan in Brixen.
Stocker Eonrad, Eanfmann.
Stolz Josef, Dr. med., Direktor der Landes-Irrenanstalt in
Hall.
Stolz Otto, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Stranb Adolf Bitter v., k. k. Hofrath.
Strele Anton Ritter v., k. k. Statthaltereirath.
Strele Carl, Hausbesitzer und B&rgermeister in Broneck.
Strele Rudolf, kaiserl. Rath und Bezirkshauptmann in Borgo.
Strunmer Sebastian, k. k. Hiittenamts-Controllor in Bri;legg.
Strobele Carl, k. k. Bezirkshauptmann in Broneck.
Stuinpf-Brentano Carl, Dr. phil., k. k. Universit&ts^Professor,
Storm Josef, k. k, Residenz- und Schlossverwalter.
Snda Franz, k. k. Forst-Commiss&r.
Suppaneg Felix, Fabriks-Direktor.
Tappeiner Franz, Dr. med., zu Meran.
Taraoczy Maximilian v., Eardinal, Fttrst-Erzbischof von
Salzburg.
Tegischer Josef, Professor der Theologie, zu Brixen.
Terlago Robert Graf v., Gtiterbesitzer in Terlago.
Terzer Valentin, Zahnarzt in Bozen.
Thaler Josef, Pfarrer in Kuens bei Meran.
Thaler Josef. Dr. med., Stadtphysikus in Brixen.
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— 332 —
Tbeser Ernst, Dr. jur., k. k. Universit&ts-Professor.
Thoma Alfred, Inspektor der k. k. priv. Sfidbaho.
Than Emanuel Graf v., k. k. K&mmerer in Trient.
Than Franz Graf v., k. k. Feldmarschall-Lieutenant and
Landesvertheidigangs-Oberkommandant.
Thann Matteo Graf v., in Trient.
Thorn and Taxis Alex. Graf v., k. k. Bezirks-Commiss&r
in Lienz.
Thorn and Taxis Josef Graf v., Erblandpostmeister von
Tirol in Schwaz.
Thurwiesef Johann, Gatsbesitzer in Kramsach.
Tinti Gustav Frhr. v., k. k. K&mmerer, Major, Commandant
der berittenen Landesschtitzen.
Toggenburg Georg Ritter v., k. k. geh. Rath in Bozen.
(Mitglied auf Lebensdauer.)
Tost Carl, k. k. Ober-Rechnungsrath.
Trafojer Johann, k. k. Landesgerichtsrath.
Trampler Carl, Obereinnehmer des k. k. Hauptzollamtes.
Trapp Oswald Graf v., k. k. K&mmerer and Statthalterei-
Rath.
Trentinaglia Carl v., k. k. p. Kreisgerichts-Pr&ses in Rovigo.
Trentinaglia Josef Ritter v., k. k. Landesgerichts-Adjunkt*
Trientl Adolf, Kaplan, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes
mit der Krone, in Hall.
Tschavoll J. A. Ritter v., Fabriksbesitzer in Feldkirch.
Tsohiderer Ernst Frhr. v., k. k. K&mmerer.
Tschoner Ferdinand, Kaufmann.
Tschurtschenthaler Anton, Dr. med., k. k. Universit&te-
Professor.
Tschurtschenthaler Johann, Dr. jur., k. k. Notar, Bfirger-
meister der Stadt Innsbruck.
Tschurtschenthaler Josef, Kaufmann.
Tschurtschenthaler Ludwig, Kaufmann.
Turner Leo, k. k. Oberbergrath in Brixlegg.
Ullmann Emanuel, Dr. jur., k. k. Universit&ts-Professor.
Ulmer Johann Georg, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
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— 333 —
Unterberger Carl, k. k. Bezirks-Schnlinspektor.
Unterberger Ernst, Kunsth&ndler.
Unterberger Ferdinand, Gntsbesitzer.
Unterberger Franz, Maler in Bitlssel.
Verdross Sebastian, Giiterbesitzer in Meran.
Vintler Friedrich v., landschaftl. Rechmmgsrath in Brtineck.
Vintschgau Max Ritter v., Dr. med., k. k. Univ.-Professor.
Visneider Anton, Kanfmann.
Vogl Franz, Dr. jnr., k. k. Bezirkshanptraann.
Voland Anton, Gastgeber in Wflrgl.
Vollmayr Johann, Dr. jnr., Hof- and Gerichts-Advokat in
Wien.
Vorhauser Johann, Ritter des Ordens der eisernen Krone
III. Klasse, k. k. Hofrath.
Vorhauser Otto, k. k. Gymnasial-Professor.
Vorhauser Raimund, k. k. Oberfinanzrath.
Wachtler Albert, Kanfmann in Bozen.
Walde Carl Al., Kaufmann.
Wallndfer Johann, Dr. jur., Advokat in Meran.
Wedl Josef Viktor, Dr. jur., Advokat und Reichsrathsr
abgeordneter in Wiener-Nenstadt.
Weiler Josef, k. k. Professor an der Oberrealschule.
Weinbart Edaard v., za Thierbnrg and Vollandsegg, Rea-
lit&tenbesitzer in Obermais.
Welponer Paul, Kanfmann in Bozen.
Welsperg Wolfgang Graf v., k. k. Oberst.
Werner Franz, Dr. jnr., I. Magistratsrath.
Weyrer Caspar, Pfarrer in Mariahilf.
Weyrer Paul, Fabriksbesitzer.
Widmann-Staffelfeld Hermann v., Bergwerksbesitzer zn S. Zeno.
Wiedemann Franz, Inspektor der Azienda Assicnratrioe in
Triest, Mandatar.
Wiedmann Otto v., Dr. jnr., Advokat in Salzburg.
Wieser Franz, Dr. phil., k. k. Professor.
Wieser Johann, k. k. Statthaltereirath.
Wieser Ludwig Ritter v., k. k. Hofrath.
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— 334 —
Wiesler Peter, Abt von Marienbtrg.
Wilczek Hanns Graf v., k. k. K&mmerer, Mitglied des Her-
renhauses, in Wien.
Wilczek Heinrich Graf v., k. k. K&mmerer etc in Szemerdd.
Wildauer Tobias, Dr. phil , k. k. Universitats-Professor.
Wilhelm Friedricb, Kaufmann.
Wilten, Chorherrenstift.
Winkler Franz, Apotheker.
Winkler Josef, Grundstener-Regulirungs-Referent.
Wola Stanislaus Ritter v,, Dr. in Tscherpovody (itussland).
Wolf Johann Liberate Dr. phil., Professor am k. k. Gym-
nasium in Triest.
Wolf Johann, BAumeister in Brixlegg.
Wolkenstein-Rodenegg Arthur Graf v., k. k. K&mmerer,
Landtagsabgeordneter, k. k. Hauptmann in der Land-
wehr.
Wolkenstein Carl Graf v., k. k. geb. Rath und K&mmerer.
Wolkenstein-Trostburg Leopold Graf v., k. k. geh. Rath und
K&mmerer in Trient.
Wttrzfer Julius, Dr. jur., k. k. Notar in Bozen.
Zacherle Johann, Kaufmann.
Zallinger Josef v., k. k. Hofrath.
Zeissberg Heinrich, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Zelger Josef, Kaufmann.
Zelinka, Carl, Eisenbahn-Inspektor.
Zieglauer Johann v., BftrgermeMer und Stadtapotheker in
Bruneck.
Zingerle Anton, Dr. phil., k. k. Universitfits-Professor.
Zingerle Ignaz, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
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— 335 -
Rechnungs-Ausweis
mit Schluss des Jahres 1874.
A. Hauptkasse.
Em p fang, fl. kr. fl. kr.
1. Haoptempfang und Uebernahme
vom Jahre 1873 . . . 10021 91
2. Zuwachs an Kapital und Zins 1416 11%
3. Einbezahlte BeitrSge der Mit-
glieder \ 2301 75
4. Besondere BeitrUge der Mit-
glieder . 48 25
5. Erlds aus Vereinsschriften,
Karten u. s. w -447 90
6. Verschiedene Empfflnge . . 1842 25
Summe der Empttnge — — 15778 17%
Ausgaben.
1. Gehalte and Remunerationen 839 57
2. Anlegung von Kapitalien . 988 94
3. Baukosteo ...... 63 15
4. Regie and Einrichtung . . 258 23
5. Verschiedene Ausgaben . . 1274 27
6. Vennehrung der Sammlungen:
a. Kunst-Section 228 43
b. HistorischeSection 514 95
c. Naturwissenschaft-
liche Section 91 40
d. Verschiedene An-
schaflfongen . 285 53
in Summe 1120 31
Summe der Ausgaben 4544 47
Bleibt Verm5gen 11233 70%
Google
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— 336 —
fl. kr. fl. kr.
An Beitr&gen der Mitglieder
Rest vom Jahre 1873 . . 874 25
Zuwachs im Jahre 1874 . 2208 —
Summe der praliminirten Beitr&ge 3082 25
Hievon warden einbezahlt 2301 75
In Abschreibung gebracht 31 50
Sohin fallen ab 2333 25
Verbleibt ein Rest von . . . 749 —
B. Baufond.
Uebernahme vom Jahre 1873 3267 97%
Zuwachs an Zins .... 170 15*/2
Summe des VermSgens ' 3438 13
Ausgaben
C. Tschager'scher Legatsfond,
Uebernahme an Stammkapital
vom Jahre 1873 . . . 11512 82
Neuer Empfang 472 50
Summe des Empfangs — " 11985 32
Ausgaben 805 4
Bleibt Verm&gen . . 11180 28
wobei jedoch die das StammvermBgen bildenden Steyer'schen
Qrundentlastungs-Obligationen nach dem Norainalbetrage von
10500 fl. 5. W. berechnet sind.
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Google
Katalog
iiber die
plastischen Kunstgegenstande
im
l&m£*s«Km§*maL
(Ferdinandenm)
za
INNSBRUCK.
-wOveXJ3X7J>«—
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NB. Die Nummerining dieser Abtheilang beginnt mit 601,
da der Gem&lde-Katalog die Nummern 1 — 600 umfassen
wird und es zur bessern Orientirang gebotea schien, nur
einen Numerus carrens innezuhalten.
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Plastische Kunstgegenstande,
601. Josef Klieber, geb. zu Innsbruck 1773, gest. zu
Wien 1849. Kaiser Franz I. von Oesterreich im Ira-
peratoren-Gewande. Statue in Wiener Sandstein,
7 Fuss hoch.
602. Josef Joas, geb. um 1807 zu Gais bei Bruneck in
Tirol, gest. zu Wien 1857. Ein griechiseher Bogen-
schfitze. Halblebensgrosse Statue. Gypsmodell.
603. Leopold Kissling, k. k. Hofstatuar in Wien, gest
daselbst 1828. Andreas Hofer. Lebensgrosse Biiste
in Gdflaner Marmor.
604. Anton Krlsmeir, geb. zu Telfs in Tirol 1810, gest.
zu Albano 1841. Der rasende Ajax. Gypsmodell,
halblebensgross.
605. Josef Miller, geb. 1809 zu Pettneu in Tirol, lebt zu
Innsbruck 1875. Pieta. Gypsmodell zu dem 1860 von
demselben KfLnstler in Marmor ausgefuhrten Grab-
monument der Familie von Riccabona auf dem neuen
Friedhof zu Innsbruck.
606. Josef Probst, geb. um 1810 zu Innsbruck, lebt in
Wien 1875. Kain und AbeL Halblebensgross. Gruppe
in Gyps.
607. Johann Popeller, geb. 1816 zu St. Johann bei
Windisch-Matrei, gest. zu Wien 1844. Endymion.
Lebensgrosse Gypsstatue.
1*
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— 4 —
608. Dominik Mahlknecht, geb. 1793 in Groden, Hof-
bildhauer des Konigs Louis Philipp. Lebt noch zu
Paris 1875. Ulysses nach seiner Heimat sich sehnend.
Lebensgrosse Statue. Origiualmodell in Gyps.
609. Dominik Mahlknecht, geb. in Groden 1793, lebt
zu Paris 1875. Terpsichore. Lebensgrosse Statue,
in Bronze gegossen (1857).
610. Dominik Mahlknecht Venus im Bade uberrascht.
In Bronze nach des Kiinstlers Marmorstatue, die sich
in Paris befindet.
611. Johann Nepomuk Haller, geb. zu Innsbruck 1792,
gest. zu Munchen 1826. Der verwundete Pbiloktet.
Kolossale Statue in Gyps. Original, nicht in Marmor
ausgefiihrt.
612. Unbekannt. Der Kaiser Maximilian von Mexiko.
Gypsbiiste, verfertigt zu Prag 1867.
613. Ignaz Raff], geb. zu Meran 1828, lebt zu Paris
1875. Erzherzog Carl Ludwig (1855). Gypsbiiste.
614. Nach Halbig. Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich
(1850). Gypsbiiste.
615. Nach Halbig. Kaiserin Elisabeth von Oesterreich
(1854). Gypsbiiste.
616. G. M. Benzoni in Rom 1858. Pabst Pius IX. Mar-
morbii8te 1858.
617. Anton Krismeir, geb. su Telfs 1810, gest. zu Albano
1841. Die hi. Magdalena. Originalraodell, ganze Figur
in Gyps.
618. Johann Halbig, geb. 1814 zu Donnersdorf in Bayern,
Professor der Bildhauerkunst in Miinchen 1875. Feld-
marschall Graf Radetzky. Marmorbuste 1853.
619. Johann Preleutliner, geb. 1807 zu Wien, k. k. Pro-
fessor der Bildhauerei in Wien 1875. Andreas Hofer,
Lebensgrosse Statue in Gyps. Originalmodell zu der
vom Kilnstler im Auftrage des Kaisers in Marmor
ausgefuhrten Statue im Waffenmuseum des k. k. Ar-
senales zu Wien.
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— 5 —
620. Johann Stihaller, geb. 1777 zu Wien, gest. daselbst
1842. Kaiser Ferdinand I. von Oesterreich. Lebens-
grosse Biiste, in Bronze (1829).
621. Unbekannt Der Engel erscheint dem hi. Joseph ira
Traume nnd befiehlt ihra, mit der hi. Familie nach
Egypten zu fliichten. Relief in Gyps.
622. Unbekannt. Nachtruhe anf der Flucht nach Egypten.
Ein Engel mit der Fakel leuchtend. Relief in Gyps.
623. Josef Joas, geb. urn 1807 bei Bruneck, gest. zu Wien
1857. Kampf des heil. Georg mit dem Drachen.
Grosses Gypsrelief in Medaillonform.
624. Gottfried Renn, geb. zu Imst 1818, lebt in Speyer
1875. Der junge Tobias heilt seinen Vater. Relief
in Gyps.
625. Josef Streicher, geb. zu Innsbruck 1805, gest da-
selbst 1857. Die hi. Elisabeth einem alten Manne
und einem kleinen Madchen Almosen spendend. Relief
in Gyps.
626. Katharina Felder, geb. 1816 bei Bezau im Bregenzer
Wald, gest. zu Berlin 1848. Madonna beim liegenden
Christuskinde knieend. Relief in Gyps.
627. Josef Probst, jun. geb. zu Innsbruck um 1810 lebt
zu Wien 1875. Erschaffung des Weibes. Copie nach
Ghiberti's Original in Florenz. Relief in Gyps.
628. Alexander Collin, geb. zu Mecheln 1526, gest zu
Innsbruck 1612. Grablegung Christi. (Aus dem ehe-
raaligen Grabdenkmal der Familie Hohenhauser auf dem
alten Friedhofe zu Innsbruck). Relief in Marmor.
629. Josef Streicher, geb. zu Innsbruck 1805, gest. da-
selbst 1867. Todten-Maske des im J. 1839 ver-
storbenen Appellationsraths-Prasidenten A. A. Freihern
v. Dipauli. Biiste in Gyps.
630. Anton Krismeir, geb. zu Telfs 1810, gest. zu Al-
bano 1841. Friedrich Graf von Wilczek, Gouverneur
in Tirol 1824—1841. Biiste in Gyps.
631. Johann Halbig, geb. 1814 zu Donnersdorf in Bayern;
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— 6 —
Professor der Bildhauerkunst in Mtinchen 1875. Dr.
Johann Ritter von Perthaler, L k. Oberlandesgerichts-
rath, polytischer Schriflsteller; geb. 1816 zu Olang
im Pusterthal, gest. 1862 zu Wien. Lebensgrosse
Biiste in Gyps.
632. Franz Zanner, geb. 1748 zu Felpatan im Oberinn-
thal, gest.zu Wien 1822. Portrait-Biiste des stand.
General-Referenten Josef Baron v. Reinhart, geb. 1745
zu Freiburg i. B., gest. 1821 zu Innsbruck. Lebens-
gross in Gyps.
633. Max Wiednmann, geb. 1812 zuEichst&dt, Professor
der Akademie zu MCinchen 1851. Portrait-Biiste des
Josef Freiherrn von Hormayr, Geschichtschreiber, geb.
zu Innsbruck 1781; gest. zu MOnchen 1848. In Gyps,
ttberlebensgross.
634. Johann Schaller, geb. zu Wien 1777, gest daselbst
1842. Kaiser Franz I. von Oesterreich. Biiste in
Tiroler Marmor.
635. Unbekannt. Kaiser Franz I. von Oesterreich. Gyps-
bfiste, iiberlebensgross.
636. Josef Kirchmayr, geb. 1773 zu Rockersing in Nie-
derbayern, in Munchen th&tig 1810—1839. Portnut-
Biiste des Tonkftnstlers Abbi Vogler, geb. 1749 zu
Wiirzburg, gest. 1814. Lebensgross in Gyps.
637. Johann Grissemann, geb. zu Imst 1831, lebt da-
selbst 1875. Portrait-Baste des Dr. Georg Schenacb,
geb. 1810 zu Innsbruck, gest. 1859 zu Wien als
Professor der Philosophic. Lebensgross in Gyps.
638. Schubert in Rom 1858. Portrait-Biiste des Profes-
sors Dr. Alois Flir, geb. 1805 bei Landeck in Tirol,
gest. 1859 als Auditor S. Rotae in Rom. Lebens-
gross in Gyps.
639. Johann Grissemann, geb. 1831 zu Imst, lebt da-
selbst 1875. Die beiden Flftsse Etsch und Inn sym-
bolisch dargestellt. Relief in Gyps.
640. Josef Probst, Jan., geb. urn 1810 zu Innsbruck,
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— 7 —
lebt zu Wien 1875. Christas vom Satan versucht.
Relief in Gyps.
641. Hermann Mflller, geb. zn Seefeld in Tirol, in Mun-
chen thatig 1839. Christas and die Samaritanerin am
Brunnen. Belief in Gyps.
642. Josef Seelos, geb. zn Imst, gest. 1836. Ale-
zander den Bukephalos b&ndigend. Relief in Gyps.
643. Alois Knittel, geb. zu Bach im Lechthal 1818, lebt
daselbst 1875. Christas and der Besessene von
Gerasa. Relief in Gyps.
644 Anton Krismeir, geb. zu Telfs 1810, gest za Al-
bano 1841. Die biissende Magdalena. Relief in
Gyps.
645. Alexander Collin, geb. zu Mecheln 1526, gest. zu
Innsbruck 1612. Auferstehung Christi. Relief in Mar-
mor. (Aus einem Grabsteinaufcatz des- alten Inns-
brucker Friedhofes).
646. Schnle Collin. Kampf des heil. Georg mit dem
Drachen. Relief in Marmor.
647. Josef Probst, jun. geb. zu Innsbruck urn 1810, lebt
zu Wien 1875. Christus und die Samaritanerin am
Brunnen. Relief in Gyps.
648. Sebastian Defregger, geb. 1784 zu Mitteldorf bei
Yirgen im Pusterthal, gest. zu Kufstein 1853. Auf-
erstehung Christi. Relief in Thon, bronzirt.
649. Sebastian Defregger. Grablegung Christi. Relief
in Thon, bronzirt.!
650. Johann Pendl, geb. zu Aschau in Tirol 1791, gest.
zu Meran. Das Abendmahl Christi, nach Leonardo da
Vinci. Relief in Gyps, bronzirt.
651. Josef Probst, jun. geb. urn 1810 zu Innsbruck, lebt
zu Wien 1875. Abraham vor den drei Engeln. Re-
lief in Gyps, tfych Ghiberti's Original in Florenz.
652. Sebastian Defregger, geb. 1784 zu Mitteldorf bei
Virgen im Pusterthal, gest. zu Kufstein 1853. Raub
der Sabinerinnen. Relief in Gyps, bronzirt
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— 8 —
653, 654, 655, 656. Nach altitalienischen Originalien.
Vier Gypsabgiisse, relief, vorstellend:
a. GrableguDg ChristL
b. AuferstehuDg Cbristi.
c. Himmelfahrt Christi.
d. Die Apostel und Jtinger am Sterbebette Mariens.
657. Gottlieb Klotz, geb. zu Irost in der II. Halfte des
vorigen Jahrhunderts, gest. 1834. Orestes and Pilades
vor der Priesterin der Diana. Basrelief in Holz, ala-
bastrirt.
658. Unbekannt. Der bethlehmitische Eindermord. Haut-
relief in Alabaster.
659. Unbekannt. Bad der Diana. Hautrelief in Alabaster.
660. Unbekannt. Sauls Bekehrung. Hautrelief in Ala-
baster.
661. Dominik Mollin, geb. za Wengen in Enneberg,
gest. daselbst 1761. Weibliches Brustbild (Magdalena).
Relief in Alabaster.
662. Unbekannt Jesus in der Krippe. Relief in Gyps.
663. 664. Unbekannt. Kaiser Leopold I. und dessen Ge-
mahlin Eleonora. Zwei Reliefs in Alabaster.
665. Barbacori, geb. im Nonsberg im 18. Jahrhundert
, Rinaldo und Armida. (Aus Tasso's befreitem Jerusalem).
Basrelief in Alabaster.
666. BarbacOTi. Loth wird von seinen TSchtern berauscht.
Basrelief in Alabaster.
667. Josef Probst, sen. geb. zu Sterzing 1772 gest. za
Innsbruck um 1858. Pabst Pins VII. Basrelief in
Gyps, bronzirt. Medaillonforra.
668. P. Harameran, arbeitete 1856 zu Frankfiirt a. M.
Erzherzog Carl Ludwig (1856). Eleine Baste in
Gyps.
669. Johann Halbig, geb. 1814 zu Donnersdorf in Bay em;
k. Professor der Bildhauerkunst in Muuchen 1875.
Margaretha, geb. Prinzessin von Sachsen, Erzherzog
Carl Ludwigs Gemahlin (1857). Kleine Biiste in Gyps.
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670. T. Konig, in Dresden 1857. Margaretha, Erzherzog
Carl Ludwigs Gemahlin (1857). Basrelief in Gyps.
Medaillonform.
671. Unbekannt. Ein Portrait. Kleines Relief in Medaillon-
form. Gyps, bronzirt.
672. Unbekannt Saturnus mit dem Stundenglase, worauf
eine Eule sitzt. Basrelief in Alabaster.
673. Unbekannt. Ein Madchen (Flora). Basrelief in Ala-
baster. (Pendant zu 672).
674. Unbekannt. Portrait. Kleines Basrelief in Gyps.
675. Jakob Pirchstaller, geb. 1765 zn Trens bei Ster-
zing, gest. zn Meran 1824. Portrait des Qrafen von
Althon, Domherrn zn Brixen 1823. Basrelief in Ala-
baster. Medaillon.
6"6. Thomas Lang, geb. 1749 zn Schwaz in Tirol, gest
1812 als Direktor der Graveur-Schnle an der k. k.
Akademie zn Wien. Modell der Trinmphpforte zu
Innsbrnck. Ans Alabaster.
677. Anton Krismeir, geb. 1810 zu Telfs in Tirol, gest.
zu Albano 1841. Des Klinstlers eigenes Portrait.
Kleines Relief in Gyps.
678. Jakob Pirchstaller, geb. 1755 zu Trens bei Ster-
zing, gest. zn Meran 1824. Portrait des tirol. Ge-
schichtschreibers Josef Resch, geb. 1716 zu hi. Kreuz
bei Hall, gest. zu Brixen 1782. Kleines Relief in
Gyps. Medaillonform.
679. Josef Anton Haid, geb. 1801 zu Langtaufers im
Vintschgau, gest um 1860 zu St. Johann im Unter-
innthal. Moses in der Wiiste erhSht die feherne
Schlange. Relief in Stein.
680. 681. Unbekannt. Zwei Gypsabdrticke von Diptychen :
a. Aesculap. b. Hygiea. Basrelief.
682. Unbekannt. Ein Ochs von drei Hunden verfolgt
Modell in Thpn.
683. Unbekannt. Ein Pferd von einer Lowin und einem
jungen L&wen zerfleischt.
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684. Unbekannt Ftlnf raufende Hunde. Model! in Thon.
685. Unbekannt. Ein Ochs von Hunden verfolgt Modell inThon.
686. Unbekannt. Ein Wildschwein von drei Hunden gehetzt.
Modell in Thon.
687. Unbekannt. Ein Bar von Honden zuBoden gerissen.
Modell in Gyps, bronzirt.
688. Unbekannt Ein Hirsch von Hunden verfolgt. Mo-
dell in Gyps bronzirt.
689. Italienische Arbeit. Portrait des tirol. Malers Martin
Knoller, geb. zu Steinach 1728, gest. 1804. In Pasta,
- Relief auf Schiefer.
690. Hor, 1831 zu Freiburg i. B. Portrait des Carl Anton
Freiherrn von Martini, geb. 1726 zu Revi im Nons-
berg, gest. 1800 zu Wien als Pr&sident des obersten
Gerichtshofes. Basrelief in Alabaster.
691. Unbekannt. Der schlafende Amor. Relief in Ala-
baster, ausgegraben 1786 bei Schlitters im Zillertbale.
(Beachtenswerth).
692. Unbekannt. Venus. Statuette in Marmor, gefunden
beim Schlosse Krakofel bei Brixen, dem Museum ge-
sohenkt 1824 vom Pr&aten von Neustift.
693. Alessandro Yittoria, geb. 1525 zu Trient, war ein
vertrauter Freund Titians und starb zu Venedig 1608.
Jugendlicher Kopf (Engel oder Genius). In Marmor,
dem Museum geschenkt 1824 von Benedikt Grafen
v. Giovanelli, Burgermeister in Trient. (Beachtenswerth).
694. Unbekannt. Delila beraubt den schlafenden Simson
seiner Haare. Relief in Alabaster.
695. Franz Zauner, geb. 1748, gest. 1822. Der heil.
Georg im Karopf mit dem Drachen. Statuette in Ala-
baster.
696. Johann Jakob Sotriffer, geb. 1796 in Grdden.
Der hi. Leopold. Statuette in Alabaster.
697. Jakob Pirchstaller, geb. 1755 zu Trens bei Ster-
zing, gest. 1824 zu Meran. Abnehmung Christi vom
Kreuze. Relief in Gyps, bronzirt.
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698. Jakob Pirchstaller. Grablegung Christi. Relief in
Gyps, bronzirt. Pendant zu 697.
699. Josef Stretcher, geb. 1805 zu Innsbrnck, gest da-
selbst 1867. Maria mit dem Kinde Jesa and der
hi. Katharina. Kleines Relief in Alabaster.
700. Josef Stretcher. Glaube, Hoffnung, Liebe. Kleines
Relief in Alabaster.
701. Unbekannt. Erzherzog Maximilian der Deutschmeister.
Kleine Gypsbfiste.
702. Franz Zauner, geb. 1748 zu Felpatan auf dem Kaun-
serberg, gest zu Wien 1822. Kaiser Josef H. Reiter-
statuette in Gyps, bronzirt.
703. Franz Zauner. Leopold II. Reiterstatuette in Gyps,
bronzirt. Pendant zu 702.
704. Josef TOn Port, zu Schleiss im Vintschgau. Gothische
Spitzsftule mit religiflsen Emblemen. Aus Messing,
vergoldet.
705. Johann Albaneder, geb. zu Schwaz, lebte 1808 —
1830 zu Muochen. Zwei Portraite:
a. Erzherzog Carl, (in Porzellanerde).
b. Napoleon, (in Steingut).
Beide relief. Medaillonform.
706. Unbekannt. EinenacktemannlicheFigur. Hautrelief in
Gyps.
707. Carl Fuetsch, geb. 1825 zu Windisch-Matrey, lebt
zu Lienz 1875. Der hi. Josef mit dem Kinde. Gyps-
Statuette.
708. Josef Streicher. Merkur. Statuette in Gyps.
709. Dominlk Mahlknecht, geb. in Grflden 1793, lebt
zu Paris 1875. Die Religion. Statuette in rothge-
brannter Tonerde.
710. Unbekannt* Christus in der Verspottung. Gyps-
Statuette in Florentiner Marmor.
711. Josef Stretcher. Amor und Psyche. Gruppe in
Gyps.
712. Josef Anton Grobitier, geb. 1816 zu Bruneck, lebt
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zu Mfinchen 1875. Portrait des Gubernial-Rathes
Theodor Ritter von Kern, geb. 1786 zu Pfallendorf
im Schwarzwald, Kreishauptmann im Pusterthal 1820-
1843, gest zu Innsbruck 1859. Kleine Buste in
Gyps.
713. Josef Lang, (Sohn des Thomas), geb. 1776 zu Inns-
bruck, gest. zu Wien 1847. Der borghesische Fechter.
Statuette in weichem Metall.
714. Italienische Arbeit. Zwei Portraite:
a. Carl Graf Firmian, unter M. Theresia Gouverneur
und Minister in Mailand, geb. zu Trient 1716, gest.
1782.
b. Cardinal Pozzobonelli, Erzbischof von Mailand.
Medaillons in Kupfer.
715. Josef Anton Grobmer, geb. 1816 zuBruneck, lebt
zu Miinchen 1875. Ecce Homo. Statuette in Marmor.
716. Domlnik Mahlknecht, geb. 1793 in GrSden, lebt
in Paris 1875. Rh&tii. Statuette in Gyps.
717. Josef Probst, jun. Kaiser Ferdinand I. von Oester-
reich. Kleine Buste in Marmor.
718. Josef Gasser, geb. 1818 zu Prftgratten im Puster-
thal, Professor in Wien 1875. Aeneas rettet seinen
Vater Anchises aus Trojas Flammen. Gyps-Gruppe.
719. Josef Klieber und Josef Martin Sch&rmer. Ersterer
geb. 1773 zu Innsbruck, gest. zu Wien 1849; letzterer
geb. 1783 zu Nassereith in Tirol, gest. zu Wien urn
1867. Modell zu einem Denkmal fiir Andreas Hofer,
das aber nicht ausgefuhrt wurde. Gruppe in Gyps.
720. Donay (Tiroler). Die Hirten bei der Krippe. Bas-
relief in Gyps.
721. Josef Kiechl, geb. urn 1780 zulmst. Bildhauer und
Bildgiesser in Wien 1824. Kaiser Franz I. von
Oesterreich 1824. Buste in Bronze, kleinlebensgross.
722. Josef Anton Grobmer. Kaiser Ferdinand I. von
Oesterreich im Kaiserornate. Statuette in Gyps.
723. Josef Dialer, geb. zu Irast, gest zu Wien urn
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1847. Herzog Friedrioh rait der leeren Tasche gibt
sich den Landleuten za Landeck zu erkennen. Gruppe
in Gyps.
724* Unbekannt. Venus mit Amor. Statuette in Ala-
baster.
725. Unbekannt. Leda mit dem Schwan. Statuette in
Alabaster. (Pendant zu 724).
726. Johann Halbig, geb. 1814 zu Donnersdorf in Bayern,
Professor der Bildhauerkunst in Munchen 1875. Graf
Radetzky. Reiter-Statuette auf Postament. Modell
zu einem projektirten Denkmal fiir den Feldmarschall,
das aber nicht ausgefuhrt wurde. In Gyps, bronzirt.
727. Josef Anton Grobmer, geb. 1816 zu Bruneck, lebt
zu Munchen 1875. Der Ssterreichische Staatskanzler
Ffirst Metternich. Statuette in Gyps, bronzirt.
728. Josef Dialer, geb. zu Imst, gest. zu Wien urn
1847. Der Genius des Jahres 1809. Mit tirolischen
Attributen und Emblemen. Gyps-Statuette.
729. Engelbert Stainer, geb. 1841 zu Pfunds in Tirol,
lebt zu Innsbruck 1875. Der tirolische Dichter Her-
mann von Gilm, geb. 1812, gest. 1864. Gypsbiiste
nach Grdbmer's Original-Marmorbftste an des Dich-
ters Geburtshaus zu Innsbruck.
730. Josef Beyrer, geb. 1839 zu Lermos in Tirol, zu
Munchen th&tig 1857—1875. Maria die Unbefleckte.
Gypsstatuette.
731. Josef Beyrer. Madonna mit dem Kinde, sitzend, als
Himmelskdnigin. In Gyps.
732. Donay (Tiroler). AbnehmungGhristi vomKreuze. Gopie
nach einem altitalienischen Gem&lde. Basrelief in Gyps.
733. Engelbert Westreicher, geb. um 1820 zu Pfunds
in Tirol, lebt zu Linz 1875. K5nig David die Harfe
spielend. Gypsstatuette.
734. Johann Prelenthner, geb. 1807 zu Wien, Professor
der Bildhauerei in "Wien 1876. Andreas Hofer. Gyps-
statuette nach des Kiinstlers eigenem Original.
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735. Franz Erler, geb. 1829 za Kitzbichl, lebt in Wien
1875. Albrecht Dftrer. Gypsstatuette.
736. Franz Erler. ' Raphael Sanzio. Gypsstatuette.
737. Josef Probst, jun. geb. urn 1810 za Innsbruck, lebt
za Wien 1875. Christas vom Satan versucht. Nach
dem Original-Relief im Baptisteriam za Florenz. In
Gyps.
738. Josef Anton Grobmer, geb. 1816 za Bruneck, lebt
za Manchen 1875. Die hi. Sophia. Gypsstatuette nach
dem Original des G. Pisano.
739. Johann Martin SchUrmer, geb. 1783 za Nassereith
in Tirol, gest za Wien am 1867. Anatomische Figar
nach Fischer. Gyps.
740. Johann Jakob Sotriffer, geb. 1796 in GrSden. Die
unbefleckte EmpfUngniss. Nach Canova. Statuette in
Alabaster.
741. Anton Krismeir, geb. 1810 za Telfs, gest. za Al-
bano 1841. Tyrolis. Projekt za einem Denkmal fur
die im Jahre 1809 Gefallenen. Gypsstatuette auf einem
Piedestal mit Relief. Nicht ausgefuhrt als Denkmal.
742. Franz Schtttz von Kufstein, gest. urn 1828. Ana-
tomische Figur nach Fischer. Statuette in Gyps,
bronzirt.
743. Jakob Phiiipp Santer, geb. 1756 zu Bruneck, gest.
daselbst 1809. Eine trauernde weibliche Figur. Modell
fQr das Grabmal des Fttrstbischofs von Brixen Josef
Graf Spaur t 1791. Statuette in Gyps. (Daneben
Santer's Brustbild, Medaillon in Gyps).
744. 745, 746, 747, 748, 749, 750. Nach Veit Stoss in
Nurnberg, gest. 1542. Der sogenannte englische Grass.
Sieben runde Gyps-Reliefs: Abgiisse von Marx in
Munchen, nach den Originafien zu Nfirnberg.
751. Kaspar Gras, geb. 1590 zu Mergentheim in Franken,
lebte lange in Innsbruck und starb zu Schwaz 1674.
Herkules erdriickt den Ant&us. Gruppe aus Erz ge-
gossen.
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752. Wahrscheinlich GregOr Loffler von HStting bei Inns-
bruck, starb daselbst 1565 in hohem Alter. Kopf
einer Madonna. Aus hartem MetaJl.
753. Unbekannt. Ein liegender Neptun. Bronze.
754. Unbekannt. Zwei Liebende sich kilssend. Basrelief
in Gyps, bronzirt.
755. Unbekannt* Ein Heiliger aus dem Franziskaner-
Orden. Basrelief in Bronze.
756 Franz Xayer Renn, geb. 1784 zu Imst in Tirol,
lebt daselbst 1875. Grabdenkmal des k. bair. Ober-
sten Carl Freiherrn v. Ditfurt f zu Innsbruck 1809.
Aus Sandstein. Vom alten Innsbrucker Friedhof ins
Museum ubertragen.
757. Kaspar/Gras, geb. 1590 zu Mergentheim, gest zu
Schwaz 1674. Erzherzog Leopold und seine Gemahlin
Claudia. Relief-Brustbilder in Lebensgrosse. Nebst
separater Inschrift. In Bronze gegossen. Diese Tafeln
waren fruher ira Schlosse Rodenegg, als Erinnerung
eines Besuches 1628 des erzh. Paares, fiber dem'
Schlossportale, wo sie der damalige Besitzer Baron
v. Wolkenstein anbringen liess.
758. Kaspar Gras. Grabmonument des Joh. Michael
Schmaus yon Angerzell + 1651, und seiner Gemahlin.
Relief in Bronze, worauf der hi. Michael und die
hi. Elisabeth, Familien- Wappen und Epitaph.
759. Unbekannt. Grabmonument des Johannes Seisenhofer,
K5nig Ferdinands Leibharnisch- und Wappenmeister
f 1555, und seiner Fran Appolonia Forchhaimerin.
Bronze-Relief, mit den Seisenhofer-Forchhaioier'schen
"Wappen. (Aus dem alten Innsbrucker lYiedhof.)
760. Unbekannt. Wappen desMathiasRumler(Stifters der
Kapelle im alten Innsbrucker Friedhofe) und seiner
Hausfrau Agatha Costentzerin 1515. Dieses Monument
war frfiher an der Ausenseite besagter Kapelle ange-
bracht. In Bronze. (Beachtenswerth).
761. Unbekannt. EinKrucifixvonElfenbein.(Beachtenswerth.)
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762. Unbekannt. Lukretia mit dem Dolch. Kleine Sta-
tuette in Elfenbein.
763. Unbekannt. Adam and Eva. Kleine Doppelstatuette
in Elfenbein. (Beachtenswerth).
764. 765, 766, 767. Dominik Mollin, geb. zu Wengen
in Enneberg, gest daselbst 1761. Die vier Elemente:
Luft, Licht, Wasser, Erde. Vier Statnettchen in
Elfenbein.
768. Johann Pichler, geb. am 1663 zu Moos in Passeyer-
thal, gest. zu Bozen um das Jahr 1730. Der heii.
Sebastian. Kleine Statue in Elfenbein. (Sehr beach-
tenswerth).
769. Dominik Mollin. Ein Jager mit zwei Honden.
Relief in Elfenbein.
770. Dominik Mollin. Eine B&urin mit einer Ziege and
einem kleinen Enaben. Relief in Elfenbein. (Pendant
zu 769).
771. Unbekannt Erzherzog Sigmund Franz. Kleine Baste
in Elfenbein.
772. Italienische Arbeit aus dem XIV. Jahrhondert Ein
Alt&rchen. Das Mitteistfick zeigt Ghristas am Kreuze
mit Maria, Magdalena and Johannes ; auf den Seiten-
flQgeln links und rechts Petrus und Paulas. Aus
weis8em Bein in Relief-Form; der Holzrahmen eben-
falls mit Bein eingelegt.
773. Deutsche Arbeit aus dem XIV. Jahrhundert Zwei
auf die Art «ines Buches zusammengefugte kleine Tafeln
Mit zwei Reliefs: a. Ghristus am Kreuze. b. Die
hi. drei KSnige. In Elfenbein.
774. Unbekannt. Eine kleine Vase aus Elfenbein mit sehr
feinen Basreliefs : Der hi. Eustachius vor dem Hirsehen
und die Taufe Jesu. Auf dem Deckel steht ein
Figurchen, Johannes der Evangelist.
775. Unbekannt. Die Geiselung Ghristi. Kleines Relief
in Elfenbein.
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776. Josef Anton Grobmer, geb. 1816 zu Bruneck, lebt
zu Mflnchen 1875. Dr. Johann Hasslwanter, geb.
1805 zu Innsbruck, Oberstaatsanwalt and Landes-
hanptmann yon Tirol, starb zu Innsbruck 1869. Lebens-
grosse Buste in Gyps.
777. Unbekannt. Madonna mit dem Kinde. Kleine Sta-
s tuette von Elfenbein. (Aus dem XV. Jahrhundert).
778. Unbekannt. Der hi. Laurentius. Statuette aus El-
fenbein auf schwarzh5lzernem, mit durchbrochenen Perl-
mutter-Basreliefs verziertem Piedestale.
779. 780. Unbekannt. Zwei runde Gefasse aus Elfen-
bein. Die Aussenseite verziert mit Beliefs:
a. Pferde, einander nachrennend.
b. Funf nackte Enaben mit Schaafen.
781. Unbekannt. Madonna, nach Murillo. Statuette in
Holz.
782. Johann Pichler, geb. um 1663 zu Moos im Pas-
seyerthal, gest. um 1730. Der hi, Franciscus. Kleine
Statuette, der Edrper von Elfenbein, das Kleid von
Holz.
783. Johann Pichler. Mater dolorosa. Kleine Statuette
von Elfenbein und Holz.
784. Johann Pichler. Der hi. Johannes Ev. Kleine
Statuette von Elfenbein und Holz.
785. 786. Johann Pichler. Zwei Bettelmusikanten : Ein
Mann mit Dudelsack und ein kropfiges Weib. Kleine
Statuetten von Elfenbein und Holz.
787, 788, 789, 790. Stephan Pdger (Feger), geb. zu
Imst, (thfttig um die Mitte des 18. Jahrhunderts) gest
zu Innsbruck. Vier Bettelmusikanten. Zwei M&nner
und zwei Weiber. Kleine Statuetten in Pichler's
Manier. Die KSrper aus weisem Bein, die Gew&nder
aus Holz.
791. Albrecht Dttrer, geb. 1471 zu Nfirnberg, gest. 1528.
Zwei Gliederfiguren fur Zeichuer: eine mannliche und
eine weibliche; in Holz. (Nach Liibke's Urtheil sind
Feidinandeuma-Zeitschrift. 2
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— 18 —
diese ausgezeichneten Figuren wenn nicht von Diirer
selbst, so doch unter seiner Leitung angefertigt).
792. Johann Picfeler, geb. urn 1663 zu Moos im Passeyer-
thal, gest. am 1730. Der hi. Georg den Drachen
erlegend. Relief in Holz.
793. JohaDTi Pichler. Herodias iibernimmt das Hanpt
des hi. Johannes. Relief in Holz.
794. Josef Hell, geb. 1793 zu Vomp bei Schwaz, gest.
1832 aaf dem Schloss Tirol. Triumphzag der Geno-
vefa. R&ckkehr aof ihr Schloss. Relief in Birnbaum-
holz.
795. Josef Hell. Das Hochkreuz am Rhein nebst der
Ruine von Godesberg bei Bonn, Relief in Birnbaum-
holz.
796. Josef Hell. Des Kiinstlers letzte Arbeit. Bruch-
stiicke zu seinem projektirten "Werke: Einzug der
Jnngfran von Orleans zn Rheims. Die AusfQhrung
des Werkes nnterblieb wegen des zu frflh eingetretenen
Todes dieses ausgezeichneten Holzschnitzlers 1832.
797. Josef Hell. Apollo. Kleine Statuette in Holz.
798. Josef Hell. Merkur. Kleine Statuette in Holz.
799. Georg Niederkofler, geb. 1822 zu St. Peter (Taufers)
im Pusterthal, lebt zu Innsbruck 1875. Gratyegung
Christi nach Pietro Perugino. Relief in Birnbaumholz
(1857).
800. Jbhann Kirch mayr, geb. zu Oberperfuss in Tirol,
starb daselbst 1846. Der Fahnenschwur der Tiroler
im Jahre 1809. Gopie nach dem Relief am Hofer-
Penkmal in der Hofkircke zu Innsbruck, Relief in
Birnbaumholz.
801. Franz Xayer Nipsl, geb. 1731 zn Fugen im Ziller-
thal, gest. 1803. Des Kttnstlers eig^nes. Portrait
1796. Relief in Gyps und bemalt.
802. JosiBf Gasser, geb. 18 1$ zu Prftgratten in Tirol,
Professor in Wien 1875. Ein Krucifix. In Holz.
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— 19-
80S. Johann Dominik De Metz, geb. in Groden, lebte
zn Innsbrnck 1833. Ein Krucifix. In Holz.
804. Wolfgang Moser ans Gsiess im Pustertbal (1637).
£hi in Holz geschnitztes Kreoz mit sehr vielen Figuren
uod Verzierungsn. War Mher im TMefenthaler-
Whrthshause zu Kematen. — Anf der Vorderseite mit
der Inschrift: S. ROCHO EIN ERFARER DER
PEST. MDCXXXVH.
805. Sebastian Steiner, geb. 1837 zn Sterzing, lebt in
Innsbruck 1875. Relief- Portrait des Gnb.-Ratbes
Dr. Johann Jakob Staffler, Verfasser des topografiscben
Werkes : Tirol nnd Vorarlberg. In Holz geschhitzt.
806. UnbekAnnt. Ein L5ffel aus Buxbaumholz, mit vor-
zflglich feinen Relief- Verzierungen. Unten am Stiele
das Wappen der Freiherrn v. V5ls. (Beachtenswerth).
807. Unbekannt. Albrecht H. Erzherzog v. Oesterreich
1378 „Snn Kinig Albrechts*. Spielbrettstein in Me-
daillonform, worin obiges Portrait sehr fein en relief
eingeschnitten. In Holz.
808. Unbekannt. Sehr fein gescbnittenes Portrait einer
tiirkischea Sultanin. Relief. Spielbrettstein in Me-
daillooform. Holz.
809. Altdeutsch. Maria Heimsuchnng. Relief in Holz.
Ftinf Figuren.
810. Unbekannt Portrait des Florian Ritter v. WaJdauf,
geb. 1441 zn Asch im Pusterthal. (Durch viele Stif-
tnngen hochverdienter Wohlthater der Stadt Hall).
Kleines Relief in Holz.
811. Johann Plchler, (angeblich). Marie die Unbefleckte.
Kleines Holzstatoettchen.
812. Unbekannt Johannes der Taufer in der Wiiste.
Kleines Relief in Holz.
813. Johann Klrchmayr, geb. zn Obferpeifuss, starb da-
selbet 1846. Grablegung Christi nach Ovetbeok. Re-
lief in Holz.
2*
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— 20* -
814. Johann Pichler. Maria mit dem Kinde und Johannes.
Relief in Holz.
815. Franz Prinoth, geb. nm 1822 zu St Ulrich in
Grflden, lebt daselbst 1875. Christus gekreuzigt. In
Birnbaum.
816. A. Appellor , zu Innsbruck 1847. Abschied eines
Landesvertheidigers. (Nach der Zeichnong von Ortner).
Relief in Holz.
817. Altdeutsch. Der englische Grass. In 2 Theilen.
Aqs der Kirche zu Kals im Pusterthale. Relief in
Holz.
818. Josef A. Bletzacher, zu Rattenberg 1860. Erz-
herzog Johann mit seinem Sohne auf der Jagd. Gruppe
in Holz.
819. Josef Probst, sen. geb. 1772 zu Sterzing, gest. zu
Innsbruck um 1858. Traumdeutung des egyptischen
Josef. Kleines Relief in Holz.
820. Josef Kiechl, geb. um 1780 zu Imst, Bildhauer und
Bildgiesser zu Wien 1824. Ein mit schSnen Arabes-
ken gezierter Armleuchter von Holz. Bronzirt.
821. Unbekannt. Die hi. Magdalena in der Waste. Re-
lief in "Wachs. (Aus dem Nachlasse' der Philippine
Welser).
822. Anton Huber, geb. 1763 zu Fiigen im Zillertbal.
Zu Augsburg th&tig 1831. Eine Oebstlerin mit einem
Juden sich raufend. Burleske Gruppe in Wachs
bossirt
823. Thomas Lang, geb. 1749 zu Schwaz, gest in Wien
1812. Das goldene Zeitalter. Original-Modell en relief
in rothem Wachs auf Schiefer.
824. Thomas Lang. Ulysses und Penetope. Basrelief in
Wachs auf Schiefer.
825. Thomas Lang. Orestes und Pilades. Basrelief in
Wachs auf Schiefer.
826. Unbekannt. Mftnnliche Earrikatur. Hautrelief in
Wachs.
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827. Unbekannt. Weibliche Karrikatur. Hautrelief in
Wachs. (Pendant zu 826).
828. Unbekannt. Die Flncht nach Egypten in eraer Land-
schaft. Hautrelief in Wachs. Medaillonfonn.
829. Unbekannt. Jakob rait dem Engel ringend. Mit
Landschaft. Wachsbossirung.
830. Unbekannt. Tobias. Mit Landschaft. Wachsbossirung.
831. Unbekannt. Maria Himmelfahrt Mit Landschaft Haut-
relief in Wachs.
832. Unbekannt Tod des hi. Josef. Hautrelief in Wachs.
833. Unbekannt. Reitergefecht. Mitganzerhabenenkleinen
Figuren und sehr sch5ner Gruppirung. Von gebrannter
Erde. In scbwarzem Rahmen aus Ebenholz.
834 Hans Bollinger, Edelsteinschneider, lebte in Deutsch-
land 1522. Karl V. geharnischt zu Pferde. Mit der
Jahreszahl 1522 und dem Monogramm: \-^-\. Bas-
relief in grauem Stein. (Beachtenswerth).
835. Unbekannt. Portrait (Carl VI.) Relief in fothem
Wachs auf Schiefer. Medaillonform.
836. Italienisehe Arbeit. Arco della pace. Milano 1836.
Basrelief in Medaillonform.
837. Philipp Heinrich Mflller, geb. zu Augsburg 1657,
gest. daselbst 1718. Vereinte Brustbilder des Kaisers
Leopold I. und seiner Gemahlin Eleonora. Eleines
Basrelief in Bronze.
838. Wahrscheinlich Michael Packer. Eine altdeutsche
Statue (St Stephanus), in Holz, halblebensgross. Aus
einer Kirche im Pusterthal.
839. Altdentsch. Gothischer Ghorstuhl aus der Kapelle
des Scblosses Annaberg im Vintschgau. Sehr wahr-
scheinlich gleichieitig mit dem Ban der Kapelle ange-
fertigt urn das Jahr 1509. Vom Museum angekauft
1868. (Beachtenswerth.)
840. Unbekannt. Ein Alabaster-Relief mit mystisch-sym-
bolischen Darstellungen , wahrscheinlich aus dem 16.
Jahrhundert. War Mher in hi. Kreuz bei Hall.
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— 22 —
841. Josef Joas, geb. am 1807 bei Bruneck, gefct. zu Wiea
1857. Feldmarschall Ffirst Windisobgratz za Pferde.
Belief in Gyps, bronzirt. Medaillonform.
842, 843, 844, 845. Wfcret, lebte za Innsbruck 1844.
Yier galvanoplastische Darstellungen. Beliefs in Kupfer,
versilbert:
a. Graf Rudolf you Habsburg uberlHset dem PHester
sein Pferd.
b. Karl V. geharnischt zu Pferd.
a Jesus in der Erippe von Engeln angebetet.
d. Maria mil dem Kinde und Johannes. ltd Hinter-
grunde der hi. Josef.
846. Unbekannt. Ein altes sogenanntes Paz vobis (kleines
Altfirchen), die hi. drei K5nige vorstellend. Basrelief
iti Bronze gegossen.
847. Unbekannt. Madonna mit dem Kinde auf dem Arm.
Kleine Statuette in Bronze; wahrscheinlich mittelalter-
lich, gefunden 1818 in der Ruine des Schlosses Sonnen-
burg bei Wiiten.
848. Josef Kleinhanns, (dieser Bildhauer war von Kind-
heit an blind und arbeitete nur nach dem Gefuhl), geb.
1774 zu Nauders in Tirol, starb daselbst 1853. Mater
dolorosa. Kleines Brustbild in Holz.
849. Josef Kleinhailns. Ein Krucifix. In Holz.
850. 851. Josef Kleinhanns, Ecce Homo, und Mater
dolorosa. Zwei Reliefs in Holi, vergoldefc
852. Josef Kleitthabns. Kaiser Franz L von Oesterreiqh.
Halblebensgrosse Baste in Holz.
853. Josef Kleinhanns. Andreas Hofer. Kleines Brust-
bild, in Holz.
854. Josef Kleillhanns. Eiae angefangene Arbeit (Mensch-
licher Kopf.)
855. Josef Anton Hald, geb. 1801 zu Langtaufers im
Vintsohgau, gest um 1860. Salomons Urtheil. Bas-
relief in schwantem Stein.
856. Naoh Thorwaldsen. Eine Tafel mit Abgiissen in vier
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— 23 —
Reifceo, darstellend: Alexander des Grosser] Triumph-
zng in Babylon. Nebst zwei AbgQssen von Medaillons :
X>as Portrait Thorwaldsen's and ein anderee Portrait
Basrelief in Gyps.
857. Unbekannt Der griechische Opferzug nach der An-
tike* Basrelief ia Gyps.
858. Nach Therwaidsen. Alexanders Triumphzog in
Babylon, Basrelief in Gyps.
859. Nach der An tike des Phydias. GriechischerTriiimph-
zug. (Das Original in London). Basrelief in Gyps.
860. Nach der Antike. Amazonenkampf. Basrelief in
Gyps,
861. Von Demeter Petrovich abgeformt. Seofczeha Ca-
meen des kaiserl. Antiken-Cabinetes in Wien (wornnter
die gitissere darstellend: die Apotheose des Kaisers
Augustus). In Gyps.
862. Thomas Lang* geb. 1749 zu Schwa^ gest. za Wien
1812. Eine Tafel enthaltend:
A. Sechs rotbe Gypsabdriicke von Waohsbossirungen-:
a. Bad. der Diana, b. Urtheil des Paris, Ci eine
Dame am Klavier, d. Amor der Bogeoschiitze,
e. Anakreons Opfer, f. Ursprnng der Schauspiele.
B. Weis«e Gypsabdriicke von Stahlarbeiten : a. Me-
daille anf Kaiser Leopold., b. zwei schwebende
M&dchen, c. Medaille mit dem Brdstfeilde des Alt-
grafen von Salm, FQrstbischof von Gnrk, d. Grab-
mal der Erzherzogin Christine, nach Canova. e. Ein
Holl&nder mit seinem Weib, f. Kopf der Hygiea,
g. Triumphpforte in Wien.
G. Rothe Schwefelabgtisse von Steinarbeiten : a. Eine
weibliohe Fignr, die einen Namensschild bekr&uzt^
b. Aurora, o. Kopf der Geres, d. Siegelring den
Schweiserbnnd vorstellend, e. Meleager, f; ein anf
einem Blatte schwimmendes Kind, g. ein Kind mit
eioem Namensschild, h. ein Kind mit Apoilos Leier,
i Amor mit dem Anker an einem Felsen, k. Diana
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— 24 —
mit zwei Hundeo, L Eopf mit einer „Schallskronea,
m. eine aotike Figur.
863. Altdeutsch. .Zwei Altarflttgel mit vergoldeten Reliefs
io Holz. Jeder in der Mitte io zwei Felder abge-
theilt. Auf jedem Felde zwei Heilige: a. oben der
hi. Rupert und ein anderer hi. Bischof; unten der
hL Stephan nod der hi. Nikolaus; b. oben die heiL
Georg and Johann Evangelist ; unten der hi. Pankratius
und der bfissende Konig David. Beide Flfigel sind
riickwarts bemalt und kamen an das Museum im
J. 1839 von Brixen.
864 Altdeutsch. Zwei AltarflQgel, Holzrelief auf Gold-
grand: a. HI. Barbara, b. hi. Katharina, Ans Museum
gelangt 1839 von Brixen.
865, 866, 867, 868. Altdeutsch. Vier Holzreliefs, dar-
stellend: Christus und die 12 Apostel.
869, 870. Altdeutsch. Zwei Relief-Statuen in Holz:
a. HI. Katharina, b. hi. Agnes.
871, 872, 873, 874, 875, 876, 877. Unbekannt Sieben
kleine Portraite, Bruststficke. (Elfenbein-Relief auf
blauera Schmelzgrunde mit Messingrahmen). Medaillon-
form.
a, Aristip, b. Scipio, c. Horaz, d. Shakespeare, e. Ti-
tian, f. Newton, g. Unbekannt.
878. Abraham Collin, gest zu Innsbruck 1599. Ein
kleines Altarchen, vorstellend Maria mit dem Rinde
von Engeln umgeben. Basrelief in Holz. Mit des
Kftnstlers Wappen und der Jahreszahl 1597. Dem
Ferdinandeum geschenkt von Josef Kinsele in Bozen
1832.
879, 880. Unbekannt. Zwei in Perlmutter geschnittene
Reliefs mit mythologischen Yorstellungen.
881. Unbekannt. Das letzte Abendmahl en basrelief in
Perlmutter geschnitten als Yerzierung einer Muschel.
882, 883. Unbekannt. Zwei Reliefs in Perlmutter ge-
schnitten. Bibhsche YorsteUungen : a. die Y. Station
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— 25 —
des Kreazweges. b. der Tod Mariens. Medaillonform
io Rahmen.
884. Altdentsch. Relief in Holz. Maria Heimsuchang.
(Zwei Figaren).
885. Altdentsch. Relief in Holz. Geburt Christi. (Aas
der Kirche za Kals im Pasterthal).
886. Altdentsch. Relief in Holz: Die hi. Anna mit Maria
und dem Kinde Jesu.
887. Altdentsch. Relief in Holz: Der hi. Florian.
888. Altdentsch. Beschneidnng Christi. Holzrelief. (An-
geblich aas der Kapelle des Schlosses Rottenborg).
889. Altdentsch. Die hi. drei Konige. Holzrelief. (Aas
der Kirche za Kals.)
890. Altdentsch. Der englische Grass. Holzrelief.
891. Altdentsch. Maria Heimsuchang. Basrelief in Holz.
(Pendant zu 890).
892. Altdentsch. Leichenbegangniss eines Bischofs. Zehn
Figaren. Haatrelief in Holz.
893. Altdentsch. Der aaferstandene Ghristas aaf der
Weltkagel in segnender Stellang zwischen zwei Heiligen.
Relief in Holz.
894. Altdentsch. Ein FlQgelaltar. Im Innern in Holz
geschnitzt drei feistehende Figaren: Madonna zwischen
den heil. Jakobns and Leonhard. Aaf den Flageln
von Innen zwei BischSfe (relief). Die Aassenseite der
Flagel bemalt, verschiedene Szenen aas dem Leben
der Heiligen vorstellend (Gem&lde- Catalog 520).
Dieser Altar war friiher in Laien bei Klaasen.
895. 896, 897. Altdentsch. Dm Stataetten in Holz:
a. Madonna mit dem Kind.
b. HI. Hieronymus.
c. HI. Leonhard. (Diese drei Stataetten kamen 1874
yon St. Ulrich in Grflden).
898. Kaspar Gras, geb. 1590 za Mergentheim, gest. za
Schw,az 1674. Grabmonnment des 1645 als Jungling
vewtorbenen Ferdinand HSlzl von Thierburg. ScWnes
Ferdinandeums-Zeitschrift. 3
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— 26 —
Familienwappen en relief in Bronze init Epitaph. (Aus
dem Innsbracker Friediiof ins Museum ubertragen).
899. Altdeutsoh. Martyrium eines Heiligen. (Nach einar
dsterr. Legende). Relief in Holz.
900. Unbekannt. Allianz-Wappen des Dionys v. Spergs
and der M. A. Adelaide, geb. Specker tod Frideneck.
Relief in Bronze. (Aus dem alten Innsbracker FriedhoQ.
901. Josef Dornaner, lebte zu Fugen im Zillerthal 1856.
Anatomische Figur. Statuette in Waohs.
902. Anton Hnber, geb. 1763 zu Fugen im Zillerthal,
lebte zu Augsburg 1829 — 1831. Ein Kracifix. In
Wachs.
903. 904, 905, 906, 907, 908. Unbekannt. Secfas Tafeln,
enthaltend 200 in Rom verfertigte Gypaabgfisse von
geschnittenen Steinen. Meistens Yorstellungea aus der
Mythologie.
909, 910. Unbekannt Zwei Tafeln, enthalteod 228 Por-
traite von Kiinstlern, Gelehrten und anderen berfihmten
M&nnern. Gypsabgtisse in Medaillonfbrm. In Rom
verfertigt.
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ZEITSCHRIFT
des
FERDINANDEUMS
ftb-
Tirol und Vorarlberg.
Herausgegeben
▼on
dem Verwaltungs-Ausschusse desselben.
Dritte Folge.
Zwanzigstes Heft
— vH^--
Innsbruck.
rhruck der Wagnor'schen Uniyersitllts-Bucnhandlung.
1876.
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Iiihaltsverzeichniss.
Yereinsnachrichten.
Seite
Die GeneralYersammlung der Mnsenms-Mitglieder am 20. Mai
1876 m
Personalstand des Ferdinandenms 1876 XIII
Verzeichniss der Institute nnd gelehrten Gesellschaften mit
denen das Ferdinandenm in TauscbTerbindung stent XXXVII
I. Gesehichtliche Abtheilung.
£ b e r 1 e Anton. Grabsteine der St. Nikolans - Pfarrkirche
zn Hall 1
G i o ▼ a n e 1 1 i GrafBenedikt. Die Rh&tiscb-Etrnskiscnen
Altertbumer entdeekt bei Matrei im Mai 1845. Aus
dem Italienischen ubersetzt yon Fr. t. A. . 43
Wolf Adam. Franz Keil, Geoplastiker 1822—1876 101
Goldegg H n g o yon. Die Tiroler Wappenbucher im Adels-
archire des k. k. Ministerinms des Innern zn Wien.
H. Theil 115
II. Naturwissenschaftliche Abtheilung.
Koch Dr. L. Yerzeichniss der in Tirol bis jetzt beobachteten
Aracbniden 21$
— <o*a£9 —
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Vereinsnachrichten.
ftrdina&deanu-Zritschrifk A
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Die Generalversammluiig
der Museums-Mitglieder am 20. Mai 1876
war mehr als gewohnlich besucht und wurde vom Vorsitzen-
den Herra Hofrath Kiechl mit einem geschichtlichen RQck-
blick auf die Enstehung und Entwicklung des Institutes ein-
geleitet, wozu fur das Museum wichtige, seit der letzeu Jah-
resversammluDg eingetretene Ereigoisse Aulass boteu. Der
Herr Vorstand erDffnete die Versammlung init folgender Rede :
„Im abgelaufenen Jahre wurde uns Se. Majest&t Kaiser
Ferdinand, der gutige Protektor des seines Naraen tra-
genden Museums, Hdchstwelcher bereits als Eronprinz bei
Grundung desselben im Jahre 1823 das Protektorat gnadigst
anzunehmen geruhte, durch den Tod entrissen. Wir ver-
danken Sr. Majestat die grSssten Wohlthaten, wodurch die
bis dahin schwankende Existenz des Institutes fest begriindet
und der Ausbau desselben auf solider und dauerhafter Basis
ermoglicht wurde. Der aus kleinen Anfangen mit geringen
Hitteln sich entwickelnde Museumsverein fand zwar im Lande
lebhafte Theilnahme, hatte aber mit grossen Hindernissen,
namentlich mit dem Mangel eines entsprechenden Lokales zu
kampfen. Es wrurden ibm zur Aufstellung der Sammlungen,
die zuerst im Stifle Wilten untergebracht wurdeu, einige Hor-
sale des Dniversitatsgebaudes miethweise eingeraumt; die
Sammlungen wuchsen aber wider Erwarten schon in den ersten
12 Jahren so betrachtlich an, dass die Horsale nicht mehr
gentigten und das k. k. Gubernium im Jahre 1836 die BewiHi-
gnng ertheilte, den freien Gang vor den Hdrsalen zu Salen
A*
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IV
and Zimmern fiir die Zwecke des Institutes za bildeiL Damit
konnte aber nur auf kurze Zeit geholfen werden, dean es
war vorauszusehen, dass die Universitat, welche dorch die
Unterbringung des Museums sehr beengt wurde, die vennie-
thetenRaume fiber kurz oder lang selbst in Anspruch nehmen
masse. Der k. k. App.-Prasident Freiherr v. Dipauli als
damaliger Vorstand des Museums wendete sich daher mit Be-
nch t vom 12. Februar 1837 an das Gubernial-Pr&sidium
unter ausfiihrlicher Darstellung der Verhaltnisse mit der
Bitte urn Gewahmng einer ausgiebigen Unterstiitzung, damit
ein eigenes Gebaude fur das Museum erworben werden kSnne,
and bemerkte darin, dass sonst die Auflosung des Vereins
und die Zerstreuung der mit grosser Mfihe und Kosten zu-
sammengebrachten Sammlungen unausweichlich bevorstehe.
Mit A. h. Eotschliessung vom 19. Februar 1838 bewilligte
S. M. Kaiser Ferdinand aus Anlass der bevorstehenden
Erbhuldigung in Gewahrung der vom App.-Pr&sidenten Di-
pauli vorgebrachten Bitte zum Ankaufe eines geeigneten
Lokals fur das Ferdinandeum einen Beitrag von 20,000 fl.
C. M. aus dem Staatsschatze. Diese grossmGthige Ent-
schliessung Sr. Majestat hatte die segensreiche Folge, dass
auch die tirolischen Stande zu einer bedeutenden Unter-
stiitzung des Ferdinandeums sich herbeiliessen. Der Guber-
nial- Prasident bemerkte in seinem Erlasse vom 8. Marzl838,
womit er obige A. h. Eotschliessung intimirte, dass, da der
Beitrag von 20,000 fl. zu Erwerbang eines eigenen Gebftudes
nicht gentige, auch die Mitwirkung der tirol. Stande in
Anspruch zu nehmen sein diirfte, und dass er einen solchen
Anspruch beim nachsten standischen Gongresse zu vertreten
bereit sei. Dies ist geschehen; die Stande bewilligten einen
Beitrag von 15,000 fl. C. M. und Se. Majestat haben mit
A. h. Entschliessung von 28. August 1838 zur Zahlung dieses
Beitrages aus dem stand. Approvisionirungs-Fonde die Ge-
nehmigung ertheilt. Damit waren nun die Mittel zur Herstel-
lung eines Gebaudes gegeben, und in den folgenden Jahren
wurde das schdne Gebaude aufgefuhrt, das nun eine Zierde
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der Stadt und den festen Sitz des immer mehr erstarkten
Vereines bildet. Schon dadurch sind wir S. M. dem Kaiser
Ferdinand fur alle Zeiten zum lebhaftesten Danke ver-
pflichtet; Hochstderselbe hat aber auch spater noch seine
milde [Hand geOffnet. Mit dem Majest&tsgesuch vom 25.
M§rz 1865 wendete sich der Verwaltungsansschuss an Se.
Majest&t mit der unterth&oigsten Bitte urn Unterstutzung zur
Fubrung eines Erweiternngsbaaes, da die Lokalit&ten des
Museums nicht mehr ausreichen, und der Aufbau eines zweiten
Stockwerkes nothwendig geworden sei, die Kosten aber sich
auf ungefahr 10,000 fl. belaufen, die aus den Beitr&gen der
Mitglieder nicht aafznbringen seien. Gem&ss Er5ffnung des
kais. Obersthofmeisteramtes in Prag vom 8. Mai 1865 haben
S. M. Kaiser Ferdinand zum Vergr5sserungsbau einen Bei-
trag von 2000 fl. 5 W. bewilligt, die am 15. Mai darauf
ausbezahlt wurden. — Eine andere unschatzhare Wohlthat
ist dem Ferdioandeum zugegangen durch die Bibliotheca Ti-
rolensis, einer umfangreichen Sammlung des sel. Appella-
tions-Pr&sidenten Freiherrn v. Dipauli, der wfthreud seines
an Th&tigkeit reichen Lebens Alles, was auf die tirolische
Landesgeschichte und Kulturzustande Bezug hatte, gesammelt
und in 1400 Baoden zusammengestellt hat. Diese Bibliothek
wurde durch die Regierung von den Erben des Baron Di-
pauli urn 5400 fl. C. M. fiir den Staat angekauft und mit
A. h. Entschliessung vom 11. Janner 1845 haben S. M.
Kaiser Ferdinand angeordoet, dass diese Bibliothek dem seinen
Namen fiihrenden National-Museum zu iibergeben sei. Sie
ist sonach Eigenthum des Staates, bleibt jedoch alien Mit-
gliedern zaganglich, und kann, da sie einen Schatz von Ma-
terialien und Geschichtsquellen enthalt, zum Besten der Wis-
seoschaft zu jederZeit verwendet werden. Fiir diese und andere
Wohlthaten wird das Museum Sr. Majestat Kaiser Ferdi-
nand dem Gil ti gen fur alle Zeiten das dankbarste An-
denken bewahren! — Ich darf bei dieser Gelegenheit nicht
unterlassen, auch auf die huldreiche und wohlwollendste Un-
terst&tzung aufmerksam zu machen, die auch von Sr. kais.
Google
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VI
Hobeit dem Erzherzog Johann, seinem besondem GSnner,
welcher am 2. Oktober 1842 zuin Museumsgebaude den
Grundstein legte, und der feierlichen ErSffnung desselben am
15. Mai 1845 personlich beiwohnte, und von diesem Tage
an auch als Stellvertreter des A. h. Protektors fungirte, so
vrie von Sr. kais. Hoheit dem durchlauchtigsten Erzherzog
Carl Ludwig, dem unvergesslichen Statthalter von Tirol -
und Vorarlberg, Hochstwelcher, der Bitte des Verwaltungs-
ausschus8es entsprechend, im Oktober 1860 die Stellvertre-
tung des A. h. Protektors anzunehmen geruhte, und bei jeder
Gelegenheit die warmste Theilnahme fur das Museum an den
Tag legte, zu Theil geworden ist, sowie dass auch die Re-
pr&sentanten der Regierung, die Herren Gouverneure, Gu-
bernial-Pr&sidenten und Statthalter in ihrem Wirkungskreise
die Angelegenheit des Vereins kraftigst unterstiitzten und
zur glticklichen Beendigung derselben wesentlich beitrugen.
Allen sei hiemit der innigste Dank ausgesprochen ! Das
Jahr 1875 hat am Ende auch sehr Erfreuliches gebracht!
Seine k. k.Majestat unser gn&digster Kaiser und Herr Franz
Joseph hat dem Ferdinandeum vonjeher, namentlich durch
Zuwendung der werthvollsten Geschenke, durch die unver-
gesslich Allerhochsten Besuche des Museums, worait der
Verein in den Jahren 1850 und 1871 begliickt wurde, durch
die Gestattung, dass Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste
Kronprinz Rudolf demVereine als Mitglied beitreten durfte,
die sprechendsten Beweise Seiner kais. Huld und Gnade ge-
geben. Der Verwaltungsausschuss, dadurch ermuthiget, hat
es gewagt, an Se. k. k. Majest&t die unterthanigste Bitte zu
richten, dass H5chstdieselbe geruhen wollen, das Protektorat
des Ferdinandeums allergnadigst anzunehmen. Dieser Bitte
wurde laut ErSffnung der kais. Kabinetskanzlei vom 26.
Oktober v. J. gnSdigst willfahrt und ebenso huldreich wurde
die spatere Bitte des Ausschusses um Zuwendung des Por-
traits des Allerh5chsten Protektors aufgenommen. Das Por-
trat, das sich ebenso durch treue Wiedergabe der Gesichts-
ziige, als durch kunstvolle Darstellung auszeichnet, haben Sie
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VII
hier vor Jhren Augen! Die AllerhOchste Person des
Monarchea als Protektor des Ferdinandeums ist
uns allein schon Bfirge fur das gluckliche Gedeihen des-
selben. Das Ganze erhalt neues Leben Jund frischen Auf-
scbwung; dera Vereine werden dadorch neueKrafte zugefUhrt;
die patriotische Theilnahme des Landes, die sich bisher schon
so wirksam gezeigt hat, wird gehoben und in weitere Kreise ver-
breitet und das Vertrauen zur Fdrderung der Vereinszwecke
wird durch die praktischen Erfolge gestarkt; die Mitglieder
des Ausschusses werden mit Freude sich der Besorgung der
Geschafte widmen, durch eintrfichtiges Zusammenwirken dera
Zwecke des Vereins allmalig naher , zu kommen und seine
Schatze fur den Fortschritt in Eunst und Wissehschaft immer
nutzbarer zu machen bestrebt sein. Eine wesentliche Be-
dingung seines Gedeihens ist die Erhaltung des innern Frie-
dens und der Eintracht, die glucklicherWeise bisher gewahrt
wurde ; alie unsere Anstrengungen sollen dahin gerichtet sein,
jede StfiruDg derselben und jeden Anlass dazu sorgfaltig feme
zu halten. Wir hoffen damit imSinne unsers AllerhQch-
sten Protektors vorzugehen. Im Hinblick auf das
Bild des Monarchen, und mit dem Ausdrucke des
innigsten Dankgefiihles lade ich ein, Seiner Ma-
jestat ein begeistertes „Hocha auszubringen".
Freudig stimmte die ganze Versammlung ein, und in
gehobener Stimmung vernahmen nun die Mitglieder den wei-
teren Bericht uber das abgelaufene Verwaltungsjahr, welchen
der Sekret&r des Vereins, Herr Anton Ritter v. Schullern
vortrug.
Aus demselben ergibt sich, dass der Zuwachs zu den
Sammlungen auch in diesem Jahre wieder ein bedeutender
war, namentlich durch zahlreiche Geschenke von verschie-
denen Gonuern.
Die Zahl der ordentlichen Mitglieder betragt gegenwartig
515, seit dem Bestande des Museums die hochste Ziffer, die
erreicht wurde. Seit der VerSffentlichung des letzten Jahres-
berichtes sind dem Vereine wieder 47 Mitglieder beigetreten.
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vni
Durch Tod hat der Verein seit Erscheinen des letzten
Jahresberichtes verloren: Eeil Franz, Geoplastiker, gest zu
Marburg in Steiermark (Ehreomitglied des Ferdinandeums).
Mehrere seiner geoplastischen Karten finden sich in der Mu-
seums-Sammlung, die er demselben als Geschenk iiberliess.
Auch war er friiher als Mitarbeiter an der Ferdinandeums-
Zeitschrifb th&tig and es finden sich in derselben von ihm
mehrere wissenschaftliche gediegene Arbeiten im Jahrg. 1856.
Georg v. Pfanndler, k. k. Ajchivs-Oflizial, Ehrenraitglied,
welcher von seinem Vater das lebhafte Interesse fQr vater-
l&ndische Stndien und Sammlnngen fiberkommen hatte, nnd
die Ergebnisse des Privatfleisses eines 70j&hrigen Lebens in
zahlreichen B&nden getreulich seinem geliebten Museum wid-
mete, zu dessen Gunsten er sich auch einer werthvollen Sie-
gel8ammlung von wenigstens 1800 Original- Abdrficken ent-
ftusserte. E is en die Peter Dr. jur., Advokat in Mer&n.
Erler Eduard, Hausbesitzer (vielj&hriges Mitglied). Gross
Johann, Kunsth&ndler (vielj&hriges Mitglied). Kflpf Anton
Ritter v., pens. k. k. Kreisgerichts-Pr&ses in Innsbruck.
Perthaler Franz, Stadtpfarrer in Hall. Rautenkranz
Anton, Dr. jur., Advokat und Btb-germeister in Hall. Schuel-
ler Ludwig, Privatier (vielj&hriges Mitglied). Strele An-
ton Ritter v., k. k. Statthaltereirath (vielj&hriges Mitglied).
Tarnoczy Maximilian v., Kardinal und Erzbischof in Salz-
burg (vielj&hriges Mitglied). Terzer Valentin, Zahnarzt in
Bozen; (durch 34Jahre verdientes Mitglied; gest. Dez. 1875,
legirte in seinem Testamente der Anstalt noch eine baare
Summe von 200 fl.) Ulmer Johann Georg, Fabriksbesitzer
in Dornbirn (vieljfihriger Mitglied). Unterberger Ferdi-
nand, Gutsbesitzer in Innsbruck. Vollmayr Johann, Dr.
jur., Hof- und Gerichtsadvokat in Wien (vielj&hriges Mit-
glied). Wolkenstein-Trostburg Karl Graf v., k. k.
geh. Rath und, Kammerer (vielj&hriges hochverdientes Mit-
glied des Vereins).
Was den Personalstand des Verwaltungs-Ausschusses
anbelangt, so wurde eine Stelle in der naturwissenschaftlichen
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IX
Sektion dadurch vakant, dass der bisherige Direktor Pro-
fessor Hinterwaldner nach Wien iibersetzt wurde und es ge-
lang dem Ausschuss, in diese Sektion namentlich mit Be-
riehung auf die geologische Sammlung in dem Herrn Oberst-
lieutenant Reichardt einen Mann zu gewinnen, der diese
Fachdirektorstelle nan seit einem halben Jahre verwaltet
mid scfaon in dieser knrzen Zeit dnrch opferwillige Muhewal-
tung bei der nothwendig gewordenen Anordnang and Auf-
stellung der Petrefakten und Fundstiicke sich den Dank des
Museums verdient hat.
Weiters hat der Verwaltangs-Ausschuss far die Stelle
des Bibliothekars, welche seit einer Reihe von Jahren Herr
Direktor Durig auf ausgezeichnete Weise versah, indem ihm
das Museum den musterhaften Katalog der Bibliothek ver-
dankt, und welche er nun leider wegen seiner Berufsgesch&fte
nicht mehr beibehalten zu kOnnen erkl&rte, dem Herrn Pro-
fessor Dr. Egger ubertragen. Dadurch wurde eine Stelle
in der histor. Sektion erledigt, und fur diese Herr Landes-
Schulinspektor Schneller ernannt, welcher seinerseits aus
der naturhistor. Sektion ausschied, indem Herr Oberstlieut.
Reichardt auch die mineralogische Abtheilung zugleich
mit der geologischen als Direktor verwaltet Bezuglich der
Mandatare ergab sich nur die eine Veranderung, dass Herr
Dr. Fr. Oxenbauer, k. k. Hof- uBd Gerichtsadvokat in
Wien, welcher daselbst die II. Mandatarstelle bekleidete, im
Laufe des Jahres dieselbe wegen Gesch&ftsuberhaufung nie-
derlegte, wodurch indess keiile neueWahl nothwendig wurde,
weil der daselbst fangirende I. Mandatar des Ferdinan-
deums, Herr Earl Edler v. Hofer s&mmliche Mandatarie-
GeschUfte als Ehrenamt in ausgezeichneter Weise fuhrt, und
namentlich durch unermudlichen Eifer fur das Institut fort-
wihrend zahlreiche und ausgezeichnete Mitglieder gewinnt, so
dass der Ausschuss diesem musterhaften Mandatar die aus-
schliessliche Fuhrung der Mandatarie Wien beruhigt iiber-
lassen zu kdnnen glaubt
Diese Ver&nderungen im Personalstand warden von der
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General- Versammlang zur Kenntniss genommen und den be-
treffenden Wahlen nach §. 13 der Statuten die Genehmi-
gung ertheilt.
Als Ehren-Mitglied des Ferdinandeums wurde von
der General - Versammlung ernannt Herr Gustav Ritter
v. Amon zu Treuenfest, im Jahre 1866 Kommandant
der Landesschiitzen von Oberinothal , gegenw&rtig Sr. Ma-
jest&t I. Arcieren - Leibgarde-Rittraeister in Wien, der sein
Wohlwollen fur das Ferdinandeum nicht nur durch zahlreiche
werthvolle Geschenke fur die Bibliothek bethfttigte, sondern
dem Institute auch besonders dadurch sehr farderlich war,
dass er durch seinen bedeutenden Einfluss in der Residenz-
stadt dem Mnseum erspriessliche Sympathie und Theilnabme
erweckte, woriiber erfreulichste Resultate vorliegen. Auch
fiir die Zukunft kann die Anstalt zur Annahme berechtigt
sein, dass dieserHerr in gleicher Weise imlnteresse unseres
vaterlandischen Museums seinen Einfluss geltend machen
wird.
Bezuglich der Verbindung mit auswartigen wissenschaft-
lichen Gesellschaften haben wieder folgende sechs Vereine
dem Museum das Tauschverh<niss hinsichtlich der gegen~
seitigen Publikationen angetragen, welches angenommen wurde:
Der botanische Verein fiir die Provinz Brandenburg in Berlin ;
die Society Kh&liviale de G^ographie in Cairo; der Verein
fur Chemnitzer Geschichte in Chemnitz (Sachsen) ; der Histo-
rische Verein in Marienwerder (Westpreussen) ; der Jardin
imperiale de Botanique in Petersburg; der Verein fQrHenne-
bergische Geschichte und Landeskunde in Schmalkalden.
Es sind sonach im Ganzen nun 161 solcher Vereine
und Gesellschaften, gegen deren Publikationen das Museum
seine Zeitschrift auszutauschen die Ehre hat.
Der finanzielle Stand des Museums ist ein sehr gunstiger
zu nennen. Dasselbe besitzt gegenwartig folgendes Verm5gen :
a) Hauptkasse 12.465 fl. 7 % kr., b) Baufond 3621 fl. 79 kr.,
c) Tschager'sches Legat 11.652 fl. 78 kr.
Dem Herrn Dr. Josef Ritter v. Peer, welcher aun
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XI
seit mehr als einem Vierteljahrhundert das miihevolle Kassier-
Amt unentgeltlich bekleidet, wurde unter Ertheilung des
Absolutoriums der Rechming pro 1875 von der General-
VersanimluDg der Dank des Vereios ausgesprochen, ebenso
den Herren Revisoren Staatsbuchhalter JSrg nnd Direktor
Tost, statt welchem, wegen dessen Uebersiedlung nach
Bronn fiir das n&chste Jahr nebst Herrn JSrg Herr Ober-
finanzrath v. Aigner als Revisor erwfihlt wurde.
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Personalstand des Ferdinandeums 1876.
AllerhOehster Protektor.
Seine apostolische Majestat der Kaiser'
F&&HI #<ISSF !.
Protektor - Stell vertreter.
Se. kaiserl. Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog von
Oesterreich u. s. w.
Yenraltangg-Anggckngg.
Vorstand.
Herr Jobann Kiechl, Ritter des 5sterr. Leopoldsordens,
k. k. Hofrath, Mitglied des Reichs-Gerichts.
Curatoren.
Herr Friedrich Ritter v. Attlmayr, k. k. Landesgerichts-
Pr&sident i. P.
Herr Josef v. Ehrhart, k. k. Hofrath and Mitglied des Ver-
waltungs-Gerichtshofes in Wien.
Herr Tobias Wildauer, Ritter des Ordens der eisernen Krone
ILL Klasse, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor, Land-
tags- nnd Reichsraths-Abgeordneter.
Sehret&r.
Herr Anton Ritter v. Schnllern, Gutsbesitzer, k. k. Bezirks-
Schulinspektor nnd Gemeinderath.
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XIV
Fachdirektorm.
Artistiche Sektion.
Herr Florian Blaas, Dr. jor., k. k. Landesgerichtsrath, Land-
tags- and Reichsraths-Abgeordneter.
Herr Franz Hellweger, Historienmaler.
Herr Georg Mader, Historienmaler.
Herr Johann Wieser, k. k. Statthaltereirath.
Historische Sektion:
Herr Arnold Busson, Dr. phil, k. k. Universitats-Professor.
Herr Alfons Huber, Dr. phil., k. k. Universitfits-Professor.
Herr Christian Schneller, k. k. Landes-Schnlinspektor.
Herr Dr. David Schariherr, kais. Rath und Archivar.
Naturwissenschaftliche Sektion.
Herr Cam ill Heller, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Herr Johann Reichardt, k. k. Oberstlieutenant.
Herr Carl von Sonklar Edler von Innstftdten, k. k. General-
Major.
Pr¶toren fiir diese Sektion:
Herr Carl Fischnaller, Dr. jur.
Herr Anton Reiter, Kaufmann.
Bibliothekar.
Herr Josef Egger, Dr. phil., k. k. Gymnasial-Professor.
Gassier.
Herr Josef Ritter v. Peer, Dr. jur., Gutsbesitzer.
Scriptor.
Herr Balthasar Hunold.
Museumsdiener und Cursor.
Gottfried Habicher.
Mandatare deg Terelns.
In Tirol und Vorlberg.
Hochw. Herr Anton Eberle, k. k. Feldkaplan und Milit&r-
Instituts-Professor i. P. in Hall.
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XV
Herr Josef Ritter von Pfeiffersberg, Gutsbesitzer in Brixlegg.
Herr Anton Hild, Dr. jur., Advokat in Knfsteio.
Herr Christian Scharmer, Ritter des Franz-Josef-Ordens,
Dr. jnr., Advokat in Imst
Herr Andreas Angerer, k. k. Hauptmann in der Landwehr,
in Reutte.
Hocfaw. Herr Chrisostomus Mitterrutzner, Dr. theol., Ritter
des Franz-Josef-Ordens, k. k. Gymnasial-Direktor in
Brixen.
Herr Ernst Ritter von Menz, Dr. jnr., k. k. Notar in Bruneck.
Herr Anton Lechthaler, Dr. jur., k. k. Notar in Lienz.
Herr Carl von Hepperger, Dr. jar., Advokat nnd Landtags-
abgeordneter in Bozen.
Herr Gottlieb Pntz, Dr. med., Altburgerineister in Meran.
Herr Eduard Edler von Ferrari-Kellerhof, Dr. jur., k. k. Be-
zirks-Commissar in Trient.
Herr Anton Edler von Grabmayr, k. k. Staatsanwalt in
Feldkirch.
Herr Albert Rhomberg, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
In der Hanpt- und Residenzstadt Wien.
Herr Carl Edler von Hofer, Ritter des Franz-Josef-Ordens,
Ministerial- Adjunkt im k. k. Reichs Finanz-Archiv in
Wien.
In der Stadt Salzburg.
Herr Alois Josef Hammerle, Besitzer des goldenen Ver-
dienstkreuzes mit der Krone, k. k. Bibliothekar in
Salzburg.
Ffir OberSsterreich.
Herr Franz Ritter von Glanz, k. k. Landesgerichts - Rath
in Ried.
In der Stadt Graz.
Herr Josef von Solder Edler zn Prackenstein , Tiroler Land-
roann, Vorstand des Stadtmagistrates i. P. in Graz,
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XVI
In der Stadt Triest.
Herr Franz Wiedemann, Direktions-Inspektor der k. k. priv.
Azienda Assicuratrice in Triest.
In der Stadt Olmiitz.
Herr Johann Hausmann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olmutz.
Ftir das KSnigreich Bayern.
Herr Josef Mayrhofer, Dr. phil. and medy Schriftsteller in
Munchen.
Ehrenmitglleder.
Seine kaiserl. Hoheit Franz Carl, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Rudolf, Erzherzog und Kronprinz von
Oesterreich.
Der hochgeborne Herr Franz Graf von Meran, erbliches
Mitglied des flsterr. Herrenhauses u. s. w.
Seine Eminenz Friedrich FGrst von Schwarzenberg, Kardinal
und Erzbischof zu Prag.
Herr Franz Freiherr von Hausmann zu Stetten, Tiroler Land-
mann, zu Bozen.
Hochw. Herr Vincenz Gredler, Professor am Gymnasium in
Bozen.
Herr Peter Merian, Rathsherr in Basel.
Herr Carl Sonklar Edler von InnstSdten, k. k. General-
Major.
Herr Christian Ritter d'Elvert, k. k. Hofrath in Brton.
Herr Albert Jfiger, Ritter des Franz-Josefs-Ordens, k. k.
p. Universit&ts-Professor, papstlicher Kammerer.
Herr Oskar Ritter von Hierschel-Minerbi, Gutsbesitzer in
Triest.
Herr Josef von Solder Edler zu Prackenstein, tirol. Land-
mann, Vorstand des Stadtmagistrats i. P. zu Graz.
Herr Dominik Mahlknecht aus Groden, Bildhauer in Paris.
Herr Georg v. Pfaundler, k. k. jub. Archivs-Offizial.
Herr Johann Ritter v. Ebner, k. k. Hofrath-
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XVII
Herr Sebastian Ruf, Kaplan der Landes-Irrenanstalt i P.
in Hall.
Herr Chrysost Mutterrutzner, Dr. theol, Ritter des Franz-
Josef - Ordens, k. k. Gymnasial-Direktor in Brixen.
Herr Joachim Barrande, Ehren-Doktor der Wiener Univer-
sit&t u. 8. w. in Prag.
Herr Anton Falger, Oravenr nnd Gutsbesitzer in Elbigenalp.
Herr Carl Edler v. Hofer, Ritter des Franz-Josef-Ordens,
Ministerial- Adjankt im k. k. Reichsfinanz-Archiv u. s. w.
in Wien.
Herr Franz Deferegger, Historienmaler in MQnchen.
Herr Johann Preleuthner, k. k. Professor der Bildhanerei in
Wien.
Herr Josef Ritter von Peer, Dr. jnr., Guterbesitzer, Cassier
des Ferdinandeums.
Herr Ernst Birk, Dr. pkil., k. k. Hofrath and Vorstand der
kais. Hof-Bibliothek in Wien.
Herr Gustav Ritter Amon von Freuenfest, Garde und Ritt-
meister der Arcieren- Leibgarde Seiner Majest&t des
Kaisers u. s. w. in Wien.
Ordentllcke Mitglieder.
(Diejenigen P. T. Mitglieder, bei denen der Wohnort nicht angegeben
ist, wohnen in Innsbruck.)
Die Herren:
Adam Carl, Ritter des Ordens der eisernen Krone 1IL Klasse,
Kaufraann.
Aichinger Franz, k. k. Bergkommiss&r in Hall.
Aichinger, Valentin v., k. k. Gymnasial-Professor in Bozen.
Aichner Simon, Canonicus, Seminar -Regens, Dr. und Pro-
fessor der Theologie in Brixen.
Aigner Carl v., k. k. Oberfinanzrath.
Albaueder Carl, Dr. jur., k. k. Landesgerichtsrath.
Albaneder Josef, Pfarrer in Kolsass.
Albrecht, kaiserl. Hoheit, Erzherzog von Oesterreich,
k. k. Feldmarschall, (Mitglied auf Lebensdauer).
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xvm
Amberg Johann, Bischof you Europus, General - Vikar in
Vorarlberg.
An-der-Lan Eduard von, Dr. phil., k. k. Haaptmann and
Landesvertheidigungs-Coramando- Adjutant
Angerer Andreas, k. k. Hauptmann in der Landwehr, Post-
meister in Reutte, Mandatar.
Angerer Johann, Dr. jur., k. k. Notar, Burgermeister in Kufstein.
Angerer Johann, Privat
Appeller Casimir, Kaufmann.
Arneth Alfred Bitter v., Dr. phil., k. k. Hofrath and Direktor
des k. k. Haas-, Hof- and Staats-Archivs in Wien.
Arz Anton Graf v., k. k. Kammerer and Statthaltereirath.
Attlmayr Alexias Ritter v., k. k. Statthaltereirath.
Attlmayr August, Kaufmann and Speditear in Hall.
Attlmayr Ferdinand v., jab. landschaftl. Hauptkassier.
Attlmayr Friedrich Ritter v., k. k. Landesgerichts - Presi-
dent i. P.
Auer Josef Buchhalter.
Auersperg Franz Josef Fiirst v., Oberst-Erbland-Marschall
von Tirol, za Wien.
Aufschnaiter Ignaz v., Giiterbesitzer in Gries bei Bozen.
August, kflnigliche Hoheit, Prinz v. Sachsen-Coburg-
Gotha.
Ausserer Anton, Dr. phil., k. k. Gymnasial-Professor in Graz.
Aasserer Carl, k. k. Professor am Gymnasium in Troppau.
Bach Alexander Frhr. v., k. k. geh. Rath in Wien.
Bandeson Franz, Bauunternehmer.
Barchetti Carl Ritter v., Dr. jar., k. k. Oberfinanzrath and
Finanzprokarator.
Barth Franz Ritter v., k. k. Hofrath.
Barth Ludwig Ritter v., Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Baumgarten Anton, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Baor Ferdinand, Fabriksbesitzer,
Bellegarde August Graf v., k. k. geh. Rath and General-
Adjutant S. Majestat des Kaisers. (Mitglied auf Le-
bensdauer).
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Bentzel-Sternau A. Graf v., k. i. Rittmeister.
Bereitter Georg, Dr. med.
Bereitter Johann, k. k. Finanz-Landes-Direktor.
Beast Friedrich Graf v., k. and k. geh. Rath; Mitglied des
Herrenhauses etc.
Bidermann Hermann Ignaz, Dr. jar., k. k. Universit&ts-Pro-
fessor in Graz.
Biehl Wilhelm, k. k. GymnasiaJ-Direktor.
BOger August, Kaffeebausbesitzer.
Billek Johann, Direktor der k. k. Lehrer-Bildungs-Anstalt
in Bregenz.
Blaas Alois, Gemeinderath.
Blaas Florian, Dr. jar., k. k. Landesgerichts-Rath.
Bdtsch Alois, Braaereibesitzer and Gemeinderath.
Boscarolli Josef, Gftterbesitzer.
Bosshard Theodor, Hotelbesitzer.
Brader C5lestin, inful. Pr&lat and Abt za Stams.
Brandis Anton Adrian Graf and Herr za, k. k. Kammerer,
erblicher Reichsrath etc.
Brandis Ferdinand Graf and Herr za, in Marburg.
Brandt Wilhelm, Gatsbesitzer and Fabrikant in Wattens.
Brugger Josef, Tischlermeister and Hausbesitzer.
Broneck, Stadtgemeinde.
Banz Friedrich, Inspektor der k. k. priv. Siidbahn - Gesell-
schaft.
Burger Honorius, Abt, Ritter des Ordens der eisernen Krone,
kaiserL Rath a. s. w., za Altenbarg. (Mitglied aaf Le-
bensdaaer).
Barlo Anton, Ritter v., k. k. Feldmarschall-Lieutenant.
Busson Arnold, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Cathrein Josef Ritter v., k. k. jub. Oberfinanzrath.
Ceschi Alois Baron v., k. k. Kammerer in Trient.
Ceschi Jnlie Freyin v., geb. Freyin von Ktibeck in Wien.
Ceschi Josef Baron von, k. k. Oberst and Kammerer in Wien.
Condenhove Heinrich Graf v., k. k. Kammerer and Oberst
a. D., Grosskapitalar des deatschen Ordens in Wien.
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XX
Crenneville Franz Graf v., k. k. Oberstkammerer und Feld-
zeagmeister a. s. w., in Wien.
Christ Alois, k. k. Oberfinanzrath.
Cristallnig Alfred Graf v., Guterbesitzer in Karnten.
Czichna Carl Alfred, Kunsthandler.
Dallatorre Anna Edle v., Appellationsraths-Witwe.
Dannhauser Wilhelm, Fabrikant und Gemeinderath.
Dantscher Carl, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Daxenbichler Martin, Dr. jar., Advokat in Enfstein.
Demattio Fortunat, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor,
Desaler Hanns, Dr. jar., Advokat in Brixen.
Dialer Gottfried, Gemeinderath.
Dipauli AL Freiherr zu Treuheim, pensionirter k. k. Laodes-
gerichtsrath.
Dipaali Anton Freiherr zu Treuheim, Dr. jar., k. k. Haapt-
mann in der Landwehr, in Kaltern.
Drasche Heinrich Hitter v., Commandeur des Franz-Josefs-
Ordens, Grossgrundbesitzer und Gewerke in Wien (Mit-
glied auf Lebensdauer).
Drasche Richard Hitter v., Bergwerksbesitzer etc. in Wien
(Mitglied auf Lebensdauer).
Duregger Ludwig, Dr. jur., Advokat, Landtagsabgeordneter.
Durig Josef, Direktor der k. k. Lehrerbildangs-Anstalt
Eberle Anton, k. k. Feldkaplan und Militar-Iastituts-Pro-
fessor i. P. in Hall, Mandatar.
Eberle Virginie, Malerin in Wien.
Ebner Johann Hitter v., k. k. Hofrath.
Ebner Robert Hitter v., Dr. jur., k. k. Statthalterei-SekretSr.
Ebner Viktor Hitter v., Dr. med., k. k. Universitats-Pro-
fessor in Graz.
Egger Josef, Dr. phil, k. k. Professor.
Ehrhart Josef von, k. k. Hofrath und Mitglied des Verwal-
tungs-Gerichtshofes in Wien.
Engensteiner Hanns, Lehrer der BUrgerschule.
Enzenberg Arthur Graf v., k. k. Kimmerer und Bezirks-
hauptmann in Meran.
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XXI
Enzenberg Franz Graf v., k. k. geh. Rath und Kammerer,
Conservator der Baudenkmale.
Enzenberg Hugo Graf v.
Epp Alois, Seifenfabrikant und Parfnmeur.
Erhart Gottfried, Hausbesitzer und Gemeinderath.
Erler Franz, akademischer Bildhauer in Wien.
Ernst, kBnigliche Hoheit, Herzog von Sachsen-Coburg-
Gotha.
Eyrl Georg Bernard von, Gtlterbesitzer in Bozen.
Falk Heinrich, Dr. jur., Advokat.
Farfoglia Alois, k. k. Oberlandesgerichts-Pr&sident
Fedrigotti Filipp Graf v., k. k. K&mmerer in Roveredo.
Fedrigotti Wilhelm von, Dr. jur., k. k. Kreisgerichts -Presi-
dent und Landeshauptmann-Stellvertreter in Trient.
Felder Cajetan, Dr. jur., Ritter der eisernen Krone, Burger-
meister der Stadt Wien.
Felderer Carl, Dr. jur.f Advokat.
Ferrari Eduard, Dr. jur., k. k. Landesgerichts-Pr&sident.
Ferrari- Kellerhof Eduard Edler von, Dr. jur. k. k. Bezirks-
Comraissar in Trient, Mandatar.
Ferraris Ludwig Graf v., Herr und Landmann in Tirol,
Privat
Ficker Julias, Ritter des Ordens der eisernen Krone III. Kl.,
k. k. Hofrath, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Finetti Jobann v., Giiterbesitzer.
Firmian Ludwig Graf von, Grossgrandbesitzer, Landtagsab-
geordneter, in Welschraetz.
Firmian Virgil Graf v., Jurist.
Fischer Alois, Dr. jur., k. k. pens. Statthalter.
Fischer Ferdinand von, k. k. Oberlandesgerichts-Sekretfir.
Fischer Gebhard, k. k. Statthaltereirath.
Flatz Johann Gebhard, Historienmaler in Bregenz. (Aequiv.)
Flory Anton Leonhard, Privat.
Forcher Johann, Handelsmann und Spediteur in Wilten.
Frank Carl Ritter v., k. k. Regierungsrath.
Frenninger Johann, infuL Priilat und Abt zu Wilten.
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xxn
Friedle Theodor, Cooperator in Stilfes.
FrSschel Berthold, Erdland - Oberhofkaplan and Pralat zu
Klosterneuburg.
Gabl Ludwig, Dr. phil., Professor an der k. k. Oberreal-
schule in Trautenau (Bohmen).
Ganglbauer Cdlestin, Abt des Stifles Kremsmunster.
Gapp Josef, Dr. jur., Advokat in Lienz.
Gasser Vinzenz, Fuxstbischof von Brixen.
Gassner Theodor, k. k. Gymnasial-Direktor i. P.
Gassner Michael, papstlicher Hauspralat und Domprobst in
Brixen.
Gasteiger Gustav von and zu Rabenstein-Kobach, Dr. jar.,
k. k. Bezirkskommissar.
Generalstabs-Abtheilung des Militar - Commando's in Inns-
brack.
Gennari Heinrich, k. k. Bezirkshanptmann in Ampezzo.
Giovanelli Augustin Frhr. v., Pfarrer in St. Pauls.
Giovanelli Johann Nepomuk Frhr. v., Gutsbesitzer in Gries.
Giovanelli Paul Frhr. v., Landtagsabgeordneter in Meran.
Glanz Franz Ritter v., k. k. Landesgerichts-Rath in Ried.
Glanz Josef Ritter v., k. k. Rechnungs-Offizial.
Glasmalerei-Anstalt, tirolische, in Innsbruck.
Glotz Carl Ritter v., k. k. Postdirektor ffir Tirol uud Vor-
arlberg.
Goldegg Hugo Ritter v., k. k. K&mmerer, Haaptmann a. D.
Reichsraths- and Landtags- Abgeordoeter, in Obermais.
Grabhofer Johann, Kaffeehausbesitzer.
Grabmayr Anton von, k. k. Staatsanwalt in Feldkircli
Mandatar.
Grabmayr Josef von, k. k. Bezirkshanptmann in Bladenz.
Grebmer Edaard von, Guterbesitzer in Bruneck.
Greil Franz, Kaufmann, Magistratsrath.
Greater Josef, k. k. Gymnasial - Professor, Landtags- und
Reichsrathsabgeordneter, pabstlicher Kammerer.
Grignani Alois, Handelsmann in Imst.
Grohmann-Baillie William A. auf Schloss Matzen beiBrixlegg.
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xxm
Gsell Benedikt, Dr. theol., Archivar des Stiftes Heiligenkreuz
in Nieder5sterreich.
Gumer Carl Edler v., zu Engelsburg, Tiroler Landmann,
k. k. Landesgerichts-Prasident.
Gusenbaxier Rudolf, Abt des Stiftes GOttweih in Nieder-
Osterreich.
Hammerle Heinricb, k. k. Bezirkshaoptmann.
H&usle Albert, Dr. jur., Advokat in Bregenz.
Hammer Anton, Dr. jur., Advokat.
Hammer Franz, k. k. Landes-Hauptkasse-Direktor.
Hammerle A. J., k. k. Bibliothekar in Salzburg.
Haslmayr Vinzenz Ritter v., Dr. jur., k. k. Hofrath und
Oberstaatsanwalt in Triest.
Hassenmuller Hugo Ritter v. Ortenstein, k. k. Major.
Hasslwanter Anton, Dr. jur., k. k. Hof- und Gerichtsadvokat
in Wien.
Hauser Josef, Eaufmann.
Hausmann Franz Frhr. v., Gutsbesitzer in Bozen.
Hausmann Johann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olmutz*
Hausotter Johann, Dr. phil., k. k. Professor an der Lehrer-
Bildungsanstalt
Hebenstreit Benedikt Ritter v., k. k. Statthaltereirath.
Hechenberger Ferdinand, Dr. jur., k. k. Notar in Brixen.
Heigl Peter Paul, k. k. Bergverwalter.
Heintl Carl Ritter v., Dr. phil., k. k. Truchsess in Wien.
Heintl Franz Ritter v., k. k. Truchsess, Dr. jur., emerit.
Rektor magnificus der Wiener Universitat etc. in Wien.
Heiss Johann, Gasthalter zum Elephanten in Brixen.
Heller Camil, Dr. raed. k. k. Universitats-Professor.
Hellweger Franz, Historienmaler.
Hepperger Carl von, Dr. jur., Advokat za Bozen, Man-
datar.
Hepperger Leopold, Eaufmann.
Herr Gustav, k. k. Landes-Schulinspektor.
Hibler Gedeon von, Eaufmann.
Hild Anton, Dr. jur., Advokat in Kufstein, Mandatar.
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XXIV
Hinterwaldner Johann, k. k. Professor am Realgymnasium
in Hernals, Wien.
Hintner Valentin, Dr. phil., k. k. Professor am akademischen
Gymnasium in Wien.'
H5fel Josef, Juwelier.
H5lzl Franz, Kaufmann.
Hdrandtner Ferdinand, Hotelbesitzer.
Hdrfarter Mathans, Dr. theol., Dekan und Stadtpfarrer in
Knfstein.
H5rhager Franz, Holzh&ndler in Brixlegg.
HSrtnagl Andreas, Hausbesitzer nnd Gemeinderath.
Hofer Andreas Edler v., Dr. jnr. k. k. Notar and Land-
tagsabgeordneter in Amstetten.
Hofer Anton, Frhr. v., k. k. geh. Rath.
Hoflacher Anton, Dr. jnr., k. k. Bezirkshauptmann in Landeck.
Hohenaner Anton, Bauunternehmer.
Hohenbfihel Carl Frhr. v., genannt Henfler zn Rasen, k. k.
geh. Rath, Kfimmerer nnd Oberlandesgerichts-Prasident
za Bozen.
Hohenblihel Ludwig Frhr. v., genannt Henfler zu Rasen,
k. k. K&mmerer, Sektions-Chef i P. zu Hall.
Hohenlohe Constantin Prinz, I. k. k. Oberhofmeister, k. k.
geh. Rath nnd General-Major n. s. w.
Holzmann Johann, k. k. Steuereinnehmer.
Horinek Anton, k. k. Salinenverwalter in Hall.
Hradeczky Hermann, k. k. Hofrath.
Hnber Alfons, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Hneber Adolf, k. k. Professor an der Ober-Realschule.
Hummel Philipp Jakob, Hausbesitzer und Gemeinderath.
Hundegger Josef, Dr. jnr., Advokat in Meran.
Hater Willibald, Ingenieur-Assistent in Knfstein.
Jannth Johann, Zahnarzt, mag. chirurg.
Jeitteles Adalbert, Vorstand der k. k. Universitfits - Bib-
liothek.
Jele Kaspar, Historienmaler, k. k. Professor an der Ober-
realschule.
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XXV
Inama-Sternegg Carl Theodor v., Dr. jur. k. k. Universitats-
Professor.
Ingram Anton Ritter v., Privat.
Innsbruck, Stadt (immerw&hrendes Mitglied).
JOrg Johann, k. k. Staatsbuchhalter.
Johann, Dnrchlaucht regierender Fiirst von Lichtenstein
(Mitglied auf Lebensdauer).
Irscbara Domicile, inful. Probst nnd Abt zu Neustift.
Jillg Bernhard, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Jnng Julius, Dr. phil., Privatdocent.
Kaiser Max, Dr. theol., Domcapitnlar nnd geistlicher Rath
in Mftnchen.
Kapferer Martin, Kaufmann.
Karl Alexander, Abt nnd Pr&lat des Stifles Melk in Nieder-
Oesterreich.
Karst von Karstenwerth Wilhelm Ritter v., k. k. General-
major.
Kastner Johann, Stations - Chef der Sudbahn nnd Gemein-
deratb.
Katscbthaler Johann, Dr. theol. k. k. Universitats-Professor.
Kempter Kaspar Ritter v., k. k. Ereisprasident
Kerner Anton, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Khevenhftller - Metsch Richard Ffirst v., k. k. K&mmerer,
Ritter des gold. Vliesses in Wien.
Kiecbl Johann, Ritter des Leopold-Ordens, k. k. Hofrath.
Kindinger Eduard Ritter v., Dr. jnr., k. k. Oberstaata-
anwalt.
Kirchebner Andreas, Giiterbesitzer nnd Kaufmann.
Kirchebner Anton, k. k. Steuereinnehmer in Hall.
Kirchmayr Franz, Kaufmann.
Klingler Josef, k. k. Hofrath.
Klinkowstr5m Alfons von, k. k. Hofrath in Wien.
Knoflach Carl, Dr. jur., k. k. Notar in Bozen.
Komaromy Edmund, Dr. theol., Abt des Stifles Heiligen-
kreuz in Nieder5sterreich.
Kraft Joh. Bapt, Kaffeehausbesitzer.
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XXVI
Kreyczi Franz, Ministerial - Offizial im k. k. Reichs-Finanz-
Archiv in Wien.
Kripp Johann von, k. k. Gymnasial-Professor.
Krischek Eduard, Ministerialrath im k, k. Ministerimu fBr
Kultus und Unterricht in Wien.
KQnigl Carl Graf v., k. k. K&mmerer und Major a. D. 2x1
Ehrenburg.
Kiinigl Heinrich Graf v., Deutschordens-Komthur, k. k.
Hauptmann n. s. w., za Ehrenburg.
Kfinz Max Fidel, Dr. med., k. k. Bezirksarzt in Meran.
Kiirschner Franz, Dr. phil., Archivs-Adjunkt im k. k. Reichs-
Finauzministerium in Wien.
Kunerth Bernard, k. k. Salz-Oberamts-Verwalter in Hall.
Lachmuller Wilhelm Ritter v., k. k. Landesgerichts-SekretSr.
Lama Hermann Ritter v., k. k. Statthalterei-Sekretftr.
Lamniel Anton, k. k. Direktor der Oberrealschule.
Lang Eduard, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.'
Lantschner Ludwig, Dr. med.
Larcher Pius von, Dr. jur., in Bozen.
Lasser-Zollheim Josef Frhr. v., k. k. Minister des Innern.
Lazansky Leopold Graf v., Herrschaftsbesitzer in Bobmen.
Lecher Bruno, Dr. jur., k. k. Gerichts-Adjunkt.
Lechleitner Christian, Dr. phil., k. k. Professor.
Lechthaler Anton, Dr. jar., k. k. Notar in Lienz, Mandatar.
Leiss zu Leimburg, Johann von, Ehrendomherr, Dekan und
Stadtpfarrer zu Innsbruck.
Leiss zu Leimburg Josef von, Tiroler Landmann, Cassier des
stftdt. Oberkammeramts in Wien.
Leithe Friedrich, Dr. phil., k. k. Bibliothekar in Wien.
Leinmen Alois von, k. k. Landesgerichts-Adjunkt.
Leon Franz Ritter v., in Meran.
Leonardi CGlestin, Dr. jur., k. k. Hofrath.
Liebe Johann Edler v. Krentzner, k. k. Zahlamtskassier.
Liebener Julius von Monte-Cristallo, k, k. Statthalterei-Con-
cept-Adjunkt.
Linder Sebastian, Biirgermeister in Reutte.
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xx vr
Lindner Jnlius, k. k. Rechnttngsdirektor.
Linser Johann, k. k. Staatsanwalt.
Liscb Johann Michael, k. k. Gymnasial-Professor.
Lobkowitz Furst Carl, Herzog von Raadnitz u. s. w., Mit-
glied des Herrenhauses.
Lodron Alois Graf v., Privat.
LSwe Mark as, Haasbesitzer and Wechsler.
Loos Hubert v., k. k. Feldraarschall-Lieutenant in Prag.
Ludwig Viktor, kais. Hoheit, Erzherzog von Oester-
reich. (Mitglied auf Lebensdauer).
Lutterotti Eduard Ritter v., k. k. Kreisgerichts-Prasident in
Feldkirch.
Lutterotti Ludwig v., k. k. Statthalterei-Sekret&r.
Maas Ferdinand, k. k. Professor in Wien.
Mader Anton, k. k. Polizeirath.
Mader Georg, Historienmaler.
Mages Alois Ritter v., k. k. Hofrath in Wien.
Malfer Josef, Giiterbesitzer und Altbiirgermeister in Auer.
Malfer Robert Ritter v. Auerheim, Giiterbesitzer in Auer.
Manossi Carl Ferdinand Edler v., kais. Rath nnd k. k.
Trnchse8S in Wien.
Marchesani Anton, Magistratsrath.
Marx von Marxberg Wilhelm Ritter v., k. k. Polizeipr&si-
dent in Wien (Mitglied auf Lebensdauer).
Mathoy Johann, geistl. Rath, Dekan und Pfarrer in Zaras.
Mayer Alexander, Dr. jur., Advokat in Bruneck.
Mayr Josef, Baumeister.
Mayr Ludwig, k. k. Professor in Linz.
Mayrhofen Virgil Ritter v., Dr. med., k. k. Univ.-Professor.
Mayrhofer Josef, Dr. phil. et med., in Munchen. Mandatar.
Mayrhofer Wilhelm, Dr. jur., Privat in Salzburg.
Melchiori Josef Graf v., Dr. jur., k. k. Kreisgerichts - PrS-
sident, Landtags- und Reichsrathsabgeordneter in Bozen.
Menz Ernst Ritter v., Dr. jur., k. k. Notar in Bruneck,
Mandatar.
Meran, Stadtgemeinde.
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XXVIII
Meusburger Jodok, Dr. jur., Advokat in Bruneck.
Meyer Martin, Pr&sident der Handelskammer.
Miller Johann von, Dr. jar., k. k. Oberlandesgerichtsrfcth.
Mitis Ferdinand Ritter v., Dr. jar., k. k. Ministerialrath and
Finanz-Landes-Direktor, in Meran.
MSslein Martiu, Tischlenueister.
M5ssl Andrfi, Buchbindermeister.
Mftst Josef, Kunsthandler.
Moser Carl, Catechet sn der Musterhauptschule.
Miiller Johann, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Mutschlechner Georg, Seidenfabrikant.
Nebert Josef, k. k. Postrath.
Neeb Philipp, k. k. Forstraeister , Correspondent der k. k.
Central-Commission fur Erhaltung der Baudenkmale in
Bozen.
Netzer Tobias, Papierfabrikant in Hall.
Neumann Max, Dr. raed., Stabsarzt
Nenpauer Ferdinand Ritter v., k. k. Statthalterei-Rath.
Norer Jakob, Baumeister.
Nussbaumer Felix, Dr. jur., k. k. Notar.
Nussbanmer Johann, Gemeinderath.
Obexer Michael, Kaufmann.
Obrist Georg, I. Amanuensis der k. k. Universit&ts-Bib-
liotkek.
Oellacher Josef, Chemiker und Apotheker.
Oellacher Josef, Dr. med,, k. k. Universitats-Professor.
Onestinghel Casar, Dr. jur., Advokat, Landtagsabgeordneter.
Ortlieb Leopold, Privat.
Ottenthal Albert v., Dr. med.
Ottenthal Friedrich v., k. k. Landesrath.
Oxenbauer Franz, Dr. jur., k. k. Hof- und Gerichtsadvokat
in Wien.
Pallang Anton, k. k. Landrichter in Meran.
Paulweber Michael, k. k. Gymnasial-Professor.
Peche Ferdinand, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Pechtold Friedrich, k. k. OberfSrster.
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XXIX
Peer Johann, Dr. med. in Brixen.
Peer Josef Ritter v., Dr. jur., Cassier des Ferdinandeums
(Mitglied auf Lebensdauer).
Peer Josef, Stadtpfarrer in Sterzing.
Pembaur Josef, Musikvereinsdirektor.
Pek Edmund Anton, k. k. OberJandesgerichtsrath.
Perathoner Viktor, Dr. phil., k. k. Gymnasfcl-Professor.
Pernwerth Wilhelm von, Apotheker in Meran.
Peschke Alexander, k. k. Bezirkshauptmann in Schwaz.
Pfanndler Carl, Buchh&ndler.
Pfaundler Leopold, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Pfeifer Johann, Sekret&r Sr. kais. Hoheit Erzherzog Karl
Ludwig, in Meran.
Pfeiffersberg Josef Ritter v., Gutsbesitzer in Brixlegg, Man-
dator.
Pfretschner Norbert, Dr. med., Gutsbesitzer in Jenbach.
Pfurtscheller Carl, Fabrikant zu Fulpuies in Stubai.
Philippovic Josef Frbr. v., k. k. Feldzengmeister in Prag.
Pichler Adolph, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Pircher Josef, Dr. med., Kurvorstand in Meran.
Pirchl Wilhelm, Kaufinanti.
Platter Julius, Dr. jur., Privatdocent.
Posch Max, Weltpriester, Lehrer am Landes-Taubstummen-
Institut in Hall.
Prato Vinzenz Frhr. v., k. k. Hofrath und Bezirkshaupt-
mann in Bozen.
Preleuthner Josef Ritter v., k. k. geh. Rath, President des
k. und k. obersten Rechnungshofes in Wien.
Preu August v., Dr. jur., k. k. No tar in Bludenz.
Preu Johann v., Direktor der Hilfsamter der k. k. Finanz-
Landes-Direktion.
Preyer Josef, Kaufinann.
Protmann-Ostenegg Josef Frhr. v., k. k. Hofrath.
Puntschart Valentin, Dr. phil. et jar., k. k. Universitats-
Professor.
Pusch Anton, Dr. jur., Advokat.
•"
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XXX
Jr*utz Gottlieb, Dr. med., Altbiirgerraeister in Meran.
Raggl Josef, Kaplan der Laudes-Irrenanstalt in Hall.
Rapp Frauz Ritter v., Dr. jur., k. k. Notar, Landeshaupt-
mann in Tiro).
Rapp Johann, Dr. jur., Advokat in Kaltern.
Ratzky von Salamonfa Emil, k. k. Reichsarchivs-Offizial in
Witn.
Rauch Felizian, Buchdrucker and Buchh&ndler.
Rauteukranz Wilhelm, k. k. Bezirkshauptmann in Reutte.
Regli Adalbert, Abt von Muri und Prior zu Gries.
Reichardt Johann, k. k. Oberstlieutenant
Beinhart Johann, Hotelbesitzer.
Reinisch Ferdinand Ritter v., Dr. jur., k. k. Staatsanwalt-
Sabstitut.
Reiss Simon Alfons, Kunst- und Musikalienb&ndler.
Rembold Otto, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Renner Viktor v., Dr. phil., Professor in Wien.
Reutte, Zeichen-Fortbildungsschule daselbst.
Rhomberg Adolf, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
Rhomberg Albert, Handelsmann in Dornbirn.
Rhomberg Rudolf, Fabriksdirektor.
Rhomberg Wilhelm, Kaufmann in Dornbirn.
Riccabona Benedikt v., Ftlrstbischof von Trient.
Riccabona Julius v., Dr. jur., Landtagsabgeordneter.
R5ggla Josef Edler von Mayenthal, k. k. Bezirkshauptmann
in lmst.
Rudigier Franz, Bischof in Linz.
Salzinann Johann, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
Sander Hermann, k. k. Professor in Feldkircb.
Santner Josef, k. k. Oberwundarzt in Triest
Sarnthein Gottfried Graf v., Dr., jur., Concipient der k. k.
Finanz-Prokuratur.
Sattler Franz, k. k. Statthalterei-Rath.
Scari Josef von, Dr. jur., k, k. Finanzrath , Landtagsab-
geordneter.
Sch&rmer Alois, Dr. jur., Giiterbesitzer in Prutz.
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2CXX/
Scharmer Christian, Dr. jur., Advokat in Imst, Mandator.
Schaller Josef Romed, k. k. Gymnasial-Professor. -
Schenk Stefan, k. k. Professor an der Oberrealschule.
Schiestl Franz, Schlosserineister.
Schiestl Georg, Dr. jur., k. k. Finanzrath.
Schletterer Josef Bitter v., Dr. jur., k. k. Oberlandesge-
richtsrath.
Schmid Franz, Hof-Parfumeur and Arzt.
Schmid Josef, Fabrikant in Absam.
Schmidt Friedrich, k. k. Oberbaurath in Wien.
Schmuck Heinrich v., k. k. Professor an der Oberrealschule.
Schmuck Joachim v., Magister der Pharmacie in Salzburg.
Sclroeeburg Wilhelm Frhr. v., Domprobst zu Olmutz.
Schneller Christian, k. k. Landes-Schulinspektor.
SchneUer Josef, Dr. jur., in Salzburg.
Sch5nach Anton, Dr. med.
Schonbeck Leopold Ritter v. Rothenau, k. k. Oberfinanzratb.
Schdnherr David, Dr. phil, kais. Rath.
SchSpfer Anton, Hof- und Stadtapotheker.
Scholz Edu&rd9 k. k. Landes-Schulinspektor.
Schranz Josef, Dr. jur., k. k. Finanz-Concipist in Triest.
Schueler Josef, B&rgermeister der Stadt Bozen.
Sdraler Johann, k. k. Professor und Bezirks-Schulinspektor.
Schuttero Anton Ritter v., SekretSr des Ferdinandeuins.
Schumacher Anton, Buchdruckereibesitzer und Buchhandler,
Gemeinderath.
Schuster Franz, Dr. jur., Advokat.
Schwaighofer Ferdinand, Kunstmiihlenbesitzer in Hall.
Schwarz Anton, Gymnasial-Direktor in Horn.
Schwarz Carl, Frhr. v., k. k. Baurath und Realitaten-Be-
sitzer in Wieu. (Mitglied auf Lebensdauer).
Schwarzenberg Johann Adolf, Fiirst, Mitglied des Ssterr.
Herrenhauses. (Mitglied auf Lebensdauer).
Schwertling Carl Ritter v., k. k. Hofrath und Bezirkshaupt-
raaun in Bregenz.
Semrad Ferdinand, k. k. Oberbaurath.
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xxxn
Senn Johann, Lehrer in St. Nikolau*.
Settari Franz, Dr. med. in Meran.
Sevignani Bernard, k. k. Landesgerichtsrath in Bozen.
Siebinger Josef, k. k. Gymnasial-Direktor, in Graz.
Sizzo-Noris Heinrich Graf v., k. k. Kammerer, Landtags-
abgeordneter in Trient.
Spagnoli Dominik, k. k. Major.
Speckbacher Josef, k. k. Adjunkt bei der Hilfs&mter-Di-
rektion des k. k. Oberlandesgerichtes.
StafBer Alois, Privat.
Stainer Engelbert, Formator.
Staller Josef, Dr. and Professor der Theologie zu Brixen.
Stapf-Ruedl Anton, k. k. Postbeamter.
Stapf-Ruedl Josef, Magistrate- Adjunkt.
Staudacher Tobias, Dekan nnd Pfarrer in Matrei.
Steiner Max, Antiquitaten-Handler.
Steinlechner Paul, Dr. jar., k. k. Cniversitiits-Professor.
Stentz Anton, Naturhistoriker zu Neusidel am See, (Aequiv.)
Sternbach Ferdinand Frhr. v. Herrschaftsbesitzer zu Triesch
in M&hren.
Sternbach Ferdinand Frhr. v., Reichsraths- Abgeordneter in
Mfthlau.
Sternbach Leopold Frhr. v., k. k. K&mmerer, Gutsbesitzer.
Stippler Johann Baptist, farstb. Hofkaplan in Brixen.
Stocker Konrad, Kaufmann.
Stolz Josef, Dr. med., Direktor der Landes - Irrenanstalt in
Hall.
Stolz Otto, Dr. phi]., k. k. Universitats -Professor.
Stolz Otto, Dr. jur., Advokat und BQrgermeister in Hall.
Straub Adolf Ritter v., k. k. Hofrath.
Strele Rudolf, kaiserl. Rath und Bezirkshauptmann in Borgo.
Strimmer Sebastian, k. k. Huttenamts-Controllor in Brixlegg.
Strobele Carl, k. k. Bezirkshauptmann in Bruneck.
Stumpf-Brentano Carl, Dr. phil,, k. k. Universit&ts-Professor*
Sturm Josef, k. k. Residenz- und Schlossverwalter.
Suda Franz, k. k. Forst-Commissar.
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XXXIII
Suppaneg Felix, Fabriks-Direktor.
Taaffe Eduard Graf von, k. k. Geheimer Rath and
Statthalter von Tirol tind Vorarlberg.
Tacchi Josef, k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Tappeiner Franz, Dr. med., zu Meran.
Tegischer Josef, Professor der Theologie zu Brixen.
Terlago Robert Graf v., Guterbesitzer in Terlago.
Thaler Josef, Pfarrer in Knens bei Meran.
Thaler Josef, Dr. med., Stadtphysikus in Brixen.
Theser Ernst, Dr. jor., k. k. Universitfits-Professor. ^
Thoma Alfred, Inspektor der k. k. priv. Sndbahn.
Than Emanuel Graf v., k. k. Kammerer in Trient.
Thun Franz Graf v., k. k. Feldmarschall - Lieutenant und
Landesvertheidigungs-Oberkommandant
Thun Matteo Graf v., in Trient.
Thorn und Taxis Alexander Graf v., k. k. Bezirks-Com-
missfir in Lienz.
Thurn und Taxis Josef Graf v., Erblandpostmeister von
Tirol in Schwaz.
Thurwieser Johann, Gutsbesitzer in Kramsach.
Tinti Gustav Frhr. v., k. k. KSmmerer, Major, Commandant
der berittenen Landesschtitzen.
Toggenburg Georg Ritter v., k. k. geh. Rath in Bozen.
(Mitglied auf Lebensdauer).
Tost Carl, k. k. Rechnungs-Direktor in Brunn.
Trafojer Johann, k, k. Landesgerichtsirath.
Trampler Carl, Obereinnehmer des k. k. Hauptzollamtes.
Trapp Oswald Graf v., k. k. Kammerer und Statthalterei-
Ratb.
Trentinaglia Carl v., k. k. pens. Kreisgerichts-Pr&ses in Ro-
vigo.
Trentinaglia Josef Ritter v., k. k. Landesgerichts-Adjunkt
Trientl Adolf, Kaplan, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes
mit der Krone, in Hall.
Tschavoll J. A. Ritter v., Fabriksbesitzer in Feldkirch.
Tschiderer Ernst Frhr. v., k. k. Kammerer.
Ferdinandeums-Zeitschrift. C
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XXXIV
Tschoner Ferdinand, Kaufmann.
Tschurtschenthaler Anton, Dr. med., k. k. UniVersit&ts-
Professor.
Tschurtschenthaler Franz, Privat
Tschurtschenthaler Johann, Dr. jar., k. k. Notar, Burger-
meister der Stadt Innsbruck.
Tschurtschenthaler Josef, Kaufmann.
Tschurtschenthaler Ludwig, Kaufmann.
Turner Leo, k. k. Oberbergrath in Brixlegg.
Ullmann Emanuel, Dr. jur., k. k. Universit&ts-Professor.
Unterberger Carl, k. k. Bezirks-Schulinspektor.
Unterberger Ernst, Kunsth&ndler.
Unterberger Franz, Maler in Brfissel.
Verdross Sebastian, Gtiterbesitzer iu Meran.
Vintier Friedrich v., landschaftl. Rehnungsrath in Bruneck.
Vintschgau Max Ritter v., Dr. med., k. k. Univ.-Professor.
Tisneider Anton, Kaufmann.
Vogl Franz, Dr. jur., k. k. Bezirkshauptmann.
Voland Anton, Gastgeber in W5rgL
Vorhauser Johann, Bitter des Ordens der eisernen Krone
III. Klasse, k. k. Hofrath.
Vorhauser Otto, k. k. Gynmasial-Professor.
Vorhauser Raimund, k. k. Oberfinanzrath.
Wachtler Albert, Kauftnann in Bozen.
Walde Carl Al., Kaufmann.
Walln5fer Johann, Dr. jur, Advokat in Meran.
Wed! Josef Viktor, Dr. jur., Advokat und Reichrathsabge-
ordneter in Wiener-Neustadt.
Weiler Josef, k. k. Professor an der Oberrealschule.
Weinhart Eduard v., zu Thierburg und Vollandsegg, Beali-
tatenbesitzer in Obermais.
Welponer Paul, Kaufmann in Bpzen.
Welsperg Wolfgang Graf v., k. k. Oberst in Brixen.
Werner Franz, Dr. jur., L Magistratsrath.
Weyrer Caspar, Pfarrer in Mariahilf.
Widmanri-StafFelfeld Hermann v., Berg werksbesi tier zu S. Zeno.
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XXXV
Wiedemann Franz, Inspektor der Azienda Assicuratrice in
Triest, Mandatar.
Wiedmann Otto v., Dr. jur., Advokat in Salzburg.
Wieser Franz, Dr. phil., k. k. Professor.
Wieser Johann, k. k. Statthaltereirath.
Wieser Ludwig Ritter v., k. k. Hofrath.
Wiesler Peter, Abt von Marienberg.
Wilczek Hanns Graf v., k. k. Kammerer, Mitglied des Her-
renhanses, in Wien.
Wilczek Heinrich Graf v., k. k. Kammerer etc. in Szemer^d.
Wildauer Albert, Abt und Pralat des Stiftes Fiecht.
Wildauer Tobias, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Wilhelm Friedrich, Kaufmann.
Wilten Chorherrenstift.
Winkler Franz, Apotheker.
Winkler Josef, Grundsteuer-Regulirangs-Referent.
W5rz Josef Ritter v., Reichsrathsabgeordneter in Matrey.
Wola Stanislaus Ritter v., Dr. in Tscherpovody (Russland).
Wolf Johann Liberat, Dr. phil., Professor am k. k. Gym-
nasium in Triest.
Wolf Johann, Baumeister in Brixlegg.
Wolkenstein-Rodenegg Arthur Graf v., k. k. Kammerer, Land-
tagsabgeordneter, k. k. Hauptmann in der Landwehr.
Wolkenstein-Trostburg Leopold Graf v., k. k. geh. Rath
und Kammerer in Trient
Wopfner Franz, Buchhalter.
Wurstl Josef, k. k. Bezirkshauptmann in Kitzbichl.
Wflrzer Julius, Dr. jur., k. k. Notar in Bozen.
Zacherle Johann, Kaufmann.
Zallinger Josef v., k. k. Hofrath.
Zelger Josef, Kaufmann.
Zelinka Carl, Eisenbahn-Inspektor.
Zieglauer Johann v., Biirgermeister und Stadtapotheker in
Bruneck.
Zingerle Anton, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
Zingerle Ignaz, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
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XXXVI
Nachtrftglich beigetreten:
Die Herren:
Miller Andreas, k. k. Scb&tz-Inspektor.
Riccabona Ernest v., Dr. jar., k. k. Bezirksgerichts-Adjunkt
in Hall.
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Verzeichniss
der Institute end gelehrten Gesellschaften, mit denen das
Ferdinandeum in Tauschverbindung steht.
Aarau:
Historische Gesellschaft des Kantons Aargau.
Agram:
Verein flbr siidslavische Geschichte.
Altenburg:
Gesellschaft der Geschichts- nod Alterthumsforscher.
Amsterdam:
Academic Royale des sciences.
Ansbach:
Historischer Verein Wr Mittelfranken.
Augsburg:
Historischer Verein von Schwaben und Neuburg.
Naturhistori8cher Verein.
Bamberg:
Historischer Verein filr Oberfranken.
Naturforschende Gesellschaft.
Basel:
Historische Gesellschaft.
Gesellschaft filr vaterlftndische Alterthiimer,
Naturforschende Gesellschaft
Bayreuth:
Historischer Verein fur Oberfranken.
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xxxvm
Berlin:
Konigl. Akademie der Wissenschaften.
Verein fiir Geschichte der Mark Brandenburg.
Entomologischer Verein.
Botanischer Verein fiir die Provinz Brandenburg.
Bern:
Eidgenossisches Bundes-Archiv.
Soci6t6 helvetique des sciences naturelles.
Naturforschende Gesellschaft in Bern.
Schweizerische geologische Commission.
Historischer Verein des Kantons Bern.
Allgemeine Geschichtforschende Gesellschaft der Schweiz.
\ Bologna: j
Accademia delle scienze. 1
/ Bonn:
' Verein von Alterthumsfreunden im Rheiulande.
Naturhistorischer Verein der preuss. Rheinlande und
Westfalens.
Boston: |
Society of Natural History.
Brandenburg a. H.
Historischer Verein.
Bregenz:
Das Museum fur Vorarlberg.
Bremen:
Naturwissenschaftlicher Verein.
Breslau:
Verein fur Geschichte und Alterthum Schlesiens.
Schlesiche Gesellschaft fur vaterlandische Kultur.
Briinn:
Historisch-statistische Sektion der k. k. inahrisch-
schles. Gesellschaft fiir Ackerbau-, Natur- und Lan-
deskunde.
Der Werner -Verein zur geologischen Durchforschung
von Mfthren und Schlesien.
Der hohe m&hrische Landesausschuss.
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XXXIX
Der naturforschende Vereio.
Brttssel:
Acad£mie Royale des sciences etc.
Cairo:
Society Kh&liviale de Gfographie.
Chemnitz:
Verein fftr Chemnitzer Geschichte.
Cherbourg:
Soci^ti nationale des sciences naturelles.
Christiana:
University Royale de Norvege.
Chur:
Naturforschende Gesellschaft Graubandens.
BtLndnerische geschichtsforschende Gesellschaft.
Darmstadt:
Historischer Verein far das Grossherzogthum Hessen.
Donaueschingeu:
Verein flbr Geschichte and Natnrgeschichte der Baar
and der angrenzenden Landestheile.
Dresden:
Eais. Leop. Carolinische deutsche Akademie der Natur-
forscher.
Dfirkheim:
Pollichia. Naturwissenschaftlicher Verein der Rheinpfalz.
Erfnrt:
Verein far die Geschichte and Alterthumskande von
Erfurt.
Frankfurt a. M.
Verein fttr Geschichte and Alterthamskundei
Deutsche? and 5sterreichischer Alpenverein.
Fraaenfeld:
Historischer Verein des Eantons Thurgao.
Freiberg:
Freiberger Alterthumsverein.
Freiburg i. d. Schweiz:
Soci6t6 d'Histoire du Canton de Fryboarg.
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XL
Freiburg im Breisgau:
Gesellschaft zur Beforderung der Geschichts-, Alter-
thunis- und Volkskunde.
Genf:
Soci6t6 d'Histoire et d' Arch^ologie.
Giessen:
Oberhessische Gesellschaft fur Natur- und Heilkunde.
Glarus:
Historischer Verein des Kantous Glarus.
GDrlitz:
Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften.
Graz:
Joanneum.
Historischer Verein.
Naturwissenschaftlicher Verein fur Steierniark.
Greifswald:
Greifswalder Abtheilung der Gesellschaft fur Pommersche
Geschichte und Alterthumskunde.
Halle:
Thuringisch - sachsischer Verein fur Erforschung des
vaterlandischen Alterthums.
Hamburg:
Verein fur Hamburgische Geschichte.
Hannover:
Historischer Verein fur Niedersachsen.
Naturhistorische Gesellschaft.
Herinannstadt:
Verein fur siebeuburgische Landeskunde.
Siebenburgischer Verein fiir Naturwissenschaften.
Jena:
Verein fur thurigisch-sachsische Geschichte.
Innsbruck:
Naturwis8enschaftlich-medizinischer Verein.
Forstverein fur Tirol und Vorarlberg.
Kassel:
Verein fur bessische Geschichts- und Landeskunde.
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XLI
Kiel:
Schleswig-Holstein-Lauenburgische Gesellschaft filr va~
terl&ndische Geschichte.
Naturwissenschaftlicher Verein far Schleswig-Holstein.
Klagenfurt:
Historischer Verein ffir K&rnten.
Naturhistorisches Landes-Museum.
Kftln:
Historischer Verein fftr Niederrhein.
Kdnigsberg:
Kdnigliche Physikalisch-Dkonomische Gesellschaft.
Laibach:
Historischer Verein fur Krain.
Joristi8che Gesellschaft.
Landshut: •
Historischer Verein von und fftr Niederbayern.
Botaoischer Verein.
Lausanne:
Soci6t£ d'Histoire de la Suisse Romande.
Leiden:
Maatschappiy der nederlandschen Letterkonde.
Linz:
Das Museum Francisco-Carolinum.
Verein fur Naturkunde ffir Oesterreich o. £.
London:
Royal Society.
LQbeck:
Verein fur LUbeckische Geschichte und Alterthumskunde.
Luneburg:
Altejthums- Verein.
Luxemburg:
La Section historique de l'lnstitut royal grand-ducal de
Luxembourg.
Luzern:
Historischer Verein der 5 Orte: Luzern, Uri, Schwyz,
UnterwaJden und Zug. •
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XLII
Lyon:
Acad&nie de sciences eta
Soci£t6 Linn6enne.
Soci&£ d' Agriculture.
Madrid:
Academia de cienoias.
Magdeburg;
Naturwissenschaftlicher Verein.
Mainz:
Verein znr Erforschung der rheinischen Geschichte and
Alterthumer.
Marienwerder:
Historischer Verein.
Meiningen:
Verein fiir Hennebergische Alterthumer.
Mergentheim:
Historischer Verein fftr das wQrtembergische Franken.
Munchen:
Kftnigl. Akademie der Wissenschaften.
Das k. b. Reichsarchiv.
Historischer Verein von und f&r Oberbayern.
Munchener Alterthums-Verein.
Mflnster:
Verein fQr Geschichte und Alterthumskunde Westfalens.
Nancy:
. Soci&6 de sciences.
Neuchatel:
Sociiti des sciences naturelles.
New-York:
American Geographical and Statistical Society.
U. S. Sanitary Commission.
Nflrnberg:
Germanisches Museum.
Naturhistorischer Verein.
Offenbach:
Verein fttr Naturkunde.
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XLHI
Osnabruck:
Historischer Verein.
NaturwissenschafUicher Verein.
Pest:
Magyar tudomanys Acad&nia.
Die k. ungar. geologische Anstalt
Petersburg:
Acad&nie des sciences.
Arch&ologische Gesellschaft.
Bibliotheque Imp^riale publique.
Commission Imp^riale Arch6ologique.
Jardin Imperial de Botanique.
Philadelphia:
Academy of Natural Sciences.
Prag:
Verein fftr Geschichte der Deutschen in Bfthmen.
KSmgl. B5hm. Gesellschaft der Wissenschaften.
Presburg:
Verein fQr Natnr- nod Heilkande.
Regensbnrg:
Historischer Verein fQr Oberpfalz and Regensbnrg.
Zoologisch-mineralogischer Verein.
Reichenberg:
Verein der Natnrfreunde.
Salzburg:
Carolina- Augusteum.
Gesellschaft fur Salzbarger Landeskunde.
Schaffhau8en:
Historisch-antiquarischer Verein des Eantons Schaff-
hausen.
Schweizeriscbe entomologische Gesellschaft.
Schmalkalden:
Verein f&r Hennebergische Geschichte und Landeskunde.
Schwerin:
Verein fttr mecklenburgische Geschichte und Alter-*
thumskunde.
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XLIV
St. Gallen:
St. Gallische naturwissenschaftliche Gesellschaft.
Historischer Verein.
Stettin:
Entomologischer Verein.
Stockholm:
Kftniglich schwedische Akademie der Wissenachaften.
Stuttgart:
Das kdnigliche Staats-Archiv.
Wiirtembergischer Alterthumsverein.
Tettnang-Friedrichshafen:
Verein fttr Geschichte des Bodensee's nnd seiner Um-
gebung.
Triest:
Societi Adriatica di Scienze naturale.
Ulm:
Verein fiir Kunst und Alterthutn.
Washington:
Smithsonian Institution.
United States Patent Office.
Unite! States Coast Survey.
Wernigerode:
Harz-Verein fftr Geschichte und Alterthumskunde.
Wien:
Kaiserl. Akademie der 'Wissenschafben.
E. k. Centralkommission zur Erforschung und Erhal-
tung der Baudenkmale.
K. k. Geologische Reichs-Anstait
Der Alterthums- Verein.
K. k. Zoologisch-botanische Gesellschaft.
K. k. Geographische Gesellschaft.
Verein filr Landeskunde von Niederdsterreich.
Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kennt-
nisse.
Der heraldi8che Verein „Adlera.
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XLV
Wiesbaden:
Historischer Verein for Nassau.
Verein f&r Natnrkunde io Nassau.
Wurzburg:
Historischer Verein fflr Unterfranken und Aschaffen-
bnrg.
Zflrich:
Gesellschaft far vaterl&ndische Alterthtimer.
Naturforschende Gesellschaft.
Zwickau:
Verein fttr Naturkunde.
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I
Geschichtliche Abfheilung.
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Grabsteine
der
St Nikolaus-Pfarrkirche
ZQ
Von
Anton Eberle.
Ferdinandeoms-Zeitschrift. \
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Zu den altehrwiirdigen Kirchen Tirols zahlt man mit
KechtdieSt Nikolaus-Pfarrkirche in Hall. Als
Anhaltspunkt zu einer Beschreibung der bedeutenderen von
den noch vorhandenen Grabsteinen inner h alb and aus-
serhalb dieser Kirche genlige es, einige der wesentlichen
Momente der Geschichte dieser Kirche selbst her-
vorzuheben.
Hall war schon lang, bevor es von Herzog Otto III
(1303) zur Stadt erhoben wurde, eine ansehnliche Ortschaft
mit Salzniederlagen, in deren Mitte, anf beherrschender An-
h5he das St. Nikolaus-Kirchlein sich erhob. Im Jahre 1281
am 17. September erliess Bruno, Graf von Kirchberg,
Bischof von Brixen einen Ablassbrief, worin er alien denen
Ablasse verleiht, welche „zu dem Neubau — „ad no-
vam structuram* — bei der Saline unserer Di-
oze6e, den wir zu Ehren der hi. Bekenner und
BischSfe Nikolaus und Ingenuinund zur Befdr-
derung der Verehrung des gdttlichen Namens
geweiht haben, am Jahrestage ihrer Einweihung.... mit
Andacht zusammenstr5men — confluxerint." *)
Nachdem anstatt des friiheren hdlzernen Thurmes 2) im
Jahre 1345 — wie Franz Schweygers Chronik sagt —
„der Kirchthurm St. Niklausen am ersten erbaut worden,"
wurde im Jahre 1352 das schon viel zu kleine Eirchlein
(Bischof Bruno nennt es eine Kapelle) umgebaut und
1) Franz Schweygers Chronik Ton Hall, heraasgegeben Ton Dr.
Sdrinherr. S. 13.
*) Seb. Baf: Der Thurm der Pfankirche Ton Hall im „Tirolef
Boten" t. J. 1867. Nr. 287.
1*
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— 4 —
erweitert. Das erste der zwei Ghronologiken fiber dem
gegenwartigen Eingange zum Chor der Eirche sagt:
„HonorI DIVI NICoLal DeVotI CIVes eXstrVXerVnt
HaLenses." Also 1352.
Von diesem alten Bane diirfte wohl noch ein Theil des
gegenwartigen Chores, n&mlich der ostliche und sudliche mit
den schonen gothischen Fenstergewandungen herriihren.
Als in der zweiten Halfte des vierzehnten and in der
ersten des funfeehnten Jahrhunderts der Wohlstand der
Stadt and ihre Bevolkerung sehr zunahmen, und seit 1413
der Pfarrer yon Absam and Hall, nach der Verwustung
von Absam durch die Baiern, nach Hall gezogen war, stellte
sich eine Erweiterung der, nan zar Pfarrkirche gewordenen
St Nikolauskirche als unerl&ssliche Nothwendigkeit heraas.
Schweygers Ghronik sagt Seite 16:
„Anno 1436 hat man zu dem gwelb der kirchen sant
Niklaas tuffstein bestelt, derhalben abzanemen ist, das die
pfarkirchen ditzmal grosser and gwaltiger erpaut ist worden."
Darch diesen, anter dem Pfarrer Hanns v. Hammers-
pach begonnenen, Erweiterungsbaa kani der Hochaltar der
frtther nor einschiffigen Kirche aosser die Mittellinie des
nenen Hauptschiffes — des Mittelschiffes — zu stehen.
Die Haaptmauer zar linken Seite, also die n5rdliche
Hauptmauer, erhob sich ehedem da, wo nan der Pfeiler der
Kanzel steht. Da aber der Ghor der Kirche der Haupt-
sache nach seine fruhere Lage beibehielt, and das Schiff
nicht nach Sad, sondern nar nach Nord erweitert and in
drei Schiffe getheilt ward, so erscheint der Hochaltar wie
aus der Mitte geruckt. Aach der Pfarrtharm warde damals
neu aufgefuhrt. f)
Nan brach aber iiber Hall ein grosses Ungluck herein.
Am 30. Marz 1447 ward durch eine furchtbare Feuersbrunst
die ganze obere Stadt, and ein grosser Theil der anteren
l) S. Raf: Der Pfarrtharm yon Hall Nr. 287 wie oben.
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— 5 -
zerstort. *) Gleich zu Anfang der Brunst ward der Pfarr-
tharra vom Feuer ergriffen,2) so dass er ausbrannte, die
Glocken herabfielen and zum Theil schmolzen. Naturlich
ward da auch der neue Kirchenbau sehr besch&digt, und
zwei Trager altberahmter Haller Namen, ein G e t z n e r als
„Kirchprobsttf nnd ein Fueger als „Baumeister", deren
Wappen nachmals Am ChorgewSlbe angebracht warden,
mochten wohl viel zu schaffen haben, um den femeren Aus-
bau der erweiterten Kirche zu fordern. Darch diesen grass-
lichen Brand, in dem mehrere, raitunter recht angesehene
Burger zu Grunde giengen, wurde der Wohlstand der Stadt
sehr erschtittert, so dass es mit dem Ausbau der Pfarrkirche
nur langsam vorwarts gieng. Noch in den letzten Jahren
des fanfzehnten Jahrhunderts bestimmte Ritter FlorianBaldauf
v. Waldstein in seiner Kapellstiftung einen Theil des Opfer-
stockgeldes „zum Ausbau der Pfarrkirche."3) Be-
zuglich des Thurmes 4) schrieb erst im Jahre 1478 der Bflr-
germeister Paul Heuberger an den damals beriihmten Bau-
meister J5rg Wanner in Munchen, er m5chte einen Plan,
„wie der Thurm zu bauen sei," einsenden, nach welchem
Plane er dann wirklich gebaut ward.
Jedenfalls war aber die stattliche Facade der Kirche
mit ihren vielen Nischen und der gewaltigen Giebelmauer
schon vollendet, als der reiche Biirger Hanns Fueger
es unternahm iiber das Thor derselben, das Hauptthor der
Kirche, sein schSnes gothisches Portal zu bauen. Unter
dem marmornen Fussboden und alten Grabsteinen die Fue-
ger'sche Familiengruft bergend, bildet dieses Portal in seiner
unteren Abtheilung eine, auf sechs m&chtigen Steinpfeilern
ruhende Vorhalie, und in seiner oberen Abtheilung enth<
0 Schweygers Chronik S. 52.
*) S. Ruf, wie oben.
J) Baldanf tcher Stiftbrief. Maders Chronik tou Hall.
4) S. Rufa Pfarrthunn (wie oben.)
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— 6 —
es die Fueger'sche Stiftkapelle. Im Jahre 1490 ward dieser
Portalbau vollendet, dessen Erbauer 1503 starb. *)
Da durch die Erweiterung der Pfarfkirche, d. h. durch
die Hinausruckung der nSrdlichen Kirchenmauer and durch
den Bau des Portals der a 1 1 e , die Kirche rings uragebende
Friedhof an Raum bedentend verlor, kaufte man von
einem Burger Namens Oelkopf, 2) Grund und Garten znr
Errichtnng eines neuen Friedhofes, welcher laut der
iiber seinem Eingangsthore befindlichen Jahrzahl im Jahre
1495 eroffnet ward. *) Demungeachtet warden auf dem alten
Friedhofe noch viele Beerdigungen vorgenommen.
Hatte im 15. Jahrhunderte das Feuer der St Nikolaus-
Pfarrkirche arg zugesetzt, so erwuchs ihr im 16. und 17.
Jahrhunderte ein noch unheimlicherer Feind in den da-
mals sehr zahlreichen Erdbeben. Franz Schweygers Chronik
verzeichnet „erschr5ckliche erdtpiden" von den
Jahren 1566, 1572, 1595, 1662 und 1670. Sehr gefehr-
lich und der Kirche schadlich waren die Erdbeben von den
Jahren 1572, nach welchem der Thurm stark verschleudert
werden musste, und 1595, nach dem man sich lang nicht
mehr getraute die grosse Glocke zu lauten. Durch die Er-
schiitterung war der Thurmknopf so locker geworden, dass
er abgenommen und ein neuer aufgesetzt werden musste mit
Einschluss einer Pergamentrolle, welche die Namen der da-
maligen vier Biirgermeister, der vier Raiter (Rechner), der
vier Kfimmerer, des Stadtschreibers und der Werkleute
enthielt 4)
Das entsetzlichste und der Pfarrkirche gefahrlichste
Erdbeben war das von 1670, welches mit geringen Unter-
brechungen bis in's folgende Jahr dauerte. Am 17. Juli urn
2 Uhr in der Nacht brach es mit solcher Hefligkeit Ios,
dass der Pfarrthurm schon beim dritten Stosse bis zum
*) Franz Schweygers Chronik yon Hall S. 17.
*) Maders Chronik Ton Hall.
s) Vergl. die historische Bemerkung zu Grabstein Nr. 8.
4) S. Ruf s obiger Aufeatz Nr. 288.
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— 7 —
Glockenstuhl herab in Trtiinmer sturzte and die Sakristei
nebst einem Theile des Kirchengewolbes einschlug. *) Bekannt-
lich gieng von den Thurrawachtern der eine zu Grande, w&h-
rend der anderere rait grSsster Lebensgefahr sich rettete.
In dem Thurmknopfe fand man die oben erwahnte Auf-
schreibung. Anstatt des frfiheren gothischen Thurmes ward
dann die eingesturzte obere H&lfte durch einen Kuppelbaa
ersetzt, das Schadhafte am KirchengewSlbe ausgebessert,
and dasselbe durchgehends mit Eisenschleudern versichert.
Waren in den vergangenen Jahrhunderten die elemen-
taren Machte, Feuer und Erdbeben Feinde der St. Nikolaus-
Pfarrkirche gewesen, so ward ihr iin 18. Jahrhunderte der
Mensch selbst mitseinem verderbten Geschmacke
ein noch schlimmerer Feind. Als im vergangenen Jahrhun-
derte die Geschmacklosigkeit des Zopfstiles ihren siegreichen
Uinzog in Europa hielt, mussten vielfaltig die schonsten go-
thischen Kirchen darunter leiden. Auch die Haller Pfarr-
kirche ward nicht verschont. Nachdem schon im 17. Jahr-
hunderte gegen den altdeutschen Sril der Kirche gesundiget
worden war, da man 1657 einen Hochaltar rflmischen Stiles
in den.Chor der Kirche stellte, dem dann Seitenalt&re glei-
chen Stiles folgten ; da man ferners nach dem grossen Erd-
beben von 1670 dem festen Unterbau des Thurmes, statt
der gothischen Spitze, Kuppeln, bekanntlich der Geschmack
der damals auch in Hall aJlmSchtigen Jesuiten, aufsetzte,
ward in der Mitte des vorigen Jahrhunderts systematisch
an*s Werk der Verzopfung der Kirche gegangen. Unterdem
Pfarrer Josef Christoph Lechthaler (von 1746 — 1759
Pfarrer in Hall) wurden, urn bemalbare Plafondflachen zu
gewinnen, die gothischen Rippen und Verzierungen des Ge-
wdlbes herabgeschlagen , Alles mdglichst verflacht und vom
Maler Josef Adam M51ck, dessen Name mit der Jahr-
zahl 1752 am Mittelplafond rechts unterhalb dem sogenann-
ten hi. Geistloche zu lesen ist, mitBildern aus der Legende
*) Maden Chronik nach den AufteichnuBgen der Jetuiten.
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— 8 —
des Bischofs Nikolaus bemalt Denselben entspricht der
Dekorationsstil der Bildereinrahmung, der Kapitfiler and der
Beklechsung der Pfeiler init bunten Farben. Die Zeit der
Vollendung dieser, damals fQr Fortschritt gehaltenen Bar-
barei, gibt das zweite Chronologiknm fiber dem Eingange
zona Chore an. Auf das oben erwahnte, die Jalireszahl
1352 bildende Chronologiknm sich beziehend, heisst es:
QVos seCVtl aVItae pletatls
aeMVLI artlflCIoso hoC
peSICELLo eXornarl
CVraVerVnt HaLenses posterl.
mithin das Jahr 1757.
In diesem verrestaurirten Znstande befindet sich der
Hauptsacbe nach der hohe stattliche Ban noch hentzntage.
Im Jahre 1829 wnrde der Hochaltar renovirt Dasselbe
geschah in den folgenden Jahren anch an den Seitenaltaren.
Im Jahre 1841 ward unter dem Pfarrer Amberg der
neue Friedhof erweitert nnd dabei leider! das schdne
gothische Veitskirchlein, das allerdings bauf&llig war, abge-
brochen. Als im Jahre 1851 nnter dem Pfarrer Weber znr
Vorbereitnng auf die Sakularfeier der Baldanfschen Stiflung
die Anssenw&nde der Pfarrkirche ansgebessert and getuncht
warden, entfernte man yon den Wanden — abermals
leider! — alle noch ilbrigen Grabsteine bis auf den
Speckbacher'sohen am, wie man sagte, das Gresimse des
Sockels der Kirche wieder herznstellen. Manche die-
ser Grabsteine versetzte man unter die Arkade vor dem,
n5rdlich der Pfarrkirche befindlichen, Josef skirchlein ; viele
aber warden verschleppt and als Bausteine, mit verkehrter
Front als Stiegenstufen and Pflastersteine (!) verwendet. So
kdmmt es, dass von altberiihmten Familien aos der Bluthe-
zeit der Stadt Hall, z. B. der Getzner, der Heuberger, der
Gienger, Plafaes, Gersperger, Fuxmagen, Aichhorn, Ham-
merspach a. s. w. keine Grabsteine mehr zu finden sind.
„Quod non fecerant barbari, fecerant Barbarini.a Von den
Giengern ist nor noch ein grosses Votivbild, die Taofe
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•
Ghristi durch Johannes, wie auch ein noch grosseres von
den Fuegern, das jiingste Gericht mit den sieben leiblichen
Werken der Barmherzigkeit darstellend, im Chore der Kirche,
nOrdlich vom Hochaltare, vorhanden.
Im Jahre 1867 wnrde in der Pfarrkirche unter dem
Pfarrer Alois Lechthaler ein oeuer marmorner Fussboden
gelegt, welcher einige Grabsteine verdrangte. Ein Grabmal
aus Messing, das des Pfarrers Josef v. Walpach, wurde an
die innere sudliche Seitenwand versetzt.
Gegenw&rtig wartet die, trotz aller Unbild der Zeiten
und Menschen noch immer sehr ehrwdrdige St. Nikolaus-
Pfarrkirche auf einen neoen Hot, da ihr der alte — das
Dach des Chores, der drei Schiffe and des Portals — durch
den Brand am 17. Mai 1875 abhanden gekommen. Gliick-
licher Weise haben die vortrefflichen Gew5lbe, das Ziegel-
gewSlbe des Chores und das Tuffsteingewdlbe der Schiffe,
wozn, wie wir sahen, der Tuffstein schon 1436 bestelltwor-
den, den Brand vom Innern der Kirche abgehalten.
Mdchte diesem stattlichen Gebaude einmal ein Wohl-
thater erstehen, der es wieder in seiner alten gothischen
Gestalt herstellte!
Die merkwurdigsten Grabsteine, die sich theils
in dieser Pfarrkirche theils an und vor derselben, unter
dem Fueger*schen Portale, und in ihrer nfcchsten N&he,
unter der Arkade vor dem St. Josefskirchlein, befin-
den, sind in chronologischer Reihe folgende.
1. Nikolaus Yegler a. 1400.
Im sfidlichen Schiffe der Kirche, zunftchst dem soge-
nannteci Kindlaltar befindet sich, der LUnge nach in die
Kirchenmauer eingelassen, ein sehr grosser rother Marmor-
stein mit Wappen und Inschrift, der Grabstein des Niko-
laus Vegler. Das eigentliche Wappenschild, an der Fuss-
seite des Steines, ist ziemlich roh gemeisselt, und zeigt zwei
Liilien, aus grosser Lilienzwiebel und Wurzel spriessend.
Darflber Jst k aehr grossem Massstabe ein Helm darge-
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— 10 —
stellt id it beiderseitigen Schirmbandern und einem grossen
Helraschmucke von Straussfedern.
Dieses Wappen fullt die Hauptfl&che des grossen Steines.
Rechts un# links voin Helme sieht man noch zwei kleinere
Schilde ohne Inhale der vielleicht derselbe war, wie auf dem
grossen Wappenschilde, und wohl dadurch zerst5rt wurde,
dass der Stein in frfiheren Zeiten im Fussboden horizontal
liegend, der Unbild von Fusstritten zu sehr ausgesetzt war.
An der Kopfseite des Steines liest man in gothischen
Buchstaben :
Schmalseite oben: Nikolaus Vegler ob (lit)
Langseite rechts: anno dni (domini) M9 CCCC (1400)
Ausserdem erscheint keine Schrift.
Eine Schwester des Friedrich von Berneck zu Baum-
kirchen, Anna von Berneck verehelichte sich im Jahre
1370 mit Nikolaus Vogler v. Hauzenheim, (dem alten Edel-
sitze oberhalb der Volderer Brucke). Es war das der Niko-
laus Vegler des vorliegenden Grabsteines, welcher nebst
Hauzenheim und Melans auch eioen Thurm in Wattens be-
sass und seioem Schwager Friedrich v. Berneck im Jahre
13S6 seiueu Thurm in Baumkirchen abkaufte. Im Jahre
1392 erhielt er auch Taur gegen einen jahrlichen Zins von
180 Mark Bernern (360 fl.) auf fuaf Jahre in Pacht, *)
Diese Vegler waren ein altes Geschlecht, aus dem
schon im Jahre 1280 Eberhard Vegler von Friedberg
Salzmair in Melans, und a. 1315 zwei andere, Konrad
und Niklas Vegler, Salzmaire in Hall waren. Sie waren
lang Besitzer des alten Schlosses Melans bei Absam und
starben im Jahre 1509 aus, worauf Melans in den Besitz
der Fueger ubergieng.
2. Hanns Ffieger a. 1409.
Am Eingange der Arkade vor dem Josefi - Kirchlein
steht ein grosser, l&oglich viereckiger, nach seiner Hohe an
J) Seb. Ruf : „Die alten Edelsitze in Baumkirchen.'1 Histor. Archir
der Geschichte TiroU. S. 113.
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die Mauer gelehnter rothlicher Marmorstein, nrit Wappen
end gothischer Schrift geziert, der Grabstein des Hanns
Fueger des Aelteren. Deter gothischer Spitzbogen-
Verzierung sieht man unterhalb ein Wappenschild mit
doppeltem dreiblatte rigem Kleeblatte sammt
Warzel und dariiber einen Helm mit reicher Helmzier, be-
stehend in Schirmbandern, Krone und Straussfedern nebst
einem aus der Krone emporragenden dreiblatterigen Klee-
blatte. Rings an den Schmal- and Langseiten des Steines
liesst man:
Schmalseite oben: Anno Domni
Langseite rechts: MCCCCIX (1409) Jar starb Harms
Fiieg: der JElter an sand Pagrazn (Pan-
krazen)
Schmalseite unten: abet (abend) un (and) sein
Langseite links : Hausfraw starb ein Jar un vir
Tag vor im, den Got genad.
Dieser Grabstein befand sich urspriinglich an der siid-
lichen Aussenseite der Pfarrkirche, denn das von Hanns
Fueger dem Jungeren erbaute Portal sammt der
Faeger'schen Gruft bestand damals noch nicht Dasselbe
ward erst im Jahre 1490 vollendet.
3. Nikolaus Yollenhals a. 1439.
In der Kirche, in nachster Nahe des Taufsteines findet
sich in den Fussboden eingelassen ein rother Marmorstein
mit einem schief stehenden Wappenschilde, auf dem
ein Fohlenkopf — Kopf und Hals eines Fiillen — darge-
stellt ist. Dieses Wappenschild ist eingefasst mit einer
kreuzftrmigen Verzierung, deren oberster Theil sich in einem
nach aufwarts strebenden schlank gemeisselten Kreuze
fortsetzt.
Rings an den Randern ist in gothischen Buchstaben
zu lesen:
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Langseite licks: Ano Dm, MCCCGXXX1X feria sexto
cm (U) Urbam
Schmalseite oben: obyt Nikolaus Vollm-
Langseite rechts: hah,
Dieser, in der Chronik von Franz Schweyger mit jjNi-
klas Vollnhals" bezeichnete Mann, war ein angesehener
Burger der Stadt Hall. Nach dem Verzeichnisse des Bur-
gerrathes in Schweygers Chronik erscheint er im Zeitraume
von 1420 bis 1436 elfmal als Mitglied des Gemeinde-
rathes.
Dieselbe Chronik yon Hall erzahlt auf Seite 31 Fol-
gendes: „Anno 1428 ist herzog Fridrich (nachmals romi-
scher Kaiser 1440) und herzog Albrecht, sein brueder ped
herzog Ernst sun, in diesem Jar gen Hall and in's land
kumen. Hat man yon der stat Hall geert and geschenkt 100
rheinisch galden in golt, aach lebendig visch 15 pfund u. s. w.
hat ein parger, genant Volnhals, geben per 16 dukatn
and 15 pfiind perner visch.*
4. Hanns Soewer. a. 1439.
Gegenuber den so eben beschriebenen Grabmal, im
nordlichen Schiffe der Kirche, neben einem grossen rothmar-
raornen Weihwasserbecken befindet sich im Fassboden ein
Grabstein von lichtrothem Marmor, auf welchem unterhalb
ein Wappenschild, das ein Winkelmass zeigt, zu sehen ist
Daruber ist ein schSnes schlankes Krenz gemeisselt, and an
den Randern des Steines sieht man Ziffern and Bachstaben,
die sehr ab- and aasgetreten sind.
Langseite rechts: (1439)Ngekchalkm(Enge]achaiks)Hau8-
fraw
Schmalseite unten : (vanus) wahrscheinlich : Hanns Seoer
(Sewer)
Langseite links: Stammek (er)
In Franz Schweygers Chronik (S. 58) erscheint im Jahre
1451 ein Hanns Soewer als Mitglied des Gemeinde-
rathes von Hall.
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— 13 —
5. Christoph Bitter v. Sigwein. a. 1478.
Es folgt nan chronologisch ein grosser schflner Grab-
stein aus dunkelrothem Marmor in der Arkade vor dem
Josefskirchlein, aufrecht in die Mauer eingelassen. Unter
gothischer Spitzbogen - Verzierung steht ein geharnischter
Ritter in voller Waffenrfistung, in der rechten Hand eine
Lanze haltend, die linke an das Schwert gelegt, mit Spitz-
schuhen und Spornen, in gerader, strammer, etwas vorschrei-
tender Haltung.
Zu Fiis8en dieser Figur, rechts, sieht man ein Wap-
penschild, auf dem eine Sturmhaube mit durchgezogenem
Starmbande abgebildet ist Links ein Helm mit vollem
Schmucke, Schirmbandern, Krone, breiter Federzier and
mitten darin wieder die Sturmhaube. Dies Alles ist schon
gemeisselt; noch schdner aber ist die Schrift auf den vier
RSndern, die an den Ecken mit kleinen Schilden geschmiickt
sind.
Von diesen Schilden zeigt der in der oberen Ecke links
einen Pfeil in ein Viereck eingelassen; in der oberen Ecke
rechts den Oberkorper eines springenden Gemsbockes. Das
Schild unten links zeigt eine Blume, aus der drei Pfeile
kommen; das rechts einen horizontalen Balken in freiem
Felde.
Man liest auf der
Schmalseite oben: Anno Domini
Langseite rechts: MCCCC 78 starb Christoph Sigwein
Schmalseite unten: und sein Sun
Langseite links: Oeorg Sigwein Pfieger zu Kaltern.
Diese Schrift in 3 Zoll hohen gothischen Buchstaben
ist so vorzuglich, ja musterhaft gearbeitet, dass der Dom-
baumeister Schmied in Wien, welcher 1874 mit seinen
SchuJern in Hall war, denselben befahl, die ganze Schrift
genau nachzuzeichnen.
Dieser Grabstein w&re geeignet fotografirt oder wenig-
stens gut gezeichnet zu werden.
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— 14 —
Was das Geschlecht der Sigweine betrifft, war das-
selbe ein altes, sehr geachtetes, dessen Mitglieder im 14.
und 15. Jahrhunderte fortwahrend als Mitglieder des Stadt-
rathes, als Biirgermeister, als Stadtrichter and auswarts als
Pfleger erscheinen; z. B. war Christopf Sigwein von 1441
bis 1445 j&hrlich Biirgermeister; von 1449—1452 Stadt-
richter in Hall.
6. Niklas Fiieger a. 1494.
Nebem deni Hauptthore der Pfarrkirche, rechts and links
unter dem Fueger'schen Portale stehen zwei schlanke Saulen
mit Figuren, Wappen und Aufschriften geziert. Auf der
S&ule links vom Thore steht eine ziemlich roh gearbei-
tete Figur Christi, darunter das Fueger'sche Wappen mit
den Kleeblattern im 1. und 4. und einem springenden Gems-
bock im 2. und 3. Felde, unter welcbem, wie auf einer an-
gehefteten Schriftrolle, die schOn gothisch gemeisselten Worte
stehen :
O Herr Jesu Christe
erbarm Dich NiMas Fuegers
wnd aller gelaubigen selm, amen.
In den friiheren Fiieger'schen Wappenschilden sehen
wir nur die 2 dreiblatterigen Kleeblattstengel. Von nun an
verbindet sich damit der (Jemsbock. Im Jahre 1440 starb
namiich Peter Grantner, Kammerer in Taur, der letzte
seines Stammes. Der Grantnerhof ging dann fiber auf seine
einzige Tochter Barbara, verehelicht mit Hanns FUe-
ger in Hall. Die Fiieger erhielten nun die Bewillignng in
ihrem Wappen, welches das doppelte dreiblattrige Kleeblatt
enthielt, auch das Wappen der Grantner, einen schwar-
zen Gemsbock im weissen Felde fdhren zu diirfen. (S.
Rufs Schloss Taur. Im Boten 1876.)
Auf der Saule rechts steht Maria mit dem Christ-
kindlein, darunter ein leeres Wappenschild, unter dem, wie
an der Saule links, die Worte stehen:
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— 15 —
O atterrcUn8te mueter Maria erbirb gnad Niklas
Filegers sel u. alien gelaubigen sebb amen.
94 = (1494)
Dieser Niklas Fueger war einer der ffinf BrUder des
Hanns Fueger, des Stifters und Erbauers der Fueger 'schen
Emporkirche (Kapelle) sammt dem schonen Portale, das
zugleich zur Orabstdlte der Fueger'schen Familie bestimmt
worde. Niklas Fueger, zuerst Rath , dann lange Jahre Bur-
germeister von Hall, starb nach Schweigers Chronik Seite 18
im Jahre 1495, Hess also obige zwei Saulen ein Jahr vor
seinem Tode errichteo.
7. Pantaleon Prager. a. 1504.
In der Arkade vor dem Josefskirchlein, anstossend an
den unter Nr. 2 beschriebenen Fieger'schen Grabstein ist in
die Mauer ein rother Grabstein mittlerer Grosse aufrecht
eingelassen, an dem oberhalb eine Schrift in Zeilen, darunter
ein Wappen angebracht ist.
Auf einem schiefgestellten Wappenschilde sieht
man ein vierfussiges Thier — einen (Affen) (?) — mit einem
Ringe um den Hals, an welchem Ringe eine Eette hangt,
die das Thier mit dem am andern Ende der Kette befindlichen
Ringe irgendwo auf- oder aushangen zu wollen scheint
Ueber dem Wappenschilde erscheint ein Helm mit schonem
Helmschmacke, in dem das eben beschriebene Wappenthier
in gleicher Form abermals angebiacht ist Die Deber-
schrift lautet:
Bier ligt Panthaleon Herrn lasla (Ladislaus) Pro-
gers JGrbmarschalks in Kernten sun der im ersten Jar
nach seiner Geburt ist gestorben am dritten Tug des Mo-
nates Septembris im JTVC (filnfzehmhundert) und vierten
Jwr.
Wie kam dieser zur Zeit des Landesfursten Maxmilian I.
nach Hall in Tirol?
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— 16 —
8. Bernhardt Beham der Aeltere. a. 1507.
In nachster Nahe des so eben beschriebenen Steines
befindet sich ein nach seiner Lange bearbeiteter grosser
rother Marmorstein, nahe dem Fussboden in die Mauer ein-
gelassen.
Auf demselben ist ein menschlioher, in voller Verwe-
sang befindlicher Leichnam liegend dargestellt. Ueber dem
Leichnam sieht man ein raehrfach geschlangenes Schriftband
mit dem lateinischen Hexameter in grossen nnd schonen
Lateinbuchstaben :
Foe bene dum vivis sequitur sua farna sepulto (um?)
(Handle gat so lang Dn lebst; dem Begrabenen folgt sein
Rnf.)
Mitten iiber dem Schriftbande sieht man einen geschlos-
senen Helm mit Federschmuck. Die vier Render des Steioes
sind mit der Moonmentalschrift in schBnen gothischen Buch-
staben bedeckt and diese lantet:
UntereSchmalseiteiD^r Me leid (liegt) iz (ist)
, T . Der JSrber (ehrbare) und Fro (fromme)
Bernhardt Beham der Elder M6.
Obere Schmalseite: Kay. Mt (rom. kais. Majestat) Minz
n - .. ,A maister starb den cundert Tag Septem-
Rechte Langsate: ^ ^ ^
In den vier Ecken der Schriftr&nder sieht man ober-
halb links and rechts je einen schon gemeisselten springen-
den Steinbock, nnd nnterhalb je ein Wappenschild, gleich-
falls mit dem springenden Steiobocke im Felde. Der Rand
der nnteren Langseite ist in der Mitte ebenfalls von einem
kleinen Wappenschilde, einen Schn5rkel enthaltend, anter-
brochen.
In der Reihenfolge der Miinzmeister an dem von
Erzherzog Sigmnnd dem Munzreichen in Hall errichteten
Munzwerke war dieser Bernard Beham der zweite, ein
sehr angesehener Mann, dessen zwei S5hne Bernard and
Hanns Beham das St. Yeitskirchlein im neuen Friedhofe
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- 17 -
bauten, 1516, erne Perle gothischer Baukunst, das leider
1841 wegen Baufalligkeit abgebrochen wnrde. Der altere
Sohn Bernard war zuerst Mtinzmeister in Hall, ward nach-
mals Kammergraf bei Konig Ludwig in Ungarn nnd starb
1547 zu Lengenfelden in Oesterreich, in seiner Herrschaft,
wo er anch begraben wurde.
9. Sebastian FBeger. a. 1515.
Unter dem Fueger'schen Portale, das von Hanns Fiieger,
einem reichen Burger von Hall als Familiengrufb erbatit und
ira Jahre 1490 vollendet ward, befinden sich im Fnssboden
eiDgelassen zwei Grabsteine, von denen der links befindliche
ans lichtrothem Marmor ein Bild der Verwesung darstellt.
Auf einem ausgebreiteten Leichentuche liegt, theilweise mit
dem Tuche bedeckt, die abgezehrte Gestalt eines Mannes,
nmgeben mit den Sinnbildern des Todes, links einem Tod-
tenkopf, rechts einer Krote nnd einem Wurme. Zu Fflssen
sieht man zwei Wappenschilde, aber so abgetreten , dass
man nicht eine Spur von bildlicher Darstellung darauf ent-
decken kann. Ohne Zweifel trugen sie das Fieger'sche drei-
blatterige Kleeblatt mit dem Grantner'schen Gemsbock.
Auf der oberen Schmal- und rechten Langseite liest
man Folgendes:
(anno Dmn>) (15) 15 Jar
am St Cumgu(n)d ve.rschid
Seba8tianu8 Fyger dem
Got Gnad sei. Amen.
Dieser Sebastian Fiieger war ein Sohn jenes Niklas
Fiieger, dessen Denksaulen oben sub Nr. 6 beschrieben sind.
Er erscheint in Schweygers Chronik (Seite 68 und 69) als
Mitglied des Stadtrathes und zweimal — 1501 und 1504
— als Burgermeister von Hall. (Schweygers Chronik
Seite 74.)
FerdinaDdeums-Zeitschrift. 2
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— 18 —
10. Georgius Ffieger. a. 1562.
Der andere dieser zwei Grabsteine liegt rechts imFuss-
boden, ein grosser weisser Marmorstein in zwei Abthei-
1 a n g e n , wovon die obere, ungleich grossere, den figuralen
Schmuck, die untere die Inschrift enthalt.
In der oberen Abtheilung erscheint ein Ritter in
voller Waffenriistung, die linke Hand an's Schwert gelegt,
mit der rechten ein Szepter gegen die Hufte stemmend. Das
Ganze in starkerhabener Arbeit ist in einigen Theilen verletzt,
namentlich am linken Fuss, am Schwert and am Kopfe.
Links vom Kopfe sieht man einen Schmuck wallender Strauss-
federn and rechts zwei Helme, der eine mit dem Fiieger'schen
Kleeblatte, der andere mit dem springenden Gemsbock (sieh*
oben Nr. 6) geziert. Zu Fiissen befinden sich rechts und
links Wappenschilde. Das links ist geviertet; im ersten
and vierten Felde mit dem doppelten dreiblatterigen Klee-
blatte; im zweiten und dritten Felde mit dem springenden
Gemsbock bedeckt. Das rechts, auch geviertet, zeigt im ersten
und vierten Felde ein springendes Pferd, im zweiten und dritten
zwei aufrechtstehende Baumchen.
Die untere Abtheilung dieses Grabsteines enthalt
folgende Inschrift:
Gteorgivs Fueger jwiior, D& Ferd. Caesaris Consi-
liarius, et Salinarum gubernator, praefectus in Umst et
in Thaw, piis parentibus, sibi, uooori, totique stematis std
familiae (hoc) majorum suorum monimentum (marmore)
(eco)8tructum renovari curavit. ObUt(in) Christo Anni . . . .
die.... mends
Diese Arbeit ward fertig bei Lebzeiten des Georg Fue-
ger, daher keine Jahrzahl und kein Monatsdatum angebracht
ist. Nach seinem Tode vergass man darauf es zu than.
Nach dem Fiieger'schen Stammbaum in Schweygers Ghronik
(Seite 18) starb ein Georg Fileger im Jahre 1558; nach
Maders Chronik starb dieser Georg Fueger des Grabstei-
nes 1562. Derselbe war ohne Zweifel der Sohn des erste-
ren, von Schweyger mit dem Todesjahre bezeichneten, Und
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erscheiot auch im Schweyger'schen Stamrabaume der Fneger,
aber ohne Angabe des Todesjahres. In der Liste der Salz-
maire nach Maders Chronik erscheint ein Georg Fueger „der
Jungere" als Salzmair mit der Jahrzahl 1553 und wieder
mit der Jahrzahl 1569. (?)
11. Hanns v. Schneeburg a. 1562.
In der Arkade vor dem Josefskirchlein sieht man in
die Maner eingelassen einen schonen nach seiner Lange ge-
arbeiteten Grabstein von rothem Marmor, der von 4 Saulen
io drei Felder getheilt, im Mittelfelde das Wappen und in
den zwei Seitenfeldern die Schrift tragt
Das grosse Wappenschild im Mittelfelde ist geviertet
und zeigt im ersten nnd vierten Felde eine Sturmhanbe mit
durchgezogenem Stnrmbande; im zweiten and dritten Felde
je drei Lilien.
Ueber dem Wappenschilde stehen zwei Helme. Den
links deckt die erwahnte Sturmhanbe, deren Knopf mit einem
Straussfederbusch geschmiickt ist. Der Helm rechts ist
gekront und aus der Krone ragen zwei H6rner, in der Form, wie
sie in der Heraldik als „Elephanten-Riissela bezeichnet werden.
Die deutsche Schrift auf den zwei Seitenfeldern lautet:
Anno D. 1562 hat cUese begr&bniss und Grabstein
machen Lassen der Edl u. Vest Hanns v. Schneeburg zu
. Saltans 22#, Kay. M. Amtmann des Pfannhauss He zu
Hall /iir seinem Ehelichem Oemachl From v. Schneeburg,
Wetland des Edlen und Vesten Sigmimd Krippen zu
Hrunnberg eheliehe Tochter und Jhrer Baiden verlassnen
Sunen und Tdchtern derselbigen Kynder und Erben zu
seliger Gedechtnus. Der Allmttchtig Gott ivotte Jnen
win fr&Uiche urstend verleichen. Amen.
Die Kapitaler der 4 Saulen tragen kleine Wappenschilde.
Das erste links, geviertet, zeigt im ersten und vierten Felde
einen Baumstamm mit Wurzeln und abgehackten Aesten um-
geben von zwei Sternen; im zweiten und dritten Felde
Krebsscheeren. Das zweite Wappenschild weist das von
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Kripp'sche Wappen geviertet: ira ersten and vierten Felde
Schanzkflrbe, im zweiten und dritten Wellenlinien, (Schanze
nod Graben andeutend?) Das dritte hat drei Felder and in
jedem Felde einen Ring. Das vierte ist geviertet, aber die
Felder sind leer.
Anraerkung. Das v. Schneeburg'sche Grabmal befand
sich friiher, vor der Entfernung der Grabsteine von der
Aussenseite der Kircheninauern, an der Vorderseite der Pfarr-
kirche, links vom Fueger'schen Portale.
Nahe nebenan wnrde der im Jahre 1703 beim bairi-
schen Einfalle von Bauern und Salinenarbeitern erschlagene
bairische General von VeritA beerdiget. (Maders Chronik
von Hall.)
12. Sebastian Ftieger. a. 1565.
Am dritten Pfeiler des Portals links befindet sich ein
Grabstein aus rothem Marmor, im romischen Monumental-
stile, der in drei tiber einander liegenden Abtheilungen
Folgendes enthalt. In der-Mitte sieht man zwei Wap-
pen, von denen das erste links, geviertet, im ersten mid
vierten Felde das Fueger'sche Kleeblatt, im zweiten und
dritten einen springenden schwarzen Gemsbock enthalt;
dariiber zwei gekronte Helme, der links mit Kleeblatt und
Federn, der rechts mit dem springenden Gemsbocke geziert
Das zweite Wappen rechts zeigt im Schilde einen sitzenden
Hand, daruber einen offenen gekr5nten Helm mit dem sitzen-
den Hunde geziert. In der obersten Abtheilung des
Monumente8, tiber den Wappen und Helmen ist in erhabe-
ner Arbeit gemeisselt Christus der Herr am Kreuze und
unter dem Kreuze Maria und Johannes. In der untersten
Abtheilung findet sich die Inschrift in lateinischen Buch-
staben :
Anno 2>ni MDL2CV am XVIII Februarii starb
der Edl und Vest Herr Sebastian Fiieger Ho. Kay. Mt
Ferdincmdi Bat und Regent Oberdsterreichischer Lands
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Seines Alters im XXXVI Jar. Dem sey Qott genedig
und bmrmherzig. Amen.
Dieser Sebastian Ftieger war ein Bruder des obigea
Georg Ftieger „des Jiingeren", (Nr. 10) beide in hohen
Stellangen.
13. Sigmund Sauter. a. 1564 und 1585.
Zwar nicht in, oder an, wohl aber sehr nahe der Pfarr-
kirche, in der nOrdlichen Arkade des nenen Friedhofes, be-
findet sich ein Grabmal, das nicht unbeachtet bleiben darf.
Es ist dies das Grabmal der burgerlichen Handlnngsfamilie
Sigmnnd Sauter, von welchem Grabmale Maders Ghronik,
S. 220, sagt, dass es von dem bertihmten Hofbildhauer
Kaiser Ferdinand I, Alexander Colin, dem Meister des Max-
Mausoleums in Innsbruck, verfeitiget worden sei.
Das Grabmal im r5mischen Stile, aus weissem Mar-
mor, mit rother Marmoreinfassung, besteht aus drei Ab-
theilungen. Die oberste zeigt ein Hochrelief Christus
am Kreuze, umschwebt yon Engeln mit Kelchen; zu FUssen
des Kreuzes Maria und Johannes. Diese Partie des Grab-
males lasst es zweifelhaft erscheinen, ob sie die Arbeit des
Alexander Colin sei. — In der zweiten Abtheilung sieht
man das Sauter'sche Familienwappen, zu dessen Ent-
wurf der Horazische Vers: „Desinat in piscem mulier for-
mosa superne" den Gedanken geboten haben dfirfte. Auf
dem Wappenschilde erscheint namlich eine mythoiogische
weibliche Gestalt, gekront, mit nacktem Korper, die zwei
beschuppten, in Schwimmfiossen auslaufenden Fiisse mittels
der Arme nach rechts und links emporhaltend. Ueber dem
Wappenschilde steht ein geschlossener Helm, geziert mit
dieser weiblichen Figur. Unter diesem, in der Mitte befind-
lichen Wappen befinden sich in zwei Reihen nach rechts und
links in Colin'schem Hochrelief dargestellt, die Familien-
glieder, knieend, mit zum Gebete gehobenen H&nden, in
der Tracht des 16. Jahrhundertes. Leider hat keusch sein
wollende Einfalt vor einigen Jahren an den zwei m&nnlichen
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Gestalten in der Mitte sich eine Verstummelung erlaubt,
von der Colins Reliefe am Max - Mausoleum bis jetzt ver-
schoDt geblieben sind. Hinter dem Manne rechts erscheinen
zehn Personen, drei Frauen, funf M&dchen und zwei kleine
Kinder; hinter dem Manne links drei mftnnliche und sechs
weibliche Nachkommen nebst einer Fran, der zu Fiissen ein
kleines Schild lehnt, auf dem ein Mann, eiu Hacke tragend,
dargestellt ist.
In der dritten untersten Abtheilung liest man in la-
teinischen Buchstaben folgende Schrift:
Anno 1564 Den 3 December Starb Der Fiirnem
Weisen Sigmundt Sauter im Leben Gewester Burger
des Rats AlMe. Hernach den 21 October 1571 Starb
die Tugendsam Fraw Margaretha Hacklin Sein EUche
Hwusfraw. Anno 1585 hat der JErsam Erbar Hcunns
Sauter Sein nachgelasmer Sun Got dem Allmechtigen zu
Z/ob und Efar auch Seinem Vatter Muetter Geschmstriget
und Ainer JEerlichen Freundschaft zu Ainer Gedechtnus
XHse Figur aufrichten lassen. Got der Almechtig welle
disen sambt Allen Christglaubigen Seelen Ain froliche
Auferstehung verleiJien. Amen.
Kehren wir wieder zur Pfarrkirche zuriick.
14. Georg Ludwig Ffleger. a. 1642.
Unter dem schonen Fueger'schen Portale, am dritten
Pfeiler rechts, wenn man aus der Kirche tritt, entsprechend
dem (unter Nr. 12) beschriebenen des Sebastian Ffleger,
stent ein Grabmal aus weissem Marmor, im rftmischenMo-
numentalstile , das in zwei Abtheilungen Folgendes enthalt.
In der oberen Abtheilung sieht man zwei grosse
schon gemeisselte Wappen neben einander. Das Wappen
links ist geviertet und zeigt im ersten und vierten Felde
das Fiieger'sche gedoppelte dreiblatterige Kleeblatt, im zwei-
ten und dritten den springenden schwarzen Gemsbock des
Grantner'schen Wappens. Ueber diesem Wappenschilde
stehen zwei gekronte Helme; der eine geziert mit einena
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Straussfederbu8che, der andere mit dem springendea schwar-
zen Gemsbocke. Das Wappen rechts ist facherfdrmig ge-
theilt. Zwei Facher sind mit geradlinigen Streifen und zwei
mit Arabesken gefiillt. Daruber steht ein gekrSnter Helm,
aus dessen Krone zwei grosse Flugel hervorragen.
In der unteren Abtheilung des Grabmales befindet
sich folgende Monuraentalschrift in lateinischen Bachstaben.
AlUue ligt begraben der Wolgeboren Herr Herr
Oeorg Ludwig Fueger Freyherr von Hirschperg Der
Firs D V. (fiirstlichen Durchlaucht) Leopold Erzh&rzog zu
Osier: HochlSblichster Gedechtwus Hinderlasner Orben
0. 0. (oberSstr.) Regements Vice-Praesident-Salzmayer
zu Hall Und Gericktsherr Der Herrschaft Hdrteriberg,
WeUicher den 30. October 1643—73 Jar alt in Oott Se-
ligklichen entecJdafen. Wie auch Dessen Ehe-Gemahel
die Wolledl Geborne Frau Frau Susanna Filegerin
Geborne von Andrian zu Werburg so den 12. July
1655 ganz ChristUch verschiden.
Hier erscheinen die Fueger schon als Freiherren. Nach
der Mader'schen Liste der Salzmaire war dieser Georg Lud-
wig Fueger Salzmair in Hall von 1603—1642.
15. Hartmann v. Neuenburg. a. 1647.
In der Arkade vor dem Josefskirchlein befindet sich
an der Mauer ein eigenthtimlicher Grabstein aus weissein
Marmor, yon dem die untere Halfte mit einer Inschrift be-
deck t, die obere Halfte aber leer ist Anf dieser leeren
Halfte sieht man vier Ldcher in den Marmor gebohrt, die
offenbar mittelst eingelassener Stifle ein Wappen, wahr-
scheinlich von Metall — eine Metallplatte — getragen
haben.
Die Inschrift in deutschen Buchstaben lautet:
AlTrie ligt begraben Weilendt der Wol JEdlgeborn
Oestrenger Herr Hartmann Heinrich Sig (I) wart
Von Neuenburg zu Lebzeiten gewesen Jhr FreDrht Erz-
herzog Sigmundt Franz zu Osterreich Und JW-
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u
\
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schoffen zu Augsburgs Oberster Stalmaister ist im Jar
Christi 1647 den 6 February in Oott Christlich verscM-
deth deme sambt alien Christglaiibigen Oott ein frdhlicfa
Auferstehwng Verleihen WoUe.
16. Friedrich Roschmann. a. 1664.
Gleichfalls in der Arkade des Josefikirchleins, anstos-
8end an den so eben beschriebenen, befindet sich ein gut ge-
arbeiteter Grabstein von weissem Marmor.
Er enthalt zwei Abtheilungen. In der oberen
• finden sich die Wappen des vielgenannten Salzmairs Fried-
rich Roschmann, der von dem Landes fursten
Sigmund Franz geadelt warde and seiner Tante Mar-
garetha Zimmermann, geborne Romerin.
Das Wappenschild links ist geviertet und zeigt
im ersten und vierten Felde ein Horn, aussehend wie ein
offenes leeres Fullhorn, an dessen zwei Enden eine zur
Schlinge gedrehte Schnur befestiget ist. Das zweite und
dritte Feld zeigt gefliigelte Lflwen mit vorgestreckter Zuuge.
Ueber dem Wappenschilde befindet sich ein gekrSnter Helm,
geziert mit dem gefliigelten Lowen des 2. und 3. Wappen-
feldes, wie er aus der Krone springt.
Das Wappenschild rechts weist in seiner unteren
Halfte vier horizontale Streifen, von denen zwei frei, zwei
mit Arabesken versehen sind. In der oberen Halffe des
Schildes sieht man einen einkopfigen Adler mit ausgebrei-
teten Fliigeln — den Tiroler Adler? — fiber dem Schilde
einen Helm, aus dessen Krone sich dieser Adler erhebt, zwi-
schen zwei, vom Rande der Krone ausgehenden Fliigeln.
In der unteren Abtheilung des Steines liest man
folgende Lateinschrift mit einem Ghronologikum.
Hie jacent Nobiles Consobrini D. Fridericus Rosch-
numn et D. Margaretha Zimermannin nata Romerin..
Jlle SaUnarum Archid. Director V Aug, Coelebe, Haec
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vidua XXIX Jun. Una in Domo, Cognatione, Anno*
Die Octidui interventu Pie Mortui.
AnIMae VIVant Deo In CoeLIs.
Also im Jahre 1664, uoter der Regieraog des Erzher-
zogs Sigmund Franz. Friedrich Roschmann war Salzmair and
Arotsdirektor in Hall von 1661—1664.
17. Barone y. Wicka. 1616—1665.
In der Arkade unmittelbar links vora Eingange in*s
Josefskirchlein sieht man einen gemauerten Unterbau, ahn-
lich der Mensa eines Altars, auf dem eine Kreozziehung
Christi in grossen plastischen Figuren, wie auf einem Socket
steht An der Vorderseite dieses langlichen Sockels ist das
Grabmal der Freiherren v. Wicka angebracht. Wie das
Grabuial der Familie Schneeburg (siehe oben Nr. 11) vor
Zeiten an der Vorderseite der Pfarrkirche, links vom Fiie-
ger'schen Portale, so war dieses entsprechend rechts angebracht.
Es ist dieses Grabuial der Wicka's ein laoglicher dun-
kelrother Marmorstein und zeigt drei nacheinander folgende
Abtbeilungen. Die erste and driUe enthalten Wappen, die
zweite in der Mitte enthalt folgende lateinische Inschrift
obne Jahrzahl.
Perill (u8trium) D. D. Baronum de Wicka
Pvlvis et Umbra hie jacet Mustrius at resurgat in Lu-
cem perpetuam.
Hier liegt der sehr Erlauchten Herren Barone v. Wicka
Staub and Schatten nm noch erlauchter aufzuerstehen in*s
ewige Licht.
In der Abtheilung links von dieser Inschrift be-
findet sich ein WappenscWld mit vier grosseren Feldern und
einem fftnften kleineren Mittelfelde. Im ersten und vierten
Felde sieht man je einen einkflpfigen Adler mit ausgebrei-
teten Flugeln, im zweiten und dritten ein hohes schlankes
Kreoz, das zwei auf ihren Hinterfussen stehende L5wen mit
ihren vorderen Tatzen halten. Ueber dem Kreuze befindet sich
eine Krone zwischen zwei Sternen. Das fiinfte kleine Mit-
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telfeld zeigt zwei Scepter, gekreuzt wie ein Andreaskreuz.
In der oberen Oeffnung des Kreuzes sieht man ein lateini-
sches L, in der unteren ein SE, in der Oeffnung links ein
F und rechts ein G. — Anf dem Wappenschilde sieht man
drei gekrQnte Helrae, iiber dem in der Mitte das oben be-
schriebene Erenz mit den L5wen, der Krone and den Ster-
nen des zweiten and dritten Wappenfeldes. Auf den zwei
anderen Helmen den einkfipfigen Adler mit ausgebreiteten
Fltigeln des ersten nnd vierten Feldes.
In der Abtheilnng rechts von der Inschrift sieht
man ein Wappen mit breitem Schilde, das zwei neben ein-
ander liegende Felder enthalt. Im Felde links sieht man
die Halbfigur eines Mannes mit bedecktem Kopfe, der den
linken Arm in die Seite stemmt tind mit dem rechten hoch
gehobenen Arme ein Schwert zum Streiche schwingt Im
Felde rechts iSnden sich vier leere Streifen, davon zwei er-
habener als die andern.
Ueber dem Wappenschilde stehen zwei gekrSnte Helme*
Aus der Krone des Helmes links erhebt sich der oben be-
schriebene, das Schwert schwingende Mann des linken Wap-
penfeldes. Ans der Krone des Helmes rechts ragen zwei
wie in Trompetenenden auslaufende Horner, in der Sprache
der Heraldik Elefantenrussel genannt.
Diese Wick a waren ein sehr angesehenes Geschlecht.
Mader's Chronik von Hall sagt von ihnen: „Die Wicka
sind erst sp&ter Grafen geworden — anf dem Grabsteine
sind sie noch als Barone bezeichnet — und existirten 1616
unter dem Namen Rain egg, weil sie das Schloss Rainegg
in Hall inne hatten." Dieses Schloss liegt auf der vorsprin-
genden Ecke jenes Raines, (daher der Name Rainegg),
welcher der Pfaffenbiihel genannt wird, und bildete einst die
natiirliche Schntzwehr des tiefer darunter gelegenen Thores,
das friiher das Eglhausthor, spater das Taurerthor genannt
ward. Es ist dies das schlossartige Haus, welches sich ge-
genwartig im Besitze des Herrn Med. Dr. Gamier befiudet
und von ihm vortrefflich restaurirt wurde. Die Wicka be-
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sassen auch bei St. Martin iin Gnadenwalde ein „Schl5s8la,
einen Maierhof, Giiter u. s. w. Ein Johann Franz Graf von
Wicka findet sich in der Liste der Salzmaire verzeichnet als
„Ober5sterreichischer Kammerrath und Salzmair in Hall yon
1665 bis 1686.* Die Wicka waren grosse Gegner des
neuen Sudhanses, das nnter dem Salzmair Adam Anton
Tschiderer v. Gleifheim 1713 fertig gebaut, unter den Ar-
beitern am Frohnleichnams-Vorabend 1716 einen fdrmlichen
Aufstand hervorrief. (Dr. Sch5nherr, Tirolerbote von 1875
Nr. 119, 120, 121, 123, 125.)
18. Johann Joseph v. Spreng. a. 1736.
In der Arkade vor dem Josefskirchlein befindet sich
neben dem von Nenenburg'scben Grabsteine in die Mauer
eiogelassen das von Spreng'sche Grabraal. Es ist das eiu
bei 6 Schuh hoher weisser Marmorstein, dessen obere H&lfte
fignralen Schmuck, die nntere Halfte Wappen und Inschrift
enthalt.
In der oberen Halfte sieht man den sterbenden
Franciscus Xaverius unter dem Dache einer offenen
Hutte liegend, mit der Aussicht auf das wellenbewegte Meer,
auf dem ein Segelschiff, eine G&leone, f ahrt. Verklarten Blickes
druckt er ein Kreuz an die Brust; links von ihm liegt sein
Pilgerstab und ein aufgeschlagenes Buch, in dem die Worte
stehen :
Ich au8wirke vil bei Gott — Mich anrufe in der
Noht.
Ueber dem Ganzen sieht man in den Wolken schwe-
bend die Madonna mit zwei Heiligen in der Glorie.
In der unteren Halfte des Grabsteines befinden sich
fiber der Inschrift zwei Wappen. Das Wappenschild
links, geviertet, enthalt im ersten und vierten Felde einen
springenden Gemsbock ; im zweiten und dritten einen nackten
Reiter, der einen Pfeil mit der Hand schleudert. Ueber
dies em Wappen steht ein Helm, dessen Krone dem sprin-
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genden Gemsbock tr>. Das Wappenschild rechts
hat funf Felder und zeigt im ersten and vierten Felde einen
doppeltgeschw&nzten L5wen, rait vorgestreckter Zunge, der
iiber Mauerzinnen springt; im zweiten and dritten Felde die,
in eine Quaste auslaufende, gesltamte Ecke eines Teppiches.
Das fiinfte Feld in der Mitte zeigt einen einkopfigen Adler
rait ausgebreiteten Flugeln. Ueber diesem Wappenschilde
stehen zwei Helme. Aus der Krone des einen links springt
der doppeltgeschwftnzte Ldwe; aus der Krone des andern
rechts ragen zwei, in Trompetenenden anslaufende H5rner,
die heraldischen Elefantenriissel.
Die Inschrift in lateinischen grossen Buchstaben lautet:
Disc Begrdbnuss hat Johann Joseph Spreng
v Felsemheimb O.O. (OberSsterreichischer) Hof-Karner-
rath u. Administrator des Hochltibl. Kinigl.
Stift (des adelichen Damenstiftes) alda vor Seine den
1. May 1736 verstorbene IAebste Ehefrau Elisabethd
Oeporne Franzinin v Zi nob erg u, Moteit sel. auch
vor sich u. All Denen Seinigen JErkauft u. aufgerickt.
Jch Bit, Bet vor Die, so da liegen Auf das Sie Rueen
in ebigen Friden. Amen.
19. Johann Franz Frelherr y. Rossi, a. 1738.
Nahe dem, so eben beschriebenen Grabmal befindet
sich an der Mauer ein kleinerer Grabstein von weissem Mar-
mor, ein nach der H8he gerichtetes, lSngliches Viereck und
dariiber eine rnnde Scheibe, gleichfalls von weissem Marmor,
entbaltend das Wappen der Familie Freiherr v. Rossi.
Die runde Scheibe ist in vier Felder getheilt und en thai t
weder Helm noch Helmzier. Im ersten und vierten Felde
sieht man einen springenden, doppelt geschwanzten Lttwen.
Im zweiten und dritten Felde befinden sich je drei in rechten
Winkeln gebogene Streifen.
Die lateinische Inschrift auf dem l&nglicht viereckigen
Steine bildet folgende lapidare Zeilen.
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Btc jacet Sepultus
Joann. Franc. Liber Baro de Rossi
Ex stripe Rubeorum S. Secundi
Qui fuit annis XXVI. Consil. Regens
Sacr. Caes. Majest
Et Annis XVIII Ejusdem, Consil. Intim.
Austr. Superior.
Ac Vice-Cancellarius aulicus.
Vitam transegit tacite
Et mortuus est quiete
Anno aetat LXIX
Salutis Vero MDCGXXXVIIL
Beati mortui qui in Domino moriuntur
Epitaphium Hoc
Quod Sibi diu ante veluti Vaticinium
Vivens composuit implevitque
Mortuo Conjux Liberique
Moerentes.
P. P.
20. Joseph y. Walpach. a. 1745.
Im Innern der Pfarrkirche, vom sudlichen Seitenthore
nach rechts, befindet sich, an der Mauer befestiget, eine
l&nglichviereckige messing'ne Platte, dasGrabmal des Pfarrers
Josef v. Walpach. Vor der Legung des nenen marmornen
Fnssbodens im Jahre 1867, unter dem Pfarrer Alois Lech-
thaler, war diese Messingplatte vor dem St. Sebastians-
pfeiler im Fnssboden eingelassen.
In der Mitte der Platte erscheint das Walpach'sche
Wappen: ein Wappenschild, welches geviertet, im ersten
nnd vierten Felde einen einkopfigen Adler mit aasgebreiteten
FlQgeln, im zweiten nnd dritten Felde einen Schwan, gleich-
falls mit ausgebreiteten Fliigeln zeigt. Das Wappenschild
trftgt einen gekrSnten Helm. Aus der Krone ragen Kopf
nnd Hals des Walpach'schen Sohwanes, dessen Fosse unter
dem Wappenschilde rechts nnd links sichtbar werden, jeder
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>
— 30 —
einen Todtenkopf tragend. Das ganze Wappen ist flankirt
von den zwei grossen ausgebreiteten Fliigeln des Schwanes.
Der Kopf des Schwanes tragt hier einen Kelch mit der
Ho8tie und liber das Ganze ist ein Spruchband geschlungen,
welches in grossen Lateinbachstaben folgenden lateinischen
Hexameter enthalt:
Maxima nosse mori est hominis Sapientia vivi.
(Verstehen zu sterben ist die grosste Weisheit des le-
benden Menschen.)
Die Inschrift unterhalb dem Wappen in lateinischer
Sprache lautet:
Plur (imum) rev (even) dus ac Praenob. (ili$) Dnu*
(Dominus) Josephus de Walpach in Schwanen-
feldy Consiliar. (ius) Ecchtcus (Ecclesiasticus) Brix.
(inensis) Sacerdos et PwocK(ub) 3ubila(tu8) Absami
et urbis Hal.(ae) obii(t) Anno MDCCXLV die 31 Ja-
nua/rii aetat. LXXXVIL Mequiescat in Pace.
Die Familie Walpach war in den letzten Jahrhunderten
in Hall und Absam nicbt ohne Bedeutong. Z. B. erscheint
in der Liste der Rathsherren von Hall vom Jahre 1594 an
bis einschliesslich 1612 Hanns Walpach allj&brlich als
Rathsberr von Hall und zwar von 1600 an jedesmal als
erster Rathsherr. — Hall, zuerst eine Filiale der Pfarre
Absam, zog allmalig, besonders nachdem im Jahre 1413
Absain mit sammt seiner Pfarrkirche von den Baiern ver-
brannt worden war, die Pfarrer, deren manche schon friiher
sich nicht bloss Pfarrer „von Absam und Hall," sondern
auch bloss „von Hall* nannten, mit den pfarrlichen Ge-
rechtsamen ganz an sich. Die Absamer sahen nun zu ihrera
grossten Verdrusse, der im Jahre 1526 sogar zu einer blu-
tigen Exekution fuhrte (siehe S. Ruf Archiv fur Geschichte
Tirols 1867 S. 366) ihre Mutterkirche in die Lage einer
Filialkirche herabgewiirdiget, bis endlich im Jahre 1653 das
von der Familie Walpach in Absam gestiftete Be-
nefizium zur Pfarre erhoben wurde, wesshalb diese Fa-
milie das Patronatsrecht der Pfarre Absam hat
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21. Joseph Lansser. a. 1760.
In der Arkade vor dem Josefskirchlein, genau unter
dem Grabsteine des Freiherrn Johann Franz Rossi, befindet
sich an der Mauer ein etwas iiber drei Fuss hoher Grab-
stein von weissem Marmor, das Grabmal des Biirgermeisters
Josef Lansser.
Der obere Theil des Steines zeigt das Wappen: ein
Wappenschild in vier Feldern. Das erste und vierte Feld
enthalt zwei breite wagrechte Balken, das zweite nnd dritte
Feld zwei gekreuzte Oelzweige. Auf dem Wappenschilde
liegt ein gekronter Helm, aus dessen Krone die zwei ge-
kreuzten Oelzweige und zwei ansgebreitete Flfigel hervorra-
gen. Das ganze Schild ist geziert mit zwei tulpenartigen
Guirlanden, welche, von der Krone ausgehend, rechts nnd
links am Schilde herabhangen.
Die Inschrift in der unteren Halfte des Steines in
deutschen Bnchstaben lautet:
Alda ruehet der WohlEdl Vost Wohhueisse Herr
Joseph Lansser im Leben gewester Purgermmster
auch Hcmdelsherr alda zu Hall So den 19 July Anno
1760 zwischen 11 und 12 uhr vormittag im 70 Jahr
seines Alters in Gtott entscMafen.
Oott gnad der Seelen.
22* Anton Peregrin Freiherr v. Crosina. a. 1760.
In der Pfarrkirche selbst, im sudlichen Schiffe derselben,
zunfichst dem Kindl<ar, fiber dem, unter Nr. 1 beschrie-
benen Grabsteine des „Nikolaus Vegler" befindet sich in
einer nischenartigen Umrahmung ein Grabstein yon weissem
Marmor, etwas fiber funf Fuss hoch, der Grabstein des jnn-
gen Baron Anton Peregrin v. Crosina.
Zu oberst in den grossen Stein eiugefQgt, sieht man
vorspringend eine kleine Marmortafel mit dem Wappen
der Crosina. Das Schild ist geviertet, doch so, dass die
Mitte, wo sich die vier Felder berfihren, mit einem fiinfteu
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Felde, einem Schildchen, gedeckt ist. Das erste und vierte
Feld zeigt einen Straussfederbusch, das zweite and dritte
einen Qaerbalken, uuter dem ein, and uber dem zwei Bln-
menknopfe angebracht sind. Das funfte mittelte Feld enthalt
einen einkopfigen Adler wit ausgespannten Fliigeln. Ueber
dem Schilde sieht man drei Helme, deren Kronen am ersten
and dritten mit dem Straussfederbusch, am mittelten mit dem
einkopfigen Adler geziert sind.
Die lange Inschrift in lateinischer Sprache lautet
also:
Sta Viator et lege
Antonius Peregrinus, ex S: R: J: Baronib. de
Cro8ina a Manburg D'nus in Mariaestein, Hauzen-
heim et Niederbraitenbach, Grammatic-Studiosus, incly-
tum Oymnasii hujatis Decus ac omamentum, moribus ac
Jnnocentia vere angelus, in quibus cum Parem sui in ter-
ris quaereret, superum invidia raptus, invenit in coelo.
Obyt Halae die XXI Novembris anno MDCCLX Aetat
vero suae XIII. FiUo igitur Suamssiino Simon Felix
S. R. J. B. de Oro8ina S. Caes. Reg. Majest. Cubicular.
actualis ac Regim. Austr. Super. Consiliar. etc. (Sr.
Heil. Kais. Kon. Majestdt wirklicher Kdmmerer und
Oberosterreichischer Regierungsrath) Maria Theresia Co-
mes de Spaur Parentes moest: monumentum hoc ere-
xerunt.
23. Johann Karl v. Zwerger. 4. 1787.
In der Arkade vor dem Josefikirchlein findet man in
die Mauer eingelassen einen weissen Marmorstein, in den zu
oberst ein Wappen gemeisselt ist. Das Wappenscbild zeigt
einen zweikSpfigen Adler, der an seiner Brost ein kleines
Schild mit einem Qaerbalken im blaaen Felde tr>. In
dieses Wappen ist ein spitzes Dreieck gezogen, unter dem
ein kleines Mannlein stent. Der auf dem Schilde liegende,
gefliigelte Helm tragt, aus seiner Krone ragend, einen Kelch
mit der Hostie.
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Unter diesem Wappen liest man folgende deutsche
Inschrift:
JErinnert Euch der Mede, welche ich zu Euch gethcm
habe. Joh. 15. v. 30.
Andenken des Hochw. WoJUedelgebornen Herrn Joh.
Karl v. Zwerger, Mxtgliedes der GeseUschaft Jeeu bet
aUhiesiger Pfarr 7 Jahr ais Prediger gestanden und in
dem 66ten Jahre seines Alters den 25ten August 1787
Seelig im Herrn VerscMeden.
24. Maria Francisca Fugger und Maria Augustina
Fugger, Beichsgraflnen, k. Stiftsdamen von Hall.
1790 und 1794.
Unter dem Fueger'schen Portale, am zweiten Pfeiler der
Nordseite steht ein sch8ner Grabstein aus graaem Marmor
mit rothem Marmor eingefasst, dariiber eine weisse Mar-
mortafel mit Wappen, — das Grabmal zweier Schwestern,
der Haller Stiftsdamen, Reichsgr&finen Fugger.
Nachdera n&mlich das adeliche Damenstift in Hall, ge-
wShnlich das „K8nigliche Stift* genannt, von Kaiser
Josef II im Jahre 1783 aufgehoben und dessen Kirchesammt
Gruft geschlossen worden war, wurden mehrere der in Hall
eurfickgebliebenen Stiftsdamen nach ihrem Ableben unter dem
Fueger'schen Portal, in der Gruft der Fueger, beigesetzt
Auf dem grauen Marmor liest man in Lateinschrift :
Bier ruhen in Gott die zwo Hochgebornen Schwe-
stern aus dem Reichsgr&flichen Haus von Fugger zu
KircHberg% Weissenhorn und Gldtt, als Maria Fran-
cisca [des Kdnigtichen SHftes in Hall durch XXVI
Jahre WUrdigste Frau Obristin9 ein Muster wah-
rer Tugend> Vermmft und Grossmuih, welche den IX
JuU MDCCLXXXXIV nach empfangenen heiUgen Sa-
kramenien in dem LXXVH Jahre ihres ruhm- und tu-
gendvollen Alters — dwnn — Maria Augustina des
Kdniglichen Haller SHftes MitgUed durch LXI Jahre,
Ferdinaodeums-Zeittchrift. 3 /'
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80, nock empfcmgenen heiligen Sakramenten den K Ilor-
nung MDCCLXXXX im LXXVIII Jahre ihree tu-
gendhaften Alter* Beide gottselig im H&rrn entschlafen
rind. (
Die erstere dieser zwei Schwestern, Maria Francisca,
war die Jetzte Vorsteherin — Obristin — des k5nigl. Da-
menstiftes in Hall.
Das Wappens child iiber der Schrift ist geviertet,
rait einem funften Felde in der Mitte. Da& erste nnd vierte
Feld enthalt 2 Lilien, die eine in rotkem, die audere in
blauem Felde ; das zweite Feld zeigt einen Mann in langem
Kleide, das Hanpt mit einer Grafenkrone bedeckt eine Infel in
der Hand tragend; das dritte hat 3 HSrner nrid das Mit-
telfeld einen senkrechten weissen Balken in rothera Felde
mit drei im reohten Winkel gebogen^n Streifen. Das Schild
trSgt drei Helme. A us der Krone des ersten Helmes ragt
ein Mann, dessen Hanpt mit einer Infel bedeckt ist; aus
der Krone des dritten Helmes ragt ein Mohr mit einer gol-
denen Grafenkrone aufdemKopfe; aus demin derMittedas
Lilienbundel mit zwei Horaern, in der Form der Elefanten-
riissel.
Unter diesem Grfl. Fugger'schen Grabinale siebt man
drei kleine Grabsteine ohne Wappen und figuralen Schmuck.
Links der Grabstein der Maria Anna, Grdfon v. Lo-
dron, k. Stiftsdame, gent am 17. J&nner 179 4, 71 Jahre
all
Rechts: Maria Barbara Baronin v. Haussmann, fc.
Stiftsdame gest 11. April 1795 y 65 Jahre alt
In der Mitte: Carolma EUsabetha Freiin v. Tschi-
derer von Oleifhdm k. Stiftsdame, gest 5. Septbr. 1801,
57 Jahre alt
Unterhalb dem Grabmal des Georg Ludwig Fueger
(Nr. 14) befinden sich zwei kleine Grabsteine kSnigl. Stifts-
damen. Der eine links ist das Denkmal der Fraulein
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25. Maria Elisabeth Freiin v. Sternbach, k. Stifts-
dame. 1801.
Auf einem weissen Marmorsteine liest man :
Bier ruhet Maria Elisabeth Freiin v. Sterribach zu
Stock und Luttach, Dame aus der alten HochadeUchen
Versammlung des K. K. Damenstiftes zu Hall, welche
Arnio 1801 den 12ten Jdnner in dem 60ten Jdhre ihres
Alters selig in dem Herrn entschlafen ist
Oberhalb der Inschrift sieht man das Freiherrlich
Stembach'sche Wappen. Das Wappenschild ist ziem-
lich abgefegt und verwischt bis auf das Mittelfeld, welches
den lichten Bachstreifen zeigt mit je einem goldenen Stern
huben nnd drnben. Anf dem Wappenschilde rnhen drei ge-
krSnte Helme. Ans der Krone des ersten links ragen zwei
Hdrner in der heraldischen Form der Elefantenrfisse). Ans
der Krone des zweiten steigt ein Flfigel empor, dessen dunkles
Gefieder vom Bande des Bachstreifens umfasst ist, mit den
zwei goldenen Sternen zur Seite. Aus der Krone des dritten
erhebt sich ein Mann mit einer goldenen Krone auf dem
Hanpte.
26. Johanna Freiin y. Gintheroth, k. Stiflsdame.
1808.
Dieser Stein — der zweite rechts unterhalb Georg
Ludwig Fueger — hat folgende Inschrift:
Hier ruhet die Hoch und WoMgeborne Johanna Eli-
sabeth Thomasa Freyin v. Qintherodt aus der alten Hoch-
adeUchen Versammltmg des K. K. Damenstiftes zu Hall.
Ist Anno 1803 den 1 Mortz im 67ten Jahre ihres Altera
selig im Herrn entschlafen.
R. J. P.
Ueber der Schrift sieht man ein rundes Wappenschild,
das eineu Vogel zeigt, mit einem Oelzweig im Schnabel,
auf einer Kugel stehend. Das Schild ohne Helm ist einfach
mit einer Krone gedeckt.
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Gleichfalls befindeD sich nnter dem Faeger'schen Por-
tale rechts und links void Kirchthor io die Mauer eingelas-
sen kleinere Grabsteine k. Stiftsdamen.
27. Maria y. Troyer, k. Stiftsdame. 1803.
Links vom Kirchthore liest man auf einer weissen Mar-
mortaf el :
Hier ruhet die Wbhlgeborne Gnddige Fr&ulein Mar
ria Anna Catharina Troyer von Ambsheimb und Grembsen,
K. Stiftsdame zu Holly welche nach empfangenen hi. Sa-
kramenten am 26. Junius 1803 im 62 Jahre ihres Alters
selig im Herrn verschied.
B. J. P.
Dariiber befindet sich ein kleines Wapppenschild,
das auf goldenera Felde den Kopf, Hals und die Vorder-
ftLsse eines schwarzen Gemsbockes zeigt nnd einen offenen
Helm tragt, ans dessen Krone der eben bezeichnete Gems-
bock hervorragt. Schild und Helm sind mit rothem Flugel-
schmuck geziert
28. Maria Grifln v. Sarnthein, k. Stiftsdame. 1806.
Rechts vom Kirchthore befindet sich eine weisse Mar-
mortafel mit folgender Inschrift:
Hier ruhet die Hochgeborne Maria Notburga Graefin
v. Sarnthein zu Sarnthal, K. Stiftdame zu Halt Sie
entscKUef in dem Herrn nach empfangenen hi. Sterbsa-
hramenten im 70 Jahre ihres Alters den 8 Christmonat
1806.
Sie ruhe im Frieden.
Dariiber befindet sich ein Wappenschild, welches
geviertet im 1. und 4. weisseD Felde einen laufenden rothen
Drachen; im 2. und 3. blauen Felde einen Hirschkopf mit
lechzender Zunge, und im 5 Mittelfelde einen springenden
Lowen zeigt Dieses Wappenschild tr> drei gekronte
offene Helme. Ueber der Krone des Helmes in der Mitte
sieht man ein Kreuz von vier anderu kleinen Kreuzchen ura-
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geben; aus der Krone des Helmes links ragt eine gekrOnte
menschliche Figur and axis der Krone des Helmes rechU
der Hirschkopf des 2. and 3. Feldes.
29. Anna Maria t. Vintler, k. Stiftsdame 1809.
Links vom Kirchthor anf weissem Marmor liest man:
AUda ruhet die Hochgeborne Gn&dige Frdulein Anna
Maria VintUr v. Platsch urid Runggfotein, 'K. Stiftsdame
zu Sally welche ndch empfangen&n hi, Sterbsakramenten
1809 den 8 Juny im 74 Jahre ihrea Alters selig im
Eerrn enUcUief.
JR. J. P.
Darunter sieht man einen Sarkophag aof dem zu le-
ten ist:
Mein Gott und Alles.
Oleichme tie zu Lebenszeit einwnder geliebet haben,
also 8ind tie auch im Tode nicht zertheilet worden.
Eccleda.
Ueber dem Ganzen sieht man ein rundes Wappenschild
obne Helm, bloss mit einer Krone gedeckt, dessen 1. und
4. Feld zwei Schwauenkopfe sioh schnSbelnd, und das 2. und
3. Feld drei horizontale HSrner zeigen.
30. Maria Anna Grftfln v. Fieger, k. Stiftsdame.
1811.
links vom grosseu Kirchthor sieht man, wie die ubri-
gen, in die Mauer eingelassen, ein kleines Grabdenkmal von
weissem Marmor. Auf einem nach seiner H6he gesteUten
ISnglich viereckigen Steine sitzt ein Engel, welcher mit der
lmken Hand ein Thrftnentuch hftlt, sich die Augen trock-
nend. Mit der rechten Hand hdlt er ein Kreuz und ein
rundes Wappenschild. Dieses Schild, ohne Helm, ist ge-
viertet und zeigt im 1. und 4. Felde das bekannte Fue-
ger'sche dreiblatterige Kleeblatt; im 2. und 3. den springen-
den Gemsbock. (Siehe Monument Nr. 6.)
Auf der Fl&che der Unterlage dieser figuralen Darstel-
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lung, die noch links mit einer Urne rechts mit einer Sand-
uhr geziert ist, liest man folgende Inschrift:
AUda liegt begraben der Leib der hack- und woH~
gebomen Frauen M. Anna von Fieger, Kimigl. Stiftdcme
zu Hall, welche im 68 Jahr ihres Alters am 13 Nov.
1811 mit den h. h. Sterbsalcramenten versehm sanft in
dem Herrn entschlafen ist
„Gerechtigkeit und Barmherzigkeit bezeichnete ihreTage
und sie handelte sorgfaltig mit dem Herrn ihrem Gott"
Michaeas K. 6 v. 8.
31. Antonia Gr&fin v. Bubna, k. Stiftdame. 1820.
Rechts vom Kirchthor liest man auf weisser Marmor-
tafel folgende Inschrift:
Unter dieser Halle ruhet die am 25 M&rz 1820/riih
5 Vhr im 73ten Lebensjahre im Herrn entscMafene
hochgeb. Gr&fin Antonia von Bubna K. Stiftdame zu
Hall
„Jenes WeltgeschOpf, welches die Pflichten gegen den
Hdchsten und gegen die Mitmenschen im strengen Sinne er-
fiillt zu haben ruhig das Bewusstsein tragtund sich mit dem
Gepr&ge der Sanftmuth und Wohlthatigkeit, verbunden mit
einem bescheidenen Anstand und Wurde schmficket, sieht
jederzeit der bestimmten Aufldsung ruhigen Blickes entgegen.
Sterblicher sei daher in deinen Handlungen stets rechtlich,
dann wird Dir das Scheiden aus diesem Erdballe nicht
schwer fallen."
Requies sit tibi sempiterna.
Ueber dieser Inschrift sieht man ein rundes Wap-
penschild ohne Helm, mit einer Krone gedeckt und in
zwei neben einander liegende Felder getheilt Das Feld
links zeigt eine Trommel, das Feld rechts eine Krone aus
der ein Pferdekopf emporragt.
Unter der Inschrift sieht man htibsch gemeisselt zwei
Parzen am Spinnrocken, die Atropos links, stehend, die
Clotho rechts, sitzend, und den Lebensfaden spinnend.
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Anmerkung. Rechts und links am Hauptthore der
Pfarrkirche finden sich noch drei kleine Grabsteine ohne
Wappen and ohne monumentalen Schmuck.
Sie haben folgende Inschriften:
(Rechts vom Thor unter der Grafin Sarnthein.)
AUda ruhet die Hochgeborne Gnddige Frdule Fran-
cisca Freyin von Schmid Kdnigl. SUftdame zu Hall,
welche nach empfcmgenen H. H. Sterbsakrarnenten 1809
den 4ten December im 67 Jahr ihres Alters seUg im Herrn
ver8ch£eden tit
(Links vom Thor iiber den Fr&ulein v. Troyer und von
Vintler.)
AUda ruhet die hochgeborne gnddige Fr&ule Maxentia
Cazzus8i v. Bamberg K. SUftdame zu Hall welche nach
empf h. Sterbsakrarnenten im 68. Jahre ihres Altera am
4. Dezember 1814 sel. im Herrn entscMafen ist.
(Links am Thor.)
Hier ruhet das Wohlgeborne FrWulein Katharina von
Puechler zu Rungg K. K. Haller-Stifsdame welche nach
empf. hi. Sterbsakrarnenten im 77ten Jahre ihres Alters
am 6 Mdrz 1824 sanft im Herrn entschUef.
„Selig sind Diejenigen, die den Herrn furchten und auf
den Wegen seiner Gebote wandeln."
CXXVII. Psalm 1. Vers.
Es erfibrigen noch zwei bedeutendere Grabmfler zur
Beschreibung.
32. Maria v. Menz geb. Zahlinger. a. 1807.
Wenn man zum Haaptthor der Kirche heraustritt, sieht
man links am zweiten Pfeiler des Fnegerschen Portals ein
Grabmal rSmischen Stiles, das rait in den Sockel gemeis-
selten vergoldeten Bnchstaben als Von Mmzische Grab-
sttilte — 1808 bezeichnet ist.
Dieses Grabmal besteht ans drei Theilen. Auf einem
Sockel von rothem Marraor, der in der erw&hnten Weise
bezeichnet ist, erhebt sich aufrecht ein langKches Viereck
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von rSthlich graueni Marraor, in welches, wie in eine Ein-
rahmung, eine weisse Marmortafel eingelassen ist, mit foU
gender Inschrift in neudeutschen Bochstaben.
Sier sieh Freund ruheud die WoUgeborne Fran
Maria EUsabethe von ZahUnger, geboren zu Bozen im
Etschkreise Tirol* , des WoMgebornen hierortigen K. K.
Salinenraths und Oberamtadirektors v. Menz gewesene
edle Gemahlin. Sie lebte beseheiden, tugendhaft, gutherzig,
Sie 8tarb durch unvorgesehenen Sehlagfluss nach empfan-
genen heiUgen Sahramenten im 72 Jahre ihres Leberu-
alters dm 1. July 1807.
Sie ruhe im IVieden!
Darunter in einer Vertiefong liest man den lateinischen
Schrifttext:
UUnam sapermt et intelUgerent et novieeima prae-
viderentl
Dann dentsch: „0, dass Menschen weisslich vorhineio
— schon verstiinden, was zuletzt wird sein.tf
Den dritten Bestandtheil des Grabmales bildet zu oberst
eine runde weisse Marmortafel mit zwei Wappenschil-
den. Das eine links, geviertet, zeigt im ersten und vierten
Felde einen Mann im Waffenrock, eine Lanze haltend; im
zweiten und dritten einen spriogenden Hund. Das andere
Schild rechts, ebenfalls geviertet, zeigt im ersten und vierten
Felde einen springenden LOwen; im zweiten und dritten ein
Winkelmass mit nach aufw&rts gerichteter Spitze und drei
Lilien, zwei je rechts und links, die dritte unter dem rech-
ten Winkel.
Als Zuthat sieht man noch unter der Wappentafel
einen Todtenkopf mit einem Oelzweige, dariiber ein kleines
Kreuz.
Der Gemahl dieser Frau Maria Elise v. Zahlinger war
Johann Josef v. Menz v. Schonfeld, Salzmair u. M&nzamts-
Direktor in Hall von 1765 — 1810. Er baute nach einem
damals neueren System neon kleine Sudpfannen, zu denen
von der Kaiserin Maria Theresia am 24. Juli 1765 der
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Gnmdstein gelegt wurde, worauf im Gartensalon des k. Damen-
stiftes eine Tafel stattfaod. Funf dieser Pfannen brannten
am 16. Febroar 1822 ab. (Maders Chronik von Hall.)
33. Joseph Speckbacher. a* 1820.
Von alien Grabdenkraalen, welche sich bis zam Jahre
1851 an den Aussenseiten der St Nikolaus-Pfarrkirche be-
fanden, ward ein einziges bedentendes unverrfickt belassen,
and das ist das Grabmal des im Befreiungskriege von 1809
berQhmt gewordenen Schfitzenmajors Josef Speckbacher.
Aof der Sudseite der Kirche, nahe der sfidwestlichen Ecke
derselben, ist in die Mauer eine Nische in Spitzbogenform
gebrochen, in der sich folgendes Grabdenkmal befindet.
Auf einem Postamente von weissem Marmor stehteine
grosse gedeckte Vase, gleichsam eine Aschenurne, drapirt
mit einem Leichentache , fiber welchem die goldene Kette
mit der grossen goldenen Medaille, die Josef Speckbacher
von Kaiser Franz I verliehen worden, in Nachahmung dar-
gestellt ist. Die l&nglich-viereckige Vorderfl&che des Posta-
mentes fflllt ein Schild mit folgender Inschrift in grossen
lateinischen Bachstaben:
Im Kampfe wild, dock menschUch
Auch
Im Frieden still und den
Oesetzen treu
War Er aU Krieger
Vnterthan und Mensch
Der Ehrey wie der
Liebe wertK
Unterhalb dieser Lapidarzeilen, welche Bergrath Mussack
verfasste, liest man in den Socket des Postamentes gemeisselt:
Joseph Speckbacher Tyrol
Landes-Sch&tzen-Major, Oeboren zu Onademuaid am 14.
August 1768, Gestorben zu Hall am 28. Maerz 1820.
Am untersten Streifen des Sockels findet sich noch die
Bemerkung :
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Am 28ten Jum 1858 wurden die Oebeme nach Jww-
bruch in die Hofkirche iibertragen*
Fecit J 08. Kdlp.
Dort warden sie an der Seite Andreas Holers, neben
dessen grossartigem Standbilde, zugleich mit den Gebeinen
Haspingers beigesetzt. Das Trifoiium im Grabe.
Da die Geschicbte Josef Speckbachers , des „Mannes
von Rinn," iosbesonders seine Leistungen im Jahre 1809
und deren Folgen allgemein bekannt sind, ist es wobl uber-
fliissig, hier Weiteres zu erw&hnen.
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Die
Rh&tisch-Etruskischeii
Alterthtimer
entdeckt bei Matrei im Mai 1845
• vom
Grafen Benedikt tiiovanelli,
PodestA von Trient.
Trient bei Monauui 1845.
UeberseUt aus dem Italienischen von Fr. v. A.
-—■-'*■ —
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Vorwort des Uebersetzers.
Das vorstehende Werk ist gleichsam der Schlussstein
▼on mehrern frfihern in der Zeitschrift des Ferdinandeums
erschienenen Schriften des namlichen Verfassers, der schon in
der ersten Abhandlang des ersten Bandes dieser Zeitschrift
von 1825 fiber das rQmische Strassenmonument zu Maretsch
seine Ansicht aassprach, dass die allseitig als etrnskischen Ur-
sprungs anerkannten Rh&tier als aborigines in nnsern Ge-
birgen hansten, and sie daher die Vfiter der sp&ter in die
Poebene and im Laufe der Zeiten auch ins tiefere Italien
ansgewanderten Etrnsker, nicht deren SShne seien, wie man
nach einer isolirten Angabe des tiberhaupt nnverl&sslichen
Justinns, eines Autors vom 3. Jahrbundest n. Chr., gewdhn-
lich annimmt, derzufolge dieselben erst nach dem Einfall der
Gallier in Oberitalien im 4. Jahrhunderte nach Erbauung
Roms unter einem Anfiihrer Rhaetus in die Berge geflohen
waren.
Graf Giovanelli findet es n&mlich schon an sich ganz
trowahrscheinlich, dass die geschlagenen Fluchtlinge in dem
damals ohne Zweifel bereits schr bevdlkerten Gebirge ohne
weiters Aufname and zwar als Herren gefimden batten, und
roeint nnter Anf&hrung manch anderer gewichtiger Griinde,
dass die Etrusker, die nach ihren filtesten Traditionen als
Rasener unter Anfiihrnng eines Rasena, dann als Tyrrhener
(Sfthne der Erde zum Unterschiede von den Pel as gem, SOh-
nen des Meeres) endlich nach ihrem Hanptsitze in Thuszien
oder Toskana als Thaszier, Etrasker erscheinen, eben die
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Auswanderer aus den rh&tischen Gebirgen sind, deren Stamm-
vater aber in der Heimat zuriickblicben unci durch die Ein-
falle der Gallier zwar von ihren Stammgenossen abgeschlos-
sen wurden, sich jedoch in ihren Bergen bis zur Eroberung
durch die weltbeherrschenden RSmer in Verbindung mit den
mehr nach Osten und der dortigen Ebene zu gelegenen Euga-
neern und andern abgesonderten Gemeinden, wie die Camuni,
Stoni, Tridentini, Leponzier, Feltrini u. s. w» stets selbst-
standig erhielten, in der Geschichte nie untereinander in
Streit erschienen, hie und da auch Einfalle in der Ebene
machten und nach einer Stelle in Plinius „Rhaetorum et
Euganeorum Verona" wie Trient, sogar auch diese Stadt
am Fusse der Alpen gegriindet haben.
Die gleiche Ansicht verfocht Giovanelli noch ausfiihr-
licher in seiner spatern umfassenden Abhandlung fiber den
Saturnusdien8t in den tridentinischen Alpen, die ebenfalls,
aber in Uebersetzung aus dein Italienischen von A. v. R. in
die Zeitschrifl des Ferdinandeums von 1828 aufgenommen
wurde, worin unter Andern mit Hinweisung auf die auch in
Itaiien bestandene alteste Verehrung des Saturnus und die
grosse Aehnlichkeit des zwar in unsern Bergen weit ein-
fachern aber eben, weil mehr in der filtern urspriinglicheo
Form verbliebenen priesterlichen Ritus auch angefuhrt wird,
dass der Consul Munatius Plancus nach seinem Einfalle in
Rhatien acht Jahre vor jenem des Drusus, mit dem Triumphe
beehrt, dem Gotte der Rhatier, Saturnus aus der Beute eiuen
Tempel, hOchst wahrscheinlich zu Trieut, und um das be-
siegte Volk zu gewinnen, erbaut habe, wie iiberhaupt das
gleiche Thema in mehr eingehender Weise er5rtert ist.
So scharfsinnig diese gelehrten Deduktionen waren,
fehlte denselben doch der wesentliche Hintergrund von etrus-
kischen Ueberbleibseln und Inschrifben, nach denen schon
Rosohmanu vor mehr als hundert Jahren vergeblich gesucht,
und eben deshalb seiner fruhere Meinung, dass die altesten
Bewohner Tirols Etrusker gewesen, entsagt hat, um daRir
die Celten anzunehinen, die jeden falls deren n&chste Nach-
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barn waren. Da ward aber plStzlich im Cem bra thai e und
zwar in der Nahe des Hauptortes Ceinbra in sandiger Erde
von Mauertrnmmern urageben ein uraltes Henkelgefass, etwa
sechs Wienermass .haitend, ganz too Kupfer mit funf am
obero Rande and dem Henkel angebrachten Inschriften voo
bisher in unsern Gegenden nicht bekannten Lettern gefunden,
die offenbar der euganeischen und etruskischen Paleografie
verwandt, audi vorn gelehrten Inghirami zu Florenz nacb ihrer
auffallend eckigen Form als gerade den altesten etruskischen
Monumenten sebr nabestehend erkl&rt wurden, wie dies Gio-
vanelli in der Zeitschrift des Ferdinandeuins von 1834 unter
BeiJage eioer Zeichnung des Gefasses und Gopie der In-
schriften bekannt machte.
Dieses merkwurdige Gefass wurde sofort aucb von
andern Gelehrten in Italien besprochen, was den Grafen
Giovanelli veranlasste, mit Bezug darauf eine neue Abhand-
lung von ziemlich bedeutendem Uiufang in italieniscber Sprache,
De' Rezi e dell1 origine de' popoli d' Italia, im Jabre 1844,
Trento bei Monauni, herauszugeben, die in der Zeitschrift
des Ferdinandeums nicht erscheint. Darin werden nun mit
gesteigerter Zuversicht und unter Berufung auf andere Ge-
lehrten, Freret, Niebuhr, Ottfried Miiller, welche ebenfalls in
den Rhatiern den Stamm der Raseuer und deren Herkunft
aus unsern Bergeu zu erkennen glaubten, die in den fruhern
Abhandlungen angefiihrten Beweisgrunde wiederbolt , noch
weiter ausgefuhrt und mit andern, aus der Geschichte und
Sprache, wie z. B. die offenbar fcltere Kenutuiss von Schrift-
zeichen iu Italien als selbst in Griechenland, entlehnten Daten
verstarkt, und, ohne in eine nabere Deutung der dunkeln In-
schriften einzugehen, mit der Hoffnung goscblossen, dass neue
Entdeckungen in den Eingeweiden der Erde die Richtigkeit
seiner Anscbauung noch mehr bestatigen werden.
Balder als man erwarten konnte, sollte diese kuhne
Hoffnung sich erfullen, da bereits im Mai 1845 in der Nahe
von Matrei diesseits des Brenners die nicht minder merk-
wiirdigeu Trtimmer einer Opferschale oder Schiissel mit Fi-
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goren, und aof einer Handhabe auch den vorigen gleiched,
den etruskischen ahnlichen Lettern gefunden warden, welche
Triimmer der anerraiidete Forscher fiir die altesten bekannten
Ueberbleibsel etruskischer Kunst halt, und noch im nemlicheo
Jahre 1845, kurz vor seinem Tode die genaue Beschreibong
and eingehende Erkl&rang und Wfbrdigung dieser glficklichen
Entdeckang als Nachtrag zu seiner erw&hnten Abhandlung
von 1844 lieferte.
Sowohl die Bedeutung dieses ira Besitze des Ferdinan-
denms vorhandenen Fandes an sich, zagleich ein interessan-
ter Beleg fBr die Znsammengehdrigkeit des Landes vor Tau-
senden von Jahren, als die dankbare Erinnerung an den
Grafen Giovanelli, der die ZeiUchrifl des Ferdinandevms rait
so vielen, h5chst schatzbaren Aoisatzen bereichert hat, spre-
chen daftkr, auch dies letzte Produkt der Muse des sterben-
den Archeologen, das in so nahera Zasammenhang mit seiner
durch 20 Jahre mit imuier steigender Wahrscheinlichkeit
festgehalteuen Ansicht steht, den deatschen Lesern znr Kennt-
niss zo bringen.
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jOJb ich im verflossenen Jahre raeine Schrift: De'Rezietc.
Trient bei Monaunijl844 verfasste, bezuglich auf das kupferne
zu Cembra ausgegrabene Henkelgefass, das am Henkel und
Rande die ersten Lettern etruskischer Paleografie zeigte, die
man zu unserer Zeit in diesen Bergen gesehen hat, drfiokte
ich in der Anmerknng zur Seite 142 auch die Hoffnung aus,
dass die Zeit zor bessern Beleuchtung dieses ehrwiirdigen
Alterthums enthtillen werde, was die Erde noch in ihren
Eingeweiden verbirgt Durch einen eigenthiimlichen Zufall
war das GWck unsern Anfangen so gunstig, dass, was ich
im vorigen Jahre von den Rhatiern sagte, sich kaum nach
dem Schlusse desselben nun deutlicher als je zeigt, so dass
diese meine Erwartung sich als eine Ahnung erwies. Denn
schon im letztvergangenen Mai entstiegen der Erde an Orten,
wo man es am wenigsten hoflfen durfte, auf einem der h5ch-
sten Berge der Alpen and Scheidang der Klimate nach zwei-
taosend and mehr Jahren die ehrwurdigsten Ueberbleibsel
als untrfigliche Zeagen fiir verschiedene Pankte meiner Ab-
handlung and zu neaerlicher Best&tigung der Wahrheit, dass
die Vdlker Italiens Etrusker waren, aber nicht die S5hne
jener Etrusker, die, wie man behaupten will, zitternd vor
den Galliern flohen, Justinus, Hist. I. — XXI. Thusci, duce
Hheto, avitis sedibus amissis, Alpes occupavere et ex no-
mine ducis gentes Rhetorum condiderunt : — dass die Lettern
der ven mir veroffentlichten Inschrifben wirklich den Rhatiern
ii)6besondere eigen waren: dass die Rhatier nicht ein nach
vorhergehender Gultur verwildertes Volk, noch zor Zeit ihres
letzten Krieges solche Barbaren waren, wie Livius glaubtey
und auch ihre Sprache nicht so aus dem Etmskischen ver-
Ferdinandeumt-Zeitschrift. 4
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— 50 —
dorben, am, wie er sagte, selbst den Klang davon zu ent-
stellen: Livius V. 33. Tuscarum ante Roinanum imperium
late terra marique opes patuere. — Alpinis quoque ea gen-
tibus hand dubie origo est, maxime Rhaetis, quos Joca ipsa
efferarant, ne quid ex antiquo praeter sonum linguae, nee
eum incorruptum retinerent, sondern dass die Sprache, die
sie zu seiner Zeit redeten, noch die reine, alte, ursprungliche
Sprache der etroskischen Vater und Urahnen war, — erster
Weg dies, der geoffnet werden muss, uin zur Losung der
Frage zu gelangen, ob die Sprache der Etrusker am Po und
im mittlern Italien ihren Anfang und Grand in Khatien hatte,
wodurch man auch dahin kommen wird, den so interessanten
Zweifel fiber den Ursprung dieser so beriihmten Nation zu
beheben, die durch mehrere Jahrhunderte beinahe ganz Italien
beherrschte. So wahr ist das ewige und allgemeine Princip,
dass die Wahrheit nicht miide wird, sich Bahn zu brechen
fiber viele Jahrhunderte weg, nicht zuriickschreckt vor der
entgegenstehenden Alpe noch vor dem geheimen Dunkel einer
zweitausendjahrigen Scholle.
Der Markt Matrei liegt am linken Ufer des Fliisschens
Sill, am nordlichen Abhang des Berges Brenner, eine der
grossen Hohen, welche eine gemeinsame Quelle der Becken
des adriatischen und schwarzen Meeres bilden, geographisch
Deutschland und Italien scheiden und ihr Wasser beiden
Meeren zusenden. Es war dies einst der Wohnplatz der
Brenni, so genannt in der Alpen-Trophae des Augustus, auch
von Venosinus und andern alten Schriftstellern : und nach
der Unterjochung Rhatiens, 14 Jahre vor der gemeinen Zeit-
rechnung wurde Matrei, damals Matrejum, eine der Statio-
nen der grossen Romerstrasse Claudia Augusta, mit welcher
Drusu8, Stiefsohn des Octavianus Augustus iiber die minder
8chwierigen Durchgange der rhatischen Gebirge den Po und
das adriatische Meer der Donau naherte, und zwar iiber
die Wegscheide von Trient, wo das Thai Valsugana ins
grosse Etschthal mOndet. Matrei ist daher im romischen
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Itinerar auf der Theodosischen oder Peutingerischen Tafel
zwischen Vipitenum, das am entgegengesetzten Abhang des
Brenners liegt, und Veldidena oder Vetonina angefuhrt, beide
auch auf dem Antoninischen Itinerar geriannt, wovon jenes
jetzt Sterzing heisst, auch heute noch der Name Wippthal
herstammt, dieses Wilten bei Innsbruck.
Auf die Entfernung von drei (rectius vier) Stunden von
Matrei gegen Wilten oder Norden liegt der Htigel vom zer-
fallenen Schlosse Sonnenburg, an dessen Fuss im Jahre 1844
aus Anlass einer zur Aenderung der Strasse vorgenommenen
Abgrabung die Arbelter auf viele Alterthiimer stiessen, und
aus fihnlicher Veranlassung entdeckte man gegen alles Er-
warten im Mai dieses Jahres deren andere bei Matrei. Un-
geachtet der erwahnten historischen Daten fand man aber
weder bei Matrei noch am Hugel von Sonnenburg etwas,
was sich auf die rSmischen Zeiten beziehen kdnnte, und eben
so wenig mahnen die gefundenen Stiicke irgend an Vdlker
germanischen Ursprungs, daher letztere, oflFenbar von sehr
hohem Alter nur als rh&to-etruskische betrachtet werden
kdnnen, als welche sie sich iibrigens, wie wir sehen werden
an und fur sich erweisen.
Sowohl zu Sonnenburg als in der N&he von Matrei be-
steht der Haupttheil der gefundenen Alterthtlmer in einer
grossen Anzahl von Aschenkrugen; dieselben sind von ge-
branntem Thon aus einer von jedem dieser Orte wenig ent-
fernten Grube, der verwitterten Schiefer mit kleinen Stucken
von zerquetschtem weissen Stein enthftlt. Alle diese KrSge
sind ganz ordinllr, fast alle von einfacher, gemeiner Form,
nicht gedreht, aber fleissig mit der Hand gearbeitet, einige
mit punktirten Streifen, alle jedoch von roher Arbeit und
schwer, wie man deren eine Menge in den Gegendgn Etru-
rieni findet und leicht gebrannt; darin allein sind diese Enfc-
deckungen an beiden genannten Orten fthnlich.
Bei Sonnenburg enthielt jeder Krug ausser den ver-
brannten Ueberbleibseln menschlicher Gebeine ein oder zwei
Messer mit Griff, jedes aus einem Stiicke und ganz von
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Kupfer. Die wenigen Stticke, die ich davon sah, veil der
grftssere Theil verloren gieng, sind von verschiedener and
besonderer Form, wie es scheint, je nach der verschiedenen
Beugang des geschhffenen Theiles zu verschiedenem Gebrauche
bestimmt. In den Aschenkrugen von Matrei feblen aber
diese Messer ganz und man fand nicht Eines; dafur aber
wurden unter der Leitung des gelehrten und eifrigen Forschers
nach heimischen Alterthumern, des Herrn P. Albert Jager,
der auf die erste Nachricbt von diesen ehrwurdigen Ueber-
bleibseln ferner Jahrhunderte herbeigeeilt war, in der Tiefe
von zwei Wienerschuhen nacheinander kupferne Ringe mit
darin gefassten farbigen Glasern ausgegraben, aucb eine Art
Corallen, theils viereckig von Kupfer, theils vom nemlichen
Glas, auch viele Stiicke von dickem Kupfer, nach Art von
Bingen zu unbekanntem Gebrauche gebogen, und einige
Schnallen von einfacher Arbeit, lauter Gegenstande, die zu
unserem Zwecke nicht dienen, daher iiberflussig, sie naher
zu beschreiben. Mit diesen Sachen hatte man aber unter
der Erde drei uralte Triimmer und einige kleinere Stiicke
von Kupfer mit getriebener Arbeit entdeckt, d. i. mit dem
Hammer von unten hinauf geschlagen, und Handhaben von
gleichem Metall, eine davon mit Lettern, welche zu den glei-
chen Gefassen zu gehoren scheinen, von denen obige Trum-
mer und Stiicke herruhren.
In diesen Bruchstiicken und und der Handhabe, die
eine Inschrift tragt, obgleich jammerlich zerrissen, besteht
meine8 Erachtens der wichtigste Theil dieser Entdeckungen,
daher wir uns besonders damit zu beschaftigen haben. In
wie feme nemlich an dem einen Orte in den Aschenkrugen
diese seltsamen Messer, am andern aber trotz der grossen
Nahe auch nicht eines davon gefunden wurde, kann, wie
mir scheint, iiberhaupt wenig mehr geschlossen werden als
dass jener ein Begrabnissplatz war, ohne Zweifel sehr alt
und also schon deshalb sehr zu schatzen. Wahrscheinlich
gehdrte er, wie nach der grossen Anzahl der Aschenkruge
anzunehmen, einer bereits angesessenen Bevolkerung an, die
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aber kurz frflher noch Nomaden gewesen, und gewiss schei-
nen die zo so vielfachem Gebrauche geeigneten Messer die
Lebensart von noch herumwandemden Lenten anzudeuten,
denen diese Ger&thschaften hQchst n5thig, also auch das
liebste waren, was der Besitzer nie von sich l&sst and ihm
also auch noch ins Grab mitgegeben wurde. Von dieser
Seite betrachtet sind also auch sie von Belang for unsere
Nachforschungen und werden wir auch in der Folge davon
sprechen. Yon dem Platze in Matrei ist aber nach Allem
aozunehmen, dass er Leuten gehorte, die schon lange die
Gewohnheiten der Nofnaden abgelegt und ihren festen Wohn-
sitz da genommen batten, wo jetzt ihre Asche aus der Erde
geholt wurde. Es waren dies die Brenni, wie kurz friiher
gesagt wurde, und jene Andern wahrscheinlich vom nemlichen
Stamme, aber noch Hirten, die mit ihren Rindern und Herden
in der weiten, vom Inn und der Sill bewasserten Ebene gegen
Norden herumwanderten, wo*dann die rflmische Station Vel-
didena erstand und heute die St&dte Innsbruck und Hall
prangen.
Wie viel wichtiger aber fdr Archeologie und Geschichte
die in Matrei entdeckten Bruchstticke seien, wird auch eine
nur kurze Beschreibung, die mir vor jeder weitern Unter-
suchung n5thig erscheint, zur Genfige beweisen, — wichtig,
wie niich dtlnkt, in hohem Grade — in Betreff der Fragen
uber die nationale Zugeh5rigkeit der dies- und jenseits der
Alpen wohnenden Rhfttier, fiber den Grad ihrer Bildung Zur
Zeit der RjBmer und vor denselben, so wie fiber den Ur-
8pruug der etruskischen Gebrauche und Spiele, ihre Religion
und die Paleografie und Sprache dieser so beriihinten Nation.
Die leicht concave und einw&rts gebogene Form der
drei grdssern Bruchstiicke und die dabei gefundenen Hand-
haben lassen mich glauben, dass die Gerathschaften, von
denen sie herkoramen, von jener Art seien, die man einst
outer den von den Etruskern herriihrenden Alterthfimern
patere, Schalen nannte, eine Benennung, die jedoch von den
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Archeologen far ungeeignet erkannt, und in die von Metall-
spiegeln ge&ndert warde. Nachdem diese jedoch bisher be-
st&ndig mit dem Graffit-Stichel bearbeitet gefunden warden,
die von Matrei aber mit dem Hammer nod dem Schlage
von unten nach oben, so dass das Bild oberhalb auf der
scbmeidig gemachten Kupferplatte sich erhebt and hervortritt,
wage ich es nicht, mich dieses Ausdruckes zu bedienen and
will sie lieber Schtisseln oder Scheiben mit Handhabe nennen,
wftrde mich auch nicht widersetzen, wenn sie Jemand Schilde
nennen m5chte, woza guter Grand nicht fehlen wflrde, wenn
nicht vielleicht die Handhaben yon gleicbem Metall and Arbeit
dagegen waren.
Auf alien diesen drei Bruchstiicken befinden sich Figuren,
nnd, soviel man nach dem, was sich vou ihnen erhalten hat,
noch schliessen kann, liefen auf alien drei Stiicken, zu denen
sie gehorten, zwei Abtheilungen oder parallele Zonen, inner*
halb welchen sich die erhaben^dargestellten Figaren beweg-
ten. Auf den beiden kleinern von diesen drei Bruchstiicken,
auf denen nur ein kleiner Theil von einer der beiden Zonen
zuriickblieb (s. Tafel I.), gewahrt man eine Prozession mann-
licher Figuren, alle gleich gekleidet: ein kurzer Mantel, ge-
s&umt am untern Rande, an die Person anschliessend, be-
deckt den ganzen Korper und die Anne, auf dem Kopfe
hat jeder ein glattes Kappchen oder pileum, wie man's nennen
will, und, wo sie gehen, sieht man irgend ein Symbol oder
mystisches Zeicheu, wovon spater die Rede sein wird, und
hier ist nur zu bemerken, dass auf einem dieser beiden StQcke
die Figuren ganz bartlos erscheinen, auf dem andern aber
wenigstens einen ersten Anflug davon haben, jedoch die einen
and die andern sehr jung.
Das grSsste Bruchstiick unter alien, auch von Kupfer
scheint zu einer Schussel vom Durchmesser von anderthalb
Schuh gehOrt zu haben, auf welchen sich ebenfalls zwei
kreisf^rraige Zonen mit Figuren, parallel mit einem Central-
streifen ohne Figur befinden. Auf dem innern Theil/e einer
dieser Zonen sieht man zwei nackte Meoschen, die beide in
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der geschlossenen Faust jeder Hand festgemacht die cestus
zum Faustkampfe und am linken Ann ein starkes Armband
oder Ring tragen, urn den Leib eine breite Binde von Leder
oder irgend einem Gewebe, Kopf und Kinn aber g&nzlich
geschoren. Beide Figuren, dem Ansehen nach sehr mSnn-
Kch kr&ftig und trotzig, stehen auf dem Punkte, anf einander
loszogehen and handgemein zu. werden. Daneben and vor
ihnen steht ein gabelartiger Stock, auf welchera ein Helm*
gehSrnt nnd mit einem Kamme h&ngt nnd ein Speer, in der
Nahe auch ein Schild und nicht weit davon ein anderer
Speer, roehr geziert als der erste und auf dem Boden des
Kampfplatzes aufgerichtet; auch sieht man im Felde dieser
Zone noch einige Simbole von denen sp&ter die Rede sein
wird. Aber auf jeder Seite der gedachten beiden Figuren
stehen einige andere in ehister Haltung, den K&mpfern zu-
gewendet, in rubiger aber aufmerksamer Beobachtung. Diese
haben die ganze Person mit einem Mantel bedeckt, der je-
doch nicht Aber die Mitte der Unterschenkel reicht, und den
ganzen Leib umschliesst, nicht un&hnlich der Kleidung der
Figuren auf den beiden kleinern Bruchstticken, und auf dem
Haupte tragen sie eine Kappe, die, ich m5chte sagen, wie
knorrig, aussieht, und in der ganzen Rundung etwas erhftht,
was sich bei der Oberflachlichkeit der Zeichnung nicht n&her
bestimmen l&sst, an den Fflssen aber, wie es scheint, eine
einfache Sohle von Leder. Die ganze Zeichnung ist rob und
mangelhaft, wie auf den tibrigen Bruchstticken, aber lebendig
uqd voll Ausdruck; roh und schlecht ist auch die Arbeit
des Metalls und mahnt an die Erstlinge der Kunst.
Auf der zweiten Zone dieses seltsamen Bruchsttickes
wandern einige vierffissige Thiere, zwei Ochsen, von denen
man des Bruches wegen nur einen gani sieht, den andern
zum Theil ; ausserdem ist da ein junger Hirsch oder Hirsch-
kub, und fiber ihnen fliegen geflQgelte Thiere gerade aus, Ton
der Lirikfen zur Rechten, und im Felde erscheinen gewisse Sim-
b<^, wie in der obern Zone. Auf dem Nacken der Thiere, die
wtf Obfafsen genannt haben, sieht man nur ein einziges fiorn.
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Die Zeichnung dieser Thiere, obwohl sehr gestreckt; ist ubri-
gens minder unregelm&ssig als jene der menschlichen Figaren.
Die Zeichen oder Simbole dieser drei BruchstQcke bestehen
in einfachen oder zwei konzentrischen Kreisen oder Spharen,
einer Zierde von der Form einer umgekehrten Lilie, and einem
andern Zeichen, ahnlich dem Schweif einer Schlange in der
Zone der Thiere. Mit Uebergehnng des tibrigen, was kein
Interesse hat, sind nor zu erwahnen die Lettern auf einer der
'Handhaben, nicht mehr als sieben, abgezeichnet auf der Taf. I,
No. 1; die Qbrigen Handhaben, so wie die andern Bruchstiicke
siud ohne Lettern.
Schon aus dieser knrzen Beschreibang werden die ge-
ehrten Leser entnomraen haben, wie sonderbar diese Reli-
quien der rhatischen Volker sind, sowohl in Betreflf des dar-
gestellten Gegenstandes als der Art der Arbeit and ihrer
Herkanft aus diesen Gegenden, (w&hrhaft bedeutend and
klassisch fur die Geschichte and sch5nen Kunste der Etrns-
ker nannte sie einer der ersten lebenden Archeologen, Herr
Professor Colestin Cavedoni in seinem freandlichen Schreiben
vora 12. Jali d. J.) — and sie werden der Sorge and Vor-
sicht unsers Herrn Landes-Gouverneurs Grafen Brandis Dank
wissen daftir, dass er gleich auf das erste Gerucht hin die
Fortsetzang der Ausgrabangen veranlasste, so wie die ersten
Entdeckungen ihm zu Gesichte kamen, sogleich deren Wich-
tigkeit erkannte, durch unmittelbare Uebergabe an's Ferdi-
nandeam vorsichtig far deren Aufbewahrang sorgte and zu-
gleich damit das von ihm schon Mher so sehr gefSrderte
Institut bereicherte. Nach diesen Bemerkangen and der Be-
schreibung der Figuren auf ansern Bruchstttcken kommen
wir nan zar wichtigsten Aufgabe, dem Versuche eine Er-
kl&rang davon zu geben.
Die Prozessionen der jangen Leate, in einem der klei-
nern Bruchstiicke bartlos, im andern mit einem Anflug am
Kinn, alle in einen kurzen mit gestreiftem Saome geschmttck-
ten Mantel eingehiillt, uud mit einer glatten Kappe bedeckt,
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and Aire beinah schulerhafte Haltung, — dies Alles zusam-
men l&sst sie als Epheben oder Z5glinge erscheinen, und es
ist bekannt aus dem Vetruvias, dass ihnen auf dem Kampf-
platz ein eigner Posten aogewiesen war. Dieser Gang, die
feierliche Haltung, in der wir sie auf unsern Platten er-
blicken, scheint nun eben auf den Platz gerichtet, den man
sp&ter palestra nannte, wo sie den Kdrper ao die Strapazen
der aflfentlichen Spiele gew5hnten, sich ubten in den Kampfen
der Alten oder der Feier des Opfers oder einer Bestattung
beiwohnten. Die Grftnde, die ich sp&ter anfuhren werde,
bestimmen mich fur diese letztere Ansicht. Diese Scenen
kdnnten aber auch den Gang zu einer Mnsternng darstellen,
wie solche die R5mer abzuhalten pflegten, wenn nioht das
Alter der Bruchstucke, das ich fur viel h5her halte, nnd die
zu grosse Yerschiedenheit der Orte entgegensttlnde. Wir
kommen nun zu den Kampfern des grOssern Bruchst&ckes
von weit hdherm Werthe nnd Wichtigkeit Hier sieht man
zwei Faustk&mpfer als Hauptpersonen der darauf dargestell-
ten Scene. Pugiles hiessen bei den Etroskern nnd nach
diesen auch bei den R5mern jene, die sich ira Zweikampfe
mit dem cestus schlugen, und dieser bestand aus einem oder
zwei Stucken grosser Kugeln von Blei oder anderm Metall,
die in Streifeo von Leder genaht und fest an die Faust ge-
schnurt als furchtbare Waffe dienten, urn sowohl den Geg-
ner zu treffen, als auch die Streiche desselben aufzofangen.
Die Faustk&mpfer geh5rten daher eben falls zur Klasse der
Gladiatoren, und der Faustkarapf, wie diese Gattung gym-
nastischer Spiele hiess, wurde der am meisten ausgezeich-
nete auf der palestra der Etrusker, und ward auch in Folge
als solcher betrachtet. Von den prachtvollen, zu Rom von
Tarquinius Priscus gegebenen Spielen sagt Livius : Equi pu-
gilesque ex Etruria acciti. Jede Gattung von Gladiatoren
kam urspruoglich von Etrurien, wie mehrere Schriftsteller
melden : Gladiatorum origo a re funebri, exemplum ab Etrus-
cis. Man betrachte nun den erw&hnten Text des Livius,
man versetze sich zuruck in jene Jahrhunderte, denen allem An-
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sohein nach dieses Bruehstiick zageschrieben werden muss, and
man wird die Folgen begreifen, die atis diesen Betrachtangen
herrorgehen, worauf wir demnachst zuriickkommen werden.
Unsre K&mpfer haben Kinn nod Haupt geschoren, viel-
leicht, um nicht dera Gegner einen Pankt zum Anfassen zn
bieten, wenn wirklich nach damaliger Gepflogenheit, wie ich
einmal gelesen za haben glanbe, die beiden Gegner nach
Beendigang des Faastkmpfes and Ablegen des cestns noch
auf andre Weise miteinander kampften, worauf auch die
Binde um den Leib zwischen Brust and Bauch zn denten
scheint, an welchen sie beim Ringen Leib an Leib sich
wechselseitig fassen nnd zn Boden werfen konnten; doch
wftre es moglich, dass das Scheeren des Hanptes einfach
von einem bei der Todtenfeier liblichen ritns herrtihrte.
Die cestus, mit welchen die dem Aussehen nach so
rauhen M&nner im Momente des Angriffs bewaflfnet sind,
scheinen von der firsprflnglichen oder altesten Form, and
wenn roich das Ged&chtniss nicht tauscht, findet sich eine
soiche auch aof der beriihmten von P. Secchi beleuchteten
Mosaik in den Antoninischen Thermen dargestellt, wo alle
Werkzeuge and Waffen der Gladiatoren seit den altesten
Zeken erscheinen. Die cestns uoserer K&mpfer sind von
rundem Blei oder andern Metall, wie ich schon sagte, in
lederne Streifen gebunden an die geschlossenen Hftnde fest-
geschnftrt, and bilden so die Faust, weshalb man dieses
Werkzeag auch als massa plumbea genannt findet. Spftter
gebrauchten die Alten anch den nach Art eines Handschahs
geformten, mit Blei, Eisen oder Kapfer beschlagenen cestus,
and wer erinnert sich da nicht an die von Virgil angefuhr-
ten cestus der Eris Ton sechsfachem Leder, mit obigen Me-
tallen beschlageo, die Entellus auf den Kampfplatz geworfen.
Die Armb&nder, welche beide Kampen, knapp anliegend
am linken Oberanne tragen, waren eine Zierde and zagleteh
ein Amalet gegen Zauber nnd anderes Unheil. Dfcr Gebrauch
der Etrusker, Armbtoder za tragen stimmt mit dem vieler
anderer alten Volker ttberein, wie man ans unserem Mono-
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mente ersieht, atich der altesten Rhatier, and wird noofa
dadarch bestatigt, dass io der Gegend von Trient nod da
herom bei Aasgrabangen alter menschlicher Ueberbleibsel
von Zeit zu Zeit Armb&nder von alien Arten gefonden
werden.
Besondere Beachtnng verdient aber der Umstaud, dass
diese unsre Kftmpfer so vSllig nackt sind, ganz gegen die
Sitte der Rdmer und sp&ter der Griechen, auch bei den
olimpischen Spielen bis zur Zeit des peloponesischen Krieges,
die Lenden mit dem perizoraa, einer Binde oder Schilrze zu
bedecken. Man stelle nun diesen Vergleich dem friiher ci-
tirten Texte des Livius fiber die von Tarquinius abgehaltenen
Spiele gegenuber. Der Schluss darans wird sich in der
Folge noch deutlicher ergeben. In der Mitte der K&mpfer,
etwas vor denselben stent der dem Sieger zuzaerkennende
Preis; es sind dies die auf einer gabeligen Sttltze befestig-
ten Gegenstande, welche Stiitze einem einfachen starken
Stocke gleicht, der in zwei Theile gespalten, geeignet ist,
feat im Boden zu stecken.
Diese Gegenstande bestehen ans einer galea oristata et
cornnta, d. h. einem gehdrnten Helm mit Kamm, von dem
weiter die Rede sein wird, einer ha&ta, Speer oder Lanze
and einem clypeus oder Tartsche, rdmischen Schild, (ver-
schieden von scutum, der eine ovale Tartsche war) and end-
lich war in der N&he am Boden eine zweite Lanze aufge-
richtet, welche Gegenstande zasammen einen ganz anst&ndi-
gen and httbschen Preis fast eine vollst&ndige panoplia bilden.
Doch kdnnte man vielleicht annehmeo, dass die eine oder
andere von diesen drei Sachen fflr den im Streite unterlie-
genden K&mpfer bestimmt war, wie dies die Griechen in den
Spielen bei einer Todtenfeier zu than pflegten, and auch in
der Iliade bestatigt wird, and mochte als solch zweiter Pfeis
vielleicht jene zweite, etwas mehr gezierte and aaf dem Bo-*
den abgesondert aufgerichtete Lanze dienen. Ich kann Mich
jedoch mit diesem Gedanken nicht recht befireanden, denn
es scheint mir das zarte and menschliche Gef&hl, audi dem
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Unterliegenden den Trost eines Lohnes zu gew&hren, fur
ein noch nicht sehr kultivirtes Volk nicht zu passen, zumal
diese zweite Lanze mehr geziert erscheint als die erste und
es sich nicht schicken wfirde, den Besiegten mit einer noch
8ch5nern Gabe als den Sieger anszuzeichnen. Deshalb bin
ich sehr geneigt zu' glauben; dass alle da anfgehangenen
Gegenst&nde zum Preis des Siegers gehdren und jene ein-
zelne geschmiickte Lanze als religidses Zeichen vor den
K&mpfern dastand, da, wenn mich das Gedachtniss im Na-
men des Volkes nicht tauscht, ein alter Autor von den Gel-
ten sagt, dass sie den Mars unter der mystischen Gestalt
einer Lanze verehrten und Herodot anfQhrt, dass die Wohn-
pl&tze dieser Celten sich hinter jenen der rh&tischen Ge-
birgsv5lker, tief im Hintergrande des adriatischen Busens
befinden, daher es wohl m5glich ware, dass die Rh&tier, sei
es als Verwandte der Celten, oder wegen der nahen Be-
ruhrung mit denselben auch diesen Gebrauch angenommen
haben. Nichts w&re naturlicher bei einem so kriegerischen
und tapfern Volke und gewiss passend, den Kampf im An-
gesichte des Kriegsgottes zu fahren. Diese Yermuthung ge-
winnt noch dadurch, dass alle etruskischen VSlker ein wunder-
bares Leuchten und Schimmern der Lanzenspitzen bei Nacht
ftir wahr hielten, an welche Erscheinung sich der Glaube an
eine inwohnende Grottheit knQpfle: wie es andererseits auch
bekannt ist, dass die Etrusker den Mars mehr als andere
GStter verehrten, vorzfiglich im Beginne ihrer Ausbreitung
durch Kolonien in den Gefilden Italiens, bevor sie, me der
Halikarnasser sagt, das junge Volk der FQhrung des Stieres
oder Bockes tlberliessen ad incolendas sedes, quas fortuna
dedisset. Dazu kommt, dass die Rdmer selbst, die ihre
religiOsen Gebrauche von den Etruskern hatten, den Mars
in der Form einer Lanze darstellten, wie Julius der Alexan-
driner erzfthlt, in oratione ad gentes pag. 20. Bomae anti-
quitus statuam Martis fuisse hastam, dicit scripto Varro.
Wenn wir nun zu den vier in M&ntel gehfillten Figuren
fibergehen, die in ernster Haltung den Athleten zusehen, so
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glaobe ich, |dass es Sffentliche Abgeordnete zu dem Amte
waren, darauf zu achten, dass die Faustkampfer alle die
vorgeschriebenen Regeln des Kampfes beobachten, oicht Trug
noch Uebermass der Gewalt anwenden, was beides unter-
sagt war, endlich das Urtheil zu schdpfen and dem Sieger
den Preis anzuweisen. Waren diese Manner vielleicht Cos-
meti oder, was die Romer spater Procurators nannten? Ich
wage nicht, das eine oder das andere zu behaupten, aber
gewiss ist es, was iinmer sonst ihr offentliches Amt oder
vielleicht nur in der palestra gewesen sein mag, wenn man
den Platz fur die Uebungen der Epheben bei einem Gebirgs-
volke im ersten Beginne der Civilisation so nennen darf, dass
die Manner, die wir dem Kainpfe beiwohnen sehen, dazu
berofen waren, das Urtheil dariiber zu fallen.
Wir mfissen nun noch den kurzen, gerade abfallenden
Mantel betrachten, in welchen sie enge eingewickelt sind ohne
irgend eine Falte oder Spur eines Unterkleides, wie sonst
die auf Monumenten abgebildeten Rdmer immer zu tragen
pflegen. Mir soheint nun, dass dieses eben das Kleidungs-
sttLck war, das man spater die toga nannte* nnd zwar von
jener Art, die Tullus Hostiiius den Rftmern aus Etrurien
brachte and welche sie, als man spater reicher geschmiickte
zu tragen pflegte, zum Unterschiede toga campestris nannte.
Die alten Rdmer, sagt Aalus Gallius Noct. att VII. 10.
primo sine tunica, toga sola amicti fuere, and ebenso As-
conias Paedianus, In Orat pro M. Scauro, Cato praeter ju-
dicium quia aestate agebatur, sine tunica exercuit, campestri
sub toga cinctus, — idque repererat ex veteri consuctudine,
secundum quam et Roinuli aetatis statuae in Capitolio et in
rostris Camilli fuere togate sine tunicis. Zu betrachten ist
auch, dass dieser Mantel unserer Richter am untern Runde
mit einer Zierde oder Saum umgeben war, was ich ftlr ein
Merkmal der Auszeichnung von obrigkeitlichen Personen oder
Dienern der Religion halte, d. i. ein solches Abzeichen der
Toga, urn sie zu dem zu machen, was die Rdmer sp&ter
toga pratexta nannten. Wie aber dann bei unsern Rh&tiern
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dieser nemliche Schmuck am Rande der Togen oder Mantel
audi den Epheben der beiden andern Bruchstucke zukam,
weis ich mir mit einiger Sicherheit nicht zu erkl&ren; viel-
leicht, dags bei diesen VOlkern schon damals, wie spater
bei den Etruskern, und nach deren Beispiel auch bei den
RSmenj im Gebrauche war, den Vorzfichlichern unter den
jnngen Lenten die veste praetexta bis zu einem gewissen
Alter zn gestatten, wo sie dann die veste virile tragen mass-
ten. Hier kommen auch die Hauben der Epheben zu be-
trachten, ganz verschieden von jenen der Richter, indem sie
sammtlich so glatt nnd platt sind, w&hrend jene der Rich-
ter in die HShe gehen nnd ich weiss nicht wie, mit vor-
stehenden Ponkten, wie Knorren versehen erscheinen, eine
ganz besondere Art, wohl geniigend, ihren hohen amtlichen
Charakter zu bezeichnen, worauf auch der Kiinstler sich be-
miihte, uns anfmerksam zn machen, da er, zwar in roher
Weise, doch den Piguren dieser Amtspersonen eine ent-
sprechend wftrdige und besonnene Haltung zu geben wusste,
jenen afeer, die wir fiir Epheben haken, einen mehr leichten
and dooh zugleich unterthftnigen Ausdruck, wie Leuten, die
vom Willen eines Andern abhangen. Es scheint mir' auch
bemerkenswerth, dass die Richter hier in Ausfibung ihres
Amtes nicht sitzen, sondern einfach dastehen, and sich aach
nicht auf einem erhdhten Platze befinden, wie es in alter
Zeit gebrauohlich war and auch auf andern Denkmalern dar-
gestellt wird, welohe Verschiedenheit mich nicht nur ein sehr
hohes Alter vermuthen l&sst, sondern auch auf die Frage
fuhrt, Welches wohl der Platz gewesen sein mag, auf wel-
chem die beiden Athleten kfimpften. Gewiss kein anderer,
als jener, den man in der Stadt das Forum nannte, d. h.
der Platz, auf welchem, was immer der Charakter des Or-
tes sein mochte, die Urtheile gesprochen warden und wo
geiueiniglich die Bewohner der Nachbarschaft sich zu ver-
sammeln pflegten. Was immer fur ein Platz dies nun sein
mochte, pflegte man seit den fiJtesten Zeiten auf demselben
jedes Hinderniss von Vertiefungen oder Erhdhungen zn ent*
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fernen, ihn dapu auch nocb mitSajide zu ebnen, um ihn so
for, K&ppfe geeignet zu machen, wodurch die Beoennung
arena* ent^tapd,, m\t degr wir auchheute uoch das, Mittelfeid
der Amphitheater bezeichnen. — Die Solee (es ist die Pflicht
eines fleissigen Aptiquars, auch die geriqggten Tbeile der
Monumente zu beachten), welche die Richter an den Fiijasen
tragen, mochte man heute Pantoffel nennen, und bestanden
nor in einem unter der Fusssohle befestigten Leder.
Bis hieher sind wir fast ohne Furcht zu irren gelangt,
da wir aus spatern Gebrauchen and Vorgangen, die wir
besser kennen, die Mittel gezogen haben, auch die altera
kennen zu lernen, die uns sonst unbekannt geblieben waren,
und uns so der Nothwendigkeit anderer Erorterungen ent-
hoben glauben konnten. Was werden wir aber nun sagen,
wenn wir eiqen Schritt weiter machen im unsichern und
schwierigen Gebiet der zweiten Zone, wo uns alle diese
Hulfsmittel vdllig verlassen? Wir werden doppelt, grosse
Nachsicht des Lesers ben5thigen, worauf wir hoffen auch in
Anbetracht, dass in dieser Zone mit Riicksicht auf unsero
Hauptzweck vielleicht minder an der Erklarung der darauf
dargestelitea Dioge liegt, als an der Art sie zu bezeichnen.
Der Umstand, dass die beiden auf dieser Zone nur mit
einem Horn auf dem Nacken gezeichneten vierf&ssigen Thiere
abrigens mehr die Umrisse vom K5rper eines Ochsen, als
eines andern Thieres zeigen, konnte vielleicht auf die Ver-
muthung filhren, dass es die Absicht des Kiinstlers war, ein
Einhorn darzustellen, und in diesem Falle ware die von Julius
Casar in seinem Werke de bello gallico I* VI, 26 gebrachte
Notiz fiber die Gegenwart eines solchen Thieres in den dunkeln
Waldern Deutschlands in der Nahe von Rhatien zu beachten.
Dagegen ist aber der Ban des Rindes dooh gar zu deutlich
ausgesprochen, und so erlaube ich rair diese Sonderbarkeit
der Bildung der Unerfahrenheit des Kiinstlers zuzuschreiben,
der es noch nicht dahin, gebracht hatte, die Schwierigkeiten
der Perspective zu uberwinden, (in dem, was nach dem
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Kunstausdruck das „vorwartsa ond „rfickwarts* betrifft, so
leicht ffir den Maler aber eben so schwer far den Plastiker)
und in erhabener Arbeit auf Metall ein zweites Horn etwas
hinter dem ersteren erscheinen zu machen. Der Grand
kdnnte jedoch auch nicht in der Willkuhr oder einein Mangel
der Kunst, wie wir sagten, Hegen, sondern von einem hie-
ratischen (priesterlichen) Gebrauche aos weit alterer Zeit
herriihren, da die Archeologen beobachtet haben, dass auch
nach der Zeit, welcher unsere Brachstucke hochst wahrscbein-
lich angehoren, die Monumente der Alten in Bronze oder
Metall noch die Strenge der ersten hieratischen Darstellungen,
wie tiberhaopt der alten Formen beibehalten; dies sage ich,
am eine neae Vermuthang auszusprechen, nicht am za ent-
scheiden.
Das dritte Thier, das man in dieser Zone erblickt, stellt
ohne Zweifel eine Hirschkah oder jangen Uirsch vor, and
dariiber hinfliegend eine Art grdsserer Vdgel, vielleicht Adler
oder Sperber, die beide in der mystischen Zeit der Auguren
vorkommen, auch dies eine Erfindung etraskischen Aber-
glaubens. Hier ist auch ihr Flag von der Linken zur Rech-
ten za bemerkea, weil bekanntlich bei den Etraskern wie
nachher bei den altera R5mern die Linke als erwGnschtes
and glttckliches Vorzeichen gait. Nicht minder scheint mir
hieratisch za deaten auch der so schnelle and eine gewisse
Leichtigkeit ausdrfickende Flag, den ich mehr far absichtlich
als zuf&llig so gegeben halte, wie ich gleich sagen werde.
Schon friiher habe ich hie und da angedeutet, dass die
Darstellungen anserer Bruchstacke sich auf die Todtenfeier-
lichkeiten der Rhatier beziehen konnten: ceremonias sepul-
croram hatte sie Cicero genannt, und diese zweite Zone be-
starkt mich in dieser Anschaaang. Wenn es nemlich rich-
tig ist, dass selbe sich auf die Unterwelt beziehen, auf das
ruhige und gliickliche Reich der Schatten, nicht mehr be-
wegt von den Leidenschaften der Menschen, so mdchte man
wohl {annehmen, dass die Rhatier bereits an die Seelen-
wanderang glaubten, gelehrt auch von der Schale, aos der
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Pythagoras hervorgieng, ein Philosoph, den Manche selbst
fur einen Etrasker halten wollen. Es scheint mir nemlich,
dass unter diesen Vogelarten, die so schoell die Loft von
der Linken zur Rechten, dem Simbol der Gliick bedeutenden
Hiromelszone durchschneiden, die Seelen dargestellt werden,
die nach diesem Leben, von ihrem Kttrper gelost und erleich-
tert, rasch and hurtig von der Erde wandern and in den
E5rper von irgend einem dieser Thiere fibergehen, am nach
langer Zeit, wenn das Gluck gunstig ist, wieder in andern
menschlichen Kdrpern zu entstehen und sie zn beleben. Haus-
thiere tind Wildpret mussten bei den Rhatiern in hohem
Werthe stehen, weil sie bei einem Volke, gewohnt an Jagd
und Hirtenleben am meisten im Gebrauche and ihm daher
auch vorzuglich nutzlich and theaer sind. Was aber dies
eigentlich ffir Vdgel waren, wer kann das sagen? Vielleicht
waren aucli sie phantastische Gebilde, weil auch Plinius der
Naturalist, der Weise, der Alles wusste, versicherte, in den
heiligen Bfichern der Etrasker seien V5gel dargestellt, die
ihm ydllig unbekannt waren.
Bass diese Darstellungen sich auf eine Leichenfeier be-
ziehen, wird auch durch die beiden nistigen Kampfer be*
st&tigt, denn eben der Faustkampf vertrat bei den Alten die
traurigen Klagen der Freunde bei Begrabnissen, um das
Andenken des Verstorbenen zu ehren, und, sei es am Grabe
oder beim Scheiterhaufen, auf welchem die Leichen der Freien
verbrannt wurden, der Sffentlichen oder hSuslichen Trauer
Ausdruck zu geben. Zuerst warden die im Kriege Gefange-
nen gezwungen, sich gleichsam zu einer Befriedigung fur den
Todten Leib an Leib zu schlagen, und wurden diese Kampfe
einfach inunus genannt als eine den Manen des Verblichenen
dargebrachte genehme Handlung. Dieser Gebrauch bei Leichen-
feiern gieng von den Etruskern auf die R5mer erst zur Zeit
der Republik iiber, nach Vertreibung der KOnige, von die-
sen aber verbreitete er sich auch unter die Griechen, kam
selbst ins Amphitheater und endete als das empdrende Schau-
spie), mit welchem auch ausser dem Anlass einer Leichen-
Ferdinandeums-ZeiUchrift. &
Google
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feier die Obrigkeit and selbst einfache Privatpersonen im
verdorbeoen Bom die Gunst der Menge zu gewinnen such-
ten. Auf solche Art hat diese Sitte, zuerst entstanden durch
die GefUhle eines noch rohen und wilden Volkes, doch einer
gewissen Theilnahme und dera religidsen Sinn jener barba-
rischen Zeiten entsprechend, sich spater in Folge der von
einer durch grausame Siege, Reichthum und schranken-
lose Gewalt verderbten Civilisation eingefuhrten Zuthaten in
die unendlich schlinimere Barbarei verkehrt, mit kalter Roh-
beit ein sonderbares Vergniigen daran zu findeu and sich
leidenschaftlich an dem Anblick zu weiden, bis ein K5nig
der Barbaren, aber minder barbarisch als die RSmer, Theo-
dorich diesem Gebrauche ein Ende machte.
In Betreff der Simbole, die man auf diesen Bruch-
stticken gewahrt, mochte ich, wenn es nicht zu kiihn ware,
den dunklen und verborgenen Sinn dieser alten Zeichen zu
entziffern, hier andeuten, dass jene doppelte concentrische
Sph&re, die man an der Seite eines der K&mpfer erblickt,
vielleicht den geraumigen aber regelm&ssigen Platz bezeich-
net, auf welchem der Kampf vorfiel, und, wenn dies richtig
ware, kdnnte man darin die erste einfache Idee finden, aus
welcher nachher die Gestalt der Palestre und Amphitheater
hervorgieng, indem unser Simbol den parallelen Raum zwi-
schen. den zwei Zirkeln als den Platz fur die Zuseher an-
zeigt, das innere Feld aber in der Mitte des kleinern Zirkels
den Platz fur die K&mpfer. Ganz dunkel aber, und auch
fur blosse Vermuthung nicht zu entrathseln ist dies andere
Zeichen, das in der Form einer umgekehrten Lilie wiederholt
auf den Bruchstucken erscheint, uud so audi jene in der
Form eines Schweifes, die von oben herab und yon unten
hinauf in der Zone der Thiere vorkommen, wenn letztere
nicht etwa auf einen Stern oder Sternschnuppe oder die
Erscheinung eines Meteors oder vielleicht eher auf eine
Schlange deuten, stets ein geheimuissvolles Thier fur die
Alten sowohl gegen Zaubereien als bei Apotheosen.
Aber wenden wir una von diesen fur uns gar zu dunkela
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em
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, ^cl den aJadern Bruchstticken von Matrei, den Hand-
s'*^ , - {eoet einen von diesen, auf welcher einige Buch-
^_ ;rkcr*»driic'Lt 8iud, und die also als ein wichtiger Theil
\eses Fundes ^* betrachten ist.
^ . n Qi>en sagte ich, dass diese Handhaben von glei-
_f ^^ii sind, wie die abrigen Bruchstucke, and daher
« s0^eiriHch, dass sie zu den Schtisseln gehfrten,
^^^n^ 1 hen cli^ Bruchstucke herstammen und bei denen sie
"*^n ^^ixr<ieI1* Die darauf gestandene Inschrift glaube
^ r« fi e» ** lesen zu sollen (siehe Taf. I, No. 1) und ich
^ \ " , sio. einen Namen (vielleicht Calvises oder Cal-
^]ne' v>e<i«**te» ^a es e"1 ^ekannter Gebranch der Etrusker
^ias.^ Qef^ssen oder andern fihnlichen Ger&thschaften den
-^^r* Jes J3esitzers anzubringen, und die alten Etrusker
j^^ine re sondern nur eiuen Namen hatten, wie Varro
*,c^ n<j "Valerius Maximus anfiihrt Doch wfirde ich
i^^=I1 •- uicbt. widersetzen, wenn Jemand glauben sollte,
aC9 , den Namen einer rh&tischen Gottheit zu erblicken,
arul >jieIDpel oder Dienste dieses Gerathe geh5ren mochte,
. iieiclit. noch besser des Kfinstlers, da es auch davon
• . | cribtj fibrigens hat sich aber unsere Betrachtung
ia*^ .- <jer Form der Buchstaben zu bescb&ftigen und es
"^^^e - gegenwartigen Stande der Kenntniss der etruski-
^^ ^^ TVlixndart f&r unsern Zweck nichts daran, fiber deren
^^^^8 «* grfibeln.
^^g^^ X^au muss ich aber vor Allem bemerken, dass diese
'^^ listaben, von ^er 0^ern ^eite gesehen, von welcher aus
^^ ^onn ich. nicht irre, nach dem Sinne des Kfinstlers ge-
<^^ ^erden sollen, beinahe alle verkehrt erscheinen, wie
~ J& g^h leicht iiberzeugen kann, wenn man insbesondere
"e Buchstaben E und F betrachtet, woher es auch kommt,
^ 8 man geoSthigt ist, diese Inschrift, die, wie alle alten
^c\mfleD, von der Rechten zur Linken gelesen werden sollte,
^^\e\mehr nach unserer Weise von der Linken zur Rechten
x\i \esen. Der Grnnd liegt einfach und nahe nicht etwa
^ano, dass dies die alteste Leseweise uuserer Schrift gewe-
5*
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sen, worin, wie Einige meinen, ein Denes Zeichen ihres h5ch-
sten paleographischen Alters liegen wurde, sondern dass der
in Arbeiten mit Schrift wenig geubte KGnstler, indem er
den Eindruck der Buchstaben auf der Oberflache und nicbt
von unten auf machte, doch in Betreff der Richtnng derselben
die gleiche Methode, wie mit den ubrigen Figuren der SchOs-
seln befolgte, nach welcher der Eindruck, den man inacht,
auf der andern Seite in entgegengesetzter Richtung erscheint,
— und so zu spat gewabr wurde, dass die Arbeit mit dem
Grabsticbel eine ganz verschiedene ist. Dies musste bemerkt
werden, damit man iiu Anschein dieser Inschrift nicbt einen
Einwand finde gegen das, was wir fiber diese Paleografie
sagen werden, d. i., dass die Buchstaben unserer Inschrift,
wie sie verkehrt sich darstellen, offenbar mehr von der
Form der euganeischen als der eigentlich etruskischen Schrift
haben, noch deutlicher aber ihre Uebereinstimmung mit den
Lettern der fiinf Inschriften des Henkelgef&sses von Cembra
erscheint, naher beschrieben in dem Buche, zu welchem ich
diesen Nachtrag liefere, welche Inschriften ebenfalls sich mehr
den euganeischen als den etruskischen nahern, obwohl noch
weit entferat, sich vollig zu gleichen. Vom Vergleiche der-
selben mit dem rhatischen Alfabet wurde weitlaufig gehan-
delt in dem eben erwahuten Buche „Dei Rezja, worin aoch
nachgewiesen wird, dass die Euganeer zur Nation der Rha-
tier gehftreu, — allein wir werden auch gegen das Ende des
gegenwartigen darauf zurtickkommen miissen. Hier scbeint
es mir passeuder, nur einiges anzufuhren uber einen etruski-
schen Metallspiegel von sehr hohem Alter, auf den niich
Herr Professor Cavedoni aufmerksam machte, ein vor weni-
gen Jahren zu Castclvetro im Modenesischen entdecktes Monu-
ment, dass v6n demselben in einem seiner vielen gelehrten
Werke nfther beleuchtet wurde.
Dieser Metallspiegel, dem sein Komuientator das Alter
vom fttnfteu, hdchstens dem sechsten Jahrhunderte Roms
zuschreibt, zeigt in den darauf eingravirten Darstelluogen
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verschiedene Eigenheiten, die mit manchen Besonderheiten
unserer Bruchstiicke verglichen, ganz wunderbar damit fiber-
einstimmen, und daher erfordern, dass ich sie, nachdem ich,
vielleicht wol za verwegea deren schwierige Erklarung unter-
nommen habe, so gat als m5glich zu einem passenden und
bescheidenen Vergleiche benfitze, zndem mich auch schon die
ehrwiirdige und hohe Auctoritfit des beriihmten Namens be-
stimmt, der mir diesen Gegenstand angedeutet hat.
Dieser Spiegel hat, wie aus der Zeichnung zu entneh-
men, (Taf. I, No. 8) Ahtheilungen, deren eine sich offenbar
auf eine Bestattung, das Zurechtlegen einer Leiche, eine Be-
gr&bnissfeier, bezieht und alle zusammen mit dem Ausdruck
von Trauer auf aberglaubische Dinge oder zur Ehre eines
erlanchten Verstorbenen bestimmte Ceremonien deuten. Fur
uns sind aber insbesondere jene Theile von Wicbtigkeit, die
mit den Besonderheiten unserer Bruchstficke fibereinstimmen,
wie folgt.
Der Mann, welcher die Leiche beilegt, hat Haupt und
Kinn geschoren, wie unsere Faustkampfer geschoren sind.
Die kurze eng anliegeude Toga, welche auch die Arme der
Figuren der Bruchstficke bedeckt, und zwar ohne Unterkleid,
sehen wir auf gleiche Weise am Spiegel von Castelvetro;
hier wie dort hat der Rand der Toga ein Zeichen von zur
Zierde dienenden, vielleicht eingewirkten Streifen. Das K&pp-
chen oder glatte Haube mit l&nglichrunder Form, womit auf
unsern beiden kleinen Bruchstficken die KOpfe der Epheben
bedeckt sind, findet man in gleicher Weise auf dem genann-
ten Spiegel, und eben so auf beiden vogelartige Thiere. Jene
spharische Figur mit doppelten concentrischen Kreisen oder
Ellipsen ist auf dem ein en, wie auf den andern vorhanden
und gleichfalls jenes andere Zeichen von alter mystischer
oder symbolischer Bedeutung nach Art einer umgekehrten
Lilie, so dass wir schon nach dem so dentlichen Beispiel
dieses Spiegels uns darauf verlassen dfirfen, nicht zu irren,
wenn wir schliessen, dass auoh die Darstellungen auf den
drei Bruchstficken sich auf Begr&bnissfeierlichkeiten nach den
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filtesten Gewohnheiten aller etruskischen V51ker beziehen,
und dass die oben ausgesprocheDe Verrauthung nicht ohne
Grand sei, dass die Reihen der Epheben sich aaf dem Wege
zn einer heiligen Feier befindea oder ad ludos fenebres, was
ungef&hr dasselbe ist. Dies wurde aber ganz die auch von
uns angedentete M5glichkeit ausschliessen, dass die Inscbrift
auf der Handhabe den Namen der Gottheit enthalte, der
man mit dieser Schale opferte, denn nach den Gebraachen
und Opfern bei Bestattungen war es den Etruskern nicht
erlaubt, die f&r die hiramlischen Gottheiten bestimmten heili-
gen Geftsse zn benfitzen, da die Verehrnng der obern GSt-
ter, superi von jener der nntern, inferi ganz verschieden war,
und nicht erlaubt, die eine mit der andern zu vermengen,
daher diese Schalen oder Schiisseln nur fur diese letztern
allein bestimmt gewesen zu sein scheinen, wie dies auch mit
dem Orte Ubereinstimmt, wo sie ausgegraben wnrden. Sie
wurden entweder mit den sterblichen Ueberresten derjenigen
begraben, zu deren Bestattung sie dienten, oder aber, wenn
abgeniitzt mit der Zeit und fortan unbrauchbar, bei der Asche
der Ahnen als dem passendsten heiligen Platze hinterlegt.
Eine andere auffallende Uebereinstimmung zwischen die-
sem ausgezeichneten Monumente und den unsrigen zeigt sich
in der Art der Nachbildung, besonders der Zeichnuug des
Auges und der Ohren, dann aller Figuren in Profil und jene
k der Thiere doch etwas besser als die Figuren der Menschen,
obwol auch erstere etwas zu viel in die Lange gestreckt,
% was iibrigeD8 eine konstante Eigerischaft der altesten etrus-
% kischen und auch der griechischen Monumente ist, auf wel-
i
l chen sich die Figur irgend eines Thieres befindet, und ua-
l mentlich auf den aller<esten Gefassen bemerkt wird, welche
\ die modernen Archeologen fast ohne Ausnahme greci antichi
| zu nennen belieben.
/ Bei der ausgesprochenen wechselseitigen Aehnlichkeit in
/ Co8tflm und AusftLhrung k5nnte man annehmen, dass auch
den Gefltesen, zu welchen unsere BruchstQcke gehSrten, un-
gefahr das nemliche Alter zukomme, wie dem Spiegel von
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Castelvetro, dessen genannter ber&hmter Kommentator auf
Grand der AutoritUt des Plinius, VII C, CCCLIV. 59, wo
er sagt, dass erst im Jahre Roms 454 die ersten Barbiere
von SicilieD nach Italien gekommen seieD, der Meinuog ist,
dass folglich der Spiegel von Castelvetro, auf welchem sich eioe
Fignr mit geschorneui Kinn and Haupte befindet, einer altera
Epoche nicht angehOren k5nne. Unsere K&npfer sind auch
geschoren und es schiene also das Gleiche auch von ansern
Bruchstucken zu gelten. Dazu kOmmt auch die Form des
Helmes mit Kaium in onserer Panoplia, die man for minder
alt hftlt als jene der bei den Etrnskern gebritachlichen cassidi,
Helme aus Kupfer nicht aus Leder gefertigt, wie die galee
oder Helme mit Kamm.
Demungeachtet, und obwohl viele dieser Meinung sind,
kann mich dieselbe nicht befriedigen. Alle andern charak-
teristischen Merkmale dieser Monumente deuten anf ein hOheres
Alter, und es wird daher nicht fiberfltLssig sein, hier die
Betrachtungen auseinander zu setzen, die nach meiner Mei-
nung wider die beiden gedachten Griinde furs Gegentheil
streiten. Dies muss ich mir erlauben, weil das Alter unse-
rer Bruchstiicke, wenn der Beweis, dass es ein weit hdheres
sei, gelingt, zugleich eine mftchtige Sttttze bilden wurde, um
auch die Frage, die wir fiber den Ausspruch des Livius er-
hoben haben, und manche andere, die sich daran knQpfen,
zu 15sen.
Mir scheint nemlich, man mftsse unterscheiden zwischen
den beiden Formen der gedachten Rftstungsstftcke; die cassis
war jene einfache Art Helm, von* Allen, auch den Gemeinen
im hSchsten Alterthum im Kriege gebraucht, und daher von
Isidorus die etruskische genannt, die galee unsers Bruch-
sttickes aber eine Riistung, die als Belohnung, als Sieges-
preis und Krone bei einem feierlichen und religiSsen Anlass
dienen sollte, und die eine wie die andre konnten daher seit
langer Zeit zugleich bestehen. Wie die wachsende Civili-
sation und der Luxus in dem m&chtig gewordenen Etrurien
und vorzuglich m Rom die galee sp&ter in ihrer mehr ge-
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schmfickten und hohen Form aus leichterem Stoff allgemein
anstatt der schweren und glatten cassidi yon Metall ein-
ftihrten, scheint mir auch kein Grand gegen die Annahme
zu sprechen, dass selbe in dieser Form statt Kupfers von
Leder bei feierlichen Gelegenheiten schon lange Zeit friiher
gebraucht worden sein m5gen, als wir sie arif kriegerischen
DarstelluDgen aus einer naher bestimmten Epoche finden,
also friiher als man sie allgemein den Lanzentragern und
Soldaten zu Fuss zu geben begonnen hatte.
Was aber das Abnehmen oder Beschneiden des Bartes
betrifft, sagt Plinius nicht, dass dieser Gebrauch erst damals
in der Halbinsel eingefuhrt wurde, noch dass vor dieser Zeit
Alle den Bart tragen, wie er wuchs, sondern aus seinen An-
gaben ist einfach nur zu entnehmen, dass die Barbiere, d. i.
Jene, die far Lohn das Gewerbe, oder die gemeine Profes-
sion, Andern das Kinn zu scheeren und die Haare zu schnei-
den ausubten, in der bezeichneten Epoche nach Italien kamen,
was aber meines Erachtens nicht ausschliesst, dass diese
Mode schon friiher bestanden habe, da vielmehr aus der
Angabe des Plinius, dass die Barbiere damals gekommen
seien, zu entnehmen ist, dass bereits die Mehrzahl der Ita-
liener, vielleicht alle sich den Bart zu beschneiden pflegten,
da sonst Jene, die dies Gewerbe ausubten, nicht aufs Un-
gewisse hin nach Italien gegangen waren und wohl vorher-
sehen mussten, dass, wo Alle noch mit vollem Bart und
Haaren giengen, sie nicht hoffen durften, den Gebrauch des
Beschneidens sogleich einzufuhren und den gewflnschten hdhern
Gewinn zu erzielen statt des sichern, den sie in ihrer Insel
bereits aus diesem Gewerbe zogen. Plinius sagt zwar, dass
die Romer frdher ungeschoren, intonsi giengen, allein da
spricht er von den Haaren nicht vom Barte und uberall,
wo er sonst das Wort tondere gebraucht, bezieht sich dies
immer auf die Haare. Unter den nach Italien eingewander-
ten Galliern musste der Gebrauch den Bart zu schneiden,
schon vor der von Plinius bezeichneten Epoche bestehen, wo-
far, abgesehen von andern Daten, die man anfuhren kQnnte,
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vor alien das aes grave, zur Zeit der Gallier in Rimini and
Ancona gemunzt, den Beweis liefert, da auf selbem ihr Bild
zwar mit verwirrten Haaren und gedrehtem Schnurrbart er-
scheint, das Kinn aber von der Unterlippe abwarts gescho-
ren ist. Dazu kftmmt, dass Plinius auch erz&hlt, Augustus
habe sich den Bart mit dem Scheerroesser rasirt, LVII. c. 59.
Primus omnium radi quotidie instituit Africanus, sequens
divo8 Augustus cultris semper usus est, und Perotti de I. I*
Epigr. LX. Ton d ere proprie est, abscindere. Hinc tonsus
homo dicitur, cai coma abscissa est et contrario intonsus
capillatus. Da glaube ich nnn eben deutlich den Unterschied
dieser Worte zu sehen, deren eines sich auf den Kopf, das
andere auf das Kinn bezieht, und schliesse folglich, dass
diese Barbiere die ersten waren, welche die Rasirmesser zu
Rom einfifihrten, und sowohl zu diesem als dem andern
Dienste des Haarschneidens fiir Lohn verwendet wurden
Dem Rasiren des Bartes konnte in Italien gar wohl auch
der Gebrauch vorhergehen, denselben mit der Scheere zu
schneiden, oder derselbe nach alter religiSser Sitte bei Be-
grSbnissfeierlichkeiten bestehen, wie bei den Griechen die
Sitte, die Haare zu schneiden und auf das Grab theurer
Verstorbenen zu legen, eine sehr alte war, und schon zur
Zeit des trojanischen Krieges vorkommt, auch bei Plato in
Phoed. Socrates: Cras forsitan hanc pulcram comam reseca-
bis. Auch wenn man annehmen wollte, dass diese Gepflogen-
heit erst nach der Ankunft der ersten Barbiere eingefuhrt
wurde, kOnnte man daraus nicht folgern, dass selbe zu gleicher
Zeit (also auch noch nicht im funften Jahrhunderte Roms)
in die nach Allem damals schon uralten heiligen Gebranche
eingefuhrt wurden, da bekanntlich die Etrusker zahe und
strenge Beobachter ihrer Ritualien waren und nur schwer
von der Ordnung ihrer Vorfahren abwichen. Aus dem Ge-
sagten folgt von selbst, dass meine Ueberzeugung dahin neigt,
sowohl dem Metallspiegel von Castelvetro als unsern Bruch-
stttcken ein hdheres Alter als vom fQnften Jahrhunderte
Roms zuznweisen, und dass ich also von der Ansicht des
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beriihmten Cavedoni vorziiglich im Punkte des Gewichtes
and Einflusses vonk friiher erwahnten Texte des Plinius auf
die Bestiramung des Alters abweiche, aber ich thue dies mit
der aufrichtigen Gesinnung, meine Ansicht der seinigen zu
unterwerfen und der Bitte, seine Meisterhand frei and kraf-
tig zu gebrauchen, wie es ihm passend scheint im Interesse
der Wahrheit als dera einzigen Zwecke meiner Forschungen
iiber einen Zweifel, zu welchera ich mich nach jener seiner
Erklarung Die entschlossen hatte, wenn nicht aus dieser selbst
hervorgienge, dass alle andern Merkmale des von ihm mit
so viel Scharfsinn und Gelehrsamkeit und aller Behutsam-
keit eines Antiquars besprochenen Spiegels von Castelvetro
auf ein hOheres Alter deuten, und nur der gedachte Text
ihn daran hinderte, sich dafiir auszusprechen.
Mir scheint Alles auf ein weit hdheres Alter unserer
Bruchstiicke zu deaten, zun&chst schon die Qualit&t der ge-
triebenen Arbeit auf schmeidigem Kupfer, ganz yerschieden
von jener der mit dem Grabstichel gravirten Metallspiegel,
die auf eine schon vorgeriickte Epoche der Kunst, auf grfts-
sere Ktihnheit hinweist, weil damit auf der Platte nur die
Utnrisse gegeben sind, aus denen auch das Mangelnde zu
entnehmea ist, eine Methode, die aus einer schon mehr ge-
iibten Kunst hervorgeht, wfthrend die Natur nur die vdllig
erhabene Arbeit lehrt. Dazu konnen fiir jene Zeiten so
reich ausgeschmiickte Metallschusseln in Rhatien nicht zum
gewdhnlichen hfiuslichen Gebrauche gedient haben, sondern
fiir feierliche religiSse Cerimonien oder als Gegenstande des
Luxus zu irgend einem Offentlichen Dienste bestimmt. Das-
selbe gilt von den Metallspiegeln, auch sie waren heilige
Gef&sse, die bei den Privatopfern vor dem Essen und Schlafen-
gehen gebraucht wurden; und es finden sich diese Gegen-
stande am haufigsten in den Grabern und Tempelchen, die
durch lange Zeiten zu Andachten und Opfern dienten. Wenn
wir nun die Metallschusseln, die auch zum gleichen Ge-
brauche dienten, mit den Spiegeln vergleiohen, kanu man
"■V uicht zweifeln, dass letztere bereits das Werk einer ver-
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feinerteu Kunst tmd Sitte sind, auch mehr geeignet zum
Gebraucte, f&r den sie bestimmt sind, also auch deshalb
d&s "Werk einer schon mehr vorgeschrittenen Civilisation,
xtnd nach klarer Folge zwar auch von sehr hohem Alter,
aber doch jiinger als die getriebenen Schlisseln unserer Bruch-
stiicke, soviel ich weis, die einzigen dieser Art, die bisher
gefunden wtirden.
Auch spricht fiir das hShere Alter der letztern im
Vergleich mit den Metallspiegeln die Eigenthtiinlichkeit des
H&uptgegenstandes, dargestellt in dieser unanstftndigen und
hasslichen Nacktheit, so ganz Allem entgegengesetzt, was
man Aehnliches auf andern Alterthumern des mittlern oder
tiefern Etruriens in dieser Art findet. Auch kaun man eben
diese Nacktheit nicht etwa als einen Grand fur's Gegentheil
anfBhren, weil sie von den Griechen herstammend sich zu
den Etrnskern und von da bis zu den Sussersten Granzen
Rhatiens im Norden verbreitet habe, da Rhatien damals
noch so von den andern Vfllkern Etruriens abgeschieden
und getrennt war, dass nebst der grossen Entfernung auch
schon die Strenge der Trennung jede Verbindung unmoglich
machte, um so mehr eine solche, die auch auf Sitten und
Gebr&uche der Gebirgsbewohner hatte einwirken kSnnen, wo-
von in der Folge noch die Rede sein wird. Dafur spricht
auch die ausserste Einfachheit der Composition und der v5l-
lige Mangel an jeder Art von Zierde, wie die Natiirlichkeit
der in ihrer ganzen wilden Kraft dargestellten Bewegungen,
ferner die so rohe Zeichnung, ohne mit diesen unvollkomme-
nen und auch in Bezug auf mechanische AusfUhrung h5chst
mangelhaften Rissen im mindesten dem Ausdruck und der
Wirkung nach dem Gedanken des Meisters zu schaden,
welcher in dieser armseligen Zeichnung uns doch so bestimmt,
so klar und ausdruckvoll in dieser ganzen Scene des Faust-
kampfes und selbst in der Haltung der Richter erscheint,
so passend fur ihre Pers5nlichkeit nach dem Grade des
Vbrraugs und der hfthem Autoritat, dass man von einer
phstiscben Arbeit nicht mehr wtinschen kflnnte, und dies
\
\
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A lies mittelst einer Kunst, die ein Hohn der Kanst za sein
scheint, and doch nicht missfallt. Und dies ist eben ein
auffallend charakteristischer Zug nicht fQr eine liederlich ge-
machte Arbeit, noch fur eine ausgebildete aber verfallene
Kunst, sondern fiir eine allgemeine Kindheit der Kunst, eine
Kunst, Tochter der Fantasie und des Instinktes im ersten
Stadium der Civilisation, eine Kunst noch ohne Studium
der Natur, ohne vorhergehende Uebung vieler anderer Kiinstler.
Auf gleiche Weise sprechen hief&r audi die sonderbaren
Messer von Kupfer in den AschenkrQgen, ganz ahnlich denen
von Matrei, — die seltsamen Fornien der eng anliegenden
Kleider, ohne Falten und Wickel, die man auf keiuem andern
etruskischen Monumente findet als bei den vier Figuren des
Spiegels von Castelvetro, und die uns das Costfim einer Zeit
vor Augen fiihren, welche sicher sehr lange der Einfuhrung
der Tunica und dem Verschwinden jener seltsamen Kappchen
vorausgieng, die man, so viel ich erfahren konnte, in dieser
Form gleichfalls nirgends findet als auf dem gedachten ur-
rJten etruskischen Spiegel. Was aber noch mehr als alles
Andere hieftlr zeugt, ist die dlirre und eckige Form der
Buchstaben der Inschrift, die dadurch sich der ersten Er-
findung der Schrift eben so nahe als entfernt von den ubri-
gen Paleografien der andern Etrusker und diesen vorher-
gehend erweist.
Wenn ich nun auch aus den bereits angefuhrten und in
der Folge noch weiter zu entwickelnden Griinden es nicht
wage, das Alter dieser Bruchstucke zu bestimmen, so zaudere
ich doch nicht, bei so vielen ganz Ubereinstimmenden Um-
standen zu behaupten, dass selbe an Alter den obwohl selbst
sehr alten Spiegel von Castelvetro, und vielleiclit um viel
mehr als sein beruhmter Commentator glaubte, Hbertreffen
so wie auch alle andern bisher bekannten Metallspiegel von
Etrurien und Griechenland. Ein wahrhaft kostbares Zu-
sainmentreffen so vieler in diesen anscheinend so armen
TrQmmern von Matrei angesammelten Griinde zum Beweise
des Alterthums derselben, vielleicht die altesten unter alien
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Ueberbleibseln in Schrift und Figur, die von dieser erlauch-
ten Nation auf nns gekommen sind. Darin liegt zugleich
ein neuer Grand zn meiner Entschuldigung, dass ich es
wagte, mich znm Kritiker eines klassischen, bisher allgemein
fBr unanfechtbar gehaltenen Textes des grossen, nnerreichten
r5miscben Schriftstellers aufzuwerfen, — ein Grund, der sich
zur tiberzeugenden Gegenprobe wider denselben eignet for
den Beweis, dass die rSthische Paleografie nicbt von irgend
einer andern vor Alters in der Halbinsel bekannten herrfihrt,
sondern dass sie die alteste ist und nicht erst von der Zeit
der Einwanderung der Cenomanen datirt, eben deshalb aber
auch die Sprache, fur welche diese Paleografie diente, schon
damals eine alte Sprache war, nicht die verdorbene Tochter
einer modernen und gebildeten Mutter. Deshalb muss nun
auch ihr Erscheinen die wichtigsten Folgerungen fur die Ge-
schichte der alten Bevolkerung auf diesem Sussersten Rande
von Italien, wie fur die Geschichte der ganzen etmskischen
Nation nach sich ziehen.
Der unerwartete Umstand, dass die Inschrift vou Matrei
jenseits der hohen Bergspitzen ausgegraben wurde, welche
die schfine Halbinsel natfirlich voni Norden absondern, be-
nimmt mir jeden Zweifel dariiber, das kleine aber kostbare
Gebieth der rh£tischen Paleografie noch rait zwei andern
Inschriften von ganz gleichen Lettern bereichern zu k5nnen,
die ebenfalls vor nicht vielen Jahren jenseits der HShen, die
uns vom Norden trennen, nemlich bei Cilli im alten Noricum,
einem nach Strabo an Rh&tien gr&nzenden Lande gefunden
wurden. Diese Inschriften sind roh gestochen auf zwei sehr
alten kupfernen Helmen, und werden gegenwartig im k. k.
Museum zu Wien aufbewahrt. Der Umstand, dass sie in
eine so weit, wohl vier und mehr Tagreisen von Cembra, wo
mein HenkelgeflUs entdeckt wurde, entfernten Gegend ge-
funden wurden, und die RQcksicht fBr die Gelehrten, die,
nach dem, was Livius und Dion fiber die Rhatier geschrieben,
an eine eigene Paleografie dieses Volkes so wenig dachten,
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dass, obwohl sie selbe nun sahen, doch die Lettern dieser
Helme bereits anderu VSlkern zugeschrieben hatten, waren
Ursache, weshalb ich, wenig bewandert in diesen Studien,
es unterliess, sie zur Begriindung einer von Andern bisher
nicbt beriihrten Neuerung zu benGtzen, die ich in meinem
Buche „De' Rezi etc." in die alte Geschichte Italiens einzu-
ffihren unternahm. Ich meine die Neuerung, die jetzt nach
der Entdeckung bei Matrei keiner weitern Begriindung be-
darf, nemlich fiber den Bestand einer eigenen Paleografie der
ftltesten Rhatier, von denen die kargen Historiker kaum
etwas niehr, als die Erinnerung, dass sie Etrusker sind, be-
wahrt haben and einen so verrufenen Namen, dass sie bei
dessen Erwahnung nach Unterdrfickung aller etruskischen
Stararae es zu keinem andern Zwecke zu thun scheinen, als
um an die angebliche Verwilderung dieses letzten, den Rdmern
zum Trotze durch keine Schwierigkeit entmuthigten Stammes,
seine Barbarei und Rohheit zu erinnern, um so ihren Triumph
zu erhohen, auch diesen trotz dem Schrecken, den er ein-
flSsste, seiner Menge und kriegerischen Tapferkeit niederge-
worfen zu haben.
Die Inschriften dieser beiden Helme sind offenbar rha-
tisch, wie zu entnehmen aus dem Vergleiche der Tafeln II#
und III. (in dieser Uebersetzung Tafel II., 1 und 2) mit
jenen meines Henkelgef&sses unter No. 7 auf Tafel I. an der
Seite jener von Matrei.
Ich will hier nicht wiederholen, was schon oben vom
hohen Alter des Gebrauches einfacher Helme von Kupfer
gesagt wurde, noch in eine Deutung des dunklen Sinnes der
Inschriften eingehen, obwohl ich vermuthe, dass sie wahr-
scheinlich nichts anders enthalten als den Namen des In-
dividuums, dem sie gehorten, oder vielleicht die Bezeichnung
des Ortes (oder beides zusammen), des kriegerischen Vor-
falls oder des Feindes, wo und gegen welchen und von wem
dieses Riistzeug zum erstenmal gebraucht wurde. Doch muss
ich in Betreff der Kffern IIX, die auf dem einen Helm zwei-
inal vorkommen, bemerken, dass selbe an die alte Manier,
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die Rechnungen nach Dutzenden zu raachen, erinnem, wie
dies auch noch in unsern Tagen und mit gleichen Zeichen
die deutechen Bftoerinnen in den Bergen von Siidtirol zu thun
pflegten, und in diesem Falle warden sie, von der Rechten
zur Linken gerechnet, wie die Schrift, die Zahl vierund-
zwanzig bedeuten. Diese Zabl inochte vielleicht das Alter
des Individuums bezeichnen zur Zeit, wo es diese Waffe be-
kam oder das erstemal trug, Vermuthungen, die keinen An-
sprnch auf Ricbtigkeit machen, aucb eigentlich nicht den
Grand betreffen, weshalb diese Helme bier als zu Rbatien
geh5rig, angefUhrt werden. Wir aberlassen es auch den
gelehrten Bemuhangen Anderer zu erflrtern, wie und wann
diese Helme bis ins Innere des Norikums gekoinmen sein
mogen, ob gelegentlich der Einf&lle, welcbe nach Dion die
Rhatier in die Nachbarlaoder machten, oder ob sie sicb auch
auf dieser Seite ausgebreitet und da ihre Wohnungen auf-
geschlagen haben. In Betreff dieses letzten Punktes fordert
jedoch unsere Aufgabe selbst, es nicht zu verschweigen, dass
ich nun denselben ffir sehr wahrscheinlich hake, seit der
Professor Furlanetto, eine Leuchte der Wissenscbaft zu Padua
mich auf einen Umstand aufmerksam raachte, welcher das
alte Gebieth der Rhatier gegen Norikum weit uber die bis-
her bekannten Granzen ausdehnt Er machte mir nemlich
die M ittheilung, dass jene Beruenses oder Berunenses, wovon
Plinius als einer Stadt der Rhatier spricht, sich keineswegs
auf die Belluneser beziehen, wie ich, darin voreilig nach der
bereits aUgemein angenomraenen Meinung in meinem Buche
wDe* Rezi etc.a Seite 31 glaubte, sondern auf einen Ort im
alten Noricam, was er mir bis zur Evidenz nachzuweisen die
Giite hatte, — eine Thatsache von Erheblichkeit sowohl weil
sie zura Beweise dient, dass die Rhatier ihren Aufenthalt
sogar in das Land ausdehnten, das man spater unter Nori-
cum begriff, als weil dadurch wahrscheinlich wird, dass die
Rh&tier, wahrend sie zu Berua wohnten, oder wahrend Berua
noch eine Stadt der Beruensischen Rhatier war, sie auch in
der Gegend hausten, wo heute die Stadt Zilli steht und daraus
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sich die wahrscheinliche Ursache ergibt, dass dort diese rha-
tischen Helme gefunden wurden.
M5gen Andere in dieser wichtigen Untersuchung vor-
gehen, die ich beiseite lasse, da die Materie wohl zu weit-
laufig w&re, vorderhand auch keine hinlanglichen Anhalts-
punkte da sind, 'urn die Frage zu losen, und ich mich strenge
innerhalb der Granzen meiner Haupftaufgabe zu haltea
gedenke.
Die Inschriften meines Henkelgef&sses waren noch nicht
sehr bekannt oder wenigstens noch nicht als den Rh&tiern
ausschliessend eigen anerkannt zur Zeit, wo die Inschriften
der beiden Helme zur Keontniss der Archeologen karoen, die
damals, wie ich schon sagte, letztere fur euganeisch erkl&rten
Auch ich, es sei mir erlaubt, es zu wiederholen, wagte es
nicht, meine Zweifel iiber die Richtigkeit ihres Urtheils zu
aussern; doch ich hoffe nun mit dieser Darstellung sie fur
iinmer uns wiedergewonnen zu haben. M5chte sich das
Gleiche ereignen mit so vielen andern, die uns angehOren!
Denn, wie viele andere rQmische Inschriften, wie viele, wohl
auch von der nemlichen Paleografie, wie jene der Helme,
die nun in Rhatien selbst entdeckt wurden, sind in diesem
und dera vorigen Jahrhundert an den Granzen unserer Alpen
gefunden worden, wie viele aus dem Innern derselben ver-
loren gegangen, oder solche, bei denen man die Angabe des
Fundortes aus Unachtsamkeit unterliess, oder von rremden
Archeologen aus falscher Vorliebe zur Heiniat die Herkunft
verschwiegen wurde, und die jetzt, in deren eigenen oder
heimischen Museen, feme vom Orte ihrer Auffindung prangen
und als ZugehSr der Provinz, in die sie gebracht wurden,
gelten? Wie viele von diesen, die bestandig und allseitip
den Euganeern zagerechnet wurden, k5nnten jetzt durch Vei
gleich mit den von mir angefiihrten Inschriften wissenschaA
lich fur die Bevolkerung gewonnen werden, der sie einsC
angeh5rt haben? Ich bin alt und hinfallig; sonst m5chte
ich wohl mit Erneuerung des Studiums die Orte und Museen
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durchsucheD, jene von Padua and Catajo, besonders das
▼on Verona, zasammeogerafft vom grossen Scipione Maffei,
der von jeder Provinz und Stadt, wo er konnte, nach Allem
griff, was zu bekommen war.*) Da ware nun nach den vom
dreifachen, Rhatien angehorigen Funde gegebenen Anzeichen
der Vergleich darait zu machen, um Alles, was nicht euga-
neisch oder von den andern Landern Etruriens ist, sondern
Rhatien angehort, aufzusuchen und auszuscheiden , so das
zerstreute, Andern geschenkte Erbgut zu sammeln, die rich-
tige Zeit der Inschriften zu bestiminen, und dies, Schritt f&r
Schritt vorgehend, in ein System zu bringen, um schliesslich
das Ganze im Interesse der Wahrheit und der Studien jener
Gelehrten zu verflffentlichen, die ihre Zeit den kostbaren
Alterthumern der etruskischen Nation widmen. M5chte doch
einer der so vielen aufgeweckten Geister unserer Heimat,
ein Freund derselben und solcher Studien sich zu diesem,
ftir die Geschichte gewiss hdchst ntitzlichem Werke anschicken*
die zweifelhaften Fragen noch naher beleuchten, um so unsern
Ursprung von dem ihn noch beherrschenden Dunkel vSllig zu
befreien, und das zu vollenden, wozu ein ungeneigtes Geschick
mir in dem ftir solche Stadien giinstigsten Zeitpunkt die
Muse versagt hat! Es wird wer kommen, der gliicklicher
und gelehrter als ich, aber im gleichen Geiste, in jiingerem
Alter, mit bessern Kr&ften das Begonnene muthig fortsetzen
wird, und mOge ihm die Zeit zum Unternehmen nicht zu
knapp zugemessen sein; ich beneide ihn, denn es wird ihm
daffr der Lohn einer reichen Ernte auf dem Wege zur
Wahrheit werden, wenn er mit der Umsicht vorgeht, nicht
bios den Spuren seiner Vorganger in diesen Studien zu
folgen, in seinem Vorschreiten die reine Wahrheit inehr zu
beachten als seine Begierde, mehr als unsichere Conjecturen
*) Anmerknng des Verfaisers. Unter andern weis man*
dasg der gelebrte Bartolomei Ton Pergine dem Marchese Maffei auf
iriederholtea Andringen ein Basrehef mit I^ettern, die Bartolomei fUr
etmikiich hielt, gefanden in der N&be von Caleeranica, codirte; leider
aagt die Notis niebtf weiter.
Ferdinandenma-Zeitgehrift. 6
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- 82 -*
and selbst Antorit&ten, and ja nie einen Beweis sa fthren
ohne die Probe des Thats&chlichen. Ich beneide ihn, allein
befriedigt in meinem Wonsche, wird ihm mein Beifall aoch
Tom Grabe aus folgen.
Wenn er dann die Zeichen oder Lettern der Rh&tien
angeh5renden and von mir erwahnten Inschriften nnd jener
andern, die er nacb genauer and reiflicher Dntersuchung in
den benacbbarten Moseen gefunden, vergleicht nnd zosam-
menstellt, wird er mit Verwondernng nnr Eine and zwar
gleichf5rmige Paleografie daraus hervorgehen sehen, die folg-
lich nor jene Eines and des nemlichen Dialektes sein kann.
Es wird sofort die Miihe lohnen, dieser Paleografie jene von
Etrurien and die Euganeisohe an die Seite zq stellen, nnd,
wenn er dann nachschaut, wie das Schreiben der einen and
der andern sich verhalt, wird er onter wenigen verschiedenen
Eigenheiten noeh immer so viele Aehnlichkeit, so viele Zei-
chen der Uebereinstimmung unter alien dreien finden, am
darin nnzweifelhaft die Repr&sentanten einer gemeinsamen
Sprache anerkennen zu mflssen. Er wird keinen wesent-
lichen Unterschied in ihnen finden, als den Buohstaben 0
and den Vokal V im Alfabet der Euganeer, was im Laufe
der Zeiten and nach Beschwichtigong der fr&hern H&ndel
eine Folge der N&he der Antenoreisohen and Enetischen
Dialekte war; ansserdem wird er im Etraskischen, wie im
Euganeischen, doch weit minder in letzterem mehr Rundong
der Zeichen, auch ein beginnendes Eindringen fremdartiger
Elemente bemerken, and daza eine Yermehrnng der Zeichen,
ganz besonders im Verhfiltniss zn den Zeichen der Rhatier,
aber aach der Euganeer. Die rh&tischen Zeichen waren
nemlich die ersten nnd ftltesten, die euganeischen wenig
spater, and so konnten sie fiir das so grosse Reich der
Etrnsker nicht mehr genflgen and all* die nenen Worte
wiedergeben and ausdrftcken, die entweder im Fortgang der
Zeit and bei der Aasbreitang der Bevdlkernng neageschaffen,
oder von ihren Nachbarn, wer sie auch waren, hergenommen
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_ & _
oder durch Dene Beugungen, entlehnt aus der Sprache frem-
der Ank5mmlinge in der Halbinsel nothwendig geworden
waren, oder sonst durch einen Wechsel naoh der Yerschie-
denheit des Klima oder anderer Beziehaogen in der Aus-
sprache der Urvater im Gebirge durch beinahe tansend Jahre
entstanden sind. Naoh diesen Spuren vorgehend wird er
mit Toller Ueberzeugung in der Paleografie der Rh&tier die
noch lebendigen Anzeichen einer isolirten, noch kindlichen
gleichsam uranfanglichen Kultur erkennen. Wie gerade und
eckig ist noch diese Art von Lettern and dagegen, wie ma-
nierirt, am einen modernen Ausdruck za gebrauchen, jene
der Etrusker, auch die ftltesten! Man glaubt Embryone
gegeufiber mehr und mehr entwickelten Kftrpern za sehen
dort hftssliche aber einfache Zeichen, Bilder des rauhen
Wortes, hier grOsstentheils die nemlichen, aber im Gewande
einer edlen and hohen Matron© mit eingeschmuggelten orien-
talischen and griechischen Formen, wahrend in den beiden
andern, obwohl alle drei sich nothwendig in der ersten alten
Bildnng der Nation, der ersten Koltnr, wie man hente sagt,
vermengen, davon nioht eine Spar erscheint. Damit wird
sich's, wie ich sicher erwarte, ergeben, dass durch die Fort-
setzung dieses Vergleiches bis in die kleinsten Eigenheiten
noch mehr Licht sich fiber diese dunkle Frage verbreitet,
die eine von denen ist, die nicht durch sinnreiche Erfindung
das Ansehen von Meinnngen oder dem Zauber des Griechen-
thoms entspringende Voraussetzungen gekl&rt werden muss,
sondern durch wahre und leuchtende Thatsachen, oder doch
durch eine genaue und scharfsinnige Kritik, die sich auch
mit den damit verbundenen Dingen und Umst&nden be-
sch&ftigt.
So wird man, wenn man die figfirlichen Darstellungen
der Bruchstficke, von deren wir gesprochen haben, eine nach
der andern betrachtet, daraus entnehmen, dass diese allein,
wenn auch nichts anderes ware, genfigen wfirden, das Ur-
theil fiber das hohe Alter dieser Schrifl zu kl&ren, em Alter,
das bei weitem jenes jeder andern alten Inschrift von der
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<
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Art iibertrifft, die bisher etmskisch genannt warden. Ich
habe schon kurz frilher die Griinde bemerkt, welche daza
dienen, ihr hohes Alter direct aus dem Grade nod der Art
der bildlichen Kunst oder dem Style darzuthun, in welchem
die Ger&the gearbeitet sind, zu denen jene Schrift gehBrte,
und jene charakteristische Eigenthftmlichkeit, dass auf selben
alle menschlichen K5pfe in Profil dargestellt werden, and
sowohl die Figuren der Menschen als der Thiere nor mit
den Hanptiinien des Umrisses gezeichnet, innerhalb derselben
aber mit der Erhabenheit nach der Fignr der K5rper, so
wie auch den Unterschied, der sich aus der Ver&nderung der
getriebenen Arbeit in der Vertiefung der Schale in jene des
Sgraffito im innern Ranme der Metallspiegel ergibt Aber
ausser den eben gesagten Grtinden biethen uns noch andere
diese ersten Formen, die wir da gewahren, ich mdchte sagen
die Erstgebnrt dieses Gewandes oder Kleides, die alte Ein-
fachheit desselben und der Art, es zu tragen, wie es zuerst
kurz und eng sich der Person anschmiegte, kurz deshalb,
weil es die Natur der Berge so verlangte, um nicht unbe-
quem und hinderlich zu sein im Gehen. Dasselbe wurde
dann weit und viel anstandiger mit dem allmahligen Fort-
schreiten <ler etruskischen Macht, der Autorit&t ihrer Obrig-
keiten und dem Einfluss ihrer Aristokratie, noch mehr aber
mit dem Uebergang, den es von den Etruskern zu den
Quiriten machte. Es erweiterte und bereicherte sich immer
mehr, wie wir aus den Togen und Manteln der folgenden
Zeiten entnehmen. Auch erscheiot da noch kaum ein An-
zeichen der toga pretexta, die, nach den BruchstQcken zn
urtheilen, in den ersten Zeiten des etruskischen Stammes
nur in einem einfachen, sehr schmalen Streifen von Farbe
oder Gewebe am untern Saume der Toga bestanden zu
haben scheint, und sich erst sp&ter, nachdem dieses Gewand
sich zur allgemeinen Auszeichnung und Zierde der hohern
Magistratspersonen erhoben hatte, in Form und Lebhaftigkeit
der Farbe erweiterte. Es ist auch wohlthuend, auf unsern
Bruchstficken zu benierken, wie alt die Sitte war, das gleiche
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GewaDd, nnd das gleiche Unterscheidungszeichen, wie es den
WftrdentrSgern gebtlhrte, auch den noch nicht mundigen
Joogen zu gestatten, gleichsam zum Ausdruck des Cffent-
lichen Gef&hles, welche Hoffnting das Vaterland anf die
Jugend setze nnd welchen Schutz das zarte Alter verdiene,
um nicht verdorben zn werden und diese schdnen Hoff-
riungen zn t&uschen. Dies wiederhole ich hier, damit man
sehe, dass die Rhatier doch nicht so barbarisch und wild
waren, vie die Historiker sie schilden.
Nach chronologischer Ordnnng der Monumente verfolge
man in nmgekehrter Reihe die Gestaltung der Toga zuriick
bis zur ersten, yon der die andern herstammen und wuchsen:
das nemliche thue man mit den nenesten bis zu den <esten
Inschriften in etmskischen Lettern, nnd, wenn diese Ordnnng
nnd Vergleich geh5rig gemacht wird, wird man sehen, dass
der Gang, den diese und jene in kleinern Zwischenraumen
von einer Zeit zur andern machten, in Erweiterung und Ver-
feinerung beinahe der nemliche ist, keines in diesen Zeit-
r&umen viel vor dem andern und an der Spitze von alien
das Rh&tische. So kdnnen auch die auf einer plastischen
Arbeit gefundenen Lettern in ihren Formen nicht viel ent-
fernter sein als das Zeitalter der andern. Welcher Unter-
schied von der weiten und breiten Toga, die in reichen
schwellenden Falten, obwohl von der linken Schulter fiber
die Brust die zwei Enden in einen Knoten geschlungen,
doch zu den Zeiten des Sylla bis an die FGsse herabfiel, —
bis zum kurzen und magern Eleide unserer Bruchstftcke,
ohne Falten und Wickel, ganz der Person anliegend, und
wie noch grdsser der Unterschied dieses letztern vom cinctus
gabinus, der bei Opfern gebrHuchlichen Toga! Wie gross
der Unterschied der Lettern der Inschrift von Matrei und
jener von Volumni, die vor wenigen Jahren bei Perugia ent-
deckt wurde.
Nach diesen Fussstapfen vorgehend wird man den wah-
ren Ursprung der etmskischen Lettern entdecken, wird sehen,
wie sie sich an Form und Zahl bereicherten, wird erkennen,
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wie unntitz es ist, Hiilfe zu suchen bei fremdem griechischen
Einfluss, um jede alte italische Kultur zu verl&ugnen und
sie herzuleiten von griechischer und rSmischer Sclaverei.
Andere Grflnde, die Zeugschaft geben von dem so hohen
Alter unserer Fragmente, sind, dass sie (wie das rhatische
Henkelgef&ss mit den fQnf Inschriften) nur aus Kupfer be-
•tehen, dem ersten Metal! , das die Menschen bearbeitet habenf
bis man in seinen danklen Lagern das Eisen entdeckte, dann
die Soene des Faustkampfes, eine bei den Etruskern von
Alters her ttbliohe Kampfweise, und ihre Waffen von der
filtesten Art, die zu unserer Kenntniss bei solchen K&mpfen
gekommen sind. Dafiir sprechen auch die Kampfer selbst,
so ganz nackt, wie die Natur sie gebildet, da schon der
erste nachfolgende, nur ein wenig hflhere Grad von Ent-
wicklung diese vdllige Nacktheit unter Menschen als wider-
lich und barbarisch betrachtete und selbe in der Halbinsel
nicht zuliess, bis kurz vor der Zeit des Thucidides die fiber-
mSssige und tlppige Yerfeinerung Griechenlands sie von neuem
zu Tage brachte, wie oft das Alter der Kindheit entspricht,
um Sitten und Gebr&uche zur Kenntniss ihres Ursprungs
zuruckzuftihren.
Dies beweisen ebenfalls die wider die Natur so in die
L&nge gestreckten Vierfiissler, eine stets zutreffende Eigen-
schaft in der Zeichnung der Thiere auf den altesten etruski-
schen Monumenten. Dasselbe lfisst sich sagen von jenen
seltsamen Zeichen, die in der syrabolischen Sprache auf
andern etruskischen Monumenten nur selten oder vielmehr
mit Ausnahme des Spiegels von Gastelvetro nie vorkommen,
uns unbekannt und unerklarbar bei ihrer antiken Einfachheit
und Beziehungen auf Dinge und GebrSuche, die nicht raehr
bestehen, vielleicht schon in den folgenden alten Zeitepochen
verschwxmden sind. Ueberdies best&tigen es auch diese son-
derbaren Messer, die nach Qualit&t und Bildung den ersten
stabilen Sitzen des Menschen in diesen Lftndern entsprechend
erscheinen oder doch nicht weit davon entfernt sind, und die
Aschenkrtlge selbst (ejnige davon so gross, dass man sie
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Amphoren nennen k5nnte) roh, nicht gedreht and bedeckt
mit der dicken Kruste der Jahrhunderte. Mit Einem Worte,
Alles, was man da gefunden hat, antersttitzt, wie ich glaube,
die MeinuDg and den Cbarakter eines ungemein hohen Alters,
wie sich selbes zu erkennen gibt durch den Anblick der
rohen and armen damit verbundenen Schriftzeichen, — -
Alles vereint sich zu sehr kraftigen Anzeichen, dass dieser
Fond am einige Jahrhanderte das Alter aller Shnlichen bis-
her bekannten griechischen Monomente ubersteigt.
Wenn wir nan aber dahin znrfickkehren, wo ich be-
gonnen hatte, and die drei erwahnten Paleografieo der etrus-
kiscben Nation antereinander vergleichen, wieder ein anderes
Argument fUr das bohe Alter, das ich der ansrigen zu-
schreibe, so scheint es mir deatlich, dass die eaganeische in
der Mitte zwischen den beiden andern liegt, eine Tochter der
rhatischen and Matter der etraskischen. Wie ich denke,
and in meinem Bache „Dei Rezi etc.* aaseinander setzte,
waren die Eugaueer die ersten, die aas den Alpen aaf
italienischen Boden herabstiegen, and nachdem die Etrus-
ker gross geworden waren, warde die eaganeische Schreib-
art eingezwftngt and besohr&nkt aaf eine Landstrecke zwi-
schen dem adriatischen Meere and den grossen Fliissen,
and nahm da Manches von der Sprache der neuen and
m&chtigern Nachbarn an, w&hrend die Aelterraatter nach der
Einwanderang der Gallier verborgen and abgeschieden in den
Thalern Rh&tiens, von denen die andern ausgegangen waren,
daselbst mit all* der gemeinsamen alten Erbschaft der Nation
zurtickblieb, verkannt von ihren eigenen T5chtem, von den
spatern Schriftstellern and sofort aach von ans. Daher
k5mmt es, dass die ersten Historiker, die durch ihren reinen
Styl and geistvolle Schriften aaf die Nachwelt kamen, die
ruhmredigen Griechen and in Folge dessen die darin eitlen
Romer ungestraft davon faselten, dass die italische Halb-
insel, der Garten Europas seine ganze erste Cultur, das
erste Alfabet, ja aach den eigenen Ursprang, and zwar split
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von Fremden jenseits des Meeres erbettelt habe.*) Ich bin
weit entfernt, den Griechen den Ruhm zu bestreiten, dass
sie die Grenzen des menschlichen Wissens erweitert haben,
and die Lehrer Italiens geworden sind, allein diese Civili-
sation von Italien als Schulerin war eine nene Civilisation,
es war die hohe and aasgezeichnete Verfeinerung in Sprache,
Schrift, Wissenschaft nnd Plastik, was Griechenland in Italien
einfuhrte; ich aber verstehe nnter italienischer Civilisation
jene erste tmd bGrgerliche Cultur der Ahnen, die, ohne von
aussen gebracht oder geweckt zu werden, in Italien noth-
wendig aus dessen sch5nem blauen Himrael, dem glQcklichen
Clima, der Lage zwischen zwei Meeren, dem Reichthom
seines vor alien andern so scbSnen Landes, der Sch&rfe des
Geistes, begiinstigt dnrch die Milde, die Frische nnd Ueppig-
keit der Natur entstehen musste. Im Orient war, wie man
behauptet, die Wiege des Menschengeschlechts, vom Orient
soil alle erste Bildnng gekommen sein, and die Menschen,
die von dort sich best&ndig verbreiteten bis in dies gluck-
liche Land, sollen diesen heiligen Eeim nicht mit sich ge-
bracht, — diesen Menschen „in quorum dominio penes tota
Italia fdit,* soil ein Fonke des Geistes, das Licht der scho-
nen Kiinste and der Weisheit nie geleachtet haben, wahrend
es in Griechenland bereits im hellsten Glanze strahlte, diese
Menschen sollen stets zoruckgegangen, ihr Geist erstarrt ge-
blieben sein in tSdtlicher Unbeweglichkeit, ihr Genie sich nie
*) Es braucht nur einen gesunden, yon kriechender Ehrforcht Tor
den beziiglichen Behauptungen rCmischer Schriftsteller freien Sinn om
sich zu iiberzeugen, wie wenig Glauben sie verdienen, nnd snr Probe
dawn will ich nur an die etimologischen Mythen erinnern, aus welchen
Plinius den griechischen Ursprung und die Benennung, a. B. der Engi-
neer, der Leponzier und so rieler anderer etrnskischer Stftmme fblgert,
ja die Halbinsel selbst soil nicht yon den VOlkern, Tom Boden oder
ihrer Gestalt, sondern von den Thieren griechisch Italien genannt
worden sein. Daraus erkennt man, nach welchen Prinxipien die
ROmer die alto Geschichte behandelten, welches die Natur der Kritik
war, mit der sie ihre Forschungen anstellteu oder Tielmehr ihren fabel-
haften Ursprung zu rechtfertigen euchten.
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gezeigt haben, als nach dem Verfalle ihrer Herrschaft in der
Halbinsel? Diese Geister, die ein so beriihmtes Reich zu
schaffen, so viele andere Kfinste zu erfinden wussten, um
selbes zu behaupten, zumal die des Krieges und Friedens,
die sie nicht voo den Griechen erhielten, sollen nicht ge-
wusst haben, auch jene za finden, als deren Erfinderin sich
Griecbenland ausgibt und behauptet, dass Italien sie von
dort genommen babe? Dies scheiot mir so leicht nicht
glaubbar zu sein. Dass die Etrusker mit so viel Ruhm in
und ausser der Halbinsel, fiber zwei Meere geherrscht haben,
ist schon eine einleuchtende Probe, dass in Italien Geist
vorhanden war, RQnste und Wissen da gebluht haben mQssen.
Dem Lanzi selbst, dem besonders in diesem Zweige so ge-
achteten und ausgezeichneten Manne muss eine inuere Stimme
bei fortgesetzter Ueberlegung seines gegentheiligen Systems
Yorwurfe gemacht haben, da er ira letzten Bande seines
grossen Werkes, wo er von der Scbrift spricht, sagt: „die
Kolonie des Demaratas, nach Tacitus Ueberbringerin des
Alfabets oder vielmehr Reformatorin," und gegen
Ende des nemlichen Werkes in Betreff der schOnen Kunste
unerwartet Etrurien die Ebre gibt „vielleicht in entfernten
Epochen vorhistorischer Zeiten die Griechen tibertroffen zu
haben." Diese gewichtigen Worte sagen bei naherer Be-
trachtuog Jedem, dass er auch tief den Widerspruch ffihlte,
n dem seine Theorie sich mit dem klaren Ergebniss der
Ausdehnung und Cultar dieses grossen und m&chtigen Rei-
ches befand. Ich will hiemit nicht sagen, dass dieser be-
ruhinte Mann, so zu sagen, in Zwiespalt mit der eigenen
Ueberzengung war, oder sich selbst widersprochen habe, wohl
aber, dass er, der diese Materie so ersch5pfte, mir mit dieser
Unterscheidung zwischen der historischen und der vorher-
gehenden Zeit selbst den Anlass gibt, mein Prinzip nicht
f&r jeden Grundes entbehrend zu halten. Auch der beriihmte
Winkelmann, so gelehrt in Sachen des Alterthums und warmer
Yerehrer des griechischen Primates massigt doch am Ende
aeip System durch die Meinung, dass 9die Griechen und
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Etrusker die KQnste von selbst lewten, geleitet von der
Nothwendigkeit and dem VergnQgen,* nod anderswo behanp-
tet, dass „die Kfinste des Zeichnens bei den Etruskern frfther
bluhten als bei den Griechen, nod man flberhaupt sagen
muss, dass die Monnmente der griechischen Knnst in Betreff
des Alters grSsstentheils den Etruskern weichen mftssen."
So sagt denn auch Caylus: „wir haben unz&hlige Werke
und Monumente der Etrusker, welche beweisen, dass diese
Vdlker die KQnste fruher pflegten als die Griechen ihren
Werken eine regelm&ssige Form zu geben wussten.* Aehn-
lich schrieben auch Guarnaoci, Tiraboschi and viele andere
nicht minder bertihmte Manner, Anh&nger des entgegenge-
setzten Systems uud stimmten darin dem Lanxi, Cajius
und Winkelmann bei.
Wenn es uberhaupt wahr ist, dass der Gorinthier De-
maratus sich in Italien mit dem etruskischen Alfabet be-
8ch&ftigte, und eines dahin brachte, so mag es vielleicht ein
griechisches oder diesem fthnliches gewesen sein; denn, wie
man vom Altgriechischen weis, war dies dem Lateinischen
sehr ahnlich.*) MOgen sie aber auch gekommen sein, so
sind doch unsere rh&tischen Lettern und alle denselben fthn-
lichen aus dem Innern Etruriens weder griechisch noch latei-
nisch. Wenn Demaratus von Corinth ein Alfabet nach irgend
einem Theile Italiens brachte, wird es dasjenige gewesen sein,
das spater Vater des lateinischen wurde, oder er wird die
Lettern Etruriens nach einem Theile gebracht haben, der
von Griechen bewohnt war, oder in seine Colonie zu Argilla
heute Cervetri, oder nach Tarquinia, wo seine Kunstler Schulen
grfindeten, und auch ihre Sprache noch korinthisch war.
Vielleicht brachte Demaratus die etruskischen Lettern rum
Gebrauche der gemahlten TSpfer-Arbeiten, wenn es wahr ist,
*) Plinius LVII, o. 58. De Uteris antiquis. Veteres graeeas faisse
easdem, quae nunc sunt latinae. Tacitus Annales XI, Forma* Uteri*
latin is, quae veterrimis Graecorum. Plinius begriindet seine Angabe mit
Berufung auf ein Dokument, das er selbst geseben babe.
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dass eio grosser Theil der alten Vasen mit etrnskiscben
Lettern das Werk korinthischer TSpferinnen sind.
Ein oberflachlicher Blick auf die Starrheit and das
Geradlinige der rh&tischen Charaktere ohne Beugung, ohne
Stiel und Pankte, ohne eine Spur vom Altgriechischen noch
vom alten oder neuen Latein geniigt zur vollen Ueberzeugnng,
dass dies nicht die Charaktere sind, die Plinius und Tacitus
sahen, diese auch nicht vonnOthen, auch nicht die Pbysio-
nomie dazu hatten, yon Griechenland oder Demaratus zu
komtnen, der ein tiefer Kenner der Kunst und griechischen
Wissens gewesen sein soil, da sie an der Stirne den Stempel
einer Epoche mangelnder Kunst, nicht einer Zeit ihrer Bliite
tragen.*) Das Vertrauen auf Ausw&rtige gibt imraer ein
zweifelhaftes Licht und nur von korinthischer Quelle kann
die erste Nachricht von einer solchen Einfuhr gekommen
sein, die spftter dem Tacitus zu Ohren kam und in seine
Feder Gbergieng.
"Was wir hier von der italienischen Civilisation und dem
Ursprung ihrer Einrichtungen so wie der bisher allgemein
angenommenen EinfQhrung des etruskischen Alfabets durch
Demaratus sagen, ist nicbt so sonderbar, wie es demjenigen
erscheinen mag, der sich nicht friiher ganz von dem Zauber
*) Aetemag literaram anus. In Latium eas attulerant Pelasgi:
•o Plinius Hist, nat LVII, c. 56. Als Pelasger betrachte ich das Yolk,
gekommen yon pelagns, dem Meere, das vereint mit den Tirrbenern,
Bewohner der terra, Erde Italians die etruskische Nation bildete. Im
Bocbe Dei Rezi babe ich umstfindlich davon gesprocben. Aus der irri-
gen Idee, die sich in der Folge mit dem Namen der Pelasger ▼erband,
stammte, wie ich glanbe, diejenige, die den Griechen die Einfuhrung der
Bochstaben, (ich wollte nichts sagen, der griechischen oder andern frem-
den Lettern aber) der etruskischen zuschreibt. Dies aeternns literaram
mm klingt mir so, dass die Lettern notbwendig bei jedcm Volke, (and
Ton einem andern nnabhftngig) entstanden sein mussen, das in seinem
Wacbsthom sich in einer m&chtigen Nation erhoben hat. Ohne Kunste,
ohne Schrift kOnaen die Ydlker zn keiner Zeit mlchtig warden. Dag
Entstehen dieser kontentionellcn Zeichen, die wir jetzt Lettern nennen,
ist die nnmittelbftre Folge einer auch nur wenig entwickelten Citilisation,
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— 92 —
des Griechenthums loszureissen weis, eingefl5sst von so vie-
len hflchst achtbaren Autorit&ten, die fiber Geschichte schrie-
ben, und so vielen Andern, die in der Folge nach deren
Anleitung die italischen AlterthQmer behandelten und mit
raehr Vorliebe als Urtheil ihren klassischen Fussstapfen folg-
ten. Es berrschte nemlich in Rom die neue griechische
Civilisation und alte Mythologie schon frfiher, noch inehr
aber, nachdem Griechenland r5misch geworden war, und dar-
nach bildeten sich die r5mischen Schriftsteller und nicbt von
den Barbaren wollten die Griecben sich besiegt und beherrscht
erkennen. Daher scbmeichelten sie so dem wachsenden
Koloss der r5mischen Macht durcb Verbreitung jener Fabcln,
und schmeichelten zugleich sich selhst, indem sie die Schande
der erlittenen Niederlage mit dem gleichen Ursprung beider
Nationen deckten und sich selbst den Ruhm vorbehielten,
bereits die Lehrerin der andern gewesen zu sein. Yon sol-
cher Lockspeise gefangen wollten die ruhmstichtigen RSmer
im Ueberrauthe des Sieges von keinem andern als einem so
hochedeln Stamme entsprungen und sp&ter auch von einer
so gebildeten Nation unterrichtet worden sein, wohl auch
bewogen durch den warmen Eifer der Griechen, ihren doch
widersprechenden, unmQglichen Erzahlungen vollen Glauben
zu schenken. So flickteu sie diese Glieder zusammen, bil-
deten einen Kttrper daraus, der uubezweifelte Wahrheit schei-
nen mochte und weideten daran ihren anmassenden DQnkel,
wodurch geblendet viele andere St&iume Italiens ihnen durch
Jahrhunderte nachfolgten und es liebten, sich nach Rom zu
benennen. Leicht war die Uebereinstimmung biemit, die in
der allgemeinen Meinuog befestigt, die Geschichte durch alle
folgenden Jahrhunderte beherrschte, in die Wissenschaften
eindrang, aus denen unsre grossen Gelehrten wie die er-
fahrensten Alterthumsfreunde ihr Wissen schOpften und so
die Andern, die vor und nach ihnen kamen, endlich alle
Welt. Seltsame Folgen giengen daraus hervor, unter denen
ich nur die Eine, die fQr alle genflgt, anfflhren will, weil in
Widerspruch mit den innigen Beziehungen von AUem, was
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- 93 —
im OrgaDisuras und Leben grosser VSlker vorgeht, das gerade
GegeDtheil dessen, was man bei alien aodern Nationen be-
obachtet, — ich ineine die Manie, man verzeihe mir den
Ausdruck, die Tradition yon der etruskischen Macht anf
nichts Anderes, gar nichts als ein Scheinbild von Alterthum
zuruckzufuhren and behaupten zu wollen, dass alle geschicht-
lichen pder geschriebenen Reliquien der Nation spftter seien
als ihre Gr5sse and der Hohepunkt ihrer Ausbildung, dass
sie alle von einer Zeit herruhren, wo beim Verfalle des
Staates und der Herrschaft sie sich der rSmischen Macht
nicht mehr zu erwehren wosste. Die Natur des Menschen
and der Vdlker hat auch abgesehen von physischen Ur-
sachen ihre best&ndigen Gesetze, so dass die Geschichte der
einen Nation viel von jener der andern hat und beide in
ihrem Gaoge sich abnlich sind. Pracht and Luxus kann in
einer verfallenen Nation sich behaupten, ja zanehmen, aber
die Wissenschaften, die mechanischen Kiinste und besonders
jene der Regierung nicht wieder aufbluhen, wenn sie nicht
fruher gebldht haben; — und trotz einem so bekannten
Denkspruch hat diese Manie sich auch der Gelehrtesten be-
m&chtigt. Daher kann es nicht Wander nehnien, dass auch
heutzutage die tflchtigsten Archeologen, die sonst aus natur-
licher Vorliebe voll Eifer sind fur die eigenen Vorzuge Italiens,
sich so wehren and widersetzen gegen die Annahme des
italienischen Ursprungs, der alten italischen Gebr&uche, Reli-
gion and Caltar, der ersten italischen Lettern, erhalten von
den eigenen Ahnen, von ihr selbst, der eigenen Nation, —
and daher urn so mehr, so entschieden eifern wider die An*
erkennang der Abstammung von den Gebirgsvdlkern Rhatiens,
dessen alter Ruf vdllig vergessen, schon zur Zeit, als Marius
and Catullus wider die Cimbern k&mpften, auch selbst ihr
Name verschollen war. Was Wander, dass zwei Jahrhuu-
derte spater die rBmischen Schiiftsteller jede Spur davon
verloren und vergessen hatten, sie, die von den Griechen
auch durch die Religion selbst, durch die priesterlichen An-
nalen sich Qberzeugt hielten, welche Mars und einen Sohn
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_ §4 -
der Venus als die FHhrer ihres Stammes schilderten, und
vom Griechen Dionysius, der die Hellenen selbst im romi-
schen Ritus erkennen wollte, obwol hundert Autoritaten be-
zeugen, dass sie denselben von den Etruskern hatten, < —
was Wunder, sage ich, dass sie nicht weiter nach ihren
Ahnen forschten? Und so darf man es auch nns nicht
schwer anrechnen, wenn wir, gltickliche Bewohner dieser einst
so vernachlassigten und doch so schSnen und angenehmen
Halden, longo illo et fabuloso errore delati, wie Tacitus sagt,
beira vSlligen Abgang von Monumenten und so tiefgewurzel-
tem Vorurtheil ebenfalls deu rechten Weg verfeblt und bis
in die Jetztzeit das Mittel nicht gefunden haben, um ffir
unsere Ahnen wenigstens eine Theilnahme an solchem Ruhme
zurfickzufordern, obwohl es wahr ist, dass unter den frfiher
erw&hnten Gelehrten auch solche waren, die, wenngleich un-
bekannt mit den neuern rhatischen Entdeckungen, der Wahr-
heit etwas mehr in die N&he kameu, und bei Untersuchung
des italischen Ursprungs aus freien Stttcken, von allgemeinen
und lokalen Betrachtungen geleitet, die Berge von Trient an
die Spitze stellten,*) und obwohl sogar ein alter Geograf,
*) Es waren die dentschen Gelehrten, die so meinten, (im Buobe
Dei Hozi etc. S. 25 Gottfried Miiller, Krempf, Niebnbr) nicbt die ersten«
da Freret, Pellontier, Barletti and einige andere nicbt Deutsche waren*
Aaf diese, nicbt anf die dentscben Gelehrten spielt Lanzi S. 37 dea
ersten Baches an, wo er schreibt: „Man mag immerhin sugeben, dass
die ersten Orientalen den Norden bevOlkerten and ihre Nachkommen
dann nacb Italien kamen and ihre Spracbe dahin mitbrachten. Za glei-
cber Zeit mass man aber aach zageben, dass, wo so ganz klare Zeichen
ron Hellenismas and Latinitftt vorkommen, wie in alien alten Spracben
ron Italien, die genaaesten Forscbnngen im Griecbischen and Latein die
n&cbsten bei Etrorien, gemacht werden mussen.u Dieser Grand ist
richtig, allein er scheint mir nur fur eine Epoche Italiens and die der*
selben nahe Zeit richtig, nicht far alle alten Epochen Italiens, insbe-
sondere nicht, wo es sich am die Ankanft oder Einzug der orientalischen
Aborigines and die daran stossende Zeit handelt Derselbe passt nicbt
far die Forschangen aber den Ursprang Italiens and die erste italienische
Civilisation. Selbst der Halikarnasser, der doch ein Grieche war, sagte;
Die alten Etrusker seien keinem andern Volke in Sprache and Sitten
ahnlich gewesen.
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- §5 -
der es doch nicht bios in seiner Phantasie gefunden haben
kann, Strabo erz&hlt, dass die V5lker dieser Alpen vor dem
grossen Ereigniss der etruskischen Macht Italien inne batten,
und jeder Grand, diese Tradition zu lfcugnen, fehlt
Was man aber auch hierdber denken mag, wovon man
leider nicht mebr zu sagen weis, muss doch nun unsre Ge-
schichte von jenen Irrthftraern befreit werden. Wenn uns
hiezu auch das Zeugniss der geschriebenen Geschichte ganz
nnd gar abgeht, ja dasselbe uns sogar entgegen ist, so haben
wir doch diese vielsagenden Monumente, die nach zwei Jahr-
tausenden wieder ans Tageslicht kamen, Monumente, die
nicht bios in diesen tridentinischen Bergen an der GrUnze
Italiens, sondern mehrere Tagreisen weiter im Innern des
ndrdlichen Rh&tiens gefunden warden. M&chtig aaf diese
gestfitzt, die auch beim Schweigen der Geschichte sprechen,
nnd auf den von Strabo gegebenen Wink, gehen wir an's
Werk; wir leben im Jahrhundert der Erkenntniss, nicht der
blossen Antorit&t, und wenn auch fiir die Erkenntniss der
voile Beweis der tibrigen von mir der Beurtheilung der Ge-
lehrten dargebotenen Grtinde, noch nicht hergestellt w&re, so
hat sie doch in den wiedererstandenen rh&tischen AlterthQ-
mern eine unverwerfliche Stfltze, nm auf Grund derselben
festzusetzen, dass der 5fter erw&hnte Text des Livius sich
nicht auf Wahrheit grfindet in dem Theile, wo er sagt:
dass, obwohl sie ursprtinglich Etrusker seien, sie doch durch
die rauhen Wobnpl&tze im Gebirge so verwildert wurden,
nur einen so verdorbenen Elang der tuscischen Sprache bei-
behielten, dass sie nicht mehr die nemliche scheint. Wenn
dieser Satz wahr w&re, wiirde auch unsere Beweisfuhrung
wider die Behauptung der Justinus, dass der Ursprung der
Rh&tier von einem Schwann Etrusker herrQhre, der flflchtig
vor den Galliem im Gebirge ein schm&hliches Asyl fand,
ihre Kraft verlieren, und die Meinung in sich zerfallen, die
wir im Buche Dei Rezi etc. zu vertheidigen gewagt haben,
dass das rh&tische Volk zu gleicher Zeit in diesen Bergen
war, wie die tibrigen etruskischen Vdlker in der italienischen
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- 56 -
Halbinsel diesseits der Apenninen nod vielleicht die Mutter
der letztern.
Wenn daher durch die neuen Entdeckungen an drei
verschiedenen, einer voin andern viele Meilen entfernten Orten
im weiten Alpenlande, wo die Rhatier wohnten, das Gl&ck
uns die Gewissheit gibt, dass sie den Gebrauch der Schrift
hatten nnd bewahrten, and diese Schrift nach ihrem Ursprong
offenbar eine sehr alte und die nemliche ist, die einst den
VSlkern des mittlern und tiefern Etruriens eigen war, indent
sie von den Vatern zq den Sdhnen fiberging, wenn die Rhfi-
tier, die feste Wohnpl&tze dies- nnd jenseits der Alpen
hatten, iiberall den Gebrauch dieser gekratzten oder geschrie-
benen Zeichen beibehielten, womit ihre Ahnen die etruskische
Mundart, die sie sprachen, wiederzngeben pflegten, nm Mit-
theilungen an Abwesende zu machen, so ist es bei der so
nahen Verwandtschaft der Schrift mit der gesprochenen
Sprache wohl der Mtihe werth, noch n&her zn forschen nnd
noch starkere als die bisher dargelegten Grunde aufzusuchen
zura Beweise der Unmoglichkeit, (die ich iibrigens schon nach
historischer Betrachtnng fur ganz einlenchtend halte), dass
etwas Wahres an jenem Theile des Livianischen Ansspruches
sei, der sich auf den Grand des widrigen und verdorbenen
Redens der Rhatier bezieht, und dafiir die wahren Ursachen
dieser Erscheinung zu enthiillen, da man in Betreff der That-
sache selbst einem so grossen Historiker doch nicht wider-
sprechen kann.
Anmerkung des Uebersetzers.
Es folgt hier noch ein letzter langerer Absatz, der aber
beiseite gelassen wird, da der Verfasser darin die Alterthu-
mer von Matrei nicht weiter beruhrt, sondern sich nur mit
mehr ausfiihrlicher Widerlegung des wiederholt besprochenen
Textes des Livius fiber die Ursachen der Verwilderung der
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— §7 -- ,
Sprache der Rliatier beschaftigt, woriiber wir fibrigens in den
deutschen Kolonien von Walschtirol und der benachbarten sieben
und dreizehn Gemeinden ein naheliegendes sprechendes Bei-
spiel besitzen, da erst der berOhmte Schmeller nach seinem
Besuche dieser Gegenden im Jahre 1833 ibre Sprache be-
stimmt als einen rein deutschen Dialekt vora 12. bis 13.
Jahrhundert erklarte, w&hrend er in fruheren Zeiten von
Vielen, anch Schriftstellern gar nicht fttr deotsch, von den
meisten fur eine cimbrische Sprache, von andern sogar ffir
hunnisch oder gothisch gehalten wnrde.
Es verdient anch Erw&hnung, dass bald nach dem am
6. Juni 1846 erfolgten Tode des Grafen Giovanelli der Zu-
fall zwei neue Monumente mit ratho-etruskischen Inschriften
zu Tage brachte, das eine noch im Jahre 1846, eine
Bronzestatuette , gefunden za S. Zeno in Nonsberg; das
andere ein Grabstein, entdeckt im Jahre 1855 unter andern
alten Gr&bern in der N&he des Stadlerhofes zu Pfatten,
etwa drei Stunden unter Bozen am Fusse des Berges an
der rechten Etschseite, woriiber der nun auch verstorbene
Professor Don Sulzer in einem Anhang zu seinem Werke
Dell* origine e della natura de* dialetti, chiamati romanici etc.
Trento 1855, Seite 307 eine kurze Beschreibung und Ab-
bildungen lieferte, welch* letztere auf der Tafel II, die Sta-
tuette sub No. 3, der Grabstein und dessen Lokalit&t sub
No. 4 u. 5 sammt den bezfiglichen Inschriften wiedergegeben
sind. Die Bronzestatuette befindet sich in der Samrolung
des Monsignor Zanella, Pfarrer zu S. Maria in Trient, ist
offenbar ganz hubsch gearbeitet und wohlerhalten ; nur fehlt
die Waffe, die der dargestellte Krieger in der linken Hand
trug, und zu bemerken, dass auf der basis, an deren Rande
die Inschrift steht, ein vertikales Loch angebracht ist, wohl
urn die kleine Statue darauf zu stecken, — und dass die so
lange, bis liber die H&lfte des Riickens hinabreichende Spitze
vom Kamme des Helmes an die ahnlich lange Kammspitze
des Siegespreises unserer Faustkampfer mahnt. Der Grab-
steindeckel mit Inschrift auf beiden Seiten liegt im Schlosse
Ferdinandeami-Zeiteohrift 7
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_ 98 —
firughier des Herrn Grafen Thun im Nonsberg, Eigenthuruer
des Fundortes mit mehrereu Urnen, auch Messero, Fibeln,
Stecknadeln sowohl von Eisen als Bronze, von letzterer auch
andere Schmucksachen, wie Binge, Arrabander, Kettchen etc.,
was Alles auch schon frliher, die rh&to-etraskische Inschrift
aber nur anf dem einzigen Grabsteine von 1855 gefanden
wnrde, und ist insbesondere die sinnige Stellung der Gr&ber
den Hfigel hinauf und herab, theils mit einer, theils mit
zwei Urnen bemerkenswerth.
Diese beiden, ohne Zweifel am vieles jfingern Monu-
mente als jenes von Matrei weisen fibrigens in den Inschrif-
ten ganz gleiche Lettern wie das letztere and die giovanelli-
sche Situla von Cembra, and Heir Landesschalinspector
Schneller hat bereits im Archive Tirols von 1866 ein ge-
meinsames Alfabet far alle vier and ein anderes f&r die,
wenn auch nicht viel, doch theilweise abweichenden Inschrif-
ten an der obern Seite des umgebogenen Randes der beiden
Helme aos der Gegend von Cilli zusammengestellt, auch eben
da in htichst scharfsinniger Weise, ausgehend von der Vor-
aussetzung, dass die Rhfito-Rasener von der pelasgischen
Familie stammen, und an*s Griechische nnd Lateinische an-
knflpfend von all9 diesen Inschriften eine Deutung des In*
haltes geliefert, die so ganz annehmbar erscheint, fiber deren
Richtigkeit aber freilich erst die Zukunft entscheiden kann.
Schliesslich ist noch anzuftihren, dass im Februar 1874 Henr
Dr. Keller, President der antiquarischen Gesellscbaft za Zurich,
im Namen des doit anwesenden Herrn Alexander Bertrand,
Direktor des Nationalmuseums zu S. Germain bei Paris,
Redacteur der „ Revue arch£ologiquetf, damals anwesend in
Zarich, aber verhindert, persSnlich nach Innsbruck zu kom-
men, um einen Gypsabguss der Fragmente von Matrei er-
suchte, der dann auch genoraraen and sogleich nach 2firich
abgeschickt warde, worauf Dr. Keller in seinem Antwort-
schreiben vom 23. M&rz 1874 sagt, dass die Figuren nod
Ornamente dieser Schale so fremdartig und eigenthdmlich
seien, dass keiner der Archeologen von Zfirich eine Meinnng
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auszusprechen wagte, Herr Bertrand aber, bekannt
ak eine der ersten Celebrit&ten des Faches sie in seinem.
Schreiben vom 17. Marz 1874 als prae-etruskisch
betrachtet, was ganz der Anschauuug des Grafen Gio—
vanelli zu entsprechen scheint, „dass sie die ftltestea
bisber be kannten Ueberbleibsel etrnskischer
Kunst
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Franz Keil,
Oeoplastiker.
Von
Adam Wolf.
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V o r w o r t.
Duroh den am 10. Marz d. J. erfolgten Tod des in
weitesten Kreisen bekannten Geoplastikers Franz Keil
hat das Ferdinandeom ein hervorragendes Ehren-Mit—
glied verloren, dessen Verdienste am die tirolische Ge—
birgskunde und am die Anstalt selbst demselben ein dank-
bares Andenken sichern.
Abgesehen von den ausgezeichneten Gebirgs - Relief-
Karten, die aus seiner Hand hervorgegangen, und wovon er
mehrere dem Ferdinandenm grossmiithig als Geschenk fiber-
liess, war er auch als Mitarbeiter fiir unsere Zeitschrift in
frfihern Jahren th&tig und es finden sich im 6. Hefte der-
selben von ihm zwei Abhandlungen, als: „Meteorologische
BeobachtUDgen aus Osttirol vom Jahre 1856 *, und „Baro-
metri8clie Hdhenmessungen aus dem Gebiete der obersten
Drau in der Umgebung von Lienz und aus der obern Gegend
der Piave und des Tagliamento", welche Publicationen als
auf eigenen wissenschaftlichen Forschungen beruhend dauern-
den Werth haben.
Der Ausschuss glaubt daher nur eine Pflicht zu erfftllen,
wenn er das kurze Lebensbild dieses ausgezeichneten Mannes,
das der gewiegte Historiker Professor Adam Wolf ent-
worfen hat (in der ^Bohemia" 1876 No. 87), in unser Ver-
einsorgan aufnimmt, wozu der geehrte Herr Verfasser be-
reitwiliigst seine Zustimmung ertheilt hat.
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Franz Keil, Geoplastiker.
1822—1876.
Von Adam Wolf.
Wer einmal Alpen- oder Meerluft geathrnet hat, bleibt
fQr immer den Geistern zu eigeD, welche die Hdhen und
Tiefen bewohnen. Sie locken den Menscben mit zauberiscben
Stimmen, umscbmeicheln ihn mit weichen Luften und legen
ihm fr5blicben Mutb und siisse Trauroe ins Herz; aber sie
fordern auch ibre Opfer von dera, der sich ihnen ergibt uod
die ewigen Rathsel ihres Waltens offenbaren will Das hat
auch unser Landsmann Franz Keil erfahren, der vor Kurzem
zu Marburg in Steiermark einem langen Siechthum erlegen
ist. In Bohmen ist sein Name verschollen, aber in den
Alpenlandern, namentlich in den Tauern von deu Almmatten
bis zu den D5rfern und Stadten herab, wird der Name Keil
noch oft genannt als ernes kiihnen Bergsteigers, als eines
liebenswttrdigen Gesellen, als eines Mannes, der diese Alpen-
welt in ihren entlegendsten Winkeln durchwandert, wissen-
schaftlich durcbforscbt und in Karten und plastischen For-
men dargestellt hat. Wer seine Schriften und Karten keont,
wird in ihm nicht bios den Kartenzeichner und Geoplastiker,
sondern ebenso einen t&chtigen Geographen erkennen. Er
war in Wahrheit ein Pionier und Prophet der geographischen
Wissenschaft, voll Begeisterung fur ihre Fortbildung, voll
Ueberzeugung fur ihre Zukunft. Gewiss wird irgend ein
Fachmann seine Schriften zusammenfassen und eine Wiirdi-
gung seiner Verdienste nacb Recbt und Gebuhr niederschrei-
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ben. Ich will in diesen Blattern nur Einiges iiber seine
fiusseren und inneren Wandlungen, iiber das Gliick und
Ungliick seines Lebens berichten, urn das Andenken an den
Halbverschollenen aufzufrischen und Zeugniss zu geben, welche
Intelligenz DeutschbShmen nach alien Richtungen hin aus~
streut
Franz Keil war geboren 1822 als der ftlteste Solm
eines ehrenwerthen Burgers zu Graslitz in BShinen. Als
ein frischer aufgeweckter Juuge wurde er fur die Sludien
bestimmt, kam 1833 an das Gymnasium in Eger und war
dort durch Jahre einer der besten, beliebtesten Schiiler.
Turgenjew sagt irgendwo: „Der Charakter des Menschen
fcndert sich iiberbaupt nicht, wie er in der Wiege war, geht
er ins Grab". So zeigte auch jener Knabe den frischen
Muth, das warmblutige Herz, den stolzeu Unabhangigkeits-
sinn, die ihm als Mann zu eigen waren ; auch das Ungliick,
das ihm im Leben wie ein finsterer Schatten folgte, hefttte
sich dem Knabe n an die Ferse. Sein Vater starb, er musste
183G die Studien untcrbrechen und kam als Apothekerlehr-
ling nach K5nigsberg, sp&ter nach Falkenau. Auf diesem
Boden entfaltete sich zuerst seine Neigung zu den Natur-
wissenschaften ; er trieb Botanik, Mineralogie; die Frische
seiner Darstellungen, die Fertigkeit im Zeichnen erwarben
ihm Freunde, und 1846, nachdem er seine pharmaceutischen
Priifungen vollendet, berief ihn Prof. Kosteletzky als Assi-
sten der botanischen Lehrkanzel an der Universitat in Prag.
Damit schien er der nachsten Sorgen entledigt und seine
Richtung bestimmt. In dem naturwissenschaftlichen Verein
„Lot08tf in Prag hielt er einige Vortr&ge, welche allgemeine
Anerkennung fanden, aber das Jahr 1848 warf ihn aus
dieser Bahu heraus. Die Ursache war nicht irgend eine
politische Verirrung, denn Franz Keil ist zeitlebens der Po-
litik und alien ihren Consequenzen fern geblieben, sondern
vielmehr persOoIiche Gehassigkeit und die Formel: er ist
Apotheker und hat keine Universitatsstudien. Von dieser
Zeit an (1848) war er B5hmen entfremdet und ist auch nur
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einmal zu einem kurzen Besuch in seine Heimath zurflck-
gekehrt. Er schuf sich eine neue Heimat in Innerttsterreich
am Fusse der Alpen, zu denen es ihn mit magischer Ge-
wait hinzog: zuerst in Graz und 1850 als Provisor der
Apotheke zu Lienz im Pusterthal. Hier verlebte er die
glucklichsten Jahre seines Lebens: das gesellige Leben for-
derte seinen Frohsinn, die Liebe zu einem Mftdchen erfnllte
ihn mit Hoffnung und Gliick, die Betrachtung der grossarti-
gen und dabei anmuthigen, Jieblichen Natur um Lienz ubte
einen michtigen Einfluss auf die Frische und Energie seines
Geistes. Ein Schimmer da von durchleuchtet die Vorrede ' zu
der Schrift: „Das Mineralbad Leopoldsruhe bei Lienz" (Inns-
bruck 1856): nGrossartig und entzQckend ist die Aussicht,
die sich hier dein Auge bietet Die gauze Ebene von Lienz
liegt zu Ihren Fussen, siidlich umralimt mit den kQhu auf-
strebenden Dolomitmassen des Spitzkofels und dem dunkel
bewalcMen Rauchkofel, gegen Osten geschlossen durch die
hohe Ziethen, an die sich links der Stronacher und Iselberg
mit seinem soichten Passe in das Mollthal anlehnt. N5rd-
lich erhebt sich der breite Riicken des Gaimberges, der mit
seiner malerischen Abwechslung von Feld und Wald und
Wiese einem grossen Parke gleicht und in dessen Anblick
sich das Auge nicht satt sehen kann. — In diesen Rahmen
gefasst breitet sich der ebene Thalboden aus, einst ein mach-
tiges Seebeckcn, jetzt von lachenden Wiesen und Aeckern
bedeckt, von der Erlen-bekrHnzten Drau durcheilt. Dort, wo
sich die Isel ihr vermSlt, liegt das freundliche Lienz, hier
blickt aus dunklem Gebiisch der Spitzthurm einer Dorfkirche
hervor, dort schaut das Helenenkirchlein herab ins tiefe Thai,
hier epiiiht vom rollenden MQhlrade die Sturzwelle, den Saum
in Regenbogenfarben getaucht u. s. w.
In Lienz gewann Eeil den Boden fur seine Studien,
welche seinen Namen in die Welt tragen sollten. Noch war
er vornehmlich Botaniker, und die Zeitschrift „ Lotos* in
Prag enthielt noch 1850 von ihm einige Aufsfttze botanischen
Inhaltes. 1855 bestieg er zum Erstenmal den Grossglockner;
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auf seiner Hohe vernahm er die Stimraen der Berggeister:
sie sprachen zu ihm aas fliegenden Wolken, aus dem Don-
ner der Lawinen, sie blickten Urn aus der Gluth der Alpen-
rosen and aus dem Sonnenglanz, der iiber Htihen und Tie fen,
fiber Fels und Schnee bis zu den Wohnungen der Menschen-
kinder hinleuchtete. Von nun an erfullte sich seine Be-
stimniung, ein Priester der Wissenschaft zu werden, dafiir
zu arbeiten, zu dulden und zu sterben. Am 22. September
1853 bestieg er von Pregratten den Grossvenediger, und seit-
dem verging kein Sommer, in dem er nicht diese Gruppe
der Centralpen kreuz und quer abgesucht h&tte. An fangs
hatte er nur die botanische Forschung im Auge, aber bald
wandte er seine Aufmerksamkeit ausschliesslich den orogra-
phischen und physikalischen Verhaltnissen der Alpen zu.
Er studirte Geologie, nahm zahlreiche Hohenmessungen vor,
niachte meteorologische Beobachtungen in Lienz und organi-
sirte solche Beobachtungsstationen noch an sieben anderea
Orten des Gebietes. In den Jahren 1850 bis 1858 sam-
melte er ein massenhaftes Material zu einer Beschreibung
des obersten Gebietes der Drau, Isel und M511 in natur-
wissenscliaftlicher Beziehung. Es schwebte ihm damals Prof.
lingers Buch iiber Kitzbuhel vor, aber sein Werk kam nicht
zur Ausfiihrung. wMeine sp^teren Arbeiten und die Noth-
wendigkeit Brod zu schaffen, liessen mich nicht dazu kommen,
das gesammelte Material zu verarbeiten; bei einiger Musse
kdnnte dies noch geschehena, schrieb er mir noch 1867.
Es war noch etwas Anderes, was ihn diese Arbeit uoter-
brechen liess. Er iiberzeugte sich, dass die Bezeichnung auf
unseren gewdhnlichen Flachkarten bei aller Ausbildung, welche
sie durch scharfsinnige Methoden erreicht hat, doch niemals
ein treues Bild der Bodengestaltung gew&hren, dass die wirk-
liche Plastik des Bodens nur durch naturgetreue, nach siche-
rer Autopsie und alien Erfahrungen der Wissenschaft ge-
arbeitete topographische Reliefkarten erkannt werden kdnne.
Keil wurde nun Geoplastiker und als solcher ist er zumeist
der Welt bekannt geworden, Wenn irgend jemand, so hatte
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er das Zeug dazu, in dieser Beziehung Grosses zu leisten:
ein grfindliches wissenschaftliches Stadium, genaue Kenntniss
des Terrains, ein glfickliches Formenged&chtniss, Talent and
Fertigkeit im Zeichnen and Modelliren. „Ausser der wissen-
schaftlichen and kuostlerischen Bildung," ausserte er in einem
Vortrage zu Salzburg, „rau83 der ttichtige Geoplastiker auch
jene physische Kraft besitzen, die ihn wochenlange Gebirgs-
wanderungen mit ihren Mfihseligkeiten und Gefahren ertragen
l&sst, ihm darf der moralische Math nicht fehlen, ihnen kiibn
entgegenzugehen, wenn es sich darum handelt, der Natar
ihre Eigenthftmlichkeiten in den verborgensten Winkeln ab-
ztilauscben, und ein tuchtiges Stuck deutscher Ausdauer mass
ihm eigen sein; denn die Werke, die er zu schaffen hat,
fordern viel Zeit, mehr Geduld und am meisten Fleiss." Mit
einem Math, mit einer Ausdauer ohne Gleichen hat Keil alle
phy.sischen und technischen Schwierigkeiten ftberwunden. Er
setzte seine Bergtouren fort, er war, wie er rair selbst sagte,
eiebenmal auf dem Grossglockner, zweimal auf dem Vene-
diger, noch 1859 auf dem Rainerhorn, dem stolzen Rivalen
des Grossvenedigers ; er litt Hunger und Durst, bestand Ge-
fahren aller Art, war mehrmal daran, sein Leben zu ver-
lieren, aber liberal 1 leuchtete der Stern fiber seinem Haupte
und zu ihm blickte er auch in Noth, Kummer, Ermattung,
Hitze und Kalte. 1856 erschienen seine ersten Reliefkarten :
Draugebiet, Grossglockner; 1858 die Reliefkarte der Kreuz-
kofelgruppe im grOsseren Massstabe (Visqoo)* 1^59 die
physisch-geograpbische Skizze, die Flora und Fauna derselben
Gruppe; 1860 begann er sein Hauptwerk „ Reliefkarten aus
den deutschen Alpen". Als mathematische Grundlagen dien-
ten ihm die Originalaufnahmen, die er im k. k. militarisch-
geographischen Institute benfltzte, die Specialkarten des Ge-
neralstabes, die Katastralmappen der Bezirke, die General-
stabskarte von Baiern und die Monographien und Karten
der einzelnen Gruppen. Um die Hdhenverh<nisse und ricb-
tigen Formen des Gebirgs zu erkennen, durohwanderte er
aberinals alle Winkel der Alpenwelt, er nahm neue Hftben-
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- iOd -
messungen vor, fertigte Profilzeichnungen ao and verificirte
die oft irrigen Angaben der Karten. Auf dieser Grundlage
entwarf er Plankarten, Schichtenreliefs und dann das wirk-
liche Relief. Dabei nabm er fiir das Detail der Berg- uod
Thalforiuen den Massstab von 1 : 48000 der Natur, so dass
1000 Fuss einer Linie der Karte entsprachen. Noch 1860
erschien die erste Section: Heiligenblut, Winklern, Lienz,
1861. das Relief der Berchtesgadener Gebirgsgruppe, und bis
1864 waren zwSlf Sectionen der deutschen Alpen fiir einen
Raum von 105 Quadratmeilen fertig, jede Section 300
Quadratzoll umfassend, nach Culture n oder geognostisch
colorirt. Den Reliefs wurden Begleitkarten beigegeben, welche
den topographischen, hydrographischen und hypsometrischen
Theil und dark das so mubsam gesammelte Material voll-
standig enthielten. Aus jenen Jahren bis 1865 sind noch
andere ausgezeichnete Arbeiten Keils zu nennen: so 1860
die Karte des Grossglockner in Petermanns Mittheilungen,
die bis jetzt die beste Karte des Glockners ist, 1862 sein
Prospect ffir topographische Reliefkarten, ein Vortrag uber
Reliefkarten in der Gesellschaft fur. Salzburger Laudeskunde,
1864 Relief und Karte vom Untersberg bei Salzburg und
die Glocknerkarte in Ruthners „Wanderungen in den Tauern"
(Wien, Gerold). Alle diese Arbeiten wurden in Salzburg
ausgefuhrt. Keil hatte seine Stelle in der Apotheke zu Lienz
langst aufgegeben, lebte seit 1860 in Salzburg und grundete
hier ein geoplastisches Institut, in dem er inehre Arbeiter
beschaftigte. Die meisten Reliefs waren audi bei Ackermanu,
sp&ter bei Max Glonner in Salzburg, die Plankarten bei
Artaria in Wien im Verlag. Mitte Janner 1865 Iiber-
siedelte er nach Wien, theils weil er es fiir sein Unterneh-
men f&rdernd hielt, theils urn ein Relief von Reichenau an-
zufertigen, welches Schulrath Becker als Unterrichtsmittel
for den Kronprinzen Rudolph bestimmt hatte. 1866 erschien
dieses Relief „der Schneeberg in Unterosterreich (V432oo)(<;
im selben Jahre die „Karte des Venediger" im Jahrbuch
des dsterreichischen Alpenvereins, und 1867 die vorzQgliche
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„Karte der Umgebung von Salzburg" (Vnooo) Sr- kk- Hoheit
dem Erzherzog Ludwig Viktor gewidmet In. zehn Jahren
hal dieser Mann mit einer wunderbaren Arbeitskraft mehr
als 30 Plan- und Reliefkarten geliefert. Die Reliefs aus
den deutscnen Alpen sind seiu bedeutendstes Werk und das
GrSsste, das bisher darch die Kraft eines einzelnen Privaten
eeWistet wurde. Sie haben alle Erfordernisse guter Relief-
karten : eine sichere wissenschaftliche Grundlage, eine voll-
endete technische Durchfiihrung und eine Naturtreue ohne
Gleicben. In der gelehrten Welt bestand damals noch ein
Misstrauen gegen Reliefkarten, weil die meisten allgemeinen
Karten dieser Art durchaus mangelhaft und mit der Wahr-
heit ira Widerspruch waren. Wer jedoch die Karten Keils
gesehen und mit kundigem Auge geprfift hat, wird ihre
wissenschaftliche Bedeutong, ihren Nutzen f&r den geogra-
phischen Unterricht wie fur die allgemeine Anschaoung nicht
verkennen. Alle Fachmanner, namentlich Petermann, von
Sydow, Dove, Director Vogel, in Oesterreich Steinhauser,
Simony, Hauslab, Sonklar u. A. bezeichneten Keils geo-
plastische Arbeiten als die vortrefflichsten und gelungensten
Leistungen ihrer Art, wenn ihnen uberhaupt irgend welche
ebenbiirtig zur Seite gesetzt werden kSnnen. Sydow schrieb
1860 in Petermanns Mittheilungen : „Wir k5nnen uns kein
besseres Erinnerungsbild denken ftir den, der die erhabene
Gruppe des Grossglockners mit eigenen Augen geschaut, und
konnen in den Grenzen der gebotenen Verkleinerung kein
besseres Instructionsmodell empfehlen fur den, der sich eine
richtige Vorstellung von der grossartigen Alpennatur machen
will. Nftchst der unmittelbaren Wirkung gew&hren so rich-
tig entworfene Reliefs wie die Keil'scben noch den grossen
Vortheil, photographische Bilder abnehmen zu kftnnen, welche
das Verstandniss der Kartographie in fiberraschender Weise
vermitteln." Petermann selbst schrieb 1861 fiber die Re-
Hefkarte von Berchtesgaden : „Sie ist die schQnste derartige
Arbeit, die uns bis jetzt bekannt geworden. Die treue Nach-
bildung der verschiedenen Formen, gehoben durch ein ge-
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— Ill -
8chraackvolles Colorit, ruft die Erinncrung an die entzflcken-
den Ansichten jener Gebirgswelt auf das Lebendigste wach.
Man wurde aber Keil.s Arbeiten keineswegs gerecht werden,
wollte man sie nur als Kuustwerke beurtheilen, sie haben
vor Allem einen bedeutenden wissenschaftlichen Werth. Weit
entfernt, sich mit den vorhandenen Karten und Hohenmes-v
sungen zu begnugen, stutzt er sich tiberall auf eigene Mes-
sungen, so dass seine Karten auf fortgesetzten, streng ge-
wissenhaften Forschungen beruhen." Es fehlte Keil auch
nicht an ausserer Anerkennung: 1856 wurde er Correspon-
dent der k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien, 1858
Ehrenmitglied des Ferdinandeums in Innsbruck, 1859 corresp.
Mitglied des Vereines fiir Geographie in Frankfurt a. M.f
1864 Ehrenmitglied und Meister des freien deutschen Hoch-
stifles im G5thehause zu Frankfurt, 1866 corresp. Mitglied
des Vereines fDr Salzburger Landeskunde; 1862 erhielt er
die Ehrenmedaille bei der Londoner Industrieausstellung und
1866 von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich die grosse
goldene Medaille far Kunst und Wissenschaft.
Damals, Anfaags der sechsziger Jahre ware die Zeit
gewesen, Keil als 5ffenl lichen Lehrer zu gewinnen oder sein
geoplastisches Institut auf Staatskosten zu ubernehmen, urn
eine Zahl Schiller beranbilden zu lassen. In einer beispiel-
losen Verkennung Hess man jedoch den Mann unbeachtet
und seine reiche Thatigkeit ungentitzt. In Amerika oder
Russland hatte Keil fur ahnliche Arbeiten gewiss eine ge-
sicherte Stellung erhalten, aber bei uns war kein Raum fur
ihn. Bei aller Anerkennung hervorragender FachnifiLnner
zockten andere, wenn von ihm die Rede war, hochmiithig
die Achseln; er war ja nicht Doctor und hatte die regel-
rechten Universit&tsstudien nicht durchgemacht. In den lei-
tenden Kreisen schien man damals noch gar nicht das Ver-
standniss zu haben fflr die Geographie als ein selbststandi-
ges Fach, als die Krone und Frucht aller Naturwissenschaf-
ten. Sie wurde nur als Hilfsmittel fur die Geschichte und
das nur nebenher in den Mittelschulen, an der UniversitSt
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gar nicht gelehrt. Erst jetzt fangt man an, eigene Lehr-
stflhle fur Geographie zu grunden, uud es wird eine Zeit
konimen, iu der unsere Jnngen Keils Arbeiten studiren und
seinen Namen mit Ehrfurcht nennen werden. Keil hat, wie
Prof. Frischauf in einer Versammlung des Alpenvereines
sagte, keinen andcren Fehler, als dass er dreissig Jahre zu
friih auf die Welt gekomraen ist. Er selbst musste von
Jahr zu Jahr arbeiten, um nur das liebe Brod zu erwerben.
— Seine Karten waren beispiellos billig. Eine Section der
deutschen Alpen kostete 21 fl., die Berchtesgadener Gruppe
48 fl., das Relief des Grossglockners 9 fl., das Relief des
Unterberges 9 fl., eine Begleitkarte 1 fl.; und doch wurden
in Oesterreich nur wenige Exeraplare verkauft. Von der
Kreuzkofel-Gruppe ist ein Exemplar im geographischen Ca-
binet der Wiener UniversitSt, ein zweites Exemplar im
Museum zu Innsbruck. Von der Section „Heiligenbluta sind
Exemplare im Klagenfurter Museum, im k. k. milit&risch-
geographischen Institute und in der Bihliothek der geogra-
phischen Gesellschaft in Wien. Reliefs der Berchtesgadener
Gruppe wurden angekauft vom K5nig Max von Baiem, vom
k. Armeeconservatorium in Mfinchen, von der KSnigin Elisa-
beth in Preussen, vollstandige Exemplare der 12 Sectionen
vom k. k. milit&risch-geographen Institute, vom Laudesaus-
schuss in Salzburg, vom Stift St. Peter in Salzburg, von
Baron Lerchenfeld in Munchen, theilweise vom K5nig von
Preussen u. a. Zehn Sectionen, geognostisch colorirt, ein
wahres Unicum und noch nie in solchem Massstabe ausge-
fuhrt, sind im Salzburger Museum. Das Relief „der Schnee-
berg in Unterosterreich" besitzt Se. k. k. Hoheit der Kron-
prinz Rudolph.
Die angestrengte Arbeit musste allmalig auch die starke
Kraft dieses Mannes aufreiben, aber das Ungliick kam fruher
uud harter uber ihn, als er geahnt hatte. Bereits 1865 zog
er sich durch eine rasche Erkaltung auf einem Berge in
Obersteiermark ein Ruckenmarksleiden zu, das anfangs nur
leiso, aber schon ein Jahr nachher in einem bedenklichen
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Zustande auftrat. Er suchte in der Kaltwasserheilanstalt zu
Reichenau Heilung. Die unteren Extremitaten waren wie
gelahmt und er verraochte nur mit Miihe und Hilfe des
Stocked knrze Strecken zu gehen. Fast zwei Jahre blieb er
in Reichenau, die Ruhe und Schonung thaten ihm wohl, aber
er musste mit der Arbeit abschliessen ; damit versiegten die
Mittel, und Armuth und Eleud kam uber ihn. Wohl fan-
den sich Gonner und Freunde. Erzherzog Ludwig Viktor,
der Alpenverein, Dr. Wagl in Graz liessen ihm Untersttltz-
ungen zukommen ; Graf Spaur in Salzburg bot ihm ein Asyl
in Sagor an, wo sich die Familie Langer in der liebens-
wurdigsten Weise seiner annahm. Seine Leiden wurden je-
doch schlimmer, er zog es vor, 1870 nach Marburg in Steier-
mark zu ubersiedeln und dort lebte er durch Jahre unheil-
bar siech, ohne Hilfe und Pflege, verschollen und vergessen
von der Welt. 1875, als ich von einer Ferienreise heim-
kehrte, fand ich auf meinem Tische ein Paket Briefe; es
waren meine eigenen Jugendbriefe an Keil, nnd er hatte mit
zitternder Hand darauf geschrieben: te moriturus salutat.
An einem der n&chsten Tage fuhr ich nach Marburg und
fand meinen alten liebenswflrdigen Freund in dem einstScki-
gen Hause No. 15 in der Kfirtnervorstadt, wo er seit einem
Jahre eine Dachstube bewohnte. Wenigstens war die Stube
hell und sauber, und eine Frau widmete ihm die aufmerk-
samste Pflege. Er weinte und jammerte, als er mich er-
blickt, und ich war in die tiefste Seele erschuttert. Er
konnte das Bett nicht mehr verlassen, nicht liegen und sitzen
und litt unsagliche Schmerzen. Leise klagend sprach er die
bekannten Verse: „Wer nie sein Brod in Thr&nen assa
u. 8. w. Und ich fand auch kein anderes Trostwort als:
„wir liegen auch nicht auf Rosen". Als ich aus der Hei-
mat von alten Geschichten erzahlte, flog ein heiteres Lacheln
uber sein Gesicht und er sprach von seiner Schwester in
Graslitz, von seinem Bruder, der in Rom gestorben. Eine
Freude wurde ihm noch bereitet. Der Alpenverein in Wien
und Graz uberschickte ihm zum Ghristkind eine Summe von
FerdinAndenma-ZeiUchrift 8
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800 fl., auch der Herr Unterricbtsminister wies einen Bei-
trag von 200 fl. an, alles in Erinnerung an seine Arbeiten
und al8 ein Zeichen, dass seine Spur nicht verweht sei auf
der Strasse des Lebens. Wir hofften von den lanen Luften
des Friihlings eine Linderung seines Leidens, aber am
10. Marz 1876 ist er still gestorben an der Grenze des
deutsehen Lebens, einsam und verlassen wie ein Flftchtling,
wie ein armer Spielmann, in Wahrheit als ein Mann von
wilder Energie und einer riesigen Schaffungskraft, als ein
Mann, der alles aus sich gestaltet hat, als ein Mann, der
Oesterreich und sein Volk geliebt hat, das jedoch die Schuld
an sein Talent nicht abgetragen hat. „Es hat dem All-
mSchtigen gefallen, Herrn Franz Keil, diplomirten Apotheker,
nach jahrelangen schmerzvollen Leiden in ein besseres Jen-
seits abzurufen; die Leiche ist Sonntag Nachmittags 2 Uhr
auf den Friedhof fiberfiihrt worden", lautete die einfache
Todesanzeige. Ich selbst gedenke, indem ich diesen Bericht
schreibe, der Worte Auerbachs : f,Was man zu erz&blen hat
von Menschen, die einem Heb gewesen, es ist nur ein Schat-
ten, denn sie selber fehlen dabei; was wir erben und ver-
erben aus der Vergangenheit, es ist nur der diirftige Nieder-
schlag eines reich erftllten Lebens."
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Die
Tiroler Wappenbticher
im Adelsarchive
des
k. k. Ministerium des Innern zu Wien.
Mitgetheilt
Hugo von Goldegg.
H. TlieiL
-£*3S*S>-
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Regesten.
(Die den Regesten Torgesetste Zabl bezeichnet das Folium [too MI.
751 bis XIV. 269 die Stuckzahl] des Originals, die am Schlnsse ange-
brachte aber die fortlaufende Regestennnmmer. Abkurzongen: W. ss
Wappenbrief, W. m. L. = Wappenbrief mit Lehenartikel.)
Raehtrag znm I. Theile.
Erzherzog Matthias 1596.
(Eingeschaltet aus den Hofkanzleiacten des Adelsarchivs:)
Wappenbrief fflr Joachim Hueber zu N&tz, Gerichts Roden-
egg. Innsbruck, 3. November 1596. 1249 a
(Ans Fr. K. WissgrilTs „Schauplatz des Nieder-Oester-
reichischen Adels", I. Bd„ S. 71 :) Ritterm&ssige Adelsfrei-
heit ftlr Adam Altensteiger, jur. Dr., erzb. Rath and geh.
Cammersecret&r, mit Edler (!?) von Altensteig. Inns-
brack, 20. November 1596. 1249 b
(Eingeschaltet aos den Hofkanzleiacten des Adelsarchivs :)
Wappenbrief mit Lehenartikel fQr Jacob Hueber, Zin-
gisser, wegen dessen Verdienste im Kriege gegen den christ-
lichen Erbfeind. 27. November 1596. 1250 a
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II. Theil.
Erzherzog Maximilian 1602—1618.
XII. Band.
1. Wappenbestatigung fur Cristof Kliekh, Urban-
richterambtsverwalter zu Kuefstain. Innsbruck, 27. Juli
1602. 1251
5. W. in. L. fUr Niclas, Jakob und Benedikt die S tier,
Gebrtider. Innsbruck, 23. Januar 1603. 1252
9. W. in. L. fur Hans Undterweger, Burger zu
Meran. Innsbruck, 23. Januar 1603. 1253
13. Adels- und Rotwachsfreiheit nebst Wappen-
besserung fur Dr. Dietrich Hepperger, erzh. Hofsecretar.
Innsbruck, 1. Marz 1603. 1254
18. W. fur Martin, bischoflicher Caplan zu Brixen,
Georg, Jakob und Michael Marnisechi, Gebr&der. Inns-
bruck, 1. Marz 1603. 1255
23. W. m. L. fur Peter Reindl, Burger und Wund-
arzt zu Kitzpichl. Innsbruck, 5. M&rz 1603. 1256
27. W. m. L. fur Cristof Rentz, Zoll- und Omb-
gelter-Ambts-Verwalter zu Kueffstain. Innsbruck, 5. Mte
1603. 1257
31. W. m. L. ftkr Sebastian Krabat, Burger zu
Glurns. Innsbruck, 25. Marz 1603. 1258
35. Best&tigung und Besserung des der Familie Earl
von Kaiser Carl V. unter'm 27. September 1547 verliehenen
Wappens ftir Hanns Karl, O. Oe. Kammerkanzlei- Expedi-
ter. Innsbruck, 5. April 1603. 1359
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- 119 —
43. W. m. L. fur Jakob, Burger za BotzeD, Wolf-
gang, Adam und Matheis, alle drei Burger zu Stockhach in
Nellenburg, die Brueder, Gebrflder. Innsbruck, 30. April
1603. 1260
47. W. fur Sebastian Michel, Burger der Stadt
Munderkhingen. Innsbruck, 10. Mai 1603. 1261
51. W. m. L. fur Christian Thurnes, Richter auf
Galltharn. Innsbruck, 20. Juni 1603. 1262
56. Wappenbesserung fftr den edlen Sigmund Bftrby
(Barbi) von Corret und dessen S5hne Johann, Andre,
Gabriel, jur. Dr., Marx und Innocent. Innsbruck, 12. Septb.
1603. 1263
61. W. m. L. fQr Caspar und Melchior die Mess-
ner, Gebrflder, Burger zu Brixen. Innsbruck, 13. Septbr.
1603. 1264
65. W. far Georg Apel, Burger zu Rain. Inns-
bruck, 13. September 1603. 1265
69. W. m. L. ffir Cristan und Oswald die Wiser,
Gebrader, und deren verstorbener Brftder Valtin und
Christof hinterlassene S6hne Hans und Ulrich. Innsbruck,
13. September 1603. 1266
73. W. m. L. far Augustin, Clement und Georg die
Kofler, Gebrader, Burger zu Botzen. Innsbruck, 8. Oc-
tober 1603. 1267
77. W. m. L. far Georg Loess, Gerichts-Anwaldt
im Lechthal, Herrschaft Ernnberg. Innsbruck, 29. Novem-
ber 1603. 1268
81. W. m. L. far Michael und Matheis, Briider, und
Martin, Janesius, Paul, Caspar, Hans und Niclaus, Yettern,
die Lindner. Innsbruck, 29. November 1603. 1269
86. W. m. L. far Georg Niernsanckh, Burggrave
zu Trieudt. Innsbruck, 9. December 1603. 1270
91. W. fur Andre Pritzj, Pfarrer in Schenna, und
dessen legitim. Sohn Johann Baptist, sowie far deren Yettern
Moriz, Valentin, Matheus und Jacob die Pritzj, genannt zu
Burgeias. Innsbruck, 23. December 1603. 1271
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— 120 —
95. W. m. L. far Bartolome P&chler, Gerichts-
schreiber der Herrschaft Uttenhaim, und dessen Brnder
Cristan. Innsbruck, 23. December 1603. 1272
99. W. m. L. fflr Thoman Planckhenstainer, Ge-
richtsanwaldt der Herrschaft Uttenhaim. Innsbruck, 23. De-
cember 1603. 1273
104. W. m. L. far Uriel, Ambtsschreiber im Tyroli-
schen OberBsterreichischen Camermaister-Arabt, Michael und
Caspar die Zingerl, Gebriider. Innsbruck, 4. Februar
1604. 1274
110. W. m. L. fur Hans Daiser den Aeltern und
dessen Brnder Hans den Jiingern, wessen Sobn Amtsschrei-
ber in dem Tyrolisch-Oberdsterreichischen Camermaisterambt.
Innsbruck, 4. Februar 1604. 1275
115. W. far Lukas, Zollgegenschreiber im PrimBr, und
Hans, sesshaft zu Tauffers im Miinsterthal, die Grass,
Gebrader. Innsbruck, 20. Mai 1604. 1276
120. W. m. L. far Peter, OberBsterreichischer Regi-
men ts-Canzleischreiber, Hans und Caspar die Jutzen, Ge-
briider, Biirger von Feldkirch. Innsbruck, 11. Juni 1604.
1277
126. Besserung des den Freiseisen vom Erzherzoge
Ferdinand am 10. April 1582 verliehenen Wappens fur
Cristan Freiseisen, dessen Sohn Abraham o. 5. Camer-
secret&r ist, und seines verstorbenen Bruders Abraham hin-
terlassene Erben. Innsbruck, 15. Juli 1604. 1278
(Fol. 131 mit dem Anfange des folgenden Diploms fehlt.)
132. W. m. L. fttr Simon, Paul, Hans, Martin, Lu-
kas und Gregor die Kolben, Gebrader. Innsbruck, 19. Juli
1604. 1279
135. W. m. L. fur Ludwig Schmidmayr zu Mar-
greidt, Gerichts Curtate ch. Innsbruck, 26. Aug. 1604. 1280
140. W. fur Hans, Richter in Stubay, und Pankratz
die Mayr, Gebrader, und deren Vetter Conradt. Innsbruck,
26. August 1604. 1281
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— 121 —
145. W. far Jakob Stftchel. Innsbruck, 26. Aug.
1604. 1282
149. W. m. L. fur Jakob, Michl und Georg die
Widitsch, Gebruder. Innsbruck, 9. Nov. 1604. 1283
153- W. m. L. fur Nikolaus, erzb. Hofktichenschraiber,
Marx, Martin, Filipp und Gregor die Troyer, Gebriider.
Innsbruck, 11. December 1604. 1284
15T. A dels- und Rotwachsfreiheit nebst Wappen-
verleihung und der Freibeit, sich von und zum Rosen-
stock h zu nennen, far Michael Faber. Innsbruck, 23. De-
cember 1604. 1285
163. W. m. L. fiir Hans Reinisch, Gerichtsschrei-
ber zu Taur, und dessen verstorbenen Bruders Christof
hinterlassene S5hne Paul, Michael und Matheus. (Datum
fehlt.) 1286
167. W. m. L. fur Erhardt und Hans die Rueschen,
Gebruder, Burger zu Kostanz. Innsbruck, 3. Jan. 1605. 1 287
171. W. m. L. fur Conrad, erzh. Hofsattler, Martin,
Hans und Thoman die Zaberl. Innsbruck, 11. Januar
1605. 1288
175. W. fur Peter Rossi, Pfarrer zu Mattraw, auch
seines Bruders Sohn Peter. Innsbruck, 28. Jan. 1605. 1289
179. W. fur Hanns Hofer auf dem Schabss, der
Herrschaft Rodnegg. Innsbruck, 31. Januar 1605. 1290
183. Besserung und Vermehrung des der Familie Payr
voni KSnige Ferdinand am 14. Juli 1544 verliehenen Wap-
pens mit dem der Familie Weinanglisch vora Kaiser
Maximilian 1. am 29. December 1492 ertheilten und nun
erledigten Wappen fiir Christof, Landtschreiber an der Etsch,
Georg, Ruepprecht und Hans die Payr, Gebruder, dereu
Mutter der letzte Sprosse der Weinanglisch'schen Familie
gewesen, dann deren Vettern Friedrich und Wilhelm die
Payr. Innsbruck, 17. Februar 1605. 1291
188. W. fur Cristof und dessen Vettern Hieronimus,
Matheus und Georg die Rainer. Innsbruck, 18. Februar
1605. 1292
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— 122 —
192. W- m.L. fur Michael Feichtner, Hofeinkhauffer beim
Markgrafen Carl zu Burgau. Innsbruck, 25. Febr. 1605. 1293
196. W. in. L. fur Gall T tiring, Burger und des
Raths zu Bregentz. Innsbruck, 28. Februar 1605. 1294
200. W. m. L. far Conradt K8pplin, Burger zu
Costanz. Innsbruck, 1. Mftrz 1605. 1295
205. W. m. L. fur Ulrica, Christan, Benedikt, Val-
tin and Hans Gebruder die Taler und deren Vettern Be-
nedikt, Sebastian und Hans Gebruder die Taler. Innsbruck,
8. Marz 1605. 1296
210. W. m. L. fur Christoff und Sebastian die A J b-
mayr, Gebruder. Innsbruck, 11. M&rz 1605. 1297
214. W. m. L. fur Jakob Neurauter von Klingen-
burg, Gerichts und Herrschaft St. Petersperg. Innsbruck,
17. Marz 1605. 1298
218. W. m. L. fur Christan Niderhofer zu L&nft.
Innsbruck, 21. M&rz 1605. 1299
222. W. m. L. fur Johanu Bendetti, zu Clautz ob
dem Nonss sesshaft. Innsbruck, 23. Marz 1605. 1300
226. Freiherrnbrief fur Jacob, Andre, Anton und Georg
die von Brandis, Briider und Vettern, und Bewilligung
fur dieselben, sich auch Herrn und Freye zu Leon-
burg und Vorst zu nennen. Innsbruck, 31. Marz 1605.
1301
(Fol. 232 und 233 unbeschrieben.)
233 y2. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fftr Theo-
bald Panthel von HSrsten, erzh Eleemosynarius und Hof-
kaplan. Innsbruck, 15. April 1605. 1302
234. W. fUr Peter Sattinger zu Burgeis, Gerichts
Glurns und Malss. Innsbruck, 21. April 1605. 1303
238. W. fdr Abraham, Zollverwalter zu Lftna am
Gampen (!), und Johann, Benefiziat in Tauffers, die Moser,
Gebruder. Innsbruck, 1. Juli 1605. 1304
241. W. m. L. fur Balthasar Praundorner. Inns-
bruck, 5. Juli 1605. 1305
245. W. fur Matheus Hofer den Aeltern, der ver-
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w&weten Erzherzogin in Oesterreich Anna Catharina Ilof-
portier, dann beede Hansen, auch Matbeus den Jungern,
sowie Thoman und Andre die Hofer, Matheus des Aeltern
Brfider und Vettern. Innsbruck, 5. Juli 1605. 1306
248. W- m. L. fflr Gilg Frannckh, Richter in dem
Marckht zu Mainerstorff. Innsbruck, 19. Juli 1605. 1307
254. W. m. L. fur Hanns S a lorn an aus der Herr-
schaft Sonnenberg. Innsbruck, 3. August 1605. 1308
258. W. m. L. fflr Hans Hart man, Landtamman
der Herrschaft Sonnenberg. Innsbruck, 3. Aug. 1605. 1309
262. W. m. L. far Johann, Benefiziat beira h. Kreutz
ira Gottshaus des h. Geistspitals zu Botzen, Lorenz und
Michael de Luchj, Gebriider. Innsbruck, 18. August
1605. 1310
266. W. m. L. fiir Ennglhart und Bernhart die Syhn,
Gebrftder. Innsbruck, 28. Juli 1605. 1311
270. W. fflr Peter und Caspar die Linser, Ge-
bruder. Innsbruck, 26. August 1604. 1312
274. Adelsfreiheit und Wappenbesserung, resp. Ueber-
tragung des dem Gefirg Hueber anlasslich dessen Adelser-
hebung vora Erzh. Mathias ertheilten Wappens (anstatt des
vora Erzh. Ferdinand verliehenen) auf dessen Bruderssohn
Abrahamb Hueber zu Stillendorff. Innsbruck, 16. Sept.
1605. 1313
280. W. m. L. fur Jacob Dorffner, auf MattSn
(Montan?) der Herrschaft Enn und Caldif sesshaft. Inns-
bruck, 1. October 1605. 1314
284. W. m. L. fflr die Vettern Matheus und Hanns
die Enndhofer. Innsbruck, 19. October 1605. 1315
288. W. no. L. fflr Georg und Andre die Helffen,
Gebrfider. Innsbruck, 3. November 1605. 1316
292. W. fflr Georg und Paul die Krausen, Ge-
briider. Innsbruck, 12. November 1605. 1317
288. W. m. L. fftr die Qebruder Stephan und Cas-
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— 124 —
par*) von Pfltz zu Putz, Gerichts Naudersperg sesshafft.
Innsbruck, 18* December 1604. 1318
302. W. fQr Bartlme, dann Hans und Georg die
Handtman, Gebriider. Innsbruck, 26. Jan. 1606. 1319
306. W. m. L. fur Georg, Thoman, Adam und See-
baldt die Pranndthueber, Gebriider. Innsbruck, 26. Ja-
nuar 1606. 1320
311. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Andreas
Flugy, Haubtinann zu Fiirstenburg, mit Verleihung des
Rauch- Aspermont'schen Wappens und Benennung von
und zu Rauch- Aspermont. Innsbruck, 1. Februar
1606. 1321
316. W. fur Hanns Cortleuteraus Ennenberg. Inns-
bruck, 2. Juni 1606. 1322
320. W. m. L. fiir Hans Greiner und dessen Sohn
Christof, Steuereinnehmer der Tyrolischen Lanndtschaft im
untern Innthal. Innsbruck, 3- Juni 1606. 1323
324. W. fur Paul, Wolf und Andree die Stromayr,
Gebriider. Innsbruck, 12. Juni 1606. 1324
328. W. fur Hanns Ebenthumer, in Algundt,
Landgerichts Meran, sesshafft. Innsbruck, 28. Juni 1606.
1325
333. W. m. L. fur Ulrich Mayr zn Alronss, Herr-
schaft Ambrass, und dessen Sohn Bernhart, beim Zollamt
zu Alronss bedienstet. Innsbruck, 10. Juli 1606. 1326
338. W. fur Johann Marchstainer, Pfarrer in der
St Jacobskirche zu Innsbruck. Innsbruck, 26. August 1606.
1327
342. W. m. L. fur Carl Niderhofer, Burger zu
Innsbruck, dessen verstorbener Binder Michael erzh. Hof-
Gourier gewesen. Innsbruck, 14. September 1606. 1328
347. W. m. L. fur Melchior Steltzer, des Pfann-
haus-Amts zu Hall im Innthal gmainer Waldtmaister. Inns-
bruck, 31. October 1606. 1329
*) Im Original- Wappenbriefe, welchen die noch bllihende Familie ron
PUtx besitst, iit auch eines dritten Bruden Jacob Erw&hntuig gethan.
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— 125 —
351. W. m. L. fiirHanns Payr. Innsbruck, 15. No-
vember 1606. 1330
355. W. m. L. fQr Cristoff Hundertpfundt, Bur-
ger und des Raths zu Bregentz und dessen Vetter Mathias,
Landamman zu Sultz und Ranckhweil in der Herrschaft
Veldtkhfirch. Innsbruck, 7. December 1606. 1331
360. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fBr Dr. Jo-
hann Conradt Schenckh, Leib-Medicus der verwitweten
Erzherzogin Anna Katharina zu Oesterreich, geb. Herzogin
zu Mantua und Montferrat, nebst dem Titel von Graven-
berg. Innsbruck, 20. December 1606. 1332
365. W. fur Johann Petz, ffirstl. bisch5flich Augs-
purgischen Stattvogt zu Fiiessen. Innsbruck, 10. Januar
1607. 1333
369. "W. far Hans, Blasy, Domenicus und Caspar die
Lutten, Gebrtider. Innsbruck, 11. Januar 1607. 1334
373. W. m. L. fur Hans Briechlein (Priechlein)
genannt Pfflster, nachdem derselbe in Frankreich, den Nie-
derlanden und zuletzt in Ungarn wider die Tiirken Kriegs-
dienste geleistet Innsbruck, 15. Januar 1607. 1335
377. Wappenbesserung fur den edlen Bernhard Halff-
ter, erzh. Hof-Medicus, sammt der Bewilligang, sich von
Alffter zu nennen. Innsbruck, 18. Januar 1607. 1336
381. Wappenbesserung fur den edlen Georg Locher,
der Rechte Dr., nachdem bereits Kaiser Maximilian am
12. Mai 1497 dem Conrad Locher, Stattamman zu Ulm,
und Berchtoldt Locher, kais. Secretar, Gebriidern, dann dem
Sonne des Conrad, Namens Sigmund, und endiich Jacoben
und Bartholomeen den Lochern, Gebriidern der Andern Vet-
tern, Adelsfreiheit ertheilt und das dem Geschlechte von
Kaiser Friedrich IH. verliehene Wappen gebessert und mit
dem erledigten Wappen derer von Epfingen vermehrt
hatte. Innsbruck, 24. Januar 1607. 1337
(Fol. 338—390 unbeschrieben.)
391. W. m. L. far Peter Berckhman, Statt-Amman
zu Bregentz. Innsbruck, 9. Februar 1607. 1338
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— 126 —
395. W. far Leonhart Lener, Gerichtsverwalter zu
Apsambs. Innsbrnck, 9. Februar 1607. 1339
399. Besserung des der Familie Vischer von Konig
Ferdinand am 1. October 1547 verliehenen Wappens fur
Andree Vischer, Bnrgermeister zu Meran. Innsbruck,
26. April 1607. 1340
405. W. in. L. fiir Martin Pig gel. Innsbruck, 9. Mai
1607. 1341
409. W. m. L. fur Martin Dimer, erzh. Hofkanzlei-
schreiber, aus Dantzig. Innsbruck, 11. Mai 1607. 1342
415. Rittermassige Adelsfreiheit und Verleihung des
von seinen Vettern bisher gefuhrten Wappens fur Vlrich
Morandel. Innsbruck, 12. Juni 1607. 1343
421. W. m. L. fur Thoman Mdsel, Burgermeister
zu Kuefstain. Innsbruck, 23. Juni 1607. 1344
425. WappenbestStigung fiir Franz, der Rechte Dr.,
Simon, Jacob und Honorius die edlen Trentini, Gebriider.
Innsbruck, 25. Juni 1607. 1345
429. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Hubert
Girardi, erzh. Statuarius. Innsbruck, 25. Juni 1607. 1346
434. Adelsfreiheit und "Wappenbest&tigung fiir Anton
C alder on. Innsbruck, 3. Juli 1607. 1347
440. "W. m. L. fur Hanns Jakob, auch Hanns und
Hanns Georg die Schwannckhen, Gebriider. Innsbruck,
10. Juli 1607. 1348
445. W. m. L. fiir Hanns Windt, erzh. Hofkanzlei
Registrator Amtsverwalter, und dessen Bruder Georg. Inns-
bruck, 23. Juli 1607. 1349
451. W. m. L. fiir Hanns Sigemund, dann Valentin
auch Ghristoff und Hanns die Grosspeundtner von
Wolfartshausen, Gebriider. Innsbruck, 16. Aug. 1607. 1350
455. W. for Niklas Posch. Innsbruck, 16. August
1607. 1351
459. W. m. L. fur Christoff Egen, Schuldthaiss zu
Rottemburg am Neckher. Innsbruck, 18. Aug. 1607. 1352
462 y2. W. m. L. f&r Hans, Burger zu Botzen, Gteorg
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- 127 —
trod BarUme die Luhn, Gebriider. Innsbruck, 16. No-
vember 1607. 1353
463. W. m. L. far Thoman Pobay, Burger und
Gastgeber zu Glurns. Innsbruck, 8. Nov. 1607. 1354
467. W. m. L. f&r Killian Tscherf. Innsbruck,
15. November 1607. 1355
471. W. m. L. fiir Marcell Osterman, bestellter
Fendrich des Landtsgerichts Sonnenburg, zu Kranbitten sess-
hafft, und dessen Bruder Joachim, sowie dessen Vettern
Caspar, Melchior und Martin die Osterman. Innsbruck,
16. November 1607. 1356
475. W. m. L. fiir Jakob, 0. Oe. Regiments-Canzlei-
schreiber, Michel und Jobann die Arbeissl, in der krai-
nerischen Sprach Gracheck genannt, Gebriider. Innsbruck,
17. December 1607. 1357
479. W. m. L. fur Hans Zelger, Gossman zu
Leiffers. Innsbruck, 9. Januar 1608. 1358
483. W. m. L. fiir Niklas auch Valentin und Georg
die Kletten, Gebriider, wegen ihrer Dienste als Kriegs-
lieferanten. Innsbruck, 9. Februar 1608. 1359
489. W. m. L. fiir Mathias A chm tiller und dessen
zwei BrUder Hans Balthasar und Georg. Innsbruck, 8. Fe-
bruar 1608. 1360
493. "W. fiir Adam, Burger und Gastgeb zu Hall im
Intfthal, und Hans die Malethen, Gebriider. Innsbruck,
15. Februar 1608. 1361
497. W. m. L. fiir Peter und Christan die Bern-
hardt, GebrQder. Innsbruck, 8. Mai 1608. 1362
501. "W. fiir Thomas, Landtaman der Herrschaft
Sonnenberg, Mathias, Amman zu Mitteklets (?), Georg,
Undervogt zu Bludenz, Conrad, Rochus und Hans die Frit-
zen, Gebriider, und deren Vettern, weiland ihres Bruders
Christens nachgelassene ehelichen Kinder. Innsbruck, 12. Mai
1608. 1363
505. Adelsfireiheit und Verleihung des dem verstorbe-
pen Hauptmann Paul Madruzer von Kaiser Maximilian n.
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— 128 —
am 28. Janoar 1566 ertheilten adelicben Wappens fur dessen
Bruder Johann Baptist Madruzer, Dr. der Rechte, und
deren Bruders Johann Franz Sohn Andreas, mit der Be-
rechtigung, sich von und zu Ebenhaimbzu nennen.
Innsbruck, 18. April 1608. 1364
509. W. in. L. fiir Andree Porchner, im Landt-
gericht Stertzing sesshafft. Innsbruck, 25. April 1609. 1365
513. W. fiir Giilgen Jayst, erzh. Pfannhausambts-
zu Hall im Ynnthal Dritterschaffer und Pfiessldiener. Inns-
bruck, 12. Mai 1608. 1366
517. W. fiir Bartlmee, Hans Caspar, Melchior und
Matheus die Sturrab, Gebriider. Innsbruck, 15. Februar
1610. 1367
521. Wappenbest&tigung m. L. fur Ghristan 6 a d n e r,
Perkhrichter in Prettigew. Innsbruck, 25. April 1609. 1368
525. Best&tigung des ererbten altadelichen Wappens
fiir Ulrich und Andreas, Gebriider, und deren Vettern An-
dreas, Johann und Turing die E n d e r 1 i von Monzwickh.
Innsbruck, 25. April 1609. 1369
529. W. in. L. fiir Hanns Degenhardt Sprenng
und dessen Sohn Simon. Innsbruck, 28. April 1609. 1370
533. W. m. L. fiir Hanns Ulrich und Romedj die
Wilhalm, Gevettern. Innsbruck, 9. Mai 1609. 1371
537. W. fur Lukass Weiss. Innsbruck, 9. Mai
1609. 1372
541. W. fur Hanns Schrentewein und dessen
Gebriider Georg und Andre. Innsbruck, 9. Mai 1609. 1373
545 W. fiir Hanns Naundorffer, erzh. PGxen-
maister und Feuerwercher. Innsbruck, 14. Mai 1609. 1374
549. Adelsfreiheit und Wappenverleihung nebst Rot-
wachsfreiheit fiir Benedikt R e n n t z , gewesten 0. Oe. Gamer
Raitrath. Innsbruck, 22. Mai 1609. 1375
555. W. m. L. fur Wolfgang Langenman t el ,
Burger zu Brauneggen, und dessen Vetter Michael. Inns-
bruck, 30. Juni 1609. 1376
(Fol. 557 und 558 unbeschrieben.)
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559. W. m. L. fflr Jakob Schnalser. Innsbruck,
3. Juni 1609. 1377
563. W. m. L. fiir Hanns Sch5fman, erzh. Hof-
kellerschreiber, and dessen Bruder Jacob. Innsbruck, 13. Juni
1609. 1378
567. W. fur Gabriel Viliot und dessen Bruder Nio-
las, Canonicus regularis im Eloster zu St. Michael unter
Botzen. Innsbruck, 20. Juni 1609. 1379
571. W. fur Jakob Laimgrueber auf Terent, Ge-
richts Scbenegg im Pusterthal. Innsbruck, 22. Juni 1609.
1380
(Fol. 573 und 574 unbeschrieben.)
575. W. m. L. fur Hans Weiss, Burger der Stadt
Villach in K&rnten, und dessen Bruder Adam. Innsbruck,
22. Juni 1609. 1381
579. Besserung und Vermehrung des altadelichen
Thunn'schen Wappens mit dem erledigten derer von Ru-
batsch zum Stern, deren Geschlechts Hannsens Philip-
pin von Thunn Mutter gewest, nebst Rotwachsfreiheit, fur
Hanns Philippin von Thunn, wegen dessen eigner und
der Verdienste seines Vaters Carl Philippin von Thunn,
Hauptmanns, und seiner zwei Gebruder Gedrg und Michael.
Innsbruck, 3. Juli 1609. 1382
583. Adels- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
der Familie Ttiffer von Kaiser Sigismund 1434 verliebenen
Wappens fur Albrecht Ttiffer, erzh. Rath und Vord. Oe.
General-Einnehmer. Innsbruck, 13. Juli 1609. 1383
589. W. m. L. fur Christof Albrecht, Stukhator
auch Gibsgiiesser. Innsbruck, 22. August 1609. 1384
593. W. m. L. ffir Hugo Balde, Vord. Oe. Camer-
Secret&r, und dessen Bruder Peter. Innsbruck, 22. August
1609. 1385
597. W. m. L. filr Paul Schaar von Stainach. Inns-
bruck, 26. August 1609. 1386
601. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Wolf-
Ferduiaadeami-ZeitBchrift. 9
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— 130 —
gang Part hoi, Haaptmann in der Herrschaft Sonnenburg.
Innsbruck, 13. October 1609. 1387
608. W. fur Hans Way d man von Botzen. Inns-
bruck, 7. November 1609. 1388
612. W. m. L. fur Niclas Brunell. Innsbruck,
17. November 1609. 1389
616. W. fur Sebastian Caseus (oder Khass) von
Wasserburg am Podensee, Leibquardihaubtman des Vetters
Erzherzogs Maximilian, Caesaris Estentii, Herzogens zu Mu-
tina. Innsbruck, 23. November 1609. 1390
620. W. m. L. fur Christan M o s e r von Botzen. Inns-
bruck, 24. November 1609. 1391
624. Adelsfreiheit und Besserung des der Familie Leh-
ner von Kaiser Carl V. am 14. April 1536 verliehenen
Wappens far Jakob Lehner und seines verstorbenen Bin-
ders Stefan nachgelassene Kinder. Innsbruck, 31. Decem-
ber 1609. 1392
628. W. m. L. fur Adam und Hanns die Eggl,
Gevettern, Burger zu Hall, wodurch das den GebrMern
Eggl von Erzh. Ferdinand am 22. Februar 1581 verliehene
Wappen aucb auf sie iibertragen wird. Innsbruck, 22. De-
cember 1605. 1393
635. Adelsfreiheit und Wappenbesseruog fttr Ulrich,
Ambtmann des ritterl. deutschen Ordenshauses zu Schlanders,
und Hans die Niderhofer, Gebruder. Innsbruck, 15. De-
cember 1607. 1394
640. W. fiir Christof Gumpp, Hoftischler und Bur-
ger in Innsbruck. Innsbruck, 29. August 1607. 1395
644. W. m. L. far Martin Schalgkhamer, 1. f.
Silberprenner und geschwornen Probierer zu Schwatz. Inns-
bruck, 25. April 1609. 1396
648. Bestatigung des der Familie Gebhart von Kaiser
Maximilian U. am 22. December 1573 verliehenen Wappens
und L. fur Ulrich, Burger zu Stertzing, und Hans die Geb-
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— 131 —
hart, Gebriider, und deren Vetter Christan. Innsbruck,
3. October 1609. 1497
(Fol. 652 und 653 unbeschrieben.)
654. W. fur Hans Schuechmacher, dessen Sohn
Paul Kriegslieferant ist. Innsbruck, 11. April 1609. 1398
660. W. ra. L. fur Hanns und Georg die Furner,
Gebriider. Innsbruck, 27. April 1609. 1399
664. W. m. L. fur Mathias Siess, erzh. Hofzergad-
ner. Innsbruck, 13. Juni 1609. 1400
XIII. Band.
1. W. m. L. fur den erzh. Hoftrommeter und Instru-
menti8ten Hans S torch. Innsbruck, 30. Jan. 1610. 1401
5. W. fur Caspar, erzh. Leibquardi-Trabanten, Martin
und Simon die Scheiber, Gebriider. Innsbruck, 22. Mai
1609. 1402
9. W. m. L. fur Michael Thaler, erzh. Hoffourier,
und dessen Bruder Hans. Innsbruck, 12. Febr. 1610. 1403
13. W, fur Jacob Holtzer, Wirth und Gastgeb zu
St Paul, Gerichts Altenburg. Innsbruck, 15. Februar
1610. 1404
17. W. m. L. fiir Achatius Amman von Viechtach.
Innsbruck, 15. Februar 1610. 1405
(Fol. 19 und 20 unbeschrieben.)
21. W. m. L. fur Hanns Undterrainer, Unnder-
waldmaistersambts-Mitgehulff in den Herrschaften Ratemberg,
Kuefstain und Kropffers(!). Innsbruck, 17. Febr. 1610. 1406
23. W. m. L. fiir Hanns Mayr, Burger zu Braun-
egg. Innsbruck, 29. Februar 1610. 1407
27. Bestatigung des der Familie Schiiesstl am 24. Ja-
nuar 1547 verliehenen Wappens fiir Hans, Burger zu Glurns,
Balthasar, Heinrich, Hans und Martin die Schiiesstl,
Gebriider und Vettern. Innsbruck, 5. April 1610. 1408
9*
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— 132 —
31. Besserung des der Familie Z&rcher von Erzherzog
Ferdinand am 13. Jannar 1586 verliehenen Wappens m. L.
ftbr Zacharias, Borgermeister zu Bludenz, and dessen Brader
Georg Sigmundt, dann fiir Mathias, Hans, Georg, Dietrich,
Gabriel, Adam nnd Sebastian, deren Vettern, die Z archer
Innsbruck, 5. April 1610. 1409
(FoL 36 anbeschrieben, 37 fehlt.)
38. W. far Chris tan Bodenus, gew. erzh. Hofkaplan,
Pfarrer za Monster. Innsbruck, 1. Jali 1610. 1410
42. W. m. L. fur Leonhardt Pelican, erzh. Hof-
instrumentist, and dessen Brader Friederich. Innsbruck, 4. No-
vember 1610. 1411
46. W. m. L. fdr Harms Winckhler, Hofgerichts
Sonnenburg sesshafft Innsbruck, 4. Nov. 1610. 1412
50. W. fdr Hanns Hueber, Burger zu Brixen. Inns-
bruck, 8. November 1610. 1413
52l/5. Freiherrnbrief fiir den erzh. Rath und Gamerer
Carl Fuchs von Fuchssberg rait dem Titel Frey-
herr za Jaaffenburg und St. Valtin, nachdem be-
reits dessen verstorbener Vetter, der kais. Rath and Vier-
telhaubtmaa im Burggrafenambt Carl Fuchs von Fuchsperg
Freyherr zu Lebenberg und Freidenstein, unl&ngst (1602)
von Kaiser Rudolph U. aus dem adelichen in den Freiherrn-
stand erhebt worden. Ohne Wappenbeschreibung. Inns-
bruck, 10. November 1610. 1414
54. Adelsfreiheit und Wappenbesserung filr den Doc-
tor der Rechte und O. Oe. Cainer-Procuratur-Rath Cyprian
Strele. Innsbruck, 15. November 1610. 1415
60. W. flir Jacob Khaltenprunner, Wurt und
Gastgeb zu Latturns, Landtgerichts Meran, und desaen Bree-
der Martin und Hans. Innsbruck, 18. Nov. 1610. 1416
629/4. Adelsfreiheit, Wappenverleihung und Rotwachs-
freiheit far den erzh. Cammerdiener Hanns Eckhardt Ro-
senberger. Innsbruck, 4. December 1610. 1417
64. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur den erzh-
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— 133 —
Rath mid ostr. Historiographen Franz Guillimannus.
Innsbruck, 4. December 1610. 1418
68. Adelsfreiheit and Wappenverleihung fiir Joseph
Heusler, Haubtman und Unndt. Wachtmaister von Bres-
lau. Innsbruck, 9. December 1610. 1419
72. W. m. L. fiir Rueprecht Obwegser, Burger
und Rodaufgeber zu Prauneggen, und dessen Gebruder Ma-
thias und Caspar. Innsbruck, 4. Januar 1611. 1420
76. W. m. L. fur Wilhelm, Johann, Anton, Marx,
Jakob und Thomas die Guielmoni (oder Gielmoni),
Gebrtider. Innsbruck, 13. Januar 1611. 1421
80. W. m. L. fQr Johann Eucharius Dumbler, aus
Wurzburg gebiirtig, und dessen Bruder Conrad. Innsbruck,
26. Januar 1611. 1422
86. W. ftir Hans Burn ell am Neuiss. Innsbruck,
1. M&rz 1611. 1423
90. W. fur Thomas und Hans die Tr*axl, Burger
und Handelsleute zu Botzen. Innsbruck, l.Marz 1611. 1424
(Fol. 92 und 93 unbeschrieben.)
94. W. fiir Thomas Ob lac her. Innsbruck, l.Marz
1611. 1425
96. W. m. L. fiir Bartlmee M tiller. Innsbruck,
9. Mftrz 1611. 1426
102. W. ftr Josef und Christof die Gardum, Ge-
brflder. Innsbruck, 15. MBrz 1611. 1427
106. W. m. L. far Georg und Michael die Camerer,
Gebrtider. Innsbruck, 19. M&rz 1611. 1428
1 10. W. m. L. ftlr Georg, von Schniechen, Hans und
Michael cb> Laichen, Gebruder. Innsbruck, 11. April
1611. 1429
1 14. W. fiir Georg Guetleben. Innsbruck, 22. April
1611. 1430
(Fol. Il6 und 117 unbeschrieben.)
118. W. fiir Adam Psch nagger, Burger zu Botzen.
Innsbruck, 22. April 1611. 1431
122. W. m. L. fur die Gebrfider Bartlme, Sigmund,
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— 134 —
Melchior und Christau die S c h w a b 1 , zu Vorschmog (?) ira
Gericht MSlten sesshafft. Innsbruck, 25. April 1611. 1432
128. W. m. L. fur Gregor, O. Oe. Hofconcipist, Sig-
raund, Hieronymus und Hans Ulrich die Haimben, Ge-
brQder und deren Vetter Michael Haimb, s&nmtlich von
'Waltershoven gebiirtig. Innsbruck, 25. April 1611. 1433
132. W. fur Gregor Scarta, erzh. Leib-Quardi-
Trabant, von Lembach aus der undtern Steyrraarkh, und
dessen Binder Blasy. Innsbruck, 25. April 1611. 1434
136. W. m. L. fur die Gebriider Gregor und Michael
die Gasteiger von Meran. Innsbruck, 4. Mai 1611. 1435
142. W. fur Martin Holtzhamer, erzh. Mundpeckh
und Hofmiller, und dessen Bruder Georg. Innsbruck, 4. Mai
1611. 1436
146. W. fur Paul und Michael Perger. Innsbruck,
16. Mai 1611. 1437
150! Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Dr. Jo-
hann Christoff Alsentz (oder Alsetz), Vord. Oe. Regi-
mentsrath. Innsbruck, 19. Mai 1611. 1438
154. W. m. L. fur Ge5rg Erttinger von Riedlingen,
aujetzt Burger des Raths zu Villach in Kh&rnten. Innsbruck,
19. Mai 1611. 1439
158. W. m. L. fiir Paul Fltiecher. Innsbruck,
30. Mai 1611. 1440
162. W. m. L. fur Balthasar Hirschauer, Medicus
von Miinchen. Innsbruck, 6. Juni 1611. 1441
166. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Cyriak
Renntz, 0. Oe. Cammerrath und obrister Camer-Secretaxi,
Doctor der Rechte. Innsbruck, 22. Juni 1611. 1442
172. W. fiir Caspar Schmidt, Burger und Handels-
mann in Innsbruck. Innsbruck, 23. Juni 1611. 1443
176. W. ra. L. far Caspar R5ssler, Gerichts Castel-
reut ansessig. Innsbruck, 6. Juli 1611. 1444
180. W. m. L. fiir Georg Khern, erzh. Hoffuetter-
maister, und dessen Bruder Michael und Hans. Innsbruck,
27. September 1611. 1445
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— 135 —
184. W. fto Donatus Endt von Budissin in Ober-
Lausnitz, derzeit Schuelmaister in der Neustifft bei Brixen
Innsbruck, 27. October 1611. 144°
188 W. far Lorenz Burger, erzh. Hofcaplan, una
dessen Vetter Bartlmee. Innsbruck, 28. M&rz 1612. 1447
194. W. m. L. far Hans Kitzwaider, erzh. Mund-
koch. Innsbruck, 29. M&rz 1612. Iff8
198 W. m. L. fur Balthasar, Georg *nd Melcbior
die Leissen, Gebrttder. Innsbruck, 5. April 1612. 1449
202. W. m. L. fur Georg M ay r, erzh. Silberdiener,
und dessen Bruder Melcbior und Jacob. Innsbruck, 5. April
1612- n . At \m
206. Wappenbesserung fur Georg Osternedt Inns-
bruck, 9. April 1612. 145.1
210. W. fur Angustin Rebensperger , Pftrrer in
Ahrn, und dessen Bruder Jacob. Innsbruck, 9. April
1612. *452
214. W. m. L. fur Sebastian Rapp aus Botzen.
Innsbruck, 9. April 1612. I453
(Fol. 216 und 217 unbeschrieben.)
218. W. m. L. fflr Albein und Ambrosy die Oblas-
ser, Gebruder. Innsbruck, 11. April 1612. 1464
224. W. m. L. fur Hans Erhardt, O. Oe. Cammer'
kantzleyschreiber. Innsbruck, 26. April 1612. 1455
230. W. m. L. far Georg Guggemoss, 1. f. Berg-
gerichtsschreiber zu Schwatz, und dessen Bruder Michael,
Burger und Peckh zu Hall. Innsbruck, 28. April 1612. 1456
234. W. m. L. fur die Gebrfider Hans und Lorentz
die Rabl von Schwatz. Innsbruck, 28. April 1612. 1457
238. W. m. L. fur Johannes Hartenstain, Schul-
maister zu Schlanders. Innsbruck, 5. Mai 1612. 1458
242. W. m. L. fur Matheus Kohler, dessen Sohn
Georg am erzh. Hofe bedienstet ist. Innsbruck, 9. Mai
1612. 14?9
246. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Jeremias
Fencher, der Rechte Dr. Innsbruck, 11. Mai 1612. 1460
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250. W. far Paul Hauser, Zollgegenschreiber in
Fleimbs. Innsbruck, 12. Mai 1612. 1461
254. W. far die Gebriider Michael, Martin and Georg
die Rauscher, Burger und PSckhen zu Botzen. Innsbruck,
1. December 1612. 1462
258. Besserung des der Familie Zobl von Kaiser Carl V.
1527 verliehenen Wappens fiir der verstorbenen Brflder Ul-
rich und Hans Zobl hinterlassenen Descendenten Hans, Jacob
und Georg, item Thoman, Hans, Georg, Conradt und Michael,
sodann auch Hans, Conradt, Matheus und Hans die Zobl,
Gebriider und Vettern, ab Thanhamb am Hallensee, Gerichts
Ernberg, sesshaffL Innsbruck, 22. Dec. 1612. 1463
262. W. m. L. fur Michael Hofer, Berggerichts-
schreiber zu Kiitzpuchl, und dessen Vetter Georg Hofer.
Innsbruck, 21. December 1612. 1464
266. W. m. L. fur Christan Schuelen, Zollner zum
Closter am Arleberg. Innsbruck, 31. Dec. 1612. 1465
270. W. m. L. fur Simon Sailer zu Khundtl. Inns-
bruck, 20. Janaar 1613. 1466
273. Wappenbest&tigung far Caspar Reecheisen,
Bargermeister zu Ymbst, und dessen Vettern Leonhardt,
Georg und Sigmundt, Burger und dess Raths zu Ymbst.
Innsbruck, 22. Januar 1613. 1467
277. W. m. L. far Christan Math, Burger zu Veldt-
kirch. Innsbruck, 22. Januar 1613. 1468
281. W. fur Hans Weyan, zu Andrian hausend.
Innsbruck, 28. Januar 1613. 1469
285. W. m. L. fur Isaak Vestemayr (oder Feste-
mayr), Burger zu Anmingen. Innsbruck, 31. Januar
1613. 1470
289. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Georg
Garnerus, der Arznei Dr. und Vord. Oe. Regiments und
Cammer bestellter Physicus. Innsbruck, 11. Marz 1613. 1471
293. W. m. L. fur Matheus Schetzer, Richter zu
Melthen, Herrschaft Greiflfen stain, und dessen Briider Gregor
und Christan. Innsbruck, 26. Marz 1613. 1472
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297. W. m. L. fur die Gebrfider Thoman, Christan
and Hans die Morsailler zu Schluderns, Gerichts Glurns
und Malss. Innsbruck, 28. M£rz 1613. 1473
301. W. fur Balthasar Imwinckhl genannt P&l,
Fourier des Viertls an der untern Etsch, und dessen Bruder
Leonhardt. Innsbruck, 28. Marz 1613. 1474
305. W. fur Hans Wachter, An wait des Gerichts
Tysens. Innsbruck, 11. April 1613. 1475
(Fol. 307 und 308 unbeschrieben.)
309. W. in. L. fur Michael Gufer, dessen Sohn
Adam 0. Oe. Caraercantzleyschreiber ist. Innsbruck, 11. April
1613. 1476
(Fol. 313—316 fehlen.)
317. Bestatigung des von Erzh. Ferdinand am 10. Fe-
bruar 1571 dem Georg Satler verliehenen Wappens fur
dessen hinterlassnen Sohn Erasmus Satler, Fuegerischen
Ambtman zu Hirschberg, da das Original -Privilegium in
einer Feuersbrunst verloren gegangen. Innsbruck, 2. Mai
1613. 1477
321. W. m. L. fur Balthasar Schuldthess, von
Hirschburg in Schlesien gebiirtig, Burger zu Lienz und d. Z.
Gastgeb in Vuergen, der Herrschaft Lienz, und dessen Bru-
der Melchior. Innsbruck, 18. Mai 1613. 1478
325. W. m. L. far Niklas Staffler, Gastgeb zu
St. Michael in Eppan. Innsbruck, 31. Mai 1613. 1479
329. W. m. L. fur Hans Topff, Landgerichtsschrei-
ber zu Kitzpuhl, dessen Vater Michael und Bruder Bartlmee,
beide Pergkhwerchsverwohnte in Schwatz. Innsbruck, 31. Mai
1613. 1480
(Fol. 331 und 332 unbeschrieben.)
333. W. m. L. fiir Ulrich Ebner, zura Oberganzner
im Leittach, Landtgerichts Griess und Botzen, sesshafft.
Innsbruck, 1. Juli 1613. 1481
337. W. fur Hans und Niclaus die Zunel, Gebrtt-
der, zu Rentsch, Landtgerichts Griess und Botzen, sesshafft.
Innsbruck, 1. Juli 1613. 1482
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341. Vermehrung des der Familie Paurnfeiodt von
Kaiser Carl V. am 28. October 1549 verliehenen Wappens
mit dem von Kdnig Ferdinand I. dem Geschlechte Mayr-
egger ertheilten Wappen fur Adam, Richter zu V5lss and
Schenckhenberg, und Paul, Burger zu Botzen, die Paurn-
feindt, Gebriider, deren Mutter eine geborne Mayregger
war, sowie fiir ihren Vetter Caspar Paurnfeiodt, Burger zu
Lienz. Innsbruck, 4. Juli 1613. 1483
345. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fQr Michael
Pelegrini zu Alden. Innsbruck, 30. Juli 1613. 1484
349. W. m. L. fur Matheus und Blasy die Khra-
mer, GebrOder, Landtgerichts Griess und Botzen sesshafft
Innsbruck, 12. August 1613. 1485
353. W. m. L. fur Georg Raitweiller, Zotlner am
Lafraun. Innsbruck, 12. August 1613. 1486
357. W. m. L. fur Andree Thanner, Burger zu
Brixen. Innsbruck, 14. August 1613. 1487
361. Adelsfreiheit und Besserung des der Familie
Leiiss vom KBnig Ferdinand I. am 30. April 1546 ver-
liehenen Wappens nebst Bewilligung, sich von dem adeligen
Sitze Paschpa nennen und schreiben zu diirfen, fur Nic-
laus Leflss. Innsbruck, 20. August 1613. * 1488
365. Adelsfreiheit und Wappenverleihung far Lorenz
M&nninger, der sich namentlich als Kundschafber in Kriegs-
diensten ausgezeichnet. Innsbruck, 30. Oct. 1613. 1489
369. W. m. L. fur Hans Rainer aus dem Yhenpach.
Innsbruck, 28. November 1613. 1490
373. W. ra. L. fur Sebastian Pfenning, der Kaseen-
thalerischen Schmelzhfittwerchs-Verweser zu Kiitzpfichl. Inns-
bruck, 14. December 1613. 1491
377. W. m. L. fiir Stefan, Caspar und Hans die
Undtertrifaler, Gevettern auf St. Jenesien-Perg bei
Botzen. Innsbruck, 20. Dec. 16131 1492
381. W. far Georg, Silvester, Jacob, Veit, Bartlme,
Marx und Claus die Platzer, Gebruder. Innsbruck,
31. December 1613. 1493
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385. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Haus
and Cristoff die Fritz en, Gebriider. Innsbruck, 8. Jan.
1614. 1494
389. W. ra. L. fur Hans We Hz, Burger zu Botzen.
Innsbruck, 11. Januar 1614. 1495
393. Besserung des vor 80 Jahren erworbenen alten
Wappens far Hans Jacob Schlachter, Burger und des
Raths zu Colmar, und dessen Stiefsohn Hans Ludwig Ber-
ger. Innsbruck, 7. Februar 1614. 1496
397. Besserung des dem Geschlechte Schwardelat 1550
von K5nig Ferdinand verliehenen und 1563 von Kaiser Ferdi-
nand und 1567 von Erzherzog Ferdinand best&tigten adeli-
chen Wappens, und Bewilligung, sich von Adlerburg zu
schreiben, fiir Joseph Schwardelat. Innsbruck, 11. Fe-
bruar 1614. 1497
401. W. m. L. fiir Hieronimus, Maximilian und Ma-
theus die Khern, Gebruder. Innsbruck, 22. Februar
1614. 1498
405. W. m. L. ftlr Caspar Bardtlomew. Inns-
bruck, 20. M&rz 1614. 1499
409. Adels- und Rotwachsfreiheit und Wappenver-
leihung fiir Caspar Rosenberg er, dessen Sohn Hans
Egghart Rosenberg zu Winckhl erzh. Cammerdiener ist
Innsbruck, 7. April 1614. 1500
413. W. m. L. fiir Hans Siberer. Innsbruck, 7. April
1614. 1501
417. W. m. L. fdr Adam und Paul Gugler, Ge-
brftder, Burger und Handelsleute zu Botzen. Innsbruck,
17. April 1614. 1502
421. W. ni. L. far Melchior Stflltzl, erzh. Kammer-
mahler. Innsbruck, 29. April 1614. 1503
425. W. m. L. far Mathias Amesshueber von
Schwatz. Innsbruck, 3. Mai 1614. 1504
429. W. m. L. far Matheus Rabenstainer, Rich-
ter und Gerichtsschreiber zu Wilthen, und dessen (unge-
nannte) Briider. Innsbruck, 3. Mai 1614. 1505
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433. W. fdr Thoinan, Thobias, Sebastian und Hans
die Lindner. Innsbruck, 7. Juli 1614. 1506
437. Adelsfreiheit und Besserung des alten der Fa-
milie Bernhart von Raiser Maximilian I. am 14. September
1492 verliehenen Wappens fiir Dr. Leonhard Bernhart,
erzh. Rath und geheimer Rathssecret&r, und dessen Bruder
Jeremias und Niclas. Innsbruck, 7. Jnli 1614. 1507
441. Adels- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
den Wannern von Kaiser Maximilian I. im J. 1510 ver-
liehenen Wappens fdr Hans Wanner, Probst in St. Affra
Mayrhof zu Botzen. Innsbruck, 27. Sept. 1614. 1508
445. W. m. L. fiir Peter Margreiter, Holtzfiirge-
dinger des 1. f. Perckh- und Schmeltzwerchs zu Schwatz und
Brixlegg, und dessen Bruder Caspar. Innsbruck, 30. Sep-
tember 1614. 150J
449. Adels- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
den Lieben von Kaiser Maximilian I. im J. 1504 verliehe-
nen Wappens fiir Johann Baptista Lieb, Zollner an der
T511 und 1. f. Amtsverwalter zu Botzen. Innsbruck, 1. Oc-
tober 1614. 1510
455. W. m. L. fiir Valthin Schlechtleiittner,
Burger, yetzt Praun auf Pratz5l ausser Botzen. Innsbruck,
21. October 1614. 1511
459. W. m. L. fur die Bruder Mathias und Georg
die Wagner, Bfirger zu Hall, und deren Vetter David zu
Schwatz. Innsbruck, 21. October 1614. 1512
463. W. m. L. fiir Hans Sumpundt, Anwald auf
der Abbtey im Gericht Ennenberg. Innsbruck, 29. October
1614. 1513
467. Wappenbesserung fiir Hans L a i t e r e r , Gerichts-
Amman zu Kisslegg, dessen Sohn Hans Caspar Pflegsver-
walter der Herrschaft Enn und Caldif war. Innsbruck, 4. No-
vember 1614. 1514
471. W. flir den Instrumentisten und Trometer Andre
Haberrainer und dessen Bruder Mathias. Innsbruck,
7. November 1614. 1515
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475. W. m. L. fiir Josef Achtmarkht, Burger des
Raths zu Botzen. Innsbruck, 14. November 1614. 1516
479. W. m. L. fiir Hans Oberle von Botzen. Inns-
bruck, 15. November 1614. 1517
483. W. m. L. fur Hans Fluchtberger, des 1. f.
Pfannhaus - Ambts zu Hall Kaufmanuskhnecht. Innsbruck,
24. November 1614. 1518
491. W. fiir Audre N5ser, Burger des Raths zu
Meran. Innsbruck, 11. December 1614. 1519
491. W. fiir Balthasar Langgitsch', Burger des
Raths und Handlsmann zu Villach. Innsbruck, 23. Decem-
ber 1614. 1520
495. W. m. L. fiir Domenig Prugg von Nauders,
dessen Sohn Hans beira Zollambt am Gamppen zu Lanach
bedienstet war. Innsbruck, 28. Januar 1615. 1521
499. W. m. L. far Anton Thaler an Vilgreit. Inns-
bruck, 5. M&rz 1615. 1522
503. Wappenbesserung, Rotwachsfreiheit und Bewilli-
gung, sich von Grienberg zu nennen, fiir die edlen Franz,
Ambtmann zu Botzen, und Hans Christoff Grienberg,
Gebrfider. Innsbruck, 14. Mftrz 1615. 1523
(Fol. 511 und 512 unbeschrieben.)
513. Uebertragung des durch den Heimgang des Hans
Georg H5lzl von Cranichperg erledigten Wappens mit
Lehenartikel auf dessen Vettern Josef, Hofgerichtsschreiber
zu Brixen, und Caspar die Lehner, Gebriider. Innsbruck,
17. M&rz 1615. 1524
517. W. m. L. fiir Wolfgang Piihlmayer, Fugge-
rischer Verweser zu Rattenberg. Innsbruck, 24. M&rz
1015. 1525
521. W. m. L. fur Georg Raysacher von Schwatz.
Innsbruck, 28. M&rz 1615. 1526
525. W. fiir den Magister Johann Georg G5pff-
hardt, Dechant im Wippthale und Pfarrer zu Matray, der
h. Schrift Baccalaureus. Innsbruck, 8. April 1615. 1527
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527. W. fur Caspar Dietraayr von Haimblburg.
Innsbruck, 13. April 1615. 1528
531. Wappenbesserung fiir Christan Hindenlanng,
des Gottshaus Schnssenried Secretarius. Innsbruck, 13. April
1615. 1529
535. W. m. L. fiir Caspar, Wilhelm, Wolfgang, Os-
wald und Hans die Carl'n von Raublingen aus dem obern
Landts Bayern, Gebriider. Innsbrack, 29. Mai 1615. 1530
539. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenver-
leihung fur den erzherz. Cammermahler Martin Mitnacht.
Innsbruck, 30. Mai 1615. 1531
(Fol. 543 und 544 unbeschrieben.)
545. W. far Caspar Daiser, erzh. Hofpauschaffer.
Innsbruck, 3. Juni 1615. 1532
(Aus dem Originaldiplome bei Grafen Hendl in Meran.)
Freiherrndiplom f&r den erzh. Rath, Camerer und Viertl-
haubtman im Vintschgew, Pfandsinhaber der Herrschaften
Schlanders, Castlbell und Probstey Eyrs, Maximilian Hendl
zu Goldrain, Jufahl uud Maretsch, als d. Z. dieses Adeii-
chen Geschlechtes, Namens und Stammens den Aeltesten,
dessen Bruder Christoff Sigmund, 1. f. tyrol. Landrath, deren
Vettern Vlrich, auch weiland Hannsen Hendl zu Ober und
Nider Reichenburg, gew. Viertlhaubtman im Vintschgew
nachgelassene Sfthne Reimprecht, Caspar und Sigmund die
Hendl mit dem Titel Hendl, Freyherrn zu Gold-
rain, Jufahl und Maretsch, Herrn zu Ober- und
Nider Reichenburg. Ohne Wappenangabe. Innsbruck,
26. Juni 1615. 1532 a
549. W. m. L. fiir Georg Hannenman (oder
Hannemann), Cammertrabandtens - Gehiilff , und dessen
Bruder Hanns. Innsbruck, 19. Juli 1615. 1533
(Fol. 552 und 553 unbeschrieben.)
554. W. m. L. fiir Jakob Becker von Strassparg,
Apothegger zu Hall im Ynnthal, und dessen Bruder Paul.
Innsbruck, 30. Juli 1615. 1534
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558. W. fur Cristof, Wolfgang und Christian die
Thomaset auf Castlruth, GebrQder. Innsbruck, 18. Aug.
1615. 1535
562. W. m. L. fur Thomas Sprenger, Burger zu
Botzen. InDsbruck, 18. August 1615. 1536
566. W. m. L. fur Peter, Burger und des Raths zu
Meran, und Urban die Platzer, Gebriider. Innsbruck,
9. September 1615. 1537
570. Adelsfreiheit und Besserung des von der Familie
Rottmayr ehedem gefuhrten, von Kaiser Rudolph II. 1583
bestatigteo Wappens fiir Geftrg und Hanns die Rottmayr,
GebrQder, wovon eraterer Salzburgischer Pfleger der Herr-
schaft Traussmaurn in Oesterreich undter der Ens. Inns-
bruck, 9. September 1615. 1538
574- W. m. L. fur Ferdinand Wantsch, 0. Oe.
Cammer-Kanzleischreiber. Innsbruck, 23. Sept. 1615. 1539
578. W. m. L. fur Marx Reinisch, Richter zu
Jenesyen, und dessen Vettern Christan und Niklas Reinisch.
Innsbruck, 23. September 1615. 1540
(Fol. 582 und 583 unbeschrieben.)
584. W. m. L. fur Adam Friderich zu Oberplanitz.
Innsbruck, 1. October 1615. 1541
588. W. m. L. fur Jakob Sch8n5gger, verord-
neten Anwaldt der Pfarr Partschins, und dessen Bruder
Ciprian, beide im Landgericht Meran sesshafft. Innsbruck,
1. October 1615. 1542
592. W. m. L. fur Adam Piichler zu Kurchdorff
der Herrschaft Kfitzpichl. Innsbruck, 5. Oct. 1615. 1543
598. W. fur Dominik, erzherz. Hofgartner, Johann
und Dietrich die Sebastian, Gebriider. Innsbruck, 10. Oc-
tober 1615. 1544
602. W. fur Bartlme Hoi, Orgauist des Gotishauss
und Closters zum h. Creutz in Innsbruck, und dessen Bru-
der Hans und Michael. Innsbruck, 10. Oct. 1615. 1545
606. W. m. Lt. fur Johann Nieppein, erzh. Hof-
kaplan und Canonieus des St. Theobalden-Stiffts, und dessen
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Briider Ulrich, Priester, and Bartlmee. Innsbruck, 10. Oc-
tober 1615. 1646
610. Adels- and Rotwachsfreiheit und Wappenver-
leihung an Hans Chris tof Messerschmidt, 1. f. MtLntz-
truckhwerchsgegenhandler, auch Cassier und Wardein zu Hall
im Innthal. Innsbruck, 20. October 1615. 1547
616. W. fdr Georg und Hans Gebriider die Ann-
derln und deren Vettern Ulrich und Hans, alle BQrger zu
Glurns. Innsbruck, 20. October 1615. 1548
620. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fQr Hanns
Dietrich R5ssl (oder Res si). Innsbruck, 28. April 1616.
1549
624. Adelsfreiheit und Besserung des von Kaiser Fer-
dinand I. ertheilten Wappens Mir Johann Dietrich Loys,
bedienstet bei der Vord. Oe. Regiments-Canzlei. Innsbruck,
28. April 1616. 1550
(Fol. 628 und 629 unbeschrieben.)
630. W. m. L. fiir Heinrich Ulrich, Gerichtschreiber
zu Calthern und Laimburg. Innsbruck, 5. Mai 1616. 1551
634. AdeU- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
der Familie Arbeissl (krainerisch Graceck) von Erzh. Maxi-
milian am 17. December 1607 verliehenen Wappens far
Jacob, erzh. Hofkanzlei-Ingrossist, und Johann die Arbeissl,
Gebriider. Innsbruck, 5. Mai 1616. 1552
642. Confirmation und Besserung des der Familie
Z&nngerl von Erzh. Sigmund 1489 verliehenen Wappens
fur Caspar Z&nngerl von Griess, Gerichts Landegg. Inns-
bruck, 5. Mai 1616. 1553
644. Adelsfreiheit und Wappenbesserung ftir Hans
und Moritz die Stoltzen, GebrGder. Inusbruck, 11. Mai
1616. 1554
650. W. m. L. fiir Melchior, Peter, Hans und Alexan-
der die Mentzen, Gebriider, alle Burger zu Botzen. Inns-
bruck, 12. Mai 1616. 1555
654. W. m. L. fdr Hans Khtiechl, bestellten Fen-
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derich des Landtsgerichts Sonnenburg, zu Allheiligen sesshafft.
Wien, 22. September 1616. 1556
660. Adelsfreiheit und Besserang des von Kaiser Gar) V.
am 19. Juli 1530 der Familie Streemayr verlieheaen Wap-
pens ffir Isaak Streemayr, 0. Oe. Regiments-Secretarius.
Neustatt in Oesterreich, 8. October 1616. 1557
664. W. flir Hans Fux, Maler, und dessen Vetter
Cyprian Fux, beede zu Latsch, Gerichts Schlanders, woh-
nend. Prag, 23. December 1616. 1558
668. W. fur Adam Schneweis von Ladis, Gerichts
Laudegg. Prag, 23. December 1616. 1559
672. W. fur Jakob, Josef und Caspar die Forcher,
Gebrtider. Prag, 23. December 1616. 1560
676. W. fur Matheus Strobl, Burger des Raths zu
Rattemberg. Prag, 23. December 1616. 1561
680. W. fur Leonhardt Ascher, Trifftmaister und
Holtz-ZQler bei dem 1. f. Perckwerchs-Factorhandel in Tirol.
Prag, 23. December 1616. 1562
684. Confirmation und Besserung des der Familie
Stanget von Kaiser Carl V. verliehenen Wappens fur Hans
St an get. Prag, 5. Januar 1617. 1563
688. W. fur Hans Sayler (oder Sailer), reitender
Kammerpot und Courier, auch dessen Briider Mathes und
Martin, Burger und Metzger zu Hall. Prag, 2. Mfirz 1617.
1564
693. W. m. L. far Christan und Alexander die Schiehl,
Gebrfider, und deren Vetter Adam. Prag, 2. M£rz 1617.
1565
697. W. in. L. fur Caspar Betz von Illerberg. Prag,
6. April 1617. 1566
701. Adelsfreiheit und Besserung des von Erzherzog
Ferdinand am 13. M&rz 1583 verliehenen Wappens fur
Johann Tschitscher, Thuembherrn, und dessen Bruder
Paul. Prag, 20. April 1617. 1567
705. W. m. L. fur Paul K&spacher, Dechant in
Ferdinandeumg-ZeiUchrift 10
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— 146 —
"Wippthal und Pfarrer zu Matray, und dessen Vettern Veit
und Michael die Kaspacher. Neustatt, 13. Mai 1617. 1568
709. W. ra. L. fflr Abraham Ottentaler, O. Oe.
Regiments-Concipist, and dessen Binder Elias, sowie des
verstorbenen Bruders Paul nachgelassene S&hne Paul, Chri-
stian und Joseph die Ottentaler. Prag, 10. Juni 1617. 1569
713. W. m. L. fiir Andre Co rent, erzh. Hofprofoss,
nnd dessen Bruder Hans. Innsbruck, 15. Nov. 1617. 1570
717. W. fur Balthasar Erhardt, genannt an der
L&n, zu Calthern. Innsbruck, 15. Nov. 1617. 1671
721. W. m. L. fur Hans Hieber zu Schlanders.
Innsbruck, 20. November 1617. 1572
725. W. m. L. far Wolfgang Prenn den Jttngero,
Burger und Handlsmann zu Hall im Ynthal. Innsbruck,
9. December 1617. 1573
729. W. m. L. ffir Martin Thorn an, Wflrtt und
Gastgeb zu Castlbell. Innsbruck, 9. Dec. 1617. 1574
731. W. ftlr Hans Thoman, wohnhaffit zu Cortsch.
Innsbruck, 9. December 1617. 1575
733. Adelsfreiheit und Besserung des altgefahrten
Wappens far den erzh. Rath und 0. Oe. Hofregiments- und
Cammerwesens bestel lten Physicus Paul Weinhartt, Med.
Dr., und dessen beide Bruder Leonhard, der Rechte Dr.,
und Philipp, sodann derselben Vetter Hanns Georg die
Weinhartt. Innsbruck, 9. December 1617. 1576
737. Besserung des von Erzherzog Ferdinand am
18. Februar 1582 verliehenen Wappens far Balthasar Fai-
stenberger, dessen Sohn Daniel O. Oe. Regiments- Canzlei-
Verwonter ist, dessen Bruder Paul und Hans und des verstor-
benen Bruders Wolgang Sfthne Georg, Adam und Matheus
die Faistenberger in Sarnthal. Innsbruck, 18. December
1617. 1577
741. W. m. L. far Gabriel, Caspar und Mathias die
Wftrnhart, Gebriider zu Naturns, Landsgerichts Meran,
Innsbruck, 18. December 1617. 1578
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745. W. m. L. fdr Balthasar Hflltzl. Innsbruck,
19. December 1617. 1579
749. W. m. L. fur Hans am Orth, Burger und
Gastgeb zu Botzen. Innsbruck, 23. December 1617. 1580
751.*) W. m. L. fur Blasy Wachter zu Natturns
und dessen Briider Peter, Jacob, Hans und Ghristan. Inns-
bruck, 31. Januar 1618. (4) 1581
752. W. m. L. fur Sebastian Gatterer, Burger und
Handlsmann zu Innsbruck, und desseu Briider Matheus, Oss-
waldt und Thoman, dann des yerstorbenen Bruders Hans
Sohn Andreas. Innsbruck, 31. Januar 1618. (3) 1582
753. Besserung des von Kaiser Maximilian II. am
27. September 1570 der Familie Schor verliehenen Wap-
pens fur die Gebriider Hans und Bartlme, dann die Vettern
Johann, Jeremias, David, Andreas und Tobias die Schor.
Innsbruck, 9. Februar 1618. (4) 1583
754. W. m. L. fdr Josef Ossterman, Gerichtsschrei-
ber zum Stain undter Lebenberg. Innsbruck, 10. Februar
1618. (3) 1584
755. W. m. L. far Caspar und Hans die Piirckhl,
Gebriider aus Calthern. Innsbruck, 10. Februar 1618. (2)
1585
756. W. m. L. fur Anton Zigeiner. Innsbruck,
8. Marz 1618. (1) 1586
(Fiinf Blatter leer.)
757. W. fur Caspar L 8 ffler, Handelsmann zu Sultz,
Gerichts Petersperg. Innsbruck, 12. Febr. 1618. (2) 1587
758. W. m. L. fur Johann Mair, Kooperator in
St. Jakobs Pfarrkiirchen in Innsbruck, und dessen Briider
Gregor und Caspar. Innsbruck, 19. Februar 1618. (4) 1588
759. W. m. L. fiir Johann Wiser, Friiemesser in
•) Von diesem Blatte an bis sum Schluase des XIV. Bandes sind
nicht mehr die Folien, wol aber die Diplome nummerirt. Die Zabl der
Bdgen jeden Conceptes findet sich hier am Schluwe des betreffenden
Regestes eingeklammert
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St. Jakobs Pfarrkirchen in Innsbruck, and (lessen Binder
Martin. Innsbruck, 19. Febraar 1618. (4) 1589
760. W. m. L. fiir Mathias Seitz, Postverwalter zu
Haitterwang. Innsbruck, 21. Februar 1618. (4) 1590
761. Adelsfreiheit und Wappenverleihung far Franz
Tonelli, Handlsmann zu Nago. Innsbruck, 26. Februar
1618. (4) 1591
762. W. ffir Gall Ceeli, Caplan des erzh. Stifts zu
Tarenz im Gericht Ymbst. Innsbruck, 26. Febr. 1618. (4)
1592
763. W. m. L. for Hans Hofman, erzh. Cammer-
fourier, und dessen Binder Michael, erzh. Guarderobba. Inns-
bruck, 12, Februar 1618. (2) 1593
764. W. fttr Thoman Miiller zu Telfes, Landsge-
richts Stertzingen. Innsbruck, 26. Februar 1618. (4) 1594
765. W. fQr Caspar Widenplatzer und dessen
Brfider Georg und Leonhart. Innsbruck, 26. Febr. 1618. (2)
1595
766. W. m. L. ffir Hainrich Stoeffl, Handelsmann
zu Schwatz. Innsbruck, 28. Februar 1618. (4) 1596
767. W. fiir Kaspar Kurtz (oder Khurtz) von
Veldkurch, Handelsmann in Mayland. Innsbruck, 1. Marz
1618. (2) 1597
768. Adels- und Rotwachsfreiheit nebst Besserung des
von Kaiser Rudolph H. am 9. Dec. 1600 verliehenen Wap-
pens fiir Augustin Kholer, Hauptmann an der obern
Etsch. Innsbruck, 1. MSrz 1618. (4) 1598
769.*) Adels- und Rotwachsfreiheit nebst Besserung
des von Erzh. Ferdinand am 19. Sept. 1570 verliehenen
Wappens und Bewilligung, sich von und zu Mareidt
*) Am Kopfe des Diplomsconceptes ist das „Wir Maximilian"
durchstrichen und dafUr „Wir Leopolda gesetzt, auch ist Anfiangs als
Datum angegeben: „Wien, 15. Mai 1618" wahrend es im Diploma am
Schlusse heisst: ^Innsbruck, 4. April 1619u.
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zu nennen, fxlr Paul Frantzin and (lessen Brader Eustach.
Innsbruck, 4. April 1619. (4) 1599
770. Wappenbestatigung und -Besserung for Adam
Sprenger, Richter der Herrschaft Naudersperg, und dessen
S5hne Cristan, Ghristoph und Adam. Wien, 9. Juli 1618.
(4) 1600
771. W. fflr Carl Oberhauser zu Aur, Gerichts
En und CaldiflF. Wien, 10. September 1618. (2) 1601
(Zwei Blfitter leer.)
772. W. m. L. fur Paul Ruetz, 0. Oe. Cammer-
schreiberambts-Adjunkt. Neustatt, 17. Sept. 1618. (4) 1602
773. W. m. L. f&r Christoff Reach, gewes. erzh.
Tbiergartner in Rotholtz, und dessen Sflhne Georg, Felix,
Wolfgang, Michael und Christof. Neustatt, 8. October
1618. (4) 1603
774. Wappenbestatigung und -Besserung des von Erzh.
Ferdinand am 7. April 1584 verliehenen Wappens fQr Hans
St rimer, Ambtmann und Pfleger zu Schlanders, dessen
Gebriider Peter, Caspar, Melchior und Balthasar, sowie
dessen Yettern Moritz, Georg, Dominik, auch Caspar und
Thoman, endlich Caspar, Hans und Christan die Strimer
zum Strimhof. Innsbruck, 23. December 1617. (5) 1604
775. Neuerliche Erhebung des nach dem Ableben des
kinderlosen Vetters Hans von Hurlach vererbten Sitzes
Hurlach gegeniiber dem Talfer-Zoll zu Botzen zu einem
adelichen nebst der Bewilligung, sich von und zu Hurlach
nennen und schreiben zu durfen, fQr David Waffner.
Innsbruck, 29. October 1609. (4) 1605
776. Besserung und Aenderung des von Erzh. Ferdi-
nand am 27. Marz 1576 verliehenen Wappens fur die Ge-
briider Carl, durch Kriegsdienste hervorragend, und Sigmundt
die Baldauf. Innsbruck, 20. October 1609. (5) 1606
777. W. m. L. fttr Adam und Ludwig die Ober-
riser, Gebrader von Botzen. Innsbruck, 4. Mai 1611.
(4) 1607
778. W. m. L. ftbr Georg KhBchler, Burger und
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Gastgeb zu Innsbruck, and dessen Brader Hans. Innsbruck,
8. Mai 1613. (3) 1608
779. W. m. L. fur Christof Behem, erzh. Leib-
Barbier. Innsbruck, 16. Mai 1615. (Defectes Concept, wo-
von nur mehr ein Blatt vorhanden.) 1609
780. Best&tigung und Besserung des von Erzh. Ferdi-
nand am 2. Juli 1591 verliehenen Wappens ftlr Hans
Hardt, Richter zu Schlanders. Innsbruck, 20. November
1617. (2) 1610
Erzherzog Leopold 1619—1632.
XIV. Band.
1. W. m. L. fur Christan Mitterstetter, Burger zu
Neuenmarckht und etliche Jahr Burgermeister daselbst, und
dessen Bruder Balthauser. Rufacb, 4. Juni 1619. (5) 1611
2. W. m. L. fiir die Gebriider Christof, Matheus,
Christian und Christof, dann deren Vettern Christian, Tho-
man, Georg und Hans die Zurtschentaller. Passau,
20. Juni 1619. (4) 1612
3. W. m. L. fur Michael Recheisen, Burger und
des Raths zu Meran. Wien, 21. Juli 1619. (4) 1613
4. W. m. L. fur Cristof am Ennde, Burger und
Goldtschmidt zu Ynnsbruck, dessen Bruder Martin und deren
Vettern Georg, Paul und Christof am Ennde. Wien, 21. Juli
1619. (4) 1614
5. W. m. L. fiir Michael Hainrich, erzh. Hof-
Canzleiverwonter , von G5rlitz in der Marggraffschaft Ober-
laussnitz. Wien, 22. Juli 1619. (4) 1615
6. W. flbr Friedrich und Frantz Mazzoldi, Ge-
br&der, Handlssleuth zu Nago. Tach stain, 23. Januar 1620.
(4) 1616
7. W. fur Christian Kreitzweger, Zoller in Tilliach.
Tachstain, 23. Januar 1620. (2) 1617
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8. W. m. L. fflr Philipp Jakob, Ulrich und Johann
die Ladurner, Gebriider, und deren Vetter Hans, des
Landtsgerichts Meran Ansessen. Tachstain, 23. Jannar
1620. (4) 1618
9. W. m. L. fiir Adam und Andree, dann Blasy,
Ulrich und Clement, auch Sebastian, Lorenz und Ge&rg die
Ladurner, Gebrfider und Vettern. Dachstain, 23. Jan.
1620. (2) 1619
10. W. m. L. far Adam Mayr, Burger zu Lientz.
Tachstain, 23. Januar 1620. (4) 1620
11. W. fttr Johann Cora, zu Taufers in Mtinster-
thall ansessig. Tachstain, 23. Januar 1620. (5) 1621
12. W. m. L. fiir Andre Mayr, Burger zu Silian.
Tachstain, 23. Januar 1620. (4) 1622
13. W. m. L. fiir Wolffgang Siiess, Fuggerischen
Proviant-Handlseinkhauffer zu Schwatz, und dessen Brfider
Hans, Philipp und Balthasar. Tachstain, 23. Januar 1620.
(4) 1623
14. W. in. L. fittr Simon Jenewein, Capellndiener
bei dem kiinigl. Stifft zu Hall, dessen Brfider Caspar und
Christan und Vettern Mathias und Niclauss die Jenewein.
Innsbruck, 8. April 1620. (4) 1624
15. W. m. L. far Christoph Lieb. Innsbruck,
10. April 1620. (4) 1625
1 6. W. m. L. far Martin, Hans, Yeith und Claus die
Wendter (oder Wennter), Gebriider, und deren Vettern
Gregor, Gilg, Hanns, Stephan, Adam und Georg, auch
Blasy und Christan die Wendter. Innsbruck, 15. April
1620. (4) 1626
17. W. m. L. f&r Oswald und Christan, Gebrfider,
auch Anton und Niclaus, Vettern, die Wolf, in der Herr-
schaft Castelbell wonhafft. Innsbruck, 15. April 1620. (4)
1627
18. Confirmation der von Kaiser Maximilian I. am
14. Mftrz 1518 dem Christian Trueffer, kais. Mustermaister,
verliehenen Adelsfireiheit, Wappenbesserung, Rotwachsfreiheit
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und Bewilligtmg, sich von Voldersperg zo nennen und
zu schreiben, fiir Georg Truefer zu Volders auf Penon,
Gerichts Curtatsch, und dessen Sonne Christoph Dionysi, erzh.
Hofkanzellist, Jacob and Ulrich, Fnggerischen Foetor (!?) Ambts-
verwalter in Tyrol. Innsbruck, 22. April 1620. (8) 1628
19. W. in. L. fiir die Gebriider Hans, Adam und
Andre Hennenfeindt, im Gericht zum Stain under Lewen-
berg. Innsbruck, 22. April 1620. (4) 1629
20. W. fur Augustin Pihler, Burger des Raths zu
Kitzpiichl. Innsbruck, 29. August 1620. (2) 1630
21. W. m. L. fur die Gebriider Caspar und Christoff
die Stangl, ersterer durch 18 Jahre der verwitweten Erz-
herzogin zu Oesterreich Anna Juliana gewester Laggey und
noch wirklicher Diener, letzterer der kais. Majestat Hof-
und Maister-Koch. Innsbruck, 29. Aug. 1620. (4) 1631
21%. Confirmation der von der Familie Pansa in
friiherer Zeit schon erlangten Adelsfreiheit nebst Vermeh-
rung ihres Wappens mit dem von Kaiser Maximilian I. am
12. September 1518 dem Briiderpaare Ambros und Wen-
delin Tpphofer von Tpphoferstal verliehenen und
durch das Aussterben dieses Edelgeschlechtes erledigten
Wappen, llotwachsfreiheit und Bewilligung, sich von
Rangenburg zu schreiben, fiir Caspar Pansa, jur. Dr.
Elsass-Zabern, 23. December 1620. (Latein. 8) 1632
22. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fiir Caspar
und dessen Vetter Johann Caspar de Perantoni von
Rauereidt. Elsass-Zabern, 23. December 1620. (4) 1633
23. W. m. L. fijr Matheus Vigl und dessen Bruder,
auch Matheus genannt, Gerichts zum Stain auim Ritteo.
Elsass-Zabern, 23. December 1620. (2) 1634
24. W. fur Christoph M5sch, Pfarrer zu Taur in
Tyrol, und dessen Bruder Johann und Martin. Elsass-
ZSbern, 3. Februar 1621. (4) 1635
25. W. fflr Rueprecht Greil, Pixen- und Zimmer-
maister, auch Stuekh-Schiffter beim Innsbrucker Zeugbause.
Elsass-Zabern, 3. Februar 1621. (2) 1636
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26. Adels- and Rotwachsfreiheit , Wappenbesserung
and Bewilligung, sich von Mitl Weyenburg zu neunen
und zu schreiben, fur Gallus De tiring, Statt- Amman zu
Bregenz. Elsass-Z&bern, 3. Februar 1621. (5) 1637
27. W. m. L. ftir Hans Aniser, Burger und Statt-
schreiber zu Kueffstain, und dessen verstorbenen Bruders
Georg hinterlassene SShne Veit und Hannss. Ensisshaimb,
17. Februar 1621. (3) 1638
28. Abschrift des vorhergehenden Diplomsconceptes.
(4) ad 1638
29. W. m. L. fur Mathias Gratl, Richter der Herr-
schaft Neuhauss. Ensisshaimb, 20. Febr. 1621. (4) 1639
30. W. m. L. fur Hanns Grueber zu Tschermbs,
des Gerichts zum Stain under Lebenberg, und dessen Brii-
der Valtin und Augustin. Rufach, 9. M£rz 1621. (4) 1640
31. W. m. L. fur Jakob Jordan, Zoller zu Malfeit,
und dessen Bruder Johann Baptist und Jacob Ferdinand
und Vetter Jakob die Jordan. Rufach, 28. M&rz 1621.
(4) 1641
32. Adels- und Rotwachsfreiheit und Wappenverleih-
ung fur den Doktor der Rechte Johann Werndle, 0. Oe.
Regiments- Ad vocaten. Innsbruck, 3. April 1620. (4) 1642
33.*) Adelsfreiheit und Wappenverleihung an den
erzh. Kammerdiener Paul C re utz berg (oder Greuzberg).
2. Mai 1612. (4) 1643
34. W. fur Wolfgang Streicher, salzburg'schen Zahl-
maister- Am tsver waiter, und dessen Briider Jakob, Sebastian,
Hans und Wilhelm. Innsbruck, 18. Mai 1621. (2) 1644
35. Renovation des Wappens der Frisinghelli fur den
edlen Johann Peter Frisinghelli und dessen Vetter Lud-
wig. Innsbruck, 18. Mai 1621. (4) 1645
*) Dm Diplom beginnt mit „Wir Maximilian etc." Daa Concept,
wol nnr am Versehen diesem anstatt dem XIII. Bande beigebnnden,
uigt dai Datum am Kopfe, der SchlnBS fehlt aber, daher der Ort der
Aajitellang des Diploma nicbt angegeben werden kann.
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36. W. m. L. far Peter Leyrer and dessen drei
Vettern Martin, Adam und Hans, Gebriider, die Leyrer.
Innsbruck, 18. Mai 1621. (4) 1646
37. W. m. L. f!ir Marx Hauser, Probst und Prelat
des Gottshaus zu Neuenstifft, und dessen Binder Hans.
Innsbrnck, 19. Mai 1621. (4) 1647
38. W. m. L. fQr Christan Adlsperger von Kfctz-
piich], gewester Lieutenant in den verschiedenen Kriegen
gegen die bOhmische und andern Rebellionen. Innsbruck,
5. Juni 1621. (4) 1648
39. W. m. L. fur Hans Fftetterer, Burger und
gewester Burgermaister zu Khuefstain. Innsbruck, 12. Juni
1621. (4) 1649
40. W. m. L. ffir Hans Hasslwandter (oder
Haslwandter), 0. Oe. Kammer-Concipisten, und dessen
Briider Mattheus und Paul. Innsbruck, 17. Juni 1621. (4)
1650
41. Wappenbestatigung m. L. fftr Lamprecht Posch,
Burger zu Hall und dessen Vettern Paul, Asan, Oswald,
Martin, Hans und Michael die Poschen. Innsbruck, 19. Juni
1621. (4) 1651
42. Verleihung des von Kdnig Ferdinand I. anno 1526
dem Geschlechte der Roll in ertheilten Wappens an Marx
Scheuch, Burger zu Ratollfszell , dessen Hausfrau die
Letzte aus der Kollin'schen Familie, und dessen BrQder
Jakob, Lienhart und Georg die Scheuchen. Innsbruck, 3. Juli
1621. (4) 1652
43. W. in. L. fur Christan Hofstetter in Prags,
Gerichts Welsperg. Innsbruck, 6. Juli 1621. (4) 1653
44. W. fur Wolff Taler (oder Daler). Innsbruck,
7. Juli 1621. (4) 1654
45. Wappenbest&tigung in. L. fur Steffan, Hans und
Sigmund Jonegger, Gebriider im Gericht Altenburg. Inns-
bruck, 16. Juli 1621. (4) 1655
46. W. m. L. far Hans Hirschenberger, Messner
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in der St- Jakobs Pfarrkirche in Innsbruck. Innsbruck,
27. Juli 1621. (4) 1656
47. Adelsfreiheit und Besserung des von Erzh. Ma-
thias am 20. November 1596 verliehenen Wappens fur
Johann Pinggera, Licentiat, Pflegsverwalter der Herr-
schaft Lra-nclegg. Innsbruck, 4. August 1621. (4) 1657
48. Bestatigung des schon von dein abgestorbeneu
Jakob Lutz gefuhrten Wappens fiir dessen Sohn Faul Lutz,
Burger za Meran. Innsbruck, 10. Aug. 1621. (4) 1658
49. W. m. L. fur Peter Warn os in, Gerichts Alten-
burg. Innsbruck, 10. August 1621. (4) 1659
50. W. m. L. fur Simon und Mathias die Vise her,
Gebrlider. Innsbruck, 4. September 1621. (4) 1660
51. Uebertragung des von Erzh. Ferdinand 1578 an
Georg nnd Peter die Platenberger verliehenen und za
jPolge Aassterbens dieser Familie erledigten Wappens auf
deren nachste Verwandte, die Briider Adam und Hans die
H&rben im Gericht Altenburg. Innsbruck, 4. October
1621. (4) 1661
52. W. m. L. fiir Hans Linser, Gerichts Landegg,
und dessen Briider Osswald und Jakob. Innsbruck, 8. Oc-
tober 1621. (2) 1662
53. W. m. L. fur Matheus und Wilhelm die Werndle,
Gebriider. Innsbruck, 8. October 1621. (2) 1663
£>4. Bestatigung des von Erzh. Sigmund 1482 der
Fa-rnilie verliehenen Wappens fur Sigmund und Bartlmee
gchmi d, Gebriider, am Griess ausser Botzen sesshafft.
Innsbraci, 6. October 1621. (4) 1664
55. W. fiir Simon und Josef die Albrecht, Ge-
lyriider , zu Ober-Planitzig , Gerichts Caltern, wohnhafft.
Innsbnxci, 18. October 1621. (4) 1665
56. Adelsfreiheit, Besserung des von Erzh. Ferdinand
1568 dem Hanns Platter verliehenen Wappens und Bewilli-
gUDg, sich von und zu Seisenegg zu nennen und zu
scbreiben, fur des Vorgenannten S5hne, die Gebriider Hanns
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und Jacob die Platter zu Meran. Innsbruck, 20. Oc-
tober 1621. (4) 1666
57. W. far Christian Weinmor, Inwohner zu Botzen.
Innsbruck, 20. October 1621. (2) 1667
58. W. m. L. fi&r Christian Marchstainer, Perckh-
maister and Perckrichter Ambtsverwalter zu Rattenberg.
Innsbruck, 29. October 1621. (2) 1668
59. W. m. L. fur Steffan und Matheus Prannger,
Gebruder, Burger zu Innsbruck. Innsbruck, 30. October
1621. (4) 1669
60. W. m. L. fiir Jacob Waitz, Tonnerischen Verwalter
zu Reisenspurg, und dessen Binder Marx, Fuggerischen
Perckhwerchs-Verweser in Karnten, deren Vater Hanns und
deren zwei Bruder Kriegsdienste geleistet, aus einer Schwat-
zer Familie stammend. Innsbruck, 5. November 1621. (2)
1670
61. W. m. L. fiir den tirol Landtsunterthon Blasy
Mair (oder Mayr), Gerichts zuin Stain aufm Ritten. Inns-
bruck, 13. November 1621. (2) 1671
62. W. m. L. fiir die Gebruder David, Sebastian,
Thobias und Petter die Zigl zu Hall. Innsbruck, 19. No-
vember 1621. (4) 1672
63. W. m. L. far die Gebruder Valtin und Hans die
Thurner, zu Goldegg bei Botzen wohnhaft. Innsbruck,
26. November 1621. (4) 1673
64. W. m. L. fiir Peter KrSsser, Burger in Augs-
burg. Beenfelden, I. Juni 1622. (4) 1674
65. W. m. L. fiir Christof Ahorner, Burger und
Gastgeb zu Silian, der Herrschaft Heinfelss. Beenfelden,
1. Juni 1622. (4) 1675
66. W. m. L. fiir Filipp Meitinger, Burger des
Rathe und Handlsmann zu Innsbruck, und dessen Bruder
Erasmus. Innsbruck, 17. Juli 1622. (4) 1676
67. Vermehrung des von K5nig Maximilian am 14.
September 1492 verliehenen Wappens fiir Dominik Bern-
hardt, Burger zu Glurns, wohnhafit zu Latsch, und dessen
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Sohn Pangr&tz, 0. Oe. Regiments -Canzleiverwohnter, sowie
des verstorbenen Bruders Anton S5hne Peter nnd Dominik
den Jungern. Lauterburg, 5. August 1622. (4) 1677
68. W. m. L. fur Melchior Undterkhoffler, Rich-
ter aaf Jenesien, und dessen Brnder Blasy. Rufach, 13. Sep-
tember 1622. (2) 1678
69. W. m. L. fur Thomas Prinsthofer von Nidern-
dorf, 17 Jahre Musikus beim Markgrafen Carl zu Burgau
nnd dann Cammerdiener bei der Witwe desselben, und dessen
Bruder Andre. Rufach, 17. November 1622. (2) 1679
70. W. m. L. far Georg Wexler, genannt Mayrl,
Gerichts-Anwaldt zu Teutschmetz, und dessen Vetter Petter
Wexler. Ottmarsshausen , 30. November 1622. (4) 1680
71. W. m. L. fQr Gregor Kulbinger, 0. Oe.
Cammercanzley-Verwohnter, und dessen Bruder Augustin,
Lieutenant im bQhmischen Erieg und bei der Eroberung von
Prag. Elsass-Zabern, 2. Januar 1623. (4) 1681
72. Wappenbesserung m. L. fur Paul und Georg die
Ziegler, Gebrftder. Elsass-Zabern, 24. Januar 1623. (2)
1682
73. W. m. L. fur Nikolaus Rainer, Burger zu Meran.
M5ltzhaimb, 31. Januar 1623. (2) 1683
74. Adeh- und Rotwachsfreiheit und Wappenverleih-
ung fur Leonhart Gottardi, Richter zu Zimers, und dessen
Bruder Alexander, Fendrich desselben Viertls. Moltzhaimb,
31. Januar 1623. (4) 1684
75. W. m. L. fiir Gregor Lauinger, Burger und
Stattrichter zu Innsbruck, und dessen S5hne Jakob, Perckh-
und Schmeltzwerchshandels - Puechhalter zu Schwatz, und
Balthasar. Rufach, 7. Februar 1623. (4) 1685
76. W. m. L. fur Michael Schwab, Wiirth und Gast-
geb zu Telffs, und dessen Briider Joachim und Simon. En-
sisshaimb, 25. Februar 1623. (2) 1686
77. Adelsconfirmation, Besserung des altadelichen Wap-
pens, Rotwachsfreiheit und Bewilligung, sich von dem ade-
lichen Sitz zu Botzen von und zu Niderhauss zu nen-
Google
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nen, fiir die erzh. Rfithe Horatius und Franciscus. Carrara,
letzterer auch 0. Oe. Cammer-Procurator, sowie fur deren
dritten Brader Balthasar und des verstorbenen Bruders Ni-
classen hinterlasseneu Sohn Niclass. Regensburg, 3. April
1623. (4) 1687
78. W. m. L. fiir Niklas Ranch, Burger zu Hall.
Innsbruck, 22. Mai 1623. (2) 1688
79. Wappenbestatigung m. L. fur Peter Verclairer,
Statt-Pfarrer zu Glums, und dessen Vettern Hans, Blasy
und Peter die Verclairer im Gericht Glurns und Malss.
Innsbruck, 22. Mai 1623. (2) 1689
80. W. m. L. fiir Georg Landerer, Postverwalter
zu Landegg. Innsbruck, 22. Mai 1623. (2) 1690
81. W. m. L. fiir Jakob Gna, Closter-Richter im
Miinsterthal. Innsbruck, 26. Mai 1623. (2) 1691
82. W. m. L. fur Hanns Georg Willmann, Mahler
zu Veldtkirch. Innsbruck, 26. Mai 1623. (2) 1692
83. - BestHtigung des dem Dr. Johann Andree Scutelli,
Prator zu Rovereidt, von Kaiser Maximilian I. 1518 ver-
liehenen adelichen Wappens fiir Marx Anton Scutelli.
Innsbruck, 27. Mai 1623. (4) 1693
84. W. in. L. far Simon S chaser, Burgermeister zu
Neuimarkht, der Herrschaft Enn und Caldiff. Innsbruck,
10. Juni 1623. (4) 1694
85. W. m. L. fiir Christian Plackh zu Nauders.
Innsbruck, 10. Juni 1623. (2) 1695
86. W. m. L. fur Michael Schoch zu Schalckhen-
riedt, der Herrschaft Bregentz. Innsbruck, 18. Juli 1623.
(2) 1696
87. W. m. L. fiir Michael Fachner, Wiirth zu Nat-
turns. Innsbruck, 23. Juli 1623. (4) 1697
88. W. m. L. fur die Gebrflder Hans, Georg und
Andree die Haas en, Burger zu Meran. Wien, 27. Sep-
tember 1623. (2) 1698
89. W. m. L. fiir Hans Anntzinger, Mfinzambts-
gegenhandler zu Hall. Wien, 19. October 1623. (4) 1699
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90. W. m. L. for Georg Ysinger, Barger zu Inns-
bruck. Wien, 30. October 1623. (2) 1700
91. W. m. L. fur Georg Tentz, Lieutenant an der
nntern Etsch, dessen Briider Simon and Balthasar und des
verstorbenen Bruders Thoman nachgelassene SShne Matheus
nnd Caspar. Wien, 30. October 1623. (4) 1701
92. W. m. L. for Georg Horngacher zu Kitzbfich),
womit derselbe das Wappen erhalt, welches von E. Ferdi-
nand I. 1559 seinen sp&terhin geadelten Vettern Martin und
Simon Gebriidern Horngacher verliehen worden. Passau,
26. November 1623. (2) 1702
93. W. m. L. fGr Lorentz Graf, Burger und Han-
delsmann zu Hall. Passau, 1. December 1623. (2) 1703
94. W. m. L. fiir die Gebriider Hans, Martin und
Dominik die Marckhen, zu Glurns und Serfaus wohnend.
Passau, 1. December 1623. (4) 1704
95. Besserung des den Briidern Hans Niclaus und
Friedrich den Nicolin von K. Carl V. 1550 verliehenen
adelichen Wappens fur Johann Nicolin. Innsbruck, 22. De-
cember 1623. (4) 1705
96. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Johann
Hdger, des Kaisers Ferdinand H. Pfleger der Herr- und
Haubtmannschaft Pettau in Steiermark, und dessen Briider
Andre und Wolfgang. Innsbruck, 15. Jan. 1624. (4) 1706
1j7. W. m. L. fur Jacob Silberhoff er, Pfarrer zu
Tramin. Rufach, 25. Februar 1624. (2) 1707
98. W. m. L. fur Johann Khaiser, 0. Oe. Hof-
kanzley-Verwohnter. Rufach, 14. Marz 1624. (2) 1708
99. W. m. L. fiir Hans Walcher, Lieutenant der
Militz und Pichsenmaister zu Ratenberg. Rufach, 22. April
1624. (4) 1709
100. W. m. L. fur Jakob Feirstain, Camerarius
des Kapitels zu Ymbst und Pfarrer zu Zambs, und dessen
Briider Georg, Pfarrer zu Fliiess, und Wendelin. Innsbruck,
17. Juni 1624. (4) 1710
101. W. m. L. fur Niclaus Zertzer, 0. Oe. Regi-
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— tm —
ments-Concipist, und dessen Vetter Simon Zertzer. Inns-
bruck, 13. Juni 1624. (4) 1711
102. W. fiir die Gebruder Thomas, Gerichtsverwalter
zu Castlbell, Caspar und Erhardt die Tanner. Innsbruck,
13. Juni 1624. (4) 1712
103. W. m. L. fiir Sebastian Schmuckh, Perch-
werksverweser zu Ratemberg. Innsbruck, 13, Juni 1624.
(4) 1713
104. W. m. L. fur die Gebrtider und Vettern Jakob
den Aeltern, Jakob und Wilhelm, auch Jakob den Jungern
die Ma they, Gerichts Naudersperg. Innsbruck, 13. Juni
1624. (4) 1714
105. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Johann
und Johann Baptist Simon zini, Gebrtider, zu Rovereidt.
Innsbruck, 31. Juli 1624. (4) 1715
106. W. m. L. fiir Hans Paxer, Handelsmann und
Burgermaister zu Rattemberg am Yhn. Innsbruck, 31. Juli
1624. (2) 1716
107. W. m. L. fiir Michael FSllenstainer, Burger
des Raths der Statt Glurns. Innsbruck, 3. August 1624.
(2) 1717
108. W. fur die Gebruder Hans und Paul die Gre-
bitschitscher in der Herrschaft Lienz. Beffort, 27. Aug.
1624. (2) 1718
109. Besserung des der Familie Staudacher von K.
Maximilian I. am 16. Juli 1503 verliehenen Wappens fur
Balthasar Staudacher, Burger der Raths zu Hall, welcher
sich 1621 als erwahlter Fenderich under der Landts Militia
des Gerichts Taur und Rettenberg im Engedein- und Pret-
tigeuischen Kriegszug menlich, wachpar und unverdrossen
erzaigt und bewiesen. Schloss St Amarin des Stiffts Mur-
bach, 9. September 1624. (4) 1719
110. W. m. L. fiir Caspar Jenumb, Gerichtsver-
walter der Herrschaft Naudersperg, und dessen Vetter Hans
Jenumb zu Nauders. Elsass-Zabern , 5. October 1624. (4)
1720
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111. W. m. L. fur Stefan Flarer im Gericht Schenna.
Elsass-Zabern, 22. October 1624. (2) 1721
112. W. ra. L. fiir Johann Rieneckher, erzh. ge-
haimer Ganzellist. Ensisshaimb, 14. Januar 1625. (2) 1722
113. W. m. L. fiir Marcell Schl5singer, erzh. ge-
haimer Cancellist. Ensisshaimb, 14. Januar 1625* (2) 1723
114. W. m. L. fur Signfundt Haidt zu Telffs, Ge-
richts Herttenberg, und dessen verstorbenen Bruders Marx
hinterlassene Sonne Christian und Martin die Haiden (oder
Haidten). Ensisshaimb, 25. Februar 1625. (3) 1724
115. W. m. L. fur Paul Aichholtzer, Wfirth und
Gastgeb am Gollman, wegen underthenigister Dienst wider
die Tiirggen in Crabat. und in Portugal auch sonst in ander
weg. Ensisshaimb, -25. Februar 1625. (4) 1725
116. W. ra. L. fur Steffan Hertzog, Pfleger in Vorst,
womit er wegen der vnderthenigisten Dienste, welche er dem
loblichen Hauss Oesterreich neulicher Zeit in der Tyrolischen
Militia Zuezug gegen dem Engedein als ein Beuelchshaber
erzaigt und bewiesen, das von weilend seinem Vetter Petter
Hertzog gefiihxte Wappen erh< Ensisshaimb, 12. M&rz
1625. (2) 1726
117. Adelsfreiheit und Wappenbesserung far Johann
Bal. Rufach, 15. M&rz 1625. (4) 1727
118. W. fiir Christof Nicolay, Organist bei dem
Gotthauss und Pfarrkirchen zu Botzen, und dessen Bruder
Johann. Rufach, 2. Mai 1625. (2) 1728
119. W. m. L. fur Hans Georg Hochmater, O.Oe.
Hofkanzleiverwohnter, und dessen Bruder Hans, in Kriegs-
diensten ausgezeichnet. Innsbruck (?), 2. Mai 1625. (2)
1729
120. W. far Andreas Grit ess (oder Griess), Ge-
richte - Beisitzer zu Landegg. Rufach, 22. Mai 1625. (4)
1730
121. W. m. L. fiir Georg HOrtt, Burger zu Hall.
Rufach, 22. Mai 1625. (4) 1731
Ferdinandeumt-Zeitachrift. 11 /*"
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122. W. m. L. Air Andre Canthon, Wflrth im
Gericht Tiers. Costanz, 30. Joni 1625. (4) 1732
123. W. m. L. fiir Hans Gapp, Mtinzer zu Hall.
Passau, 11. October 1625. (2) 1733
124. W. m. L. filr Jakob F ride rich, zu obern
Planitz im Gericht Caltern sesshafft. Innsbruck, 25. Octo-
ber 1625. (4) 1734
125. W. m. L. far den tirolischen Landsunterthan
Michael Aigner, Gerichts-Anwaldt and Gastgeb zu Ab-
falterspach, der Herrschaft Heinfelss, und dessen Briider
Albrecht, Hanns, Valthin, Christian und GeOrg. Innsbruck,
25. October 1625. (4) 1735
126. W. m. L. fftr Hans Told und dessen verstor-
benen Bruders Niclas hinterlassene Sdhne Niclas, Hans und
Andre, in der Herrschaft Heinfelss. Innsbruck, 31. October
1625. (2) 1736
127. Adelsfreiheit und .Wappenbesserung fur Christoff
Mietl aus Passau, Canzelist in der Passauischen Hofkaozlei.
Innsbruck, 31. October 1625. (4) 1737
128. W. m. L. fur Maximilian Keller, Chorherr
und Pfarrer zu Inehingen, und dessen Binder Christan. Inns-
bruck, 31. October 1625. (4) 1738
129. W. m. L. ftir Johann K fir in, {gewes. erzh. Futter-
maister nun Stattschreiber zu Z&bern. Innsbruck, 3. No-
vember 1625. (4) 1739
130. W. m. L. ffir Veith Pacher, Perckh- und
Schm51zwerchsverweser in Grosskirchham. Innsbruck, 6. Mire
1626. (2) 1740
131. Adelsfreiheit und Wappenverleihung f&r Sebastian
Zacherla, dessen Vater Urban Richter in der Stadt Bran-
egg war. Innsbruck, 4. Marz 1626. (Latein. 4) 1741
132. W. m. L. fiir Thoman Walser, Landt- Amman
der Gericht Ranckhweil und Sultz, vorher SoWat in den
Niderlftndischen Kriegen. Innsbruck, 20. Mai 1626. (2)
1742
133. W. m.L. fur UlrichWey thaler im Thai Schnals,
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Gerichts Castlbell , und dessen Vetter Christan Weythaler.
Innsbruck, 23. Mai 1626. (4) 1743
134. W. m. L. far die Gebruder Balthasar, Christan,
Gall und Georg die G&rber. Innsbruck, 23. Hu 1626.
(4) 1744
135. W. fur PauJ HSfele von Pfundts. Innsbruck,
23. Mai 1626. (4) 1745
136. W. m. L. far Balthasar Kemenater im Ge-
richt Sarnthal. Innsbruck, 26. Mai 1626. (2) 1746
137. W. m. L. f&r Matheiss Apdre, Gastgeb zu
Eurchpiihl in der Herrschaft Khueffstain. Innsbruck, 26. Mai
1626. (2) 1747
138. W. fQr Ludwig M&tscher, Anwalt auf Teut-
schenofen. Innsbruck, 6. Juni 1626. (2) 1748
139. Adelsfreiheit fiir Honorandus Scutellarius,
Bfirger zu Roveredo (civis Roboretanus). Innsbruck, 12. Jun\
1626. (Latein. — Unvollst&ndig, nur aus Anfang und Ende
bestehend, ohne Wappenbeschreibung. 2) 1749
140. W. far Martin Pfleger, 1. f. Zollsgegenschrei-
ber zu Veldtktirch. Innsbruck, 12. Juni 1626. (4) 1750
141. Uebertragung des von K. Carl V. 1547 dem
Sebastian Seidl verliehenen und darch das Aussterben der
Familie erledigten Wappens auf den Anverwandten mQtter-
licher Seits Simon H5r man, Schlosser von Hopfgartten,
des Erzstiffts Salzburg. Innsbruck, 26. August 1626. (4)
1761
142. Vermehrung des dem Johann Rudolf von der
Halden 1584 von Carl Rudolf Grafen von Sultz, Landtgra--
fen in Cleggew etc., verliehenen Wappens mit dem duxcb das.
Aussterben des von dem Haubtmann Leonhard LStscher von.
Bludenz herriihrenden LOtscher'schen Geschlechtes erledig-
ten Wappen fur Johann Rudolf von der Halden, Ober-
vogt des Gottshauss Weingartten, Herrsch. Pluemenegg,.
ausgezeichnet durch die bei ohnl&ngst f&rgangner Prettegewi-
scher rebellion erwiesene Hilfe. Innsbruck, 16. September
1626. (4) 1752
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— 164 —
143. W. m. L. fiir Christan Stickhler, Gerichts
Tisens. Innsbruck, 17. September 1626. (2) 1753
144. W. for Hans Stachl, Burger zu Botzen, uod
dessen Bruder Matheus, Burger zu Innsbruck. Innsbruck,
30. September 1626. (2) 1754
145. W. m. L. far Benedict Taler genannt Mor-
neller, gewes. Anwalt auf Aldein, Gerichts Enn und Cal-
dif, dessen Vater Jordann Taler Soldat in flstenr. Kriegs-
diensten war. Innsbruck, 20. October 1626. (4) 1755
146. W. m. L. fur Arbogast Haillperger, Burger
zu Botzen. Ensisshaimb, 31. October 1625 (?)• (4) 1756
147. W., womit dem Johann Elias aus Gorlitz in
Ober-Lausnitz, Cammerdiener des erzh. Schwagers Don Lo-
renzo de Medici, ein Wappen mit offenem Helme, und ein
abgesondertes Wappen mit offenem Helme der Ehewttrtiu
desselben Barbara Gesslerin, des verstorbenen Toman
Gessler, Burgers zu Augspurg, nachgelassenen Tochter, ver-
liehen werden. Innsbruck, 10. December 1626. (4) 1757
148. Adelsfreiheit, Besserung des von Kaiser Sigmund
1434 verliehenen Wappens und Bewilligung, sich von und
zum Lesler nennen zu diirfen, fiir Hans Georg Witweiler,
der Rechte Dr., Landtschreiber der Herrschaften Bregentz
und Hochenegg, dessen Vatter ebenfalls Landtschreiber zu
Bregentz gewesen. Innsbruck, 9. Marz 1627. (4) 1758
149. W. fttr die Gebrfider Christan und Gregor die
Puellacher zu Pfaffenhofen, Gerichts Herttenberg. Inns-
bruck, 16. M&rz 1627. (2) 1759
150. Adelsfreiheit und Wappenverleihung an den Thuemb-
Custor des f&rstl. Stiffts Ghur Sebastian Zierler. Inns-
bruck, 20. Marz 1627. (4) 1760
151. W. m. L. far die Gebruder Wolfgang, Georg,
Sebastian und Gregor die Hupfauf, Biirger zu Khuefstain.
Innsbruck, 9. April 1627. (2) 1761
152. W. fiir des Hans Schneider Sohn Martin Schnei-
der, Amman, auch Zollner und Wegmeister zu St Johanns
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Hfctat, der Herrschaft Veldtkirch. Innsbruck, 13. April
1627. (2) 1762
153. W. fur Balthasar Moser, Staineggerischen Ge-
richtsunderthan. Innsbruck, 16. April 1627. (2) 1763
154. W. m. L. fdr Hanns Falser, zu Rentsch im
Statt- nnd Landtgericht Griess and Botzen wohnhafft. Inns-
bruck, 22. April 1627. (2) 1764
155. W. fur Johannes Gross, Burger in Augspurg.
Innsbruck, 8. Mai 1627. (2) 1765
156. W. fflr Christof Reitter, Benefiziat bei der
Niklas-Kirche in Ynnsprugg, und dessen Bruder Blasy. Inns-
bruck, 8. Mai 1627. (2) 1766
157. W. m. L. fdr Hans Jakob Trinckhaus, erzh.
Caramerdiener und Leibbalbierer. Innsbruck, 28. Juni 1627.
(4) 1767
158. W. m. L. filr Wolfgang Frelich, erzh. Hof-
Einkhauffer-Ambtsgehilff. Innsbruck, 9. Juli 1627. (4) 1768
159. Wappenbest&tigung m. L. fur die Gebrfider Paul
und Andre die Hoeneckher. Weingartten, 13. Juli 1627.
(2) 1769
160. W. m. L. flir die Gebrfider Hans, Matheis und
Andre Reitter. Beffort, 22. August 1627. (2) 1770
161. W. m. L. fQr Elias Fechtseisen, Burger und
der Gottsheuser zu Hall Zinss-Einbringer, und dessen Bru-
der Thobias. Ensisshaimb, 19. November 1627. (4) 1771
162. W. fiir Michael GriessenpSckh und dessen
Vettern Samson und Hanns die Griessenpdckh , Gerichts
Rottenburg. Ensisshaimb, 26. December 1627. (4) 1772
163. W. m. L. fur Michael Martinnoy, Burger zu
Botzen. Hagenau, 31. December 1627. (2) 1773
164. W. fflr Hanns Manguet, Wftrth zu Nauders.
Innsbruck, 18. M&rz 1628. (2) 1774
165. Uebertragung des von KOnig Ferdinand 1539 den
Gebrfidern Conrad, Hans Andree, Georg Wolfgang, Stdffen
und Leonhardt den Hasslachern verliehenen Wappens,
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— 166 —
(lessen Tr&ger nun ganz ausgestorben, aaf Haas Maurer
zu Mays. Innsbruck, 18- M&rz 1628- (4) 1775
166. Wappenbesserung far den edlen Hans Wilhelm
Mayr, der Recht Dr., Kdnigseggischen Oberambtmann der
Grafschafft Rottenfelss und Herrschafft Stauffen. Innsbruck,
23. M&rz 1628. (4) 1776
167. Wappenbest&tigung m. L. fur Hans Jakob Deri,
erzh. Quardarobba. Innsbruok, 10. April 1628. (2) 1777
168. W. m. L. fur Tobias Velderer zu Salurn.
Innsbruck, 26. Mai 1628. (2) 1778
169. W. fur Jakob und Hans Marckhart, Gebrt-
der zu Vill, Landtsgerichts Stertzing. Innsbruck, 28. Juli
1628. (2) 1779
170. W. far Peter Wigget, Burger und Handlss-
mann zu Botzen. Innsbruck, 28. Juli 1628. (2) 1780
171. Bestfttigung des der Familie Stockher 1534 vom
Konig Ferdinand ertheilten Wappens fiir Hans Stockher
zu Burgeis, Gerichts Glurns und Malss, und dessen Bruders-
sohn Sigmund. Innsbruck, 19- September 1628. (4) 1781
172. W. fur die Gebriider Jacob, Fabian und Georg
Lempach in der' Aschau, Gerichts Ehrnberg. Innsbruck,
12. October 1628- (2) 1782
173. W. m. L. far Abraham K&rschner, Fuggeri-
schen Perckhwerchs - Handlsdiener zu Schwatz. Rotholtz,
6. October 1628. (2) 1783
174. Wiederverleihung des ihren Vorfahren von Kaiser
Ferdinand I. ertheilten Wappens fur Georg Wfich zu Mfilau
und dessen Vettern, die GebrQder Paul und Georg Wach,
auch Hans W&ch zu Artzell, Gerichts Taur. Innsbruck,
8. December 1628. (2) 1784
175. Verleihung des ihrem Bruder Georg Hdrrt (oder
Hdrt) am 22. Mai 1625 ertheilten Wappens fur Thoman ,
Christoff und Gotthardt die Herrten, Bflrger zu Hall im
Innthal. Innsbruck, 20. December 1628. (4) 1785
176. W.»ftr Peter Zerminiger, Veldtwaibl za
Schlanders. Iupsbmck, 10. Januar 1629. (2) 1786
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177. Adelsfreiheit and Wappenverleihung f&r Daniel
Bonifacius von Ffirstenau. (Derselbe gibt sich in dem dem
Diplomsconcepte angefiigten italienischen Gesuche als „il
majordomo di Monsignore Illssmo Vescovo di Coira" an.)
Innsbruck, 22. Januar 1629. (5) 1787
178. Vidimus von dem den Gebr&dern Rueprecht und
Cbristoff den Camerlandern 1556 vom KGnig Ferdinand ver-
liehenen Wappen fi&r den Perckhrichter, Waldmeister und
Mauteinnehmer zu Lientz Christof Camerlander, aus dem
Grande, weil er den Originalwappenbrief nicht in H&nden
babe, dieser vielmehr bei seinem Vetter dem Postmeister in
Stainach Hanns Camerlander erliege. Innsbruck, 29. Januar
1629. (6) 1788
179. Adelsfreiheit und Wappenbesserung far Georg
Linggahell, Rent-Gegenschreiber des Hochstiffts Passau
zu Khunigstetten. Innsbruck, 3. Februar 1629. (4) 1789
180. W. Rlr die Gebrtider Balthasar und Christian die
Steuppen, Burger und Handelsleuth zu Stertzingen, wo-
von sich ersterer in der Eogedeinischen Affaire, letzterer in
der Behemischen Rebillion und Kriegsverlauffit verwenden
liess. Innsbruck, 6. Februar 1629- (4) 1790
181. W. fftr Ruprecht Riedman aus der Herrschaft
Khuefstain, welcher in Kriegsdiensten bei der kaiserl. Reiterei
gewesen. Innsbruck, 24. Februar 1629. (2) 1791
182. Besserung des Wappens resp. Umwandlung des ge-
schlo8senen Stechhelms in einen offenen Turnierhelm fiir Hanns
Adam Weisshaubt, Fuggerischen Pfleger zu Babenhau-
stn. Innsbruck, 10. Mftrz 1629. ' 1792
183. W. m. L. fttr Peter Lang, Zeugwart zu Glurns,
vonnal8 Pixenmaister bei der Engerdein'schen Affaire, und
dessen Kriegsdienste leistenden Bruder Georg. Innsbruck,
17. Mfirz 1629. (2) 1793
184. Adelsfreiheit und Wappenverleihung Rlr Leopold
de Sancta Cruce. Innsbruck, 30. Mftrz 1629. (4) 1794
185. W. m. L. far Hans K linger, Anwald zu Nalss,
Gorichts Neuhauss. Innsbruck, 17. April 1629. (4) 1795
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^v
186. W. m. L. far Johann Z 6 r e r. Innsbruck, 26. April
1629. (2) 1796
187. W. m. L. fiir Jacob Spengler, Rathsburger
zu Costantz. Innsbruck, 10. Mai 1629. (2) 1797
188. W. m. L. fiir Hans Oberhauser, Khessen-
thallerischen Pergkh- und Schmeltzwerchshandls Holtzmaister
und Furgedinger im Jochberge der Herrschaft KutzpQhl.
Innsbruck, 12. Mai 1629. (2) 1798
189. W. fur Niklas Jo ham yon Abaams, Gericbts
Thaur, und dessen Briider Balthasar und Michael. Inns-
bruck, 15. Mai 1629. (2) 1799
190. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fiir Dr. Jo-
haun Pfeffer, graflich Ottingischen Rath und Cantzler.
Innsbruck, 5. Juni 1629. (4) 1800
191. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fiir Romanus
L&nser zu Eppan. Innsbruck, 12. Juni 1629. (4) 1801
192. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fur Haus
PSgle. Innsbruck, 22. Juni 1629. (4) 1802
193. W. m. L. ffir Georg P runner, Gastgeb auf
Teutschenofen. Innsbruck, 4. September 1629. (2) 1803
194. Adels- und Rotwachsfreiheit und Besserung des
den Yorfahren Ulrich, Matheus, Marx und Haus den Steuglin,
Gebriidem, von Kais. Maximilian I. am 14. September 1518
verlieheuen Wappens fur Daniel Stenglin, Burger zu
Augspurg. Innsbruck, 18. September 1629. (4) 1804
195. W. m. L. ftir Christoff Reatter, f. e. Salz-
burg'scher Hofgerichts-Canzellist, und dessen Bruder Frid-
rich und Mathias. Innsbruck, 20. Sept. 1629. (4) 1805
196. W. fiir die Gebrader Veith und Georg de
Tantzer zu Tartsch, Gerichts Glurns und Malss, wel<he
auch in der Engedeinischen Vnruh uud Aufboth Dienste er-
wiesen. Innsbruck, 2. October 1629. (2) 1$06
197. W. m. L. far Wilhelmb A I em an, O. O*.
Camer-Raittrath uud Hof-Controlor. Innsbruck, 26. No-
vember 1629. (4) 18*7
198. Uebertragung des dem Michael Tratter \on
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— 169 —
Ktaig Ferdinand 1548 verliehenen and durch das Ausster-
ben der Familie erledigten Wappens an Anton von Call
im Gericht Altenburg, miitterlicher Seits mit der Familie
Tratter befreundet. Innsbruck, 12. Dec. 1628. (3) 1808
199. W. m. L. fQr Erhardt Linser, des Raths
Burger za Meran. Innsbruck, 8. Februar 1630. (2) 1809
200. W. m. L. fQr Cristoff Saur, 0. Oe. Cammer-
Secretari. Innsbruck, 16. Februar 1630. (4) 1810
201. W. ftbr Hans Kr&newitter (oder Kr&ne-
bitter), Richter zu Pfunds, und dessen Vetter Wolfgang
Krftnebitter. 4. M&rz 1630. (4) 1811
202. W. m. L. fflr Dlrich W&reschgg, Burger zu
Tramin. Innsbrack, 6. M&rz 1630. (2) 1812
203. W. m. L. ffbr Hanns Christoff von Aach (oder
von Ach), Baumeister zu Bregentz. Innsbruck, 22. M&rz
1630. (4) 1813
(Nr. 204 fehlt)
205. W. m. L. ftbr Adam Taler auf Mont&n, Ge-
richts Enn und Caldif. Innsbruck, 26. M&rz 1630. (2) 1814
206. W. m. L. far Wolfgang Pirckhner (oder
Pfirckhner), Hof-Sumalier. Innsbruck, 26. April 1630.
(4) 1815
207. Adelsfreiheit far die 5sterreichischen Provinzen
und Best&tigung und Besserung des altadelichen Wappens
der Galeotti fur Marios Galeotti und dessen Gattin Eli-
sabetba Cittadini yon Siena. Innsbruck, 12. Juni 1630.
(Latein. 4) 1816
208. W. m. L. fur die Gebruder Moritz, Bartlme,
Christian und Caspar die Staffler und deren Vetter Chri-
stian Staffer aus Ulthen. Reuttie, 20. Juni 1630. (2) 1817
209. W. m. L. ftbr Christian Prugger, Chorherr zu
Inichnig, gewes. Pfarrer zu Silian, und dessen Bruder Simon
und Caspar, im Gericht Hainfelss. Innsbruck, 3. December
1630. (4) 1818
210. W. fur Adam Hueber zu Pigna, Gerichts
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— 170 —
Altenburg, thfi% bei jungst furfibergangner Engedeiniscber
Unrhue and Aafboth. Innsbruck, 2. Mai 1631. (4) 1819
211. Adelsfreiheit and Wappenbesserung fttr Wolff
Simon Finckheneisen. Innsbruck, 6. Mai 1631. (4) 1820
212. W. far Simon Eessler za St. Pauls in Eppan,
Gerichts Altenburg, vormals Soldat in den spanischen Krie-
gen und bei der Engerdeinischen Unrhue und Aufboth.
Innsbruck, 4. Juni 1631. (2) 1821
213. W. m. L. ffir Erhardt H&rdtl, Burger des
Raths zu Clausen, und dessen Vetter Ghristoff H&rdtl, zu
Brauneggen wohnendt. Innsbruck, 16. Juli 1631. (3) 1822
214. W. m. L. fur Martin Rainer, WOrth und Gast-
geb zu Stainacb. Innsbruck, 12. August 1631. (2) 1823
215. W. fflr Christian Brixner. Innsbruck, 12. Au-
gust 1631. (2) 1824
216. W. m. L. fiir Johann Trip pell, Schaffner zu
Berg-Zabern. Innsbruck, 2. October 1631. (4) 1825
217. W. m. L. ftir Christoff Fasser, Fuggerischer
Verwalter zu Tratzperg und auf der Matzen. Innsbruck,
20. November 1631. (4) 1826
218. W. ffir Georg Lochner, Burger zu Hall. Inns-
bruck, 6. Marz 1632. (2) 1827
219. W. far Jeremias Jais, Burgermaister zu Ymbst,
und dessen Bruder Balthasar, ebenfalls Burger zu Ymbst.
Innsbruck, 16. April 1632. (2) 1828
220. W. m. L. fflr Carl Ludescher, Burger zu
YnDsbrugg, erzh. Hofhuetschmuckber, und dessen Vetter
Peter Ludescher in der Herrschaft Sonnenberg. Innsbruck,
12. August 1632. (4) 1829
Kaiser Ferdinand II. und Erzherzogin Claudia. 1634—1636.
221. Adelsfreiheit nebst Wappenyerleihung fQr Josef
von der Porteo. Innsbruck, 4. Febr. 1634. (4) 1830
222. Bestatigung des von Erzh. Leopold am 21. Juli
1623 dem Hans Hdrman, Handelsmann zu Hall, ertheil-
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— 171 —
ten Dieqst- and Freybriefes. Innsbruck, 26. Februar 1634.
(4) 1831
223. W. m. L. ffir Christof Fuchss, gewes. erzh. Hof-
Pixeomaister. Innsbruck, 26. Mai 1634. (4) 1832
224. W. m. L. ffir Hans Rangger, Burger des
Baths und Gastgeb zu Hall im Innthal, and dessen Brader
Paul, Burger and Gastgeb zu Innsbrnck. Innsbruck, 26. Sep-
tember 1634. (2) 1833
225. W. fur Hanns Melchior Stainmetz, Maister-
und Pasfcettenkoch. Meran, 11. October 1634. (3) 1834
226. W. m. L. far Hanns Otth, Wflrth in Carthaun,
Herrschafft Cameidt Botzen, 16. December 1634. (2) 1835
227. W. m. L. fdr Georg Haser, des kflnigl. Stiffts
zu Hall Einkhauffer, nnd dessen Gebrtider Martin, Matheis
und Leonhart. Botzen, 16. December 1634. (2) 1836
228. W. m. L. far Filipp Naupp, Burger und des
Baths zn Hall. Botzen, 16. December 1634. (2) 1837
229. W- m. L. fur Albeio Gerold, Gerichtsverwal-
ter zu Ax&mhs. Botzen, 16. December 1634. (3) 1838
230. W. m. L. ffir Christan Thaler, Stadler bei
St. Margarethen zu L£na, Gerichts zum Stain under Leben-
berg. Innsbruck, 16. Januar 1635. (2) 1839
231. W. m. L. ffir Mathias Kh6nig, Hof-Sigl-
Wappenstaio- und Mfinz-Eisenschneider in Tyrol und den
V. O.'schen Landen. Innsbruck, 10. Mai 1635. (2) 1840
232. W. m. L. ffir Christof und Bernhard die Kftler,
Gebriider, zu Niderdorff, Gerichts Welsperg. Innsbruck,
21. Mai 1635. (2) 1841
233. W. ffir die Gevettern Hanns und Ulrich die
Stiller, Statt- und Landtsgerichts Griess und Botzen,
welche bei der Landes-Defension mitgewirkt. Innsbruck,
21. Mai 1635. (2) 1842
234. W. ffir Caspar Raidt, zu Botzen wofanhafft.
Innsbruck, 20. Juni 1635. (2) 1843
235. W. m. L. ffir Gregor P rugger, Geriehtsan-
waldt und Gerichtsschreiber der Herrschafft Uttenhaimb,
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— 172 —
und dessen Briider Paul and Simon. Innsbruck, 9. Juli
1635. (4) 1844
236. W. m. L. far die Gebruder Peter, Adam und
Christoff Am Ortt (oder am Orth) zu Altreu, Gerichts
Enn ond Caldif. Innsbruck, 18. Juli 1635. (2) 1845
237. W. m. L. far die GebrBder Hans und Thoman
die Voranten, Gerichts Velss sessig. Innsbrack, 21. Juli
1635. (2) 1846
238. Best&tigung des schon von den Eltern gefQhrten
Wappens m. L. fur Adam Zotz von Reutti, Gerichts Era-
berg. Innsbruck, 28. Juli 1635. (2) 1847
239. W. m. L. fur Hans Re utter, des verstorbenen
Erzherzogs bestellten Haas- und Feld-Zeagwart in Tirol, und
dessen Bruder Caspar. Innsbruck, 22. Aug. 1635. (2) 1848
240. W. m. L. for Andre Taler, 1. f. Perckhwerchs-
Diener zu Schwatz. Innsbruck, 28. Aug. 1635. (2) 1849
241. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung far Sebastian
Schmuckh, Kurchbergischen Perg- und Schmeltzwerch-
handels in Tirol obrister Perg- und Schmeltzwerchs-Factor.
Innsbruck, 4. October 1635. (4) 1850
242. W. m. L. ftlr Erasmus Fritz, Burger zu Ynns-
brugg, und dessen Bruder Paul, Ulrich und Jakob. Inns-
bruck, 31. October 1635. (4) 1851
243. W. m. L. for Gabriel M&rz, 0. Oe. Hof-
Kanzleyverwohnter. Innsbruck, 6. Dec. 1635. (2) 1852
244. W. m. L. fur Leonhardt Zipper, Posthalter
zum h. Creutz bei Yeldtkirch. Innsbruck, 22. Januar 1636.
(2) 1853
245. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Daniel
Syeder, Burger in Botzen, welcher sich bei Einquartierung
der kais. Soldaten mehrfach nQtzlich erwiesen, und dessen
Vettera Ferdinand und Johann Baptist Syeder. Innsbruck,
15. Februar 1636. (4) 1854
246. W. fur Wolfgang Egarter, Landgerichtschrei-
ber zu Khuefstain. Innsbruck, 8. Mara 1636. (2) 1855
247. W. m. L. fur Christoff Hueber, Vicari zu
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— 173 —
Pratenbach, Gerichts Ratteoberg, und dessen Bruder Wolff-
gang, sowie zweier abgeleibter Bruder hinterlasseoe Sflhne,
beide Namens Hans. Innsbruck, 12. Marz 1636. (4) 1856
248. W. m. L. fiir Veit Schleehl, 0. Oe. Regi-
ments-Kanzellist, and dessen drei Vettern, die Gebrftder
Ludwig, Georg und Hans die Schleehl. Innsbruck, 31. M&rz
1636. (4) 1857
249. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Georg
Frumbholtzer, des Raths zu Rosenheimb. Innsbruck,
4. April 1634. (4) 1858
250. W. m. L. ffir Vatentin Kn5ringer, 0. Oe.
Regiments -Registrator, und dessen Bruder Hans Cristoff.
Innsbruck, 8. April 1636. (4) 1859
251. W. fflr Hans Tastner, Burger und Pfindter
zu Meran. Innsbruck, 9. April 1636. (4) 1860
252. Adelsfreiheit, Wappenverleihung und Bewilligung,
sich von und zu Gilgenberg oder di monte Giglio
zu nennen und zu schreiben, for Mark Anton Bertelli.
Innsbruck, 22. April 1636. (4) 1861
(Hier folgen bis incl. fol. 13 desXV. Bandes Diplome ver-
schiedener Landesfursten, wesswegen, una Irrungen hint-
anzuhalten, die Naraen derselben an die Spitze jeden Regests
gesetzt sind.)
253. (K. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) Wieder-
verleibung des dem Rueprecht Miller, gewes. Gartner auf
Orobras, und dessen Bruder Adam, reitenden 0. Oe. Cammer-
poten, von Erzh. Ferdinand am 31. Marz 1588 ertheilten
Wappens, dessen Brief durch den Brand der erzh. Residenz,
Ruelust genannt, zu Grunde gegangen, fiir Rueprechts Sohn
Andre Michael Miller, erzh. Hof- und Lustgartner. Inns-
bruck, 20. Marz 1637. (9) 1862
254. (K. Ferdinand IIL und E. H. Claudia.) W. m.
L. fQr Mathias Kholbenperger, Burger zu Hall, welcher
zu f&nf underschidlichen mahlen bei jtingst verschinen ge-
f&hrlichen Kriegsleuffen, in welchen diese furstliche Grafschafft
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— 174 —
Tyrol von den anrainenden Feinden starckh angefochten
wurde, treuwilKge Dienst erzaigt nod erwisen, nnd dessen
Binder Christoff. Innsbruck, 6. Mai 1637. (5) 1863
255. (K. Ferdinand in. and E. H. Claudia.) W. m.
L. fllr Hans Mossmann, Gerichts-Anwalt der Herrschaft
Altrftsen. Innsbruck, 27. Joli 1637. (3) 1864
256. (E. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) Adels-
freiheit mit Wappenverleihung an Simon Raget, des Ffir-
sten Johann, Bischofs von Chur, Hofmaister. Innsbruck,
12. Marz 1638. (3) 1865
257. (E. H. Claudia.) Zuschrift an des StiflfU Char
Thumb - Probst Christoff Mor, worin ihm die Vergftn-
stigung mitgetheilt wird, in seinem angebornen adelichen
Wappen das Wappen der Thumb-Probstey ffihren zu dQrfen.
Innsbruck, 24. Mftrz 1638. (1) 1866
258. (E. H. Leopold.) Verleihung des von Kaiser
Ferdinand I. am 10. Juni 1563 der Gasserischen Familie
verliehenen Wappens nach dem Aussterben der directen
Descendenz an den Anverwandten Jacob Gasser, Gastgeb
zu Mttenwalt. Wien, 21. Joli 1619. (4) 1867
259. (E. H. Leopold.) W. fur Matheus und Christoff
die Seywald, Gebrfider. Wien, 21. Juli 1619. (4) 1868
260. (E. H. Leopold.) Adelsfreiheit nebst Wappen-
verleihung und Bewilligung, sich von Scbwanburg zu
nennen, fur Johann, der Arznei Dr., Samuel und Salomon
die Zehner, Gebrfider. Elsass-Z&bern, 23. October 1620.
(4) 1869
261. (E. H. Leopold.) W. m. L. fdr Georg Geyer,
0. Oe. Regiments-Canzlei-Verwobnter. Rufach, 29. Mirz
1625. (3) 1870
262. (E. H. Leopold.) Wiederverleihung des schon
von K5nig Ferdinand 1533 ertheilten und verloren gegaoge-
nen Wappenbriefes ffir Johann Andre Gundersheimer,
Posthalter zu Enge. Innsbruck, 25. Oct 1625. (4) 1871
263. (K. Ferdinand II. und E. H. Claudia.) Wappen-
bes8erung ffir den edlen Ascanius Albertini von Ich-
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— 175 —
terssheim, P&nnerherrn zu Hochfelden, erzb.
Bath und obristen Statthalter, der Landvogtei Hagenau and
Oberamts Germersshaimb, Gubernator zu Preysach, und Be-
wilKgUDg, sich nrit Ablegung des Namens Albertini kftnftig
yon Ychtershaimb, Pannerherr zu Hochfel-
den zu nennen. Innsbruck, 14. Juli 1633. (4) 1872
264. (K. Ferdinand II. und E. H. Claudia.) Adels-
freiheit mit "Wappenverleihung fur den erzh. Hof- und O. Oe.
Gehehn-Raths-Secretari Simon Hamprecht Innsbruck,
17. December 1635. (4) 1873
265. (E. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) Besse-
rung des Wappens, resp. Umwandlung des geschlossenen
Stecbhelms in einen adelichen (offenen gekrSnten) Turnier-
helm, m. L. fur den erzh. Feldt-Trometer und Instrumen-
tUten Leonbardt Richter. Eberstorff, 15. October 1637.
(4) 1874
266. (K. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) Adels-
freiheit und Besserung des von Kaiser Maximilian I. ertheil-
ten Wappens fur Johann Conrad Guldinast (oder Gul-
den as t). Innsbruck, 21. Juli 1638. (4) 1875
267. (K. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) W. m.
L. ffir Caspar Marckh, Burger des Raths und Handls-
mann zu Ynnsbrugg, und dessen Bruder Filipp und Jakob.
Innsbruck, 15. October 1639. (2) 1876
268. (K. Ferdinand III. und E. H. Claudia.) Adels-
freibeit, Wappenbesserung und Bewilligung, sich von und
zu Liebenhaimb zu nennen und zu schreiben, ffir Se-
bald Lieb, obristen Waldmaister an der Etsch und Holtz
Zollner in Fleimbs. Innsbruck, 8. Januar 1639. (4) 1877
269. (K. Ferdinand IE. und E. H. Claudia.) W. ra.
L. fur Martin Intzelpacher, 1. f. Perckwerchs-Einfahrer
am Schneeberg zu StBrzingen. Innsbruck, 15. Oct. 1639.
(2) 1878
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— 176 —
XV. Band.
1 .*) (E. H. Leopold.) W. m. L. ffir Johann Wiser,
f. Saltzburgischer Hofgerichts-Cantzelist, and dessen Briider
Wolfgang und Martin. Hasslach, 12. April 1624. 1879
5. (E. H. Leopold.) Adelsfreiheit, Wappenverleihung
und Bewilligung, sich von und zu Pauenpfihl zu nennen,
fiir Peter Ponpanin, 1. f. Pfannhauss-Ambts Salzgadner,
dessen Vater Caspar hiess, und dessen Sohn Zacharias
Fenderich bei der Armee des Herzogs von Friedland unter
dem Obristen yon Holstain war. 5. December 1628. 1880
9. (E. H. Leopold.) W. m. L. fur Hans Rangger,
Burger des Raths und Gastgeb zu Hall im Innthal, und
dessen Bruder Paul, Burger nnd Gastgeb zu Innsbruck.
Innsbruck, 24. Januar 1632. 1881
11. (K. Ferdinand IL und E. H. Claudia.) W. m. L.
fur Christian KhlStenhamer, der h. Schrift Dr., Pfarrer
zu Lienz, und dessen Briider Hans und Christof, auch wei-
land des Braders Peter hinterlassene S5hne und deren Vetter
Hanns die KhlStenhamer. Innsbruck, 18. Sept. 1636. 1882
Kaiser Ferdinand III. und Erzherzogin Claudia 1637—1644.
14. W. m. L. fQr Georg Eder, Gerichtschreiber zu
Hoch Eppan. Innsbruck, 16. November 1637. 1883
16. W. m. L. fur Caspar Tausch, Burger in Inns-
brack, und dessen Briider Simon und Melchior. Innsbruck,
16. December 1637. 1884
18. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fiir die Ge-
brQder Jakob den Aeltern, Jakob den Jiingern und Andre
die Dantzen von Zutz, obern Engedeins. Innsbruck, 12.
M&rz 1638. 1885
*) In diesem Band© sind nicht mehr die Conceptst&cke, londern
die Blatter nummerirt.
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— 177 —
22. W. m. L. far die Gebriider Peter, Adam trod
Hans die Lotter, deren Vater Adam im Crabatischen und
Wiodischen Feldzuge 1593 gegen den Erbfeind.die Tiirken
gek&mpft, und ihre Vettern, die Gebriider Matheus, Paul
und Christian die Lotter, welche sich alle bei den Enge-
dein'schen nnd Schwedischen Unruhen hervorgethan. Inns-
bruck, 18. Marz 1638. 1886
26. W. m. L. fur Leonhardt Creutzer, erzh. ge-
heim. Hofkanzlei - Registrator. Innsbruck, 30. Marz 1638.
1887
31. W. m. L. fur Hans Jacob Roth, Burger und
Handelssman zu Ynsprngg. Innsbruck, 27. October 1638.
1888
34. W. in. L. fur Matheus Gasser, gewesten Sockhl-
maister der StAtt Veldtktirch. Innsbruck, 26. Jan. 1639. 1889
36. Attestat fur Gaudenz Freiherrn von Weix, des
Churforsten zu [Colin Cammerer, obrister Stall- und J&ger-
meister, betiufs Erlangung von Paderborn'schen Domstifts-
pr&benden fur dessen zwei Sdhne, dass die mutterliohen
Ahnen desselben, die Geschlechter Botsch, Prandeis
(Brandis), Vollandt und HSltzel nit allein ohnstreit-
tig vor ontattelhafte vom Adl geacht*?t und gehalten werden,
sondern auch dieselben uf Ine Gaudenz Freiherrn von Weix etc.
nnd dessen junge S5hne durch allerseits eheliche geburth de-
volvirten und verabstammten. 8. November 1639. 1890
38. W. m. L. fur Lorenz PSckh zu Schleiss, Maria-
perger Geriohts, und dessen Bruder Melchior. Innsbruck,
15. Mai 1640. 1891
40. Bestatigung des schon vor 240 Jahren gefuhrten
Adels und Vermehrung des Wappens mit dem des abge-
storbenen Geschlechtes von Jauffen fur Paul in der
Maur von Freyfelt zu Strelburg etc. und seine
zwei Sdhne Hans Wolfgang und Veit, welche sich alle in
Kriegsdiensten gegen den Erbfeind ausgezeichnet, sowie deren
Vettern Hans Christian, Hans Caspar und Georg Abraham
die in der Maur. Innsbruck, 11. JaK 1640. 1892
FerdinAndeumi-Zeitichrift. 12
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— 1*8 —
44. Best&tigung des schon von semen Voreltern er-
erbten Wappens fQr Georg Koch, vorher erzh. Leibtrabant,
dann Leibtrabantfourier und Hofprovos, im Feld OfBzier.
Innsbruck, 31. August 1640. 1893
46. Adelsfreiheit und Besserung des der Familie too
Kaiser Ferdinand II. verliehenen Wappens f&r Anton Fei-
dan (oder Fetid an), erzh. Vormundschafta- Ambts Gegen-
schreiber zu Botzen und Zollner zu Underrain, und dessen
Bruder Niklas. Innsbruck, 8. November 1640. 1894
50. Adelsfreiheit, Wappenbesserung und Bewilligung,
sich von Eiss zu nennen uud zu schreiben, f&r Christof
Paurnfeindt und dessen beide Schwestern Maria Elisabeth
und Johanna Catharina. Innsbruck, 1. Dec. 1640. 1895
54. Adelsfreiheit und Wappenverleihung f&r Johann
Baptist HippolitU8, der Rechten Dr., erzh. Vormundt-
schafts Fiscal an Welschen Gonfinen, und dessen Vettern die
beiden Balthasar die HippolitL Innsbruck, 8. Juni 1641.
1896
58. W. m. L. f&r Hans Jakob Dreisiger (oder
Dreissiger), gew. Handelssmann in Costanz, nun Burger
und Handelssmann in Innsbruck, und dessen Br&der Hans,
Peter und Jakob, aus Augusta pretoria in Savcu'a. Inns-
bruck, 13. Juli 1641. 1897
62. W. m. L. f&r Lorenz Fi6rentini, dessen Bru-
der (Taufname nicht angegeben) und deren Tetter Lorenz
Fiorentini. Innsbruck, 24. Juli 1641. 1898
64. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fBr Hans Jakob
Khattag, Probst des Frauen-Clostera zu M&nsster. Inns-
bruck, 7. December 1641. 1899
70. W. m. L. f&r Blasy Pollin zu L&tsch, Gerichta
Schlanders, gewes. Proviantmeister in Vindschgew. Innsbruck,
31. December 1641. 1900
72. W. f&r Johann Hofmann (oder Hoffman),
Mahler zu Lienz. Innsbruck, 2. Januar 1642. 1901
76. W. f&r Martin Lindtner, 1. f. Perckhmaister am
Ratembergerperg. Innsbruck, 24. Januar 1642. 1902
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— 17^ -
7&. Copie vorerw&hnten Conceptes. ad 1902
82. W. m. L. fur Nikolaus Pas sin, erzh. Camraer-
baitzer. Innsbruck, 19. Februar 1642. 1903
86. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Domini-
cal Gianettini, mag. theol., Dr. jar., Canonicus zu Trient,
und dessen Neffen Dominicus und Joannes Antonius Gianet-
tici Innsbruck, 24. Mai 1642. (Latein.) 1904
90. W. m. L. for Hans Spiess. Innsbruck, 6.Juni
1642. 1905
92. W. far Peter Gremer, erzh. Hof-Tappezierer.
Innsbruck, 19. Juli 1641. 1906
96. W. m. L. far Christian Egger, Richter auf Je-
nesien, und dessed Briider Michael, Veit, Stefan und Marx.
Innsbruck, 18. September 1642. 1907
99. W. m. L. fiir Hans Hofman, Burger und Gast-
geb zu Innsbruck. Innsbruck, 29. October 1642. 1908
101. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Joannes
Andreas Corradi, Judicariensis, und dessen Vater Joannes.
Innsbruck, .18. April 1643. (Latein.) 1909
105. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fBr Domini-
cus Ho no rati, Judicariensis, und dessen Bruder Joannes,
Matbaeus, Dominicus und Franciscus. Innsbruck, 18. April
1643. (Lateinj 1910
109. W. m, J^. fur Hans Nadler, Burger zu Hall
im Innthal. Innsbruck, 5. Juni 1643. 1911
113. Uebertragung des voa Kaiser Maximilian II. 1575
dem kinderlos verstorbenen Gregor Peer verliehenen Wap-
pens auf dessen Vettern, die Gebruder Peter, Vincenz, Andre,
Josef, Georg, Paul und Matheus die Peern, Gerichts Cur-
tStsch. Innsbruck, 14. August 1643. 1912
115. Adelsfreiheit, Wappenbesserung und Bewilligung,
sich zue Mayregg zu nennen, far Filipp Jakob, Isak,
Hans Ghristoff, Dionys und Hans Paul die Eager zu Enti-
clar, Gebruder. Innsbruck, 14. August 1743. 1913
119. Wappenverraehrung far die edlen Josef und Rue-
dolf die Grebmer zum Wolffsthurn, Gebrflder, und
12*
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Bewilligung, sich mit Auslassung des Namens Grebmer bloss
von and zura Wolffsthum zu neonen and za schreiben.
Innsbruck, 14. September 1643. 1914
123* Best&tigung des alten tirolischen Adels und Wap-
pens der Familie Etteohard fur Georgius de Ettenhard,
S. R. Imperii Eques, nee non Excelsi Regimiois Provincia-
rum Austria superioris Regens Consiliarius, Sohn des Engel-
hardus Ettenhard, erzh. Rath unter den Erzherzogen Ferdi-
nand, Maximilian und Leopold, und der Magdalena Lust-
rier in Liebenstein, welche aus einer altade lichen tiro-
lischen Familie stamrat. Innsbruck, 24. October 1643.
(Latein.) 1915
129. Adelsfreiheit, Wappenbesserang und Bewilligung,
sich von der im Haidengassl in Tnnsprugg in einem Garten
gelegenen, an sich erkauften alten und jetzt von Grund auf
neuerbauten Behausung, welche zu einem Edelsitz erhoben
wird, zu oder von Haidenburg za nennen und zu schrei-
ben, fur Wilhelmb Alemann, erzh. Obristen Viachniaister
in Tirol, 0. Oe. Gammer-Raitrath und Hofkontrolor. Inns-
bruck, 11. Marz 1644. 1916
Erzherzog Ferdinand Carl 1646—1662.
133. Best&tigung des schon vordem in der Familie
gefuhrten Wappens m. L. fur Georg Malemort, Gerichts
Nauders. Innsbruck, 23. Mai 1646. 1917
135. W. fur die Gebriider Christoff und Blasi die
Trahofer. Innsbruck, 23. Mai 1646. 1918
139. W. fur Georg Hueber, am Hofmanngut zu
Lana wohnhafft. Innsbruck, 24. Mai 1646. 1919
143. W. m. L. fur Hans Jacob von Werth, Raths-
burger zu Botzen. Innsbruck, 24. Mai 1646. 1920
147. W. fur Andre Reiner, Gerichtsschreiber in
Ulten. Innsbruck, 24. Mai 1646. 1921
149. W. m. L. fur Gabriel Padscheuder, Gerichts
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Nanders, wegen dessen Dienste ira Landtaufboth and als Ge-
riehts-Beysatz. Innsbruck, 1. Juni 1646. 1922
152. Attestat far des Julius von Sohulthauss zu
Neuissburg an der Cdllner Universitat studiereuden Sohn
Nicolaus, dass die Familie adelich und der Tyrolischen Landes-
Matrikel einverleibt sei. Innsbruck, 20. Aug. 1646. 1923
154. W. id. L. ffir Hans Wirth, Gerichts Caltern,
und dessen Vetter Anton Wirth. Innsbruck, 7. September
1646. 1924
157. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Alois
Gar) Ferdinand Arragon, dessen Vater als ein Leutenant
zu Pferd und hernach in Bedienung einer Haubtmanschafft
im Maylendischen stado, dariiber er sein Leben durch einen
bekhommen Schuss beschlossen. Innsbrack, 27. November
1646. 1925
161. W. fiir Georg Winckhler, Burger und Statt-
Appotegger in Innsbruck. Innsbruck, 13. Dec. 1646. 1926
165. Adelsfreiheit, Wappenverleihung und Gerichts-
Exemtion ffir Michael Fedrigazzi. Innsbruck, 20. M&rz
1647. 1927
169. Italienische Uebersetzung vorerwahnten Diploms.
ad 1927
172. W. m. L. ffir Caspar Obermayr, Burger des
Raths zu Kitzpichl. Innsbruck, 6. April 1647. 1928
176. Best&tigung des von Kaiser Maximilian II. 1573
dem Vorfahren Hans Steydl verliehenen Wappens ffir die
Gebrflder und Vettern Bernhardt, Ruedolf, Carl, Hans Jakob
und Hans die Steydl (oder Steidl), zu Imbst und Pfundts
wohnhafft. Innsbruck, 19. Juli 1647. 1929
179. W. m. L. ffir Jakob Glatz, Burger und Gast-
geb zu Innsbruck. Innsbruck, 7. August 1647. 1930
183. W. m. L. ffir Pankratz Toll, Anwalt zu Gyr-
lan, Gerichts Altenburg. Innsbruck, 19. Aug. 1647. 1931
185. W. ffir Veit Prugger, Schul- und Rechen-
maister zu Castlrath. Innsbruck, 6. September 1647. 1932
188. W. m. L. ffir Georg Kiechl, Burger und Wirth
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in Innsbruck, and de^sep Brfidej: Tljomap, erzh. JIofzOrgflAr
uer und EinkhaufFer, ppd Hans, Burger and Ladder m Hall.
Innsbruck, 13. December 1647. 1933
191. W. m. L. f3r Fenjinanfl Ren a to, erzh* ^f-
zSrgadner. Jnnsbruck, 10. Jwww 1648. 1934
195. Adelsfreiheit qnd Wappenverleihung fur Slefiau,
Jacob und Steffan Daniel, Vetjtern, Josef und Jacob, Ge-
brpder, und zween Johann, deren Vettern, auch Johann upd
Jacob Bart, Gebrfider, die KSntz, des vndem Enga4$ips.
Innsbruck, 30. ^ 1048. 1935
199. W- m. L. fur Ulrich Turner, Rjchter auf Je-
nesien. Innsbruck, 3. Juni 1648. 1936
203. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fpr deo erzh.
Haubtinann GeQrg Oberthaner. Innsbruck, 13. Octpber
1648. mi
207. Gestattung der Ffthrung eines Handwerks-Wap-
pens far #ie Mttllermaister zu Hall und im Gericht Thaur.
Innsbruck, 3. Febrpar 1649. 1938
208. W. m. L. ffir Hans Waltber, Veldtwaibl im
Viertl Ober-Pusterthal, welcher in Spanien und Italien ga-
k^fflpfi^ bei den Belagerungen vou Veczel, Asti und Torin,
da?n bei den freien Reittern in Westphaleu, Minster und
H^ssep, apch in cjer Tyrojiscben Land£-Militi$ wv, und dessen
Briider Georg, Cornet, und Christof, welcher bei tyr JJgU-
gerung von Coatanz am Bodensee und Eroberung der Stadt
Ueberlingen raitgewirkt. Innsbruqk, 9. Februar 1649. 1Q35
212. W. ra. L. fiir Martin Erler, Haudelssipapn *n
St, Michael, der Herrschaft Altenlpurg. Innsbruck, 13. Fe-
bruar 1649. 1940
216. Grafenstand mit Wappenver}eihung(!!) und dem
Titel „Wohlgeborn" fiir Peter, nobilis et patricius Venetus,
und Bartlmee Zenobio (oder Zanobio), Vettern, Iphaber
der Herrschaften En und Caldif, Salurn und Khunigsperg.
Innsbruck, 12. Marz 1649. 1941
221. Lateinisc^ies Grafenstandsdiplom fiir die Vorer-
wahnten. Innsbruck, 14. Marz 1649. ad 1941
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225. W. m. L. far Georg Semblrockh, Rathsbarger
xu Brauneggen, und dessen Gebrader Dionys, Abraham nnd
Wolfgang die Semblrockh. Innsbruck, 15. M&rz 1649. 1942
229. W. m. L. ffir Hans Steger zu Salurn. Inns- .
brack, 19. April 1649. 1943
231. W. m. L. fflrDominik Loer, Pr&monstratenser
Ordeospriester and Pfarrer zu Ampass, and dessen Brader
Norbert, wie deren Vetter Jakob Loer. Innsbruck, 21.Juni
1649. 1944
233. W. m. L. fur Georg Pichler, Gerichtsschreiber
Vrbar-Ambtmann zu Stambs, and dessen Brader Hans, 1. 1
Perckhwerchsverwohnter zu Schwatz. Innsbruck, 9. October
1649. 1945
235. W. m. L. far Bernhart Sutor (vorher Schues-
ster), 0. Oe. Cammerbuchhalter. Innsbruck, 23. October
1649. 1946
239. W. m. L. for Hans L5rgetporer, Schwartzen-
pacher in Afing. Botzen, 17. November 1649. 1947
241. W. m. L. ffir Johann Heinrich Ratz, Hof-
Appotegger. Innsbruck, 10. Februar 1650. 1948
245. W. m. L. ftr Georg Prenner, 1. f. Hutambts-
sohreiber in der Brixlegg. Innsbruck, 16. Febr. 1650. 1949
247. W. m. L. far Andreas and Johann die We is-
sen, Grebrttder, ersterer erzh. Cammerheitzer auch under
Waldmaister in Prim5r. Innsbruck, 20. Mai 1650. 1950
251. W. fttr Gristof Steidl. Innsbruck, 21. Mai
1650. 1951
255. W. for Bartholome Sch5lling, Gerichts-Ge-
schworner zu Naaders, 1622 Soldat in den Engedeinischen
Kriegen. Innsbruck, 8. Juni 1650. 1952
257. Grafenstand ffir Maximilian von Mor, Frei-
herrn auf Landtstain, Lichtenegg and Greiffen,
erzh. geheimen Rath, Camerer and Haubtmann zu Rattem-
bejg. Innsbruck, 15. Juni 1650. 1953
261. Freiherrnstaad mit Ptfdikat wWohlgeborn" (Br
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Anton Girardi von Castel, erzh. geheimen Rath and
Landthaubtmannschafts-Verwalter an der Etsch. Innsbruck,
26. Juli 1650. 1954
265. W. m. L. flur Hans Geiger. Innsbrock, 28. Juli
1650. 1955
269. Legitimations- und W. Wr Georg Ho f Schnei-
der, dessen Familienname in Hofschreiber verandert
wird. Innsbruck, 28. Juli 1650. (Sieh XV, 379.) 1956
273. Freiherrnbrief fur Eitl Hanss von Stachlburg
(oder Stahlburg) zu Hautzenhaimb, obristen Veldt-
und Hauszeugmaister der Ober- und VorderSsterreichischen
Lande, dessen Sohn Johann Friedrich erzh. Mundschenckb,
und dessen Vetter Sebastian you Stahlburg zu Falckhen-
.frey. (Der Name des Letztern ist durchstrichen.) Inns-
brock, 29. Juli 1650. 1957
279. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fur Carl Za-
netti. Innsbruck, 29. Juli 1650. (Sieh XV, 350.) 1958
283. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fi3r Paul
Marcelli, erzh. Gammerdiener und Leibbalbierer. Inns-
bruck, 29. Juli 1650. 1959
287. W. fur Hans Puechperger, Gastgeb zu Mit-
tenwald. Innsbruck, 29. Juli 1650. 1960
291. Wappenbesserung und Bewilligung, sieh zu
Angerzell und Kholbenthurn zu nennen, ffir den
edlen Johann Michael Schmauss, erzh. Rath und O. Oe.
Gammer Vice-President. Innsbruck, 2. August 1650. 1961
295. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung und Bewilli-
gung, sieh von Meissenburg zu schreiben, fur Johann
Meiss, Amman zu Cazis. Lientz, 18. August 1650. 1962
299. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Martin
Mtiller, Amman zu Zitzers. Lientz, 18. August 1650.
(Diplom in gektlrzter Form.) 1963
301. Freiherrnbrtef nebst Wappenverleihung (rectius
Vermehrung) und Bewilligung, sieh Freyherrn von und
zu S&rnthein zu nennen, fur die edlen Gebrflder Georg
und David Wagner. Botzen, 27. September 1650. 1964
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308. W. fdr Martin Strasser, Perckhmaister am
Salzberg, und dessen Bruder Hans, sowie deren Vetter Bal-
thasar Strasser. Innsbruck, 29. November 1650. 1965
313. Adelsfreiheit und Wappenbesserung far Christof
Weber, der h. Schrift Dr., beider Stifffckirchen B. M. Vir-
ginia ad gradas nnd S* Victoris za Mainz Canonicus, and
dessen Vettern Michael, Geistlicher, Andre and Johann Hein-
rich die Weber. Innsbruck, 10. Januar 1651. 1966
317. Wappenbesserung ftir den edlen Jakob Paz,
der Rechte Licentiat, 0. Oe. Regiments-Rath. Innsbruck,
5. Febraar 1651. 1967
321. Adelsfreiheit, Wappenbesserung and Bewilligang,
sich von Greiffenegg and Velt za nennen, far Adam
Greiff, s. Z. F&hnrich bei der Landes-Militia im Viertl
Wippthal, nnd dessen Brfider Abraham and Nlklaas. Inns-
bruck, 18. Febraar 1651. 1968
326. Adelsfreiheit and Besserang des der Familie von
Kaiser Carl V. am 15. Marz 1524 verliehenen Wappens
for Andree Paambgartner, der tyrol. Landschaft Secre-
tariat Innsbruck, 20. Mftrz 1651. 1969
332. Grafenstandsdiplom mit Verleihung des Titels
„Hoch- and Wohlgeborn" fftr Antonias Maria Branci-
forti ex Maria, Sohn des Joannes Branciforti and der
Theresia Barresi, Abkftmmling eines uralten sicilianischen
Geschlechtes, and dessen Sfthne Joannes Pius and Carolas
Caesar and Tochter Helena Maria. Innsbruck, 4. April 1651.
(Latein.) 1970
332. (Notiz am L Blatte vorerwfthnten Diplomcon-
ceptes:) „In Simili pro Philippo Legnani Ferri et ejos
fratre Gabriele 22. Martij 1651.u (Also Grafenstand fflr
dieselben.) 1971
336. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung ffir Ferdinand
Schraz, Zollssyerwalter in PrimOr. Innsbruck, 12. April
1651. 1972
342. Adelsfreiheit and Besserang des von Kaiser Maxi-
milian I. am 25. Mai 1516 der Familie rerliehenen Wap-
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pens ftlr die Gebrfider Bartlme, Mathias und Georg die
SchOpfer. Innsbruck, 12. April 1651. 1973
346. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung und Bewillt-
gung, sich von Stautach in nennen und zu schreiben, f&r
Jodocos Gugger, Pflegsverwalter zu Stertzingen, und dessen
Bruder Conrad, d. Z. des h. R5m. Reichs Statt Wanngen
Burgermeister. Innsbruck, 31. Mai 1651. 1974
350. Adelsfreiheit und Wappenverleihung(I) ftlr Caro-
lus Zanettus. Innsbruck, 29. Juli 1650. (Lateio. Sieh
XV, 279.) ad 1958
354. Grafenstandsdiplom mit Verleihung des TiteU
„Hoch- und Wohlgeborn" ffir den erzh. Camerer Lazar
Henckhl Freiherrn von Donnersmarkh auf Gfftll
und Vesendorff &c. Innsbruck, 29. Juli 1651. 1975
359. W. fiir Hanns Haselbach, Maurennaister im
Gericht Ehrnberg. Innsbruck, 2. August 1651. 1976
363. Wappenvermehrung mit dem Wappen des nun-
mehr abgestorbenen Geschlechtes Ton Greif fens tain und
Bewilligung, sich des Predicates von und zu Greif fen-
stain zu bedienen, ffir Wilhelm Hochenhauser zu
Tyrburg (oder Thierburg), Landesimmatriculirten von
AdL Innsbruck, 2. September 1651. 1977
367. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fBr Julius
Cor a y, Landtsohreiber des obern Graven Pundts. Inns-
bruck, 23. September 1651. 1978
371. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung ftlr Rochus
Mattioli, Sohn des Gratianus, oriundus ex oppido Pretio,
Dioeeeseos Spoletawe in Umbria. Innsbruck, 2. December
1651. (Latein.) * 1979
375. W. fiir Thoman Hueber und dessen Vettam
Marx, Hans, Caspar, Christof, Peter, Augustin, Michael und
Christof die Hueber. Innsbruck, 11. December 1651. 1980
379. W. und Aenderung seioes bisherigen Namens in
Hofschreiber fur Georg Hofschneider. Innsbruck,
16. December 1651. (Sieh XV, 269.) ad 1956
383. Wappenbesserung far Anton Girardi yon
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Cast ell, FreUmrp, erzh. geheyp. Ratji, XantU^aubt-
manschafl^ -Yerwalter an der Etsch. Innsbruck, 4. Januar
U&2. i9ai
389. TV. ftr Paul und Cristof d^ Uifrdterhofer,
VeUerp. Inn*brw*, &. Jww 1652. 1982
393. Fjeiberrnbrief mil Wappenyerteihung fdr Marcus
Antopius n?d Petn§s Caatagna, QtbrUder, aus einem
alien Fairipiergesch|$chte Roo#, welches sodaun nach Capua
ansgewftndert ifit und sjch in Neapel, Mailand und andern
StSdfcfp Italiena tyusgebreitet hat Ein Joannes Baptista
Castagna (oder Oastanea) nahm als Urban VII. den p&bst-
liotea Stuhl ein. Innsbruck, 16. Januar 1652- 1983
396. Beaserung des 1513 erlangten Wappens fttr Chri-
stof Embser (oder Emser), erzh. Obristen-J&germaister-
amtsschreiber, dessen Binder Andre und Vetter Ulrich die
Embaer. Innsbruck, 21. Januar 1652. 1984
401. Adelswappenbest&tigung fiirRochus und Bqnediki,
GebrHder, und Christof Dietrich, Vetter, van Memmingen
zu Staiuachhainib, Fragspurg und Pflanaenstain.
Innsbruck, 22. Januap 1652. 1985
405. Grafenttandsdiplom Wt Verleihujpg des Titels
„Boch- and Wohlgeborn" fiir PauL Freiberrn von Rau-
cbenstain, Herrn auf Ranchenegg, Vesten Bohr,
Vdsslau and Weickberstorff, Herrq der Qerr-
schaft Weinzierl und Wisslburg. Innsbruck, 24.
Februar 1652. 1986
411. Adekfireiheit mit Wappenyerleihung fur Francis-
cus Settamino, Wormiensis, Vallis Telin®. Innsbruck,
1. April 1652. (Latein.) 1987
415. Wappenvermehrung mit dem erledigten Wappen
des abgestorbenen Geschlechtes yon Tauffers und Be-
willigung, sich %u Tauffers und Moss aju nennen, fQr
den edlen Ludwig Perghouer (oder Perokhofer), erzlj.
Rath, dann dessen Brflder Jesse, der b. Schrift Dr., Thumb-
dechant zu Brixen und Vicariua generalis, und Hans. Inns-
bruek, 12. Mai 1652. 1988
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418. Wappenverraehrung und Bewilligung, mit Auss-
lassung des Namens Franzin sich von Zflnenberg zu
Mareidt and Campan zu nennen, fQr die Gebruder Adam
tind Franz Wilhelm die Franzin von Ziinenberg zn
Mareidt, deren Vettern Christof und Mathias, Gebrflder,
sowie Bartlme, Michael und Ludwig, Gebrflder, die Franzin
von Zflnenberg zu Mareidt. Innsbruck, 22. Mai 1652. 1989
419. Adelsfreiheit, Wappenbesserung tind Bewilligung,
sich von Jannegg zu Greif fenburg (nach der zu einem
adelichen Sitz erhobenen Behansung anfm Platz zu Gflrlan,
Gerichts Altenbnrg) zu nennen, fiir Steffan Jannegger.
Botzen, 29. Mai 1650. 1990
425. W. fflr Simon Tantzer, Huefschmid im Pas-
seyr. Stertzing, 24. August 1652. 1991
427. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fiir Bernar-
dus und Bartholomaeus die Orii, Gebrflder. Innsbruck,
26. September 1652. (Latein.) 1992
431. Wappenbesserung, Erbebung des Gutes Hueben-
stain zu Millandt bei Brixen zu einem adelichen Ansitz und
Bewilligung, sich von und zu Huebenstain zu nennen,
sammt Exemtion von Personallasten far Carl und Marx
die edlen Eofler, Gebrflder. Innsbruck, 19. November
1652. 1993
435. Grafenstandsdiplom mit Verleihung des Titels
„Hoch- und Wohlgeborn (Perillustris)" und des Prftdikats
a Weinegg fflr Franciscus Visconti, Cubicularius Magni
Ducis Hetruriae et unus ex sexaginta Decurionibus Generalis
Gonsilii Givitatis Mediolanensis. Innsbruck, 16. August
1653. (Latein.) 1994
439. Wappenbesserung fur den edlen Jakob Hueber,
der Rechte Dr. Innsbruck, 5. Mfirz 1653. 1995
445. W. m. L. fflr Melchior und Caspar die Per-
linger, Gebrflder, Bflrger und Handelsleute zu Botzen.
Innsbruck, 14. Mfirz 165 J. 1996
449. Adelsbest&tigung und Wappenverleihung (Aende-
derung?) fflr die Gebrflder Sigmundt, Corneli, Johann Paul
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and Kaspar die Kletten. Innsbruck, 14. April 1653.
1997
453. W. fur Veit Hdrtnagl, Gerichtsschreiber und
Urbar-Arabtmann im Hofgericht Stubay. Innsbruck, 26. Juni
1653. 1998
458. Vereinigung des Adelswappeos derer von Schult-
hauss mit dem der nunmehr abgestorbenen Adelsfamilie
von Moss fiir die Gebruder Christoph Wilhelm und Julius
von Schalthauss und deren gesammte Sch western. Inns-
bruck, 26. September 1653. 1999
463. Adels- und Rotwachsfreiheit, Wappen- und Pra-
dikatsverleihung von Strassberg fiir Matheus Gasser,
Stadt- Amman in Veldtkhirch. Innsbruck, 26. November
1653. 2000
467. Adelsfreiheit und fiesserung des von Erzh. Fer-
dinand verliehenen Wappens*) fiir Philipp R&mblmayr,
erzh. Keller-Ambts-Gegenschreiber. Innsbruck, 29. Decem-
ber 1653. 2001
473. W. fur Andre Bobinger, Graf Carl Fuchs-
scher Pflegsverwalter und Gerichtschreiber in Passeyr, und
dessen Bruder Caspar und Christof. Innsbruck, 13. Mai
1654. 2002
477. W. fur Michael Wennser, Burger zu Botzen.
Innsbruck, 18. Juli 1654. 2003
479. Adelsfreiheit nebst Wappenverleihung fur Vigi-
lius Perotus (Peroti). Innsbruck, 27. Juli 1654. (La-
tein.) 2004
483. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Leonar-
do de Monte. Innsbruck, 27. Juli 1654. (Latein.) 2005
- 489. Grafenstandsdiplom und Pradikatsverleihung von
Falckhenberg fur Julius de Porta. Innsbruck, 7. Au-
gust 1654. (Latein.) 2006
494. W. fur Matheus Nutzinger, Burger zu Glurns.
Innsbruck, 20. August 1654. 2007
+) Dm Concept dieses Weppenbriefei fehlt in den T. W. B.
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498. W. m.'L. fur Georg Egger, Pfannhausambts-
sc&reiber zu Hall. Innsbruck, 24. Agust 1654. 2008
502. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung far Aritonius
Vivian i, erzh. Kapellan und Sekretar, und dessen better
Joannes Bonaventura Viviaoi. Innsbruck, 30. Agust 1654.
(Latein.) 2009
506. Adelsfreiheit, Besserung und Mehrung des von
Erzh. Ferdinand verliehenen Wappens und Pr&dikatsver-
leihang von Schalberg ffir Cristof Schalber, 0. Oe.
Regiments- und erzh. geheim. Hof-Secretarius. Innsbruck,
3. November 1654. 2010
510. Adelsfreiheit, Wappen- nnd Pr&dikatsverleihung
von Dreisegg fur Hans Jakob Dreissiger. Inns-
brock, 12. November 1654. 2011
514. W. ra. L. fiir Michael Reindl, erzh. Hoflicht-
Caininerer. Innsbruck, 23. November 1654. 2012
518. W. f&r Barthlmee Egger. Meran, 6. Decem-
ber 1654. 2013
522. W. ffir Hans H u e b e r , Perckhrichter zu Scfiwatz.
Innsbrufck, 22. Febroar 1655. 2014
527. (jirafenstandsdiplom mit Verleihung des iStels
„flfoch- und Wohlgeborn" und des Prftdikats Graf en zu
MStsch fur Jakob, Hans Georg und Carl, Gebrftcfer und
Vettern, die Trappen zu Pisein, Churburg und
SchwAnburg, Erblandthof-Meister in Tirol. Innsbruck,
3. M&rz 1655. 2015
532. Freiherrnbrief fur Gervasius Franciscus Ascher
von Bftnningen, erzh. Mundschenk, dessen Vater Hanns
Werner Ascher von Bftnningen, Hitter, Obrister unter Kai-
ser Ferdinand II. war, mit dem Titel Freiherr ru Umb-
kirch und Hofenheimb. Innsbruck, 9. April 1655.
2016
538. Adelsfreiheit nebst Wappenverleihung fiir Tho-
mas To lotus. Innsbruck, 21. April 1656. (Latein1.) 2017
542. W. fftr Wolfgang Holtzer, 1. f. Verweser zu
Kitzbttchl. Innsbruck, 14. Mar 1655. 2018
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546. W. fur Zacharias S chraf 9 Gastgeb za Schwatz.
•Innsbruck, 14 Mai 1655. 2019
550, W. ftr Georg Traitwein, Perckhwechs-Ver-
weser am Pillersee. Innsbruck, 14. Mai 1655. 2020
554. Adelsfreiheit und Besserung des von Erzh. Ferdi-
nand am 17. October 1568 verliehenen Wappens ffir Abra-
ham P rugger, Perg- und Schmeltzwerchs - Factor zu
Schwatz. Innsbruck, 14. Mai 1655. 2021
560. W. fur Martin Seidl, Burger und Gastgeb zu
KitzpicM. Innsbruck, 14. Mai 1655. 2022
564. W. fftr Johann Ronge, Leibquardi-Quartier-
maister. Innsbruck, 14. Juli 1655. 2023
568. W. farVeit Stainhauser, Burger und Han-
delsmann in Innsbruck. Haiterwang, 8. August 1655. 2024
572. Verbesserung des adelichen Wappens far Joan-
nes Cataneus, O. Oe. Regiments-Rath, mit der Bewilli-
gung, sich a Seburg zu nennen. Innsbruck, 16. Septem-
ber 1655. (Latein.) 2025
577. W. fflr das Gericht Dorenbirn (oder Dorn-
pirn) in der Herrschaft Veldtkirch. Innsbruck, 23. Sep-
tember 1655. 2026
579. W. m. L. fftr Martin Vischler, Burger und
Gastgeb zu Hall. Innsbruck, 30. September 1655. 2027
583. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fur Joannes
Dominions Longus (Longo). Innsbruck, 29. Januar
1656. (Latein.) 2028
(Fol. 587—589 unbeschrieben.)
590. Adelsfreiheit, Besserung des von Kaiser Carl V.
verliehenen und Kaiser Ferdinand I. best&tigten Wappens
und Bewilligung, sich von Gerwickh zu Gronfeld zu
nennen, fBr Johann Gerwickh, erzh. Rath, und dessen
Bruder und Vettern Georg, Hans Jacob und Hans Ulrich
die Gerwickh. Innsbruck, 7. Mftrz 1656. 2029
595. Grafenstandsdiplom mit dem Titel „Hoch- und
Wohlgeborn (Perillustris)** und dem Pradikate de Zen berg
fBr Trojanus Borromaeus, equestris ordinis et civitatis
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Patavinae unacum filiis Caesare, Ubertino, Bonifacio, „qui
nunc runctionem Ephoebi nostri subit", et Francisco Maria,
Innsbruck, 18. April 1656. (Randbemerkung am Schlusse
des Conceptes : „Ob zwar diss Diploma zu Innsprugg datiert
u. an beschribnen dato von Ihr. Ertzh. Dchlcht. gn&digst
bewilligt worden, So ist die ausschreibung ex reassumpta
nova concessione et ita speciali jussu Serenissimi erst zu
Mantua den 14. Man 1662 beschehen." Dipl. lat.) 2030
599. W. far Hans Liembinger, Perckhgericht-
schreiber und Vogtey-Kastner zu Rattenberg. Innsbruck,
9. Juni 1656. 2031
603. Freiherrnstandsdiplom, Wappenbessernng und Ver-
leihung des Pradikats von Mandlberg fOr Johannes C a-
taneus, 0. Oe. Regiments-Rath. Innsbruck, 10. Juli 1656.
(Latein.) 2032
607. W. fur Johann Jakob Bildtstain, Stattschrei-
ber zu Bregentz. Innsbruck, 5. August 1656. 2033
611. Bestatigung und Erneuerung des der Gemaind
des Thais Montafon von den Grafen von Werdenberg
verliehenen und vom Rftm. E5nig Ferdinand ID. am 14.
Man 1636 confirmirten Wappens fur dieselbe. Innsbruck,
18. August 1656. 2034
615. Freiherrnstandsdiplom fftr Hans Christof von
Freyberg zu Eisenberg, erzh. Cammerer und Leib-
quardi-Haubtmann, und dessen Bruder Hans Dietrich. 27. Sep-
tember 1655. 2035
621. W. fur den 0. Oe. Kriegs-Expeditor und Regi-
strator Andre Danner. Innsbruck, 7. Febr. 1657. 2036
624 Freiherrnstandsdiplom mit Wappenbessernng und
Verleihung des Titels Freiherrn von fur den edlen Peter
Paul Otti und dessen Gebrftder Hieronimus und Christoff.
Innsbruck, 17. Mai 1657. 2037
626. Wiederverleihung des 1638 einem Vetter erfolg-
ten, durch Feuersbrunst zu Grunde gegangenen Wappen-
briefes m. L. fftr Jakob Griessinger, Richter der Herr-
schaft Rodnegg. Innsbruck, 9. Marz 1657. 2038
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630. Adelsfreiheit and Wappenbesserung fur Niclaas
Zertzer, erzh. Rath und O. Oe. Regiments-Secretarius.
Innsbruck, 18. April 1657. 2039
636. Wappenbesserung und Bewilligung, sich zu Ket-
tenhaben zu nennen, fur den edlen Franz Ruelandt,
Cammerdiener des Erzh. Sigmund Franz, und dessen Bruder
Herorich. Botzen, 21. December 16f>6. 2040
641. Adelsfreiheit nebst Wappenbesserung und Ver-
leihung des Pradikates von Caualess (Cavales) fur
Franz Leitner, Bruder der von Kaiser Ferdinand III. mit
dem gleichen -Pradikate geadelten Johann Maria und Frid-
rich Leitner. Innsbruck, 20. Juli 1657. 2041
647. W. fur Bartlme Khuen, Benefiziat zu Brixen,
und dessen Bruder Andre. Innsbruck, 29. August 1657.
2042
651. Adels- und Rotwachsfreiheit mit Wappenbesse-
rung fur Abraham Faber, erzh. Rath und 0. Oe. Gammer-
maister. Innsbruck, 7. September 1657. 2043
657. Freiherrn8tand mit Wappenverleihung und Er-
theilung des Pradikats Liber Baro a Castro alto fur
Antonius Bartoli. Innsbruck, 5. November 1657. (La-
tein.) 2044
(Fol. 662 und 663 unbeschrieben.)
664. Grafenstandsdiplom mit Verleihung des Titels
,Wohlgeborn (Illustris)" fur Julius Caesar Va tie Hi. Inns-
bruck, 11. November 1657. (Latein.) 2045
670. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Thomas.
Mazzuchus. Innsbruck, 10. Januar 1658. (Latein.) 2046
676. Bestatigung der von der Erzh. Claudia ertheilten
Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fur Marcus Antonius
Bertelli de Monte Lilio et Volsana. (Der Schluss
des lateinischen Diploms Erzh. Ferdinand Carls mitsammt
dem Datum fehlt.) 2047
680. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fur Zacharias
Kerschp&mer, Umbgelts-Einuehmer an der Etsch. Inns-
bruck, 9. Februar 1658. 2048
Ferdinandeonu-Zeitschrift. 13
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686. W. m. L. fur Christof Gruebhofer, Hofein-
khauffer, und desseu Bruder Simon, HofzSrgadner, Caspar,
Hans und Nikolaus. Innsbruck, 27. MSrz 1658. 2049
(Fol. 690 und 691 unbeschrieben.)
692. Adelsfreiheit rait Wappenverleihung und Bewilli-
gung, sich von Salomonsegg nennen zu durfen, ftir Haus
Adam Salomon, erzh. Rath und Landvogt zu Bludenz.
Innsbruck, 4. Mai 1658. 2050
696. W. fQr Caspar Pruner, erzh. Mundtbeckh.
Seefeld, 15. Mai 1658. 2051
700. Adelsfreiheit und Wappenbesserung fur Franz
Attlmayr (oder Atlmayr), dessen Vater Paul s. Z. Tyro-
lischer General-Einnehmer war. 29. Mai 1658. 2052
(Fol. 704 und 705 unbeschrieben.)
706. W. fur Georg Reissigl, Gastgeb zu Schlu-
dems in Viutschgeu, und dessen Bruder Andre. Hal),
4. Juni 1658. 2053
710. Freiherrnbrief mit dem Titel „Wohlgebornu fur
Hans Christoph, auch Wolfgang Andre, Ignaz und Hans
Georg Gebriider und Vettern vonPoymundt zu Payrss-
perg und Schwanburg. Innsbruck, 26. August 1658.
2054
716. Wappenbesserung m. L. fur Georg Waldner,
erzh. geheim. Hofkanzellist, und dessen Bruder Andre. Lints,
22. September 1658. 2055
720. Erhebung der zu Botzen befindlichen Kollerischen
Behausung, welche viele Jahre von der Landthaubtraanoschaft
bewohnt word en, zu einem adelichen befridten Sitz, und Be-
willigung, sich von und zu Kollegg zu nennen, fur die
Gebriider Augustin und Christof Roller. Innsbruck, 3. De-
cember 1658. 2056
722. Adelsfreiheit, Wappenbesserung und Pradikats-
verleihuug von Ampasseggfiir Hileprandt P a r t h. Inns-
bruck, 24. Januar 1659. 2057
729. W. furThoman Porer zu Margreit. Innsbruck,
22. Marz 1659. 2058
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733. W. fir die Miller und Pockhen des Gerichts
Altenburg, denen Hire Handwerchs-Ordnung voni Erzh. Maxi-
milian am 7. December 1610 confirmiert worden. Innsbruck,
28. MSrz 1659. 2059
736. Adelsfreibeit und Wappenbesserung fur die nach
Caspar Bessoli zuriickgelassenen zwei minderj&hrigen Kinder
Giacomo Francisco und Barbara Bessoli (fiber Verwendung
des Hanns Jakob Maffei, Leibmedicus des Churfiirsten von
Beyern). Innsbruck, 22. April 1659. 2060
741. Bes8erung des von Cardinal Andre von Oester-
reich am 20. November 1596 den Peter und Hans Beyer,
Gebriidern, verliehenen Wappens mit Hinznfugung des dem
ausgestorbenen Adelsgeschlecbte IJaimbl von Kaiser Ru-
dolph II. 1590 verliehenen Wappens fiir Ge5rg Beyer,
0. Oe. Regiments - Secretarius, dessen verstorbene Gattin
Anna Maria eine geborne Haimblin war. Innsbruck, 3. Mai
1659. 2061
746. Adelsfreibeit, Wappenbesserung und Bewilligung,
sich binfiiran von Atzwang zu nennen, fBr Erasmus Atz-
wanger, I. f. Zoller an der Zollstangen zu Botzen. Inns-
brock, 16. Juni 1659. 2062
750. W. fur Nicola Gi vane Hi. Innsbruck, 27. Juni
1659. 2063
755. Adels- und Rotwachsfreiheit, Wappenbesserung
und Bewilligung, sich von und zum Freyenthurn zu
nennen, ffir Adam We user. Innsbruck, 28. Juli 1659.
2064
760. Adelsfreibeit und Wappenverleihung ftir Anton
Giovannelli. Innsbruck, 15. September 1659. 2065
764. W. m. L. f8r Sebastian di Mori, Organist zu
L&n&. Innsbruck, 4. December 1659. 2066
(Eingeschaltet aus St v. Mayrhofen's „Genealogien des
tirolischen Adels'*, M. Scr. im Ferdinandeum zu Innsbruck:)
Uebertragung der Adelsfreiheit, der Wappenbesserung und
des Prftdikats von Zollershausen auf Jobann Georg
Zoller, erzh. Rath und 0. Oe. Reg.-Secretar, nachdem
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Jacob Andre Zoller von Zollershausen, Pfandsinhaber des
Landgerichts Sonnenburg, 1654 als der Letzte der Paul
Zollerischen Linie mit Tod abgegangen. Innsbruck, 17. De-
cember 1659. 2066 a
768. Grafenstandsdiplom mit der Titelsverleihnng „Hoch-
und Wohlgeborn" fQr den erzh. Cammerer Franz Frei-
herrn von Trautmanstorff zu Neuburg, Frayen-
thurn nnd Gastellalt. Innsbruck, 21. Januar 1660.
2067
774. Freiherrnstandsdiplom fur Johann Franz von
Triempach (oder Trie in bach), «rzh. Truchsess, and
dessen Bruder Johann Ferdinand, deren Vater weiiand Hans
Carl erzh. Gamerer gewesen. Innsbruck, 26. Januar 1660.
2068
779. Freiherrnstandsdiplom fiir die GebrQder Johann
Carl, Andre Benedict, O. Oe. Regimentsr&the, Hans Rey-
mundt und Franz FQeger zu Fridtberg. Innsbruck,
12. Februar 1660. 2069
780. Confirmation des dem Jakob Marchberger, gew.
Pfleger an der Rottenburger Clausen und Richter zu Roten-
burg, vora Erzh. Sigraund zu Oesterreich 1460 verliehenen
Wappens fQr Hans Marchberger, Gastgeb zu Reith,
Landtgerichts Ratenberg, dessen Bruder Jakob und Vettern
Andre, Stattschreiber zu Rotenburg am Nekhar, und Peter,
Gastgeb zu H5rbach, Gerichts Rotenburg am Yhn, die March-
berger. Innsbruck, 19. Februar 1660. 2070
782. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur Ludwig
Travajon. Innsbruck, 6. Marz 1660. 2071
788. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fur Johann
P 5 g 1 , erzh. Hof-Fuetermaister. Innsbruck, 3. Mai 1660. 2072
794. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fUr den 0. Oe.
Regiments - Rath Dr. Johann Paul Hoc her. Innsbruck,
9. Juli 1660. 2073
801. W. fttr Hans Haag, erzh. Pixenspanner. Inns-
bruck, 7. August 1660. 2074
805. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung fbjr Johann
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Jakob Arparel), 0. Oe. Cainmerrath, nod dessen Bruder
Georg, erzh. Rath und 0. Oe. Cammer-Secretarius. Inns-
bruck, 11. August 1660. 2075
809. Freiherrnstandsdiplom fur Johann Reinhardt von
Pfyrdt (oder Pfirdt), V. Oe. Regimentsrath. St. Johann
bei Kitzbiichl, 22. August 1660. 2076
815. W. fur Jakob Dent, Zollner zu Gebrazhofen.
Innsbruck, 29. November 1661. 2077
819. Wappenbesserung und Bewilligung, sich mit Hin-
weglassung des Namens Satlperger hinfuro von Satlberg
zu Schickhburg zu nennen, fur die edlen Gebruder Wil-
helm und Maximilian Satlperger. Innsbruck, 7. Januar
1661. 2078
825. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung und Pr&di-
katsverleihung von und zu Bikhenreitj und Stain-
bach (oder Stainpach) for Christoph Ludwig Vogl,
der Rechte Dr., V. Oe. Regimentsrath, Professor institutio-
num imperialium zu Freiburg im Breisgau, und dessen Bru-
der Franz Gar), erzh. Rath, sammt dessen Sdhnen Thad&us
Bonaventura und Alphons Desiderius. Innsbruck, 25. April
1661. 2079
831. W. fur Hans Balthauser Franckh, erzh. Hof-
kellerpindter- Telfs, 3.. Mai 1661. 2080
835. W. fiir Adam Peter, Wirth und Gastgeb zu
der Kapla in Patznaw. 10. Mai 1661. 2081
839. Wappenbesserung resp. Yermehrung fftr die edlen
Gebrflder Dr. Christof Ulrich und Hans Jakob von Pach
zu Hansen heim. Innsbruck, 14. Juni 1661. 2082
843. Adelsfreiheit fiir Michael Angelus Galeotti,
civis Pisanus, dessen Verwandter Marius Galeotti einst dem
Erzh. Leopold wichtige Dienste geleistet Florenz, 7. Sep-
tember 1661. (Latein.) 2083
847. W. fiir Georg Mauricher genannt Thurner
im Sandt, Landgerichts Griess und Botzen. Innsbruck, 21.
September 1661. 2084
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851. W. flir Valentin Tosser im Sandt, Landge-
richts Griess and Botzen. Innsbruck, 21. Sept 1661. 2085
855. Grafenstandsdiplom init Verleihung des Titels
„Hoch- und Wbhlgeborn" und Bewilligung, sich Graf von
Ehrnburg, Freiherr zu Warth zu schreibeD, far Veit
Khinigl, Freiherr zu Ehrnburg und Warth, Erb-
truchsess in Tirol, Obrist Cainerer. Innsbruck, 4. Mai
1662. 2086
861, Adelsfreiheit mit Wappenbesserung far Hans
Christoff Uhl, Ambtman der Herrschaflen Bregeotz und
Hocheuegg. Innsbruck, 26. Juni 1662. 2087
866. Adelsfreiheit und Wappenbesserung far Baltha-
sar Wagner, Handelsver waiter zu Schwaz. Innsbruck,
1. Juli 1662. 2088
870. Adelsfreiheit, Wappenverleihung und Pr&dikato-
bewilligung von Hirschenbach far Niclaus Gratian.
Innsbruck, 3. August 1662. 2089
874. W. far Johann Simon Zorn, ZoUner und Waldt-
maister im Sackh bei Rovereit Innsbruck, 22. September
1662. 2090
Erzherzog Sigmund Franz 1663—1665.
878. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung far Balthasar
Conrad Hachenburger und dessen Bruder Johann Mi-
chael. Innsbruck, 14. Januar 1663. 2091
884. W. far Hans Bschor, Burger und Handlssman
zu Meran. Innsbruck, 21. Januar 1663. 2092
888. W. far Franz und Mathias Egger, Gebrtder.
Innsbruck, 4. April 1663. 2093
892. W. far Peter Prantner, Burger zu Meran.
Innsbruck, 21. April 1663. 2094
896. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung far Dr. Jo-
hann Mathias und Francisc Pichler, Gebrttder. Innsbruck,
30. April 1663. 2095
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900. Adelsfreiheit rait Wappen- und Pradikatsver-
leihung von St. Johannes fur Jsak Johaneser, der
Herrschaft Salurn. Innsbruck, 4. August 1663. 2096
904. *W. ftir Martin Herbst, Gastgeb zu Thanhairab,
und dessen Bruder Christoff Simon, Andre und Josef. Reiti,
9. September 1663. 2097
908. Adelsfreiheit mit Wappen- und Pr&dikatsver-
leihuog von Eisendorf und Grafing fur Wolf Au-
gust! n, erzh. Hof- und Veldt - Trombeter. Innsbruck,
13. December 1663. 2098
912. Adelsfreiheit mit Wappen- und Pradikatsver-
leihung de Chiesura fiir Petrus L u c a. Innsbruck,
9. Februar 1664. (Latein.) 2099
916. "W. fur Hans Rauscher zu Botzen. Inns-
bruck, 14. Mftrz 1664. 2100
920. Grafenstandsdiplom fiir Carl Wilhelm und Horaz
von Arzt, dann Christof Wilhelm von Arzt, dann die
Gebruder Georg Sigmund, Adam und Sigmund die von Arzt
und Johann Emanuel von Arzt. Innsbruck, 18. Marz 1664.
2101
926. "W. fur Augustin Thurner, Wachter am Chur.
Bayr. Hoff zu Munich, und dessen Sohn Callus. Munchen,
11. Mai 1664. 2102
928. Adelsfreiheit und Wappenverleihnng fiir Anton
R511. Innsbruck, 3. Juni 1664. 2103
932. W. fur Johaun Tschirff, Fendrich der tiro-
ler Landt-Militiae. Innsbruck, 19. Juni 1664. 2104
936. Freihermbrief mit Wappenbesserung fur Uannss
Wolfgang zu Schneeburg, aus welcheni Geschlechte
Lndwig seiner Tapferkeit halber von Kaiser Carl V. zum
Ritter geschlagen worden. Innsbruck, 31. August 1664.
2105
942. Adelsfreiheit mit Wappenbesserung und Pr&di-
katsverleihung zum Thurn in der Praite ftir Martin
Sterzinger, Anwald und Urbar-Ambtmann der Herr-
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schaft Laudegg, und dessen Vetter Thobias Stendnger.
Innsbruck, 31. August 1664. 2106
946. Freiherrnbrief fQr Hans Erhardt vonFalckhe fi-
st ain, erzh. Camerer. Innsbruck, 26. Sept. 1664. 2107
953. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung und Be-
willigung, sich bei St. Stephan zu Triendt zu nennen,
fur Lorenz Mayr, Chirurgus zu Triendt. Innsbruck, 10. Oc-
tober 1664. 2108
957. Grafenstandsdiplom mit Verleihung des Titels
Gomes Salizzularum et Gastri Turriani Dominus
fur Cosmus de Cos mis. Innsbruck, 22. December 1664.
(Latein.) 2109
961. Adelsfreiheit mit Wappenverleihung fur die Vet-
tern Joan n eg Bettinus und Ridanus, S5hne des Bernardus,
und Joannes Baptista Victorias und Franciscus, Sfthne des
Octavianus, de Gaja, welchen bereits 1648 von Erzh.
Ferdinand Carl der Adelstand bewilligt, aber kein Diplom
dariiber ausgestellt worden. Innsbruck, 22. Januar 1665.
(Latein.) 2110
965. Freiherrnbrief fur Michael Fedrigazzi mit dem
Pr&dikate Liber Baro a Nomi. Innsbruck, 4. Februar
1665. (Latein.) 2111
969. W. fiir Sebastian Hormayr , Burger und Traidt-
handler zu Hall. Innsbruck, 24. Februar 1665. 2112
973. Adelsfreiheit mit Wappen- und Pr&dikatsver-
leihung von Bel in on te fur Hieronymns (Girolamo) Bosio
Fedrigotti, der Medicin Dr. Innsbruck, 6. M&rz 1665.
2113
977. Adelsfreiheit und Wappenverleihung fQr Johann
Caspar Pas si, der Medicin Dr., welcher viele Jahre des
verstorbenen Erzh. Ferdinand Carl Leibmedicus war. Inns-
bruck, 20. April 1665. 2114
981. Verleihung des alten tirolischen Ritterstandes und
eines Wappens fur Johann Baptist Panzoldus, erzfurstl.
Leibmedicus zu Rovereith, und dessen Bruder Ferdinand
Anton. Innsbruck, 11. Juni 1665. 2115
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— 201 —
(Den ScMuss bildet ein Diplom des Erzh. Ferdinand Carl:)
991. Adelsfreiheit mit Wappeoverleihung fiir Domini-
cos Fontanarius (Fontanari), erzh. Hofcaplan und
„EphoBboruin nostrornm Pr»fectas", nnd dessen Briider
Odoricus, Capitanens tenens Praesidii in Castro Biseni, Comi-
tates Tyrolis, Michael, Prosecretarins Italicus, nod Andreas,
Capitaneaa Casareus in Legione pedestri Colonelli et Coroi-
tis Petri Strozii. Innsbruck, 3. October 1655. (Latein.)
2116
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Nameusverzeichniss.
(Der Druck mit darchschossener Schrift deatet auf Adelsrang, das
f auf daa Erloflcheosein des betreffeoden Geschlechtes, dessen erledigtes
Wappen aaf eine andere Familie ttbertragen worden, der * daraof hin,
dass der Name kein Familieo- sondern ein Orts- oder Zonftoame sei.
Die Zahlen geben die Regefitennummern an.)
Aach (Ach), von. 1813.
Achmttller. 1360.
Achtniarkht. 1516.
Adlsperger. 1648.
Ahorner. 1675.
Aichholtzer. 1725.
Aigner. 1735.
Albertini. 1872.
Albmayr. 1297.
Albrecbt 1384.
AlbrechU 1665.
Alemann. 1807, 1916.
Alsetz (AUentz?). 1438.
Altensteig, von. 1249b.
Am Ennde. 1614.
Amesshueber. 1504.
Amman. 1405.
Am Orth. 1580.
Am Ortt. 1845.
Andre. 1747.
Aniser. 1638.
Annderl. 1548.
Anntzinger. 1699.
Apel. 1265.
Arbeissl (Grachek). 1357,
1562.
A rp are 11. 2075.
Arragon. 1925.
Arzt, Grafen von. 2101.
Ascher. 1562.
Ascher, Freiherren. 2016.
f Aspermont, von Ranch-.
1321.
Attlmayr. 2052.
Atzwang, von. 2062.
Augustin. 2098.
* Backer zu Altenburg, die.
2059.
Bal. 1727.
Baldanf. 1606.
Balde. 1385.
B&rby. 1263.
Bardtlomew. 1499.
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— 208 —
Bartoli, Freiherren. 2044.
Becker. 1534.
Behem. 1609.
Bendettu 1300.
Berckhman. 1338.
Berger. 1496.
Bernhardt 1362.
Bernhardt. 1677.
Bernhart. 1507.
Bertelli. 1861, 2047.
Bessoli. 2060.
Betz. 1566.
Beyer. 2061.
Bildtstain. 2033.
Bobinger. 2002.
Bodenus. 1410.
Bonifacius. 1787.
Borromaei, Grafen. 2030.
Bo*io Fedrigotti. 2113.
Botsch. 1890.
Boymundt, Frhn. von. 2064.
Branciforti, Grafeo. 1970.
Brandis (Prandeis), Frhrn.
von. 1301, 1890.
Briechlein (Priechlein). 1335.
Brixner. 1824.
Brueder. 1260.
Brunell. 1389.
Bschor. 2002.
Burger. 1447.
Burnell. 1423.
Galderon. 1347.
Gall, toil 1808.
Caiuerer. 1428.
Cameriander. 1788.
Canthon. 1732.
Carl. 1530.
Carrara. 1687.
Caseus (Kh&ss). 1390.
Gastagna, Freiherren. 1983.
Gatanei, Frhn. 2025, 2032.
CeelL 1592.
* Ghur, Dompropstei. 1866.
Gittadini. 1816.
Cora, 1621.
Coray. 1978.
Corent. 1570.
Corradi. 1909.
Cortleater. 1322.
Cosmis, Grafen de. 2109.
Crentzberg. 1643.
Creutzer. 1887.
Daiser. 1275.
Daiser. 1532.
Daler (Taler). 1654.
Danner. 2036.
Dantz. 1885.
De Luchj. 1310.
Dent 2077.
Deri. 1777:
Deuring. 1637.
Dietmayr. 1528.
Diiner. 1342.
Di Mori. 2066.
Dorffner. 1314.
-*JDornpini, Gericht 2026.
Dreiasiger. 1897, 2011.
Datnbler. 1422.
Ebenthurner. 1325,
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— 204 —
Ebner. 1481.
Eder. 1883.
Egarter. 1865.
Egen. 1352.
Egger. 1907.
Egger. 2008.
Egger. 2013.
Egger. 2093.
Eggl. 1393.
Elias 1757.
Embser (Eraser). 1984.
Enderli. 1369.
Endt. 1446.
Ennde, am. 1614.
Enndhofer. 1315.
j- Epfingen, von. 1337.
Erhardt. 1455.
Erhardt. 1571.
Erler. 1940.
Erttinger. 1439.
Ettenhard, von. 1915.
Paber. 1285.
Faber. 2043.
Fachner. 1697.
Faistenberger. 1577.
Falckhenstain, Frhn. von.
2107.
Falser. 1764.
Fasser. 1826.
Fechtoeisen. 1771.
Fedrigazzi, Freihrn. 1927,
2111.
Fedrigotti. 2113.
Feichtner. 1293.
Feidan (Feftdan). 1894.
Feirotain. 1710.
Fencher. 1460.
Fe8temayr(Vestemayr). 1470»
Finckheneisen. 1820.
Fiorentini. 1898.
Flarer. 1721.
Flachtberger. 1518.
Flflecher. 1440.
Flugy. 1321.
Fdllenstainer. 1717.
Fontanari. 2116.
Forcher. 1560.
Forchner. 1365.
Franckh. 2080.
Frannckh. 1307.
Franzin. 1599, 1989.
Freiseisen. 1278.
Frelich. 1768.
Freyberg, Frho. v. 2035.
Friderich. 1541.
Friderich (Fridrich). 1734.
Frisinghelli. 1645.
Fritz. 1363.
Fritz. 1494.
Frits. 1851.
Frumbholtzer. 1858.
Fuchs, Freiherren. 1414.
Fuchss. 1832.
Ffieger, Freiherren. 2069.
Ffcetterer. 1649.
Furner. 1399.
Fox. 1558.
Gadner. 1368.
Gaja, de. 2110.
Galeotti. 1816, 2083.
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— 205 —
Gapp. 1733.
G&rber. 1744.
Gardum. 1427.
Garneri. 1471.
Gasser. 1867.
Gasser. 1889, 2000.
Gasteiger. 1435.
Gatterer. 1582.
Gebhart 1397.
Geiger. 1955.
Gerold. 1838.
Gerwickh. 2029.
Gessler. 1757.
Geyer. 1870.
Giaonettini. 1904.
Giovannelli. 2065.
Girardi. 1346.
Girardi, Frhn. 1954,1981.
Givanelli. 2063.
Glatz. 1930.
Gna. 1691.
GSpffhardt. 1527.
Gottardi. 1684.
Graf. 1703.
Grass. 1276.
Gratian. 2089.
Grfitl. 1639.
Grebitschitscher. 17 1 8.
Grebmer. 1914.
Greiff. 1968.
+ Greiff enstain, v. 1977.
Greil. 1636.
Greiner. 1323.
Gremer. 1906.
Grienberg, von. 1523.
Griessenpdckh. 1772.
Griessinger. 2038.
Gross. 1765.
Grosspeandtner. 1350.
Grueber. 1640.
Graebhofer. 2049.
Grfiess (Griess). 1730.
Gnetleben. 1430.
Gufer. 1476.
Guggemoss. 1456.
GuggeT. 1974.
Gugler. 1502.
Guielmoni (Gielmoni). 1421.
Guillimanni. 1418.
Guldinast (Guldeoast).
1875.
Gumpp. 1395.
Gundersheimer. 1871.
Haag. 2074.
Haas. 1698.
Haberrainer. 1515.
Hachen burger. 2091.
Hafele. 1745.
Haidt. 1724.
Haillperger. 1756.
Haimb. 1433.
f Hainabl. 2061.
Hainrich. 1615.
Halden, von der. 1752.
Balffter. 1336.
Hamprecht. 1873.
Handtman. 1319.
Hannenman (Hannemann).
1533.
Harb/ 1661.
Hardt. 1610.
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— 206 —
H&rdtL 1822.
TIartenstain. 1458.
Hartman. 1309.
Haselbach. 1976.
Haser. 1836.
+ Hasslacher. 1775.
Hasslwandter. 1650.
Hauser. 1461.
Hauser. 1647.
Helff. 1316.
Hendl, Freiherren. 1532a.
Henkbl, Grafen. 1975.
Hennenfeindt. 1629.
Hepperger. 1254.
Herbst. 2097.
H8rrt (Hdrtt). 1731, 1785.
Hertzog. 1726.
Heussler. 1419.
Hieber. 1572.
Hindenlanng. 1529.
Hippoliti. 1896.
Hirschauer. 1441.
Hirschenberger. 1656.
Hochen hauser. 1977.
Hocher. 2073.
Hoohmater. 1729.
Hoeneckher. 1769.
Hofer. 1290.
Hofer. 1306.
Hofer. 1464.
Hofman. 1593.
Hofman. 1908.
Hofmann (Hoffman). 1901.
Hofschreiber (Hofschneider).
1956.
Hofstetter. 1653.
H6ger. 1706.
Hoi. 1545.
HOltzel. 1890.
Holtzer. 1404.
Holteer. 2018.
Holtzhamer. 1436.
HSltsl. 1579.
+ H5lz1. 1524.
Honorati. 1910.
H5rman. 1751.
H5rman. 1831.
Hormayr. 2112.
Horngacher. 1702.
HOrtnagl. 1998.
Hueber. 1249 a.
Hueber. 1250 a.
Hueber. 1313.
Hueber. 1413.
Hueber. 1819.
Hueber. 1856.
Hueber. 1919.
Hueber. 1980.
Hueber. 1995.
Hueber. 2014.
Handertpfundt. 1331.
Hupfauf. 1761.
+ Hurlach, von. 1606.
Ichtershairab, von. 1872.
Imwinckhl. 1474.
In der Maur. 1892.
Intzelpacher. 1878.
Jais. 1828.
Janneggfvon. 1655,1990.
f Jauffen, von. 1892.
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— 207 —
Jayst. 1366.
Jenewein. 1624.
Jenumb. 1720.
Joham. 1799.
Johaneser. 2096.
Jonegger. 1655.
Jordan. 1641.
Jutz. 1277.
Eager. 1913.
Kaler. 1841.
Karl. 1259.
K&spacher. 1568.
Keller. 1738.
Kemenater. 1746.
Kerschp&mer. 2048.
Kessler. 1821.
Khaiser. 1708.
Khaltenprunner. 14 16.
Kbass (Gaseus). 1390.
Khattag. 1899.
Khera. 1445.
Khern. 1498.
Khinigl, Grafeo. 2086.
KhlStenhamer. 1882.
Khdchler. 1608.
Kholbenperger. 1863.
Kholer. 1459.
Kholer. 1598.
Kbdnig. 1840.
Khramer. 1485.
KhQechl. 1556.
Khaen. 2042.
Kiechl. 1933.
Kitzwaider. 1448.
Klett 1359.
Klett. 1997.
Klickh. 1251.
Klinger. 1795.
Knoringer. 1859.
Koch. 1893.
Kofler. 1267.
Kofler. 1993.
Kolb. 1279.
Koller. 1598? 2056.
f Kollin. 1652.
KSntz. 1935.
KSppliD. 1295.
Krabat. 1258.
Kr&oewitter. 1811.
Kraas. 1317.
Kreitzweger. 1617.
Kresser. 1674.
Kulbinger. 1681.
Kfurin. 1739.
Kurschner. 1783.
Kurtz (Khurtz). 1597.
Ladarner. 1618, 1619.
Laich. 1429.
Laimgrueber. 1380.
Laiterer. 1514.
Landerer. 1690.
Lang. 1793.
Laagenmantel. 1376.
LanggiUch. 1520.
Lftnser. 1801.
LauiDger. 1685.
Legnani Ferri, Grafeo.
1971.
Lehner. 1392.
Lehner. 1524.
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— 208 —
Leiss. 1449.
Leitner. 2041.
Lempach. 1782.
Lener. 1339.
Lefts s. 1488.
Leyrer. 1646.
Lieb. 1510.
Lieb. 1625.
Lieb. 1877.
Liembioger. 2031.
Lindner. 1269.
Lindner. 1506.
Lindtner. 1902.
Linggahell. 1789.
Linser. 1312.
Linser. 1662.
Linser. 1809.
Locher. 1337.
Lochner. 1827.
Loer. 1944.
Loess. 1268.
Ldffler. 1587.
Longo. 2028.
Ldrgetporer. 1947.
f LStscher. 1752.
Lotter. 1886.
Loys. 1550.
Luc a. 2099.
Luchj, de. 1310.
Ludescher. 1829.
Luhn. 1353.
Liistrier, 1915.
Lntt. 1334.
Lutz. 1658.
Madruzer. 1364.
Mair. 1588.
Malemort 1917.
Maleth. 1361.
Manguet. 1774.
M&nninger. 1489.
Marcelli. 1959.
Marchberger. 2070.
Marchstainer. 1327.
Marchstainer. 1668.
Marckh. 1704.
Marckh. 1876.
Marckhart. 1779.
Margreiter. 1509.
Marnisechi. 1255.
Martinnoy. 1773.
Mta. 1852.
Math. 1468.
Mathey. 1714.
M&tscher. 1748.
Mattioli. 1979.
Manrer. 1775.
Mauricher. 2084
Mayr. 1281.
Mayr. 1326.
Mayr. 1407.
Mayr. 1450.
Mayr. 1620.
Mayr. 1622.
Mayr (Mair). 1671.
Mayr. 1776.
Mayr. 2108.
+ Mayregger. 1483.
Mazzoldi. 1616.
Mazzuchi. 2046.
Meiss. 1962.
Meitinger. 1676.
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— 209
Mem min gen, von. 1985.
Nicolin. 1705.
Mentz. 1555.
Niderhofer. 1299.
Messer schmidt. 1547.
Niderhofer. 1328.
Messner. 1264.
Niderhofer. 1394.
Michel 1261.
Nieppein. 1546.
MietL 1737.
Niernsanckh. 1270.
Miller. 1862.
Noser. 1519.
Mitnacht. 1531.
Natzinger. 2007.
Mitterstetter. 1611.
* Montafon, Gemeinde. 2034.
Oberhaaser. 1601.
Monte, de. 2005.
Oberhauser. 1798.
Mor. 1866.
Oberle. 1517.
Mor, Grafen von. 1953.
Obermayr. 1928.
Morandel. 1343.
Oberriser. 1607,
Mori, di. 2066.
Oberthaner. 1937.
Morsailler. 1473.
Oblacher. 1425.
Mdsch. 1635.
Oblasser. 1454.
Mteel. 1344.
Obwegser. 1420.
Moser. 1304.
Orius (Orio?). 1992.
Moser. 1391.
Orth, am. 1580.
Moser. 1763.
Ortt, am. 1845.
+ Moss, von. 1999.
Ossterman. 1584.
Mossmann. 1864
Ostermann. 1356.
Mflller. 1426.
Osterriedt. 1451.
Mailer. 1594.
Ottentaler. 1569.
Mttller. 1963.
Otth. 1835.
* Mailer za Hall nod Thaur,
Otti, Freiherren v. 2037.
die. 1938.
* Miiller za Altenbarg, die.
Pach, von. 2082.
2059.
Pacher. 1740.
P&chler. 1272.
N&dler. 1911.
PadscheQder. 1922.
Naandorffer. 1374.
Pansa. 1632.
Naapp. 1837.
Panthel. 1302,
Nearaater. 1298.
Panzoldi, Ritter. 2115.
Nicolay. 1728.
Parth. 2057.
Feidinandeunu-Zeitsohrift.
14
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— 3X9 —
Parthol. 1387.
Passi. 2114.
Passin. 1903.
Paumbgartner. 1969.
Paurnfeindt. 1483.
Paurnfeindt. 1895.
Paxer. 1716.
Payr. 1291.
Payr. 1330.
Paz. 1967.
Peer. 1912.
Pelegrini. 1484.
Pelican. 1411.
Perantoni. 1633.
Perckhofer(Perghouer).
1988.
Perger. 1437.
Perlinger. 1996.
Peroti. 2004.
Peter. 2081.
Petz. 1333.
Pfeffer. 1800.
Pfenning. 1491.
Pfleger. 1750.
Pfyrdt, Frhn. v. 2076.
Philippin v. Thunn.1382.
Pichler. 1945.
Pichler. 2095.
Piggel. 1341.
Pihler. 1630.
Pinggera. 1657.
Pirckhner (PiirckDer). 1815.
Plackh. 1695.
Planckhenstainer. 1 273.
+ Platenbe'rger. 1661.
Platter. 1666.
PJatzer. 1493.
PJatzer. 1537.
Pobay. 1354.
Pflckh. 1891.
P6gl (PSgle). 1802, 2072.
Ponpanin. 1880.
Pollin. 1900.
Porer. 2058.
Porta, Grafen de. 2006.
Port en, von der. 1830.
Posch. 1351.
Posch. 1651.
Poymundt, Frhn. v. 2054.
Prandeis(Brandis). 1890.
Pranndthueber. 1320.
Prannger. 1669.
Prantner. 2094.
Praundorner. 1305.
Prenn. 1573.
Prenner. 1949.
Prinsthofer. 1679.
Pritzi. 1271.
Prugg. 1521.
Prugger. 1818.
Pmgger. 1844.
Prugger. 1932.
Prugger. 2021.
Pruner. 2051.
Pronner. 1803.
Pschnagger. 1431.
Puchler. 1543
Puechperger. I960.
Puellacher. 1759.
PQhlmayer. 1525.
PQrckhl. 1585.
Piitz, von. 1318.
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m —
Rabenstainer. 1605.
Rabl. 1457.
Raget. 1865.
Raidt. 1843.
Rainer. . 1292.
Rainer. 1490.
Rainer. 1683.
Rainer. 1823.
Raitweiller. 1486.
Ramblmayr. 2001.
Rangger. 18:3, 1881.
Rapp. 1453.
Rate. 1948.
Ranch. 1688.
f Ranch-Aspermont, v.
1321.
Rauchenstain, Graf v.
1986.
Raoscher. 1462.
Rauscher. 2100.
Raysacher. 1526.
Rebensperger. 1452.
Recheisen. 1613.
Reecheisen. 1467.
Reindl. 1256.
Reindl. 2012.
Reiner. 1921.
Reinisch. 1286.
Reinisch. 1540.
Reissigl. 2053.
Reitter. 1766.
Reitter. 1770.
Renato. 1934.
Renntz. 1375.
Renntz. 1442.
Rentz. 1257.
Resch. 1603.
Reutter. 1805.
Reutter. 1848.
Richter. 1874.
Riedman. 1791.
Rieneckher. 1722.
R511. 2103.
Ronge. 2023.
Rosenberger. 1417.
Rosenberger. 1500.
Rossi. 1289.
Rossi (Res si). 1549.
Rossler. 1444.
Roth. 1888.
Rottmayr. 1538.
f Rubatsch, von. 1382.
Raelandt. 2040.
Ruesch. 1287.
Ruetz. 1602.
Salomon. 1308, 2050.
Sancta Cruce, de. 1794.
Satlberg, von. 2078.
Satler. 1477.
Sattinger. 1303.
Saur. 1810.
Sayler (Sailer). 1564.
Scarta. 1434.
Schaar. 1386.
Schalber. 2010.
Schalgkhainer. 1396.
Schaser. 1694.
Scheiber. 1402.
Schenckh. 1332.
Schetzer. 1472.
Scheuch. 1652.
14*
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— 212 —
Schiehl. 1565.
Schlachter. 1496.
Schlechtleiittner. 1511.
Sohleehl. 1857.
SchlSsinger. 1723.
Schmauss. 1961.
Schmid. 1664
Schmidmayr. 1280.
Schmidt. 1443.
Schniuckh. 1713, 1850.
Schnalser. 1377.
Schneeburg, Frhn.zu.2105.
Schneider. 1762.
Schneweis. 1559.
Schoch. 1696.
Schofman. 1378.
SchSlling. 1952.
Sch5n5gger. 1542.
SchSpfer. 1973.
Schor. 1583.
Schraz. 1972.
Schrentewein. 1373.
Schrof. 2019.
Schuechmacher. 1398.
Schuelen. 1465.
Schfiesstl. 1408.
Schuldthess. 1478.
Schulthauss. 1923, 1999.
Schwab. 1686.
Schw&bl. 1432.
Schwannckh. 1348.
Schwardelat. 1497.
Scutellari. 1749.
Scutelli. 1693.
Sebastian. 1544.
t Seidl. 1751.
Seidl. 2022.
Seitz. 1590.
Semblrockh. 1942,
Settamino. 1987.
SeywaJd. 1868.
Siberer. 1501.
Siess. 1400.
Silberhoffer. 1707.
Simonzini. 1715.
Spengler. 1797.
Spiess. 1905.
Sprenger. 1536.
Sprenger. 1600.
Sprenng. 1370.
St&chel. 1282.
Stachl. 1754.
Stachlburg(Stahlbnrg),
Frhn. v. 1957.
Staffler. 1479.
Staffler. 1817.
Stainhauser. 2024.
Stainmetz. 1834.
Stanget 1563.
Stangl. 1631.
Staudacher. 1719.
Steger. 1943.
Steidl. 1951.
Steltzer. 1329.
Stenglin. 1804.
Sterzinger. 2106.
Steupp. 1790.
Steydl (Steidl). 1929.
Stickhler. 1753.
Stier. 1252.
Stiller. 1842.
Stockher. 1781.
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— 213
Stoeffl. 1596.
Thoman. 1575.
Stoltz. 1554
Thomaset. 1535.
Stfltzl. 1503.
Thunn, Philippin von.
Storch. 1401.
1382.
Strasser. 1965.
Thurner. 1673.
Streemayr. 1557.
Thurner. 2102.
Streicher. 1644.
Thurnes. 1262.
Strele. 1415.
Told. 1736.
Strimer. 1604.
Toll. 1931.
Strobl. 1561.
Toloti. 2017.
Stromayr. 1324.
Tonelli. 1591.
Stormb. 1367.
Topff. 1480.
Sfiess. 1623.
Tosser. 2085.
Snller. 1466.
Trahofer. 1918.
Sumpnndt. 1513.
Traitwein. 2020.
Sutor (Schuesster). 1946.
Trapp, Grafen. 2015.
Syeder. 1854.
t Tratter. 1808.
Sybil. 1311.
Trautmanstorff, Grafen
von. 2067.
Taler. 1296.
Travajon. 2071.
Taler (Daler). 1654.
Trftxl. 1424.
Taler. 1755.
Trentini. 1345.
Taler. 1814.
Triempach, Prhn. v. 2068*
Taler. 1849.
Trinckhans. 1767.
Tanner. 1712.
Trippell. 1825.
Tantzer. 1806.
Troyer. 1284.
Tantzer. 1991.
Truefer. 1628.
Tastner. 1860.
Tscherf. 1355.
f Tauffers, von. 1988.
Tsohirff. 2104.
Tauach. 1884.
Tschitscher. 1567.
Tente. 1701.
Ttlffer. 1383.
Thaler. 1403.
Tiiring. 1294
Thaler. 1522.
Tnrner. 1936.
Thaler. 1839.
Thanner. 1487.
Uhl. 2087.
Thomam 1574.
Ulrich. 155L
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214 —
Undterhofer. 1982.
Undterkhoffler. 1678.
Undterrainer. 1406.
Undtertrifaler. 1492.
Undterweger. 1863.
Vatielli, Grafen. 2045.
Velderer. 1778.
Verclairer. 1689.
Vestemayr (Festemayr). 1470:
Vigl. 1634.
Viliot. 1371).
Vischer. 1340.
Vischer. 1660.
Vischler. 2027.
Viscanti, Grafen. 1994.
Viviani. 2009.
VogJ. 2079.
Vollandt. 1890..
Von Aach (Acb). 1813;
Von Call. 1808.
Von der Halden. 1752.
V.on der Port en. 1830.
Von Piitz. 1818.
Von Wehrt. 193Q.
Vorant. 1846.
Wfich. 1784.
Wachter. 1475^.
Wachter. 1581.
Waffner. 1605.
Wagner. 1512. .
Wagner, Frhn. 1964.
Wagner. 2088.
Waitz. 1670.
Walcher. 1709.
Waldner. 2055.
Walser. 1742.
Walther. 1939.
Wamosin. 1659.
Wanner. 1508.
W&ntsch. 1539.
Wareschgg. 1812.
Waydman. 1388.
Weber. 1966;
f Weinanglisch. 1291.
Weinhartt. 1576.
Weinmor. 166.7.
Weiss. 1372.
Weiss. 1381.
Weiss. 1950-
Weisshau.bt. 1792.
Weix, Frhn. von., 1890.
Weltz. 1495.
Wendter (Wennter). 1626.
Wennser. 2003.
Wenser. 2064
Werndle. 1642*
Werndle. 1663.
Werth, von. 1920.,
Wexler. 1680.
Weyan. 1469.
Weythaler. 17*3.
Widenplatzer. 169&.
Widitech. 1283.
Wigget. 1780s
Wilhalm. 1371.
Willmann. 169&
Winckhler. 141&
Winckler. 1926.
Windt. 1349,
Wirth. 1924
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Google
— 215 —
Wiser. 1266. Zenobio (Zanobio), Gra-
Wiser. 1589. fen. 1941.
Wiser. 1879. Zerminiger. 1786.
Witweiler. 1758. Zertzer. 1711, 2039.
Wolf. 1627. Ziegler. 1682.
Wolffsthurn, von und zu. Zierler. 1760.
1914. Zigeiner. 1586.
WOrnhart. 1578. Zigl. 1672.
Zingerl. 1274.
Ychtershaimb, von. 1872. Zipper. 1853.
fYpphofer. 1632. Zobl. 1463.
Tsinger. 1700. Z oiler. 2066 a.
Z5rer. 1796.
Zaberl. 1288. Zorn. 2090.
Z a cher la. 1741. Zotz. 1847.
Zanetti. 1958. Zunel. 1482.
Zanngerl. 1553. Ztinenberg, von. 1989.
Zehner. 1869. Zurcher. 1409.
Zelger. 1358. Zurtschentaller. 1612.
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n.
Naturwissenschaftliche Abtheilung.
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Naturwissenschaftliche Abtheilung.
x
Google
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i
Verzeichniss
der
in Tirol bis jetzt beobachteten Araehniden
nebst Beschreibungen einiger neuen oder weniger
bekannten Arten
Dr. L. Koch in Nurnberg.
1876.
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Vera.olasst durch Herrn Professor Dr. C. Heller „ein
Verzeichniss der vorzuglichsten Hochgebirgsformen aus der
Gruppe der Arachniden zusammen zu stellen", konnte ich
dem eigneti Verlangen , ein Verzeichniss der von anderen
Arachnologen ond von mir selbst seit dem Erscheinen der
ersten Arbeit (iber Tiroler Arachniden (A. Ausserer „Die
Arachniden Tirols nach ihrer horizontalen und vertikalen
Verbreitung") beobachteten Thiere dieser Klasse nicht wider-
Btehen.
Das Resultat dieser Zusaramenstellung ergab, dass mein
sehr verehrter Freund, Herr Prof. Dr. Ausserer, nnn in
Graz, damals richtig vorhergesagt hatte, als er fiusserte, die
Zahl der in seinera Verzeichnisse enthaltenen Arachniden
werde sich demnachst anf das Doppelte bringen lassen;
mein Verzeichniss f&hrt bereits 500 Arten an und doch be-
sitze ich in meiner Sammlung noch c. 50 Species, besooders
kleine Liniphien und Erigone aus den hdheren Alpengebieten,
welche ich leider wegen der Kiirze der Zeit, in welcher die
vorliegende Arbeit vollendet sein musste und der zu grossen
Ausdehnung derselben gegenwartig noch nicht mit einreihen
konnte. Es lasst sich dabei annehmen, dass wenn der
Sfiden Tirols noch sorgfaltiger als bisher und wenn die
hdheren Alpeuregionen von dem Augenblicke ihrer Zugang-
lichkeit an in arachnologischer Beziehung durchforscht wurden,
die Zahl der in Tirol vorkommenden Arachniden noeh um
ein Bedeutendes hdher sich herausstellen wird.
Seit dem Erscheinen der Abhandlung Ausserers hkt
namentlich Dr. J. Milde, der fur die Wissenschaft leider zu
frfih verstorbene Botaniker, im Saden Tirols, speziell in der
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— 222 —
Umgebuug von Meran und Bad Razzes mit grosstem Eifer
Spinnen gesammelt und fur die Kenntniss dieser Thiere
unseres Faunagebietes hochst interessante und reiche Bei-
trage geliefert; Herr Prof. Dr. Heller brachte von dem sud-
lichsten Puokte, dem Monte baldo, einige Arten mit, im
Trientinischen wurde besouders von den Uerren Professoren
Ganestrini und Pavesi gesammelt und das wichtige Ergebniss
ihrer Fon>chungen audi wisseuscbaftlich verwerthet. In dem
Norden Tirols hat Herr Prof. Heller theils im Stubai theils
im Oetzthale (Obergurgel) den Arachnideu seine Aufmerk-
samkeit zugewandt und inancbe schoue Eutdeckung ist dem-
selben zu verdanken. — Meine eigenen Reisen, stets nur za
arachaojogischen Zwecken und ineist in Begleitung meiues
lieben Freundes Herrn Prof. Ausserer uuternommen, haben
sich in folgenden Richtungen ausgedehnt:
im Inntbalgebiete von Kufstein bis Innsbruck, (Plnin-
ser Joch, Achensee, Zillerthal, Duxerthal bis an die Ferner,
Gerlos). — Stubai (Kiihthai, Praxmar, Horntbaler Joch,
Oberiss und Alpein). — Oetzthal bis an die Winnebach-
ferner);
im Gebiete der Salzach vom Plattenkogl bis Kriinml,
das Untersalzbachthal bis zu den Gletschern, Fuscherthal bis
zur Pfandler Scharte;
im Gebiete der Rienz und Drau (Autholz, Staller Joch,
Defereggen, Tauernthal, Kalserthal (Kaiser- uudBergerthSrl);
Ampezzanerthal (Laudro, von Cortiua bis zur Jochhohe fiber
Falsarego). — (Bei Landro wurden auch von Herrn Letocha
in Wien mit grosseni Fleisse Spinnen gesammelt);
im Gebiete des Eisack das Schimrnthal aufw&rts bis
zum Duxer Joch, das Grodnertbal bis zum Jochiibergang,
bei Brixen, Waidbruck und Vols, ganz besonders in der
Uwgebung von Bad Razzes (Castelruth, Seis, Seiseralpe,
Schlern) ;
im Gebiete des Avisio das Durouthal entlang, — Mar-
molada;
im Gebiete der Etsch (Umgebuug von BoUoen) ;
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— 223 —
das Sfitrcaihal aufw&rts bis zur Vedrelta del Mandrou;
in del* Urogebung von Biva.
Id dem Verzeeichnisse warde als zu Nordtirol zahlend
das ganze Inn- und Salzachgebiet betrachtet, als Sudtirol
die Gebiete der Drau, des Eisack und der Etsch und das
Sarcathal.
Als liochalpine Arten, — in dem Verzeichnisse mit
ejnera * verselien, wuiden alle in der Ilohe von 5500' an
vorkommenden Arten aufgefuhrt. — Die folgende Tabelle, soil
eine Uebersicht tiber die Verbreitung der samrotlichen bis
jetzt bekannten Tiroler Arachniden gewShren:
N.*)
S.
NS.
*
Sumina
Orbitelarien
5
10
32
10
41
Retitelarien
46
26
49
49
121
Tubitelarien
20
53
55
32
128
Temtelarien
—
—
1
—
1
Laterigaden
6
12
29
10
47
Ottigraden
4
13
25
19
42
Saltigraden
10
24
16
10
50
Pkalangiden
7
14
23
16
44
Psendoscorpione
2
9
3
3
14
Scorpioiden
—
2
1
—
3
Ixodiden
—
3
—
—
3
Suroma: 100 166 234 149 500
Aus der vorstehenden Tabelle ergibt sich, dass das
stidliche Gebiet weit mehr ihm allein eigene Arten besitzt
als das nordliche, und dass in letzterem nur eine Familie,
jene der Retitelarien in iiberwiegender Mehrzahl von Arten
▼ertreten ist ; es sind dies die kleinen liochalpinen Erigone
nud Liniphied, dereu Zahl jedoch noch lange nicht mit nur
annaheruder Sicherheit sich angeben lasst Jedenfalls bergen
auch noch die Hochalpen Slidtirols eine grosse Menge von
neuen Arten dieser niedh'chen Geschopfe.
*) K sa Nordtirol, S as Sudtirol, NS. = Arten, welche in Nord-
und Siidtirol beobachtet warden, * = hochalpine Species.
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— 224 —
Von den Orbitelarien ist das Genus Epeira in Tirol am
reichsten (mit 27 Arten) vertreten; unter den Retitelarien
das Genus Erigone durch 51, Liniphia durch 32 nnd die Gat-
tung Theredium durch 15 Arten; von den Enyoiden wnrde
bis jetzt noch keine Species beobachtet.
Unter den Tubitelarien, der in Tirol artenreichsten
Familie nimmt die Gattung Glubiona mit 18 Arten den Vor-
rang ein, ihr folgt das Genus Prosthesima mit 16 und die-
sem Gnaphosa mit 12 Arten.
Von den Laterigraden ist nur das Genus Xysticus mit
einer grQsseren Anzahl von Arten (15) vorherrschend ; unter
den Lycosiden Lycosa (19) ; von den Saltigraden haben Attus
(16) uud Heliophanus (10) die meisten Species aufzuweisen;
unter den Phalangiden die Gattung Opilio mit 10 Arten.
Unter den hochalpinen Arten ist das Genus Erigone
am st&rksten (mit 31 Arten) vertreten, nfichst diesem die
Gattungen Liniphia und Lycosa mit je 10 Arten, das Genus
Epeira mit 9 Species; von den iibrigen Gattungen z&hlen
Theridium, Gnaphosa, Prosthesima, Tarentula, Attus und
Opilio je 5 — Clubiona, Xysticus und Nemastoma je 4,
— Tegenaria, Micaria, Drassus, Euophrys und Obisium je
3, — Steatoda, Caelotes, Philodromus, Thanatus, Trochosa,
Epiblemum, Leiobunum und Platylophus je 2, — Zilla,
Asagena, Amaurobius, Histopona, Agelena, Gryphoeca, Hahn-
ria, Cybaeus, Phrurolithus , Artanes, Oxyptila, Ocyale,
Oxyopes, Trogulus, Prosalpia und Ischyropsalis je eine Art.
Von den in Dr. Oswald Heer's Schrift „iiber die ober-
sten Grenzen des thierischen und pflanzlichen Lebens in den
Schweizer-Alpen" beschriebeuen Arten ist fiir die Tiroler
Fauna nur Opilio glacialis Heer mit Sicherheit aufzufuhreo.
Die iibrigeu Arten (Lycosa blanda G. Koch var. obscura
Heer — jedenfalls eine von L. blanda verschiedene Species — ,
Micryphantes Kochii und Micaria chlorophana, — diese jeden-
falls nicht identisch mit Micaria alpina L. Koch — lassen sich
wegen der ungenfigenden Beschreibungen kaum ermitteln.
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— 225 —
Iiiteratar.
1861. L- Koch „Beroerkungen zur Arachniden-Familie der
Opilioniden" im Korrespondenzblatte des zool.-mineral. j
Vereines in Regensborg. 1861 p. 131. 1
1864, L.Koch „Die europaischen Arten der Arachniden- J
gattung Cheiracantium" in den Abhandlungen der natur- }
historischen Gesellsch. in Ntirnberg. Jahrg. 1864. j
1866. I*. Koch „Die Arachniden-Familie der Drassiden*
I. — Vn. Heft.
1867. Ausserer Ant. „Die Arachniden Tirols* (Verhandl. i
der k. k. zool.-botan. Gesellsch. in Wien 1867.)
1867. Canestrini Giov. »Intorno agli Arachnidi dell'ordine
Araneina, osservati nel Veneto e nel Trentino" (Com-
ment, d. Fauna, Flora et Gea del Ven. et del Trent
1867 n. 2.)
1868. Aracnidi Italiani per Giov. Canestrini e Pietr. Pavesi
(Atti delle Societi italiana di scienze natur Vol XI
Fasc. III. -1868.)
1868. L. Koch „Die Arachnidengattungen Amaurobius,
Caelotes und Cybaeus" (Abhandl. der naturhist. Ge-
sellschaft in Niirnberg. Jahrg. 1868.)
1869. L. Koch »Beitrag zur Kenntniss der Arachniden-
fauna Tirols^ in der Zeitschrift des Ferdinandeums in
Innsbruck Jahrg. 1869.
1870. Giov. Canestrini e Pietro Pavesi „Catalogo sistem.
degli Araneidi italiani (Archiv. per la Zool., l'Anatom.
e la Fisiologia Ser. II. Vol. II. 1870.)
1872. Giov. Canestrini „Nuove Specie di Opilionidi ita-
liani. « Modena 1872.
1872. 0. P. Cambridge „ Descriptions of twenty-four new
species of Erigone* (Proceedings of the zool. Soc. of
London. Jun. 1872.
1872. L. Koch ^Beitrag zur Kenntniss der Arachniden-
fauna Tirols. Zweite Abhandlung* (Zeitschrift des
Ferdinandeums in Innsbruck Jahrg. 1872.
Ferdinandeums-Zeitschrift. 15
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— 226 —
1873. P. Pavesi „Catal. Sistem. dei Ragni del Cantone
Ticino" Geuova 1873.
1873. L. Koch „Uebersichtliche Darstellang der Chernetiden
Europas" Nfirnberg 1873.
1874. T. Thorell „Descript. of Several Europ. and North-
Afric. Spiders" (Kongl. Suenska Vetensk.-Akad. Hand-
lingar Bandet 13 n. 5.)
1876. G. Canestrini „Osservazioni Aracnologiche*. Padova
1876.
Araneen.
I. Orbitelarien.
Epeiriden.
A. Epeirinen.
Argiope Sav.
1. Argiope Bruenichii Scop.
S. Ala, Bozen (Ausserer); von mir selbst am Rungelstein
gesammelt. Meran (Milde).
Epeira Walck. #
1. Epeira arbustorum C. Koch.
N. Patscher Kofel (5000'), Hflttinger Berg. Nach Ausserer.
S. Bozen. Nach Ausserer.
* 2. Epeira Omoeda Thor.
S. Im Val Genova auf Fichten bis zu Sega di Bedile. Ein
mit nach Hause genommenes Weibchen entwickelte sich
zur vSlligen Reife am 18. December.
3. Epeira Schreibersii Him.
N. HOttinger Berg (Ausserer).
S. Villanders (Ausserer). Meran (Milde). Ratzes.
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— 227 —
4. Epeira angulata CI.
N. HSttinger Berg. Heilig Wasser. Jenbach (Ausserer).
S. Villanders (Ausserer). Meran (Milde). Batzes.
5. Epeira grossa C. Koch.
S. Ala. Meran (Ausserer).
6. Epeira dromedaria Walck.
N. HSttinger Berg (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer). Meran (Milde).
7. Epeira saeva L. Koch.
S. Ratzes.
* 8. Epeira diademata CI.
NS. Durch ganz Tirol verbreitet, auch noch in h5heren Ge-
genden, z. B. bei Ktihthai von mir gefunden.
* 9. Epeira stellata C. Koch.
Bei 4000' beginnend bis gegen 7000' an Hiitten und
Felsen.
N. Alpeiner Alpe, Hinterdux, Kaisergebirge. Obergurgel
(HeUer).
S. Vedretta di Bed61e.
Ueber den Untersdhied zwischen dieser Art und Ep.
diademata Gl. siehe G. Fickert „Verzeichniss der schlesischen
Spinnen* in der Zeitschrift for Entomologie. Neue Folge.
Heft V. p. 69.
10. Epeira aleine Walck.
N. Gallwiese bei Innsbruck (Ausserer).
11. Epeira Sturndi Hafm.
N. Jenbach (Ausserer). Kufstein.
S. Meran (Milde).
19. Epeira aurmtiaca C. Koch.
N. HSttinger Berg (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pa?.).
15*
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— 228 —
13. Epeira tollers Wdlck.
N. ERtttinger Berg (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer). Meran (Milde).
* 14. Epeira marmorea CI.
N. Reichenau, Laos, Gnadenwald (Ausserer). Auf Erleo
am Hinterduxer Wasserfall sehr hftufig; KfihtbaL —
Obergurgel (Heller).
S. Ratzes. — Im Tiientinischen (Can. et Pav.).
Var. pyramidata CI.
N. Reichenau, Sillufer (Ausserer). Hinterdux.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 15. JEpeira quadrata CI.
N. Nach Ausserer bis zu 70W. Reichenau, G5tzens, Ku-
thai, Fflnsterthal, Jenbach (Ausserer).
S. Brunnecker Alpe. Ira Trientinischen (Can. et Pav.).
16. Epeira cornuta CL
N. Am Giessen (Ausserer).
S. Brunnecken (Ausserer).
17. Epeira patagiata CI.
N. Am Giessen, Sellrain, Jenbach (Ausserer).
18. JEpeira eclopetaria CI.
N. Biichsenhausen, GStzens, Jenbach (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer).
19. JEpeira adicmta Walck.
N. HOttinger Berg (Ausserer).
S. Villanders (Ausserer). Im Trientinischen (Can. etPav.).
Bei Ampezzo von Herrn Letocha gefunden.
* 20. Epeira ceropegia Watch.
N. Patscher Kofel bis 6000', Jenbach (Ausserer). Kaiser-
gebirg, Funsterthal, Sellrainer Thai.
S. Villanders, Passeier, Vintschgau (Ausserer). Im Trien-
tinischen (Can. et Pav.). Ratzes (Milde). Scblero.
Anmerk. 1.
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— 229 —
* 21. JEpeira carbonaria C. Koch.
N. Im Stubai sehr verbreitet (Funsterthal, in der Nahe des
Winnebachgletschers) ; spaont zwischen SteinblScken
ihr oft sehr grosses Netz aus. — Aus der Schweiz be-
sitze ich Exemplare vom Gotthardt und von St. Moritz.
Anm. 2.
• 22* Epeira cucurbitina CI.
N. Von Ausserer bis 600(y beobachtet. Innsbruck, Taurer
Alpe, Jochiibergang in den Haller Salzberg (Ausserer).
Praxmar, Kaisergebirg.
S. Brunnecken, Kastelruth, Passeier, Bozen, (Ausserer).
Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.)
Ratzes.
23. JEpeira Westringii Thor.
N. Amras (Ausserer). Es ist nicht zu bezweifeln, dass die
vom Herrn Prof. Dr. Ausserer gefundene Spinne wirk-
lich Epeira Westringii ist; die auffallende Grctese sowie
die lebhaft rothe Zeichnung lassen hieriiber wohl kaum
ein Bedenken aufkommen.
24. Epeira alpica L. Koch.
N. Kaisergebirg.
S. Ratzes (ein sehr grosses Exemplar).
Herr Letoeha fand diese Epeira auch in Karothen.
25. Epeira acaJypha Walch.
N. Kaisergebirg.
S. Vintschgau (Ausserer), Meran (Milde). Ampezzo (Le-
toeha). Im Trientinischen (Can. et Pav.)
26. Epeira diodia Walck.
N. H5ttinger Berg (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.) Ratzes.
* 27. Epeira umbratica CI.
N. Innsbruck, Alpein, Kfihthai, HOttinger Alpe, (Ausserer).
Hinterdux.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Meran (Milde). V5ls.
Google
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— 230 —
Epeira Jenisoni G. Kch. kommt sehr wahrscheinlich
nicht in Tirol vor: sie wurde in der Umgebung von Triest
gefunden wie verschiedene andere Artec, welche auf Grand
der G. Koch'schen Angabe jjenseits der Alpen* als in Urol
einbeimisch in dem Ausserer*schen Verzeichniss aufge-
ffihrt sind.
Cyclosa Mmge.
1. Oyclosa cornea Pall.
Nach Ausserer ftberall in Tirol.
N. Kufstein, Hinterdux.
S. Ratzes. Vffls.
£. Oyclosa caudata L. Koch.
S. Meran. (von Milde entdeckt).
Cercidia Mmge.
1. Cercidia prorrUnens Stmd.
8. Im Trientiniscben (Can. et Pav.)
Singa 0. Koch.
1. Singa hamata CL
N. Gnadenwald, Reichenau (Aasserer.)
8. V518 (Ausserer).
#. Singa pygmaea SuncL
S. Meran (Milde).
3. Singa sanguinea C. Koch.,
N. H5ttinger Berg (Ausserer).
S. Meran (Milde).
4. Singa atbovitiata Westr.
N. Hinterdux.
S. Meran (Milde).
5. Singa Heerii.
N. Hotting (Aasserer).
S. Im Trientiniscben (Can. et Pav.).
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— 231 —
6. Singa nitidula C. Koch.
S. Meran (Milde).
Anmerk. 3.
Zilla C. Koch.
* 1. Zilla montcma C. Koch
Jedenfalls geh5ren die ira Ausserer- Verzeichniss als in
den hdheren Alpen vorkommeDden Thiere hierher; Zilla X
notata CI. habe ich dort nirgends beobachtet.
N. Kaisergebirge, an Felsen des Achensees, Hinterdux,
Fusch, Alpeiner Alpe, Kdhthai. — Obergurgel (Heller).
S. Defereggen, Schlera, Val Fondo bei Schluderbach. —
Ich fand Zilla montana auch im baierischen Walde auf
dem Arber.
H. Zilla Xnotata CI.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.)
Meta C. Koch.
1. Meta Menardi Lat.
N. Paschberg (Ausserer). Kaisergebirg.
H, Meta Mevicmae Scop.
N. Innsbruck. Jenbach. (Ausserer.) Zell im Zillerthale.
S. Villanders, Kastelrntb, Montan, Brunnecken, Vintschgao.
(Ausserer). Ratzes, Meran (Milde). Im Trientinischen
(Can. et Pav.)
3. Meta Mengei Bl.
N. Kaisergebirge. Innsbruck (Ausserer).
S. Ratzes, Meran (Milde).
4. Meta eegmentata CI.
Von Ausserer bis SOOC beobachtet.
N. Hdttinger Alpe, Patscher Kofl, Stubai, Lisens etc.
(Ausserer).
S. Kastelruth. Brunnecken, Bozen (Ausserer). Meran (Milde).
Ratzes.
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— 232 —
Tetragnatha Latr.
1. Tetragnatha Solandri Scop.
N. Innsbruck, Lanser See, Gnadenwald, am Giessen,
(Ausserer.)
S. Kastelrutb, Weissenstein (Ausserer). Ampezzo (Letocha.)
Meran (Milde). Ratzes.
£. Tetragnaiha extensa Linn.
S. Im Trientinischen (Can. et Pa v.). Ratzes.
B. Uloborinen.
Uloboras Walck.
1. Uloborus Walckmaerii Latr.
N. Zirler Klamm (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.)
Hyptiotes Walck.
N. Villa Wald, HcJttinger Berg, Gnadenwald (Ausserer.)
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.) Ratzes (Milde.)
U. HetitelaiieDu
A. Therididen.
Pachygnatha Sund.
1. Pachygnaiha De Geerii Sund.
Von Ausserer noch in einer H5he von 5000' gefunden.
N. Innsbruck, Lans, Vulpmes, HOttinger Alpe, (Ausserer).
Kufstein.
S. Bozen, Villanders, Brunnecken (Ausserer). Im Trientini-
schen (Can. et Pav.) Meran (Milde). Kalserthal
2. Pachygnaiha Listcri Sund.
N. Viller Wald (Ausserer).
S. Bozen (Gredler). Im Trientinischen (Can. et Pav.)
3. Pachygnaiha Clerckil Sund.
S. Im Trientinischen (Can. et. Pav.)
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— 233 —
Episinus. Walck.
1. Episinus truncatus Walck.
N. Buchsenhausen, Gnadenwald (Aosserer). Kufstein.
S. Meran, Trient, Schlernanstieg, Arco, Pinzolo, Defereggen*
Tapinopa Westr.
1. Tapinopa longidens Wid.
Nach Ausserer bis 3500'.
N. Viller Wald, Hattinger Berg, Gnadenwald, Gfltzens, Sell-
rain (Ausserer).
S. Villanders (Ausserer), Ratzes, Brixen, Trient, Tione.
Linyphia Walck.
1. Linyphia bucctdenta CI.
Von Ausserer bis 5000' beobachtet.
N. H5ttingerberg, Gnadenwald (Ausserer.)
* 2. Linyphia obscura Bl.
S. Auf Fichten urn den See der Brunnecker Alpe.
3. LinypMa concolor Wid.
N. Innsbruck (Gallwiese, Sillufer), H5ttinger Berg (Ausse-
rer). Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et. Pav.). Defereggen.
4. Linyphia frutetorum C. Koch
S. Meran, (Milde).
* 5. LinypMa marginata Wid.
N. Innthal, Sellrain, Mieders (Ausserer). Kufstein. Platten-
kogel.
S. Meran (Milde). Ratzes. Atzwang, Trient. — Bozen,
Kastelruth (Ausserer).
6. LinypMa peltata Wid.
N. Kufstein.
S. Meran (Mild), Ratzes.
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— 234 —
7. Linyphia phrygidna C Koch.
N. Hotting. Laos, Gnadenwald, Sellrain (Ausserer). Kuf-
stein. Zwischen Gries und St Sigismund.
S. Weissenstein, Kastelruth (Ausserer.). Pinzolo.
8. Linyphia pygmaea Sund.
Nach Ausserer bis SOOtf.
N. Gnadenwald, HOttinger Berg (Ansserer).
9. linyphia dorsatis Wid.
N. Kufstein uicht selten.
10. linyphia KeyserUngi Au$b.
N. Hftttinger Hugel (Ansserer).
11. linyphia montana CL
Bis 400<y seltener darftber (Ansserer).
N. Innsbruck, Stubaf, HeiligWasser (Ausserer).
S. Bozen, Kastelruth, Brunnecken, Passeier (Ansserer). Im
Trientinischen (Can, et Pav.).
* X3. Linyphia pusiUa Sund.
Nach Ansserer bis 6500'.
N. Hdttinger Berg, Tanrer Alpe, EWttfoger AIpe, Patscher
Kofi (Ansserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.)
13. linyphia glacialis L. Koch.
N. Hornthaler Joch. Pfandler Scharte.
14. Linyphia minuta Bl.
N. Hettinger Hflgel, Jenbach (Ansserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
15. linyphia hortmsi* Sund.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
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— 286 —
16. Linyphia clathrata Sund.
N. Amras (Aosserer). ,
& Im Trientinischen (Can. et Pay).
* 17. Linyphia bicolor Bl.
N. Gdtzens. Gnadeowald (Aosserer). Plattenkogel.
S. Defereggen (zwischen St. Jakob nod St Veit). — Ant-
holzer See bis zum Joch. Kaiser ThflrJ.
18. Linyphia mgrina Wetir.
N. Paschberg (Atisserer).
* 19. Linyphia silvaHca Bl.
N. Plumserjoch, Kafstein, Krimml.
S. Kaiser ThOrl, Defereggen, Brixen, Ratzes.
* HO. Linyphia aJMceps Sund.
Nach Aosserer bis 500(y; sie k5mmt aber nocb
h5her Tor.
N. H5ttinger Berg (Aosserer), Kaisergebirg , Sellrainer
ThaL
S* Bnmnecker Alpe nach St Jakob, Kaiser Thftrl, Ratzes.
* HI. Linyphia thoraciea Wid.
Das Citat Ansserer's „Meta eellolana C. Koch* gehftrt
nicht zo dieser Art Doch Ut nioht zo bezweifeln, dass die
aufgeffihrte Species wirklich linyphia thoraciea ist; denn
Neaticus cellolanos d. kommt nie in dunklen Wfildern vor;
er hilt sich in Kellern auf und wenn er im Freien geftmden
wird, bemerkt man ihn nor an trocknen, sonnigen AnhOhen
nnter Steinen.
N. Paschberg and Patscher Kofl (Aosserer). Kfihthai.
S. Ratzes, Hone, Rhra.
%}. IAnyphi*. crtu*/#r<* Menge.
S. Trient.
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— 236 —
23. IAnyphia triangularis CL
NJ3. Im Nord- und Stidtirol verbreitet. In der Schweiz nach
Pavesi bis zn 2000 Meter.
Hi. LinypMa parvula Westr.
N. H5ttinger Berg (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.)
* 25. IAnyphia affinis Westr.
N. Vulpmes, HSttinger Alpe, Funsterthal (Ausserer.)
26. IAnyphia nehuhsa Sund.
N. Hflttinger Berg. (Ausserer).
27. IAnyphia circumflexa C. Koch.
N. Paschberg, Patscher Kofl (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer).
28. IAnyphia nubecula Can.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.)
* 29. IAnyphia angulipalpis Westr.
N. Plattenkogel, KdhthaL
30. IAnyphia albomaculata Can. et Pav.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
31. IAnyphia (dacris Bl.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
32. IAnyphia arida Thor.
S. Trient. (Canest.)
Drapetisca. Menge.
1. Drapetisca sociatis Sund.
N. Paschberg, Sonnenburger Hiigel (Ausserer). Hinterdnx.
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— 237 —
Erigone Sav. et Aud.
* 1. Erigone retusa Westr.
N. Hornthaler Joch, Pfandler Scharte.
S. Defereggen am Flussufer, Pinzolo, Rungelstein.
* 2. Erigone elevata C. Koch.
N. Gnadenwald (Ausserer). — Kufstein. Kuhthai.
3. Erigone cornuta Bl.
N. Knfstein.
* 4. Erigone isdbellina C. Koch.
N. Gnadenwald, Sonnenburger Hiigel (Ausserer). Kaiser.
5. Erigone herbigrada Bl.
N. St. Sigismund bei Kuhthai.
* 6. Erigone Hetteri L. Koch.
N. Plumser Joch, Ftlnsterthaler Joch, Hornthaler Joch,
Kfththai, Pfandler Scharte, Obergurgel (Heller).
7. Erigone laUfrons Carribr.
N. Hinterdux
* 8. Erigone paraUela Bl
N. Pfandler Scharte.
S. Meran (Ausserer).
9. Erigone hortenria L. Koch.
S. Zwischen St Jakob und St Veit im Defereggen.
* 10. Erigone cristata Bl.
N. Innsbruck, Hottinger Alpe (6000*), Jochiibergang von
der Taurer Alpe in den Haller Salzberg (Ausserer).
Hinterdux.
S. Meran (Ausserer).
* 11. Erigone alpina Cambr.
N. Innsbruck, H5ttinger Alpe [5000 -6000*] (Ausserer).
S. Bozen. Ini Trientinischen (Can. et Pay.)
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— 238 —
* 12. Erigone remota L. Koch.
N. Kuhthai, Obergurgel (Heller). Homthaler Joch, Pfand-
ler Scharte.
S. Berger Thorl.
* 13. Erigone Tirolensis JLKoch.
N. Pffcndler Scharte.
* 14. Erigone dentipa&pis Wid.
N. Innsbruck, Joch&bergang von der Taurer Alpe zum Haller
Salzberg (600C), Jochttbergang von Lisenz nach Alpein
[8000"] (Ausserer). Eufstein.
S. Bcdole.
* IS. Erigone atra BU
Von Ausserer als Erigone longipalpis Sand aufgefuhrt;
nach Angabe desselben bis zu SOW vorkemmend.
N. Gallwiese, HOttinger Berg. Gnadenwald, Jochftbergang
yon der Taurer Alpe zum Haller Salzberg, FQnsterthal,
Jochttbergang nach Kfihthai and von Lisenz nach Oberiss,
bei Grie8 im Sellrainerthal (Ausserer). Kufstein.
S. Meran (Milde). Pinzolo. — Im Trientinischen (Can. et
Pav.)
* 16. Erigone aeeUva L. Koch.
N. Pfandler Scharte.
17. Erigone monoceros Wid.
S. Meran (Ausserer.) Defereggen iwischen der Brunnecker
Alpe und St Jakob.
* 18. Erigone monodon Gambr.
S. Vedretta di Bedfle.
Diese Art wurde von Cambridge (Descript of twenty
four new species of Erigone in the Proceedings of the
Zool. Soc of London Juni 1872 p. 759) irrthumlich
als bei Nttrnberg vorkommend aafgeffthrt; die dem
Verfa8ser ttbereandten Exemplare stammten aus der
nftchsten Nfthe der Vedretta di Bed61e, wo sie unter
Steinen nicht selten gefonden warden.
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— 239 —
* 19. Erigone aipigena L. Koch.
N. KOhthai.
* 20. Erigone avicula L. Koch.
N. KGhthai unter einem Steioe neben der Kapelle (Aus-
serer).
* 21. Erigone angumea L. Koch.
N. H5ttinger Alpe (6000') Ansserer.
S. Kaiser Th5rl.
* 22. Erigone montigena L. Koch.
N. Obergurgel (Heller), Alpein, Hornthaler Joch, Pfandler
Scharte.
* 23. Erigone broccha L. Koch
N. Hornthaler Joch. Fiinsterthal Joch, Pfandler Scharte.
* 2&. Erigone egena L. Koch.
N. Praxmar, Kiihthai.
* 25. Erigone adipata L. Koch.
N. Hornthaler Joch, Fiinsterthaler Joch, Pfandler Scharte.
* 26. Erigone guloea L. Koch.
N. Kfththai.
* 27. Erigone truncorum L. Koch*
N. Plattenkogel, Kuhthai, Alpein.
S. Schlern, Kalserth5rl, St Jakob ira Defereggen.
* 28. Erigone auetera L. Koch.
N. Pfandler Scharte.
* 29. Erigone Simoni Cambr.
S. Meran (Milde).
30. Erigone graminicola Sund.
N. Kufstein.
* 31. Erigone Uvida Bl.
N. Kfihthai, Plumser Joch, Krimml, Kufstein, Hinterdox,
Praxmar.
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— 240 —
* 33. Erigone robust* West.
N. Husslhof, Ftinsterthal bei Kuhthai [700CK] (Aasserer).
* 33. Erigone fuscipcUpis C. Koch.
N. Hottinger HQgel, PaUcher Kofl, Hottinger Alpe, Inns-
brack, Gnadenwald, JochQbergang nach Kiihthai (Aas-
serer). — Obergurgel (Heller).
S. Im Trieatinischen (Can. et Pav.)
* 34. Erigone brevis WicL
Von Aasserer als Erigone phaeopus C. Koch, aof-
geffihrt.
N. G5tzens (Aasserer). Praxmar (Heller).
S. Heran (Acusserer).
* 35. Erigone rufa Wid.
S. Meran (Aasserer). Kaiser Thftrl. Haaenstein bei
Ratzes.
36. Erigone apicata Bl.
S. Meran. (Aasserer).
* 37. Erigone nigra Bl.
N. Gallwiese, Hottinger Berg, Jochfibergang von der Tau-
rer Alpe nach dem Haller Salzberg. (6000').
* 38. Erigone insecta L. Koch.
N. Sonnenborger Hagel (Ausserer).
39. Erigone paradoooa L% Koch
N. Hottinger Alpe [4000'J (Ausserer).
40. Erigone vicuna Bl.
N. H5ttinger Alpe [4000*] (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.
41 Erigone aurita L. Koch.
N. H5ttinger Hiigel [2500] (Ausserer).
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— 241 —
* 42. Erigone antica Wid.
N. Innsbruck, Gallwiese, Hdttioger Berg (Ausserer).
S. Kaiser Thorl.
* 43. Erigone altifrons Cambr.
N. Jochubergang nach Kuhthai [6000'] (Ausserer).
44. Erigone saxicola Cambr.
N. Gnadenwald [2500*] (Ausserer).
45. Erigone simiUs Cambr.
N. Innsbruck (Ausserer),
46. Erigone coriacea Westr.
N. Innsbruck (Ausserer).
47. Erigone sila Cambr.
N. Innsbruck (Ausserer).
* 48. Erigone columbina L. Kch.
N. HOttinger Alpe [6000'] (Ausserer). Kfththai (Heller,
Ausserer).
49. Erigone impudica L. Koch.
N. H5ttinger Berg [3000'] (Ausserer.)
50. Erigone subeUvata L. Koch.
N. Innsbruck (Ausserer).
51. Erigone erecta L. Koch.
N. Innsbruck (Ausserer).
Theridium Walck.
1. Theridium Unctum Walck.
N. Schaineck (Ausserer).
S. Weissenstein (Ausserer). Im Trientinischen (Can. et
Pav.)
Ferdinandeums-Zeitschsift. 16
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— 242 —
Nach Ausserer raeist in der Nahe n>enschlicher Woh-
nungen; ausserhalb des Gebirges kommt diese Art nach
meioen Erfahrungen nur in dichten Waldungen auf Fich-
ten vor.
2. Theridium varicvns Halm.
N. H5ttinger Berg, Gnadenwald, Sellrain, Patscher Kofl
(Ausserer). Stubai.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.) Meran (Milde).
3. Theridium tepidariorum 0. Koch.
N. Innsbruck (bot Garten in Glashausern, Friedhof.) (Aus-
serer).
* 4. Theridium petraeum L. Koch.
N. Kuhthai (unter Steinen).
5. Theridium triste Hahn.
N. HOttinger Berg (Ausserer).
S. Iin Trientinischen (Can. et Pav.).
6. Theridium riparium Bl.
Nach Ausserer bis 3000'.
N. Innsbruck (Ausserer).
S. Meran. (Milde).
* 7. Theridium umbraticum L. Koch.
N. Stubai, zwischen Gerlos und Krimml.
S. Defereggen. — Val Genova
* 8. Theridium denticulatum WcUck.
N. Innsbruck, Lans, Sellrain (Ausserer). Plattenkogel.
S. Meran (Milde).
9. Theridium histrionicum Thor.
S. Im Trientinischen (Can. et. Pav.)
* 10. Theridium instabile.
N. Lannersbach, Kflhthai, Schmirnthal.
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— 243 —
11. Theridium pinastri L. Koch.
S. Meran (Milde).
* 12. Theridium eivypMum CI.
Nach Ausserer bis 700(y.
N. Sehr verbreitet (Ausserer). Obergurgel (Heller). Daxer-
thal.
S. Meran (Milde). Ira Trientinischep [Can. et Pav.). Am-
pezzo (Letocha). Ratzes.
* IS. Theridium formomm CI.
Nach Ausserer nicht h5her als 4000'.
N. Innsbruck, Jenbach (Ausserer). Duxertlial.
S. Bozen, Kastelruth (Ausserer). Meran. (Milde).
14. Theridium thoracicum Halm.
N. Iunsbruck (Ausserer).
15. Theridium bimaculatum Linn.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav).
Dipoena Thor.
1. IHpoina melemogaster C. Koch.
N. Hdttinger Berg (Ausserer).
Phyllonethis Thor.
1. PhyUoneihis lineata CI.
N. Innsbruck, Jenbach (Ausserer), Kufstein etc.
S. Meran (Milde), Ampezzo (Letocha) etc.
Allenthalben verbreitet.
Ero C. Koch.
1. Ero thoracica Wid.
S. Kaiser Thai.
2. Ero variegata C. Koch.
N. St. Sigismund bei Kuhthai (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
Mimetus Heniz
1. Mimetus laevigatus Keys.
& Meran (Milde).
16*
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— 244 —
Lithyplumtes Thor.
1. Lithyphantes corrolatue Linn.
N. HSttinger Hugel (Aasserer).
S. Meran (Milde). Ratzes, Vdls.
Steatoda Sund.
1. Steatoda triangulosa Walck.
S. Bozen, Kastelruth, Villaoders (Aasserer). Meran (Milde.).
* 2. Steatoda bipunctata Linn.
Nach Aasserer bis 6000'.
N. Innsbruck, Sellrain, Kfththai, Oberiss, Liseos etc. (Aas-
serer).
S. Kastelruth, Bozen, Brunecken, Passeier (Aasserer).
* 3. Steatoda guttata Wtdm
Nach Aasserer bis 7000*.
N. Buchsenhausen , Gnadenwald, Gfttzens, Riihthai (Aas-
serer). Praxmar (Heller).
S. Kaiser Th6rl. Ratzes, Brixen.
4. Steatoda inoorata Canibr.
N. Hettinger Berg (Aasserer) bis 300(y.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
Asagena Sund.
* 1. Asagena phalerata Pang.
Nach Aasserer bis 600(y.
N. Husslhof, Gnadenwald, HSttinger Hugel, Patscher Kofl
(Aasserer). — Obergurgel, Praxmar (Heller.), KfihthaL
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pay.), Kaiser
Th6rl, V5ls.
Pholcomma Thor.
1. Pholcomma gibbum Westr.
8. Brixen.
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— 245 —
B. Scytodiden.
a. Pholcinen.
Spermophora Hentz.
1. Spermophora senoculata Dug.
S. Meran (Milde, Ausserer).
Pholcus Widck.
1. Pholcus opilinoides Schrank.
N. Hinterdux, Ferleiten.
S. Antholz, Bozen (Eppan, Rangelstein), Meran, Brixen.
JS. Pholcus phahmgioides Fuessl.
S. Bozen, Villanders, Meran (Ausserer).
3. Pholcus rivulatu8 Forslc.
S. Meran (Milde).
b. Scytodinen.
Scytodes Latr.
1. Scytodes thoracica Latr.
S. Meran (Milde). Bozen, Waidbrnck.
TTT. Tubitelarien.
A. Ageleniden.
a. Amanrobiinen.
Dictyna SuncL
1. Dictyna variabilis C. Koch.
N. Weyerburg, Gnadenwald (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Dictyna uncinata Thor.
N. Kufstein.
S. Meran (Milde).
8. Dictyna pueiUa Thor.
N. Kufstein.
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— 246 —
4. Dictyna arundinacea Linn.
N. Ueberall sehr verbreitet (Ausserer).
S. Desgleichen.
Titanoeca Thor.
1. Titanoeca quadriguttata Hahn.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Titanoeca KocMi Ausserer.
N. HSttinger Berg (Ausserer).
Amanrobius C. Koch.
1. Amaurobius ferox Walck.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Amanrobius jugorum L. Koclp*
Bis zu 400(y beobachtet (Ausserer).
N. Kirschbuchhof, HSttinger Berg (Answerer). Hinterdux.
S. Kalserthal, Defereggen (Hopfgarten), Brixen, Ratzes,
Bozen. - Meran (Milde).
3. Amaurobius claustrarius Hahn.
Von Ausserer bis 500(y beobachtet.
N. Innsbruck, Patscher Kofel, Lisenz, Jenbach (Ausserer).
Praxroar (Heller). Hinterdux, Krimm), Ferleiten.
S. Ratzes und Seiser Alpe (MiHe). — Defereggen, Win*
disch-Matrey. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
* 4. Amaurobiu8 fenestralis Stiroem.
N. HSttinger Alpe (Ausserer). Krimm], Acbensee, Kuhthal
Im Allgemeinen nach Ausserer ebenso wie die vorige
verbreitet.
S. Landro, Ratzes, Defereggen, Windisch-Matrey, Seiser-
Alpe. — Im Trientinischen (Can. et Pav.).
5. Amawrobius obustus L. Koch.
S. In Sudtirol sehr verbreitet. — Meran (Milde). Ratzes,
Brixen, Eppan, Kalserthal, Defereggen (Hopfgarten).
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— 247 —
6. Amaurobius crassipalpis Can et Pav*
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
7. Amaurobius torvus Thor.
S. Meran.
b. Ageleninen.
Caelotes Bl
* 1. Caelotes atropos Walck.
Bis 7000' (Ausserer).
N. Innsbruck, Jenbach, Taurer Alpe und Jochflbergang in
den Haller Salzberg, Lisens, Ktihthai, Fiinsterthal
(Ausserer) — Kaiser, Fttnsterthalerjoch. Hinterdux.
S. Defereggen. Ratzes.
2. Caelotes inermis L. Koch.
N. Achensee.
S. Ratzes.
* 3. Caelotes solitaries L. Koch.
N. Plattenkogel.
S. Ratzes, Schlern, Landro.
Textrix Sand.
1. Textrix denticulata Oliv.
N. Paschberg, Gnadenwald (Ausserer). Sellrain — ■ Gries,
Duxerthal.
S. Villanders, Kastelruth (Ausserer). Meran (Milde). Im
Trientinischen (Can. et Pav.) Ratzes, V5ls, Brixen,
Seiss.
#. Textrix caudata L. Koch.
S. Meran (Milde). V5ls, Eppan.
Histopona Thor.
* 1. Histopona torpida C. Koch.
N. Innsbruck Umgegend (Ausserer). — Kaiser, Ferleiten —
Fusch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Ratzes, Kalserthdrl.
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— 248 —
Agelena Which.
* 1. Agelena latyrintlrica CI.
Nach Ausserer in ganz Tirol h&ufig.
N. Sellrainer Thai.
S. Meran (Milde). Schlurns. Im Trientinischen (Can. et
Pav.).
2- Agelena similis Keys.
N. Deberall nm Innsbruck. Hottinger Alpe (Ausserer).
S. Kastelruth, Bozen (Ausserer). Im Trientinischen (Can.
et Pav.).
Cryphoeea Thor.
* 1. Cryphoeea silvicola C. Koch.
N. Lanersbach, Kuhthai.
S. Pinzolo. Mitterthaler See im Antholzthale.
2- Cryphoeea lichenum nov. spec.
N. Zwischen Lanersbach und Hinterdux.
S. Defereggen (St. Jakob).
Tegenaria Walck.
* 1. Tegenaria dlvestris L. Koch.
N. Hinterdux. Kuhthai, Sellrain bis Gries.
S. Antholz, Defereggen, Kaiser Th5rl, Ratzes, V5ls, Brixen.
Anmerk. 4.
2. Tegenaria domestica CI.
N. Innsbruck (Ausserer).
S. Meran (Milde). Trient an den Felsen des Buco di Vela
zugleich mit Tegen. tridentina L. Koch.
* 3. Tegenaria cicurea Fair.
Nach Ausserer bis 650(y.
N. Paschberg, Patscher Kofel (Ausserer). Kfththai, Fusch.
Anmerk. 5.
4. Tegenaria parietina JB\
S. Meran (Milde). Rungelstein bei Bozen.
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— 249 —
5. Tegenaria Derhamii Scop.
N. Gemein.
S. Meran (Milde). Bozen, Kastelrnth (Aasserer). Im Trien-
tinischen (Can. et Pav.).
6. Tegenaria agrestis Walclc.
S. Eppan, Meran (Ausserer). Vdls.
* 7. Tegenaria tridentina L. Koch.
An Dolomit- and Kalkfelsen.
N. Auf der Hdhe des vorderen Kaisers, am Achensee.
S. Schlernklamm. Trient (Buco di Vela).
8. Tegenaria hngipes C. Koch J
S. Bei Meran (Doleschall). Vielieicht Tegenaria parietina Fr.
9. Tegenaria campeetris C. Koch.
N. Paschberg, Sonnenbnrger Hfigel, H5ttinger Berg (Ausserer).
10. Tegenaria Rhaetica Thor.
S. Meran.
Hahnia C. Koch.
* 1. Hahnia pueitta K. Coch.
N. Patscher Kofl (Ausserer).
%. Hahnia muscicula E. Sim.
S. Bozen.
Cybaens 0. Koch.
* 1. Oybaeua tetricus C. Koch.
N. Kaiser, Plattenkogel, Krimml.
S. Kaiser Thdrl, Defereggen, Schlern, Ratzes. — Landro
(Letocha).
e. Argyronetinen.
Argyroneta Wolch.
1. Argyroneta aquatica (X
N. Bei Amras nnr einmal von Aasserer beobachtet.
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— 250 —
B. Drassiden.
Gnaphosa Lair.
1. Gnaphosa lucifuga WcUek.
N. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 2. Gnaphosa muscorum L. Koch.
N. Kuppe des Patscher Kofls [700(Y] Ausserer.
3. Gnaphosa montana Im Koch.
N. Inneriss, Innsbruck (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Ratzes outer Baum-
rinden.
4. Gnaphosa lugubris C Koch.
S. VMs.
* 5. Gnaphosa leporina L. Koch.
N. Hornthaler Joch. — Obergurgel (Heller).
S. Schlern, Jochfibergang von der Seiseralpe in das Duron-
thai.
* 6. Gnaphosa petroUa L. Koch.
N. Hornthaler Joch.
S. Marmolada.
7. Gnaphosa bicolor Hhn.
N. Kirschbuchhof (Ausserer). — Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* Gnaphosa badia L. Koch.
N. Patscher Kofl [TOOO*] (Ausserer). Alpein. Hornthaler
Joch. Lanersbach, Kaisergebirg. — Monte Baldo (Heller)
S. Schlern, Jochubergang von der Seiseralpe in das Doron-
thal.
* 9. Gnaphosa helvetica L. Koch.
N. Jochubergang nachKuhthai [600(y], Patscher Kofl [70001
(Ausserer). Fiinsterthal.
S. Meran (Ausserer). Schlern.
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— 251 —
10. Ghnaphosa Aussereri L. Koch.
S. Meran sehr hating (Ausserer). Vdls.
11. Gnaphosa ecoornata C. Koch.
S. Meran (Milde). Vdls.
12. Ondphosa nocturna Lirvn.
N. Hattinger Berg [300(y— 40W] (Ausserer). Lannersbach,
Kufstein.
S. Meran (Milde). Pinzolo.
Micaria Westr.
1. Micaria vplendidisrima L. Koch.
N. Hbttinger Berg [300(y] (Ausserer).
S. Tobliner See.
* 2. Micaria puUcaria Sund.
Nach Ausserer bis 6000'.
N. Husselhof,Taurer Alpe,Patscher Kofi (Ausserer). Hinterdux
* 3. Micaria alpina L. Koch.
N. Ffinsterthaljoch.
* 4. Micaria fulgem Wdlch.
Nach Ausserer bis TOOtf.
N. Kirscbbuchhof, Patscher Kofi, Joch&bergang nach Kfih-
thai, auf dem Leger ober Kfihthai [Sonnenseite c 100(f]
(Ausserer), Dmhausen im Oetzthal.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pay.). Schlern,
Ratzes.
5. Micaria Lucasii Thor.
S. Bozen.
6. Micaria constricta L. Koch
S. Ratzes.1
7. Micaria Atbini Sav. et And.
S. Bozen.
Drassns Walck.
Drama troglodytes C. Koch.
Nach Ausserer bis 700<y gemein.
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- 252 —
N. Hdtting, Patscher Kofi, Ffinstertbal, Gries im Sellraio,
Lisenz, Kflhthai (Ansserer). Praxmar (Heller). —
Hornthaler Joch, Knfstein, Hinderdax.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Defereggen, Berger
Th6rl, Ratzes,
2. Drassus scuiulatus L. Koch.
N. Kufstein.
S. Merao (Milde).
3. Drassus quadripunctatus Linn.
N. Weiherbnrg in eioera Bienenstocke (Ansserer). — [Bei
Nurnberg fand ich diese Art imroer nnr in HQhner-
s tall en].
* 4. Drassus lapidicola WaJck.
In Nord- nnd Sfidtirol bis 800(y GberaJl hftofig (Ans-
serer).
* 5. Drassus pubescent Thor.
Nach Ansserer bis 700(y,
N. HSttinger Berg, Patscher Kofi, Kfththai (Ansserer).
S. V5ls.
6. Drassus minusculus L. Koch.
S. Meran (Milde).
7. Drassus viUosus Thor.
Bis jetzt ansschliesslich an Senn- nnd Henhfttten in den
Ritzen des GebMkes beobachtet, scheint fiber hOW nicht
vorznkommen.
N. Lisenz, Kiihthai (Ansserer). Hinterdnx, Eaisergebirg.
S. Defereggen zwischen St. Jakob nnd St. Veit, Kate,
Antholz. V5ls. — Meran (Milde).
8. Drassus braccatus L. Koch.
S. Bozen (Ansserer).
9. Drassus viator L. Koch.
S. Iin Trientinischen (Can, et Pay.).
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— 253 —
Sagana Thor.
1. Sagana rutilans Thor.
S. Trient (Canestr.).
Anyphaena Walck.
1. Anyphaena accentuate* Walck.
N. H5ttinger Berg, Paschberg, Gnadenwald, Matrei (Aus-
serer. Kufstein.
S. Bozen, Tagusens, Schlanders (Ausserer). Im Trientini-
schen (Can. et Pav.).
Phrurolithus C. Koch.
1. Phrurolithus minimus C. Koch.
Bis 350<y (Ausserer).
N. Hdttiger Berg, Kirschbuchhof, Paschberg, Gnadenwald
(Ausserer).
* H. Phrurolithus festivus C. Koch.
N. H5tting (Ausserer). Kiihthai.
S. Meran (Milde). Ratzes, Vdls, Trient, Balliao.
Prostheslma L. Koch.
* 1. Pro8thedma petrensis 0. Koch.
N. Kaiser.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). — Meran (Milde).
Ratzes. V5ls. Schlern.
*& Prosthesima talpina L. Koch.
N. Oberiss.
5. Prosthesima oblonga C. Koch.
S. Meran (Milde). Eppan, Bozen, Ponal bei Riva.
4. Prosthesima rustica L. Koch.
S. Trient (Canestr.).
5. Prosthesima pedestris C. Koch.
S. Bozen.
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— 254 —
* 6. Prosihesima atra Latr,
Bis 7000' (Ausserer).
N. Hdttinger Berg, Jenbach, Kiihthai, Fiinsterthal (Ausserer).
Kaiser.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Kalserthal.
7. Prosihesima nigrita Fabr.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 8. Prosihesima clivicola L. Koch.
N. Fiinsterthal bei Kiihthai.
S. Ratzes.
* 9. Prosihesima Petiverii Scop.
N. Alpeiner Alpe. Kufstein.
S. Seiseralpe (Ausserer). — Im Trientinischen (Can. et Pav.).
Antholz, Defereggen (Hopfgarten), Kalserthal, Berger
Thdrl, Schlern, Ratzes.
10. Prosihesima longipes L. Koch
S. V5ls.
11. Prosthetima Kochii (Can. et Pav.).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
12. Prosihesima tridentina Canestr.
S. Val di Non (Canestr.).
13. Prosihesima anatmiensis Can.
S. Val di Non (Canestr.)
14. Prosihesima prognaiha Can.
S. Im Trientinischen (Canestr.).
15. Prosihesima apricorum nov. sp.
S. Ratzes.
16. Prosihesima napaea nov. sp.
S. Ratzes.
Chiracanthium C. Koch.
N. Innsbruck (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
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— 255 —
2. Chiracanthium Mildei L. Koch.
S. Meran (Milde). Bozen, Leifers, Villandcrs (Ausserer).
3. Cthircmthium nutria) Walck.
N. Kirschbuchhof. Gnadeowald (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
4. Chiracanthium Letochae nov. sp.
Dieses Thierchen, von mir vordem als kleine Abart von
Gh. Seidlitzii aufgefuhrt, ist von letzterer doch wesentlich ver-
schieden, wie ich mich in der Folge auch an Exemplaren,
welclie ich durch giitige Mittheilung des Herr Letocha in
Wien, erhielt and von demselben bei GOrz gesammelt war-
den, uberzeagte.
S. Meran (Milde).
Liocranum L. Koch.
1. IAocranum celans Walck.
S. Bozen. — Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Liocranum squamosum L. Koch
S! Meran, Bozen.
3. IAocranum domesticum Wid.
N. Jenbach.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). — Bozen. — Bei
Ratzes nicht selten auch aasserhalb der Hauser unter
Steinen.
Clubiona Walck.
In den Alpen haben die dort vorkommenden Arten die-
ses Genus unter Steinen ihren Aufenthalt; selbst da, wo
noch Gebtlsch und Baume ftlr sie vorhanden w&ren, ziehen
einzelne Species es vor, unter Steinen zu wohuen.
1. Clubiona trivialis C. Koch.
Bis 5O0(y nach Ausserer.
N. Patscher Kofl, Gnadenwald (Ausserer). Kaiser, Sellrain.
S. Defereggen, Kaiser Thai. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
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— 256 —
2. Clubiona terrestris West.
N. Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Meran (Milde), Ratzes.
Bei Brixen unter Steinen.
* S. Clubiona montana L. Koch.
N. PaUcher Kofl [WW] (Ausserer). St. Sigismund bei
Kiihthai.
S. Antholz, Kaiser Thorl.
4. Clubiona paUidula CI.
N. Amras, Gnadenwald (Ausserer). Kofstein.
S. Meran (Milde). Ampezzo (Letocha).
5. Clubiona corticaUs Walck.
S. Brixen. — Trient (Canestr.).
6. Clubiona coerulescens L. Koch.
N. Kufstein.
7. Clubiona reclusa Camb.
N. St Sigismund bei Kiihthai. — Unter Steioen an einem
Giessbache zwischen Lannersbach nod Hinterdux.
8. Clubiona germamca Thor.
N. Amras, Biichsenhausen (Ausserer). Kufstein.
* 9. Clubiona alpica L. Koch.
N. Oberiss, Lannersbach.
10. Clubiona saxaUlis L. Koch.
N. Duxerthal zwischen Lannersbach und Hinterdox.
11. Clubiona holosericea De Q4er.
N. Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 12. Clubiona erratica C. Koch.
N. HSttinger Berg, H5ttinger Alpe, Gnadenwald (Ausserer).
S. Ratzes, Staller Alpe.
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— 267 —
* 13. Clubiona frutetorum L. Koch.
S. Kaiser Thai. Staller Alpe.
14. Clubiona grisea L. Koch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
15. Clubiona pollens C. Koch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
16. Clubiona comta C. Koch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
17. Clubiona pulchella Can. et Pav.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
18. Clubiona abdita n. spec.
N. Knfctein.
Agroeca Westr.
1. Agroeca Unotina C. Koch.
N. HSttinger Berg. Husselhof (Ansserer).
Anmerk. 6.
& Agroeca proxima Cambr.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.). Pinxolo.
3. Agroeca chrysea L. Koch.
S. Brixen, Eppan.
Trachelas L. Koch
1. Trachelas nitescens L. Koch.
S. Castelruth.
Zora C. Koch.
1. Zora maculata CI.
N. Amras, Gnadenwald, Schwaz (Ausserer).
S. Meran (Hilde). Im Trientinischen (Can. et Pay.).
2. Zorafusca Wetsr. (Apostenus fuscus W.).
N. Kufatein.
Fttdinaiideams-Ztiteclirift. 1«
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— 258 —
Apostolus Westr.
1. Apostenus sacoatiUs Ausserer.
N. Husselhof (Ausserer).
Nach der Beschreibung Ausserer's wesentlich von Zora
fusca verschieden ; ob diese Art nickt ebenfalls zu Zora zn
rechnen sei, lasst sich nicht entscheiden, indem Ausserer die
Lage der hinteren Augenreihe nicht speziell aogibt
C. Filistatiden.
Filistata Latr.
1. Filistata testacea Latr.
S. Bozen, Brixen, Villanders (Ausserer). Meran (Milde).
Waidbruck,
2. Filistata nana E. Simon,
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
D. Dysderiden.
Segestria Latr.
1. Segestria senoculata Linn.
N. Amras, Gnadenwald, Neustift, Gries (Ausserer). Fasch.
S. Ratzes, Meran (Milde). Hopfgarten im Defereggen, Brixen,
Windisch-Matrey. — Im Trientinischen (Can. et Par.).
2. Segestria bavarica C. Koch.
N. Bei Innsbruck bis 3(KKy (Ausserer).
S. Lengmoos (Ausserer). Meran (Milde). Trient (Can. et
Pav.). Ratzes, Gastelruth.
Harpactes Tempi
1. Harpactes Hombergi Scop.
N. Kufstein.
S. Meran (Milde). Ratzes, Brixen.
, 2. Harpactes Iqpidus C. Koch.
S. Schlern, Ratzes, V61s, Defereggen.
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— 259 —
3. Harpactes Canestrinii nov. spec.
S. V6ls, Brixen, Eppan.
Dysdera Law.
1. Dysdera Ninmi CanesW.
In Ausserer's Verzeichniss als Dysdera alpina L. Koch
aufgeffihrt
S. Villanders (Ausserer). — Hopfgarten im Defereggen,
Bleischach, Katzes, Vols, Brixen, Bozen, Eppan, Meran,
Pinzolo, Ballino.
2. Dysdera erythrina Wakk.
S. Bozen bei Sigismundskron. — Im Trientinischen (Can
et Pav.).
3. Dysdera rubicunda C. Koch.
N. Bei Innsbruck bis 300CK.
S. Meran (MiJde).
4. Dysdera grisea (Ccm. etPav.).
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
IV. Territelarien.
A. Theraphosiden.
Atypns Lair.
1. Aiypus piceus JSulz.
N. Kufsteio. — Arzl (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer). Meran (Milde).
V. Xjaterigraden*
A. Thomisiden.
a. Philodrominen.
Hicrommata Lair.
1. Micrommata virescens CI.
Bis 5000' nach Ausserer.
N. Hdttinger Berg, Taurer Alpe und Jochubergang in den
17*
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— 260^—
Haller Salzberg, Gnadenwald, heiliges Wasser, Vulpmes
(Ausserer). Kufstein.
S. Merao (Milde). Ampezzo (Letocha). Im Trientinischen
(Can. et Pav.).
2. Micrommata ornata Walck.
Nach neueren Beobachtungen gewiss eine selbststan-
dige Art.
N. Innsbruck (Ausserer).
S. Meran (Milde). Ira Trientinischen (Can. et Pav.).
Heteropoda Lair.
1. Heteropoda epongitarsis Duf.
S. Meran (Milde).
Artanes Thor.
* 1. Artanes pallidus Walck.
N. Kufetein, Ktththai.
2. Artanes margaritatus CI.
N. Zierler Klamm (Ausserer).
3. Artomus poecilus Thor.
S. Tagusens (Ausserer). Meran (Milde).
Philodromus Walck.
1. Philodromus cespiticolis Walck.
N. Praxmar, Kufstein.
S. Meran (Milde). Ratzes, Vols (hier die Weibchen bei
den Eiersacken unter Steinen haufig). — Ampezzo
(Letocha). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Philodromus Clerckii Sund.
S. Merao (Milde).
* 3. PHhdromus cwreolus CI.
Nach Ausserer bis 6000'.
N. Innsbruck, Taurer Alpe, Patscher Kofi, Jenbach (Ausserer).
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— 261 —
S. Bozen, Kastlrnth (Ansserer). Meran (Milde). Ratzes. —
Im Trientinischen (Can. et Pay.).
4. Philodromus diepar Waick.
N. Weyerbnrg, Jenbach, Patsch (Ansserer). Kufstein.
S. Meran (Milde). Ratzes.
* 5. Philodromu8 alpestris nov. spec.
N. Kuhthai, Hinterdnx.
S. Antholz, Seiser Alpe.
6. PhUodromus aurortitens Auss.
N. Patsch, Jenbach (Ansserer).
S. Tagusens (Ansserer). Ratzes.
7. Philodromus coViwus C. Koch.
S. Meran (Milde).
Thanatus C. Koch
* 1. Thanatus formidnus CI.
N. Praxmar, Kufstein. — HSttinger Berg, Jenbach (Ans-
serer).
S. Schlern, Bozen. — Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. Thanatus oblongus Waich.
Bis 4500' von Ansserer beobachtet.
N. H5ttinger Alpe.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
3. Thanatus Bayi E. Sim.
S. Meran (Milde).
Anmerk. 7.
* 4. Thanatus arenarius Thor.
S. Berger ThSrl nnter Steinen.
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— 262 —
5. Thcunatus pcurcMelus C. Koch.
N. Kaf stein.
S. Meran (Milde).
Anmerk. 8.
6. Thanatus gratiosus E. Sim.
N. Kufstein.
S. Kaiser Thai.
b. Thomisinen.
Honaeses Thor.
1. Monaeses cwneolus C. Koch.
N. Hflttinger Berg, Heilig Wasser, Jenbach (Ausserer).
S. Im Trientinichen (Can. et Pay.).
Bis 400(y nach Ausserer.
Diaea Thor.
1. Diaea dorsata Fabr.
N. Gnadenwald (Ausserer). Kufstein.
S. Bozen.
Synema E. Sim.
1. Synema globosum Fabr.
N. Kerschbuchhof, Miihlau, Paschberg, Hasselhof (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinhchen (Can. et Pav.). Ratzes.
Xysticns G. Koch.
1. Xysticus 8abulo8U8 Hhn.
N. Heilig Wasser, H5ttinger Berg (Ausserer) ; Weer (Graber).
2. Xysticus comptulus E. Sim.
S. Val Fondo bei Schluderbach, Vols, Ratces. — Meran
(Milde).
3. Xysticus luctuosuB El.
N. Kufstein.
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* £. XysUdus cristatus CI.
N. Ueberall am Innsbruck. Jenbach (Ausserer); Kufstein,.
Fftnsterthal bei Kiibthai.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Ganestr. et Pav.).
Ratzes. Kaiser Th5rl.
* 5. Xysticus glacialis nov. spec.
N. FBnsterthal unter Steinen, Alpein.
S. Val Fondo bei Schluderbach, Berger Thftrl.
6. Xysticus acerbw Thar.
N. Praxmar (Heller). Kufstein.
5. Meran (Milde).
7. Xy8ticus bifasciatus C. Koch.
N. Jenbach (Ausserer). Kufstein.
S. Meran (Milde).
8. Xysticus lanio C. Koch.
Bis 500(y Ausserer.
N. HOttinger Berg, Gnadenwald, Jenbach, Patscher Kofi
(Ausserer).
S. Kastelruth (Ausserer). Meran (Milde). Monte Baldo
(Rosenhaoer). '
* 9. Xysticus Kochii Thor,
N. Kufstein, Ffinsterthal.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 10. Xy8ticics 8eceden8 nov. spec.
N. Auf der H5he des Plattenkogels unter Steinen ein Exem-
plar gefunden.
11. Xysticus fuscus C. Koch.
N. HOttmger Berg [3000'] (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.). y$ls
, Z3. Xysticus erraticus Bl.
N. H5ttinger Berg, Hinterriss (Ausserer).
S. Meran (Milde). Ratzes.
Google
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— 264 —
13. Xysticua Ubm Halm.
N. Knfstein.
14. Xysticus apricus nov. spec.
S. Tione.
15. Xysticu8 Niwtii Thor.
S. Meran (Milde). Trient.
OxyptUa E. Simon.
1. OxypUla praticola C. Koch.
Nach Ausserer bis 3000*.
N. Kerschbuchhof, H5ttinger Berg, Achenthal (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.). Ratzes, Pinzolo.
* & Oayptila hordeola C. Koch.
N. Hottinger Berg, Sellrain, Jenbach (Ausserer). Ober-
gnrgel (Heller). Knfstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Meran (Milde). Val
Fondo bei Schluderbacb.
3. Oayptila BlaclcwaUU E. Sim.
N. Bis 300(y. Hdttinger Berg (Ausserer).
S. Ratzes, Brixen. — Bozen (Ausserer).
4. Oayptila trux Bl
N. Husselhof (Ausserer).
S. Brunecken (Ausserer). Ratzes.
5. OooypUla rauda E. Sim.
S. Antholz.
Misumena Lair.
1. Mtsumena vatia CL
N. Deberall gemein. BWttinger Berg, Gfttzens, Stubai, Jen-
bach, Patsoher Kofl (Ausserer). Kufstein.
S. Meran (Milde). Ampezxo (Letocha).
2. Misumena tricuspidata Fabr.
N. Reichenau, Viller An, Jenbach (Ausserer).
S. Bozen (Ausserer).
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— 265 —
Thorntons Which
1. Thomims ormstus Watch
S. Bozen (Gredler). Ira Trientinischen (Can. et Pay.) Meran
(Milde).
Pistius E. Sim.
1. Pistius truncates Pall.
N. Hettinger Berg, Sellrain, Jenbach (Ansserer).
S. Tagusens (Ansserer). Meran (Milde). Im Trientinischen
(Can. et Pav.).
Heriaeus E. Sim.
1. Heriaeus Mrsutus Walek.
S. Meran (Milde). Ira Trientinischen (Can. et Pav.).
VI. Oitigraden,
A. Lycosiden.
Aulonia 0. Koch.
1. Aulonia albimana Walch.
N. Hftttinger Berg, Kerschbuchhof (Ansserer).
S. Meran (Milde). Im TVientinischen (Can. et Pay.). Eppan.
Pardosa C. Koch.
* 1. Purdosa monticola Cl
N. Bei Innsbruck flberall h&ufig (Ansserer). Kfihthai and
Praxmar (Heller). Fttnsterthal.
S. Im Trientinischen (Can. et Pay. Ratzes (Milde).
* H. Pardosa palusiris Linn.
S. Kaiser Thai, Antholz, Defereggen (St. Jakob — St. Veit),
Schlern, VOls.
* 3. Pardosa saltuaria L. Koch.
N. Kfihthai. Fftnsterthal. Alpein.
S. Ratzes (Milde). Schlern and Schlernklamm, Berger Th5rl,
Staller Alpe.
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— 266 —
* 4. Pardosa owrsoria C Koch.
N. Praxmar, Obergurgel (Heller). FQnsterthal, KQhthai,
Kaisergebirg, Duxer Joch.
S. Meran, Ratzes (Milde). Monte Baldo (Heller). Berger
Th5rl, Kaiser Thai, Kaiser Thftrl, Antholz — Mitter-
thal, Duronthaljoch, Schlern, Seiseralpe, Schlernklamm,
Val Fondo bei Schluderbach, V5ls, Pinzolo — Bed6le.
— Meran (Milde).
5. Pardosa agricola Thor.
N. Innsbruck (Ausserer). Hinterdux.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Meran (Milde). Kalser-
thal.
6. Pardosa pullata CI.
N. Lans, Gotzens, Fritzens (Ausserer).
7. Pardosa bifasdata C. Koch.
S. Meran (Milde).
8. Pardosa vittata Keys.
S. Meran (Milde).
9. Pardosa paludicola CI.
N. Sehr gemein. Hotting, Lans, Gnadenwald, Sellrain (Aus-
serer). Kufstein.
* 10. Pardosa nigra C Koch.
N. Praxmar (Heller). Kaisergebirg. FtLnfcterthal, Hornthaler
Joch.
S. Bei Meran bis 8000' (Ausserer). Seiseralpe (Milde)*
* 11. Pardosa amerUata CI.
In Nord- und SQdtirol tiberall verbreitet.
HSchste Punkte:
N. Hinterdux, Ktththai, Plattenkogel.
S. Kaiser Thorl.
* Z3. Pardosa WagUri Htm.
N. GStzens, Sellrain, Lisens (Ausserer). Praxmar (Heller).
Hinterdux.
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— 267 —
S. Villanders, Kastelruth (Ausserer). Meran (Milde). —
Antholz, Ealserthal, Ratzes, Schlern, Val Fopdo bei
Schluderbach. Pinzolo, Moraenen der Vedretta del
Mandron.
13. Pardosa lugubris Walch.
N. Innsbruck (Ausserer). Kufstein, Stubai.
S. Villanders (Ausserer). Ratzes und Meran (Milde). —
Im Trientinischeu (Can. et Pav.). Defereggen, Vdls.
14. Pardosa striatipes C. Koch.
N. Hottinger Berg (Ausserer).
* 15. Pardosa vipoma C. Koch
N. Kufstein, Kflhthai, Hinterdux, — Praxmar (Heller).
S. Ratzes.
16. Pardosa prativaga L. Koch.
S. Meran (Milde).
IT. Pardosa hortensis Thor.
S. Meran (Milde).
* 18. Pardosa ferruginea L* Koch.
N. Kufstein, Ffinsterthal, Hornthaler Joch, Pfandler Scharte.
S. Defereggen (St Jakob — St Veit), Berger Th5rl.
* 19. Pardosa blanda €. Koch.
S. Kaiser Thftrl, Marmolada, Seiseralpe, Schlern. — Ratzes,
V5ls. — Meran (Milde).
Lycosa Latr.
1. Lycosa inqitiUna CI.
Bis bOW (Ausserer).
N. H5ttinger Alpe, Patscher Kofl, Gnadenwald (Ausserer) c
Kufstein.
S. Ratzes (Milde).
* 2. Lycosa andrenivora Walck.
Bis 7000' (Ausserer).
N. Innsbruck hftufig (Ausserer). Kufstein.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.). Ratzes.
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— 268 —
* 3. Lycosa meridiana Hahn.
N. Kufstein, Kflhthai.
S. Antholz, Brixen, V51s, Pinzolo. — Bei Meran and Ratzes
(Milde).
4. Lycosa radiata Lair.
S. Merao (Milde). V6ls.
5. Lycosa cuneata CI.
Bis 500(y Ausserer.
N. H5ttinger Alpe, Innsbruck, Jenbach, Lisens (Ausserer).
Praxmar (Heller). — Kufstein.
S. Ratzes (Milde). Ira Trientinischen (Can. et Pav.). Vdls.
* 6. Lycosa pulverulenta CI.
N. Hftttinger Berg, GOtzens, Jenbach (Ausserer). PlattenkogL
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pay.).
Var. Tridentina Thor.
S. Trient (Can.).
7. Lycosa aculeata CI.
N. Innsbruck (Ausserer).
S. Joch Grimm (Ausserer). Meran (Milde).
* Var. Oasteirmms C. Koch.
N. Duxer Wasserfall, Kufstein. — Jenbach, Lisenz. Gschnits
(Ausserer).
S. Defereggen (St. Jacob — St Veit), Kaiser Th5rl, Val
Fondo bei Schluderbach, Marmolada, Duronthal, Seiser-
alpe, Schlern, Schlernklamm, Ratzes. — Im Trientini-
schen (Can. et Pav.).
Anmerk. 9.
* 8. Lycosa trabalis CI.
Bis 700(y haufig (Ausserer).
N. HOttinger Berg, Patscher Kofl (Ausserer). Kufstein,
S. Jochgrimm (Ausserer). Castelruth, Ratzes. — Im Trien-
tinischen (Can. et Pav.).
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— 269 —
* 9. Lyco8a pinetorum Thor.
S. Schlern.
* 10. Lycosa terricola Thar.
Bis GOOC (Ausserer).
N. HSttinger Berg, Viller Wald, Taurer Alpe, Kfththai,
Lisenz, Gschnitz, Jenbach (Ausserer). Praxmar (Heller).
Hinterdux.
S. Defereggen, Antholz, Atzwang, Ratzes, Rungelstein bei
Bozen. Ira Trientinischen (Can. et Pav.).
11. Lycro8a raricola De Otter.
N. HSttinger Berg, Gnadenwald (Ausserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pay.)*
12. Lycosa Sulzeri Pav.
S. Trient (Canestr.).
* 13. Lycosa superba L. Koch.
N. Ffinsterthaljoch, Hornthaler Joch. Pfandler Scharte.
S. Berger Thftrl.
14. Lycosa personata L. Koch.
S. V61s.
15. Lycosa Amalthea nov. spec.
N. Eufstein.
Pirata Sund.
1. Pirata Knorrii Scop.
S. Ratzes.
Dolomedes Latr.
1. Dolomedes fimbriates CI.
N. Lans (Ausserer). Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
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— 270 —
Ocyale Sav. et Aud.
* 2. Ocyale mirabiUs CI.
Bis BOOC beobachtet (Ausserer).
N. Bei Innsbruck haufig (Ausserer). Kofstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
B. Oxyopiden.
Oxyopes Latr.
1. Oxyopes italiciis Walck.
S. Meran (MiWe).
2. Oxyopes Uneatus Latr.
S. Castelruth (Aosserer).
* 3. Oxyopes ramosus Pang.
N. Paschberg, Patscher Kofl, HSttinger Alpe, Lisenz (Aus-
serer).
S. Castelruth, Schlern (Ausserer). Im Trientinischen (Can.
et Pav.).
"VXL Saltigraden.
A. Eresiden.
Eresus Walck.
1. Eresus pwrpwra&us Pan#.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
B. Attiden.
Leptorchestes Thor.
1. Leptorchestes formicaeformis Luc.
8. Meran (Milde).
Salticus Latr.
1. Salticus tirolensis C. Koch.
N. Vorarlberg bei Feldkirch (Ausserer).
S. Tobliner See. — Meran (Ausserer).
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— 271 —
CaUiethera C. Koch.
* 1. CalUefhera scenica CI.
N. An Z&unen nirgends selten (Ausserer). — St Sigismund
bei Kiihthai. Hinterdux, Plattenkogl, Kufstein.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 2. CaUiethera Jristrionica C. Koch.
N. Innsbruck, Lisenz, Stubai, Hdttinger Alpe, Patscher Kofi
(Ausserer). Hinterdux, Griess bei Sellrain, Kiihthai,
Fdnsterthal.
S. Castelruth.
3. CaUiethera zebranea C. Koch.
S. Ratzes (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
4. CaUiethera imcifera E. Sim.
S. Meran (Milde).
Heliophanus C. Koch.
1. HeliopJumud muscorum Walck.
Bis 500(y.
N. Innsbruck, Hdttinger Berg, Gnadenwald (Ausserer). Hinter-
dux. Umhausen im Oetzthal, St. Sigismund bei Kiihthai.
S. Antholz, Defereggen, Ratzes. — Meran (Milde). Grftden
(Ausserer).
Anraerk. 10.
& Heliophanns auratus C. Koch.
N. Wilten bei Innsbruck (Ausserer).
3. Heliophanus cognatus E. Sim.
S. Meran (Milde). Vdls.
4. Heliophanus KocMi E. Sim.
S. Meran (Milde).
5. HeliopJumus dubius C. Koch.
N. Umgebung von Innsbruck (Ausserer).
6. Heliophanus fiavipes C. Koch.
S. Meran (Milde). Brixen, Bozen, Seis, Vdls.
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— 272 —
7. Heliophano fiavo-cmclus Keys.
N. Hdttinger Berg (Ausserer).
Mir ist nicht bekannt, wo diese Art beschrieben er-
schien.
8. Heliophanus cupreus Walck.
N. Kerschbuchhof, Gnadenwald, Igels (Ausserer).
S. Brunnecken (Ausserer). Meran (Milde). Ratzes. Vffla.
Im Trientinischen (Can. et Pav.).
9. Heliophanus tricinctus C. Koch.
S. Meran (Milde).
10. Heliophanus albo-signatus L. Koch.
S. Eppan.
Ballus C. Koch.
1. Ballus depresses Waich.
N. Hdttinger Berg (Ausserer).
S. Meran (Milde).
Bis zu 3(XK/ von Ausserer beobachtet.
2. Ballus aenescens E. Sim.
N. Hdttinger Berg, Gnadenwald (Ausserer).
3. BaUus membrosus E. Sim.
S. Meran (Milde). Ratzes, Bozen.
Marpessa C. Koch
1. Marpessa muscosa CI.
N. Innsbruck, Hdtting, Jenbach (Ausserer). Kufstein, Zell
im Zillerthal.
S. Passeier, Villanders (Ausserer). Meran (Milde). Im
Trientinischen (Can. et Pav.). Ratzes.
Dendryphantes O. Koch.
1. Dendryphantes rudis Swnd.
Bis 4000' (Ausserer).
N. Hdttinger Alpe, Paschberg, Gnadenwald (Ausserer).
S. Villanders, Castelruth (Ausserer).
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— 273 —
Philaeus Thor.
1. Philaeus chrysops Poda.
N. Kerschbacliliof (30000 Ausserer. Umhausen im Oetzthal
S. Bozen (Ausserer). Meran (Milde). Im Trientinischen
(Can, et, Pav.). Ampezzo (Letocha). Schlern, Ratzes
gegen Seiss und V5ls.
Euophrys C. Koch.
1. Euophrys reticulata Bl.
S. Kalserthal, Vols, Brixen.
£. Euophrys rufibarbis E. Sim.
S. Bozen, Arco, Eppan. — Meran (Milde).
3. Euophrys frontalis Walck.
Bis 600(y (Ausserer).
N. Kerschbuchtaof, Gnadenwald, H5ttinger Alpe (Ausserer).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Ratzes, Brixen, Pinzolo
* 4. Euophrys 8triolatu8 C. Koch.
N. Gnadenwald, Hdttinger Berg, Patscher Kofi (Ausserer.)
Ob Dicht mit Euophrys petrensis C. Koch hier eine
Verwechslung stattfand?
* 5. Euophrys petrensis C. Koch.
S. Duronthaljoch, Staller Alpe.
* 6. Euophrys alpicola nov. spec.
N. FUnsterthaljoch gegen Niederthai.
Henemerus E. Sim.
•?• Menemerus semi-Umbatus Halm.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
Attus Walck.
* 1. Attus erraUcus Walck.
N. Hettinger Berg (Ausserer). — Alpeiner Alpe unter Stei-
nen, Kt&hthai, Hinterdux.
S. Meran CMilde). Val Fondo bei Schluderbach, Ratzes.
Ferdtamndewn^Zeitachrift. jg
f
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— 274 —
2. Attics finitimus E. Sim.
S. Meran und Raizes (Milde). Im Trientinischen (Can. et
Pav.).
* 3. Attus terebratus CI.
N. Inneriss (Ausserer). FlatteDkogel, St Sigismund bei
Kuhthai, Hinterdux.
S. Defereggen, Antholz.
4. Attus pubescena Fabr.
N. Innsbruck, Jenbach (Ausserer).
S. Ratzes (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.). V5ls.
5. Attus obscuroides Can. et Pav.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
6. Attus multipunctatus E. Sim.
S. Val di Non (Can. et Pav.).
7. Attics arcuatus CI.
N. Hottinger Berg, Wilten (Ausserer). Kufstein.
* 8. Attus 8accicola C. Koch.
N. Kuhthai, Kufstein.
S. Ratzes (Milde). Seiseralpe.
9. Attus barbipes E. Sim.
S. Unter Felsstiickchen am Ponal bei Riva in grosser Zahl.
10. Attus falcatus CL
Bis 400(y (Ausserer).
N. Hottinger Berg, Sellrain, Jenbach (Ausserer). Kufstein,
Ferleiten.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.). Eppan.
* 11. Attus rupicola C. Koch.
Sehr wahrscheinlich die von Ausserer als E. floricola
C. Koch aufgefiihrte Species.
N. Kerschbuchhof, HSttinger Alpe, Sellrain, Salzs&ule (Aus-
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— 2*5 —
serer). Hinterdux, Plattenkogel, Kaiser, Kufstein, Horn-
thaler Joch, Kuhthai (Fiinsterthal), Alpein, Ferleiten.
S. Antholz, Berger Th5rl, Kaiser Thorl, Ratzes, Schlern,
Duronthal Joch. — Ira Trientinischen (Can. et Pav.).
12. Attus inaequipes E. Sim.
S. Bozen.
13. Attus mteUnus E. Sim.
S. Meran (Milde).
* 14. Attus crucigerus Walck.
Bis 6000' (Ausserer).
N. Hdttinger Berg, Jochflbergang in den Haller Salzberg,
Husselhof, Gdtzens (Ausserer), Kufstein.
15. Attus cinereus Westr.
N. HSttinger Berg bis 60W (Ausserer).
16. Attus Jioricola C. Koch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
Aelnrops Thor.
1. Adurops fasciatu8 Hahn.
Die von Ausserer aufgef&hrte Euophrys lineata C. Koch
gehOrt wahnscheinlich hierher.
Bis 500(y (Ausserer).
N. Hottinger Alpe, Kaisersfiule (Ausserer). Praxmar (Heller).
Ferleiten.
2. Aehtrops nobilis nov. spec.
S. Windisch-Matrey, V61s, Trient.
Yllenns E. Sim.
1. YUenus Vinsignitus CI.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
2. YUenus festivus C. Koch
S. Meran (Milde). Batzes. Castelruth.
18*
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- 276 —
VIII IPhaiangiden.
A. Trogulinen.
Trogulus Latr.
1. Trogulus coreiformis C. Koch.
N. Paschberg, Miihlau (Ausserer).
2. Trogulus asperatus C. Koch.
N. Hdttinger Berg (Ausserer).
3. Trogulus perforaticeps Auss.
N. Hdttinger Berg (Ausserer). Ferleiten.
S. Weissenstein (Ausserer). Defereggeu zwischen St Jakob
und St. Veit.
* 4. Trogulus tricarinatus Linn.
S. Ratzes und Schlernklamm.
5. Trogulus squaUdus C. Koch.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
B. Phalanginen.
Prosalpia L. Koch.
* 1. Prosalpia bibrachiata L. Koch.
N. Hornthaler Joch. Pfandler Scharte.
S. Vedretta di Bed61e.
Leiobnnam C. Koch.
* 1. Leiobttnum nigricans C. Koch.
N. Paschberg (Ausserer). Hinterdux, Alpein, St. Jakob. ~-
Obergurgel (Heller).
S. Schlernscharte (Ausserer). — Defereggen bei Hopfgarten,
Antholz, Staller Alpe, Ratzes, Vedretta di Bedole.
2. Leiobunum bicolor Fabr.
N. Paschberg (Ausserer). Ferleiten.
S. Antholz, Ratzes.
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— 27f —
3. Leiobunum hemisphaericum Hbst
Bis 4000' (Ansserer).
N. Innsbruck, Stubai (Ansserer).
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pav.).
4. Leiobunum humile L. Koch.
N. Hinterdux.
S. Puffelsschlucht.
5. Leiobunum purpurissatum L. Koch.
S. Bleischach im Kalserthal, Val Fondo bei Schluderbach.
6. Leiobunum Doriae Can.
S. Im Trientinischen (Canestr.).
* 7. Leiobunum Umbatum L. Koch.
N. Lisenz (Heller). Kaiser, Duxerthal, Stubai.
S. Meran, Ratzes (Milde). Castelruth, Toblino.
8. Leiobunum glabrum L, Koch.
S. Meran (Milde). V51s.
Hoplites L. Koch.
1. Hoplites HeUeri Auss.
N. Husselhof, H5ttinger Berg bis 4000' (Ansserer). — Berg
Isel.
S. Weissenstein, Tagusens (Ansserer). Kaiser Thai, Ant-
holz, Defereggen, Ratzes, Brixen, Bozen (Rungelstein),
Trient, Pinzolo.
<d. Hoplites argentatus L. Koch.
S. Meran (Milde). Im Trientinischen (Can. et Pay.). Ratzes.
3. Hoplites Pavesii Can.
S. Im Trientinischen (Canestr.).
Ischyropsalis C. Koch.
* 1. Ischyropsaiis Hehmgii Panz.
S. Anf der Hdhe des Schlern em junges Exemplar unter
einem Steine.
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— 2*8 —
Opiilo Hist
1. Opilio terricola C. Rock
, Bis 3000' (Ausserer).
N. Husselhof, Paschberg, HOttinger Berg (Ausserer).
S. Ratzes.
& Opilio (ridens C. Koch.
Bis bOW (Ausserer).
N. HOttinger Alpe, Paschberg (Ausserer).
S. Antholz.
* 3. Opilio glaciaMs Heer.
In Tirol bis 10300' beobachtet (Heller).
N. Jochfibergang nach Kfihthai (Ausserer). Habicht (Heller),
Obergurgel (Heller), Kfihthai, tfornthaler Joch, Alpeiner
Alpe. — Rosskogel (Kerner).
* 4. OpiUo hicorum 0. Koch
Bis 700(y (Ausserer).
N. Paschberg, JochQbergang nach Kuhthai, Ffinsterthal,
B&renbad im Stubai (Ausserer).
S. Castelruth, Schlern (Ausserer).
* 5. Opilio gro86ipe8 Hbst.
N. Kaiser, Plattenkogel.
S. Meran (Milde). Brunecker Alpe, Ratzes, Pinzolo, Seiser
Alpe. Kaiser Th5rl.
6. Opilio parieHnus De Oder.
N. Sehr gemein (Ausserer).
S. Windisch-Matrey.
* 7. Opilio eaooatilie 0. Koch
N. Hdttinger Berg (Ausserer). Plattenkogel.
S. Kaiser ThSrl.
* 8. OpiUo alpim* Hbrt.
N. Lisenz (Ausserer). — Alpein, DttXer Wasserfall, St. Sigis-
mund bei Kuhthai, Ftinsterthaljoch. — Obergtfgel (BeBer).
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— 279 —
S. Berger Th5rl, Defereggen (Hopfgarten), Antholz, Brun-
ecker Alpe, Ratzes, Seiser Alpe, Schlern, Val Fondo
bei Schluderbach, Mannolada. — Im Trientinischen
(Can. et Pav.). Monte Baldo (Heller).
9. Opilio Ehododendri L. Koch
N. Hinterdux, Kflhthai, Praxmar.
S. Meran (Milde).
10. Opilio leucophaeus C. Koch. ,
S. Meran (Milde). Ratzes.
Platylophus C. Koch.
1. Platylophus aJpestris C. Koch.
N. Gries im Sellrainthal.
S. Bozen, Ratzes. - Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* 2. Platylophus rufipes C. Koch.
N. Patscher Kofi (Heller). St Sigisraund bei Ktihthai.
3. Platylophus denUcorrm C. Koch.
Bis 500(y.
N. Paschberg, H5ttinger Berg, St. Sigismand, Sellraio, (Aus-
serer).
4. PlatylopJms incanus C. Koch.
N. Paschberg.
* 5. Platylophus montanus L. Koch.
S. Kaiser Th5rl.
Cerastoma 0. Koch.
1. Cerastoma cornutum L.
S. Tagasens (Aasserer). Antholz. — Im Trientinischen
(Can. et Pav.).
2. Cerastoma capricorne L. Koch.
N. Kaiser. . %
3. Cerastoma tirolense L. Koch
N. Ferleiten.
S. Meran (Milde).
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— 280 —
Acantholophus C. Koch.
1. AcantholopJms hispidus Hbst.
S. Tagnsens (Ansserer). Meran (Milde). Im Trientinischen
(Can. et Pay.). Bozen, Brixen.
H. Acantholophus horridus Panz.
S. Merafi (Milde).
Nemastoma C. Koch.
* 1. Nemastoma dentipalpe Auss.
N. Hnsselhof (Ansserer). Fflnsterthal, Alpein, Kaiser.
S. Defereggen (Hopfgarten), Dnronthal, Ratzes, Vols, Sega
di Bed61e. — Im Trientinischen (Can. et Pav.).
* £. Nemastoma bicuspidatum G. Koch.
N. H5ttinger Berg (Ansserer). Dnxer Wasserfall, Kflhthai.
* 3. Nemastoma triste C. Koch.
Bis 600(y (Ansserer).
N. Jochflbergang nach Kflhthai (Ansserer).
S. Kalserthal, Kaiser ThSrl, Branecker Alpe, Antholz.
* 4. Nemastoma quadricoru* L. Koch.
Bis SOOCK (Ansserer).
N. Paschberg, Kiihthai, Fflnsterthal, Hornthaler Joch (Ans-
serer). Schmirn, Fernleiten.
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.). Berger ThBrl, Ant-
holz, Kaiser ThSrl, Defereggen (Hopfgarten), Ratzes,
Schlern, Brixen.
5. Nemastoma flavimcmum 0, Koch
N. Paschberg, Jenbach (Ansserer). Hinterdnx, Kaiser.
S. Defereggen (Hopfgarten), Windisch-Matrey.
6. Nemastoma bimaculatom Fabr.
S. Ballino — Riva.
XT. Psendoscorpioiden.
Olpinm L. Koch.
1. Olpium chironomwn L. Koch.
S. Bozen.
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— 231 —
Chernes Menge.
1. Chernes Beussii C. Koch.
S. Bozen (Sigismundskron).
2* Chernes Mengei L. Koch
S. Bozen.
Chelifer Geoffr.
1. Chelifer lampropsaUs L. Koch
S. Meran unter Bauschutt (Milde).
2. Chelifer granulatus C. Koch
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.).
Roncns L. Koch
1. Roncns cdpinus L. Koch.
S. Im Trientiuischen (Can. et Pay.). — An der Ruine
Hauenstein bei Ratzes h&nfig.
Chthonius C. Koch
1. Chthonius Rayi L. Koch
S. Im Trientinischen (Can. et Pay.). Ratzes (Hauenstein),
Eppan, Rungelstein bei Bozen, Sigismundskron bei Bozen.
— Meran (Milde).
2* Chthonius trombidbides Leach
N. Kufstein.
S. Meran (Milde).
3. Chthonius orthodactyhis Leach
S. Brizen.
OMsium Wig.
* 1. Obisium jugorum L. Koch
N. Fttnsterthaljoch.
* 2. Obisium silvaticum C. Koch
N. Kaiser, PlattenkogeL
S. KataerthaL
Google
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— 282 —
* 3. Obisium muscorum C. Koch.
N. St. Sigismund, Kiihthai. — Obergurgel (Heller).
S. Im Trientinischen (Can. et Pav.).
4. Obisium dumicola O. Koch.
N. Duxerthal.
5. Obisium dolicodactylum Can.
S. Im Trientinischen (Can.),
X. Scorpioiden.
Scorpio L.
1. Scorpio Italicus C. Koch.
N. Jenbach (Ausserer). Sonnenburger Htigel (Pichler).
S. Sehr verbreitet (Ausserer). V5ls.
2. Scorpio Germamcus Schdfer.
Bis 4000' (Ausserer).
S. Kalserthal, Ratzes, Pinzolo. — Meran (Milde). Im Trien-
tinischen (Can. et Pav.).
3. Scorpio Sicanus C. Koch.
S. Meran (Ausserer).
XI. .A.cariden.
I x o d i d e n.
Dermacentor C Koch.
1. Dermacentor reticulatus Fabr.
S. Meran (Milde).
Rhipicephalus 0. Koch.
1. Ehiciphalu8 sanguineus Latr.
S. Meran auf Lacerta viridis (Milde).
Ixodes Lair,
1. Ixodes lacertae C. Koch.
S. Meran, ebenfalis auf Lacerta viridis (Milde).
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— 288 —
Anmerkungen.
Anmerk. 1.
Im Ffinsterthal bei Kiihthai, ziemlich in gleicher H5he
mit Epeira carbonaria kommt eine Epeira vor, welche ich fQr
verschieden sowohl von letztgenannter Art als von Epeira
ceropegia Walck, halte. Das Abdomen ist , besonders an
der Oberseite, von auffallend r5thlich-brauner Farbung ; das
ganze Thier ist kleiner; der weisse Zackenstreifen am Ab-
domen, in seiner Form jenem von Epeira ceropegia Shnlich,
reicht nicht wie bei dieser bis zum hinteren Ende; das Ab-
domen ist oben and in den Seiten fthnlich wie jenes von
Ep. carbonaria dicht mit langen Haaren bewachsen; der
Scapus der Epigyne ist noch merklich kiirzer als jener von
Ep. carbonaria. — Icb besitze von dieser Zwischenform nur
einige junge Exemplare und ein entwickeltes Weibchen,
dessen Abdomen jedoch so verschrurapft ist, dass ich eine
sorgf<ige Beschreibnng nicht zu geben vermag.
Anmerk. 2.
In Labrador kdmrat eine vonThorell als Epeira Packardii
beschriebene Art in einer H5he von 500(y (englisch) vor,
welche nach den Bemerkangen von M. Emerton (Psyche
„Organ for the Cambridge Entomological Club* Cambridge
Mass. January 1876. Vol. I. nr. 21 p. 130) sehr nahe
verwandt, ja m5glicherweise identisch mit Epeira carbo-
naria ist
Anmerk. 3.
Herr Professor Dr. Ausserer spricht sich in seiner Ab-
handlung „Radspinnen (Verhandl. der k. k. zool. bot. Ge-
sellschaft in Wien Jahrg. 1871 p. 827) « ftberSinga nitidnla
folgendermassen aus: „Zwischen Singa hamata CI. und S.
nitidula C. Koch finden sich zahlreiche Uebergangsformen,
so dass ihr spezifisoher Unterschied sehr in Frage gestellt
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- 284 —
erscheint:" Ich habe eine grosse Anzahl von Exemplaren
der beiden Arten aus den verschiedensten Gegenden unter-
sucht und bin nnn sicher iiberzeugt, dass dieselben weseot-
liche Cnterscheidungsmerkmale an sich tragen. Abgesehen
von kleinen Verschiedenheiten in der Farbe und Zeichnung,
erscheint Singa nitidula standig kleiner; bei dem Weibcben
sind die vorderen MA *) von den SA kaum weiter als von
einander entfernt, die beiden vorstehenden Lfippchen am
Hinterrande der Epigyne (sritliche Spitzen nach Menge) sind
dicker und am Ende abgerundet; bei Singa hamata CI. 9
sind die vorderen MA von den SA betrachtlich weiter als
von einander entfernt; die erwahnten beiden Lappchen an
der Epigyne sind dunn und am Ende spitz; an der Tibia
des zweiten Beiupaares bei dem Mannchen von Singa nitidula
ist an der Vorderseite eine nicht unterbrochene Reihe
von 8 kflrzeren Stacheln vorhanden, die Apophyse in der
Mitte der Kopulationsorgane ist gegabelt, die eine (aussere)
Zinke dieser Gabel ist gerade, die innere gebogen. — Bei
Singa hamata CI. bemerkt man an der Vorderseite der Tibia
des zweiten Beinpaares eine in ihrer vorderen Halfte unter-
brochene Langsreihe von nur 6 kiirzeren Stacheln ; die Apo-
physe in der Mitte der Kopulationsorgane ist einfach.
Anmerk. 4.
Je nach dem Alter des entwickelten Thieres erscheint
die Epigyne von Tegenaria silvestris C. Koch in ihrem Uni-
risse ver&ndert, doch bleibt die Grundform standig dieselbe.
Anmerk. 5.
Panzers Spinne, unter dem Namen von Aranea cinerea
aufgefiihrt, kann gewiss Tegenaria cicurea nicht sein; der-
selbe in Niirnberg wohnend, sagt iiber seine ascbgraue
Spinne, dass dieselbe „hier in Hftusern und Gem&chern
nicht selten vorkomme. Ich gelbst lebe nun seit 26
•) MA s MittelAOgen. SA ss SeitenragexL
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— 285 —
Jahren in Niirnberg und habe mich wahrend dieser ganzen
mit der Erforschung der Arachnidenfauna hier beschaftigt,
aber noch nie eine Tegenaria cicurea in den Hausern be-
merkt; diese Art ist hier nicht selten, kommt jedoch nur
im Moose an der Wurzel vou Baumen oder unter grossen
Steinen in feuchten, ganz dichten und diistereu Waldern vor.
Anmerk. 6.
Nachdem ich ein Exemplar von Agroeca Haglundi
Thorell aus Herrn Dr. Fickerts Sammlung untersucht und
unsere in Bayern, vielleicht in ganzSiiddeutschland verbreitete,
gar nicht seltene Agroeca linotina mit derselben und mit der
sehr exakten Angabe Thorells (Remarks on Synonyms of
European Spiders p. 162) fiber Agroeca brunnea Bl. sorg-
faltig verglichen habe, kann ich zweifellos behaupten, dass
Agroeca linotina eine von beiden andern genannten Arten
bestimrat verschiedene Species ist. Bei letzterer Art bildet
die Epigyne eine lange, an ihrem hinteren Ende wenig er-
weiterte, beiderseits schwarz gerandete Furche; die R&nder
dieser Furche biegen sich vorn in einem Bogen, jedoch fast
unter einem rechten Winkel schrag nach Aussen und etwas nach
Vorn urn, zunachst an ihrer Umbiegungsstelle nach Aussen be-
findetsich beiderseits eine, von dem Rande selbst halbverdeckte
querovale Oeffnung, an deren Vorderrand ein ganz kleines
Zahnchen vorspringt. Die Kopulationsorgane des Mannchens
scheinen mit jenen von Agroeca brunnea Bl. grSssere Aehn-
lichkeit zu besitzen und wahrscheinlich beruhen die Onter-
schiede auf veranderteu Formen der einzelnen Theile, welche
ich, da mir das Mfinnchen von Agr. brunnea nicht bekannt
ist, nicht anzugeben vermag.
Anmerk. 7.
Mein Exemplar stimmt nicht vollig mit E. Simon's Be-
schreibung iiberein, indem die vorderen MA etwas weiter als
in der doppelten Breite ihres Durchmessers von einander
entfernt stehen; auch sind an der Unterseite des Abdomen
zwei dunklere Langsstreifen vorhanden.
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Anmerk. 8.
Thanatus parallelus G. Koch ist ohne alien Zweifel von
Than, oblongus verschieden ; doch ist es sehr schwierig, an-
dere Unterscheidungsmerkmale, als jene an den Sexual-
organen zwischen beiden Arten aufzufinden. Bei Thanatus
oblongus Walck 5 'st der Eindringer vor seinem hacken-
fftrmig gebogenen, ganz kurzeu Ende spiralig gewunden, bei
Thanatus parallelus G. Koch 5 *st das Ende des Ein-
dringers langer und gerade, der verdickte Theil vor dem-
selben nicht gewunden. — Bei letzterer Art ist die Epigyne
we bei Th. oblongus von zwei scharfkautigen, vorspringen-
den, halbkreisfbrmigen Bogen eingefasst; diese Bogen sind
bei Than, oblongus an ihrem hinteren Ende breit gerundet
and lassen hier einen schinaleren Zwischenraum zwischen
sich, — bei Than, parallelus ist dieser Zwischenraum viel
breiter, das Ende der Bogen lauft hier nrit schwacherer
Rundung schrag zu. —
Yon Thanatus parallelus besitze ich Exemplare von
Karnthen und vom Karste, durch Herrn Letocha gesammelt,
aus Spanien (Andalusien) durch Herrn Dr. Seidlitz, aus der
Umgebung Wiens von Hrn. Dr. Schiener gesammelt, aus
Griechenland und der Sarepta.
Anmerk. 9.
Ich habe die Varietat von Lycosa aculeata CI., —
LycosaGasteinensis G. Koch — in den Alpen in grosser An-
zahl gesammelt und bin mit Hrn. Prof. Dr. Ausserer der
Ansicht, dass sie zu der oben erw&hnten Stammart und
nicht wie Thorell (Remarks on Syn. of Eur. Spiders p.
329) zu Lycosa pulverulenta Gl. gerechnet werden muss.
Schon C. Koch sagt, dass Lycosa Gasteinensis mit L.
vorax (trabalis CI.) sowohl in der Gestalt als in der Zeich-
nung verwandt sei, was gewiss bei pulverulenta nicht der
Fall ist; dieOeffnung der Epigyne ist wie jene von Lye. aculeata
ktirzer und breiter als bei Lye. pulverulenta; bei Lye. Gas-
teinensis 6 *8t wie bei Lye. aculeata 6 *a den Metatarsen
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der beiden Vorderbeinpaare und an sammtlichen Tarsen eine
deutliche Scopula vorhanden, welche bei Lye. pulverulenta
<5 nur an den Tarsen des ersten and an den Tarsen des
zweiten Beinpaares zn bemerkeu ist — Im Uebrigen stim-
men alle nieine Exemplare mit der von C. Koch gegebenen
Beschreibung und Abbildung iiberein, nur sind sie grOsser,
als C. Koch es angibt; doch ist dabei zu bemerken, dass
Lycosa pulverulenta (cuneata C. Koch) in der Wirklich-
keit merklich kleiner ist, als G. Koch (die Arachniden Bd.
XIV. T. DI ff. 1399 und 1400) sie bezeichnet, — Lycosa
pulverulenta habe ich in den hoheren Alpen nor einmal
auf der Kuppe des Plattenkogels gefunden, wahrend Lye.
Gasteinensis in grosser Verbreitung in bedeutender H5he
nicht selten vorkdmmt.
Anmerk. 9.
Bei den Mannchen von Heliophanus, fthnlich wie
bei einigeu ezotischen Gattungen der Saltigraden bemerkt
man am Aussenrande der Maxilleu einen meist grossen,
scharfspitzigen, vorspringenden Zahn, welcher an jenen des
Weibchens fehlt.
Beschreibungen neuer oder wenig befcannter
Arten.
Cyclosa caadata nov. spec.
Femina:
Cephalothorax und Mandibeln gelbbraun; an ersterem
vorn am Kopftheile ein hinter den Augen beginnender, zwi-
schen den Augen bis zum Vorderrande durchziehender gelb-
licher Flecken. Maxillen und Lippe gelbbraun, erstere am
Aussenrande und innen bis herab zur Lippe, letztere an der
Spitze braunlichgelb Das Sternum schwarz mit einer gelb-
lichen, zuweilen in der Mitte unterbrochenen Querbinde an
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der Basis. Das Abdomen oben gelblich-weiss, von braunen
Netzadern mehr oder weniger (iberzogen, mit einem brau-
nen, verschiedenartig weissgefleckten, in der Mitte gewohn-
lich von zwei weissen gebogenen Querstreifen unterbrochenen
Mittelfelde; dasselbe ist zuweilen, besonders an seiner hinteren
Halfte gezackt und reicht von der Basis bis zum Ende des
hornartigen Fortsatzes am hinteren Ende. Die Seiten braun,
weiss gefleckt. Die Unterseite in der Mitte mit einen schma-
leren oder breiteren, haufig unterbrochenen und nach der
Mitte verschm&lerten Querbande, von welchem zwei Langs-
streifen nach Vorn verlaufen. Die Spinnwarzen schwarz-
braun. Die Palpen blassgelb; das Tibialglied an der
Endh&lfte, der Tarsaltheil fast bis zur Basis dunkelgelb-
braun. Die Schenkel der Beine blassgelb, am Ende mehr
oder weniger stark gebraunt, jene des zweiten end dritten
Paares unten in der Mitte mit einem braunen Halbringe.
Die Patellen, Tibien, Metatarsen und Tarsen braunlichgelb,
an ersteren ein brauner Ring am Ende, an den Tibien und
Metatarsen ein schmaler brauner Ring zunachst der Basis,
je ein breiterer in der Mitte und am Ende; die Endhalfte
der Metatarsen gebraunt.
Ma 8.
DerCephalothorax wie bei dem Weibchen gef&rbt; die
Mandibeln hellbraunlichgelb ; Maxillen, Lippe und Sternum
wie bei dem anderen Geschlechte. Das Abdomen oben und
in den Seiten schwarzbraun, oben ein weisses, von der Ba-
sis bis zum hornartigen Vorsprunge am hinteren Ende durch-
laufendes, hinten allmahlicb verschmalertes Mittelfeld, in
diesem ein brauner, weissgefleckter, vorn breiter, hinteu
pldtzlich in eine schmale, verastelte Spitze nbergehender
L&ngsflecken. An der hinteren Absenkung ist das Abdomen
braunlichgelb, der Quere nach fein schwarz gestreift. Die
Unterseite wie bei dem Weibchen. Die Palpen hellbraan-
lich gelb; die Decke der Kopulationsorgane, so wie diese
zum grSssten Theile selbst dankelbraun. Die Schenkel der
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- 289 —
Beine blassgelb; jeno des ersten Paares bis fiber die Mitte
herab, die des zweiten bis zu dieser schwarz; die Schenkel
der beiden Hinterpaare am Ende gebraunt ; jene des zweiten
and dritten Paares unten mit einem braunen Halbringe.
Die ubrigen Glieder der Beine wie bei dem Weibchen.
Femina.
Der Cephalothorax betrachtlich langer als breit, am
Brnsttheile in den Seiten gerundet, an der seitlichen Ab-
dachnng desselben gew5lbt, oben flach and mit einem Quer-
eindrncke. Der Kopftheil beiderseits vom Thorax deutlich
abgesetzt, oben hinter den Angen und seitlich gewolbt, be-
trachtlich schmaler als der Brusttheil. Die ganze Oberflache
des Cephalothorax glanzend, mit sehr langen und kurzeren
reinweissen, auf kleinen Kflrnchen sitzenden Haaren be-
wachsen.
Die vier MA von gleicher Grdsse, an den Ecken eines
hinten stark verschmalerten Trapezes ; die vorderen an einem
den Clypeus nberragenden Vorsprung, von einander kanm
in ihrem Durchmesser, die hinteren nur in der halben Breite
ihres Radins, die vorderen von den hinteren etwas weiter als
von einander entferut. DieSA an einem gemeinschaftlichen
Hiigelchen, kleiner als die MA, von einander nnr durch einen
schmalen Zwischenraum getrennt.
Die Mandibeln senkrecht abfallend, an der Basis knie-
formig hervorgewolbt, solang als die vordersten Patellen, am
unteren Ende nnr wenig verschmalert, inneu etwas divergi-
rend, sehr glanzend, mit langeren und kurzeren, weisslichen
Haaren sparlich bewachsen.
Das Abdomen langlich, glanzlos, mit weissen, ange-
driickten Haaren weitschichtig bewachsen, vom ziemlich ver-
schmalert und abgerundet, in den Seiten gerundet, hinten
in einen, die Spinnwarzen weit nberragenden, schmalen, schrag
ansteigenden, am Ende schnabelftrmig abwarts gebogenen
Fortsatz verlangert.
Das Femoralglied der Palpen mit leichter Kopfkrilm-
Ferdinandeums-Zeitschrift. 19
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— 290 —
mung; der Tarsal theil reichlich mit langeu Haaren be-
setzt.
Die Beine etwas glanzend, weiss behaart; die StachelD
schwarz.
Die Epigyne ist jener von Cyclosa conica De Geer sehr
abnlich, nur ist der Querwulst, iiber welchen sich der Nagel
herablegt, etwas breiter, auch ist derselbe langer behaart,
als bei der oben genannten Art.
Lange des Cephalothorax : 0m 0025, des Abdomen von
der Basis bis zn den Spinnwarzen : 0m 0045, bis zum Ende
des Fortsatzes: 0m 005; Lange eines Beines des ersten
Paares: 0m 0075, des zweiten: 0m 007, des dritten 0m
\ 0045, des vierten: 0™ 0065.
\
x
Mas.
Der Cephalothorax in denSeiten starker gerundet, am
Brosttheile oben in einer run d lichen Vertiefung ein Langs-
eindruck ; der Kopflheil vom Thorax weniger scharf abgesetzt,
vorn viel niehr verschmalert, niederer ; der die vorderen MA
tragende Vorsprung weit starker hervorragend und der Lange
nach eingedriickt. Die vorderen MA stehen wenigstens 1 1/2
mal so weit als ihr Durchmesser betragt, von einander ent-
fernt. Die Mandibeln kiirzer als die vordersten Patellen,
vorn nicht gewolbt, sondern in der Mitte leicht ausgehohlt,
weshalb auch die zieralich divergirenden unteren Enden etwas
vorwarts stehen. Das Abdomen kaura so breit als der
Cephalothorax, vorn gerundet, in den Seiten fast gleich-
breit; der hornartige Fortsatz am hintereu Ende zwar von
derselben Form wie bei dem Weibchen, doch hoher, daher
auch weit auffallender. — Die Vorderschenkel merklich dicker
als bei dem Weibchen; unten mit einer Langsreihe von
Stacheln; am ersten Paar beginnt diese Reihe erst mit der
Halfte, die zahlreichen Stacheln stehen dichter; am zweiten
Paare erstreckt sich die Reihe von Stacheln uber die ganze
Lftnge des Gliedes, die Stacheln stehen aber weniger ge-
drangt. An der Unterseite der Hiiften des ersten Paares
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— 291 —
hi n ten eine vorstehende Ecke. Das Tibialglied der Palpen
unten in einen am Ende sehr breiten Fortsatz verlangert.
Die Decke der Kopulationsorgane an der Basis mit einem
hackenformigen Fortsatze.
Lauge des Cephalothorax : 0m 00225 , des Abdomen
bis zu den Spinnwarzen: 0m 00275, bis zum Ende des
Fortsatzes: 0m 0035, eines Beines des ersten Paares: 0m
0075, des zweiten : 0m 0065, des dritten : 0m 0045, des
vierten: 0™ 006.
Cyclosa caudata ist betrachtlich grosser als Cycl. conica
De Geer, bei dem Weibchen der letzteren Art stehen die
vorderen MA merklich weiter als ihr Durchmesser betr>,
von einander entfernt; bei dem Mannchen sind die Vorder-
schenkel nur wenig dicker als die der tibrigen Beine; die
Stacheln an der Unterseite der Schenkel des ersten und
zweiten Paares sind kiirzer und schwacher. In beiden Ge-
schlechtern bei Cycl. conica fehlt der lange, eigenthiimlich
geformte Fortsatz am Abdomen.
Cyclosa caudata, eine Entdeckung des verstorbenen
Dr. Jul. Milde, scheint bei Meran nicht selten vorzukommen.
Herr Prof. Dr. Seidlitz fand diese Art bei Saragossa und
es scheint, dass sie im sudlichen Europa verbreitet ist.
Theridium thoracicum Hahn.
In den letzten Jaliren habe ich bei Niirnberg diese selbst
mir sehr lange zweifelhafte Species in grdsserer Anzahl von
Exemplaren gesamroelt und hielt es fiir nothig, bier eine
sorgfaltige Beschreibung, dieser durch die Form der Man-
dibeln des Mannchens besouders auffallenden Art zu geben.
Femina.
Cephalothorax gelbbraun, vorn dunkler gefarbt; Man-
dibeln, Maxillen, Lippe und Sternum schwarzbraun ; die
Palpen und Beine braungelb; das Tibial- und Tarsalglied
der ersteren, die Tibien, Metatarsen und Tarsen der letz-
19*
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teren stark schwarzlich angelaufen. Das Abdomen schwarz-
braun, metallisch blau schillernd.
Mas.
Das Mannchen ist dankler gefarbt; der Cephalothorax
rothbraun; die Mandibeln schwarz; die Palpen and Beine
rothbraun; die Deck e der Kopulationsorgane an ersteren, die
Tibien, Metatarsen und Tarsen der letzteren schwarzlich an-
gelaufen; das Abdomen tiefschwarz rait schwachem Metall-
glanze.
Bei Exeroplaren in Weingeist sind alle Theile heller
gefarbt. — Unentwickelte Mftnnchen haben dens el ben, schonen
stablblauen Metal lschiller, wie die Weibchen.
Femine:
Der Cephalothorax so lang als Patella und Tibia eines
Beines des vierten Paares, dem Umrisse nach breit oval,
vorn m&ssig verschmalert, vom Hinterrande schrfig anstei-
gend, am Eopftheile oben hinter den Angen ziemlich stark
gewolbt, anch an der seitlichen Abdachnng leicht gewdlbt,
glanzend, an der hinteren Absenkung vom Abdomen bedeckt,
oben glatt, in den Seiten der Lange nach ftasserst fein ge-
runzelt, am Kopftheile mit mftssig langen, feinen, auf kleinen
K5rnchen sitzenden Borsten, meist in regelmassiger Anord-
nung besetzt. An der hinteren Abdachnng era rundliches
Griibchen. Der Kopftheil vom Thorax durch eine Furche in
den beiden Seiten deutlich abgesetzt. DerClypeus nngefahr
so hoch als der Raum, welchen drei Angen der ersten Reihe
einnehraen, breit ist; er ist nnter der vorderen Augenreihe
der Quere nach tief eingeschnurt und vorn herab stark ge-
wSlbt
Die vordere Augenreihe gerade; die Augen gleich weit
von einander entfernt; die MA rund, an einem vorspringen-
den Hugelchen, etwas kleiner als die SA, von einander weiter
als in ihrem Darchmesser und ebensoweit als die hinteren
MA von einander, von diesen selbst jedoch etwas weiter
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— 193 —
I>ie SA, welche mit den hinteren SA an einem
chaftliclien Hfigelchen sitzen, sind l&nglich rund,
gestellt und stossen an die hinteren SA an.
Die hiotere Reihe breiter, sehr leicht nach Hinten ge-
bogen(procurva.) » die Angen gleich gross; die MA rund, von
den SA weiter als von einander entfernt; die SA l&nglich
rood.
Die Mandibeln an der Basis gew5lbt, dann stark nach
Hinten gedriicfct, so dick als die Vorderschenkel, nicht diver-
girend, etwas linger als die vordersten Patellen, an der
Aussenseite der Basis glatt, sonst grob-kornig-runzelig, mit
sehr langen, feinen Borsten besetzt, glanzend. Die Klaue
kraftig, ziemlicli lang; am vorderen Falzrande zwei grSssere
Zahne von welchen der innere merklich langer als der
aussere ist, am hinteren Falzrande ein kleines Z&hnchen.
Die Maxillen leicht gewolbt, breit, am vorderen ansseren
Winkel gernndet, zunachst der Basis der Quere nach fein
gerunzelt, sonst grob-k5mig-runzelig; der Innenrand bis zur
Lippe vorn gerade; letztere halbkreisfSrmig, nicht ganz halb
so lang als die Maxillen.
Das Sternum herzfSrmig, glanzend, ausserst fein netz-
artig9 mit sebr langen, auf K5mchen sitzenden Borsten bei-
derseits besetzt, in der Mitte kahl.
Das Abdomen raetallisch schillernd, dabei fettartig gl&n-
zend, vo*n und hinten stark-, in den Seitefi nur wenig ge-
rnndet, dem Umrisse nach elliptisch, mit langen, abstehen-
den, auf K5rnchen sitzenden Borsten reichlich bewachsen.
Die Epigyne bildet ein quer-ovales Hiigelchen, in der
Mitte der queren, l&nglich-viereckigen Oeffnung ein glattes
gl&nzendes H5ckerchen. — Die Maskelgriibchen an der Ober-
seite des Abdomen gross und deutlich.
Die Beine glfinzend, gleichm&ssig licht mit langen
Haaren bewachsen; an den Patellen and Tibien l&ngere, auf-
rechte Haare.
Die Klaue am Tarsalgliede der Palpen massig ge-
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kriimmt, mit sechs Zahueu, welche von der Basis nach Vora
allmahlig an Lange zunehmen.
Lange des Cephalothorax: 0^ 002, des Abdomen:
0m 003, eines Beines des ersten Paares: 0m 005, des
zweiten: 0m 00375, des dritten: 0m 0035, des vierten:
0™ 0055.
Mas. :
Der Kopftheil des Cephalothorax oben and seitlicb
starker gewfllbt; der Clypeus nnter der vorderen Augenreihe
breiter aosgehShlt ond nur mit dem Vorderrande vorstehend;
die Augenstellung wie bei dem Weibchen; die Mandibeln
langer, an der Basis glatt, sonst grob-kornig-runzelig, vom
Ende des ersten Dritttheiles an stark divergirend; die Klaue
lang, viel langer als beim Weibchen, zunachst der Basis an
der Anssenseite eingedriickt, an der Innenseite in der
Mitte ein Zahnchen; am hinteren Klauenfalzrande, der
Einlenkung der Klaue genahert, ein breiter, am Ende gebo-
gener, kurzer Zahn, hinter diesem ein sehr langer,
spitzer Zahn, welcher selbst wieder an seiner
Vorderseite mit zwei Zahnchen besetzt ist. — Das
Abdomen hat dieselbe Form wie bei dem Weibchen, ist je-
doch merklich schm&ler and hSchstens so breit als der
Cephalothorax; der Metallschiller weniger auffallend. — Das
Femoralglied der Palpen seitlich zusammengedrUckt, sowol
aufwarts als nach Aussen stark gebogen; der Tibialtheil
kurzer als das Patellarglied; an der Anssenseite eine sehr
kurze, mit langen Borsten besetzte Schuppe bildend. Die
Decke der Kopulationsorgane spitz-eiforraig, stark gew5lbt,
glanzend, reichlich mit Borsten besetzt, in eine kurze Spitze
endend. — Die Schenkel des ersten Beinpaares keulenfor-
mig stark verdickt.
LSnge des Cephalothorax: 0m 002, des Abdomen;
0m 0025, eines Beines des ersten Paares: 0m 00575, des
zweiten : 0m 005, des dritten : 0m 004, des vierten : 0m 0055.
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— 295 —
Theridium thoracicum lebt unter Steinen in trockenen,
etwas lichten F5hrenwaldern. — Beide Geschlechter Anfangs
Mai. — Die Weibchen bei den Eiersacken von Mitte Juli
an. Jedes Weibchen verfertigt zwei weisse Cooons.
Amaurobins jngornm L. Koch,
Bei Bad Ratzes fand ich im August mehrere Exemplare
des bis jetzt anbekannten Mannchens obiger Species.
Der Cephalothorax, die Palpen und Beine rdthlich hell-
braun ; die Mandibeln rothbraun ; die Maxillen und die Lippe
braungelb, letztere jedoch etwas dunkler gefarbt; das Ster-
num hell-br&inlichgelb; das Abdomen graugelb, in den Sei-
ten der Lange nach schwarz gestreift, oben zwei, hinten in
eine Spitze zusammen laufende, schwarze Langsstreifen, hin-
ter diesen eine Reihe von schwarzen Winkelfleckchen, deren
hintere Enden durch eine schwarze Querlinie mit den Strei-
fen, welche von den Seiten heraufziehen, verbunden sind.
Die Unterseite mit drei schwarzen Langsstreifen; die Spinn-
warzen br&unlichgelb.
Der Cephathorax urn 0m 002 langer als breit und etwas
linger als Patella und Tibia eines Beines des vierten Paares,
am breitesten zwischen dem zweiten Beinpaare, vorn massig
verscbmalert, vom Hinterrande bis in die Linie zwischen dem
dritten Beinpaare schrag ansteigend, am Kopftheile oben
und seitlich gewolbt, nach den Seiten des Brusttheiles nicht
sehr steil abgedacht, glanzend, am Brusttheile mit kurzen,
am Kopfe mit langen, angedriickten, grauen Haaren dunn
bedeckt; die Abgrenzung zwischen Kopf- und Brusttheil
durch Furchen angedeutet; am Brusttheile beiderseits zwei
abgekurzte Strahlenfurchen ; die Mittelritze massig lang, in
einer tief eingedriickten Grube, an der hinteren Abdachung
sich noch etwas herabziehend. Die Clypeus so hoch, als die
Entfernung der vorderen und und hinteren MA betr>.
Die vordere Augenreihe gerade; die MA nicht ganz in
ihrem Durchmesser, von den SA wenigstens doppelt soweit
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k
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und von den hinteren MA noch merklich weiter entfernt,
rund ; die SA langlichrund, schrag gestellt, mit den hinteren
SA ctn einera gemeinschaftlichen schragen Wulste, von die-
sen kaura soweit als die vorderen MA von einander ent-
fernt. Die hintere Reihe breiter, nach Hinten gebogen (pro-
cur val) ; die MA von einander weiter als die vorderen, doch
nicht soweit als von diesen entfernt, rund, von den SA sind
sie wenigstens iy2raal soweit, als von einander entfernt. Die
vorderen MA sind die kleinsten; die vier SA sind die grdss-
ten und ziemlich von gjeicher Grosse; die hinteren MA etwas
kleiner.
Die Mandibeln 1 anger als die vordersten Patellen, so
diok. als die Vorderschenkel, an der Basis vorn nur ganz
schwach gewftlbt, erst am unteren Ende etwas divergirend,
glaozend, der Quere nach gerunzelt, mit langen, herabh&ngen-
den Haaren licht bewachsen.
Die Maxillen gewolbt, am Aussenrande seicht einge-
buclitet, vor dieser Einbuchtung gerundet, vorn nach Innen
karz schrag abgestutzt. Die Lippe an der Basis verengt,
dann plStzlich erweitert und dann wieder verschmalert zu-
laufend, mit geradeni Vorderrande.
Das Sternum herz-eiformig, glanzend, flach, mit langen,
abstehenden, schwarzen Haaren licht bewachsen; am Seiten-
rande schwache Eindriicke.
Das Abdomen urn */3 langer als breit, so breit als der
Cephalothorax, vorn und in den Seiten schwach gerundet, hin-
ten gegen die Spinnwarzen verschmalert zulaufend, mit an-
gedruckten, massig langen Haaren dunn bedeckt
Das Femoralglied der Palpen mit schwacher Kopf-
krummung, seitlich zusammengedriickt, gegen das Ende ver-
dickt, das Patellarglied nur wenig langer als breit, oben
gewolbt; das Tibialglied langer als das Patellarglied, unten
lang behaart, oben mit zwei Fortsatzen, der aussere schrag
nach Vorne und Aussen gerichtet, von der Basis bis zum
Ende gleichbreit, vorn gerade abgestutzt; der innere etwas
kiirzer, nach Innen gerichtet, dicker, oben gewSlbt, am Ende
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in eine kurze, abgerundete Spitze verschraalert; von diesem
Fortsatze geht unten eine schwarzbraune, senkrechte, etwas
gebogene Platte ab, welche nach Unten spitz zul&aft, and
hier in zwei Zahnchen gespalten ist, anssen bildet diese Platte
einen scharfen, rechten Winkel. Die Decke der Kopulations-
organe glanzend, stark gewolbt, vorn in eine abgerundete
Spitze endend, an der Basis aussen tief rund ausgeschnitten,
mit langen Haaren licbt bewacbsen, gegen das Ende jedoch
dichter und kflrzer behaart.
Die Beine glanzend, licht mit massig langen Haaren
bewachsen.
L&nge des Cephalothorax : 0m 0055, des Abdomen:
0m 005, eines Beines des ersten Paares: 0m 017, des zwei-
ten: 0m 013, des dritten: 0m 012, des vierten: 0m 014.
Mit Am. crassipalpns Can. hat die gegenwartige Art
grosse Aehnlichkeit, doch ist bei der erstgenannten Art der
Sussere Fortsatz am Tibialgliede der Palpen nach Unten am
Ende in einen abgerundeten Vorsprung erweitert. Die Spitze,
in welche der innere Fortsatz ausl&uft, ist bei Am. crassi-
palpus merklich langer, die Platte an der Unterseite des-
selben viel schmaler. Die gezahnte Spitze derselben ragt
weit tiefer herab. Bei Amaurobius ferox Walck. ist die Spitze
des inneren Fortsatzes hackenfdrmig gebogen, die untere
Platte desselben sehr breit und kurz and an ihrem geraden,
freien Rande ungleich breit gezahnt.
Cryphoeea lichennm no?, spec.
Femina.
Der Cephalothorax branngelb oder br&unlichgelb, mit
schwarzlichem Randsanme und einer schw&rzlichen Linie,
welche am Hinterrande begicnt und vorn hinteren Ende des
Kopftheiles in mehrfachen Verftstelungen sich fiber diesen
verbreitet. Die beiden Augenreihen in einem grSsseren,
schwarzen Flecken. Die Mandibeln, Maxillen, die Lippe und
das Sternum von der Farbe des Cephalothorax; das letztere
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mit schwarzlichem Randsaume. Das Abdomen oben und in
den Seiten schwarzlich, oben mit einem schmutzig-br&unlich-
gelben, gezackten oder wellenrandigen, hinten verschmalerten
Mitlelflecken, welcher etwas entfernt von der Pasis beginnt
and fast bis zu den Spinnwarzen reicht ; der kurze Zwischen-
raura zwischen seinem hinteren Ende und den Spinnwarzen
mit helleren Qaerlinien. In dem Mittelflecken selbst ein vorn
breiterer, allmahlich in eine Linie auslaufender, schwarzer
Langsstrich. Die Unterseite und die Spinnwarzen braunlich-
gelb. Die Palpen und Beine einfarbig braungelb oder brSun-
lichgelb.
Mas.
Das M&unchen ist wie das Weibchen gefarbt und ge-
zeichnet. Die Palpen blassgelb mit braunlichem Tibialgliede,
die Forts&tze an diesem braunschwarz. Die Decke der Ko-
pulationsorgane schw&rzlichgrau mit einem braunen, mond-
fCrmigen Fleckchen in der Mitte.
Femina.
Der Cephalothorax merklich langer als breit, vom Hinter-
rande bis in die Linie zwischen dem zweiten und dritten
Beinpaare schrag ansteigend und in gleichem Grade nach
dem Seitenrande abfallend, am Kopftheile oben, besonders
unmittelbar hinter den Augen, so wie auch seitlich gewSlbt,
sehr glanzend und glatt, am Kopftheile mit gelblichweissen,
kurzen Haaren spHrlich bewachsen, in den Seiten gerundet,
vorn abgesetzt verschmalert. Kopf- und Brusttheil sind
deutlich von einander abgesetzt ; an der seitlichen Abdachung
des letzteren abgekiirzte Strahlenfurchen; die Mittelritze lang,
an der hinteren Abdachung sich hinabziehend. Der Clvpeus
nicht so hoch als der Durehnjesser eines SA der ersten
Reihe betr>.
Die vordere Augenreihe nach Hinten gebogen (procurva);
die MA rund, viel kleiner als die librigen Augen, nicht gaoz
in ihrem Durchmesser von einander entfernt, von den SA
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t
nur durch einen ganz schroalen Zwischenraum getrennt Letz-
tere wie auch die hinteren SA l&nglichrund, von diesen kaum
im Durchraesser eines MA der ersten Reihe entfernt. Die
hintere Reihe breiter, gerade; die Augen so gross als die
vorderen SA, gleichweit nnd nicht in der Breite ihres Radius
von einander entfernt; die MA rund.
Die Mandibeln stark nach Hinten zuruckweichend , so
lang als die vordersten Patellen, innen etwas divergirend,
gegen das untere Ende verschmalert, nicht gewSlbt, gl&nzend,
ausserst fein der Quere nach gerunzelt, mit sehr feinen, kiir-
zeren and langeren Haaren licht bewachsen.
Die Maxillen stark gewolbt, kurz, breit, vorn nur
schwach gerundet. Die Lippe gewfllbt, halb so lang als die
Maxillen, kaum l&nger als breit, in den Seiten gerundet, vorn
gerade abgestutzt.
Das Sternum herzforraig, gewSlbt, glanzend, mit grau-
gelben, abstehenden, massig langen Haaren licht bewachsen.
Das Abdomen langlich, vorn und hinten rundlich ab-
gestumpft, in den Seiten gerundet, glanzlos, oben und unten
mit graugelben, angedriickten Haaren licht bedeckt Die
Epigyne eine gewdlbte, fast halbkreisfSrmige, an ihrem ge-
raden Hinterrande seicht ausgeschnittene , sehr glanzende
Platte vorstellend; im Weingeist kommen an derselben zwei
braune, vorn divergirende, mit ihren hinteren Enden nach
Aussen amgebogene Streifen zam Vorscheine; zwischen den
vorderen Enden derselben zwei kurze divergirende Strichelchen.
Das Femoralglied der Palpen leicht gebogen, gegen das
Ende etwas verdickt, oben drei Stacheln. Der Tibialtheil
betrfichtlich l&nger als das Patellarglied und wie dieses und
das Tarsalglied mit langen Stacheln besetzt; letzteres lang,
gerade, gegen das Ende verschmalert und hier dicht mit
kurzen Harchen bewachsen.
Die Beine glanzend; die Schenkel an der Basis oben
gewolbt und dicker, gegen das Ende allmahlich diinner; die
sammtlichen Tibien und Metatarsen unten mit Doppelreihen
sehr langer Stacheln.
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— 300 —
LSnge des Cephalthorax : 0m 002, des Abdomen : 0m 0025,
einesBeines des erstenPaares: 0m 0045, deszweiten: 0m004,
des dritten : Om 0035, des vierten Om 005.
Mas.
Das M&nnchen stimmt in den Eorperformen mit dera
Weibchen meistens uberein. Die Mandibeln sind unten etwas
mehr verschm&lert und divergireu starker. Das Femoral-
glied der Palpen gleichdick, etwas nach Aussen und stark
aufwarts gebogen, oben mit langen Stacheln besetzt; das
Patellarglied oben gewSlbt, mit langer Endborste; das Tibial-
glied etwas langer als das Patellarglied, am vorderen Ende
innen ein ganz kurzer, spitzer, aussen ein breiter, nach Aussen
schrag gerichteter, kurzer, an seinem breiten Ende tief ein-
gekerbter Fortsatz. Die Decke der Kopulationsorgane nieder
gewSlbt, am hinteren Ende abgestutzt, am vorderen in eine
abgerundete Spitze zulaufend, lang behaart.
Lange des Cephalthorax: 0m 00175, des Abdomen:
0m 002, eines Beines des ersten Paares: 0m 005, des zwei-
ten: 0m 0045, des dritten: 0m 004, des vierten: 0* 005.
Cryphoeca silvicola C. Koch unterscheidet sich von Cr.
lichennm durch folgende Merkmale: sie ist kleiner, am Brust-
theile des Cephalthorax beiderseits schwarze Fleckchen; das
Mittelfeld an der Oberseite des Abdomen viel tiefer gezackt;
die Beine gefleckt; die MA der ersten Reihe sind grQsser
und stehen noch n&her aneinander; die Windungen, welche
an der Epigyne in Weingeist zum Vorschein kommen biegen
sich vorn um und bilden zwei gleichlange Theile, w&hrend
sie sich bei Cr. lichenum hinten krummen und der fcussere
Theil viel kurzer als der innere ist — Das Tibialglied der
Palpen hat zun&chst seiner Basis aussen einen schragen, am
Ende verschmalerten und abgerundeten Fortsatz, welcher fast
so lang als das Glied selbst ist; der Vordertheil ist oben
tief gespalten; die dad arch gebildeten Stucke divergirend,
das &u8sere derselben zweizackig.
Cryphoeca lichenum wurde unter Moos und Flechten
Google
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— 301 —
von mir sowol im Duxer Thale zwischen Laonersbach und
Hinterdux, als auch zwischen der Brunecker Alpe and St. Jakob
im Defereggen gefunden.
Tegenaria tridentina I. Koch.
Im Herbste des verflossenen Jahres war ich so gliick-
lich, am Achensee in Felsenritzen mehrere entwickelte Weib-
chen zn findeo.
Pemina.
In Farbe und Zeichnung stimmt das Weibchen mit dem
Mannchen iiberein, nur sind die sSmmtlichen Beioe blassgelb
gefarbt und an den Schenkeln der beiden Vorderpaare sind
ebenfalls unten drei schwarze Flecken zu bemerken. Die
Palpen sind blassgelb; das Tibialglied derselben stark ge-
braunt; der Femoraltheil oben, der Patellar- und Tibialtheil
gegen das Ende schwarzlich angelaufen.
Der Cephalothorax nm 0m 00175 langer als zwischen
dem zweiten und dritten Beinpaare breit, vorn nicht ganz halb
so breit; im Uebrigen, wie auch in der Augenstellung mit
dem Weibchen ubereinstimtnend. Die Maodibeln langer als
die vordersten Patellen, sonst wie bei dem Weibchen, des-
gleichen auch die Maxillen, die Lippe und das Sternum.
Die Area der Epigyne gewSlbt, breiter als lang, hinten und
in den Seiten gerundet, die Oeffnung betrachtlich breiter als
lang* am Vorderrande wenig, an den beiden Seitenrandern
starker gerundet, sie umschliesst eine leicht gewdlbte, vorn
halbkreisfbrmig ausgeschnittene, binten gerundete Platte. Die
Seine wie bei dem Mannchen behaart, nur fehlen an den
Metatarsen und Tibien der beiden Vorderpaare die sehr auf-
fallenden, gerade abstehenden langen Haare; diese
Glieder sind jedoch dichter mit ebenfalls langen Haaren be-
wachsen.
In der Grbsse sind die einzelnen Exemplare, wie auch
die Mannchen sehr verschieden.
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— 302 —
Lange des Cephalthorax : 0m 005, des Abdomen : Om 006,
eines Beines des ersten oder vierten Paares: Om 024; des
zweiten: Om 022, des dritten: Om 02.
Drassus minuscnlus L. Koch.
Mas.
Der Cephalothorax braungelb, am Kopftheile vorn star-
ker gebraunt, mit schmalem, schwarzem Randsaume nod
verastelten schwarzen Streifen an der seitlichen Abdachung
des Brusttbeiles; die Abgrenzung zwischen Kopf- und Brust-
theil durch eine schwarze Linie angedeutet. Die Mandibeln
dunkelrothbraun ; die Maxillen gelbbraun, die Lippe schwarz-
braun. Das Sternum braungelb. Das Abdomen schwarz-
braun, greis behaart; im Spiritus kommt ein gelblicher
Mittellangsstreifen, welcher von der Basis bis zur Mitte reicht,
zum Vorschein, beiderseits von diesem eine Langsreihe von
je drei gelblichen Fleckchen ; hinter seinem Ende eine Reihe
gelblicher Bogenlinien; an der Unterseite zwei gelbliche Langs-
linien, welche jedocb nicht bis zu den Spinnwarzen sich er-
strecken und sich hinten vereinigen. — Die Spinnwarzen
br&unlichgelb ; von gleicher Farbe sind auch die Beine. Das
Feraoralglied der Palpen rothlichbraun ; das Patellarglied
br&unlichgelb, der Tibiaitheil und die Decke der Kopulations-
organe rothlichbraun ; der Fortsatz an ersterem schwarzbraun.
Der Cephalothorax um 0m 00075 langer als breit, so
lang als Patella und Tibia eines Beines des vierten Paares,
in den Seiten gerundet, vorn nur massig verschmalert, vom
Hinterrande bis in die Linie zwischen dem dritten Beinpaart*
ansteigend, oben deutlich gewolbt, nach dem Seitenrande
steil abgedacht, mattglanzend, mit anliegenden, gelblichweisseo,
seidenglanzenden, an der Basis gefiederten Harchen bedeckt;
zwischen diesen einfacho, abstehende, langere Haare einge-
streut; am Kopftheile vorn und zwischen den Augen lange,
abstehende, feine Borsten. Kopf- und Brusttheil sind nicht
von einander abgesetzt ; der Seitenrand als feine Kante vor-
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— 303 —
stehend; die Mittelritze kurz, zwischen dem zweiten und
dritten Beinpaare. Der Clypeus nicht ganz so hoch als die
Entfernung der vorderen und hinteren MA betragt.
Die vordere Augenreihe durch Tieferstehen der SA
schwach gebogen (procurva); die MA rand, grosser als die
SA, von einander nicht vollig in ihrem Durchraesser ent-
fernt, von den SA nur durch einen schmalen Zwischenraum
getrennt; letztere langlichrund, gegen die MA schrag gestellt,
von den hinteren SA nicht ganz so weit, als die vorderen
und hinteren MA entfernt. Die hintere Reihe breiter, wie
die vordere gebogen ; die MA grosser als die iibrigen Augen,
ziemlich flach, von dreieckiger Form, von einander nur wenig
weiter als die vorderen MA und SA entfernt, von den SA
aber merklich weiter, als die vorderen MA von einander,
abstehend. Die SA so gross als die vorderen SA, schrag
gestellt.
Die Mandibeln unter dem Kopfrande knieformig hervor-
tretend, dann senkrecht abfallend, nur wenig kurzer als die
vordersten Patellen, fein granulirt und der Quere nach ge-
runzelt, weitschichtig mit langen, feinen, auf grSberen K8r-
nern sitzenden Borsten besetzt. Die Klaue kraftig, stark
gekruramt.
Die Maxillen an der Basis stark gewfllbt, in der Mitte
der Quere nach schrag eingedruckt, am Aussenrande tief
eingebuchtet, vor dieser Einbuchtung gerundet, vorn nach
jener schrag abgestuzt; am Innenrande langs der Lippe mit
einer scharfen feinen Leiste. Die Lippe gewolbt, mehr als
halb so lang als die Maxillen, in den Seiten fast gleich breit,
nur vorn etwas verschmalert und am Vorderrande gerundet.
Das Sternum dem Urarisse nach breit oval, sehr glan-
zend, gegen den Seitenrand hin leicht gewolbt, mit einfachen,
in einem yertieften Punkte sitzenden Haaren weitschichtig
bewachseo ; die Haare am Seitenrande sind langer und stehen
dichter.
Das Abdomen fast noch einmal so lang als breit, nicht
so breit als der Cephalathorax, vorn und hinten rundlich
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— 304 —
abgestumpft, glanzlos, mit anliegenden, gefiederten, seiden-
artig glanzenden und abstehenden, wassig langen. eiofacheo
Haaren oben und unten bedeckt.
Das Femoralglied der Palpen mit deutlicher Kopf-
kruininung, seitlich zusammengedriickt, gegen das Ende rer-
dickt; der Tibialtheil kurzer als das Patellarglied und etwas
breiter, vorn an der Aussenseite in einen gewolbten, vorn
massig verschmalerten und am Ende abgerundeten Fortsatz
auslaufend; dieser Fortsatz ist hochstens so lang als das
Glied selbst, sein unterer Rand verlauft gerade, sein oberer
schrag bis zur Rundung an der Spitze. Die Decke der
Kopulationsorgane dem Umrisse nach schmal-eiformig, ge-
wfllbt, innen mehr als aussen gerundet, mit graugelben Haa-
ren, welche gegen das vordere Ende zu dichter steheo, be-
wachsen.
Die Beine etwas glanzend; lang behaart, nur an den
Tarsen des ersten und zweiten Paares eine diinne Scopula.
L&nge des Cephalathorax : 0m 0025 , des Abdomen :
0m 003, eines Beines des ersten Paares: 0m 0065, des zwei-
ten: 0m 0055, des dritten: 0m 005, des vierten: 0m 007
Prosthesima napaea nor. spec.
Femina.
Der Cephalathorax, die Mandibeln, Maxillen, die Lippe
und das Sternum braungelb, letzteres am Rande schmal
braun gesftumt: die Palpen braungelb mit starker gebraun-
tem Tarsalgliede; die Schenkel und Patellen der Beine braun-
gelb, die iibrigen Glieder rOthlichbraun. Das Abdomen voa
Grundfarbe schmutzig br&unlichgelb, oben und in den Seiten
schwarzlich angelaufen. Die Spinnwarzen braunlichgelb.
Das Cephalathorax nur unbedeutend langer als Patella
und Tibia eines Beines des vierten Paares, urn 1mm langer
als breit, am breitesten zwischen dem zweiten und dritten
Beinpaare, von da nach Vorn stark verschmalert zulaufend,
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— 305 —
in den Seiten gerundet, voin Hiuterraude bis an die Linie
zwischen dem dritten und vierten Beinpaare steil ansteigend,
oben nicht gewolbt, sanft nach Vorn abgcdacht, mattglanzend,
mit anliegenden, Jangen, einfachen, gelblich-weissen Haareii
diinu bedeck t. Die Mittelritze tief eingeschuitten, von m&s-
siger Lange, bis zur Grenze der hinteren Abdachuug rei-
cheud. Die Abgrenzung vou Kopf- und Brusttheil nur ganz
schwach darch eine Furche angedeutet; am Brusttheile bei-
derseits drei abgekiirzte Furchenstriche. Das Clypeus nicht
so hoch, als der Durchmesser eines MA der vorderen Reihe
betr&gL
Die vordere Augenreihe durch Tieferstehen der SA ge-
bogen (procurva) ; die MA rund, grosser als die ubrigen
Augen, stark gewolbt, von einander nicht in ihrem Halbinesser,
von den hinteren MA fast in ihrem Dorchmesser entfernt,
von den SA nur durch einen schmalen Zwischenraum ge-
trennt; letztere langlich-rund, gegen die gleichgefonnten und
gleichgrossen hinteren SA schr&g nach Innen divergirend ge-
stellt, von diesen soweit als die vorderen MA von einander
entfernt Die hintere Reihe so breit als die vordere, wie
diese gebogen; die MA von fast dreieckiger Form, etwas
. kleiner als die vorderen MA, flach, von einander und den
SA gleich weit entfernt. Die vorderen MA schwarzlich;
die ubrigen Augen hellbernsteingelb. !
Die Mandibeln nach Hinten gedrtickt, schwach, betracht- 1
lid) kurzer als die vordersten Patellen, nicht halb so dick
als die Vorderschenkel, unter dem Kopfrande nicht knie- j
fdrmig hervortretend, auch vorn herab nur ganz unbedeu- 1
tend gewolbt, glauzend, mit langen, abstehenden, feinen )
Borsten bewachsen- Die Klaue von massiger Lange. \
Die Maxillen gewSlbt, vor der Mitte mit einer schragen
Impression, fiber die Lippe geneigt, gegen die Basis ver- \
schmalert zulaufend, vorn breit und gerundet, am Aussen- \
rande mit sehr Jangen, gerade abstehenden Borsten reichlich \
besetzt. Die Lippe etwas mehr als halb so lang als die
Maxilleo, vorn verschna^iert, mit gerundetem Vorderrande.
FerdinandeDnuB-^eitach^ift. 20
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— 306 —
Das Sternum dem Umrisse nach oval, gewolbt, hinten
spitz, bei guter Vergrosserung sehr fein netzartig erschei-
oend, mit graugelbeo, nach Hinten gerichteteo Haaren licht
bewachsen; der Rand dichter mit langeren Haaren besetzt.
Das Abdomen langlich, vorn raehr als hinten ver-
schmalert, vorn rundlich abgestumpft und die hintere Ab-
dachung des Cephalothorax deckend, hinten gerandet, glanz-
los, oben und in den Seiten dicht mit anliegenden, grau-
gelben, an der Basis gefiederten Haaren bedeckt; die Unter-
seite ist mit anliegenden, graugelben, einfachen Haaren licht
bedeckt.
Sechs Spinnwarzen von cylindrischer Form ; das unterste
Paar etwas langer als das oberste.
Die Epigyne bildet an ihrer vorderen Halfte eine tiefe,
von einem halbkreisformigen , scharfrandigen Vorsprunge
uberragteOeffnung, an ihrer hinteren Halfte zwei durch eine
breite, flache Leiste von einander getrennte kugelige Er-
hdhungen.
Das Femoralglied der Palpen gebogen, seitlich zusam-
mengedriickt, gegen das Ende verdickt, unten lang behaart,
oben mit 1.1 Stacheln; der Patellar theil kiirzer als das
Tibialglied, innen mit einem Stachel; der Tibialtheil reich-
lich bestachelt; das Tarsalglied gegen das Ende dunner, an
der Basalhalfte mit langen Stacheln besetzt, oben kurz, un-
ten langer behaart.
Die Beine glanzend, an alien Tarsen und den Metatar-
sen des ersten und zweiten Paares eine Scopula. Die
Schenkel ziemlich dick, oben an der Basis gewSlbt, unten
massig lang behaart; auch die iibrigen Glieder sind donn
mit massig langen Haaren, welche wie jene der Schenkel
von grauer Farbe sind, bewachsen. An den Patellen des
dritten und vierten Paares hinten ein Stachel. An den
Tibien der beiden Vorderpaare nur unten je ein Stachel;
ein Stachelpaar an der Basis der Metatarsen dieser Beine.
Die Tibien und Metatarsen des dritten und vierten Paares
reichlicher bestachelt.
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— 307 —
Lange des Cephalothorax : 0m 003, des Abdomen :
Om 004, eines Beinesdes ersteu Paares : 0m 0075, deszweiten;
Om 007, des dritten: 0™ 006, des vierten: Om 009,
Ein Exemplar unter einem Steine bei Bad Ratzes ge-
funden.
Nicht ohne einige Aehnlichkeit mit Prosthesiina prog-
natha Can., bei der Epigyne dieser letzteren Art fehlt jedoch
der ihren Vorderrand bildende, frei vorspringende Bogen.
Prosthesiina apricoram n. spec.
Femina.
Cephalothorax und Mandibeln schwarz; die Klauen der
letzteren an der Endhalfte durchscheinend roth. Maxillen
ond Lippe schwarz, am Vorderrande gelblich-weiss. Das
Sternum schwarz, graubraun behaart. — Das Abdomen
schwarz, graubraun behaart Die Spinnwarzen schwarz, an
der Spitze gelblich-weiss. Die Beine schwarzbraun ; die
Schenkel des ersten Paares mit dem bei vielen Arten dieses
Genus vorkommenden durchscheinenden rothlichen Langs-
flecken ; die Tarsen rSthlich-braun.
Der Cephalothorax so lange als Patella und Tibia eines
Beines des vierten Paares, um 0m 00 L langer als breit, am
breitesten zwischen dem zweiten und dritten Beinpaare, vorn
nur halb so breit, in den Seiten gerundet, nach Vorn all-
mahlich verschmalert, vorn Hiuterrande kurz steil ansteigend,
oben nicht gewolbt, nach dem Seitenrande nicht sehr steil
abfallend, mattglanzcnd, ausserst fein gerunzelt und weit-
schichtig mit kleinen Kornchen, welche ein abstehendes feines
Haar tragen, bestreut und an der Grenze der hinteren Ab-
dachung sowie oben mit langen, feinen Borsten besetzt.
Kopf- und Brusttheil sind nicht von einander abgesetzt; an
letzterem beiderseits zwei abgekurzte Strahlenfurchen. Die
Mittelritze von massiger Lange, die Grenze der hinteren
Abdachung erreichend. Der Clypeus so hoch, als der lan-
gere Durchmesser eines SA der vorderen Reihe betragt.
20*
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— 308 —
Die vordere Augenreihe durch Tieferstehen der S A etwas
gebogen (procurva). Die MA an einer kleinen, gewdlbten
Hervorragung, rund, kleiner als die SA, von diesen nur
durch einen schmalen Zwischenraum getrennt von einaoder
nicht ganz in ihrem Durchmesser, von den hinteren MA
weiter als vom Kopfrande entfernt. Die SA l&nglich rand,
schr&g gestellt, von den hinteren SA nicht so weit, als die
vorderen und hinteren MA entferut. Die hintere Reihe etwas
breiter, die Augen zieinlich von gleicher Gr5sse und gleich
weit, jedoch nicht vQllig in ihrem Durchmesser von eiuander
entfernt; die MA fast flach, nicht regelmassig rund; die
SA l&nglich-rund ; die MA soweit als die vorderen MA von
einander entfernt.
Die Mandibeln unter dem Kopfrande knieftrmig her-
vortretend, dann senkrecht abfallend, merklich kurzer als die
vordersten Patellen und nicht so dick als die Vorderschen-
kel, gegen das untere Ende nur wenig dQnner, glanzend, der
Quere nach fein gerunzelt, weitschichtig mit starken Borsten
und besonders an der Innenseite und dem unteren Ende mit
sehr lactogen Haaren besetzt.
Die Maxillen mit einem tiefen, schragen Eindruck vor
der Mitte, an der Basalhalfte gewoibt, vom gerundet und
nach Innen zu befranset. Die Lippe mehr als halb so lang
als die Maxillen, gewoibt, fast gleich breit, vorn gerundet
Das Sternum der Umrisse nach oval, flach, gl&nzend,
weitschichtig vertieft punktirt, in den einzelnen Punktchen
ein nach Hinten gerichtetes Haar ; die Haare am Seitenraude
l&nger und dichter.
Das Abdomen vorn die hintere Abdachung des Cepha-
lothorax deckend, vorn und hinten rundlich abgestumpft, in
den Seiten leicht hervorgewSlbt, fast noch einmal so lang
als breit, glanzlos, mit anliegenden langen, etwas glfinzeaden
Haaren diinn bedeckt.
Die Epigyne ist jener von Prosthesima Petiverii Scop,
sehr &hnlich, doch ist die mittlere Platte derselben wenig-
stens dreimal so breit als lang und an ihrem Border-
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— 309 —
rande beiderseits tief eingedrukt. Bei Pr. Petiverii ist die
Mittelplatte fast so lang als breit und ohne Eindriicke an
ihrer vorderen Rundung.
Die Beine etwas glanzend; die Tibien des ersten und
zweiten Paares gegen das Ende allmahlich an Dicke abneh-
mend; an den Metatarsen und Tarsen des ersten und zwei-
ten Paares eine Scopula. Das vierte Paar nicht ganz urn
seinen Metatarsus laager als das erste.
Lfinge des Cephalothorax: 0m 004, das Abdomen 0m
005, eines Beines des ersten Paares: 0m 008, des zweiten:
0" 0075, des dritten: 0™ 007, des vierten: 0™ 01.
Bei VQls in einer gr5sseren Anzahl von Exemplaren
gesammelt.
Prosthesima apricomm unterscheidet sich von Pr. Peti-
verii Sc, rait welcher sie die grosste Aehnlichkeit besitzt
nur durch ihre ansehnlichere Gr5sse und die wesentlich ver-
schieden gestaltete Epigvne.
Chiracanthium Letochae n. spec.
Mas.
Der Cephalothorax braungelb, gegen den Seiten- und
Hinterrand des Brusttheiles blassgelb. Die Mandibeln braun-
gelb, von der Mitte nach abwarts an der Innenseite dunkel-
braun; die Klaue dunkelrothbraun, gegen das Ende durch-
scheinend r5thlich. Die Maxillen und die Lippe braungelb,
erstere mit schwarzem Seitenrande, letztere an den R&ndern
braun. Das Sternum braungelb Das Abdomen gelblich-griin ;
von gleicher Farbe auch die obersten Spinnwarzen; die un-
teren sowie die Umgebung derselben hellgelb. Die Palpen
blassgelb; die Decke der Kopulationsorgane schwarzbraun.
Die Beine schmutzig griinlich-gelb ; die Schenkel, Patellen
und Tibien oben mit einem durchlaufenden, gelben Lftngs-
streifen.
Der Cephalothorax urn 0m 001 langer als breit, so
lang als die Tibia eines Beines des vierten Paares, in den
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— 310 —
Seiten des Brasttheiles gerundet, vom Hinterrande bis an die
Linie zwischen dem ersten Beinpaare schr&g ansteigend, von
da mit starker WSlbung nach Vom abfallend, am Kopf-
theile auch in den Seiten gewSlbt, gl&nzend, glatt, mit lan-
gen, anliegenden, seidenartig gl&nzenden, einfachen weissen
Haaren bedeckt. In der Linie zwischen dem dritten Bein-
paare am Brnsttheile ein tiefes, rnndliches Grubchen.
Die vordere Augenreihe gerade, kaum im Durchmesser
ernes Auges vom Kopfrande entfernt; die MA rand, an
einer kleinen Erhohung, von einander weiter als in ihrem
Durchmesser, von den hinteren MA noch etwas weiter,
von den SA fast noch einmal so weit als von einander ent-
fernt. Die SA l&nglich-rund, mit den hinteren SA an eineni
kleinen, schragen Hiigelchen, von diesen nicht ganz in ihrem
Halbmesser entfernt Die hintere Reihe breiter, uber die
vordere gebogen, (procurva); die MA kreisnmd, von den
SA betr&chtlich weiter als von einander entfernt.
Die Mandibeln sehr lang, von ihrer Basis an divergi-
rend, nach Unten allmahlich verschmalert, nicht gew&lbt,
gl&nzend, mit kurzen, schwarzen, auf K5mchen sitzenden
Borstchen licht bewachsen. Unterhalb der Basis der Man-
dibeln innenein Hftckerchen. Die K lane stark gekrummt, etwas
l&nger als der Stamm; an den Klauenfalzrandern hoch
oben, wo beide sich vereinigen, ein starker, abwarts gerich-
teter Zahn.
Die Maxillen gewdlbt, in der Mitte eingedrfickt, am
Aussenrande eingebuchtet, vor der Einbuchtung und vorn
gerundet, nach Innen kurz schr&g abgestutzt Die Lippe
mehr als halb so lang als die Maxillen, nach Vorn und
gegen die Basis verschmalert, mit geradem Vorderrande.
Das Sternum herz-eiftrmig, sehr glanzend, weitschich-
tig mit abstehenden, schwarzen, in vertieften Piinktchen sitzen-
den Borsten bewachsen.
Das Abdomen l&nglich, vorn rundlich abgestumpft, in
den Seiten gerundet, hinten etwas verschmalert zulaufend,
fettartig glanzend. —
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- 311 —
Das Femoralglied der Palpen sowohl nach Aussen als
aufoarts gebogen; das Tibialglied fast noch einmal so lang
als das Patellarglied, obeu und unten sehr lang behaart,
am vorderen Ende aussen rait einem zuerst in die H5he,
dann nach Aussen und abwarts gebogenen, am Ende etwas
dfinneren, eine kurze, einw&rts gebogene Spitze bildenden
Fortsatz. Die Decke des Kopulationsorgane lang behaart,
an der Basis aussen und innen gerundet; die innere Run-
dung weiter herabreichend, die Spitze kurz, hOchstens 4/4 der
ganzen Lange betragend. Der Sporn der Decke kaum so
lang als das Tibialglied.
Die Beine diinn, lang, glanzend, kurz behaart; alle
Schenkel bestachelt, an jenen des dritten Paares am Ende
vorn und hinten, an jenen des vierten nur hinten ein
Stachel; am Metatarsus der beiden Vorderpaare unten
nur 2 Stacheln; das dritte Beinpaar nicht ganz halb so
lang als das erste; dieses 51/2mal so lang als der Cepha-
lothorax.
Lange des Cephalothorax : 0m 00425, des Abdomen:
0m 005, eines Beines des ersten Paares: 0m 0235, des
zweiten: 0m 0145, des dritten: 0m011, des vierten
0" 016.
Chiracanthium Letochae unterscheidet sich von Chir.
Seidlitzii dadurch, dass der Sporn der Decke der Kopula-
tionsorgane, welcher bei letzterer Art l&nger als das Tibial-
glied ist, kaum so lang als das Tibialglied ist.
Liocranum squamosum L. Koch.
Femina.
Der Cephalothorax rdthlich-braun, mit feiner schwarzer
Randlinie; die Schuppenbehaarung grauweiss, metallisch
kupferroth schillernd, die Mandibeln rothlich-braun. Die
Maxillen braungelb; die Lippe r5thlich-braun ; das Sternum
braungelb mit schmalem, braunem Seitenrandsaum. Das
Abdomen von Grundfarbe graugelb, oben mit kupferfarben-
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— 312 —
und goldschillernden Schuppchen, unteu mit schwach-rOthlich
metallisch-schillernden Schuppchen bedeckt. Die Palpen und
Beine braungelb, ebenfalls mit grfln- und kupferfarben schil-
lernden Schuppchen belegt.
Der Cephalothorax urn 0m 001 langer als breit, am
breitesten zwischen dem zweiten und dritten Beinpaare and
fast noch einmal so breit als vorn, in den Seiten gerundet,
nieder, vom Hinterrande bis in die Linie zwischen dem
dritten Beinpaare ansteigend, oben hinter den Augen leicht
gewSlbt, nach dem Seitenrande schrag abgedacht, mit metal-
lisch-schillernden Schuppchen dicht bedeckt und am Kopf-
theile unmittelbar hinter den Augen, zwischen diesen und
am Clypeus mit l&ngeren, abstehendeu Borsten besetzt. Der
Seitenrand mit fein aufgeworfener Kante. Die Abgrenzung
zwischen Kopf- und Brusttheil nur schwach angedeutet
Die Mittelritze von mfissiger L&nge, in der Linie zwischen
dem zweiten und dritten Beinpaare. Der Clypeus nicht
vSllig so hoch als der Durchmesser eines MA der ersten
Reihe betragt.
Die vordere Augenreihe gerade ; die MA rund, grosser
als die Qbrigen Augen, von einander und den SA nur durch
einen ganz schmalen Zwischenraum getrennt; letztere lftng-
lich rund, kleiner als die hinteren SA, von diesen nicht
ganz in ihrem Durchmesser entfernt. Die hintere Reihe
breiter, ebenfalls gerade; die Augen in gleicher Entfernung
von einander; die MA rund, von den vorderen MA in ihrem
Durchmesser entfernt.
Die Mandibeln unter dem Kopfrande mit starker Wdl-
bung kniefBrmig hervortretend, so lang als die vordersten
Patellen und so dick als die Vorderschenkel, aussen etwas
gew51bt, innen von der Mitte an divergirend, sehr gl&nzend,
mit langen, schwarzen Borsten bewachsen. Die Klauen lang,
diinn, stark gebogen; am vorderen Klauenfalzrande drei
Z&hne, am hinteren zwei.
Die Maxilleu gewolbt, ohne Eindruck, von der Basis
zum Ende fast gleichbreit, vom an der Aussenseite gerundet
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— 313 —
and nach Linen schrag abgestutzt. Die Lippe halb so lang
als die Maxillen, vorn etwas verschraalert, am Vorderrande
leicht rand aasgeschnitten.
Das Sternum herz-eiftrmig , sehr glanzend, gewSlbt,
hinten spitz zalaafend, mit langen, schwarzen, vorw&rts ge-
richteten, abstebenden Haaren licht bewachsen. Am Seiten-
rande ganz schwache Tmpressionen zwischen den Insertions-
stellen der Huften.
Das Abdomen vorn rundlich abgestampft, bis zar Mitte
allm&hlich an Breite zunehmend, an der hinteren Halfte ge-
rundet, hinten abgestampft, oben and an ten mit metal lisch-
glSnzenden Schiippchen dicht bedeckt and mit abstebenden
kurzen Borstchen weitschichtig besetzt. Die Platte der Epi-
gyne lang, schmal, hinten etwas an Breite zunehmend, scharf
amrandet, die Umrandung vorn einen Bogen bildend; hinten
verengt sich die Platte in ihrer Mitte in Form des Hand-
griffes eines Schwertes. —
Die Palpen mit metallisch-schillernden Schiippchen be-
deckt; das Femoralglied leicht gekrflmmt, gegen das Ende
etwas verdickt; das Tibialglied betrachtlich langer als der
Patellartheil ; das Tarsalglied unten lang-, oben kurz be-
haart
Die Beine mit metallisch-schillernden Schiippchen be-
legt. Die Tibien der beiden Vorderbeinpaare mit einer dop-
pelten Reihe von je 6 langen Stacheln an der Cnterseite.
An den Metatarsen und Tarsen des beiden Vorderbeinpaare
eine Scopula.
LSnge des Gephalothorax : 0m 0045, des Abdomen:
Om 0045, eines Beines des ersten oder zweiten Paares :
0m 014, des dritten: 0m 0125, des vierten: 0**016.
Ausser in Tirol wurde diese durch ihren Metallglanz
sehr auffallende Species noch bei Mehadia, woher ich sie
durch Dr. Pallia! di erhielt, gefunden; ich sammelte sie bei
Karlsbad and in der Umgebang von Niirnberg, wo sie in
den Jaragegenden vork5mmt. Sie lebt anter Steinen and
1st fiasserst fliichtig.
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— 314 —
Clubiona abdita nor. spec.
Femina.
Der Cephalothorax hell-gelbbraun mit schmalem, schwar-
zem Randsaume. Die Mandibeln von der Farbe des Cepha-
lothorax; die Maxillen braungelb und wie die Lippe am
ATorderrande gelblich-weiss; letztere an der Basalhalfle
schwarzbraun , an der vorderen braungelb. Das Sternum
liell-gelbbraun , dunkelbraun gesaumt — Das Abdomen
dunkel-rothbraun ; im Weingeist erscheint es gelb getupfelt
und zeigt an der Basalhalfte einen gelblichen Mittellangs-
streifen, zu beiden Seiten desselben vorn je ein gelbes Punkt-
fleckchen und hinter diesem ein gelbes Querstrichelchen ; die
Spinnwarzen gelbbraun ; die Bronchialdeckel br&unlichgelb.
Die Palpen braunlichgelb mit starker gebr&untem Tibial-
und Tarsalgliede. — Die Beine braunlich-gelb.
Der Cephalothorax um 0m 00075 langer als breit,
so lang als Patella und Tibia eines Beines des vierten
Paares, in den Seiten leicht gerondet, vor den Hiiften des
ersten Beinpaares abgesetzt m&ssig verschmalert, vora Hinter-
rande bis die Linie zwischen dem dritten und vierten Bein-
paare schrag ansteigend, nach den Seiten steiler abgedacht,
oben nur wenig gewOlbt, gl&nzend, mit anliegenden, gelblich-
weissen, einfachen, seidenartig glftnzenden Haaren bedeckt
Die Mittelritze kurz, in der Linie zwischen dem dritten
Beinpaare.
Die vordere Augenreihe nicht vdllig im Halbmesser
eines Auges vom Kopfrande entfernt, gerade; die Augen
gleichweit und etwas weiter, als ihr Radius betragt, von
einander entfernt; die MA kreisrund, kleiner als die SA
und die hinteren MA, von diesen wenigstens nooh einmal
so weit als von einander entfernt. Die hint ere Reihe breiter,
leicht nach Hinten gebogen (procurva); die MA rund, von
einander weiter als von den SAabstehend; letztere wie die vor-
deren SA langlich-rand, von diesen nicht ganz in ihrem
kiirzeren Durchmesser entfernt.
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— 315 —
Die Maodibeln unter dera Kopfrande kniefdrmig hervor-
tretend, vorn herab gewSlbt, so lang als die vordersten
Patellen, so dick als die Vorderschenkel, senkrecht abfallend,
gl&nzend, mit abstehenden, feinen, auf kleinen K5rnchen
sitzenden Borsten licht besetzt.
Die Maxillen gewSlbt, ohne Eindruck, gerade vorw&rts
gerichtet, am Aussenrande in der Mitte eingebuchtet, vor
dieser Einbuchtung und vorn gerundet, nach Innen korz
schrag abgestutzt. — Die Lippe mehr als halb so lang als
die Maxillen, gewolbt, an der Basis verengt, vorn gerade
gestntzt. — Das Sternom dera Dmrisse nach oval, gewSlbt,
gl&nzend, weitschichtig fein eingestochen punktirt, in jedem
Pnnkte ein abstehendes, massig langes Haar; am Seiten-
rande deutlicheEindrucke zwischen den Ansatzen der Hfiften.
Das Abdomen langlich, in den Seiten nnr wenig ge-
rundet, vorn gerade abgestntzt, glanzlos, mit anliegenden,
einfachen, seidenartig glanzenden, gelblich-weissen Haaren
bedeckt.
Die Beine glanzend; das vierte Paar nm seine Tibia
l&nger als das erste; der Metatarsus des ersten Beinpaares
halb so lang als jener des vierten. An Tibia III und IV
oben keine Stacheln ; an Tibia III unten 1.1 Stacheln. —
Die Epigyne bildet eine gewSlbte, der Quere nach in
B5gen fein dnrchfurchte, vorn nnd in den Seiten gernndete
Platte, welche in der Mitte ihres freien Hinterrandes tief
eingekerbt und beiderseits der Einkerbung gerundet ist; in
der Einkerbung ein ovales, kleines, nur vorn angewachsenes
L&ppchen.
L&nge des Gephalothorax : 0m 0025, des Abdomen:
0m 00325, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
0m 0055, des dritten: 0m 005, des vierten: 0* 007.
Agroeca chrysea nor. spec.
Feraina.
Der Gephalothorax an abgeriebenen Exemplaren schwarz,
mit einem gezackten, braunen Bande an der seitlichen Ab-
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— 316 —
dachung; der Seitenrand schwarz; bei vollstandig behaarten
Thieren sind die dunkleren Stellen mit goldfarbigen Feder-
harchen, die lichteren mit grauweissen Schiippchea bedeckt.
Die Mandibeln gelbbraun, schwarz geadert; Maxillen und
Lippe gelbbraun; das Sternum r6thlich-braun, mit weissen
Harchen bedeckt; die Borsten schwarz. Das Abdomen
schwarzbraun ; die Behaarung goldgelb mit eingestreuten
Fleckchen schwarzer, gl&nzender Harchen; die Unterseite hell-
braun, mit graugelben Ilaaren bedeckt. Die Spinnwarzen
rdthlich-braun. Das Femoral- und Patellarglied der Palpen
braunlich-gelb; das Tibial- und Tarsalglied r6thlich-brauii.
Die Huften der Beine dunkel-gelbbraun ; die Schenkel
schwarzbraun , zuweilen mit helleren Fleckchen. Die Patellen
und Tibien der beiden Vorderpaare schwarzbraun , erstere an
der Basis, letztere in der Mitte mit einem rothlich-braunen
Riugflecken. Alle Metatarsen und Tarsen, so wie die Patellen
und Tibien der vier Hinterbeine rOthlich-braun. Die Beine
mit goldgelben, anliegenden, gefiederten Harchen bedeckt
Mas.
Das Mannchen stimmt in der FSxbung mit dem Weib-
chen uberein. Die Palpen und die Decke der Kopulations-
organe br&unlich-gelb.
An vielen Exemplaren siud bei dem M&nnchen wie bei
dem Weibchen die Schenkel der Beine heller geflirbt und
zeigen dann drei schwarzliche Halbringe an der Unterseite.
Obwohl eine bestimnite Zeichnung der Oberseite das Ab-
domen, wahrscheinlich wegen des Mangels der Feder-
behaarung, welche sich sehr leicht abreibt, sich meist nicht
erkennen l&sst, zeigen doch ganz reine Exemplare an der
Basalhalfte einen grosseren mit goldgelben, Harchen bedeckten
Langsflecken , welcher an seinem hinteren Ende winkelig
ausgeschnitten ist und hinter diesem eine L&ngsreihe, eben-
falls durch goldgelbe Federharchen gebildeter Winkelfleck-
chen; der G-rund, auf w<?lcli3m diese Zeichnung ruht, ist
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— 317 —
durch schwarze Ilaare gebildet; die Seiten sind goldgelb
behaart mit schwarzen Fleckchen.
Femina.
Der Cephalothorax so lang als Patella and Tibia des
vierteu Beiupaares zusammen, in den Seiten gerundet, vorn
ziemlich stark verschmalert, vom Hinterrande bis an die
Linie zwischen dem dritten Beiupaare ansteigend, oben nicht
gewSlbt, nach den SeiUn massig steil abgedacht, mit an-
liegenden, gefiederten, anliegenden Uaaren bedeckt; der Cly-
peus mit langen, vorwarts gerichteten Borsten besetzt. Der
Seitenrand mit fein aufgeworfener, glanzender Kante. Die
Mittelritze massig lang, in der Linie zwischen dem zweiten
und dritten Beinpaare. Kopf- und Brusttheil durch eine
Furche beiderseits deutlich abgesetzt; an letzterem beider-
seits zwei abgekiirzte Furchen.
Beide Augenreihen nach Hinten gebogen (procurvae);
die SA der vorderen Reihe nicht in ihrem Durchmesser vom
Kopfrande entfernt, fast noch einmal so gross als die MA;
diese nur wenig weiter von einander als von den SA ab-
stehend. Die Augen der hinteren Reihe in gleicher Ent-
fernung von einander, gleichgross und nur wenig kleiner als
die vorderen SA.
Die Mandibeln kurzer als die vordersten Patellen, so
dick als die Vorderschenkel, an der Basis gewolbt, dann
nach Hinten gedrttckt, an der Innenseite etwas divergirend,
vorn und innen mit langen Borsten besetzt.
Die Maxillen von der Basis bis zum Ende fast gleich-
breit, gewftlbt, ohne Eindruck, vorn an der Aussenseite ge-
rundet, nach Innen fast bis zur Lippe herab schr&g abge-
stutzt und hier befranset. Die Lippe kaum halb so lang
als die Maxillen, vorn gerundet.
Das Sternum herz-eifornrig, hinten spitz, mattglanzend,
leicht gewolbt, ohne Eindriicke am Seitenrande, mit kurzen,
angedriickton, nacb Innen gerichteten, dickeu Uarchen licht
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- 318 —
bedeckt, und, besonders am Rande, mit langen, abstehenden
Borsten besetzt.
Das Abdomen laoglich, voro und hinten rundlich ab-
gestumpft, in den Seiten schwach gerundet, mit anliegenden,
glanzenden, gefiederten Haaren obcn und in den Seiten be-
deckt und hier mit kurzen, schwachen, angedriickten Borst-
chen besetzt; die Unterseite mit eiufachen, anliegenden
Haaren diinn bedeckt.
Die Beine mit glanzenden, anliegendeu, gefiederten
Harchen bedeckt und mit abstehenden, kurzen Haaren licht
bewachsen; an der Oberseite der Patellen und Tibien des
ersten und zweiten Beinpaares einzelne sehr lange, aufrechte
Haare. Keine Scopula.
Lange des Cephalothorax: 0m 002, des Abdomen:
0m 003, eines Beines des ersten Paares: 0m 005, des
zweiten: 0m 0045, des dritten: 0m 004, des vierten:
0°> 0065.
Mas.
Das M&nnchen stimmt mit dem Weibcben im Allge-
meinen iiberein; das Femoralglied der Palpen ist nur wenig
gebogen und gegen das Ende leicht verdickt; das Tibial-
glied ist so Jang als das Patellarglied, jedoch etwas dunner,
an seinem Ende aussen ein schrag nach Vorn und A us sen
gerichter Fortsatz ; derselbe ist an seiner Basalhalfte breiter,
verschmalert sich jedoch von der Mitte an plQtzlich in einen
etwas abwarts gebogenen, am Ende spitzen Dorn. Die Decke
der Kopulationsorgaue an der Basis stark gewQlbt, dem Um-
risse nach oval, oben mit einem in der Mitte beginnenden
bis zur Spitze reichenden Langsstreifen dichter, kurzer
Haare; die abgerundete Spitze uuten ganz ausgehShlt.
Lange des Cephalothorax: 0m 002, des Abdomen:
0m 002, eines Beines des ersten Paares: 0m 005, des
zweiten oder dritten: 0m 0045, des vierten: 0m Oi.
Bei Niirnberg findet sich diese Art meist an der Wurzel
von FShren unten Moos; diese Thierchen laufen ausser-
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319 —
ordentlich schnell ; *>€ide Geschlechter sind gegen das Ende
des Septembers und im October zu volliger Reife entwickelt.
Agroeca chrysea hat jedenfalls mit Agroeca cuprea
Menge grosse Aehnlichkeit ; letztere Art ist jedoch kleiner;
in dea Schenkeln der Beine sind oben nur zwei, bei Agr.
chrysea dagegen drei Sta.cheln; auch sind, so weit es sich
an der Abbildung, welche Menge gibt, erkennen lasst, die
Sexualorgane beider Arten wesentlich verschieden gestaltet.
Harpactes Canestrinii nov. spec.
F e m i n a :
Der Cephalotborax und dieMandibeln dunkelgelbbraun ;
die Maxillen, die Lippe und das Sternum rothlich-braun ;
die beiden Vorderbeinpaare r6thlich-braun mit braunlich-
gelben Patellen; die beiden Hinterpaare braunlicbgelb ; die
Palpen rothlich-braun; das Abdomen graugelb; die Spinn-
warzen blassgelb.
Der Cephalotborax um 0m 001 langer als breit, am
breitesten zwischen derrj zweiten nnd dritten Beinpaare, so
lane als Patella und Tibia eines Beines des ersten Paares,
in der Mitte am breitesten, vora Hinterrande allmahlich sanft
ansteigend, binter den Augen gewfllbt, vorn nur halb so breit als
in der Mitte, raattglanzend, deutlich erhaben netzartig, weitschich-
tiemitfeinen, kurzen Harchen besetzt; am Kopftheile zwischen
den Augen und am Clypeus langere, gelbliche Haare. Die ziem-
lich lange, jedoch seichte Mittelritze in der Linie zwischen
dem zweiten und dritten Beinpaare. Der Clypeus kaum so
hoch als der kiirzere Durchmesser eines Auges der ersten
Reihe* diese Augen langlich-rund, von einander hochstens
in der halben Lange ihres grosseren Durchmessers, von den
MA der zweiten Reihe mindestens in ihrem langeren Durch-
messer entfernt. Die Augen der zweiten Reihe einen Halb-
kreis bildend, dicht beisammen, die MA fast kreisrund,
kleiner als die iibrigen Augen ; die SA langlich-rund, dicht
an den Augen der vorderen Reihe, so gross als diese.
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— 320 —
Die Mandibeln uuter dem Kopfrande in Kniefonn jedoch
nicht weit hervortretend, dann senkrecht abfallend, etwas
divergirend, so lang als die vordersten PateUen, glanzend,
mit gelblichen, langen, auf groben Kornern sitzenden Borsten
reichlich besetzt. Die Klaue lang, kraftig.
Die Maxillen an der Basis stark gewSlbt, atu Aussen-
rande tief eingebachtet, vor dieser Einbuchtung gerundet,
vorn schrag nach lnuen abgestutzt and hier befranset. Die
Lippe niehr als halb so lang als die Maxillen, iu den Seiten
fast gleichbreit, vorn ganz seicht ruud ausgeschnitteu.
Das Sternum dem Umrisse nach spitz-eif'Srmig, Jeicht
gewolbt, glftnzend, erbaben netzartig, mit zahlreichen, glatten,
rundlichen Fleckchen ; in diesen bemerkt man in der Mitte ein
Panktgrubchen, in welchem eine Jange, gelbliche Borste sitzt.
Das Abdomen dem Umrisse nach eiforniig, glanzlos,
mit angedriickten, kurzen Borstchen licht bedeckt.
Die Beiue glanzend, glatt, licht mit massig langen, gelb-
lichen Haaren bewachsen; an den beiden Vorderbeinpaaren
nur die Schenkel bestachelt; jene des ersten Paares vorn
am Ende mit einem Stacliel, jene des zweiten Paares an
der Endhalfte mit 1.1 Stacheln; an den beiden Hinterpaaren
sind mit Ansnahme der PateUen and Tarsen an alien' Glie-
dern Stacheln.
Lange des Cephalothorax : 0m 003, des Abdomen:
0m 004, eines Beiues des ersten oder vierten Paares:
0* 0085, des zweiten: 0* 008, des dritten: 0m 006.
Harpactes lepidus C. Koch 9 >st merklich kleiner, der
Cephalothorax viel lichter-braun, hinter den Augen weuiger
gewdlbt, weit feiner netzartig; ein Mittelritze kaum beuierk-
bar angedeutet; die vordereu beiden Aagen von den MA
der hinteren Reihe nicht einmal in ihrem kurzeren Durch-
messer entfernt; die hiutere Reihe keiuen so bedeutenden
Bogen bildend; die Mandibeln sparlicher und kiirzer behaart;
das Sternum glatt, kiirzer behaart. —
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— 321 —
Mas.
Ich besitze nur einige frischgeh&ntete M&nnchen, welche
natfirlich in alien Theilen noch Mass gefarbt sind.
Der Cephalothorax ist hinter den Augen noch etwas
starker gewSlbt; die Augengtellung ist wie bei dem Weib-
chen; die Mandibeln, Maxillen, die Lippe nnd das Sternum
desgleichen; die Beine in demselben Verh<nisse, jedoch
merklich langer; das Femoralglied der Palpen nach Aussen
nnd am Ende auch abwarts gebogen; der Tibial theil etwas
langer als das Patellarglied , oben dicht behaart; der Bulbns
der Kopnlationsorgane in der Mitte am breitesten, gegen die
Basis spitz zulanfend, nach Unten verschmalert nnd an sei-
nem unteren Ende in einen Scapus von hdchst eigenthiim-
licher Form verl&ngert; diese Scapus ist an der Basis
schmal und tragt hier einen quer abstehenden, gekrtimmteu,
am Ende spitzen Fortsatz; er erweitert sich an seinem un-
teren Ende pldtzlich in Form eines breiten L5ffels; dieses
Ende biegt sich nach Vorn urn nnd verl&ngert sich als
schmales, gleich breites, leicht gebogenes Band, welches fast
so lang, als die fibrigen Theile der Kopnlationsorgane zu-
sammen, ist nnd vorn sich pldtzlich znspitzt; nnterhalb die-
ser Spitze beiderseits ein knrzes Z&hnchen. Da wo sich
dieser bandartige Fortsatz des Scapus zuspitzt, steht ein
knrzes Pl&ttchen, dessen beide Ecken in l&ngere Z&hne
enden, vor.
Harpactes lepidus G. Koch 5 unterscheidet sich ausser
durch die oben bei dem Weibchen angegebenen Merkmale
noch dnrch die v5llig verschieden gebildeten Kopnlationsorgane.
Lange des Cephalothorax : Om 003, des Abdomen:
0™ 0035, eines Beines des ersten Paares: Om 0115, des
zweiten: Om 01, desdritten: Om 0075, des vierten: 0™ 0095.
Philodromus alpestris nor. spec.
Femina.
Im Weingeist erscheint das Thierchen folgendermassen
gefarbt nod gezeichnet: der Cephalothorax gelbbrann, weiss
Ferdin&ndeums-Zeitschrift, 21
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— 322 —
getupfelt, mit einem weisslich-gelben, breiten, am hinteren
Kopfende eingeschnurten Mittellangsbande, welches vom Hin-
terrande bis iiber den Clypeus herab sich erstreckt; in dem-
selben oben auf dem Kopftheile braune Langsstriche, von
welchen die mittleren am weitesten nach Hinten reichen, die
seitlichen allm&hlich an L&nge abnehmen. Die HQgelchen
der SA und Ringe nm die einzelnen MA bl&ulich-grau. Die
Mandibeln braungelb, die Maxillen weisslich-gelb, die Lippe
schwfirzlich; das Sternum br&unlich-gelb. Das Abdomen
oben gelbbraun ; in der Mitte ein an der Basis beginnender,
fiber die H&lfte der L&nge hinausragender, hinten spitzer
L&ngsfleck, in diesem ein brauner oder graner L&ngsstreifen;
yon der Mitte des Langsflecken nnd von dem hinteren Ende
desselben gehen beiderseits Qaerstreifen ab, welche sich in
die Seiten herabziehen ; an der hinteren H&lfte des Abdomen
eine Reihe yon Bogenstreifen, welche nach Hinten zu an
Breite abnehmen; zuweilen sind diese Bogenstreifen durch
dankelbraune Winkelstreifen ersetzt, welche nur an ihrem
Ende die weissliche Farbung der Bogenstreifen zeigen. Die
sainmtlichen Zeichnnngen an der Oberseite des Abdomen sind
von gelblich-weisser F&rbnng. Die Seiten sind braun; die
Unterseite graugelb. Die Spinnwarzen braunlich-gelb; die
Palpen nnd Beine braungelb; an den Schenkeln der letzteren
nnten ein weisser Langsstreifen.
Am trocknen Thiere ist der Cephalothorax mit braun-
gelben Harchen, das L&ngsband desselben mit weissen be-
legt; das Sternum und die Unterseite des Abdomen sind
weiss-, die Oberseite desselben gelb behaart, die sammt-
lichen Zeichnnngen sind mit weissen H&rchen bedeckt Die
Behaarung der Beine gelb und weiss gemischt.
Der Cephalothorax so lang als breit, am breitesten
zwischen dem zweiten und dritten Beinpaare, vorn nicht
ganz halb so breit, in den Seiten stark gerundet, vom Hin-
terrande bis an die Linie zwischen dem dritten Beinpaare
steil ansteigend, oben mit leichter Wdlbung sanft nach Vorn
geneigt, an der seitlichen Abdachung nur wenig gew5lbt»
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— 323 —
mit anliegenden, dickeD, langen, nur an der Basis gefieder-
ten Haaren bedeckt and am Kopftheile mit abstehenden
Borsten besetzt. Der Clypeus etwas nach Vorn geneigt,
merklich hoher als die Entfernung der vorderen and hinteren
MA betr>.
Beide Augenreihen nach Vorn gebogen ; die hintere weit
starker als die vordere; die vier MA an den Ecken
eines vorn sebr verschm&lerten Trapezes; die hinteren von
einander nnd den vorderen gleichweit entfernt.
Die Augen der vorderen Reihe von gleicher Gr5sse;
die MA von einander merklich weiter, als von den SA ent-
fernt; letztere von den hinteren SA weiter als die vordereii
nnd hinteren MA und von letzteren weiter als von den vor-
deren MA entfernt. Die hintere Reihe breiter; die MA von
einander weiter als von den SA abstehend; die letzteren
etwas grdsser; die MA kleiner als die Angen der vorderen
Reihe.
Die Mandibeln nur wenig nach Hinten gedrQckt, vie!
ktbrzer als die vordersten Patellen, nicht divergirend, nicht
gewdlbt, glanzeud, nach Unten verschmalert, der Qnere nach
fein gerunzelt, mit abstehenden kurzeren und langeren Borsten
licht bewachsen. — Die Maxillen gew5lbt, liber die Lippe
geneigt, am Anssenrande in der Mitte seicht eingebuchtet,
vorn gerundet. Die Lippe mehr als halb so lang als die
Maxillen, gewSlbt, von der Basis an verschmalert, vorn ge-
rundet
Das Sternum herzfftrmig, leicht gew5lbt, gl&nzend, auf
der Scheibe mit spitzen, an der Basis gefiederten Harchen
belegt und mit abstehenden langen Borsten sp&rlich besetzt;
die Randhaare l&nger und nicht gefiedert
Das Abdomen vorn die hintere Abdachung des Cepha-
lothorax deckend, vorn und in den Seiten gerundet,
in der Mitte am breitesten, linger als breit, hinten
spitz zulaufend, glanzlos, wie der Cephalothorax be-
haart und oben und in den Seiten mit abstehenden, kurzen
21*
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— 324 —
Borstchen besetzt; die Haare an der Unterseite merklich
kiirzer.
Die Epigyne stellt eine lange, ziemlich schmale Spalte,
welche an ihrera vorderen und hinteren Ende nur wenig er-
weitert ist, dar; die dieselbe umgebende Area gewdlbt; die
die Spalte selbst begranzenden Render abgerundet.
Die Beiue glanzend, mit feineren, anliegenden, fast bis
zur Spitze gefiederten Haaren belegt. An alien Metatarsen
und Tarsen eine karze Scopula.
Lange des Cephalothorax: 0m 0025, des Abdomen:
0m 0045, eines Beines des ersten Paares: 0m 009, des
zweiten: 0m Oil, des dritten oder vierten: 0m 008.
1m Antholzer Thai bei Mitterthal (c. 40009, hei Ktin'
thai im Stubai, bei Hinterdux und auf der Seiseralpe. Bei
Meran von Dr. Milde gefunden. Durch Herrn Letocha er-
hielt ich Exemplare, welche derselbe in K am then gesainruelt
hatte. KSmmt auch in der Tatra vor.
Philodromus alpestris hat, was die Form der Epigyne
anbelangt, die meiste Aehnlichkeit mit Ph. cespiticolis Walck ;
bei dieser Art ist jedoch der Mittelraum der Epigyne viel
breiter, nicht spaltenformig und an der vorderen Halfts
tief ausgehdhlt.
Philodromus collinus C. Koch.
Diese bis jetzt nur aus C. Koch's kurzer Beschreibung
bekannte Art soil nachfolgend in ausfuhrlicher Weise ge-
schildert werden, urn die noch besteheuden Zweifel zu be-
seitigen.
Eine hinsichtlich ihrer Farbe und Zeichnung sehr ver-
anderliche Species; meine meisten Exemplare, — ich besitze
deren eine grosse Anzahl — stimmen^mit der Beschreibung
und Abbildung, welche C. Koch in „Herrich — Schaffer's
Deutschlands Insekten Heft 130* gibt, uberein.
Im Weingeist erscheint das Weibchen folgendermassen
gef&rbt and gezeichnet: der Cephalothorax gelbbraun, ent-
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— 325 —
weder mit einem schmalen, weissen Seitenrandsaum oder
einigen weissen Fleckchen am Seitenrande; oben ein grosser,
weisslich-gelber Flecken, welcher von dem Hinterrande bis
zur vorderen Aogenreihe sich erstreckt; seine Rander sind
meist fein gezackt; gewdhnlich ist in der hinteren Halfte dessel-
ben ein brauner Langsstreifen vorhanden. Mandibeln, Ma-
xillen nnd Sternum weisslich-gelb ; die Lippe dunkel-gelb-
brann. Die Palpen br&unlich-gelb ; am Ende des Femoral-
gliedes ein schwarzes Fleckchen. Das Tibial- und Tarsal-
glied starker gebr&unt. Die Beine hell-braunlich-gelb, die
Schenkel zuweilen nnten schwarz getfipfelt; bei vielen Exem-
plaren sind die Beine ganz einfarbig; bei den meisten oben
an den Schenkeln des ersten nnd zweiten Paares zwei
braune Flecken, einer in der Mitte, der andere am Ende;
bei diesen Exemplaren ist meist die Endhalfte der Schenkel
des dritten und vierten Paares gebraunt, 5fter auch nur die
Spitze; desgleichen auch die Patella des vierten Paares und
die Basis der Tibien. Das Abdomen braunlich-gelb , oben
ein brauner, von der Basis bis in die Nahe der Spinnwarzen
verlaufender, an seiner vorderen Halfte spiessfftrmiger, an der
hinteren gezackter Langsstreifen; vorn ist derselbe weiss
eingefasst, in der Mitte bemerkt man in diesem Streifen
zwei weisse Langsstrichelchen neben einander und hinter die-
sen zwei weisse Piinktchen ; bei tnanchen Exemplaren ist die
hintere Halfte von einem weissen Langsstrich durchzogen;
in die Seiten des Abdomen ziehen sich zwei oder drei weisse
Streifen herab, und an den Winkeln der Zacken der Mittel-
streifen bemerkt man je ein weisses Strichelchen. An der
hinteren Halfte des Abdomen in den Seiten zuweilen ein
grdsserer, tief-schwarzer Flecken. Die Unterseite zuweilen
mit einem rothlich-braunen, hinten verschmalerten Mittel-
felde. — Bei manchen Exemplaren ist der weisse Langs-
strich in der hinteren Halfte des Mittelstreifen in einzelne
Fleckchen aufgel5st, bei anderen fehlen die sich in die Seiten
herabziehenden weissen Striche; seltener ist das Abdomen
oben gelblich-weiss und in den Seiten braun; das in solcher
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— 326 —
Weise braon ges&umte Mittelfeld bildet an der breitesten
Stelle des Abdomen zwei Ecken uad l&uft tod diesen an
nach Hinten verschm&lert za.
Am trocknen Thiere ist der Cephalothorax an der seit-
lichen Abdachnng br&anlich-gelb behaart. Der Flecken an
der Oberseite ist gegen die hintere Abdachnng mit rein-
weissen, ausserdem mit weisslich-gelben H&rchen bedeckt;
der Clypeus ist weiss behaart, desgleichen die Mandibeln
and das Sternum. Die Behaarung der Palpen nnd Beine
braunlich-gelb, die Stacheln schwarz. Das Abdomen oben
br&unlich-gelb, der branne L&ngsstreifen graubraun behaart;
die sammtlichen weissen Flecken nnd Striche weiss behaart;
der schwarze Flecken in den Seiten an der hinteren H&lfte
mit schwarzen oder dnnkelbrannen Haaren bedeckt Die
Seiten br&unlich-gelb behaart, mit weissen Haartupfelcheo.
Die Behaarnng der Unterseite weiss.
Mas.
Die Zeichnnng nnd F&rbung des M&nnchens erscheint
im Weingeist ziemlich fihnlich jeoer des Weibchens; es
kommen sehr dunkel gefarbte Exemplare vor; bei diesen
sind die Beine mit Ausnahme der Schenkel dunkelbraun.
Der braune Mittell&ngsstreifen an der Oberseite des Ab-
domen oft sehr undeutlich; die weissen Zeichnungen in nod
an demselben jedoch immer vorhanden. Das Femoral- nod
Patellarglied der Palpen braungelb, der Tibialtheil st&rker
gebr&unt; die Drcke der Kopulationsorgane gelbbraun.
Am trocknen Thiere erscheint der Cephalothorax an der
seitlichen Abdachnng mit metallisch-griinen nnd violeten
H&rchen bedeckt; am Seitenrande ein schmaler Saum weis-
ser H&rchen; der Mittelflecken ist an seinem hinteren Eode
weiss behaart; sonst ist derselbe wie die seitliche Abdachnng
mit metallisch-schillernden Sch&ppchen von gleicher Farbe
bedeckt
Der Clypeus wie die seitliche Abdachnng des Cepha-
lothorax beschuppt; sein Rand mit einem weissen Haar-
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— 327 —
saume. Die Mandibeln wetss behaart; eben so auch das
Sternum und die Unterseite des Abdomen; obeo ist das
letztere mit metallisch-schillernden SchQppchen bedeckt; des-
gleichen anch die Beine, nnr sind an diesen die Farben
weniger brillant. Bei einzelnen Exemplaren ist die griine
Farbe der Schuppchen an dem Abdomen die vorherrschende.
Femina.
Der Cephalothorax so lang als breit, in den Seiten
stark gerundet, vorn nnr halb so breit als in der Mitte,
vom Hinterrande sehr steil nnd nnr bis an die Linie zwi-
schen dem vierten Beinpaare ansteigend, oben nnd an der
seitlichen Abdachung nur ganz nnbedeutend gewSlbt: etwas
glanzend, mit anliegenden Haaren dicht bedeckt; von diesen
Haaren sind die weissen ohne Glanz, die gefarbten stark
seidenglanzend , ansserdem ist der Cephalothorax oben mit
kurzeren, an der seitlichen Abdachung, zwischen den Augen
und seitwarts von diesen sowie am Glypeus mit sehr langen,
schwarzen Borsten besetzt. Der Clypens h5her als die Ent-
fernung der vorderen und hinteren MA betr>.
Beide Augenreihen nach Vorn gebogen (recurvae); die
vier MA bilden ein vorn verschm&lertes Trapez; sie sind
von gleicher Gr5sse und kleiner als die ebenfalls gleich-
grossen SA; die vorderen sind von einander und den SA
gleichweit und nicht so weit als von den hinteren MA ent-
fernt. Die hintere Reihe breiter; die MA von einander be-
tr&chtlich weiter als von den SA entfernt.
Die Mandibeln nach Hinten zuriickweichend , nur an
der Basis etwas gew5lbt, kurzer als die vordersten Patellen,
glanzend, mit langen, herabhangenden Haaren und sehr lan-
gen, vorwSrts gerichteten Borsten bewachsen.
Die Maxillen iiber die Lippe geneigt, an der Basis ge-
wdlbt, mit einer schragen Impression in der Mitte, vorn
schr&g zulaufend; der Innenrand bis zur Lippe herab ge-
rade. Die letztere gewdlbt, mehr als halb so lang als die
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Maxillen, gewMbt, vorn stark verschm&lert zulaofend, am
Vorderrande gerundet.
Das Sternum herz-ffcrmig, etwas gewftlbt, glanzlos, auf
der Flache mit kurzen, gefiederten, weissen H&rchen belegt
and weitschichtig mit abstehenden schwarzen Borsten be-
wachsen; die Rander mit l&ngeren, dicken, weissen Haaren
besetzt.
Das Abdomen stark gewSlbt, vorn und seitlioh ge-
rundet, binten gegen die Spinnwarzen spitz zulanfend, mit
gl&nzenden, anliegenden, gefiederten Haaren oben und in deo
Seiten bedeckt und mit abstehenden, kurzen, starken Borsteo
besetzt, die Unterseite wie die obere behaart. Die Epigjrne
bilden zwei glanzende, kurze, in den Seiten und binten ge-
rundete, am Innenrande rund ausgeschnittene Wulste; das
Mittelstuck zwi.nchen denselben vorn verschm&lert zulaufend,
hinten umgebogen.
Die Beine etwas glanzend, mit seidengl&nzenden, ge-
fiederten H&rchen belegt. An alien Metatarsen und Tarseo
eine Scopula ; an den Metatarsen des vierten Paares ist die-
selbe jedoch nicht vollst&udig.
LUnge des Cephalothorax : 0m 00225, des Abdomen:
0m 004, eines Beines des ersten Paares : 0m 008, des zwei-
ten: 0m 0085, des dritten: 0m 007, des vierten: 0* 0075.
Mas.
Der Cephalothorax von derselben Form wie bei dem
Weibchen , mit stark metallisch-schillerndeo, anliegenden,
haar&hnlichen Schiippchen belegt, und am Kopftheile mit
starken Borsten besetzt. Die Augenstellung wie bei dem
Weibchen. Die Mandibeln dunner als bei diesem, mit an-
liegenden, gefiederten Haaren belegt, und mit abstehenden
langen Borsten besetzt. — Das Sternum wie bei dem Weib-
chen. — Das Abdomen schmaler als der Cephalothorax,
vorn gerade abgestutzt, in den Seiten bis fiber die Mitte
hinaus gleichbreit, nach Hinten dann spitz zulaufend, mit
ahnlichen Schiippchen, wie der Cephalothorax an der Ober-
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seite, uoten mit anliegendeo, kurzen, gefiederten H&rchen be-
deckt Die Beine diinn, linger als bei dem Weibchen, eben-
falls mit metallisch-schillernden Schuppen belegt, sonst ganz
kurz bebaart.
Das Femoralglied der Palpen l&nger als die vordersten
Patellen, gerade, von der Basis bis zum Ende gleich dick,
der Patellar- und Tibial theil von gleicher Dtage; der letz-
tere mit zwei an ihrem hinteren Ende durch einen bogen-
ftrmigen Vorsprung verbundenen Fortsatzen; der ftussere
derselben mit einem breiten Zahn an seiner Basis, gegen
das Ende verschm&lert und an seiner vorderen H&lfte aus-
warts gebogen ; der untere gerade vorw&rts gerichtet, etwas
breiter, als der ftussere und an seinera Ende rasch in eine
stumpfe Spitze znlaufend.
Die Decke der Kopulationsorgane schroal, wenig ge-
wfllbt, kurz behaart, am Ende spitz zulaufend, mit fast ge-
radem Aassenrande; der Innenrand in der Mitte bogig er-
weitert
L&nge des Cephalothorax: 0m 00225, des Abdomen:
0m 003, eines Beines des ersten Paares : 0m 012, des zwei-
ten: 0m 014, des dritten: 0* 0095, des vierten: 0m 01.
Philodromus oollinas findet sich auf trocknen, sonnigen,
bewaldeten AuhShen, wo er sich vorzagsweise gem auf
Fichten aufh< ausser in Tirol und bei Regensburg wurde
er bis jetzt bei Nurnberg und in den Vorbergen der bayeri-
schen Alpen, in K&rnthen (Letocha) und in der Tatra
(Nowicki) beobachtet.
Xysticus secedeus nor. spec.
Mas.
Der Cephalothorax dunkelgelbbraun, an der seitlichen
Abdachung gelblich marmorirt; oben ein gelblich-weisses
L&ngsband, welches an dem Hinterrande schmal beginnt,
oben etwas breiter wird, und in einen grOsseren gelblichen
Fleck, welcher den Raum zwischen den Augen und die
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— 330 —
ganze Breite des Gypeus einnimmt, einmfindet Id diesem
L&ngsbande hinter den Augen ein brauner, hinten in eine
scharfe Spitze endender, gelblich marmorirter Flecken; Ton
demselben verlaufen zwei braune Striche zn den hinteren
HA. Die Mandibeln braunlich-gelb, an der Basis braon
gefleckt; fiber dem nnteren Ende ein brauner Querflecken.
Die Maxillen und die Lippe braungelb, letztere an der Ba-
salhalfle starker gebr&unt. Das Sternum weisslich-gelb,
braun gefleckt, mit schwarzen Borsten besetzt. Das Ab-
domen oben erdfarbig-hellbraun, weiss ges&umt; in der Mitte
ein br&unlich-gelbes, an seinem Rande weissliches L&ngs-
band, welches an der Basis beginnt und, erst hinten etwas
verschm&lert, bis zu den Spinnwarzen sich erstreckt; in der
Mitte seiner L&nge beiderseits am Rande ein schwaraes
Fleck chen; an seiner hinteren Halfte ist dieses L&ngsband
von drei weissen Querstreifen, deren Enden den Seitenraod
fast erreichen, durchschnitten. Die Seiten und die Unter-
seite braunlich-roth, erstere von schr&gen, weissen Strichen
durchzogen, letztere fein weiss punktirt Das Femoralglied
der Palpen unten heller-, oben dnnkler gelbbrann; das Pa-
tellar- und Tibialglied gelbbrann, oben mit einem weissen
Lfingsfleckchen ; die Decke der Kopulationsorgane erdfarbig
hellbraun, schwarz getflpfelt. Die Schenkel, Patellen und
Tibien gelblich- weiss, dicht braun getQpfelt; oben sind die
Schenkel fast schwarzbraun, die flbrigen Olieder gelbbrann,
sSmmtliche jedoch yon einem weissen L&ngsstreifen durch-
zogen. Die Metatarsen und Tarsen hell-braunlichgelb.
Der Cephalothorax nm 0m 001 langer als breit, am
breitesten zwischen dem zweiten Beiopaare, vorn ziemlich
stark verschm&lert zulaufend, in den Seiten gerundet, vorn
Hinterrande bis in die Linie zwischen dem zweiten Beio-
paare schr&g ansteigend, oben nach Vorn mit schwacher
Wfllbung abgedacht, an der seitlichen Absenkung gewdlbt,
an der hinteren Abdachung sehr glatt, kahl und gl&nzend,
sonst fast glanzlos, an den dunkler gefarbten Stellen dicht
fein granulirt, an den helleren glatt, weitschichtig mit kurzeren
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— 331 —
uml langeretk schwarzen Borsten besetzt; die langeren Borsten
an der Orenze der hinteren Abdachung, in der Mittellinie
des K.opf *h©ilesf zwischen und beiderseits von den Augen nnd
am Raade des Clypeus.
Beide Augenreihen durch Tieferstehen der MA gebogen
(recarvae) ; die hintere jedoch mehr als die vordere ; die
VLk. der letzteren mit den hinteren ein Quadrat bildend, so
gross als diese, dem Kopfrande merklich n&her gelegen als
den hinteren MA, von den SA nicht so weit als von ein-
ander entfernt; letztere grosser als die tibrigen Augen, mit
den hinteren SA an einer schrfigen Wulstung. Die hintere
Reihe breiter, die MA von den SA merklich weiter von
einander entfernt; die SA etwas kleiner als die vorde-
ren SA. .
Die Maudibeln senkrecht abfallend, ktlrzer als die vor-
dersten Patellen, vorn nur wenig gewSlbt, nach Unten ver-
schm&lert, mit Ausnahme des glanzenden unteren Endes
glanzlos, mit feinen nnd st&rkeren, schwarzen Borsten spar-
lich bewachsen; diese Borsten spitz nnd nor von m&ssiger
Lange.
Die Maxillen iiber die Lippe geneigt, an der Basis
starker gewSlbt als vorn, am Anssenrande schwach einge-
buchtet, mit leicbter Rundung vorn schrag zulaufend; der
Innenrand bis zur Lippe herab gerade. Die Lippe mehr als
halb so lang als die Maxillen , von der Basis an allmahlich
verschmalert, vorn gerundet.
Das Sternnm oval, glanzlos, flach, mit kflrzeren und
langeren, abstehenden schwarzen Borsten weitschichtig be-
wachsen.
Das Abdomen vorn die hintere Abdachung des Cepha-
lotborax deckend, mit leicht gernndetem Vorderrande, in
den Seiten gerundet, gegen die Spinnwarzen etwas spitz zu-
laufend, glanzlos, urn % langer als breit und so breit
als der Cephalothorax, mit abstehenden, langeren und kttr-
zeren, abgestumpften, schwarzen Borsten oben und in den
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Seiten, unten mit kfirzeren, feinen Borsten weitschichtig be-
wachsen.
Das Femoralglied der Palpen knrz, etwas gebogen,
gegen das Ende leicht verdickt, das Tibialglied kftrzer als
der Patellartheil, so lang als breit, unten mit einem langeren,
schrag nach Aussen gerichteten, gebogenen, gleichbreiten,
Fortsatze ; an seinem Ende bildet derselbe aussen eine Ecke,
innen einen stark gekrumraten Hacken; aussen ein karzer,
schr&g nach Vorn gerichteter, gegen das Ende allmahlich
verschmaMerter Fortsatz. Die Decke der Kopulationsorgane
glanzlos, gewSlbt, etwas l&nger als breit, mit korzen Borsten
licht bewachsen, gegen die Spitze zu jedoch dicht korz be-
haart; der Innenrand gerundet, der Anssenrand ganz vorn
eine gerundete Ecke bildend nnd dann gegen die kurze
Spitze schrag zulaufend. Die Scheibe der Kopulationsorgane
l&nglich-rund, flach, nur mit einem Fortsatze, welcher sich
aussen an der vorderen Rundung befindet; dieser Fortsatz
ist bis in die Mitte nur wenig, dann aber, nachdem er sich
rechtwinklich ab warts biegt, stark verschmalert; an seinem
Ende ist er abgestutzt
Die Beine etwas gl&nzendi die Schenkel kurzer-, die
iibrigen Glieder linger behaart ; an den Schenkeln des ersten
Paares vorn 3 laDgere Stacheln in einer schragen Reihe;
die Tibien des ersten Paares ktirzer als der Cephalothoraz.
L&nge des Cephalothorax: 0m 003, des Abdomen:
0m 0035, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
0m 0085, des dritten : 0m 006, des vierten : 0* 0065.
Xysticus glacialis nov. spec.
Femina:
Der Cephalothorax dunkel-gelbbraun mit scbmalem
weissem Randsaum, an der seitlichen Abdachnng brSunlich-
gelb marmorirt; in der Mitte diese Marmorirung dichter und
fast ein Langsband bildend; an der hinteren Abdachung,
vom Hinterrande ausgehend, zieht sich ein breites, gelblich-
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weisses L&ngsfeld herauf, and erstreckt sich, an dem Kopf-
theile an Breite etwas zunehmend, bis zur hinteren Augen-
reihe; in diesem Langsband auf dem Kopftheile ein braun-
gelbes, gelblich-weiss marmorirtes, in den Seiten gleich
breites, hinten spitz zulaufendes Fleckchen ; dasselbe ist Sfter
von einem braunen, durch eine weisse Linie getheilten
L&ngsstreifen durchschnitten, welcher jedoch Sfter nor theil-
weise vorhanden ist. Der Clypeus braungelb; die Hfigel-
chen, au welchen die SA sich befinden, blaugraa. Die Man-
dibeln hellbr&unlichgelb, an der Basalhalfte braun gefleckt.
Die Maxillen braungelb, am Innenrande starker gebraunt,
vorn gelblich-weiss. Die Lippe dunkel-gelbbraun, von einem
lichteren Langsstreifen darchzogen. Das Sternum gelblich-
weiss, mehr oder weniger stark braun gettipfelt. Das Ab-
domen oben gelbbraun, an der seitlichen und hinteren Run-
dung weiss gestreift; diese weissen Streifen bilden einen
schmalen weissen Sanm, welcher sich urn das ganze Ab-
domen herum zieht; oben ein lichteres, oft sehr nndeutliches
Zackenband, welches gewfthnlich bis zur hinteren Rundung
sich erstreckt; von demselben gehen an der hinteren Halfte
weisse Querstreifen ab, welche meist bis zura Seitenrande
reichen; an diesen hinten ein braunes Strichelchen. Die
Unterseite in der Mitte gelblich-weiss oder braunlich-gelb,
mit einer Doppelreihe brauner Griibchen, beiderseits schrftge,
weisse Streifen. Die Spinnwarzen gelbbraun, an der Spitze
gelblich-weiss. Die Palpen braungelb, am Tibial- und
Tarsalgliede oben ein weisser L&ngsstreifen. Die Schenkel
der Beine braunlich-gelb oder weisslich-gelb, braun getiipfelt,
oben der ganzen Lauge nach dunkel-gelbbraun mit einer
weissen Langslinie; die Patellen und Tibien wie die Schen-
kel gefarbt, oben mit zwei braunen Langsstreifen; die Me-
tatarsen nnd Tarsen br&unlich-gelb.
Mas.
Der Cephalothorax viel dunkler gefSrbt, mit derselben
Zeichnnng wie bei dem Weibchen. Die Mandibeln gelblich-
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weiss, an der Basalhaifte rait einem braunen Fleck en, an
der unteren rait einem Qnerbande von gleicher Farbe. Ma-
xillen, Lippe und Sternum gelbbraun, letzteres weiss-ge-
sprenkelt. Das Abdomen dunkelbraun, die Zeiohnnngen Shn-
lich wie bei dem Weibchen, jedoch mehr von weisslicher
F&rbung und sehr scharf. Die Schenkel der Beine dnnkler
gefarbt, die weisse Linie an der Oberseite meist nndentlich;
die Patellen wie bei dem Weibchen, anch die Tibien; doch
Bind diese oft einfarbig braunlich-gelb, nnd an der Basis
gebr&nnt, ohue L&ngsstreifen ; die Metatarsen nnd Tarsen
blassgelb. Das Femoralglied der Palpen schwarzbraun, am
Ende schraal weiss gesaamt; das Patellar- nnd Tibialglied
braun, oben mit einem weisslichen Flecken; die Decke der
Eopulationsorgane braungelb.
Femina.
DerCephalothorax nm 0m 0005 l&nger als breit, merk-
lich langer als Patella nnd Tibia eines Beines des ersten
Paares, in den Seiten gerundet, vorn nnr m&ssig ver-
schm&lert, vom Hinterrande bis in die Linie zwischen dem
zweiten nnd dritten Beinpaare schrag ansteigend, oben nnr
wenig, an der seitlichen Abdachung st&rker gewdlbt, etwas
glanzend, an den Stellen der dunkleren Zeichnungen dicht
fein, flach granulirt, mit schwarzen, kOrzeren und l&ngeren,
abstehenden, bis znm Ende gleich dicken, auf KQmchen
sitzenden Borsten besetzt; je eine sehr lange Borste an der
seitlichen Absenkung des Kopftheiles fiber den Palpen. D i e
Hiigelchen, an welchen die SA sitzen, oben nicht
prominirend. — An seiner hinteren Abdachnng ist der
Cephalothorax sehr glatt und glanzend. Der Clypeus senk-
recht abfallend, nicht ganz so hoch als die Entfernung der
vorderen nnd hinteren MA betra'gt.
Beide Augenreihen nach Vorn gebogen, die hintere
nm Vieles st&rker als die vordere. Die vier MA bilden
ein Viereck, dessen kurzere Seiten aussen sich befinden, in-
dem die vorderen von den hinteren weiter, als von einander
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— 335 —
entfernt sind; sie sind von gleicher Grdsse; die vorderen ^
stehen von einander merklich weiter als voo den SA ab;
letztere gr5sser als die fibrigen Augen, mit den hinteren an
einer gemeinschaftlichen, scbragen Wulstung, von diesen so
weit als die vorderen and hinteren MA entfernt. Die hin-
tere Reihe breiter, die Augen in gleicher Entfernung von
einander ; die SA etwas grdsser als die MA.
Die Mandibeln vorn herab gewSlbt, an der nnteren
Halfte nach Hinten gedrtikt, kurzer als die vordersten Pa-
tellen, gegen das untere Ende stark verschm&lert, matt-
glanzend, an der Basalh&lfte mit sehr stark en, schwarzen
Borsten, unten mit feineren, ktirzeren nnd l&ngeren Haaren
besetzt.
Die Maxillen nnr wenig gew5lbt, an die Lippe sich
leicht anlehnend, am Aassenrande seicht eingebuchtet, vor
dieser Einbnchtung gerundet und vorn mit dera Innenrande
in einem spitzen Winkel zusammenstossend. Der Innenrand
bis zur Lippe herab gerade. Die Lippe mehr als halb so
lang als die Maxillen, Torn allm&hlich verschmalert, mit ge-
rundeteni Vorderrande.
Das Sternnm herz-eifdrmig , flach, mattglanzend , mit
feinen, langen, weisslichen Haaren and starken schwarzen,
auf K5rnchen sitzenden, am Ende spitzen Borsten licht
bewachsen.
Das Abdomen mit seinem scharfen, geraden Vorder-
rande die hintere Abdachung des Gephalothorax deckeud,
langlich, in den Seiten nnd hinten gerundet, glanzlos, oben
mit k&rzeren und lftngeren, abstehenden, am Ende spitzigen
Borsten licht bewachsen, unten diinn behaart. Die Epigyne
stellen zwei ovale, an ihrer vorderen Rundung scharf uru-
randete H5hlungen dar, diese sind durch eine glaozeude,
hinten verschmalerte und am Ende abgerundete Mittellangs-
leiste von einander getrennt.
Die Beine kurz, dick; die Schenkel beider Vorder-
paare oben nnd unten gewdlbt, mit knrzen, auf K5rnern
sitzenden Borsten bewachsen, oben sind die Borsten 1 auger;
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— 336 —
an den Schenkeln des ersten Paares vorn in eioer schr&gen
Linie drei Stacheln, an jenen des zweiten oben in der
Mitte ein Stachel ; ebeoso sind auch die Schenkel des dritteo
Paares oben mit einem Stachel versehen. Die iibrigen Glie-
der an den beiden Vorderbeinpaaren knrzborstig; die Tibien
und Metatarsen mit starken Stacheln. Die Borsten an den
beiden Hinterpaaren l&nger; die Tibien und Metatarsen nnten
ebenfalls bestachelt.
L&nge des Gephalothorax : 0m 003, des Abdomen :
0m 004, eines Beines des ersten oder zweiten Paares :
0™ 007, des dritten: 0™ 005, des vierten: 0™ 006.
Mas.
Der Cephalothorax so lang als Patella nnd Tibia ernes
Beines des vierten Paares, im Uebrigen, wie auch in der
Stellung der Angen mit dem Weibchen iibereinstimmend.
Die Mandibeln schm&ler; die Borsten an der Basalh&lfte
kiirzer nnd diinner, als bei den Weibchen. Das Abdomen
schm&ler als der Cephalothorax, dem Umrisse nach breit-
oval, die Borsten betrachtlich laager, als jene am Abdomen
des Weibchens. Das Femoralglied der Palpen knrz, dick,
fast gerade; der Tibialtheil kiirzer als das Patellarglied nnd
wie dieses mit starken, langen Borsten besetzt, nnten einen
dicken Fortsatz bildend, welcher sich am Ende in Knieform
nach Vorn nmbiegt nnd in eine breite, am Ende schr&g ab-
gestntzte Platte endet. Am vorderen Ende anssen geht ein
schr&g nach Aussen gerichteter, gerader, am Ende spitzer
Fortsatz ab. Die Decke der Kopnlationsorgane mindesteos
so breit als lang, oben gewftlbt, nod licht mit langen Borsten
bewachsen, vorn gegen die dicht nnd knrz behaarte Spitze
eteil abgedacht; die Scheibe der Kopnlationsorgane anssen
mit einer vorstehenden, gewftlbten, am vorderen Ende breiten
nnd gemndeten, innen ausgehfthlten Platte, am Innenrande
derselben ein am Ende hackenfftrmig nach Innen nmgeboge-
ner, spitzer, abw&rts gerichteter Fortsatz, diesem gegen-
flber ein zweiter, kfirzerer, gekriimmter, am Ende spitzer
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y-1337 -..
FortsatzJjDer Eindringer jzieht sich urn den Innen- und
Vorderrand der Scheibe in gleicher Dicke herum and endet
in eine schrag abgestutzte Spitze, welche in einein kleinen
Vorsprunge an der Aussenseite der Deoke ruht.
Die Beine diinner and verhaltnissmassig langer als bei
dem Weibchen; die Schenkel des ersten Paares vorn and
oben, jene des zweiten oben reichlich mit langen Stacheln
besetzt; aach die Schenkel und Patellen des vierten Paares
sind bestachelt.
Lange des Cephalothorax : 0m 0025, des Abdomen:
Om 003, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
0™ 0065, des dritten oder vierten: 0m 005.
Xysticus glacialis kommt nor in den hoheren Alpen-
gegenden vor und meist in der Nahe der Gletscher, wo man
ihn unter Steinen findet. Ich sammelte ihn oberhalb der
Seeen im Ftinsterthale bei Kiihthai, mindestens in einer Hohe
von 8000', an dem Hornthaler Joche (c. 8700'), zwischen
der Alpeiner Alpe and dem Ferner (c. 7000'), in der Nahe
des Winnebachferner, auf dem Joche des Duronthales (6901')
und ziemlich hoch oben im Val Fondo bei Schladerbacb ;
aach auf dem Berger Thorl (7686') kommt diese Art nicht
selten vor. Interessant ist, dass im Funsterthale bei Kiih-
thai .bis in die Nahe der Seeen Xysticus cristatus CI., mit
welchem die obenbeschriebene Art einige Aehnlichkeit besitzt,
vorkommt; hdher hinaof wurde ersterer jedoch nicht mehr
gefanden.
X. glacialis ist ausser den wesendich anders getbrmten
Sexualorganen von X. cristatus leichtdadurchzuunterscheiden,
dass bei letzterer Art die Hiigel, an welchen die SA sich
befinden, oben deutlich hervorragen, wahrend sie bei X.
glacialis sich nicht fiber das Niveau der Kopfflache erheben.
Xysticus aprieus n. spec.
Mas.
Der Gephalothorax an der seitlichen Abdachung schmutzig-
br&unlich-gelb, dunkler marmorirt, ohne weissen Randsaum;
Ferdin»ndeum8-ZeiUch*ift. 22
Google
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oben ein breites, weisses Langsband, welches am Hinterrande
beginnt, and bis zur hinteren Aogenreihe reicht; an der hm-
teren Abdachang beiderseits von diesem Bande ein schwarz-
branner Flecken; oben ist in diesem Bande ein undeotlicher
grangelber Flecken zq bemerken, welcher an der hinteren
Aogenreihe beginnt nnd, spitz zolaufend, bis zur hinteren
Abdachuog reicht, in demselben ein braanlicher Mktellangs-
streifen and beiderseits von diesem hinter den hinteren MA
ein braanliches Strichelchen ; die Hugelchen, an welchem die
SA sich befinden, weiss; zwischen den vorderen SA eine
weisse Qnerbinde. Die Mandibeln gelblich-weiss, an der
Basis brann gefleckt, vor dem Ende ein branner Querstreifen;
fiber der Einlenknng derKlauen innen ein weisses Fleckchen.
Maxillen and Lippe gelblich-weiss ; an der Basis mit einem
granen Flecken. Das Sternum schmotzig-gelblich-weiss,
braan getapfelt. Das Abdomen oben brann, von der Basis
bis zum Ende weiss gesaorat ; in der Mitte ein durchlaafen-
der, hinten verschmalerter, weisser, leicht gelblich angelaofener
Langsstreifen; derselbe ist an seiner hinteren Halfte wellen-
randig and von br&anlichen Querstreifen durchzogen, in der
vorderen Halfte ein schmaler, weisser Langsstreifen. Die
Seiten weiss, der Laoge nach braan gestreift; die Unterseite
weiss, braun getapfelt, die Spinnwarzen weiss, in der Mitte
graogelb angelanfen. Das Femoralglied der Palpen brann,
anten weiss; das Patellarglied gelblich-weiss; das Tibial-
glied gelbbraun, oben mit einem weissen Langsstreifen; die
Decke der Kopulationsorgane gelblich-weiss, dicht braan ge-
tapfelt, in der Mittellinie ein von der Basis bid in die Nahe
der Spitze durchlaufender Langsstreifen der reinen Grand-
farbe. Die Schenkel, Patellen and Tibien der Beine weiss,
braan getapfelt, oben gebraunt mit einem durchlaufenden
weissen Langsstreifen. Die Metatarsen and Tarsen braan-
lich-gelb, an ersteren oben ein weisser Langsstreifen.
Der Cephalothorax etwas langer als breit, am breitesten
zwischen dem zweiten und dritten Beinpaare, vorn ver-
Achm&lert zulaofend, in den Seiten gerundet, vom Hinter-
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— 389 —
rande bis in die Linie zwischen dem zweiten and dritten
Beinpaare schr&g ansteigend, oben mit leicbter Wolbung sanft
nach Vorn abgedacht, nach den Seiten sehr steil und starker
gewSlbt abfallend, matt gl&nzend, an den dunkleren Stellen
dicbt flach fein granulirt, mit gr5beren, ein karzes, spitzes
Borstchen tragenden KSrnern bestrent; an der Grenze der
hinteren Abdachung hinter den Augen, so wie beiderseits
von diesen und am Clypeus langere, schwarze, spitze Borsten.
An der hinteren, vom Abdomen bedeckten Abdachung ist der
Cephalothorax ganz kahl, glatt und sehr glSnzend. Der
Clypeus etwas nach Uinten zuriickweichend, merklich niederer,
ale die Entfernung der vorderen und hinteren MA betragt.
Beide Augenreihen uach Vorn gebogen (recurvae), die
hintere mehr als die vordere. Die vier MA an den Ecken
eines Quadrates; die vorderen von einander merklich weiter
als von den SA entfernt, betrachtlich kleiner als diese; die
SA mit den hinteren SA an einer gemeinschaftlichen schra-
gen Wulstung; von diesen so weit als die vorderen und
hinteren MA entfernt Die hintere Reihe breiter; die Augen
von gleicher Grosse und so gross als die vorderen MA; die
MA von den SA etwas weiter als von einander entfernt.
Die Mandibeln nach Hinten gedruckt, klirzer als die
vordersten Patellen, nicht divergirend, nicht gewSlbt, nach
Unten stark verschmalert, mit raftssig langen, starkeren und
feineren, schwarzen Borsten licht bewachsen.
Die Maxillen schma), gewolbt, am Aussenrande nur un-
bedeutend eingebuchtet , vorn gerundet und mit dem bis
herab zur Lippe geraden Innenrande einen spitzen Winkel
bildend; die Lippe mehr als halb so lang als die Maxillen,
vorn verschmalert, mit gerundetem Vorderrande.
Das Sternum oval, flach, mit abstehenden, schwarzen,
langen, spitzen Borsten licht bewachsen.
Das Abdomen dem Umrisse nach elliptisch, glanzlos,
nicht so breit als der Cephalothorax, oben mit abstehenden,
m&ssig langen, am Ende stumpfen Borsten licht bewachsen;
an der Unterseite feine, ebenfalls abstehende Borsten.
22*
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— 340 —
Das Femoralglied der Palpen kurz, gerade, dick; der
Patellartheil oben stark gewdlbt, mit langen Borsten be-
setzt; der Tibialtheil ktkrzer als das Patellarglied, kaum so
lang als breit, ebenfalls mit langen Borsten besetzt, mit zwei
Forts&tzen: einem geraden, schrag nach Aussen gerichteten
and an seinem breiten Ende innen ein vorstehendes Zahn-
chen bildenden an der Unterseite; dieser Fortsatz erscheint,
wenn man ihn von Oben betrachtet, seiner ganzen L&nge
nach ausgehohlt; der zweite Fortsatz befindet sich an der
Anssenseite, derselbe ist gerade, etwas schrag nach Aussen
gerichtet, und gegen sein abgestumpftes Ende verschnialert
Die Decke der Kopulationsorgane oben gew5lbt, mit langen
Borsten besetzt, gegen ihre Spitze hin jedoch dicht kurz
behaart, in der Mitte des Aussenrandes bildet sie einen
kurzen, viereckigen Vorsprung, welcher den einen feinen, stark
gebogenen Dora bildenden, vom vorderen Theile des Aussen-
randes der langlich-runden leicht gewdlbten Scheibe abge-
henden Eindringer von Oben bedeckt.
Die Schenkel mit kurzen, auf Kdrnchen sitzenden Borst-
chen bewachsen, an der Oberseite derselben langere Borsten;
die Patellen mit kurzeren, die Tibien oben mit kurzeren and
l&ngeren Borsten, unten mit kurzen, feinen, geraden, ab-
stehenden Haaren besetzt. Die Metatarsen oben mit langen
Borsten, unten mit feinen Haaren, welche jedoch langer sind,
als an den Tibien, bewachsen. Die Tarsen oben und unten
mit langeren Borsten bewachsen. An den beiden Hinter-
paaren sind die Tibien, wie die Metatarsen und Tarsen oben
wie unten mit langeren Borsten besetzt.
Lange des Cephalothorax : 0m0025, des Abdomen :
0m 003, eines Beines des ersten oder zweiten Paares :
0» 008, des dritten: 0m 005, des vierten: Om 0055.
Bei Tione im August gesammelt.
Diese Art hat mit X. striatipes, was ihre Zeichnung
betrifft, grosse Aehnlichkeit; letzterer ist jedoch grdsser;
der Fortsatz an der Unterseite des Tibialgliedes der Palpen
bildet am Ende keine vorspringende Ecke und jeaer an der
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— 341 —
Aussenseite endet in einen feinen, spitzen, einwfirts ge-
krummteri Haken.
lycosa ferruglnea L. Koch.
Mas.
Der Cephalothorax schwarzbraun, hellbraunlich-gelb be-
haart, oben mit einem aus weissen Haaren gebildeten L&ngs-
streifen, welcher an der hinteren Abdachung beginnt und,
ziemlich entfernt von der hinteren Augenreihe, hier beider-
seits erweitert endet. Der Clypeus und dieMandibeln r5th-
lich-braun , letztere an ihrem nnteren Ende schwarz. Die
Maxillen braungelb; die Lippe und das Sternum schwarz;
das letztere weiss behaart. Das Abdomen schwarzbraun,
oben hell-braunlich-gelb, nnten greis behaart; oben ein aus
weissen Haaren gebildeter, von der Basis bis zu denSpinn-
warzen sich erstreckender, hinten verschmalerter und hier von
weissen, beiderseits hinausragenden Bogenlinien der Quere
nach durchkreuzter Langsstreifen ; am Ende dieser Bogenlinien
je ein weisses Punktfleckchen. Das Femoralglied der Palpen
schwarzbraun; der Patellar- undTibialtheil r5thlich-braun; das
Femoral- und Patellarglied weiss-, der Tibialtheil schwarz be-
haart; der letztere oben mit einem schwarzen Lftngsstreifen.
Die Decke der Kopulationsorgane an der Basalh&lfte
schwarzbraun, vorn braungelb; die Behaarung graugelb. Die
Schenkel der Beine schwarzbraun, am Ende rothlich-braun,
an der Aussenseite ein r5thlich-brauner Langsstreifen; die
Patellen und Tibien dieser Beine hell-r5thlich-braun , gelb-
lich- weiss behaart; die Metatarsen und Tarsen br&unlich-
gelb. IHe Schenkel der beiden Hinterpaare r5thlich-braun
mit drei schwarzen Ringen; die ubrigen Glieder wie jene der
beiden Vorderpaare, nur sind an den Tibien zwei dunklere
Ringe zu bemerken.
Der Cephalothorax um 0™ 001 l&nger als breit, am
breitesten zwischen dem zweiten und drittenBeinpaare, nach
Vorn stark verschmalert zulaufend, vom Hinterrande bis in
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— 342 —
die Linie zwischen dem zweiten and dritten Befapaare steil
ansteigend, oben nor zwischen den Augen gew5lbt, nach dem
Seitenrande schrag abgedacbt, gl&nzend, mit anliegenden,
langen Haaren an der seitlichen Abdachung dfinn-, oben dichter
bedeckt, in den Seiten gerundet. Die Abgrenzung zwischen
Kopf- und Brusttheil durch eine feine, geschwungene Furche
angedeutet. Oben und vorn ist der Cephalothorax mit ab-
stehenden, langen Haaren bewachsen. — An der seitlichen
Abdachung des Brusttheilss beiderseits zwei Strahlen-
furchen.
Die vordere Augenreihe leicht nach Hinten gebogen
(procurva), vom Kopfrande etwas weiter, als der Darchmesser
eines Auges der zweiten Beihe betr>, entfernt, nieht so
breit als die zweite Reihe; die Augen gleich gross; die
MA von einander in ihrem Darchmesser, von den SA nor
halb so weit, von den Augen der zweiten Reihe fast drei-
mal so weit, als von einander entfernt; letztere sehr gross,
weiter als in ihrem Durchmesser von einander abstehend.
Die Augen der dritten Reihe grosser, als jene der ersten,
von den Augen der zweiten c. 1 Venial so weit als diese von
einander entfernt.
Die Mandibeln nach Hinten gedriickt, vorn herab nur
wenig gewSlbt, so lang als die vordersten Patellen, nicht
divergirend, der Quere nach sehr fein gerunzelt, mit ab-
stehenden, langeren und kiirzeren, feinen Borsten licht be-
wachsen. —
Das Sternum fast kreisrund, nur wenig gewolbt, glftn-
zend, mit abstehenden, kiirzeren und langeren Borsten weit-
schichtig besetzt
Das Abdomen dem Umrisse nach oval, mit anliegenden,
massig langen Haaren bedeckt, und mit langen abstehenden
Borsten bewachsen.
Das Femoralglied der Palpen fast gerade, gegen das
Ende verdickt; das Patellarglied- und Tibialglied von gleicher
L&nge, letzteres oben kiirzer-, unten lang behaart.
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— 848 —
Die Decke der Kopulationsorgane gl&uzend, an der
Basalhalfte gewSlbt and seitlich gerundet, oben karz behaart,
in einem ziemlich langen and lang behaarten Schnabel ver-
l&ngert. Der Eindringer der Kopulationsorgane aas der
rondlichen Hohlung einer stark prominirenden Erhfthnng ent-
springend, von der Basis an allmahlich etwas verschm&lert
and dann pldtziich in eine knrze Spitze auslanfend; er ist
stark nach Aussen gekrammt and hat an seiner Basis einen
ziemlich langen, abwarts gerichteten, an seiner Spitze haken-
f5rmig umgebogenen Zahn.
Die Schenkel der Beine unten lang behaart; an jenen
des ersten Paares am Ende vorn 2 Staoheln. An den
Tibien der beiden Vorderpaare oben und unten, sowie an
Metatarsen sammtlicher Beine oben neben der kftrzeren Be-
haarang lange, abstehende Haare.
Lange des Cephalothorax: 0m 0035, des Abdomen:
0m 003 , eines Beines des ersten oder zweiten Paares :
0™ 0095, des dritten: 0™ 009, des vierten: 0» 0125.
Lycosa Amatthea nov. spec.
Mas.
Der Gephalothorax dunkelgelbbraun , die Zeichnongen
desselben durch br&unlich-gelbe and weisse Haare gebildet;
der Seitenrand mit.weissen Harcheo belegt, tiber demselben
ein weisses, zuweilen in einzelne Flecken aufgeldstes Langs-
band; um die Mittelritze ein gelber sternftrmiger Flecken,
hinten and vorn darch weisse H&rchen begrenzt; der Kopf-
theil oben and von da noch etwas an der seitlichen W61-
bang herab br&nnlich-gelb behaart. —
Im Weingeist, sowie an abgeriebeneu Exemplaren
ersoheint der Susserste Seitenrand schwarz, iiber dem-
selben am Brusttheile ein braanlich-gelbes L&ngsband, von
welchem abgerandete Zacken nach Unten verlaufen, oben am
die Mittelritze ein sternftrmiger, br&anlich-gelber Flecken,
an dem Kopftheile ein grosser braunlich-gelber, dreieckiger
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— 344 —
Flecken, dessen Spitze mit dem hinteren Ende des Kopf-
theiles zusammenfallt, in diesem hinter den Augen der dritten
Reihe zwei kleine, dreieckige, braune Flecken, einige derartige
Flecken anch an dessen Seitenrandern ; am Clypeus beider-
seits zwei braunlicb-gelbe Flecken. Die Mandibeln schwarz-
braun, braunlich-gelb behaart, in der Mitte ein Flecken aus
weissen Haaren bestehend. — Maxillcn und Lippe schwarz-
braun, nach Vorn zu lichter gefarbt. Das Sternum schwarz-
brann, die anliegenden Haare braunlich-gelb, die abstehenden
schwarz. Das Abdomen oben schwarz; an der Basis ein
runder, weiss behaarter Flecken; derselbe ist seiner ganzen
Lange nach von einero braunlich-gelb behaarten, noch etwas
dariiber hinaus ragenden Langsflecken durchschnitten, an dem
feinen Ende des letzten zuerst beiderseits ein braunlich-gelb
behaartes Querfleckchen und hinter diesem ein durch weisse
Haare gebildetes Fleck chen; nun folgt eine Langsreihe
braunlich-gelb behaarter Winkelflecken; in dem Winkel der-
selben und an deren ausseren Ende je ein weisses Haar-
fleckchen; die Seiten des Abdomen durch weisse und braun-
lich-gelbe Haarflecken gesprenkelt. Die Unterseite graugelb
behaart. Die Palpen braunlich-gelb und ebenso behaart; am
Femoralgliede oben' ein schwarzes Fleckchen und vor dem
Ende ein schwarzer Ring; das Patellar- und Tibialglied an
der Basalh&lfte schwarz, an der vorderen braunlich-gelb,
weiss behaart; die Decke der Kopulationsorgane an der
Basalh&lfte schwarz-braun, vorn braungelb; die Behaarung
graugelb. Die Beine braunlich-gelb; die schwarzen Ringe
und Flecken schwarz-, die hellen Stellen weiss- oder brauu-
lich-gelb behaart; an den Schenkeln vier schwarze Ringe,
an den Patellen beiderseits ein schwarzer Fleck; die Tibien
und Metatarsen mit je drei schwarzen Ringen.
Der Cephalothorax so lang als Patella und Tibia
eines Beines des vierten Paares, fast urn 0m 002
lftnger als breit, in den Seiten leicht gerundet, vorp mehr
als halb so breit als in der Mitte, vom Hinterrande bis an
die Linie zwischen dem dritten Beinpaare ansteigend, am
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— 345 —
Kopftheile oben and in den Seiten gewblbt, nach den Seiten
steil abgedacht, gl&nzend, mit anliegenden, langen, einfachen
Haaren bedeckt, and mit abstehenden, m&ssig langen Haaren
allenthalben, besonders dicht aber oben besetzt; zwischen den
Augen der zweiten and dritten Reihe l&ngere Borsten, diese
sind in der Mitte nach Vorn, zn beiden Seiten jedoch aus-
w&rts gerichtet. Die Mittelritze massig lang, seicht, in der
Linie zwischen dem zweiten and dritten Beinpaare.
Die vordere Aogenreihe gerade, kaura im Darchmesser
eines MA vom Kopfrande entfernt, so breit als die zweite;
die Augen einander sehr genahrt, gleich weit and kaam im
Halbmesser eines MA von einander entfernt; die MA grosser
als die SA, von den Augen der zweiten Reihe in ihrem
Darchmesser entfernt. Die Augen der zweiten Reihe in
ihrem Darchmesser von einander, and c. 1 %mal so weit von
den Augen der dritten Reihe abstehend; letztere nur wenig
kleiner als die Augen der zweiten Reihe and betr&chtlich
grtoser als die MA der ersten.
Die Mandibeln unter dem Kopfrande in Knieform her-
vortretend, dann unbedeutend nach Hinten gedrflckt, betr&cht-
lich langer als die Patella eines Beines des ersten Paares
gl&nzend, mit anliegenden Haaren diinn bedeckt and mit ab-
stehenden Borsten, welche an der Innenseite langer sind,
besetzt
Die Maxillen gewolbt, innen langs der Lippe ausge-
hSblt, vorn an der Aassenseite gerandet, innen schrag ab-
gestutzt; die Lippe gewdlbt, kaam mehr als balb so lang,
als die Maxillen, vorn nur wenig verschmalert, mit geradem
Vorderrande. Das Sternum breit oval, gewOlbt, glanzlos,
mit angedrQckten, nach Yorn and Innen gerichteten Haaren
dfinn bedeckt and mit langen, gerade abstehenden Haaren
licht bewachsen.
Das Abdomen vorn rundlich abgestumpfl, hinten all-
mahlich breiter and gerandet, mit anliegenden Haaren oben
and unten dicht bedeckt and oben, so wie in den Seiten
reichlich mit abstehenden langen Borsten besetzt.
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— 346 —
Das Femoralglied nachAussen uud etwas aufw&rts ge-
bogen, seitlich zusamraengedriickt, am Ende verdickt, unten
sehr laog behaart; der Tibialtheil nur wenig langer als das
Patellarglied, unten und in den Seiten lang behaart; die
Decke der Kopulationsorgane an der Basalhalfte gl&nzend,
gew5lbt, in den Seiten stark gerundet; in der Mitte ist die
Decke etwas eingeschnflrt, wird dann wieder breiter und
endet erst vorn in eine kurze Spitze. Die Basalhalfte mit
langen Borsten besetzt, die vordere oben ktirzer und dichter,
unten lang behaart.
Die Beine lang behaart, an den Patellen, Tibien und
Metatarsen einzelne sehr lange Haare. Am Ende der
Schenkel des ersten Paares vorn nur ein Staohel. Nur an
den Tarsen der beiden Vorderpaare eine Scopula.
L&nge des Cephalothorax : 0m 006, des Abdomen:
0m 005, eines Beines des ersten Paares: 0m 017 , des
zweiten : 0m 015, des dritten : 0m 014, des vierten : 0m 0185.
I Von Lycosa cinerea Fabr. unterscheidet sich die gegen-
"■ wartige Art durch den langeren Cephalothorax, die vollst&n-
-v dig anders gebildete Decke der Kopulationsorgane und den
Mangel einer Scopula an den Metatarsen der beiden Vorder-
beinpaare. — Bei Lycosa cinerea ist der Cephalothorax con-
stant ktirzer als Patella und Tibia eines Beines des vierten
Baares; die Decke der Kopulationsorgane lauft gleichm&ssig
von der Basis bis zum Ende allmahlich spitz zu.
Von Lycosa Amalthea k5mmt auch eine auffallend
kleinere, an alien Theilen lichter gefarbte Varietat vor. —
Ein Exemplar dieser Art besitze ich auch aus den bayeri-
schen Alpen, wo dasselbe bei Wessen gefunden wurde.
Euophrys alpicola nor. spec
Femina.
Der Cephalothorax schwarz , die Augen der ersten Reihe
mit einem aus weissen Schuppchen gebildeten Binge amgeben,
der Clypeus mit weissen Borsten besetzt; die Mandibeln
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— 347 —
gelbbraun; dieMaxilleo, dieLippe and das Sternum schw&rz-
lich-braun, das Abdomen oben and in den Seiten schwarz;
im Weingeist kommen an der Oberseite vier braungelbe
Bogenlinien, deren vorderste nochin der vorderen H&lfte der
L&nge des Abdomen sich befindet, zum Vorschein. Die Un-
terseite und die Spinnwarzen schmutzig^braunlich-gelb, letztere
schw&rzlich angelaafen. — Die Epigyne braangelb. Die
Palpen und Beine braanlich-gelb ; die Schenkel der letzteren
lichter gefarbt als die ubrigen Glieder.
Der Cephalotborax l&nger als breit, in den Seiten fast
gleichbreit, nur Hinten etwas breiter nnd gernndet, vora
Hinterrande bis in die Linie zwischen dem dritten Beinpaare
steil ansteigend, von der dritten Angenreihe nach Vorn mit
leichter W&lbung geneigt, nach den Seiten senkrecht ab-
fallend, oben mit aufrechten, massig langen Haaren be-
wachsen; diese Behaarang zieht sich auch noch etwas an
der seitlichen Abdachung herab; onterhalb der Angen der
zweiten and dritten Reihe einzelne sehr lange Haare; die
Behaarang schwarz. Der Clypeus kaum so hoch, als der
Halbmesser eines MA der ersten Reihe betrftgt.
Das Aogenviereck merklich breiter als lang; die Angen
der dritten Reihe so weit als die SA der ersten von ein-
ander entfernt innerhalb der vorderen H&lfte der L&nge des
Cephalothorax. — Die Augen der ersten Reihe dicht bei-
sammen; die SA nur wenig h5her stehend als die MA; die
Augen der zweiten Reihe in der Mitte zwischen den SA der
ersten und den Augen der dritten, letztere von einander and
dem Kopfrande gleich weit entfernt.
Die Mandibeln stark nach Hinten zur&ck weichend,
kurz, aus breiter Basis nach Unten stark verschmalert, innen
divergirend, mattglanzend, fein granulirt, mit gelblichen, feinen
Borsten licht besetzt
Die Maxillen leicht gew51bt, vorn sehr breit, mit ge-
radem Vorderrande. Das Sternum schmal-oval, gewOlbt,
glanzend, mit langen, abstehenden feinen Haaren reichlich
bewachsen.
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— 348 —
\ Das Abdomen l&nglich, vorn rundlich abgestumpft, in
den Seiten und an seinem verschm&lerten hinteren Ende ge-
rundet, etwas fettartig glanzend, oben mit abstehenden,
feinen, braunlichen, m&ssig langen Haaren weitschichtig bewach-
{ sen, nnten mit ahnlichen, jedoch anliegenden Haaren licht be-
4 deckt. — Die Beine glanzend, lang behaart, die Stacheln
oben an denSchenkeln borstenartig, sehr lang ; die beiden Vor-
', derbeinpaare dicker; die Schenkel derselben oben stark ge-
w5lbt. An den Patellen, Tibien nnd Metatarsen oben ein-
zelne, sehr lange aufrechte Haare.
Lfinge des Cephalothorax : 0m 00125, des Abdomen:
Om 002, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
0m 002, des dritten: 0™ 00225, des vierten: 0" 003.
Euophrys petrensis, mit welcher die gegenwartige Art
verwechselt werden kdnnte, unterscheidet sich von derselben
durch die schwarzgeringelten Beine, den mit bnnten Harchen
bedeckten Cephalothorax nnd das ebenso behaarte Abdomen ;
die Platte der Epigyne ist breit, und hat in ihrer vorderen
Halfte zwei durch doppelte Ringe eingeschlossenen Kreise;
bei Euophrys alpicola ist die Platte der Epigyne schm&ler,
an ihrem ninterrande in der Mitte leicht eingedruckt, an
ihrer vorderen Halfte zwei ziemlich von einander entfernte
Punktgrubchen und vor demselben ein kleines, glanzendes
rundes Granulum.
Aelnrops nobilis nor. spec.
Mas.
Der Cephalothorax an der seitlichen Abdachung braun-
gelb mit feiner schwarzer Randlinie, oben schwarzbrauo,
schwarz behaart; vom Hinterrande beginnen zwei reinweisse
Haarstreifen, anfanglich etwas breiter, dann verschmalert und
Ziehen sich an der Grenze der seitlichen Absenkung uber den
Augen der zweiten und dritten Reihe fort bis zu den SA
der ersten Reihe, wo ihre Enden darch eine fiber der ersten
Augenreihe verlaufende, weisse Haarlinie verbunden sind;
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— 349 —
unter der ersten Augenreihe noch eine quere, weisse Haar-
linie. Die Mandibeln, Maxillen, die Lippe und das Sternum
hell-hraunlich-gelb. Das Abdomen oben und in den Seiten
schwarz, schwarz behaart, mit drei durchlaufenden weissenHaar-
streifen, einem scbmalen in der Mittellinie und je einem brei-
teren an den Seiten. Die Unterseite schmutzig-gelb , weiss-
behaart. Die Spinnwarzen braunlich-gelb, schwarzlich ange-
laufen. Die Palpen hell-braunlich-gelb; das Femoralglied
oben an der Spitze, die ubrigen Glieder sowie die Decke der
Kopulationsorgane oben rein-weiss behaart. Die Htiften und
Schenkel der Beine braunlich-gelb; die Schenkel des ersten
und zweiten Paares oben- gegen das Ende, jene der beiden
Hinterpaare aber der ganzen Lange nach schwarzlich ange-
laufen; die Patellen braunlich-gelb; die ubrigen Glieder der
Beine braungelb; die Tibien und Metatarsen des ersten und
vierten Paares schwarzlich angelaufen. Die anliegende Be-
haarung der Beine gelb; die abstehenden Haare und Borsten
schwarz.
Der Cephalothorax am 0m 001 langer als breit, vom
Ende des ersten Dritttheiles seiner Lange an etwas breiter,
vom Hinterrande bis an die Linie zwischen dem dritten Bein-
paare schrag ansteigend und von der dritten Augenreihe an
nachVorn sanft abgedacht, nach dem Seitenrande fast senk-
recht abfallend, glanzend, mit anliegenden, langen, einfachen
Haaren, welche nach Vorn zu dichter stehen, bewachsen.
Keine Mittelritze.
Das von den Augen begrenzte Viereck so lang als
breit; die Augen der dritten Reihe nicht ganz so weit als
die S A der ersten von einander entiernt, innerhalb der vor-
deren H&lfte der Lange des Cephalothorax. Die Augen der
ersten Reihe dicht beisammen ; die MA fast in ihrem Durch-
messer vom Kopfrande entfernt. Die Augen der zweiten
Reihe von den SA etwas weiter als von den Augen der
dritten abstehend; letztere vom Kopfrande etwas weiter als
von einander entfernt.
Die Mandibeln senkrecht abfallend, vorn leicht gewdlbt,
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— 350 —
kfirzer als die vordersten Patellen, innen etwas divergirend,
glanzend, der Quere oach fein gerunzelt, mit herabh&ngenden,
massig langen, weissen Haaren licht bewachsen.
Die Maxillen nach Vorn allmahlich breiter, wenig ge-
w5lbt, ohne Zaho an der vordereo Rundnng des Aussen-
randes: der Vorderrand nur wenig-, der Jnnenrand vorn bis
zur Lippe starker gerundet. Die Lippe kaum linger als an der
Basis breit, vorn verschmalert zulaufend, mit gerandetem
Vorderrande.
Das Sternum schmal-oval, gewolbt glanzend, mit sehr
langen, abstehenden, weissen Haaren, reichlicb bewachsen.
Das Abdomen langlich, vorn rundlich abgestumpft, io
den Seiten leicbt gerundet, gegen die Spinnwarzen etwas
spitz zulaufend, oben mit glanzenden, haarahnlichen Schupp-
cben bedeckt, zwischen welcben abstehende, feine, laoge
Borsten hervorragen; die Unterseite wie die obere behaart
Das Femoralglied der Palpen an der Basis gebogen,
gegen das Ende allmahlich verdickt; das Patellar- nod
Tibialglied von gleicher Lange und oben dicht mit haar-
ahnlichen Schuppen bedeckt, das letztere oben in einem vor-
8tehenden, abgerundeten Kegel verlangert, aussen mit einem
kurzen, am Ende abgestutzten and eingekerbten Fortsatze.
Die Decke der Kopulationsorgane wie die beiden vorher-
gehenden Glieder behaart und an der Basalhalfte mit einigeo
sehr langen Borsten besetzt, dem Umrisse nach oval, gewolbt,
vorn schrag in langlich-runder Form abgedacht and hier
dicht kurz behaart. Die Kopulationsorgane gewSlbt, hinten
in einen nach Aussen gerichteten, rundlich abgestompften
Kegel verl&ngert.
Die Schenkel der Beine oben hochgewolbt, unten mit
kurzen Haaren und langen Borsten, oben mit sehr langen
Stacheln besetzt Die Patellen und Tibien mit abstehenden,
m&ssig langen Haaren bewachsen, an der Basis and am
Ende dieser Glieder je ein sehr langes, aafrechtes Haar.
An den Tarsen des ersten und zweiten Paares eine Scopula.
— Die Tibien des ersten Paares etwas dicker.
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— 351 —
Lange des Cephalo thorax: 0m 0025, des Abdomen:
Om 0025, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
0™ 0035, des dritten: 0™ 0045, des vierten: 0m 0055.
Feraina.
Der Cephalothorax schwarz, mit einem breiten, gelb-
lichen, weiss-behaarten Bande am Seitenrande, letzterer selbst
mit schwarzer Randlinie; die schwarze Flache mit schwar-
zen Haaren bedeckt, nar der Raura zwischen den Aagen
rothlich-braun behaart und der Lange nach in der Mitte
von einem gelblichen, feinen Haarstreifen durchzogen ; der gelb-
liche Clypeus weiss behaart, unter der ersten Augenreihe
ein dichter, weisser Haarstreifen. Die Augen selbst von
orangegelben Haarringen eingefasst. Die zwei weissen
Haarstreifen, welche, wie bei dem Mannchen an der
oberen Grenze der seitlichen Absenkung sich hinziehen,
breiter, vom weniger deutlich, and am vorderen Ende nicht
durch einen weissen Querstreifen verbanden. Die Mandi-
beln blassgelb, mit einem schwarzen Querbande an der un-
teren Halfte. Die Maxillen, die Lippe and das Sternnra
blassgelb, die ersteren an der Basalhalfte schwarzlich ange-
laufen. Der Mittelstreifen an der Oberseite des Abdomen
breiter. Palpen and Beine blassgelb, erstere weiss behaart,
mit einem schwarzen Fleckchen oben an der Basis des Pa-
tellar-, Tibial- and Tarsalgliedes. Die Beine mit anliegen-
.den, gelblichen Harchen bedeckt, die abstehenden Haare and
Borsten schwarz; an den Schenkeln oben zwei schwarze
Flecken, an jenen der beiden Hinterpaare vom fiber der
Basis ein schwarzes Fleckchen, je ein solches vorn and
hinten an den Patellen; an der Basis and am Ende der
Tibien je ein schwarzes Fleckchen.
In den Korperfbrmen and der Behaarang der einzelnen
Theile stiramt das Weibchen mit dem Mannchen uberein.
Lange des Cephalothorax: 0m 00325, des Abdomen:
0m 00325, eines Beines des ersten oder zweiten Paares:
Om 0045, des dritten: 0m 0055, des vierten: 0™ 0065.
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— 352 —
Ausser der in beiden Geschlechtern, vorzuglich aber bei
deui Mannchen bestehenden Verschiedenheit der Zekhnung
des Cephalothorax und Abdomen von Aelnrops fasciatus
Hahn, unterscheidet sich das Mannchen der letztgenannten Art
von Aelnrops nobilis dadurch, dass die SA der ersten Reihe
merklich hdher uber den MA stehen, die vordere Kopfwand
h5her und schmaler ist, and dass die Mandibeln dfinner und
langer sind; das Patellar- und TibiaJglied der Palpen, so-
wie die Decke der Kopulationsorgane sind kuraer- und
weniger dicht behaart. Bei dem Weibchen vou Aelnrops
fasciatns sind die abstehenden Haare am Abdomen sehr
viei kurzer, die beiden Oeffnungen der Epigyne sind fast kreis-
rund und die sie trennende Scheidewand in der Mitte sehr
verengt, fast linear; bei Aelurops nobilis sind die Oeffnun-
gen h&her als breit und die Scheidewand zwischen beiden
ist in der Mitte ziemlich breit
Platylophus montanus L. Koch.
Gf. I. Beitrag zur Kenntniss der Arachnidenfauna
Tirols von L. Koch p. 166.
Oben erdfarbig braun, mit weissem Saum am Vorder-
rande; der Augenhugel weisslich-gelb, eine denselben durch-
ziehende L&ngslinie und die Zahnchen iiber den Augen weiss;
die Flftche beiderseits vom Augenhugel weissUch-braun ge-
fleckt; hinter dem Augenhugel beginnt ein brauner, vom
breiter, bis zu seiner Mitte allmahlich schmSlerer und beider-
seits rund augeschnittener Riickensattel, welcher von der
Mitte an pl5tzlich stark verschmalert erscheint und dann
bis zu seinem hinteren Ende, welches von jenem des Ab-
domen nicht weit entfernt ist, gleich breit und hinten abge-
rundet ist; dieser Riickensattel ist an seiner vorderen Halfte
breiter-, hinten schmaler weiss gesaumt; in demselben be-
merkt man vorn eine Doppelreihe weisser Punktfleckchen.
Beiderseits an der hinteren Rundung des Abdomen ein
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— 353 —
Bctrwarzbraunes Fleckchen. Die Unterseite schmutzfe-w *
bratin gefleckt. Die Huften der Beine an der Basalhaift '
weiss mit einem braunlichen Mittelstreifen, am Ende bran
die Beine gelblich-weiss ; die Schenkel, Tibien nnd Afetatarseu
mit zwei braunlichen Ringen; die PatelJeo br&unlioh ange-
laufen; die Tarsenglieder mit Ausnahme der weisalichen
ersten brSunlich. DieMandibeln weisslich-gelb; das Zangen-
glied an der Basalhalfte braun. Die Palpen gelblich-weiss*
das Femoralglied oben und an der Basalhalfte auch unten
gebrS-unt; der Patellartheil oben und aussen mit einem
braunlichen Langsstreifen ; das Tibialglied oben und der
Tarsaltheil an der Spitze gebrfcunt.
Die Oberseite des KOrpers gewSlbt, glanzlos, dicht fein
granulirt. Der KSrper tun 0™ 001 linger als breit, liber
den Huften des vierten Beinpaares beiderseits eingedriickt.
In der Mitte des Vorderrandes drei niedere H5ckerchen, jedes
mit einem ganz kurzen Borstchen. Der Seitenrand des Vor-
derleibes mit drei ahnlichen, jedoch h5heren HSckerchen be-
setzt. Der Angenhiigel sehr gross, breiter als lang, oben
der LSnge nach tief ausgehShlt, vorn schmaier als hinten;
die Randh5ckerchen nieder, abgerundet, jedes mit einem ganz
kurzen Borstchen ; es sind deren beiderseits 6 — 7 vorhanden.
— Die Mandibeln glatt, glanzend, mit ganz kurzen Borst-
chen sparlich besetzt. Das Femoralglied der Palpen unten
mit sechs zum Theil sehr langen, theils ganz kurzen Dornen,
welche eine schwarze, kurze Borate tragen; am Ende innen
an einem Hockerchen zwei ahnliche, jedoch kurze Dome;
das Patellarglied am vorderen Ende innen mit einem vor-
warts gerichteten, kegelfftrmigen, ziemlich spitzen, gleich-
massig kurz behaarten Fortsatze; am Innenrande des Gliedes
selbst zwei l&ngere Dome mit einer Borste am Ende. Das
Tibialglied von ahnlicher Form, wie der Patellartheil, doch
ist der Fortsatz betrachtlich kiirzer; an der Aussenseite ein
Ifingerer und ein kiirzerer Dorn; das Tarsalglied kurzborstig,
oben glatt, unten rait einer Langsreihe von langeren und
kiirzeren Dornen.
Ferdinandeums-Zeitschrift. 23
f
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— 354 —
Die Beine fein netzartig, etwas glanzend, nur mit gaoz
kurzen Borstchen besetzt; weder dieSchenkel noch die Tibien
kaotig.
L&Dge des Korpers: 0m 003, eines Beines des ersten
Paares : 0m 005, des zweiten : 0m 008, des dritten : 0m 0055,
des vierteu: 0™ 0085.
Platylophus montanus warde von inir auch auf der
H5he des Sonnenwirbels im Erzgebirge geftmden.
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I
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A
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GOOgl; I
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Googk
ZEITSCHRIFT
des
FERDINANDEUMS
ffir
Tirol und Vorarlberg.
Herausgegeben
von
dem Verwaltungs-Ausschusse desselben.
Dritte Folge.
Einundzwanzigstes Heft.
INNSBRUCK.
Druck der W A G N E R* schen Uniyersit&ts-Buchdnickerei.
1877.
Digitized byCaOOQlC
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L
Geschichtliche Abtheilung.
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Anton Falger
und
das Lechthal.
Von
Christian Schneller.
— -V-
Ferdinandeums-Zeitscbrift. 1
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wm&mAM&m.
BERICHT
des
Verwaltungs-Ausschusses
iiber die
Jafcre 1874, 1875 «. «876.
INNSBRUCK.
Druck der WAGNER'schen Unirersit&te-Buchdruckerei.
1877.
Google
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Jahresbericht
dos Verwalhmgsausschusses des losenm Ferdinandeom erstattot
M der Generalversamialang
am 8. Juni 1877.
Hochansehnliche Versammlung!
Der Verwaltungsausschuss des Ferdinandeum erachtet
es far seine Pflicht, bevor er das Mandat, mit welchem Ihr
Vertrauen vor drei Jahren ihn beehrte, in Ihre Hande zuriick-
legt, Ihnen uber seine Wirksamkeit und seine Erfolge im
abgelaufenen Vereinsjahre wie in den friiheren Jahren Bericht
zu erstatten. 1st sicli derselbe bewusst, nach besten Kraften
und nach bestem Wissen sein Amt verwaltet zu haben, so
glanbt er sich auch das Zengniss geben zu k5nnen, dass
sein Streben auch in diesem Jahre nicht ohne ansehnlichen
Gewinn ffir die Anstalt geblieben. Von der stetig wach-
senden Ausdehnung der wertvollen Sammlungen, welche sich
unser Verein zur Aufgabe gemacht, zeugt wol am besten
der Umstand, dass wiewol der Ausschuss fortwfihrend be-
mfiht ist, durch Zusammendrangung, ja selbst durch Aus-
scheidung der an sich minder bedeutenden oder doch fur
unsere Zwecke belanglosen Gegenstande aus den Sammlungen
Raum fQr den stets sich mehrenden wertvollen Zuwachs zu
schaflFen, dennoch die Notwendigkeit immer dringender sich
geltend macht, unsere Raume durch einen Zubau zu ver-
gr5ssern. Der erste Schritt hiezu ist bereits geschehen, indem
das fttr diesen Zubau erforderliche Grundstiick von 150 1 |
Klaftern hinter dem Museum laut Kaufbrief vom 15. Juli
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— IV —
1876 erworben wurde. Die Mittel hiezu verdankt das
Museum der grossmutigen Spende der l5bl. Sparkasse in
Innsbruck, welche dem Ferdinandeum zu dieseni Zwecke die
Summe von 1500 fl. zukommen liess.
Ehe der Verwaltungsausschuss einen befriedigten Riick-
bliek auf die einzelnen wichtigeren Erwerbungen des letzten
Jahres wirft, liegt ihm die traurige Pflicht ob, auch des Ver-
lustes zu gedenken, den ihm dasselbe gebracht
Nicht in Schaustftcken besteht dieser Verlust, diese
sind uns unverloren und mehren sich von Jahr zu Jahr.
Warme, waokere Herzen, deren Theilnahme seit Dezennien
unserer Anstalt zugewendet war, welche zum Theile schon
an ihrer Wiege in patriotischer Wallung h5her schlugen,
welche ein gates Theil ihrer besten Kr&fte an die Schaffung
und Ausschmtickung dieses Sammelpunktes aller Natur- und
Geistessch&tze Tirols gewendet, Herzen, welche, noch ehe
sie zu schlagen aufgehSrt, in liebender Sorgfalt das Ferdinan-
deum in ihre letzten irdischen Sorgen einschlossen, sind uns
erkaltet; und gelahmt sind nimmermtide H&nde, welche —
schon welk und schlaff noch mit einer letzten Gabe zum
Zeichen der Theilnahme uber das Grab hinaus sich uns
entgegenstreckten.
Sie alle denken wol hiebei zuerst des Mannes, welcher
— solange das Ferdinandeum besteht — dessen tones
eifriges Mitglied und durch 24 Jahre, vom Jahre 1850 bis
zum Beginne der nun abgelaufenen Verwaltungsperiode,
1874, als Vorstand einer seiner kraftigsten und nachhaltig-
sten F5rderer und Fiihrer war:
Hofrath Johann Rrtter von Ebner,
Ehrenmitglied des Ferdinandeum, auch nach seinem
Riicktritt als Vorstand, der gleiche treue vaterliche Freund
des Institutes, einer der wiirdigsten Diener des Yaterlandes
verliess nicht den Schauplatz seines dem Besten des Landes
gewidmeten Lebens, ohne dem Museum ein Zeichen seiner
bis zum Tode regen Fiirsorge zu hinterlassen. In seinem
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— V —
Testamente fond sioh die Widmung einer Summe von 1000 fl.
zu dem Zwecke, aus deren Ertr&gniss j&hrlich ein Werk fQr
die Museumsbibliothek anzuschaffen.
Dominik Malknecht, gleichfalls Ehrenmitglied der Anstalt,
der als Meister der Bildhaaerkunst den kunstlerischen Ruhm
des Vaterlandes weit tiber dessen Grenzen trug, von dessen
Hand kostbare Werke die Rauine dieses Hauses schmiicken,
beschloss im Mai 1876 sein reiches Kiinstlerleben in Paris.
Dieser schaffende Geist dachte noch in seinen letzten Tagen
des fernen geliebten Heimatlandes and die Hand, mtide
schon, den gewohnten Meissel zu flihren, langte noch nach
der Feder, urn dem vaterlandischen Museum sein treffliches
Bild, von Rouillard gemalt, als Andenken an seine treue
Ergebenheit zu sichern.
Josef Anton FaJger, Graveur zu Elbigenalp, Ehrenmit-
glied des Ferdinandeums, hat seit einer langen Reihe von
Jahren, der Anstalt zahlreiche Beweise seiner Sympathie
gegeben durch Geschenke jeder Art, als werthvolle Auto-
grafen, Munzen, Reliefs, Karten und Bucher. Er hat des
Ferdinandeums auch in seinem Testamente wohlwollend ge-
dacht, indem er demselben seine 84 Nummern umfassende,
Gremaldesammlung nebst verschiedenen andern Kunstgegen-
standen, Waffen, Gerfithen und Naturalien vermaohte. Eine
interessante Biografie dieses Mannes mit spezieller Beziehung
desselben auf sein heimatliches Lechthal ist in der Ferdi-
nandeums-Zeitschrift selbst enthalten.
Sebastian Ruf, der geistvolle auf dem Gebiete der Psy-
chologie und der vaterlandischen Geschichtskunde ruhmlich
genannte Grelehrte, der am 11. April d. J. zu Hall ver-
schied, war ebenfalls verdientes Ehren-Mitglied des Yereins.
Auch er bestimmte eine seiner letzten wertvollen geistigen
Arbeiten fur die Zeitschrift des Ferdinandeums.
Nebst dem Verlust dieser langjahrigen und bewahrte-
sten Freunde beklagt das Museum das Hinscheiden noch
anderer verdienter G6nner und Freunde, die ihm der uner-
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— VI —
bittliche Tod im abgelaufenen Jahre entrissen hat: die Namen
derselben sind:
Angerer Johann, Privat
Bandeson Franz, Bauunternehmer.
Frenninger Alois, Prftlat des Stiftes Wflten, viel-
jahriges sehr verdientes Mitglied.
Gassner Theodor, Gymnasial-Direktor.
Pfaundler Carl, Buchhandler.
Pfeiffersberg Josef Ritter von, Gflterbesitzer
zu Brixlegg vieljahriges Mitglied and verdienter Man-
datar des Ferdinandenms.
Staudaoher Tobias, Dekan and Pfarrer zu Matrel
Stolz Josef, Dr. med., and Irrenanstalts-Direktor in
Hall, ein vieljahriges sehr verdientes Mitglied,
Thaler Josef, Pfarrer in Kuens, Geschichtschreiber,
vieljahriges Mitglied.
Thnrn and Taxis Graf Josef, Erblandpostmeister
von Tirol, vieljahriges Mitglied.
Zacherle Johann, Eaufmann, vieljahriges Mitglied.
Unvergessen soil immerdar sein, was wir den nanmehr
aus unserm Kreise Geschiedenen danken and wenn Sie hier,
Hochansehnliche Versammelte, Ihrer Traaer am ihren Verlust
Aasdraek geben, so ist dies nar ein schwaches aasserliches
Zeichen fur den Dank and die Ehre, die wir ihnen schal-
den and die wir ihnen in anseren Herzen zu bewahreo
geloben.
Ein Trost ffir diese Verluste, deren Gr5sse sich ans
heate, iadem wir sie iiberzahlten, besonders schmerzlich auf-
drangte, liegt far uns gewiss in der Wahrnehmang, dass ansere
Anstalt einen Wert besitzt, dass wir ansere Bestrebangen
einem Werke widmen, welches bedeatend genug ist, am
die Theilnahme and Liebe soloher Manner, wie die eben
genannten in solchem Grade zu wecken and zu fesseln.
Dieser Wert unserer Anstalt ist es sohin, der ons die
Zaversicht gibt, dass auch in der Zakonft dem Werke nicht
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— vn —
nor mildthatige Hande, sondern auch warme Herzen mid
erleuchtete Geister sich zawenden werden, welche an dem
weiterzuschaffen bemiiht sind, was mit solcher Liebe und
solchem Eifer begonnen nnd fortgebildet worden. Vater-
landsfreunde sterben, aber die Vaterlandsliebe stirbt in
Tirol nicht nnd so lange sie nicht erkaltet, ist nnsere An-
stalt des Schutzes nnd der hingebendsten werkthatigen Theil-
nahme sicher.
Einen Beweis hiefur erblicken wir bereits in der Reihe
der Namen jener Manner, welche seit dem Yerlesen des
letzten Jahresberichtes dem Vereine als Mitglieder nen bei-
getreten nnd in dem nachfolgenden Mitgliederverzeichniss
aufgefuhrt sind. Damit ist die Zahl der Mitglieder auf 528
angewachsen, die hSchste Ziffer seit dem Bestande des Fer-
nandenms. Die Zahl der Ehrenmitglieder betragt 21.
Yon Personalver&ndernngen im Ausschusse ist nnr die
interimistische Uebernahme der Fachdirektorstelle fur die
natnrhistorische Sektion mit Riicksicht auf praehistorische
Fnnde seitens des k. k. Universitats-Professor Dr. Franz
Wieser zu erwahnen.
An Stelle des verstorbenen Mandatars ftir Briilegg nnd
Umgebung tihernahm bereitwillig auf Ersnchen des Ausschus-
ses Herr Oberbergrat Leo Thurner in Brixlegg die Man-
datarie.
Zu der Sammlnng ftbergehend ist im Vorans zn be-
merken, dass von Seite des Fachdirektors Oberstlientenant
Reichardt sammtliche geologische FnndstQcke mit grossem
Aufwand von Geschick und Zeit anf das Genaneste bestimmt
and mit Namen nnd Fnndort bezeichnet warden. Speziell
die Petrefekten-Abtheilung warde von demselben einer nenen
Anfstellnng nnd grundlichen Bestimmang unterzogen, so dass
nanmehr jedes einzelne Stuck ebenfalls mit der Etiquette
versehen ist. Auch die Edelsteine warden in einem neaen
Glaskasten entsprechend aufgestellt.
Besondere Bemuhung erfuhr im letzten Jahre die numis-
matische Sammlung durch kHufliche Erwerbung emer grossen
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— vm —
Anzahl wertvoller Munzen, deren Prufang und Ordnung
Fachdirecktor Professor Busson in dankenswerter Weise
besorgte.
Der bedeutendste Gewinn wurde im abgelaufenen Jahre
der ohnehin reichhaltigen Gallerie tirolischer Portraits zuge-
fuhrt. Des Portraits des Bildhauers Malknecht wurde bereits
ErwShnung gethan. Historienmaler Professor Blaas in Wien
schenkte gleichfalls sein von ihm selbst meisterhaft aosge-
fuhrtes Portrait Die Bilder des tirolischen Malers Paul
Dax und des als Verfasser mehrerer tirolischer Werke unter
andern der Geschichte der Landeshauptstadt verdienten Franz
Karl Zoller warden darch Eauf erworben und zwar ersteres
urn den Preis von 500 fl. letzteres am 35 fl. Das Ehren-
mitglied des Ferdinandeums, Herr Gustav Ritter v. Amon
in Wien schenkte sein Bild, gemalt von Erneste Lafitte.
Hier ni5ge noch angereiht werden ein Geschenk des
Bildhauers Heinrich Natter, besteliend in der von ihm aus-
gefuhrten lebensgrossen Portraitsbiiste unseres Kiinstlers Franz
Defregger, in Gyps.
Von anderen wertvollen Kunstgegenstanden verdient im
Gebiete der Malerei hervorgehoben zu werden, ein Oelge-
malde, darstellend den hi. Josef, von Giovanni Piazzetta,
erstanden um den Preis von 100 fl.; auf dem Gebiete der
Plastik vor Allem ein grosses Relief in Birubaumholz, vor-
stellend Kaiser Maximilian's Sieg iiber die B6hmen bei
Regensburg 1504, gearbeitet von Sebastian Steiner von
Sterzing nach Collins Marmor-Relief in der Hofkirche, er-
worben um den Preis von 800 fl. und ein Geschenk des
Bildhauers Joh. Unterkalmsteiner aus Sarnthal, bestehend
in einem Originalmodell seiner Oedipusgruppe in Gyps.
Wegen des ausserst feinen, kiinstlerisch ausgefahrten
Basreliefs mag hier auch noch eine um 25 fl. erstandene
schSne Tabaksdose aus Hirschhorn eingeschaltet werden.
An Alterthiimern und Raritaten seien hier erwahnt:
Ein schoner Ritterhelm, Geschenk des Magistrats Kufstein,
ein sch5ner ttirkischer Handschar, gekauft am 50 fl.
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— DC —
Speckbachers silberne Uhrkette, ein altes wertvolles lateinisch-
deutsches Glossar, erworben um den Preis von 25 fl., end-
lich 2 alte Glocken, wahrsqheinlich aus dein 14. Jahrhundert,
die eine, ein Geschenk des Reichsratsabgeordneten Alois v.
Makowitz in Bozen aus dera Kirchlein St. Florian bei Auer
mit der Inschrift: Magister Vetorme fecit, die andere aus
der Kirche von Campill in Enneberg, gekauft um 70 fl.
Es ist hier nicht m5glich, der anderen, zum Theil
gleichfalls werthvollen und insbesondere im Gebiete der Miin-
zen, Druckwerke und Urkunden sehr zahlreichen Erwerbungen
einzeln zu erwahnen; das vollstandige gedruckte Verzeichnis
derselben wird gleichzeitig in den H&nden der verehrten
Mitglieder sein, doch ist es ein Gebot der Dankbarkeit, die
Namen deijenigen GQnner hier zu nennen, welche auch in
diesem Jahre wieder das Museum mit grossartigen Geschen-
ken bedachten.
So bereicherten die Gemaldesammlung ausser den bereits
Genannten Herr Fachdirektor Statthaltereirat Joh. Wieser
und Gr&fin Maria Firmian, die der Kupferstiche und Photo-
graphien gleichfalls Herr Statthaltereirat Wieser, Ritter
Amon von Treuenfest und Bildhauer Jakob Gliber. Die
Kartensammlung Herr Bibliotheks-Scriptor Anton Hofer
hier, die Sammlung der Alterthtimer und Raritaten die
Herren Baumeister Anton Hohenauer, Severin Ruf in Hall,
Steinmetzmeister Paul Hohenauer, Eunstmaler Joh. J&ger,
J. Buchauer in Schloss Wagrein, Alois Epp, Frau Antonia
Tollinger hier;
Die Sauunlung der Urkunden und Handschriften die
Herren Ludwig Schonach, Student, kais. Rat Dr. David
Schonherr, Ritter von Amon in Wien, Ritter von Alpen-
burg, Pater Christian Schlechter, Professor Vinzenz Murr;
endlich spendeten Druckschriften fiir die Bibliothek die
Herren Ritter von Amon, Doktor Rudigier Cobelli in
Roveredo, Anton Treichel in Berlin , Professor Vincenz Gredler in
Bozen, Fachdirektor General Edler von Sonklar, Hofrat Dr.
Ernst Birk in Wien, Johann von Engl, Hofrat und Vorstand
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— X —
des Museums Johann Kiechl, Joh. G. Obrist, Ritter Freiherr
von Hohenbuhel in Hall, Landesschulinspektor Christian
Schneller, Mdbelh&ndler Johann Bruoker, Josef von Kolb,
Josef Erler, and in gewohnter Liberalit&t die hohe L k.
Statthalterei and die Wagner'sche Universit&ts-Buchhand-
lung hier, welche von alien ihren Verlagswerken ein Exemplar
dem Museum zur Verf&gung stellt
Bedenkt man hiezn die grosse Zahl von Erwerbungen
durch Eauf und den Zuwachs, welcher der Bibliothek doroh
die Jahres-Publikationen der mit dem Mnseum im Tausch-
verh<nisse stehenden 161 gelehrten Gesellschaften und
Akademien wurde, deren Zahl sich in diesem Jahre um den
naturwissenschaftlichen Verein zu Kiel und den Oldenburger
Landesverein fiir Alterthumskunde, vermehrte, so ergibt sich
die erfreuliche Warnehmung, dass das abgelaufene Jahr ein nicht
minder fruchtreiches war, als seine Vorganger.
Erw&hnt mag noch werden, dass der Ausschuss es sich
angelegen sein liess, das Hans, das nunmehr so viele wert-
volle Schatze birgt, mit einem Blitzableiter zu versehen.
Was die Einnahmen des Ferdinandeum in Geld betriffit,
so wird daruber der folgende Rechenschaftsbericht Auf-
kl&rung geben.
A, R. v. Schullern,
Sekretar.
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— XI —
mit Schluss des Jahres 1874.
A- Hauptkasse.
Empfang.
1 . Hauptempfang and Uebernahme
vom Jahre 1873 . , . . . 10021. 91
2. Zuwachs an Kapital und Zinsen 1416. ll1^
3. Ordentliche BeitrSge der Mit-
glieder 2301. 75
4. Ausserordentliche Beitrage der
Mitglieder 48. 25
5. Erl6s aus Vereinscliriften und
Karten , 147. 90
6. Verschiedene Empf&nge ... 350. 25
7. Eintrittsgelder nnd Kataloge . 1492. —
Summe der Einpf&nge 15778. l?1^
Ausgaben.
1. Gehalte und Remunerationen . 1499. 57
2. Kapital und Zinsen .... 988. 94
3. Bau und Reparaturen ... 63. 15
4. Regie 258. 23
5. Verschiedene Ausgaben ... 372. 23
6. Fiir Kataloge u. Eintrittskarten 242. 04
7. Vermehrung der Sammlungen :
a) Kunstsektion . . 228. 43
b) Histor. Sektion . 514. 95
c) Naturhist. Sektion 91. 40
d) Verschiedene An-
schaffungen . . 285. 53 1120. 31
Summe der Ausgaben 4544 47
Bleibt Verntfgen 11233. 70*|2
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— xn —
B. Baufond.
Stanimvermogen voiii Jahre 1873 3017. 50
Neaer Empfang 420. 15*|2
Kassarest vom Jahre 1873 . . 250. 47 \
Sunime des Empfanges — — 3688. 13
Ausgaben fur Ankauf von Spar-
kassescheinen 250. —
Bleibt VermSgen 3438. 13
C. Tschager'seher Legatsfond.
Uebernahnie an Stammkapital und
Kassarest vom Jahre 1871 . 11512. 82
Zuwachs an Kapital und Zinsen . 472. 50
Summe des Empfanges — — 11985. 32
Ausgabe ftir Ankauf eines Gemaldes
von Unterberger nebst Spesen 805. 04
Bleibt Verm5gen 11180. 28
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— xm —
mit Schluss des Jahres 1875.
86
A. Hauptkasse.
Empfang.
1. Hauptempfang und Uebernahme
vom Jabre 1874 11233,
2. Zuwachs an Kapital und Zinsen 450
3. Ordentliche Beitrage der Mit-
glieder 2961. 90
4. Ausserordentliche Beitrage der
Mitglieder 51. 50
5. ErlSs aus Vereinsschriften und
i Garten 79. 60
6. Verschiedene Empfange ... 435. —
7. Eintrittsgelder und Kataloge . 1546. 90
Summe der Empfange
Ausgaben:
1. Gehalte und Renuinerationen
2. B#i und Reperaturen . .
3. Regie
4. Verschiedene Ausgaben .
5. Druckkosten fur Kataloge
Vermehrung der Samnilungen und
Kosten der Zeitschrift
a) Allgemeine8 . 52. 91
b) Kunstsektion . 335. 85
c)Histor. Sektion 421. 61 H
d) Naturhist. Sek-
tion ....
16759. 46 H.
1566. 77
900. 39
341. 52
374. 78
55. 14
245. 41 *12 1055. 79
Sumine der Ausgaben 4294. 39
Bleibt Verm5gen 12465. 07 '|2
FerdinandeunwZeitschrift.
14
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— XIV —
B. Baufond,
1. Stammverm5gen vom Jahre 1874 3267. 50
2. Rechnungsrest vom Jahre 1874 170. 63
3. Neuer Empfang an Eapital and
Zinsen . . . 523. 66
Summe des ganzen Empfanges 3961. 79
Fur den Ankauf von zwei Spar-
kassescheinen warden verausgabt 340. —
Der Kassarest betragt . . . . 14. 29 — 354. 29
Bleibt Vermdgen 3607. 50
C. Tschager'scher Legatsfond.
Empfang.
Uebernahme an Stammkapital und
Kassarest vom Jalire 1874 . . 11180. 28
Zuwachs an Kapital and Zinsen . 1602. 50
Samme des Empfanges
12782. 78
Ausgaben.
Far Ankauf zweier Sparkassen-
scheine
1130. -
Bleibt VermOgen
11652. 78
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— XV —
Sed)twn00=3ltt0wei0
mit Schluss des Jahres 1876.
A. Hauptkasse.
Empfang.
1. Hauptempfong und Uebernahme
vom Jalire 1875 12465. 07*|2
2. Zuwachs an Eapital und Zinsen 1590. 49
3. Einbezahlte ordentliche Beitrage
der Mitglieder 2563. 15
4. Ausserordentliche Beitrage der
Mitglieder 129. 25
5. Erl5s aus Vereinsschriften und
Karten 57. 20
6. Verschiedene Empfange . . . 3020. —
7. Eintrittsgelder und Kataloge . 1369. 40
Summe der Empf&nge 21194. 56 ^
Ausgaben.
1. Gehalte und Remunerationen . 1566. 47
2. Eapital und Zinsen .... 2656. 21 \
3. Bau und Reparaturen . . . 417. 94
4. Regie 385. 70
5. Verschiedene Ausgaben . . . 353. 35
6. Druck der Kataloge und Ein-
band , . . 127. 59
7. Vermehrung der Sammlungen
und Eosten der Zeitschrift:
a) Allgemeines . 194. 83
b) Kunstsektion . 167. 14
c) Histor. Sektion 674. 56 \
d) Naturhist Sek-
tion .... 413. 24 — 1449. 77*|2
(worunter 150 fl. fur Erfor-
schung der Alpenfanna).
Summe der Ausgaben 6957. 04
Bleibt Verm5gen 14137, 52 \
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- XVJ —
B. Banfond.
Stammverm5genvom Jahre 1875 3607. 50
Rechnungsrest vora Jahre 1 875 14. 29
Neuer Empfang an Zinsen . . 197. 54
Summe des Einpfanges
Ausgaben sind nicht vorgekommen.
— 3819. 33
C. Tschager'scher Legatsfond.
Empfang.
Uebernahme an Stainmkapital and
Kassarest vom Jahre 1875 . . 11652. 78
Zuwachs an Zinsen 517. 70
Summe des Empfianges
Ausgaben.
Far Einhebung der Zinse ...
12170. 48
1. 31
Bleibt ein reines VermOgen 12169. 17
wobei jedoch die das Stammverm5gen bildenden steier'schen
Grundentlastungs-Obligationen nach dem Nominal-Werthe
zusammen im Betrage von 10500 fl. 5st W. berechnet sind.
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Das Flussgebiet des Lech ist vom obern Innthale durcli
eine hohe Kalkgebirgskette geschieden, welche nur einige hohe
und beschwerliche Jochiibergange bietet. Vom Fernpasse,
tiber welchen man auf uralter Landstrasse zunachst in das
Quellengebiet derLoisach (Gegend von Lermoos) und von da
durch ein Querthal, Zwischenthoren genannt, uber die Was-
serscheide beim Dorfchen Lahn in das Lechgebiet gelangt,
f&hrt der ganze tirolische Lechgau haufig den Namen
Ausserfern. Sein altgeschichtlicher und bis 1850 auch
der amtliche Name aber war Ehrenberg; so heisst n&m-
lich die bekannte Landesgranzveste bei Reutte, welche seit
den achtziger Jahren des vorigen Jahrhundertes in Triim-
mern liegt. Heute bildet der ganze Gau die Bezirkshaupt-
mannschafb und das Bezirksgericht Reutte und kirchlich>
mit beinahe gleichen Granzen, das Dekanat Breitenwang,
letzteres so benannt nach einem DSrfchen bei Reutte, in
welchem im Jahre 1137 Kaiser Lothar der Sachse auf der
Riickkehr von Italien des Todes verblich.
Das eigentliche so benannte Lech thai reicht jedoch
nach dem Begriffe, der mit dem Namen verbunden wird,
nicht bis an die Landesgranze bei Fiissen, sondern nur bis
gegen das Dorf Weissenbach herab. Ein Blick auf die Karte
geniigt zu erweisen, dass diese Begriffseinschrankung topo-
graphisch keinen andern Grand hat, als dass vom genannten
Dorfe ab am rechten Lechufer die Ausl&ufer der vom Fern-
passe an nach Osten abbiegenden Hauptkette der Kalkalpen
sich in einzelne GebirgsstScke auflosen. Scharfer, als die
Natur, hat Abstammung und Sprache der Menschen diese
Granze gezogen, da am Lech aufwarts bis Weissenbach
1*
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— 4 -
schwabisches Volksthum und schwabische Mundart herrscht,
wahrend Volksthum und Sprache im eigentlichen Lechthal
erheblich davon verschieden ist.
Der Eingang in das Lech thai von Weissenbach hinauf
ist fast abschreckend. Eine Meile weit ist der Thalbodea
zwischen den duster bewaldeten rauhen Bergen fast nur eine
wtiste Sand- und Gerollflache. Da finden wir zuerst, eine
Wegstunde ober Weissenbach, am rechten Lechufer das kleine
Dorf Forchach und eine Stunde weiter das Dorf Stan-
zach am rechten und Vorderhornbach am linken Lech-
ufer. Im Hintergrunde enger Seitenthaler liegen dort Namlos
mit Kelmen, hier Hinterhornbach. Das Thai fangt
an freundlicher zu werden; dem eingeengten Lechflusse ist
jetzt nirgends mehr ein allzu weiter Spielraum fur seine
Sandflachen und Weidenauen geboten. Eine Stunde ober
Stanzach betreten wir das eng zusammengebaute Dorf Elmen,
ober welchem sich ein Seitenthal 6ffnet, In welchem die
Dorfchen Bschlabs, Boden und Pfafflar liegen. Dann
folgt an beiden Ufern das Dorf Haselgehr, bei welchem
in einem engen Seitenthale nach Stiden hin das D&rflein
Gramais liegt. Das Thai sieht nun schon so freundlich
aus, dass der Wanderer nicht mehr bereut, es betreten zu
haben. Er hatte geglaubt, da oben nur mehr annselige
Alpendorfer mit holzernen Hiitten und vom Viehe ausge-
tretenen unsaubern Wegen zu finden, und sieht nun Dorfer
mit stattlichen Hausern, unter welchen manche vom Reich-
thume oder doch von behaglichem Wohlstand ihrer Bewohner
zeugen. Er hatte der Welt schon Lebewol gesagt und findet
nun, dass sie doch grosser sei, als er sich dieselbe gedacht
Einen ungemein freundlichen Eindruck macht das stattliche
Dorf E 1 b i g e n a 1 p , welches seine Lage zum Mittelpunkt
und Hauptort des Thales gestaltet, wenn auch das anderthalb
Stunden weiter oben gelegene Dorf Holzgau eine noch
schSnere Lage und ein mindestens eben so stattliches, schier
noch vornehmeres Aussehen hat. Ist doch die Tochter meist
schOner, als die Mutter — und Elbigenalp ist eben der
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— 5 —
alteste Ort, die Mutter aller andern Kirchen und Dorfschaf-
ten des Thales! Zwischen Elbigenalp und Holzgau liegen
noch die Ortschaften Bach und Stockach. Von Holzgau
gelangt man iiber das Dorf Hagerau in einer Stunde nach
Steeg, welches Dorf ebenfalls recht hiibsch und freundlich
aussieht. Gefallt es aber dein Wanderer hier nicht und will
er weiter, so mag er nun allerdings fur einen oder zwei
Tage der Welt Lebewol sagen. Seitlich von Steeg liegt das
Dorfchen Kaisers — es liegt eigentlich nicht, sondern
hangt vielmehr an jaher griiner Berglehne. Hinter Steeg
liegt eine schmale griine Wiesenmulde mit dem Weiler Hin-
terellenbogen, vom Volkswitze als der „ Bettler Umkehr *
bezeichnet. Zwei Wegstunden weiter oben findet sich im
wilden Gebirge noch das D5rfchen Lechleiten. Hier hat
das Lechthal und Tirol ein Ende. Allerdings liegen an den
Quellen des Lech und auf dem sogenannten obern und untern
Tannberg noch einige Dorfchen, allein sie gehoren zu Vor-
arlberg; bei der Eifersucht, mit welcher die Vorarlberger
ihre Landesgranzen hiiten, ware es nicht rathsam, bloss
aus geographischen Griinden die Ortschaften am Lech,
Zug, Ziirs, Biirstegg, Warth und Hochkrummbach
im Wege der heute beliebten Annexion fur das Lechthal
gewinnen zu wollen. Um vollens gar Niemanden Unrecht
zu thun, bin ich verpflichtet nachzutragen, dass auch die
vorerwahnten Dorfchen Bschlabs, Boden, Pfafflar, Gramais
und Kaisers von Alters her politisch zu Imst und Landeck,
nicht zu Reutte gehoren und daher auch auf den ruhigen
Mitgenuss der glorreichen Erinnerungen des alten Herrschafts-
sitzes Ehrenberg kein voiles Anrecht haben. Von denselben
geh5rt auch kirchlich nur Kaisers zum Dekanat Breitenwang.
Auch die Namloser und Kelmer mochten in unbewachten
Augenblicken gerne aus dem Lager der Lechthaler in jenes
der Berwanger und Zwischenthorer iibergehen, so dass ein
gewissenhafter Topograph seine liebe Noth hat, das Bischen
Lechthal in guter Ordnung zusammen zu halten.
Es hat in manchen stillen Thalern Manner gegeben,
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- 6 -
welche lebhaftes Interesse fur die Geschichte und die Merk-
wiirdigkeiten der Heimat empfanden und sich daran machten,
nicht bloss nach alten Geschichten zu forschen und Urkunden
und Alterthumer zu sammeln, sondern auch schriftlich auf-
zuzeichnen, was sie erfuhren und fanden. Ein solcher Mann
war fur das Lechthal der den Lesern vielleicht sohon aus
Biichern und Zeitungen bekannte Graveur Anton Falger
von Elbigenalp, welcher nach einem th&tigen Leben un-
langst iin sechsundachtzigsten Jahre seines Alters in das
Jenseits hinuber gegangen ist. Neben seinen Sammlungen
hat er eine ^Chronik von Lechthal* in verschiedenen Ab-
schriften hinterlassen, welche der nachfolgenden Darstellung
der geschichtlichen und ethnographischen Verhaltnisse Lech-
thals zu Grunde gelegt werden soil. Da aber Falger 1863
im 73. Lebensjahre „auf Verlangen des hochw. Herrn Pfar-
rers Trenker zu Elbigenalp* auch eine Skizze seines Lebens
„mit zitternder Hand* geschrieben hat, so lassen wir einen
Abriss seines Lebens mit Beniitzung dieser Quelle voraus-
gehen. Da darin Sfter Falger's eigene Worte wiedergegeben
werden, wollen wir sogleich bemerken, dass Falger mit der
Feder nicht so gewandt war, wie mit der Radirnadel; doch
war der Stil, in welchem er schrieb, ganz der Ausdruck
seines etwas eigenthumlichen Wesens. Wie er dachte und
sprach, so schrieb er auch, ohne sich urn die Regeln der
Schreibkunst viel zu kummern. —
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I.
Johann Anton Falger wurde am 9. Juli 1791 zu
Elbigenalp geboren. Sein Vater war Gregor Falger, „ Backer,
Fuhrmann und Bauer", seine Mutter Maria Anna Lumpert,
deren Bruder Anton nach Wien ging und dort bei der Btir-
gerschaft so grosses Ansehen gewann, dass er zur Wurde
eines wklichen Biirgenneisters gelangte und ihm zu Ehren
auch eine Gasse den Namen „ Luuipertsgasse * erhielt.*)
In der Schule war Falger — „ ein mittehnassiger Schil-
ler, im Schreiben, Rechnen und Lesen alter Briefe nicht
schlecht, aber im Auswendiglernen nicht gut. Also im Ka-
techismus ziemlich schlecht, Gott sei Dank, den brauchte
ich aber in der Fremde nicht, darum fragte mich kein Mensch.
Ich meine damit aber nicht, der Mensch brauche keine Re-
ligion ; so ist es nicht gemeint. " Im Sommer 1804 besuchte
Falger die Schule in Reutte, wo er einen „ Preis " im Rech-
nen bekam; im Herbste desselben Jahres verlor er seine
Mutter durch den Tod. Er hatte grosse Vorliebe fur das
Zeichnen und wollte durchaus Maler werden. Nicht darauf
versessen, aus seinem Sohne auch einen Backer und Fuhr-
*) Anton Lumpert, geboren zn Kflglen am 13. November
1757, studirte das Gymnasium und die Philosophic in Innsbruck und
ging 1780 nach Wien, um sich juridischon Studien zu widmen. 1786
trat er als Beamter beim Magistrate ein und wurde 1795 Magistrats-
rath, 1814 Vice-Btirgermeister und 1823 wirklicher Biirgermeister.
Zu Anfang des Jahres 1837 legte er sein Amt nieder und starb bald
nachher am 10. April 1837. Er war unrerehlicht ; sein ansehnliches
YennOgen fiel zur Halfte an eine Nichte, zur H&lfte an seine Neffen
Anton und Ignaz Falger.
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— 8 —
mann zu machen, filhrte ihn sein Vater zum Maler Karl
Selb in Unterstockach, welcher den eifrigen Schuler lieb
gewann und durch vier Jahre hindorch unterrichtete. Im Jahre
1808 gingen beide nach Munchen, wo Falger Z5gling der
k5niglichen Akademie wurde, w&hrend Selb des Stadtlebens
iiberdriissig bald wieder nach Hause ging. Auch Falger
kehrte, da an der Akademie ein Ban gefuhrt wurde, schon
nach einigen Monaten wieder in das Lechthal zuriick.
Es kam das Sturmjahr 1809; Falger nennt es ein
„trauriges* und ist nicht gut darauf zu sprechen. Er hatte
zwar, wie er erzahlt, „das Alter zur Conscription und
wurde gemessen und gerichtlich vorgemerkt8, verspurte
aber demungeachtet in sich nicht den leisesten Drang
nach kriegerischen Heldenthaten. Friedfertig gesinnt wollte
er anfangs April wieder nach Munchen und machte sich,
obwol ihm die Ausfertigung eines Passes verweigert wurde,
auf den Weg; aber schon in Unter-Peissenberg rieth ihm
der Wirth, bei welchem er einkehrte, dringlioh zur Ruck-
jreise. Falger kehrte uni und erfuhr in Fussen, dass die
Tiroler unruhig seien und der bairischen Regierung nicht niehr
gehorchen wollten. Doch lassen wir den missvergnflgten
Kunstjiinger selbst erzahlen. „ Es war ungefahr am 9. oder
10. April, als ich in die Rossschlag (eine Wegstunde miter
Reutte) kam und stunden schon die Bauern als Rebeller
mit den Waffen da. Man liess mich nach Hause und bald
musste ich mit dem Landsturme ausriicken. Es wurden
dann bald im Lechthale sieben Gompagnien errichtet und so
ging der blinde Larm bis November fort. Ich war bereits
den ganzen Sommer fur mich oder meinen Vater sogar dem
Auslande zur Last, war oft in Pfronten und zweimal
in Kempten unter Major Schueller von hier. "Wir zogfen
nicht aus, um zu bringen, sondern um zu holen. Comman-
dant Teimer hat uns weder im Inland noch weniger im
Ausland Ehre gemacht. Am meisten war ich auf Wache
in Tannheim und auf dem J5chl; dass die Ordnung schlecht
war, bezeugt uns das Ausland noch und so am Herhst
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— 9 —
gingen uns die Augen auf, dass wir mit grosser Schulden-
last, Gott sei Dank, nach Hause gehen konnten."
Falger war sorait kein Kriegsheld im Stile der Passei-
rer des Andreas Hofer, welcher ihin sogar als ein |Mann
„von wenig Kenntniss als Befehlender" erschien. Er sah
im Kriege von 1809 nur eine Revolution, vor welcher er
Abscheu hatte. „Wo Revolution ist," schrieb er in seiner
Chronik von Lechthal, „ist Ungltick, diese hat uns viel ge-
schadet, unsere guten Nachbarn haben uns nichts gethan
und wie viel hat man ihnen geschadet .... das thun immer
Revolutionen, wo keine Ordnung ist." Den Franzosen war
er nicht gram, da er ihren Uebermuth nie an sich erprobte;
er hatte sie sogar, als sie 1800 in Lechthal waren, von der
besten Seite kennen gelernt. Er nennt sie „frohliche Re-
publikaner", welche immer sangen, tanzten und guter Dinge
waren; das Beste an ihnen war nach seiner Anschauung,
dass sie uberall die alten ZSpfe abschnitten, eine Kopfzierde,
welche bis dahin auch die Manner in Lechthal mit Wiirde
getragen hatten. Nach seinem Gestandnisse weinte er sogar,
als die Franzosen 1801 das Thai wieder verliessen.
Im M&rz 1810 ging Falger das zweite Mai nach Mun-
chen, zeichnete in der Akademie und fand bald sein Unter-
kommen bei der kSniglichen Steuerkataster-Commission. Er
gab sich bei mannigfacher Arbeit alle Miihe, sich in der,
Kunst des Gravirens zu vervollkommnen. Dabei lebte er
vergnligt, »wie ein Engel dm Himmel; ich hatte Verdienst,
war jung und gesund — was soil fehlen?"
Aber »am 12. April 1813 stieg eine triibe Wolke auftf;
Falger wurde als Soldat in das Heer eingereiht. Im August
kam er nach Rattenberg, wo er an einem Arm die Flechte
bekam, ein Uebel, an welchem er auch spater noch ofter
zu leiden hatte. Er war nur Corporal, versah aber Feld-
webeldienste; hoher ging sein Ehrgeiz nicht, da er keine
Lust hatte, langer al£ nothwendig Soldat zu sein. Im
Oktober 1813 war er wieder in Miinchen, aber nun ging
es in den Krieg gegen die Franzosen. Am 30. Oktober
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- 10 '--
fiel die Schlacht bei Hanau vor — „ein hitziger Tag, be-
sonders gegen Abend, als uns die feindliche Cavallerie uber-
fiel and unserm linken Fliigel an der Strasse viel Schaderi
brachte; wir mussten Platz machen and Napoleon mit dem
Reste seiner Arniee weichen**). Da es demnach unserm
Corporal Falger and den Baiern bei Hanau nicht gelungen,
Napoleon zu fangen, inachten sie sich daran, denselben hitzig
zu verfolgen. So kamen sie nach Frankfurt; von da an
aber waren „die Marsche nicht mehr so streng*. Ueber
das „sch5ne* Mannheim ging es nach dem Dorfe Eckarts-
weiber unweit der Festung Kehl, wo die Baiern, von den
Franzosen oft durch nachtliche Ausfalle beunruhigt, einen
Monat lang lagen. Am 22. Dezember wurde bei Basel
der Rhein uberschritten. Nun ging es immer vorwarts bis
Brienne, wo die Baiern am 1. Februar 1814 Mittags auf dem
Schlachtfelde eintrafen und den Sieg iiber Napoleon ent-
schieden. Nach manchen Wechselfallen, mit Kalte und Hun-
ger karapfend („Wein war genug da, aber kein Brotfi)
standen sie endlich am 1. April vor Paris. „ Alles klatschte
und schrie: Paris! Paris! — die grosse Stadt, die Eoropa
gebot. Hier sahen wir sie in voller Pracht Ich ass mein
kleines Stuckchen Zwieback, welches ich sparte, bis wir
Paris sehen . . . Am 2. April zogen wir fireudig mit Musik
ein. * Die Baiern schlugen sudlich von der Stadt ihr Lager
auf. Jedoch schon am 10. April begann der Riickmarsch
liber Luneville, Speier, Mainz, Wiirzburg und Ingolstadt;
„ am 28. Juni zogen wir in Munchen herrlich ein. Nach
iiberwundener Miihe und Feinde ist aber auch nichts Scho-
neres auf der Welt, wie als Sieger zuruckkommen ; mein
ganzes Leben freut mich dieser miihsarae Feldzug, wenn id»
auch vieles leiden musste.*
Falger erhielt nun seine ehrenvolle Entlassung und fand,
♦) Nfther sei dies, bemerkt Falger, in „einem kleinen Bdchleifl*
von ihm beschrieben. In welchen Handen sich dieses Biichlein befin-
det, ist mir unbekannt.
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— 11 -
nachdem er eine schwere Krankheit iiberwunden hatte, wie-
der bei der Steuerkataster-Commission in Miinchen Anstel-
lung als Graveur. Iin Jahre 1816 fuhr er auf einem Flosse
nach Wien, am seinen Onkel Lumpert zu besuchen and die
Merkwiirdigkeiten der Stadt zu sehen. Dann kehrte er zu
Fosse binnen sieben Tagen wieder nach Munchen zuriick. Im
Jahre 1817 bekam er fQr den firanzSsischen Feldzug auch
ein Verdienstkreuz.
Nach Erfindung des Steindruckes durch Sennefelder,
dessen Freund und guten Bekannten Falger sich nennt,
wurden in Munchen gebildete Lithographen sehr gesucht.
Falger erhielt Antrage aus Strassburg, Dtisseldorf, Hamburg
und London. „Nach Petersburg wollte raich Hofrath Schil-
ling mitnehmen und versprach mir dort sichere kaiserliche
Anstellung; es war mir aber da zu kalt* Der Obermedi-
zinalrath v. Froriep gewann ihn fQr Weimar, wohin Falger
sehr gerne ging, jedoch nur beurlaubt, da er nicht fur immer
aus seiner bisherigen Stelle in Munchen scheiden wollte.
Am 17. Mai 1819 verliess er Munchen und wanderte zu
Fuss iiber Augsburg, Nurnberg, Bamberg, Coburg und Jena
nach Weimar, wo {er am 29. Mai „vergnugt* ankam. Seine
Aufgabe war in der Bertuch'schen Anstalt „ die Lithographie
nfiu zu schaffen und Ordnung zu erhalten." Sein Gehalt
betrug 600 Reichsthaler; Nebenarbeiten wurden besonders
bezahlt und ausserdem hatte er auoh ein Reisegeld von 50
Thalern erhalten.
Falger fuhlte sich „im deutschen Athen* sehr gliick-
lich. „Ich wurde gut empfangen und lebte vergniigt in
Weimar; gute Leute, schSne Sprache und gut gebildet. Wenn
auch dort mehrere Religionen und Gebrauche sind, so lebt
man glucklich; dort machten mir Andersglaubige keine Vor-
wurfe wegen unserer Religion (das thun nur dumme Men-
schen; wol ein Katholik tadelte unsere Gebrauche und Ce-
remonien, aber Protestanten schwiegen). Mein edler Prin-
zipal auch Freimaurer, aber ein Muster an Wolthaten; auf-
richtiges Gestandniss, dass ich im Jahre 1821 dort unwol
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war, was er wusste und unerwartet sagte er mir itn Ernst,
ich arbeite fur ihn zu viel und bot mir an, dass ich eine
Erholungsreise auf 3 oder 4 Wochen machen sollte und
inein Gehalt, taglich 3 Gulden, hatte ich erhalten — —
wer thut das? . . . Noch die Gelehrten Weimar's, eine kleine
Bemerkung da von. Meister Go the lebte noch in Weimar,
als ich dort war, er war oft bei uns im Institut*). Von
Schiller habe ich noch seine Frau, von Wieland einen
Sohn, von Kotzebue einen Bruder gesehen. Noch einmal
Froriep, welcher viel in Druck gab . . . Bertuch, be-
kannt durch sein Bilderbuch und die Karte von Deutsch-
land in 204 Blattern; der bekannte Kupferstecher Schwert-
geburt, ein guter Freund von mir." Seine Arbeiten zahlt
Falger in folgender kunterbunter Weise auf: „Vorzuglich
der grosse und kleine historische Handatlas, ein grosses
Werk. Grosse Karten von Spanien und Italien, kleine Kar-
ten von Asien, Europa und Afrika. Ost- und West-Halb-
kugel. Hinrichtungen der alten Zeiten. Polybius Kriegsge-
schichte. Horaz Schriften. Virgil. Gasbeleuchtung. Fur
das Gartenmagazin. Grosse Hohen- und Stromkarte. Mo-
dejournal. Curiositaten. Ephemerideu. Geognostische Karte
von Keferstein, besonderer Liebhaber davon war Gothe.
*) Falger war stolz darauf, dass er yon Gothe einmal in dessen
Schriften aus. Anlass einer spater in Munchcn gefertigten Arbeit mit
Naroen erwahnt wurde. In der Besprechung der „Genera et species
palmarum yon Dr. C. F. v. Martius" (1824) (Cottasche Ausgabe 18G7.
Bd. 32 S. 123) sagt Gathe: „Diejenigen Tafeln, welche das Detail
yon Aesten , Blattnrn, Bluten und Friichten darstelfon , sind alle in
geritzter Manier und gleichen zierlich radirten mit glanzendem Grab-
stichel sorgfaltig geendigten Kupferbl attorn. Von dieser Seite betrach-
tet lassen sie sich unbedcnklich den schtinen osteologischen Kupfern
in dem Werke des Albinus zur Seite stellen, erschoin^n viellpicbt n^ch
netter gearbeitet. Die meisten sind yon A. Falger (in der ervahn-
ten Ausgabe steht irrig Folger) gefortigt : dnch zeichnen sich auch die
Namen I. Paringpr und L. Emmert gleichfalls verdienstlich aus.tt Die-
ses Urtheil Gfltho's legt fur Falger' s Kunstgeschicklichkeit ein schr
schQnes Zeugniss ab.
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— 13 —
Und so noch viele verschiedene Arbeiten za inachen." Fal-
ger muss denn auch wirklich mit unermiidlichem Fleisse ge-
arbeitet haben.
Das schone Leben in Weimar dauerte fur Falger nur
zwei Jahre uiid vier Monate, da die Steuerkataster-Commis-
sion in Miinchen ihm keinen langern Urlaub mehr gab, son-
dern ihn zuriickrief. Am 5. Oktober 1821 machte sich
Falger mit einem trauervollen Blicke aaf Weimar ( -„ viele
selige Tage habe icli darin verlebt, noch Dank, Weimar, ich
. vergesse dich nie!a — ) aaf den Weg und langte nach sieben-
tagiger Fusswanderung am 12. Oktober wieder in Miinchen
an. „Vom edeln Froriep erhielt ich noch spater iiber 200
Gulden Gratifikation ; wer gibt das?* Bertuch stellte ihm
ein sehr giinstiges Zeugniss aus, dass er „geschickt, fleissig
und zur volligen Zufriedeuheit gearbeitet und den vollen Dank
verdient, ubrigens auch durch sein gutes, gesittetes und be-
scheidenes Betragen sich die allgemeine Achtung erworben
habe.tf
Im Jahre 1822 besuchte Falger wieder das Lechthal
und heirathete am 29. Oktober nach kurzer nur achttagiger
Bekanntschaft eine junge Elbigenalperin Namens Therese
Seep. Nach den Flitterwochen ging Falger wieder nach
Miinchen, wahrend seine junge Frau bei ihrer Mutter m
Hause blieb. 1824 kauften sie ein altes Haus und bauten
sich 1826 ein neues; Therese war die Baufiihrerin. Falger
blieb bis 1831 in Miinchen und scheint das Lechthal nur
jahrlich im Sommer besucht zu haben. Wahrend der Amts-
stunden arbeitete er, was ihm aufgetragen war; in den freien
Nebenstunden aber fertigte er eine Menge anderer Arbeiten.
Dahin geh5ren nach seinen Angaben: Martius, Brasilianische
Palmen (jene Arbeit, welche Gothe so gut gefiel; Falger
schickte auch 1826 eine Rolle seiner Lithographien an den-
selben nach Weimar); die Umgebung von Innsbruck fur
H. Rehberg, Plane von Miinchen, Kriegs- und Schlachten-
plane fiir General Vendecour, Fische, Abbildungen zu Senue-
felder's Lehrbuch der Steindruckerei, Abbildung der 28 Sta-
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tuen der Hofkirche zu Innsbruck, Sternkarte und Globus,
Plan der neuen Pfarrkirche in der Au zu Miinchen fur Ohl-
miiller, Trachten, Giftpflanzen, grosse und kleine Karte von
Tirol und Vorarlberg, Plane zu Gartner's Sizilien, Pferde-
anatomie, Wasserbauten, Apostel nach Callot, 8 Hefte alt-
deutscher Bauart, 2 Hefte altdeutscher Bruchstiicke u. s. w.
Zur Bewaltigung aller dieser Arbeiten gehSrten gewiss ein
Fleiss und eine Arbeitslust, welche billig Bewunderung ver-
dienen.
Im Herbst 1831 nahm Falger, als die Cholera Miinchen
sich naherte, Urlaub und ging nach Hause, wo es ihm jetzt
so wol gefiel, dass er sich entschloss, seine Stelle in Miinchen
autzugeben und fur immer in der Heimat zu bleiben. Ein
Jahr zuvor hatte ihm Therese einen Sohn geschenkt, welcher
jedoch bald starb; die Ehe blieb weiterhin kinderlos. Falger
war erst ein Vierziger; er besass ein schones Vermogen und
konnte sich mit seiner Therese, die er zartlich liebte, ebeu
so zur Ruhe setzen, wie andere reiche Lechthaler, welche in
Holland und andern Landern Kaufherrn gewesen waren und
sich in das Lechthal zuriickgezogen hatten, um da ihre letzten
Lebensjahre angenehm zu vertraumen. Die alten Herren
pflegten morgens gemachlich aufzustehen, in aller Seelenruhe
zu friihstiicken und dann in die Messe zu gehen, wo sie mit
dem lieben Gott aus ihren Gebetbiichern gewohnlich nicht
gemeinhin deutsch, sondern vornehm hollandisch oder fran-
zosisch sprachen. Dann folgte ein Spaziergang auf das Feld
oder zum Bau eines Hauses bis zum Mittagsmale. Der Eine
oder Andere griff wol auch selbst bei der Feldarbeit riistig
zu; ja es gab etwelche, die im August auch auf die Beig-
mahder zogen, den ganzen Tag in den Fusseisen standen und
abends am Feuer Mus asseu und Gaissmilch tranken. Ge-
wohnlich aber kamen die Herren abends bei einem Glase
guten Weines im Gasthaus zusammen. Ihre einzige Leiden-
schaft war das Kartenspiel. Schliesslich gingen sie, einer
nach dem andern, in das ewige Leben hiniiber, nachdem sie
vorher durch Stiftungen fiir die Kirchen und Armen, seltener
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for das Stiefkind Volksschule, ihr Seelenheil bedacbt hatten.
Bei schweren Marmorgrabsteinen war ihnen die Erde meist
nicht so leicht, wie den gemeinen Bauern, auf deren Grabern
nnr ein einfaches Holzkreuz stand. Ein solches Leben hatte
Falger noch lange fiihren konnen, wenn er nicbt gar so ein
unrubiger Kopf gewesen ware. Er wollte jetzt nicbt ruhen,
sondern erst recht arbeiten, wie er sagte, w fiir die Wissen-
schaft und das offentlicbe WolB, nach bester Kraft, wenn
aucb im engern beimatlichen Kreise. Er fuhrte diesen Vor-
satz redlich aus; sein Streben und sein Wollen erlosch erst
mit seiner Kraft und seinem Leben.
Das Gemeindewol lag ihm sehr am Herzen. Um das
Kirchliche war es ohnehin scbon gut bestellt; (Jagegen fehlte
es an leiblichen Aerzten. Falger bewirkte theils durcb eigene
Beitrage, tbeils durcb Sammlungen, dass 1833 emFondzum
Uuterhalt eines Wundarztes, 1861 aucb ein solcber zur Be-
stellung eiues Tbierarztes zu Stande kam. Er wollte aber
jungen Lecbthalern aucb Gelegenbeit geben, ausser der Heimat
ein besseres Fortkommen zu finden und hielt durch dreissig
Jahre in seinem Hause eine freie Zeicbenschule, zu welcher
junge Leute stundenweit herkamen. Falger hat im genannten
Zeitraum uber hundert Scbiiler unterricbtet, von denen mehrere
spater sogar geacbtete Kiinstler wurden. Er war auch des
Satzes eingedenk, dass die Kunst in ernster oder heiterer
Weise das Leben verschSnern soil. So malte er in den
Friedhofen von Elbigenalp und Elmen Todtentanze mit
schonen Reimspruchen darunter, welche das Iuteresse der
Thalbewohuer nicbt wenig in Anspruch nabmen. Der Ruf
davon ging durcb das ganze Thai. Alles wollte die selt-
samen Bilder sehen; auch Verfasser dessen ist als Knabe
einmal ein vergnugtes Stiindlein hindurch davor gestanden
und hat die Reimspriiche auswenig gelernt, als ob sie im
Katechismus gestanden waren. Von den vielen Beschauern
wusste freilich kaum Einer, dass die Todtentanze ein schon
altes vielfach kultivirtes Kunstfach bildeten, sondern man hielt
Falger auch fur den Erfinder, was die Wirkung nur ver-
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st&rkte. Ei, wie der Mann nur so gliickliche Einfulle haben
konnte! Auch sonst make Falger hie und da ein Bild, ob-
wol er kein Maler war und auch keiner sein wollte. Trotz
seines frommen Sinnes aber liebte er die Frfthlichkeit und
wirkte besonders im Fasching zu geschuiackvollen Masken-
zugen mit nach dem Spruche:
Wer nicht scherzt im Februar,
Der verliert gar viel am Jahr!
Dieser Spruch steht auf einem lithographischen Blatte
zu lesen, auf welchem Falger einen grossen von ihm in Scene
gesetzten Maskenzug der Elbigenalper vom 17. Februar 1849
darstellte. Derselbe bestand aus ungefahr 80 Personen, deren
Namen alle auf dem Blatte neben den dargestellten Figuren
ersichtlich sind. Voran vier Vorreiter, dann Vorlaufer, Berg-
knappen, allerlei Maschinen, zuletzt hinter dem auf einer
Hexe reitenden Teufel ein wandelnder Grabstein als das Ende
aller irdischen Dinge iiberhaupt. Das Interessanteste war
wol das getreiie Abbild eines grossen auf einer Alpe im
Bernhardsthale liegenden Felsenblockes, welcher schon langst
Falger' s Aufinerksamkeit erregt hatte, so dass er sogar den
Kubikinhalt desselben genau ausgemessen und berechnet
hatte. Der Zug bewegte sich von Elbigenalp nach Ober-
giebeln; dort sprengten die Bergknappen den Felsenblock
und an das lang entbehrte Tageslicht kam mit seinen neun
Gesellen ein verzauberter Berggeist, welcher nun in wolge-
setzten Reimen fur seine endliche Erlosung aus der langen
Verbanuung dankte. Falger erwahnt dieses Maskenzuges
in seiner Lechthaler Chronik, fiigt aber gramlich bei : , Frii-
her waren auch Sfters grosse Ziige, man sieht die letzte Zeit
die Leute nicht gern lustig, man soil duster sein, das sieht
man lieber, als frflhliche Leute, alle Vergnugen sollen ver-
boten sein, nur schlafrige Leute mochte man.* Da Falger
nur im Allgemeinen mit ffmanK spricht, braucht sich nach-
traglich ausser der hohen weltlichen und geistlichen Obrig-
keit jener Zeit Niemand davon betroffen zu fuhlen. Der
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— 17 —
Satz, dass die Zeiten sich Undern and mit den Zeiten die
Menschen, erwahrt sich eben auch im Lechthale.
Mogen auch die Oberinnthaler spottend sagen, das
Lechthal sei so eng, dass man sich dort auf den Rtioken
legen mfisse, urn den blauen Himmel zu sehen, so hat sich
dort doch auch schon hie und da einmal ein F&dchen
Weltgeschichte abgewiokelt und ist auch dort, namlich in
Obergiebeln, einmal sogar ein weltberuhmter Mann, der Maler
Josef Koch, geboren worden. Dies vergass Falger mcht
Am Eirchwege in Elbigenalp stellte er zwei kleine Denk-
m&ler auf, das erne zum Andenken an die 32 in deu Feld-
zilgen 1812, 1813 und 1814 gefallenen mit Namen aufge-
zahlten Krieger aus Lechthal, das andefe zum Ged&chtniss
an den Friedensschluss von 1408 mit den Sohweizern, mit
welchen die Lechthaler im Jahre 1405 bei Elbigenalp ein
Treffen bestanden haben sollen. Dem Maler Koch, seinem
oben erw&hnten Onkel Lumpert in Wien und dem Baumei-
ster der Elbigenalper Pfarrkirche Georg Falger setzte er
Gedenksteine mit Insohriften. Auch auf dem alten Pest-
gottesacker in Grunau verewigte er durch Stein und Inschrift
das traurige Andenken an die Pestzeit von 1534. Solche
Dinge, meinte er, gereichten der Heimat zur Ehre und Nie-
mand sollte, so verlangte er in der Chronik, ihm die Ge-
denkzeichen von dort, wo er sie hingesetzt hatte, wegnehmen.
Uebrigens erstand ihm unter den iibrigen reiohen Lechthalern
kein Nebenbuhler, welcher mit ihm in solchen Dingen ge-
wetteifert Mtte.
Ganz besonders interessirte sich Falger filr die Gre-
schichte und die Merkwtbrdigkeiten des Thales. Bei seinem
glfihenden Eifer zu forschen und zu sammeln ist nur zu
bedauern, dass ihm die nothige gelehrte Bildung abging. Er
sammelte und sohrieb Urkunden ab und spricht von vier
grossen B&nden, welche er zusammen gebracht haben will.
In Elbigenalp erregte die uralte Beinhauskapelle, an deren
einer Seitenwand eine nioht mehr leioht zu entr&thselnde
Inschrift die sichere Jahrzahl 1104 und die zweifelhafte
Ferdinandeums-Zeitichrift. 2
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— 18 -
945 aufweist, sein besonderes Interesse; er Hess dieselbe in
bessern Stand setzen. Er kummerte sich um alles, was
noch zu erfahren war, uin friihere Besitzverhaltnisse wie um
die Namen aller Lechthaler, welche gegen Ende des vorigen
Jabrhundertes in grosser Anzahl in die Fremde wanderten
und zum Theile vom Gliicke begiinstigt bliibende Geschafts-
hauser griindeten, um die alten Dorfrecbte und Tracbten,
uin Stiftungen, um Elementarereignisse u. s. w. Er hat
dies alles, freilich ohne rechte Form und Ordnung, in seiner
erwahnten Lechthaler Cbronik verzeichnet So lange es ihm
das Augenlicht gestattete, zeichpete und graphirte er auch
vieles. Seine Karte des Landgericbtes Ehrenberg vom
Jahre 1833 ist eine Arbeit, welche fein und genau ausge-
fUhrt in ihm noch ganz den Meister der Kunst zeigt, wab-
rend spatere Arbeiten die Schwache des Alters verratben.
Bisweilen versuchte er sich auch in Gedichten, welche aber
prosaisch und formlos ausfielen.
Bis in sein bSheres Alter war er ein sehr rtLstiger
Fusswanderer und durchstreifte oft die Nebenthaler Lechthals,
besonders das Bernhardsthal , dessen Natursch5nheiten er
bewunderte. Die Versteinerungen in den Kalkfelsen entgin-
gen seinem Blicke nicht und er sammelte deren eine grosse
Anzahl. Die Geognosten waren ihm dafiir dankbar; Merian
hat auch mehrern neuen Arten Falger's Namen beigelegt
(Cidaris Falgeri, Pecten Falgeri und Inoceramus FalgerL)
Allerdings war Falger auch nachtraglich ungehalten und
grollte, wenn ihm die gierigen Geognosten seine seltensten
Scbatze wegtrugen und nicht mehr zuriicksandten; dem Einen
oder dem Andern ware auch kaum zu rathen gewesen, Fal-
ger's Haus zum zweiten Male zu betreten. Auch nahm er
mit dem Barometer Hdhenmessungen vor und gab auf
die Jahreszeiten und das Wetter sorgsam Acht. So hat er
aufgezeichnet, wann man jahrlich in Elbigenalp seit 1769
zu bauen (d, ti. zu ackern) angefangen (am friihesten 1772
am 22. Mftrz, am spatesten 1817 am 20. Mai), an ver-
schiedenen Quellen Studien uber nutzbares Trinkwasser ge-
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macht and beztiglich des Wetters aus langj&hrigen Beob-
achtungen auch herausgebracht, dass es jahrlich im Durch-
schnitte 148 helle Morgen gebe.
So war Falger nicht nur in ganz Lechthal ein popu-
l&rer Mann geworden, sondern erhielt auch Besuche von
vielen hochgebornen oder gelehrten Mannern, welche durch
das Lechthal reisten. Mit grosser Gefalligkeit pflegte er
Einheimischen und Freinden seine Sammlungen zu zeigen
and h5rte es nicht ungern, wean sein Haas ein lechthalisches
Museum genannt wurde. Verschiedene Schriftsteller haben
den Mann und sein edles Thun und Streben n&her gewiir-
digt, zuerst schon in den vierziger Jahren Dr. Ludwig
Steub in seinem interessanten Buche: »Drei Sommer in
Tirol* (2. Aufl. Stuttgart 1871, H. S. 38 ff.). Zu sehr
grosser Ehre rechnete es sich Falger, dass im Jahre 1856
Seine kaiserl. Hoheit der Erzherzog Karl Ludwig, damals
Statthalter von Tirol, sein Haus eines Besuches und seine
Sammlungen der Besichtigung wfLrdigte. Dieser hohe Be-
such und die im Jahre 1865 erfolgte Auszeichnung Falger's
mit dem goldenen Verdienstkreuze stimmten den alten manch-
inal schon gramlichen Herrn freundlicher gegen Tirol und
Oesterreich, wahrend bei ihm friiher nur Baiern und der
alte Napoleon als selbstmfichtiges Oberhaupt der lugigen
Zopfebschneider etwas gegolten hatten.
Eine schdne Festfreude — nicht wegen fiusseren Prun-
kes, sondern wegen der herzlichen Theilnahme der ganzen
Bev5lkerung — verklarte im Jahre 1863 das Greisenalter
des wackern Mannes. Seine Schuler Alois Knit el Bild-
hauer in Freiburg i. B., Anton Knitel und Timotheus
Sprenger widmeten ihm zu seinem Namensfeste am 21.
August eine gut ausgefuhrte Portratbtiste in Gypsmarmor,
welche ihm in feierlichem Aufzuge vor seinem Hause mit
einer schwungvollen Anrede des Gymnasialprofessors Johann
Libera t Wolf im Beisein der Vertreter und der hervor^
ragendsten Personen der Gremeinde und einer grossen Volks-
menge iiberreicht wurde und welche seine Schiilerin, die
2*
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rfthmUchbekannteKfinstlerin AnnaKnittel, miteinem sch5-
nen Lorberkranze geschmnckt hatte. Alles drangte sich mit
Gliickswunschen an den Grefeierten heran, welcher mit Thiir
nen fOr die ihm widerfehrene Ehre dankte. Bei der darauf
im (Jasthause folgenden Abendversammlong nabm Falger den
Platz ein, an welchem er vor 42 Jahren an seinem Hoch-
zeitstage gesessen war. Eine lange Zwischenzeit, aasgeffiUt
durch ein Leben voll anermiidlicher ihm and andern segens-
reicher Arbeit!
Im siebzigsten Lebensjahre, als seine Sehkraft schwa-
cher geworden and die alten Beine ihm keine weite Grange
mehr erlaubten, fing er, am nicht mtissig za bleiben, an, die
Abbildangen berfthmter Baawerke reliefartig in Holz zu
sohneiden. Bei diesen Arbeiten konnte selbstverstandlich
von ktinstlerUchem Werthe nicht mehr die Rede sein. Im
Jahre 1870 starb seine geliebte Therese; mit zitternder Hand
merkte er dies in seiner Lebensskizze noch an and vergass
als Ghronist nicht beizofugen, dass bei ihrem Begi&bniss
am 9. Oktober ein Donnerwetter losgebrochen sei. Im Jahre
1871 starb aach sein Brader Ignaz and der alte Mann
stand nan ganz allein. Doch fiel noch ein Lichtblick in
sein dunkles Leben; dies waren die jahrlichen Sommerbe-
such» der verwitweten Ednigin Mutter Marie von Baiera,
welche aach in Falger's Hause wohnte. Schon im Jahre
1867 (am 19. Sept) waren Seine Majestat Konig Lad-
wig H, die K5nigm Matter and Prinz Otto nach Elbigen-
alp gekommen and batten auch anserm Falger die Ehre
eines Besuches erwiesen. Hocherfreut griff der 76jfihrige
Greis noch einmal zur Radirnadel and lithographirte das
Bild des Konigs sowie eine Abbildong des eben damab
stattfindenden Jahrmarktes in Elbigenalp; das Blatt fiel in
der That noch ziemlich gat aas. Die herben Schw&ohen
des Alters verbitterten, indem sie ihm allm&lig jede Arbeit
verwehrten, den Mann, welchem die Arbeit das Leben ge-
wesen. Als sanfter Befreier nahte ihm der Tod am 15.
Dezember 1876.
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— 21 —
Falger hinterliess ein Vermftgen von beinahe 100,000
Golden; ausser betr&chtlichen Verm&chtnissen an Verwandte
bedaohte er in seinem Testamente die Armen, die Volks-
schulen und milden Stiftungen, sowie die von ihm gegr&n-
dete Zeichenschule*). Als Erbin seines Hauses setzte er
die KSnigin Mutter Maria von Baiern ein; seine Kunst-
sammlungen, welcbe librigens nichts besonders Bedeutendes
enthielten, bestimmte er dem Museum in Innsbruck. M5ge
seiu ehrenvolles Andenken in Lechthal lebendig bleiben, sein
edles Beispiel aber Nachahmnng finden!
♦) Laut oilier kurzen Mittheilxmg rermachte Falger: dem Thter-
arztfond 4300 fl., znm Hoehaltar in Elbigenalp 1000 fl., dem Armen-
fond 8000 fl., demDoktorfond 6100 fl., dem Fruhmessfond 2300 fl., den
Yolksschulen mehrerer Orte 3000 fl., der Zeichenschnle in Elbigenalp
4542 fl. nnd der Nahschule dortselbst 1800 fl., ausserdem fur sieben
Oemeinden einen Missjahrfond(l) Ton 5000 fl. —
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II.
Die Geschichte des Lechthales liegt bis am die Mitte
des vierzehnten Jahrhundertes im Dunkeln.
In seiner Chronik meint Falger, die BevSlkerung des
Thales riihre von den Alemannen her, welche nach ihrer
im Jahre 496 durch die Franken erlittenen Niederlage sich
zum Theile auch am obern Lech niedergelassen hatten. Dar-
aof deute, meint er, noch der im Lechthal ubliche auf Ver-
altetes angewendete Ausdruck „ altfrankisch B hin, in wel-
chem noch der Hass gegen die Franken nachklinge. Als
9 Grand der Geschichte* nimmt er an, Lechthal sei eine Alpe
gewesen und habe dem Kloster des hi. Magnus in F&ssen
gehdrt. Fftr die alteste Kirche Lechthals halt er das St
Martinskirchlein mit dem Beinhause^in Elpigenalp. Er er-
innert daran, dass schon friih auch auf den H5hen zerstreute
Hdfe standen, weil manche Bewohner den Lech gefurchtet
hatten und dass Saumwege iiber die HShen gingen. Auf
einer Truhe sei die Jahrzahl 1001, auf einem Balken 1414
gestanden; der Taufetein in der Kirche zu Elpigenalp tragt
eine fast unleserliche lateinische Umschrift vom Jahre 1411.
Die Vorzeit der Geschichte der Gegend am obern Lech
ist in tiefes Dunkel gehiillt. Es sollen dort wol die Lyka-
tier oder vielmehr die Focunates gesessen sein, doch sind
dies niohts als Namen und haben uns diese ehrenwerthen
Ydlkerschaften nicht einmal einen Enochen hinterlassen.
Auoh die Zeit der R5merherrschaft, welche unzweifelhaft
ilber das ganze Gebiet am Lech ausgedehnt war, ist sagen-
haft. Es liegt nicht der mindeste Beweiss vor, dass die
R5mer, wie manohe m^inten, die ersten Erbauer der Veste
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- 23 -
Ehrenberg gewesen seien oder dass gar Julius Casar in
eigener Person durchgezogen and auf seinem Pferde Tiber die
Lechklamm bei Fiissen gesprengt sei. Auch der Bestand einer
r5mischen Heerstrasse uber den Fern and Reutte ist uner-
wiesen and nor wahrscheinlich , dass es dort eine Neben-
strasse gegeben habe. RSmische Mnnzen sind in der Gegend
von Reutte zwar gefunden, jedoch die Fundplatze nie naher
berucksichtigt worden*). Das Bestehen irgend eines Ortes
lfisst sicb gleichfalls nicht erweisen, wie denn auch kein
Bauwerk in jene alte Zeit zuruckweist
Als die RSmerherrschaft zertriimmert war, gehSrte die
Gegend am Oberlech zam Ostgothenreiche. Da werden in
der Geschichte nur die „ Augsburgischen Engp&sse1 (clau-
surae Aogostanae) genannt, wo 6000 Soldaten auf der
Wache lagen, am die Gr&nze gegen wilde Ydlker zu schiitzen.
Sehr wahrscheinlich ist es, dass von den nach 496 fluchti-
gen Alemannen einzelne Schaaren sich auch am obern Lech
innerhalb der sonst nngewissen Nordgr&nze des Ostgothen-
reiches niedergelassen haben.
In die darauf folgende ebenfalls noch dunkle Ueber-
gangszeit von der Herrschaft der Gothen za jener der Fran-
ken und zwar am glaubwordigsten in die erste Hftlfte des
siebenten Jahrhandertes filllt das grosse Werk des hi. Mag-
nus, die Bekehrung der Lechanwohner zum Christenthume.
Die Sage hat das Leben dieses Heiligen reich ausgeschmuckt;
wenn erz&hlt wird, er habe wilde Thiere und teuflische Un-
gethtime dorch h5here Kraft besiegt, so ist dies wol dahin
richtig za verstehen, dass er den wilden and rohen Ein-
wohnern darch das Licht des christlichen Glaubens auch
•) Vgl. P. Justinian Ladurner, Veste und Herrschaft Ern-
berg, Zeitschrift des Ferdinandeum in Innsbruck HI. Folge, 15. Heft 1870
S. 7 ff. In Reutte hat es meines Wissens Munzensammler ron Fach
nie gegeben; im Opferstock der Kirche in Breitenirang gingen fruher
go riele rOmische ron den Leuten fur falsches Geld angesehene Mito-
gen ein, dass selbe obne Zweifel auch in der Gegend selbst gefunden
worden sein mussten.
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— 24 —
bessere Gesittnng, Ordnung and Frieden brachte. Das von
ihm gegriindete Stift Fussen ist die erste Pflanzstatte des
christlichen Lebens am obern Lech geworden; von dort aus
sind nach und nacb die altern Seelsorgen des ganzen Be-
zirkes gegrundet worden. Die erste durfte Aschau gewe-
sen sein. Im achten Jahrhunderte sohenkte namlich ein
frankischer KSnig — entweder Pipin von Heristal oder
KSnig Pipin L — dem Kloster zu Fussen den ganzen Land-
strich am linken Lechufer von Mussau bis Hornbach binauf;
in Aschau errichtete das Kloster eine Seelsorge and setzte
anoh einen Maier als Richter and Rentmeister ein*). Uebri-
gens durfte schon im siebenten Jahrhanderte das game
Lechgebiet mit Ansnahme von Berwang znm schw&bischen
Gran Eeltenstein (oder Geltenstein) gehSrt haben.
Auch in der darauf folgenden Zeit der Herrschaft der
Welfen (bis 1191), der Stanfen (bis 1259) und der Herra
von G5rz (bis 1363) tritt Lechthal kaom aus dem Dunkel
heraus; dass die Grafen von Tirol Lehenbesitz im Lechthale
batten, geht aus einer Bechnnng eines Richters von Imst
vom Jahre 1303 hervor. Ansserdem mag das Lechthal
damals znm grdssern Theile den schw&bischen Edeln von
R5thenberg (oder Rettenberg) gehSrt haben**). Wichtig
aber ist, dass nach Ladurner's wolbegrfindeter Annahme
Meinhard II. von Tirol am 1290 das Schloss Ehrenberg
entweder neu oder auf Ueberresten alter verfallener Befesti-
gungswerke erbauen Hess. Im Jahre 1293 erscheint der
Name des Schlosses znm ersten Male orkondlich in der
Geschichte and wird als der erste Schlosshaaptmann Ritter
Heinrich von Starkenberg genannt***).
*) Vgl. Ladurner 1. c. 8. 15-16.
•*) Vgl. Ladurner 1. c. S. 21 u. 39.
••*) Vgl. Ladnrner 1. c S. 24—25. Die urkundBcbe
Scbreibart laatet Ernberg. Mit dem Wort ,Ehrett hat der Name
wol nichts zu schaffen; es kann darin ein alter Personenname oder
ein mythologischer Name (Eres, altdeutscher Krlegsgott), aber audi
noeh anderes stecken, ohne dass beim Mangel jedea nahern AnbaH-
punktes sjcb das Sine als wabrscheinlicher darstellt, als dae Andere.
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- 25 —
Endlich tritt Lechthal im Jahre 1348 zuerst an das
Iidfat der Geschichte, da es in jenem Jahre an die Herr-
schaft Ehrenberg kam oder — nach urkundlichem Ausdruck
sich „unter Fried nnd Schirm" des Markgrafen Ludwig zn
Mfinchen — desselben, welcher 1342 Gemal der Margarethe
Maoltasch nnd Landesherr von Tirol geworden war, begab.
Mit dem nbrigen Tirol ging die Herrschaft Ehrenberg im
Jahre 1363 in den dauernden Besitz Oesterreichs fiber. *
Wie weit Lechthal damals schon bevfllkert nnd bebant war,
daruber vermSgen wir nns keine richtige Vorstellungen zn
machen; gewiss ist nur, dass im ganzen Thale von Weis-
senbach aufwarts nur Eine Seelsorge, nftmlich zn Elbigenalp
bestand. Die Ortschaften waren damals wahrscheinlich noch
nicht geschlossen, sondern bestanden nor kleinere oder gros-
sere H&usergruppen nnd viele Einzelhflfe. Die Einwohner-
zahl kann noch keine bedentende gewesen sein nnd mag
ganz Lechthal sich damals noch, wie als Eine Seelsorge,
so anch als Eine Gemeinde betrachtet haben.
Nnn dnrfen wir die Frage anfwerfen, woher die ersten
Bewohner Lechthals gekommen seien.
Die Sage meldet, Lechthal sei ursprunglich eine Alpe
gewesen. Nichts ist natnrlicher; nur wiirde man irren, wenn
man annahme, die BevSlkerung sei nach nnd nach aus-
sohliesslich nnr vom Lech aufwarts gekommen. Ware dies
der Fall gewesen, warnm sollten dann die Lechthaler nicht
eben so gut oder schlecht schw&bisch reden, wie ihre Nach-
barn in Tannheim nnd nm Rentte? Sie reden aber dnroh-
ans nicht schwUbisoh, doch haben sie anch nicht die gleiche
Mundart, wie die Oberinnthaler; ihr Dialekt ist gemischt
Dieser wichtige Umstand, sowie die bemerkenswerthe That-
sache, dass die sndlichen SeitenthfiJer noch jetzt ganz oder
znm Theil nach Imst nnd Landeck gehOren, lassen schlies-
sen, dass Lechthal einen Theil seiner Bevdlkerung anch von
Snden her uber die Bergnberg&nge erhalten habe. Dieser
letztere Brnchtheil der Ansiedler bestand wenigstens uran-
lich aus noch romanisoh redenden Lenten. Wie ver-
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worren mftgen ubrigens in einem solchen unbebauten wilden
Bergthale durch lange Zeit die Besitzverh<nisse gewesen
sein! Auf vielleioht ganz herrenlosem Grande durfen wir
tins zunachst jene als die ersten Besitzer denken, welche
zuerst die Walder lichteten, die Felder reuteten, Htltten
baaten and sich and die ihrigen mit den Waffen in der
Hand gegen W5lfe and Baren vertheidigten. Wenn etwas
gethan war, werden diese oder jene weltlichen and geistli-
ohen Feudalherrn nicht lange gezftgert haben, ihre langen
Arme nach den Steaern and dem Zehent der fleissigen annen
Ansiedler auszustrecken.
Befragen wir die Ortsnamen; sie sind trotz mancher
Ungewissheit beim Mangel geschriebener Nachrichten noch
das sicherste Auskunftsmittel.
Da haben wir zuerst das Dorf Forchaoh, alt Breit-
forchach, ein leicht verstandlicher deutscher Name*). Dann
Hornbach, wieder gut deutsch; nor ist „Horn* im altern
figiirlichen Sinne von Winkel oder Bergvorsprang za nehmen,
wie es der Lage des Ortes entspricht. Hornbach gegenaber
liegt Stanzach mit dem Thale Fallerschein and im
Hintergrande desselben Namlos und Kelmen. Dies ist
ursprunglich romanischer Boden. Die Stanzacher sind ein
hochst aohtbares fleissiges Volklein, aber es haftet ihnen
noch heute in ihrer Sprache und ihrem Wesen etwas Eigen-
thiimliches an, was sie von den iibrigen Thalbewohnern
onterscheidet and sie nicht selten zum Stichblatte des
"Wltzes macht — ein deutliches Zeichen anderer Herkunft!
Stanzach durfte wol aus roman. stanza = Stube entstan-
den sein und dasselbe bedeuten, was deutsch Stuben jen-
seits des Arlberges und bei Pfunds bedeutet, n&mlich Ein-
kehrhaus. Wenn in alter Zeit die Hirten von Elbigenalp
tt) Althochdeutsch roraha, foraha, rorha, die FShre — mii
der Ableitungssilbe — ach (auch ig, ich u. s. w.), welche den Wald
oder die Menge bezeichnen, in vielen Namen rorkommend, wie Birkach,
Erlach, Haslacb, Aichach, Doroach a. s. w.
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mid die "Holzhatier von Oberlechthal zum hi. Magnus nach
Fiissen wallfahrten gingen, mussten sie doch eine Einkehr
haben — raad diese Einkehr steht den Lechthalern auch
wenn sie nicbt wallfabrten gehen, in Stanzach beim
„Hannes" noch heute offen. Fallerschein hat Steub
langst zivfcreffend als valle ursina=B&renthal gedeutet In
N&mlos oder N4mles steckt ein romanisches Hauptwort
in Pluralform — aber welches? Vielleicht benannten die
alten Romanen, wie Steub andeutet, die Himbeeren namoles;
wenigstens heissen sie sonst ampoles. Fur K elm en, wel-
ches auf der Hohe des Ueberganges in das Rothlechthal
liegt, bietet sich passend oolmo, GipfelhShe (in die Form
c5lm und weiter in K&lmen, wie fiiiher geschrieben wurde,
iibergegangen). Das weiterhin folgende Dorf Elm en ist
zwar nach romanischer Art en<? in einander gebaut, der
Name aber wol deutsch, entweder, wie Steub will, vom alten
Personennainen Elmo, oder von Elm=Rtister, Ulme oder am
Ende gar Almen d. i. Alpen. Das Volk spricht ,Almeng;
in alteren Schriften findet sich auch die Form „Elbnau\
Ober dem Dorfe liegt auf dem Berge die Alpe Stab el,
ein weit verbreitetes romanisches Wort, dessen lateinische
Schriftform stabulum = Stall ist (urspriinglich wahrscheinlich
malga de stabel, Stallalpe). Das ober Elmen sich 5ffhende
Seitenthal des Gstreinbaches mit den D5rfchen Bschlabs,
Bo den und Pfafflar war urspriinglich gleichfalls romani-
scher Boden. Bschlabs ist von pos Taves= Ueberwas-
ser (von innen heraus), Boden deutsch, Pfafflar aber
nicht * von Pfaffen leer*, wie man deuten wollte, sondern
eher von einem romanischen Worte, das mit der Endung
ar Menge oder Platz dessen, was das Grundwort bedeu-
tet, ausdrftckt, etwa pabolar, lat. pabularium, Futter- oder
Weideplatz. Vielleicht ist Pfafflar auch nur der Nachhall
des Namens, welchen der erste Ansiedler dortselbst aus einer
unbekannten Heimat mitbrachte. Die AlpenhQhe auf dem
Uebergange nach Imst heist die „ Mai don*. Das Wort
wfire leicht als mal don = sohlechte Gabe zu deuten, gibt
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aber keinenrechten Sinn; einen bessern g&be molton=Widder.
Die Maldoner in Lechthal sind vielleioht aas Boden gekom-
men and nach der erwahnten Alpe benannt worden. Der
Gstreinbach ist vielleicht nur ein deutscher Grstrengbach,
da er sich durch eine enge Felsenklamm durchw&lzt, ehe
er in den Lech fallt; sonst liesse er sich, aber keineswegs
sehr sinnreioh, als Gstr&an-Bach aus castrnn=Sch5pR,
Hammel erkl&ren.
Gehen wir weiter thalaafwfirts, so begegnen wir im , Rau t ■
(das gleichgeltende romanische Ranch kommt im Lechthal
nirgends vor, so h&afig es sonst in Tirol ist) einem einzel-
nen Haase, welches die Yolkssage als das alteste im Thale
bezeiohnet links an der Stiasse liegt der Weiler Gut-
schau, vielleicht die An eines alten Gotthart oder Gott-
fried, welche Namen sich gern zu Goz verktirzen. Dann
wandern wir darch den Weiler Hatternach oder Hai-
ternaoh, wol von aiter oder eiter = die Nessel, ein Wort,
das nns aach im Dorfhamen Heiterwang (fruher Aiterwang)
bei Reatte begegnet Den Lech Qberschreitend kommen wir
nach Unterh5fen, welcher deutsche Name keiner Er-
klftrung bedarf. Auf der andern Thalseite heraof linden wir
die Klimm, eine Nebenform za Klamm and klemm and
hier die Enge zwisohen Berg and Floss bezeichnend, sowie
die H&asergrappe Laxenach oder nach der Volksaossprache
Luxna an einem Bache, ein Wort, welches man ohne
grosses Bedenken» als Lnchsenaohe d. i. Laohsenbaoh deaten
darf. Der Bach selbst heisst heate nicht mehr so, sondern
der „Tuaser* Bach d. i. der tosende, weil er die merk-
wordige Gewohnheit hat, sich im November zum Winter-
schlafe in das Innere der Erde zorftckzoziehen, aber im April
wieder pldtzlich hervorzabreohen. Die ganze Gemeinde aber
heisst Haselgehr. Steub denkt dabei an einen alten
doppelten Mannsnamen Hezzilgero d. L Grero, Sohn des
Hezzilo; ich mdchte aber in Hfiselgehr lieber eine Zosammen-
setzong von „Hasel* and fgehr*, althd. g&o erblicken,
welches letztere von aaslaufenden Abh&ngen wie von ein-
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springenden Wlnkeln gebraucht in vielen deutschen Orts-
namen vorkommt. Auch in Lechthal finden sich zu oberst
zwei Weiler Gehrn und Hirschgehr, dann ein Berg
Schussgehrn an der SfLdwestgranze gegen Vorarlberg,
ein Weideplatz „die Gehren* (Plur.) im HShenbachthal bei
Holzgau, ein 9steiniger Gehren* (Bergmahd) im Sulzelthale
u. 8. w. Bei Haselgehr tritt der gat deutsch benamste
Otter bach ans einem Thale, in welchem das Ddrfchen
Gramais liegt, ein schwer zu deutender Name, auf den
wir noch zuriickkommen werden. Wir ziehen weiter thal-
aufwfirts, lassen den Weiler Griesau mit seinem von selbst
verstandlichen Namen links liber dem Leche liegen, denken
beim Weiler Kdgeln an die spitzen Felsbl5cke (Kegel),
welche einst dort lagen and von denen Falger noch einen
gesehen hat, und ziehen in die ehmalige Alpe des alten
Albiko d. i in Elbigenalp ein. So erklart Steub annehm-
bar diesen Namen. Der erste Grundbesitzer und Ober-
senne von Elbigenalp hatte demnach Adelbert, verkurzt
Albo und weil man einem so angesehenen Manne doch auch
schmeicheln wollte, Albiko geheissen; vielleioht liegt sein
Schadel, wenn er hart genug war, noch heute im Beinhause
zu Elbigenalp. Andere haben auch an eine „alpige Alpe*
d. i %ine besonders gute Alpe gedacht, wahrend Falger den
Namen kunstlioh aus einem Worte „E1", welches Wasser
bedeuten soil, und »bigen* d. i. Bogen, also als einen Lech-
bogen erklaren wollte. Vom Bernhardsthale bei Elbigenalp
theilt Falger mit, es heisse nach alten Schriften eigentlich
jpBarenhatzthal*, also ein Thai, in welchem der deutsche
Albiko und seine Nachkommen sich zeitweilig mit der
B&renjagd zu erlustigen pflegten, wie die Stanzacher in
ihrem romanischen und romantischen Fallerschein. Als
die Barenjagden aus Mangel an Baren abkamen, machten
die Elbigenalper mit einem Missverstandniss, wie es bei
Ortsnamen nicht gar selten vorkommt, aus dem Barenhatz-
thal ein gar vornehmes Bernhardsthal und dachten dabei
vielleicht gar an den hi. Bernhard, der ja auch in einem
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wiisten Thale mit einem schBnen Namen (Clara vallis, Iich-
tenthal) einst sein Kloster gebaut hatte. Yon Elbigenalp
aufw&rts liegen die grossen Weiler Unter- und Obei-
giebeln. Es Hesse sich auch hier an den altdeutschen
Mannsnamen Gebilo denken, doch darfte der Name sich in
der Bedeutung des deutschen Wortes Giebel eher auf den
zwischen beiden Weilern vorspringenden steilen Berg bezie-
hen. Die weiter folgenden Namen Grflnau, Bach oder
Land, Seesumpf, Winkel and Stockach sind too
selbst verstandlich, ebenso Benglerwald und Kranichen
oder Krainchen (letzteres wol von Kranioh, althd. chranuh).
Nnn folgt der Weiler Snlzelbach und seitwSrts das Sul-
zelthal oder wie man kurzweg spricht, ,Siilzel*. Der
Name klingt wieder romanisch und darf das Sulzelthal un-
bedenklich far ein , Sonnenthal • erklart werden, da es nach
Sfidwesten bin tief einschneidet Links vom Eingange in
das Thai fuhrt ohnehin eine Bergspitze den Namen Son-
nenkogel. Fiir „ Sonne* gebrauchen die Romanen mei-
stens ein Verkleinerungswort von lat. sol; unser Sulzel lei-
tet auf lat sollicellus oder soliceolus zurCLck. Yielleicht ist
aber das ganze romanisohe „ Sonnenthal * ein Traum und
steckt in .Sulzel* nichts anderes, als in den auch in Hessen
vorkommenden Namen Sulz- oder Solzbach, namlich das
althochdeutsche sdl=volutabrum, Morast, Schlamm. Von der
Sonne beschienen, aber mit den Fttssen im Morast gehen
wir weiter auf einen festeren Boden. Der Name Holzgau
wird gew5hnlich als ,Gau", in welchem Holz geschlagen
wurde', gedeutet, jedoch erscheint die Anwendung dieses
Wortes auf einen so kleinen Bezirk halbweg bedenklich
und ist eher an „Holz- Gehau* zu denken. Die Gruppen-
und Weilernamen sind alle deutsch, wie Schdnau, Win-
kel, H&henbach, Spilstube, Langen, Dfirrenao,
Gfall (d. i Geftlle) und Schiggen (d. i. Schicke, Platz,
wohin das Yieh getrieben wurde). Eine halbe Stunde hin-
ter Holzgau stossen wir jedoch auf einen kleinen Weiler
Walchen; der Name verrath, dass dort zuerst Walcben
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d. i. Walsche oder Romanen gesessen. Der Familiennaine
Walch ist in Steeg nicht selten; vielleicht war der erste
Walch, der sich in Walchen niederliess, schon ein Deutscher.
H age ran ist sicher deutsch Au am Hager, wie ein Berg
heisst, zweifelhaft ob von Hag d. i. Einz&unung oder von
H&her, Hager = die Elster. Steeg, wie es unriohtig statt
Steg geschrieben wird, ist von selbst klar; dort fuhrte
einst ein Steg liber den Lech und man sagt darum noch
jetzt fbeiin Steg.B Die Weilernamen sind deutsch, wie
Dickenau, Ebne, Ellenbogen, Gehrn, Grtibe, Hin-
terellenbogen, Prente, Lechleiten, Welzau und Win-
kel*). Seitwarts von Steeg offnet sich ein Seitenthal; am
Aufetieg liegt der deutsch benannte Weiler Kienberg,
weiter oben das Dorflein Kaisers, von rom. casieres = Alp-
hiitten (durch Riickziehung des i in die erste Silbe kam
auf diese der Ton).
Wir sehen aus den Ortsnamen, dass das romanische
Element in Lechthal «keine bedeutende Spuren hinterlassen
hat Auch in den stldlichen Seitenthalern sind romanische
Namen nur selten. In Bschlabs sind alle Hof- und Weiler-
namen deutsch; nur ein Bach heisst dort Fundais oder,
wie gesprochen wird, Vondoas, von Steub als fundo d'aves=
Wassergrund erklart Doch hatte dies nach der Analogie
von Bschlabs Fundabs ergeben mlissen; ioh denke daher, es
sei das Wort eine Bildung auf — oso, also fondoso mit
urspriinglichem Bestimmungswort ri, ru oder wie „Bach8
heissen mochte, ein » Bach voll Tiefen, * was stimmt, da der
fragliche Bach viele kleine Wasserf&lle und Diimpel bildet.
Eben so wird Gramais wie Gramoas gesprochen und konnte
a) Ellenbogen ist in figurlicher Bedeatang yon Winkelein-
bng zn nehmen ; seltsam ist nur, dass Hinterellenbogen y o r Ellen-
bogen liegt. Ellenbogen kOnnte daher yon der Klamm hinter Steg
auch aus einem romanischen alia buccal „zur Klamm u umgedentscht
sein. Welzau oder, wie gesprochen wird, W a 1 z a u ist nichts an-
deres als Walthers Au, da der Name Walther hftufig zu Walz und
Welz yerkilrzt wird (Steub).
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- 32 —
grumoso, ursprftnglioh etwa val grumosa, Muhrenthal ge-
lautet haben. Sonst sind in Gramais nor wenige Namen,
wie Rife (zu lat rivus, Bach?) und vielleicht auch Gam-
pen, eine Alpe (campo, Feld, Ebene?) aufi&llig. Der Lag-
spitz ist auch nicht etwa aus lago, See, sondern aus dem
deutschen lach=Gr&nze, Endponkt zu deuten. Mad an im
Seitenthale bei Bach ist als „Mahd-Au* von selbst ver-
st&ndlich und thats&chlioh; romanisch dagegen ist der Thai-
name Alperschon, wie Steub will, aus alpaccione=schlechte
grosse Alpe (auch alpe orson, B&renalpe, alpe arson Brand-
alpe waren mSglich*). Im Thale von Kaisers soheinen
mehrere romanische Namen zu stecken; auffiUlig ist Alma-
jur, schon von Steub als alpe major = Grossalpe erklart
Ein recht seltsamer Name haftet auf einer Berggegend nord-
Sstlich von Forchach gegen das Rothlechthal hin, namlich
Lugfaist Es kann zwar eine „feiste Lfige* werden, wenn
ich eine Erkl&rung versuohe, aber sie soil doch folgen: ich
Use das Wort auf in lug de feista, wie Engadiner fur
jjFestplatz* sagen wiirden. Wer soil aber dort Feste ge-
feiert haben? Etwa Alpenhirten an Sonntagen? Oder gar
die Hexen, die ihre Fest- und Tanzpl&tze auf Bergen batten,
ja» wenn es deren gibt, noch jetzt haben werden, ohne dass
die hohe Obrigkeit dahinter koramt? Der Danzewellspitz im
Vinstgau ist ja auch ein ,Schdntanzspitz* (danza bella),
sicher nach Hexensagen benannt. Noch ein recht seltsamer
Name wird in einer Urkunde vom Jahre 1472 in Alper-
schon genannt, namlich Feustarb. Ich m5ohte heraus-
h5ren: feuss d'arba d. i. fosso d'erba, Grasgrube, — jeden-
falls feuss- fosso, weil dort ein Bergwerk bestand.
*) In einem Schriftstuck ron 1558 finden sich dort noch die
Namen: Mazigbach (rielleicht rerdorben ans mazzae zu mezzo,
medius,; es ist dort die Gemeindegr&nze) , Lntternaeh (luttern
heissen sonst in Tirol die Zwergbirken oder kleine Erlen), Of alii,
Gf allisprant, Greytspitze u. s. w. Im sogenannten Griessel
flndet sich ein Thalname Vergand d. i. (da ral h&ufig in Tirol sn
Ter wird) yal ganda, Steinmuhrenthal (Steub),
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— 33 —
Bei dem immer wachsenden Interesse, welches gebildete
Leser heute far Ortsnamenforschungen haben, mag audi ent-
schuldigt werden, dass die vorstehende Besprechung der Lech-
thaler Ortsnamen etwas lang gewordea ist. Was hinsicht-
lich der Herkunft der Lechthaler damit erwiesen werden
sollte, ist wol genugsam erwiesen; wer die Namen besser
zu deuten weiss, m5ge ja sein Iicht nicht miter den Schef-
fel stellen. Wir wollen nun die wichtigeren Momente ans
Lechthals innerer Geschichte nach Falger (oft anch mit
dessen eigenen Worten), Kogl und Ladurner in chronik-
artiger Uebersicht zusammenstellen.
Ferdinandenms-Zeitschrift. 3
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ni.
1218. Kaiser Friedrich IL stellt dem Stifle Fiissen den
Bezirk Aschau vom Hofe Musau bis in den Horn-
bach hinauf zuruck (Ladurner).
1294. Ritter Konrad Wizener verkauft dem Stifle Fiissen
die An, welche Breitforchach genannt wird, vom
rothen Lech bis Stanzach als Reichslehen far 10
Pfund Denare (Ladurner).
1311. K5nig Heinrich von B5hmen, Graf zu Tirol, verleiht
den Zehent im obern and antern Lechthal seinem treuen
Rupert von Lechsberg, welcher dieses Lehen im Jahre
1312 — seinen Freunden Heinrich dem Bozner and Konrad
dem Karlinger fur 150 Zahlmark Berner verkauft
(Ladurner).
1394. Bischof Burkhard verleibt die Pfarre Elbigenalp dem
Stifte Fiissen ffcrmlich ein. Die Einverleibung wird
1417 vom Papste Martin V. bestatigt (Kogl).
1401. Oberlechthal wird von Unterlechthal kirchlich getrennt
Falger theilt eine Abschrift der betreffenden von
.Burkart von Gots and des heiligen Stuls gnaden
Bischof zu Augsburg zu ewiger gedachtniss und vester
bestatigunge aller nachgeschribenen sach8 am Sankt
Luzientage ausgestellten Urkunde mit Aus dersel-
ben ist zu ersehen, dass zwar schon eine Oberkirche
bestand, jedoch in Lechthal nach seiner ganzen Lange
und Breite nur Ein Priester war, dass ferner die
,pawrschaft (ptirschaft) by der Oberkirchen oberhalb
des soltzbaches" schon lange wegen Mangels eines
Priesters ,gepresten und notdurft* gelitten und darum
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schorl oft um einen eigenen Priester angehalten hatte.
Die Oberlechthaler sollten der neuen Pfarre an Opfern,
Beichtgeld a. s. w. dasselbe leisten, was sie bisher
der untern oder alten Kirche gegeben; auch sollten
sie ihren Verpflichtungen gegen den Abt und das
Gotteshaus Fossen, mit dessen Wissen und Willen
diese Trennung geschehen sei, hinsichtlich des grossen
Zehents nachkommen. Die alte Pfarre hatte bisher
dem Bischofe jahrlich ein Pfund Heller gegeben; nan
sollte die alte Pfarre nor mehr acht, die neue aber
zw5lf Sohillinge, beide zusammen also ein Pfund
Heller geben. Kein Ortsname ist in der Urkunde
genannt-
1402. Am hi. Dreikonigsabend best&tigt Herzog Leopold
zu Innsbruck diese Trennung mit einer kurzen dar-
tiber ausgestellten Urkunde.
1406 — 1416. Im Appenzeller Kriege kam eine Schaar
Schweizer, wahrscheinlich im Jahre 1406 und von
Imst aus, in das Lechthal und gewann dasselbe fiir
ihren Bund. Falger erwahnt der ihm 5fter von alten
Leuten erz&hlten Sage, dass zwischen den Lech-
thalern und den Schweizern ein Treffen stattgefunden
babe. Als Ort desselben bezeichnet die Sage das
Darnfeld zwischen Elbigenalp und KSgeln ; vor Alters
stand dort eine Kapelle, von welcher man glaubte,
sie sei zum Andenken an dieses Treffen erbaut wor-
den. Auch seien beim Ackern dort Menschengebeme
gefunden worden.
Im Jahre 1416 bestatigte Herzog Friedrich mit
der leeren Tasche am Mariahimmelfahrtstage auf
Schloss Hertenberg bei Telfs den Leohthalern auf
ihre Bitten wieder ihre wahrend des Krieges verlore-
nen oder verwirkten Freiheiten. An Steuern sollten
die I^eohthaler sowie die Umsassen in Tannheim und
Algau jahrlich am Sankt Nikolaustage 30 Mark,
an Herrengeld 15 Mark bezahlen. War am Schlosse
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— 36 —
Ehrenberg etwas zu bauen, so konnte jeder Lech-
thaler jahrlich nur einen Tag lang zur Arbeit 9in
seiner Kost* verpflichtet werden. Jagd und Fischerei
war frei, Rothwild und Federwild ausgenommen.
Hatten ,zwen arme mann* einen Streit, so konnten
sie vom Pfleger nicht nur Klage genQthigt werden
und durften es unter sich ausmaohen. Man sollte
wegen Todschlages oder anderer Sacben keinen ge-
f&nglich nach Ehrenberg fiihren, wenn ftir ihn Burg-
schaft geleistet und von ibm Sicherheit gegeben wurde,
dass er zu Recht stehen werde. Bei einem Prozesse
konnte der siegende Theil dem unterlegenen nur die
^ Zehrung fur den Tag, an dem sie zu G-erichte stan-
den, aufrechnen. Todschlager sollten dem Landes-
fiirsten ohne alle Gnade mit Leib uad Gut, dem
I Pfleger aber um 50 Pfund Berner verfiEdlen sein-
Ftir ungerecht anMngig gemachte Prozesse war dem
LandesfUrsten eine Strafe von 50 Pfund Berner zu
bezahlen. Eine gleich hohe Strafe gait fur jenen,
der einen andern mit bewaffneter Hand unter den
Trupfetall (Dachtraufe) seines Hauses verfolgte oder
so schlug oder stach, dass die Wunde des „ Weizelns*
(Verbindens) oder Heftens bedurfte. Wer das Schwert
ziickte oder einem eine fliessende Wunde schlug*
zahlte 4 Pfund Berner. Wer einen andern flber-
mahte oder iiberbaute, zahlte 1 Pfund Berner. Kein
Pfleger sollte den Gerichtsleuten verbieten, Tieh,
Kase, Schmalz und anderes beliebig zu verkaufen,
Kriegszeiten ausgenommen, wo dem Befehle des Her-
zogs nachgekommen werden musste. In Kriegszeiten
mussten die Lechthaler ,raisentf (ausziehen), wie die
andern freien Leute des Herzogs, nur sollte das Th&l
nicht wehrlos gelassen werden. Sonst konnte der
Pfleger sie nur in so weit zum „Raisen* verhal-
ten, dass sie auf die Nacht wieder heimkommen
^v • konnten.
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— 37 —
Wie Falger bemerkt, wurden diese Thalfreiheiten
von nachfolgenden Landesfiirsten and Kaisern in den
Jahren 1567, 1599, 1627, 1650, 1665, 1666,
1707, 1744, 1782 und 1795 best&tigt, jedoch mit
Abanderungen, so dass zuletzt nur noch die Jagdfrei-
heit blieb, wofur Lechthal j&hrlich 60 fl. Kuchen-
steuer entrichten musste. Schliesslioh ging auch diese
letzte Freiheit verloren, bis das Jagdrecht 1848 den
Gemeinden tiberlassen wurde.
1418. Das Zehentlehen in Lechthal gelangt dnrch Kanf
nm 400 Goldgulden an den Abt Iban and das Stift
Fussen (Ladumer).
1436. Abt Johann von Fussen verkanft den grossen Zehent
im Lechthal den Gemeinden dortselbst. Derselbe
wurde jedoch noch vor 1465 wieder zurilckgel5st.
1460. In Elbigenalp erscheint der erste Pfarrer mitNamen,
n&mlich Georg Zobel, welcher mit einem Hans Huf-
negel in Uneinigkeit lebte.
1462. Am 22. M&rz sitzt Hans Lump, Pfleger zu Ehren-
berg, in einer Verlassenschaftssache mit 12 Re oh t-
sprechern im Lechthal zu Gericht Ran gewohn-
licher Dingstatt* (Urkunde im Statthalterei-
Archiv). Hier ist die Dingstatt als wgew5hnliche*,
aber nicht der Ort derselben genannt Der Sage
nach soil sie ober Bach im Seesumpf gewesen sein.
1472. Herzog Sigmund verleiht dem Pfleger zu Kronburg
Hans Klammer, seinen Dienern Valentin von Pudnau
und Hans Sprenger und andern Mitgewerken, damit
sie das schon eine Zeit lang bebaute Eisenbergwerk
in ^Almigur* (Almajur bei Kaisers) nutzbarer ma-
chen kQnnten, Holz, Wasserfiille, Wunn und Waid
am Rothenleoh, Raiser und Krapach (hinter Steeg)
unter der Bedingung, ihm von jedem Centner Eisen
2 Kreuzer zu zahlen. Nach dem Sammler von Tirol
(I. S. 121) betrieb zur selben Zeit eine andere Ge-
sellschaft in Alperschon zu Feustarb auch ein Eisen-
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bergwerk mid katte eine gleicke Abgabe zu entrick-
ten (Ladnrner).
1482. Die „gemain Nackpaursokaft der Pfarrkircken St
Nikolaus im untern Lecktkal* tritt ikr biskeriges
Reckt, den Pfarrer zu ernennen, an den Abt von
Ftissen ab (wurde nie niekr zuruckgewonnen). Leck-
tkal wird in der betreffenden Urkunde (Sinnacker,
Beitrage VL S. 693) ,ein kort, sckwer and winterig,
auch weit and unwegsam gebirg and land* genannt
1488. Der Pfarrer Jokann Rott zu Elbigenalp erkalt vom
Bisckofe die Bewilligung, einen Kaplan mit 32 rkeini-
scben Gulden Jakresgekalt anzostellen, welcker an
Werktagen za schioklicker Zeit, an Sonn- and Feier-
tagen aber wakrend der Predigt (!) Messe lesen and
dann mitsingen sollte. Wirklick wurde als erster
Kaplan Hans Bentzinger von Fussen bestellt; die
Stiftong ging aber bald wieder ein. In der betref-
fenden Bittsckrift an den Bisckof sagen die Stifter,
dass sie 9m rauken, wiesten and wynterigen kalten
gepuregen wonung and nerang kaben and vast verre
von lewtten and auck selbs weytt von einander ge-
sessen* seien. Von Ortsnamen kommen vor: „zu der
albigen alben*, „zu der Holtzgev*, Back and ,Hat-
ternack*, von Familiennamen mekrere seltsame, wie
Sckweynsgut, Gramayser, Kookersokedle, Unverdor-
ben, Sckepper, Zorn, Switzer, Hennj u. a. m.
(Falger).
1515. In Elmen (^Elbmau*) wird ein Kaplan mit 32 rkei-
niscken Golden. Gekalt sammt Woknong and Hof-
statte angestellt Derselbe war in seinen Fonktionen
besckr&nkt, da er nor im Nothfalle taofen and die
letzte Oelang ertkeilen darfte and an mekrern koken
Festen nack Elbigenalp geben musste, am dem Pfar-
rer auszukelfen. Sckon 1438 soil in Elmen eine
Kapelle gestanden sein. In der betreffenden Urkunde
kommen von Ortsnamen vor: „zu der Elbigenalb",
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,Elmavg, ,Praitforchachg, „Keglen*; von Familien-
namen fallen auf: Leinser, Gom, (Gflrig und Die-
bald) Maldaner, Rfiedly, Leisten, Valgef u. s. w.
1538. Die Gemeinden Elmen, Stanzach, Mortenau, und
Hinterhornbach schliessen mit dem Kaplan Michael
Suech einen Vertrag, kraft dessen letzterer gegen
das Versprechen, lebensl&nglich in Elmen zu bleiben,
einen erhOhten Gehalt von 48 rbeinischen Golden
und von jedem Hause eine Fuhre Holz erhftlt
1568. Am 5. — 8. August finden „zu der Elbigenalb * [unter
der Leitung der Pfleger Christoph von Wechningen
zu Laudegg und Balthasar Scbekb zu Imst zwischen
den Vertretern der BUnterthanen* zu Laudegg und
der Gerichtsleute in Lecbtbal Verhandlungen fiber
die Gebietsgr&nzen in Alperschon statt und werden
dieselben genau festgesetzt Yon Seite Lecbtbals
waren die bevollmScbtigten Vertreter Hans Schwarz,
Hans Scbueler, Oswald Singer, und Erasin Loos. Die
beiderseitigen Vertreter gelobten, den Vertrag „in alien
punkten, artikln und begriffen . . . fftr sich selbs und
in ainen ihrer mitgewonten, auch alle ihre und der-
selben erben und nachkhumen in die Ewigkeit, vest,
stet unwiderrueflich und unzerbrochen zu halten.*
1576. Die Gemeinde Elbigenalp erhSht dem Pfarrer
Thomas Sattler mit Vertrag auf f&nf Jahre seine
EinkHnfte. Interessant sind die damaligen kirchli-
chen Taxen, wie sie sohon zuvor gebr&uchlich gewe-
sen. Man hatte dem Pfarrer zu geben: 5sterliches
Beichtgeld „ohne amohe verwiderung oder ausredt*
4 Kreuzer (frfiher nur 2), far das Einsegnen einer
Hochzeit 2 Kreuzer und eine Mass Wein (auf den
Altar zu opfern oder das Geld daf&r darauf zu le-
gen), f&r das Begr&bniss eines Kindes 6 Kreuzer,
f&r Reichung des hochw. Sakramentes an eine sohwan-
gere Frau 1 Kreuzer und eben so viel fftr das Aus-
segnen. »Item, wenn er einer kranken Person das
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hochwierdig Sakrament raicht, soil ime dieselbe,
wenn sie wieder gesundt wird, aus dem Hausguet
bezahlen 5 Kreuzer, wenn sie aber sterbe, soil man
ihme far den Todfall and die Bestatnuss , . . 36
Kreuzer und wenn die Person sturbt, sollen die 5
Kreuzer vom Todtfel abgezogen werden; damit sollen
die obsteenden 5 Kreuzer von wegen der Darreichung
des Sakraments bezahlt sein und soil ime zu jedem
jetzt gemelten TodtfiUen noch dazu ein Schftssl ge-
ben werden. doch hat der Lay die Wal, ime ab
Schfissl oder 3 Kreuzer daf&r zu geben.* Ausser
Hans Mayr Ricbter zu Ebrenberg erscheinen als
Zeugen 6e5rg Schyerli, Hans Kloz und Hans Kaen
„in der P&rr Holzgen sesshaft.*
1600. Gegen Ende des sechzehnten Jahrhundertes findet
man, wie Falger sagt, ,eine gewisse Eintheilung* im
Thale. Es bestanden drei Anwaltschaften, nfimM
zu Holzgau (mit H&gerau und Steeg), zu Elbigenalp
(mit Bach und Stockach) und zu Elmen (mit Hfisel-
gehr, Stanzach, Fo^chaoh und Hinterhornbach; Vor-
derhornbach gehdrte nach Aschau). Jede Anwalt-
schaft zerfiel in zwei H&lften, welche, wie Falger
sagt, „unrecht* Drittel heissen und in Hinsicht auf
das Ganze besser Seohstel heissen konnten, nSmlich
in Oberlechthal: das Steeger (mit Hfigerau) und das
Holzgauer Drittel, in Mittelleohthal: das Stockacher
(mit Bach) und Elbigenalper Drittel und in Unter-
lechthal: das Haselgehrer und das Elmer DritteL
Dieser Dreitheilung entsprach auch die kirchliche,
da in Lechthal im 16. Jahrhunderte nur drei Seel-
sorgen (Holzgau, Elbigenalp und Elmen) bestanden.
1610. Das Stift FOssen verkauft dem Kammerrath Hans
Wolfgang Schmidt von Wellenstein zur Eggen und
dessen Schwager Burkhard Laymann von Liebenaa
Pfleger auf Ehrenberg zugleich mit dem Niedergericht
und der Pfarre Asohau auch den Zehent im LechthaL
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Noch in demselben Jahre kaufte der Erzherzog Ma-
ximilian von beiden Herrn das Niedergericht Aschau
und verleibte es Ehrenberg ein. Die Lechthaler
zahlten freiwillig 2000 Gulden und wurden dafur
auf funf Jahre, 1611—1615, vom Zehent befreit.
Fur weitere Befreiung fur die Jahre 1516 und 1517
zahlten sie wieder 600 Gulden (Ladurner).
1621 und 1622. Die Lechthaler beschweren sich (wie spater
noch after) wegen des Zehents, zumal j,in Beden-
kung, das sie zwen Pferrer und einen Caplan auf
ihren selbs eigenen Kosten und ftirnemblich
durch Anlegung des Beichtgelts erhalten
mtissen.* In der zweiten Beschwerde erklftren sie,
dass das Thai „ein tiberaus kalter grober Ort* sei
und wenig Gerste erzeugt werde und die Leute
kaum genug Haberbrod hatten (Erd&pfel gab
es damals noch nicht), wie dass auch BfterHochgewitter
und Hagel alle Frfichte zerstflrten.
1632. Eine Schaar Schweden (dreissigjahriger Krieg 1618
—1648) soil bis Elmen vorgedrungen sein. Da die
Manner auf den {Bergen auf der Wache waren, riiok-
ten die Weiber aus, stellten am Elmer Rain viele
fHainzen* mit Kleidern behangt auf und zundeten
viele Wachtfeuer an. Die Schweden erschracken und
traten den Rtlckzug an. Da nun auch die Manner
zuruckkehrten, kam es bei Martinau zum Gefechte,
in welchem die Schweden v5llig geschlagen und zur
Flucht gen5thigt wurden. So die Sage. Die Lech-
thaler Weiber haben seither neben vielen andern
Vorrechten auch jenes, in der Kirche vor den Man-
nern zum Opfer zu gehen.
1633—1635. Die Pest in Lechthal, besonders am rechten
Lechufer; in Griessau und Griinau soil die BevSl-
kerung nahezu ausgestorben sein. In Griinau sollen
neun Marien fiber einander in dasselbe Grab gelegt
worden sein.
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- 42 —
1650. Bschlabs erh< seinen ersten Kaplan an Nikolaus
Kranebitter, welcher spater Pfarrer in Elbigenalp
wurde (K5gl).
1664. Durch eine Lawine kamen in Elmen 40 Personen
um; 22 Weiber warden Witwen (Falger).
1674; Ans einer Beschwerde der Lechthaler ist zu ersehen,
dass an der Gacht ober Weissenbach und am Ein-
gange nach Bschlabs Z5lle bestanden; far jedes Stuck
Vieh, welches dorthin ging, musste bezahlt werden.
Dieser Zoll wnrde erst unter Kaiser Josef IL auf-
gehoben. Die Lechthaler erklarten auoh, dass sie
die Last hfitten 11 Briicken zu erhalten.
1675. Vorderhornbach erhalt nnter Zustimmung des Pfor-
rers zn Wangle einen Kaplan nnd sieben Jahre spa-
ter auch einen Gottesacker.
1676. Der Pfleger zu Ehrenberg entsoheidet einen schon
lftnger andauernden heftigen Streit zwisohen den 9 El-
bigenalper Pfarrkindern • und den * Elmer Filialkin-
dern*. Die Elmer batten sioh geweigert zum Kir-
chenbau in Elbigenalp die geforderten Beitrage und
die verlangte Frohnarbeit zu leisten. Man drohte
ihnen mit Kirchenstrafen, doch sie fragten wenig dar-
nach. Als gerichtliche Exekution eingeleitet wurde,
sollen sie die Amtsdiener in einen Brunnen geworfen
haben, worauf der Pfleger eilf der unruhigsten , Filial-
kinder* einsperren liess. Schliesslioh mussten sie
liber 1700 Gulden zahlen.
1684. Den Gemeinden Namlos und Kehnen wird ein eigener
Kaplan zugestanden (K5gl).
1685. Die erneuerte Pfisirrkirche in Elbigenalp wird geweiht
Gegeben wurden: dem Pfarrer 1 Gaisk&s 12 Kreu-
zer, dem Pfarrer (Dekan) von Breitenwang 6 Gulden,
dem Herrn Bischof zwei Spielhennen, auch ein Gems-
bock mit 39 Pfund, macht 3 Gulden 15 Kreuzer
und 2 Gemshaute gearbeitet, kosten 14 Gulden.
Dem Herrn Sigler zahlte man 12 Gulden und wieder
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18 Gulden 10 Kreuzer, dem Herrn Pferrer gab man
anch 7 Pfdnd Fische, 1 fl. 10 Kreuzer und 6 Mass
Wein, 1 fl. 26 kr., die ganze Rechnung 135 Gulden
40 % Kreuzer (Falger).
In diesem Jahre wird auch for Stanzach ein eige-
ner Priester mit 80 Gulden Gehalt, Holz und Woh-
nung bewilligt; doch ersohien der erste Priester erst
1690 (K5gl).
1689. Eine Lawine verschuttet in Elbigenalp zu unterst
im Dorfe 4 H&user (3. Februar); „wie die grosse
Glocke sei' angezogen word en, Donnerstag abends,
hab's am Berg einen Schnall gethan. ' Auch in
Holzgau seien 4 H&user verlahnt worden. Im gan-
zen Thale seien 31 Personen verungluckt (Falger).
1690. Die Gemeinde Gramais macht unter sich eine Ord-
nung wegen Viehtriebes und [anderer Sachen. "Wer
an einem Feierabend, w&hrend die Leute in der Kirche
waren, noch bei einer Arbeit gesehen wurde, musste
zur Strafe ein Paar Kerzen geben; die „heiligen
Pfleger* sollten recht Acht geben und ja Niemanden
verschonen. In Ermanglung n&herer Kenntniss der
edeln Schreibkunde unterzeichneten die 20 Gemein-
deburger mit ihren Hausmarken. (Nach einer Ab-
schrift Falger's abgedruckt im Werke: Ignaz V.
Zingerle und K. Theodor v. Inama-Sternegg,
die tirolischen Weisthumer. II. Theil Wien 1877
S. 176 — 177, wo auch die Hausmarken nachge-
druckt sind.)
1693. Am 9. Mfirz begrub eine Lawine bei Oberbach und
Winkel 3 Hlluser mit 7 Personen.
1696. Gramais erhftlt als Filiale von Imst einen Kaplan.
Der Gottesacker dortselbst war schon 1689 einge-
weiht worden (Sinnacher).
1699. In diesem Jahre waren aus Lechthal 644 Maurer in
Deutschland auf Arbeit. Ihre Namen sind in einer
alten Liste verzeichnet
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1702. Am 24. November urkundet Franz „von Gottes Gna-
den Abt und regierender Pr&Iat" von Stains, dass
der .afarnembe und wolgeachte Herr Caspar Loes,
Anwald im Lechthal der Herrschaft Ernberg, dann
Michael Kropf in Heisslger und Hans Weyrater in
Hatternach, beede auch daselbst im Lechthal fur sich
selbs und als volimeohtig Abgeordnete der ubrig
interessirten Lehensinhabern nachfolgende HSff und
Guetter, als Prandthofs, Rauchenwandt und
Klimbboffs, Michelshoffs oder Mortenau,
Scheidpachshoff und denen in Hesslger, umb willen
der verglichenen funf H8ff als des Nikolaushoffs
und iibrige vier H5ff* gegen Erlag von 600 Gul-
den vom Grundfallzins „auf ewige Weltzeiten quitt,
frey, ledig und loos* seien (Falger).
1703. In diesem Kriegsjahre standen die Lechthaler auf
den Bergiiberg&ngen auf Wache und betbeiligten sich
an der Wiedereroberung Ebrenbergs. Nacb Falger
zeichneten sich dabei Knitl aus Benglerwald und
Philipp Schneller von Bach aus, welche Wappen-
briefe erhielten.
1706. Fur Steeg wird die Errichtung einer Kaplanei be-
willigt; doch durfte der Kaplan weder taufen noch
begraben. Erst 1786 wurde diese Kaplanei zur Lo-
kalkaplanei umgestaltet und der Kaplan mit alien
geistlichen Verrichtungen betraut (K5gl).
1715. Der Gemeinde Forchach wird bewilligt, einen eigenen
Priester zu halten (K6gl).
1716. Elbigenalp und K5geln, dessgleichen Elmen und Klimm
richten neue Gemeindeordnungen auf (beide abgedruckt
in Zingerle's und Inama-Sternegg's tirolischen Weis-
thiimern H. Bd. S. 117—125.)
1720. Der Gemeinde Haselgehr wird die Anstellung eines
eigenen Kaplans bewilligt; doch mussten die HSssel-
^ gehrer alle Jahre 39mal die Pfarrkirche in Elbigen-
alp besuchen, dort die heiligen Sakramente empfongen
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und auch ihre Todten dorthin begraben. Diese Be-
dingungen warden 1765 gemildert, aber erst unter
Kaiser Josef EL im Jahre 1786 wurde diese Seel-
sorge zur selbstandigen Lokalkaplanei erhoben (K5gl).
1739. Der Gemeinde taisers wird ein Kaplan bewilligt
Erst 1786 wird Kaisers Expositor und dort der
Gottesacker geweiht (K6gl).
1740. Durch eine Lawine verungliickten am 4. Febraar
beim Heuziehen im Bernhardsthale 11 Personen. Die
letzte Leiche wurde erst im August gefunden.
Der Gemeinde Stockach wird die Anstellung eines
eigenen Priesters bewilligt; 1786 wird das Benefi-
zium in eine Expositor umgewandelt.
1748. Die Gemeinden des obern und mittlern Leohthals
Holzgau, Oberschdnau, Schiggen, Penglerwald und
Kranichen richten eine »guete verstandige* Gemein-
deordnung auf (abgedruckt in Zingerle's und
Inama-Stern egg's tirolischen Weisthiimern II.
S. 126 ff.)
1750. Um dieses Jahr, vielleicht noch fruher, brachten
Lechthaler Maurer die ersten Erdapfel aus dem Oden-
walde in das Lechthal. Die so niitzliche Bodenfrucht
wurde bald allgemein angebaut.
1764. Hinterhornbach erbalt einen eigenen Priester. Der
Hauptstifter war Josef Jakob von Sterzinger, Gerichts-
schreiber zu Imst (gest. 1790 in Nassereut), welcher
4000 Gulden hergab: eben so gab Jakob Mang
Ammann, Handelsmann zu Reutte, 1400 Gulden
(K5gl).
1770—1800. Gregen Ende des achtzehnten Jahrhunderts
sind fiber 300 Hausirer, Handler und Kaufleute aus
Lechthal in Deutschland, Holland, ja selbst in
Amerika. Falger hat dieselben mit Namen und an-
dern Angaben in seiner Chronik verzeichnet.
1773. Hagerau erhalt einen eigenen Priester. Diese Kapla-
nei wurde 1786 eine Expositor (K5gl).
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1774. In Stanzach brennen die Kirche and 10 HSuser ab.
1780. Dominik Kropf in Hfiselgehr erbaat das erste Brao-
hans im Lechthale.
1782. In Holzgan wird das FrcLhmessbenefizinm gestiftet
Der Frfthmesser war auch Schullehrer; seit 1800 aber,
wo ein weltlicher Lehrer bestellt wurde, hatte er nor
mehr den Religionsunterricht za besorgen (K5gl).
In diesem Jahre stiftete auch Christian Lumper
in Elbigenalp den Schulfond mit 1000 fl. Tir. W.;
sein Sohn Josef war der erste Lehrer.
1787. Bach erhalt den ersten eigenen Priester.
1788. In Elbigenalp der erste Herbstjahrmarkt
1793. Eine Lawine verschiittet in Haselgehr 3 Hauser mit
11 Personen.
1796. Zur Bewachung der Granzen zieht eine Compagnie
unter dem Haaptmann Georg Uelses von Elbigenalp
aus. Die Franzosen kamen bis Pfronten und Vor-
derjoch.
1797. Eine Compagnie zieht unter dem Hauptmann Anton
SchnSller nach Bozen.
1799. Zwei Compagnien ziehen unter den Hauptleuten Georg
Uelses und Georg Schueller von Elbigenalp nach Paz-
naun. Treffen bei Ramus; kein Verlust
1800. Auszug zweier Compagnien, der einen unter Haupt-
mann Anton Scheidle auf den Tannberg, der andern
unter Hauptmann Anton Seep nach Tannheim. Waf-
fenstillstand, die Franzosen besetzen das linke, die
Oesterreicher das rechte Lechufer.
Am 22. Juli erschienen die Franzosen in Elbigen-
alp; sie blieben bis 24. Februar 1801 in LechthaL
An den Lechbriicken wurden Wachhlitten errichtet
Die Franzosen hielten strenge Mannszucht und waren
in Lechthal nicht unbeliebt. Falger berichtet hier-
flber: 9Ln Allgemeinen hatte man wenige Klagen
tiber die Franzosen, sie waren lustige Leute, entwen-
deten wenig; was sie von den Bauern bekamen,
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— 47 -
wollten sie zwar gat und reinlich, aber nicht viel;
den schCnen MSdchen waren sie nicht feind, wenn
die M&dchen auch auf dem reohten Lechufer waren.
Mancluiial waren die Wachen an den Lechbriicken
ziemlich. streng and wollten Niemand passiren lassen...
So zogen denn die fr5hlichen Republikaner am 24.
Februar 1801 ab; singen, springen and fechten war
ihnen am liebsten, einfach and leicht ihre Kleider,
der Haarzopf ist mit ihnen verschwunden and als
alte Dummheit belacht . . . Ehe die Franzosen kamen,
sahen die Thalbewohner gar haufig Piitze (Geister)
and dergleichen Erscheinangen, aber mit Ankunft
derselben vergass man darauf ; bei den fortw&hrenden
Kriegen fahrte man andere Gesprache), man vergass
die Gespenstergeschichten and der Aberglaabe nahm ab. *
1805. Mit Tirol f&llt Lechthal an Baiern.
1807. In Elbigenalp wird das Fruhmessbenefizium gestiftet.
1808. In Boden wird eine Kaplanei gestiftet.
1809. Aufstand gegen Baiern. Lechthal stellte nnter dem
Major Georg Schueller von Elbigenalp sieben Com-
pagnien; dieselben standen von April bis November
bald an bald (iber der Granze bis Kempten. Die
HaapUeute waren: Greorg Uelses and Karl Mark
von Elbigenalp, Ignaz Scheidle und Karl Kropf von
Hateelgehr, Josef Lumper und Josef Weissenbach von
Hokgau and G. Schadler von Bach. Der Krieg
kostete den Lechthalern zwar nur zwei Mann, desto
mehr aber an Geld, da die Insurrektions- and Mili-
tarwastangen bis 16. Marz 1810 gerechnet sioh auf
7800 Gulden beliefen.
1810. Am 31. Marz die erste Militarlosung in Lechthal.
In diesem wie im nachsten Jahre lag zeitweilig bairi-
sches Militar im Thale.
1812. Im russischen Feldzuge blieben aus Lechthal als Sol-
daten der bairischen Armee 24 Mann todt; nur 2
oder 3 kamen zuruck.
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1813. Schneefall am Maria Geburt (8. Sept). Auf dem
Elbigenalper Berge rissen Schneelawinen 52 Heubiller
nebst dem Heu fort
1814. Aus Lechthal fielen im firanz5sischen Feldzug 8 Mann.
Spater waren keine Lecbtbaler mehr im Kriege. Die
Tiroler erhielten alle den Absohied and Tirol fiel
wieder an Oesterreich zuiiicL
1816. Sehr unfraohtbares Jahr, viel Regen, Frost and Kalte,
bis in den Sommer des folgenden Jahres andaaernde
Theaerang. Preisse: 1 Sch&ffei Weizen 84—90 fl.
and 22 fl. Mauth; 1 Schaffel Gerste 45 fl. and 18 fl.
Maath; 1 Schaffel Haber 21 fl. and 12 fl. 24 kr.
Maath; 1 Metzen Turken 8 fl., 1 Metzen Erdapfel
2 fl., 1 Pfond Sohmalz 38—40 kr., 1 Pfdnd Rind-
fleisch 14 kr., 1 Pfond Schweinefleisch . 26 kr., 1
Metzen Erbsen 10 fl. 30 kr., 1 Pfond 3 Loth Brod
12 kr., 1 Mass Bier 8 % kr.
1817. Grosser Schnee, weloher die Leate Ungstigte. ,In
der Kreazwoohe (Anfangs Mai) ging man (auf den
Bittgangen) mit den Kreuzern auf dem Harst uber
alle Zaune; zn ackern fing man erst am 20. Mai an.
Nach 13 Wochen war das Getreide reif and gat Auf
dem Jdchl bei Sohattwald soil die Gahwinde am
Georgi (24. April) noch 42 Schah Hohe gehabt
haben.*
1821. In der hi. Nacht heftiger Stormwmd, welcher game
W&lder umriss.
1826. Ein frochtbares Jahr. In Reatte gait das Schaffel
Korn nor 10 fl.; das Pfond Fleisoh gait 2 Kreozer.
1830. Kalter Winter; am 3. Febraar 21 Grad Kalte. Im
Sommer viel Flachs; Falger bekam aaf 1 l/% Mete-
land von 5 Massl Leinsamen 99 Pfond gehechelten
Flachses. Mitte Oktober schneite es zu.
1831. Im November Blitz and Donner, am 26. November
ein Erdbeben. Die Cholera kam nicht in's Thai.
1834. Sehr warmer trockner Sommer. Fast kein Frflhheu,
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aber viel Gramet. „Ignaz Knitl ging iin Janner
baarfuss, auf dem Felde Kiimmelstengel in Bliite."
1837. Am 18. Februar. eine grosse Rothe am Himmel.
„Am 29. August hat es geschneit und von unserm
Berge 25 Heustocke herabgelahnt.a#
1840. Am 17. Februar Erdbeben und Lufterscheinungen am
Himmel. Zwei Feuerkugeln zerplatzten. Im Sommer
gab es Roggenhalme 7 Fuss hoch, Flachs 4!/2',
Gerstenbalme 4' 2" und Kiimmelstengel 6' 3" hoch.
In Hinterhornbach fiel ein Kind liber eine 84 Fuss
hohe Briicke, rann ungefahr 300 Schritte weit im
Bache und war beinahe unverletzt.
1841. 8Im Marz kamen 5 Ligourianer als Missionare, waren
da eine Woche, sehr streng, ich m5chte sagen, zu
streng, mehrere Personen wurden irrsinnnig und ver-
mutlich hat sich ein Madchen von Griessau deshal-
ben erhangt. Die folgende Woche kamen die Mis-
sionare nach Holzgau, dort blieben die Leute stand-
hafter und wurden nicht so tiefsinnig wie bei uns.
In beiden Pfarreien wurden Sammlungen gemacht, um
die Missionare alle 5 oder 10 Jahre kommen zu
lassen und selbe von den Interessen zu zahlen. Spa-
ter am Herbst kamen in jede Pfarre noch 2 Priester
der Mission; auch nach Stanzach, Namlos und sogar
nach Bschlabs wurden die Missionare spater verlangt
Im reichen Holzgau starh M. Anna Huber, Toch-
ter des reichen Handelsmannes Gg. Huber; sie hin-
terliess ein Vermogen von 259,000 fl.
Am 18. Juli war ein ungemein grosser Wind (fast
wie in der hi. Nacht anno 1821), riss Dacher und
Waldungen nieder.*
Wir ubergehen das weitere in Falgers Chronik aus
sachlichen Grunden und schliessen die chronikartige Ueber-
sicht der innern Geschichte Lechthals hier ab.
Der gebotene Ueberblick legt uns die allmalige Ent-
wicklung dieser Geschichte ziemlich klar vor Augen. Die
Ferdinandeums-Zeitschrift. 4
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- 50 -
alten sogenannten etwas wunderlich aussehenden Freiheiten
von 1416 verschwinden, je mehr sich erne allgemeine staat-
liche Ordnung des offentlichen Lebens geltend macht; aus
einem wirren Complexe von einzelnen Ansiedlungen und
Gruppen entwickelt sich nach und nach ein geordnetes ge-
scblossenes Gemelndewesen. Dabei mag allerdings aaoh
mancbes Alte verloren gegangen sein, was der Erhaltung
und Verbesserung werth gewesen ware. Doch winkt uns
die gute alte Zeit nicht verlockend entgegen; die Zeit ist
voriiber, in welcher die Lechthaler sich kaum mit Haber-
brod sattigen konnten und die Erhaltung von zwei oder drei
Priestern und von 11 Briicken fur eine schmerzlioh driickende
Last erklaren durften.
In nichts ist die Entwicklung der innern Zustande des
Thales so scharf ausgepragt, wie in der Entstehung der
Seelsorgen. Bis zum Jahre 1400 war in ganz Lechthal nur
ein einziger Seelsorgspriester, der Pfarrer von Elbigenalp.
Im Jahre 1500 gab es erst zwei, im Jahre 1600 erst drei
Seelsorgen. Nun ging es rascher; im Jahre 1700 bestan-
den schon 8, im Jahre 1800 schon 16 Seelsorgsstationen.
Im Jahre 1870 waren im Lechthal (mit den Nebenorten)
18 Seelsorgspriester (dazu ein Defizient und ein Privat);
3 Stellen waren damals unbesetzt. Es kostete lange und
schwere Anstrengungen, so oft neue Seelsorgstellen er-
richtet werden sollten; haben wir doch aus der angefuhrten
Stiftungsurkunde der Pferre Holzgau vom Jahre 1401 erse-
hen, dass die Leute in Oberlechthal schon oft zuvor, aber
vergebens um einen eigenen Priester angesucht batten. Die
Pfarrer hielten zah an den alten Rechten fest ; wie beschwer-
lich mag es fur die Leute namentlich gewesen sein, wenn
sie ihre Todten nach der Pfarre zur Begrabniss bringen muss-
ten! Man denke sich beispielsweise nur die Ueberfuhrung
einer Leiche aus Hinterhornbach nach Elbigenalp! Die
Forchacher mussten, wie Kogel erzahlt, lange Zeit ihre Kin-
der in Elmen taufen lassen, ihre Todten aber in W&ngle
bei Reutte begraben. Erst als der Bischof Eustach Egolf
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— 51 —
im Jahre 1685 «s selbst mitangesehen hatte, wie miihsam
eine Leiche liber die zerbrochene Brucke am Rothlech ge-
schleppt wurde, erbarmte er sioh des Volkes und erlaubte
einen Friedhof in Forchach berzustellen. Wie man auch
sonst Kaiser Josefs II. Regierungshandlungen beurtheilen mag,
lasst sich ihm doch das Verdienst nicht bestreiten, dass
vorzugsweise er, wie iiberall, so auch im Leohtbale auf die
Unabhangigkeitsstellung kleinerer Seelsorgen bedacht war.
Heute ist selbst die Erinnerung an das Driickende der Ab-
hangigkeit der kleinen Seelsorgen von den Pfarren langst
dahingeschwunden; nur alte Leute wissen etwa noch, was
der Zebent war, dessentwegen die Lechthaler so oft ihre
bittern Beschwerden erhoben haben.
Freilich diirfen wir auf den Fortschritt nicht allzustolz
werden; wahrend viel sich gebessert hat, ist anderes schlim-
mer geworden. Ja, wie sah es denn etwa friiher im Lech-
thale aus? Daiiiber wollen wir im Folgenden aus Falger's
Chronik noch Einiges mittheilen.
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IV.
H&user in Ulterer Zeit — „Nach alterer Leute
Anssage waren fruher iin Thale sehr schlecht gebaute Han-
ser, gew5hnlich von Holz, kleine Fenster mit runden, spater
sechseckigen Glasscheiben. Der Haoseingang war bei man-
chen ein Thor als Stadelthor, weil man mit den Fndern
zur Hausthftr hineinfuhr; die Stuben waren getafelt, niedrig
und finster, ein grosser gewcflbter Ofen, ober dem Ofen eine
OefFnung in der Decke, das Kammerloch genannt, wo man
hinaufsteigen konnte, urn in die obere Stube zu kommen.
An einer Seite des Ofens die fGutsche* (eine Art Canape),
worauf man ruhen kann, an der andern Seite das ,Kemet',
worin man im Winter abends mit Kienholz ein Feuer unter-
hielt und so sich mit Stricken oder Garnspinnen beschaf-
tigte, der Abendheimgarten genannt. Zur Abwechslung
wurde manchmal getanzt, (ich weiss wol, dass Winkeltanze
verboten sind, es kam aber dabei nie ein Feuer aus).*
Unser alter Herr Chronist wird hier wieder brummig und
fahrt fort: „Jetzt wird das verdammt, was fruher eine un-
schuldige Freude der jungen Leute war, jetzt soil die Jugend
keine Freude haben, aber jede Pflanze ohne Licht stirbt . . .
vielleicht sind desshalb die jungen Leute krank und schlaf^
rig." Nachdem sich der Chronist so Luft gemacht, fuhrt
er an, dass in der Stube ein grosser fester Tisch war, ver-
gisst jedoch des anstossenden Schlafgemaches, des wGadens*
zu erwahnen und fiihrt uns weiter. »Die Kiiche gewSlbt,
schwarz von Ranch und Pech, oft der Rauch im ganzen
Hause, statt einer Speisekammer ein grosser Kasten „ Schaf-
rathett genannt, Kamine selten schliefbar. Unbehackte
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- 53 —
B&ume zuin Dachstubl und Stadel, nur auf einander gelegt
Scblosser der Thiiren elend, oft nur eine Sperrvorrichtung
von Holz, eine Schupfe vor dem Hause als Holzlege u. s. w. *
Wie ganz anders sieht es beute in den meisten Hausern
Lechthals aus!
Aeltere und neuere Tracht. In alterer Zeit ein-
fache Kleidung, nieist von Wolle; die Manner trugen an
Werktagen einen grossen runden Hut oder eine Kappe, eine
lange wollene Weste („Leible") und eine wollene Joppe
(„Scbuappa"). Dazu kurze Hose von Wolle oder Bocks-
leder, Strttmpfe und feste Stiefel oder Schuhe mit grossen
Nageln. An Sonn- und Festtagen aber sab der Mann an-
ders aus. Da trug er einen bessern mitunter dreieekigen Hut,
eine scbarlacbrothe Weste, einen weiten nicbt langen hell-
blauen Rock mit grossen Knopfen und breiten Aufsoblagen,
eine kurze unter dem Kniee zugescbnallte lederne Hose und
Schnailenschuhe. Regenschirme waren unbekannt, man trug
Mantel oder Blouse, welcbe einem Messgewande ahnlicb
saben.
Die Weiber batten und haben noch beute eine be-
sondere Tracbt. In alterer Zeit trugen sie eine etwa 7 Zoll
hobe runde scbwarze Kappe von »Radin*, zwei am Scbei-
tel zusammengebundene HaarzSpfe, dartiber ein breites,
schwarzes Band, das .GerSlle* genannt. Das „Goller" be-
deckte die Schultern, ein schwarzer Flor diente als Hals-
tucb. Aeltere oder in Trauer befindliche Weiber trugen
die „Staucbeg d. i. einen langen weissen leinenen und ge-
starkten Streifen, welcher dreimal urn den Kopf gewunden
nur das Gesicbt frei liess. Der ^Brustfleck* war ziemlich
gross und zierlich genabt, mit Borden und andern Verzie-
rungen, an Werktagen aber oft sehr einfacb. Der »Preis-
riemen ", eine verscbiedenfarbige Schnur, befestigte den Brust-
fleck. Ein ^Wifling* oder „Ress*, an welcbem das ge-
blumte und gestickte Mieder — ein Hauptgegenstand der
Zierde! — angen&bt war, scbwarz und mit vielen Falten,
bedeokte den untern Theil des Leibes. Daruber vorn das
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- 54 -
aFurtuch". Die Strumpfe, im Sommer kurz, mit vielen
Fatten, auch aus Leinwand zusaminengenaht, bedeckte die
Waden, weil die Wiflinge kurz waren. Schuhe mit Stockeln
und mit rothem Leder ausgenaht. Aeltere Weiber trugen
auch eine liber die Hufte hinabreichende Joppe, jungere nor
den „SchalkB. Dieser Beschreibung der altera Tracht hat
Falger in seiner Chronik auch tibermalte Abbilaungen bei-
gegeben und bemerkt, dass es auch friiher schon 9Lieb-
haberinnen zu Kleidern* gegeben habe; beispielsweise habe
seine Mutter zwei Duzend Kleider gehabt.
Heute tragen sich die MUnner in Lechthal modern; die
alten dreieckigen Hiite, die rothen Festtagswesten, die wei-
ten hellblauen Rocke mit den breiten Aufschlagen und den
grossen KnQpfen, die kurzen Hosen und die Schnallenschuhe
sind l&ngst verschwunden. Auch die weibliche Tracht hat
sich geandert. An die Stelle der alten Kappen sind neuere
getreten — „ein sehr theures Mobel", meint Falger, ,der
Magd ihr ganzer Jahreslohn ist auf dem Kopfe, eine hohe
Otterkappe, welche 25 — 30 Gulden kostet* Die Stauchen
sind verschwunden, an die Stelle des Wiflings ist die ,Kutte*
getreten, lang, stark gefaltet, aus oft sehr feinem schwarzem
Tuch. Der Schalk ist am Oberarm weit ausgebauscht, oft
von Seide oder gar von Atlas. Brustfleck, Mieder und Fur-
tuch sind geblieben. Dazu kommen bei Wolhabendern
noch goldene Ketten, Ohrgehange, Sackuhren und Ringe, so
dass schon Staffler in noch billigern Zeiten als heute in
seiner Statistik von , Tirol und Vorarlberg8 (S. 167) den
Werth des Anzuges einer reichen Lechthalerin auf 400 — 500
Gulden bewerthete.
Tanz und Spiel. „Unsere Vor<ern hatten auch zn
Zeiten ihre Erholung, die der Mensch haben soil. Ein
Denkmal davon ist hier (in Elbigenalp) in Nr. 43 erne alte
Tanzstube, welche sie oft besucht haben werden; da war
auch ein Wirthshaus (den zwanzigjahrigen Jungling kaam
man zu keinem sechzigjahrigen Manne machen und umge-
kehrt auch nicht). Auch war ein Vergnugen der Thalbe-
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— 55 —
wohner das Kartenspiel; es war ungemein stark betrieben
(m5chte sagen zu stark). Nicht allein Manner, sondern auch
Weiber und M&dohen spielten, besonders an dispensirten
Feiertagen, deren es friiher viele gab und welche die bairische
Regierung abstellte. Arme Leute wagten mit verm5glichen
zu spielen und es traf sich After, dass ein armer Mann in
einer Nacht liber 100 Gulden verlor. Es kam so weit,
dass wolhabende Spieler einen eigenen Lichtputzer am Xische
gut bezablten und es handelte sicb oft urn mehr als 100 Gul-
den in einer Nacbt. Auf der Land bei Bach kamen von
Holzgau und Elbigenalp die alten Handler als Spieler zu-
sammen und da ging es oft theuer her. Wie sehr das
Spiel im Schwung war, zeigt folgendes wahre Beispiel. Zwei
alte Handler in Elbigenalp waren an einem Feiertage allein
zu Hause, ihre Weiber und M&gde aber am Spieltisch in
Griinau. Die Zeit kam abends das Yieh zu fiittern und zu
tranken, da war aber weder Fran noch Dienstbote da und
es musste ein Handler dem andern sein Yieh zura Brunnen
in die Tranke treiben. Spielkarten waren in jedem Hause.*
Bei den vielen und grossen Fehlern und Lastern, mit
welchen das heutige Geschlecht auch im Lechthal behaftet
ist, bleibt es dooh ein Trost zu lesen , dass auch unsere
guten Vorfahren trotz aller Tugenden recht bedenkliche
Schwachen zeigten. Hatten schon auch einmal Missionare
brauchen k5nnen, die alten Lechthaler, — Manner, Weiber
und Magde!
Alte Gebr&uche. Falger weiss davon wenig zu be-
richten. Er erwahnt des Neujahrrufens der Knaben, des
Sternsingens und anderer Dinge, ohne Charakteristisches bei-
zubringen. Er hatte auch gehSrt, dass friiher das „Schei-
benschlagen* (zu Johanni) gebrauchlich gewesen sei. Die
Scheiben waren rund mit einer Oeflhung in der Mitte und
hatten 9 Fuss im Durchmesser; sie wurden auf dem Berge
angeziindet und so in die DBrfer und Felder hinabge-
Bchlagen. Dieser Branch ist wegen Feuergefahr verboten
worden.
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— 56 -
Auch von besondern Hochzeitsgebrauohen ist nichts
Erhebliches mitzutheilen, als dass oft sehr viele Gaste ge-
laden waren. Bei seines Vaters Hochzeit waren, wie Falger
erzahlt, bei 100 Gaste eingeladen. Er gibt eine Schilderang
seiner eigenen Hochzeit and fuhrt die sentinientalen floskel-
, reichen Reden an, welche dabei gehalten wurden.
Erwerbsquellen. In alterer Zeit betrieben die Man-
ner besonders das Maurerhandwerk; wir haben gesehen, dass
im Jahre 1699 644 Lecbthaler Maurer im Auslande waren.
Da im Thale viel Flacbs gebaut wurde, bildete im vorigen
Jahrhundert der Garnverkauf nach Schwaben eine erhebliche
Einnahmsqnelle. Weiber und Manner spannen abends im
Heimgarten am Kaminfeuer gewohnlich bis 11 Uhr Nachts.
Die "Weiber spannen oft um die Wette, aber auch die Kin-
der mnssten mitspinnen. „Die Schnle wurde nicht sehr
strenge besucht," bemerkt Falger dazu. Er fiihrt bei 20
Lechthaler Garnh&ndler mit Namen auf, welche selbst guten
Gewinn erzielten; eben so gab es auch Leinsamenhandler.
Dies hat nun langst aufgehdrt; der Flachsbau ist im Lech-
thal auf den eigenen Hausbedarf beschrankt.
Wie es eigentlich gekommen, dass die Lechthaler gegen
Ende des vorigen Jahrhundertes sich theilweise in eine Na-
tion von Hausirern, oder, wie man sagte, von H&ndlern und
Kaufleuten verwandelten, erfahren wir auch aus Falgefs
Chrbnik nicht; obwol er ungefahr 300 Namen von Haud-
lern mit Angaben, wo, womit und wie lange sie ihren Han-
del getrieben, mittheilt. Wir finden da oft VSter und S5hne,
Bruder und Vettern in Gesellschaft miteinander ; sie handeln
mit Manufakturwaaren, Seide, Tuch u. s. w. in Deutschland,
Holland und in der Schweiz. Einzelne wagten sich auch
weiter nach England oder nach Amerika. Die mangelude
Schulbildung mussten manche in spatern Jahren muhsam
nachholen. Falger erzahlt von seinem Schwiegervater Seep
Folgendes: »Anfangs war er Hirt, dann Maurerjunge, spa-
ter lernte er die Garberei. Noch immer zu wenig Verdienst;
endlich kam er in die Gegend bei Pickenburg (in Hannover)
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zu seinem Vetter Thomas als Knecht bei der Handlung,
erwarb sich einiges Geld und bekam von Hause etwa 400
— 500 fl. (VermSgen). Bei der Nacht lernte er erst das,
was er mit 12 Jahren schon hatte konnen sollen, nainlich
lesen, schreiben und rechnen. Jetzt wagte er selbst eine
Handlung zu griinden, trug seine Waaren von Markt zu
Markt, dann kaufte er einen grossen Hund, der die Waare
zog, bis er sich so viel erwarb, dass er die Waare konnte
fehren lassen. Er handelte etwa 25 Jahre und erwarb sich
ein VermSgen von 45.000 Gulden. Besonders in Holland
war die Fortuna freigebig, mehrere Tausend Gulden gewon-
nen." Am meisten waren die Schueller, Falger und
Maid oner von Holzgau vom Gliicke begiinstigt; Holzgau
uberragte an Reichthum alle andern D5rfer Lechthals.
Der Reichthum hat heute in Lechthal stark abgenom-
men; viel Geld ist durch Auswanderung und Heiraten wie-
der in die Fremde gewandert. Falger blickte sehr triib in
Zukunft; seine Chronik enthM.lt lange Klagen fiber die ver-
anderten Verhaltnisse, er bricht sogar in den Ausruf aus:
„So haben wir circa 300 Handelsleute vom Thale um das
Jahr 1799 bluhend, hundert Jahre fruher (1699) waren
644 Lechthaler im Auslande als Maurer — und was wird
vorherrschen im kunftigen 189'J? Ich mcfchte sagen, eine
grosse Anzahl Bettler!" So schlimm wird es nicht
werden, allein die Warnung des ehrlichen alten und erfah-
renen Mannes verdient doch Beachtung und die Lechthaler
mogen sich vor Allem eine Besserung ihrer Volksschulver-
haltnisse auch und zunachst in materieller Hinsicht empfoh-
len sein lassen. Die Volkssohule ist dort fUr die vielen
Stiller bisher immer nur das Stiefkind gewesen und hat ihr
ein rechtes Gliick nie gebliiht.
Schon seit langer Zeit haben Auswanderungen aus Lech-
thal stattgefunden; der Boden ist zu karg, um die Bev6l-
kerung zu nahren, der Kindersegen mitunter sehr gross.
Falger tuhrt dariiber einige Beispiele an. „Drei Schwestern
batten 3^> Kinder, auch in Stockach zwei Nachbarn zusam-
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- 58 -
men 26 Kinder und in H&selgehr sollen zwei Ehepaare in
60 Jahren in allem (Kinder und Kindeskinder) zusammen
120 Kinder gehabt haben." Schon friiher waren manche
nach Amerika gewandert; nach 1848 gingen ganze Gesell-
schaften von Auswanderern dorthin, so dass dort wol manche
Colonie von Lechthalern bestehen mag. Falger erw&hnt
eine solche, welche den gar poetischen Namen „ Schnellers-
hain* (vielleicht richtiger, wenn auch prosaischer „Schnel-
lersheim14?) fuhrt und im Staate Wisoounsin bei Fond du
Lac liegen soil. Vielleicht wird mit der Zeit, wenn sich
der Segen Gottes auoh in der neuen Welt eben so wie in
der alten bew&hrt, noch eine volkreiche Weltstadt daraus.
Ein Josef Schneller von Kranichen wanderte im vorigen
Jahrhunderte nach Strassburg aus und soil Baumeister ge-
wesen sein; sein Sohn, gleichfalls Josef Schneller, lebt
heute als Stadtarchivar und President des historischen Ver-
eins in Luzern und ist als Verfasser vieler geschichtlicher
Monographien riihmlich bekannt. Der gelehrte Herr gedenkt
noch freundlich der alten vftterlichen Heimat und war auch
mit Falger befreundet.
Bemerkenswerthe Manner aus Lechthal. —
Falger hat nicht vergessen auch M&nner aus Lechthal zu
erw&hnen, welche es in der Welt zu einigem Ansehen ge-
bracht haben. Der bekannteste davon ist der Maler Josef
Koch (geb. in Obergiebeln bei Bach am 27. Juli 1768,
gest. in Rom am 12. Janner 1839); seine Biographie ist in
jedem Conversationslexikon zu finden. Falger hat ihm, wie
schon oben erwahnt wurde, ein Denkmal aus Marmor gesetzt;
vielleicht lUsst sich ktinftig noch einmal ein reicher Lech-
thaler vom Feuer des Wetteifers hinreissen, em ahnliches
lobliches Werk zu verrichten. Eine den Namen Koch's tra-
gende Stipendienstiftung fur angehende junge Kftnstler aus
dem Lechthale, welches an solchen Talenten nicht arm ist,
ware auch ein schones Denkmal, welches seinem Stifter za
unvergSnglicher Ehre, dem Thale aber zum Nutzen gereichen
musste. Eine leichtfassliche ausfiihrliche Biographie Koch's
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k5nnte, wenn sie bereits geschrieben und in den Handen der
Lechthaler w&re, die jungen Lechthaler schon in zartem
Knabenalter aneifern, dem hohen Beispiele Koch's energisch
nachzueifern. Ausser Koch sind fast nur Manner des geist-
lichen Standes aus Lechthal bemerkenswerth. Lechthal hat
viele Priester hervorgebracht; Falger zahlt deren nach den
Geburtsjahren von 1686 bis 1822 nahezu GO mit Namen
anf. Josef Anton Schneller von Bach (1738—1811)
war Seminarprofessor, dann Vizekanzler inDillingen; Anton
Schneller von Lntergibeln (geb. 1796) war jenseits des
Weltmeeres Stadtpfarrer in New- York. Josef Karle von
Stanzach (gest. 1860) war Professor der orientalischen Spra-
chen in Wien. Ein besonders wackerer Herr war der Kurat
Josef Maldoner in Haselgehr, welcher nicht nur Biicher
schrieb, sondern auch den Armen viel Gutes that und nament-
lich den armen Lenten in Gramais und Bschlabs ihre er-
barmlichen Thalwege mit seinem Gelde bedeutend bessern
liess. Als er 1849 starb, bekam jeder der beim Leichen-
begangniss mitgehenden 450 Armen einen Zwanziger als
Almosen. Von noch Lebenden m5gen der Dekan in Brei-
tenwang Josef Schneller von Bach und der vielleicht
manchem Leser durch sein gern gehdrtes Orgelspiel bekannte
Franziskaner P. Peter Singer von Haselgehr in Salzburg
erwahnt werden.
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Y.
Fast uberall hat das Volk einen Schatz uralter Ueber-
lieferungeii als Sage und March'., bewakrt. Wen heimelt
nicht das Bild eines Grossvaters oder einer Grossmutter an,
welcbe den gespannt lauschendeu Enkeln alte seltsame Ge-
scbichten erzahlen? Man hat diese Erzahlungen lange miss-
achtet, bis man erkannte, was sie zu bedeuten haben; seit-
her hat sich auch die Dichtung und die Kunst dieser Stoffe
bemachtigt und ihren Inhalt durch Wort und Farbe ver-
herrlicht.
Falger hat leider solchen Dingen keine Beachtung ge-
schenkt, weil er kein Verstandniss dafur hatte. Da er sich
der Thalgeschichte wegen viel mit alten Leuten zu schaffen
machte, hatte er leicht auch einen vielleicht reichen Schatz
von Volkssagen sammeln und manches retten konnen, was
jetzt fiir immer verklungeu ist. Gewiss hat auch das Lech-
thal seine Volkssagen, kaum jedoch Marchen; einiges ware
bei gehSrigem Fleiss immerhin noch zu sammeln. Der Ver-
fasser dieser Skizzen will im Nachfolgenden wenigstens ver-
zeichnen, was er als Knabe selbst gehort und in der Erin-
nerung behalten hat.
Der Glaube an Gespenster und Geister (tPutzea) war
in fruherer Zeit ziemlich stark eingewurzelt. Auch der
Glaube an Hexen und Truten war weit verbreitet. Nach
der alten Volksanschauung waren der sogenannte Bidmig bei
Steeg und die Noppen bei Elbigenalp jene Berge, auf wel-
chen die Hexen zusammen kamen. Einige Lechthaler Hand-
ler kehrten im vorigen Jahrhunderte weit vom Lechthal in
Niederdeutschland in einem "Wirthshause ein und sprachen
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— 61 —
von ihrer Heimat. Da kroch pl5tzlich ein friiher nicht be-
ach tetes altes "Weibchen liinter dem Ofen liervor, mischte sich in
ihr Gespr&ch und wusste den Hexenberg bei Elbigenalp mit
solcher Ortskenntniss zn bezeichnen, dass den Lechthalern
kein Zweifel blieb, mit wem sie es zn thun hatten. Auch
dieser Glaube ist heute fast verschwunden und dies ist kein
Schade; er hat einst in Deutschland des grausigen Unheiles
genug angestiftet. Die „Piitze* sind, wie ich als Knabe
h5rte, von einem Papste — anderswo sagt man bekanntlich
> meistens vom Conzil zu Trient — gebannt worden, so dass
sie den Menschen nicht mehr so leicht erscheinen k5nnen.
Einen ganz eigenthiimlichen „Putza gab es einst auch an
der Grlinauer Briicke bei Elbigenalp; derselbe pflegte sich
namlich auf die Schultern nachtlicher Wanderer zu setzen,
welche ihn dann als furchtbar driickende Last schweisstrie-
fend eine Stunde weit bis zur Griessauer Brticke bei Hasel-
gehr tragen mussten, wo der ungebetene Gast verschwand
nnd weiter nichts mehr von sich horen liess. Auch von
Bannern und Zauberbiichern hflrte ich als Knabe er-
zahlen. Ein gefurchteter Banner soil in OberschSnau gelebt
haben, welcher jeden nachtlichen Felddieb dadurch zu „ stel-
len" vermochte, dass er ein Messer in den Boden steckte.
Zog er aber das Messer nicht vor Sonnenaufgang wieder
heraus, so musste der gestellte Dieb zu Asche zerfallen. " Im
gleichen Weiler war einst in einem Hause ein Knabe wah-
rend des Fruhgottesdienstes an einem Sonntag allein und
gerieth liber ein Zauberbuch seines Vaters. Als er darin
las, entstand im Hause furchtbares Gepolter, welches erst
wieder allmalig aufhorte, als der nach Hause kommende
Vater wieder riickwarts las, was der Knabe vorw&rts gele-
sen hatte.
Auch das sogenannte ^Venediger Mandl* ist in
Lechthaler Sagen bekannt; doch erinnere ich mich an keine
bestimmte Sage davon, wol aber, wie mir der Grossvater
einmal und After sehr ernsthaft erzahlte, mittels eines Vene-
diger Spiegels konne man das Innere der Berge sehen. Da
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glanze alles von Gold und Silber; tief in der Erde unter
Holzgau laufe eine dicke, dicke Goldader durch. Und wo
solche Schatze im Boden stecken, da graben die armen Leute
auf der Oberflache nach Erdapfeln!
Um die Kinder von Bachen fernzuhalten, pflegt man
sie mit der „Fanggo* und dem „Blutschinka za
8chrecken. Wie diese Schreckgestalten aussehen, ist mir
nicht bekannt geworden. In Oberinnthal heissen die wilden
Weiber „ Fanggen B, in Vorarlberg „ Fenggen * ; Sagen vom Blut-
schink als einem Wasserungethum kommen in Paznaun vor.
Nun mogen einzelne Sagen folgen.
1. Ober Bach ist in einer Felsenwand eine Lichtoffhung,
das Fallenbacher Loch genannt. Es ist auf folgende Weise
entstanden. Ein Schutze war dort auf der Gemsenjagd; da
zog ein schweres Gewitter herauf und eine Hexe fuhr in
einer dunkeln Wolke voriiber. Der Schutze schob eine ge-
weihte Kugel in den Gewehrlauf und schoss nach der Hexe.
Er fehlte jedoch und die Kugel fuhr mit furchtbarer Gewalt
durch die Felsenwand. So entstand darin die besagte Oeffnung
und ist noch heute zu sehen.
2. Ein Schutze jagte einmal auf den Bergen und er-
blickte eine Gemse, welche an eine Zwergffthre (Zunder) ge-
bunden war. Schon hatte er angelegt, als er sich dachte:
9 Nein, auf ein angebundenes Wild schiesse ich nicht, da ist
es nicht richtig!" Er band die Gemse los, welche rasch ent-
floh. Nach Jahren machte er einmal eine Wallfahrt nach
Maria Einsiedeln in der Schweiz. Wenige Stunden davon
entfernt wurde er in einem Gasthause, wo er iibernachtete,
besonders gut bewirthet und man wollte durchaus kein Geld
von ihm annehmen. Als er aber erklarte, ohne zu zahlen
gehe er nicht fort, Hess ihn die Wirthin rufen und theilte
ihm mit, sie sei jene Gremse gewesen, die er vor Jahren ge-
schont und losgebunden habe; sie sei durch eine bose Nach-
barin so verzaubert, aber durch ihn mit Gottes Hilfe ge-
rettet worden. Der Schutze wurde von ihr mit Dank uber-
Muft und musste auch noch Geldgeschenke annehmen.
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- 63 -
3. In Bergmahdern (hinter Steeg), welche nahe an
einer Alpe lagen, horten die Leute schon seit Menschenge-
denken bei hellem Tage abwechselnd Weinen und Lachen
und sahen hie und da auf dem Bergabhange eine Gestalt,
von wejcher dasselbe ausging. Man nannte dieselbe insge-
mein den Alpenputz. Im Spatherbste, nachdem Senner und
Wildheuer schon abgezogen, war einmal noch ein Mann
allein in der Sennhiitte zuruckgeblieben, urn Fasser zu bin-
den, welche er fur den aus Enzianwurzeln gewonnenen
Branntwein benBthigte. Eines Tages blickte er eben zum
Fenster hinaus und sah den Alpenputz auf die Hutte
zukommen. Voll Schrecken verkroch er sich hinter seine
Fasser. Der Geist trat ein und blieb beharrlich mitten
in der Stube stehen, so dass dem Fassbinder am Ende nichts
ubrig blieb, als mit einem herzhaften „Alle guten Geister
loben Grott den Herrn!" hervorzurumpeln. Nun machte ihm
der Alpenputz die Mittheilung, er sei einst Hirte auf dieser
Alpe gewesen und habe durch seine Schuld einer armen
Witwe einzige Kuh, weil sie immer allein seitwarts ging
und ihm viel Verdruss machte, zu Tode fallen lassen, in-
dem er ihr Baumrinden legte. Auf die Frage, ob marl
nichts fiir ihn thun kSnne, antwortete er verneinend, da
die Familie der Witwe lange schon ausgestorben sei. Er
sei verurtheilt, die Kuh hinaufzutragen und dabei zu weinen
und sie dann hinunter zu werfen und laut zu lachen; hun-
dert Jahre habe er schon getragen, dreissig miisse er noch
tragen. Er bitte nur um das Eine, dass die Leute im
Sommer in den Bergmahdern nicht so hell und fr5hlich
,juchezeng m5chten, denn es thue ihm unsaglich wehe.
Dann verschwand er und wurde seit der Zeit nicht wieder
gesehen.
4. Die aWiithige Fahrt* fahrt durch Kreuzhauser" d. i.
solche Hauser, in deren Hausgange zwei Thiiren einander
gegeniiber sich befinden, schlagt Fenster und Thiiren auf,
schliesst sie aber wieder. Den Kopf soil man nicht beim
Fenster hiuausstrecken , sondern sich mit gekreuzten Armen
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- 64 -
auf den Boden werfen. Komrnen wahrend der Fahrt wilde
grosse Manner in die Stube, soil man ihr Begehren genau
erfullen und ihnen auch Speise aufsetzen, wenn sie solche
verlangen.
Bei Steeg begegnete einmal ein Mann zur Nachtzeit
der wttthigen Fahrt, warf sich aber nicht zu Boden, son-
dern schaute zu. Ganz zuletzt kainen noch drei grosse
wilde Manner. Der Erste sprach: „Da ist ein Stock (d. i.
Baumstrunk). * Der Zweite rief: „Schlag die Hacke ein.*
Der Dritte schlug dem zuselienden Manne die Hacke in den
Kopf. Dieser war nicht im Stande die Hacke wieder her-
auszuziehen und ging damit herum, ohne dass ihm etwas
wehe tbat. Ueber guten Rath begab er sich genau fiber
ein Jahr in der Nacht wieder an dieselbe Stelle und war-
tete. Da kam wieder die wiithige Fahrt und zuletzt wie-
der die drei wilden Manner. Der Erste sprach: tDa ist
ein Stock.* Der Zweite rief: „Zieh die Hacke heraus!8
Der Dritte that es. Nun war der Mann wieder von del
Hacke frei und hatte dabei weiter ausser dem Schrecken
keinen Schaden erlitten.
5. Von Stanzach ging vor Zeiten der „ Waldjohler*
jede Nacht bis zuui Nikolausbrunnen an der Thalscheide
von Nainlos und Fallerschein auf der rechten Seite des
Thales hinein und kehrte auf der linken zuriick. Dabei
stiess er von Zeit zu Zeit ein furchtbares Gebrulle aus, wel-
ches zu heiligen Zeiten immer starker war. Man hat ihn
auch mit der wilden Jagd ziehen sehen. Einmal machte
ein Wildschiitze Feuer auf, da zog der Waldjohler an ihm
vorbei; zugleich sprang auch ein Hirsch plarrend auf und
mit dem Waldjohler thalein.
Besagter Nikolausbrunnen entspringt im wilden Gew&nd
und soil vom hi. Nikolaus geschlagen worden sein, als er
die Namloser Kinder bescherte.
Wildheuer horen, wenn sie nachts auf dem Heuschober
Hegen, beim Einschlafen eine wunderschone Musik, welche
allmalig in der Feme versturaint; man nennt sie die Hexen-
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— 65 —
inusik. Ein Manu fand einmal auch eine halbzerbrochene
Geige and nalim sie mit nach Hause; mit der Zeit kam
ihin dieselbe nicht mehr geheuer vor und er verbrannte sie.
6. Zu einem Bauernweibe, welches an einem Vormittage
auf einem Aoker jatete, kam einmal eine wilde Fran aus
dem Gebirge und brachte einen Laib Brot und ein wunder-
hubsches kleines Messer. Sie sagte: „Da nimm und iss;
lege mir aber, wenn du Mittags heimgehst, das Messer dort
auf die Mark. * Die Baurin ass und ass, denn ein so gutes
Brot hatte sie nie gebabt, und als sie Mittags heimging,
legte sie das Messer auf die Mark. Nachmittags kam sie
wieder, jatete fleissig bis auf den Abend und wollte dann
heimgehen. Da sah sie das Messer noch auf der Mark lie-
gen. „Schade", dachte sie sich, „wenn das schdne Messer
ge8tohlen wtirde; ich will es mit niir nehnien. * Aber kaum
hatte sie dies gedacht, da stand plotzlich die wilde Frau
wieder vor ihr und spjach zornig: „Habe ich dir nicht ge-
sagt, du sollst das Messer nicht mitnehmen? Nun sollst
du kein Brot mehr von mir bekoinmen und warest du
nicht so (die Baurin war gesegneten Leibes), ich zerrisse dich
so klein, wie der Staub in der Sonne!11 Dainit verschwand
sie und kam nie wieder.
7. Eine Kindbetterin stand einmal auf, ohne sich zu
segnen und ging in die nachste Kirche, sich fursegnen zu
lassen. Als sie heimkam und ain Herde stand, rief ein
alteres Kind, welches auf dem Herde sass, aus: ,0 je, hat
doch die Mutter eine haarige Zunge!g Da sah man erst,
dass es nicht die rechte Mutter war, sondern ein wildes
Weib, welches die rechte Mutter auf dem Gange zur Kirche
zerrissen hatte.
8. (Im Dialekt) Amal ist so a wilds Mensch bam
obara Wirt i "Waissabach Moad gwSst Und darsall "Wirt
hat Gliick khat wia gar nia. Ietz ist aber amal a
Baur mit zwea Stier is Schwarzwasser g'fahrt Af amil
sicht er an Mann ganz doba af ama Gufel stea und schraia:
,Sag der Schurle Murle, se soil hoam gea, Hofa Ranggo
Ferdinandeums-Zeitscbrift. 5
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— 66 —
sei gstuarba.* Wia*r hoaiu kont ist, hat ers der Moad
gsat, sie ist fort and ddssall Mil gsocht und numma.
9. Ein Hirte taufte einmal aus Muthwillen ein Lamm,
welches mit der Zeit zu einem fiirchterlichen Ungethiim her-
anwuchs, die Alpe verwustete und der Schrecken der Um-
gegend war. Die Leute wussten sich nicht zu rathen und
zu helfeu. Endlich kam Einer, der gab den Bath: ein
Stierkalb miisse auigezogen und sieben Jahre lang auf das
Beste gefQttert werden; dann solle es von einer Jungfrau an
einem seidenen Bande in die Alpe gefuhrt werden. Dies
geschah. Als in der Alpe der Stier und das Ungethiim
auf einander trafen, entstand ein furchterliches lange unent-
schiedenes Raufen. Endlich siegte der Stier und erwurgte
das Ungethiim an einer 9Bonatf (d. i. einem alten umge-
sturzten Tannenbaume).
10. In Madau bei Bach standen vor Zeiten sieben
BauernhSfe und jeder Bauer hatte sieben Kuhe. Zur Win-
terzeit zerstftrte einmal eine La wine ein Haus und die Leute
retteten mit Miihe nur das nackte Leben. Aber im Som-
mer bauten die andern dem Verungliickten das Haus wieder
auf und jeder gab ihm eine Kuh. So standen wieder sieben
H&user und jeder Bauer hatte jetzt sechs Kuhe.
11. In Madau lebte auch einmal ein altes Miitterchen,
welches an Sonntagen nicht mehr den drei Standen langen
Weg zur Pfarrkirche in Elbigenalp machen konnte. Der
Pikrrer schickte ihr die Aufforderung zum sonntaglichen
Kirchenbesuche zu. Am nachsten Sonntage kam das Miit-
terchen zur Kirche, nachdem sie auf dem Wege fortwahrend
gebetet hatte. Sie trat in den "Widum und der Pfeurer
fragte, wie viele Vaterunser sie auf dem Wege gebetet habe.
„ Drei", war die Antwort. Dem Pfarrer dtlnkte dies zu
wenig. »Ach*, erwiederte sie, „heut ist warm Wetter* und
h&ngte bei diesen Worten den Sonnenschirm in die Luft,
dass er ruhig hangen blieb. Da staunte der Pfarrer und
erliess ihr kunftig den Eirchenbesuch,
12. Holzgau wird einst zu Grande gehen. Sobald im
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— 67 —
Dorfe das letzt Haus mit Kalk beworfen und geweisst ist,
wird auf Schiggen ein Stier in einer Pfiitze einen See
austreten, dieser See wird ausbrechen und Holzgau Iiber-
8chiitten.
13. In Dr. Ignaz Zingerle's „Sagen, Marchen und Ge-
brauche aus Tirol* (Innsbruck 1859) S. 130 steht auch
Folgendes zu lesen: „Ober Elbigenalp ist ein ebener Platz,
der das Kitzbodele heisst; darauf soil ein Drache wohnen.
Wenn dieser sich einst uinkehren wird, wird Elbigenalp zu
Grunde gehen. Ebenso soil ein Drache iin Wasserthal, das
nordflstlich von Elbigenalp liegt, hausen. Wenn sich diese
Bestie ^einst umkehren wird, wird ganz Elbigenalp iiber-
schwenimt werden."
14. In Birchetsgump hinter Steeg gab es friiher so
viele Schlangen, dass man fast nicht mahen und heuen
konnte. Da kam ebmal ein frenider Zauberer und ver-
sprach Abhilfe, wenn keine weisse Schlange darunter seL
Man gab recht Acht, fond aber nirgends eine weisse Schlange.
Da begab sich der Zauberer auf den Berg, schiirte ein gros-
ses Feuer an und begann in einem Zauberbuche zu lesen.
Als die erste Schlange in das Feuer schoss, horte man von
zu hinterst aus dem Orte einen grellen Pfiff. Da erblasste
der Zauberer, sagte, er sei verloren und hiess die Leute
fortgehen. Die Schlangen mussten alle in's Feuer, die letzte
aber war eine weisse mit einem Kronlein auf dem Haupte
und diese durchbohrte den Zauberer, ehe sie in's Feuer
stiirzte.
15. In Almajur bei Kaisers stand einst ein schdnes
Dorf und in der Nahe war ein Silberbergwerk, welches sehr
ergiebig war. Die Leute wurden reich, aber auch so uber-
miithig, dass sie sagten, sie brauchten das Licht Grottes, die
Sonne, gar nicht und kSnnten ihre Hauser selbst erleuchten;
darum schlossen sie am hellen Tage Thiiren und Fenster
zu. Aber zur Strafe versank das Dorf in die Erde, dass
man nicht mehr wusste, wo es gestanden. Lange Zeit
nachher ging einmal ein Mann aus HSgerau in der Nacht
6*
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— 68 —
uber Almajur und kam in einen unterirdischen Gang. Er
ziindete eine Kerze an, ging weiter und kam in den Chor
einer Kirche, deren Altar mit silbernen Leuchtern geschmuckt
war. Als er sich weiter umsah, erblickte er zu hinterst in
der Kirche in einem Stnhle einen Mann, welcher vom Schlafe
erwachte und den Wanderer nach der Jahreszahl fragte.
Als er sie gehort hatte, seufzte er: 9Es ist noch nicht
Zeit!" und sank in den Schlaf zuriicL Da wandelte den
Hagerauer ein Schauer an und er eilte hinweg, indem er
beim Fortgehen noch einen der silbernen Leuchter vOm
Altare mit sich nahm. Zu Hause angelangt legte er sich
kraok nieder und starb nach drei Tagen. Man hat spater
vergebens nach deni £ingange in die unterirdische Kirche
gesucht
Soviel iiber die Volkssagen iin LechthaL Grewiss kann,
wenn Kundige darnach eifrig forschen, noch manches der-
artige aus dem Untergange der alten Volksfiberlieferungen
gerettet werden. Im Volksleben ist das oft Unscheinbarste
beachtenswerth; in manchein an sich verwerflichen Aber-
glauben steckt mitunter ein Stuck uralter Volksreligion.
Woriiber wir jetzt lachen oder spotten, das war einst unsern
heidnischen Vorfahren heilig und wehe dem, welcher daruber
gespottet hatte! Nach einem bekannten klassischen Worte
liegt oft selbst im kindlichen Spiele ein tiefer Sinn; darom
moge mir gestattet sein, am Schlusse dieser Skizze noch
zweier alterer Hirtenspiele aus Lechthal zu erwahnen, welche
vielleicht von den heutigen Hirten in Lechthal langst ver-
gessen sind.
Das erste dieser Spiele ist das „ Himmelsteigen. c Es
werden in dem Basen drei Locher ausgestochen, die , Holle *,
die BVorh5lletf und das „ Fegefeuer a. Daneben wird ein
nicht allzugrosser Baumast mit abgestutzten Zweigen in den
Boden gesteckt Zum Spiele hat jede Person ein Taschen-
messer und einen aus einem Zweige geschnittenen Hacken.
Die Hacken werden zuerst alle in die „ Holle * gelegt Dann
wird das Messer geworfen mit den Worten: jjMesserle,
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Messerle, bet mir wol!g Liegt die Marke der Klinge oben,
so darf der, welcher das Messer geworfen hat, sein Hacklein
vorw&rts bringen, von der „H5lleg in die „Vorh6lleg, von
dieser in das „ Fegefeuer g und von diesem auf den Baumast.
Wessen Hacken zuerst am obersten Astzweig hangt, also
ganz in den „Himmel* aufgestiegen ist, bleibt Sieger und
hat von den andern eine bestiminte Anzahl von Vaterunseru
fiir die armen Seelen gewonnen.
Das andere Spiel ist das „ "Wasenstechen g. Jeder hat
seinen eigenen Bodentheil am Spielplatze. Das Messer wird
wie oben mit dem Spruche: „ Messerle, Messerle, bet mir
wol!g geworfen. Liegt die Marke der Klinge oben, so darf
der "Werfende vom Boden des andern so lange "Wasenstiicke
ausschneiden, als er den Athem an sich halten kann, und
dieselben dann fur sich behalten. Am Ende werden die
L5cher zugemacht und der Verlierende d. i. derjenige, wel-
cher mit seinen "Wasenstiicken zum Zumachen nicht aus-
reicht, muss nfederknieen und mit den fehlenden Wasen-
stiicken dreimal um das nicht ausgef&llte Loch kriecheiu
FSllt dabei ein "Wasenstiick herab, so wird es mit aller
Kraft auf den Kriechenden geworfen.
Es ist fast allzugrosse Vertraulichkeit, wenn ich dem
Leser bemerke, dass mir, wie fast alle Sagen, so auch diese
Hirtenspiele oft von meiner lieben seligen Mutter mitgetheilt
worden sind, welche dieselben als armes Hirtenmadchen sehr
oft selbst auf den Alpen in Krapach und Bockbach und
andern wunderschSnen Gegenden hinter Steeg gespielt hat.
Wie sie aber nie beizufiigen vergass, war das „"Wasenste^
cheng ein zwar kurzweiliges , aber nicht gerne gesehenes
Spiel, dessen h&ufigere Uebung zum nagenden Wurme im
Grewissen wurde. Es wurden ja dadurch die "Weidepl&tze
geschUdigt! Ach, wenn nur die modernen Grander auch
einen solchen nagenden "Wurm in ihrem Gewissen gehabt
Utten! —
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VI.
Die Volksmundart im Lechthal ist, wie schon ange-
deutet wurde, nicht schw&bisch, sondern steht der oberinn-
thalisohen in alien lautgesetzlichen Erscheinungea nahe.
Charakteristiscb fur dieselbe ist, dass weibliche Hauptwflrter,
welche neuhochdeutsch auf e endigen, auf unbetontes o, wel-
ches im Plural zu a wird, auslauten z. B. blso, plnr.
bSsa, Base, Basen. Starke Zeitwflrter werden in den Par-
ticipien perf. nicht selten schwach gebildet z. B. g'fSlut=
gefahren. Zwischen Ober- und Unterlechthal ist der am mei-
sten auffallende Unterschied in der Sprache, dass das hoch-
deutsohe o dort wie ua, hier wie oa z. B. Horn dort bnara,
bier hoara gesprochen wird.
Der beschr&nkte Raum gestattet mir hier nicht, eine
eingehende Untersuchnng iiber die lautgesetzlichen Erschei-
nnngen der Volksmundart in Lechthal anzustellen; doch will
ich diese Skizzen nicht schliessen, ohne ein Verzeichniss von
Idiotismen aus dem Lechthale zn geben, welches ich mir
schon seit langen Jahren angelegt habe. Das hier Gebo-
tene soil eine Erganzung zu des wackern P. J. B. Schflpf
„ tirolischem Idiotikon* (Innsbruck 1866) bieten. Desshalb
schliesse ich mich auch in der Schreibweise an denselben
an, begntige mich aber, bei einzelnen W5rtern nur auf ihn
zu verweisen, so dass der Leser, welcher Gewicht darauf
legt, bei Sch5pf die weitern Yerweisungen auf Schmeller,
Lexer u. a. finden wird. Anderseits kann sich jedoch der
Leser auch far die nfthern Ankl&nge der Lechthaler Mund-
aft an das Schwabische interessiren ; ich verweise daher bei
einzelnen WSrtern nicht nar aaf Sch3pf, sondern gegebeneq
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— 71 —
Falles auch auf Dr. Anton Birlinger* s , Schw&bisch-
Augsburgisclies WBrterbuch" (Mttnchen 1864).
a=helles langes a
a = helles kurzes a
8,=getrubtes (zn o neigendgs) langes a
a =r getrubtes kurzes a.
e=helles e.
d = dem 5 znneigendes e.
I, d, A, langes i, o, u.
' = Nasallant
s. m. = mannliches Hanptwort, s. f . = weibliches H. s. n. =sichliches
Hanptwort. adj.=Behrort. adr. = Nebenwort. t. = Zeitwort. Vgl. =3
rergleiche; R. A. = Redensart n. s. w.
&fterm&ntig s. m., Dienstag. Ygl. Schflpf: after.
&lba adv., immer (aus allweg verkurzt).
&lbdd adv., von Zeit zu Zeit, immer wieder, Vgl. Sch6pf : bdt
&lmdnig adj. (adv.), ungeheuer; aim 5 nig gruass, unge-
mein gross (vielleicht all und ahd. ma nig, viel).
ftmerig (-i-*v) adj. lastern, gierig (besonders von Weibern,
welche gesegneten Leibes sind). Vgl. Sch5pf: amerig.
Smezo (-i-**) s. f. Ameise. VgL Sch5pf: ommes.
&mmo s. f., 5fter mam mo, s. f. Mutter. VgL Sch5pf:
amm' und s. unten marammo.
a~h€ba (w_^ J) adv., eben, allmfilig, anfangend. VgL Sch5pf :
heben.
ftl5 s. n.. Grossmutter. Vgl. Sch5pf: nandl.
S~W&nto (j~ «w) s. f, Anewante, oberes und unteres Ende
eines Ackers, auch der nachste dazu gehdrige Um&ng
des Hauses; wie viel hast i~wawtot wieviel Boden
hast du um das Hans? Vgl. SchSpf: wand.
3~Zga v. achzen, stohnen, schwer athmen. Vgl. SchSpf: ach
und Birlinger: achaitzen.
frrcho s. f. Steindamm an Bachen und Flussen; arch a v.,
• einen Damm bauen. Vgl. Sch5pf und Birlinger : arche.
&sta v., Aeste abhauen, fig. poltern, l&rmen. Was attest
dSnn alba ummaf was polterst du immer herum?
atte, gew5hnlich tatte s. m. Vater (Kindersprache). VgL
SchBpf: atti
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— 72 —
AUSantara («±ww) v., Jemanden dnrch Nachilffen seiner
Stimme verspotten. Vgl. SchOpf: an tern.
AUrichta v., 1. sich eines Auftrages, einer Botschaft ent-
ledigen. 2. oan ansrichta, von Einem schlecht reden.
Vgl. SchOpf: richten und Birlinger: auszrichten,
blfa v., geifern, den Speichel fliessen lassen (besonders von
Kindern). Vgl. Sch5pf: bSf n.
b&nzo (bonzo) s. f., Kalbe, die aufnimmt, ehe sie em voiles
Jahr alt ist. Vgl. Schdpf: bunzen and Birlinger: bonz.
bSra s. m., Abtheilung im Stadel seitwarts von * der Tenne,
wo das Heu eingelegt wird. Vgl. SchBpf: bir und
bSrn.
bear s. m., B&r — in der R. A.: an beara ansjSga.
Einen B&ren jagt jener aos, welcher beim Heuziehen
ans Unvorsicbtigkeit oder Schwache eine Burde Hen
bergab rollen lfisst
bedaitscha v., bedeutschen, einen uber etwas in Uaren
Worten belehren. Vgl. Sch5pf: deutsch.
bfitig adj. viel betend, fromm.
btdma v., beben; eardbidma s. n., Erdbeben. Vgl. Schfipf:
bidmen.
bickamorza s. m. — R. A.: er hat den bickam&rza, er
hat Schrunden an den Hfinden und Fussen — wie dies
im Frflhjahre nach der Winterkalte oft der Fall ist
Wahrscheinlich ein romanisches ,bicca* oder „becca de
Marzo*, Mftrzwunde. Churw&lsch ist pich = Stich.
bill s. n., Heustadel in Bergwiesen, habill, Heubill. Vgl
Schopf: pille.
blsa v., rennen (von den Kiihen, welche bei druckender
Hitze von der Weide rennen); bisig adj., — a btsiger
minsch, ein Mensch, der sich nie Ruhe gQnnt Vgl
Schftpf und Birlinger: bis en.
bltlnas adj., zudringlich, mit Ungestiimm nach einer Sache
verlangend. Wol zu baiten, warten, gehOrig, also
nicht warten kdnnend oder wollend. Schdpf hat: pit
s. f. das Borgen, Zuwarten.
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— 73 —
blihO s. f., Blache, Leintuch mit Zipfelb&ndern zum Ein-
fassen von Heu, Gras, Streu u. s. w. Vgl. SchOpf:
blach und Birlinger: Blahe.
Manga v. — U bldngt mi, ich warte mit Ungeduld. Vgl.
SchOpf: blangen.
bluatschink s. m., fabelhaftes Ungethiim in Wildb&chen.
boll s. m., kurzes schlechtes Gras. Vgl. SchOpf: pofel.
bolendig (-i-*«) adj., Wehmut, Mitleid erregend; bOlenda
(^.ww) v., wehmlitig stimmen, ergreifen. 4* hat mi
richt gabdlendet, ich war tief ergriffen. Schdpf hat
das Wort auch, jedoch nur aos LechthaL
bond* v., besohweren z. B. nasses Tuch, Kraut u. s. w.
bonlg adj., oft unruhig sohreiend (von ganz kleinen Kin-
dern). Ein dem Lechthale eigenthfimliches Wort, viel-
leicht. uralt und auf lat. panicus — von Pan, dem
Namen eines pl5tzliche Fnrcht errregenden italisohen
Hirtengottes — - zuriickzuf&hren. Engl, panick, heftig
ohne Ursache, comaskisch: panigon, forchtsam.
bOSSO s. pi. hohe Stiefel. Vgl. SchOpf: bOssl und Bir-
linger: bossen, 2.
brantala (— ^^) s. pi., Brnnellen, Nigritella angustifolia Rich.
bratsehol (-i-«) Oder bratriem adj. — i bfbritschdl
oder brltriem — sagt man, wenn man nach schwerer
Arbeit oder langem Gehen Schmerzen im Schenkel fahlt
Vielleicht: brat, Fleisch andenKnochen und schal von
schalen; — aber r i e m ? Vielleicht aus rieben, gerieben.
brdnto s. f., 1. Waschzuber; 2. Badwanne fiir Kinder; 3.
Thalnebel. Im Sinne von 1. und 2. weitverbreitetes
noch unaufgeklartes Wort. Vgl. SchOpf: brent' und
brinte und Birlinger: Brente.
bria~gga v., weinerlich und lastig sein, immer etwas ver-
langen; wer so ist, heisst bria~ggig adj. Vgl. SchOpf:
brie~gken.
briel s. m., em mit Steinen und Wasenstilcken angelegtes
kleines Wasserbecken an kleinen Bergbachen oder Quel-
len. VgL SchOpf: briel.
Google
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— 74 —
bruatig, brttatig adj., — von den Hennen, wenn die Bratr
zeit beginnt. Vgl. SchSpf: brfleten.
b8Chnotta adj., kopfhSngerisch. In anderer Bedeutang bei
Birlinger: beschnotten adv., karg, kaum zureichend.
buado s. f., Leibschaden. Ygl. SchSpf: baude, boade.
bummer s. m., Hand (Kindersprache).
burst s. n., Pfriemengras. Eine Berggegend mit M&hdern
bei Holzgaa beisst der Bflrstig. VgL SchOpf:
bttrschling.
butallo (v_i_ w) s. f., bes. m&sbutallo, grosse Flasche, die
eine Mass halt. Vielleicht das von Lecbthaler Hfind-
lern eingebtbrgerte franzdsische „ bouteille *.
dtasa s. m., Soblag auf die Hand mit einem Stabcben (alte
Schulstrafe). Vgl. Sch5pf: batzen.
d&IZO s. f., Tasse, ital. tazza, ein wahrscheinlich von den
Italienern aas dem Arabischen entlehntes Wort VgL
Schftpf: tatz.
dillo s. f., wie hochdeutsch Dille; Heaboden, Boden unter
dem Dache. Vgl. SchSpf: dill.
doba ad., droben.
dorta (5 gedebnt) adv., dort, druben.
ddsmig adj., unbebolfen, geistig verloren: a dosmiger
mSnsch. Vgl. SchSpf: dasig and Birlinger: das and
dasem.
dua adv., dann; and dua? — und dann?
dftrma v., halb and halb schlafen, leicbt schlommern. Vgl.
Sch8pf: turm.
ekchtig adj., nett, gefallig. Schopf hat echtig in glei-
chem Sinne aas Naaders.
dmper s. m., Milchgeschirr mit Handreif. Vgl. Sch6pf: emer.
Snz — in Zasammensetzangen : angemein; enz huach, un-
gemein hoch. Vgl. Schflpf: enz.
fanggO s. f., fabelhaftes Ungethiim in B&chen; s. unten:
plnngga^. Vgl. SchQpf: fangga (nach meiner Ansicht
aas dem lateinischen am die erste Silbe verstammelten
Sylvanus, Sylvana),
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- 75 -
ffttscho s. f., Wickelband fflr Windeln. Ital. fascia. Vgl.
SchBpf: f&tsch und Birlinger: fatschen.
ftzila s. pi., die am zerrissenen Ende eines Stuckes Lein-
wand hangenden Fransen and Streifen.
feart adv., im vorigen Jahre; vuorfeaft adv., vor zwei
Jahren. Vgl. Sch5pf: fert und Birlinger: ferd.
feig (faig) s. n., Ruhr nach dem Genusse unreifen Obstes.
Vgl. Sch5pf: ferch.
fef (faf) adv., — oft in der Bedentnng von: ziemHch,
z. B. fef s eh war, ziemlich schwer. Vgl. Sch5pf:
fein.
flrlig s. n., der Hintere, podex. Vgl. SchOpf: fidli.
flSnO s. f., Bodensatz gesottenen Schmalzes. Vgl. SchQpf:
fid no.
flSt 8. m., Gemfichlichkeit, Ruhe. SchSpf hat ans Leohthal :
vl&d, Bequemlicbkeit
flfieko s. f., zweiz5lliges oder noch dickeres Brett (, Laden*).
Vgl. SchSpf: flfccken.
fluek s. m., in der R. A.: Jcoan glimm und loom flu eh
h&ba, bei der Arbeit kein Geschick and keinen Eifer
zeigen.
foam s. m., Schaum. Vgl. SchSpf: faim and Birlinger:
faam.
fOChezo (-^*w) s. f., (nach Falger) Laib Brot Scheint in
Oberlechthal zu fehlen and von Allg&u za kommen,
wo nach Birlinger die weissen Kreuzerbrote fochezen
heissen. Vgl. anch SchSpf: fochenz.
frnind s. m., Freund and fraindschaft s. f., Freund-
schaft — anch im Lechthal nor im Sinne von: Bluts-
verwandter and Blutsverwandtschaft. Vgl. Sch5pf:
freand und Birlinger: Freundschaft.
frnotig adj. munter, lebhaft, geistig aufgeweckt (von Kin-
dern). Vgl. SchBpf: f rue tig und Birlinger: frutig.
foartseho s. £, Marende.
fnar zua oder fuarza zua adv., ein Stuck nach dem
andern, allra&lig.
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— 76 —
ftlgfgara (-i-*^) v., (von Weibern) heimlich Dinge aus dem
Hause verkanfen, auch: fuggar traiba; ein solches
Weib heisst a fuggaro (-^-**). Das Wort scheint in
Tirol nicht vorzukommen, wol aber findet es sich in
Schwaben. Birlinger: fuggem, v., tanschen mit kleinen
Gegenst&nden , wie Kinder thun. Im Aargau bedeutet
es: stehlen. Fugger, Kaufinann, Betroger.
fttrchtig adj. furchtbar.
ffclttara (-^^) v., murren, brummen. Vgl. SchSpf: futteriL
gg&hlg adj., verkehrt, das innere naoh aussen g^kehrt VgL
SchOpf: g&big and Birlinger: gabisch.
gpjida s. n., Schlafkammer (nachst der Stube). Vgl. Schopf:
giden und Birlinger: Gaden.
gttmmelig (— ^) adj., launisch, nrarrisch (besonders von
jQteni Leuten); dSs ist a gammeliger mann. In ganz
anderm Sinn bei Birlinger: g&melich — froh, freudig
(von ahd. ganian, Freude). Im Schwedischen game-
lig=alt.
g&ttig adj., gnt passend, freigebig. Vgl. Schopf: gatelL
S. unten ungattig.
g&tzo s. f., grosser eiserner Soh5pfl5ffel. Ital. cazza. Vgl.
Sohflpf: gatz and Birlinger: Gaze.
gea" v. gehen — adverbial als Fiillwort den Anfang be-
zeichnend; man hdrt z. B. sogar: i muass ged gea
ich muss mich jetzt auf den Weg machen. VgL
' Sch5pf: gen.
geara s. m., Gehren, Namen von spitz aoslaofenden Berg-
mahdern and Weiden. Abd. gero. VgL Birlinger:
Geren.
gearlilb s. m. wie hochdentsch Gerhab, Vormund. VgL
SchSpf: gerhlb.
gdba v. geben (i gib, da gaist, er gait; Part get). R A
wis gaist whs hdst ungestftmmes Wesen bezeichnend.
Di mua88 ma it hima wis gaist wis hasty da moss
man nioht mit der Tbiire in's Haas fallen. VgL
Soh6pf: gfiben.
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— 77 —
S *&r s. n., Larm, Heruiniahren; wis hkbets dSnn alba
f&r a g'fdr? Auch vom Ramineln der Katzen.
Davon nnterschieden : g'far s. f., die Gefahr.
Sl*gga v., (von Flussigkeiten) in schwingender Bewegung
sein; s*wa88er glaggat.
glaim (gleim) adj. dicht aneinander, auch knauserig. Vgl.
SchOpf: gleim.
gl&ngga ▼•» schwingen (von hangenden Dingen) z. B*
soal glanggat das Seil schwingt. Vgl. Sch5pf:
glangkern.
gllmm s. m., s. fluck. Davon glimmig adj., gat von
Statten gehend. Schopf fahrt dieses Wort aus Lech-
thal an im Sinne von: fertig, gar?
gllrmig adj., geschickt, leicht lernend und verstehend, a glir-
migs hndble ein f&higer Knabe. Vgl. SchSpf: lernen.
glitzgapf&nna s. pi., Habnenfass, Ranonoulus acris L.
glftfo s. f., Stecknadel. Weitverbreitetes Wort; Vgl. SchSpf :
gluf.
gotzig adj., ganz klein; a gotzigs bissle, ein klein wenig.
gr&mla v., den Flachs brechen. Vgl. Schopf: gram me In.
grind s. m., Kopf (verachtlich), an grind mcicAa, zornig
sein und nichts reden. Vgl. Schopf: grint und Bir-
linger: Grind.
grip fa v., mit den Fingernageln die Haut aufritzeri, kratzen.
Vgl. Sch5pf: grip fen.
grischo s. f., Kleien. Ital. crusca. Vgl. Schopf: grisch.
grissig adj., gefleckt, gescheckt. Vgl. SchSpf: griset.
gritto s. f., 1. Gabeloffnung der Beine, Schenkeloflhung. 2.
Sagebock, zwei gekreuzte Holzpflocke, welche in der
Mitte durch eine Stange verbunden sind; darauf werden
die abzusagenden Baumstamme oder Tbeile derselben
gelegt. gritta v., die Beine auseinander spreizen. VgL
Schopf: grit.
groll s. n., breites Band, dessen sich die Weiber zum Zu-
saimnenfassen der HaarzSpfe auf dem Scheitel bedienen.
Vgl. Schopf: gr§1L
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— 78 —
grotta s. m., zweiraderiger Karren mit Radern, welche aas
von Baumstammen abgesagten in der Mitte durchbohr-
ten Scheiben bestehen. Ygl. Schdpf: g rat ten.
grumaila (w— w) v., wiederkauen (yon Rindern). Ygl
Schdpf: gramailen.
grutzga v., knarren (von der Thiire in den Angela). VgL
Sch5pf: grutzgen.
g8chwaio s. f., Schwagerin (veraltetes Wort MhcL geswie,
oberdeatsch auch Geschwei.
gsdd s. a, klein geschnittenes Futter, auch Hen, welches
in ein Fass gestopft, mit Kleien gemengt und mit warmem
Wasser, K&ssewasser a. s. w. begossen wird, urn als
vorziigliches Viehfutter verwendet zu warden. Gsod-
stuel s. m., Vorrichtong zom Zerschneiden des Futters.
Vgl. Schdpf: g'sdt und Birlinger: Gesod.
gstraun s. m., alterer Widder, Hammel. ItaL castrona.
VgL Sch5pf: kastraun und Birlinger: Castron.
gflfa v. — von kleinen Madchen, wenn sie die auseinander
stehenden Schenkel vorn nicht bedecken. Vgl. Schdpf:
gaiffen.
gumpa s. m., Name mehrerer Bergmahder bei Holzg&n;
der tloade, rauhe und faiste Gumpa" — und eiw
Alpe tder Rossgumpa*. Schdpf s: gum pen, kleiner
tiefer Pfuhl, tiefe Stelle in Wildbachen — ist hkr
nicht zu vergleichen. An lat campus, Feld ist aacb
nicht zu denken. Wahrscheinlich gehort das Wort ab
Namen zum nachfolgenden verbum gumpa — im
Sinne von: Tummelplatz fur das Vieh (Pferde, Rinder,
Ziegen u. s. w.) und bedeutet dann dasselbe, wie ander-
warts Gam pen.
gumpa v.. hupfen und springen, besonders von Pferden uad
jungen Rindern; gum pig adj., springend, hOpfend,
auch spottweise von verliebten Madchen. MhcL gum*
pen (man fasst es als Ablautsform eines starken v.
gimps — gamp — gumpen auf). VgL Sch5pf: gum-
pen und gampen und Birlinger: gumpe.
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— 79 —
gupfo s. £, (auch gupf) s. m., oberster Theil am (runden)
Hute, am Ei u. s. w. Vgl. Schopf: gupf.
gfitscha s. f., Art Canape in der Stube (am Ofen). Vgl.
Schopf: glits ch. Davon unterschieden
gfltscho s. £, die Kutsche.
guttaro (-i-^«) s. f., kleinere Flasche mit engem Halse;
giitterle s. m., Milch- oderMedizinflfischchen. Vgl. Bir-
linger: gutterer.
h&ger adj., wie hochd., hager.
hailig adj., in der R. A. haiUg und g'uriss, ganz gewiss,
— noch kraftiger: so voir a sunno am himmd ist
h&k&lb s. n.. ,Heukalbg, ein Kalb im ersten Altersjahre.
Vgl SchSpf: kalb.
h&l adj. schlfipfrig, glatt Vgl. SchBpf: hal.
h&lemle (— ^) s. n., Hermelin. Mustela erminea L.
halgle s. n., HeiligenbUdohen.
h&lo s. schSngl.
hira v., raufen; h&ra und 8cHkga. Vgl. Sch5pf: hiren.
h&tlo s. f., junge Ziege, die noch nicht geworfen hat VgL
Sch5pf: hattl.
hausa v., gut wirthschaften, sparen; hauslig adj., sparsam.
Vgl. Schopf: ha u sen.
hear s. m., Herr, vorzugsweise der Ortsgeistliche. oam hear
set starker sein, den andern beim Raufen auf den
Boden bringen. Vgl. Schopf: her und Birlinger: Herr.
hildara (j-»*) v., das Echo zuiiickwerfen; is Juldarat.
Auch verhildera v., dass.; der bearg verhildarat,
s*tU verhildwrcU. Vgl. SchSpf: hi Id em.
hf bitza v., die Frucht unreif abwerfen (yon Ziegen und
Schafen).
hoaler s. m., Stier, den man flir die Kiihe braucht und
dann verschneidet Vgl. Schdpf: hail.
hoamhft s. n. Heimheu, erstes Heu.
hoamlig und hoamet s. n., Heimat, das Elternhaus (hochd.
,heimlichg lautet hoa~lig). Vgl. Schflpf und Birlin-
ger: haim.
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— 80 -
hoanza s. m., Pfldcke mit gekreuzten Quersprossen, an
welohen auf dem Felde halbdurres Heu oder Garben
zum Trocknen aufgehangt werden. Vgl. Sch5pf: haini
mid Birlinger: hainzel.
hdfelig (— w) adj., langsam, schonend, artig. Hochdi
hdflich.
hofwais s. f., in der R. A.: it viel ho/wais macha, nicht
viele Uinstande oder Complimente machen.
hdrta (gedehntes 6) adv., hiiben, diesseits.
hulrd adv., heuer.
hnnta adv., unten.
hftramdnto s. f., Murmelthier, Arctomys marmotta L. VgL
Schopf: murnientl.
hftrnagl (_iw) s. m., Prickeln in den Fingern bei grosser
Kalte. i ho" den hurnag I oder is k&rnttgUt mi* VgL
Sch5pf: hurniglen.
hntza 8. m., Fetzen von alten zerrissenen Kleidern, Hader.
Vgl. SchSpf: hut ten.
inkenta v., einheitzen. Vgl. Schflpf: kent'n.
jahro s. f., Kalbe im zweiten Altersjahre.
josa (gedehntes 6) v., saner werden, dazu pizjQsig in der
TL A.: die milch ist pitzjdsig aau'r, diese Milch ist
ganz saner, josa ist ahd. jesan = gahren. Vgl. Schdpf:
jesen. pitz in pitzjosig gehort wol zn bitzeln,
beissen.
kaia (keia) v., — R. A. is hait- mt, es verdriesst
mich; umkaia v., uinstossen, omwerfen. Vgl. Schopf:
heien.
kaif (keif) adj., fest, dicht, Vgl. Schopf: keif.
kait (keit) s. pi. Auswiichse (weisse Wurzeln) an den im
Keller liegenden Erdapfeln. R. A. hind und kait, eine
ganze Familie mit Kindern und Kindeskindern.
k&lbo s. f., junge Kuh, die noch nicht gekalbet hat VgL
SchSpf: kalb.
kalta v., — aufkalta v., aufbewahren. VgL Sch6pf:
kalten.
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- 81 —
k&sta s. m., wie hochd. Kasten, dann auch versperr-
barer Holzbau beim Hause oder Zimmer im Hause,
zur Aufbewahrung von Kleidern, Getreide, Leder
u. 8. w. dienend. Vgl. Schopf: kasten and Birlinger:
Kasten.
kitza (sehr gedehntes i) v., bellen (von Hunden), kStzig
adj., oft bellend, auch von Weibern : schm&hsfichtig —
a kitziger himd, a k&tzigs waib. Vgl. Sch5pf:
kaunzen.
kdbig. adj., sich krank stellend, gern iiber nicht wirklich
vorhandene Not klagend. Vgl. SchSpf: heb.
kilbaro (— ^) s. f., einjahriges, weibliches Schafj das nooh
nicht geworfen hat Vgl. SchSpf: kilbe.
kimig adj., — voui Holze: a kirnigs holz, festgefiigtes
starkes Holz; von Speisen: a kimig e spais, nahrhaftes
Essen. Vgl. Schopf: kimig.
klota (gedehntes 6) v., klettern. Oberdeutsch k let ten.
klocka v., klopfen (mit dem Hammer, dem Finger u. s. w.)
Vgl. Schopf: klocken.
kdg s. m., Schimpfwort: dn kdg! Vgl. SchSpf and Birlin-
ger: kdg.
kdma (kern a) v., kommen (i kimm, du kimmst, er kint;
Part. kont). bekdma v., begegnen. Vgl. Schopf:
kemmen.
kotza v., sich erbrechen, vomitare. Vgl. Sohopf: kotzen.
kr&l (mistkral) s. in., Werkzeug mit gekriimmten Eisen-
zacken zum Auseinanderziehen des Dungers; damit arbei-
ten heisst: krala; v. Vgl. Schopf: kralen und Bir-
linger: Krai.
krim 1. s. f., auf einem Markte oder in der Fremde ge-
kauftes Gesohenk, welches man nach Hause bringt:
solche Geschenke kaufen und bringen heisst: kr&ma,
v. Vgl. Schopf: kr&m. 2. s. m., Krampf, voruber-
gehende Erstarrung der Glieder; den krim briaga.
Vgl. Schopf: krampf.
kr&tta s. m., Weidenkorb (ftir Brot, Linnen u. s. w.).
Ferdinandeums-Zeitschrift. 6
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— 82 -
krebo, s. f. kafigartiger Holzversclilag fur Schafe, Kitze,
junge Schweine u. s. w. Vgl. Schopf: kr§b, 2.
knppeligr (j.wV) adj., freundlich, gefallig.
knsterig (— ^) adj., — der iinmer befiehlt und dem man
nichts recht machen kann; a rechter husterer.
Sollte in diesem Wbrte etwa die Erinnerung an einen
altern Beamten (Namens Koster oder Kuster) stecken?
kutto s. f., Jtutte, Hauptkleidungstiick der Weiber (langer
gefutterter Rock aus schwarzem Tuche). Vgl. Schopf:
kutt'n und Birlinger: Kutten.
l&belig (-^^^) adj., (von Speisen) ungesalzen. R. A.: is ist
mir Idbelig ich fiihle Uebligkeit, ich inochte essen,
um mich zu starken. Vgl. Schflpf: liw.
lalble s. n., Weste, Gilet.
l&no s. f., Lawine, verlana v., verschiitten; Ss hat'n var-
iant, er ist von einer Lawine verschiittet worden. Vgl.
Schopf: Ian.
langaz ('-«) s. m., Friihling; es langazlat, es wird
Friihling. Vgl. Schopf: langes und Birlinger: lang.
l&SCho s. f., laufige Hiindin, auch Schimpfwort gegen ein
liiderliches Weib. Vgl. ' Schdpf : lasch'.
laach s. n., Deckel eines Kubels oder Fasses. VgL
Schopf: luck.
leasla v., losen. Vgl. Schopf: 16 s.
ldchtl s. n., das Lechthal; lechtler s. in., lechtlerf
s. f., Lechthaler, Lechthalerin.
lia v., brullen, muhen (von den Ktihen). Vgl. Schopf:
lie' en und Birlinger: liien.
ltsna v., horchen. Vgl. Schopf: lisnen und Birlinger : loser.
litzel adv., ein wenig (veraltet). Vgl. Schopf: lutzl.
load adj., schlecht, h&sslieh: a loads witter. Vgl. Schopf:
laid.
loaba v., beim Essen etwas iibrig lassen. Vgl. Sch5pf:
laipen und Birlinger: laiben.
loitl s- m-> Schimpfwort: dummer Kerl, T6lpel. Vgl.
Schopf: loitl.
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— 83 —
luaga v., lugen, schauen. Ygl. Schopf: luegen and Bir-
linger: lugen.
mtchtig adj., stolz, prahlerisch. Vgl. Schopf: machtig.
m&ra v. in der R. A.: is mdrt sich, is hat sich g'mdrt
d. i., es hat sich in geisterhafter Weise (durch Klopfen,
Thtiraufmachen, Tritte u. s. w.) das Zeichen ernes bal-
digen Todfalles kund gegeben. vermara v., verrathen,
offenbar machen. Vgl. Schopf: inar.
mar&mmo s. f., (Unterlechthal) Mutter. Ein interessantes
Wort, zusammengesetzt aus mare, volksthiimliche
romanische Form des lateinischen mater = Mutter und
Amme, welch letzteres Wort weithin verbreitet — in
Enneberg als omma, umma, in Groden als oina,
ebenso im Valtellin — uberall im Sinne von Mutter
als der Nahrerin vorkommt. Vgl. Schopf: a mm'.
mania v., schmahen, schimpfen. Vgl. Schopf: maul.
ntfT, s. f., Zugthier (Stier oder Kuh); men a v., die Zug-
thiere leiten, damit fahren. Figurl. R. A. er hat sich
ihi g'mintj er hat sich selbst zu Grande gerichtet.
Schopf: men en und Birlinger: Mene.
mfiso s. f., eine Kuh, die kein Kalb aufnimmt; sie geat
(sie ist) me's. Vgl. Schopf: manz.
mdtzl&nd, s. n., Ackerflache von 1000 □', worauf ein
Metzen gesaet wird.
mthel s. m., eine Art weissen Brotes. Vgl. Schdpf: michl.
milcher s. m., junger verschnittener Stier. Vgl. Birlinger:
milchar. #
morzig adj. von Vieh, welches trotz alles Mastens mager
bleibt. (Vielleicht von Marz, weil in diesem Monate
das Futter auf die Neige geht und das Vieh in man-
ohen Stallen mager aussieht).
mnsperla (_l_ ww) v^ leise reden, flustern. musperlig adj.
gesprachig, freundlich redend.
mntschallo (y^^) s. f^ Weissbrot aus 4 (8?) Ringen be-
stehend. Vgl. Schopf: mutschalle.
6*
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— 84 —
nacht adv., gestern ; vuornacht adv. vorgestern. Dagegen :
Nacht = die Nacht. Vgl. Schopf: nacht' n.
n&dler s. m., Haufe Heu, welcher aaf jahen Bergmahdern
auf vorn zusammen gebundene Baumaste gelegt and
zuin Heubill oder Heaschober hinabgezogen wird.
n&ggla v., wackelu (von nicht gut befestigten Nftgelo,
Z&hnen u. s. w.) Vgl. Schopf: nagkeln.
namma adv., Fiillwort: freilich, etwa. Vgl. Schopf: namli.
nammas, pron., etwas.
nuicht adv., nichts; nuichtsollig adj., nichtsnutzig, on-
ordentlich. Vgl. Schopf: nuit
nuster s. m., Rosenkranz (zum Abzahlen der Gebetstucke).
Aus lat. Pater noster. Vgl. Schdpf: n aster. \
oaro s. f., schinaler ebener Platz vor Heustadeln aaf B&g-
wiesen and Bergmahdern. Das Wort scheint sonst in
Tirol nicht vorzakommen. Lat. area, woher itaL aja
und franz. aire = Tenne.
6b (6w) s. f. Mutterschaf. Weit verbreitetes Wort; VgL
Schopf: eb.
ollig adj., widerlich von Geschmaok.
615 s. n., Grossvater. S. a' 16.
pfetscha s. m., noch niedere junge Fichte oder Tanne. Walsch-
tirol pez, Fichte (aus lat picea). Vgl. Schdpf: pf5tsch.
pfiega v., eine Kindbetterin warten.
pfrdsla s. pi., Friichte der Hagebutte, Rosa canina L.
Nach Schopf der gleiche Ausdruck in Vintschau. Nach
JV^pnti in Puschlaw und Bormio: fro sola, ,Knospe* der
Hundsrose (wird wol die Frucht gemeint sein). Char-
walsch: frausla, frosla, frousla, frogla.
pitseha adv., kaum, beinahe. Eben so in Oberinnthal ; vgl
Schopf: pitsche.
plesir s. n., Vergnugen, Unterhaltung. Das wol von dea
Lechthaler Handlern eingebiirgerte franz. plaisir.
plungga s. m., Wasserdumpfel bei Wehren oder Wasser-
fallen; ianplungga dinna hockt d'fanggo — Wanning
an Kinder.
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— 85 —
popele (—^v) s. n., kleines Kind.
preissehnnar s. f., Schnur, mit welcher die Weiber den
Brustfleck befestigen. Vgl. Birlinger: Preiskette
und' SchSpf : preisen.
prescho" s. f., Gefangniss. Auch dieses Wort rflhrt von
den Handlern her; franz. prison.
pressa s. f., Milchquark. Vgl. Schopf: presse.
pumpa v., dumpfes Get5se machen; pampschuah s. pi.,
eine Art Sohuhe nach eigenem Schnitte mit festen
Sohlen, vorn geschlitzt mit Lappen und Riemen. Vgl.
Sch5pf: pumpen.
quira v., weinerlich than, achzen and stShnen. a qutrer
s. m. und a qutro. s. f. — von Lenten, welche vor
Unwolsein fichzen oder daruber klagen. Vgl. Sch5pf:
quieren.
raida v., drehen; umraida v., umdrehen. Vgl. SchBpf:
feiden.
raitaro (-^*) s. f., grSsseres Sieb. Vgl. Sch5pf: reiter
nnd Birlinger: Reitere.
ranggla v., ringen (im Scherze). Vgl. SchQpf: ranggeln.
r&8 adj., versalzen. Vgl. Sch5pf: rass und Birlinger:
r&szeln.
ranma v., raumen und zwar vorzugsweise: mit dem Rechen
im Fruhjahre Steine, Holzsplitter u. s. w. von Feldern
und Wiesen wegrftumen.
reara v., weinen. Vgl. Sch5pf und Birlinger: reren.
rdgastuarzo s. f., schwarzer Erdmolch, Salamandra atra.
Nach jedem Sommerregen erscheinen diese Thiere zahl-
reich auf den Wegen; daher vielleicht der Name.
riapo s. f., Bruchstelle an Bergen, besonders iiber Felsen:
_ Vgl. Soh5pf: ruep.
roata v.,. rechnen (veraltet), roat si f., die Rechnung, die
berechnete Zeit; die kua geat iiber die roat, die Kuh
kalbt nicht zur bestimmten Zeit. Vgl. SchOpf: rait en.
rdda v., die Schwaden des abgemahten Grases auseinander-
streuen (meist Arbeit fur die Kinder); r6d s. f.,
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— 86 —
Wechsel, die Reihe, wie sie einen nach dem andern
trifft. R. A. auf die rod gea, die rod teba, auf
der rod set. irdda (-^-^) v., abwechseln, wechsel-
weise arbeiten. Vgl. SchSpf: rod en and Birlinger: Rod,
rogl adj. locker. Vgl. Schopf: rogel.
rdno s. f., 1. umgesturzter diirrer Nadelholzbauin. 2. rothe
Riibe. Vgl. SchSpf: rone.
rflf (pi. riif), s. f., verharrschte Wunde oder Sohorf eines
Ausschlages. Vgl. Schopf: ruf.
rofaina (y-L.*) v. $8 rufaint sagt man, wenn bei star-
kem Regen Bergbache Erde, Steine und Schlamm init
sich fQhren und uber die Ufer treten. rufaino s. t,
Muhre; inrufaina v., verschiitten. Lat ruina, itaL
rovina.
salabloatstig (w_v) s. m., Frohnleichnamsfest Anderswo:
tder heilige Blutstag*; vgl. Schopf: bluet. #
salt pron., selbst; saltwander adv. zu zweien, selbander
Vgl. SchSpf: salt.
sch&ffa v., arbeiten; wearka und schdffa.
sch&ffaraito s. f., Kuchenkasten, Schiisselrahme. Mhd.
schafreite.
SCh&lk s. m. eine Art Jacke, Kleidungstiick der Weiber.
Vgl. Schopf und Birlinger: s chalk.
sch&pfa s. m., hSlzernes uiit einem langen Stiel versehenes
Gefass zum WasserschSpfen. Vgl. Schopf: tschapfeo
und Birlinger: schapfe.
sehdllig adj., (von Pferden) wild laufend, scheu. VgL
SchSpf und Birlinger: schellig.
schengl s. m. (auch tschengl), holzerne drehbare Vor-
richtung zum Aufhangen des Kessels am Feuer auf dem
Herde. 1st selbe von Eisen, dann heisst sie halos.f.
sehimpfla v., mit Holzklotzchen, Puppen u. s. w. spiels
(von Kiudern). Vgl. SchSpf: schimpfen.
sehindig adj., geizig, knickerisch. Vgl. Schopf: sc hind en
und Birlinger: Schinder.
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— 87 -
schlampa s. m., abgerissener Fetzen Tuch, Leinwand, Fleisch
u. s. w. schlampa v., schlapp herabh&ngen; a
schlamper s. m. und a schlampo s. f., unordent-
lich gekleidete Person. Vgl. Schopf: schlampen.
schlemilch s. f., Bnttermilch.
sehlems adv., schief, quer. Vgl. SchSpf: schlems.
schl@nza v., auf dem Eise gleiten (Unterhaltung der Kna-
ben). Vgl. SchSpf: schlenzen.
schliama v., naschen; schliamig adj., naschhaft.
schlingga s. pi, Friicbte des Schneeballstrauches, Vibur-
num Lantana L.
schlingga v., schleudern; schlinggig adj., stossig (vom
Vieb). Aucb R. A.: er ist umschlinggig oder er
hat den umschlinggig a, er ist aufgebracbt, zornig.
Vgl. Schopf: scblingen.
schn&ll s. m., starker Knall; Ss hat an schn&tt gatS ;
SchnaU und fall. Vgl. Scbopf; schnall.
SChnoata v., von einem Baume die Aeste wegbacken. Vgl.
Scbopf: scbnaiten.
schober s. m., Heuscbober (auf Bergmahdern sind die
Heuscbober theils viereckig und stumpf, tbeils rund und
spitz und bleiben bis zum Heuziehen steben). Vgl.
Schopf und Birlinger: scbober.
schocha s. m., Btirde Heu, welcbe man (auf Kopf und
Schultern) in Bergwiesen zum Heubill oder zum Scbober
trSgt; scbocbele s. n., H&ufchen zusammengerechten
Heues auf Wiesen (sonst in Tirol , booker* genannt).
schopf s. m., Scbupfe. Vgl. Schopf: schupr.
schr&nz s. m.. Riss in einem Kleide; verschrenza v.,
zerreissen. Vgl. Schflpf: schranz.
schrofa s. m., Felsen. Vgl. Schopf: sob r 6 fen.
schuappa s. m., Joppe. Vgl. ScbSpf: tscbop.
schw&rtlig s. m., das erste oder letzte vom Baumstamme
ges>e Brett. Vgl. Scbopf: scbwart'.
SChwinga v., schwingen, besonders: den Flachs scblagen.
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— 88 —
hf 8 chiving a v., von Kuben, welcbe den F5tus un-
reif abwerfen. Vgl. Schopf: scbwingen.
gear adj. empfindlicb, gereizt, wund. Vgl. ScbOpf: seren
und Birlinger: ser.
sdbichso (oder serbichso) s. f., kegelffirmiges Milcbfl&sch-
cben far kleine Kinder.
S$gazO (-i-v/v) s. f., Sense. Vgl. Scb5pf: segensen und
Birlinger: seges.
singazo (— **) s. f., Glocke der Kuhe; is singazlat,
das Gl5cklein t5nt. Vgl. Scb5pf: singesle.
Strlg adj., gereizt, empfindlicb. Vgl. Scb5pf: si rig.
spSla s. m., durchlflcberter b5lzerner Keil an Heostricken.
Vgl. Scbflpf: spil.
sp&ttlo s. f., bSlzerne Scbacbtel (lfinglicbrund , grosser
oder kleiner), in welcber Hen- und Holzarbeiter Butter
mitnebmen. Vgl. ScbSpf. spatl.
spitzawdba s. pi., Blatter des spitzblatterigen Wegerichs,
Plantago lanceolata L.; selbe werden auf Wunden
gelegt.
spdho s. f., Ziege, die im ersten oder zweiten Jabre gar
nicbt aufhimmt. Vgl. Scb5pf; spoicbe.
staocho s. f., Linnenstreif zur Kopfbedeckung bei Weibern
(Sitte und Wort veraltet). Vgl. Scbftpf: staucb'n
und Birlinger: Stauoben.
stear s. f., Arbeit von Handwerkern gegen Miethe im
Hause; an schuaster auf der stear h&ba. VgL
Sch5pf: st5r.
Stdg s. m., Lebzelten.
stdtig adj., hartkSpfig, eigensinnig.
sttra v.. wtihlen, durcbeinander werfen, durcbst5bern. R. A.:
alba umma sttra, immer herumsucben; in de zSnde
e tiro, in den Zabnen stochern. Vgl. ScbSpf: sturen.
sta<f g&da s. m., Speisekammer. Ein Dorf Steingaden
liegt zwischen Fiissen und Schongau.
stoa~g&ndo s. f., mit Felsentrummern tibersaeter Ort In
Tirol und in den oberitaliscben Gebirgsthalern in der
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— 89 —
Form ganna, ganda weitverbreitetes Wort; vgl.
Scb5pf: gand.
stotza s. m., rundes hMzernes Milchgesohirr. Vgl. Sch5pf:
stotz.
stotzig adj., trotzig. Vgl. SchSpf: stutzig.
strauko s. f., Schnupfen, Katarrh. Vgl. SchSpf: straacben.
stuassbdnna (Steeg) s. m., Scbubkarren znm Mistfuhren.
Vgl. SchSpf: benn\
stmnpa s. m., verstummeltes Stuck (Arm, Bein), auch:
Stoppel. Vgl. Scb5pf: stumpea.
snlrala (jl«w) s. pi. Hitzbl&schen auf der Haut. Vgl.
SchSpf: suire and Birlinger: seure.
snnnaklis (^^— ) n. pr., der hi. Nikolaus, welcber am 6.
Dezember die Kinder mit Gaben betheilt; is hint der
mrmaklfo. „Sanctg ist zu „sunnag (Sonne) umge-
deutet worden. Vgl. Birlinger: klaus.
UiO s. f., Sennhttte. Vgl. Scb5pf: taja.
t&scha (d&scha) s. pi., Aeste von jungen Fichten and
Tannen. Ein in mannigfacb abweiobenden Formen
weithin tiber Tirol, Schwaben, die Schweiz und Ober-
italien verbreitetes Wort (die romanischen Formen zu-
sammen gestellt in meinem Buohe: „die romanischen
Volksmundarten in SMtirol*, Gera 1870 S. 137).
Vgl. SchGpf: dachsen und Birlinger: das.
tftta v., rubig liegen und scblafen (von Kindern).
t&tscha s. pi. Fichten- und Tannenzapfen. Vgl. Sch5pf:
tatsche.
timper adj., dumpf (von Klang), trftbe durohscheinend
(von Gl&sern). Vgl. Sch5pf: dtlmper und Birlinger:
dumper.
tirmig abj., schwindelig, bet&ubt Vgl. ScbOpf: turm.
toll adj., . gut aussehend (von Personen), wacker. VgL
Sch5pf: toll.
toppa s. m., Handvoll (Gras, Heu u. s. w.).
tot s. m., Tauf- oder Firmpathe; tdto Patbin. Vgl.
SchSpf: t6te und Birlinger: dod.
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— 90 —
trdndlo s. f., runder Kellertisch, welcher urn einen aufrecht
stehenden Wellbaum als Achse drehbar ist. Vgl.
SchSpf: dra~dl.
triegl s. ra., h5lzerner Hacken an Stricken (zum Zusam-
menschniiren von Heu, Holz u. s. w.). Vgl. Schopf:
_ dr*l 4.
troala v., — holz troala, Holz auf Baumfiste legen und
bergab ziehen; ein solcher Haufe Holz heisst troalig
s. n. Vgl. oben n Idler. Vgl. Scb5pf: trdlen.
truwurschla (w^v) s. pi., Kinderblattern. In Unterlechthal:
treiursohla, dreiwurschla. Dunkles wahrscheinlich
romanisches Wort (steckt in — „wurschlaa etwa vari-
cella = Blatter?).
tfia* v. tbun — mit den R. A.: ant tua — Ss tuat tnir
ant ich entbehre etwas schwer, vermisse es ; hoam tua
zuriickstellen; unter tiia" verderben. Vgl. Schopf: tuen.
tnmiula, sicb — v., sich beeilen. tummle dil tummle
dich, mach schnell!
narhdlo s. f., Ohrwurm, Forficula auricularia L.
ttberwindlig adj., verkehrt, das untere nacb oben gekehrt
Vgl. Schopf: iiber und Birlinger: wendlings.
nmha boada v., sich ungeschickt and ohne rechten Ernst
zu schaffen machen. iv&s buadest denn alba um dSn
wSga umhaf
nmhoa~lig adj., (von kleinen Kindern) unrahig, schreiend.
Vgl. Schflpf: haimlioh.
uml&SSa v. — vom Wetter: is lit um, es wird schlechtes
Wetter.
unfl&t s. m., Unbequemliohkeit; unflitig adj. unbequem,
nicht behaglich; s. oben flit.
ang&ttig adj., unpassend, auch: uugefallig, nicht freigebig.
die ur geat it ungattig, die Uhr geht recht Vgl.
oben gat tig.
ungw&rlig adj. (adv. und s. n.), unvorsichtig; gea mifm
fuir it ungwdrlig um, geh mit dem Feuer nicht
unvorsichtig ura. a fuirungwdrlig hiba, mit dem Feuer
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— 91 —
unvorsicbtig sein, so dass ein Brand entsteht. Vgl.
SchSpf: w£r.
unstearlig adj., unglficklich, kein Gliick habend. mifm
vieh xmstearUg set (steara s. m. = Stern).
unter oanst adv., plotzlich, auf einmal, unerwartet.
yerbeara v., auseinander fallen (von einem Bond Hen, Holz
u. s. w.). Vgl. Sch8pf: ber'n.
• Terbiata v., Jemanden durch eine dritte Person Nacbricht
oder einen Auftrag zukommen lassen. Diese dritte
Person mass sicb dann des Auftrages entledigen; s.
ausrichta 1. Vgl. Birlinger: verbieten.
vergr&mma v., scbeu machen, argern, verleiden. Vgl.
SchOpf: gTemmen und Birlinger: verkrummen.
yerh&nga v., hangen, stecken bleiben. Vgl. ScbSpf: ben gen.
yerpflcha v., einen mit Handdruck begrassen. Vgl. Sch6pf :
f&cben.
yerwuorga v., ersticken, auf jammerliche Weise umkommen.
wftch adv., scbOn gekleidet und darauf stolz, eitel. Vgl.
SchSpf: wacb und Birlinger: weger.
waisa v., einer Kindbetterin nacb unter Verwandten Hbli-
cber Weise Gescbenke bringen; die Geschenke beissen
waiset s. n. Vgl. Schflpf: waiset und Birlinger:
weisen.
wSgW&rto (-^-^-v) s. f., Wegericb, Plantago. Bei Sch5pf:
wegwSrt=die Feldcicborie ; s. weg.
wiflig s. m., Weiberrock (Sitte und Wort veraltet). Vgl.
Scb5pf: w if ling.
wlldniss s. f., Gescbwulst mit folgendem Ausscblag. Das
Uebel befillt solche, welche bei der Nacbt unvorsich-
tig zum Fenster hinaussobauen und scbeint mit dem
Glauben an die wilde Jagd zusammen zu bangen. Vgl.
SchSpf: wild.
WOarlig (in Unterlecbthal woadlig) adj., hurtig, eilig. VgL
ScbSpf: waidlicb.
wolgala (-l-^w) sicb, v., (von Pferden und jungen Thieren)
sicb auf dem Riicken w&Uen. Vgl. Schflpf; walg'n.
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— 92 —
wttzlo s. f., Gras- oder Heuzeile auf Feldern. Man recht
gegen Abend das zum Dflrren ausgebreitete Gras in
L&ngsstreifen zusammen, was man wuzla, v. heisst
Vgl. Schdpf: wuzeln.
zaitk&lbo (-i-—») s. f., Kalbe im dritten Jahre.
S&ma adv., zusammen. Vgl. Sch5pf: z a mm en.
zd*za v., zum Besten haben, indem man einem etwas vor-
h<, aber nicht gibt
lAscha (Unterleohthal: zascha) v., nachschleifen, beson-
dersFlachs, Werg u. a. Vgl. Soh5pf : tschaschen.
iflta (in Hinterhornbach: hoadazfita) s. pL, Heidekrant,
Erica: zStig adj., yon Heidekraut iiberwaohsen. Vgl.
Sch5pf: zette.
SOacha s. m^ Zeichen, in der R. A : zoacha laito d. i,
Zeichen lauten — L&uten der Glocken, urn einen Tod-
fall anzuzeigen.
zungga s. m., Zacken an einer Gabel, abgerissenes Stuck
eines dUrren Astes an einem Baume.
zwick s. m., unfruchtbare Kuh, auch von Ziegen and Schafen.
gebr&achlich. —
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Doctor Johannes Fuchsmagen,
Bath des Herzogs Signrand Ton Tirol, Kaiser Friedrichs HI. and
Kaiser Maximilian I., Rechtsgelehrter, Schriftsteller and erstes Mitglied
der Humanisten-Gesellschaft in Wien.
1469—1510.
Von
Sebastian Ruf
-QG&KS&-
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I.
Im Jahre 1469 studirte an der Universitat Freiburg in
Breisgau ein junger Mann, der durch seinen Fleiss und durch
seinen Eifer fur die Wissenschaften unter den Professoren
daselbst das grosste Aufsehen erregte. *) Dieser Mann war
Johannes Fuchsmagen, ein Sohn des Sigmund Fuchs-
magen and der Priska Clafiger aus Hall in Tirol.
Sigmund Fuchsmagen war Geschworner am Pfannhaus-
Amte in Hall und wurde vom Herzog Sigmund, als die-
ser im Jahre 1 446 die Regierung angetreten hatte, als Pfle-
ger der alten landesfurstlichen Burg Hasegg in Hall ernannt
Spater wurde er Stadtrath und im Jahre 1461 Biirgermei-
ster der Stadt Hall. Er war sehr begiitert. Schon im
Jahre 1448 gab er dem Herzog ein Darlehen von 1000
Gulden. Er hatte noch einen zweiten Sohn Namens Leopold,
der mit Margaretha Pietrich verehelicht, im Jahre 1497 als
Bichter in Hall und im Jahre 1511 als Anwalt im Schlossse
Tauer erscheint.2)
Als Johannes Fuchsmagen seine Studien in Freiburg
vollendet hatte, wurde er daselbst Magister der Philosophic
und Licentiat des canonischen Rechtes. Mit dieser "Wurde
bekleidet trat er dann an der dortigen Universitat als 5ffent-
licher Professor auf, hielt durch einige Zeit unter grossem
Beifall Vorlesungen und erwarb sich dadurch den Ruf eines
vorziiglichen Rechtsgelehrten. 3)
*) Kaltenback: Oesterreichische Zeitschrift 1837 B. III. Seite 74.
f) Raitbucher der Stadt Hall.
•) Kaltenback: A. a, o.
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- 96 -
ImHerbste 1481 gab er nach demWunsche seines Voters
diese seine ehrenvolle and eintragliche Steilung daselbst aaf,
kehrte nach Tirol zuriick and stellte sich am Hofe des
Herzogs Sigmund in Innsbruck. Sigmund nahm ihn in
Gnaden auf and verlieh ihm schon im folgenden Jabxe 1482
das Amt eines landesfllrstlichen Sekretars. Als soldier er-
hielt er anf&nglich einen jahrlichen Gehalt von 224 Golden,
der aber dann bald hernaoh von Jahr zn Jahr erh5ht
wurde. *)
Die drei Fasohingstage desselben Jahres brachte Fucha-
magen in Hall zn, wo er von den Stadtrathen and den
Bflrgern aaf dem Rathhause aof das fireundlichste bewirthet
wurde.2)
Mit Beginn des Fruhjahres musste er dann im Auf-
trage des Herzogs mehrere Gescb&ftsreisen unternehmen;
zuerst nach Breisgau, Sundgau and Elsass, dann im Herbste
nach Hohenburg und im Jahre 1483 nach Kempten, GmCLnd
and Rothenberg, wofur er bedeutende Beisegelder erhielt5)
Im Februar 1484, wo sich der Herzog zum zweitenmal
verehelichte, ernannte er diesen seinen Sekretar zu seinem
Rathe and verordnete am Freitag nach St Dionysi, gege-
ben zu Innsbruck, dass dieser sein Rath, in Anbetraoht
seiner vielen Verdienste, nebst seiner Besoldung noch jahr-
lich 150 Gulden und ein gewisses Quantum Salz aus dem
Pfennhaus-Amte in Hall erhalten soil.4)
Die drei Fastnachtstage desselben Jahres hielt sich
Fuohsmagen wieder bei seinen Freunden und Verwandten in
Hall auf.5)
Nach dem Tode des alten Sigmund Fuchsmagen, der am
diese Zeit erfolgt war, fiel beiden SShnen desselben ein be-
deutendes Verm5gen zu. Johannes lSste mit einem Theil
«) Burglechner: Tiroler-Adler B. II. S. 773.
') Baitbftcher der Stadt Hall.
*) Statthalterei-ArchiT, Abth. Schati-Archiv.
4) RaitbQchor der Stadt Hall.
5) Burglechner: A. n. ▼.
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— 97 -
desselben von den Briidern Leopold and Georg Spiess die
Propstei Steinach urn 2000 Gulden ein; Leopold dagegen
legte seinen Theil anderswo an, und erhielt vom Herzog
das erledigte Pflegeramt der Burg Hasegg in Hall, mit einer
jahrlichen Besoldung von 35 Mark, nebst Holz- und Salz-
beztigen aus dem Pfonnhaus-Amte. *)
II.
In eben diesem Jahre 1485 trat in den Lebensverhalt-
nissen Fuchsmagens eine grosse und fur ihn ausserst giin-
stige Veranderung ein. Als namlich Matthias, KSnig von
Ungarn, Wien erobert hatte, begab sioh Kaiser FriedrichlH
von Linz aus, wo er sich nicht mehr sicher wusste, liber
Salzburg nach Innsbruck. Hier am Hofe Sigmunds lernte
er bald die ausgezeichneten Eigenschaften Fuchsmagens ken-
nen, emanate ihn zu seinem geheimen Bath und nahm ihn
dann mit sich in's Reich. Schon am Freitag nach St. An-
dreas, gegeben zu Frankfurt, bestatigte er ihm den lebens-
langlichen Fortbezug der 150 Gulden und der Holz- und
Salzbezuge aus dem Pfannhaus-Amte in Hall.2)
Bald nach der Abreisse des Kaisers aus Tirol sah es
am Hofe Sigmunds in mancher Beziehung nicht mehr am
Besten aus, so dass man allgemeingegrundete Ursache hatte,
mit der Regierung dieses Fiirsten, und besonders mit dessen
R&then, nicht mehr zufrieden zu sein.
Im Jahre 1487, wo sich Sigmund eben mit der Re-
publik Venedig in einen ,Krieg verwickelt hatte, schickte
der Kaiser seinen Sohn Maximilian, seit 1477 mit der
reichsten Erbin Europa's, der Maria von Burgund, verehe-
licht, und seit 1486 als romischer Konig gekrSnt, mit dem
kaiserlichen Rathe Fuchsmagen nach Innsbruck, um liber
die Zustande in Tirol nahere Aufechlusse zu erhalten.
4) Burglechner, A. a. o.
*) Statthaltorei-Archiv Abth. Schatz-Archiv.
FerdinandeumS'Zeitschrift.
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— 98 —
Am Sonntage nach St. Valentin bestatigte nun auch
Maximilian dem kaiserlichen Rathe den lebenslanglichen
Fortbezug der 150 Gulden and der Holz- and Salzbezuge
aos dem Pfannhaus-Amte in Hall, *)
W&hrend dieser Zeit hatte der Kaiser fortw&hrend aos
Tirol liber die schlechten politischen Zustande dieses Landes
briefliche Nachrichten erhalten. Unterm 24. Juli richtete
er aus Nurnberg an den Biirgermeister and an die Stadt-
rathe in Innsbruck ein Schreiben, in welchem er sagt: es
sei ihm von glaubwiirdigster Seite aus Tirol berichtet wor-
den, dass sein Vetter Herzog Sigmimd gesonnen sei, seine
Lander an den Herzog von Bayern zu verkaufen. Er er-
mahne sie, diesem Vorhaben aus alien Kraften entgegen zu
wirken. *) Auch an die Landtagsinitglieder, welche sich am
Pfinztag nach Mariahimmelfahrt in Hall versammelt batten,
und wo starke Klagen gegen Sigmunds Regierung gefiihrt
warden, schickte er ein ahnliches Ermahnungsschreiben. 3)
Auf dem Landtage, der nach Allerheiligen in Menu
gehalten wurde, und wo Herzog Sigmund durch eine ihm J
vorgezeichnete Hof- und Regierungs-Ordnung von Seite der f
Landstande eingeschrankt wurde, waren auch die Gesandten
des Kaisers und des rSmischen Konigs Maximilians gegen-
wartig. Der Thatigste unter diesen war der kaiserliche Bath
Fuchsmagen. Er war es, der die fiber diese Ordnung aus-
gestellte Urkunde entwarf und selbe mit den anderen Ge-
sandten unterzeichnete und siegelte.
Gleich nachher begab er sich mit diesen Gesandten
nach Venedig, am dort mit der Republik Friedensunter-
handlungen abzuschliessen. 4)
III.
Im Februar 1488 war, wie bekannt Maximilian zu
Briigge in Flandern, wohin er sich von Tirol aus begeben
*) Statthalterei-Archiy.
*) Copeibuch des stadt. Archirs in Innsbruck.
*) Sammler B. II. S. 239.
4) Herzog Sigmunds Handlungen, Manuscript Im Besitxe Alb. Jigers
r
/
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— 99 —
hatte, durclx die reMlischen Unterthanen in Gefangenschaft
gerathen. E>er Kaiser hielt sich damals mit seinem Rathe
Fuclismageri in Innsbruck auf and hatte eben iiber die bosen
Rathe Sigmixnds die Reichsacht ausgesprochen. Als er die
Nachricht liber das Schicksal seines Sobnes erhielt, eilte er
sogleicli mit seinem Rathe Fuchsmagen nach K5ln. Und
als daselbsfc die Botschafter seines Sohnes Maximilian bei
ihm eintrafen* urn die Befreiung desselben nachzusuchen,
schickte er mit denselben seinen Rath Fuchsmagen ab, urn
vorlaufig mit den Aufstandischen zu unterhandeln. *)
Als aber bald nachher von alien Seiten Befreiungstrup-
pen heranzogen und der Kaiser selbst am 9. Mai von
K5ln aus mit seinen Kriegern sich in Bewegung gesetzt
hatte, wurde Maximilian am 17. Mai aus der Gefangen-
schaft entlassen.
Unterm 1. Juli schrieb Fuchsmagen aus Alst in Flan-
dern an den Herzog Sigmund, der auch Truppen unter der
Anftihning des Veit Wolkenstein dahin geschiokt hatte,
dass die Befreiung Maximilians glucklich erfolgt sei, und
dass dieser bereits seine erste Zusammenkunft mit seinem
Vater gehabt habe. „E>ie Zusicherungen g, schrieb er, „welche
Maximilian vor seiner Befreiung geben musste, wurden als
nngiltig erklart. Der Krieg gegen die Widerspenstigen ist
bereits erklart und erSffnet."2)
Bei diesen mederlandischen Wirren hatte sich ein tapferer
Krieger aus Pusterthal in Tirol abstammend, Namens Florian
W a 1 d a u f , besonders. ausgezeichnet. Wir wissen nicht, ob
er sich schon friiher mit Maximilian dort aufgehalten, oder
ob er mit dem Kaiser im Gefolge des Reichsheeres oder
mit den Truppen des Veit Wolkenstein dahingekommen sei.
Er muss sich aber daselbst sehr hervorgethan haben; denn
schon unterm 29. Juli verlieh ihm der Kaiser auf dem
Felde zu Ardenburg in Flandern Adelsrechte und Adels-
*) Krones : die Osterreichische Chronik. Wien 1872, S. 59.
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— 100 —
freiheiten mit dem Pradikate ,von Waldenstein*, welche
Rechte and Freiheiten ihm dann Maximilian am 28. August
bestatigte. Ja, noch unterm 27. Juli 1502 bestatigte Maxi-
milian, dass Florian Waldauf von Waldenstein viel beige-
tragen habe, ihn aus der Gefengenschaft zu befreien. *)
Seit diesen niederl&ndischen Wirren wurden die beidea
Tiroler, Fuchsmagen und Waldauf die intimsten Freunde
and bewahrten diese Freundschaft bis zu ihrem Tode.
IV.
In Tirol waren indessen trotz der im Jahre 1487 er-
lassenen ,Hof- und Regierungs-Ordnung " die bosen Ver-
h<nisse theilweise wieder zuriickgekehrt. Der Kaiser wollte
und konnte aber nicht dulden, dass die friihere Misswirth-
schaft wieder beginne. Er begab sich daher am 23. De-
zember 1488 mit seinem Rathe Fuchsmagen wieder nach
Innsbruck und hielt sich dann, theils die Zwistigkeiten zwi-
schen dem Herzog und den Landstanden zu schlichten,
theils abet auch auf die Regierung entschiedenen Einfluss
zu nehmen, langere Zeit daselbst auf.
Die drei Faschingstage im Jahre 1489 brachte Fuchs-
magen wieder im Kreise seiner Freunde in Hall zo.2)
Um diese Zeit ging der Kaiser mit dem Gedanken urn,
seinen Vetter Sigmund zur Abdankung zu bewegen. Im
Mai traf dann auch Maximilian in Innsbruck ein, wo ihm
dann der Kaiser die Vollmacht ertheilte, in dieser Beziehung
mit dem Herzog zu unterhandeln.
Maximilian verstand es, seinen alten geistesschwachen
Vetter Sigmund gut zu behandeln, und ihn trefflich zu
unterhalten. Am Mittwoch vor St. Philipp und Jakob ver-
anstaltete er ihm zu Ehren mit dem Herzog Albrecht von
Bayern, seinem Schwager, in der Umgebung von Hall eine
grosse Jagd. Bei dieser Gelegenheit verehrten die Burger
*) Stadt-ArchiT in Hall.
*) Raitbucber der Stadt Hall.
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— 101 —
von Hall dem rdmischen KSnig Maximilian einen von Be-
nedikt Katzenberger in Augsburg verfertigten silbernen Becher.
Am h. Kreuzerfindungstage begab sicb nan aaob der Kaiser
mit seinem Rathe Fucbsmagen nach Hall, wo dann grosse
Feierlicbkeiten veranstaltet wurden. *)
Bei den Verhandlungen in Betreff der Debergabe des
Landes bediente sicb Maximilian fast ausscbliesslicb des
Beistandes des kaiserlichen Bathes Fucbsmagen. Die Ver-
handlungen selbst wickelten sicb so gut ab, dass Maximilian
schon am 16. Marz 1490 die Regierung tibernehmen konnte.
Nachdem der Kaiser alle seine Wflnsche in Bezug auf Tirol
erfiillt sah, reiste er Ende M&rz von Innsbruok ab, liess
aber semen Rath Fucbsmagen als Rathgeber des nenen
Landesfiirsten zuruck.
Maximilian setzte nun zur Fortfubrung der Regierung
in Innsbruck unter dem Namen , Regierung* und ,Kammer*
zwei Landesstellen ein. Als Mitglied der Slammer wurde
auch Fuchsmagens Freund, Florian Waldauf von Walden-
stein, ernannt.
V.
Nach dem Tode des Matthias Corvinus, KSnig von
Ungam, der indessen am 6. April desselben Jahres 1490
erfolgt war, riistete Maximilian ein Heer aus, am das, was
die ungarische Invasion erobert hatte, wieder dem Kaiser
zurfickzuerobern. Die Landst&nde von Tirol bewilligten ihm
zu diesem Zug 50.000 Gulden.
Viele Manner aus Hall begleiteten diesen Zug. Die
hervorragendsten unter diesen waren der kaiserliche Rath
Fucbsmagen und Florian Waldauf von Waldenstein, jener
als Rechtsgelehrter, dieser als Kriegsmann.
Nachdem Maximilian Wien erobert hatte, zog er mit
seinem Heere nach Ungarn. Schon in Stuhlweissenburg, wo
') SUdt-Aichiv in H»llt
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- 102 —
«s blutig hergegangen war, wurde Florian Waldauf seiner
Tapferkeit wegen von Maximilian zum Ritter geschlagen. !)
Maximilian drang nicht weiter vor. Die Ungarn hatten
"^Wladislaw II. von Polen zu ihrem Konig erwahlt, mit
-veelchem nun Maximilian so gut als m5glich ein Ueberein-
Icommen zu treflfen suchte.
Bei dieser Gelegenheit wurde nun der kaiserliche Rath
J7*tichsmagen als Rechtsgelehrter von Maximilian zu den
%*richtigsten Diensten verwendet. Schon im folgenden Jahre
1491 ersohien er unter jenen Gesandten, welche Maximilian
ernannt hatte, um den fiir Oesterreich so wichtigen Friedens-
-v-ertrag mit Wladislaw II. KSnig von Ungarn abzuschliessen,
^eodurch den 5sterreichischen Fiirsten die Nachfolge auf den
nngarischen Thron zugesichert wurde. Wir finden ihn dann
aJs gewandten Diplomaten in dem unterm 22. August von
Seite des Konigs Wladislaw mit Oesterreich und in den
unterm 7. November, sowohl von 5sterreichischer, aJs auch
von ungarischer Seite ausgestellten Instramenten in Betreff
des Friedensvertrages, und in der unterm 20. Dezeinber ge-
gebenen Urkunde, in welcher Maximilian den mit den Be-
vollm&chtigten des Konigs von Ungarn geschlossenen Frie-
den genehmigte, und endlich in der von Maximilian unterm
31. Dezember zu Innsbruck fur seinen Gesandten ausge-
stellten Vollmacht.2)
Wie gross die Th&tigkeit des kaiserlichen Rathes
Fuchsmagen bei diesen wichtigen Friedensverhandlungen und
bei der Anfertigung der daruber ausgestellten Drkunden war,
geht auch daraus hervor, dass, wie aus dem unterm 7. No-
vember von Seite Oesterreichs ausgestellten Instrumente zu
ersehen ist, manche Gesandten, wie z> B. Matthaus Spaur,
nicht einmal ihren Namen schreiben konnten.
Indessen war Maximilian im Sp&therbste 1490 mit
Fuchsmagen und Waldauf wieder nach Innsbruck zuruckge-
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— 103 —
kehrt, am von der Landschaft Hilfsgelder aufzunehmen. Da
sich Fiiclismagen bei diesem Geschafte besonders thatig er-
wes, so bestatigte ihm Maximilian am Sonntag nach St
Lucia, gegeben zu Innsbruck, neuerdings die lebenslangiichen
Bezuge aus dem Pfannhaus-Amte zu Hall. !)
Besonders aber wnsste der Kaiser die bisber von seinem
Rathe Fuchsmagen dem Hause Oesterreich geleisteten Dienste
zu wtbrdlgen, indem er ihm am 4. Februar 1492 die Renten
und W ochengelder aus den Ertragnissen des Mainzer-Zolles
anweisen liess. 2)
Am Ende dieses Monats hielt sich Fuchsmagen wieder
bei dem Kaiser, der sehr krank war, in Linz auf. Yon
hier aus schrieb er an den beriihmten Dr. Johannes Re uchl in
einen langeren Brief iiber den Ausgang desKrieges in Ungarn, s)
YI.
Am 17. August des folgenden Jahres 1493, als Maxi-
milian sich in Innsbruck aufhielt, ging der Kaiser in Linz
mit Tod ab. Seine Leiche wurde nach Wien libertragen.
Am 27. September begab sich Maximilian von Hall aus zu
Schiff dahin, uin bei dem Leichenbeg&ngniss gegenwartig zu
sein.4)
Gleich nach den Exequien wurde er von der gesamm-
ten Universitat in feierlicher Weise begriisst. Bei dieser Ver-
anlassung wurde ein junger Gelehrter Namens Guspinian von
Maximilian zum Dichter gekrflnt. Da sich zu dieser Feier-
lichkeit nebst vielen anderen Gelehrten auch Dr. Reuchlin
eingefanden hatte, so wurde er hier mit Fuchsmagen, der
gleichfalls anwesend war, persSnlich bekannt.5)
Maximilian setzte nun in Wien aus den landesfiirst-
lichen Rathen eine „ Regentschaft * ein, welche die currenten
') 8totth»lterei-ArchiT.
*) Chmel. Begesten zur Geschichte des Kl Friedrich Nr. 8908.
•) Epistolae clarorum virorum 1556.
4) Raitbiicher der Stsdt Hall.
5) Geiger: Johannes Reuchlin. Leipzig. 1871. S, 38,
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— 104 —
Geschafte der Landes-Regierung zu besorgen hatte. Zu dieser
Regentschaft worde vor Allen Dr. Fuchsmagen ernannt Bei
dieser seiner Emennung erhielt er von Maximilian den Auf-
trag, besonders die Universitat aus alien Kr&ften zu unter-
stlitzen und zu sorgen, dass in den Lehrk5rper derselben
kunftig Humamsten berufen werden sollten.
Maximilian kehrte dann wieder nach Tirol zurucL
Im folgenden Jabre 1494 verehelichte er sich, seit dem
Jabre 1482 Witwer geworden, mit der Prinzessin Blanka
Maria aus Mailand. Nach der Hochzeit, die in Innsbruck
gebalten wurde, begab er sich mit seiner Gemahlin nach
Hall und Hess sich in der Kapelle der alten landesfursdi-
chen Burg Hasegg, wo Fuchsmagens Bruder Leopold Pfleger
war, von dein Pfarrer Christof von Schrofenstein, neuerdings
einsegnen. !)
Im Jahre 1496 besuchte Fuchsmagen auf kurze Zeit
seine Vaterstadt Hall. Da eben daselbst sein Vetter Hans
Plafus obne Leibeserben gestorben war, so verlieh ihm Maxi-
milian die Lehen desselben. 2)
Am Maria Himmelfahrtstage kam nun auch Majrimilian
nacb Hall, und veranstaltete daselbst auf dem Rathhause
zu Ebren des Herzogs Philipp von Oesterreich und des Her-
zogs Georg von Bayern einen Tanz, zu dem aucb Fuchs-
magen eingeladen war.3) Bald nachher begab sich Fuchs-
magen wieder nach Wien.
VII.
Eben um diese Zeit beschloss Maximilian, in Wien
eine Humanisten-Gesellschaft zu errichten. Schon
unterm 4. Marz 1497 liess er zu diesem Behufe durch sei-
nen Rath Fuchsmagen den beruhmten Humanisten Konrad
Celtes, der schon im Jahre 1487 in Nurnberg vom Kaiser
*) Chronik der Stadt Hall.
*) SUtthalterei-Archiv Abth. Schata-Archir,
*) Raitbticher der Stadt Hall,
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— 105 —
zum Dichter gekrflnt worden war, aus Ofen, wo er im Jahre
1493 die sogenannte * Donau-Gesellschaft * gegrtindet hatte,
nach Wien berufen, urn diese Gesellschaft hieher zu ver-
pflanzen und neu zu organisiren. Mit dieser Berufung war
Maximilian so zufrieden, dass er, so oft er kiinftig auswar-
tige Gelehrte nach Wien berufen liess, sicb immer des Ratbes
seines gelehrten Fuchsmagen bediente. 1)
Da Fuchsmagen gerade um diese Zeit viele Gelehrte in
seinem Hause zu bewirthen hatte, so liess ihm Maximilian
am Freitag nach St. Galli von Innsbruck aus ein grosses
Fass Trammer Wein iiberschicken. 2) Als Vorstand dieser
Humanisten-Gesellschaft in Wien wurde der Gelehrte Dr.
Johannes Vitez, Bischof von Vesprim, und als erstes Mit-
glied derselben der Regent Dr. Johannes Fuchsmagen er-
nannt Als Mitglied dieser Gesellschaft Snderte er nun,
nach dem Gebrauche der damaligen Zeit, seinen Namen und
nannte sich Fusemannus \
Der Verein der gelehrten Humanisten stellte eine Pri-
vatakademie vor, welche nach Umstanden und ohne Zwang
in Gliederungen einzelner naher befreundeter Gelehrter zer-
fiel und gerade das heitere, der gliicklichen Stimmung sich
hingebende Element des wissenschUftlichen Strebens in sich
fasste, wahrend die strengen Doctrinen aus der Zeit der
Scholastik der Universitat uberlassen bleiben. 3)
Die Grelehrtesten durch Rang und wissenschaftliche Bil-
dung ausgezeichnetsten Manner, Dichter, Aerzte, Astronomen,
Philosophen, Mathematiker und Geschichtsforscher traten
diesem Verein bei.
Die Hauptaufgabe desselben war: allgemeine Bildung
zu verbreiten, im Staate und in der Kirche Reformen anzu-
bahnen und besonders auf die Verbesserung der Rechtspflege
und Gesetzgebung einzuwirken. Durch dieses Streben der
*) Geschichte der Wiener Hofbibliothek S. 7.
s) Statthalterei-Archir Abth. Schatz-Archir.
*) Kink: Geschichte der Wiener-UnhrersitlLt.
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— 106.-
Homanisten kam dann nach and nach der an der Unhrer-
sit&t noch herrschende Scholastizismus mit seiner theilweise
veralteten Lehrmethode immer mehr in Verfall.
Die Vereinsmitglieder hatten m der Singergasse ein
eigenes Haus, in welchem sie sich von Zeit zu 2^eit versam-
melten und Vortrage hielten. Zu den standigen Mitgliedern
kamen h&ufig auch reisende Gelehrte, welche die Gelegenheit
ihres Aufenthaltes in Wien beniitzten, urn gelehrte Yerbin-
dungen anzuknupfen, wissenschaftlicbe Correspondenzen ein-
zuleiten und kleine Abhandlungen in Druck zu geben. f)
Als Geltes bei Broflhung dieser Gesellsohaft sein Werk:
Lucii Apulei Platonic! et Aristotelici pbilosopbi Epitoma de
mundo" heraosgab, widmete er dasselbe dein kaiserlichen
Bathe und Begenten Dr. Johannes Fuchsmagen, und be-
grdsste denselben in der Vorrede mit den Worten: ,Wer
unter den hervorragenden MSnnern Deutschlands ist fleissiger
und strebsamer in der Erforschung beider Spharen, des H3m-
mek und der Erde, als du Fusemann? Wer ist kundiger
in Betreff der Zahlen und Massverhaltnisse der Erdk5rp«r
und der Kreise der Gestirne am Firmamente? Wer ist im
Stande, mit grosserer Sachkenntniss von Volkern und Staaten,
von Stadten, Meeren und Flflssen zu sprechen? Und wer
von den manigfaltigeren Thier- und Menschenarten, ja auch
ihrer Verschiedenheit nach verschiedenen Himmelsstrichen
climatischen Verh<nissen, unter denen sie leben, mehr als
du Aufschliisse zu geben*? —
Diese Vorrede ist sehr weitlfiufig und in lateinischer
Sprache geschrieben. Wir haben hier nur den Anfang der-
selben in deutscher Uebersetung gegeben. Aber schon aus
diesen wenigen Worten sehen wir, wie sehr Fuchsmagens viel-
seitige Kenntnisse in Betreff der Geschichte, Astronomie und
und Geographie bei den Gelehrten der damaligen Zeit An-
erkennung gefunden hatten.
Bald nachher wurden fast von alien Mitgliedern des
Vereines an Fuchsmagen Gedichte gerichtet, in Velchen sie
J) KultenbAck: A. a. o.
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— 107 —
ihm als ihrem M&oenas das grftsste Lob spendeten. Er war
es, der diesen Verein als Regent besonders zu unterstiitzen
suchte.
So wenig iibrigens dieser Verein in f5rmlicher, so zu
sagen, in offizieller Weise auftrat, so ent<ete er doch eine
sehr ausgebreitete Th&tigkeit und brachte durch seine Be-
strebungen die herrlichsten Friichte hervor. Wien verdankt
demselben einen grossen Theil seines gelehrten Rufes, der
am Ende des 15. und im Anfange des 16. Jahrhunderts in
alien L&ndern Anerkennung gefanden hatte. Die Zahl der
damals in Wien Studirenden war in wenigen Jahren anf
7000 gestiegen.
vni.
Als erstes Mitglied dieses Humanisten Vereines trat
nun Fuchsmagen als Schriftsteller auf. Er verfasste mehrere
Werke historischen Inhaltes. Zuerst schrieb er ,Ordo et
series Augustorum, <5aesarum ao Tyrannorum, qui imperium
invadere ausi sunt, cum adnotatione, quo quis tempore et
quot annis imperaverit. " Dann: ,Varia numismata Augu-
storum et Caesarum Romanorum. * und endlich , Imperatores
Orientis a tempore Caroli Magni.* Alle diese Werke wid-
mete er dem romiscben Kdnig Maximilian.
Auch ein anderes Werk von ihm unter dem Titel:
„Historia de Burgundiae duce Carolo Audace* ist in der
Wiener Hofbibliotbek aufbewahrt. !)
Fuchsmagen war im Besitze einer grossen und ffir die
damalige Zeit sehr seltenen Bibliothek, welche die ausge-
zeichnetsten Werke und Manuscripte enthielt Eine sehr alte
Handschrift mit Consularverzeichnissen, die er selbst aufge-
funden hatte, uberliess er seinem gelehrten Freund Dr.
Cuspinian, als dieser das Werk „De consulibus* bearbeitete.2)
*) Tabulae codicum Manuscriptorum in Bibliotheca Vindobenensi.
*) Aschbach: die Humanisten an der Wiener-Unirersitat S. 306.
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— 108 —
Er sammelte aucb mit grossem Fleisse alte Mftnzen
and andere Denkmale und liess sein Haus und die Akademie
mit rOiniscben Steinen und Inschriften verzieren, von denen
einige sp&ter dem gelehrten Forscher Wolfgang Lazius zu
seinen literarischen Arbeiten als Erkl&rungen dienten. !)
Als Mitglied der Regentschaft suchte Fuchsmagen auch
besonders die Universit&t auf das eifrigste zu unterstatzeiL
Seinen Verwendnngen hatte sie es zu verdanken, dass die
meisten von ihr vorgeschlagenen Reformen und Verbesserun-
gen durchgesetzt wurden. Obwohl er entschieden der libera-
len humanistischen Ricbtung der damaligen Zeit angeh5rte,
so war er docb wieder in Bezug auf gewisse Ansicbten sehr
conservativ. Er verstand es, Mass zu halten und hielt den
Grundsatz fest, dass die Tendenz des Stillstandes nicht min-
der gef&hrlich sei, als die des zu raschen Umsturzes.
Als im Jabre 1497 das rSmische Recht durch die Vor-
trage des Hieronymus Balbi, der im Jahre 1493 durch
Maximilian aus Venedig an die Universitat nacb Wien be-
rufen wurde, so in Anseben gekommen war, dass das cano-
niscbe Recbt in Gefahr stand, ganzlich verdrangt zu werden,
und man bereits mit dem Plane umging, selbes ganz zu be-
seitigen, und nur das Civilrecbt zu belassen, erhob Fuchs-
magen als Regent gegen ein solches Ansinnen seine Stimme,
und man hatte es nur seiner griindlich gefQhrten Einsprache
zu verdanken, dass dieser extreme Gedanke nicbt zur Aus-
flihrung kam. 2)
Und als im Jahre 1499 einige Mitglieder der Univer-
sitat auch in Betreff der Amtssprache Reformen einzufQbren
suchten und sich in ibren Arbeiten und Aufsatzen der deutschen
Spracbe bedienten, that Fuchsmagen als Mitglied der Regent-
schaft abermals dagegen Einsprache und liess an die Uni-
versitat die Mahnung ergehen, sie sollte sich nicbt beifellen
') Kaltenbick: A. a. p.
") Progr»mm des Gymnasiums der Schotten in Wien 1853 S. 17.
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— 109 —
lassen, sich mit den Produkten der Vulgersprache zu befas-
sen, in denen doch keine wahren Vorbilder zu finden seien.1)
Anmerkung. Diese Geringsch&tzung der Muttersprache filr
gelehrte Abhandlungen hatte Fuchsmagen mit vielen Humanisten der
damaligen Zeit gemein. Ihnen gait die lateinische Sprache als allein
wiirdig, die Sprache gelehrter Werke zu sein. Hatte ja schon Petrarka
bedauert, dass Dante seine gtittliche KomOdie in italienischer und nicht
in lateinischer Sprache geschrieben. Ja, noch im Jahre 1735 gab die
Tubinger Universit&t ein Gutachten ab, in welchem sie bitter klagte,
dass der Philosoph Wolf dentsch Yortrage. £s heisst in diesem Gut-
achten: „Obwohl man einen Yortrag in nnserer Muttersprache je nnd
je wohl halten und auch mit Nutzen anbringen kann, so fassen doch
sonderlich die an das Latein gewohnten Hflrer der philosophischen
Disciplin die schwersten Lehren ungleich besser im Lateinischen als
im Deutschen."
IX.
In eben diesem Jabre 1494 wurde Fuchsmagen von
Maximilian besonders ausgezeichnet. Bisher batten die Lan-
desfiirsten den halben Wein- und Getreide-Zehent zu G6l-
lersdorf inne und gaben denselben als Lehen hintan. Als
in eben diesem Jahre der Zehent erlediget wurde, verlieh
Maximilian denselben seinem Rathe Fuchsmagen, und bewil-
ligte ihm, dass er, wenn er ohne eheliche Leibeserben ster-
ben sollte, denselben auf seinen Bruder Leopold und dessen
Sflhne vererben durfe. Fuchsmagen kam aber bald auf
andere Gedanken. — Sein Haus stand nahe an dem Chor-
herrenstifte in St. Dorothea. Bei diesen Chorherren hielt
sich Fuchsmagen oft auf. Viele von ihnen waren sehr ge-
lehrte Manner, und gehSrten entschieden der humanistischen
Richtung an. Fuchsmagen stellte nun an Maximilian das
Ersuchen urn freie Disposition liber diesen Zehent und dieser
erlaubte ihm in der That, dass er denselben zur Mehrung
und Besserung eines Gotteshauses verwenden durfe, und ver-
sprach ihm zugleich, dass er in diesem Falle kiinftig sich
») Kink: A. a. t. S. 196.
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— 110 —
alles Zehentrechtes entschlagen und dieses Lehen als freies
Eigenthum erkaren wolle. Fuchsmagen machte nan als
\ Eigenthiimer dieses Zehents mit deinselben bei diesen gelehr-
\ ten Chorherrn der Kirche St Dorothea eine Stiftung, und
\ stellte am Maria-Gebortstage dariiber eine Urkonde aus,
\ welche dann Maximilian am Montag nach St Leopold be-
\ statigte. Laut dieser Stiftangsnrknnde sollte in dieser Kirche
. zu Ehren des hohen Kaisers Leopold taglich and ewiglich
\ und zwar ain Altare desselben eine Messe gelesen and nach
\ dem Tode des Stifters jahrlich am Feste des hi. Hieronymus
\ ein Jahrtag mit grosser Vigil und gesungenem Seelenamte
abgehalten und an demselben Tage den Corherren eine funfte
Speise im Werthe von zwsi Pfund Wiener Pfennige verab-
reicht werden. !)
Im September 1500 kam Fuchsmagen wieder nach
Tirol. Er hielt sich theils in Hall, theils aber bei seinem
Freunde, dem Hitter Florian Waldauf von Waldenstein, im
Schlosse Rettenberg bei Kolsass auf , dass dieser im Jahre
1490 sammt der Gerichtsbarkeit von Maximilian um 11.000
\ Gulden an sich gebracht hatte.2)
Von hier aus schrieb er an Conrad Geltes nach Wien
und tiberschickte ihm einen in der Gegend von Kolsass er-
legten weissen Hasen, wofur ihm dann Celtes in lateinischen
Distichen seinen Dank abstattete. 3)
Bitter Florian Waldauf von Waldenstein hatte schon
im Jahre 1495 in der Pfarrkirche in Hall eine Kapelle er-
bauen lassen, um daselbzt die von ihm wahrend seiner vielen
und weiten Beisen gesammelten Reliquien und andere Kost-
barkeiten zu hinterlegen. Am 4. Mai 1501 Hess er diese
Reliquien von seinem Schlosse Rettenberg aus in einer feier-
A
i
V
l) Origo et progressus Ecclesiae ad St Dorothoam Mspt.
*) Raitbacher der Stadt Hall.
*) Dieses Gedichd, welches im Codex der Innsbrucker UniTersitAtJ-
Bibliothek fehlt, findet sich in Engelbert Rlupfel: De rita et scriptis
Conradi Celtis. Freiburg 1827.
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— Ill —
lichen Prozession, bei der fiber 40.000 Menschen anwesend
waren, in die am 19. Marz 1500 eingeweihte Kapelle nach
Hall iibertragen. Bei dieser Feierlichkeit war anch Fuchs-
magen gegenw&rtig. !)
X.
In eben diesem Jahre 1501 fasste Maximilian den
Entechluss, nach Rom zu zieben, am dort die Kaiserkrone
zu empfongen, allein er musste eingetretener Hindernisse
wegen dieses Vorhaben wieder aufgeben.
In Bozen, wo er sich vom 29. bis 31. Oktober auf-
hielt, kam ihm der schon seit langem gehegte Gedanke zur
Reife, in Wien aus den Mannern des gelehrten Humanisten-
Vereines ein Collegium der Dichtkunst nnd Beredsamkeit
zu errichten. Unterm 30. Oktober stelle er daselbst die
Stiftungsurkunde dariiber aus. Er sagt in derselben: „er
habe es ffir heilsam gehalten, anch in seinen Staaten die
Wissenschaften des alten Roms wieder einzufuhren, and er
wolle daher nach dem Vorgange der altrdmischen Kaiser
ein Kollegium flir romische Poesie und Beredsamkeit er-
richten, darch welches kiinftig Jene, welche sich diesen Kan-
sten widmen wollen, nach erfolgter Priifung zu Dichtern ge-
krdnt werden konnen, und zwar in solcher Weise, als hatten
sie den poetischen Lorberkranz unmittelbar aus den Handen
des Kaisers selbst empfangen. 2)
Im Spatherbste verfiigte sich Fuchmagen im Auftrage
Maximilians von Hall aus mit dem Hallschreiber Heinrich
Wuest, dem Bergmeister Hann Ott und dem Waldmeister
Wolfgang Kripp nach Leoben, urn dort die Eisenbergwerke
in Turenberg zu untersuchen und einige Streitigkeiten daselbst
zu schlichten, kehrte aber dann sogleich wieder nach Wien
zurtick.3)
J) Stadt-Archhr in Hall.
s) Celtes: Libri amorum.
a) Statthalterei-Aiehif.
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— 112 —
Am 1. Febraar 1502, als am 43. Geburtstage Celtis,
wurde in Wien im Beisein des Rathes Fuchsmagen and
vieler anderer Gelehrter das Collegium der Poesie and Be-
redsamkeit feierlich erSffnet, und Celtes zum Vorstande des-
selben eraannt.
Von Wien aus unterhielt nun Fuchsmagen mit den
beriihmtesten Mannern seiner Zeit einen fortwahrenden ge-
lehrten Briefwechsel. *)
Auf seine Empfehlungen wurden auch um diese Zeit
viele Mitglieder der Humanisten-Gesellschaft und andere
Gelehrte von Maximilian zu den wichtigsten Aemtera
befdrdert.2)
Im Jahre 1503 wurde Fuchsmagen als Rechtegelehrter
von Maximilian zu verschiedenen auswartigen Missionen
verwendet 8)
Im Sommer 1504 wo er sich eben in Linz aufhielt,
waren unter den Professoren an der Wiener University
Streitigkeiten ausgebrochen. Unterm 10. August schrieb er
von bier aus an Celtes nach Wien : er sollte sich von diesen
Streitigkeiten feme halten uud sich an denselben ja nicht
betheiligen. 4)
Im Dezember 1507 traf Maximilian wirklioh Anstalt,
den schon seit Langem vorgehabten Romerzug za anter-
nehmen. Er reiste mit einem grossen Heere uber Brixen
nach Trient und nahin dort am 4. Februar 1508 den Titel
eines erwfihlten rOmischen Kaisers an. Allein auch dieser
Zug kam nicht weiter zur Ausfuhrung. Fuchsmagen hielt
sich damals fast immer in der N&he des Kaisers auf. In-
dessen hatte schon vor einiger Zeit die Humanisten-Gesell-
schaft in Wien einen Landsmann Fuchsmagens, namlich den
damals beriihmten Musiker und Componisten Peter Tritonius
als Mitglied aufgenommen.
') Epistolae claroram virorum.
*) Anal. Styrienses 1740 S. 169 and 352.
*) Pfenndler, Genealogische Notizen.
4) Cod. Epist. elect. Celtis. Lib. XIV. p. 8.
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— 113 —
Er war. nachdem er in Padua die humanistischen
Stadien absolvirt und das Diplom als Magister der freien
Kunste erhalten hatte, an der lateinischen Schnle in Brixen
angestellt, und hatte durch sein Musikalisches Werk: ,Me-
lopia* das er mit Geltes herausgab, das grdsste Aufeehen
erregt. Schon in den Jahren 1501 bis 1503 stand er mit
Celtes in Briefwechsel. Sp&ter kehrte er wieder nach Tirol
zuruck und leitete die lateinische Schule in Bozen. *)
XI.
Wahrend des Soramers 1508 hielt sich Fuchsmagen
meistentheils in Hall auf. Sein Freund Ritter von Waldauf
von Waldenstein hatte eben daselbst die sogenannte , Stuben-
gesellschaft* errichtet. Diese Gesellschaft war eine geschlos-
sene, zu der nur Beamte und angesehene Burger Zutritt
batten. Die Gesellschaft fiihrte ein eigenes Buch, in das
jedes Mitglied seinen Namen einschreiben und sein Wappen
beisetzen musste. Dieses erhielt den Namen : f Wappenbuch ■
und ist nooh erhalten. Die Gesellschaft war nach Art eines
Casinos eingerichtet, hatte ihren eigenen Vorstand und eigene
Statuten. Bei dem Entwurfe derselben war dem Stifter sein
reohtskundiger Freund Fuchsmagen besonders behilflich.
Der Biograph Waldauf sagt: f Der Stifter dieser Gesell-
schaft wolle den Biirgern der Stadt Hall nicht allein geist-
liche Stiftungen hinterlassen, sondern durch die Errichtung
der Stubengesellschaft die Gemiither derselben mit anstan-
digen weltlichen Ergotzungen erfreuen.*2) Johannes und
Leopold Fuchsmagen erschienen in dem Wappenbuche als die
ersten Mitglieder dieser Gesellschaft.
In eben dietem Jahre hatte Florian Waldauf, der im
Jahre 1506 das Referat uber das Salinenwesen erhalten
!) Aschbach A. a. o. S. 2. 82 und 437.
*) Leben des Bitter Florian Waldauf. Manuscript im Casino
Ton Hall.
Ferdinandeums-Zeitschrift. 8
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— 114 —
hatte, mit seinem Freunde Fachsmagen den Salzberg besucht,
bei welcher Gelegenheit dann ein Stollen im Berge den
Namen „ Fuchsmagen Stollen * erhielt. *)
In einer auf das Bergwesen beztiglichen Angelegenheit
finden wir die beiden Freunde auch Anfangs des Jahres
1509, wo dieselben im Auftrage des Kaisers nach Gmunden
und Hallstadt sich begaben, urn bei den Aemtern daselbst
gewisse Differenzen und Streitigkeiten auszugleicben und in
Ordnung zu bringen.2)
Beide Freunde kehrten dann wieder nach Hall zurflck,
wo aber Fuchsmagen sich sogleich zur Abreise nach Wien
rftstete.
Schon am 1. Mai erhielt der Salzmeier Georg Sprang
in Hall von Innsbruck aus den Befehl, ein Schiff nachLinz
und Wien und das nSthige Reisegeld fur den kaiserlichen
Bath Dr. Johannes Fuchsmagen in Bereitschaft zu halten.8)
In Hall trennten sich beide Freunde, sahen sich aber
dann nicht mehr wieder. Urkundlich finden wir die beiden
Freunde das letztemal zusammen erwabnt hn Anschlag des
Landtags von Bozen, Samstag nach Thomas 1509, und zwar
erschienen ihre Namen im Anschlag der Ritterschaft auf-
gefthrt 4)
Hitter Florian Waldauf hatte schon am 1. Janner 1510
auf seinem Schlosse Rettenberg in Kolsass das Zeitliche ge-
segnet. Seine Leiche wurde nach Hall ubertragen und in
der von ihm erbauten Kapelle in der Pfarrkirche beerdiget5)
Der kaiserliche Rath Fuchsmagen erkrankte bald nach-
her. Unterm 15. April erhielt sein Bruder Leopold in Hall
*) Salinen-Archir.
*) Salinen-ArchiT.
•) Brandis, Geschichte der Landeshauptlente. Innsbruck 1850,
3. 407, 408.
4) StatthalterGi.ArchiT.
*) Stadt-Archiv in Hall.
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- 115 -
die Erlaubniss semen kranken Bruder in Wien „auf dessen
Begehren" besuchen zu diirfen. *)
Die Krankheit des kaiserlichen Rathes nahm rasch zu,
so dass scbon am 3. Mai sein Tod erfolgte. Seine Leicbe
wurde bei den Cborherren in der St. Dorothea-Kirche be-
graben.
Der Grabstein der ihm gesetzt wurde, enthielt die zwei
von ihm selbst verfassten Distichen.
fFuxmagonum vixisse juvat rectumque piumque
Quod coluit reliquum, somnia vana putat.
Dicite, quod melius, qui vivitis? Hoc ego tantum
Cognovi, ut moriar, nescius ipse mei."
Der grosste Tbeil seines hinterlassenen VermSgens fiel
seinem Bruder Leopold und dessen Sdhnen zu.
xn.
Unterm 20. Juni kam vom Kaiser Maximilian aus
Augsburg an den Kammermeister Ulrich Mehring in Inns-
bruck ein Schreiben, in welchem es heisst: „Dr. Johannes
Fuchsmagen ist, wie wir vernommen in Wien mit Tod ab-
gangen. Er hat Briefe und Abhandlungen so uns und
unser Land betreffen, und alte Miinzen, und viele andere
Antiquitaten, die er uns hat verehren wollen, hinterlassen.
Verfuge dich nach Hall zu seinem Bruder Leopold, der diese
Sache in seinen Handen haben soil Er soil selbe ja nicht
veraussern, da sie uns gehdren. Er hat selbe, wie er oft
gesagt uns verehren wollen.2)
Mit den Worten , Briefe und Abhandlungen* wollte der
Kaiser wahrscheinlich jene vielen Aufsatze bezeichnen, welche
Fuchsmagen wUhrend seines vielbewegten Lebens iiber die
in seiner Zeit gefiihrten Kriege und Friedensvertrage nieder-
geschrieben und hinterlassen hatte. Schon Mhzeitig be-
*) Statthalterei-Archiv.
*) Statthalterei-Archiv Abth. Schatz-Archiv.
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— 116 —
sch&ftigte er sioh mit solchen Anfeeichnnngen. So schrieb
er einen ansf&hrlichen Bericht fiber die Sendung des vene-
tianischen Gesandten an Saltan Muhamed II. im Jahre
1478 und fiber den Abschlnss des Friedensvertrages mit
demselben im Jahre 1479. — Diesen Bericht hat der zeit-
gendssische Jakob Unrest in seiner Ssterreichischen Ghronik
fast w5rtlich benntzt. Auch die von Tichnowski in den
Beilagen zom 8. Band seiner v Geschichte des Hauses Habs-
burg* abgedrnckten Depeschen fiber die niederlandischen Wii^
ren im Jahre 1488 ruhren von Fnchsmagen her. f)
Einem grossen Theil seiner Bibliothek hatte Fnchsmagen
seinem gelehrten Freunde Dr. Johannes Cospinian, der lm
Jahre 1501 zom Rektor der Universitat erwahlt wnide,
vermacht. 2)
Viele Werke ans Fnchsmagens Nachlass sind in da
Wiener Hofbibliothek and thellweise auch in der Universitats-
Bibliothek in Innsbruck aufbewahrt In der Wiener Hof-
bibliothek befindet sich nnter vielen anderen Werken ans
diesem Nachlass anch ein von Furius Dionysins Philokalus
verfasster Kalender ans dem 8. oder 9. Jahrhnndert her-
stammend, der selbst den gelehrten Forschern : Josef Scaliger
and Markns Welser rathselhaft bleibt, nnd der anch jetzt
nach neneren Ausgaben noch nicht vollstandig er-
klart ist. *)
In der Handschriften Chronik des Otto von Freisingen,
welche sich in derselben Bibliothek befindet, sind einige Be-
merknngen in Betreff der Begebenheiten nnter Karl dem
Kuhnen von Burgnnd, welche Fnchsmagen eigenh&ndig dazu-
geschrieben hatte.
Die Innsbrucker Universitats-Bibliotkek besitzt ebe
handschriftliche * Weltchronik, M welche Fnchsmagen auf seme
Kosten hatte verfassen lassen. Sie hat die Inschrift:
Johannes Fuchsmagen 9Impensa scriptns.*
') Krones : die Osterr. Kronik Wien 1872 S. 76 and 77.
*) Kaltenb&ck A. a. o.
*) Programm des Gymnasiums in Olmutz 1876 S. 8.
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- 117 -
xm.
Die Ssterreiohische „ Zeitschrift far Geschichte und
Staatenkunde" vom Jahre 1837 Seite 74 sagt, dass in der
Innsbrucker Universit&ts-Bibliothek eine Handschrift aus
dem 15. Jahrhunders aufbewahrt sei, welche an Dr. Fuchs-
magen von seinen Zeitgenossen gerichtete Gedichte enthalte.
Dieses Werk konnte schon seit vielen Jahren nicht mehr
erfragt werden. Erst der gelehrte Bibliothekar Dr. Fridrioh
Leithe, der uns auch zu diesem Aufeatze viele BeitrSge ge-
liefert, hatte diese Handschrift im Jabre 1874 wieder auf-
gefunden.
Das Manuseript bildet eine Sammlung lateinischer Ge-
dichte, hat die Anfsohrift: „Ad magnificentissimnm virum
ac exoelentissimnm juris peritum Johannem Fuchsmagonum*
uud enth< fiber 200 Gedichte, Oden, Elegien, Epigramme,
Epithaphien u. s. w., welche die ber&hmtesten M&nner der
damaligen Zeit bei verschiedenen Gelegenheiten verfasst und
dem kaiserlichen Rathe Fuchsinagen iiberreicht hatten.
Die meisten dieser gelehrten Manner geh5rten der
Wiener Humanisten^Gesellschaft an. Bei jedem Gedichte
ist der Name des Verfassers angegeben. Es erscheinen:
Konrad Celtes, Sebastian Brandt, Johannes Reuchlin,
der ber&hmte Arzt Cuspinian, der Rechtsgelehrte Hierony-
mus Balbi, die Briider Peter und Franz Bonomius, der
gekr5nte Dichter Paul Amaltth&us und viele Andere.
Die Gedichte selbst zeigen grosse sprachliche Gewand-
heit und sind flir die Beurtheilung der damaligen Zeitver-
haltnisse sehr wichtig.
M5chte doch ein Philolog sich entschliessen, diese
Sammlung herauszugeben ! —
Nach dem Hinscheiden des Kaisers Maximilian, das
am 12. J&nner 1519 erfolgte, verlieren sich die Nachrichten
fiber die Wiener Humanisten-Gesellschaft immer mehr und
mehr. Die Fortschritte der Reformation und die daraus
entstandenenGlaubensstrditigkeiten, besonders aberdieTftrken-
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- MA-
kriege waren dem heiteren Leben der Humanisten nicht
mehr hold. Und nachdem das Collegium der Diohtkunst
and der Beredsamkeit der Universit&t einverleibt wurde,
hSrte die Gesellschaft der Humanisten von selbst auf.
XIY.
Es scheint dass sich der heitere Humanist Fuchs-
magen in seinen jtLngeren Tagen mit seinem Freunde, dem
frommen Reliqniensammler Waldauf manchmal auch einen
Scherz zu machen erlaubt hatte; oder sollte es nicht als
ein Scherz angesehen werden, wenn ihm Fuchsmagen einmal
von Wien aus zwei grosse Z&hne mit dem Bemerken fiber-
schickte, sie batten dem U. Christoph angehSrt? — Waldauf
scheint den Scherz auch verstanden zu haben; er hat diese
Z&hne nicht in seiner Kapelle in Hall bei seinen anderen
Reliquien hinterlegt, sondern selbe in seinem Schlosse Ret-
tenberg, in einem alten Schrank verschlossen, als Andenken
aufbewahrt In dem im Jahre 1810 tLber die Verlassen-
schaft des Ritters Florian Waldauf von Waldenstein in
demselben Schlosse aufgenommenen Inventar heisst es: ,Tra-
chel XI. Darinnen liegen zwei grosse Zahne, so Dr. Fuchs-
magen dem Herrn Waldauf geschickt hat Fuchsmagen
sagt und zeigt an in seinem Schreiben, sie seien von St
Christophen. *
In der Kirche des Gistercienser Stiftes Heiligen Kreuz
unter dem Wienerwalde befindet sich ein schOnes Andenken
an Dr. Johannes Fuchsmagen. An der rechten Seite dieser
Kirche h&ngt n&mlioh ein Bild an der Wand, nahe zwei
Klafter in's Gevierte messend und bestehend aus einem nie-
derl&ndischen Teppich mit vielen eingewirokten Figure*;
welche den hi. Leopold mit seinen achtzehn Kindern dar-
stellen. Unten kniet Fuchsmagen, eine lange magere Ge-
stalt mit Spitzbart und gefalteten H&nden, in einen weite*
fidtenreichen mit Pelz verzierten Mantel geh&llt Neben
ihm steht sein Wappen mit gescfalossenem Helm, und
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— 119 —
ihm sind die Worte angebraoht: »Divo Leopoldi genio
Johannes Fuxmagen dicavit*
Dieses Bild hing frQher in der Kirche des St Dorathea-
Klosters in Wien, wo Fuchsmagen begraben wurde. Nach
Aufhebung desselben unter Kaiser Josef wurde es in der
Klosterkirche Heiligen Kreuz aufbewahrt
Die von Fuohsmagen im Jahre 1499 gemachte Stiftung
ging spater an das Stift Klosterneuborg iiber. —
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n.
Naturwissenschaftliche Abtheilung.
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Die geognostisehen VerMltnisse
der
Wildschonau.
Von
Dr. Alois Cathrein.
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sso
Baiimgarlfnfjrund .
SSO
XieiWatt.
isch. ?,Alhivhtm.. fi.tiabbro.
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Ich lege hier im Anschluss an die von Prof. Dr. A.
Pichler, welcher die WildschSnau zn wiederholten Malen
begieng, gemachten Mittheilungen, (Jahrbuoh der k. k. geol.
Reichsan. XIX. Band 1869) die Resultate meiner wShrend
der letzten Sommerferien angestellten Untersuchungen vor.
Znerst wird es jedoch am Platze sein, den Umriss des in
Angriff genommenen Terrains zu fbriren und dessen orografisch-
topografische Verhaltnisse darzastellen, in so weit diess zam
Verst&ndniss des Folgenden erforderlich ist. Gegen Norden
bin bildet das Innthal bis WSrgl seine Grenze, w&hrend es
im NO. nnd 0. bis Hopfgarten von der Brixenthalerache
bespttlt wird, von wo die Sstl. und stidSstl. Grenze im Grund-
beziehungsweise Langengrundthale lauft, bis sie xiber den
Hahnenkopf (1910™) zum Sonnjoch (2284™) dem siidlich-
sten Punkt unseres Gebietes, sich erhebt und .von nun an
dem Gebirgsgrath folgt, welcher das Thai WildschSnau von
Alpbach scheidet; in dieser Linie treten als sildwestl. und
westliche Grenzpfeiler der Rossboden (1955 m) der Schatz-
herg (1898"), der Kothkaserkopf (1770 «) und der Thier-
berg mit der Gratlspitze (1890 m) hervor, von welch' letzterer
Hohe die Grenze in fast n5rdl. Richtung gegen das Innthal
abfallt und es bei St. Leonhard erreicht. WShrend nun das
ganze Thai Wildschonau einen ungemein sanften und lieb-
lichen Gharakter in sich ausgepragt hat, bietet uns der Ge-
birgsrticken, welcher es vom Innthal trennt, wirklich einen
,wilden* Anblick; schauervolle Schluchten haben sich im
Laufe der Zeitsn in das Gebirge eingerissen, nackte Fels-
w&nde starren dem Wanderer entgegen, der auf dem miih-
samen, mitunter nicht ge&hrlosen, Wege behutsam dahin-
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— 126 —
schreitet! Welch' ein Contrast init den milden Formen,
welche das eigentliche Thai gegen Suden hin entfaltet!
Hier deckt frisches Griin des Thales Mulde, den sanf-
ten Abhang, die hOchste Kuppe, keine wunde Stelle stort
das frenndliche Bild!
Das ganze Thai zerfallt nan in ein ausseres and ein
inneres, jenes zeigt eine ostwestliche Richtung und entsendet
die meisten Gewasser nach WSrgl, dieses beginnt am Sonn-
joch, lauft in fast gerader Linie gegen N. and stftsst bei
Muhlthal aaf das aussere, es wird von der sog. WildschSn-
auer- in ihrem unteren Lanfe Kandler-Ache genannt durch-t
rauscht, welche sich bei Kundl mit dem Inn vereinigt Der
Haaptort des ganzen Gebietes, Oberau, liegt nahezu in der
Mitte des von O. nach W. laufenden Thalzuges. Weiter
im 0., eine leichte Stunde davon entfernt, finden wir Nie-
derau in sampfiger Gegend, w&hrend im W. Thierbach mit
mehr alpinem Charakter, im SW. Aafl&ich im innem Thale
za verzeichnen sind. Es erflbrigt noch, einzelne fur die
Orientirung wichtige HOhenpankte anzafELhren: im N. von
Thierbach erhebt sich der Kienzenhoferkogl (1235™), im
S. der Rauchkopf (1424 m), zwischen Aafl&wh and Kelchsau
ragt das Feldalpenhorn (1921 m) empor, im Gebirgszag sadl.
von Oberaa bemerkt man den Kirchkopf (1500™) and das
Kropfraderjoch (1495™) wahrend aus dem nordl. Zuge das
Kragenjoch (1423™), das Bembergeijochl (1360™) der
Brachkopf und endlich der Bruchberg (1050™) besonders
zu nennen sind. —
Indem ich nun zur Behandlung des eigentlichen Themas
schreite, werde ich es versuchen die einzelnen Gebirgsglieder
nach ihrer Altersfolge za charakterisiren and beginne mit den
sedimentaeren Formationen*
J. ThongUmmer8chiefer.
Der Thonglimmerschiefer, welcher von Innsbruck bis
Schwaz das rechte Ufer des Inn begleitet, von wo sich ihm
jiingere Formationen vorlagern, tritt am Schatzberg in unser
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Gebiet, dessen siidl. Fl&chenraum er behauptet bis Kelshsau
bin, von wo er liber Windau- und Spertenthal nach Pinz-
gau hinuberstreicht. Auf eine detaillirte Beschreibung dieses
ohnehin wolbekannten Gesteins k5nnen wir schliesslich ver-
zichten, mflssen jedoch hervorheben, dass es mit den quar-
zigen Phylliten bei Innsbruck tibereinstimmt; seine Structur
ist mikrokrystallinisch, der Glimmer erscheint eben nicht in
Blattchen oder Schuppen. sondern vielmehr in den charak-
terischen Hauten, welche den SchieferungsflSchen den eigen-
thiimlichen, schillernden, oft nahezu metallischen Glanz ver-
leihen. Auf den Hauptbruch erblickt man haufig sehr
htibsche F<elung, gleichwol steht die Schieferung mit der
Schichtung in Parallelismus. Die Farbe des Gestein ist
durchschnittlich grau, nicht selten finden sich Adern und
Nester weissen kornigen Quarzes, dagegen vermissen wir die
in andern Gegenden so h&ufigen Einlagerungen kQrnigen oder
schieferigen Ealkes hier wol ganzlich. Nicht unerwahnt
bleiben darf eine eigenthiimliche petrographische Modification
dieses Gesteins. Es zeigt sich namlich an manchen Orten
ein Uebergang in Gneis; wir sehen sich dem Phyllite
Orthoklas einschalten, dessen Individueu immer grflsser
und gr5sser werden, ihre Farbe ist weiss, ihr Glanz ausge-
zeichnet perlmutterartig; zu bemerken ist nooh, dass wir es
zumeist mit Zwilligsindividuen zu thun haben, diese werden
nun von Glimmerhauten vSllig umwundnn, wodurch eine
linsenfbrmige Zeichnung, welche sich besonders schdn auf
dem Langs und Querbruch des Gesteins darstellt, noch deut-
licher aber bei der Verwitterung hervortritt, entsteht; gleich-
wol bleibt die Schieferstruktur erhalten, wenn auch nicht
in jener Reinheit, wie beim Phyllit, wesshalb der Ausdruck
„flaserig" oder Bporphyroidisch" fiir dieses Gefuge
bezeichnender sein durfte. Wir haben also eine Art Gneis
vor uns, den wir mit dem von Prof. Pichler im Lahnbach
bei Schwaz entdeckten Augengneis parallelisiren kftnnen,
wenn auch der dort den Glimmer theilweise vertretende
Sericit, sowie die mehr abgerundeten, ellipsoidischen Formen
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der Feldspathindividuen bei unserem Gneise vermisst werden.
Wir durfen dieses Grestein etwa nicht als eine selbststandige
Formation, sondern nor als eine Einschaltnng , als eine
locale Ver&nderung im Complexe des Thonglimnierschiefers
betrachten.
II. Wildschdnauer-Schiefer.
Unter diesem Namen beschreibe ich ein Grestein, wel-
ches vermoge seiner Lagerungsverh<nisse einerseits jeden-
falls jiinger ist, als die soeben behandelten Phyllite, anderer-
seits alter, als die triadischen Gebilde, von dessen Alters-
stellnng man sich jedoch beim Mangel aller Petrefacten leider
nicht tiberzeugen konnte. Es ist das jener Schieferzng, der
von W. her unser Gebiet betritt nnd in 5stL Richtung mit
zunehmender Machtigkeit dasselbe dnrchstreicht Was die
Stidbegrenzung dieser Schiefer anbelangt, so kann hier fnglich
anf v. Hauer's geogn. Karte Oesterreichs Blatt V. verwiesen
werden, indem die dort verzeichnete Grenzlinie der sogenann-
ten ,Grauwackenschie£er" gegen die Urschiefer im
Ganzen nnd Grossen richtig ist, dagegen findet man diese
Formation in der Karte des montanistischen Vereins gar
nicht angedentet, sondern ledigUch dem Thonglimmer-
schiefer zugerechnet. In ihr Grebiet fjlllt nicht nnr ein
Theil des innern Thales, nemlich der Abschnitt von AuflBach
bis Miihlthal, sondern sie bilden auch den ganzen siidl.
Flttgel und die Unterlage der Thalmulde von Ausserwild-
schdnau, erheben sich sodann in geringer Ho he zu deren
nSrdlichem FlGgel bis uber Niederan hinaus, wahrend die
Umgegend von Thierbach im Westen droben vorwaltend
triadische Unterlage aufweist. Ueberall, wo diese Schiefer
das Terrain beherrschen, erblicken wir die uppigste Vegeta-
tion. Yon der sanft gewobten mit den schonsten Alpen-
matten bedeckten Kuppe fallt der bewaldete Abhang
gegen das Thai, dessen wellenformige Erhebongen allerwarts
frischer Rasen deckt Dieser Schiefer ist es aber auch
welcher, indem er das Einsickern des Wassers verhindert,
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die Entstehung von Sfimpfen verursacht, die sich immer
dort bilden, wo auch ein oberfl&chlicher Abfluss des Wassers
nicht zu Stande kommt, so besonders in der Gegend von
Niederau. Trotz der starken Neigung des Gesteins zur Spal-
tnng and Zerbrdckelang, treffen wir doch verh<nissm&ssig
selten Abstiirze in seinen Gebirgen, und wenn auch solche
entstehen, so werden sie Dank dem jeden Pflanzenwuchs so
holden Boden in kurzer Frist wieder begrunt.
Prof. Pichler hat for diese Schiefer den Namen ^Wild-
schSnauerschiefer" vorgeschlagen, welche Bezeichnung
sehr passend gew&hlt erscheint, zumal diese Schiefer in die-
sem Thale zuerst in grdsserer M&chtigkeit sich entwickeln.
Sehr tibereinstimmend, vielleicht identisch, dtirften sie mit
jenen Gesteinen "aus den Westalpen (Rhaetikon) sein, welche
uns Theobald unter dem Namen der Casannaschiefer
schildert PetrOgraphisch sind unsere WildschOnauerschiefer
(i. Pr. 2.) am bssten dadurch oharakterisirt, dass wir sagen,
es seien echte Thonschiefer (Dachschiefer), so, wie sie
uns das Silur und Devon ansserhalb der Alpen bietet Sie
haben eine kryptokrystallinische, aphanitische Structur, indem
auch jener letzte Rest krystallinischer Ausbildung zuriick-
tritt, den wir am Thonglimmerschiefer zu finden gewohnt
waren; die Glimmerhaute naralich, die jenem Gesteine einen
so eigenthtinimlichen Sohimmer verliehen, auch sie sind ver-
schwunden, ein vdllig dichter, ineist matter Schiefer liegt
vor uns von grauer, blaulichgrauer, schw&rzlichgrauer Farbe,
welche mitunter durch verschiedene Oxydationsgrade des bei-
gemengten Eisens eine Verwandlung in*s Gelbe oder Rothe
erleidet.
Die Schieferung tritt in hohem Grade hervor, ebenso
die Faltelung, welche auf dem Haupt- und Querbruch in
oft ungemein zarten Formen ihren Ausdruck findet. Seltener
wird das Gestein etwas massiger in Folge Zuriicktretens der
Schieferung, wogegen dann die Schichtung leichter bemerkbar
wird, eine Stelle, wo wir diese Beobachtung machen konnen,
wfire auf der Anh5he dstl. oberhalb Auflfach, wo die Messung.
Ferdinandeums-Zeitachrift. 9
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ein deutlich sudliches Streichen der verhaltnissm&ssig dtlnnen
Schichten und einen Sstlichen Einfallswinkel von 40° ergab.
Damit soil nun etwa nicht gesagt sein, dass diese Schiefer
anch nicht dautlich geschichtet seien im Allgemeinen, dass
es nicht auch viele andere Stellen geben wird, wo deren
Sctrichtung beobachtet and gemessen werden kann, immerhin
aber begleiten eine derartige, sichere Bestimmung die grdssten
Schwierigkeiten, nur zu leicht ist man hiebei T&uschungen
unterworfen wegen der scharfentwickelten stets wechselnden
Schieferung, deren Richtung und Neigung mit dem Streichen
and Fallen nicht zusammenf&llt, die vielmehr in der Beschrei-
bung der sonderbarsten Windungen und Curven die Zeich-
nungen knotenreicher Bretter imitirt Mit der Schieferung
Sand in Hand geht oft eine transversale ZerklQftung, wo-
durch das Gestein in lauter scharfkantige Stiicke zerfSJIt,
und die Untersuchung des Schichtenbaues noch mehr erschwert
wird. Dass wir es aber mit eigentlichem Thonschiefer zu
thun haben, beweist, ausser seiner Undurchdringlichkeit ffor
Wasser, auch der Umstand, dass es nicht wenige Stellen
gibt, wo diese Schiefer durch Verwitterung ganz murbe und
knetbar geworden, mithkt in echten Thon iibergegangen sind.
Durchsetzt werden die Wildschftnauerschiefer sehr h&ufig von
gr5sseren und kleineren Adern milchweissen oder graulichen
Quarzes, wobei diese Trtimer mit der Schieferung nicht
parallel laufen, sondesn dieselbe unter mannigfachen Win-
keln durchqueren, da und dort bildet dann auch der sonst
k5rnige Quarz kleine Krystalle von gewohnlicher Form. Nicht
verschweigen diirfen wir auch, dass die Schiefer manahmal
den talk&hnlichen Sericit aufiiehmen, wodurch sie iua An-
fiihlen fettig werden, ja oft wird jener sogar vorwiegend,
verandert die Farbe des Gesteins, das nunmehr eher als
Sericitschiefer, denn als Thonschiefer bezeichnet zu werden
verdient, ein solches Verh<niss hatte ich nicht so sehr in
der WildschBnau, wol aber ausserhalb derselben an Gestei-
nen zu beobachten Gelegenheit, welche- jedenfalls in den
Complex der WildschSnauerschiefer gehSren. Von Mineral-
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Yorkomranissen in diesem Gesteine sind zu erwahnen: der
nicht seltene Pyrit (OOOOO), duroh dessen Zersetzung den
Quellen Schwefelwasserstoff geliefert wird, bekannt ist ja die
kraftige Schwefelquelle unfern Mtihlthal; Fahlerz, soil
in alter Zeit zn Bauten Veranlassung gegeben haben, es
versicherten mich wenigstens davon mehrere Leute im Thale
und sie zeigten mir auch die Stellen, wo seinerzeit
Stollen, eingetrieben waren, deren Spuren jedoch nicht mehr
zu entdecken sind, auch Hess sich nirgends das Erz im Ge-
steine auffinden. In der Karte des montonistischen Vereins
treffen wir auch zwischen Oberau und Niederau mehrere
Fahlerzstollen eingetragen; Kalkspath in Adern jedoch
seltener. — Abgesehen von der meist steilen Aufrichtung
und Biegung, welche diesen Schieferzug tiberall betroffen,
lasst sich wol keine besondere StSrung im Aufbau desselben
wahrnehmen und ist seiue Lagerung im Ganzen und Gross ^n
concordant zwischen Thonglimjnerschiefer und Schwazerkalk,
(2). Eine kleine Anomalie gewahrt uns nur das durch
synkline Faltung erklarliche Vorkommen dieser Schiefer bei
Thierbach, worauf wir sp&ter noch reflectiren werden. Das
Streichen ist ebenso wie ihr Fallen hHufigem Wechsel unter-
worfen, was Kniekung und Faltung begriindet —
Rficksichtlich der Verbreitung kann ich mir die Bemer-
kung nicht vorenthalten, dass hier noch Manches in den
Karten zu verbessern ware, so z. B. habe ich diese Schiefer
noch sehr typisch und deutlich am Reitherkogl bei Brixlegg
bemerken kSnnen, ja nach Prof. Pichler begleiten sie die
Schwazerkalke bis gegen Schwaz.
Weiter soil noch bemerkt werden, was streng genom-
men nicht mehr in den Bereich unserer Arbeit gehftrt; dass
die WildschOnauerschiefer fiber die Grenzen dieses Thales
hinaus ihre grdsste Machtigkeit im Brixenthal erlangen, um
dann gegen Pinzgau fortzustreichen.
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III. Schwazerkalk.
Wir sehen ihn an der nftrdlichen Grenze der WDd-
schSnauerschiefer auftauchen. Merkwurdig bleibt es nun,
dass der Uebergang aus Schiefer in Schwazerkalk nicht ein
plfltzlicher ist, dass wir nicht eine scharfe Scheidungslinie
zwischen diesen beiden Formationen beobachten konnen,
sondern es tritt hier vielinehr ein langsamer Wechsel des
petrographischen Gharakters ein. Zwischen die Schiefer-
lainellen schalten sich flach linsenftrmige Dolomitpartien ein,
welche die schieferige Zwischenmasse immer mehr und inehr
zur&ckdrangen und endlich allein herrschend werden. Dieses
Verhaltniss k5nnen wir an manchen Orten aufgeschlossen
finden, so z. B. besonders typisch am Wege von Niederan
gegen WGrgl beim Bach; fibrigens habe ich dasselbe audi
anderw&rts (Kitzbfihelerhorn) beobachten kSnnen. Nicht
unzweckm&ssig wire es far diese Uebergangsfacies (2b) die
petrographische Bezeichnung tDolomitthonschiefer* zu w5h-
len analog dem „Kalkthonschiefer* mancher Gregenden. Wie
charaktherisirt sich nun der reine Schwazerkalk in nnsexem
Grebiete? Sich durchweg als typischer Dolomit zu erkennen
gebend lasst er eigentlich den Namen 9Kalks nicht mehr
recht zutreffend erscheinen, zumal, wie ich mich selbst tlber-
zeugen konnte, auch ausserhalb unseres Tentoriums der sog.
Schwazerkalk wol Hberall reichiich Magnesia fuhrt und mit
Salzs&ure kaum aufbraust Von ziemlich grobk5rniger und
compacter, seltener, dichter Struktur, von gelblichweisser,
gelblichrother, rother, graulicher bis schw&rzlicher Farbe nidit
selten bunt gebandert und geadert, lebhaft schimmemd ist
er ein Gestein, das einmal aufinerksam betrachtet immer
leicht wieder zu erkennen ist Die Verwitterung ruft in ihm
eine eigenthtimliche Bauhigkeit hervor, die ihm fast den
Anschein eines Sandsteins verleiht Yermbge seiner com-
pacten und durchaus nicht luckigen Strnctur aber ist er der
Einwirkung der Atmosphaerilien nicht in dem Grade untesworfen,
als das bei ahnlichen Gesteinen der Fall ist Verunreinigt wird er
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durch Beimengung von Eisencarbonat , dessen Gegeawart
durch die Verwitterung ganz besonders augenf&llig wird.
Charakteristisch sind dann auch die Einschliisse und Nester
weisslichen k5rnigen Quarzes, der besonders amThierberg
in grdsseren Massen sich einstellt, and dort mit dem Dolomit
an der Erzfiihrung, dieser ftir den S^shwazerkalk so wich-
tigen und geradezu typischen Erscbeinnng, tbeilniraint. Es
ist, wie bekannt silberhaltiges Antimon-Arsen-Fahl-
erz, welches unsere Felsart in so hohem Grade auszeiohnet
und sie zur Quelle des Gltiokes und Reicbtbums so Man-
cber gemacht hat. Das Erz findet sich in G&ngen nnd
Nestern derb und eingesprengt, nicbt aber in Krystallen.
Besonders ergiebig musste die Ausbeute am Thierberg ge-
wesen sein, wovon uns noch heute die riesigen Halden er-
zahten, wo jeder Steinsplitter deutliche Spuren des Erzes im
noch frischeu oder schon zersetzten Zustande verratb. Es
kann hier natiirliob nicht meine Aufgabe sein, atwa alle die
interessanten mineralogischen Vorkominnisse zu schildern und
es w&rde dainit auch nur langst Bekanntes wiederholt, son-
dern ich bescbranke mich darauf, die wichtigsten derselben
einfach aufeuzahlen: als stete Begleiter des Erzes haben wir
seine Zersetzungsproducte, n&mlich Kupferlasur, Ma la-
chit, Brauneisenerz, ferner in ungemein zierlichen, stern-
fbnnigen Ueberziigen Tirol it, in Drusenraumen wasserhelle
bis weisse Dolomitrhomboeder, sowie durch Metall5sun-
gen bunt gefarbte Calcitkrystalle in mannigfaltigen Com-
binationen, kleine Bergkrystalle (P. OO P) oft in grosser
Menge. Erzffihrend sind die Schwazerkalke auch an andern
Stellen der WildschOnau, so finden wir im NW. und NO.
von Oberau da und dort verfallene Stollen; bemerkenswerth
erscheint, dass gerade in dieser Gegend neben dem Erze
auch nicht wenig Schwerspath sich einfindet von sch3ner
milcbweisser Farbe und blattrig = scbaliger Textur, ein Vor-
kominen, das ganz an jenes am Kogl bei Brixlegg erinnert.
Was die Altersstellung des Schwazerkalkes betrifft^
10 sehen wir von einer allenfallsigen Parallelisirung mit den
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Seller ophonkalken Sudtirols ganz ab, and berQcksich-
tigen nur die Lage, da es bis heute nicht gelang auch nor
eine schwache Spur von Petrefacten darin zu entdecken. Er
liegt zwischen Wildsch5nauerschiefer und Buntsandstein, (3),
wir sind also berechtigt, ihn einem Gliede der polaeozoiscben
Formationsgruppe ein$ureihen, ohne vorderhand dasselbe naher
bestimmen zu k5nnen. Bezfiglich dieser geol. Stellung konnte
auch die Frage aufgeworfen werden, ob denn der Schwazer-
kalk nicbt als ein untergeordnetes Glied der Wildscbdnauer-
schieferformation sich representee, ob nicbt eine Analogic
walte zwischen ihm und den krystalliniscben Kalken der
Urschiefer. Einer solchen Annahme, welcbe zwar von einem
gewissen Standpunkte aus nicbt so ganz unberecbtigt er-
scheinen durfte, scheinen inir docb die Lagerungsverhaltnisse
zu widerspreohen. Man kann n&mlich constant finden, dass
die Schwazerkalke den Schiefern nicbt ein-, sondern auf-
gelagert sind, ftberall, wo mir eine Untersucbung moglich
war, sab icb den Schwazerkalk an der Grenze der Scbiefer
gegen den Buntsandstein ansteben, nie aber etwa tief im
Schiefercomplexe, wie das bei unsern krystallinischen Urge-
birgskalken der Fall ist, und sollten sich biefftr auch Bei-
spiele bringen lassen, so erklaren sich dieselben in unserem
Falle viel nattirlicher durch Stdrungen im Scbichtenbau, als
durch eine gezwungene Parallelisirung der Urkalke mit unsern
Dolomiten, welcbe sich iiberdies durch die im Veigleich zu
den ersteren grttssere Machtigkeit, sowie durob ihr langge-
dehntes Fortstreichen, unterscheiden. Docb kQnnte man
wiederum einwerfen: was ist es mit dem allmfihligen Ueber-
gang der einen petrographischen Facies in die andere? Deutet
nicbt gerade er auf eine strenge Einheit, auf einen innigen
Zusammenhang beider Gesteine? Allein auch.diess darf uns
durchaus nicbt befremden und vermag es auch nicht unsere
Ansicht fiber die Selbststandigkeit der Schwazerkalke zn
erscbuttern, sind ja docb auch die sedimentaren Formationen
durch leise Uebergange sowobl ihres petrographischen, als
auch ihres palaeontologischen Charakters verkettet, so dass
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es sohwer fallt izu unterscheiden, wo die eiue aufhflrt und
die andere beginnt, wir mussten dann iiberhaupt jede Trennung
der Formationen verwerfen! — Die Auflagerung bekundet
also einen sp&teren Absatz des Schwazerkalkes, seine dolo-
mitische Natur eine Aenderung in jenen genetischen Ver-
haltnissen, welche die Entwicklung eines schlaminigen Thon-
scbiefers bedingten. Der subjectiven Entscheidung bleibt es
uberlassen, den Schwazerkalk als eine eigene Formation, oder
vielmehr als eine jiingere, hohere Etage, in der Formation
der Wildsch5nauerschiefer zu betrachten.
Sein meist undeutlicher, jedoch immerhin entwickelter
Schichtenbau zeigt starke Aufr ichtungen , welche oft in
Ueberkippnngen iibergehen; es darf uns also auch nicht
wundern, wenn wir da and dort glanzende Harnische finden,
ein Zeugniss far die Dislocationen, welche diese Gesteins-
masse betroffen; gleichwol sind die St5rungen nicht so gross,
dass sie eine gleichmassige Auflagerung und Ueberlagerung
nicht hervortreten liessen. Mit grosser Machtigkeit vom
Westen her unser Terrain erreichend erhebt sich der Schwazer-
kalk zum vielgestaltigen Thierberg, dessen weithin sichtbare
Kuppen, an deren waldigen Abhang nicht selten eine ver-
witterte Felswand erscheint, sich scharf von dem nachbar-
lichen durchaus bewachsenen Schiefergebirge abheben. Weiter
gegen 0. hin sehen wir den Schwazerkalk als ein verhaltniss-
ma$sig schmales und wol nicht continuirliches Band die
nSrdliche Grenze der WildschSnauerschiefer umsaumen. Hier
streicht er von Muhlthal tiber Oberau gegen Niederau in
geringer H5he am nftrdlichen Thalgeh&nge, um beim letzt-
genannten Dorflein etwas machtiger und mit ausgezeich-
neter Schichtung sich zu erschliessen, eincfur dieses
Gestein gewiss seltene Erscheiunng; die Schichtung ist sehr
diinnbankig, die Schiehtuugsfiachen eben, jedoch etwas rauh
und von einem mergeligen Bestege iiberzogen, das Streichen
konnte als ein ostwestl., die Fallen als ein nOrdl. mit einem
Winkel von 60° gemessen werden.
Seine Erstreckung ist iiberhaupt eine vielbedeutenderet
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als man bisher ahnte, von Schwaz, wo er mit grosser Mich-
tigkeit einsetzt, kftnnen wir ihn fiber Kitzbflhel, Pillersee,
wo sein Vorkommen darch Prof. Pichler oonstatirt wnrde
(Neues Jahrb. f. Min. etc. 187f>. Seite 930.), bis gegen
Pinzgau hinab verfolgen. In der kartografischen Bezeichnung
der Schwazerkalke entspricht weder v. Hauer's Karte nodi
die des mont. Vereins, indem erstere sie nur am Thiarberg
unter dem Namen „Graawackenkalk* letztere aosserdem wol
auch im N. von Niederau, aoffihrt, allein mit der unrichti-
gen Bezeichnung „unterer Alpenkalk*.
IV. Buntsandstein.
Aof die Schwazerkalke folgen Conglomerate and Sand-
steine, die man wol kaum den Grddenersandsteinen gleich-
setzen darf, da man einerseits nie einer Spur der Ullmannia-
schichten begegnet, and sie andererseits an verschiedenen
Localit&ten, ohne Zwischenlage dunkler Kalke, in sandig
thonige Schichten fibergehen, welche Petrefacten des RBth
ffihren.
Wir halten sie daher bis aof weiteres ffir bnnten
Sandstein, ohne die M5glichkeit anszaschliessen, dass die
nntersten Lagen, die Conglomerate vielleicht alter sind. Die
Conglomerate scheiden sich nnn in dolomitische und
quarzige; erstere enthalten in einer sandsteinartigen Grond-
masse Fragmente von Schwazerkalk und Prof. Pichler hat
schon in der Zeitschrift des Ferdinandeums vom Jahre i860
HI. Folge 11. Heft fiber deren Vorkommen in der Gegend
von Schwaz berichtet £s ist jedoch dieses Gestein keine
locale Erscheinung, sondern tiberall, wo der Schwazerkalk
dem bnnten Sandstein weicht, schiebt es sich als Zone von
allerdings nor geringer Mftch tigkeit ein (4a), ja oft vermis-
sen wir sogar den eigentlichen Schwazerkalk, and an seine
Stelle tritt am so infcchtiger das Conglomerat. Die Brach-
stficke haben unregelmftsige, eokige oder mehr genmdete
Former sind haselnuss- bis faustgross and zeigen die charak-
teristischen Farben des Schwazerkalkes oft im bantesten
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Wechsel, was bei der gewShnlich roth en Farbe des Caemen-
tes diesen Conglomeraten ein hubsohes, selbst den Laien
auffalliges Aussehen verleiht, zumal, wenn die losgeldsten
Bl5cke eine Zeit lang der polirenden Kraft des Wassers
unterworfen waren. Die Bindemasse besteht, wie bereits be-
merkt, aus Sandstein, welcher dem Eisengehalt seine rothe
Farbe verdankt, ausserdem aach Thonerde, sowie zahlreiche
oder nur wenige Glimnierblattchen ftihrt. Das quantitative
Verh<niss zwischen Grundmassen und Fragraenten unter-
liegt stetem Wechsel, indem jene bald vorherrscht und in
diesem Falle oft etwas schiefrig wird (Holzalpe), bald dage-
gen sehr zuriicktritt; k5rnig und compact erscheint (Rauch-
kopf), wodurch die Verbindung der Elemente eine viel inni-
gere und bestandigere wird, zwischen beiden Extreinen finden
sich dann natrirlich allerlei Uebergange (Oberau). Durch-
queren wir nun unser Gonglomerat und schauen, durch wel-
ches Gestein dasselbe nach oben hin abgeldst wird, so stossen
wir sonderbarer Weise neuerdings auf ein breccienartiges
Conglomerat, dessen Materiale iin Gegensatz zuin obigen
yorherrschend quarzig ist. Dieses Triimraergestein, das
wir fuglich mit den Conglomeraten des Buntsandsteins in
Deutschland in Parallele bringen kfinnten, ftihrt erbsen- bis
faustgrosse, unregelmassig geformte Brocken eines milch-
weissen, grauen oder rSthlichen, derben Quarzes mit abge-
rundeten oder noch scharfen Kanten und Ecken, eingebettet
in ein roth gefarbtes, grobkdrniges, sandsteinartiges Caement,
welches ausserdem reich ist an schimmernden Muscovit-
Schuppchen und beira Anhauchen Thongeruch verbreitet.
Mitunter kQnnen auch Schiefereinschliisse, welche sich von
der umgebenden Gesteinsmasse scharf abgrenzen, wahrge-
nommen werden, sie sind jedenfalls dem altern Gebirge ent-
nommen. Nicht unbertlhrt lassen mSchten wir den Umstand,
dass sich auch Schwazerkalkfragmente sporadisch einfinden,
deren Zahl gegen unten, also gegen das eigentliche Schwazer-
kalk-Conglomerat hin, wachst und so auch hier wiederum
einen Uebergang des petrographischen Charakters vermit-
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telt, besonders schfln kann man dieses Verhaltniss an einem
iiber den Rasen sick erhebenden Felsen in nachster Nahe
von Oberau ausgepragt sehen. Nachtr&glich sei noch er-
wahnt, dass aach beim oben erftrterten Congloinerat sich
oft einzelne Quarzstiicke zum Dolomit gesellen.
In uiineralogischer Beziehung eriibriget uns noch
zu erwahnen: des in Lucken kryatallisirten Quarzes (P.OOP)i
ferner des in Adern ausgescbiedenen, krystallinischen Braun-
spathes, endlich ganz besonders des in kleineu Nestern er-
scheinenden Eisenglanzes; dieses Erz, welches in onsern
Sandsteinen, sowie in Schiefern and Conglomeraten des Ver-
raccano mitunter die Rolle des Glimmers Gbernimmt, tritt
hier in kleinen hellglanzenden Blattchen anf, die sich oft
knapp aneinanderschliessen und dadurch schuppige Partieen
darstellen. Reichlich fand sich dieses Mineral am Siidabhang
des Bembergerjdchls. —
Lange widersteht das Gestein der Verwitterung, welche
schliesslich die Grandmasse theilweise entfernt, und so die
eingebackenen Fragmente deutlicher hervortreten lasst, mit-
unter auch ganz isolirt. VermBge seiner Festigkeit und
Harte hat es sich auch zu technischer Verwendung ge-
eignet. denn nicht nur im ganzen Thale, sondern auch aus-
warts wird es zu Miihlsteineu gesucht, zumal die Grewinnung
durch die Schichtung und transversale Zerkluftung bedeutend
erleichtert wird.
Es umgtirtet in bald gr6sserer, bald geringerer Machtig-
keit, welche aber doch nie bedeutend genannt werden dtirfte,
den Schwazerkalk saramt seinem Conglomerate in unserem
ganzen Gebiete; in seinem 5stlichen Zuge vom Thierberg
her begegnen wir ihm im S. von Thierbach, sehr sch5n
kSnnen wir es dann nQrdlich von Oberau, wo es sich zum
BembergerjOchl erhebt, und tfeiter gegen Niederau iiber den
sanften Bruckberg hinab in das Brixenthal verfolgen, wo es
wieder die Eisenbahnbauten unweit der Schlossruine von
Jtter prachtvoll entbl5sst haben. Doch kehren wir zuruck
in unser Alpenthal und schlagen von Niederau den Weg
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gegen W5rgl ein, so wahrt es nicht lange und wir kommea
tlber das Quarzconglomerat, (4b) das uns in gewisser Be-
ziehung recht lebhaft an manche Gesteine des sogenannten
Verrucano erinnert, in den typischen bunten Sandstein
(4C) hinein, jedocli nicht urplbtzlich, sondern fast unver-
merkt vollzieht sich dieser Wechsel. Es findet eine all-
mShlige Redaction der Quarzeinrchlflsse statt, bis zum v5lli-
gen Verschwinden derselben aus der Bindemasse, welche uns
nunmehr einen ganz gewfthnlichen Sandstein repraesentirt,
dessen Korn bald grflber bald feiner sich gestaltet, die Farbe
ist durch den Eisengehalt der Grundmasse meist roth, jedoch
fehlt es mitunter nicht am Wechsel hellerer und duuklerer
Zonen, wodurch jene charakteristische Banderang entsteht.
Ausser den QuarzkSrnern streuen sich auch MuscovitblStt-
chen ein. Die Bruchflachen erscheinen oft mit lauter welli-
gen Unebenheiten versehen. AufTallend ist die grosse Arinuth
an organischen Resten, unter welchen ich nur sparliche un-
bestimmbare Pflanzenreste entdecken konnte. Noch einer
petrographischen Modification des Sandstein mit einigen Wor-
ten zu gedenken, diirfen wir nicht unterlassen; ich meine
nUmlich die ausgezeichnet schieferigen Varietaeten, deren
Roth nicht selten etwas in's Grauliche hiniiberspielt. Die
Schieferung ist mitunter eine so vollkommene, dass sich das
Gestein mit Leichtigkeit in die diinnsten Tafeln spalten
l&sst; die grosse Aehnlichkeit mit den bei S511, St. Johann,
Pillersee unter ahnlichen Verhaltnissen auftretenden Wer-
fenerschiefern mag uns wol jeden Zweifel uber die
Identitat und ZusammengehGrigkeit beider Gesteinsarten be-
heben, zudem erinnere ioh mich, dass auch v. Hauer in seiner
geogn. Karte von Tirol fur die Gesteine der "Wildschflnau
ebeuso, wie fur die andern schieferigen Sandsteiqe des S611-,
Pillerseeer- und Salzachthales, die Bezeichnung wWerfe-
nerschiefer* gebraucht. Besonders liber den Conglomeraten
treffen wir diese Schiefer in deren unmittelbarer N&he,
typisch entwickelt sind sie beispielsweise nordSstlich von
Oberau in einem kleinen Graben, dann rechts an der Fahr-
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strasse nach Hopfgartrn unweit Itter u. a. a. 0. Ganz
dieselbe Gesteinsfolge findet sich auch ausserhalb der Wild-
schSnau, so bei Fieberbrunn, wo von Prof. Pichler folgendes
Profil beobachtet wurde: 1. bunter Sandstein typisch entw.
2. Werfenerschiefer 3. Conglomerate 4. Schwazerkalk und
Thonschiefer u. s. w. * (Neaes Jahrbuch far Mineral u. s. w.
1875 p. 930.) In tektonischer Beziehung enthiillt der
bunte Sandstein unseres Territoriums ein viel einfacheres and
durch weit weniger Complicationen gestortes Bild, als diess
in den Nordalpen der Fall zu sein pflegt Mit geringen
Abweichungen kSnnen wir fast durchgehends sein Streichen
als ein ostwestliches bezeichnen, nor im ostlichsten Bezirke
begegnen wir raannigfachen Veranderungen der Streichlinie;
die Scinch ten, deren Machtigkeit gering zu nennen ist, sind
aus ihrer sohligen Lage aufgerichtet, der Neigungswinkel zum
Horizont wechselt, erscheint aber im Allgemeinen conoordant
zu den begrenzenden Schichtencomplexeu, es wird also die
Fallrichtung eine vorherrschend n5rdliche sein, mitunter aber
auch gegen S. O. oder W. bin divergiren kSnnen. W&hrend
ich von Dislocationen nichts zu verzeichnen habe, sind es
andererseits Biegungen und Faltungen im Westen der Wild-
schSnau, bei Thierbach, die ich mit wenigen Worten be*-
sprechen will. Dort wurde der bunte Sandstein durch jungere
und altere Bildungen in 2 Aeste getrennt, welche ungefahr
V2St. nordflstl. von dem obgenannten Ddrflein wiederum
versehmelzen. Dem von der Holzalpe herabstreichenden
bunten Sandstein finden wir beil&ufig x/% St. unterhalh jener
Alpe Schiefer eingelagert, ganz von dem Habitus der WUd-
schSnauerthonschiefer, ich stehe auch nicht an, ihn als sol-
chen zn bezeichnen, demselben lagert sich aber gegen Suden
gelbliche Bauchwacke vor, welcher in siidl. Richtung der
bunte Sandstein folgt Zur Erklftrung eines derartigen Baues,
nitlssen wir eine Faltung, eiue Muldenausfiillung und Luft-
sattelbildung voraussetzen. Eine ganz analoge Erscheinung
^iedarholt swh beim Kienzenhoferkogl nSrdl. von Thierbach,
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dessen Felsgebilde, dem Muschelkalk angehSrig, void bunten
Sandstein ums&umt werden.
Nach Vereinigung beider St&mnie fallt der bunte Sand-
stein rasch znr WildschSnauerache ab, um sich an deren
rechtem Ufer allm&hlig zu den mit Wiese und Wald ge-
schmflckten H5hen des Bembergerjdchls za erheben, weiter
im Osten von Oberau dann kSnnen wir die Kuppe ,auf
dem Joch* (4C), den Brucker- und W5rglerberg, sodann
den Brachkopf als ihm angehSrig betrachten; in besonderer
Machtigkeit entwickelt er sich eben erst hier im Osten der
W5rgler-Ache, wobei noch erw&hnt werden muss, dass die
Karte des mont. Vereins fiir Tirol und Vorarlberg denselben
gerade in dieser Gegend etwas zu sparsam eintragt, denn
bunter Sandstein steht auch noch jenseits des Weges, der
uns von Niederau nach Hepfgarten fuhrt, an. Geringere
Abweichungen von der kartischen Darstellung erweisen sich
auch an andern Stellen; so ist der Streifen des bunten
Sandsteins an der W5rglerache viel zu breit gezeichnet;
auch das zum bunten Saudstein gehorige Conglomerat hat
jene Karte nicht vergessen, allein ein Blick darauf mag ge-
niigen, um das Mangelhafte in der Punctirung zu entdecken.
Die Gebirge des Buntsandsteins zeichnen sich durch
sanfte gerundete Formen aus lebhaft contrastirend mit den
schroffen, nachbarlichen , dolomitischen Zinnen. Der Ver-
witterung kraftigen Widerstand entgegenbringend erSffnen
auch sie, wie die angrenzenden Schiefergebirge, nur selten
eine felsige Stelle, im Gegentheil tragen sie tiberall die
flppigste Flora. —
V. MuscheUcaOo.
Das 2. triadische Glied bietet uns keiue Veranlassung
zu ausftkhrlicher Beschreibung. Wir haben seiner bereite
oben gedacht bei Gelegenheit der Bespreehung tiher die
LagerungsverhUltnisse des Buntsandsteins. Auch hier muss,
wie in den Nordalpen, Rauchwacke als untere, eigentl. Mu-
schelkalk als obere petrographische Facies dieser Abtheilung
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verzeichnet werden. Die Rauchwacke hat ihr charakteri-
stisches Aussehen bewahrt, als luckiges und sehr thoniges
Dolomitgestein von gelblicher oder braunlicher Farbe treffen
wir sie fast durchgangig nur untergeordnet entwickelt, ja
raitunter ganz ausfallend. Aufschlusspunkte waren unter
andern die Gegend westl. von Thierbach (vergl. oben), dann
an der W6rgler-Ache (5a), sie muss abar auch dein bunten
Sandstein siidlich von Thierbach sich einlagern, za welchem
Schlusse niich das Yorkommen von nicht seltenen Roll-
stiicken im Weissenbach und andern Wildbachen, welche
aus jener Gegend kommen, fuhrt. Den Muschelkalk (5b)
erkennt man in seiner schwarzlichen oder grauen Farbe, mit
der das Weiss durchziehender Kalkspathadern angenehm
wechselt. Von organischen Resten erwahne ich die charak-
teristische Gyroporella pauciforata, welche man in Form von
Ringen und Cylinderchen nicht selten sehen kann, besonders
dann, wenn das Gestein bereits der Verwitterung anheim-
gefallen. Seine Machtigkeit ist immerhin gering.
VL Keuper.
Aus dieser in den Alpen so mannigfaltig gegliederten
Abtheilung sind fiir uns nur die untern Carditaschich-
ten oder Partnachschichten von Interesse, denn sie sind
es, welche vorwaltend in Form von Do lo mi ten mit unter-
geordneten Schieferthonen und Mergeln unser Gebiet
beherrschen, wahrend die h6hern Etagen des Keuper erst
jenseits des Innthales auftauchen. Wenden wir nun unsere
Aufmerksamkeit den Dolomiten der Partnachschichten (6) zu,
so begegnen uns hier sehr wol charakterisirte und einem
auch nur halbwegs geiibten Auge immerhin leicht erkennbare
Gresteine. Ich will der Begriindung meiner Ansicht, ver-
m9ge der ich sie den untern Carditaschichten zurechne, ihren
petrographischen Habitus vorausschicken. Es sind feinkor-
nige bis dichte und dadurch von den inehr grobkornigen
Schwazerkalken abweichende Dolomite von vorwiegend
hellgrauer Farbe, was besonders von den hohern Lagen
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gilt, wahrend iin tiefern Nieveau mehr ein dunklgrauer
Farbenton zum Ausdruck gelangt, die Verwitterung aber
vermag das Grau in Weiss zu Vi?rwandeln. Ganz eigen-
thfimlich ist ihnen auch die Spaltbarkeit, oder besser gesagt;
die Fahigkeit sich in sehr kleine scharfkantige unregelmassig
polyedrische Stiicke zu zerkltiften; obwol sie an und fiir
sich compact erscheinen, erblickt man doch nicht selten
Lucken und Poren, deren Wande mit glanzenden weissen
Dolomitrhomboederchen ausgekleidet sind; wegen der Fein-
heit des Korns entbehrt der Dolomit des perlmutterartigen
Schimmers, der hier nur noch in dem zuckerartigen Glitzern
einigen Ersatz findet. Die grosse und nicht zu leugnende
Aehnlichkeit dieses Gesteins mit dem bei Rattenberg vor-
kommenden, eine Aehnlichkeit, welche auch dem fliichtigen
Auge des Laien nicht entgeht, der Zusammenhang, der in
dieser ganzen Gebirgsart, welche gleichsam als ein Zug von
Rattenberg bis Worgl verlauft, nirgends verwischt erscheint
und den ich nicht nur von der dem Innthal zugewendeten
Seite aus, sondern ebenso von ruckwarts iiber die M auk-
nerStz nachweisen konnte, sind wichtige Griinde, die mich
bestimmen die besprochenen Dolomite der Wildschonau als
den untern Card-Schichten angehSrig zu betrachten, da eben
die Gesteine bei der Festung Rattenberg, sowie weiter gegen
Westen die schwarzlichen oft aber gerade wiederum hell-
grauen und mit den unsrigen v5llig Qbereinstimmenden Do-
lomite des Matzenk5pfl von Prof. Pichler den untern
Card-Schichten einverleibt wurden, wozu ihn das Vor-
kommen von Cardita crenata in den eingelagerten
schwarzblauen Mergeln, sowie die Lagerungsverhaltnisse, die
besonders in der Gegend von Brixlegg aufgeschlossen sind,
berechtigen. (Zeitschrift des Ferdinandeums in den Beitragen
zur Geognosie Tirols 3. Folge 186H). Zu den angegebenen
Grunden kommt aber noch ein weiterer ebenso fur die Iden-
titat der Wildsch5nauerdolomite mit denen von Rattenberg
sprechender, es ist das die Erzfiihrnng; bekanntlich besteht
am Matzenkttpfl ein Bergbau auf Fahlerz, Bleiglanz und
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Pyrit, nun aber begleiten diese Erze die Dolomite fiber die
Gegenden von Ziminermoos and Mauknerotz bis in
die Wildschonau, alte verfallene Stollen und verwachsene
Schutthalten erinnern noch heute an die den Knappen holde
Vergangenbeit. Versteinerungen freilich fuhren diese Ge-
steine nirgends, wol aber die ihnen eingelagerten schwarz-
lichen Schieferthone und Mergel, in welchen ausser der schon
erwahnten Card. cren. die Halobia rugosa bei Brixlegg
sich fand. Von Mineralien treffen wir, nebst den obgenann-
ten Erzen, Kalkspath in Formen welche wesentlich durch S s
beherrscht werden, wozu sich % R, 00 R haufig gesellen.
In der Architektonik dieses Gebirgsgliedes zeigen
sich keine besonderen Verwicklungen. Die mit glatten ebenen
Begrenzungsflachen versehenen Schichten, deren Machtigkeit
nie gross genannt werden kann, sind sammtlich aus der
sOhligen Lage emporgerichtet und ergibt sich als Mittelwerth
fur den Einfallswinkel 45°. Die Fallrichtung ist durch-
schnittlich eine nOrdliche, mithin gerade entgegengesetzt der-
jenigen, welche bei Rattenberg beobachtet wird; eine Ab-
weichung dieses sonst constanten Verhaltnisses konnte ich an
der Sstlichsten Grenze bei Wflrgl wahrnehmen, wo die
Schichten gegen NW, einflelen# Die Richtung des Streichens
ergibt sich aus dem Gesagten von selbst Als Folgen und
zugleich Belege flir Storungen in der Lagerung nnserer
Dolomite haben wir dann auch die nicht seltenen Vexwer-
fungsspalten und Rutschflachen aufzufassen; dagegen vermisst
man grossere Faltungen, Gewolbe oder Mulden.
Die Verbreitung ist eine verhaltnissmassig ausge-
dehnte, von Westen heriiberstreichend behaupten sie bis sum
Authalbach zi mlich constant ihre Machtigkeit, deren
Mittelwerth sich auf 2000m belauft, von hier ab w&dist
dagegen die Machtigkeit des Buntsandstein auf ihre
Kosten, welcher sich unterhalb Worgl bis rum Innthak
vordrangt Diese Gesteine sind es, welche, vermSge ihrer
Briichigkeit, den wilden, schroflFen Theil des Thales darstel-
len, geraubt ist hier dem Auge jener wohlthuende and
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— 145 — •
erquickende Eindruck eines liickenlosen Pflanzenteppichs, an
den es sich so bald gewohnt hatte; die bald von dunklem
Fichtengriin, bald von kiihlendem Buchenlaub beschatteten,
immer, aber durch hellgraue steil abstiirzende Felswande,
liber die sich schaumende Wasserfalle ergiessen, schon von
feme erkennbaren Bergformen bilden die nordliche Scheide-
wand unseres Thales gegen das Gelande des Inns. Ueberall,
wo der Einwirkung der Atmospharilien Rauin geschafft ist,
sehen wir reichlieh Schutt herabstiirzen, dessen gef&hrliche
und verderbliche Wirkungen da und dort zu Tage treten;
durch tief eingerissene Schluchten brausen die Gewasser der
Kundlerache, des Gfellenbaches, des Authalbaches und der
WSrglerache liber ihr steinernes Beet deni Inn zu, wahrend
an ihrem steilen Ufer sich der Wanderer den Eingang in das
bliihende Alpenthal erspaht.
Jenseits des Brixenthales am Kaisergebirge k5nnen wir
die besprochenen Dolomite wiederfinden (Pichler, Beitrage
zur Geogn. Tirols, Zeitsch. des Ferd. 3. Folge, Seite 40)
gleichwie dieselben im Westen nach kurzer Unterbrechung
von Rothholz bis Schwaz zu verfolgen sind, von wo sie mit
buntem Sandstein und Muschlkalk auf das linke Gestade
des Inn tibersetzen, urn in der Dmgebung von Innsbruck
wieder zum Vorschein zu kommen.
In der kartischen Darstellung entsprechen wol die
Contouren, nicht aber die Bezeichnungen ,unterer Alpenkalk*
(Karte des geog, mont. Ver.), jGuttensteinerkalk* (in
v. Hauer's Karte).
Mit diesen Dolomiten erreioht auch die continuirliche
Reihe der Sedimentformationen auf dem Gebiete, dessen Be-
schreibung ich mir zur Aufgabe gemacht, ihren Abschluss
und hat man deren Fortsetzung jenseits der Weitung des
Innthales zu suchen, wo sich dieselbe auch wirklich in den
aus der Tertiardecke des Angerbergs aufragenden Chemni-
zienkalken luckenlos gegeben findet.
Anhangsweise muss noch der beiden quartaeren Forma-
tionen gedacht werden.
Ferdinandeums-Zeitschrift. 10
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FZ7. Diluvium.
Das Diluvium hat auch in der Wildschtfoau untrug-
liche Spuren hinterlassen, was wol nicht befremden kann,
treffen wir ja auch in den weit vom Centralstock entfern-
ten und von ihm scharf geschiedenen Nordalpen Gesteins-
trftmmer aus dein ersteren. Die zur Sprache kommenden
Diluvialgebilde theilen sich in die erratischen Bl5cke
nnd in die GerClle. Die petrographische Unterscheidung
ergibt, dass erstere vorherrschend aus Gneis der Central-
alpen bestehen mit granitischer Strucktur und susgezeichneter
Spaltbarkeit, welche ihnen auch den Namen „Buchsteine*
beim Volke eingetragen hat, sie finden denn auoh zweck-
m&ssige Yerwendung als Treppen- und Gesimssteine; seltener
sind Hornblende- oder Glinimerschiefer, u. s. w. Die.GrGsse
derartiger meist scharfkantiger und unregelmfissig gestalteter
BIBcke differirt, w&hrend die kleinstsn das Volum eines
Cub-Meters repraesentiren erreichen manche 5 Cub. M. und
mehr, meist sind sie jedooh bis auf eine gewisse Tiefe ein-
gegraben, was besonders von den gr5ssern gilt, und zur
Untersch&tzung ihres wirklichen Umfanges Yeranlassung gibt
Immer aber sind die eratischen Blftcke mehr vereinzelnt,
wenn auch manche Gegenden eine grdssere Anzahl derselben
aufzuweisen vermogen. Yon erw&hnenswerthen Fundst&tten
m5gen hier einen Platz finden: die Gegend zwischen Muhl-
thal und Thierbach, der westliohe Bergabhang von Auffach
bis Miihlthal, sowie in der Thalsohle im Osten des Miihl-
thals gegen Oberau, dann am Fahrwege von letztgenanntem
Dorfe in das Innthal beim Bauerugut BMoosenB, ferner
am Fussweg yon Niederau naoh W5rgl u. s. w. Einer
andern Form diluvialer Reste begegnen wir in den GerOllen,
welche theils isolirt auftreten, theils aber in formlichen
Schichten sich abgelagert und die mannigfaltigsten den Cen-
tralalpen entlehnten Gesteine aufzuweisen haben.
Besonders hat sich im Westen der Wildsch5nau bei
Thierbach, dann im Osten um Hopfgarten und Itter der
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Diluvialschotter ni&chtig angehauft; die Dimensionen solcher
Rollstiike sind iminer viel kleiner, als die der erratischen
BlOcke, die S5hligkeit der Schichten hat sich meist unver-
wischt erhalten.
VIIL Alluvium.
Die Gebilde dieser Formation (7) begleiten, wie fiberall,
die fiiessenden Gewasser, ihre petrographische Natur stimmt
mit den Felsarten, welche der betreffende Bach in seinem Laufe
berfihrt, ihre Menge richtet sich nach dem Gef&lle des
Wassers, nach dem grSsseren oder kleineren Widerstand,
welchen eine Gesteinsart dem corrodirenden Einflusse der
Atraosph&rilien entgegenbringt; wir k5nnen daher die BiN
dung von Alluvialschutt in jenen zuletzt gesohilderten Dolo-
miten verhaltnissmassig am reichlichsten vor sich gehen sehen,
wir finden z. B. rechts an der Landstrasse ausserhalb Kundl
gegen den Weiler „Grub* einen Dolomitschuttdamm, wel-
chen eine far solche Tiefe (520 m) ungew6hnliche Vegeta-
tion schmiickt, es gedeiht hier Pinus Mughus und Rhodo-
dendron hirsutum in fippiger Fiille. M&chtig erf&llen Ge-
rftllmassen das Beet der Gebirgsb&che im Westen der Wild-
sohBnau, unter welchen der Weissenbach ganz besonders er-
w&hnt zu werden verdient, da er uns jene breccienartigen
Conglomerate des Schwazerkalkes in kolossalen Rollstiicken
liefert; verschiedene Schiefer, Sandsteine, Dolomite und
Kalke fuhren die tibrigen Gew&sser unseres Bezirkes ihrer
Bestimmung entgegen, nm gar nicht zu sprechen von dem
viel reichhaltigeren, aber ohne diess bekannten, Alluvium
des Inn.
Eruptive Formation.
An diese Betrachtung der Sedimentformationen erlaube
ich mir noch die Beschreibung eines der WildschSnau spe-
cifisch eigenthiimlichen Eruptivgesteins zu kniipfen. Schon
im Jahre 1868 erregten in einem Bach bei Niederau vorge-
fundenen Gerdlle die Aufinerksamkeit Prof. Pichler's, der
10*
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dann auch hierftber berichtete and das Gestein far Gabbro
ansprach (Jahrbuch der k. k. geol. Reichsanst^ XIX. Band
1869 Seite 212).
£8 warden seither keine bestimmten and zuverlassigen
Daten ftber das Anstehen des Gesteins geliefert Der
BW5hrenbach* nun, dessen Namen ich so wiedergebe,
wie ich ihn yon den Lenten geh5rt, bot inir die sichere
Spar zar Entdeckung der Lagerst&tte unseres Gabbro (8),
welche ich auch auf der sogenannten Nattersbergeralpe
im Quellgebiete jenes Baches vorfand. Es ist wol mangel-
haft and anangenehm bei der Untersuchung uber die petro-
graphischen and genetischen Verhaltnisse eines Eruptiv-
gesteins nnd seiner Begleiter auf die Mikroskopie ganz ver-
zichten zu mttssen, zumal bei dem gegenw&rtigen Stand-
punkt dieser Wissenschaft, wo sich dieselbe auch auf dem
Gebiete der Gesteinskunde so fruchtbringend und epoche-
machend Bahn gebrochen, allein es ist diese Unterlassong
fur mich zur Nothwendigkeit geworden, da dem mineralo-
gisch-geognostischen and dem physikalischen Gabinete hiesi-
ger Universitat die Mittel zu derlei Studien fehlen. Ich bin
also angewiesen, mich auf die makroskopische Beobachtung
zu beschr&nken.
Im Gefolge des Gabbro erscheinen, wie tiberall, so auch
in der Wildsch5nau, andere Felsarten, sodass wir auf Grand
der petrographischen Distinction eigentlich vier verschiedeoe
Gesteine vor uns haben, deren specielle Beschreibung vor-
auszuschicken, wir fftr angemessen erachten, am dann ea
desto klareres Bild fiber ihre gegenseitige Association,
fiber ihre Architektonik und Genesis gewinnen za
kOnnen.
Das wichtigste aus diesen vier Gesteinen ist unstreitig
der eigentliche, normale Gabbro, wenn ihm aach k
quantitativer Beziehung nicht der erste Platz gebuhrt Br
bildet ein granitischkBrniges Gemenge aus einem Plagiokfcs
und Diallag, hat also eine ganz normale Zusammensetsomg
Der Plagioklas, tibertrifft an Quantitaet den DiaUog; er
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— 149 —
erscheint krystallinisch ziemlich feink5rnig, aber iminerhin
nicht dicht, in Adern and Nestern auch sehr grobk5rnig, oft
mit deutlicher Zwillingsstreifung. Sein spezifisohes
Gewicht bel&uft sich auf 2, 59 im frischen, 2. 81 im zer-
setzten Zustande, in diesem letzteren Falle wflrde sich also
sein sp. Gewicht dem des Saussurites (2, 99 oder 3, 2
— 3, 4) n&hern, wenn auch nicht gleichkommen. Mit einer
weissen, meist weisslichgranen Farbe verbindet er dentliohen
Glasglanz, oft in den Perlmutterglanz geneigt, welchem ihm
aber die fortschreitende Zersetzung mehr und mehr benimmt,
wodurch er zuletzt ein ganz mattes Aussehen gewinnt, Thon-
geruch verkundet die begonnene Kaolinisirung. Der L5th-
rorflamme setzt er den kr&ftigsten Widerstand entgegen
und kann als beinahe unschmelzbar gelten, Schwefels&ure
I5st Ihn nicht Allein alle diese Merkmale werden den
Zweifel tiber die Natur unseres Feldspathes nicht lftsen,
dazu w&re wol eine vollstandige Analyse oder eine mikro-
skopische Untersuchung unerl&sslich ! H5chst wahrscheinlich
haben wir es hier mit einem theilweise zu Saussurit um-
gewandelten Labrador zu thun, womit sich eben auch die
oben angedeuteten Eigenschaften in Einklang bringen liessen,
zumal ein derartiger Uebergang zwischen jenen beiden Feld-
spatharten auch durch die mikroskopischen Beobaoh-
tungen F. ZirkeTs und H. Rosenbusch*s best&tigt wird.
Ersterer erblickte in dem Gabbro von Ebersdorf in Schle-
sien AnhHufungen undurchsichtiger, weisser K5rnchen, durch
deren massenhaften Eintritt die Feldspathindividuen porzellan-
*weiss, opak, saussuritartig werden; die erste Mittheilung ftber
eine solche Uinbildung des Labrador machte G. Rose (H.
Bosenbusch die mikroskopische Beschaffenheit der Min. u.
Gest 1873, S. 442.) Wenden wir nun unsere Aufinerk-
samkeit auf den 2. Bestandtheil, den Dial lag, so treffen
wir an ihm nichts Ungew5hnliches. Seine bald grOssern,
"bald kleinern tafelfbrmigen Krystalle, deren 00 P 00 dem
Beobachter den metallisch perlmutterartigen Schimmer ent-
gegen sendet und im Umriss ein langliohes Sechseck dar-
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— 160 —
stellt, zeigen ausgezeichnete Spaltbarkeit nach der Querflache
and nieist braane mitanter graugriine Farben, welche sich
auch auf verschiedene Stellen eines nnd desselben Krystalls
vertheilen k9nnen. Die Anordnung der Individuen befolgt
kein Gesetz, ihre Menge variirt, oft stdsst Tafel an Tafel,
was natilrlich wiederum nicht ohne Ruckwirkung auf die
allgeineine Farbe des Gesteins bleiben kann. Durchzogeo
wird dasselbe von Adern feines Plagioklases, der dann ein
deutlich k5rniges Geftige annimmt Dieses w&re mithin der
normale Gabbro der Wildsch5nau.
Enge mit ihin verkniipft und der Verbreitung nach ihn
iibertreffend sehen wir ein anderes Gestein, welches sich uns
als ein metamorphosirter Gabbro zu erkennen gibt.
Nicht so scharf geschieden sind hier die Gemengtheile, als
dies beim erstern Gesteine der Fall war, unter ihnen bemer-
ken wir vor Alleui sehr deutlich den Dial lag mit air den
karakteristischen Merkmalen, wie wir sie oben geschildert;
jedoch sind seine Individuen bedeutend grflsser und reichli-
cher vorhanden. Die verzerrten Hexagone, welohe eine zarte,
durch eine minder vollkommene Spaltungsrichtung (nach
00 P> 00 P 00) erzeugte Faserung erkennen lassen, and
nun eingebettet in eine grau- bis schwarzlichgrune, dichte,
schuppige Masse, von ausserst geringer Harte, sie ist audi
sehr milde, fettig anzufQhlen und hat Fettglanz. Es ist wol
kein Zweifel, dass wir es hier mit Ghlorit zu thun haben,
der ganz die Rolle des Plagioklases ubernommen, den wir
jetzt freilich umsonst im Gresteine suchen, dessen fruhere
Existenz aber, doch angenommen werden muss, auf Grand
dessen aber auch die Bildung von Chlorit ihre Deutung er-
fUhrt, woher h&tte sonst letzterer seine Al, da an eine Zu-
fuhr derselben doch nicht gedacht werden kann, der Diallag
aber eine thonerdefreie Varietaet des Augites ist, dessen zu-
fJLlliger Al Gehalt, wenn wir auch einen solchen voraus-
setzen wollten, nie ausreichen wiirde zur Gonstituirung del
Chloritformel. Zudem entspricht das quantitative Verhaltniss
der Al iin Labrador oder Saussurit sehr wol dem des
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Chlorites. Woher kamen nun die andern Bestandtheile des
Chlorites, woher die Mg, das Fe? Der Diallag war es, der
dieselben liefern konnte, and wir sehen denn auch wirklich
auf Kosten desselben sich die chloritische Masse entwiokeln
und vergrSssern, seine Krystalle sind oft theilweise zerstBrt,
ihre Lamellen getrennt und gekrummt, ihr Glanz verwischt,
ihre Farbe verandert. Metamorphosirendes Agens ist hier,
wie in so vielen ahnlichen Fallen, das kohlens&ureh<ige
Wasser, wodurch die Ealkerde oder vorhandenen Alkalien
abgefiihrt, das Residuum dagegen hydratisirt wird. Der
bei diesem Umbildungsprocesse iiberflussig gewordene Kalk
wird entweder in Lflsung entfernt, oder es erfolgt sofort sein
Niederschlag, daher sehen wir auch auf den Chloritschuppen
nicht selten feine, weissliche Ueberziige, welche mit Salz-
saure heftig aufbrausen, und dadurch ihre Kalknatur ver-
rathen, ihre Menge w&chst mit dem Fortschreiten der Zer-
setzung von Diallag. Unsere Annahme tlber diese Bildung
von Chlorit aus der Feldspathmasse findet aber auch in
den mikroskopischen Untersuchungen ihre Best&tigung.
Rosenbusch gedenkt in seiner Physiographie der petro-
graphisch wichtigen Mineralien Seite 356 dieser Erscheinung
und fQhrt an, dass der Feldspath des Gabbro von Spalten
und Rissen durchzogen werde, in denen sich eine schuppige,
griine, chloritartige Masse abgesetzt und er glanbt, dass
diese Gebilde auf Kosten des Plagioklases entstan-
den seien. Da ferner der Eisenoxydulgehalt des Diallages
im Verhaltniss zur vorhandenen Magnesia gering ist, im
Chlorit aber diese beiden Yerbindungen nahezu in gleichen
p. Ct erscheinen, so bleibt bei der Umsetzung ein Ueber-
schuss von Magnesiasilikat, dieser Ueberschuss hat sich dann
thatsSchlich in unserem Gabbro verkSrpert, er ist es, wel-
cher in Form zarter Nadelchen und Fasern von weisser
Farbe mit seidenartigem Schimmer, als Ghrysotil, Spalten
nnd Lflcken des Gesteins erfUllt ; wie bekannt erweisst sich
die chemische Formel des Serpentinasbestes identisch mit
der des eigentlichen Serpentins (Mg, 3 Si 2 + 2 H), er kann
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— 152 —
fiiglich als eine auf dem Wege zur Krystallisation begriffene
Varietaet desselben gelten, von der es weiterhin fest stent,
dass sie aus thonerdefreien Hornblenden und Augiten,
zu welch' letzteren der Diallag zahlt, sich herausbildet Sein
Vorkommen in der WildschSnau war dfen Mineralogen langst
bekannt. Seine Stellung im Gemenge ist eine mehr acceso-
rische, nicht gleichm&ssig mischt er sicb unter die andern
wesentlichen Bestandtheile, sondern vorwaltend inTrumern
durcbsetzt er das Gestein, welcbe Form gerade fur den
Chrysotil so charakteristiscb ist.
Die Verwitterung erzeugt auf dein Gestein oft gelb-
Jjche, rothe Flecken, welcbe der hOhern Oxydation des Eisen-
oxyduls ihren Ursprung danken. Im iibrigen ist dieser
Gabbro, den wir wol mit Recht einen metamorphen ge-
nannt, sebr weich und miirbe, eine Folge seiner Zasammen-
setzung. Mit Riicksicbt auf den Vertreter des Plagioklases
scheint kein Name zutreffender, als Chloritgabbro, unter
welcher Bezeicbnung ibn auch Prof, Picbler (1. c.) erwahnt
Scbauen wir nun etwas n&her auf den Verlauf dieses
Gesteins an Ort und Stelle, was bemerken wir dann? Immer
sparlicher glanzt uns der metallische Diallag entgegen, immer
dunkler und matter, immer gleichfftrmiger wird das Gremenge,
es schwindet der bunte Wechsel der Farben, endlich beginnt
sich eine Art Schieferung in der schuppigen Masse einzu-
stellen und siehe da, wir haben einen ganz biibschen Chlo-
ritschiefer vor uns, dessen Schwarzgrun hie und da durch
eine weisse Kalkkruste erhellt wird. Die ubrigen Eigen-
schaften desselben darf ich an dieser Stelle ubergehen, da
sie ohne diess mit denen des Chlorites vollkommen uberein-
stimmen und ich ausserdem schon oben bei Besprechung des
Chloritgabbro darauf hingewiesen habe. Dieser Grefahrte des
Chloritgabbro reprasentirt die dritte zu erorternde Felsart.
Daran schliesst sich noch eine vierte, welche allgemein
far Serpentin angesehen wird und deren Auftreten in der
WildschSnaus vielfach schon bekannt sein diirfte, auch
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Liebener gedenkt in seinen »Mineralien Tirols* dieses
Fundortes.
Jedoch gewahrt man selbst bei fliichtiger Betrachtung
sogleich, dass der Serpentinmasse zahlreiche Diallagtafeln
orilnungslos eingelagert sind, dass wir es also nicht mit
einem einfachen, sondern mit einem gemengten Ge-
steine zu thun haben. Der Dial lag hat alle seine Merk-
male bewahrt, daber wir fiber ihn hinweg der serpentinisoben
Masse unsere Aufmerksamkeit schenken wollen. Diese hat
freilich ein Ansseben, das eber an Basalt mahnen wiirde,
ihre Textar ist feinkornig bis dicht; ihre Farbe grauschwarz
bis schwarz, ibr Brucb glanzlos, das specifisohe Gewicbt
erreicht eine ungewShnliche H5he 2, 89 — 3, 19, wahrend
der normale Werth fur Serpen tin 2, 5—2, 6 ist. Aller-
dings bezieht sich die Bestimmung des specifischen Gewich-
tes nicht auf die reine Serpentinmasse, sondern auf ihr Ge-
menge mit Diallag, allein nichtsdestoweniger kSnnte ein so
hoher Werth sich nie ergeben, wenn man erwagt, dass das
specifische Gewicht des Diallag 3, 2 — 3, 3 betrftgt, dass
letzterer an Quantit&t in dera Gemenge dem Serpentin weit
nachsteht; also muss dieser Serpentin noch irgend ein anderes
Mineral von grSsserem specifischen Gewichte in sich ber-
gen. Die Magnetnadel nennt es uns, sie wird bei An-
n^herung eines Handsttickes heftig aus ihrer Buhelage ge-
rissen. Dass auch Thonerde an der Zusamraensetzung theil-
nimmt bekundet ihr Geruch. Die dunkle Farbe aber, das
verh<nissm&ssig bobe spezifische Gewicht, endlich die mag-
netiscbe Attractionskraft siud uns gewichtige Zeugen fOr die
Gegenwart von Magneteisen, welches in mikroskopischen
KSrnchen eingesprengt sein muss, da die mikroskopische
Untersuchung dasselbe nicht erkennen lfisst. Auf Bruch-
flachen erblickt man nicht selten eine rothbraune Rinde von
Eisenoxydhydrat.
Wenn wir auch nicht geneigt sind ein derartiges Ge-
stein mit dem Namen „Gabbro* zu belegen, wie es wol
beim wahren Gabbro der Italiener gescbieht, so w&re doch
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eine die Zusarainensetzung oharakterisirende Bezeichnung,
etwa Diallagserpentin nicht fiberflussig. So viel fiber
die vierte Gebirgsart
Die Gabbrogesteine der Wildsch5nau lassen eine stok-
fSrmige Lagerung nicht verkennen, wiewol es nicht angieng,
die Conturen dieses Stockes, mithin dessea Form and Gr6sse,
deren Bestimmung auch sonst auf grosse Schwierigkeiten
stflsst, des Naheren zu ermitteln, da nur sein Ausgehendes
sich iiber die umhiillenden Wildschonauerschiefer erhebt So
weit nun eine Beobachtung zu Tage moglich war, w&ren die
Dimensionen ausserst gering, im Querschnitt etwa von l&ng-
lichrunder Form; zwar musste die Gabbromasse jedenfalls
eine raachtigere gewesen sein, daftir spricht noch die Menge
der Rollstiicke, die wir nicht nur in kolossalen Dimensionen
in der Nahe ihres urspriinglichen Lagers, wo sie einen
nunmehr von Alpenmatten bedeckten Damm zusammensetzen,
antreffen, sondern auch in weiteren Entfernungen das Beet
des Baches erfullen sehen, der jenem Gebiete entquillt.
Wenn gleich die Gabbroinsel so klein ist, so lasst sich doch
nicht l&ugnen, 4ass sie schon von der Feme die Aufmerk-
sarakeit des Beschauers auf sich lenkt, dank der ihr eigen-
thiimlichen Struktur, welche an dieser St&tte, wo lanter
Schiefer die Umgrenzung bilden, am so augenf&lliger sein
muss, und dank der unregelm&ssig polyedrischen
Zerkluftung, welche auch die Bedingung fur die Abfuhr
so gewaltiger GerOllmassen sein musste.
Ueber das Alter dieses Gabbro lSsst sich wenig sagen,
nur so viel steht fest, dass er j linger ist, als die Wild-
schonauerschiefer, welche er durchbrochen. Seine eruptive
Natur erschliesst sich aus der Tektonik aus der scharfen
Saheidung vom Nebengestein, wobei keine den Uebergang
vermittende Zwischenglieder auftreten, endlich auch noch aus
dem Einfluss, den er an der unmittelbaren Contactgrenze
auf die Thonschiefer ausgeubt, ein Einfluss, der zwar nicht
bedeutend aber immerhin merklich ist und sich in einer
Frittung der Schiefer kundgibt, wodurch dieselben Schiefer-
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— 155 -
struktur und Spaltbarkeit eingebiisst, daftir inehr dicht split-
terig and scharfkantig brechend, ich mftchte sagen dem
Basaltjaspis ahnlicb geworden sind. Die drei ersteren von
mir oben geschilderten Gesteine bilden in ihrer Association
die eruptive Insel. Wahrend wir die Art und Weise der
Verbindung zwischen Chloritgabbro und Chloritscbiefer, denen
wir eine urspiiinglich eruptive Abkunft, aber eine spatere
Umwandlung zugedacht haben, schon frflher beriihrt, erubrigt
uns noch des normalen Gabbro zu gedenken. Dieser setzt
gangartig im Chloritgabbro anf, seine Masse grenzt sich
scharf ab von, der des metamorphen Gesteins, ohne Ueber-
g&uge zu bilden, wir haben also hier wol ein Beispiel einer
an derselben Stelle wiederholten Eruption, was wir bei
andern massigen Gesteinen nioht selten zu beobachten Ge-
legenheit haben. Beide Felsarten sind, abgesehen von der
spateren Metamorphose, ihrem Charakter nach gleich, sie
unterscheiden sich eben nur durch mehr zuf&llige Struktur-
verh&Unisse, durch die relative Menge und Gr5sse ihrer
Gemengtheile. Dem Alter nach muss natiirlich der normale
Gabbro j linger sein, sein Auftreten setzt die Gegenwart des
chloritischen Gesteins voraus, ob aber letzteres schon damals
sich im metamorphen Zustande befend, als die zweite Erup-
tion erfolgte, oder nicht, lasst sich nicht so ganz bestimmt
entscheiden, obwol ich mich ersterer Ansicht zuneigen mftchte,
da bei einer nachtrfiglichen Umwandlung die Erhaltung der
scharfen Scheidung beider Gesteine, welche sich auch in den
Ein- und Ausbuchtungen an den Saalbandem unverwischt
erhalten hat, nicht leicht erkl&rbar w&re. Contact-Erschei-
nungen konnten keine bemerkt werden.
Den allmahligen Uebergang des Chloritgabbro in Chlorit-
scbiefer habe ich an einem Punkte Schritt fQr Schritt ver-
folgen kSnnen, bin jedoch nicht in der Lage iiber dessen
locale Verbreitung Nftheres zu berichten.
Nun noch einige Worte liber den Diallagserpentin.
Dieses Gestein konnte ich leider nicht aufgeschlossen finden,
jedoch legt die Vergesellschaftung seiner Rollstiicke mit
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— 156 —
denen des Gabbro die Vermuthung nahe, dass es auch seine
Lagerst&tte mit dem letzteren theile. In so feme mfissen
wir vorderhand auch anf eine Erl&uterung seiner Lagerungs-
verhaltnisse und seiner Association verzichten, auch riick-
sichtlicb der Genesis l&sst sich nur hypothetisch sprechen.
Der Gehalt an Diallag l&sst die Annahme einer indirekten,
auf Metamorphose gegrttndeten Entstehung nicbt unbe-
recbtigt erscbeinen.
Dass regenerirende Kr&fte bier gewirkt haben, b&-
weist wol das vorhandene Magneteisen, ja dieses m5chte
uns sogar verleiten, diesen Serpentin in jene erste Gruppe,
der eigentlichen Serpentine zu stellen, welche nach v. Drascbe
(Mineralogische Mittheilungen gesaminelt von G. Tscbermak
1871 I. 2.) alle aus Olivin entstanden ein Netzwerk von
Magnetitadern zeigen und zu ihren treuen Gef&hrten den
Bronzit, Bastit oder Diallag zahlen dabin geb5rt der Matreier-
und auch der Brixlegger- (richtiger aus dem M&rzengrund
im Zillertbal) Serpentin, welcher auch makroskopischen
Diallag fiibrt. Allein in Ermanglung einer Untersuchung
im polarisirten Lichte muss jedes bestimmte Urtheil aus'
bleiben. Wie durch die Arbeiten Tschermak's (Sitzungsber.
der Wiener-Akademie LVI. 18r>7, I. Abtbeilung, Julibeft, 1.)
und Sandberger's (Neues Jahrb. f. Min. u. s. w. I860,
385 und 1867. 171) die Bildung von Serpentin haupt-
sachlich aus Olivin, durch Roth (Abhandlung der Berliuer-
Akad. 1870) auch aus andern tbonerdefreien Mineralien,
so aus Diallag, endgiltig festgestellt wurde, so erscheint
mir gerade Letzteres fiir unsern Serpentin am naturlicbsten,
wobei sich die Ausscheidung von Magneteisenerz auch ganz
naturgem&ss ergeben wlirde, denn der Diallag hfilt beilSufig
10% Fe, welches bei seiner Umsetzung in Serpentin theil-
weise iiberfliissig wird, dazu kommt noch, dass die p. Ct
an Mg beim Diallag nur ein Drittel von denen des Serpen-
tin ausmachen, wesshalb zur Bildung einer bestimmten Menge
von Serpentin dreimal so viel an Diallag erforderlich wird,
woraus aber wiederum ein gr5sserer Ueberschuss an Fe
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— 157 —
resultiren wird, den dann bei theilweiser h5herer Oxyda-
tion der Magnetit liefert. —
Selten wol hat man einen Gabbro gefonden, der nicht
yon Serpentin begleitet gewesen ware, welch' letzterer durch
Uebergfinge uiit ihm verbunden erscheint. Aufangs nur in
dtinnen Aederchen nnd KnStchen zwischen die andern Ge-
mengtheile sich einschiebend, w&chst alsbald seine Quantit&t,
bis er sogar fiber Labrador und Diallag herrschend wird und
dieselben bis zur Unkenntliohkeit zersetzt. Beispiele hieftir
haben wir genug, so in Wallis, bei Florenz, in den Vogesen,
bei Rosswein in Sachsen u. a. 0.
Das ist es, was im Verein mit obigen Erwagungen die
Ansicht, dass der Diallagserpentin der Wildschonau als ein
umgewandeltes Gabbrogestein zu betrachten sei, noch mehr
best&rken darf, vielleicht soil der Gehalt an Aluminia, der
sich beim Anhauchen gleich verrath, noch an den Plagioklas
erinnern.
Unbescheidenheit ware es nun, in vorliegender Arbeit
einen Abschloss auch nnr zu wahnen. Jeder, der seine
Schritte in die Berge gelenkt, urn dort geognostische Studien
zu machen, wird sich gewiss bewusst sein der Schwierig-
keiten, die ihm dabei aufgestossen, wird sich bewusst sein
der Tftuschungen, deren jede Beobachtung unterworfen sein
kann, zumal im Beginne einer solchen Th&tigkeit Dieser
Gedanke nun ist es, der mich ermuthigt, der mich hoffen
l^sst, man werde auch die Lucken und Gebrechen meiner
Untersuohungen milde beurtheilen.
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Die Apiden Tirols.
Fortsetzung and Schluss.
Von
Dr. Karl y. Dallatore,
k. k. Professor in Linz.
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Die Apiden Tirok
(Fortsetzung and Sohluss.)
4. Anthophora Ltr.
1 (34) A. pilipes Fbr. (Sch. XIV. 169 N. 1; Sm. 204
N. 2). Auf bliihenden Pflanzen im Mai und Juni,
besonders (J.
N. Innsbruck (Kv) ; Husslhof und Weiherburg (M) ; Hottinger-
bflchl (Mai 9 und (5) auf Lamium purpureum bis
600™ ; Kranebitten (Mai 9) &uf Anchusa Officinalis;
Mtihlau (Juni cS und 9). botanischer Garten (Juni cS)
auf Salix-Arten, Hall (<5 PrR) und wohl noch ander-
warts.
S. Brixen ((5 P.M), Villndss (Juni 9) Trient (^ DrB).
2 (25) A flabellifera Lep.
S. Meran (Lep.)
3 (36) A. aestivalis Pnz. (Sch XTV, 169 N. 2). Seltener
als vorige und vel mehr einzeln.
N. Gallwiese (M); Kranebitten (Mai 9 R) &uf Anchusa
officinalis und Lamium purpureum ; Hottingerbiichl (Mai c$);
Berg Isel (Juni <3 und 9) aQf Astragalus Onobrychis
zahlreich; GStzens (Juni 9); Hall (bes. (J PR) Maria-
stein bei Kufstein (Aug. 9) auf Trifolium und Kitzbuchl
(Aug. 9).
S. Brixen (Juni (5), sehr kleine Form.
var. meridionalis Krb (i. L), um Hall (9 PR) und
Matrei (Mai (5)> Jenbach — Achenthal (Sch).
5 (38) A. nidulans (Fbr) Lep. (Sch. XIV. 169 N. 5)
S. Gries bei Bozen (Aug. 9) und Riva (Sept A. Krb.)
4 (39) A fulvitarsis Lep. (Sch. XIV. 169 N. 4).
N. Innsbruck; Berg Isel (Juni 9) auf Astralagus Onobrychis.
Feidinandeums-Zeitschrift. 11
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— 162 —
6 (39) A. garrula Rossi (Sch. XIX, pg. 277).
S. Uni Bozen ziemlich haafig: Eisakauen and Haslach
(Aug. 9 Kxb); Gries (Aug. <3 un* 9)» Tscheipea-
thurm (Aug. (5 R).
7 (40) A. albigena Lep. (Sch. UIX. p. 277).
S. Bozen (Mor. Btg.), linkes Eisakufer, Gries und Tschei-
penthurm (Aug. 9 DT und R); Haslach (Aug. 9 R);
Riva (Sept 9 A Krb).
var. nigrothorax m. Scheitel und Thorax mit schwarzen
Haaren: Sarnthal (Sept 9 Krb).
8 (41) A. parietina fbr. (Sch. XIV. 169 N. 6).
N. Zirl, Gdtzens (M); Weiherburg (Mai 9) mit mannlieher
Behaarung; Sellrain und Gotzens (Juli <3 und 9);
Weiherburg, an einer unter senkrecht aufsteigenden Felsen
gelegenen Stelle, wo Wasser herabrann, von und zu
fliegend; leicht und zahlreich mit dem Netze zu erbeuten.
(Mai 9 R) — samnitlich rein schwarz mit rothem
After und auf den ersten Blick einer Hummel nicht
un&hnlich; amFluge jedoch schnell und leicht zu erkenneiL
Gnadenwald bei Hall (M).
S. Meran und Passeier (P.H).
var. Schencki m. (Schenck. Berl. Eat Ztg. X. 320. n 3) : Berg
Isel (Juli 9) auf Scabiosa Columbaria & Astragalus
Onobrychis.
9 (42) A. quadrimaculataFbr. (Sch. XIV. 169; N. 7;
Sm. 205. N. 3).
N. Berg Isel (M); Stiokelesteig (Juli 9) wahrend der
gr5ssten Mittagshitze 2 9 nach einander auf ein weisses
Eleid angeflogen, reichlichst um und um mit Pollen too
Origanum und Thymus beladen.
S. Stilfser Joch (Rogh. Juli).
10 (43) A. furcata Pnz (Sch. XIV. 169. N. 8; Sm.
206, N. 4).
N. Innsbruck (ZUM) Egerdach (M); Matxei (Juli 9) auf
Salvia verticillata.
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— 163 —
S. Zwischen St Leonhard and Rabenstein (Aug. $ R);
Trient (Juni 9)-
5. Saropoda Ltr.
1 (44) S. bimaculata Pnz. (Sch. XIV. 169. N. 1;
Sm. 199 N. 1).
N. Innsbruck (P. H.).
6. Tetralonia Spin. ,
1 (45) T. lythri Schok (Sch. XXL 280 N. 2)/
S. Trient (<$ DrB).
2 (46) T. malvae Rossi (Sch. XXL 279. N. 1).
S. Sigmundskron bei Bozen (Aug. <3).
3 (47) T. salicariae Lep. var: alboclypeata m: clypeo
albo und flavoclypeata m, clypeo flavo — unterein-
auder am Sigmundskron bei Bozen (Aug. <3 DT u. R).
4 (48) T. pollinosa Lep, (Sch. XXL 280. N. 3).
S. Oivezzano im Valsugana (<3 Dr.B).
5 (49) T. ruficornis Fbr.
S. Lugano im Fleimsthale (Mor Btg).
7, Eucera Scop.
1 (50) E. longicornis Scop. (Sch. XIV. 170. N. 1;
Sm. 197 N. 1). Haufig und zahlreich wie allerw&rts
vom Mai an; bes. (5).
N. Arzl, Gallwiese, Lans, Rinn, Oberperfuss, auf trockenen
Wiesen (M); Zirl (Juni 9) auf Cirsien; Berg Lsel
(Juli (5) auf Astragalus Onobrychis und Aenger am
Inn (Juni (5) auf Vicia — zahlreich Thaurer Schloss
(Mai (5) auf Salvia officinalis — in Garten; Hall (PH);
steigt bis 1800 ".
S. Brixen ((5 P M); Bozen (^ PG und Rgh); Trient und
Toroegno. ((J 9 B).
8. Sjrstropha Ltr.
1 (51) S. ourvicornis Scop (Sch. XIV. 170 N. 1).
S. — nicht besonders haufig: Bozen ((5 PG), Haslach,
11*
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— 164 —
t (Aug. (5 Akrb) Siegmundskron (Aug. $ $) Gries
(Aug. (5 9 R) Tscheipentliurm (<3 R); fiberallMann-
chen doppelt zahlreicher als Weibchen.
9. Meiiturga Ltr.
1 (52) M. clavicornis Ltr.
S. Bozen (Mann, ef Rgh.)
10. Melecta Ltr.
1 (53) K. armata Pnz (Sch. XTV. 172 N. 1 punctata
K; Sm. 156 N. 2).
N. Innsbruck, Matrei und Weiherburg (M) botanischer Gar-
ten (Mai (5 9) auf Lamium purpureum; darunter 1 $,
dessen beide ersten Cubitalzellen verwachsen, also durch
keine Querader getrennt sind; H5tting (Mai 9 R)-
S. Brixen (Juni 6) in Weing&rten auf Thymus pannonicos.
2 (54) M. luctuosa Scop. (Sch. 172 N. 2; Sm. 155.
N. 1).
N. Berg Lsel, (Juni, Juli 9) ^uf Astragalus Onobrychis ahl-
reich; Kranebitten, (Juni 9) auf Potentilla anserina und
Salvia pratensis; Guggenbiohl (Mai (J K) auf Hyacin-
thus orientalis.
S. Brixen (Juni 9) auf Thymus pannonicus und Cirsinm
oleraceum mit voriger Art; Bozen (Rgh) und Paulsner-
h5hle trage auf Golutea arborescens (Pg. 9)* Meran
(PH) Trient ($ DrB).
3 (54) M. fasciculata Spin.
S. Brixen (9 PM) Civezzano (9 DrB).
4 (55) M. nigra Spin, (nee Lep) = aterrima Lep.
S. Doss Trento bei Trient (9 DrB).
11. Crocisa Ltr.
1 (56) Cr. scutellaris Pnz.
S. Bozen Rittnerhorn (Sept <3 AKrb).
2 (57) Cr. histrio Ltr.
S. Bozen (Mann ef Rgh.)
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— 165 —
12. Epeolus latr.
1 (58) E. variegatus L (Sch. XIV. 173. N. 1; Sm.
p 148. N. I).
S. Haslach und Weg zum Rittnerhom bei Bozen (Aug. <3
9 Krb);Ultenthal (£ Pg).
2 (59) E. speciosus Grst (Ent. 719. Stett XXX 158.).
= luctuosus Ev.
S. Urn Bozen haufig (Mor. Btg.); auch bei Trient (Juni 9)*
13. Nomada Fbr.
1 (60) N. succincta Pnz (Sch. XIV. 173. N. 1; Sm.
142. N. 24).
N. Stains nnd Thaur (M); Stubai (Aug. <3).
var. mixta m. die 3 erstenGliederderFutthlergleisseloben
schwarz, Schienen und Tarsen grosstentheils roth; bei
Innsbruck ((5 Kr) und im Achenthale ((J Sch.);
var. flavifrons m. Stirnmakel gelb: Bozen (<3 Pg).
2 (61) N. alternata K (5 (Sch. XTV. 175 N. 2 marsha-
mella K 9 Sm. 138 N. 21). Selten.
N. JKtting. (Mai (5) au^ Stellaria media.
S. Bozen (Mann cf. Rgh).
3 (62) N. lineola Pnz (Sch. XIV. 177 N. 3; Sm. 138
N. 21).
N. Hofgarten und Pulverthurm (M); Milit&rfriedhof (Juni $)
auf Lathyrus latifolius.
4 (63) N. sexfasciata Pnz (Sch. XIV. 180. N. 5;
Sm. 141. N. 23).
S. Eppan (Juni PH).
5 (64) N. Jacobaea Pnz (Sch. XIV. 181. N. 6; Sm
137. N. 20).
N. NockhSfe (M) bei 500*; Matrei (Juni 9).
6 (65) N. rufioornis L (Sch. XIV. 183. N. 8; Sm.
118* N. 1). Wohl die h&ufigste Art dieser Gattung.
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- 166 —
N. Pulverthurm, Altrans, Matters (M); Stabai (Jnni $)
Hall (9 PR), Schwaz (Juni $)
S. Bozen (Mann cf Rgh); Trentino (# B) und Riva ($
DrB); von daselbst eine ausserst kleine Form.
7 (66) N. lateralis Pnz (Sch. XIV. 186. N. 10; Sm.
120. N. 2).
N. Stams bei Telfe (M); Weiherburg (Juni 9) aufEchinm
vulgare.
8 (67) N. alboguttata HSch. (Sch. XIV. 189. N. 15 oh.)
N. Vill (M).
9 (68) N. ferruginata K (Sch. XIV. p 190. N. 16;
Sm. 134. N. 17).
N. Igels und Wilten (M); Hall (9 PR); Stubai (Juni 9)
auf Sambucus Ebulus.
10 (69) N. germanica Pnz (Sch. XIV. 191. N. 17;
Sm. 134. N. 17).
S. Gampen bei Bozen (9 Pg) bei 1700 *».
11 (70) N. guttulata Schck. (Sch. XIV. 192. N. 19
flavoguttata K).
N. B&rh5fen bei Egerdach (M); Kerschbuchhof (Juni <5)
auf Greranium sanguineum.
12 (71) N. flavoguttata K (Sch. XIV. p 194 N. 21
Fabriciana L).
N. Reichenau (M).
13 (72) N. decorata Krb. (Verh. zool. bot. Ges. 1875).
S. Riva (9 DrB).
14. Pasites Jur.
1 (73) P. maculatus Jur. (Ent Ztg. Stett XXX. 140.
N. 1).
S. Bozen (Mann cf Rgh.)
i
15. Phileremus Latr.
1 (74) Ph. punctatus fbr. (Ent. Ztg. Stett XXX. 142.
». 1).
S. Meran (P. H).
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— 167 —
16. Ceratina Ltr.
1 (75) C. oucurbitina Rossi. (Ent Ztg. Stett. XXX.
173. N. 1).
S. Bozen beim Haslacher Steinbruch, (Aug. 9 AKrb);
Gries, Virgl, Tscheipenthurm, St Leonhard-Rabenstein,
Sigmundskron u. s. w. (Aug. (J Q DT und R) sehr
haufig; Meran (Grst) auf Centaurea paniculata; Eppan
(P. H) die Weibchen ungleich zahlreicher.
2 (76) C. egregia Grst (Ent. Ztg. Stett. XXX. 176.
N. 2). Aus Tirol (Grst 1. c.)
3 (77) C. dentiventris Grst (Ent. Ztg. Stett. 178. N. 3).
S. Meran (Mor Btg) Gries bei Bozen (Aug. (5)
4 (78) C. gravidula Grst (Ent Ztg- Stett 179. N 4).
S. Meran (Aug. 9 Grst lc). auf Centaurea paniculata.
5 (79) C. cyanea K. (Ent Ztg. Stett 181. N. 5).
S. Gries bei Bozen und Eisakufer daselbst (Aug. $, 9
DT und R) auf Melilotus arvensis und Medicago.
6 (80) C. callosaPbr. (Ent. Ztg. Stett 182. N. 7).
S. Tirol (Schck XXI. 203); St. Leonhard im Passeier.
(Aug. S R). •
17. Xylocopa Latr.
1 (81) X. violacea Poda (Ent Ztg. Stett XXXTT.
275. N. 1).
N. Hungerburg, V5ls, Kerschbuchhot (M), bis fast 1000*;
Friedhof von Innsbruck (Juni 9) auf Lathyrus pratensis;
Hall ((5 P. R) und Ficht (M).
S. Viel haufiger als in Nordtirol: Brixen (Juni $ (5), be-
sonders Abends, am Graben; Bozen (Grst) sehr h&ufig
auf Veronica spicata: Gries, Tscheipenthurm, Gries,
Siegmundskron. (9 S ^* un(* ^) zu Dutzenden in den
dortigen Herrschaftsgfirten: Erzh. Heinrich, Toggenburg
u. s. w. (Juni); Meran (Grst) Arko (Sept 9 &rt>) todt
auf der Strasse liegend.
2 (82) X. valga Grst (Ent Ztg. Stett XXXTT, 276.
N. 2).
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— 168 —
S. Brixen (Juni 9) aaf Iris and Ornithogalum: Bozen
(Grst) auf Veronica spicata mit voriger, Tscheipthurm
(Juni (5). Gegen X. violacea der Zahl nach %0.
3 (83) X. cyanescens (Brulle) Grst (Ent Ztg. Stett
279. N. 3).
S. Bozen (Aug. 9 (5 Gist); Tscheipenthtqrm (Aug. <3 B)
17. Ehophites Spin.
1 (84) Rh. quinques pinosus Spin (Schck. XTV. 170.
N. 1).
N. Innsbruck (ZUM); Kerschbuchhof (Juli <3) und Fiecht
(Aug. (5) auf Stachys.
19. Halietoides Nyl.
1 (85) H. dentiventris Nyl. (Schck. XIV. 207. N. 1),
N. Am Wege zwiechen dem Rechenhof und der Thaureralpe
bei 1000™ (Juli 9) auf Hieracium pilosella; Steinacher-
joch (Juni 9) auf Dryas octopetala.
2 (86) H. paradoxus Mor. Praderalpe (9 Mor) auf
Phytheuma Scheuchzeri.
20. Panurgus Pnz.
1 (87) P. ursinusL (Schck. XTV. "397. N. 27 ater Ltr;
Sm. 115. N. 2). Mehr im Mittelgebirge als in der Thai-
sohle; manchmal mit folgeuder, doch viel seltener (etwa
10%); oft mit 2 Meloe larven.
N. AJtrans (Juli Q)> Rinn und Judenstein (Juli 9 ($)•
Volderthal (Aug. (5), Nauders (Ko).
S. Am Wege zum Rittnerhorn (Aug. 9 (5- £*) ^d Hel-
alpe im Passeier. (Aug. 9 (5 ^)-
2 (88) P. caloaratus Scop. (Schck. XIV. 206. N. 1.
lobatus Fbr); Sm. 114. N. 1.; Verbreitet und massenhaft
wie von voriger oft 2 — 3 Meter lange Strecken des
Weges mit L5chern und Erdhaufchen vollauf fiberzogen,
in denen sie zu Dutzenden aus- und einfliegen — und
in deren N&he sie besonders von Synantheren Pollen
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GoogI
J
— 169 —
sammeln. Unter etwa 200 gesammten Exemplaren 4
9 und 7 (5 m^ Moloe Larven.
N. Husslhof, Thaur, Prugelbau, Egerdach, (M); auf den
Bahnd&mmen bei Arzl, um Natters, Gdtzens, Lans,
Judenstein (Juni — Aug. 9 (5)5 Absam, Zirl, Voider-
thai bei 1200™ und hi. Wasser 1500m; Kaiserpyramide
auf Crepis, Georgenberg bei Schwaz; Kafstein, Maria-
stein und Neuberg; Uutersberg und Brenner. — (Juni
Sept. (5 9)* Erstere zu letzteren im Verhaltnisse
20: 1.
S. Bozen: tiberall gemein: Gries, Siegmundskron, Tschei-
penthurm, Passeier u. s. w. (Aug. $ DT und R);
Nogari (DrB) im Trentino.
var (^ nigricornis m; an tennis totis nigris. Gelegentlich
— an fast alien Fundstellen mit voriger, doch seltener;
zur Art im Verhaltnisse von 1: 10.
21. Dnfourea lep.
1 (89) D. vulgaris Schck (Sch. XJV. 206. N. 1).
N. Lans, Gfltzens (Aug. Sept 9); hi. Wasser (Aug. 9)
auf Hieracium Pilosella und Prunella.
S. St Leonhard-Rabenstein (Aug. 9 R) bei 1200™.
2 (90) D. alpina Mor. FranzenshShe bei 2300 m und
Ober-Engadin. (Mor Btg).
22. Dasypoda Ltr.
1 (91) D. hirtipes Fbr. (Sch. 208. N. 1; Sm. 112.
N. 1). In Sudtirol ungleich haufiger als in Nordtirol
und zwar die <3 in dreifach uberwiegender Zahl gegen
die 9-
N. Innsbruck (PH); Saggen (Aug. Q); zwischen Kufstein
und Sewi (Aug. (J) auf Cirsien.
S. Um Bozen sehr gemein: Haslach, Eisakauen, Sigmunds-
kron, und Kalvarienberg (Aug. 9, <5 Krb), Tscheipen-
thurm, Gries, (Aug. (5 9 DR); Brixen und Klausen
(Juni (5), Meran (Aug. 9 *&*) und Passeier (Sept
(5 R); CSvezzano (<3 DrB).
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— 170 —
23. MelitteK (1802) = Cilissa Leach (1812).
1 (92) M. leporina Pnz. (Sch. XIV. 209. N. 1: tricincta
K; Sm. 110. N. 2).
N. Gallwiese, Arzl and Oberperfuss (M); Allbach bei
Brixlegg and Angeth bei Kufstein (Aag. 9) auf CSrsien;
einzeln.
S. Brixen (Joli (J), Haslach (Joni $) and Sigmundskron
(Aug. (J).
2 (93) M. melanara Nyl. (Sch. XIV. 200. N. 2). Am
Bodensee — auf Lythrum Salioaria (Gir. Verh. z. b. G.
XIII. 17); wohl auch noch anderw&rts.
3 (94) M. haemorrhoidalis Fbr. (Sch. XIV. 210.
N. 2; Sm. 109. N. 1).
N. Landeck (Aag. Rgh).
S. Zwischen Bozen and Rittnerhorn. (Aag. 9 A. Krb).
24. Maeropis Pni.
1 (95) M. labia ta Pnz. (Sch. XIV. 209. N. 1; Sin. 107.
N. 1).
S. Sigmundskron bei Bozen. (Aag. (5 R).
25. Panurginus Ngl.
1 (96) P. montanas Gir. (Verh. z. b. G. 1861. 453).
Im Gebirge Tirols haufig (Mor Btg).
N. Kaisersaule am Zonderkopf (Jali (5), Steinacher-Joch
(Jnni (5), Brennerbad (Mor Btg).
S. Franzensh5he and Praderalpe (Mor. L a Rgh).
26. Andrena Ltr.
1 (97) A. hattorfiana Fbr. (Sch. XIV. 234. N. 1; Sm.
50. N. 1).
N. Berreiterhof (M); Stabai (Juni 9), Fiecht (Aug. 9).
S. Bozen (Mann cf. Rgh).
var. haemorrhoidalis E.
N. Gftrberbach and Friedhof bei Innsbruck; Gfttzens (Jali 9)
auf CSraien.
S.t Condino (ZUM).
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— 171 -
2 (98) A. Schrankella Ngl. (Sch. XIV. 234. N. 2),
B&rhof bei Ambras (M).
3 (99) A. cingulata K. (Sch. XIV. 235. N. 3; Sm.
55. N. 7). Achenthal (Aug. 9 Sch.).
4 (100) A. Cetii Schck. (Sch. XIV. 235. N. 4 margi-
nata Fbr; Sm. 56. N. 6).
N. Hohlweg am Berg Isel (Aug. 9) &uf Onopordon acan-
thium; und bei Kufetein (Aug. 9) auf Hieracium
pilosella.
S. Haslach und Siegmundskron bei Bozen (Aug. 9 A. Erb).
5 (101) A. f lore a Fbr. (Sch. XIV. 236. N. 5 rubricata;
Sm. 54. N. 4).
S. Aus Sudtirol (ZDM); Torcegno (9 DrB); Bozen (Mann
cf Rgh).
6 (102) A. alpina Mor. FranzenshShe bei 2300* (Mor
Btg. Rgh). auf Campanula rotundifolia.
7 (103) A. rosae Pnz (Sch. XIV. 236. N. 6 Sm. 61.
N. 2).
N. Patsch (M); H5tting (Mai '$) auf Capsella bursa
pasterns — mit 2 Stylopsiden, und auf Weiden, bes. (J ;
Stubai (Aug. 9)» Walchsee bei Kufstein (Aug. (5) und
Nauders (9 <$ K).
S. Riva (ZUM).
var. 7 Sm. Nauders ( 9 Krv) mit Stylops zwischen Segm.
4 und 5; HQttingerbfichl (Juni (J) auf Ranunculus acris.
8 (104) A. eximia Sm. (Sch. XIV. 236. N. 7; Sm.
52 N. 3).
N. Hofgarten, Eckhof bei Oberperfuss und Volders (M);
Botanischer Grarten (Mai (5) auf Stellaria media; Natters
(Juni (5) anf Oentaurea Scabiosa).
S. Riva (ZUM).,
9 (105) A. flessae Pnz (Sch. XIV. 237. N. 8).
N. Patsch (M) Hall ($ 9 PR); Fiecht und Kufstein
(Aug. (5).
S. Brixen (9 PM), Partschins und Zielalpe (Aug. (5 R).
bei 700 m,
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— 172 —
10 (106) A. cineraria L (Sch. XIV. 237. N. 9; Sm.
58. N. 9).
N. St Maigarethen im Gnadenwald bei Hall, 600™; (M).
Natters (Juni 9) auf Rihes grossularia.
11 (107) A. carbonaria Chr. (Sch. XIV. 237. N. 10.
pilipes fbr; Sm. 59. N. 10).
S. Brixen (9PM); Torcegno (9 DrB) vorige Art daselbst
vikariirend.
12 (105) A. nasuta Gir. Tirol (Juni. Gir).
13 (109) A. ovina King (Sch. XIV. 237. N. 11. prar
tensis Nyl).
N. Volderthal (Juni 9), Stubai (Juni 9) Breittenbach
bei Rattenberg (Juni <3) auf Waiden; Achenthal
(Aug. 9).
S. Brixen (Juni (5).
var: leucothorax HSch. Nordtirol (ZUM).
14 (110) A. Rogenhoferi Mor. Pasterze und Franzeoa-
h5he (Rgh. cf Mor Btg.)
15 (111) A. nitida K. (Sch. XIV. 237. N. 13. Sm. 61.
N. 12).
N. Pulverthurm, LanserkSpfe (M); Stubai (Juni <$ V);
Efttting (Mai (J R) auf Weiden, Fiecht (Juni (J) Achen-
thal (Aug. (5 Sch), Kitzbuchl (Aug. 9). Nauders
(9 Krv.)
S. Condino (ZUM).
16 (112) A. thoracica Fbr. (Sch. XIV. 237. N. i&
sub; Sm. 60. N. 11).
N. Botanischer Garten (Aug. 9) an? Anchusa paniculate;
Kitzbuchl (Aug. 9) auf Echium vulgare.
S. Siegmundskron, Gries bei Bozen (Aug. 9 R) 5 Meran (PH).
17 (113) A. trimmerana K (Sch. XJV. 237 N. 14;
Sm. 72. N. 25).
N. Kranebitten (Juni $) auf Berberis vulgaris, Achenthal
(Aug. 9 Sch.), Nauders (<3 Krv). •
S. Itovereto (PH).
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— 173 —
18 (114) A. apicata Sm. (Sch. XIV. 238. N. 15. Sm.
77. N. 21). Vollenberg (M).
19 (115) A. nigroaenea K. (Sch. XIV. 239. N. 16;
Sm. 71. N. 24). Reohenhof (M); H5ttingerbiiohl ( Juni $),
auf Lamium purpureum.
20 (116) A. atriceps K (Sch. XTV. 239. N. 17. tibialis
K; Sm. 70. N. 22).
N. Vols (M); H5ttingerbiichl (Juni <3) auf Weiden und
Ranunculus acris; Absam (Juni <3), auf Berberis vul-
garis und Ribes grossularia.
S. Rovereto (PJ5).
21 (117) A. simillima Sm. (Sm. 78. N. 33). Trafoi
(Juli. Rgh).
22 (118) A. nigriceps K. Am Wege zum Rittnerhorn
bei Bozen. (Sept 9 Krb).
23 (119) A. fulva Schck. (Sch. XIV. 240. N. 18; Sm.
64. N. 16).
N. H5ttinger-Au (M); Stubai (Mai 9) auf Trifolium
pratense.
S. Trient (9 DrB), Rovereto (PH).
24 (120) A. haemorrhoa Fbr. (Sch. XTVi 240. N. 19.
albicans K; Sm. 62. N. 14).
N. Unterperfuss, Gfltzens (M); Gallwiese (Juni 9)» Stubai
(Juni (5), Hallerau (M) Nauders (Krv (J).
S. Villnosserthal (Juni 9) auf Cornus sanguinea; Meran
(PH), Trient (9 DrB).
25 (121) A. fulvesoens Sm. (Sch. XIV. 241. N. 21;
Sm. 89. N. 48).
N. Innsbruck (9 (3 Kjv)- auf Disteln; Stiftalpe im Volder-
thale (Juni (5) zahlreich, Kitzbuchl (Aug. 9)«
S. Bozen ((5 PG) Trient am Doss Trento. (9 DrB).
26 (122) A. varians Rossi, Pnz. (Sch. XIV. 242.
N. 23. Sm. 69. N. 21). Hall (^ PR), Nauders (£ Krv).
27 (123) A. clypearis NyL (Sch. XIV. 243. N. 26).
Trafoi (Rgh).
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28 (124) A. Gwynana K (Sch. XTV. 243. N. 27; Sm.
67. N. 18). !)
N. Botanischer Garten (M); Stubai (Juni 9)-
S. Meran (PH).
var: testaoea m tibiis posticis testaceis: Seefeld
(Sept 9) auf Raphanus sativus.
29 (125) A. marginalia Schck. (Sch. XIV. 246. N 30).
H5ttingerbuohl (Juni <3 R) auf Ranuncalus acris.
30 (126) A. praecox Scop (Sch. XIV. 247. N. 32
Smithella K; Sm. 76. N. 30. 9). Miihlau (Mara <5)
auf Salix alba Katzchen; Breitenbach bei Ratteuberg.
(M&rz (5), ebenso; Matrei (M).
31 (127) A. fulvicrusK (Sch. XIV. 249. N. 33; Sm.
86. N. 44).
N. Hottingerau (Marz 9) au^ Ranunculus acris.
S. Bozen (Mann cf Rgh).
32 (128) A. extricata Sm. (Sch. XIV. 249. N. 34.
fasciata (Wsm) Schck; Sm. 87 N. 45). Husslhof (M)
Botanischer Garten (April 9 6)'y auf Paeonia iinifolia;
Georgenberg (M), Achenthal (Aug. (J Sch.) Naudeis
(<5 9 KT7).
33 (129) A. denticulata K (Sch. XIV. 249. N. 35.
Listerella K; Sm. 81. N. 36). 2)
N. Innsbruck: G5tzens (Aug. 9) auf Umbelliferen; H5tting
(Mai 9) auf Veronica Buxbaumii; selten.
S. Am Wege zum Rittnerhorn und Kalvarienberg bei
Bozen. (Sept 9 Krb).
34 (130) A. pubescens Fbr. (Sch. XIV. 250. N. 36.
fuscipes Sm. 79. N. 54). Meran (PH).
35 (131) A. albicrus K (Sch. XIV. 251. N. 39; Sm.
91. N. 50). Botanischer Garten (Juni 9 (5) auf Spiraea
aruncus und Grepis rubra; Hdtting (Mai $) auf Chei-
ranthus Cheiri.
!) Traunstein (Aug. J).
*) Traunstein (Aug. <f ) auf Symphoricarpo* raoemosa.
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- 175 -
36 (132) A. Coy tana K. (Sch. XXI. 299. N. 15; Sm.
94. N. 53). ') Umgebung von Innsbruck (9 PH); Kuf-
stein gegen Sewi (Aug. 9) auf Cardnus: Trafoi (Bgh.).
37 (133) A. labialis K (Sch. XIV. 251 N. 40; Sm.
92. N. 51).
N. Keith bei Zirl (M); Friedhof von Innsbruck (Juni 9),
Hall ((J PR).
S. Bozen (Mann cf Rgh).
38 (134) A. xanthura K (Sch. XIV. 252. N. 43; Sm.
106. N. 68).
N. Stubai(Juni 9); Lanserkopf (Juni (J)Gfttzens (Jnni 9).
auf Vicia sepium.
S. Bozen (Mann cf Rgh).
39 (135) A. Wilkella K (Sch. XIV. 252. N. 44. Sm.
105. N. 67). ViU (M).
40 (136) A. fuscata K (Sch. XIV. 254. N. 47; Sm.
100. N. 61).
N. Berg Isel (Juni 9 (5) au^ Astragalus' Onobrychis;
Stubai (Juni 9) J 9 viel zahlreicher.
S. Haslach bei Bozen. (Aug. 9 $, R).
41 (137) A. convexiuscula K (Sch. XIV. 255. N. 48;
Sm. 102. N. 63). Gfttzens (M); Kufetein (Aug. 9).
Bozen (Mann cf Rgh).
42 (138) A. Lewinella K (Sch. XIV. 258. N. 51; Sm.
105 N. 66).
N. Pnlverthurm (M); Zirl (Juni 9) auf Bosa canina and
Berg Isel (Juli 9); Stubai (Juli 9); Kitzbiichl (Aug. 9)
and Sewi Sacharang bei Kufetein (Aug. 9 ) aQ? &***-
taurea Scabiosa.
S. NoganS bei Trient (9 DrB) Stets nur 9 (pro-
pinqua Schck).
42 (139) A. Collinsonana K (Sch. XIV. 260. N. 55.
proxima K; Sm. 104. N. 65).
') Traanstein (Aug. J).
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— 176 —
N. HStting and Weiherburg (Juni <3) auf Potentilla anse-
rina; Kufctein (Aug. <3) auf Senecio Jaoobaea.
S. Bozen (9 Pg).
44 (140) A. analis Panz. (Sch. XIV. 261. N. 57. ful-
vicomis Schck?; Sm. 95. N. 54). Umgebung von Inns-
bruck (9 PH).
S. Gries bei Bozen (Aug. 9)-
45 (141) A. ventralis Imh. (Isis. 1832. 1206. N. 17).
Nauders ($ Krv).
46 (142) A. lucens Imh. (Mitth. pfw. ent Ges. 1866.
p. 17). Meran (PH); Nogari (9 DrB).
47 (143) A cyanescens Ngl. (Sch. 261. N. 59). Tum-
melplatz bei Innsbruck (M); Stubai (Juni 9)-
48 (144) A. potentillae Klg. Figgenhof bei Inns-
bruck (M).
49 (145) A. aeniventris Mor. Mer^n (Mor); auf Um-
belliferen; Bozener Kalvarienberg (Aug. 9 Krb).
50 (146) A. nana K (Sch. XIV. 261. N. 60; Sm. 97.
N. 56).
N. Hall ((5PR); und Mils (Aug. 9 $) auf TrifdUum
pratense. Gries bei Bozen (Aug. (5).
51 (147) A. parvula K (Sch. XIV. 262. N. 62; Sm.
96. N. 55). Wilten, Dalla Torrehot Rothenbrun im
Sellrain (M); Hottingerbuchl (Mai 9) auf Potentilla
verna; Lanserkopfe (Juni 9)> Trafoi (Rgh).
S. Klobenstein bei Bozen (Aug. 9 B).
52 (148) A. minutula K. Aus Sfldtirol (PH).
27. Halictus Ltr (Hylaeus Fbr.)
1 (149) H. sexcinctus Fbr. (Sch. XIV. 280. N. 1).
Diese Art, deren 9 *m Verhaltnisse 1: 2 zu den <5
stehen, findet sich ziemlich haufig vom Juni bis in den
Sp&therbst hinein, auf Cynareen, insbesonders Carduus,
Cirsium, Onopordon.
Urn Innsbruck sehr h&ufig (PH; Sept 9 Krb); Altrans,
G5tzens, Unternberg, Spitzbtichl (M); Ampas, (Sept $)
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— 177 —
auf Foeniculum vulgare; Berg Isel (Aug. <3) auf Cen-
taurea scabiosa, Gonyza squarrosa; Absam (Juli 9) auf
Lathyrus silvestris a. s. w.; Stubai (Juni (J) and am
Sillfoll bei Wilten (Juli Aug. $, 9); Achenthal
((5 Sch.) Kufetein (Aug. 6) auf Cirsien and Lamiam
maculatum.
S. Brixen (Juni 9) auf Onopordon acanthium; Bozen:
Haslach, Eisakauen, Kalvarienberg (Aug. 9 (5) Nogare
(9 DrB).
2 (150) H. scabiosae Rossi (Sch. XIV. 280. N. 1 sub.)
S. Trentino (<3 DrB); Riva (Spt <3 AKrb).
3 (151) H. quadricinotus Fbr. (Sch. XIV. 280. N. 2.
quadristrigatus Ltr).
N. Husslhof, Weiherburg, Arzl (M); Brennerstrasse bei
Innsbruck (Aug. Sept <3 Krb); GQtzens (Juli Aug. 9)
auf Cirsien, Natters (Sept (J), Arzl (Mai 9) anf
Reseda lutea und Campanula glomerata, Zirl (Juli 9)
Loretto bei Hall (Aug. 9) Natters (Sept $).
S. Enneberg (Aug. 9 P)> Gries hei Bozen (Aug. 9).
4 (152) H. lugubris K (Sch. XIV. 281. 4. laevigatas
K; Sm. 33. N. 12). *)
N. Hallerau und botanischer Garten (M); Zirl (Sept 9)»
Rechenhof (Juli 9) auf Campanula patula; Ku&tein
(Aug- (5).
S. Gries bei Bozen (Sept 9 AKrb).
5 (153) H. sexnotatus K (Sch. XIV. 282. N. 6* Sm.
28. N. 6).
N. Gallwiese, Volderthal (M); botanischer Garten (Juni 9)
auf Crepis rubra, Sistrans (Juni 9)> Altrans (Juni 9)
auf Campanula glomerata, Arzl (Mai 9) auf Reseda
lutea, Hall (9 PR) und Stubai (Juni 9) auf Centaurea
scabiosa.
S. Sigmundskron bei Bozen (Aug. (5 R).
l) Zwischen Sacharang and Bernan (Aug. $).
Ferdinandeumi-Zeitschrift. 12
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— 178 —
6 (154) H. sexnotatulus Nyl. (Sen. XIV. 282. N. 6
sub). Vdls and Baamkirchen (M).
7 (155) H. costulatas Krchb. (Verb. z. b. Ges. Wien.
1877, 59. N. 11.).
N. Anger (Juni 9) au^ Hieracien; Ampos (Sept (5) auf
Foeniculum officinale; Kitzbuchl (Aug. <3) auf Campa-
nula urticaefolium.
S. Brixen (9 PM) and Civezzano (9 DrB).
8 (156) H. interruptus Pnz. (Sch. XIV. 282. N. 10;
29. N. 29).
N. Gallwiese (M); Zirl (Juli 9) auf Rosa pomifera.
S. Gries and Klobenstein bei Bozen bis 1200™ (Aag. 9 &)•
9 (157) H. leacozonias K (Sch. XIV. 283. N. 12;
Sm. 25. N. 3). *) Eine der gemeinsten Arten dieser
Gattung, in Nord- and Sudtirol gleich haufig and zumeist
in Compositenbluthen sich aafhaltend. (5 am die Halfte
zahlreicher.
N. Ambras Husslhot Ampos, Volders, Weiherbarg, Pulver-
thurm, Baamkirchen (M) ana dazu noch ein Dozend
Fundorte im Mittelgebirge am Inusbrack vom Jani bis
September; ferner Seefeld, Achenthal, Georgenberg,
Allbach, Angeth, Kufetein, Kitzbuchl and am Plompser-
joch bei 1500m — in alien Alpenblumen. — Befruchtet
im botanischen Garten in Innsbruck Hedysarum ooro-
natom.
S. Brixen (Juni 6); Meran and Eppan (PH), Bozen,
iiberall im Revier (Aug. 9 (5) und Riva (PH and
6 D*).
var. nigrotibialis m. 2) tibiis mediis nigris: Passberg
(Aug. (5) auf Salvia verticillata andHungerburg (Sept <3)
anf Glinopodium vulgare.
*) Partenkirch (Sept $ ^), Murnau (Sept. $), Traunstein
(Aug. $) Chiemsee (Aug. rf); Freilassiug and Ajgen bei Salzburg
(Aug. <f).
*) Partenkirchen (Sept. # ), auf Leontodou autummalii.
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— 179 —
10 (158) H. major Nyl. (Sch. XIV. 283. N. 12 sub.).
Innsbruck (PH) — nicht selten: Lans (Aug. <3),
Sistrans (Juni <3) auf Vicia sepiuni; Barhofe (Juni 9)
auf Teucrium Chamaedrys und Veronica spicata; Hunger-
burg (Sept (5) auf Calamintha officinalis und Umbel-
liferen, bes. Pimpinella magna.
11 (159) H. zonulus Sm. (Sch. XIV. 283. N. 13; Sm.
26. N. 4).
N. Lans (M); Sill bei Wilten (Sept <$ Krb); Kufstein
(Aug. (5) auf Pimpinella magna.
S. Zwischen Rittnerhorn und Bozen (Sept. 9 fob); bei
Gries und Klobenstein (Aug. (5 R).
12 (160) H. tetrazonius Klug. (Sch, XIV. 284. N. 16.
quadricinctus Fbr. Sm. 26. N. 5).
N. Kreuth, Zirl, Weiherburg, Arzl (M); ferner Hungerburg,
Absam u. s. w. — iiberall um Innsbruck haufig; Angeth
(Aug. (5) auf Pimpinella magna, Kitzbiichl (Aug. 9)
u. s. w.; ein Drittel Mannchen, 2 Drittel Weibchen.
S. Brixen (Juni 9)» Enneberg (Aug. 9 P)- Bozen aller-
orts (Aug. 9, (5 Krb. und R). Partschins (Aug. 9 R).
var. picioornis Krb (i. L): Civezzano bei Trient ((5 DrB)
var. nitens m. nitens, dupplo minor, specie: Seefeld
Sept 9) auf Euphorbia cjrparissias. x)
13 (161) H. rubicundus Chr (Sch. XIV. 284. N. 17;
Sm. 23. N. 1)2)
N. Kranebitten und Priigelbau (M); gegen den Pfriemes
(Aug. 9)> selten.
S. Eisakauen bei Bozen (Aug. $ Krb. R) auf Melilotus
albus und Brassica.
14 (162) H. macula tus Sm. (Sch. XTV. 284. N. 18;
Sm. 29. N. 8). Pulverthnrm bei Innsbruck (M) — sonst
nirgends bisher beobachtet
x) Partenkirch (Sept. <f $) »uf Crepis.
*) Murnau und Tfllz (Sept. <f J) auf Cichoriaceen.
12*
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— 180 —
15 (163) H. cylindricus Fbr. (Sch. XIV. 284 N. 19;
Sm. 30. N. 9). Eine im Herbste uberaus gemeine Art,
welche die Bluthen der Cynareen oft massenweise be-
lagert Von den vielen nor einige, der interessanteren
Fundorte:
N. Gallwiese, botanischer Garten, Ambras, Schonberg (M);
Hall (PR) Georgenberg (Sept $)> Heilig Wasser
(Aug. 9) Taureralpe (Juli 9), Seefeld (Sept <$) and
Plumpserjoch (Sept 9)-
ST.Brixen ($ PM); Bozen ($ Pg); Haslach, Sigmunds-
kron, Eisakauen (Aug. (5 9 Kxty Virgl, Gries (Aug.
(5 R) Meran und Eppan (PH), Timplalpe (Aug. <3 R)
Civezzano. (9 DrB).
var. a Sm. Seefeld (Sept <3) und Hall ($ RR, Sept
(5 DT); Ampass (Sept <3), Achenthal (Sept & Seh);
Bozen (($ Pg) u. s. w. auch in Uebergangen zu var (3.
var p Sm. Zirl, Gotzers und Natters (Sept <3); Ambras
und Egerdaeh (Aug. Sept (J), nicht selten; Ku&tein
(Aug. (5).
var y Sm. Brixen (Juni (5).
var. rhodostoma m: mandibulis rufis: Nogare ($ DrB).
16 (164) H. vnlpinusNyl. (Schck. XIV. 285. 19. sub).
N. Egerdaeh, Gallwiese und Weiherburg (M) ; Zirl, Ampass,
UnterschSnberg u. s. w. (Juli bis Sept (5 und 9)
sehr hauflg, ja gemein auf Cirsien; Thaureralpe (Juli 9)»
Achenthal (Sept $) Kitzbuchl (Aug. 9).
S. Bozen — ebenso verbreitet, und zahlreich (Aug. Sept
9, (5 Krb, R, DT), Partschins (Aug. 9 R) Meran
und Eppan (PH); Civezzano ($ 9 DrB).
') Die Art urn ReichenhaU and Aigen, „auf der Katxe" bei Sali-
burg, (Aug.) sehr haufig; rar p Sm. cm Chiemsee (Aug <f) auf DoMee
und bei Traunstein (Aug. <f); rar. y hoi Bernau, Traunstein und
Sacharang (Aug. <?); ebenso haufig die Art, sowie die var a, and JL
im Bstlichen Theile der Scbweiz insbesondere urn Zurich und am Etxel:
auch in Karnthen — nm VUlach u. s. w. — Bernau am Qriemse*
und Traunstein (Aug. ef ).
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— 181 —
var. nigritarsis Krb (i. 1.). Hall (Sept. <$) auf Hieracien
Matrei and Berg Isel (Juli (5).
var. nigroclypeata in. clypeo toto nigro. Amposs (Sept. <3)
auf Foeniculum vulgaris; Kufetein, Mariastein (Aug. (3)
Kitzbiichl (Sept (5); Brixen (Juni $).
17 (165). H. albipes Pbr. (Schck. 286. N. 21; Sm.
32. N. 10).
N. Husslhof (M); H5ttingerbuchl (Mai 9), auf Stellaria
media, Potentilla verna, Ranunculus acris und Laniium
purpureum; botan. Garten (Juli 9)* auf Umbelliferen,
Passberg (Aug. 9) au^ Stachys recta, Rinn, Volderthal,
Patsch (Juli 5) I Zirl (Juli 9) auf RQ8a pomifera,
Gdtzens (Sept. 9 (5)5 Arzler Bahndamm (Aug. 9)
auf Picris hieracioidqs; Hall (Sept (5) ebenso; Georgen-
berg (Sept <3) auf Solidago virga — aurea, Kufetein
(Aug. 9)' 9 stets 1® mal haufiger als 9-
S. Bozen (PG); Gries, Haslach, Klobenstein, (Aug. 9 (5 R)
Enneberg (<3 P) Joch Grimm (PG), Nogari und
Civezzano (9 DrB).
var. a Sm. Seefeld. (Sept <3) auf Gentaurea jacea.
var. p Sm. Ampas (Sept. <3) auf Foeniculum vulgare
18 (166) H. flavicornis K Joch Grimm (PG).
19 (167) H. clypearis Schck. Bozen (Mor Btg).
20 (168) H. porcus Mor. Meran (Mor Btg).
21 (169) H. villosulus K (Sch. XIV. 289. N. 28). *)
Ueberall ziemlich haufig, besonders die 9-
N. Gasometerwiese bei Innsbruck (Spt 9)> G5tzens(Juli 9)
auf Cirsien; Altrans (Juni 9); Rechenhofc Thaureralpe
(Juli 9), Kufetein (Aug. 9),
S. Bozen, Gries, Virgl, Talferbrflcke, Tscheipenthurm, Has-
lach, (Aug. 9 (5 DT. R) St Leonhard im Passeier
(Aug. 9 R) und Meran. (PH).
22 (170) H. minutus K (Sch. XIV. 289. N. 29. 30;
Sm. 42. N. 23).
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— 182 —
N. GStzens (Juli 9 (5) aa^ Hieracium pilosellae.
S. Bozen, Gries (Aug. 9) un<* Partschios (Aug. 9 R)«
23 (171) H. pusillus Schck. (Sch. XIV. 289. N. 39
sub.) Gries und Tscheiperthurm bei Bozen (Sept 9X
24 (172) H. nitidus Schck. (Sch. XIV. 290. N. 31).
N. GStzens (Aug. 9) au^ Compositen.
S. Gries bei Bozen und Zielalpe (Aug. 9 R)-
25 (173) H. fulvicornis K. (Sch. XIV. 395; Sm.
41. N. 22).
N. Ampass (Sept. <3) auf Cirsien; Seefeld (Sept <3)
Hinterriss (Sept. (5) auf Petroseliuui sativum und
Plumserjoch (Sept (J) auf Crepis aurea.
26 (174) H. minutulus Schck. (Sch. XIV. 290. N. 33>
S. Klobenstein, Gries und Tscheipenthurm bei Bozen,
(Sept. (5 R)-
27 (175) H. flavitarsis Schck. (Sch. XIV. 291 N. 34>
Sigmundskron bei Bozen (Aug. $ R).
28 (176) H. politus Schck. (Sch. XIV. 292. N. 39).
Gries bei Bozen. (Aug. <3 R).
29 (177) H. glabriusculus Mor. Meran (Mor Btg).
30 (178) H. griseolus Mor. Meran ($ 9 Mor).
31 (179) pygmaeus Schck. (Sch. XIV. 293. N. 42). !)
Haslach und Gries bei Bozen (Aug. (5 R).
32 (180) H. nanulus Schck. (Sch. XIV. 293. N. 43).
N. H5tting (Mai <3) auf Potentilla verna. \
S. Gries bei Bozen und Talferbriicke (Sept <3 R)-
32 (181) H. flavipes (Fbr.) K. Sm. (Sch. XIV. 294.
N. 45; Sm. 34 N. 13). 2) Berg Isel, Axams, Weiher-
burg (M); Gtttzens (Sept (5) anf Crepis. Haslach und
Rittnerhorn bei Bozen (Sept. $ Krb.) Gries Kloben-
stein und Talferbriicke (Aug. 9 (5) Meran und Eppan
(PH). Ueberall die <3 nngleich seltener als die 9-
var: (an spec?) tumulorum L. Seefeld. (Sept 9)-
') Traunstein (Aug. <f ).
*) FreUassing bei Salzburg (Aug. tf) auf Symphoricarpus racemosus.
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— 183 —
34 (182) H. subauratus Rossi (Sch. XIV. 294. N. 46
fesciatus Nyl; Sm. 36. N. 14. gramineus Sm). Husslhof
(M) Amposs (Sept. 9)> au^ Astern; Patsch and Igels
(Juli 9)» botan. Garten (Mai 9) auf Lamium purpu-
reum; Zirl (Juli 9) auf ^osa pomifera; Kitzbuchl
(Aug. 9).
S. Bozen (PG); Gries, Tscheipenthurm, TalferbrQcke. (Sept
6 (5) Klobenstein (Sept $ R), Nogari (9 DrB.)
35 (183) H. Smeathmanellus K (Sch. XIV. 294.
N. 47; Sm. 36 N. 15). 0
N. Botan. Garten (M). Gfltzens (Aug. 9) Patsch (Juli 9)
auf Umbelliferen; Arzl Bahndamm (Aug. 9) auf Hiera-
cien; Weiherhurg, Hftttingerbflchl und Miihlau (Mai
9 <5) auf Lamium purpureum, und Ranunculus acris
und Prunus spindsa; Zirl und Kranebitten (Juli 9 (5)>
Hall (Juni 9)» Georgenberg (Sept 9) auf Phlox pani-
culata; Mariastein (Aug. 9)-
S, Enneberg (Sept. Q); Bozen, Tscheipenthurm und Gries
(Aug. 9 (5); Partschins (Aug. 9 R), Meran (PH).
var: alpigena m. segmentorum fasciis quasi detritis,
thorace cyanescenti aeneo; statura corporis gracillima.
Plumpserjoch (Sept 9 un(* (5) auf C^P*8 aurea.
36 (184) H. morio Fbr. (Sch. XIV. 295. N. 48; Sm.
38. N. 17). 2)
N. Gallwiese, Oberperfuss, Pulverthunn, Hungerburg, Ambras,
Tulfes, Birgitz (M); GBtzens (Juli. Sept 9); Amposs
(Sept. (5); Kranebitten und Zirl (Juli 9 (5) auf Hera-
cleum spondylium; Arzler Bahndamm (Aug. 9) auf
Gichoriaceen ; Brenner (Juli 9) auf Girsien.
S. Gries und Talferbriicke bei Bozen (Aug. Sept 9 $ R.)
Rovereto (PH). — Ueberall die 9 ™\ zahlreicher
als (J.
*) Murnau (Sept. J).
*) Freilassung (Aug. $) auf Symphoricarptw racemosus sehr
zahlreich.
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— 184 —
var. basalis m. primo antennaram articulo toto, secundo
subtus flavor Grdtzens (Sept, 9)-
37 (185) H. leucopus K (Sch. XIV. 295. N. 49; Sm.
39. N. 18).
N. Paschberg (Aug. 9); Eupatoriam cannabinum; Hall
(9 PR); Kufstein, Sevi (Aug. <3) auf Centanroa
Scabiosa.
S. Gries bei Bozen (Aug. 9 B).
38 (186) H. aeratus K (Sch. XIV. 295. N. 49 sub;
Sm. 37. N. 16). Nogari bei Trient (9 DrB).
28. Nomia Ltr.
1 (187) N, diversipes Latr. (Ent Ztg. Stett XXXIL
304. N. 5). Siidtirol (Grst. Bozen Mann cf Rgh): Has-
lach (Aug. 9 Krb R); Meran (PH).
29. CoUetes ltr.
1 (188) C. suooincta L (Sch. XTV. 300. N. 2; Sm.
3. N. 1). Natters (Sept 9) auf Callunna vulgaris
S. Gries bei Bozen (Sept 9 Krb): Tirol gegen St Leon-
hard (Sept 9) und Rabenstein (Spt $ R).
2 (189) C. marginata L (Sch. XIV. 300. N. 3; Sm.
5. N. 3) Bozen (Mann): Tscheipenthurm (Spt (J R);
Condino (ZUM).
3 (190) G. alpinus Mor Franzensh5he (Mor Btg).
4 (191) C. Davie sana Sm. Trafoi (Rgh).
5 (192) C. balteata Nyl. (Sch. XIV. 301. N. 6.) Sig-
mundskron (Spt 9 R)-
6 (193) G floralis Ev. Bozen (Mann cf Rgh).
30. Spheeodes ltr.
1 (194) Sph. fuscipennis Grm. (Sch. XIV. 306. N. 1:
Sm. 20. N. 5).
N. Mflhlau, G5tzens und Berg Isel (M) Altrans (Juli 9>
Weiherburg (Spt 9) auf Laserpitium; Stubai (Spt (J)
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— 185 —
Mils (Juli (5), Fiecht (Juni 9) auf Tenormin
montanum.
S. Brixen (9 PM); Meran (PH).
var. (an spec?) basalis m. segmento tertio partim, quarto
toto nigro: Trentino; Civezzano (9 DrB)*
2 (195) Sph. gibbus L. (Sch. XIV. 206. N. 2; Sm.
16. N. 1).
N. Igels, Mahlau, Pulverthunn (M); Patsch und Stubai
(Juni (5) auf Sambucus ebulus; Lazing (Juli (5) auf
' Leontodon biennis.
S. Meran und Eppan (PH) Klobenstein (Spt $) und
Partschins (Aug. <3 R).
3 (196) Sph. rufesoens Fourcr. (Sch. XTV. 206. N. 3.
Sm. 17. N. 2). Thauer, HSttingerau (M(; Breitbflohl bei
Mflhlau (Mftrz 9) auf Weiden; Berg Isel (Juni 9) auf
Astragalus onobrychis.
4 (197) Sph. subquadratus Sm. (Soh. XIV. 307.
N. 4; Sm. 18. N. 3). Prflgelbau und Gallviese (M);
Hall (9 PR).
5 (198) Sph. subovalis Schok. (Sch. XTV. 307 N. 6>
Gries bei Bozen. (Aug. <3 R).
6 (199) Sph. ephippia L. (Sch. XIV. 308. N. 7; Sm.
19. N. 4). «)
N. HBttingerau, Mutters, Gallwiese, Egerdach (M) ; Thaurer-
alpe (Juli 9) a<rf Gallunna vulgaris.
S. Eisakufer bei Bozen. (Aug. <3 R).
31. Prosopls Fbr. (Hylaens Fbr. Frst).
1 (200) P. variegata Fbr. (Sch. XIV. 318. N. 1; Frst
887. N. 1).
S. Haslach, Bozner Kalvarienberg (Aug. 9 <3 £**>) » Gries
und Tscheipenthurm (Spt 9 r$ DT. R); Sarnthal
(Aug. 9 Krb); Rovereto (PH), Nogari (9 DrB.). —
9 viel h&ufiger.
') Bernaa zum Chiemsee (Aug. <f ) sehr kleine Exempl.
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2 (201) P. glacialis Mor. Franzensli5he — nahe am
Gletscher (Mor Btg.)
3 (202) P. borealis NyL Brennerbad und Franzens-
h&he (Mor).
4 (203) P. subfasoiata Schck. (Sch. XXI. 321; Frst
912. N. 12). Bozen (9 PG).
5 (204) P. Smithii Frst (Frst 914. N. 13). Telfe im
Oberinnthale ($ Frst).
6 (205) P. atrata (Fbr.) Frst. Frst. 919. N. 14.
nigritus Fbr).
N. Weiherburg (M); botan. Garten (Juli) auf Spiraea
Aruncus.
S. Enneberg (Spt. <$ P)#> Boi&n (c5 PG); Gries
(Aug. 9 R).
7 (206) P. annulata L. (Sch. 321. N. 14. communis
Nyl; Frst 921. N. 15).
N. Pulverthurm (M) botan. Garten (Juni $ <3) auf
Chaerophyllum aurenm etc. Spiraea aruncus, Crepis rubra;
H5ttingerbiichl (Mai 9) Lamium purpureum, Potentilla
verna und Carum carvi; Gotzens und Patsch (Juli 9)-
S. Bozen: Tscheipenthurm, Gries und Talferufer (Aug.
Spt (5 9 R und DT); Rovereto (PH).
var. tristis m. antennis totis nigris. Botanischer Garten
(Juli 9) auf Crepis rubra; Gries und Tscheipenthurm
bei Bozen (Aug. Spt 9) au^ Umbelliferen.
8 (207) P. sinuata Schck. (Sch. XIV., 320. N. 11;
Frst 929. N. 16).
N. Rum und Husslhof (M); Zirl (Juli (5) auf Rosa pomi-
fera; Telfe ($ Frst).
S. Gries und Tscheipenthurm bei Bozen (Sept 9 (5 *Q»
9 (208) P. angustata Schck. (Sch. XIV. 321. N. 12
Frst 935. N. 19).
S. Gries bei Bozen (Aug. (J).
10 (209) P. Gredleri Frst. (Frst 944. N. 24). Telfe im
Qberinnthale (^ 9 Frst),
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— 187 —
11 (210) P. brevicornis NyL (Sch. XIV. 321. N. 13;
Frst. 947. N. 26). Zirl (Juli $), Telfs ($ Frst). Gries
und Tscheipenthurm bei Bozen. (Aug. Spt (J 9 R)«
12 (211) P. ambigna Frst (Frst 950. N. 28).
N. Miihlauer Badhaus (Juli (J) auf Umbelliferen; Angeth
bei Kufstein (Aug. $) ebenso.
S. Nogar6 und Civezzano im Trentino (<3 DrB).
13 (212) P. confusa Nyl. (Sch. XIV. 318. N. 4. frst
957. N. 31). Mutters, botanischer Garten. (M). Stubai
(Juni 9).
S. Tscheipenthurm, Gries, Klobenstein. Virgl. St Leonhard,
Haslach (Aug. 9 R, DT).
var. 5 Frst Stubai (Juni 9) auf Scabiosen.
14 (213) P. hyalinata Sm. (Sch. XIV. 319. N. 8. armil-
lata Nyl; Frst 963. N. 33).
N. Stubai (Juni (J) auf Globularia vulgaris; Seefeld
(Jnli (5).
S. Gries und Tscheipenthurm bei Bozen (Aug. Spt 9 (5
R. DT). Rovereto (P.H). <$ viel zahlreicher, als 9.
var. lugubris m. autennis totis nigris. Gries bei Bozen.
(Aug. 9).
15 (214) P. decipiens Frst. Meran und Lugano
(Mor Btg).
16 (215) P. insignis Frst. Seisseralpe bei Bozen
(Frst).
17 (216) P. corvinus Frst. Telfs (Frst).
18 (217) P. tirolensis Frst Telfs (Juni 9 Frst).
19 (218) P. bipunctata Fbr. (Sch. XIV. 318. N. 3.
signata Pnz; Frst. 1028. N. 64). Nicht selten, besonders
die (5- Patsch. (M); botanischer Garten (Juni Juli (5)
auf Euphorbia esula, Spiraea aruncus, Anchusa paniculata;
Stubai (Juni 9 (5) Aohenthal ((5 Sch).
S. Bozen (<3 PG), Rovereto (PH).
20 (219) P. ooulatus Frst: Telfe (9 Frsr).
21 (220) P. distans Ev. Prad^ralpe gegen Stilfe
(Mor Btg).
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— 188 —
22 (221) P. alpina Mor. Brennerbad, FmnzenshBhe and
Trafoi (Mor Btg).
23 (222) P. nivalis Mor. Franzensh5he (Mor Btg).
24 (223) P. Kerschbaumi Frst. (Sch. XIV. N. 6
mixta, Schck; Frst. 1081. N. 9). Gries bei Bozen
(Aug. c5).
32. Megachile Ltr
1 (224) M. lagopoda L. (Sch. XIV. 328. N. 1).
N. Bonn (M) ; Kufstein (Aug. (3) auf CSrsien.
S. Eisakauen (Aug. $) und Sarkathal (Sept 9 Krb).
2 (225) M. maritima K. (Sch. XIV. 329. N. 2; Sm.
182. N. 9).
N. Stams, Miihlau, Ambras (M); botanischer Garten
(Juli (5) auf Hedysarum coronatum zahlreioh.
S. Gnes bei Bozen (Aug. $ R); Sarnthal (Aug. $
AKrb); Torzegno und Nogar6 ($ DrB).
3 (226) M. Willughbiella K. (Sch. XIV. 329 N. 3;
Sm. 181. N. 8).
N. Gallwiese (M); botan. Garten (Juni 9) mit voriger;
Kufetein (Aug. 9) auf Cirsien.
S. Gries, Tscheipenthurm, Virgl und Talferbrftcke (Aug.
9 R. DT).
4 (227) M. erioetorum Lep. (Sch, XIV, 329. N. 5
fesciata Sm).
N. Weiherburg (M); botan. Garten (Juni <3) auf Hedy-
sarum coronatum; Stubai (Juni (5) auf Brunella vulgaris;
Achenthal (Aug. <3 Sch.) und Kitzbflchl (Aug. $) auf
CSrsien.
S. Bozen (<$ PG): Haslach (Aug. (5 R).
5 (228) M. ligniseca K. (Sch. XIV. 329. N. 6; Sm.
176. N. 2). Gotzens (Juli $)> Kufetein gegen Sewi
(Aug. (5) auf CSrsium palustre.
S. Tscheipenthurm bei Bozen. (Sept. $).
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— 189 —
6 (229) M. circumcincta K. (Sch. [XIV. 330. N. 7).
Natters und Oberperfuss (M); Kranebitter-Klamm (Juni
(5 V.) Meran (PH); Trafoi — Stilfeerstrasse (Juli Rgh).
7 (230) M. ursula Grst. (Ent Ztg. Stett XXX. 355.
N. 1).
N. N. St Peter iin Sillthale bci 1120™. (M); hi. Wasscr
(Juli (5) auf Trifolium rubens und alpestre.
S. Nogare ((J DrB).
8 (231) M. Dufouri Lep.
S. Urn Bozen (9 DrK und P.G.); Virgl (Aug. 9 R),
St Leonhard — Rabenstein und Zielalpe. (Aug. 9
. 6 R).
9 (232) M. centuncularis L. (Sch. 330. N. 9; Sm. 174.
N. 1).
N. Berg Isel (M); Stubai (Juni 9).
S. Eppan (PH).
10 (233) M. hymenaea Grst. (Ent Ztg. Stett XXX.
356. N. 2). Bozen: Kalvarienberg (Aug. 9 A.LKrb);
Haslach und Eisakauen. Virgl (Sept 9 (5 R)> Sarn"
thai (Aug. 9 &rt>)> Meran (Grst lc) auf Gentaurea
paniculata.
11 (234) M. versicolor Sm. (Sch. 331. N. 10, octosig-
nata Nyl; Sm. 177. N. 3). Botan. Garten (M). Toroegno
(6 DrB).
12 (235) M. argentata Fbr. (Sch. 331. N. 11; Sm.
176. N. 6). Brixen ($ PM); Bozen: Gries, Tscheipen-
thurm (Sept (J 9 B. DT); Sarkathal (Spt 9 Krb):
Loppio See (Spt 9 AKrb.)
13 (236) M. imbecilla Grst (Ent Ztg. Stett XXX.
359. N. 4). Seefeld gegen Mittewald (Juli 9) auf Cir-
sium palustre, Haslach bei Bozen. (Aug. (5 R).
14 (237) M. nigriventris Schck. (Sch. XXI. 324).
Tirol (Schck): Gallwiese (Juni (5) und GOtzens bei
Innsbruck (Aug. (5).
15 (238) M. anal is Nyl. FranzenshShe (Mor Btg; Rgh).
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— 190 —
33. Ghalicodoma Lep.
1 (239) Ch. atra Scjhtfk (Sch. XXI. 325. muraria L).
Lans, Hungerburg, Muhlau, Thaur, Rinn, Vill, Sch5n-
berg, Gotzens, Garberbach (M); botanischer Garten
(Jali 9) auf Anchusa paniculata; Beig Isel (Jam,
Juli (5 9) auf Astragalus Onobrychis; Ampos (Juli $)
auf Stachys germanica; Hall ( 9 DR), uberall die 9
ungleich zahlreicher; Georgenberg bei Schwaz (Sept 9).
S. Brixen (c5 PM) Bozen (9 PG), Gries (Aug. 9 R),
Meran ($ 9 pH), CSvezzano ($) nnd Toroegno
(9 DrB) — Iiberall mit rothen Sammelhaaren, welche
gegen den schwarzen Pelz auffallend schdn abstechen.
(mesopyrrha Krb. i. 1.)
2 (240) Ch. Lefebvrei (Lep.) Grst (Ent Ztg. Stett.
XXX. p 365. N. 3). Torcegno (9 DrB).
3 (241) Ch. pyrenaica Lep. (Lep. n. 336. 1841; sea
typ. Sicheli); (Ent Ztg. Stett XXX. 366. N. 4
pyrrhopeza Grst).
N. Gdtzens (Juli 9) auf Trifolium pratense; Judenstein
(Juli 9) auf Campanula persicifolia.
S. Bozen (Rgh).
var. (an spec?) Trafoi (Mor Btg); Brennerbad (9 Juli),
4 (242) Ch. manicata Gir (Verh. z. b. Ges. XL 463;
Ent Ztg. Stett XXX. 367. N. 5).
N. Berg Isel (Juni 9) auf Astragalus Onobrychis; Mils
(Juli 9) a**f Thymus serpyllum.
5 (243) Ch. sicula (Lep) Grst (Ent. Ztg. Stett XXX.
367. N. 6).
S. Meran (ZUM).
34. Trachusa Jar.
1 (244) T. serratulae Pnz (Sch. XIV. 331. N. 12).
N. Sprengerkreuz (M) und Friedhof bei Innsbruck (Juni 9);
Glookner (Mann cf Rgh).
S. Haslach bei Bozen (Aug. <3)
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— 191 —
36. Osmia Pnz.
1 (245) 0. cornuta Ltr. (Sch. XIV. 338. N. 1).
N. Weiherburg, Kerschbuchhof, Natters, Rinn, Gallwiese
(M); botanischer Garten (Mai (5) auf Weiden; Mtthlau
(14. M&rz 9); auch dorchs Fenster in's Zimmer geflo-
gen (April 9); Berg Isel (Juni $) auf Astragalus
Onobrychis; Achenthal (Aug. 9 Sch); Hall ($ PR);
Kitzbftchl (Aug. 9).
S. Meran, Rovereto (PH); Trient (9), Civezzano ($ DrB).
Ueberall die (J viel zahlreicher, als die 9-
2 (246) 0. fronticornis Pnz (Sch. XIV. 338. N. 2
sub). Meran und Rovereto (PH).
3 (247) 0. rufa L. (Sch. XIV. 338. N. 2 bicornis L;
Sin. 162. N. 1),
N. Laos, Arzl. Pulverthurm (M); Hotting, Kranebitten
(Mai 9) &uf Anchusa officinalis; botanischer Garten
(Mai, Juni 9) auf Anchusa paniculata; Wattens (M).
S. Bozen. ($ PG) Civezzano ($ DrB).
4 (248) 0. tricornis Latr. (Sch. XIV. 338. 2 sub.
Rovereto (PH).
6 (249) 0. fusca Chr. (Sch. XIV. 338. N. 3 bicolor
Schrk; Sin. 164. N. 3). HSttingerau, Reit, Telfes,
Ambras (M); Berg Isel (Juni, Juli 9) h&ufig auf
Astragalus Onobrychis; Zirl (Sept $); Volderthal
(Juni (5) auf Laminin album; Hdtting (Mai (J, 9)
auf Potentilla verna, Achenthal (Aug. 9 Sch);
Stubai (Juni 9).
6 (250) 0. aurulenta Pnz (Sch. XTV. 338. N. 4; Sm.
163. N. 2).
N. Innsbruck (PH); Berg Isel (Juni, Juli 9) ^^ »U-
reich auf Astragalus Onobrychis; HStting (Mai (J) und
Miihlau (Juli 6) auf Umbelliferen.
S. Trient und Toroegno (9 DrB).
7 (251) 0. fulviventris (Pnz) Fbr. (Sch. XIV. 338.
N. 5; Sin. 168. N. 7).
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— 192 —
N. Gallwiese, Kematen, Egerdach, Laos, Gnadenwald,
Absain, Kranebitten, Unterpettnau. (M); botanischer
Garten (Juli 9) auf Umbelliferen; PaLsch and Gfttzens
(Juli, Aug. 9); Achenthal (Aug, 9); Kufctein— Sewi
(Aug. 9) auf Disteln sehr zahlreich.
S. Brixen (Juni £); Bozen: Haslach, Sigmundskron (Aug,
9 DT, R)t St. Leonhard Rabenstein (Aug. 9 R);
Meran (PH); Torcegno und Nogar6 (9 DrB).
8 (252) 0. Panzeri Mor. Meran (PJL)j
9 (253) 0 confusa Mor. Trafoi auf Cirsium acanthoides,
FranzenshShe und Braderalpe (9 3 Mor, Rgh.) aof
Cirsium spinosissimum; Brenner (4. Juli 9) ebenso.
10 (254) 0. aenea L. (Sch. XIV. 339. N. 6; Sm. 179.
N. 9).
N. Oberperfuss, Hall, Kerschbachhof (M); Kranebitten
(Mai 9) auf Anchusa officinalis; Zirl (Juli 9); Weiher-
burg (Mai (J) auf Ranunculus acris.
S. Bozen ($ 9 PG); Eppan (PH); Meran (Aug. 9 Grst)
Rovereto (PH).
11 (255) 0, aterriina Mor. Meran (Mor Btg).
12 (256) 0. xanthomelaena K (Sch. XIV. 339. N.7;
Sm. 165. N. 4). Aldrans (M); botan. Garten (Juli 9)
auf Lamium album.
13 (257) 0. oorticalis Grst FranzenshShe (Mor Btg).
14 (258) 0. vulpecula Grst. (Ent Ztg. Stett XXX.
335. N. 4). Enneberg (Sept 9 P); SeissenUpe bri
Bozen (9 PG).
15 (249) O. laevifrons Mor. Meran (Mor Btg): kleiner
als anderwarts.
16 (260) O. spinulosa K (Sch. XTV. 340. N. 8; Sm.
169. N. 8). Unterberg (Aug. $) auf Centaurea sea-
biosa; Zirl (Juli $).
17 (261) O. leucomelaena Schck. (Sch. XIV. 340.
N. 9; Sm. 171. N. 10). Gries (Aug. <J 9 R) and
Sigmundskron (Sept $ R) bei Bozen.
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— 193 —
18 (262) 0. tuberculata Nyl. Im Gebirge nicht selten;
nisten in alten Baumstriinken; Franzenshohe and Prader-
alpe (Mor Btg).
19 (263) 0. adunca Pnz. (Sch. XIV. N, 11). Mieders
(M); Altrans (Juni 9) auf Campanula glomerata. Bozen:
Haslach (Aug. £ 9 R); Zielalpe (Spt. 9 R); Riva
(9 DrB).
20 (264) 0. platycera Grst (Sch. XIV. 330. N. 8.
M. villosa Schck.) Kufstein Sewi (Aug. 9) auf Cirsien.
Trafoi, Braderalpe und FranzenshShe (Mor Btg).
21 (265) O.loti Mor. (Morawitzi Grst.) FranzenshShe (Mor).
22 (266) 0. rufohirta Ltr. (Sch. XXI. 330. N. 9).
Torcegno ($ DrB).
23 (267) 0. montivaga Mor. Trafoi, Breitlauenalpe,
Ober-Engadin (Mor) auf Campanula.
24 (268) 0. caementaria Grst (Ent Ztg. Stett XXX.
339. N. 7; Sch. XIV. 342. N. 12. Spinolae (Lep)
Schck). Berg Isel (Juni 9) Astragalus Onobryohis;
einzeln. Bozen und St. Leonhard. (Spt 9 R)-
25 (269) 0. cylindrica Gir. Botanischer Garten, Absam,
Gallwiese (M).
36. Anthidinm Fbr.
1 (270) A. manicatum L (Sch. XIV. 246. N. 1; Sm.
185. N. 1). Sellrain (M); Paschberg (Aug. $) auf
Stachys recta; Botan. Garten (Juli $ 9); Anger
(Juni 9)> Amposs (Spt. 9); Miihlau (Juni (J); Fiecht
(Juli 9) au^ Clinopodium.
S. Bozen: Gries Tscheipenthurm (Aug. $ 9 DT); Virgl
Talferbrucke (Aug. Q (J R); iiberalll $ vielmals
zahlreicher.
var. meridionalis Krb (i. 1.) Bozen: Gries und Tschei-
penthurm (Aug. 9) — nebst Uebergangen zur Art
var. nigrithorax m: thorace nigro; Anger (Juni 9) und
Ampos (Sept 9) l>ei Innsbrnck.
FerdinandeumB-Zeitechrift. 13
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— 194 -
2 (271) A. oblongatum Ltr. (Sob. XIV. 346. N. 2).
Weiherburg (M); Stubai (Juni <3), Achenthal (Aug.
(5 9 Sch.) Haslach (Aug. $ Krb.); Meran (PH) und
Noga£ (9 DrB)
3 (272) A. strigatum Ltr. (Sch. XIV. 346. N. 3 .
N. Pulverthurm, Altrans (M); Georgenberg (Sept. 9) au*
Phlox panicalata; Stubai (Juni 9)*
S. Meran (Schck).
4 (273) A. annulare Schck. (Sch. XXI. 334. N. 4).
Tirol (Schck).
5 (274) A. pun eta turn Ltr. (Sch. XIV. 347. N. 5).
Tirol (Gir); Fiecht (Juli 9) auf Thymus serpyllum.
6 (275) A. quadriseriatum Krb. (Verh. z. B. Ges.
1873 pg. 63 N. 14). Tscheipenthurm bei Bozen (Aug. <5)
und Sarnthal (Aug. $ Krb).
7 (276) A. montanum Mor. Trafoi (Rgh. Mor Btg).
8 (277) A. later ale Lep. Bozen (Mor): Haslach (Aug.
9 (5 Krb); Sarnthal ($ Krb); Gries (Aug. $)
Meran (Mor).
9 (278) A. septemdentatum Ltr. Gallwiese, Botan.
Garten, Rum, Natters, MieSers (M); Miihlau (Juli <3)
auf Origanum vulgare.
S. Brixen (Juli 9), Bozen: St. Georg ($ PG) Haslach
und Gries (Aug. <3), Meran (PH und Mor), Rovereto
(9 DrB).
37. Heriades Latr.
1 (279) H. leucomelaena K (Sch. XIV. 347. N. 1.
nigricornis Nyl). Gotzetis, Silz (M); Landeck (Krv und
Rgh.); Stubai (Juni (3); Botan. Garten (April — Juni
(5 9) auf Linum austriacum, Chaerophyllum sp. Spiraea
aruncus; Zirl und Kranebitten (Juli 9 <3) .auf Cam-
panula patula, Rosa pomifera.
S. Bozen (Aug. 9) und Nogare (J DrB).
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— 195 —
2 (280) H. oampannlarum K. (Sch. XIV. 347. N. 2).1)
Botan. Garten (M); Zirl und Kranebitten (Juii $) mit
voriger bes. auf den Dolden von Heracleum spondylium;
Hall ((5 PR); Landeck (Rgh).
S. Gries (Aug. £), Nogar^, (9 DrB).
3 (281) H. foveolata Mor. Meran (Mor) auf Cam-
panula.
38. Trypetes Schck.
1 (282) Tr. truncorum L. (Sch. XIV. 347. N. 1; Sm.
192. N. I).2) Gallwiese (M); Stubai (Juni 9) Botan.
Garten (Juli 9 c5) auf Heliopsis patula; Georgenberg
(Sept. 9) au^ Astern, Kufstein (Aug. 9)> Seefeld
(Juli 5) Bozen: Gries (Aug. $ 9)> Haslach (Aug.
(J 9 K); Tscheipenthurm, Klobenstein u. s. w. (Sept.
S 9 R); Nogar6 (9 (5 'DrB).
39. Chelostoma Ltr.
1 (283) Ch. maxillosum L (Sch. XIV. 347. N. 1; Sm.
189. N. 1).
N. Telfs, Kranebitten, Pulverthnrm, Muhlau, Ampos (M).
Paschberg (Aug. <3), auf Salvia verticillata; HSttinger-
biichl (Mai $) und Menge auf Ranunculus acris, Lamium
album, Veronica verna. Weiherburg (Mai <3) ausschliess-
lich auf Ranunculus acris und repens; Altrans (Juni 9)»
Stubai (9 Krv).
S. Bozen: Gries, Talferbriicke (Aug. $); Toroegno (9 DrB).
2 (284) Ch. grande NyL Volders bei Hall (M).
40. Stelis Pnz.
1 (285) St. aterrima Pnz. (Sch. XIV. 350. N. 1; Sm.
151. N. 1). Arzl und Berg Isel (M); Volderthal (Aug. 9)
auf Trifolium repens.
*) Traunstein (Aug. £).
*) Traunstein (Aug. £).
13<
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— 196 —
2 (286) St. phaeoptera K (Sch. XIV. 350. N. 2. Sm.
152. N. 2). SchSnberg und Botan. Garten (M); Natters
(Juli 9) auf Onopordon acanthium; Kufstein (Ang. 9)
auf CirsTen.
3 (287) St. breviuscula Nyl. (Sch. XIV. 350. N. 3).
Sigmundskron und Gries bei Bozen (Aug. <3 DT*.
4 (288) St. nasuta Gir. Gallwiese (M). Innsbruck (Gir!).
41. Coelioxys Etr.
1 (289) C. conica L Sch. XIV. 364. N. 1). Ambras (M);
(M); Weiherburg (Juni 9)- Bozen (Mann cf Rgh);
Meran (PH).
2 (290) C. oonoidea 111. (Sch. XIV. 368. N. 5 punctata
Lep). Sarnthal (Aug. 9 Kxty ^'ugl bei Bozen (Aug. 9)?
Rovereto (9 DrB).
3 (291) C. elongata Lep. (Sch. XIV. 371. N. 8).
Hinterriss (Sept 9) aQf Gallistephus chinensis.
4 (292) C. apiculata Frst (Sch. XIV. 376. N. 17).
Weinerburg (M) Aus Sudtirol (ZUM).
5 (293) C. coronata Frst. Bozen (Mann cf Rgh).
6 (284) C. brevis Ev. Meran (P.H).
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aller dem Museum in den Jahren 1874, 1875 and
1876 zugewachsenen Gegenstande.
I. Naturhistorische Sammlnng.
A. Mineralogie.
1. Ein Stuck Anortit (pseudomorph), von Pesmeda.
2. Ein Stuck Talkhydrat, Brucit auf Gurovian, von Gor-
nonberg in Fleiuis.
3. Ein Stuck Amethist von Schemnitz in Ungarn.
4. Zwei Stuck kryst. Gyps vom Haller Salzberg.
5. Ein Stiick kryst. Calcit, ein Stiick kryst Axinit, ein
Stiick derber Bleiglanz, and ein Stiick Gelbbleierz,
gefanden bei Pillersee.
6. Bleiglanz, eingesprengt in Kalkstein, gefanden im Brunn-
wald bei Nassereith.
7. Eine Anzahl von Mineralien von Pillersee.
8. Ein StUck Bleiglanz. Gefanden im Steinbruch zwischen
Wilten and Amras.
Geschenke:
No. 5 and 7 vom Herrn Mayrhofer, Bergbeamten in
Fieberbrunn.
No. 6 and 8 vom Herrn A. L. Flory in Innsbruck.
B. Q-eognosie wad Petrefdktetu
1. FtLnf Stucke Ammoniten aas dem Lias, gefanden am
Weisenbaoh zwischen Hall and Mils.
Ferdinandeums-Zeiuchritt. 2
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— 2 —
2. Drei Stuck Calamites Arenaceus ans dem nenen Berg-
werke bei Nassereith.
3. Zwei Stack Lettenkohle von Nassereith.
4. Zwei Prachtstucke Schwarzkohle aus dem Bergwterke
von Nassereith.
5. Eine Suite geologischer HandtsfLoke, der s. g. Gran-
wacke von Pillersee angehOrig: Veruocano, Porphyroide,
Chloritschiefer.
6. Bruchstucke von einem petrifizirten Hirschgeweih, geftin-
den im November 1875 nenn Fuss tief nnter der Erde
auf den Wiltauer Feldern, circa 20 Schritte von der
Glasfabrik entfernt gegen das tTempelwirthshausg hin,
in einer Sandgrube.
7. Eine Anzahl geologischer Fundstncke von Pillersee.
Geschenke:
No. 1 vom Herrn H. Grossrubatscher, L k. Ober-
lieutenant
No. 2 von Herrn Dr. Ch. Scharmer in Imst
No. 3 nnd 4 vom Herrn A. L. Flory in Innsbruck.
No. 5 und 7 von Herrn Mayrhofer, Bergbeamten in
Fieberbruun.
0. Botamh.
1. Herbarium autographum ceteberrimi Dr. Guarinoni
Hypoliti, quondam Archi-Jatri Serenissimae D. Dae.
Archiducissae Magdalenae ab Austria fundatriob Goenobii
nobilium Matronamm Halae. Ab anno Domini 1620
usque 1670. NB. In paginis 1 — 106 hujus tomi oon-
tinentur 668 plantae. —
Dieses werthvolle Herbarium, ein Unicum seiner Ait
wurde dem Ferdinandeum geschenkt von Sr. Hochwurden
Johannes Frenninger, Pralaten des Stifles WHten.
D. Zoologie.
1. Bombix von Jama-Mai (Eichenspinner) in seiner ganzen
Entwicklung 2ur Anschauung gebracht In einem
mit Glas bedeckten Kastchen. Geschenk des l5bL
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— a —
CentTal-Ausschusses der Landwirthschaftlichen Vereine
Tirols.
II. Knnstsammlungen.
A. GhemdZde tmd Hcmdzeichnungen.
1. Martin Knoller. Zwei Oelgemalde, Portrate des
Joliann Franz de Lama, Kammerprokurator (1790), und
seiner Gemahlin Anna Maria, geb. von Sterzinger + 1819,
Brastbilder in Lebensgrflsse.
2. Franz Unterberger. Siiditalienische kandsbhaft
, Porto di Capri8 Oelgemalde. Hoch 1. 20 Met, breit
95 Centim.
3. FerdinandUnger. Ein Oelgemalde vorstellend Walther
von der Vogelweide. Hoch 1.07 Met., breit 86 Centim.
4. Adelswappen des Andreas Hofer. Aquarell.
5. Ein Aquarell-Bild von Josef Striokher, darstellend
den Kampf urn die Innbrdcke zu Innsbruck 1809.
(Nacb Altmutter).
6. Zwei kleine Aquarell-Gemalde auf Spinngewebe. Gemfclt
von Jobann Burgmann von Bruneck. «. Ein Mad-
chen mit einem Scbmuckkastchen. b. Ein Madchen tiiit
einem Papagei.
7. J. J. Carl Henrici. Portrait eines Knaben. Oel-
gemalde. Hoch 40 Centim, bteit 30 Centim.
8. Eine Handzeichnung (Sepia) angeblich von Professor
Fischer, vorstellend das Cenotaphinm Kaiser Josefs II.
in Wien.
9. Ein Aqaarell gezeichnet von K ape Her im J. 1815,
vorstellend die vier Stande Tirols.
10. Ein Portrait des Kaisers Franz II. MiniatuivAquarell
mit Deckferben. Angeblich gemalt vom Hofmaler Pranz
Anton Zeiler.
11. Ernest La fite. p0rtait des k. k. Arcieren-Leibgarde
und Rittmeisters Gustav Amon Bitters von Treuenfest,
Ehrenmitglied des Ferdinandeums. Oelgemalde. Hoch
79 Centim., breit 62 Cent, (gem. 1871).
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— 4 —
12. Jean Rouillard. Das lebensgrosse Portrait des tirol.
Bildhauers Dominik Malknecht In Oel gemalt zn
Paris 1843. Hooh 1 Meter, breit 80 CentinL
13. Carl Blaas, Historienmaler von Naaders in Tirol
Des Kiinstlers eigenes Portrait. Brustbild in Lebena-
gr5sse. Hoch 64 Centim., breit 50 Gentim.
14. Giovanni Piazetta. Ein Oelgem&lde, darstellend
den hi. Josef. Brustbild. Hooh 70 CentinL, brat
50 Centim.
15. J. J. Carl Henri ci. Das Jesuskind. Brustbild. In
Oel anf Holz gemalt. Hoch 18 Cent, breit 12 Gent
Geschenke:
No. 1 von der Hoohwohlgebornen Fran Emma v. Gamer,
Prasidentens-Gattin.
No. 4 8 10 vom Herrn Statthalterei-Bath Wieser.
No. 5 vom Herrn Professor Hugo Sohdnach.
No. 6 vom Herrn Kaufmann Franz HSlzl in Innsbruck
No. 7 and 16 von der Hochgebornen Fran Marie Grffin
v. Firmian.
No. 12 vom Herrn Amon Ritter von Treuenfest
No. 13 von dem am 7. Mai 1876 zn Paris verstorbeneo
Bildhauer Dominik Malknecht legirt
No. 14 vom Klinstler, Herrn Professor Carl Blaas in
Wien.
B. Plaatischs Werke.
1. Johann Preleuthner. Lebensgrosse Gypsstatoe
Andreas Hofer's, Modell zu dem von demselben Kflnat-
ler in Marmor ausgeftthrten Original im Waffen-Musewn
des k. k. Arsenals zu Wien.
2. Von demselben Kiinstler obige Hofer-Statue im kleinern
Massstab, 74 Centim. hoch, ebenfalls in Gjrps.
3. Sebastian Stein er. Ein Haut-Relief in Holz (das
Portrait des sel. Gubernial-Bathes J. Staffler). Hoch
22 Centim., breit 16 Centim.
4 Anton GrSbmer. Lebensgrosse GypsbfLste des 1869
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— 5 —
verstorbenen Dr. Johann Hasslwanter, Landeshauptmanns
von Tirol.
5. Drei altdeutsohe Statuetten von Holz, gekauft vom Bild-
hauer Moroder zu St Ulrioh, GrSden.
a. Maria mit dem Kinde (HimmelskSnigin).
h. der hi. Leonhard.
c. der hi. Hieronymus.
6. P. Nocker. Ein Relief in Birnbanmholz geschnitzt,
vorstellend Madonna mit dem Kinde and einem Engel,
der dem Kinde auf einem Seiteninstrumente vorspielt
Im Hintergrunde der hi. Jose£ Nach dem Original-
gem&lde von Karl Miiller. Hooh 29 Centim., breit
24 Centim.
7. Heinrich Natter. Lebensgrosse Portr&t-BtLste der
Historienmalers Franz Defregger. (Modell in Gyps).
8. Johann Unterkalmsteiner (aos Sarnthal). Gruppe
in Gyps, darstellend Oedipus nnd Antigone. Original-
Modell. In LebensgrSsse.
Gesohenke:
No. 1, 2 vom Kilnstler, Herrn Professor Prelentner in
Wien.
No. 3 vom KtLnstler Herrn Professor Sebastian Steiner.
No. 7 vom Bildhauer Herrn Heinrich Natter.
No. 8 vom Kttnstler, Herrn Unterkalmsteiner d. Z-
in Rom.
0. Kupferstiche, StaMstiche, LUhographien und
PhotograpHen.
1. Zwei kleine kolorirte Photographien: die Portr&te zweier
Enkel Andreas Hofer's, Ferdinand und Josef Edle v. Hofer.
2. Ein Kupferstich von J. P. Pichler naoh dem Gem&lde
von v. Hetsch, vorstellend Vespasianus und Julius
Sabinus.
3. Eine Photographie : Alte Ansieht der Stadt Innsbruck
vom J. 1565 nach einem Gem&lde im Palazzo vechio
zu Florenz.
Google
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— 6 —
4 Tiroler Bilder fiir's Stereoscop (25 Photogiaphfen, mei-
8tens Ansichten von Oberinnthal) mit Beschreibiiig von
Dr. J. Mflller. Ntebst Apparat
5. Eine photographisohe Aufhahme des ftber dem Dnrch-
gang beim a. g, hohen Haas in Meran erogemanerten
antiken G5tterbildnisses (Kopf mit rechts und links in
das Gesicht gesetzten Fliigeln).
6. Zwei Photographien eines Armleuchters aus dem Noas-
berge mit dem Madrazzisohen Wappenschilde.
7. Eine Photographie nach dem graflich von Hennebergischen
Grabdenkmal an der Anssenseite der Pfarrkirche za
Bozen.
8. Erne Photographie: Friedrich mit der leeren Tasche gibt
steh seinem Volke in Landeok za erkennen. Nach Pro-
fesgor Schranz's Original im Besitze S. M. d&s Kaisers
von Oesterreich.
9. Sine grosse Photographie: Das Portrait des k. k. Feld-
zengmeisters Franz Freih. v. Kahn.
10. Zwei Lithographien: , Aspern am 21. Mai 1809.* Nach
einem Entwurf von S. Warmuth, lithogr. von Strass-
gschwandtner.
11. Erne Photographie nach Jakob Gliber's Modell zu
einer Statue Andreas Hofers.
12. Vier Original-Radirungen von Josef Anton Koch,
vorstellend:
a. Die HSllenstrafe der Tyrannen.
b. Eampf des hi. Franciscas mit dem Teafel run die
Seele des Grafen Guido Montefeltre.
c. Der Wald nut den allegorischen Thieren.
d. Der hSUische Chaaron.
AUe vier naol* Dante's Divina Gomedia.
13. Ein Kupferstich von Johann G. Pichler, voretellend
den Feldmarsohall Laudon. Abruck vor der Schrift
14. Eia Kupferstioh von J; A. Friedrich nach Mich. Jg.
MUdorfer. Vorstrflend Dr. H. Baochettoni den tirol.
Standen sein Werk widmend 1726.
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— 7 —
Geschenke:
No. 1 vom Herm Carl Edlen v. Hofer, Mandator and
Ehrenmitglied des Ferdinandeums in Wien.
No. 2 vom Herrn k. k. Statthalterei-Rath Johann Wieser.
No. 3 vom Herrn Hofrath Dr. Jnlins Ficher, k. k. Uni-
versit&ts-Professor.
No. 4 vom Herrn Dr. Isidor Muller, k. k. Notar in Silz.
No. 5 vom Herrn Dr. v. Laurent in Meran.
No. 6 und 7 vom Herrn Hngo Ritter v. Gold egg, k. k.
Kammerer in Meran.
No. 8 9 und 10 vom Herrn Rittmeister Amon Ritter von
Treuenfest Ehrenmitglied des Ferdinandeums in Wien.
No. 11 vom Herrn Jakob Gliber, Bildhauer in Wien.
D. Karten und PlVme.
1. Generalkarte von Tirol und Vorarlberg. Nach den
Karten Peter Anich's und Blasius Huebers verfasst von
Jgnaz Karl Mttller, k. k. o. 5. Hofbauamts-Kon-
trollor 1791. Handzeichnung. Ein Blatt.
2. Die Blatter m. IX. XXIV der Dufour'schen Karte der
Schweiz, geognostiscb kolorirt.
Geschenke:
No. 2 von der geologischen Commission der Sohweiz.
III. Nomismatlsche Sammlnng.
1. Vier kleine Munzen, darunter 1 Silbermunze (Herzog
Leopold) 1 Silbermunze (Erzh. Ferdinand Carl 1649)
1 Sandwirthskreuzer 1809 und eine alte Eupfermiinze.
2. Eine grdssere sehr schSne Silber-Medaille, geprSgt zur
Erinnerung an das 25 jShrige Regierungs-Jubilaum Seiner
Majest&t des Kaisers Franz Josef I., 2. Dczember 1873.
3. Eine grosse sehr schdne Silber-Medaille gepragt zur
Erinnerung an den verstorbenen k. k. Admiral Wilhelm
v. Tegetthoff.
4. Grosse Silber-Medaille (4 Thaler) von Josef I. als
tirolisoher Landesffirst
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— 8 -
5. Zwei Silbersttlcke, anscheinend Negative von Mfinzen
des lezten Fiirstbischofs Carl Franz Lodron von Brixen
darstellend das f. b. Brixnerische Wappen).
6. Eine Denkmedaille (Silber) auf die Installation des
Probstes Dalpiaz in Bozen 1821.
7. Denkmttnze (Silber) auf den Erzherzog Peter Leopold.
8. Ein 20 Frankenstflck aus den 100 Tagen (Gold).
9. Ein Doppelthaler : Ferdinand Carl von Tirol (Silber).
10. Eine Taufinttnze (Silber).
11. Eine Taufiniinze (Blei).
12. Eine Silbermedaille : Clemens XL
13. Eine Silbermunze: Johannes Ernest, Erzbischof von
Salzburg 1694.
14. Silber mftnze: Wolfgang Bruno v. Mannsfeld 1619.
15. S&kular-Medaille auf Liborius (Paderborn) Silber.
16. Silbermunze: Christ Ludwig von Braunschweig-Lflne-
burg 1650.
17. Silbermftnze: Franz I. 1757.
18. Silbermftnze: Carl VL 1714.
19. Vier Stflck mittelalterliche Silbermftnzen.
20. Sechs Stuck mittelalterliche Silbermunzen.
21. Drei Silbermtlnzen :
a. Em Thaler, Cursachsen 1537.
b. Erne Salzburger Medaille v. 1628 (Erzbischof Paris
Lodron. Uebertragung des hL Rupert und Viigil).
o. Silbermunze von Cosmus III. v. Toskana d. J. 1676.
22. Ein Jetton von Stettner auf den Einzug der Alliirten
in Paris 1814.
23. Zinnmflnze auf das bairische Uebungslager bei Augs-
burg 1846.
24. Ein Tiroler Thaler: Erzherzog Ferdinand (ohne Zahrzahl).
25. Vier Medaillen in Bronze:
a. Auf das 500 j&hrige Jubilaum der Wiener Universitat,
12. Maxz 1865.
b. Auf den Feldmarsohall Grafen Radetzky (mit der
SiegesgSttin und der Umschrift: De Italis 1848 1849).
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— 9 —
o. Auf Andreas Freiherrn von Stiflft (1834).
& Auf Anton Friedrich Graf v. Mittiwsky, Obersten
Kanzler 1830. (Gepr> 1841).
26. Ein Doppelthaler von Erzherzog Ferdinand Carl als
Graf von Tirol. (Ohne Jahrzahl).
27. Ein Thaler von Erzherzog Maximilian Deutschmei-
ster 1618.
28. Ein Thaler von Erzherzog Leopold V. 1622.
29. Ein Thaler von demselben 1627.
30. Ein Thaler von Karl VI. 1737.
31. Ein Vereinsthaler der freien Stadt Frankfort vom
Jahre 1860.
32. Drei Stfick Thaler vom Erzherzog Leopold 1626.
1628. 1632.
33. Ein 2 % Thaler Stftck vom Erzherzog Leopold und
Claudia 1628 geprfigt zur Erinnerung an die Erbauung
der Jesuiten-Kirche mit dem Collegiums-Geb&ude der
Jesuiten zu Innsbruck.
34. Ein Gold-Doppeldukaten von Erzherzog Ferdinand Carl
(Ohne Jahrzahl).
Gesohenke:
No. 1 vom Herrn Professor Dr. Franz Wieser in Inns-
bruok.
No. 2 und 3 von Seiner Exzellenz dem Herrn Obersrkftm-
merer und Feldzeugmeister Franz Grafen von Cren-
neville.
No. 8 bis inclusive 18 vom Herrn Anton Falger zu Elbi-
genalp, Ehren-Mitglied des Ferdinandeums, f Dez. 1876.
No. 19 vom Herrn Gemeinderath Franz Unterlechner
in Klausen.
No. 20 vom Hochwiirdigen Herrn Josef Tappeiner,
Curat in Barbian.
No. 21 22 23 vom Herrn Museums- Vorstand Hofrath
KiechL
No. 31 vom Herrn JosefMalf^r, Altbtiigermeister in Auer.
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— 10 —
IV. Heraldische Sammlung.
1. Drei sehr schflne Siegelabdrftcke eines Vormundschaft-
Siegels der Grafen von Montfort Geschenkt vom
Herrn Altbtirgermeister Wilhelm Rhomberg in
Dombim.
Y, Alterthflmer, antike and mittelalterliche, sowie
verschiedene geschichtlicho und kulturgesshichtliche
Gegenstande.
1. Eine mittelalterliche Pfeilspitze, gefonden in Zams hinter
dem Schrofensteiner Haas (neben zwei Todenschideln).
2. Mehrere Bruohstiicke von antiken Urnen nebst einigen
kleineren Gefassen von Thon, gefonden 1874 im s. g.
Scherergarten za H5tting, wo schon im Jahre 1864
mehrere gr5ssere Urnen and BronzegegenstSnde aasge-
graben warden.
3. Eine sehr schDne doppellaufige Jagdflinte mit Veraerun-
gen, gearbeitet von Le Page in Paris, Abgesehen von
der sehr schonen Arbeit ist diese Flinte fir die Museums-
Sammlang besonders desswegen von Werth and Be-
deatang, weil sie als ein Legat des am das Land Tirol
hochverdienten Feldzeagmeisters Baron Rossbach mit
dessen eigenhftndiger Widmung flbergeben wurde. Diese
Flinte war friiher im Besitze des F.-Z.-M. Baron Haynan,
welcher sie im Jahre 1853 testamentarisch dem F.-Z.-M.
Baron Rossbaoh vermachte.
4. Eine s. g. japanesische Glocke (Bronze) mit erhabenen
Verzierungen and eingravirten Inschriften. Hoch 32 Cent,
Darchmesser an der Basis 25 Centim. Cylinderartige
Form.
5. Ein gepresstes Medaillon, Silber and vergoldet, darstel-
lend die Taafe Jesa. Arbeit von L. Heaberger.
6. Mehrere Gegenstande, welche im Thale Ulten aufgefunden
warden:
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a. Vier mittelalterliche Spiesse seltener Form.
b. Drei Hellebarden.
c. Eine dreizackige Kriegswaffe (selten).
d. Ein Sabel mit Griff von Hirschhorn.
e. Ein Degen mit der Inschrift Gio Antonio.
f. Ein sehr alter Dolch, seltener Form, vierkantig mit
Griff von Horn.
g. Zwei andere Dolche.
h. Ein zinnernes Salzgef&ss (interessante Renaissance).
Anf der Oberflache eingravirt die Anfangsbuchstaben
H. D. nnd die Jahreszahl 1669.
7. Ein mittelalterliches Bronze-Figfirchen, Reiter(Rossfehlt),
gefimden 1875 beim Ban eines Hauses in der Welser-
gasse zu Innsbruck, 6 Fuss in der Erde.
8. Ein Henkel von Bronze. Gefimden in Brez im Nonsberg.
9. Sechs Stuck antike Bronze-Gegenst&nde , worunter 1
ganz kleine Fibel, 2 s. g. Haamadeln. 1 Fragment von
einem Stylus, 1 Kettohen, und das Bruchstuck von einer
Spange. Grefunden bei Gloz im Nonsberg.
10. Drei Fragmente von einer antiken Bronze- Vase mit
Verzierungen, und 1 Fibula. Nebst zwei kleinen r5m.
Mflnzen. Grefunden zu S. Zeno im Nonsberg.
11. Zwei mittelalterliche Pfeile und eine Pfeilspitze. Grefun-
den beim Schlosse Wiesberg, Bezirk Landeok.
12. Ein mittelalterlicher Ritterhelm mit sch5nen eingravirten
Verzierungen und zwei Portraten.
13. Eine mittelalterliche Reiterlanze, Grefunden am Fern-
stein, Oberinnthal.
14. Ein Radschloss aus dem XVLLL. Jahrhundert, eingravirt:
„Jo Michel Rinspacher in St5rzing."
15. Zwei zusammengehdrige eiserne Medaillen- oder Siegel-
Stempel der Familie von Reisach. Gravirt von Neuss.
Avers: das Portrait des Theodoricus Reisacher 1511,
mit Umschrift. Revers: Das Wappen der Grafen von
Reisach 1805, mit Umschrift
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— 12 —
16. Ein sogenanntes Holehippen-Eisen Aus der Mitte des
XVI. Jahrhunderts mit eingravirtem Wappen, einer
weiblichen Figur mid Umsohriften.
17. Ein eiserner Nonnen-Bussgiirtel aus dem ehemaligen
Damen8tift zu Hall.
18. Eine Hellebarde aus dem XVn. Jahrhundert *
19. Eie hellebardenartige kleine Waffe symetrischer Form.
Mit Spuren eheinaliger Goldverziemng. Aus dem XYL
Jahrhundert.
20. Zwei Miinzwalzen von Erzherzog Ferdinand.
21. Drei gravirte Kupferplatten :
a. Das Portrat von Andreas Hofer.
b. HI. Familie von Spitzer 1816.
ci Geographische Karte der Gegend von Innsbruck. Yon
Franz Zoller.
22. Vier weisse Atlasbftnder (mit je zwei Schleifen) von den
Kranzen, wonrit die Mitglieder der Landesschutzen-Com-
pagnie Innsbrack-Stadt am 10. Jahrestage des Gefech-
tes von Caffaro (1866). am 25. Juni 1876 das Denk-
mal far die gefallenen Landesvertheidiger in der Hof-
kirche zu Innsbrnok schmiikten.
23. Eine grosse eiserne Kassa-TYuhe etwa aus dem Ende
des XVI. Jahrhunderts. Das sebr komplizirte Schloss
ist durch einen kunstreioh geformten 5sterreichischen
Adler verziert. Diese Truhe war bis in die neuereZeit
im Kassen-Amte der Saline zu Hall verwendet und kam
dann im Jahre 1876 an das Ferdinandeum als Gresdhenk
des k. k. Finanzmigisteriums.
24. Ein sehr schftner Ritterhelm mit eingravirten Arabesken
und der Umschrift: tKarl Schurff zu Schennwor, Obrister
Erblandjagermeiiiter der Grafschaft Tirol.* (1574).
25. Eine eiserne Gesiohtsmaske aus der Ritterzeit Greftmden
bei der Schlossruine Aufenstein nachst Matrei, am Ein-
gang in's Navisthal.
26. Erne Tabaksdose aus Hirschhoru, leicht mit Silber be*
schlageu. Der Deckel sehr kunstreioh gearbeitet in
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— 13 -
Relief, vorstellend : Abschied zweier Liebenden. Aus
der n. H&lfte des XVIII, Jahrhunderts.
27. Verschiedene antike Bronze-Gegenst&nde, ausgegraben
im Jahre 1844 auf dem Berg Isel.
28. Zwei Degen aus der'Zeit des 30. jahr. Krieges. Der
eine mit eingravirten Verzierungen und der Inschrift:
,Soli Deo Gloria.1
29. Eine alte Messerklinge aus dem Leichenfelde in Igels,
gefimden 1876.
• Gesohenke:
No. 1 vom Herrn von Leiss in Innsbruck.
No. 2 vom Herrn Professor und Bezirks-Schulinspektor
Johann Sohuler.
No. 4 vom Herrn Grasmayr, Glookengiesser in Wilten.
No. 7 vom Herrn Anton Hohenauer, Bauunternehmer
in Innsbruck.
No. 11 vom Herrn Severin Rut Amtsschmid in Hall.
No. 22 vom Herrn Alois Epp, Fabrikanten in Innsbruck.
No. 23 vom h. k. k. Finanzministerium.
No. 24 vom lflblichen Stadt-Magistrat Kufstein.
No. 29 vom Herrn Baron v. Lazzarini.
VI. Technologische Gegenstitade.
1. Modell eines Mappirung-Apparates fur Distanzen-,
Curven- und Hflhenmessungen. Ein sehr sinnreich auf
richtigen mathematischen Prinzipien beruhendes Instrument
Der Erfinder ist Jakob Eisendle, ein einfacher Bauer
in Pflersch bei Gossensass. Er wurde daselbst 1811
geboren, wo er 1877 noch lebt Im Jahre 1873 war
dieses Modell in der Weltausstellung zu Wien ausge-
stellt, wofur der Erfinder von der internationalen Jury
mit dem Anerkennungsdiplome ausgezeichnet wurde. Die
Bozner Handels- und Grewerbekammer votirte dem
genialen Bauern ein Ehrengeschenk von 50 fl. wogegen
derselbe das Modell dem Landesmuseum als G^schenk
flberliess.
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2. Kleine Zwirn-Maschine ftir l&ndlichen Hauagebrauch.
Erfundenund verfertigtvon Jokob Eisendle ftiPfltech,
welcher das Modell ebenfalls dem Museum schenkte.
VII. Bibliothek.
A. Urhmden und Handsehriften.
1. Pfaundler Georg von. Kunst- Monuments and
Geschichte desalten and des neuen Inndbruoker Gottes-
ackers. 1874. Ms. m
2. Adelsdiplom auf Pergament fiir Dr. Georg Weltz zu
Bozen, aasgestellt von Kaiser Leopold I. 1675. Nebst
drei daza gehSrigen Dokamenten. Ms.
3. Abschrift einer Hofer-Urkande (Facsimile) d. d. 29.
August 1809 beziiglioh Uebergabe resp. Restuirung von
Gewehren an Hauptmann Campi, nebst Verweis und
Strafandrohung „fur die ubelgesinnten Menschen", welche
diesem Hauptmann ehrverletzende Grobheit angethan.
4. Meteorologische Beobactungen in Innsbruck 1837 — 1873).
Von Professor Dr. Carl von Dallatorre.
5. Ordnung und Confirmation der Ulteren Privilegien ffibr
die Schneider-Innung zu Innsbruck und dessen Dmge-
bung. Gegeben von Erzherzog Fefdinand Carl 1648.
Auf Pergament. Orig. Ms.
6. Vom Burgermaisrer und Bath der Stat Ynnsbrugg 1545
erlassene Kundmachung fur die Maister und Gesellen
des Schneider Handtwerchs. (Vorschriften fiber Grosse
und Form der verschiedenen Rleider nebst n Ordnung
des Handtwerchs der Sohneider-Bruederschaft u. s. w.1).
Auf Pergament. Orig. Ms.
7. Yon Kaiser Josef I. erlassene Ordnung ftir die Maistern
des Schneider Handtwerchs in Unserer Statt Innspragg
1708. * Auf Pergament Orig. Ms.
8. Yon der Kaiserin Maria Theresia erlassene Ordmung fiir
„die gesambte Maistern des Sohneiderhandweroks in
Unserer Statt Yhnsprugg 1745. Auf Pergament Orig. Ms.
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9. Ein Verkaufsbrief vom Jahre 1444 die Schneiderbruder-
schaft in Innsbruck betreffend. Pergament Orig. Ms.
10. Revers vom Jahre 1758 far das Handwerk and Haupt-
laad der Schneider zu Innsbruch von der Viertel-Laad
in Taufers. Pergament Orig. Ms.
11. Zwei Costumbttcher von den Jahren 1691 und 1779
von der Schneider-Laad zu Innsbruck. Mit sehr inter-
essanten Costume- Abbildungen in Aquarell. Orig.
12. Freisprechungsbrief ernes Schneidergesellen in Innsbruck
vom J. 1830.
13. Eine vollst&ndige Sammlung aller Handwerks-Ordnungen
der Stadt Augsburg. Folioband. Ms. aus dem 16. Jahr-
hundert
14. Pfaundler Georg von. Versuch einer geognostisch-
mineralogisen Statistik von Tirol und Yorarlberg. Mit
Karten. Ms. 1875.
15. Inama Sternegg Dr. Karl Theodor von. Beitrage zur
Geschiohte der Preise in Tirol. Im Auftrage der stati-
stischen Section der k. k. Landeskommission in Inns-
bruck far die Weltausstellung in Wien. 1873 fol. Ms.
16. Berichte des Hofrathes Freiherrn vou Hormayran den
Hofkammerpr&sidenten Grafen von 0 Donell d. d. Wien
29. Marz 1810 (bezaglich seiner Thfitigkeit in Tirol
w&hrend des Krieges) Ms.
17. Pfaundler Georg von. Kunstnotizen. Beilagen zur
Kunstgeschichte und Lexikon desselben Verfassers. 1875.
18. Derselbe. Notizen uber tirol. Adel und verdiente Per-
sonen vom J. 1865—1875 (Als Nachtrag zu dessen
fraherm Werk). Ms.
19. Derselbe. Geschichts-Regesten von Tirol und Vorarlberg.
(Nachtrag 1865—1875). Ms.
20. Derselbe. Innsbrucks Geschichte 1864 — 1875. Nach-
trag. Ms.
21. Derselbe, Kunstnotizen von Tirol und Vorarlberg. Nach-
trag von 1863—1874. M*.
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— 16 -
22. Landtag Leopolds I. zu Innsbruck 1668, foL Ms. Nebst
Anhang liber die Freiheiten Tirols u. 8. w.
23. Recht vnd Gesetz Des Pergs vnd Gerichts auf Vilan-
ders. (Original auf Pergament, and eine Abschrift aaf
Papier). Ms.
24. Falger Anton. Chronik vom LechthaL Mifvielen
Urkunden, Zeichnungen, lithographirten Plfinen u. s. w.
bis in die neueste Zeit fol. Ms.
V
G-eschenke:
No. 1 2 14 17 18 19 20 21. Aus dem Legat des Herrn
Georg v. Pfaundler, Ehren-Mitglied des Ferdinan-
deums f 1876.
No. 3 vom Herrn stud. phil. Soh5naoh in Innsbruck.
No. 4 vom Herrn Professor Dr. Carl v. Dallatorre in
Linz.
No. 16 vom Herrn G. Ritter von Am on in Wien.
No. 22 vom Herrn Ritter von Alpenburg.
No. 23 vom Herrn P. Christian Schlechter, Serviten-
ordens-Priester in Innsbruck.
No. 24 vom Herrn Vinzenz Murr, Hauptlehrer in Inns-
bruck.
B. Druchschriften.
1. Naturhistorische.
1. Leonhard und Geinitz. Neues Jahrbuch for Mlneralogie,
Geologie und Palaontologie. Jahig. 1874. Stuttgart
2. Flora, oder allgemeine botanische Zeitung. Jahrg. 1874.
1875. 1876. Regensburg.
3. Garcke Dr. Ang. Linnaea. Ein Journal fur die BotaniL
XXXVHI. Bd. Berlin 1874.
4. Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellsohaft. XXV.
XXVI. Bd. Berlin 1873. 1874.
5. Barrande Joachim. Systeme Silurien du Centre de la
Boheme, Iere Par tie: Recherches pal^ontologiques. Vol
II. Paris et Prague 1874.
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— 17 -
6. Broun J. A. Observation of Magnetic Declination made
at Trevandrum and Agustia Malley 1852 to 1869.
Vol. I. London 1874.
7. Hauer Franz Hitter von. Die Geologie und ihre
Anwendong auf die Kenntniss der Bodenbeschaffenheit
der osterr. ungar. Monarchie. Wien 1875. Mit dazu
gehifriger geologischer Uebersichtskarte deselben Ver-
fassers. 1875.
8. Siiss Eduard. Die Entstehung der Alpen. Wien 1875.
9. Heine man n H. v. Die Schmetterlinge Deutschlands
nnd der Schweiz. II. Bds. Heft 2. Braunschweig 1877.
10. Zittel Karl A. Handbuoh der PalSontologie. I. Bds.
1 Lfg. Miinchen 1876.
Geschenke:
No. 5 vom Herrn Verfasser.
No. 6 vom Herrn Verfasser.
2. Kunstgesohichte.
1. Lutzow Prof. Dr. Carl v. Zeitschrift far bildende
Kunst Jahrg. 1874. 1875. 1876. Leipzig. Berlin. Wien.
2. Mittheilungen der k. k. Central -Commision zur Er-
forschung und Erhaltung der Baudenkmale. Jahrgang
XIX. Wien 1874. und Neue Folge I. H. Bd. Jahrg.
1875. Wien. Dazu ein Supplementband. 1874. Ferner
Personen- Orts- und Sachregister zn dem I— XVH
Bande der Mittheilungen, Wien 1873—1875. Hft 1. 2. 3.
Geschenke:
No. 2 von der I5bl. k. L Central-Commission.
3. Technologie und Landwirthschaft
1. Dingier. Polytechnisches Journal. Jahrgang 1874.
Augsburg.
2. Bericht iiber die Thatigkeit des Central-Ausschusses der
k. k. Landwirthschaftsgesellschaft fur Tirol und Vor-
arlberg 1871—74. Innsbruck.
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— 18 —
3. Belrupt Carl Graf v. ErwSgungen CLber das Budget
des k. k. Ackerbau-Ministeriums. Innsbruck 1878.
4. Beitrage zur Statistik der Bodenkultur in Vorarlberg.
IV— VU Hft. Innsbruck 1873—1876.
5. Sperk B. Begrtindung einer Landes-Viehversicherungs-
Bank fur Tirol. Innsbruck 1874.
6. Petition der Handels- und Gewerbekammer in Innsbruck
in Betreff der Aufhebung des tirol. Getreideaufschlages
d. d. 21. Dez. 1872. Innsbruck 1874.
7. Baumgarten Jobann. Anleitung zum eintraglich-
sten Betriebe des Weinbaues in Oesterreich. Wien 1856.
8. Wilkens Dr. Martin, Die Alpenwirthschaft der
Schweiz, des Algaus und der westSsterreichischen Alpen-
l&nder. Wien 1874.
9. Trientl Adolf. Der Wald von Nordtirol. 1876.
Geschenke:
No. 2 vom l5bl. landwirthschaftlichen Central- Ausschusse.
No. 3, 4, 5. 6. 9 von der l5bl. Wagner'schen Unversit&to-
Buchhandlung.
No. 7 vom Herrn Amon Ritter von Treuenfest in Wien.
4. Geschichte, Geographie, Topographie, Bio-
graphie, Statistik und Arcbaologie.
1. Vincenz von Ehrhart Nekrolog. Verfasst von Robert
Ziinmermann. Wien 1873.
2. Stenographische Sitzungsberichte des Landtags Vorarl-
berg zu Bregenz vom J. 1864 bis inclus. 1876.
3. Tangl Karlmann Dr. Handbuch der Geschichte des
Herzogthums KSrnten. IV. Bds, 4. Hft Klagenfurt 1874
4. Huber Al. Dr. Greschichte der Einfuhrung und Verbrei-
tung des Christenthums in Siidostdeutschland. 4. Bde.
Salzburg 1873-1875.
5. Moosmann F. X. Kleine Geographie des Landes Vor-
arlberg. Bregenz (1873).
6. Moor Conradin v. Geschichte von Curratien und der
Republik „gemeiner drei Bunde* (Graubiinden) XTV. Hft
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— 19 —
Schluss. Cur 1874. Nebst Supplement: Historisch-
chronologischer Wegweiser zu obiger Geschichte. Cur 1873.
7. Rapp Lugwig. Die Hexenprozesse und ihre Gegner aus
Tirol. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte. Innsbruck 1873.
8. Schonherr Dr. David, Ueber die Lage der angeblich
verschiitteten Romerstadt Maja. Innsbruck 1873.
9. Erdinger Anton. Dr. Josef Fessler, Bischof von St.
PSlten. Ein Lebensbild. Brixen 1874.
10. Bidennann Dr. H. J. Die Italianer im tirolischen Pro-
vinzial-Verbande. Innsbruck 1874.
11. Die Denkscbrift der Abgeordneten aus dem ital. Theile
der Provinz Tirol. Vom histor-. staatsrechtlich-5kono-
mischen Standpunkte beleuchtet Innsbruck 1874.
12. Beckh-Widmanstetter L. Ulrichs von Liechtenstein, des
Minnesangers Grabmal auf der Frauenburg. Graz 1871.
13. Ladurner P. Justinian. Die Familie der Edlen von
Negri di S. Pietro. Innsbruck 1874.
14. Bossi-Fedrigotti Filippo Conte. Anna Baldovinl Fram-
mento di storia patria. Rovereto 1874.
15. Hartmann-Franzenshuld E. v. Dr. Quellen zur Geschichte
des Hauses Collalto. Wien.
16. Derselbe. Deutsche Personen-Medaillen des XVI. Jahr-
hunderts. (Sep. Abdr.). Wien 1873.
17. Derselbe. Ueber das Studiuin der Heraldik. Wien 1873.
18. Codex diplomaticus et epistolaris Moraviae. VIII. und
IX. Bd. Vom J. 1350—1366. Herausgegeben im Auf-
trage des mahr. Landesausschusses vom V. Brandl.
BrQnn 1874. 1875.
19. Muchar Dr. Alb. v. Geschichte der Steiermark. EX. Bd.
(Register). Graz 1874.
20. Prantl Dr. Carl. Geschichte der Ludwig-Maximilians-
Universitat in Ingolstadt, Landshut, Miinchen. 2 Bande.
Mftnchen 1872.
21. Amtliche Sammlung der alteren, eidgen5ssischen Ab-
schiede. (I. Bd. zweite vermehrte Ausgabe, IV. Bd. 1.
a. und V. Bd. 1.). Bern, Luzern, Brugg 1872—1874.
2*
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— 20 —
22. Fischer Alois Dr. Aus meinem Amtsleben, H Auflage.
Innsbruck 1860.
23. Moinmsen Theodor. Corpus inscriptionura latinaroui.
Voluminis III. pars 1. 2. Berolini 1873.
24. Monumenta Conciliorum generalium seculi XV. Conci-
lium Basilense. Spriptorum Tomi I. n. Vindobonae
1875. 1853.
25. Busson Arnold. Zur Geschichte des grossen Landsfrie-
densbundes deutscber Stadte. 1254. Innsbruck 1874.
26. Stumpf-Brentano K. F. Die Wirzburger Immunitats-
Urkunden des X. und XI. Jahrh. Innsbruck 1874.
27. SchBnherr Dr. David. Das Schloss Runkelsteiu bei Bozen
Mit einem Inventar des Schlosses vom 1493. Inns-
bruck 1874.
28. Chronik der Benediktiner-Abtei St Georgenberg, nun
Fiecht in Tirol. Verfasst von einem Mitgliede dieser
Abtei. Innsbruck 1874.
29. Eine sehr werthvolle Sammlung von inehreren hundert
BUndchen Tirolensien in Druckwerken und Manuskripten
aus dem Nachlass des Professors Dr. Theodor Ritter
von Kern. Ferner eine grossere Anzahl von Tirolenrien
aus dem . Nachlasse des sel. Gubernialrathes Theodor
Ritter v. Kern.
30. Eine gr5ssere Anzahl Druckwerke und Manuskripte aus
alterer und neuerer Zeit, die sich auf Geschichte und
Statistik von Tirol beziehen. Aus dem Nachlasse des
k. k. Archivdirektors Dr. Georg W5rz.
31. Alethinos. Der Krieg in Deutschland im J. 1809 und
dessen Resultate politisch und militfirisch betrachtet
Miinchen 1810.
32. Zetl Jakob. Die Chronik der Stadt Steyer 1612—1635.
Revidirt von L. Edlbacher. Ltnz 1874.
33. Egger Josef Dr. Geschichte Tirols. II. Bd. Innsbruck 1876.
34. Jung Julius. Zur Geschichte der Gegenreformation in
TiroL Festschrift. Innsbruck 1874.
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- 21 —
35. Mitterrutzner Dr. J. C. Dr. Ignaz Knoblecher, apost
Vikar der katholischen Mission in Central-Afrika. Eine
Lebensskizze. Brixen 1869.
36. Heigel Dr. Carl Theodor. Andreas Hofer. Ein Vortrag.
Miinchen 1875.
37. Schematismus (Personalstatus) der Geistlichkeit der
DiCzesen Salzburg, Brixen, Trient. Jahrg. 1874. 1875.
1876.
38. Von der Pfordten Lndwig Freiherr v. Studien zu Kaiser
Ludwigs Oberbayerischem Stadt- und Landrechte. Miin-
chen 1875.
39. Oesterreichischer Milit&r-Kalender. Jahrg. 1857, 1858,
1861, 1865. Wien.
40. Bucelin Gabriel. Germania topo- chronostemato graphica
sacra et profana. Pars I.|Aug. Yind. 1655,
41. Rollet Dr. H. Die drei Meister der Gemmoglyptik
Antonio, Giovanni und Luigi Pichler. Eine biographisch-
kunstgeschichtliche Darstellung. Wien 1874.
42. Jakob Schell von und zu Schellenburg und seine Stif-
tungen. Laibach 1843.
43. Zingerle J. V. und Inama-Sternegg. K. Th. v. Die
tirolischen Weisthiimer. I. Thl. Unterinnthal. Wien.
1875.
44. Erinnerungsblfitter gewidinet dem Andenken des Alt-
landeshauptmanns von Tirol Dr. Eduard von Grebmer
zu Wolfsthurm, Landtags- und Reichsraths-Abgeord-
neten etc. etc. 1875.
45. Innsbrucker Wochentliche Anzeigen, Jahrg. 1799, 1800,
fortgesezt als Innsbrucker Wochenblatt, Jahrg, 1801,
1802, 1803, 1804, 1805, 1806, fortgesetzt als Inns-
brucker Zeitung, Jahrg. 1807, 1808.
46. Stenographische Berichte des Landtages ftir die gefBr-
stete Grafschaft Tirol der IV. Landtags-Periode. 1874,
1875. Innsbruck.
47. Kraus Viktor von. Maximilian I. vertraulicher Brief-
weohsel mit Sigmund Priischenk Freiherrn zu Stettenberg
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— 2V —
nebst einer Anzahl zeitgenftssischer das Leben am Hofe
beleucbtenden Briefe. Innsbruck 1875.
48. Josef von G5rres gesammelte Briefe. I. II. IH Band
Herausgegeben von Franz Binder. Munchen 1874.
49. Beheim-Schwarzbach Dr. Max. Die Zillerthaler in
Schlesien. Die jiingste Glaubenskolonie in Preussen.
Breslau 1875.
50. Oesterreichs Ehrenspiegel. National-Prachtwerk von B.
HQfel, Ritter von Bohr und A. Reitze. (Mit 48 Por-
traten in Stahl, nebst Text.) 12 Hefte.
51. Miihlbacher Dr. E. Die streitige Pabstwahl des Jahres
1130. Innsbruck 1876.
52. Reinhardt J. Ch. Kupfer-Kabinet, oder: Beschreibang
einer grossen Anzahl Kupfermunzen der neuern Zeiten.
I. II. m. in 1. Vol. Eisenberg 2827.
53. Leitzmann J. Wegweiser auf dem Grebiete der deutschen
Miinzkunde. Weissensee 1869.
54. Derselbe. Bibliotheca numaria. Verzeichniss s&mintlicher
im Zeitraum von 1800 bis 1866 erschienenen Schriften
iiber Miinzkunde. IL Aufl. Weissensee 1867.
55. Grote H. Miinzstudien. Neue Folge der Blatter ffir
Munzkunde I— V. VII. Bd. Leipzig 1835—1871,
56. Missong Dr. A. Zur Mlinzreform unter den romischen
Kaisern. 1869. (Aus der numismat Zeitschrift).
57. Cenni su la vita e su le opere di Carlo Antonio Pilati
stesi per la prima volta coll' aiuto di docuraenti.
Rovereto 1874.
58. J. F» Bohmer, Regesta imperii, VUi. Die Regesten des
Kaiserreichs unter Kaiser Karl IV. (1346—1378). Aus
dem Nachlasse B5hmer's herausgegeben und erganzt von
Alfons Huber. Innsbruck 1875—77.
59. Toffa P. Das BUndnerische Munsterthal, eine historisdie
Skizze nebst einem Anhange von bezflglichen Urkunden.
Chur 1864.
60. Sonklar Carl Edler von Innst&dten. Leitfaden der
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— 23 —
Geographie von Europa fur hflhere Lehranstalten II.
Auflage. Wien 1876.
61. Prokesch-Osten Ant. Freih. v. Geschichte des Abfalls
der Griechen vom tiirkischen Reiche im Jahre 1821
und der Griindung des Hellenischen KOnigreiches, 6 Bd.
Wien 1867.
62. Oesterreichische Geschichte fiir das Volk (von verschie-
denen Verfassem). Bande 1—6, 9. 12—17. Wien
1864-1871.
63. Die Reiter-Regimenter der k. k. Ssterreichischen Armee.
II. Auflage in 3 BSnden. Wien 1866.
64. Offlzieller General-Catalog der Welt-Ausstellung ' 1873
in Wen. II. Aufl. in 6 Banden. Wien 1873.
65. Coglienna Dr. Franz. Allerhochste Reise S. M. des
Kaiser* Franz Josef I. durch Triest, Gorz nach Venedig
Istrien, Dalmatien und Fiume im April und Mai 1875.
Wien.
66. Stamm Dr. Ferd. Geschichte der Arbeit. Wien 1863.
67. Vogl J. N. Dr. Ans dem alten Wien. (Anektoten aus
deni XVUI. Jahrh.) Wien 1865.
68. Helfert J A. Freih. Die Schlacht bei Kulm 1813.
Wien 18(3.
69. Zeibig Dr. H. J. Die Bibliothek des Stifles Kloster-
neubnrg. 3in Beitrag zur Literaturgeschicbte.
70. Weiss Dr. J. B. Geschichte der Kaiserin-KSnigin
Maria Thersia I. (der Erbfolgekrieg). Wien 1872.
71. Karajan Dr.Tb. G. v. Maria Theresia und Graf Sylva-
Taruca. Win 1859.
' 72. Abendstunden. Zwanglose Hefte zur Belehrung und
Erheiterung. I^-XII Hft. Wien 1875.
73. Der Feldzug 6r osterr. Armee in Italien im J. 1848.
I— IV. Abschntt. Wien 1854.
74. Stamm Dr. Ferl. Die Erde als Wohnort des Menschen.
Wien 1868.
75. Arneth. Archedogische Analecten. (Tafeln zu den
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— 24 —
Sitzung8berichten der philos. histor. Classe d. A. Band VL
Hft 1. 2. 3. 1851. Wien 1851.
76. Simony Friedr. Die Alterthtimer vom Hallstatter Sali-
berg und dessen Umgebung. (Beilage zu den Sitzungs-
berichten der philos. histor. Classe. Bd. IV. 1850.)
Wien 1851.
77. Sohmidl Dr. Adolf. Wegweiser in die Adelsterger
Grotte. II. Aufl. Wien 1858. Mit einem Hefte Tafeln.
78. Karajan Th. G. v. Die Geschichte des Concis von
Lyon 1245. (Aus dem IL Band der Denksdiriften).
Wien 1850.
79. Karabacek Dr. Josef. Numismatisohe Zeitscbrift. Bd.
IV— vm. Jahrg. 1872—1876. Wien.
80. Schulthess-Reohberg K. G. R. v. Thaler-CaKnet Be-
sohreibung aller bekannt gewordenen Thaler 3 B&nde.
Wien. Miinchen 1840—1867.
81. Engl Joh. Ev., Dr. Alois Weissenbach (g<b. zu Telfe,
gest. zu Salzburg) (BeitrSge zu dessen Biographie).
Salzburg 1876.
82. Girtanner Christoph. Historische Nachricben und poli-
tische Betrachtuugen fiber die franzdsiscle Revolution.
II. Aufl., fortgesetzt von F. Buchholz. Zusammen in
17. Bfinden. Berlin 1794—1804.
83. Verhandlungen der XXIX. Versamnlung deutscher
Philologen und Schulmanner in InnsVuck. vom 28.
Sept bis 1. Oct. 1874. Leipzig 1875.
84. Mayr Johann. Marquart von Anweile, Reichstruchsess
und kais. Lehensherr in Italien. Innbruck 1876.
85. Amon von Treuenfest Gustav Hitter r. Geschichte des
k. k. 12 Husaren-Regiinents 1800— 1 875. Wien 1S76.
86. Rapp Ludwig. Eine Jakobiner Ve*chw5rung in Tirol.
Episode aus der neuern Tiroler G^chichte. Innsbruck
1876.
87. Sander Hermann. Das Leben Riders des Bauere,
Dichters und Volksmannes aus dem Iregenzerwalde.
II. Aufl. Innsbruck 1876.
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- &5 -
88. Obrist J. G. Eine kulturliche Skizze. Dr. Balthasar
Conradinus, Innsbruck 1876.
89. Hunold B. Der Tiroler Maler Joseph SchSpf und seine
Werke. Erinnerung zur Enthttllungsfeier seines Denk-
mals zn Telfs 1875. Innsbruck.
90. Wurzbach Dr. Constant v. Biografisches Lexikon des
Kaiserthums Oesterreich. I— VIII. Thl. A— H. Wien
1856—1862.
91. Wolf Adam. Selbstbiographie des Malers Karl Blaas.
1815—1876. Wien 1875.
92. Bodemer Dr. Jakob. Bregenz am Bodensee. Topogra-
phische Studie. Mit einer Karte. Bregenz 1870.
93. Feldkirch und seine Umgebungen. WegweiserfiirFremde.
Mit einer Karte. Innsbruck und Feldkirch 1876.
94. Hohenbiihel Ludwig Freiherr von. Kurze Geschichte
des A&sitzes Taschenlehen bei Hall. Nach Urkunden.
Innsbruck 1976.
95. Schneller Christian. Ueber Ursprung und Fortgang der
rh&tischen Namensforschung. — Clementin Vannetti. —
Auf den griinen HShen von Folgareit — (Separatab-
driicke aus „Skizzen und Culturbilder8) nnsbruck 1877-
96. Zingerle Ignaz v. Schildereien aus Tirol. Innsbruck
1877.
97. Schneller Christian. Skizzen und Culturbilder. Inns-
bruck 1877.
98. Hermann Ludwig von Dr. Tiroler Volkstypen. Bei-
trage zur Geschichte der Sitten und Kleinindustrie in
den Alpen. Wien 1877.
99. Oefele Edm. Freih. Geschichte der Grafen von Andechs.
Innsbruck 1877.
100. Ficker Julius Dr. Beitrfige zur Urkundenlehre. I. Bd.
Innsbruck 1877.
101. Bericht der Handels- und Gewerbekammer in Innsbruck
iiber die gesammten wirthschafblichen Verhftltnisse Nord-
tirols in den Jahren 1871 — 1875. Erstattet an das
hohe k. k. Handelsministerium. Innsbruck 1876.
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— 20 —
102. Dimitz August Geschichte Krains von der altesten
Zeit bis auf das Jahr 1813. Mit besonderer Ruckdcht
auf Kulturentwiklung. 2 B&nde. Laibach 1875. 1876.
103. Gescblechts- und Wappenbesohreibungen zu dem Tyroffi-
schen neuen adelichen Wappenwerk. I. Bds. 1. Heft
Ntimberg 1791.
104. Der Krieg in Italien 1859. Nach den Feldakten und
* andern authentischen Qaellen bearbeitet. (Generalstabs-
Bureau fur Kriegsgescbicbte). DL ;HL Band. Wien 1876.
Geschenke:
No. 1 vom Herm Josef von Ehrhart, k. k. Hofirath
in "Wien.
No. 2 vom hohen Landes-Ausschusse von Vorarlberg.
No. 7. 8. 10. 25. 26. 27. 33. 43. 44. 46. 47. 51. 58. 84.
86. 87. 91. 92. 93. 96. 97. 98. 99. 100 von der lobL
Wagner* schen Universitats-Buchhandlung.
No. 12 vom Herrn Verfasser.
No. 14 vom Herrn Verfasser.
No. 15. 16. 17 vom Herrn Verfasser.
No. 18 vom b. ln&brischen Landes-Ausscbuss.
No. 20 vom Herrn Viktor Ritter von Ebner, k. k. Uni-
versit&ts-Professor in Graz.
No. 21 vom Herrn Bundes-Archivar Kaiser in Bern.
Wo. 22 vom Herrn Verfasser.
No. 24 und 61 vom Herrn Hoftatb Dr. Ernst Birk iu
Wien.
No. 28 von der Familie Kern v. Kernburg in Innsbruck.
No. 30 vom Herrn Sektionsrath Dr. Georg Worz in
Wien.
No. 32 vom Herrn General Carl v. Sonklar.
No. 34# 57 von der bohen k. k. Statthalterei zu
Innsbruck.
Na 35 vom Herrn Verfasser.
No- 38 vom Herrn Verfasser.
**°" 39. 45 vom Herrn k. k. Statthalterei-Rath Wieser.
-^
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— 27 —
No. 40. 42 vom Herrn Hugo Hitter von Goldegg, k. k.
Kammerer in Meran.
No. 56 vom Henm Verfasser.
No. 62 bis inclus. 78 vom Herrn Gustav Amon Ritter v.
Treuenfest k. k. Rittmeister u. s. w. in Wien.
No. 81 vom Herrn Verfasser.
No. 82 vom Herrn Museuins-Vorstand Hofrath KiechL
No. 85 vom Herrn Verfasser.
No. 94 vom Herrn Verfasser.
No. 95 vom Herrn Verfasser.
No. 101 von der I5bl. Handels- nnd Gewerbekam-
mer zu Innsbruck.
No. 102 vom Herrn Verfasser.
No. 103 vom Herrn J oh an n Brucker, Hausbesitzer und
MdbelhUndler zu Innsbruck.
5. Publicationen von Instituten und Vereinen.
1. Von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in
Wien:
a. Denkschriften. Philos. histor. Classe. Bd. XXH —
XXV. 1873-1876.
b. Denkschriften. Math, naturw. Classe. Bd. XXXTTT
—XXXVI. 1874—1876.
c. Sitzungsberichte. Phil. hist. a. LXXH— LXXXILBd.
1872—1876.
d. Sitzungsberichte. Math, naturw. CI. Erste Abth.
Bd. LXVI— LXXn. 1872-1876., Zweite Ahth.
Bd. LXVI— LXXHI. 1. 2., Dritte Abth. LXVI—
LXXH. 1872—1876.
e. Fontes rerum austriacarum. Diplomataria et acta.
XXXVn. XXXVIH. Bd. 1872. 1976., Scriptores
Vffl. Bd. 1875.
f. Archiv fiir Kunde 5sterreichischer Geschiohtsquellen.
Bd. XLVHI. 2 — LIV. 1. 1872—1876. Register
zum Archiv. 1 — 50. Bd.
g. Almanach 1873. 1874. 1875. 1876.
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- 28 -
b. Register zu den Sitzungsberichten philos. histor. CI.
i — 70. Bd. 1874.
2. Von der naturforschenden Gesellschaft in ZQrioh:
Vierteljahrsschrift. Jahrg. XVII -XX. Zftrich 1872
—1875.
3. Vom Freiberger Alterthumsverein:
Mittbeilungen X. XI. XII. Hft Freiberg 1873-1875.
4. Von der Smithsonian Institution in Washington:
a. Contributions to Knowledge. Vol. XVIEL XIX
Washington. 1873. 1974.
b. Annual Report for 1871. 1872. 1873. 1874. Was-
hington.
c. Miscellaneous Collections. Vol. X— XII. 1873. 1873.
5. Von der geologischen Reichsanstalt:
a. Jahrbuch. Jahrg. 1874. 1875. 1876. Wien.
b. Abhandlungen V. Bds. 6. Heft VI. Bds. 2. Heft
VII. Bds. 1—3. Hft. VIH. Bds. 1. Hft. Wien
1873—1875.
c. Verhandlungen 1874. 1875, 1876 Wien.
g. Vom Oesterreichischen Alpenverein:
Jahrbuch IX. Bd. Wien 1873.
7. Vom historischen Verein fur Niedersachsen in Hannover:
Zeitschrift. Jahrg. 1872. 1873. 1874/75. Hannover.
3, Von der Schlesischen Gesellschaft fur vaterlandische
Cultur:
a. Abhandlungen. Abtheilung furNaturkunde und Medizin
1872/73. Breslau 1873. Philos. historische Abth.
1872—74. Breslau.
b. Jahresbericht 51—54. Breslau 1872—1875.
c. Festgruss der Gesellschaft an die 47. Versamnilong
deutscher Naturforscher und Aerzte zu Breslau 1874.
j Von der Boston Society of Natural History:
a,. Memoirs. Vol. II. Part H. No. 2. — Part IV. No. 4.
Boston 1872—1886.
j^ Proceedings. Vol. XIV— XVHI. Part 1. 2. Boston
1872—1876.
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- 2d -
d. Occasional Papers II. (Hentz. The spiders of the
United States). Boston 1875.
10. Vom historisen Verein fur das Grossherzogthum Hessen :
a. Archiv fiir hessische Geschichte und Alterthumskunde
XIII. Bds. 2. Hft — XIV. Bds. 2. Hft. Darmstadt
1873-1876.
b. Register zu den 12 ersten B&nden des Archivs
u. 8. w. bearbeitet von Fr. Ristert. Darmstadt 1873.
c. Wagner G. W. J. Die vormaligen geistlichen Stifle
im Grossherzogthum Hessen. I. Bd. Darmstadt 1873.
11. Von der k5uiglichen Akademie der Wissenschaften in
Amsterdam :
a. Verhandelingen. Deel XIII— XV. Amsterdam 1873
—1875.
b. Verhandelingen. Letterkunde. II. Reeks. Deel VIII.
1875.
c. Verslagen en Mededeelihgen. 1 Afd. Natuurkunde.
II. Reeks. Deel VII. — Deel IX. Amst. 1873—
1875. 2 Afd. Letterkunde. II. Reeks. Deel III. IV.
Amst. 1873. 1874.
d. Jaarboek 1872. 1873. 1874.
e. Processen-Verbaal van de Vergaderingen 1872 —
1874.
f. Esseiva P. Gandia domestica. Amsterdam 1873.
g. Esseiva P. Musa. Elegia. Amst 1874.
h. Catalogus van de Boekerij. Deel I. Stuck I. 1874.
i. Ad procura Satira Petri Esseiva. 1875. Amsterdam.
12. Von der k. k. zoologisch- botanischen Gesellschaft in
Wien:
Verhandlungen. Jahrg. 1873. 1874. 1875. Bd. XXHI
—XXV. Wien.
13. Vom Verein fiir Geschichte der Deutschen in Bdhmen:
a. Mittheilungen IX. Jahrg. No. 7. — XV. Jahrg.
No. 2. Prag 1871—1876. ,
b. Jahresberichte IX— XIII. 1871— 1875. Prag.
c. Mitglieder-Verzeichniss des Vereins 1873,
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— 30 —
cL Lippert J. Geschichte der Stadt Leitmeritz. Mit 2
Karten. Prag 1871.
e. Laube Dr. G. C. Aus der Vergangenheit Joachims-
thals. Prag 1873.
f. Leeder Dr. C. Beitrage zur Geschichte von Aruaa.
L H. Prag. 1872. 1873.
g. Festschrift zur Feier des 10. Grundungstages des
Vereins 1871.
h. Pangerl Dr. M. Die Choden za Tans. Prag 1875.
i. Horawitz A. Caspar Bruschius. Prag und Wien.
14. Von der kdnig. bair. Akademie der Wissenschaften in
Mtknchen :
a. Abhandlungen. Historische Classe XII. Bds. 2. 2.—
Xin. Bds. 1. Miinchen 1874. 1875.
b. Abhandlungen. Philos. philolog. CI. XIII. Bds. 2. 3.
Miinchen. 2875.
c. Abhandlungen. Mathem. physikal. CI. EL Bds. 3.
Mlinchen 1874.
d. Sitzungsberichte. Philos. philolog. histor. CI. 1873.
Hft. IV. — 1876 Band I. Hft. 3. Mathematisch-
physikalische Classe 1873. Hft. IV. — 1876 Hft.
1. Mtinchen.
e. Monumenta boica. T. XII. Monachii 1875.
f. Lammont Dr. J. v. Annalen der Sternwarte zu
Miinchen Bd. XXXV. 1874. und XHL Supplement
1^ zu den Annalen der Sternwarte Miinchen 1874.
1 g. Almanach der Akademie 1875.
\ h. BischoflF Dr. Th. L. W. Ueber den Einfluss des
Freiherr Justus von Liebig auf die Entwicklung der
Physiologic Miinchen 1874.
i. D5llinger J. v. Gedachtnissrede auf KSnig Johann
von Sachsen. Miinchen 1874.
k. Vogel A. Justus Freiherr von Liebig als Begrunder
der Agrikultur-Chemie. Denkschrift. Munchen 1874
1. Pettenkofer Dr. Max. Freiherr v. Liebig zum Ge-
dachtniss. Rede. Mftuchen 1874.
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— 31 —
m. L9her Franz v. Ueber Deutschlands Weltstellung.
(Festrede 1874) Miinchen.
n. Erlenmeyer Dr. Emil. Ueben den Einfluss des Justus
Freiherrn v. Liebig auf die Entwicklung der reinen
Gbemie. Denkschrift. Miincben 1874.
o. Miiller M. J. Pbilosopbie und Theologie v. Averroes.
(Aus dem Arabischen). Miinchen 1875.
p. Beckers H. Scbellings Geistesentwicklung in ihrem
innern Zusamnienhange. Festschrift. Miincben 1875.
q. Radlkofer L. Monograpbie der Sapindaceen Gattung
der Serjania. Miinchen 1875.
r. Bursian Dr. C. Ueber den religi5sen Charakter des
griechischen Mythos. Festrede. Miincben 1875.
s. Buchner Dr. L. A. Ueber die Beziehungen der Chemie
zur Rechtspflege. Festrede. ^Miincben 1875.
t. Trumpp E. Einleitung in das Studium der arabischen
Grammatiken. 1876.
15. Von der Gesellschaft fiir Salzburger Landeskunde:
Mittheilungen XIII - XVI. Vereinsjahre 1873—1876.
Salzburg.
16. Von der k. preuss. Akadeinie der Wissenschaften in
Berlin.
a. Abhandlungen 1873. 1874. 1875. Berlin.
b. Monatsberichte 1874. 1875. 1876. Berlin.
c. Register zu den Monatsberichten 1859 — 1873.
17. Vom Verein fiir Siebenb&rgische Landeskunde:
a. Archiv. Neue Folge XL Bds. Hft. 1. — XH. Bds.
Hft. 3. Hermanstadt 1873—1875.
b. Jahresbericht des Vereins 1872 — 1875.
c. Reissenberger L. Ueber die von den Herren Pfarrern
A. B. in Siebenbiirgen gemachten Mittheilungen iiber
kirchliche Alterthiimer. Hermanstadt (1871).
d. Werner Karl. Die Mediascher Kirche. Herui. 1872.
e. Hochmeister A. v. Leben und Wirkeu des Martin
Edlen von Hochmeister 1767—1837. Hermanstadt
1873.
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- » -
f. Der siebenbiirgisch-s&chsische Bauer. Eine sozial-
historische Skizze. Herm. 1873.
g. Festgabe des Vereins: Beitrage zur Kenntniss Sfich-
sisch-Reens. Hermannst. 1870,
h. Fabritius K. Urkundenbuch zur Geschichte des Kisder
Kapitels vor der Reformation. Hermianstadt 1875.
i. Trausch J. Schriftsteller-Lexikon der Siebenburger
Deutschen. III. Bd. Kronstadt 1875.
k. Gymnasial-Programme von Hermanstadt 1872—75,
von Miihlbach, and Schfissburg 1873. 1873.
18. Vom historisch-antiquarischen Verein zu Schaffhausen:
Beitrage zur vaterl&ndischen Geschichte. IH Hit
Schaffhaussen 1874.
19. Vom historischen Verein von Unterfranken and Aschaf-
fenburg:
Archiv. XXH. Bds. 2. 3 Hft, XXHI. Bds. 1. 2.
Hft. Wiirzburg 1874. 1875,
20. Von der antiquarischen Gesellschaft in Ztirich:
Mittheilungen XVIII. Bds. Hft. 3. 4. (Allamanische
Denkm&ler, — Heraldische Ausschmiickung einer
ziirch. Ritterwohnung). XVm. Bds. Hft. 8. (Nyon
zur R5merzeit von J. J. Miiller). Ziirich 1875.
21. Von der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissen-
schaften:
Neues Lausitzisches Magazin: L. Bds. 2. Heft —
LH. Bd. GSrlitz 1874—1876.
22. Vom historischen Verein des Kantons Thurgau:
Thurgauische Beitrage. XIV— XVI. Heft. Frauenfeld
1874—1876.
23. Vom Verein ffir Geschichte urid Alterthumskunde in
in Frankfurt a. M.
a. Mittheilungen IV. Bds. No. 4., V. Bds. No. 2.
Frankf. 1872—1875.
h. Neujahrsblatt 1873—1876.
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— 33 -
24. Vom historischen Verein fur Steiermark:
a. Mittheilungen XXI— XXIV. Heft. Graz 1873—1876.
b. Beitrage zor Kunde steiermarkischer Geschichtsquellen :
X— Xm Jahrg. Graz 1873—1876.
c. Uebersicht (Register) aller Aufsatze in den Schriften
des histor. Vereins far Steiermark. (1874).
25. Von der Acad^mie Imp&iale des Sciences de St
Petersbourg:
a. M&noires. Tome XIX. No. 8. — XXIII. No. 1.
Petersbourg 1873—1876.
b. Bulletin. Tome XVm. No. 3. — XXII. Petersbourg
1873—1876.
c. Tableau g£n£ral de Matiere contenues dans les publi-
cations de FAcad6mie depuis sa fondation. I. partie.
1876.
26. Von der Maatschappiy der nederlandschen Letterkunde
in Leiden:
a. Handelingen 1872—1875. Leiden.
b. Levensberichten de afgestorvene Medeleden 1872 —
1875 Leiden.
27. Von der Royal Society of London:
a. Philosophical Transactions. Vol 163 — 165. 1. London
1874. 1875.
b. Proceedings. Vol. XXI. No. 146 — XXm. No. 163.
London 1873—1875.
a The Royal Society 1873. 1974.
d. Klein M. D. The Anatomy of the Lymphatic System.
I. II. London 1873. 1874.
28. Vom Verein fiir Kunst and Alterthum in Ulm and
Oberschwaben:
a. Verhahdlungen. Neue Reihe. VI. Hft. Ulm 1874.
b. Ulmisohes Urkundenbuch. Herausg. v. Dr. F. PresseL
I. Bd. Stuttgart 1873.
a Correspondenz-Blatt L Jahrgang, 1876. Ulm.
d. Die Riickseite des Zeitblom'schen Altares vom Jahre
Ferdinandeuma-Zeitschrift. 3
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— 34 —
1497 in der k. wiirtemb. Staats-Sammlung. (Sehr
schdner Farbendruck).
29. Vom zoologisch-mineralogischen Verein in Regensbnrg:
a. Correspondenz-Blatt.Jahrg.XXVn— XXIX. Regens-
burg 1873—1875.
b. Abhandlungen X. Hft. Miinchen 1875.
30. "Von der Greifswalder Abtheilung der Gesellschaft fur
Pommer'sche Geschichte and Alterthumskunde:
a. Pyl Dr. Th. Pommer'sche Geschichtsdenkinaler IV.
V. Bd. Nebst XXXVU. Jahresbericht Greifewald
1873. 1874.
b. Rosen Carl v. Vom Baltischen Strande. Rogisch-
Pommer'sche Lebensbilder. Greifswald 1876.
31. Vom Verein fur Naturkunde fur Oesterreich o. E.:
Jahresbericht V. VL VH. Linz 1874—1876.
32. Vom Verein fur Hamburgische Geschichte:
Zeitschrift. Neue Folge. IE. Bds. 3. 4. Hft Ham-
burg 1874. 1875.
33. Vom Verein fur Landeskunde von Nieder5sterreich :
a. Blatter fur Landeskunde von Niederosterreich. Neoe
Folge. VH— IX. Jahrg. Wien 1873—1875.
b. Topographie von Nieder5sterreich V — IX. Hft. Wki.
1873—1876.
34. Von der historischen Gesellschaft des Kantons Aargau:
a. Argovia. Jahresschrift. ViLL IX. Bd. Aarau 1874.
1875.
b. Eatalog der Bibliothek der Gesellschaft. Aarau
1874.
a Brunner C. Rdnigsfeldens Schicksale aus seinem
Urkundensohatze. Festschrift Aarau 1876.
35. Von der Oberhessischen Gesellschaft fur Natur- and
Heilkunde:
XV. Bericht Giessen 1876.
36. Vom Verein f6r Natur- und Heilkunde zu Presburg:
Verhandlungen. Neue Folge. 2. Heft. Presbuig 1874.
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— 35 —
37. Von der schweiz. entomologischen Gesellschaft :
Mittheflungen IV. Bd. SchaflFhausen 1874—1876.
38. Vou der k. bohm. Gesellschaft der Wissenschaften zu
Prag:
a. Abhandlungen. Jahrg. 1873. 1873. (6. Folge VI.
VH. Bd.) Prag 1874. 2875.
b. Sitzungsberichte. Jahrg. 1873. 1874. 1875. Prag.
39. Vom Literarischen Verein in Stuttgart:
Publication 114—130. Tiibingen 1873—1876.
40. Von der Gesellschaft znr Beffirderung der Geschichts-
Alterthnms- und Volkskunde von Freiburg u. s. w.:
Zeitschrift ILL Bds. 3. Heft. Freiburg i. B. 1874.
41. Vom Joanneum Graz:
a. Jahresbericht XXIII. XXIV. fiber die steiermarkische
landsch. Oberrealschule in Graz 1874. 1875.
b. Jahresbericht 62. 63. 64. des Joanneums. Graz
1874-1876.
42. Von der k. k. Geographischen Gesellschaft in Wien.:
Mittheilungen. Jahrg. 1873—1875. XVI— XVIH
Bd. (VI— VIE). Wien.
43. Vom Deustchen und Oeaterreichischen Alpenverein:
a. Zeitschrift V— VH. Bd. Mfinchen 1875. 2876.
b. Mittheilungen. Jahrg. 1675 1876. Frankfort a. M.
44. Vom Museum Francisco-Garolinum in Linz:
BerichtXXH— XXIV. Nebst XXVII— XIX. Lieferung
der Beitr&ge zur Landeskunde von Oesterreich ob der
Enns. linz 1874—1876.
45. Vom siebenbfirgischen Verein fir Naturwissenschaften :
Verhandlungen und Mittheilungen. Jahrg. XXIII —
XXVI. Hermanstadt 1873—1876.
46. Von der St Gallischen naturwissenschaftlichen Gesell-
schaft:
Berichte fiber die Th&tigkeit (derselben) 1872—1874.
St Gallen.
3»
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— 36 —
47. Von der historisch- statistischen Sektion der k. k. mSia,
schles. Gesellschaft zur Beftfrderung des Ackerbanes, der
Natur- und Landeskunde:
a. Schriften XVI. XX. XXII. Band. Brflnn 1867—
1875.
b. Diebl C. Landwirthschaftliche Reminiscenzen and
Conjanctaren im 100. Grundungsjahre der Gesell-
schaft Brunn 1870.
48. Vom Harz-Verein fur Geschichte und Alterthumskunde:
a. Zeitschrift Jahrg. VII— IX. Wernigerode 1874—
1876.
b. Mtinchhausen. Die Teppiche des Jungfrauenstiftes
Marienberg bei Helmstedt Wernigerode 1874.
40. Von der Geschichte- und Alterthumsforschenden Gesell-
schaft des Osterlandes:
Mittheiluugen VH. Bds. 4. HfL, Vffl. Bds. 1. Heft.
Altenburg 1974. 1875.
50. Von der Academy of Natural Sciences in Philadelphia:
Proceedings. 1873. part I— EL, 1874. part I— IIL
Philadelphia.
51. Von der historisch- antiquarischen Gesellschaft Gnta-
biindens:
Die Raeteis von Simon Lemnius. Schweizerisch-
deutscher Krieg von 1944. Epos in 9 Gesangen.
Mit Vorwort und Commentar von Pladdus Plattner.
Chur 1874.
52. Von der Commission Imperiale archeologique de St
petersbourg :
Compte-Rendu pour les ann&s 1870 et 1871. Avec
Atlas, St. Petersbourg 1874.
53. Von der Allgemeinen schweizerischen naturforechenden
Gesellschaft :
Verhandlungen der 56. Jahresversammlung in Schaff-
hausen 1873, der 57. in Chur 1874 und der 58. in
Andermatt 1875.
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— 37 —
64. Yon der naturforschenden Gesellschaft in Bern:
Mittheilungen. Jahrg. 1873. 1874. 1975. Bern.
55. Vom Geschichtsverein und naturhistorischen Landes-
Museum in K&rnten:
Carinthia. Zeitschrift fOr Vaterlandsknnde, Belehrung
und Unterhaltung. Jahrg. 1873—1875. Klagenfurt
56. Vom histor. Verein far Karnten:
Archiv. XIII. Jahrg. Klagenfurt 1876.
57. Vom historischen Verein des Kantons Glarus:
Jahrbuch. XI. XII. XIII. Hft. Ziirich und Glarus
1875—1876.
58. Vom historischen Verein far den Niederrhein in K5ln:
Annalen. Hefte XXVU— XXX. Koln 1874—1876.
59. Vom historischen Verein der funf Orte: Luzern, Uri,
Schwyz, Unterwalten und Zug:
Der Geschichtsfreund. XXIX— XXXI Bd. 1874—
1876. Einsiedeln.
60. Vom Verein fur Naturkunde zu Zwickau:
a. Jahresbericht 1871. 1872. 1873—1875 Zwickau.
b. Mietzsch Dr. H. Die Ernst Julius Richter-Stiftung
der Stadt Zwickau. 1875.
61. Von der Accademia delle Scienze di Bologna:
a. Memorie. Serie III. Tom. m. fasc. 3 — Tomi IV.
V. XI. Bologna 1874—76.
b. Rendiconto 1873—1875.
62. Von der Gesellschaft fiir vaterlandische Alterthuiner in
Basel:
Heyne Moritz. Ueber die mittelalterliche Sammlung
zu Basel. Basel 1874.
63. Annuario della Societa Alpino del Trentino 1874. Arco.
64. Von der Society des Sciences naturelles de Neuchatel:
a. Bulletin. Tome X. Neuchatel 1874—1876.
b. Memoires. Tome IV. Seconde partie. Neuchatel
1874.
65. Vom historischen Verein von und fiir Oberbayern:
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- 38 —
a. Oberbayrisches Archiv. XXXII. Bds. 2. Heft bis
XXXV. Bds. 1. Hft Mtachen 1874. 1875.
b. Jahresbericht XXXIH. XXXIV. Mtinchen 1871.
1872.
66. Vom historischen Verein von Schwaben nnd Neuburg:
Zeitschrift Jahrg. LEE Augsburg 1874—1876.
67. Vom Verein fiir Geschichte und Alterthum Westfidens:
Zeitschrift Dritte Folge. VDI— X Bd. Mflnster
1869—1871.
68. Vom naturwissenschaftliohen Verein in Magdeburg:
a. Abhandlungen. Heft 3—7. Magdeburg 1872—1876.
69. Vom Verein fttr Greschichte des Bodensee's nnd seiner
Umgebung:
Schriften. Heft V. VI. Lindau 1874. 1875.
70. Von der Acad£mie Royale des Sciences, des Lettires et
de beaux- Arts de Belgique:
a. M6moires. Tome XL— XII. Bruxelles 1873—1876.
b. M<5moires couronn&i. T. XXXVH— XXXIX. 1. Bru-
xelles 1873—1876.
c. M&noires couronnis in 8° T. XXIH— XXVL Bru-
xelles 1873—1875.
d. Bulletin. T. XXXV— XXXIX. Bruxelles 1873-
1875.
e. Annuaire de l'Acad&nie 1874. 1875. 1876.
f. Notices biographiques et bibliographiques. Bruxelks
1875.
71. Von der Section historique de l'lnstitut royal-grand-
ducal de Luxembourg:
Publications. Annfes 1873. 1874. 1875. Vol
XXVIH— XXX. Luxembourg.
72. Von der k. ungar. geologischen Anstalt:
a. Mittheilungen. Ill— V Bd. Budapest 1874—1876.
b. A. Magyar kir. fSldtani intezet EvkSnyve. IV. Kot
3 Ffizet. 1876.
73. Von der historischen und antiquarischen Gteellschaft
zu Basel:
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- 39 -
a. Vischer Wilhelm. Das Urner Spiel von Wilhelm
Tell. Nach der Originalausgabe neu herausgegeben.
Basel und Genf 187£.
b. BeitrSge. X. Bd. Basel 1876.
74. Von der Eais. Leop. Carolinischen deutschen Akademie
der Naturforscher in Dresden:
Leopoldina. H— XL Hft. Dresden 1860—1875.
75. Vom naturhistorischen Verein der prenss. Rheinlande
und Westfalens in Bonn:
Verhandlungen. Jahrg. XXX— XXXH. 1. Bonn
1873—1975.
76. Vom Nassauischen Verein fiir Natnrknnde:
Jahrbiicher XXVH. XXVHL Wiesbaden 1873.
1874.
77. Von der Gesellschaft fiir die Geschichte der Herzog-
thumer Schleswig, Holstein und Lauenburg:
a. Zeitschrift IV. Bds. 2. Heft, bis inclus. VI. Bd.
Kiel 1873—1876.
b. Quellensammlung IV. Bds. 1. 2. Hft. Kiel 1874.
1875.
o. Urkundensammlung IV. Bd. faso. I. H. Kiel 1874.
d. Hasse Dr. P. Kieler Stadtbuch aus den Jahren
1264—1289. Kiel 1875.
78. Vom historischen Verein in St Gallen:
a. Toggenburg unter abtischer Herrschaft (Neujahrsblatt).
St. Gallen 1875.
b. Urkundenbuch der Abtei St. Gallen. HI. Thl. 1. Lfg.
920 — 1240. Herausgegeben von H. Wartmann. St
Gallen 1875.
79. Vom Alterthumsverein in Wien:
Berichte und Mittheilungen. XIV. Bd. Wien 1884.
80. Vom Vorarlberger Museums- Verein:
RechenschaftsberichteXIV.XV. 1873. 1874. Bregenz.
81. Vom naturwissenschaftlichen Verein in Osnabr&ck:
Jahresberioht H. 1872—1873. Osnabrttck 1874.
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I - 40 -
t 82. Von der allgemeinen geschiohtforschenden Gesellsohaft
j der Schweiz:
f a. Archiv ffir schweizerisohe Geschichte. XIX. XX. Bd.
Ziirich 1874. 1875.
' b. Die Chronik des Hans Fr&nd Landschreiber za
Schwytz (XV). Jahrh. Heransgegeben von Ch. J.
Kind. Chur 1875.
83. Vom naturwissenschaftliohen Verein fiir Steiennarki
Mittheilungen. Jahrg. 1874. 1875. Graz.
84. Vom historischen Verein von Oberp&lz nnd Regensbnrg:
a. Verhandlungen. XXX. XXXL Bd. Regensbuig 1874
1875.
b. Verzeichniss (Register) tiber I— XXX. Bd. der Ver-
, handlnngen des Vereins. Stadtamhof 1874.
85. Von der Societa, Adriatica di Scienze naturali in Triest
Bolletino. L No. 1—7., IL No. 1—3. Trieste 1875.
1876.
86. Von der Acad^mie des Sciences, belles-lettres et arts
de Lyon:
a. M&noires. Glasse des sciences. Tome XX. Paris,
Lyon 1873—1874.
b. Memoires. Classe des lettres. Tome XV. P*ri*»
Lyon. 1870—1874.
87. Von der Soci&6 d* Agriculture, histoire naturelle eta eta
de Lyon:
Annales IV me Serie, Tome IV— VII. Lyon 1872—
1874.
88. Vom Verein fflr das wirtembergische Franken:
Zeitschrift IX. Bds. 2. Hft. bis X. Bds. 1. Hft
Heilbronn 1873. 1875.
89. Vom entomologischen Verein in Stettin:
Entomologisohe Zeitung. Jahrg. XXXV. XXXVL
Stettin 1874. 1875.
90. Vom historischen far Niederbayern:
Verhandlungen XVH. Bd. und XVIH. Bds. I 8-
Hft. Landshnt 1873-1876.
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91. Vom heraldisoh-geologischen Verein .Adler* in Wien:
Jahrbuch. Jahrg. L H. Wien 1874. 1875.
92. Vom Verein ffir meklenburgische Geschichte und Alter-
thumskunde :
Jahrbfioher und Jahresbericht. Jahrg. XXXIX.
XXXX. Sohwerin 18* 4. 1875.
93. Vom naturwissenschaftlichen Verein in Bremen:
a. Abhandlongen IV. Bds. 2. Hft. bis V. Bds. 1. Hft.
Bremen 1874—1876.
b. Beilage No. 4. 5 zu den Abhandlungen. Bremen
1874. 1875.
94. Von der natnrforschenden Gesellschaft Granbtlndens:
a. Jahresbericht Neue Folge. Jahrg. XVIII. XIX.
Chur. 1875. 1876.
b. Natnrgeschichtliche Beitrfige znr Kenntniss der Um-
gebnngen von Chnr. 1874.
o. Hnsemann Dr. A. Die arsenhaltigen Eisensauerlinge
von Val Sinestra im Unterengadin. Chnr 1876.
95. Von der Soci&6 d'Histoire et d'Archfologie de Geneve:
M&noires et Documents. Tome XIX. Livr. 1. Geneve
1875.
96. Vom Verein fur hessische Geschichte und Landeskunde :
a. Zeitschrift. IV. Bds, 3. Hft. bis VI. Bds. 3. Hft.
Kassel 1873—1875.
b. Supplement V. zur Zeitschrift. Kassel 1875.
c. Veraeichniss der Mitglieder des Vereins 1874. 1875.
d. Dunker Dr. A. Festschrift: Friedrich Rilckert. Hanau
1874.
e. Mittheilungen. Jahrg. 1875. I. H.
97. Vom historischen Verein far Oberfranken:
Bericht XXX. XXXVI-XXXVHI. Bamberg. 1866.
1873-1875.
98. Vom historischen Verein zu Osnabriick:
Mittheilungen. X. Bd. Osnabriick 1875.
99. Vom natnrforschenden Verein in Brunn:
Verhandlungen XII. XHI. Bd. Br&nn 1874. 1875.
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— 42 —
100. Vom historischen Verein zu Brandenburg:
a. Jahresbericht I— VI. Brandenburg 1869—1873.
b. Schillmann R. Vorgeschichte der Stadt Brandenbnig.
1871.
101. Vom Verein f&r Lfibeckische Geschichte und Alter-
thumskunde :
a. Zeitschrift HI. Bds. 2. Hft. LUbeck 1873.
b. Bericht des Vereins. 1772. 1873.
102. Vom Verein flir Geschichte und Alterthum Schlesiens:
a. Zeitschrift XII. Bd. und XIII. Ads. 1. Hft. Breslau
1874—1876.
b. Grunhagen C. Wegweiser durch die schles. Geschichts-
quellen bis zum J. 1550. Breslau 1876.
103. Vom naturwissenschaftlich - medizinischen Verein in
Innsbruck :
Berichte HI— VI. Innsbruck 1874—1876.
104. Von <ler „ Pollichia a, naturwissenschaftlichem Vereia
der Rheinpfalz:
a. Nachtrag zum XXVIII. und XXIX. Jahresbericht.
Diirkheim 1872.
b. Jahresbericht XXX -XXXII. Durkheim 1874.
105. Von der Soci&6 d'Histoire de la Suisse romande:
M6moires et Documents. T. XXIX. XXX. Lausanne
1875. 1876.
106. Vom Germanischen Museum in Nlirnberg:
a. Anzeiger fiir Kunde der deutschen Vorzeit Jahrg,
XXI. XXII. Nfirnberg 1875. 1876.
b. Bericht XXL XXH 1875. 1876.
107. Vom Verein fur Nassauische Alterthumskunde und
Geschichtsforschung :
Annalen XL XIII. Wiesbaden 1871. 1874.
108. Von der Soci^t^ Khediviale de Geographie in Cairo:
a. Statuts de la Society. Alexandrie 1875.
b. Schweinfurth Dr- G. Discours prononc^ au Caire a
la sc&ince <T Inauguration le 2 Juin 1875.
Alexandrie 1875.
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— 43 —
109. Von der Naturhistorischen Gesellsohaft in Hannover:
Jahresbericht XXTTT. XXIV. Hannover 1873. 1874.
110. Vom siebenbtirgischen Verein fQr Naturwissenschaften :
Verhandlungen Jahrg. XXV. XXVI. Hermanstadt
1875. 1876.
111. Vom Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher
Kenntnisse in Wien:
Schriften XIV-XVI. Bd. Wien 1874-1876.
112. Vom Verein zur Erforschung der rheinischen Geschichte
and Alterthiimer in Mainz:
Zeitschrift HI. Bds. 2. Hft. Mainz 1875.
113. Vom Verein far Naturkunde in Zwickau:
a. Jahresbericht 1874.
b. Mietzsch Dr. H. Die Ernst Julius Richter-Stiftung
in Zwickau. 1875.
114. Von der naturforschenden Gesellschaft in Basel:
Verhandlungen. VI. Thl. 1. 2. Hft. Basel 1875.
115. Von der k. schwedischen Akademie der Wissenschaften
in Stockholm:
a. Handlingar. Bd. 9 (2). 10—12. Stockholm 1870
—1873. Nebst Atlas zu Bd. 11.
b. Bihang I. Bd. 1. 2. n. Bd. 1. 2. Stockholm 1872
—1875.
c. Oftrersigt Bd. 28—32 Stockholm 1871—1875.
d. Lefhadsteokningar. Bd. I. Hft. 3. 1873.
116. Von der American Geographical and Statistical Society
in New- York:
Journal 1873. Vol. IV. New- York 1874.
117. Vom Jardin Imperial de Botanique de St Petersburg:
Acta Horti Petropolitani. Arbeiten des kais. botani-
schen Gartens in St. Petersburg. I— V. Bd. 1871 —
1876.
118. Vom Verein fQr Hennebergische Geschichte und Lan-
deskunde in Schmalkalden:
Zeitschrift I. Heft Schmalkalden 1875,
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— 44 —
119. Von der physikalisch- 8konomischen Gellschaft zu
K5nigsberg:
Schriften. Jahrg. XIV. XV. XVI. K5nigsberg 1873
—1875.
120. Vom naturhistorischen Verein in Angsburg:
Bericht XXHL Augsburg 1875.
121. Von der Magyar tudomanyos Akademia in Pest:
a. Archaeologiai Kdzlein^nyek. K. K6tet 2 Fuzet
Budapest 1874.
b. Monumenta Hungariae archeologica, EH. Budapest
1874.
c. Catalog iiber die Publicationen der Akademie 1875.
d. Almanach der Akademie 1874. 1875.
122. Vom historischen Verein von Oberfiranken zu Bayreuth:
Archiv. XIII. Bds. 1. Hft Bayreuth 1875.
123. Von der University Royale de Norvege:
a. Kjerulf Th. Om Skuringsmaerker, Glacialforma-
tion etc. etc. II. Christiania 1873.
b. Sexe S. A. Jaettegryder og Gamle strandlinieri f ast
Klippe. Christiania 1874.
a Unger C. R. Postola Sflgur. Christiania 1874.
d. Lieblein J. Die agyptischen Denkm&ler in Peters-
burg, Helsingfors, Upsala und Copenhagen. Chri-
stiania 1873.
124. Vom Verein fiir Chemnitzer Geschichte:
Mittheilungen I. Jahrbuch 1873—75. Chemnitz
1876.
125. Vom botanischen Verein der Provinz Brandenburg:
a. Verhandlungen. Jatrg- v- VI. X— XVI. Berlin
1863-1875.
b. Wunschmann E- Ueber die Gattung Nepenthes.
Berlin 1872.
126. Von der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg:
^ Bericht X fur die Jahre 1871 — 1874. Bamberg
1875.
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— 45 —
127. Vom wiirtembergischen Alterthumsverein in Stuttgart:
a. Jahreshefte. II. Bds. 2. Hft Stuttgart 1876.
b. Schriften. II. Bds. 2. Hft. Stuttgart 1875.
128. Vom botanischen Verein in Landshut:
Bericht V. iiber die J. 1874—75. Landshut 1876.
129. Von der Soci£t£ des Sciences de Nancy.
Bulletin, Serie II. Tome I. No. 1-5. Nancy
1874—1876.
130. Vom Verein fQr Geschichte und Alterthumskunde zu
Erfurt:
& Mittheilungen. VII. Kft. Erfurt 1876.
b. Weissenborn Dr. J. Ch. H. Erinnerungen an Karl
M. E. Hermann. Erfurt 1875.
131. Vom Verein fur Geschichte der Mark Brandenburg:
M&rkische Forschungen. XHI. Bd. Berlin 1876.
132. Vom historischen Verein des Kantons Bern:
Archiv. X. Bds. 1. Hft. Bern 1876.
133. Vom Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande:
Jahrbficher. Hft. XVII. XVHI. Bonn 1876.
134. Vom historisohen Verein fur den IJezirk Marienwerder:
Zeitschrift. I. Heft. Marienwerder 1876.
135. Vom Munchner Alterthumsverein:
Die Wartburg. Zeitschrift fur Kunst und Kunst-
gewerbe. Jahrg. 1874—1876. Munchen.
6. Vermischtes.
Theologische, philosophische, juridische, medizinische, p&da-
gogische und belletristische Druckschriften und Zeitungen.
1. Vintler Hanns. Die Pluemen der Tugend. Herausgege-
ben von Ignaz V. Zingerle. Innsbruck 1874.
2. Im Neuen Reich. Wochenschrift fur das Leben deut-
schen Volkes. 1874 No. 19. 20. (Enthalten Aufc&tze
iiber Siidtirol) Leipzig 1874.
3. Pichler Adolf. Marksteine. Erzahlende Dichtungen.
Gera 1874.
4. Der Krieg in Italien. 1859. Nach den Feldakten und
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— 46 —
andern authentisehen Quellen durch das k. k. General-
stabs-Bureau bearbeitet I. II. EL Bd. Wien 1872
—1876.
5. Schftppuer A. Sagenbuch der bayerischen Lande. 3 Bd.
Mflnchen 1874.
6. Franzenshuld Ernst von. Sonnenblumen. Novellen,
Poesien und Reisebilder. Wien 1868.
7. Moser Peter. Geschichten, Schwanke und Bilder ans
den Alpen. Gera 1874.
8. Obrist J. G. Der Lyriker Hermann v. Gilm. Trautenau
1874.
9. Ein vollstSndiges Exemplar der 1862—1863 zu Inns-
bruck erschienen. Inn-Zeitung.
10. Walther von der Vogelweide. Gedichte, fibersetzt von
Karl Simrock. V. Auflage. Leipzig 1873.
11. Walther von der Vogelweide. Herausgegeben von Fr.
Pfeiffer. IV. Auflage. Leipzig 1873.
12. Greif Martin. Walthers RUckkehr in die Heimath.
Festspiel. Innsbruck 1874.
13. Schneller Christian. Die Volksschule in Tirol vor
hundert Jahren. Innsbruck 1874.
14. Flugi A. v. Die Volkslieder des Engadin. Strassburg
1873.
15. Hintner Dr. Val. Beitrage zur tirol. Dialektforschtmg.
I. H. Wien. 1873. 1874.
16. Bauordnung far das Land Vorarlberg 1874. Bregens
1874.
17. Schiessstands-Ordnung f&r Tirol und Vorarlberg von
Mai 1874. Innsbruck.
18> Mehrere Druckschriften auf die deutsche Philologen-Ver-
ftammlung (1874) in Innsbruck bezuglich.
19. Zwei Separat-Abdr&cke aus der Zeitschrift f&r deutsche
Philologies Bd* VL
a. Zingerle Ignaz. Ueber tirol. Handschriften. L Altes
Passional (in der f. b. Seminar-Bibliothek zu Brixen).
b. Bezzenberger H. E. Zu Walther von der Vogelweide.
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— 47 —
20. Vereinigter Volks- und Landwirthschafts-Kalender fur
Tirol und. Vorarlberg. Jahrg. 1875. 1866. Innsbruck.
21. Steinleclirier Paul, D. jur. Zur Reform des Eherechts.
Ein Vortrag. Innsbruck 1875.
22. Raccolta. di sovrane ordinazioni relative al Regolamento
generale della procura giudiziaria etc. etc. Rovereto 1807
23. Anithor I>r. Eduard. Der Alpenfreund. VII. VIE. EX. Bd.
Gera 1874-1876.
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- 48 —
Siindenschlaff vertiefte Seel Clorinda zu einem bessern
Leben auferweckt. Durch P. T. Laurentium v. Schnuffis.
Costanz Anno 1682.
37. White Walter. Rhymes. London 1873.
38. Soldaten Kalender fiir das gemeine Jahr 1853. Yon J.
N. Vogl. Wien.
39. Obrist J. G. Die Enthiillungsfeier des Schopf-Denk-
males zu Telfs am 24. October 1875. Innsbruck.
40. Hann Dr. F. G. Die Ethik Spinoza's nnd die Fhilo-
sophie Decartes. Innsbruck 1876.
41. Ullman Dr. E. Das Ssterreichische Strafprozessrecht
I— m. Abth. Innsbruck 1876.
42. Anzoletti P. Zur Heimatsfrage Walthers von der
Vogelweide. Bozen 1876.
43. Gedichte Leutolds von Saben. II. Aufl. 1875.
44. Mehrere Programme von tirol. Mittelschulen und Zeitunga-
bl&tter mit auf Tirol bezuglichen Artikeln.
45. Tacchi Leop. Manuale di Metrologia basata sul sistema
legale dei nuovi pesi e delle nuove misure. Bovereto
1876.
46. Perini Ag. Bacconti e Novelle. Rovereto 1875.
47. Steinlechner Dr. Paul. Das Wesen der Juris Communio
und juris quasi Communio. Eine civilistische Abhandlong.
I. Abth. Innsbruck 1876.
48. Pfaundler Greorg v. Geschichtliche Notizen aus tiroL
Zeitungen gesammelt 1866—1876.
49. Gesetze und Verordnungen auf Tirol und Vorarlbeig
bezuglich, von den Jahren 1848 — 1876.
50. Pfaundler Greorg v. Zeitungs-Notizen zu Staffler's Topo-
graphie von Tirol und Vorarlberg. NachtrSge 1830—
1876.
51. Allgemeine Zeitung. Jahrg. 1813. 1814. (I. Sem.).
1815.
52. Augsburger Allgemeine Zeitung. Jahrg. 1876. 1876.
53. Augsburgische Ordinare Zeitung. Jahrg. 1796. 1797.
1798. 1799.
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— 49 —
54. Demattio F. Dr. Morfologia italiana con riguardo al
suo sviluppo storico dalla lingua primitiva latina. Inns-
bruck 1876.
55. Inama-Sternegg K. Th. v. Adam Smith and die Be-
deutung seines Wealth of Nations ffir die moderne Na-
tional-Oekonomie. Innsbruck 1876.
56. Bericht fiber das Wirken der Gesellschaft zur Unter-
8tiitzung deutscher Schalen im Walsch-Tirol and an
der SprachgrHnze in den J. 1873—1875.
57. Schmid Hermann. Der Bauernrebell. Roman aus der
Tirolergeschichte. Stuttgart 1876.
58. Jig Albert Die kunstgewerblichen Fachschulen des
k. k. Handekministeriums 1875.
59. Kfihne. Der Erieg im Hochgebirge, die Organisation
der 5sterr. Wehrkrafte in Tirol und Vorarlberg und die
Divisions-Uebungen in Tirol im Sept 1875. Berlin
1376.
60. Gredler V. M. Ethische Naturbilder. Neue Auflage.
Innsbruck 1876.
61. Hurter H. S. J. Theologiae dogmaticae compendium.
Tom. I. n. Oeniponte 1876.
62. Mehrere Programme und Ausweise tirolischer Lehr-
anstalten fiir die Jahre 1874. 1875. 1876.
63. Barach Dr. C.. S. Bernardi Silvestris de Mundi uni-
versitate libri duo. Innsbruck 1976.
64. Hagen Caspar. Diohtungen in alemannischer Mundart
aus Vorarlberg. Ill Sammlung. Innsbruck 1876.
65. Oesterreichische Wochenschrift fiir Wissenschaft und
Kunst Jahrg. 1872 in 2 Banden. Wien 1872.
66. Bothe fiir Tirol und Vorarlberberg Jahrg. 1874. 1875.
1876.
67. Innsbrucker Nachrichten. Jahrg. 1874. 1875. 1876.
68. Innsbrucker Tagblatt Jahrg. 1874. 1875. 1876.
69. Tiroler Stimmen. Jahrg. 1874. 1875. 1876.
70. Bozner Zeitung. Jahrg. 1874. 1875. 1876.
71. Tiroler Volksblatt Jahrg. 1874. 1875. 1876.
Ferdinandeums-Zeitsohrift. 4
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— 50 —
72. Augsburger allgemeine Zeitnng. Jahrg. 1874.
73. Feldkircher Zeitung. Jahig. 1874. 1875. 1876.
74. Mehrere gedruckte Dokumente, Proklamationen, Bekannt-
machungen a. s. w. aas den Kriegsjahren 1848. 1849.
1866.
Geschenke:
No. 1. 12. 13. 14. 16. 17. 18. 31. 32. 39. 40. 41. 47.
54. 55. 60. 61. 63. 64. 66. 67. von der HU.
Wagner'schen Universit&te-Buchhandlung zu Innsbruck.
No. 6 vom Herrn Verfasser.
No. 9 vom Herrn Kaufmann Johann Zacherle f.
No. 19 vom Herrn Professor Dr. Ignaz Zingerle.
No. 20 vom lSbl. landwirthschaftlichen Central- Ausschuss
in Innsbruck.
No. 21 vom Herrn Verfasser.
No. 22 und 38 vom Herrn Statthaltereirath Wieser.
No. 25 vom Herrn Johann Hausmann, Bibliotheks-
Scriptor in Olmiitz.
No. 27 vom Herrn Verfasser.
No. 28 und 28. vom Herrn Verfasser.
No. 30 vom Herrn Carl Payr, Sekret&r der Handek-
kammer zu Innsbruck.
No. 33. 34. 45. 46 von der hohen k. k. Statthalterei
zu Innsbruck.
No. 44 und 56 vom Herrn Landesschulinspektor Christian
Schneller.
No. 48. 49. 50 aus dem Legat des Herrn Georg von
Pfaundler.
No. 51. 52. 53 vom Herrn Museumsvorstand Johann
Kiechl, k. k. Hofrath.
No. 68. 69. 70. 71 von den betreffenden l5bl. Verlsgs-
handlungen.
No. 72 vom Herrn Hofrath Johann Bitter von Ebner.
No. 74 vom Herrn Ludwig Schflnach, stud. phil.
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Personalstand des Ferdinandeums 1877.
AllerhDchster Protektor.
Seine apostolische Majestat der Kaiser
VMJII f 08SV I.
PrMeltor-Stellvertreter.
Se. kaiser). Hoheit Carl Llldwig, Erzherzog von
Oesterreich u. s. w.
Yerfraltungg-Aagschugs.
Vorstcmd.
Herr Johann Kiechl, Ritter des osterr. Leopoldsordens,
k. k. Hofrath, Mitglied des Reiohs-Gerichts. '
Curatoren.
Herr Friedrich Ritter v. Attlmayr, k. k. Landesgerichts-
Prasident i. P.
Herr Florian Blaas, Dr. jur., k. k. Landesgerichtsrath,
Landtags- und Reichsrathsabgeordneter.
Herr Tobias Ritter von Wildauer, Dr. phil., k. k. Univer-
sitats- Professor, Landtags- und Reichsrathsabgeord-
neter.
Sekretdr.
Herr Anton Ritter v. Schullern, Gutsbesitzer, k. k. Bezirks-
Schulinspektor and Gemeinderath.
4*
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— 52 -
Fachdirektoren.
Artistiche Sektion.
Herr Gustav von Gasteiger, Dr., jur. k. k. Statthaltera-
Sekret&r.
Herr Franz Hellweger, Historienmaler.
Herr Dr. David Schdnherr, kais. Bath and Archivar.
Herr Johann Wieser, k. k. Statthaltereirath.
Historische Sektion:
Herr Arnold Busson, Dr. phiL, k. k. Universitats-Professor.
Herr Alfons Huber, Dr. phiL, k. k. Universitats-Professor.
Herr Christian Sohneller, k. k. Landes-Schulinspektor.
Herr Dr. Franz Wieser, k. k. Professor.
Naturwissensohaftliohe Sektion.
Herr Camill Heller, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Herr Johann Reichardt, k. k. Oberstlieutenant.
Herr Carl von Sonklar Edler von Innstfidten, k. k. General-
Major.
BibUothelcwr.
Herr Josef Egger, Dr. phiL, k. k. Gymnasial-Professor.
dossier.
Herr Ottmar von Ricoabona, Dr. jur., Notariats-Condpient
Scriptor.
Herr Balthasar Hunold.
Museumsdiener und Cursor.
Gottfried Habicher.
Hantatore des Vereiag.
In Tirol und Vorarlberg.
Hochw. Herr Anton Eberle, k. k. Feldkaplan and Militir-
Instituts-Professor. L P. in Hall.
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— 53 —
Heir Leo Turner, k. k. Oberbergrath In Brixlegg.
Herr Anton Hild, Dr. jur., Advokat in Kufstein.
Herr Christian Sch&rmer, Bitter des Franz- Josef-Ordens,
Dr. jur., Advokat in Imst
Herr Andreas Angerer, k. k. Hauptmann in der Landwehr,
in Eeutte.
Hochw. Herr Chrisostomns Mitterrutzner, Dr. theoL, Ritter
des Franz— Josef-Ordens, k, k. Gymnasial-Direktor in
Brixen.
Herr Ernst Bitter von Menz, Dr. jnr., k. k. Notar in Bruneck.
Herr Anton Lechthaler, Dr. jur., k. k. Notar in Lienz.
Herr Carl von HenDenrer. Dr. iur- Advokat und Landtaes-
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54
In der Stadt Triest
Herr Franz Wiedemann, Direktions-Inspektor der L k. priv.
Azienda Assicuratrice in Triest.
In der Stadt Olmfttz..
Herr Johann Hausmann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olinflfe.
Fiir das KOnigreich Bayern.
Herr Josef Mayrhofer, Dr. phil. and med., Schrifeteller in
Miinchen.
Ehrenmitglleder.
Seine kaiserl. Hoheit Franz Carl, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog von Oesterreich.
Seine kaiserl. Hoheit Rudolf, Erzherzog und Kronprinz von
Oesterreich.
Der hochgeborne Herr Franz Graf von Meran, erbliches
Mitglied des Bsterr. Herrenhauses u. s. w.
Seine Eminenz Friedrich Fiirst von Schwarzenberg, Kardinal
und Erzbischof zu Prag.
Herr Franz Freiherr von Hausmann za Stetten, Tiroler
Landmann, zu Bozen.
Hochw. Herr Vinoenz Gredler, Direktor am Gymnasium in
Bozen.
Herr Peter Merian, Rathsherr in Basel.
Herr Carl Sonklar Edler von Innst&dten, k. k. Genend-
Major.
Herr Christian Ritter d' El vert, k. k. Hofirath in Brfinn.
Herr Albert Jager, Ritter des Franz- Josefe-Ordens, k. L
p. Universit&ts-Professor, p&pstlicher K&mmerer.
Herr Oskar Ritter von Hierschel-Minqrbi, Gutsbesitzer in
Triest.
Herr Josef von S5lder Edler zu Prackenstein, tirol. Land-
mann, Vorstand des Stadtmagistrats i. P. za Graz.
Herr Chrisost Mutterrutzner, Dr. theol., Ritter des Fram-
Josef-Ordens, k. k. Gymuasial-Direktor in Brixen.
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— 55 —
Herr Joachim Barrande, Ehren-Doktor der Wiener Univer-
sitfit ii. 8. w. in Prag.
Herr Carl Edler v. Hofer, Ritter des Franz-Josef-Ordens,
Ministerial- Adjunkt im k. k. Reichsfinanz-Archhr u. s. w.
in Wien.'
Herr Franz Defregger, Historienmaler in MCtachen.
Herr Johann Preleuthner, k. k. Professor der Bildhauerei in
Wien.
Herr Josef Ritter von Peer, Dr. jar., Gtlterbesitzer.
Herr Ernst Birk, Dr. phil., L k. Hofrath and Vorstand der
kais. Hof-Bibliothek in Wien.
Herr Gustav Ritter Amon von Treuenfest, Rittmeister nnd
k. k. Arcieren-Leibgarde Seiner Majestfit des Kaisers u. s. w.
in Wien.
Herr Carl Ritter von Blaas, Historienmaler, k. k. Professor
an der Akademie der bildenden Kftnste, in Wien.
Ordentliohe Mitglieder.
(Diojonigen P. T. Mitglieder, bei denen der Wohnort nicht angegeben
ist, wobnen in Innsbruck.)
P. T.
Adam Carl, Ritter des Ordens der eisernen Krone HI. Elasse,
Kauftnann.
Aichinger Franz k. k. Ober-Bergkommiss&r in Hall.
Aichinger Valentin v., k. k. Gymnasial-Professor in Bozen.
Aichner Simon, Canonicus, Seminar-Regens, Dr. and Pro-
fessor der Theologie in Brixen.
Aigner Carl v., k. k. Oberfinanzrath.
Albaneder Carl, Dr. jar., k. L Landesgerichtsrath.
Albaneder Josef, Pfarrer in Eolsass.
Albreoht, kaiserl. Hoheit, Erzherzog von Oesterreich,
k. k. Feldmarsohall, (Mitglied auf Lebensdaner).
Amberg Johann, Bischof von Eoropos, General- Vikar in
Vorarlberg.
An-der-Lan Ednard von, Dr. phil., k. k. Hanptmann and
Landesvertheidigungs-Commando-Adjutant
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- 56 -
Angerer Andreas, k. k. Hanptmann in der Landwehr, Posfc-
meister in Reutte, Mandatar.
Angerer Johann, Dr. jur., k. k. Notar, in Kufetein.
Appeller Casimir, Kaufmann.
Arneth Alfred Ritter v., Dr. phil., k. k. Hofrath und Direktor
des k. k. Hans-, Hof- und Staats-Archivs in Wien.
Arz Anton Graf v., k. k. Kammerer und Statthaltereiratk
Attlmayr Alexius Ritter v., k. k. Statthaltereirath.
Attlmayr August, Kaufmann und Spediteur in Hall.
Attlmayr Ferdinand v., jub. landschaftl. Hauptkassier.
Attlmayr Friedrich Ritter v., k. k. Landesgerichts-Praa-
dent L P.
Auer Josef Buchhalter.
Auersperg Franz Josef Fttrst v., Oberst-Erbland-Marsdiall
von Tirol, zu Wien.
Aufschnaiter Ignaz v., Gfiterbesitzer in Gries bei Bozen.
August, k5nigliche Hoheit, Prinz v. Sachsen-Oobnrg-
Gotha.
Ausserer Anton, Dr. phil., k. k. Gymnasial-Professor in Graz.
Bach Alexander Frhr. v., k. k. geh. Rath in Wien.
Barchetti Carl Ritter v., Dr. jur., k. k. Oberfinanzrath und
Finanzprokurator.
Barth Franz Ritter v., k. k. Hofrath.
Barth Ludwig Ritter v., Dr. phil., k. k. Universitats-
Professor in Wien.
Baumgarten Anton, Dr. phil, k. k. Universitats-Professor.
Baur Ferdinand, Fabriksbesitzer.
Bellegarde August Graf v., k. k. geh. Rath und General-
Adjutant S. Majestat des Kaisers. (Mitglied auf Le-
Bentzel-Sternau A. Graf v., k. k. Rittmeister.
Bereitter Georg, Dr. med.
Bereitter Johann, k. k. Finanz-Landes-Direktor.
Bidermann Hermann Ignaz, Dr. jur., k. k. UniversitSts-Pro-
fessor in Graz.
Biehl Wilhelm, Dr. phil., k. k. Gymnasial-Direktor.
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— 57 -
rftmansbesitzer.
er Augp*^ D*r«^*«L.*;or der k. k. Lehrer-Bildungs-Anstalt
Alois, -pT. o^«jr., k. k. Landesgerichts-Rath.
3W FloTiat^^^ic^ info], prfiiat und Abt des Stifles Wilten.
$\aa* ^Ta,T*1, ^t^^^^^ibesitzer und Gemeinderath.
^oV* ef , ^^^finann.
>m ^? e0aor, TQlotelbesitzer.
^ &tfa. ***&&, %n*^xl. Pralat und Abt zu Stams.
pad* C»e» A&*ricua Gmf und Herr zu? k k Kammerer,
Wrfte ^f\r ^lolxsxatli etc
etbli^^^^^d <3-raf und Herr ^ in Marburg.
Bta^ai& 'yffm\\&*i0* ^^^esitzer und Fabrikant in Wattens.
$ta*4t jo\&0*> ^Wbelhtadler und Hausbesitzer.
•gtt*^* ° ef, TisoUlermeister und Hausbesitzer.
Bt*g#* J g^tgemeinde.
Bf*^;^edric&» Inspektor der t k# priv# Siidbahn-Gesell-
schaft. ^
"Ho^arlU bt» Bitter des Ordens der eisernen Krone,
^^^toiserl- P*1*1 u- s- w> ro Altenburg. (Mitglied auf Le-
Anto^ **ltter ▼•> k. k. Feldmarschall-Lieutenant.
IB**10 £jixO& Dr* Phil., k. k. Universitfits-Professor.
^aSf°^in JoSef Ritter v., k. k. jub. Oberfinanzrath.
&* Z^ Alois Baron v., k. k. Kammerer in Trient.
GeS°^i jutfe Freym v., geb. Freyin von Kiibeck in Wien.
CcsC1l. Josef Baron von, k. k. Oberst und Kammerer in Wien.
O5*? jokattH NeP-» Domherr a. h., k. k. Militar-Bezirks-
pforrer.
jobao11* "*• *• Finanzrath.
Co**** e Heinrioh Graf v., k. k. Kammerer und Oberst
CJ°U _^ Grosskapitular des deutschen Ordens in Wien.
* Alois* k. k. Oberfinanzrath.
Cb^81 c^l Alfred, Kunsth&ndler.
tJ^icto* ^ j^^ v^ Appellationsraths-Witwe,
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— 58 -
Dannhauser Wilhelm, Fabrikant and GemeinderatL
Dantscher Carl Ritter von, Dr. med., t k. Universit&ts-
Professor.
Daxenbichler Martin, Dr. jar., Advokat in Kafstein.
Deigentesch August, k. k. Gerichtsadjunkt in Schwaz.
Demattio Fortunat, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Desaler Hanns, Dr. jur., Advokat in Brixen.
De Zana Josef, Dr. jur., Hausbesitzer in Wien.
Dialer Gottfried, Gemeinderath.
Dinter Josef, Dr. jur., Biirgermeister der Stadt Innsbruck.
Dipauli Al. Freiherr zu Treuheim, pensionirter k. k. Landes-
gerichtsrath.
Dipauli Anton Freiherr zu Treuheim, Dr. jur., k. k. Haupt-
mann in den Landwehr, in Kaltern.
Drasche Heinrich Ritter v., Commandeur des Franz-Josef-
Ordens, Grossgrundbesitzer und Gewerke in Wien (Mit-
glied auf Lebensdauer).
Drasche Richard Ritter v., Bergwerksbesitzer eta in Wien
(Mitglied auf Lebensdauer).
Duregger Ludwig, Dr. jur., Advokat, Landtagsabgeordneter.
Durig Josef, Direktor der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt
Eberle Anton, k. k. Feldkaplan und Milit&r-Instituts-Pn)-
fessor i. P. in Hall, Mandatar.
Eberle Virginie, Malerin, verehl. Adensamer in Wien.
Ebner Robert Ritter v., Dr. jur., k. k. Statthalteri-SekretSr.
Ebner Viktor Ritter v., Dr. med., k. k. Universit&ts-Pro-
fessor in Graz.
Eder Albert, Furst-Erzbischof von Salzburg.
Egger Josef, Dr. phil., k. k. Professor.
Ehrhart Josef von, k. k. Hofrath und Mitglied des Verwal-
tungs-Gerichtshofes in Wien.
Engensteiner Hanns, Lehrer der Burgerschule.
Enzenberg Arthur Graf v., k. k. Kammerer und Bezirks-
hauptmann in Meran.
Enzenberg Franz Graf v., k. k. geh. Rath und Kammerer,
Conservator der Baudenkiuale.
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- 59 -
Enzenberg Hugo Graf v.
Epp Alois, Seifenfabrikant trad Parfaraeur.
Erhart Gottfried, Hausbesitzer and Gemeinderath.
Erler Franz, akademischer Bildhauer in Wien.
Ernst, kdnigliohe Hoheit, Herzog yon Sachsen-Coburg-
Gotha.
Eyrl Georg Bernard von, Giiterbesitzer in Bozen.
Falk Heinrich, Dr. jnr., Advokat
Farfoglia Alois, k. k. Oberlandesgerichts-Pr&sident und geh.
Rath.
Fedrigotti Filipp Graf v., k. k. Kammerer in Roveredo.
Fedrigotti Wilhelm von, Dr. jur., Landeshanptmann von
Tirol.
Felder Cajetan, Dr. jur., Ritter der eisernen Krone, Biirger-
meister der Stadt Wien.
Felderer Carl, Dr. jur., Advokat.
Ferrari Eduard, Dr. jur., k. k. Landesgerichts-PrSsident
Ferrari-Kellerhof Eduard Edler von, Dr. jur., k. k. Bezirks-
Commiss&r in Trient, Mandatar.
Ferraris Ludwig Graf v., Herr und Landmann in Tirol, Privat.
Picker Julius, Ritter des Ordens der eisernen Krone HI. KL,
k. k. Hofrath, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Firmian Ludwig Graf von, Grossgrundbesitzer, Landtagsab-
geordneter in Welschraetz.
Firmian Virgil Graf v., in Wien.
Fischer Alois, Dr. jur., k. k. pens. Statthalter.
Fischer Ferdinand von, k. k. Oberlandesgerichts-Sekret&r.
Fischer Gebhard, k. k. Statthaltereirath.
Flatz Johann Gebhard, Historienmaler in Bregenz. (Aequiv.)
Flory Anton Leonhard, Privat
FSdrich Stanislaus, k. k. Ober-Postdirektor.
Forcher Johann, Handelsmann und Spediteur in Wilten.
Frank Carl Ritter v., k. k. Regierungsrath.
Friedle Theodor, Cooperator in Stilfes.
Friedrich, kais. Hoheit, Erzherzog von Oesterreich.
(Mitglied auf Lebensdauer).
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- 60 —
Friess Georg, Ordensoonventual, Professor und Bibliothekar
in Seitenstetten.
Fr5schel Berthold, Erbland-Oberhofkaplan and Pr&lat za
Klosterneuburg.
Gabl Ludwig, Dr. phil., Professor an der k. k. Oberreal-
schule in Trautenau (B5hmen).
Ganglbauer C5lestin, Abt des Stiftes Kreinsmunster.
Gapp Josef, Dr. jur., Advokat in Lienz.
Gasser Vincenz, Fiirstbischof von Brixen.
Gassner Georg, Dr. nied., Bitter des Ordens der eisernen
Krone, k. k. Hofrath.
Gassner Michael, papstlicher Hauspralat und Domprobst in
Brixen.
Gasteiger Gustav von und zu Rabenstein-Kobach, Dr. jur,
k. k. Statthalterei-Sekretar.
Generalstabs-Abtheilung des Militar-Commando's in Inns-
bruck.
Gennari Heinrich, k. k. Bezirkshauptmann in Ampezzo.
Gfall Josef Anton, Conditor und Fabrikant
Giovanelli Augustin Frhr. v., Pfarrer in St Pauls.
Giovanelli Johann Nepomuk Frhr. v., Gutsbesitzer in Gries.
Giovanelli Paul Frhr. v., Landtagsabgeordneter in Meran.
Glanz Franz Ritter v., k. k. Landesgerichts-Rath in Riei
Glanz Josef Ritter v., k. k. Rechnungs-Offizial.
Glasmalerei-Anstalt, tirolische in Innsbruck.
G5bl Franz, Siidbahu-Oberinspektor und Gemeinderath.
Goldegg Hugo Ritter v., k. k. K&mmerer, Hauptmann a. D.,
Landtags-Abgeordneter, in Oberniais.
Grabhofer Johann, Kaffeehausbesitzer.
Grabmayr Anton von, k. k. Staatsanwalt in Feldkirch,
Mandatar.
Grabmayr Josef von, k. k. Bezirkshauptmann in Bludenz.
Grebmer Eduard von, Gfiterbesitzer in Bruneck.
Greil Franz, Kaufmann, Magistratsrath.
Greater Josef, k. k. Gymnasial-Professor, Landtags- und
Reichsraths-Abgeordneter, p&pstlicher Kammerer.
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— 61 —
Grohmann-Baillie William A., auf Schloss Matzen bei
Brbdegg.
Gsell Benedikt, Dr. theol., Archivar des Stifles Heiligenkreuz
in Nieder58terreich.
Gumer Carl Edler v., zu Engelsburg, Tiroler Landmann,
k. k. Landesgerichts-Prfisident.
Gusenbauer Rudolf, Abt des Stifles G5ttweih in Nieder-
5sterreich.
HSmmerle Franz Martin, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
H&mmerle Heinrich, k. k. Bezirkshauptmann.
Hausle Albert, Dr. jur., Advokat in Bregenz.
Hammer Anton, Dr. jur., Advokat
Hammer Franz, k. k. Landes-Hauptkasse-Direktor.
Hammerle A. J., k. k. Bibliothekar in Salzburg. ■
Haslmayr Vinzenz Ritter v., Dr. jur., k. k. Hofrath und
Oberstaatsanwalt in Triest.
Hassenmtiller Hugo Ritter v. Ortenstein, k. k. Major.
Hasslwanter Anton, Dr. jur., k. k. Hof- und Gerichtsadvokat
in Wien.
Hauser Josef, Eaufmann.
Hausmann Franz Frhr. v. Gutsbesitzer in Bozon.
Hausmann Johann, k. k. Bibliotheks-Scriptor in Olmfitz.
Hausotter Johann, Dr. pWl., k. k. Professor an der Lehrer-
Bildungsanstalt
Hebenstreit Benedikt Ritter v., k. k. Statthaltereirath.
Hechenberger Ferdinand, Dr. jur., k. k. Notar in Brixen.
Heigl Peter Paul, k. k. Bergverwalter.
Heintl Franz Ritter v., k. k. Truchsess, Dr. jur., emerit
Rektor magnificus der Wiener Universitat eta in Wien.
Heiss Johann, Gasthalter zum Elephanten in Brixen.
Heller Cainil, Dr. med., k. k. Universitats-Professor.
Hellweger Franz Historienmaler.
Hepperger Carl von, Dr. jur., Advokat zu Bozen, Man-
datar.
Hepperger Leopold, Kaufinann.
Herr Gustav, k. k. Landes-Schulinspektor.
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- 62 —
Hibler Gedeon von, Kaufmann.
Hild Anton, Dr. jar., Advokat in Kufstein, Mandator.
Hinterwaldner Johann, k. k. Professor in Wien.
Hintner Valentin, Dr. phiL, k. k. Professor am akademischen
Gymnasium in Wien.
H5fel Jose£ Juwelier.
HSlzl Franz, Kaufmann.
H5nigl Dominik, inftiL Abt des Stiftes Seitenstetten.
HSrandtner Ferdinand, Hotelbesitzer.
HBrfarter Math&os, Dr. theoL, Dekan und Stadtpferrer in
Kufetein.
H5rhager Franz, HolzhSndler in Brixlegg.
Hortnagel Andreas, Hausbesitzer und Gemeinderath.
Hofer Andreas Edler v., Dr. jur., k. k. Notar, Landtags-
und Reichsraths-Abgeordneter in Amstetten.
Hofer Anton Frhr. v., k. k. geh. Rath.
Hoflacher Anton, Dr. jur., k. k. Bezirkshauptinann in
Landeck.
Hohenauer Anton, Bauunternehmer.
Hohenbiihel Carl Frhr. v., genannt Heufler zu Rasen, k. L
geh. Rath, K&minerer und Oberlandesgerichts-Pr&sident
zu Bozen.
Hohenbiihel Ludwig Frhr. v., genannt Heufler zu Rasen,
k. k. KSmmerer, Sektions-Chef i. P. zu Hall.
Hohenlohe Constantin Prinz, I. k. k. Obersthofineister, k. k.
geh. Rath und Feldmarschall-Lieutenant
Holzmann Johann, k. k. Steuereinnehmer.
Horinek Anton, k. k. Salinenverwalter in Hall.
Hradeczky Hermann, k. k. Hofrath.
Huber Alfons, Dr. phiL, k. k. Universitats-Professor.
Hueber Adolf, k. k. Professor an der Ober-Realschule.
Hummel Philipp, Gemeinderath.
Hundegger Jose£ Dr. jur., Advokat in Meran.
Hutter Willibald, Ingenieur-Assistent in Kufstein.
Januth Johann, Zahnarzt, mag. chirurg.
* Jeitteles Adalbert, Vorstand der k. k. Universit&ts-Bibliothek.
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- 63 —
Jele Kaspar, Historienmaler, k. k. Professor an der Ober-
Realschule.
Inama-Sternegg Carl Theodor v., Dr, jur., k. k. Univer-
sitats-Professor.
Ingram Anton Ritter v., Privat
Innsbruck, Stadt (iramerw&hrendes Mitglied).
Isbert Carl, Kaufmann.
J5rg Johann, k. k. Staatsbuchhalter.
Johann, Durchlaucht, regierender Ftlrst von Lichtenstein
(Mitglied auf Lebensdauer).
Irschara Dominik, inful. Probst und Abt zu Neustift.
JUlg Bernhard, Dr. phil., k. k. Universitfits-Professor.
Jung Julius, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor in Prag.
Kaiser Max, Dr. theol., Domcapitular und geistlicher Rath
in Miinchen.
Kapferer Martin, Kaufmann.
Karl Alexander, Abt und Pralat des Stifles Melk in Nieder-
Oesterreich.
Karst von Karstenwerth Wilhelm Ritter v., k. k. General-
major.
Kastner Johann, Stations-Chef der Stidbahn und Gemeinde-
rath.
Katschthaler Johann, Dr. theol., k. k. UniversitHts-Professor.
Kempter Kaspar Ritter v., k. k. Kreisprasident.
Kerner Anton Ritter v., Dr. med., k. k. Universitfits-
Professor.
Khevenhaller~Metsch Richard Fiirst v., k. k. K&mmerer,
Ritter des gold. Vliesses in Wien.
Kiechl Johann, Ritter des Leopold-Ordens, k. k. Hofrath.
Kindinger Eduard Ritter v., Dr. jur., k. k. Ober-Staats-
anwalt.
Kirchberger Alfred, Handelsmann in Brixen.
Kirchebner Andreas, Gaterbesitzer und Kaufmann.
Kirchebner Anton, k. k. Steuereinnehmer in Hall.
Kirchmayr Franz, Kaufmann.
Klingler Josef, k. k. Hofrath.
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— 64 -
Kliukowstrom Alfons von, k. k. Hofrath in Wien.
Knoflach Carl, Dr. jur., k. k. Notar in Bozen.
Komkoiny Edmund, Dr. theol., Abt des Stiftes Heiligen-
kreuz in Niederdsterreich.
Kraft Joh. Bapt. Kaffeehausbesitzer.
Kreissle Theodor Edler von Hellborn, Bankdirektor. %
Kreyczi Franz, Ministerial-Offizial im k. L Reichs-Finanz-
Archiv in Wien.
Kripp Johann von, k. k. Gymnasial-Professor.
Krischek Eduard, Ministerialrath im k. k. Ministerium for
Kultus und Unterrioht in Wien.
Kfinigl Carl Graf v., k. k. Kainmerer and Major a. D. zu
Ehrenburg.
KUnigl Heinrich Graf v., Deutschordens-Komthur, L t
Hauptmann u. s. w., zu Ehrenburg.
Ktinz Max Fidel, Dr. med., k. k. Bezirksarzt in Meran.
Klirschner Franz, Dr. phil., Archivs-Direktor im k. k. Reichs-
Finanzministerium in Wien.
Kunerth Bernard, k. L Salz-Oberamts-Verwalter in HalL
Lachmuller Wilhelm Ritter von, k. k. Landesgerichts-
Sekretar.
Lama Hermann Ritter v., L k. Statthalterei-SekretSn
Lammel Anton, k. k. Direktor der Oberrealschule.
Lantschnet Ludwig, Dr. mecl, Privatdozent
Larcher Pius von, Dr. jur., k. k. Bezirksgerichts-Adjunkt in
Bregenz.
Lasser-Zollheiin Josef Frhr. v., k. k. Minister des Innern.
Lazansky Leopold Graf v., Herrschaftsbesitzer in Bdhmen.
Lazzarini Ludwig Frhr. v., k. k. Lieutenant i P.
Lecher Bruno, Dr. jur. k. k. Bezirksrichter in Bezau.
Lechleitner Christian, Dr. phil., k. k. Professor.
Lechthaler Anton, Dr. jur., k. k. Notar in Lienz, Mandatar.
Leis zu Leimburg Johann von, Ehrendomherr, Dekan und
Stadtpfarrer zu Innsbruck.
Leis zu Leimburg Josef von, Tiroler Landmann, Gassier des
stadt Oberkammeramts in Wien.
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— 65 —
Leithe Friedrich, Dr. phil, Direktor der k. k. Universit&ts-
Bibliothek in Wien.
Leitner Quirin Bitter von, k. k. RegieruDgsrath, Schatz-
meister des Habsburg-Lothringischen Hausschatzes,
Direktor des k. k. Waffen-Musemns etc. etc. in Wien.
Lemmen Alois von, k. k. Landesgerichts-Adjunkt.
Leon Franz Bitter v., in Meran.
Leonardi C5lestin, Dr. jur., k. k. Hofrath.
Liebe Johann Edler v., Kreutzner, k. k. Zahlamtskassier.
liebener Julins von Monte-Cristallo, k. k. Statthalterei-
Concipist.
Linder Sebastian, BtLrgermeister in Reutte.
Lindner Julins, k. k. Rechnungsdirektor.
Linser Johann, k. k. Staatsanwalt.
Lisch Johann Michael, k. k. Gymnasial-Professor.
Lobkowitz Ffirst Carl, Herzog von Raudnitz u. s. w., Mitr-
glied des Herrenhauses.
Lodron Alois Graf v., Privat.
L5we Markus, Hansbesitzer und Wechsler.
Loos Hubert v., k. k. Feldmarschall-Lieutenant in Prag.
Ludwig Viktor, kais. Hoheit, Erzherzog von Oester-
reich. (Mitglied auf Lebensdauer).
Lutterotti Eduard Ritter v., k. k. Kreisgerichts-Prasident in
Feldkirch.
Lutterotti Ludwig v., k. k. Statthalterei-Sekretfir.
Maas Ferdinand, k. k. Professor in Wien.
Mader Anton, k. k. Polizeirath.
Mader Georg, Historienmaler.
Mages Alois Ritter v., k. k. Hofrath in Wien.
Malfer Josef, Giiterbesitzer und Altbiirgermeister in Auer.
Malfer Robert Ritter v. Auerheim, Giiterbesitzer in Auer.
Manussi Carl Ferdinand Edler v., kais. Rath und k. k.
Truchsess in Wien.
Marchesani Anton, Magistratsrath.
Marx von Marxberg Wilhelm Ritter v., k. k. Polizeipr&si-
dent in Wien (Mitglied auf Lebensdauer).
Ferdinandeums-Zeitschrift. 6
Google
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— 66 —
Mathoy Johann, geistl. Rath, Dekan mid Pfarrer in Zams.
Mayer Alexander, Dr. jur., Advokat in Bruneck.
Mayr Jose£ Baumeister.
Mayr Ludwig, k. k. Professor in Linz.
Mayrhofer Josef, Dr. phil. et med., in Mlnchen, Mandator.
Melchiori Josef Graf v., Dr. jnr., k. k. Kreisgerichts-Pra-
sident, Landtagsabgeordneter in Bozen.
Menz Ernst Hitter v., Dr. jur., k. k. Notar in Brnneok,
Mandatar.
Meran, Stadtgemeinde.
Meusburger Jodok, Dr. jur., Advokat in Bruneck.
Meyer Martin, Privat
Miller Andreas, k. k. Schatz-Inspektor.
Miller Johann von, Dr. jar., k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Mitis Ferdinand Bitter v., Dr. jnr., k. k. Ministerialrath and
Finanz-Landes-Direktor, in Meran.
M5slein Martin, Tischlermeister.
M5ssl Andrfi, Bnchbindermeister.
M5st Josef, Kunsth&ndler.
Mollerus Heinrich Maria Baron von, konigL Kammerheir,
in Gries bei Bozen.
Moser Cari, Catechet an der Musterhauptschule.
Mtiller Adolf; k. k. Hauptmann.
MtLller Johann, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Mntschlechner Georg, Seidenfabrikant
Nebert Josef, k. k. Postrath.
Neeb Phiiipp, k. k. Forstmeister, Correspondent der k. k.
Central-Commission fiir Bandenkmale, in Bozen.
Neminar Edmund, Dr. phil, k. k. Umversit&ts-Professor.
Netzer Tobias, Papierfabrikant in Hall.
Nenpaner Ferdinand Ritter v., k. k. Statthalterei-RatL
Norer Jakob, Baumeister.
Nnssbanmer Felix, Dr. jar., k. k. Notar.
Nossbaomer Johann, Gemeinderath.
Oberhuber Johann, Dr. jur., k. k. Advokat in Ried, Ober-
Csterreich.
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— 67 —
Obexer Michael, Kaufinann.
Obrist Georg, L Amanuensis der k. k. Universit&ts-Bib-
liothek.
Oellacher Josef, Cheiniker und Apotheker.
Oellacher Josef, Dr. med., k. k. Universit&ts-Professor.
Onestinghel Cftsar, Dr. jur., Advokat, Landtagsabgeord-
neter.
Ortlieb Leopold, Privat
Ottenthal Albert v., Dr. med.
Ottenthal Friedrich v., k. k. Landesrath.
Pallang Anton, k. k. Landrichter in Meran.
Panlweber Michael, k. k. Gymnasial-Professor.
Peche Ferdinand, Dr. phil., k. k. Universit&ts-Professor.
Pechtold Friedrich k. k. Oberf&rster.
Peer Johann, Dr. med. in Brixen.
Peer Josef Ritter von, Dr. jur., Gtiterbesitzer. (Mitglied auf
Lebensdauer).
Peer Josef, Stadtp&rrer in Sterzing.
Pembanr Josef, Mosikvereinsdirektor.
Peek Edmund Anton, k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Perathoner Viktor, Dr. phil., k. k. Gymnasial-Professor.
Perger Rudolf, k. k. Bezirkshauptmann LP.
Pernwerth Wilhelm von, Apotheker in Meran.
Peschke Alexander, k. k. Bezirkshauptmann in Sohwaz.
P&undler Leopold, Dr. phil., k. k. Universitftte-Professor.
Pfeifer Johann, Sekret&r Sr. kais. Hoheit Erzherzog Carl
Ludwig, in Meran.
Pfretschner Norbert, Dr. mecL, Gutsbesitzer in Jenbach.
Pfurtscheller Carl, Fabrikant zu Fulpmes in StubaL
Pichler Adolf Ritter von, Dr. mecL, k. k. Universit&ts-
Professor.
Pircher Anton, Dr. jur., in Brixen.
Pircher Josef, Dr. med., Kurorstand in Meran.
Pirchl Wilhelm, Kanfmann.
Platter Julius, Dr. jur,, k. k. Unrversit&ts-Professor in
Gzernowitz.
6*
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- 68 -
Posch Max, Weltpriester, Lehrer am Landes-Taubstommen-
Institut in Hall.
Prato Vinzenz Frhr. v., k. k. Hofraih in Trient
Preleuthner Josef Ritter v., k. k. geh. Rath, Pr&sident des
k. und k. obersten Rechnungshofes in Wien.
Preu August v., Dr. jnr., k. k. Notar in Bludenz.
Pren Johann v., Direktor der Hilfefimter der k. k. Finani-
Landes-Direktion.
Preyer Josef, Kaufinann.
Protmann-Ostenegg Josef Frhr. v., k. k. Hofirath.
Puntsohart Valentin, Dr. phil. et jur., k. k. UmversitSte-
Professor.
Purtscher Hugo, Dr. jur., k. k. Advokat in Ried, Ober-
Csterreich.
Pusch Anton, Dr. jur., Advokat
Putz Gottlieb, Dr. med., AJtbftigermeister in Meran.
Raggl Josef, Kaplan der Landes-Irrenanstalt in Hall.
Rapp Franz Ritter v., Dr. jur., k. k. Notar.
Rapp Johann, Dr. jur., Advokat in Kaltern.
R&tky von Salamonfa Emil, k. k. Reichsarchivs-Offirial in
Wien.
Ranch Felizian, Buohdrucker und Buchh&ndler.
Rautenkranz Wilhelm, k. k. Bezirkshauptmann in Reutte.
Regli Adalbert, Abt von Muri und Prior zu Gries.
Reichardt Johann, k. k. Oberstlieutenant
Reinhart Johann, Hotelbesitzer.
Reinisch Ferdinand Ritter v., Dr. jur., k. k. Staatsanwalt-
Substitut.
Reisacher Alois, Professor in Wien.
Reiss Simon AJfons, Kunst- und Musikalienh&ndler.
Renner Victor v., Dr. phil., Professor in Wien.
Rhomberg Adolf, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
Rhomberg Albert, Handelsmann in Dornbirn.
Rhomberg Rudolf, Fabriksdirektor.
Rhomberg Wilhelm, Kaufinann' in Dornbirn.
Riccabona Benedikt v., Fiirstbischof von Trient
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— 69 —
Riocabona Ernest von, Dr. jnr. k. k. Gerichts-Adjunkt in
Hall.
Riocabona Julias v., Dr. jur., Landtagsabgeordneter.
Riccabona Ottmar v., Dr. jnr., Notariats-Concipient.
R5ggla Josef Edler yon Mayenthal, k. k. Bezirkshauptmann
in Imst.
Rudigier Franz, Bischof in Linz.
Salzmann Johann, Fabriksbesitzer in Dornbirn.
Sander Hermann, k. k. Professor in Feldkirch.
Santner Josef, k. k. Oberwundarzt in Triest
Sarnthein Gottfried Graf v., Dr., jnr., Sekretar der k. k.
Finanz-Proknratur.
Sattler Franz, k. k. Statthalterei-Rath.
Scari Josef von, Dr. jnr., k. k. Finanzrath.
Sch&rmer Alois, Dr. jnr., GUterbesitzer in Prutz.
Sch&rmer Christian, Dr. jar., Advokat in Imst, Mandatar.
Schaller Josef Romed, k. k. Gymnasial-Professor.
Schenk Stefan, k. k. Professor an der Oberrealschale.
Schidlach Franz Ritter von, k. k. Feldmarschall-Lieutenant
Schiestl Franz, Schlossermeister.
Schiestl Georg, Dr. jnr., k. k. Finanzrath.
Schletterer Josef Ritter von, Dr. jur., k. k. Oberlandesge-
richtsrath.
Schmid Josef, Fabrikant in Absam.
Schmidt Friedrich, k. k. Oberbanrath in Wien.
Schmuck Heinrich v., k. k. Professor an der Oberrealschale.
Schmack Joachim v., Magister der Pharmaoie in Salzburg.
Schneebnrg Wilhelm Frhr. v., Domprobst zu OlmUtz.
Schneller Christian, k. k. Landes-Schnlinspektor.
Schneller Josef., Dr. jnr., in Salzburg.
SchOnbeck Leopold Ritter v. Rothenau, k. k. Oberfinanzrath.
SchOnherr David, Dr. phil., kais. Rath.
Sch5pfer Anton, Hof- and Stadtapotheker.
Scholz Ednard, k. k. Landes-Schulinspektor.
Schranz Josef, Dr. jar., k. k. Finanz-Concipst in Triest
Schueler Josef, Burgermeister der Stadt Bozen.
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— 70 -
Sohuler Johann, k. k. Professor und Bezirka-Scfaulinspektor.
Schullern Anton Ritter yon, Sekretfir des Ferdinfcndenms.
Schumacher Anton, Buchdruckereibesitzer und Buchhlndler,
Gemeinderath.
Schuster Franz, Dr. jur., Advokat.
Schwaighofer Ferdinand, Kunstmtthlenbesitzer in HalL
Schwarz Anton, Gymnasial-Direktor in Horn.
Schwara Carl Frhr. v., k. k. Baurath und Realititen-Be-
sitzer in Wien. (Mitglied auf Lebensdauer).
Schwarzenberg Johann Adolf, F&rst, Mitglied des teterr.
Herrenhanses. (Mitglied auf Lebensdauer).
Schwertling Carl Bitter v., k. k. Hofrath und Berirkshanpt-
mann in Bregenz.
Semper Hanns, Dr. phil., Privatdocent
Semrad Ferdinand, k. k. Oberbaurath.
Senn Thomas, Dr. jur., k. k. Advokat in Ried, Ober-
5sterreioh.
Settari Franz, Dr. med., in Meran.
Sevignani Bernard, k. k. Landesgerichtsrath in Bozen.
Siebinger Josef, k. k. Gymnasial-Direktor, in Graz.
Sizzo-Noris Heinrich Graf v., k. k. K&mmerer, in Trient
Spagnoli Dominik, k. k. Major.
Speckbaoher Josef, k. k. Adjunkt bei der Hilfs&mter-Direk-
tion des k. k. Oberlandesgerichtes.
Staffler August, Privat
Stainer Engelbert, Formator.
Staller Josef, Dr. und Professor der Theologie zu Brixen.
Stapf-Ruedl Anton, k. k. Postbeamter.
Stapf-Ruedl Josef, Magistrate- Adjunkt
Sterner yon Felsbuig Albreoht, Historienmaler und Haus-
besitzer.
Sterner Max, Antiquit&ten-H&ndler.
Steinlechner Paul, Dr. jur., k. k. Unrrersit&ts-Professor.
Stentz Anton, Naturhistoriker zu Neusidel am See, (Aequhr.)
Sternbaoh Ferdinand Frhr. v., HerrschaftsbesiUer zu Tries*
in M&hren,
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— 71 —
Sternbach Ferdinand Frhr. v., Reiohsraths-Abgeordneter in
Mtihlau.
Sternbach Leopold Frhr. v., k. k. K&mmerer, Gutsbesitzer.
Stippler Johann Baptist, fiirstb. Hofkaplan in Brixen.
Stooker Konrad, Kanfinann.
Stolz Otto, Dr. phiL, k. k. Universit&ts-Professor.
Stolz Otto, Dr. jur., Advokat and BtLrgermeister in Hall.
Straub Adolf Ritter v., k. k. Hdfrath.
Strauss Ednard, k. k. Hofballmusik-Direktor, Ritter hoher
Orden u. s. w. in Wien.
Strele Rudolf, kaiserl. Rath und Bezirkshauptmann in Borgo.
Strimmer Sebastian, k. k. Htittenamts-Controllor in Brixlegg.
Strobele Carl, k. k. Statthaltereirath in Bozen.
Stumpf-Brentano Carl, Dr. phiL, k. k. Universit&ts-Profesgor.
Sturm Josef, k. k. Residenz- und Sohlossverwalter.
Suda Franz, k. k. Forst-CommissSr in Roveredo.
Suppaneg Felix, Fabriks-Direktor.
Taaffe Eduard Graf yon, k. k. Geheimer Rath und
Statthalter von Tirol und Vorarlberg.
Taochi Josef, k. k. Oberlandesgerichtsrath.
Tappeiner Franz, Dr. med., zu Meran.
Tegischer Josef, Professor der Theologie zu Brixen.
Terlago Robert Graf v., Gflterbesitzer in Terlago.
Thaler Josef, Dr. med., Stadtphysikus in Brixen.
Theiner Josef, Dr. mecL, in Meran.
Theser Ernst, Dr. jur., k. k. Universitats-Professor.
Thomas Alfred, Inspektor der k. k. priv. SUdbahn.
Than Emanuel Graf v., k. k. K&mmerer in Trient.
Than Franz Graf v., k. k. Feldmarsohall-Lieutenant und
landesvertheidigungs-Oberkonunandant
Thun-Sardagna Franz Graf von, k. k. K&mmerer.
Thun Matteo Graf v., in Trient.
Thurn und Taxis Alexander Graf v., k. k. Bezirks-Com-
missftr in Sohwaz.
Thurn und Taxis Emerich Prinz, k. k. General der Eavallerie
und Oberststallmeister Seiner Majestftt des Kaisers, in Wien.
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- 72 -
Thurwieser Johann, Gutsbesitzer in Kramsach.
Toggenborg Georg Bitter v., k. k. geh. Rath in Boxen.
(Mitglied auf Lebensdaner).
Trafojer Johann, k. k. Landesgerichtsrath.
Traonpler Carl, Obereinnehmer des k. k. Hauptzollamtes.
Trapp Oswald Graf v., k. k. Kammerer and Statthalterei-Rath
Trentinaglia Carl v., k. k. pens. Kreisgerichts-Prfises in
Rovigo.
Trientl Adolf, Kaplan, Besitzer des gold. Yerdienstkrenzes
mit der Krone in Hall
Trientl Tobias, Stadtpfarrer in Hall.
Tschavoll J. A. Ritter v., Fabriksbesitzer in Feldkirch.
Tschiderer Ernst Frhr. y., k. k. Kammerer.
Tschoner Ferdinand, Kaufmann.
Tschurtschenthaler Anton, Dr. med., k. k. Universitite-
Professor.
Tschurtschenthaler Franz, Gemeinderath.
Tschurtschenthaler Johann, Dr. jur., k. k. Notar und Spar-
kasse-Direktor.
Tschurtschenthaler Josef Kaufmann.
Tschurtschenthaler Ludwig, Kaufmann.
Turner Leo, k. k. Oberbergrath in Brixlegg.
Dllmann Emanuel, Dr. jur., k. k. Universit&ts-Professor.
Dnterberger Carl, k. k. Bezirks-Schulinspektor.
Unterberger Ernst, Kunsth&ndler.
Dnterberger Franz, Maler in Brftssel.
Val de Liivre Anton, Dr. jur., k. k. Universitats-Professor.
Venturini Carl, Gomm. Dr. med., und Consul zu Anoona.
Verdross Sebastian, Gfiterbesitzer in Meran.
Vintler Friedrich v., landschaftl. Rechnungsrath in BrunecL
Vintschgau Max Ritter v., Dr. me(L, k. k. Universitats-
Professor.
Visneider Anton, Kaufmann.
Vogl Franz, Dr. jur., k. k. Bezirkshauptmann.
Vorhauser Johann, Ritter des Ordens der eisernen Krone
HI. Klasse, k. k. Hofrath.
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— 73 —
Vorhauser Raimund, k. k. Oberfinanzrath.
Wachtler Albert, Kaufmann in Bozen.
Walde Carl AL, Kaufmann.
Waldner Franz, Dr. med., in Steinach.
Walln5fer Johann, Dr. jur., Advokat in Meran.
Wedl Josef Viktor, Dr. jur., Advokat und Reichsrathsabge-
ordneter in Wiener-Neustadt
Weiler Josef, k. k. Professor an der Oberrealschule.
Weinhart Eduard v., zu Thierburg und Vollandsegg, Reali-
t&tenbesitzer in Obermais.
Welponer Paul, Kaufinann in Bozen,
Welsperg Wolfgang Graf v.,'k. k. Oberst in Brixen.
Wenter Alois, k. k. Oberingenieur.
Werner Franz, Dr. jur., I. Magistratprath.
Weyrer Caspar, Pfarrer in Mariahilf.
Widmann-Staflfelfeld Hermann v., Bergwerksbesitzer zu St Zeno.
Wiedemann Franz, Inspektor der Azienda Assicuratrice in
Triest, Mandatar.
Wiedmann Otto v., Dr. jur., Advokat in Salzburg.
Wieser Franz, Dr. phil. k. k. Professor.
Wieser Johann, k. k. Statthaltereirath.
Wieser Ludwig Ritter v., k. k. Hofrath.
Wiesler Peter, Abt von Marienberg.
Wilczek Hanns Graf v., k. k. Kftmmerer, Mitglied des
Herrenhauses, in Wien.
Wilczek Heinrich Graf v., k. L K&inmerer etc. in Szemer^d.
Wildauer Albert, Abt und Prftlat des Stifles Fiecht
Wildauer Tobias Ritter von, Dr, phil., k. k. Universit&ts-
Professor.
Wilhelm Friedrich, Kaufmann.
Wilten Chorherrenstift.
Winkler Franz, Apotheker.
Winkler Josef, Grundsteuer-Regulirungs-Referent
W5rz Josef Ritter v., Reichsrathsabgeordneter in Matrey.
Woda Adolf, Handelsherr, Zentraldirektor des Wiener Wohl-
thatigkeite-Vereines, in Wien,
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— 74 —
Wolf Johann Liberat, Dr. phiL, Professor am k. k. Gym-
nasium in Triest
Wolf Johann, Baameister in Brixlegg.
Wolkenstein-Rodenegg Arthur Graf v., k. k. Kimmerer,
Landtagsabgeordneter, k. k. Haaptmann in der Land-
wehr.
Wolkenstein-Trostburg Leopold Graf v., k. L get Bath
und K&mmerer in Trient
Wopfiier Franz, Buchhalter.
WUrstl Josef, k. k, Bezirkshauptmann in KitzbichL
Wtirzer Julias, Dr. jar., k. k. Notar in Bozen.
Zallinger Josef v., k. k. Hofirath.
Zelger Josef, Kanfmann.
Zelinka Carl, Eisenbahn-Inspektor.
Zerzer Josef Max, k. k. Bezirksrichter.
Zieglauer Johann v., Burgermeister and Stadtapotheker in
Bruneck.
Zingerle Anton, Dr. phil., k. k. Uaiversit&ts-Professor.
Zingerle Ignaz, Dr. phil., k. k. Universitats-Professor.
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Verzeichniss
der Institute and gelehrten Gesellsohaften, mit denen das
Ferdinandeum in Tauschverbindung steht
Aaran:
Historische Gesellschaft des Kantons Aargau.
Agram:
Yerein far stldslavische Geschichte.
Altenbnrg:
Gesellschaft der Geschichts- nnd Alterthumsforscher.
Amsterdam:
Acad&nie Royale des sciences.
Ansbach:
Historischer Verein fflr Mittelfranken.
Augsburg:
Historischer Yerein von Schwaben und Neuburg.
Naturhistorischer Verein.
Bamberg:
Historischer Yerein fttr Oberfranken.
Naturforschende Gesellschaft
Basel:
Historische Gesellschaft.
Gesellschaft fiir vaterl&ndische Alterthttmer.
Naturforschende Gesellschaft.
Bayreuth:
Historischer Yerein fQr Oberfranken
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— 76 —
Berlin:
Kftnigl. Akademie der Wissenschaften.
Verein fiir Geschichte der Mark Brandenburg.
Entomologischer Verein. \
Botanischer Verein far die Provinz Brandenburg.
Bern:
Eidgen5ssisclies Bundes-Archiv.
Soci6t£ helv^tique des sciences naturelles.
Naturforschende Gesellschaft in Bern.
Schweizerische geologische Commission.
Historischer Verein des Kantons Bern.
AHgemeine Geschichtforschende Gesellschaft der Schweiz.
Bologna:
Accademia delle scienze.
Bonn:
Yerein yon Alterthumsfreunden im Rheinlande.
Naturhistorischer Verein der preuss. Rheinlande and
Westfalens.
Boston:
Society of Natural History.
Brandenburg a. H.
Historischer Verein.
Bregenz:
Das Museum fur Vorarlberg.
Bremen:
Naturwissenschaftlicher Verein.
Breslau:
Verein fur Geschichte und Alterthum Schlesiens.
Scblesische Gesellschaft far vaterlandische Kultur.
Brflnn:
Bistorisch-statistische Sektion der k. k. mahrisch-
schles. Gesellschaft fur Ackerbau-, Natur- und Lan-
deskunde.
per Werner -Verein zur geologischen Durchforschung
von Mahren und Schlesien.
per hohe mahrische Landesausschuss.
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— 77 —
Der naturforschende Verein.
Brtlssel:
Acad&nie Royale des sciences etc.
Cairo:
Society Kh&liviale de Geographic
Chemnitz:
Verein fur Chemnitzer Geschichte.
Cherbourg:
Soci&6 nationale des sciences naturelles.
Christiana:
University Royale de Norvege.
Chur:
Naturforschende Gesellschaft Graubiindens.
Bundnerische geschichtsforschende Gesellschaft.
Darmstadt:
Historischer Verein far das Grossherzogthum Hessen.
Donaneschingen:
Verein fiir Geschichte and Natnrgeschichte der Baar
und der angrenzenden Landestheile.
Dresden:
Kais. Leop. Carolinische deutsche Akademie der Natur-
forscher.
Durkheim:
Pollichia, Naturwissenschaftlicher Verein der Rhein-
pfelz.
Erfurt:
Verein fur die Geschichte und Alterthumskunde yon
Erfurt
Frankfurt a. M.
Verein fur Geschichte und Alterthumskunde.
Frauenfeld:
Historischer Verein des Kantons Thurgau.
Freiberg:
Freiberger Alterthumsverein.
Freiburg i d. Schweiz:
Soci&6 d'Histoire du Canton de Frybourg.
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— 78 -
Freiburg im Breisgau:
Gesellschaft zur Beffirderung der Geschichts-, Alter-
thums- and Volkskunde.
Genf:
Soci^ d'Histoire et d'Archfologie.
Giessen:
Oberhessisohe Gesellschaft for Natur- and Heilkunde.
Glaras:
Historischer Verein des Kantons Glaras.
GSrlitz:
Oberlaasitzische Gesellschaft der Wissenschaften.
Graz:
Joanneom.
Historischer Verein.
Natorwissenschaftlicher Verein fur Steiermark.
Greifswald:
Greifewalder Abtheilong der Gresellschaft fur Pommenche
Geschichte and Alterthamskande.
Hall (in Wttrttemberg).
Historischer Verein far das wurttembergische Fmnken.
Halle:
Thuringisch-s&chsischer Verein far Erforschung des
vaterl&ndischen Alterthums.
Hamburg:
Verein fur Hamborgische Geschichte:
Hannover:
Historischer Verein far Niedersachsen.
Natorhistorische Gesellschaft.
Hermannstadt:
Verein fur siebenbflrgische Landeskunde.
Siebenborgischer Verein ftbr Natarwissenschaften.
Jena:
Verein f&r thunngisch--s&chsische Gesohichta
Innsbruck:
Naturwissensohaftlich-medizinischer Verein.
Forstverein far Tirol and Vorarlherg.
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— 79 —
Kassel:
Verein fCLr hessische Geschichte und Landeskunde.
Kiel:
Schleswig-Holstein-Lauenburgische Gesellschaft f&r vater-
Htadische Geschichte.
Naturwissensohaftlicher Verein f&r Schleswig-Holstein.
Klagenfurt:
Historischer Verein f&r Karnten.
Naturhistorisches Landes-Museum.
K61n:
Historischer Vetein f&r Niederrhein.
Kdnigsberg:
K5nigliche Fhysikalisch-Skonomische Gesellschaft
Laibach:
Historischer Vereb f&r Krain.
Landshat:
Historischer Verein von nnd f&r Niederbayern.
Botanischer Verein.
Lausanne:
Soci6t6 d'Histoire de la Suisse Romande.
Leiden:
Maatschappiy der nederlandschen Letterkunde.
Linz:
Das Museum Francisco-Carolinum.
Verein f&r Naturkunde f&r Oesterreich o. £.
London:
Royal Society.
L&beck:
Verein f&r Lflbeckische Geschichte und Alterthums-
kunde.
L&neburg:
Alterthums- Verein.
Luxemburg:
La Section historique de l'lnstitut royal grand-ducal de
Luxembourg.
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— 80 —
Luzern:
Historischer Verein der 5 Orte: Luzern, Uri, Schwyz,
Unterwalden and Zug.
Lyon:
Acad&nie de sciences etc.
Soci&6 Iinn£enne.
Soci&6 d' Agriculture.
Madrid:
Academia de ciencias.
Magdeburg:
Naturwissenschaftlioher Verein.
Mainz:
Verein zur Erforschung der rheinischen Greschichte nnd
AlterthtLmer.
Marienwerder:
Historischer Verein.
Meiningen:
Verein fur Hennebergische AlterthtLmer.
MUnchen:
Konigl. Akademie der Wissenschaften.
Das k. b. Reichsarchiv.
Historischer Vereiu von und f&r Oberbayern.
Miinchner Alterthums- Verein.
Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein.
MtLnster:
Verein fur Greschichte und Alterthumskunde Westfeleos.
Nancy:
Soci&6 de sciences.
Neuchatel:
Soci£t6 des sciences naturelles.
New-York:
American G-eographical and Statistical Society.
Nttrnberg:
Germanisches Museum.
Naturhistorischer Verein.
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— 81 —
Offenbach:
Verein ftir Naturkunde.
Oldenburg:
Oldenburger Landesverein ffir Alterthumskunde.
Osnabriiok:
Historischer Verein.
Naturwis8enschaftlicher Verein.
Pest:
Magyar tudomanyos Aoad&nia.
Die k. ungar. geologische Anstalt.
Petersburg:
Aoad&nie Imperiale des sciences.
Archaologische Gesellschaft
Bibliotheque Imperiale Archfologique.
Jardin Imperial de Botaniqne.
Philadelphia:
Academy of Natural Sciences.
Prag:
Verein ffir Geschichte der Deutschen in BShinen.
KOnigl. B5hm. Gesellschaft der Wissensohaften.
Presburg:
Verein fur Natur- und Heilkunde.
Regensburg:
Historischer Verein ffir Oberpfalz und Regensburg.
Zoologisch-mineralogischer Verein.
Reichenberg:
Verein der Naturfreunde.
Salzburg:
Carolina-Augusteum.
Gesellschaft ffir Salzburger Landeskunde.
Schaffhausen:
Historisch-antiquarischer Verein des Kantons Schaff-
hausen.
Schweizerische entomologische Gesellschaft.
Schmalkalden:
Verein ffir Hennebergische Geschichte und Landeskunde
FerdinAndeumi-Zeitechrift. 6
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— 82 -
Schwerin:
Verein far mecklenburgische Gesehichte und Alter-
thumskuncle.
St. Gallen:
St Gallische naturwissenschaftliche Gesellschaft.
BGstorischer Verein:
Stettin:
Entomologischer Verein.
Stockholm:
E5niglich schwedische Akademie der Wissenschaften.
Stuttgart:
Das k5nigliche Staats-Archiv.
Wiirtembergischer Alterthumsverein.
Tettnang-Friedriohshafen:
Verein far Gesehichte des Bodensee's und seiner Um-
gebung.
Triest:
Societa Adriatica di Scienze naturall
Ulm:
Verein fiir Kunst und Alterthum.
Washington:
Smithsonian Institution.
United States Patent Office.
U. S. Coast Survey.
Wernigerode:
Harz-Verein fur Gesehichte und Alterthumskunde.
Wien:
KaiserL Akademie der Wissenschaften.
K. k. Centralkommission zur Erforschung und Erhal-
tung der Baudenkmale.
K. k. Geologische Reichs-Anstalt
Der Alterthums-Verein.
E. k. Zoologisch-botanische Gesellschaft
E. k. Geographische Gesellschaft.
Verein far Landeskunde von NiederSsterreich.
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— 83 —
Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlioher Kennt-
nisse.
Der heraldische Verein 9Adler*.
Wiesbaden:
Historischer Verein fur Nassau.
Verein fQr Naturkunde in Nassau.
Wtlrzburg:
Historischer Verein fQr Unterfranken und Aschaffen-
bnrg.
Zurich:
Gesellschaft fQr yaterl&ndische Alterfhttmer.
Naturforschende Gesellschaft.
Zwickau:
Verein fur Naturkunde.
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/s.
Inhaltsverzeichniss.
X Geachichtliche Abtheilung. Seite
Sehneller Christian* Anton Falger ttnd das Lechthal 1
Buf Seb., Doctor Johannes Fnchsmagen 1469—1510 93
U. NaturwiBsenBChaftliche Abtheilung.
Cftthreln Dr. Alois* Die geognostischen Verhaltnisse der
WildschOnaa . . • 12S
DftllA-Torre, Br* Karl T* Die Apiden Tirols. (Fortsetznng
and Schlass) 158
Vereinsbericht in
Rechnungs-Ausweise H
Spezielles Verzeichniss aller dem Museum in den Jahren 1874,
1875, and 1876 zugewachsenen Gegenstande. 1
Personalstand des Ferdinandeoms 1877 51
Verzeichniss der Institute und gelehrten Gesellschaften , mil
denen das Ferdinandeom in Tauschverbindung stent . . 76
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